[0001] Die Erfindung betrifft einen Kältemittelverdichter, insbesondere Verdrängerverdichter
wie beispielsweise Hubkolbenverdichter oder Spiralverdichter, umfassend ein Verdichtergehäuse
mit einer von diesem umschlossenen Auslasskammer und einer von der Auslasskammer zu
einem äußeren Hochdruckanschluss führenden Auslasspassage.
[0002] Derartige Kältemittelverdichter sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei diesen
Kältemittelverdichtern breiten sich, insbesondere wenn diese Hubkolbenverdichter sind,
Pulsationen von der Auslasskammer und in das sich anschließende Rohrleitungssystem
aus, die einerseits zu einer unerwünschten Geräuschbelästigung im Rohrleitungssystem
und andererseits zu mechanischer Beanspruchung des Rohrleitungssystems aufgrund der
Druckspitzen führen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kältemittelverdichter der gattungsgemäßen
Art derart zu verbessern, dass bei diesem die Pulsationen möglichst stark gedämpft
werden.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Kältemittelverdichter der eingangs beschriebenen Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in die Auslasspassage des Verdichtergehäuses
im Anschluss an die Auslasskammer ein Pulsationsdämpferelement eingesetzt ist, dass
das Pulsationsdämpferelement eine der Auslasskammer zugewandte und sich über einen
Querschnitt der Auslasspassage erstreckende Einlassblende und dieser gegenüberliegend
eine sich über den Querschnitt der Auslasspassage erstreckende Auslassblende aufweist,
dass zwischen der Einlassblende und der Auslassblende mindestens ein Reflexionsraum
vorgesehen ist und dass die Einlassblende und die Auslassblende jeweils mindestens
einen Durchlass aufweisen, der einer Reflexionsfläche an der jeweils anderen Blende
zugewandt ist.
[0005] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass sich das Dämpferelement
in die Auslasspassage im Zylinderkopf einsetzen lässt und somit relativ wenig Raum
beansprucht, insbesondere dadurch, dass das Dämpferelement keine eigenständige große
Dämpferkammer aufweist, sondern hinsichtlich des zur Dämpfung erforderlichen Volumens
mit der Auslasskammer zusammenwirkt.
[0006] Das erfindungsgemäße Dämpferelement unterdrückt dabei eine Kopplung zwischen der
im mechanischen Analogon als Feder für die Pulsationen wirkenden Auslasskammer und
der im mechanischen Analogon als Masse wirksamen Kältemittelmenge im Rohrleitungssystem,
so dass dadurch Pulsationen optimal unterdrückt werden können.
[0007] Eine besonders günstige Lösung sieht dabei vor, dass das Dämpferelement so ausgebildet
ist, dass sich in diesem sich auslöschende stehende Wellen bei einer höheren Harmonischen
einer Grundfrequenz des Kältemittelverdichters ausbilden. Der Vorteil dieser Lösung
ist darin zu sehen, dass das Dämpferelement raumsparend ausgebildet werden kann, da
es lediglich so ausgelegt ist, dass sich in diesem sich auslöschende stehende Wellen
nicht der Grundfrequenz sondern einer höheren harmonischen der Grundfrequenz des Kältemittelverdichters
ausbilden, wobei dies für die Unterdrückung der Pulsationen ausreichend ist, da die
Pulsationen in dem Rohrleitungssystem nicht mit der Grundfrequenz, sondern mit einer
höheren harmonischen der Grundfrequenz auftreten, so dass es nicht notwendig ist,
das Dämpferelement so auszulegen, dass sich in diesem sich auslöschende stehende Wellen
der Grundfrequenz ausbilden können, was zur Folge hätte, dass das Dämpferelement sehr
großvolumig ausgebildet werden muss. Vielmehr reicht die Auslegung des Dämpferelements
für sich auslöschende stehende Wellen bei einer höheren Harmonischen der Grundfrequenz,
die allerdings die höheren Harmonischen der Grundfrequenz umfassen sollte, mit denen
die Pulsationen primär auftreten.
[0008] Noch vorteilhafter ist es, wenn sich in dem Dämpferelement mehrere sich auslöschende
stehende Wellen ausbilden, die verschiedenen höheren Harmonischen der Grundfrequenz
entsprechen. Diese Lösung erlaubt somit eine sogenannte "breitbandige Entkopplung"
des Rohrleitungssystems von der Auslasskammer durch das Vorsehen von sich auslöschenden
stehenden Wellen bei mehreren verschiedenen Harmonischen der Grundfrequenz.
[0009] Unter der Grundfrequenz ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung die Frequenz
zu verstehen, die dem Produkt aus der Drehzahl des Kältemittelverdichters multipliziert
mit der Zahl der Ausstoßvorgänge von Kältemittel pro Umdrehung in die jeweilige Auslasskammer
entspricht.
[0010] Prinzipiell könnte der Durchlass als Durchbruch in der Eingangsblende und in der
jeweiligen Ausgangsblende vorgesehen sein.
[0011] Eine besonders günstige Lösung sieht jedoch vor, dass der mindestens eine Durchlass
in jeder der Blenden durch ein zu dem Reflexionsraum reichendes Rohrstück gebildet
ist.
[0012] Vorzugsweise ist dabei dieses Rohrstück der an der jeweils anderen Blende vorgesehenen
Reflexionsfläche zugewandt.
[0013] Insbesondere weist ein derartiger Durchlass eine innere Öffnung auf, an welcher bezogen
auf den Durchlass ein Querschnittssprung zu dem Reflexionsraum hin entsteht, d.h.
dass jeder der mindestens einen Durchlässe mit einem Querschnittssprung in einen Reflexionsraum
zwischen der Einlassblende und der Auslassblende mündet.
[0014] Dadurch lässt sich in einfacher Weise die Dämpfungswirkung des Dämpferelements optimieren.
[0015] Dabei ist die innere Öffnung im Abstand von der jeweils anderen Blende angeordnet.
[0016] Vorzugsweise liegt dabei die innere Öffnung der jeweils anderen Blende näher als
der den jeweiligen Durchlass aufweisenden Blende.
[0017] Insbesondere ist dabei vorgesehen, dass das mindestens eine Rohrstück der einen Blende
mit einem inneren Endbereich mit dem Rohrstück der jeweils anderen Blende überlappend
angeordnet ist.
[0018] Vorzugsweise sind dabei die Rohrstücke im Bereich der inneren Endbereiche miteinander
verbunden.
[0019] Hinsichtlich der Durchlassquerschnitte der Durchlässe in den jeweiligen Blenden wurden
bislang keine näheren Angaben gemacht. So ist es besonders vorteilhaft, wenn der mindestens
eine Durchlass in der einen Blende ungefähr denselben Durchlassquerschnitt aufweist
wie der mindestens eine Durchlass in der anderen Blende.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kältemittelverdichters
sieht vor, dass die Einlassblende mehrere Durchlässe aufweist.
[0021] Beim Vorsehen mehrere Durchlässe wäre es beispielsweise denkbar, diese beliebig in
der Einlassblende anzuordnen.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die mehreren Durchlässe um eine Mittelachse
des Dämpferelements herum angeordnet sind.
[0023] Eine konstruktiv besonders günstige Lösung sieht vor, dass die mehreren Durchlässe
rotationssymmetrisch um die Mittelachse herum angeordnet sind.
[0024] Darüber hinaus ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn die Auslassblende mehrere Durchlässe
aufweist.
[0025] Insbesondere ist es günstig, wenn die mehreren Durchlässe der Auslassblende um die
Mittelachse des Dämpferelements herum angeordnet sind.
[0026] Besonders zweckmäßig ist es auch bei dieser Lösung, wenn die mehreren Durchlässe
der Auslassblende rotationssymmetrisch um die Mittelachse angeordnet sind.
[0027] Eine hinsichtlich der Strömungsverhältnisse optimale Lösung sieht vor, dass die Summe
der Durchlassquerschnitte des mindestens einen Durchlasses der Einlassblende mehr
als 25 % eines Durchlassquerschnitts der Auslasspassage beträgt.
[0028] Noch besser ist es, wenn die Summe der Durchlassquerschnitte des mindestens einen
Durchlasses der Einlassblende mehr als 40 % der Durchlassquerschnitte der Auslasspassage
beträgt.
[0029] Ferner ist es auch günstig, wenn die Summe der Durchlassquerschnitte des mindestens
einen Durchlasses der Auslassblende mehr als 25 % des Durchlassquerschnitts der Auslasspassage
beträgt.
[0030] Noch besser ist es, wenn die Summe der Durchlassquerschnitte der mehreren Durchlässe
der Auslassblende mehr als 40 % des Durchlassquerschnitts der Auslasspassage beträgt.
[0031] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ist es aber auch denkbar, zusätzlich zur Einlassblende
und zur Auslassblende ein oder mehrere Zwischenblenden vorzusehen.
[0032] Um bei der erfindungsgemäßen Lösung das Dämpferelement optimal positionieren zu können,
ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Dämpferelement über ein äußeres Montageelement
fixierbar ist.
[0033] Besonders günstig ist es, wenn eine der Blenden mit als Montageelement dienenden
Flanschbereichen versehen ist und somit gleichzeitig als Montageflansch für das Dämpferelement
in dem Zylinderkopf einsetzbar ist.
[0034] Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels. In der
Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung eines Teils eines Verdichtergehäuses im Bereich eines Zylinderkopfes;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf einen in Figur 1 dargestellten Zylinderkopf von seiner Unterseite;
- Figur 3
- einen Schnitt längs Linie 3-3 in Figur 2;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Dämpferelements;
- Figur 5
- einen Schnitt längs Linie 5-5 in Figur 4; und
- Figur 6
- einen Schnitt längs Linie 6-6 in Figur 4.
[0035] Ein in Figur 1 teilweise dargestelltes Verdichtergehäuse 10 eines erfindungsgemäßen
als Hubkolbenverdichter ausgebildeter Verdrängerverdichter umfasst eine Zylindergehäuse
12 mit einer Ventilplatte 14, auf welcher mit einer Dichtung 16 abgedichtet ein Zylinderkopf
18 angeordnet ist, der über der Ventilplatte 14 eine Einlasskammer 22 und eine Auslasskammer
24 bildet, die durch eine Trennwand 26 im Zylinderkopf 18 voneinander getrennt sind.
[0036] Der Zylinderkopf 18 ist ferner mit einem Anschlussstutzen 28 versehen, welcher vorzugsweise
in einem Deckel 30 des Zylinderkopfs 18 angeordnet ist und eine Auslasspassage 32
bildet, durch welche das verdichtete Kältemittel aus der Auslasskammer 24 austreten
und in einen Rohrleitungsanschluss 34 eintreten kann.
[0037] Der Rohrleitungsanschluss 34 ist dabei auf eine Anschlussfläche 36 des Anschlussstutzens
28 aufsetzbar und an diesem montierbar.
[0038] Zum Dämpfen von Pulsationen im aus der Auslasskammer 24 austretenden Strom von Kältemittel
ist in die ohnehin vorhandene Anschlusspassage 32 im Anschlussstutzen 28 ein als Ganzes
mit 40 bezeichnetes Dämpferelement eingesetzt, welches, wie in Figur 1 bis 6 dargestellt,
eine Einlassblende 42 und eine Auslassblende 44 aufweist.
[0039] Damit führt das Verwenden des erfindungsgemäßen Dämpferelements 40 zu keinem erhöhten
Raumbedarf im Verdichtergehäuse 10.
[0040] Die Einlassblende 42 umfasst zwei Durchlässe 46a und 46b, die durch Rohrstücke 48a
und 48b gebildet sind, welche sich von der Auslasskammer 24 zugewandten Eintrittsöffnungen
52a und 52b zu der Auslassblende 44 zugewandten ersten inneren Öffnungen 54a und 54b
über eine Strecke RE erstrecken.
[0041] Die beiden Durchlässe 46a und 46b sind dabei vorzugsweise symmetrisch zu einer Mittelachse
56 des Dämpferelements 40 angeordnet. Ferner liegen die ersten inneren Öffnungen 54a
und 54b in einem Abstand AE von der Auslassblende 44 entfernt und sind jeweils einer
durch die Auslassblende 44 gebildeten geschlossenen Reflexionsfläche 58a und 58b der
Auslassblende 44 zugewandt, so dass sich durch die Durchlässe 46a und 46b hindurchtretende
Pulsationsschwingungen zunächst mit einem Querschnittssprung an den ersten inneren
Öffnungen 54a, 54b in einen Raum 50a, 50b eintreten, der von der Auslasspassage 32
und der Auslassblende 44 begrenzt ist, und dann eine Reflexion an den Reflexionsflächen
58a und 58b der Auslassblende 44 erfahren und dabei teilweise durch die Durchlässe
46a und 46b wieder zurückreflektiert werden oder in einen außerhalb der Rohrstücke
48a, 48b liegenden und diese umgebenden Raum 60a, 60b reflektiert werden, der einerseits
von der Auslasspassage 32 des Anschlussstutzens 28, andererseits von den Rohrstücken
48a und 48b und zur Auslasskammer 24 hin von der Einlassblende 42 begrenzt ist, und
zwar von Reflexionsflächen 62a und 62b der Einlassblende 42. Die Reflexionsflächen
58a, 58b und die Reflexionsflächen 62a, 62b weisen einen Abstand BE voneinander auf,
der etwas größer ist als RE plus AE.
[0042] Diesen Reflexionsflächen 62a und 62b sind wiederum diesen gegenüberliegende zweite
innere Öffnungen 64a und 64b von diesen im Abstand AA angeordneten Durchlässen 66a
und 66b zugeordnet, so dass sich bezogen auf die Durchlässe 66a, 66b ein Querschnittssprung
zwischen den zweiten inneren Öffnungen 64a, 64b und den Reflexionsräumen 60a, 60b
ergibt, wobei die Durchlässe 66a und 66b auf Seiten der Auslassblende 44 gebildet
sind, und zwar durch Rohrstücke 68a und 68b, die sich von der Auslassblende 44 zu
den zweiten inneren Öffnungen 64a und 64b erstrecken und dabei von in einem Abstand
RA von den inneren Öffnungen 64a, 64b angeordneten Auslassöffnungen 70a und 70b in
der Auslassblende 44 ausgehen, wobei die Auslassöffnungen 70a und 70b dem Rohrleitungsanschluss
34 zugewandt sind, so dass das aus diesen austretende verdichtete Kältemittel über
den Rohrleitungsanschluss 34 abströmen kann.
[0043] Auch die Durchlässe 66a und 66b sind symmetrisch zu der Mittelachse 56 angeordnet,
allerdings um 90° versetzt gegenüber den Durchlässen 46a, 46b.
[0044] Ferner sind die zweiten inneren Öffnungen 64 in einem Abstand AA von der Einlassblende
42 angeordnet.
[0045] Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Abstände AE zwischen den inneren
Öffnungen 54a und 54b sowie den Reflexionsflächen 58a und 58b sowie die Abstände AA
zwischen den inneren Öffnungen 64a und 64b und den Reflexionsflächen 62a und 62b geringer
als die Längen der Rohrstücke 48a und 48b sowie 68a und 68b, so dass die Rohrstücke
48a und 48b mit ihren inneren Endbereichen 72a und 72b, sowie 74a und 74b einander
überlappen. Daher sind die Rohrstücke 48a und 48b sowie 68a und 68b im Bereich ihrer
inneren Ende 72a und b sowie 74a und b miteinander verbunden, so dass die Rohrstücke
48a und 48b sowie 68a und 68b die Einlassblende 42 und die Auslassblende 44 im Abstand
voneinander positioniert halten.
[0046] Ferner ist bei der erfindungsgemäßen Lösung noch die Auslassblende 44, wie insbesondere
in Figuren 1 und 4 dargestellt, mit Flanschbereichen 80 versehen, so dass die Auslassblende
44 auf die Anschlussfläche 36 mit einer dazwischenliegenden Dichtung 82 auflegbar
ist, während mit einer weiteren Dichtung 84, die auf der der Dichtung 82 gegenüberliegenden
Seite der Flanschbereiche 80 liegt, der Rohrleitungsanschluss 34 dichtend auf den
Flanschbereich 80 aufsetzbar ist.
[0047] Damit ist das erfindungsgemäße Dämpferelement 40 in einfacher Weise in der Auslasspassage
32 montierbar, wobei ausgehend von der einstückig mit dem Flanschbereich 80 verbundenen
Auslassblende 44 sich die Rohrstücke 68a und 68b sowie 48a und 48b in die Auslasspassage
32 hinein erstrecken und damit die Einlassblende 42 in der Auslasspassage 32 definiert
in Position halten. Die Einlassblende 42 hat dabei einen derartigen Durchmesser, dass
sie sich im Wesentlichen über den Querschnitt der Auslasspassage 32 erstreckt, so
dass verdichtetes Kältemittel nur über die Eintrittsöffnungen 52 in das Dämpferelement
40 eintreten kann.
[0048] Das Dämpferelement 40 gemäß der vorliegenden Erfindung wirkt dabei dadurch pulsationsdämpfend,
da in diesem Pulsationswellen die üblicherweise bei Frequenzen auftreten, die höheren
Harmonischen der Grundfrequenz entsprechen, durch Reflexion gedämpft werden.
[0049] Die Bedingung für sich tilgende stehende Wellen in den Rohrstücken 48a und 48b ist
die, dass die Länge RE der Rohrstücke 48a und 48b der halben Wellenlänge λ/2 einer
Harmonischen der Grundfrequenz entsprechen muss, da durch die Eintrittsöffnungen 52a
und 52b sowie die inneren Öffnungen 54a und 54b jeweils Reflexionen an offenen Enden
erfolgen.
[0050] Die Bedingung für sich tilgende stehende Wellen zwischen den inneren Öffnungen 54a
und 54b und den Reflexionsflächen 58a und 58b ist die, dass die Länge AE einer viertel
Wellenlänge λ/4 einer höheren Harmonischen der Grundfrequenz entsprechen muss, da
durch die inneren Öffnungen 54a und 54b Reflexionen am offenen Ende und durch die
Reflexionsflächen 58a und 58b Reflexionen am geschlossenen Ende erfolgen.
[0051] Die Bedingung für sich tilgende stehende Wellen zwischen den Reflexionsflächen 58a
und 58b sowie 62a und 62b ist die, dass der Abstand BE der halben Wellenlänge λ/2
der höheren Harmonischen der Grundfrequenz entsprechen muss, da eine Reflexion zwischen
geschlossenen Enden vorliegt.
[0052] Schließlich ergibt sich aus den Abständen AA zwischen den Reflexionsflächen 62a und
62b sowie den inneren Enden 64a und 64b die Bedingung AA = λ/4 der höheren Harmonischen
der Grundfrequenz für sich auslöschende stehende Wellen.
[0053] Außerdem treten sich auslöschende stehende Wellen auch noch auf, wenn RA = λ/2 der
höheren Harmonischen der Grundfrequenz ist.
[0054] Daraus folgt, dass das Dämpferelement 40 in der Lage ist, eine Anzahl von höheren
Harmonischen der Grundfrequenz zu dämpfen, wobei die Abstände RE, BE und RA so gewählt
sind, dass daran doppelter Wert einer der niedrigsten Harmonischen der Grundfrequenz
entspricht, welche bei den Pulsationen auftritt und wobei die Abstände AE und AA so
gewählt sind, dass deren vierfacher Wert einer der niedrigsten Harmonischen der Grundfrequenz
entspricht, bei der die Pulsationen auftreten.
[0055] Außerdem wirkt noch als Kammer für die Pulsationsdämpfung die Auslasskammer 24 einerseits
und die nachfolgende Rohrleitung 34 andererseits, so dass das Dämpferelement 40 selbst
keine großvolumige Kammer benötigt und somit einen kompakten Aufbau des Zylinderkopfes
18 zulässt, in welchem sich das Dämpferelement 40 einfach integrieren lässt, da es
seinerseits lediglich Pulsationswellen umlenken und reflektieren muss.
[0056] Vorzugsweise ist dabei das Volumen der Auslasskammer 24 so groß zu wählen, dass dieses
mindestens dem Doppelten, noch besser mindestens dem Dreifachen eines Hubvolumens
pro Zylinder des Hubkolbenverdichters entspricht, um eine möglichst günstige Dämpfungswirkung
zu erhalten.
1. Kältemittelverdichter, insbesondere Verdrängerverdichter, umfassend ein Verdichtergehäuse
(12) mit einer von diesem umschlossenen Auslasskammer (24) und einer von der Auslasskammer
(24) zu einem äußeren Hochdruckanschluss (34) führenden Auslasspassage (32),
dadurch gekennzeichnet, dass in die Auslasspassage (32) des Verdichtergehäuses (12) im Anschluss an die Auslasskammer
(24) ein Pulsationsdämpferelement (40) eingesetzt ist, dass das Pulsationsdämpferelement
(40) eine der Auslasskammer (24) zugewandte und sich über einen Querschnitt der Auslasspassage
(32) erstreckende Einlassblende (42) und dieser gegenüberliegend eine sich über den
Querschnitt der Auslasspassage (32) erstreckende Auslassblende aufweist, dass zwischen
der Einlassblende (42) und der Auslassblende (44) mindestens ein Reflexionsraum (50,
60) vorgesehen ist und dass die Einlassblende (42) und die Auslassblende (44) jeweils
mindestens einen Durchlass (46, 66) aufweisen, der einer Reflexionsfläche (58, 62)
an der jeweils anderen Blende (44, 42) zugewandt ist.
2. Kältemittelverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpferelement (40) so ausgebildet ist, dass sich in diesem sich auslöschende
stehende Wellen bei einer höheren Harmonischen einer Grundfrequenz des Kältemittelverdichters
(10) ausbilden.
3. Kältemittelverdichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Dämpferelement (40) mehrere sich auslöschende stehende Wellen ausbilden,
die verschiedenen höheren Harmonischen der Grundfrequenz entsprechen.
4. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Durchlass (46, 66) in jeder der Blenden (42, 44) durch ein zu
dem Reflexionsraum (50, 60) reichendes Rohrstück (48, 68) gebildet ist.
5. Kältemittelverdichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrstück (48, 68) der an der jeweils anderen Blende (44, 42) vorgesehenen Reflexionsfläche
(58, 62) zugewandt ist.
6. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Durchlässe (46, 66) eine innere Öffnung (54, 64) aufweist, an welcher bezogen
auf den Durchlass (46, 66) ein Querschnittssprung zu dem Reflexionsraum (50, 60) hin
entsteht.
7. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Öffnung (54, 64) im Abstand (AE, AA) von der jeweils anderen Blende (44,
42) angeordnet ist.
8. Kältemittelverdichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Öffnung (54, 64) der jeweils anderen Blende (44, 42) näher als der den
jeweiligen Durchlass (46, 66) aufweisenden Blende (42, 44) liegt.
9. Kältemittelverdichter nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rohrstück (48, 68) der einen Blende (42, 44) mit einem inneren
Endbereich (72, 74) mit dem Rohrstück (68, 48) der jeweils anderen Blende (44, 42)
überlappend angeordnet ist.
10. Kältemittelverdichter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstücke (48, 68) im Bereich der inneren Endbereiche (72, 74) miteinander verbunden
sind.
11. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Durchlass (46) in der einen Blende (42) ungefähr denselben Durchlassquerschnitt
aufweist, wie der mindestens eine Durchlass (66) in der anderen Blende (44).
12. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassblende (42) mehrere Durchlässe (46a, b) aufweist.
13. Kältemittelverdichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Durchlässe (46a, b) um eine Mittelachse (56) des Dämpferelements (40)
herum angeordnet sind.
14. Kältemittelverdichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Durchlässe (46a, b) rotationssymmetrisch um die Mittelachse (56) herum
angeordnet sind.
15. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassblende (44) mehrere Durchlässe (66) aufweist.
16. Kältemittelverdichter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Durchlässe (66) um die Mittelachse (56) des Dämpferelements (40) herum
angeordnet sind.
17. Kältemittelverdichter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Durchlässe (66) rotationssymmetrisch um die Mittelachse (56) angeordnet
sind.
18. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe des Durchlassquerschnitte des mindestens einen Durchlasses (46) der Einlassblende
(42) mehr als 25 % eines Durchlassquerschnitts der Auslasspassage (32) beträgt.
19. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Durchlassquerschnitte des mindestens einen Durchlasses (66) der Auslassblende
(44) mehr als 25 % des Durchlassquerschnitts der Auslasspassage (32) beträgt.
20. Kältemittelverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpferelement (40) über ein äußeres Montageelement (80) fixierbar ist.
21. Kältemittelverdichter nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Blenden (44) mit als Montageelement dienenden Flanschbereichen (80) versehen
ist.