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(11) |
EP 1 727 751 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2009 Patentblatt 2009/42 |
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Anmeldetag: 14.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2005/000153 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/087624 (22.09.2005 Gazette 2005/38) |
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ENTLEERUNGSVORRICHTUNG FÜR EINEN SCHÜTTGUTBEHÄLTER, SCHÜTTGUTBEHÄLTER UND BAUSATZ
EMPTYING DEVICE FOR A BULK-GOODS CONTAINER, BULK GOODS CONTAINER AND ASSEMBLY KIT
DISPOSITIF DE VIDAGE D'UN CONTENEUR POUR PRODUITS EN VRAC, CONTENEUR POUR PRODUITS
EN VRAC ET KIT D'ASSEMBLAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
12.03.2004 EP 04405150
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.2006 Patentblatt 2006/49 |
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Patentinhaber: Visval AG |
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3186 Düdingen (CH) |
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Erfinder: |
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- STORCI, Mario
CH-6404 Greppen (CH)
- CUENNET, Jean-Marie
CH-3186 Düdingen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rüfenacht, Philipp Michael et al |
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Keller & Partner
Patentanwälte AG
Schmiedenplatz 5
Postfach 3000 Bern 7 3000 Bern 7 (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/43902 DE-U- 9 105 309 US-A- 4 790 708
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DE-B- 1 257 682 FR-A- 2 587 780 US-B1- 6 170 976
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Entleerungsvorrichtung zum Entleeren von Schüttgut aus
einem Schüttgutbehälter sowie einen Schüttgutbehälter und einen Verschluss für einen
Schüttgutbehälter.
Stand der Technik
[0002] Zum Entleeren bzw. Auslassen von Schüttgütern aus Schüttgutbehältern werden die Schüttgüter
durch in den Behälterwänden ausgebildete Austrittsöffnungen hindurch ausgetragen.
Dazu werden die Schüttgutbehälter typischerweise an eine Entleerungsvorrichtung (auch
als Auslass- oder Andockvorrichtung bzw. Auslass- oder Andockstation bezeichnet) angeschlossen,
die mit einer Eintrittsöffnung versehen ist, welche in einen Durchlasskanal mündet,
durch welchen hindurch das Schüttgut ausströmen (auch als ausfliessen bezeichnet)
kann.
[0003] Bei einem ersten Typ von Entleerungsvorrichtungen wird nach dem Anschliessen des
Schüttgutbehälters das Entleeren des Schüttguts im Wesentlichen dadurch bewirkt, dass
Druckluft in den Schüttgutbehälter eingeblasen wird, welche dann das Schüttgut mitreisst
und zusammen mit dem Schüttgut durch die Austrittsöffnung aus dem Schüttgutbehälter
hinaus und durch die Eintrittsöffnung in die Entleerungsvorrichtung hinein strömt.
Entleerungsvorrichtungen dieses Typs sind z.B. in den Druckschriften
US 5 474 111 (Degussa),
DE 1 257 682 (Schröder) und
US 4 790 708 (von Bennigsen-Mackiewicz) beschrieben. Zur Dosierung oder Drosselung der Schüttgutströmung ist dieser erste
Typ von Entleerungsvorrichtung typischerweise mit einer Rückstauklappen und/oder Absperrschieber
umfassenden Dosierungseinrichtung versehen, die im Durchlasskanal der Entleerungsvorrichtung
angeordnet ist. Das hat zur Folge, dass nach einem Stoppen der Schüttgutströmung mittels
der Dosierungseinrichtung das Schüttgut stromaufwärts der Dosierungseinrichtung in
der Entleerungsvorrichtung liegen bleibt. Dieses Schüttgut muss später häufig als
Abfall entsorgt werden und kann zudem im Falle von giftigem Schüttgut problematisch
sein im Hinblick auf die Sicherheit beim Betrieb der Entleerungsvorrichtung.
[0004] Ein zweiter Typ von Entleerungsvorrichtungen ist zum Entleeren von Schüttgutbehältern
ausgebildet, die einen Verschluss aufweisen, der mit einem Anschlussflansch versehen
ist, in welchem die Austrittsöffnung ausgebildet ist, sowie mit einem Verschlussorgan
zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung bzw. des Verschlusses.
Dieser zweite Typ von Entleerungsvorrichtungen ist mit einer Verschlussbetätigungsvorrichtung
zur Betätigung des Verschlusses des Schüttgutbehälters ausgerüstet. Nach dem Anschliessen
des Schüttgutbehälters an die Entleerungsvorrichtung wird die Entleerung des Schüttguts
dadurch bewirkt, dass mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung der Verschluss
des Schüttgutbehälters geöffnet wird, worauf das Schüttgut durch die Austrittsöffnung
hindurch aus dem Schüttgutbehälter ausströmen kann. Indem bereits der Schüttgutbehälter
selbst mit einem Verschluss für das Schüttgut versehen ist, kann häufig auf eine weitere
Verschluss- oder Dosierungseinrichtung in der Entleerungsvorrichtung verzichtet werden.
Entleerungsvorrichtungen dieses zweiten Typs sind z.B. aus den Druckschriften
EP 0 915 032 (AT Anlagetechnik AG),
WO 98/43902 (Matcon) und
FR 2 587 780 (Rhone Poulenc) bekannt. Die in den beiden letztgenannten Druckschriften beschriebenen
Entleerungsvorrichtungen sind weiter je mit einer Druckluftreinigungsvorrichtung versehen,
welche es ermöglicht, die Entleerungsvorrichtung und/oder den Schüttgutbehälter im
Anschlussbereich mittels Druckluft zu reinigen.
[0005] Entleerungsvorrichtungen des zweiten Typs ermöglichen zwar einen vergleichsweise
sparsamen und sicheren Umgang mit dem Schüttgut. Hingegen können bei Schüttgütern,
die zum Verklumpen neigen, Probleme beim Entleeren entstehen, indem die Verklumpungen
im Schüttgutbehälter den Entleerungsvorgang behindern oder sogar vollständig blockieren.
Darstellung der Erfindung
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende
Entleerungsvorrichtung und einen Schüttgutbehälter anzugeben, welche einen sicheren
Betrieb sowie ein zuverlässiges Entleeren und Wegfördern von Schüttgütern aus dem
Schüttgutbehälter ermöglichen.
[0007] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche definiert.
Gemäss der Erfindung weist eine Entleerungsvorrichtung zum Entleeren von Schüttgut
aus einem Schüttgutbehälter eine Basisstruktur auf sowie eine mit einer Eintrittsöffnung
versehene Anschlusspartie und einen Durchlasskanal, in den die Eintrittsöffnung mündet.
Der Schüttgutbehälter hat einen Verschluss mit einem Anschlussflansch und einem Verschlussorgan.
Der Anschlussflansch ist mit einer Austrittsöffnung für im Schüttgutbehälter aufgenommenes
Schüttgut versehen, durch welche hindurch das Schüttgut bei offener Austrittsöffnung
ausströmen kann. Das Verschlussorgan ist zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der
Austrittsöffnung ausgebildet und angeordnet. Der Anschlussflansch des Schüttgutbehälters
ist derart dicht an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung anschliessbar,
dass - wenn der Anschlussflansch an die Anschlusspartie angeschlossen ist, d. h. in
einem an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters
bzw. seines Anschlussflansches - bei geöffnetem Verschluss Schüttgut durch die Austrittsöffnung
hindurch aus dem Schüttgutbehälter heraus, durch die Eintrittsöffnung hindurch in
den Durchlasskanal hinein und anschliessend durch den Durchlasskanal hindurch strömen
(auch als fliessen bezeichnet) kann. Die Entleerungsvorrichtung weist weiter eine
an der Basisstruktur oder an der Anschlusspartie gelagerte Verschlussbetätigungsvorrichtung
auf, die für eine Betätigung des Verschlusses (insbesondere des Verschlussorgans)
des Schüttgutbehälters ausgebildet ist. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung ist mit
einem Verschlussbetätigungselement und einer Verstellvorrichtung versehen. Die Verstellvorrichtung
ist derart ausgebildet und angeordnet, dass in einem an die Anschlusspartie angeschlossenen
Zustand des Verschlusses das Verschlussbetätigungselement mittels der Verstellvorrichtung
wahlweise zwischen einer Schliessstellung und wenigstens einer Offenstellung bezüglich
der Anschlusspartie verschiebbar ist.
[0008] Die Anschlusspartie ist weiter mit einem Pneumatikgasauslass versehen, der von der
Eintrittsöffnung getrennt ist. Der Anschlussflansch des Schüttgutbehälters ist weiter
mit einem dem Pneumatikgasauslass entsprechenden Pneumatikgaseinlass versehen, der
von der Austrittsöffnung getrennt ist. Vorzugsweise ist der Pneumatikgaseinlass des
Schüttgutbehälters an einer Aussenseite des Anschlussflansches des Schüttgutbehälters
angeordnet (wobei hier aussen in Bezug auf den Schüttgutbehälter zu verstehen ist
und wobei die Aussenseite des Anschlussflansches einen Teil der Aussenseite des Schüttgutbehälters
bildet). Der Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters bzw. dessen Anschlussflansches
ist derart an den Pneumatikgasauslass der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
anschliessbar, dass Pneumatikgas von der Entleerungsvorrichtung durch den Pneumatikgasauslass
der Anschlusspartie und den Pneumatikgaseinlass des Anschlussflansches hindurch in
den Schüttgutbehälter hinein strömen kann, um eine Auflockerung des im Schüttgutbehälter
aufgenommenen Schüttguts zu bewirken und dadurch das Ausströmen des Schüttguts zu
unterstützen.
[0009] Unter einem Pneumatikgas wird irgend ein für pneumatische Anwendungen geeignetes
gasförmiges Strömungsmittel (Gasmedium) verstanden. Pneumatikgas kann z. B. Luft sein,
insbesondere Luft, die einen gegenüber dem Luftdruck der Umgebungsluft erhöhten Druck
aufweist (üblicherweise als Druckluft bezeichnet). Pneumatikgas kann aber auch Stickstoff,
Edelgas oder irgend ein anderes für Pneumatikanwendungen geeignetes Gas oder Gasgemisch
sein.
[0010] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen bedeutet ein
an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung anschliessbarer Anschlussflansch
des Schüttgutbehälters, dass der Anschlussflansch und die Anschlusspartie derart ausgebildet
sind, dass sie in schüttgutleitender Funktion aneinander anschliessbar bzw. miteinander
verbindbar sind. Dabei können der Schüttgutbehälter verfahrbar oder verschiebbar und
die Entleerungsstation stationär sein, um das Anschliessen zu ermöglichen. Es können
aber auch der Schüttgutbehälter stationär und die Entleerungsstation verfahr- oder
verschiebbar sein, oder es können sowohl der Schüttgutbehälter als auch die Entleerungsstation
verfahr-oder verschiebbar sein, um das Anschliessen zu ermöglichen. In analoger Weise
bedeutet ein an den Pneumatikgasauslass der Entleerungsvorrichtung (bzw. deren Anschlusspartie)
anschliessbarer Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters (bzw. dessen Anschlussflansches),
dass der Pneumatikgaseinlass und der Pneumatikgasauslass in pneumatikgasleitender
Funktion aneinander anschliessbar bzw. miteinander verbindbar sind, wobei wiederum
der Schüttgutbehälter und/oder die Entleerungsvorrichtung verfahr- bzw. verschiebbar
sein können, um das Anschliessen zu ermöglichen.
[0011] Die Basisstruktur kann als Gestell oder als Gehäuse der Entleerungsvorrichtung ausgebildet
sein. Die Anschlusspartie kann als integraler Teil der Basisstruktur ausgebildet sein.
Der Durchlasskanal kann ebenfalls als integraler Teil der Basisstruktur ausgebildet
sein. Er kann aber auch in einem eigenständigen Bauteil ausgebildet sein, das an der
Basisstruktur der Entleerungsvorrichtung angeordnet ist.
[0012] Der Schüttgutbehälter kann ein- oder merhlagige flexible Behälterwände aufweisen
und z. B. als Sack oder als Grossbehälter (auch als "big bag" oder "bulk bag" bezeichnet)
ausgebildet sein. Der Schüttgutbehälter kann aber auch feste und/oder kombinierte
Behälterwände aufweisen und z. B. als Fass oder Container ausgebildet sein.
[0013] Unter einer geöffneten oder offenen Austrittsöffnung wird die Austrittsöffnung bei
geöffnetem resp. offenem Verschluss verstanden. Der Verschluss befindet sich dann
in einer Offenstellung.
[0014] Die Verschlussbetätigungsvorrichtung kann direkt an der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
gelagert sein. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung kann aber auch an der Basisstruktur
der Entleerungsvorrichtung gelagert sein.
[0015] Das Verschlussorgan kann ein fester Körper (d. h. ein Verschlusskörper) sein, und
die Verschlussbetätigungsvorrichtung kann zum wahlweisen Öffnen und wieder Verschliessen
des Verschlusses ausgebildet sein, um ein dosierbares Auslassen von Schüttgut aus
dem Schüttgutbehälter zu ermöglichen. Für diesen Zweck kann das Verschlussorgan z.B.
mittels des Verschlussbetätigungselements, welches das Verschlussorgan mitnimmt, wahlweise
von der Austrittsöffnung weg und wieder zur Austrittsöffnung hin bewegt werden, wobei
das Verschlussbetätigungselement seinerseits von der Verstellvorrichtung der Verschlussbetätigungsvorrichtung
angetrieben und verstellt wird. Der aus einem festen Material (z. B. Metall oder Kunststoff)
gefertigte Verschlusskörper kann insbesondere konusförmig ausgebildet sein, was sich
als besonders vorteilhaft für ein dosierbares Entleeren von Schüttgut erwiesen hat.
[0016] Das Verschlussorgan kann aber auch lediglich eine perforierbare Partie der Behälterwand,
eine perforierbare Folie oder ein anderes perforierbares Verschlusselement sein. Ein
mit einem solchen Verschlussorgan versehener Verschluss kann geöffnet werden, indem
das Verschlussorgan mittels des von der Verstellvorrichtung angetriebenen Verschlussbetätigungselements
perforiert wird. In diesem Falle ist der Verschluss bloss für ein einmaliges Öffnen
vorgesehen, d. h., es ist ein Einwegverschluss.
[0017] Das Verschlussorgan kann, insbesondere im Falle eines als fester Körper ausgebildeten
Verschlussorgans, im Wesentlichen in einem zur Aufnahme des Schüttguts vorgesehenen
Innenraum des Schüttgutbehälters angeordnet sein, wobei es insbesondere in seiner
Schliessstellung eine Partie der Behälterwandung des Schüttgutbehälters bilden kann.
[0018] Gemäss der Erfindung wird im Falle einer Entleerungsvorrichtung vom zweiten Typ (d.h.
einer Entleerungsvorrichtung mit einer Verschlussbetätigungsvorrichtung zur Betätigung
des Verschlusses des Schüttgutbehälters) eine Pneumatikgaszufuhr durch den Pneumatikgasauslass
der Entleerungsvorrichtung und den Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters hindurch
bereitgestellt. Für den Anschluss des Pneumatikgaseinlasses des Schüttgutbehälters
an den Pneumatikgasauslass der Entleerungsvorrichtung können bekannte Pneumatikgaskupplungen
verwendet werden, wobei manuell und/oder automatisch betätigbare Kupplungen möglich
sind. Der mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung der Entleerungsvorrichtung
betätigbare Verschluss des Schüttgutbehälters gewährleistet zum einen einen sicheren
und sparsamen Betrieb beim Entleeren von Schüttgut aus dem Schüttgutbehälter. Zum
andern schafft die Pneumatikgaszufuhr durch den Pneumatikgasauslass der Entleerungsvorrichtung
und den Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters hindurch die Möglichkeit, allfällig
verklumptes Schüttgut im Schüttgutbehälter oder Schüttgutbrücken, die sich z.B. während
der Lagerung oder dem Transport im Schüttgut gebildet haben, mittels Pneumatikgasstössen
aufzulockern. Ein solcher Auflockerungsvorgang wird auch als Fluidisierung des Schüttguts
bezeichnet. Durch die Möglichkeit zur Fluidisierung des Schüttguts mittels Pneumatikgasstössen
kann insbesondere im Falle von Schüttgütern, die zu einer Verklumpung oder Brückenbildung
neigen, die Gefahr einer Blockierung des Entleerungsvorgangs wesentlich vermindert
und somit die Zuverlässigkeit des Entleerungsvorgangs verbessert werden.
[0019] Indem die Pneumatikgaszufuhr über einen separaten, von der Schüttgutströmung getrennten
Strömungspfad erfolgt (nämlich durch den von der Eintrittsöffnung der Entleerungsvorrichtung
getrennten Pneumatikgasauslass und den von der Austrittsöffnung des Schüttgutbehälters
getrennten Pneumatikgaseinlass hindurch) erfolgt wird vermieden, dass das Ausströmen
des Schüttguts und/oder die Betätigung des Verschlusses des Schüttgutbehälters mittels
der Verschlussbetätigungsvorrichtung der Entleerungsvorrichtung behindert wird. Der
Pneumatikgasausalss und die Eintrittsöffnung der Entleerungsvorrichtung können in
einem Abstand voneinander (d.h. voneinander distanziert) angeordnet sein, wobei in
diesem Fall entsprechend auch der Pneumatikgaseinlass und die Austrittsöffnung des
Schüttgutbehälters in einem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Distanz zwischen
dem Pneumatikgasauslass und der Eintrittsöffnung der Entleerungsvorrichtung (und entsprechend
die Distanz zwischen dem Pneumatikgaseinlass und der Austrittsöffnung des Anschlussflansches)
kann vergleichsweise klein sein, so dass der Pneumatikgasauslass und die Entleerungsstation
z.B. nur durch eine Zwischenwand voneinander getrennt sind. Ein kleine Distanz ermöglicht
eine platzsparende Konstruktion der Anschlusspartie und des Anschlussflansches.
[0020] Zudem kann durch das Einblasen von Pneumatikgas eine vollständige, weitgehend rückstandsfreie
Entleerung des Schüttgutbehälters erreicht werden, was mit bisher bekannten Entleerungsvorrichtungen
vom zweiten Typ insbesondere bei der Verwendung von Schüttgutbehältern mit flexiblen
Behälterwänden (z.B. Säcken) meistens nicht möglich war.
[0021] Die Entleerungsvorrichtung kann weiter eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Pneumatikgaszufuhr
zum Pneumatikgasauslass umfassen, so dass das Pneumatikgas mittels dieser Steuerungseinheit
gesteuert in den Schüttgutbehälter eingeblasen werden kann. Die Steuerungseinheit
kann zur Steuerung der Pneumatikgaszufuhr in Abhängigkeit des Schüttgutmaterials,
des Füllstands im Schüttgutbehälter und/oder der Evakuierleistung einer an den Durchlasskanal
angeschlossenen Evakuiervorrichtung ausgebildet sein.
[0022] Indem der Schüttgutbehälter mit einem spezifisch der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
entsprechenden Anschlussflansch versehen ist, wird ein dichter Anschluss des Schüttgutbehälters
an die Entleerungsvorrichtung gewährleistet. Dadurch wird verhindert, dass Schüttgut
durch die Austrittsöffnung hinaus am Durchlasskanal vorbei strömt und verloren geht.
[0023] Eine Anordnung des Pneumatikgaseinlasses an einer Aussenseite des Schüttgutbehälters
bzw. seines Anschlussflansches erweist sich darüber hinaus als vorteilhaft, weil dadurch
eine Verunreinigung des Pneumatikgasauslasses der Entleerungsvorrichtung und der gesamten
Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung durch das Schüttgut weitgehend vermieden
werden kann. Dieser Vorteil ist insbesondere im Falle von Schüttgütern von Bedeutung,
für die erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Reinheit (z.B. bei Arzneimitteln) oder
der Sicherheit (bei toxischen Schüttgütern) einzuhalten sind.
[0024] Der Pneumatikgasauslass an der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung kann weiter
in vorteilhafter Weise für eine zusätzliche Reinigung der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
und/oder des Verschlusses des Schüttgutbehälters verwendet werden. Nach der Beendigung
des Entleerungsvorgangs und insbesondere sogar nach einem Loslösen des Anschlussflansches
von der Anschlusspartie kann nämlich nochmals Pneumatikgas durch den Pneumatikgasauslass
hindurch ausgeblasen werden, um mittels der so erzeugten Pneumatikgasströmung allfällig
noch an der Anschlusspartie und/oder am Anschlussflansch vorhandenes Schüttgut wegzublasen.
Falls an den Durchlasskanal eine Evakuiervorrichtung angeschlossen ist, kann das weggeblasene
Schüttgut gleich mittels der Evakuiervorrichtung durch die Eintrittsöffnung und den
Durchlasskanal hindurch abgesaugt werden.
[0025] Zum Zwecke einer Reinigung der Anschlusspartie, des Anschlussflansches und/oder einer
unteren Stirnfläche des Verschlussorgans können - alternativ oder in Ergänzung zum
Pneumatikgasauslass der Anschlusspartie - auch das Verschlussbetätigungselement und/oder
die Verstellvorrichtung der Verschlussbetätigungsvorrichtung mit Pneumatikgasaus-
oder Einlässen versehen sein. Durch diese hindurch kann dann Pneumatikgas (insbesondere
Luft) ausgeblasen oder eingesaugt werden, um Schüttgut und/oder andere Verunreinigungen
von der Anschlusspartie, vom Anschlussflansch und/oder von der unteren Strinfläche
des Verschlussorgans wegzublasen respektive abzusaugen.
[0026] Im Falle eines Schüttgutbehälters mit flexiblen Behälterwänden (z. B. eines Schüttgutbehälters
in Form eines Sacks) kann mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung ein weiterer
Vorteil erreicht werden. Die Decke des Schüttgutbehälters kann dann nämlich zumindest
in einer späten Phase des Entleerungsvorgangs durch das mittels der Verstellvorrichtung
nach oben (z.B. in eine Offenstellung) verschobene Verschlussbetätigungselement gestützt
werden, um zu verhindern, dass - wenn der Schüttgutbehälter nahezu leer ist - die
flexible Schüttgutbehälterdecke auf den Schüttgutbehälterboden und/oder auf die Austrittsöffnung
zu liegen kommt und dadurch eine vollständige Entleerung des Schüttgutbehälters behindert.
Im Falle eines Verschlussorgans, das ein aus einem festen Material gefertigter Verschlusskörper
ist, kann das Verschlussbetätigungselement diesen Verschlusskörper stützen. Die Decke
des nahezu leeren Schüttgutbehälters kann dann auf dem Verschlusskörper aufliegen
und durch diesen gestützt werden, welcher seinerseits durch das Verschlussbetätigungselement
gestützt wird, so dass die Decke indirekt wiederum durch das Verschlussbetätigungselement
gestützt wird. Im Falle eines Verschlussorgans, das lediglich aus einer einmal verwendbaren
Folie besteht, kann die Schüttgutbehälterdecke auch direkt mittels dem Verschlussbetätigungselement
gestützt werden. Durch das direkte oder indirekte Stützen der Schüttgutbehälterdecke
mittels dem Verschlussbetätigungselement kann selbst im Falle eines mit flexiblen
Behälterwänden versehenen Schüttgutbehälters, der während dem Entleerungsvorgang nirgends
aufgehängt ist, eine vollständige, rückstandsfreie Entleerung des Schüttgutbehälters
erreicht werden.
[0027] Gemäss einer bevorzugten Alternative zu einer als integraler Teil der Basisstruktur
ausgebildete Anschlusspartie ist die mit einem Pneumatikgasauslass versehene Anschlusspartie
als Bestandteil eines Bausatzes ausgebildet, der an die Basisstruktur der Entleerungsvorrichtung
anbaubar oder angebaut ist. In einem betriebsbereiten Zustand der Entleerungsvorrichtung
ist dieser Bausatz fest an der Basisstruktur angebaut bzw. mit dieser verbunden. Mittels
eines solchen Bausatzes wird die Möglichkeit geschaffen, eine bestehende Entleerungsvorrichtung,
die nicht mit einem Pneumatikgasauslass versehen ist, auf einfache und kostengünstige
Art mit einem Pneumatikgasauslass nachzurüsten.
[0028] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung ist die mit der Eintrittsöffnung
und dem Pneumatikgasauslass versehene Anschlusspartie als erste, entleerungsvorrichtungsseitige
Konstruktionseinheit einer gemeinsamen Kupplungsvorrichtung für das wahlweise wieder
lösbare Anschliessen (d. h. das wahlweise wieder lösbare Kuppeln) sowohl des Anschlussflansches
an die Anschlusspartie als auch des Pneumatikgaseinlasses an den Pneumatikgasauslass
ausgebildet. Die Kupplungsvorrichtung umfasst eine zweite, schüttgutbehälterseitige
Konstruktionseinheit, die durch den Anschlussflansch gebildet ist. Die erste und zweite
Konstruktionseinheit sind in einem einzigen Kupplungsvorgang miteinander kuppelbar
bzw. aneinander anschliessbar, um den Anschlussflansch des Schüttgutbehälters an die
Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung und den Pneumatikgaseinlass des Schüttgutbehälters
an den Pneumatikgasauslass der Entleerungsvorrichtung anzuschliessen bzw. anzukuppeln.
[0029] Vorzugsweise ist die Kupplungsvorrichtung derart ausgebildet, dass sie automatisch
betätigbar ist. Dabei kann die Kupplungsvorrichtung mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch
betätigbar sein, um den Kupplungsvorgang durchzuführen. Dadurch wird die Möglichkeit
geschaffen, das Anschliessen des Schüttgutbehälters an die Entleerungsstation automatisch
durchzuführen, ohne dass ein Operateur irgendwelche Manipulationen von Hand im Bereich
des Schüttgutbehälters auszuführen hat. Dies ist insbesondere im Falle von toxischen
Schüttgütern von Vorteil.
[0030] Die Kupplungsvorrichtung ist vorzugsweise zum wahlweise wieder lösbaren Anschliessen
bzw. Ankuppeln der beiden Konstruktionseinheiten aneinander ausgebildet, wobei die
Kupplungsvorrichtung z. B. als sogenannte Bajonett-Kupplung ausgebildet sein kann.
Mittels dieser gemeinsamen Kupplungsvorrichtung kann einerseits ein Entleerungs- oder
Auslasspfad zum Entleeren (auch als Auslassen bezeichnet) des Schüttguts aus dem Schüttgutbehälter
und andererseits eine Pneumatikgasleitung zur Versorgung des Schüttgutbehälters mit
Pneumatikgas geschaffen werden. Die gleiche Konstruktionseinheit dient somit sowohl
zur Kupplung des Pneumatikgaseinlasses des Schüttgutbehälters an den Pneumatikgasauslass
der Entleerungsvorrichtung als auch zur Kupplung des Anschlussflansches des Schüttgutbehälters
an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung derart, dass Schüttgut durch die
Austrittsöffnung aus dem Schüttgutbehälter heraus und durch die Eintrittsöffnung in
den Durchlasskanal der Entleerungsvorrichtung hinein strömt.
[0031] Als Alternative zu einer gemeinsamen Kupplung können jedoch auch separate Kupplungen
für die Schaffung eines Schüttgut-Auslasspfades vom Schüttgutbehälter zur Entleerungsvorrichtung
und die Schaffung einer Pneumatikgasleitung von der Entleerungsvorrichtung zum Schüttgutbehälter
vorgesehen sein.
[0032] Vorzugsweise haben im Falle einer gemeinsamen Kupplung sowohl die Eintrittsöffnung
als auch der Pneumatikgasauslass in ein und derselben Aussenseite der Anschlusspartie
je eine Mündung mit einem ebenen Rand, wobei der Rand der Mündung der Eintrittsöffnung
und der Rand der Mündung des Pneumatikgasauslasses koplanar zueinander angeordnet
sind. Entsprechend haben in diesem Fall auch die Austrittsöffnung und der Pneumatikgaseinlass
in ein und derselben Aussenseite des Anschlussflansches je eine Mündung mit einem
ebenen Rand, wobei der Rand der Mündung der Austrittsöffnung und der Rand der Mündung
des Pneumatikgaseinlasses wiederum koplanar zueinander angeordnet sind. Dadurch wird
ein besonders einfacher Kupplungsvorgang zum Ankuppeln des Anschlussflansches an die
Anschlusspartie ermöglicht.
[0033] Vorteilhafterweise ist der Pneumatikgasauslass in einer Aussenseite der Anschlusspartie
der Entleerungsvorrichtung als nach aussen wenigstens teilweise offener Kanal ausgebildet,
der wenigstens eine Kanalwand aufweist, welche gleichzeitig auch als Kanalwand des
Durchlasskanals ausgebildet ist. Dadurch kann eine besonders einfache Konstruktion
des Pneumatikgasauslasses und des Durchlasskanals erreicht werden. Die dem Pneumatikgasauslass
und dem Durchlasskanal gemeinsame Kanalwand kann auf einer Wandseite den kanalförmigen
Pneumatikgasauslass und auf der anderen Wandseite den Durchlasskanal bzw. dessen Eintrittsöffnung
begrenzen. Vorzugsweise sind der Pneumatikgasauslass und die Schüttgut-Eintrittsöffnung
derart ausgebildet und angeordnet, dass der in der Aussenseite der Anschlusspartie
ausgebildete Pneumatikgasauslasskanal die Schüttgut-Eintrittsöffnung in dieser Aussenseite
teilweise oder sogar vollständig umgibt. Dabei können die Eintrittsöffnung kreisförmig
und der Pneumatikgasauslass als ringförmiger Kanal (d.h. als Ringkanal) ausgebildet
sein, wobei die beiden konzentrisch zueinander in der Aussenseite der Anschlusspartie
angeordnet sind.
[0034] Es sind aber auch andere Erfindungsvarianten möglich, bei denen der Pneumatikgasauslass
und die Eintrittsöffnung in den Durchlasskanal anders ausgestaltet und/oder an voneinander
weiter entfernten Stellen der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung angeordnet
sind.
[0035] Vorzugsweise ist der Pneumatikgaseinlass eines erfindungsgemässen Schüttgutbehälters
zum Innenraum des Schüttgutbehälters hin von einem Rückschlagventil abgeschlossen,
welches eine Fluidströmung durch den Pneumatikgaseinlass hindurch in Richtung zum
Schüttgutbehälterinnenraum hinein zulässt, jedoch eine Fluidströmung in umgekehrter
Richtung aus dem Schüttgutbehälterinnenraum heraus durch den Pneumatikgaseinlass hindurch
verhindert. Durch das Rückschlagventil wird ein Ausströmen von Schüttgut aus dem Schüttgutbehälter
durch den Pneumatikgaseinlass hindurch verhindert.
[0036] Als Alternative zu einem Rückschlagventil kann auch ein Filter und/oder ein kleiner
Querschnitt des Pneumatikgaseinlasses und/oder eine poröse Membrane vorgesehen sein,
um zwar das Einströmen von Pneumatikgas durch den Pneumatikgaseinlass hindurch in
den Schüttgutbehälter hinein zu ermöglichen, das Ausströmen von Schüttgut in umgekehrter
Richtung jedoch zu verhindern. Bei diesen Erfindungsvarianten kann das Pneumatikgas
grundsätzlich in beide Richtungen durch den Pneumatikgaseinlass hindurch strömen.
Ein entsprechender Verschluss ist somit nicht bloss zum Entleeren des Schüttgutbehälters
verwendbar, sondern er kann auch zum Befüllen des Schüttgutbehälters verwendet werden.
Dabei kann zum Befüllen das Schüttgut zusammen mit Pneumatikgas durch die im Anschlussflansch
des Verschlusses ausgebildete Schüttgut-Austrittsöffnung in den Schüttgutbehälter
einströmen. Das Pneumatikgas kann dann vom Schüttgutbehälter durch den Pneumatikgaseinlass
hindurch wieder aus dem Schüttgutbehälter hinaus strömen, während das Schüttgut im
Schüttgutbehälter zurück bleibt.
[0037] Im Falle eines von einem Rückschlagventil abgeschlossenen Pneumatikgaseinlasses kann
das Rückschlagventil einen aus einem elastischen Material gefertigten Ventilabsperrkörper
aufweisen, der gleichzeitig auch als Schliessfeder des Rückschlagventils wirkt. Falls
der Pneumatikgaseinlass mehrere in den Innenraum des Schüttgutbehälters mündende Pneumatikgaseinlassmündungen
umfasst, die von einer der Anzahl der Pneumatikgaseinlassmündungen entsprechenden
Anzahl Rückschlagventilen abgeschlossen sind, kann ein einziger gemeinsamer Ventilabsperrkörper
aus elastischem Material vorgesehen sein, der sowohl als Absperrkörper als auch als
Schliessfeder für alle diese Rückschlagventile wirkt. Dadurch wird eine besonders
einfache und kostengünstige Konstruktion des Schüttgutbehälters ermöglicht.
[0038] Der gleichzeitig als Schliessfeder wirkende Ventilabsperrkörper ist vorzugsweise
derart ausgebildet und wenigstens teilweise im Innenraum des Schüttgutbehälters angeordnet,
dass er durch Pneumatikgas, das durch den Pneumatikgaseinlass hindurch in den Innenraum
des Schüttgutbehälters einströmt, zum Schwingen angeregt werden kann. Die Schwingungen
werden dann auf das im Innenraum aufgenommene Schüttgut übertragen und bewirken eine
weitere Auflockerung des Schüttguts. Ein solcher Ventilabsperrkörper kann insbesondere
als flache oder zugespitzte Lippe ausgebildet sein, welche am Anschlussflansch angebracht
oder ein integraler Teil des Anschlussflansches ist und einen in den Schüttgutbehälterinnenraum
mündenden Durchgang des Pneumatikgaseinlasses vollständig überspannt. Wenn kein Pneumatikgas
durch den Durchgang hindurch strömt, wird die Lippe (auch als Rückschlagsdichtlippe
bezeichnet) durch eine elastische Spannkraft, welche durch das elastische Material
der Lippe verursacht wird, gegen die Mündung gespannt, so dass diese durch die Lippe
dicht abgeschlossen wird. Wenn jedoch Pneumatikgas, das mit einem Überdruck beaufschlagt
ist, in den Durchgang des Pneumatikgaseinlasses eingeleitet wird, dann kann das Pneumatikgas
aufgrund seines Überdrucks die Rückschlagsdichtlippe entgegen der Spannkraft der Lippe
von der Mündung abheben, so dass Pneumatikgas durch den Durchgang hindurch in den
Schüttgutbehälterinnenraum einströmen kann. Dabei wird die Rückschlagsdichtlippe zum
Schwingen (auch als Flattern bezeichnet) angeregt. Die Schwingungen werden an im Behälterinnenraum
aufgenommenes Schüttgut übertragen, das an der Dichtungslippe anliegt. Durch die Schwingungen
wird das Schüttgut aufgelockert, was zu einer weiteren Verbesserung des Entleerungsvorgangs
führt.
[0039] Ein Schüttgutbehälter gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, dass ein überwiegender Anteil der Behälterwandung aus einem
flexiblen Material gefertigt ist, so dass der Schüttgutbehälter im Wesentlichen ein
Sack oder ein sogenannter "big bag" ist. Der Anschlussflansch des Verschlusses dieses
sackartigen Schüttgutbehälters ist aber aus einem festen Material (z.B. Metall oder
Kunststoff) gefertigt. In diesem Anschlussflansch ist wenigstens ein erster Durchgang
für Schüttgut ausgebildet, der als Austrittsöffnung oder als Teil der Austrittsöffnung
für das im Schüttgutbehälter aufgenommene Schüttgut dient. Die Schüttgutaustrittsöffnung
kann auch mehrere im Anschlussflansch ausgebildete Durchgänge aufweisen. Darüber hinaus
ist im Anschlussflansch wenigstens ein weiterer Durchgang für Pneumatikgas ausgebildet,
der als Pneumatikgaseinlass oder als Teil des Pneumatikgaseinlasses dient. Der Pneumatikgaseinlass
kann auch mehrere im Anschlussflansch ausgebildete Durchgänge aufweisen. Der aus einem
festen Material gefertigte Anschlussflansch ermöglicht einen einfachen und dichten
Anschluss des Schüttgutbehälters an die Entleerungsvorrichtung selbst im Falle eines
als Sack ausgebildeten Schüttgutbehälters.
[0040] Zur Verbindung der flexiblen Behälterwandung mit dem Anschlussflansch kann die ein-oder
mehrlagige Behälterwandung zwischen zwei Teilen des Anschlussflansches festgeklemmt
sein und lediglich mittels der durch die Klemmung verursachten Kraft am Anschlussflansch
befestigt sein. Dadurch wird die Möglichkeit für eine Wiederverwendung des Anschlussflansches
geschaffen, indem der Anschlussflansch auf einfache Art von einem gebrauchten und
nicht mehr verwendbaren Behälterwand (z.B. in Form eines Sackes) entfernt und in die
Behälterwand eine neuen Behälters eingesetzt werden kann. Ein solcher zwei- oder mehrteiliger
Verschluss kann insbesondere als. Austauscheinheit zur mehrfachen Verwendung für verschiedene
Schüttgutbehälter ausgebildet sein, die identisch oder unterschiedlich ausgebildet
sind. Es leuchtet ein, dass ein als Austauscheinheit ausgebildeter Verschluss auch
unabhängig davon, ob er nun nebst einer Austrittsöffnung für das Schüttgut zusätzlich
noch einen separaten Pneumatikgaseinlass hat oder nicht, vorteilhaft im Zusammenhang
mit Schüttgutbehältern der eingangs genannten Art verwendet werden kann.
[0041] Als Alternative und/oder in Ergänzung zum Festklemmen kann die Behälterwandung aber
auch mittels eines Klebstoffs am Anschlussflansch angeklebt sein, insbesondere im
Falle einer aus Papier oder Karton gefertigten Behälterwandung. Die Behälterwandung
kann aber auch durch Schweissen mit dem Anschlussflansch verbunden sein, im Falle
einer aus einer Kunststofffolie gefertigten Behälterwandung insbesondere auch durch
Ultraschallschweissen.
[0042] Gemäss einer weiteren bevorzugten Erfindungsvariante ist die ein- oder mehrlagige
flexible Partie der Behälterwandung mit einem Loch versehen, das einen gemeinsamen
Durchgang für Schüttgut und Pneumatikgas bildet. Der Rand dieses Lochs bildet eine
geschlossene Umfangslinie und kann insbesondere z.B. kreisförmig ausgebildet sein.
Die Behälterwandung ist dem Lochrand entlang mit dem Anschlussflansch in für Pneumatikgas
und Schüttgut dichter Art verbunden. Dabei ist die im Anschlussflansch ausgebildete
Austrittsöffnung im Bereich des Lochs angeordnet. Zudem ist ein vom Pneumatikgaseinlass
in den Behälterinnenraum führender Kanal im Anschlussflansch derart ausgebildet, dass
er vom Pneumatikgaseinlass durch das Loch hindurch am Lochrand vorbei in den Innenraum
des Schüttgutbehälters hinein führt. Dadurch wird die Möglichkeit zur Verwendung einer
flexiblen Behälterwandung geschaffen, die im Bereich des Anschlussflansches lediglich
ein einziges Loch hat, wobei der Schüttgutbehälter bzw. dessen Anschlussflansch trotzdem
wenigstens einen Pneumatikgaseinlass und eine Austrittsöffnung aufweisen, die voneinander
getrennt sind.
[0043] Die Entleerungsvorrichtung umfasst mit Vorteil eine Kolben-Zylinder-Anordnung mit
einem an der Basisstruktur oder an der Anschlusspartie gelagerten Kolben und wenigstens
einem Zylinder, in welchem der Kolben derart aufgenommen ist, dass der Zylinder bezüglich
des Kolbens (und somit bezüglich der Basisstruktur bzw. der Anschlusspartie, an welcher
der Kolben gelagert ist) in Richtung der Zylinderachse verschiebbar ist. Der wenigstens
eine Zylinder ist mit dem Verschlussbetätigungselement gekoppelt, so dass dieses mittels
der Kolben-Zylinder-Anordnung antreibbar ist, um es im Wesentlichen geradlinig bezüglich
der Anschlusspartie zu verschieben. Das Verschlussbetätigungselement seinerseits ist
in einem an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Zustand
des Schüttgutbehälters derart mit dem Verschlussorgan koppelbar, dass das Verschlussorgan
mittels der Kolben-Zylinder-Anordnung antreibbar ist. Insgesamt wird in einem an das
Verschlussorgan gekoppelten Zustand des Verschlussbetätigungselements eine Betätigung
des Verschlussorgans durch den Antrieb des Verschlussbetätigungselements mittels der
Kolben-Zylinder-Anordnung bewirkt. Dieser Aspekt der Erfindung erweist sich auch ohne
die Bereitstellung einer Pneumatikgaszufuhr zur Fluidisierung des Schüttguts im Schüttgutbehälter
als vorteilhaft.
[0044] Im Unterschied zur der aus der
EP 0 915 032 bekannten Entleerungsvorrichtung ist gemäss der Erfindung der Kolben stationär an
der Entleerungsvorrichtung gelagert, während der Zylinder bezüglich der Basisstruktur
verschiebbar mit dem Verschlussorgan des Schüttgutbehälterverschlusses gekoppelt ist.
Beim Ausströmen aus dem Schüttgutbehälter strömt deshalb das Schüttgut in Richtung
vom Zylinder zum Kolben an der Kolben-Zylinder-Anordnung vorbei, nicht in Richtung
vom Kolben zum Zylinder wie bei der aus der
EP 0 915 032 bekannten Entleerungsvorrichtung. Diese erfindungsgemässe Anordnung führt zu einer
geringeren Verschmutzung der Kolben-Zylinder-Anordnung im Bereich der Stelle, wo der
Kolben aus dem Zylinder herausragt. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, auf eine
zusätzliche Abschirmung der Kolben-Zylinder-Anordnung gänzlich zu verzichten, und
zwar selbst dann, wenn die Kolben-Zylinder-Anordnung vollständig im Durchlasskanal
der Entleerungsvorrichtung angeordnet ist.
[0045] Die Verschlussbetätigungsvorrichtung der Entleerungsvorrichtung gemäss diesem Aspekt
der Erfindung ist zum wahlweisen Öffnen des Verschlusses in einem an der Entleerungsvorrichtung
angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters ausgebildet. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung
bzw. deren Kolben kann direkt an der mit der Eintrittsöffnung versehenen Anschlusspartie
gelagert sein. Sie kann aber auch an der als Gehäuseteil oder Gestellteil ausgebildeten
Basisstruktur der Entleerungsvorrichtung gelagert sein.
[0046] Vorzugsweise ist die Kolben-Zylinder-Anordnung pneumatisch betätigbar. Die Gefahr
einer Verunreinigung des Schüttguts beim Entleeren ist im Falle einer pneumatisch
betätigbaren Kolben-Zylinder-Anordnung kleiner als im Falle einer hydraulisch betätigbaren
Kolben-Zylinder-Anordnung. Grundsätzlich ist für bestimmte Anwendungen, bei denen
nicht besonders hohe Anforderungen bezüglich der Reinheit des Schüttguts einzuhalten
sind, aber auch eine hydraulische Betätigung der erfindungsgemässen Kolben-Zylinder-Anordnung
möglich.
[0047] Die erfindungsgemässe Kolben-Zylinder-Anordnung kann lediglich einen einzigen bezüglich
dem Kolben verschiebbaren Zylinder aufweisen. Als Alternative dazu kann die Kolben-Zylinder-Anordnung
jedoch auch eine Mehrzahl von teleskopisch ineinander verschiebbaren Zylinderteilen
aufweisen. Dadurch werden längere Verschiebewege ermöglicht. Solche Kolben-Zylinder-Anordnungen
mit einem Kolben und einer Mehrzahl von teleskopisch ineinander verschiebbaren Zylinderteilen
sind z. B. für Hubvorrichtungen zum Auskippen von Kippbehältern von Baumaschinen bekannt.
[0048] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein überwiegender Anteil der
Behälterwandung des Schüttgutbehälters aus einem flexiblen Material gefertigt, so
dass der Schüttgutbehälter im Wesentlichen ein Sack oder ein sogenannter "big bag"
ist. Der Anschlussflansch des Verschlusses dieses sackartigen Schüttgutbehälters ist
aber aus einem festen Material (z.B. Metall oder Kunststoff) gefertigt. In diesem
Anschlussflansch ist wenigstens ein Durchgang für Schüttgut ausgebildet, der als Austrittsöffnung
oder als Teil der Austrittsöffnung für das im Schüttgutbehälter aufgenommene Schüttgut
dient. Der Verschluss der Entleerungsvorrichtung gemäss dieser Ausführungsform weist
weiter ein Abdeckorgan auf, das in einem nicht an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen
Zustand des Schüttgutbehälters derart am Anschlussflansch angeordnet ist, dass es
die Austrittsöffnung auf der Aussenseite des Schüttgutbehälters abdeckt, wobei das
Abdeckorgan als integrale Partie des aus dem flexiblen Material gefertigten Anteils
der Behälterwandung ausgebildet sein kann.
[0049] Die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung ist weiter mit einer Messereinheit
versehen, die derart ausgebildet und an der Anschlusspartie angeordnet ist, dass sie
das Abdeckorgan vom Anschlussflansch wegschneiden kann, wenn der Anschlussflansch
an die Anschlusspartie angeschlossen wird oder ist.
[0050] Insgesamt wird dadurch die Möglichkeit zur Verwendung einer flexiblen Behälterwandung
geschaffen, die vor dem Anschliessen des Schüttgutbehälters an die Entleerungsvorrichtung
im Bereich des Anschlussflansches vollständig intakt (d.h. ohne irgendwelche für Schüttgut
durchlässige Perforationen) und für Schüttgut vollständig dicht ist. Dies erweist
sich insbesondere als Vorteil im Falle von Schüttgütern, für die erhöhte Anforderungen
hinsichtlich der Reinheit (z.B. bei Arzneimitteln) oder der Sicherheit (bei toxischen
Schüttgütern) einzuhalten sind. Der Anschlussflansch ist in diesem Fall vorzugsweise
aus wenigstens zwei Teilen zusammengesetzt, wobei ein Flanschteil, in welchem die
Austrittsöffnung ausgebildet ist, auf der Innenseite der Behälterwandung und ein anderer
Flanschteil auf der Aussenseite der Behälterwandung angeordnet sind. Die Behälterwandung
ist dann zwischen diesen wenigstens zwei Flanschteilen festgeklemmt und dadurch mit
dem Anschlussflansch verbunden. Vor dem Anschliessen des Schüttgutbehälters an die
Entleerungsvorrichtung ist die Austrittsöffnung auf der Aussenseite von der im gesamten
Bereich des Anschlussflansches und dessen Umgebung durchgehenden und zusammenhängenden
flexiblen Partie der Behälterwandung abgedeckt. Im Zuge des Anschliessens des Schüttgutbehälters
an die Entleerungsvorrichtung oder nach diesem Anschliessen kann dann die durch die
flexible Partie der Behälterwandung gebildete Abdeckung vor der Austrittsöffnung mittels
der Messereinheit weggeschnitten werden, worauf der Verschluss des Schüttgutbehälters
mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung der Entleerungsvorrichtung geöffnet werden
kann.
[0051] Vorzugsweise ist die Messereinheit derart ausgebildet und an der Anschlusspartie
angeordnet, dass sie vollständig automatisch betätigbar ist, um die Abdeckung vom
Anschlussflansch wegzuschneiden. Dadurch wird die Möglichkeit für ein vollständig
automatisches Anschliessen des Schüttgutbehälters an die Entleerungsvorrichtung geschaffen,
was insbesondere im Falle von toxischen Schüttgütern vorteilhaft ist.
[0052] Die Messereinheit kann z.B. pneumatisch betätigbar sein und ein Rundmesser enthalten,
das - wenn der Schüttgutbehälter in einer mit seinem Anschlussflansch auf der Anschlusspartie
aufliegenden Position angeordnet ist - pneumatisch angetrieben gegen den Anschlussflansch
bewegt wird und dort eine der Rundmesserform entsprechende runde Fläche aus der flexiblen
Partie der Behälterwandung ausschneidet oder ausstanzt, um die durch die flexible
Partie der Behälterwandung gebildete Abdeckung von der Austrittsöffnung zu entfernen.
[0053] Weiter ist vorzugsweise die Verschlussbetätigungsvorrichtung mit einem Verschlussbetätigungselement
und einer Verstellvorrichtung versehen, wobei die Verstellvorrichtung derart ausgebildet
und angeordnet ist, dass in einem an die Anschlusspartie angeschlossenen Zustand des
Verschlusses das Verschlussbetätigungselement mittels der Verstellvorrichtung wahlweise
zwischen einer Schliessstellung, einer Aufschneidstellung und wenigstens einer Offenstellung
bezüglich der Anschlusspartie verschiebbar ist.
[0054] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Entleerungsvorrichtung derart
ausgebildet, dass in einem an die Anschlusspartie angeschlossenen Zustand des Verschlusses
das Verschlussbetätigungselement seinerseits derart mit dem Verschlussorgan gekoppelt
ist, dass das Verschlussorgan über das Verschlussbetätigungselement mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung
betätigbar ist.
[0055] Das Verschlussbetätigungselement ist weiter mit einer Mitnehmereinheit versehen,
deren Aussenumfang wahlweise veränderbar bzw. verstellbar ist, und das Verschlussorgan
ist mit einem Mitnehmeranschlag versehen, der derart ausgebildet und am Verschlussorgan
angeordnet ist, dass in einem an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung angeschlossenen
Zustand des Schüttgutbehälters die Mitnehmereinheit in Abhängigkeit von deren Umfang
entweder den Mitnehmeranschlag mitsamt dem Verschlussorgan mitnimmt oder nicht mitnimmt,
wenn das Verschlussbetätigungselement mittels der Verstellvorrichtung verschoben wird.
Insgesamt wird durch die Mitnehmereinheit am Verschlussbetätigungselement und den
Mitnehmeranschlag am Verschlussorgan die Möglichkeit zur wahlweisen wieder lösbaren
Kopplung des Verschlussbetätigungselement mit dem Verschlussorgan geschaffen.
[0056] Vorzugsweise ist die Mitnehmereinheit derart ausgebildet und an der Anschlusspartie
angeordnet, dass ihr Aussenumfang automatisch veränderbar bzw. verstellbar ist. Dadurch
wird die Möglichkeit für eine automatische Kopplung der Verschlussbetätigungselements
mit dem Verschlussorgan ein automatisches Anschliessen des Schüttgutbehälters an die
Entleerungsvorrichtung geschaffen, was insbesondere im Falle von toxischen Schüttgütern
vorteilhaft ist.
[0057] Die Mitnehmereinheit kann z.B. als Ring oder als kreisförmige Scheibe ausgebildet
sein, deren Umfang wahlweise veränderbar ist. Die Mitnehmereinheit kann insbesondere
als dreidimensionale Struktur aus einem flexiblen Material gefertigt sein, deren Aussenumfang
veränderbar ist, indem die Struktur quer zur Umfangsebene je nach Bedarf gestaucht
oder gedehnt wird. Die Struktur kann zudem mit Luft gefüllt und luftdicht abgeschlossen
sein. Dadurch wird bei einer Stauchung der Struktur in Richtung quer zur Umfangsebene
der Aussenumfang der Struktur vergrössert, weil einerseits der Luftdruck in der Struktur
zunimmt und andererseits der Mantel der Struktur quer zur Stauchungsrichtung nach
aussen gewölbt wird. Vorzugsweise wird die Umfangsänderung durch Stauchung bzw. Dehnung
der Mitnehmereinheit durch eine pneumatische Betätigung wenigstens einer Presse bewirkt,
welche auf die Mitnehmereinheit drückt, wobei die Presse mit einer Pressplatte versehen
sein kann.
[0058] Der Mitnehmeranschlag kann als Nut in einer Innenwand eines hohlen Verschlussorgans
ausgebildet sein. Die Mitnehmereinheit des Verschlussbetätigungselements kann dann
in diesem Innenraum derart angeordnet werden, dass sie bei vergrössertem Aussenumfang
in diese Nut eingreift, während sie bei verkleinertem Aussenumfang nicht in diese
Nut eingreift. Im Falle eines die Mitnehmereinheit entlang der Umfangslinie vollständig
umfassenden nutförmigen Mitnehmeranschlags kann die die Mitnehmereinheit gleichzeitig
auch als wahlweise wieder lösbare Klemmdichtung dienen, welche den Zwischenraum zwischen
dem Verschlussorgan und dem Verschlussbetätigungselement bzw. der Mitnehmereinheit
abdichtet.
[0059] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Entleerungsvorrichtung
eine Anschlusspartie auf, die weiter mit wenigstens einem Verriegelungselement versehen
ist, das zugfest mit der Anschlusspartie verbunden ist. Weiter ist der Anschlussflansch
mit wenigstens einer Verriegelungsaufnahme versehen, die zugfest mit dem Anschlussflansch
verbunden ist. Das Verriegelungselement und die Verriegelungsaufnahme sind derart
ausgebildet und an der Anschlusspartie bzw. am Anschlussflansch angeordnet, dass -
wenn der Schüttgutbehälter bezüglich der Entleerungsvorrichtung derart angeordnet
ist, dass der Anschlussflansch in einer Richtung (nachfolgend als Stossrichtung bezeichnet)
gegen die Anschlusspartie stösst - das Verriegelungselement derart in der Verriegelungsaufnahme
aufnehmbar ist, dass eine entgegen der Stossrichtung zugfest wirkende, formschlüssige
Verbindung zwischen der Anschlusspartie und dem Anschlussflansch geschaffen wird.
Insgesamt wird durch das Verriegelungselement an der Anschlusspartie und die Verriegelungsaufnahme
am Anschlussflansch die Möglichkeit zur wahlweisen wieder lösbaren, entgegen der Stossrichtung
formschlüssig wirkenden Verbindung zwischen der Anschlusspartie und dem an diese anstossend
angeordneten Anschlussflansch geschaffen.
[0060] Das Verriegelungselement kann als T oder L-fömiger Bolzen ausgebildet sein, der von
einer Aussenseite der Anschlusspartie nach aussen vorsteht und in eine entsprechend
ausgebildete Ausnehmung oder Nut im Anschlussflansch eingreifen kann. Dabei kann der
Bolzen wahlweise um eine Bolzenachse herum hin und her drehbar sein, um mit dem Bolzenkopf
wahlweise eine Rückhaltekante oder einen Rückhalteabsatz der Verriegelungsaufnahme
hintergreifen oder wieder loslassen zu können, um so eine wahlweise wieder lösbare
formschlüssige Verbindung zwischen der Anschlusspartie und dem Anschlussflansch zu
schaffen. Die aus dem Verriegelungselement und der Verriegelungsaufnahme gebildete
Verriegelungsvorrichtung ist vorzugsweise automatisch betätigbar. Sie kann insbesondere
auch nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildet sein.
[0061] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Entleerungsvorrichtung
einen Verschlusskörper auf, der im Wesentlichen in einem zur Aufnahme des Schüttguts
vorgesehenen Innenraum des Schüttgutbehälters angeordnet ist, wobei er insbesondere
in seiner Schliessstellung eine Partie der Behälterwandung des Schüttgutbehälters
bilden kann.
[0062] Die Verschlussbetätigungsvorrichtung ist zudem mit einem Drehantrieb versehen, der
derart mit dem Verschlusskörper koppelbar ist, dass der Verschlusskörper mittels des
Drehantriebs um eine bezüglich dem der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
stationären Drehachse (nachfolgend als erste Drehachse bezeichnet) herum drehbar ist.
Der Verschlusskörper ist derart ausgebildet und angeordnet, dass er mit dem Drehantrieb
koppelbar ist. Zudem ist der Verschlusskörper bezüglich dem Anschlussflansch um eine
bezüglich dem Anschlussflansch stationäre Drehachse (nachfolgend als zweite Drehachse
bezeichnet) herum drehbar. In einem angekoppelten Zustand (d.h., wenn der Drehantrieb
mit dem Verschlusskörper gekoppelt ist) fallen die erste Drehachse und die zweite
Drehachse zusammen, so dass dann der Verschlusskörper bezüglich der Anschlusspartie
der Entleerungsvorrichtung und bezüglich dem Anschlussflansch des Verschlusses des
Schüttgutbehälters um eine einzige gemeinsame Drehachse drehbar ist.
[0063] Indem der Verschlusskörper bezüglich dem Anschlussflansch (und somit bezüglich dem
Schüttgutbehälter) gedreht wird, kann eine zusätzliche Auflockerung des Schüttguts
erreicht werden. Mittels dieser zusätzlichen Schüttgutauflockerung kann die Zuverlässigkeit
des Entleerungsvorgangs weiter verbessert werden.
[0064] Zur Kopplung des Verschlusskörpers mit dem Drehantrieb können separate Kopplungsmittel
vorgesehen sein, wobei diese mechanisch und/oder pneumatisch und/oder hydraulisch
betätigbar sein können. Es können aber auch der Verschlusskörper und der Drehantrieb
selbst derart ausgebildet sein, dass sie miteinander so koppelbar sind, dass der Drehantrieb
den Verschlusskörper zur Drehung um die erste bzw. die zweite Drehachse antreib.
[0065] Während dem Entleerungsvorgang ist der Schüttgutbehälter mit dem Anschlussflansch
seines Verschlusses an die Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung angeschlossen.
Der Schüttgutbehälter ist dann bezüglich der Entleerungsvorrichtung im Wesentlichen
stationär. Im Falle einer Verschlussbetätigungsvorrichtung, die weiter zum Verschieben
des Verschlusskörpers ausgebildet ist, ist der Verschlusskörper mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung
sowohl bezüglich dem Behälter als auch bezüglich der Entleerungsvorrichtung verschiebbar
und um eine stationäre Drehachse drehbar.
[0066] Der Drehantrieb kann für eine kontinuierliche, gleichmässige Drehung des Verschlusskörpers
um die erste bzw. die zweite Drehachse herum ausgebildet sein. Als Alternative und/oder
in Ergänzung dazu kann der Drehantrieb jedoch auch derart ausgebildet sein, dass er
pulsierende Drehbewegungen oder abwechselnde Dreh- bzw. Schwenkbewegungen in entgegengesetzte
Drehrichtungen des Verschlusskörpers bewirkt.
[0067] Die mit dem Drehantrieb versehene Verschlussbetätigungsvorrichtung kann weiter ein
mit dem Verschlusskörper koppelbares Verschlussbetätigungselement aufweisen und eine
fest mit dem Verschlussbetätigungselement verbundene längliche Antriebswelle, die
koaxial zur ersten Drehachse angeordnet ist. D. h., dass die Antriebswelle eine Längsachse
hat und derart angeordnet ist, dass ihre Längsachse mit der ersten Drehachse zusammenfällt,
um welche herum der Verschlusskörper bezüglich der Anschlusspartie der Entleerungsvorrichtung
drehbar ist. Weiter kann die Verschlussbetätigungsvorrichtung mit einer Verstellvorrichtung
versehen sein, die derart ausgebildet und angeordnet ist, dass mittels der Verstellvorrichtung
die Antriebswelle mitsamt dem Verschlussbetätigungselement wahlweise zwischen einer
Schliessstellung und wenigstens einer Offenstellung im Wesentlichen parallel (und
somit geradlinig) zur ersten Drehachse verschiebbar ist. Dabei ist der Drehantrieb
derart mit der Antriebswelle gekoppelt, dass die Antriebswelle mittels des Drehantriebs
bezüglich der Anschlusspartie um die erste Drehachse drehbar ist. Das Verschlussbetätigungselement
ist dann bezüglich der Anschlusspartie verschiebbar und drehbar. Weiter ist das Verschlussbetätigungselement
mit dem Verschlusskörper derart koppelbar, dass es das Verschieben und Drehen des
Verschlusskörpers bewirkt. Im Falle einer mit einem Vibrator versehenen Entleerungsvorrichtung
ist zudem weiter der Vibrator vorteilhafterweise an diesem Verschlussbetätigungselement
angeordnet bzw. angebracht.
[0068] Vorzugsweise sind an der Antriebswelle ein oder mehrere Zerkleinerungselemente (z.B.
Messer, Schaufeln, Zinken, Spiralarme, Lamellen o. ä.) drehfest angebracht, die in
radialer Richtung von der Antriebswelle vorstehen. Die Zerkleinerungselemente können
im Durchlasskanal angeordnet sein und im Wesentlichen den gesamten Querschnitt des
Durchlasskanals erfassen. Wenn die Antriebswelle zur Drehung um die erste Drehachse
herum angetrieben ist, sorgen diese Messer oder Lamellen für eine mechanische Zerkleinerung
von allfälligen Klumpen oder Brücken im Schüttgut. Dadurch wird eine weitere Auflockerung
des Schüttguts erreicht, was eine weitere Verbesserung des Entleerungsvorgangs zur
Folge hat.
[0069] An der Antriebswelle können in Ergänzung und/oder als Alternative zu dem einen oder
den mehreren Zerkleinerungselementen zusätzlich ein oder mehrere Schüttgut-Förderelemente
derart drehfest angebracht sein, dass sie bei einer Drehung der Antriebswelle um die
erste Drehachse herum Schüttgut entlang der Antriebswelle nach Art einer Förderschnecke
oder nach Art einer Turbine fördern, wobei die Förderung des Schüttguts in Richtung
durch die Eintrittsöffnung und den Durchlasskanal hindurch erfolgt. Im Falle einer
mit Zerkleinerungselementen versehenen Antriebswelle können auch diese Zerkleinerungselemente
zusätzlich als Förderelemente ausgebildet und angeordnet sein. Es können mehrere Förderelemente
vorgesehen sein, die ähnlich wie Turbinenschaufeln oder Propellerflügel ausgebildet
und angeordnet sind, um eine Schüttgutförderung nach Art einer Turbine zu bewirken.
Es können aber auch ein oder mehrere Gewindegänge eines Schraubengewindes als Förderelemente
vorgesehen sein, um eine Schüttgutförderung nach Art einer Förderschnecke zu bewirken.
[0070] Weiter sind vorzugsweise am Verschlusskörper eine oder mehrere Auflockerungselemente
(z.B. Schaufeln, Messer, Zinken, Spiralarme, Lamellen o. ä.) drehfest angebracht,
die wenigstens teilweise in den zur Aufnahme des Schüttguts vorgesehenen Innenraum
des Schüttgutbehälters hinein ragen. Wenn der Verschlusskörper zur Drehung um die
Drehachse herum angetrieben ist, sorgen diese Auflockerungselemente in der Umgebung
des Verschlusskörpers für eine mechanische Zerkleinerung und Auflockerung von allfälligen
Klumpen oder Brücken im Schüttgut, was wiederum eine Verbesserung des Entleerungsvorgangs
zur Folge hat.
[0071] Am Verschlusskörper können in Ergänzung und/oder als Alternative zu dem einen oder
den mehreren Auflockerungselementen zusätzlich ein oder mehrere Schüttgut-Förderelemente
derart drehfest angebracht sein, dass sie bei einer Drehung des Verschlusskörpers
um die zweite Drehachse herum Schüttgut nach Art einer Förderschnecke oder nach Art
einer Turbine in Richtung vom Innenraum des Schüttgutbehälters zur Austrittsöffnung
hin fördern. Im Falle eines mit Auflockerungselementen versehenen Verschlusskörpers
können auch diese Aufllockerungselemente zusätzlich als Förderelemente ausgebildet
und angeordnet sein. Es können mehrere Förderelemente vorgesehen sein, die ähnlich
wie Turbinenschaufeln oder Propellerflügel ausgebildet und angeordnet sind, um eine
Schüttgutförderung nach Art einer Turbine zu bewirken. Es können aber auch ein oder
mehrere Gewindegänge eines Schraubengewindes als Förderelemente vorgesehen sein, um
eine Schüttgutförderung nach Art einer Förderschnecke zu bewirken.
[0072] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Entleerungsvorrichtung
weiter eine Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie auf, die wenigstens teilweise aus
einem elektrisch leitenden Material gefertigt und geerdet ist.
[0073] Der Schüttgutbehälter hat einen Verschluss mit einem Anschlussflansch und einem Verschlussorgan.
Der' Anschlussflansch ist mit einer Austrittsöffnung für im Schüttgutbehälter aufgenommenes
Schüttgut versehen, durch welche hindurch das Schüttgut bei offener Austrittsöffnung
ausströmen kann. Das Verschlussorgan ist zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der
Austrittsöffnung ausgebildet und angeordnet. Der Schüttgutbehälter weist weiter eine
Schüttgutbehälter-Kontaktpartie auf, die wenigstens teilweise aus einem elektrisch
leitenden Material gefertigt ist.
[0074] Der Anschlussflansch des Schüttgutbehälters ist derart dicht an die Anschlusspartie
der Entleerungsvorrichtung anschliessbar, dass - in einem an die Entleerungsvorrichtung
angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters bzw. seines Anschlussflansches - bei
geöffnetem Verschluss Schüttgut durch die Austrittsöffnung hindurch aus dem Schüttgutbehälter
heraus, durch die Eintrittsöffnung hindurch in den Durchlasskanal hinein und anschliessend
durch den Durchlasskanal hindurch strömen kann. In diesem an die Anschlusspartie angeschlossenen
Zustand steht die Schüttgutbehälter-Kontaktpartie in Berührung mit der Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
und die Schüttgutbehälter-Kontaktpartie ist elektrisch leitend mit der Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
verbunden, indem das elektrisch leitende Material der Schüttgutbehälter-Kontaktpartie
in direktem, elektrisch leitendem Kontakt mit dem elektrisch leitenden Material der
Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie steht.
[0075] Ein elektrisch leitendes Material kann z. B. metallisches Material sein. Es kann
aber auch ein Materialgemisch bzw. ein Kompositmaterial sein, das sowohl aus elektrisch
leitendem Material als auch aus elektrisch isolierendem Material zusammengesetzt ist.
In diesem Sinne wird im vorliegenden Zusammenhang auch ein elektrostatisch ableitender
Kunststoff oder ein Kunststoff mit einer elektrostatisch ableitenden Beschichtung
als elektrisch leitendes Material verstanden. Weiter ist im vorliegenden Zusammenhang
unter einer Erdung wie allgemein üblich eine elektrisch leitende Verbindung mit einer
Masse bzw. einer Erde zu verstehen.
[0076] Der Schüttgutbehälter kann insbesondere flexible Behälterwände aufweisen und z. B.
als Sack oder als Grossbehälter (auch als "big bag" oder "bulk bag" bezeichnet) ausgebildet
sein. Indem die Schüttgutbehälter-Kontaktpartie während dem Entleerungsvorgang elektrisch
leitend mit der geerdeten Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie verbunden ist, wird
eine elektrostatische Aufladung der Schüttgutbehälter-Kontaktpartie und des mit diesem
verbundenen Schüttgutbehälters während der Schüttgutentleerung verhindert, ohne dass
für diesen Zweck der Schüttgutbehälter während dem Entleerungsvorgang mittels zusätzlichen
elektrischen Leitern geerdet werden muss. Bei bisher bekannten Entleerungsvorrichtungen
und Schüttgutbehältern mit flexiblen Behälterwänden mussten die Schüttgutbehälter
während dem Entleerungsvorgang stets mittels zusätzlichen elektrischen Leitern geerdet
werden, um eine elektrostatische Aufladung der Behälter zu verhindern.
[0077] Vorzugsweise sind die Anschlusspartie der Entleeerungsvorrichtung gleichzeitig als
Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie und der Anschlussflansch des Schüttgutbehälters
gleichzeitig als Schüttgutbehälter-Kontaktpartie ausgebildet. In diesem Fall ist die
Anschlusspartie wenigstens teilweise aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt
und geerdet, und der Anschlussflansch ist ebenfalls wenigstens teilweise aus einem
elektrisch leitenden Material gefertigt. Die elektrostatische Entladung des Schüttgutbehälters
kann dann über den Anschlussflansch des Schüttgutbehälters und die Anschlusspartie
der Entleerungsvorrichtung erfolgen.
[0078] In Ergänzung oder als Alternative zu einer als Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
ausgebildeten Anschlusspartie kann die Entleerungsvorrichtung weiter eine Basisstruktur
aufweisen sowie eine an der Basisstruktur oder an der Anschlusspartie gelagerte Verschlussbetätigungsvorrichtung,
die mit einem Verschlussbetätigungselement und mit einer Verstellvorrichtung derart
versehen ist, dass mittels der Verstellvorrichtung das Verschlussbetätigungselement
wahlweise zwischen einer Schliessstellung und wenigstens einer Offenstellung verschiebbar
ist, wobei das Verschlussbetätigungselement als Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
ausgebildet ist. D.h., dass das Verschlussbetätigungselement wenigstens teilweise
aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt und geerdet ist. Weiter ist gemäss
dieser Erfindungsvariante in Ergänzung oder als Alternative zu einem als Schüttgutbehälter-Kontaktpartie
ausgebildeten Anschlussflansch des Schüttgutbehälter-Verschlusses der Verschlusskörper
dieses Verschlusses als Schüttgutbehälter-Kontaktpartie ausgebildet, d.h., dass der
Verschlusskörper wenigstens teilweise aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt
ist. In einem an die Anschlusspartie angeschlossenen Zustand des Anschlussflansches
steht der Verschlusskörper dann in Berührung mit dem (elektrisch leitenden und geerdeten)
Verschlussbetätigungselement, und der Verschlusskörper ist dann elektrisch leitend
mit dem Verschlussbetätigungselement verbunden. Die elektrostatische Entladung des
Schüttgutbehälters kann dann über den Verschlusskörper des Schüttgutbehälters und
das Verschlussbetätigungselement der Entleerungsvorrichtung erfolgen.
[0079] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung hat der Schüttgutbehälter einen
Verschlusskörper, der im Wesentlichen in einem zur Aufnahme des Schüttguts vorgesehenen
Innenraum des Schüttgutbehälters angeordnet ist, wobei er insbesondere in seiner Schliessstellung
eine Partie der Behälterwandung des Schüttgutbehälters bilden kann. Zudem weist der
Verschlusskörper einen zur Austrittsöffnung hin offenen Hohlraum auf.
[0080] Der Verschluss weist weiter ein Abdeckorgan auf. Dieses ist in einem nicht an die
Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters derart am Anschlussflansch
anbringbar, dass es die Austrittsöffnung auf der Aussenseite des Schüttgutbehälters
abdeckt und dadurch schützt. Falls der Anschlussflansch eine mit einem Pneumatikgaseinlass
versehene Aussenseite hat, kann das Abdeckorgan zusätzlich auch diese Aussenseite
abdecken und schützen. Das Abdeckorgan ist derart ausgebildet und wenigstens teilweise
durch die Austrittsöffnung hindurch in den Hohlraum des Verschlusskörpers hinein ragend
angeordnet, dass es seinerseits einen nach aussen hin offenen Hohlraum hat, der im
Wesentlichen innerhalb des Hohlraums des Verschlusskörpers angeordnet ist. Der Hohlraum
des Abdeckorgans ist derart ausgebildet und bemessen, dass in ihm ein weiterer Verschlusskörper
teilweise aufnehmbar ist, der Teil eines weiteren Verschlusses eines weiteren Schüttgutbehälters
ist, wobei der weitere Schüttgutbehälter mitsamt seinem Verschluss und Verschlusskörper
identisch zum ersten Schüttgutbehälter mitsamt seinem Verschluss und Verschlusskörper
ausgebildet ist.
[0081] Indem der Hohlraum des Abdeckorgans im Wesentlichen im Hohlraum des Verschlusskörpers
angeordnet ist und ein weiterer identischer Verschlusskörper eines weiteren identischen
Verschlusses teilweise im Hohlraum des Abdeckorgans aufnehmbar ist, wird gewährleistet,
dass eine Mehrzahl von zueinander identisch ausgebildeten Verschlüssen mitsamt ihren
Abdeckorganen raumsparend gestapelt werden können.
[0082] Das Abdeckorgan wird vor dem Entleeren des Schüttgutbehälters mittels einer Entleerungsvorrichtung,
an welche der Schüttgutbehälter angeschlossen ist, entweder perforiert oder vom Anschlussflansch
entfernt, um zu ermöglichen, dass Schüttgut durch die Austrittsöffnung des Schüttgutbehälters
hindurch ausströmen kann. Das Abdeckorgan kann ein fester Körper (d.h. ein Abdeckkörper)
sein und zum wahlweisen Anbringen und wieder Entfernen am bzw. vom Anschlussflansch
ausgebildet sein, um eine mehrfache Verwendung des Abdeckorgans zu ermöglichen. Der
aus einem festen Material (z.B. Metall oder Kunststoff) gefertigte Abdeckkörper kann
insbesondere konusförmig entsprechend einem konusförmig ausgebildeten Verschlusskörper
ausgebildet sein. Das Abdeckorgan kann aber auch lediglich eine zerreissbare, abreissbare
oder perforierbare Folie o. ä. sein. In diesem Falle ist das Abdeckorgan bloss für
ein einmaliges Abdecken des Verschlusses vorgesehen.
[0083] Das Abdeckorgan ist vorzugsweise weiter derart ausgebildet, dass es in seinem am
Anschlussflansch angebrachten Zustand den Verschlusskörper mechanisch sichert und
verhindert, dass der Verschlusskörper versehentlich in den Schüttgutbehälter hinein
bewegt wird und dadurch der Verschluss unbeabsichtigterweise geöffnet wird. Für diesen
Zweck kann das Abdeckorgan z. B. mit einem Schraubengewinde versehen sein und mittels
diesem Schraubengewinde und einem entsprechenden Schraubengewinde, das am Verschlusskörper
ausgebildet ist, mit dem Verschlusskörper über eine wahlweise lösbare Schraubenverbindung
verbunden sein.
[0084] Die Schüttgutbehälter mit Verschlüssen, die mit einem Abdeckorgan versehen sind,
können weiter flexible Behälterwände aufweisen (z. B. Behälterwände, die aus Papier,
Kunststofffolie, textilem Gewebe oder ähnlichen faltbaren Materialien gefertigt sind)
und die Hohlräume der Abdeckorgane können weiter derart ausgebildet und bemessen sein,
dass die Verschlusskörper mitsamt den sie bedeckenden Partien der Behälterwände in
den Hohlräumen der Abdeckorgane teilweise aufnehmbar sein. Dadurch wird gewährleistet,
dass eine Mehrzahl von zueinander identisch ausgebildeten Schüttgutbehältern mitsamt
ihren Verschlüssen in einem leeren und nicht an die Entleerungsvorrichtung angeschlossenen
Zustand der Schüttgutbehälter raumsparend gestapelt werden können.
[0085] Gemäss einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung hat der Schüttgutbehälter
einen Anschlussflansch, bei welchem wenigstens eine Oberflächenpartie derart ausgebildet
und angeordnet ist, dass sie im Innenraum des Schüttgutbehälters einen Teil von dessen
Boden bildet und in Richtung zur Austrittsöffnung hin abfällt, um das Ausströmen des
Schüttguts zu unterstützen. Insgesamt bildet die geneigte Oberflächenpartie des Anschlussflansches
eine Rutschbahn, auf welche das Schüttgut in Richtung zur Austrittsöffnung hin rutschen
kann.
[0086] Der Neigungswinkel zwischen der geneigten Oberflächenpartie und einer Horizontalen
liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen ungefähr 15° und ungefähr 60°. Für gebräuchliche
Schüttgüter hat sich ein Neigungswinkel von ungefähr 30° als geeignet herausgestellt.
Dabei kann die geneigte Oberfläche insgesamt trichterförmig ausgebildet sein, um das
Schüttgut in Richtung zur Austrittsöffnung hin zu führen. Es ist klar, dass die Verschlüsse
der Schüttgutbehälter gemäss verschiedenen Erfindungsvarianten nicht nur zum Entleeren
der Schüttgutbehälter, sondern auch zum Befüllen der Schüttgutbehälter mit Schüttgut
verwendet werden können. Für diesen Zweck wird ein entsprechender leerer Schüttgutbehälter
zunächst derart positioniert, dass der Verschluss oben am Schüttgutbehälter angeordnet
ist, worauf Schüttgut durch den im Verschluss bez. in dessen Anschlussflansch ausgebildeten
Schüttgutdurchgang hindurch in den Schüttgutbehälter hinein eingefüllt wird.
[0087] Weiter sind die Verschlüsse und Entleerungsvorrichtungen gemäss verschiedener Erfindungsvarianten
auch gut geeignet für den Einsatz von sogenannten RFID (Radio Frequency Identification)
Komponenten zur automatischen Identifikation sowohl der Schüttgutbehälter als auch
deren Inhalt. Für diesen Zweck kann ein RFID Lese-und/oder Schreib-Modul an oder in
einem aus Kunststoff gefertigten Verschlussbetätigungselement eingebaut sein, während
sogenannte RFID-Tags (d.h. RFID Kennzeichnungselemente) an oder in den aus Kunststoff
gefertigten Verschlusskörpern eingebaut sein können. Ein solches System bietet dann
die Möglichkeit, während oder nach dem Anschliessen der mit entsprechenden Verschlüssen
versehenen Schüttgutbehälter an die mit entsprechenden Verschlussbetätigungselementen
versehenen Entleerungsvorrichtungen Daten berührungslos von den RFID-Tags auszulesen
und/oder auf diese zu Schreiben. Auf diese Art kann der gesamte Zyklus des Schüttgutbehälters
und dessen Inhalt lückenlos protokolliert werden. Durch die von aussen nicht mehr
zugängliche Integration der RFID-Komponenten in die Verschlüsse bzw. die Entleerungsvorrichtungen
kann eine höchst zuverlässige und weitgehend fälschungssichere Identifikation im Rahmen
des sogenannten Supply Chain Managements erreicht werden.
[0088] Um die im Falle von vergleichsweise grossen Schüttgutbehältern erheblichen Kräfte
aufnehmen zu können, die auf die Verschlüsse wirken, können Verschlüsse gemäss verschiedenen
Erfindungsvarianten zusätzlich verstärkt sein. So kann z.B. ein aus Kunststoff gefertigtes
Flanschteil eines solchen Verschlusses (im Falle eines zweiteiligen Anschlussflansches
insbesondere das äussere Flanschteil) mit einem aus Metall und/oder aus einem Fasermaterial
(insbesondere Glas- oder Kohlefasern) gefertigten Verstärkungsband versehen sein,
das dem Aussenumfang des Flanschteils entlang angeordnet ist.
[0089] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0090] Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Entleerungsvorrichtung und einen Schüttgutbehälter gemäss einer ersten bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten, teilweise vertikal geschnittenen
Teildarstellung;
- Fig. 2
- eine Entleerungsvorrichtung und einen Schüttgutbehälter gemäss einer zweiten bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten, teilweise vertikal geschnittenen
Teildarstellung;
- Fig. 3
- eine Entleerungsvorrichtung und einen Schüttgutbehälter gemäss einer dritten bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten, teilweise vertikal geschnittenen
Teildarstellung;
- Fig. 4
- den Schüttgutbehälter aus Fig.3 in einer vereinfachten, vertikal geschnittenen Darstellung;
- Fig. 5
- den Schüttgutbehälter aus Fig. 3 sowie einen weiteren Schüttgutbehälter in einer vereinfachten,
vertikal geschnittenen Teildarstellung;
- Fig. 6
- den Schüttgutbehälter aus Fig. 1 sowie eine Entleerungsvorrichtung gemäss einer vierten
bevorzugten Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten, vertikal geschnittenen
Teildarstellung;
- Fig. 7
- eine Entleerungsvorrichtung und einen Schüttgutbehälter gemäss einer fünften bevorzugten
Ausführungsart der Erfindung in einer vereinfachten, vertikal geschnittenen Teildarstellung;
- Fig. 8
- einen Schüttgutbehälter gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung
in einer vereinfachten, vertikal geschnitte- nen Teildarstellung, mit einer abgedeckten
Austrittsöffnung;
- Fig. 9
- den Schüttgutbehälter aus Fig. 8 in einer vereinfachten, vertikal geschnittenen Teildarstellung,
mit von der Austrittsöffnung entfernter Abdeckung.
[0091] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Entsprechende Teile von mit gleicher Funktion sind bei verschiedenen Ausführungsarten
der Erfindung jeweils mit Bezugszeichen versehen, die um ein ganzzahliges Vielfaches
von hundert differieren.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0092] Fig. 1 zeigt eine Entleerungsvorrichtung 10, an welche ein Schüttgutbehälter 50 angeschlossen
ist. Die Darstellung in Fig. 1 ist in der Mitte vertikal geteilt, wobei auf der linken
Seite die Entleerungsvorrichtung 10 und der Schüttgutbehälter 50 in einer geschlossenen
Stellung dargestellt sind, während auf der rechten Seite die Entleerungsvorrichtung
10 und der Schüttgutbehälter 50 in einer offenen Stellung dargestellt sind.
[0093] Die Entleerungsvorrichtung 10 umfasst ein Gehäuse 20, in welchem ein Durchlasskanal
22 mit einem kreisrunden Querschnitt ausgebildet ist. Das Gehäuse 20 hat im Wesentlichen
die Form eines rechtwinklig gekrümmten Rohrabschnitts, wobei der Durchlasskanal 22
durch den Innenraum dieses Rohrabschnitts gebildet wird. Das Gehäuse 20 hat eine im
Wesentlichen flache, horizontal angeordnete kreisrunde Oberseite, in der eine kreisrunde
Öffnung 26 ausgebildet ist, die als Eintrittsöffnung 26 für in den Durchlasskanal
22 einströmendes Schüttgut (nicht dargestellt) dient. Die Eintrittsöffnung 26 nimmt
den grössten Teil der Fläche der Gehäuseoberseite ein und mündet in ein erstes (oberes)
Ende des Durchlasskanals 22.
[0094] Die oberste Partie des Gehäuses 20, welche auch die mit der Eintrittsöffnung 26 versehene
Gehäuseoberseite umfasst, ist als Anschlusspartie 24 der Entleerungsvorrichtung 10
ausgebildet. Die Anschlusspartie 24 ist aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt
und geerdet. Am obersten äusseren Rand der Anschlusspartie 24 (welcher gleichzeitig
auch den obersten Aussenrand des Gehäuses 20 bildet) ist ein ringförmiger Kragen 25
angeformt, der in einer horizontalen Ebene von der innerhalb und unterhalb anschliessenden
Gehäusepartie radial nach aussen vorsteht und zum Ankuppeln des Schüttgutbehälters
50 an die Entleerungsvorrichtung 10 dient.
[0095] In der als Anschlusspartie 24 ausgebildeten obersten Partie verläuft der Durchlasskanal
22 in vertikaler Richtung. Darunter anschliessend hat der Durchlasskanal 22 eine gebogene
Partie, die durch eine rechtwinklig gebogene untere Partie des rohrförmigen Gehäuses
20 gebildet wird. Nach der rechtwinkligen Biegung oder Krümmung mündet der Durchlasskanal
22 in eine Austrittsöffnung 23, die in einer vertikalen Aussenseite des Gehäuses 20
ausgebildet ist. Insgesamt erstreckt sich der Durchlasskanal 22 von der in der Gehäuseoberseite
ausgebildeten Eintrittsöffnung 26 bis zu der in einer vertikalen Aussenseite des Gehäuses
20 ausgebildeten Austrittsöffnung 23, wobei er im Bereich der Eintrittsöffnung 26
zunächst vertikal nach unten verläuft, im unteren Bereich des Gehäuses 20 rechtwinklig
abbiegt und im Bereich der Austrittsöffnung 23 ungefähr horizontal verläuft.
[0096] An die Austrittsöffnung 23 ist eine Schüttgutsaugleitung (nicht dargestellt) anschliessbar,
die mit einer Evakuiervorrichtung (nicht dargestellt) verbunden ist, um das Ausströmen
von Schüttgut aus dem Schüttgutbehälter 50 heraus und durch den Durchlasskanal 22
hindurch durch Erzeugung eines Vakuums in der Schüttgutsaugleitung und im Durchlasskanal
22 zu unterstützen.
[0097] In der Oberseite der Anschlusspartie 24 ist ein nach oben offener ringförmiger Kanal
28 (auch als Ringkanal 28 bezeichnet) ausgebildet, welcher als Druckluftauslass 28
der Entleerungsvorrichtung 10 dient. Der Ringkanal 28 verläuft im Wesentlichen in
einer horizontalen Ebene (d.h. parallel zur Oberseite der Anschlusspartie 24) dem
Aussenumfang der Eintrittsöffnung 26 entlang und umringt diese vollständig. Der Ringkanal
28 ist unten und auf zwei Seiten von Kanalwänden begrenzt, die als Teile von Wänden
des Gehäuses 20 ausgebildet sind. Dabei ist die in radialer Richtung innenliegende
Seitenwand 29 des Ringkanals 28 gleichzeitig auch als Kanalwand 29 des Durchlasskanals
22 ausgebildet, welche diesen in seinem obersten Bereich nach aussen begrenzt. D.
h., die Kanalinnenwand 29 des Ringkanals 28 ist gleichzeitig als Aussenwand 29 des
Durchlasskanals 22 ausgebildet. Die in radialer Richtung aussenliegende Seitenwand
des Ringkanals 28 bildet gleichzeitig eine Aussenwand des Gehäuses 20 bzw. dessen
Anschlusspartie 24.
[0098] Der Ringkanal 28 ist weiter mit einem Druckluftanschluss 30 versehen, der einen von
schräg unten in den Ringkanal 28 mündenden Durchgang umfasst, durch welchen hindurch
Druckluft in den Ringkanal 28 zugeführt werden kann. An den Druckluftanschluss 30
ist eine Druckluftzuführleitung (nicht dargestellt) anschliessbar, die mit einer Druckluftquelle
(nicht dargestellt) verbunden ist, um den Ringkanal 28 mit Druckluft zu versorgen.
Die dünnen Pfeile 80 in Fig. 1 zeigen die Druckluftströmung 80 bzw. deren Strömungsrichtung
an.
[0099] Die Entleerungsvorrichtung 10 ist weiter mit einer Verschlussbetätigungsvorrichtung
zum wahlweisen Öffnen und Schliessen eines Verschlusses des Schüttgutbehälters 50
versehen. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung umfasst eine längliche Antriebswelle
32, ein Verschlussbetätigungselement 34 und eine Verstellvorrichtung 36.
[0100] Die Antriebswelle 32 hat eine kreiszylindrische Form und eine durch die Achse des
Kreiszylinders definierte Wellenachse. Die Antriebswelle 32 ist in einem Durchgang
einer Führungsbuchse 38 aufgenommen und durch die Führungsbuchse 38 in Richtung der
Wellenachse verschiebbar und um die Wellenachse herum drehbar geführt. Der Durchgang
der Führungsbuchse 38 führt von unten her durch eine Wand des Gehäuses 20 hindurch
in den Durchlasskanal 22 hinein, wobei diese Wand einen Teil der Begrenzungswand des
Durchlasskanals 22 in dessen unteren, bogenförmigen Partie bildet. Die Führungsbuchse
38 ist fest an dieser Wand angebracht. Die Antriebswelle 32 ist in durch den Durchgang
der Führungsbuchse 38 hindurch führender Anordnung derart angeordnet, dass die Wellenachse
oder deren Verlängerung in vertikaler Richtung durch das Zentrum der Eintrittsöffnung
26 hindurch verläuft, wobei eine obere Partie der Antriebswelle 32 im Durchlasskanal
22 angeordnet ist, während eine untere Partie der Antriebswelle 32 unterhalb und ausserhalb
des Durchlasskanals 22 angeordnet ist.
[0101] Zuoberst an der Antriebswelle 32 ist das Verschlussbetätigungselement 34 angebracht.
Dieses ist im Wesentlichen ein aus einem festen Material gefertigter konusförmiger
Körper, der mit seiner Grundfläche derart am obersten Ende der Antriebswelle 32 angebracht
ist, dass die Achse des konusförmigen Verschlussbetätigungselements 34 koaxial zur
Achse der Antriebswelle 32 angeordnet ist, wobei die Spitze des Konus die oberste
Partie und die kreisförmige Grundfläche des Konus die unterste Partie des Verschlussbetätigungselements
34 bilden. Das Verschlussbetätigungselement 34 ist aus einem elektrisch leitenden
Material gefertigt und geerdet.
[0102] Im Bereich der Grundfläche ist ein Mitnehmerring 45 an der Aussenumfangsfläche des
Verschlussbetätigungselements 34 angebracht. Der Mitnehmerring 45 ist ein aus einem
elastischen Material mit einem vergleichsweise grossen Adhäsionskoeffizient gefertigt.
Er dient dazu, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Verschlussbetätigungselement
34 und einem auf dem Verschlussbetätigungselement 34 aufliegenden Verschlusskörper
60 zu schaffen und letzteren mittels Reibungskraft mitzunehmen, wenn das Verschlussbetätigungselement
34 um seine Achse (d. h. die Achse seines Konus) herum gedreht oder längs zu dieser
Achse verschoben wird. Zuunterst ist die Antriebswelle 32 mit der Verstellvorrichtung
36 derart gekoppelt, dass sie mittels der Verstellvorrichtung 36 wahlweise in Richtung
der Wellenachse bezüglich dem Gehäuse 20 vertikal nach oben und unten verschiebbar
bzw. verstellbar ist. Die Stellung mit maximal nach unten verschobener Antriebswelle
32 wird als Schliessstellung (in Fig. 1 auf der linken Seite dargestellt) und die
Stellung mit maximal nach oben verschobener Antriebswelle 32 als vollständig geöffnete
Stellung (in Fig. 1 auf der rechten Seite dargestellt) der Entleerungsvorrichtung
10 bzw. ihrer Antriebswelle 32 bezeichnet. Ist die Antriebswelle 32 zwischen ihrer
Schliessstellung und ihrer vollständig geöffneten Stellung angeordnet, so wird dies
als teilweise geöffnete Stellung der Entleerungsvorrichtung 10 bzw. ihrer Antriebswelle
32 bezeichnet.
[0103] Die Verstellvorrichtung 36 ist weiter gleichzeitig als Drehantrieb 36 ausgebildet,
mittels dem die Antriebswelle 32 bezüglich dem Gehäuse 20 wahlweise um die Wellenachse
herum um 360 Grad hin und her schwenkbar bzw. drehbar ist. Die Verstellvorrichtung
36 ist am Gehäuse 20 gelagert und vollständig ausserhalb des Durchlasskanals 22 sowie
unterhalb von diesem angeordnet.
[0104] An der Antriebswelle 32 sind unterhalb des Verschlussbetätigungselements mehrere
Messer 31, 33, 35, 37 drehfest angebracht, die in radialer Richtung von der Antriebswelle
32 weg vorstehen. In der Schliessstellung der Entleerungsvorrichtung 10 sind die Messer
31, 33, 35, 37 vollständig innerhalb des Durchlasskanals 22 angeordnet. In den teilweise
oder vollständig geöffneten Stellungen der Entleerungsvorrichtung 10 sind die Messer
im Durchlasskanal 22 oder unmittelbar oberhalb der Eintrittsöffnung 26 über dem Durchlasskanal
22 angeordnet. Wenn die Antriebswelle 32 während dem Entleerungsvorgang um die Wellenachse
hin und her geschwenkt wird, dienen die Messer 31, 33, 35, 37 als Zerkleinerungselemente
31, 33, 35, 37 zum Zerkleinern von allfällig im ausströmenden Schüttgut vorhandenen
Klumpen.
[0105] Der in Fig. 1 dargestellte Schüttgutbehälter 50 ist ein Sack 50 mit einer flexiblen
Behälterwand 53 bzw. Sackwand 53, die aus Papier gefertigt ist und die Form einer
Hülle aufweist, die bis auf den nachfolgend beschriebenen Verschluss allseitig geschlossen
ist. In dem untersten, den Boden des Sacks 50 bildenden Bereich der Sackwand 53 ist
ein Verschluss eingesetzt. Der Verschluss hat einen Anschlussflansch 51, 52 einen
Verschlusskörper 60 und einen als Rückschlagsdichtlippe ausgebildeten Absperrkörper
65.
[0106] Der Anschlussflansch ist aus einem inneren Flanschteil 51 und einem äusseren Flanschteil
52 zusammengesetzt, die beide kreisringförmig ausgebildet sind und in der Darstellung
von Fig. 1 derart angeordnet sind, dass ihre Ringachsen zusammenfallen und im Wesentlichen
vertikal verlaufen. Die beiden Flanschteile 51, 52 sind aus einem elektrisch leitenden
Material gefertigt. Das innere Flanschteil 51 hat eine kreiszylindermantelförmige
Partie 59, welche die Form eines Rohrabschnitts ausweist und einen im Wesentlichen
vertikal verlaufenden kreiszylinderförmigen Durchgang 54 seitlich begrenzt, der als
Austrittsöffnung 54 für im Sack 50 aufgenommenes Schüttgut (nicht dargestellt) dient.
Am oberen Ende des inneren Flanschteils 51 ist eine radial (d. h. horizontal) nach
aussen vorstehende Partie 55 angeformt, welche die Form einer flachen Ringscheibe
hat und rechtwinklig zur zylindermantelförmigen Partie 59 des inneren Flanschteils
51 angeordnet ist. Das äussere Flanschteil 52 hat die Form einer dicken Ringscheibe
mit einem zentralen Durchgang, dessen Durchmesser geringfügig kleiner ist als der
Aussendurchmesser der zylindermantelförmigen Partie 59 des inneren Flanschteils 51
so dass diese zylindermantelförmige Partie 59 unter Presspassung in den zentralen
Durchgang im ringförmigen äusseren Flanschteil 52 hinein steckbar ist. In der Darstellung
von Fig. 1 ist die zylindermantelförmige Partie 59 des inneren Flanschteils 51 von
oben her in den zentralen Durchgang im äussere Flanschteil 52 hinein gesteckt, so
dass die beiden Flanschteile 51, 52 mittels Presspassung fest miteinander verbunden
sind. Der Aussendurchmesser des äusseren Flanschteils 52 entspricht im Wesentlichen
dem Aussendurchmesser der ringscheibenförmigen obersten Partie 55 des inneren Flanschteils
51.
[0107] Am untersten äusseren Rand des äusseren Flanschteils 52 (welcher gleichzeitig auch
den untersten Aussenrand des gesamten Anschlussflansches bildet) ist ein ringförmiger
Kragen 56 angeformt, der in einer horizontalen Ebene von der innerhalb und oberhalb
anschliessenden Partie des äusseren Flanschteils 52 radial nach aussen vorsteht und
zum Ankuppeln des Flanschteils 52 bzw. des Sacks 50 an die Anschlusspartie 24 der
Entleerungsvorrichtung 10 dient. Der zuunterst am Anschlussflansch 51, 52 angeformte
Kragen 56 hat den gleichen Aussenumfang wie der zuoberst an der Anschlusspartie 24
der Entleerungsvorrichtung 10 angeformte Kragen 25.
[0108] Weiter sind im äusseren Flanschteil 52 eine Mehrzahl von kreisrunden Druckluftdurchgängen
57, 58 ausgebildet, welche je einen Durchmesser aufweisen, der der maximalen Kanalbreite
des in der Oberseite der Anschlusspartie 24 ausgebildeten Ringkanals 28 entspricht.
Die Druckluftdurchgänge 57, 58 führen in vertikaler Richtung durch den äusseren Flanschteil
52 hindurch. Sie sind dem gesamten Umfang des ringförmigen äusseren Flanschteils 52
entlang auf einer Kreislinie mit einem dem Durchmesser des Ringkanals 28 entsprechenden
Durchmesser angeordnet (d.h. aussermittig in Bezug auf den ringförmigen äusseren Flanschteil
52) und dienen als Drucklufteinlass 57, 58, durch welchen hindurch Druckluft in den
Sack 50 hinein strömen kann.
[0109] Der Absperrkörper 65 ist aus einem flexiblen, elastischen Kunststoffmaterial gefertigt
und hat die Form einer flachen, kreisringförmigen Scheibe mit einem zentralen Durchgang,
dessen Durchmesser dem Aussendurchmesser der zylindermantelförmigen Partie 59 des
inneren Flanschteils 51 entspricht. Der Aussendurchmesser des Absperrkörpers 65 ist
wesentlich grösser als der Aussendurchmesser der ringscheibenförmigen Partie 55 des
inneren Flanschteils 51 bzw. der Aussendurchmesser des äusseren Flanschteils 52.
[0110] Die hüllenartige Sackwand 53 hat in ihrem untersten Bereich (auch als Boden des Sacks
50 bezeichnet) eine kreisförmige Öffnung, deren Durchmesser ebenfalls dem Aussendurchmesser
der zylindermantelförmigen Partie 59 des inneren Flanschteils 51 entspricht. Der Absperrkörper
65 und der Boden des Sacks 50 sind mit übereinander liegenden Durchgängen bzw. Öffnungen
derart angeordnet, dass die zylindermantelförmige Partie 59 des inneren Flanschteils
51 von oben nach unten nacheinander durch den Durchgang im Absperrkörper 65, die Öffnung
im Boden des Sacks hindurch und in den zentralen Durchgang im äusseren Flanschteil
52 hinein gesteckt sind. Die Sackwand 53 ist im Bereich der Sacköffnung an der Oberseite
des äusseren Flanschteils 52 angeklebt. Weiter sind die Sackwand 53 im Bereich der
Sacköffnung und der Absperrkörper 65 im Bereich seines zentralen Durchgangs zwischen
der Unterseite der ringscheibenförmigen Partie 55 des inneren Flanschteils 51 und
der Oberseite des äusseren Flanschteils 52 festgeklemmt und dadurch am Anschlussflansch
gehalten bzw. mit diesem verbunden, wobei in der Umgebung der Austrittsöffnung 54
die Sackwand 53 zwischen dem äusseren Flanschteil 52 und dem Absperrkörper 65 angeordnet
ist und letzterer zwischen der Sackwand 53 und der ringscheibenförmigen Partie 55
des inneren Flanschteils 51 angeordnet ist. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass
der aus dem inneren Flanschteil 51 und dem äusseren Flanschteil 52 zusammengesetzte
Anschlussflansch und der Absperrkörper 65 in der Umgebung der Austrittsöffnung 54
(d. h. in der Umgebung der Sacköffnung) an der Sackwand 53 festgeklemmt und teilweise
an dieser angeklebt sind.
[0111] In denjenigen Partien der Sackwand 53, die unmittelbar über den im äusseren Flanschteil
52 ausgebildeten Druckluftdurchgängen 57, 58 angeordnet sind, sind auch in der Sackwand
Druckluftdurchgänge ausgebildet. Diese Druckluftdurchgänge werden zwar von dem unmittelbar
darüber liegenden Absperrkörper 65 abgedeckt und - wenn in den Druckluftdurchgängen
57, 58 kein Überdruck oder bloss ein geringer Überdruck herrscht - dicht abgeschlossen.
Wenn in den Druckluftdurchgängen 57, 58 jedoch ein grösserer Überdruckt herrscht,
wird der aus einem flexiblen Material gefertigte Absperrkörper 65 durch die Druckluft
ein wenig deformiert, so dass Druckluft vom oberen Ende der Druckluftdurchgänge 57,
58 aus seitwärts zwischen dem Absperrkörper 65 und der Sackwand 53 hindurch in den
Innenraum des Sacks 50 hinein strömen kann. Die Druckluftströmung 80 bzw. deren Strömungsrichtung
ist in Fig. 1 durch die dünnen Pfeile 80 dargestellt.
[0112] Insgesamt dient der Absperrkörper 65 gleichzeitig als Absperrkörper und als Schliessfeder
von Rückschlagventilen, welche die Druckluftdurchgänge 57, 58 zum Innenraum des Sacks
50 hin abschliessen und eine Druckluftströmung 80 in den Sack 50 hinein zulassen,
eine Druckluft- und/oder Schüttgutströmung in umgekehrter Richtung aus dem Sack heraus
jedoch verhindern.
[0113] Der radial äussere Bereich des kreisringscheibenförmigen Absperrkörpers 65 steht
über die Aussenränder des inneren Flanschteils 51 und des äusseren Flanschteils 52
hinaus vor und ragt in den Innenraum des Sacks 50 hinein. Wenn Druckluft zwischen
der Sackwand 53 und dem Absperrkörper 65 hindurch in den Sack 50 hinein strömt, wird
dieser vorstehende Bereich des Absperrkörpers 65 zum Schwingen gebracht (auch als
Flattern bezeichnet). Die Schwingungen werden dann auf das im Innenraum des Sacks
50 aufgenommene Schüttgut übertragen und bewirken eine Auflockerung des Schüttguts.
[0114] Der Verschlusskörper 60 ist zum wahlweisen Verschliessen und Öffnen der Austrittsöffnung
54 ausgebildet und angeordnet. Er ist aus einem festen, elektrostatisch ableitenden
Kunststoff gefertigt und als hohler, dünnwandiger Konus ausgebildet, wobei die Konusform
des ebenfalls konusförmigen Innenraums des Verschlusskörpers 60 im Wesentlichen der
Aussenform des konusförmigen Verschlussbetätigungselements der Entleerungsvorrichtung
10 entspricht. In der in Fig. 1 gezeigten Darstellung ist der Verschlusskörper 60
derart angeordnet, dass die Symmetrieachse des konusförmigen Verschlusskörpers vertikal
steht und koaxial zur Achse der Antriebswelle angeordnet ist, wobei die Spitze des
Konus die oberste Partie und die kreisförmige, nach unten offene Grundfläche des Konus
die unterste Partie des Verschlusskörpers 60 bilden. Der maximale Durchmesser des
Konus 60 im Bereich seiner Grundfläche ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser
der im inneren Flanschteil 51 ausgebildeten Austrittsöffnung 54, so dass der unterste
Bereich des Verschlusskörpers 60 mit Spielpassung in der Austrittsöffnung 54 angeordnet
werden kann, um diese dicht zu verschliessen, wie dies in Fig. 1 auf der linken Seite
dargestellt ist.
[0115] Der Verschlusskörper 60 ist bezüglich des Anschlussflansches 51, 52 in vertikaler
Richtung nach unten und oben verschiebbar sowie nach oben vom Anschlussflansch abhebbar,
um die Austrittsöffnung 54 zu verschliessen oder freizugeben und dadurch den Verschluss
zu öffnen, wie dies in Fig. 1 auf der rechten Seite dargestellt ist. Die Stellung
mit maximal nach unten verschobenem Verschlusskörper 60 wird als Schliessstellung
des Verschlusskörpers 60 bzw. des Verschlusses bezeichnet. In dieser in Fig. 1 auf
der linken Seite dargestellten Stellung ist die Grundfläche der Verschlusskörpers
60 innerhalb der Austrittsöffnung 54 angeordnet und verschliesst diese dicht. Die
Stellung mit maximal nach oben verschobenem Verschlusskörper 60 wird als vollständig
geöffnete Stellung des Verschlusses bzw. des Verschlusskörpers 60 bezeichnet. Ist
dieser in Fig. 1 auf der rechten Seite dargestellten Stellung ist der gesamte Verschlusskörper
60 oberhalb der Austrittsöffnung 54 angeordnet. Weiter ist der Verschlusskörper 60
bezüglich des Anschlussflansches 51, 52 um die vertikale Symmetrieachse des Konus
herum frei drehbar.
[0116] Auf der Oberseite der Anschlusspartie 24 sind weiter drei aus einem elastischen Dichtungsmaterial
gefertigte Dichtungsringe 41, 42, 43 derart angeordnet, dass sie in einem unbelasteten
Zustand (d.h., wenn kein Schüttgutbehälter an die Entleerungsvorrichtung 10 angekuppelt
ist) wenigstens teilweise von der Oberflächenebene der Oberseite aus nach oben vorstehen.
Wenn - wie in der Darstellung von Fig. 1 dargestellt - der Anschlussflansch 51, 52
des Schüttgutbehälters 50 an die Anschlusspartie 24 der Entleerungsvorrichtung 10
angekuppelt ist, werden die Dichtungsringe 41, 42, 43 zwischen den aneinanderstossenden
Oberflächen des Anschlussflansches 51, 52 und der Anschlusspartie 24 zusammengepresst
und dichten dann Durchgänge ab, die durch diese Oberflächen hindurch führen und durch
welche hindurch Schüttgut und/oder Luft aus dem Schüttgutbehälter 50 in die Entleerungsvorrichtung
10 hinein sowie Druckluft von der Entleerungsvorrichtung 10 in den Schüttgutbehälter
50 hinein strömen kann. Ein erster Dichtungsring 41 ist dem äusseren Umfang des Ringkanals
28 entlang angeordnet und dichtet den Ringkanal 28 nach aussen hin ab. Ein zweiter
Dichtungsring 42 ist dem inneren Umfang des Ringkanals 28 entlang angeordnet und dichtet
den Ringkanal 28 nach innen hin ab. Ein dritter Dichtungsring 43 ist dem Aussenumfang
der Eintrittsöffnung 26 entlang angeordnet und dichtet die Eintrittsöffnung bzw. den
Durchlasskanal 22 in der Oberseite der Anschlusspartie 24 ab.
[0117] Um mittels der in Fig. 1 dargestellten Entleerungsvorrichtung 10 Schüttgut aus dem
in Fig. 1 dargestellten Sack 50 zu entleeren wird zunächst eine allfällig am Anschlussflansch
51, 52 des Sacks 50 angeordnetes Abdeckorgan vom Anschlussflansch 51, 52 entfernt.
Der Verschluss des Sacks 50 und die Verschlussbetätigungsvorrichtung der Entleerungsvorrichtung
10 befinden sich in ihren geschlossenen Stellungen. Danach wird der Sack 50 mitsamt
dem Anschlussflansch 51, 52 über das Gehäuse 20 der Entleerungsvorrichtung 10 transportiert.
Anschliessend wird der Kupplungsvorgang zum Ankuppeln des Sacks 50 an die Entleerungsvorrichtung
10 eingeleitet, indem der Sack 50 zum Gehäuse 20 hin abgesenkt wird. Während dem Absenken
des Sacks 50 wird der nach unten offene Verschlusskörper 60 über das nach oben über
die Oberseite der Anschlusspartie 24 des Gehäuses 20 hinaus vorstehende Verschlussbetätigungselement
34 gestülpt, wodurch der Anschlussflansch 51, 52 mitsamt dem Sack 50 bezüglich der
Anschlusspartie 24 bzw. dem Gehäuse 20 zentriert und genau auf dieses ausgerichtet
wird. Der Sack 50 wird soweit abgesenkt, bis der Anschlussflansch 51, 52 mit seiner
Unterseite auf der Oberseite des Gehäuses 20 bzw. dessen Anschlusspartie 24 aufliegt.
Der zuunterst am Anschlussflansch 51, 52 angeformte Kragen 56 liegt nun unmittelbar
auf dem zuoberst an der Anschlusspartie 24 angeformten Kragen 25 auf. Als Nächstes
wird der Anschlussflansch 51, 52 mittels einer ringförmigen Halteklammer 47 an der
Anschlusspartie 24 der Entleerungsvorrichtung 10 festgeklemmt. Damit ist der Kupplungsvorgang
abgeschlossen, und der Sack 50 befindet sich nun in dem in Fig. 1 dargestellten, an
die Entleerungsvorrichtung 10 angekuppelten Zustand.
[0118] Insgesamt bildet die mit dem Kragen 25 versehene Anschlusspartie 24 eine erste, entleerungsvorrichtungsseitige
Konstruktionseinheit und der mit dem Kragen 56 versehene Anschlussflansch 51, 52 eine
zweite, sackseitige Konstruktionseinheit einer Kupplungsvorrichtung, die für das wahlweise
wieder lösbare Anschliessen des Anschlussflansches 51, 52 an die Anschlusspartie 24
ausgebildet ist. Die erste und zweite Konstruktionseinheit sind in einem einzigen
Kupplungsvorgang miteinander kuppelbar bzw. aneinander anschliessbar, um den mit der
Austrittsöffnung 54 und dem Drucklufteinlass 57, 58 versehenen Anschlussflansch 51,
52 des Sacks 50 an die mit der Eintrittsöffnung 26 und dem Druckluftauslass 28 versehene
Anschlusspartie 24 der Entleerungsvorrichtung 10 anzuschliessen bzw. anzukuppeln.
[0119] In dem in Fig. 1 dargestellten angekuppelten Zustand werden der Anschlussflansch
51, 52 und die Anschlusspartie 24 mittels der ringförmigen Halteklammer 47 zusammengehalten,
welche entlang des gesamten Aussenumfangs des Anschlussflansches 51, 52 bzw. der Anschlusspartie
24 den am Anschlussflansch 51, 52 angeformten Kragen 56 aussen und oben sowie den
an der Anschlusspartie 24 angeformten Kragen 25 aussen und unten umgreift. Weiter
sind in dem in Fig. 1 dargestellten angekuppelten Zustand die im äusseren Flanschteil
52 ausgebildeten Durchgänge 57, 58 unmittelbar über dem nach oben offenen Ringkanal
28 angeordnet, so dass Druckluft vom Ringkanal 28 durch die Durchgänge 57, 58 hindurch
in den Sack 50 hinein strömen kann. Zudem ist in dem in Fig. 1 dargestellten angekuppelten
Zustand die Austrittsöffnung 54 des Sacks unmittelbar über der Eintrittsöffnung 26
der Entleerungsvorrichtung 10 angeordnet, so dass Schüttgut und Luft durch die Austrittsöffnung
54 hindurch aus dem Sack 50 heraus und durch die Eintrittsöffnung 26 hindurch in den
Durchlasskanal 22 hinein strömen kann.
[0120] Um den Entleerungsvorgang einzuleiten, wird als Nächstes mittels der Verstellvorrichtung
36 die Antriebswelle 32 nach oben verschoben. Dadurch wird das zuoberst an der Antriebswelle
32 angebrachte Verschlussbetätigungselement 34, das bereits im Innenraum des Verschlusskörpers
60 angeordnet ist, von unten her gegen den Verschlusskörper 60 gedrückt und hebt diesen
an, um den Verschlusskörper 60 von der Austrittsöffnung 54 abzuheben und dadurch den
aus dem Anschlussflansch 51, 52 und dem Verschlusskörper 60 gebildeten Verschluss
des Sacks 50 zu öffnen. Dabei wird der Mitnehmerring 45 zwischen dem Verschlussbetätigungselement
34 und dem Verschlusskörper 60 zusammengepresst und sorgt dadurch für eine mittels
Kraftschluss wirkende drehfeste Verbindung zwischen dem Verschlussbetätigungselement
34 und dem Verschlusskörper 60. Der Verschlusskörper 60 wird mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung
32, 34, 36 auf eine der gewünschten Dosierung der Schüttgutströmung entsprechende
Höhe angehoben. Auf der rechten Seite von Fig. 1 ist der Verschlusskörper 60 in seiner
maximalen Höhe über der Austrittsöffnung dargestellt. Diese Offenstellung des Verschlusses
hat eine maximale Strömung von Schüttgut aus dem Sack 50 heraus zur Folge.
[0121] Sobald der Verschlusskörper 60 von der Austrittsöffnung 54 abgehoben ist, beginnt
Schüttgut im Wesentlichen vertikal nach unten durch die Austrittsöffnung hindurch
aus dem Sack 50 heraus zu strömen. Der dicke Pfeil 82 in Fig. 1 zeigt die Schüttgutströmung
82 bzw. deren Strömungsrichtung bei geöffnetem Verschluss an.
[0122] Um das Ausströmen von Schüttgut aus dem Sack 50 zu unterstützen, wird mittels des
Drehantriebs der Verstellvorrichtung 36 die Antriebswelle um die Wellenachse herum
hin und her geschwenkt. Dadurch wird auch das Verschlussbetätigungselement 34 und
der über dieses durch den Mitnehmerring 45 mitgenommene Verschlusskörper 60 hin und
her geschwenkt, was zu einer Auflockerung des auf dem Verschlusskörper 60 aufliegenden
Schüttguts führt. Zudem werden auch die an der Antriebswelle 32 angebrachten Messer
31, 33, 35, 37 hin und her geschwenkt, wodurch allfällige Schüttgutklumpen im Schwenkbereich
der Messer verkleinert werden.
[0123] Weiter wird Druckluft durch den Druckluftanschluss 30, den Druckluftauslass 28, den
Drucklufteinlass 57, 58 sowie zwischen der Sackwand 53 und dem Absperrkörper 65 hindurch
in den Sack 50 hinein geblasen und gleichzeitig mittels der über die Schüttgutsaugleitung
an die Austrittsöffnung 23 angeschlossenen Evakuiervorrichtung ein Vakuum im Durchlasskanal
22 erzeugt. Dadurch wird zum einen der Absperrkörper 65 zum Flattern angeregt, was
zu einer Auflockerung des auf dem Absperrkörper liegenden Schüttguts führt. Zum andern
wird im Sack 50 die durch die Pfeile 80 angedeutete Luftströmung erzeugt, welche zu
einer weiteren Auflockerung des im Sack 50 aufgenommenen Schüttguts führt und zudem
das Schüttgut durch die Austrittsöffnung 54 hindurch aus dem Sack 50 hinaus, die Eintrittsöffnung
26 hindurch in den Durchlasskanal 22 hinein und durch den Durchlasskanal 22 hindurch
mitreisst.
[0124] Um den Entleerungsvorgang zu beenden, wird zunächst der Drehantrieb der Verstellvorrichtung
36 gestoppt und danach die Antriebswelle 32 mittels der Verstellvorrichtung 36 abgesenkt,
bis wieder die in Fig. 1 auf der linken Seite dargestellte Schliessstellung erreicht
ist. Danach wird die Halteklammer 47 von den Kragen 25, 56 entfernt und dadurch der
Anschlussflansch 51, 52 von der Anschlusspartie 24 entkuppelt. Nun wird der Sack 50
mitsamt dem Anschlussflansch 51, 52 ein wenig von der Anschlusspartie 24 abgehoben
und nochmals eine kräftige Druckluftströmung aus dem Druckluftanschluss heraus erzeugt.
Diese Druckluftströmung bläst allfällig noch an der Anschlusspartie 24 und/oder am
Anschlussflansch 51, 52 vorhandenes Schüttgut weg, worauf das weggeblasene Schüttgut
mittels der Evakuiervorrichtung durch die Eintrittsöffnung und den Durchlasskanal
hindurch abgesaugt wird. Dadurch wird eine Reinigung von Teilen der Entleerungsvorrichtung
10 sowie des Sacks 50 erreicht. Anschliessend werden die Druckluftströmung durch den
Druckluftanschluss 30 und den Druckluftauslass 28 hindurch und die Saugströmung im
Durchlasskanal 22 unterbrochen. Gewünschtenfalls kann weiter der Anschlussflansch
51, 52 wieder mit einem Abdeckorgan abgedeckt und anschliessend der wenigstens teilweise
entleerte Sack 50 von der Entleerungsvorrichtung 10 weg transportiert werden.
[0125] Fig. 2 zeigt eine Entleerungsvorrichtung 110, an welche ein Schüttgutbehälter 150
angeschlossen ist. Die Darstellung in Fig. 2 ist in der Mitte vertikal geteilt, wobei
auf der linken Seite die Entleerungsvorrichtung 110 und der Schüttgutbehälter 150
in einer geschlossenen Stellung dargestellt sind, während auf der rechten Seite die
Entleerungsvorrichtung 110 und der Schüttgutbehälter 150 in einer offenen Stellung
dargestellt sind.
[0126] Der in Fig. 2 dargestellte Schüttgutbehälter 150 bzw. Sack 150 unterscheidet sich
von dem in Fig. 1 dargestellten Schüttgutbehälter 50 bzw. Sack 50 im Wesentlichen
bloss in Bezug auf die Ausbildung des Verschlussorgans 160 zum Verschliessen der Austrittsöffnung
154. Ansonsten ist der in Fig. 2 dargestellte Sack 150 im Wesentlichen gleich ausgebildet
wie der in Fig. 1 dargestellte Sack 50. Der in Fig. 2 dargestellte Sack 150 hat wiederum
eine flexible Sackwand 153 und einen Verschluss, der mit einem zweiteiligen Anschlussflansch
151, 152, einem Verschlusskörper 160 und einem Absperrkörper 165 versehen ist. Die
beiden Flanschteile 151, 152 sind aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt.
[0127] Das in Fig. 2 dargestellte Verschlussorgan 160 zum Verschliessen der Austrittsöffnung
154 ist eine aus einem flexiblen Folienmaterial gefertigte perforierbare Folie 160,
die im geschlossenen Zustand am inneren Flanschteil 151 des Anschlussflansches 151,
152 derart angeschweisst ist, dass sie die im inneren Flanschteil 151 ausgebildete
Austrittsöffnung 154 vollständig verschliesst. Der durch die Folie 160 und den Anschlussflansch
151, 152 gebildete Verschluss ist bloss für ein einmaliges Öffnen des Verschlusses
vorgesehen, d.h., es ist ein Einwegverschluss.
[0128] Die in Fig. 2 dargestellte Entleerungsvorrichtung 110 unterscheidet sich von der
in Fig. 1 dargestellten Entleerungsvorrichtung 10 im Wesentlichen bloss in Bezug auf
die Ausbildung der Verschlussbetätigungsvorrichtung 132, 134, 136 zum Verschliessen
und wahlweisen Öffnen des Verschlusses des Sacks 150. Ansonsten ist die in Fig. 2
dargestellte Entleerungsvorrichtung 110 im Wesentlichen gleich ausgebildet wie die
in Fig. 1 dargestellte Entleerungsvorrichtung 10. Die in Fig. 2 dargestellte Entleerungsvorrichtung
110 hat wiederum ein mit einem Durchlasskanal 122 versehenes Gehäuse 120, dessen oberste
Partie als Anschlusspartie 124 ausgebildet und mit einer in den Durchlasskanal 122
mündenden Eintrittsöffnung 126 sowie einem Druckluftauslass 128 versehen ist. Die
Anschlusspartie 124 ist aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt und geerdet.
[0129] Die in Fig. 2 dargestellte Verschlussbetätigungsvorrichtung 132, 134, 136 umfasst
wiederum eine längliche Antriebswelle 132, ein Verschlussbetätigungselement 134 und
eine Verstellvorrichtung 136 zum Verstellen der Antriebswelle 132 in Richtung deren
Längsachse. Das Verschlussbetätigungselement 134 ist zuoberst an der Antriebswelle
132 angebracht und wiederum als konusförmiger Körper ausgebildet, wobei die Spitze
des Konus die oberste Partie und die kreisförmige Grundfläche des Konus die unterste
Partie des Verschlussbetätigungselements 134 bilden. Im Unterschied zu dem in Fig.
1 dargestellten Verschlussbetätigungselement 34 ist die konusmantelfömige Aussenfläche
des in Fig. 2 dargestellten Verschlussbetätigungselements 134 mit einer Mehrzahl von
scharfen Schneidekanten 131, 133, 135, 137 versehen, welche zum Perforieren und Verschneiden
der Folie 160 des Verschlusses des Sacks 150 dienen.
[0130] Um mittels der in Fig. 2 dargestellten Entleerungsvorrichtung 110 Schüttgut aus dem
in Fig. 2 dargestellten Sack 150 zu entleeren wird zunächst in einem Kupplungsvorgang
der Sack 150 an die Entleerungsvorrichtung 110 angekuppelt, wobei dieser Kupplungsvorgang
mit Ausnahme des Zentrierens gleich ist wie der Kupplungsvorgang zum Ankuppeln des
in Fig. 1 dargestellten Sacks 50 an die in Fig. 1 dargestellten Entleerungsvorrichtung
10.
[0131] Nach dem Ankuppeln des Sacks 150 an die Entleerungsvorrichtung 110 wird mittels der
Verstellvorrichtung 136 die Antriebswelle 132 mitsamt dem daran angebrachten Verschlussbetätigungselement
134 nach oben verschoben. Dabei werden die Schneidekanten 131, 133, 135, 137 an der
Aussenseite des Verschlussbetätigungselements 134 derart von unten her gegen die Folie
160 gedrückt, dass sie diese perforieren und zerschneiden. Dadurch wird der aus dem
Anschlussflansch 151, 152 und dem folienförmigen Verschlussorgan 160 gebildete Verschluss
des Sacks 150 geöffnet.
[0132] Anschliessend wird das Schüttgut in einem Entleerungsvorgang, der zum früher beschriebenen
Entleerungsvorgang ähnlich ist, vollständig aus dem Sack 150 entleert. Ein erneutes
Verschliessen des Sacks 150 mittels der Folie 160 ist nicht mehr möglich, jedoch kann
der Sack 150 bei Bedarf mittels eines Abdeckkörpers, wie er im Zusammenhang mit den
Figuren 4 und 5 weiter hinten beschrieben wird, wieder dicht und kontaminationsfrei
verschlossen werden.
[0133] Fig. 3 zeigt eine Entleerungsvorrichtung 210, an welche ein Schüttgutbehälter 250
angeschlossen ist. Die Darstellung in Fig. 3 ist in der Mitte vertikal geteilt, wobei
auf der linken Seite die Entleerungsvorrichtung 210 und der Schüttgutbehälter 250
in einer geschlossenen Stellung dargestellt sind, während auf der rechten Seite die
Entleerungsvorrichtung 210 und der Schüttgutbehälter 250 in einer offenen Stellung
dargestellt sind.
[0134] Der in Fig. 3 dargestellte Schüttgutbehälter 250 ist ein sackförmiger Grossbehälter
250 (auch als "big bag" oder "bulk bag" bezeichnet). In Fig. 4 ist dieser Grossbehälter
250 in Alleinstellung dargestellt. Fig. 5 zeigt den Grossbehälter 250 zusammen mit
einem weiteren, zu diesem identischen Grossbehälter 350 in einer aufeinandergestapelten
Anordnung. Der in den Figuren 3-5 dargestellte Grossbehälter 250 unterscheidet sich
von dem in Fig. 1 dargestellten Sack 50 in Bezug auf seine Abmessungen und in Bezug
auf mehrere Aufhängelaschen 285, 286, die zuoberst an der flexiblen Behälterwand 253
angebracht sind und es ermöglichen, den Grossbehälter 250 an einer Aufhängevorrichtung
(z.B. einem Kran) aufzuhängen. Ansonsten ist der in den Figuren 3-5 dargestellte Grossbehälter
250 im Wesentlichen gleich ausgebildet wie der in Fig. 1 dargestellte Sack 50. Der
Grossbehälter 250 hat wiederum eine flexible Behälterwand 253 und einen Verschluss,
der baugleich ist zum Verschluss des in Fig. 1 dargestellten Sacks 50 und mit einem
zweiteiligen Anschlussflansch 251, 252, einem konischen Verschlusskörper 260 und einem
Absperrkörper 265 aus einem flexiblen Material versehen ist. Die beiden Flanschteile
251, 252 sind aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt. Der Verschlusskörper
260 ist aus einem festen, elektrostatisch ableitenden Kunststoff gefertigt.
[0135] Die in Fig. 3 dargestellte Entleerungsvorrichtung 210 umfasst ein trichterförmiges
Gehäuse 220, in welchem ein Durchlasskanal 222 mit einem kreisrunden Querschnitt ausgebildet
ist. Das Gehäuse 220 hat eine im Wesentlichen flache, horizontal angeordnete kreisrunde
Oberseite, in der eine kreisrunde Öffnung 226 ausgebildet ist, die als Eintrittsöffnung
226 für in den Durchlasskanal 222 einströmendes Schüttgut (nicht dargestellt) dient.
Die Eintrittsöffnung 226 nimmt den grössten Teil der Fläche der Gehäuseoberseite ein
und mündet in das obere Ende des Durchlasskanals 222. Von der Eintrittsöffnung 226
an verläuft der Durchlasskanal 222 in vertikaler Richtung nach unten bis zu einer
Austrittsöffnung 223, wobei der Durchmesser des Durchlasskanals 222 aufgrund der Trichterform
des Gehäuses 220 nach unten hin kleiner abnimmt.
[0136] Die oberste Partie des Gehäuses 220, welche auch die mit der Eintrittsöffnung 226
versehene Gehäuseoberseite umfasst, ist als Anschlusspartie 224 der Entleerungsvorrichtung
210 ausgebildet. Die Anschlusspartie 224 ist aus einem elektrisch leitenden Material
gefertigt und geerdet. Am obersten äusseren Rand der Anschlusspartie 224 (welcher
gleichzeitig auch den obersten Aussenrand des Gehäuses 220 bildet) ist ein ringförmiger
Kragen 225 angeformt, der radial nach aussen vorsteht und zum Ankuppeln des Schüttgutbehälters
250 an die Entleerungsvorrichtung 210 dient.
[0137] In der Oberseite der Anschlusspartie 224 ist ein nach oben offener ringförmiger Kanal
228 ausgebildet, welcher als Druckluftauslass 228 der Entleerungsvorrichtung 210 dient.
Der Ringkanal 228 ist mit einem Druckluftanschluss 230 versehen, an den eine Druckluftzuführleitung
(nicht dargestellt) angeschlossen ist, die mit einer Druckluftquelle (nicht dargestellt)
verbunden ist, um den Ringkanal 228 mit Druckluft zu versorgen. Die dünnen Pfeile
280 in Fig. 3 zeigen die Druckluftströmung 280 bzw. deren Strömungsrichtung an.
[0138] Die Entleerungsvorrichtung 210 ist weiter mit einer Verschlussbetätigungsvorrichtung
zum wahlweisen Öffnen und Schliessen eines Verschlusses des Schüttgutbehälters 250
versehen. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung umfasst ein Verschlussbetätigungselement
234 und eine Verstellvorrichtung 236, die mit einer Kolben-Zylinder-Anordnung 270,
277, 278, einer Führungsstange 267 und einem Drehantrieb 237 versehen ist.
[0139] Die Kolben-Zylinder-Anordnung 270, 277, 278 umfasst einen Kolben 270 mit einer kreiszylinderförmigen
Aussenform, der mittels Verbindungsstreben 268, 269 fest mit dem Gehäuse 220 verbunden
und an diesem stationär gelagert ist. Der Kolben 270 ist in einem kreiszylinderförmigen
Hohlraum eines ersten nach unten offenen Hohlzylinders 277 derart aufgenommen, dass
der erste Hohlzylinder 277 in vertikaler Richtung bezüglich dem Kolben 270 verschiebbar
ist. Die Aussenform des Kolbens 270 entspricht im Wesentlichen der Form des Hohlraums
des ersten Hohlzylinders 277. Ein erster Dichtungsring 271 ist an der kreiszylindermantelförmigen
Aussenfläche des Kolbens 270 entlang von dessen oberen Rand angeordnet und dichtet
den zwischen dem Kolben 270 und dem ersten Hohlzylinder 277 gebildeten Zwischenraum
luftdicht gegen aussen ab. Ein zweiter Dichtungsring 272 und ein erster Abstreifring
273 sind an der Innenfläche des ersten Hohlzylinders 277 entlang von dessem unteren
Rand angeordnet. Sie dichten den zwischen dem Kolben 270 und dem ersten Hohlzylinder
277 gebildeten Zwischenraum unterhalb vom ersten Dichtungsring 271 zusätzlich gegen
aussen ab und verhindern das Eindringen von Schüttgut oder anderen Schmutzpartikeln
in diesen Zwischenraum.
[0140] Der erste Hohlzylinder 277 hat seinerseits eine kresizylindrische Aussenform und
ist in einem kreiszylinderförmigen Hohlraum eines zweiten nach unten offenen Hohlzylinders
278 derart aufgenommen, dass der zweite Hohlzylinder 278 in vertikaler Richtung bezüglich
dem ersten Hohlzylinder 277 verschiebbar ist. Ein dritter Dichtungsring 274 ist an
der kreiszylindermantelförmigen Aussenfläche des ersten Hohlzylinders 277 entlang
von dessen oberen Rand angeordnet und dichtet den zwischen dem ersten Hohlzylinder
277 und dem zweiten Hohlzylinder 278 gebildeten Zwischenraum luftdicht gegen aussen
ab. Ein vierter Dichtungsring 275 und ein zweiter Abstreifring 276 sind an der Innenfläche
des zweiten Hohlzylinders 278 entlang von dessen unteren Rand angeordnet. Sie dichten
den zwischen dem ersten Hohlzylinder 277 und dem zweiten Hohlzylinder 278 gebildeten
Zwischenraum unterhalb vom dritten Dichtungsring 274 zusätzlich gegen aussen ab und
verhindern das Eindringen von Schüttgut oder anderen Schmutzpartikeln in diesen Zwischenraum.
[0141] Zuoberst am zweiten Hohlzylinder 278 ist das Verschlussbetätigungselement 234 angebracht,
das ähnlich ausgebildet ist wie das in Fig. 1 dargestellte Verschlussbetätigungselement
34. Das Verschlussbetätigungselement 234 ist aus einem elektrisch leitenden Material
gefertigt und geerdet.
[0142] Eine von einer externen Druckluftquelle (nicht dargestellt) mit Druckluft gespeiste
Druckluftleitung (nicht dargestellt) führt durch den Kolben 270 hindurch in den Zwischenraum
zwischen dem Kolben 270 und dem ersten Hohlzylinder 277. Von diesem Zwischenraum führt
ein Druckluftdurchgang zum Zwischenraum zwischen dem ersten Hohlzylinder 277 und dem
zweiten Hohlzylinder 278. Insgesamt wird durch den Kolben 270, den ersten Hohlzylinder
277 und den zweiten Hohlzylinder 278 eine Kolben-Zylinder-Anordnung mit einem am Gehäuse
220 gelagerten Kolben 270 und zwei bezüglich dem Kolben 270 und teleskopisch ineinander
verschiebbaren Hohlzylindern 277, 278 geschaffen, wobei die Kolben-Zylinder-Anordnung
270, 277, 278 mittels der Druckluftquelle pneumatisch betätigbar ist, um den zweiten
Hohlzylinder 278 und das an diesem angebrachte Verschlussbetätigungselement 234 in
vertikaler Richtung bezüglich dem Gehäuse 220 bzw. dem Kolben 270 zu verschieben.
[0143] Um die Bewegung des zweiten Hohlzylinders 278 exakt zu führen, ist eine Linearführungseinheit
mit einer länglichen Führungsstange 267 vorgesehen, die fest am zweiten Hohlzylinder
278 angebracht ist. Die Führungsstange 267 hat eine kreiszylindrische Form und eine
durch die Achse des Kreiszylinders definierte Stangenachse, die in vertikaler Richtung
verläuft. Die Führungsstange 267 ist in einer fest am Gehäuse 220 angebrachten Führungsbuchse
266 in vertikaler Richtung verschiebbar und um die Stangenachse herum drehbar geführt,
wobei die Führungsstange 267 weiter in vertikaler Richtung verschiebbar durch Durchgänge
hindurch geführt ist, die im Kolben 270 und im ersten Hohlzylinder 277 ausgebildet
sind. Die Linearführungseinheit 266, 267 sorgt dafür, dass die Dichtungs- bzw. Abstreifringe
271-276 zwischen den Hohlzylindern 277, 278 bzw. zwischen dem ersten Hohlzylinder
277 und dem Kolben 270 keine Führungskräfte ausüben müssen und deshalb nicht übermässig
belastet werden.
[0144] Im Kolben 270 ist weiter ein Drehantrieb 237 gelagert, mittels dem die Führungsstange
267 und der mit dieser verbundene zweite Hohlzylinder 278 bezüglich dem Kolben 270
bzw. dem Gehäuse 220 wahlweise um die Stangenachse herum um 360 Grad hin und her schwenkbar
bzw. drehbar ist. Die Führungsstange 267 ist somit gleichzeitig als Antriebswelle
267 ausgebildet, mittels welcher das Verschlussbetätigungselement 234 zur Drehung
um die Stangenachse herum antreibbar ist.
[0145] Die gesamte aus der Kolben-Zylinder-Anordnung 270, 277, 278, der Führungsstange 267
und dem Drehantrieb 237 gebildete Verstellvorrichtung 236 ist innerhalb des Durchlasskanals
222 angeordnet. Aufgrund der lediglich nach unten offenen Hohlzylinder 277, 278 sind
trotzdem keine zusätzlichen Abschirmungsmittel wie z.B. die in der Druckschrift
EP 0 915 032 Rollmembrane erforderlich, um die Kolben-Zylinder-Anordnung von einer Verschmutzung
durch das durch den Durchlasskanal 222 hindurch strömende Schüttgut zu schützen.
[0146] Das in den Figuren 3 - 5 dargestellte Verschlussbetätigungselement 234 ist ein aus
einem festen Material gefertigter konusförmiger Hohlkörper, der mit seiner Grundfläche
zuoberst auf dem zweiten Hohlzylinder 278 der Verstellvorrichtung 236 angebracht ist
und mittels der Verstellvorrichtung 236 in vertikaler Richtung verschiebbar und um
die Achse der Führungsstange 267 herum hin und her schwenkbar ist.
[0147] Im hohlen Innenraum des Verschlussbetätigungselements 234 ist zusätzlich ein pneumatisch
betätigbarer Vibrator 239 angeordnet, welcher das Verschlussbetätigungselement 234
zu Schwingungen oder Rüttelbewegungen anregen kann. In der Offenstellung der Entleerungsvorrichtung
210 und des Verschlusses des Grossbehälters 250 (in Fig.3 auf der rechten Seite dargestellt)
sitzt der Verschlusskörper 260 direkt auf dem Verschlussbetätigungselement 234. Die
durch den Vibrator erzeugten Schwingungen werden dann vom Verschlussbetätigungselement
234 auf den Verschlusskörper 260 und von diesem auf das ihn umgebende Schüttgut übertragen,
wodurch eine zusätzliche Auflockerung des Schüttguts bewirkt wird.
[0148] Die gesamte in Fig. 3 dargestellte Entleerungsvorrichtung 210 mitsamt dem daran angeschlossenen
Anschlussflansch 251, 252 des Grossbehälters 250 ist in vertikaler Richtung bezüglich
einer Aufhängevorrichtung (nicht dargestellt), an welcher der Grossbehälter 250 aufgehängt
ist, verfahrbar. Dadurch wird die Möglichkeit zum kontinuierlichen Strecken des Grossbehälters
250 während dem Entleerungsvorgang geschaffen, um stets den gesamten flexiblen Boden
des Grossbehälters 250 in Richtung zur Austrittsöffnung 254 hin geneigt zu halten.
Als Alternative kann für den gleichen Zweck auch die Aufhängevorrichtung bezüglich
der Entleerungsvorrichtung 210 in vertikaler Richtung verfahrbar sein.
[0149] Fig. 4 zeigt den Grossbehälter 250 aus Fig. 3 in Alleinstellung. Die Darstellung
in Fig. 4 ist in der Mitte vertikal geteilt. Auf der linken Seite ist der Anschlussflansch
251, 252 des Verschlusses des Grossbehälters 250 mit einem Abdeckorgan 281 gemäss
einer ersten Variante der Erfindung abgedeckt. Auf der rechten Seite ist der Anschlussflansch
251, 252 des Verschlusses des Grossbehälters 250 mit einem Abdeckorgan 282 gemäss
einer zweiten Variante der Erfindung abgedeckt.
[0150] Das in Fig. 4 auf der linken Seite dargestellte Abdeckorgan 281 ist ein aus einem
festen Material gefertigter konusförmiger Hohlkörper 281 mit einer nach unten offenen
Grundfläche. Die Konusform des Abdeckkörpers 281 entspricht im Wesentlichen der Konusform
des Verschlusskörpers 260. Zuunterst ist am Abdeckkörper 281 eine radial von der Grundfläche
der Konusform nach aussen vorstehende Ringscheibe 263 angeformt, deren Aussenumfang
im Wesentlichen dem Aussenumfang des äusseren Flanschteils 252 des Anschlussflansches
251, 252 entspricht. Die Ringscheibe hat im Bereich ihres Aussenumfangs eine identische
Aussenform wie der Kragen 225 der Anschlusspartie 224 der in Fig. 3 dargestellten
Entleerungsvorrichtung 210. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, den Abdeckkörper
281 mittels derselben ringförmigen Halteklammer 247 (oder einer zu dieser identischen
Halteklammer) wahlweise wieder lösbar am Anschlussflansch 251, 252 festzuklemmen,
die auch zum Festklemmen des Anschlussflansches 251, 252 an der Anschlusspartie 224
der in Fig. 3 dargestellten Entleerungsvorrichtung 210 dient, wie dies in den Figuren
4 und 5 jeweils auf der linken Seite dargestellt ist.
[0151] In dem am Anschlussflansch 251, 252 festgeklemmten Zustand ist der Abdeckkörper 281
teilweise von unten durch die Austrittsöffnung 254 hindurch in den Hohlraum des Verschlusskörpers
260 hinein ragend angeordnet, wobei der nach unten offene Hohlraum des Abdeckkörpers
281 im Wesentlichen innerhalb des Hohlraums des Verschlusskörpers 260 angeordnet ist.
In diesem Zustand deckt der Abdeckkörper 281 den gesamten Anschlussflansch 251, 252
auf dessen Unterseite ab. Zudem ist in diesem Zustand das Abdeckorgan 281 wahlweise
wieder lösbar mit dem Verschlusskörper 260 verbunden, so dass es den Verschlusskörper
260 mechanisch sichert und verhindert, dass der Verschlusskörper 260 versehentlich
in den Grossbehälter 250 hinein bewegt wird und dadurch der Verschluss unbeabsichtigterweise
geöffnet wird.
[0152] Das in Fig. 4 auf der rechten Seite dargestellte Abdeckorgan 281 ist eine aus einem
flexiblen Folienmaterial gefertigte Abdeckfolie 282. Sie ist dem Aussenumfang des
Anschlussflansches entlang an der Unterseite des äusseren Flanschteils 252 angebracht
und deckt den gesamten Anschlussflansch 251, 252 auf dessen Unterseite ab. Im Bereich
innerhalb des inneren Flanschteils 251 ragt die Abdeckfolie von unten her durch die
Austrittsöffnung 254 hindurch in den Hohlraum des Verschlusskörpers 260 hinein hoch
und bildet seinerseits einen nach unten offenen Hohlraum, der im Wesentlichen innerhalb
des Hohlraums des Verschlusskörpers 260 angeordnet ist.
[0153] Fig. 5 zeigt den Grossbehälter 250 aus den Figuren 3 und 4 zusammen mit einem weiteren
identischen Grossbehälter 350 in einer aufeinandergestapelten Anordnung, wobei die
Verschlüsse der beiden Grossbehälter 250, 350 je mit identischen Abdeckorganen 281,
282; 381, 382 abgedeckt sind. Die Darstellung in Fig. 5 ist in der Mitte vertikal
geteilt. Auf der linken Seite sind die Anschlussflansche 251, 252; 351, 352 der Verschlüsse
der Grossbehälter 250; 350 mit Abdeckkörpern 281, 381 gemäss den Darstellungen auf
der linken Seite von Fig. 4 abgedeckt. Auf der rechten Seite sind die Anschlussflansche
251, 252; 351, 352 der Verschlüsse der Grossbehälter 250; 350 mit Abdeckfolien 282,
382 gemäss den Darstellungen auf der rechten Seite von Fig. 4 abgedeckt.
[0154] Gemäss der Darstellung auf der linken Seite von Fig. 5 ist der Verschlusskörper 360
des Verschlusses des weiteren Grossbehälters 350 teilweise im Hohlraum des Abdeckkörpers
281 des Grossbehälters 250 aufgenommen, wobei die Deckenpartie der flexiblen Behälterwand
353 des weiteren Grossbehälters 350 auf seinem Verschlusskörper 360 aufliegend zwischen
diesem Verschlusskörper 360 und dem Abdeckkörper 281 des anderen Grossbehälters 250
angeordnet ist.
[0155] Auf ähnliche Art ist gemäss der Darstellung auf der rechten Seite von Fig. 5 der
Verschlusskörper 360 des Verschlusses des weiteren Grossbehälters 350 teilweise in
dem durch die Abdeckfolie 282 des Grossbehälters 250 gebildeten Hohlraum aufgenommen,
wobei die Deckenpartie der flexiblen Behälterwand des weiteren Grossbehälters 350
auf seinem Verschlusskörper 360 aufliegend zwischen diesem Verschlusskörper 360 und
der Abdeckfolie 282 des anderen Grossbehälters 250 angeordnet ist.
[0156] Fig. 6 zeigt eine Entleerungsvorrichtung 310, an welche der bereits in der Fig. 1
dargestellte Schüttgutbehälter 50 aus Fig. 1 angeschlossen ist. In der Darstellung
von Fig. 6 sind die Entleerungsvorrichtung 310 und der Schüttgutbehälter 50 bzw. der
Sack 50 in einer geschlossenen Stellung dargestellt.
[0157] Die in Fig. 6 dargestellte Entleerungsvorrichtung 310 unterscheidet sich von der
in Fig. 1 dargestellten Entleerungsvorrichtung 10 im Wesentlichen bloss in Bezug auf
die Ausbildung der Anschlusspartie, an welche der Anschlussflansch 51, 52 des Sacks
50 anschliessbar bzw. angeschlossen ist. Ansonsten ist die in Fig. 6 dargestellte
Entleerungsvorrichtung 310 im Wesentlichen gleich ausgebildet wie die in Fig. 1 dargestellte
Entleerungsvorrichtung 10.
[0158] Die in Fig. 6 dargestellte Entleerungsvorrichtung 310 hat wiederum ein mit einem
Durchlasskanal versehenes Gehäuse 320. Im Unterschied zu der in Fig. 1 dargestellten
Entleerungsvorrichtung 10 ist aber die Anschlusspartie der in Fig. 6 dargestellten
Entleerungsvorrichtung 310 nicht als oberste Partie des Gehäuses 320 ausgebildet.
Vielmehr ist die Anschlusspartie als Bestandteil eines im Wesentlichen ringförmigen
Bauteils 321 ausgebildet, dessen Innendurchmesser dem Innendurchmesser des Durchlasskanals
zuoberst am Gehäuse 320 entspricht. Das ringförmige Bauteil 321 ist Teil eines an
das Gehäuse 320 anbaubaren bzw. angebauten Bausatzes. Das ringförmige Bauteil 321
ist mittels Schrauben (nicht dargestellt) zuoberst am Gehäuse 320 befestigt bzw. an
diesem Gehäuse 320 angebaut.
[0159] In der Oberseite des ringförmigen Bauteils 321 sind eine in den Durchlasskanal mündende
Eintrittsöffnung sowie ein ringkanalförmiger Druckluftauslass 328 ausgebildet, welche
in ihren Formen und Abmessungen im Wesentlichen der entsprechenden Eintrittsöffnung
26 bzw. dem entsprechenden Druckluftauslass 28 der in Fig. 1 dargestellten Entleerungsvorrichtung
10 entsprechen. Weiter ist das ringförmige Bauteil 321 mit einem Druckluftanschluss
330 versehen, der einen von schräg unten in den Druckluftauslass 328 mündenden Durchgang
umfasst, durch welchen hindurch Druckluft in den Druckluftauslass 328 zugeführt werden
kann.
[0160] In dem in Fig. 6 dargestellten Zustand ist der Anschlussflansch 51, 52 des Sacks
50 mittels einer ringförmigen Halteklammer 347 an der Anschlusspartie bzw. des Bauteils
321 bzw. der Entleerungsvorrichtung 10 festgeklemmt. In diesem Zustand sind zwischen
den sich berührenden Oberflächen des Anschlussflansches 51, 52 und des Bauteils 321
drei Dichtungsringe 341, 342, 343 angeordnet, um den Druckluftauslass 328 bzw. den
Durchlasskanal im Übergangsbereich zwischen dem Anschlussflansch 51, 52 und dem ringförmigen
Bauteil 321 abzudichten.
[0161] Die in Fig. 6 dargestellte Entleerungsvorrichtung 310 umfasst wiederum eine mit einem
konusförmigen Verschlussbetätigungselement 334 versehene Verschlussbetätigungsvorrichtung.
An der Aussenseite des Verschlussbetätigungselements 334 ist ein Mitnehmerring 345
angebracht, der dazu dient, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Verschlussbetätigungselement
334 und dem auf dem Verschlussbetätigungselement 334 aufliegenden Verschlusskörper
60 zu schaffen und letzteren mittels Reibungskraft mitzunehmen.
[0162] Fig. 7 zeigt eine Entleerungsvorrichtung 410, an welche ein Schüttgutbehälter 450
angeschlossen ist. Die Entleerungsvorrichtung 410 umfasst ein Gehäuse 420, in welchem
ein Durchlasskanal 422 ausgebildet ist. Das Gehäuse 420 hat eine im Wesentlichen flache,
horizontal angeordnete kreisrunde Oberseite, in der eine kreisrunde Öffnung 426 ausgebildet
ist, die als Eintrittsöffnung 426 für in den Durchlasskanal 422 einströmendes Schüttgut
(nicht dargestellt) dient. Die Eintrittsöffnung 426 mündet in ein erstes (oberes)
Ende des Durchlasskanals 422.
[0163] Der Schüttgutbehälter 450 ist ein Sack 450 mit einer flexiblen Behälterwand 453 bzw.
Sackwand 453, welche die Form einer Hülle aufweist, die bis auf den nachfolgend beschriebenen
Verschluss allseitig geschlossen ist. In dem untersten, den Boden des Sacks 450 bildenden
Bereich der Sackwand 453 ist ein Verschluss eingesetzt. Der Verschluss hat einen Anschlussflansch
451, 452 einen Verschlusskörper 460 und einen als Rückschlagsdichtlippe ausgebildeten
Absperrkörper 465.
[0164] Die oberste Partie des Gehäuses 420 ist als Anschlusspartie 424 der Entleerungsvorrichtung
410 ausgebildet. In der Oberseite der Anschlusspartie 424 sind ein nach oben offene
Durchgänge 428 ausgebildet, welche als Druckluftauslass 428 der Entleerungsvorrichtung
410 dienen. Die Durchgänge 428 verlaufen im Wesentlichen in einer horizontalen Ebene
dem Aussenumfang der Eintrittsöffnung 426 entlang und umringen diese vollständig.
Die Durchgänge 428 sind weiter mit einem Druckluftanschluss (nicht dargestellt) versehen,
durch welchen hindurch Druckluft in die Durchgänge 428 zugeführt werden kann. Die
Pfeile 480 in Fig. 7 zeigen die Druckluftströmung 480 an.
[0165] Die Entleerungsvorrichtung 410 ist weiter mit einer Verschlussbetätigungsvorrichtung
zum wahlweisen Öffnen und Schliessen eines Verschlusses des Schüttgutbehälters 450
versehen. Die Verschlussbetätigungsvorrichtung umfasst ein Verschlussbetätigungselement
434 und eine am Gehäuse 420 gelagerte Verstellvorrichtung (nicht dargestellt), mittels
welcher das Verschlussbetätigungselements 434 wahlweise in vertikaler Richtung bezüglich
dem Gehäuse 420 und der Anschlusspartie 424 verschiebbar ist. Die Verstellvorrichtung
ist ähnlich ausgebildet wie die Verstellvorrichtung 236 der in Fig.3 dargestellten
Entleerungsvorrichtung 210. Im Unterschied zur Verstellvorrichtung 236 der in Fig.
3 dargestellten Entleerungsvorrichtung 210 ist aber die Verstellvorrichtung der in
Fig. 7 dargestellten Entleerungsvorrichtung 410 derart ausgebildet, dass sie einen
grösseren Hub zum Verschieben des Verschlussbetätigungselements 434 ermöglicht. Mittels
der Verstellvorrichtung der in Fig. 7 dargestellten Entleerungsvorrichtung 410 ist
das Verschlussbetätigungselement 434 insbesondere auch in eine Position verschiebbar,
in welcher das gesamte Verschlussbetätigungselement 434 vollständig unterhalb der
als Anschlusspartie 424 ausgebildeten flachen Oberseite des Gehäuses 420 angeordnet
ist. Für diesen Zweck kann die Kolben-Zylinder-Anordnung der Verstellvorrichtung der
in Fig. 7 dargestellten Entleerungsvorrichtung 410 im Vergleich zur Kolben-Zylinder-Anordnung
270, 277, 278 der Verstellvorrichtung 236 der in Fig. 7 dargestellten Entleerungsvorrichtung
210 einen oder mehrere zusätzliche Hohlzylinder aufweisen.
[0166] Das Verschlussbetätigungselements 434 umfasst einen aus einem festen Material gefertigten
im Wesentlichen konusförmigen Körper mit einer Grundplatte 461. An dieser Grundplatte
461 ist eine Mitnehmereinheit 445 angebracht. Die Mitnehmereinheit 445 ist als dreidimensionaler,
luftdicht abgeschlossener und mit Luft gefüllter Hohlkörper 445 ausgebildet, welcher
im Wesentlichen die Form eines vergleichsweise flachen Kreiszylinders hat und aus
einem flexiblen, luftdichten Material gefertigt ist. Im Bereich der Deckenfläche ist
die zylinderförmige Mitnehmereinheit 445 fest mit der Grundplatte 461 des konusförmigen
Körpers des Verschlussbetätigungselements 434 verbunden. Im Bereich der Grund- oder
Bodenfläche ist die Mitnehmereinheit 445 fest mit einer Pressplatte 464 verbunden,
welche mittels eines pneumatischen Antriebs (nicht dargestellt) bezüglich der Grundplatte
461 wahlweise in vertikaler Richtung verstellbar ist. Durch eine Verstellung der Pressplatte
464 bezüglich der Grundplatte 461 kann somit die Mitnehmereinheit 445 wahlweise in
vertikaler Richtung gestaucht oder gedehnt werden. Dadurch kann der Aussenumfang der
Mitnehmereinheit 445 wahlweise vergrössert oder verkleinert werden. Aufgrund des flexiblen
Materials, aus dem die Mitnehmereinheit 445 gefertigt ist, wird bei einer Stauchung
der Mitnehmereinheit 445 in vertikaler Richtung deren Umfang in einer horizontalen
Ebene vergrössert, weil einerseits der Luftdruck in der Mitnehmereinheit 445 zunimmt
und andererseits der Mantel der im Wesentlichen zylinderförmigen Mitnehmereinheit
445 quer zur Stauchungsrichtung nach aussen gewölbt wird. Umgekehrt wird bei einer
Dehnung der Mitnehmereinheit 445 in vertikaler Richtung ihr Umfang in der Horizontalen
verkleinert.
[0167] Der Verschlusskörper 460 ist zum wahlweisen Verschliessen und Öffnen der Austrittsöffnung
454 ausgebildet und angeordnet. Er ist aus einem festen Kunststoff gefertigt und als
Hohlkörper ausgebildet, der eine kreiszylindermantelförmige untere Partie und eine
konusförmige obere Partie hat. Die Konusform des Innenraums des Verschlusskörpers
460 entspricht im Wesentlichen der Aussenform des konusförmigen Körpers des Verschlussbetätigungselements
434.
[0168] In der Innenseite der kreiszylindermantelförmigen unteren Partie des Verschlusskörpers
460 ist eine in einer horizontalen Ebene umlaufende Nut 462 ausgebildet. Diese dient
als Mitnehmeranschlag 462, welche mit der Mitnehmereinheit 445 zusammenwirkt. In der
Darstellung von Fig. 7 ist der Schüttgutbehälter 450 an die Anschlusspartie 424 der
Entleerungsvorrichtung 410 angeschlossenen. Die Mitnehmereinheit 445 des Verschlussbetätigungselements
ist im Innenraum der kreiszylindermantelförmigen unteren Partie des Verschlusskörpers
460 derart angeordnet, dass sie bei einem vergrössertem Aussenumfang wie in Fig. 7
dargestellt in die Nut 462 eingreift. Wenn in diesem Zustand das Verschlussbetätigungselement
434 mittels der Verstellvorrichtung verschoben wird, dann wird der Verschlusskörper
460 aufgrund der in die Nut 462 eingreifenden Mitnehmereinheit 445 vom Verschlussbetätigungselement
434 mitgenommen. Gleichzeitig dient die Mitnehmereinheit auch als wahlweise wieder
lösbare Klemmdichtung, welche den Zwischenraum zwischen dem Körper 460 und dem Verschlussbetätigungselement
434 abdichtet.
[0169] Wenn der Abstand in vertikaler Richtung zwischen der Grundplatte 461 und der Pressplatte
464 vergrössert wird, so wird die Mitnehmereinheit 445 gedehnt und ihr Umfang derart
verkleinert, dass sie nicht mehr in die Nut 462 eingreift (nicht dargestellt). Bei
einer vertikalen Verschiebung des Verschlussbetätigungselements 434 nach unten nimmt
dieses dann den Verschlusskörper 460 nicht mehr mit.
[0170] Der Anschlussflansch 451, 452 ist aus einem inneren Flanschteil 451 und einem äusseren
Flanschteil 452 zusammengesetzt, die beide kreisringförmig ausgebildet und konzentrisch
zueinander angeordnet sind. Die beiden Flanschteile 451, 452 sind aus einem festen
Kunststoffmaterial gefertigt. Das innere Flanschteil 451 hat eine kreiszylindermantelförmige
Partie, welche die Form eines Rohrabschnitts ausweist und einen im Wesentlichen vertikal
verlaufenden kreiszylinderförmigen Durchgang seitlich begrenzt, der als Austrittsöffnung
454 für im Sack 450 aufgenommenes Schüttgut dient. Das äussere Flanschteil 452 hat
die Form einer dicken Ringscheibe mit einem zentralen Durchgang. In der Darstellung
von Fig. 7 ist die zylindermantelförmige Partie des inneren Flanschteils 451 von oben
her in den zentralen Durchgang im äusseren Flanschteil 452 hinein gesteckt, so dass
die beiden Flanschteile 451, 452 mittels Presspassung fest miteinander verbunden sind.
Zwischen dem Inneren Flanschteil 451 und dem äusseren Flanschteil 452 ist die Sackwand
453 derart festgeklemmt, dass sie lediglich aufgrund der Klemmkraft mit dem Anschlussflansch
451, 452 verbunden ist.
[0171] Dem Aussenumfang des äusseren Flanschteils 452 entlang ist in der Unterseite des
äusseren Flanschteils 452 eine Nut mit einem T-förmigen Querschnitt 418 ausgebildet,
die in Fig. 7 im Querschnitt dargestellt ist. Diese T-Nut 418 dient als Verriegelungsaufnahme
418, welche mit T-förmigen Verriegelungsbolzen 417 zusammen wirkt, die dem Aussenumfang
der Anschlusspartie 424 entlang in deren Oberseite derart angeordnet sind, dass sie
von dieser nach oben vorstehen. In Fig. 7 ist ein Verriegelungsbolzen 417 im Querschnitt
dargestellt.
[0172] Der T-förmige Verriegelungsbolzen 417 ist zugfest mit der Anschlusspartie 424 verbunden
und mittels eines pneumatischen Antriebs wahlweise um die Bolzenachse herum hin und
her schwenkbar. In der Darstellung von Fig. 7 ist der Schüttgutbehälter 450 an die
Entleerungsvorrichtung 410 angeschlossen. In diesem Zustand ist der äussere Flanschteil
452 in vertikaler Richtung gegen die Anschlusspartie 424 anstossend angeordnet. Der
Verriegelungsbolzen 417 ist in der T-Nut 418 aufgenommen und derart um die Bolzenachse
herum gedreht, dass er mit dem Bolzenkopf seitlich zwei Rückhaltekanten der T-Nut
418 hintergreift. Dadurch wird eine in vertikaler Richtung formschlüssige Verbindung
zwischen der Anschlusspartie 424 und dem äusseren Flanschteil 452 geschaffen.
[0173] Um den Schüttgutbehälter 450 von der Entleerungsstation 410 lösen zu können, wird
der Verriegelungsbolzen 417 mittels des pneumatischen Antriebs derart um seine Bolzenachse
herum gedreht, dass er mit seinem Bolzenkopf die Rückhaltekanten der T-Nut 418 nicht
mehr hintergreift. Anschliessend kann der Anschlussflansch 451, 452 nach oben von
der Anschlusspartie 424 abgehoben werden.
[0174] In der Unterseite des inneren Flanschteils 451 ist eine Mehrzahl von kreisrunden
Öffnungen 458 ausgebildet, welche in Kanäle 448 münden, die ebenfalls vollständig
im inneren Flanschteil 451 ausgebildet sind und zunächst nach oben und dann in radialer
Richtung nach aussen führen. In Fig. 7 sind eine Öffnung 458 und ein Kanal 448 im
Querschnitt dargestellt. Die Öffnung 458 dient als Drucklufteinlass 458. In dem in
Fig. 7 dargestellten Zustand, in welchem der Schüttgutbehälter 450 an die Entleerungsstation
410 angeschlossen ist, wirkt der Drucklufteinlass 458 derart mit dem als Druckluftauslass
dienenden Durchgang 428 zusammen, dass Druckluft vom Druckluftauslass 428 durch den
Drucklufteinlass 458 und den Kanal 448 hindurch, durch einen Durchgang im Absperrkörper
465 hindurch und an dessen Unterseite entlang in den Sack 450 hinein strömen kann.
Die Druckluftströmung 480 bzw. deren Strömungsrichtung ist in Fig. 7 durch die Pfeile
480 dargestellt.
[0175] In dem in Fig. 7 dargestellten Zustand ist aus der Sackwand 453 mittels dem später
beschriebenen Rundmesser 415 ein kreisrundes Loch herausgeschnitten. Innerhalb des
von diesem Loch umrandeten Bereichs sind die Austrittsöffnung 454 und der Drucklufteinlass
458 des Anschlussflansches 451, 452 angeordnet. Die Druckluft strömt somit vom Drucklufteinlass
458 durch das Loch hindurch am Lochrand vorbei in den Innenraum des Schüttgutbehälters
hinein.
[0176] Die Anschlusspartie 424 der Entleerungsvorrichtung 410 ist weiter mit einer Messereinheit
versehen, die im Wesentlichen in einem Ringkanal angeordnet ist. Die Messereinheit
umfasst eine ringförmiges Basisteil 411, das im Ringkanal in vertikaler Richtung verschiebbar
angeordnet ist und ein nach oben vorstehendes Rundmesser 415 trägt. Das Basisteil
ist mit seitlich aus dem Ringkanal herausragenden Kolbenteilen versehen, die mittels
Druckluft, welche durch einen in der Anschlusspartie 424 ausgebildeten Druckkluftkanal
414 hindurch zugeführt wird, pneumatisch in vertikaler Richtung verschiebbar sind
und so einen pneumatischen Antrieb zur Verstellung der Messereinheit in vertikaler
Richtung bilden.
[0177] Bevor der in Fig. 7 dargestellte Schüttgutbehälter an die Entleerungsvorrichtung
410 angeschlossen wird, ist die Unterseite des inneren Flanschteils 451 vollständig
von der Sackwand 453 abgedeckt. In diesem Zustand (nicht dargestellt) ist die Sackwand
453 im Bereich des Anschlussflansches 451, 452 und in dessen Umgebung vollständig
intakt und weist dort keinerlei Perforierung oder Durchgang auf. Im Partie der Sackwand
453, welche das innere Flanschteil 451 abdeckt, bildet in diesem Zustand somit ein
die Austrittsöffnung 454 abdeckendes Abdeckorgan, welche als integrale Partie der
Sackwand 453 ausgebildet ist.
[0178] Wenn nun der Schüttgutbehälter 450 mit seinem Anschlussflansch 451, 452 an die Anschlusspartie
424 der Entleerungsvorrichtung 410 angeschlossen wird, so wird zunächst das Verschlussbetätigungselement
434 mittels der Verstellvorrichtung soweit nach unten verschoben, dass das gesamte
Verschlussbetätigungselement 434 (also auch seine Spitze) unterhalb der ebenen Oberseite
der Anschlusspartie 424 liegt. Dann wird der Anschlussflansch 451, 452 auf der Oberseite
der Anschlusspartie 424 angeordnet und mittels der Verriegelungsbolzen 417 automatisch
mit der Anschlusspartie 424 verriegelt. Als nächstes wird die Messereinheit mit dem
Rundmesser 415 derart nach oben verschoben, dass das Rundmesser 415 diejenige Partie
der Sackwand 453 wegschneidet, welche das innere Flanschteil 451 unten abdeckt. Das
Rundmesser 415 wird dann in einer im Wesentlichen zur Oberseite der Anschlusspartie
424 bündigen Position belassen, wobei zwei seitlich an der Oberseite der Rundmessereinheit
angeordnete Ringdichtungen 412, 413 den Ringkanal 428 gegen und den Drucklufteinlass
458 gegen aussen hin abdichten. Anschliessend wird das Verschlussbetätigungselement
434 nach oben verschoben und mit dem Verschlusskörper 460 gekoppelt. Dabei wird die
aus der Sackwand 453 ausgeschnittene Partie von der Spitze des Verschlussbetätigungselement
434 mitgenommen, so dass diese Partie während dem Entleerungsvorgang zwischen dem
Verschlussbetätigungselement 434 und dem Verschlusskörper 460 angeordnet ist, wo sie
den Entleerungsvorgang nicht stört.
[0179] An der Unterseite der Mitnehmereinheit 445 ist weiter ein kreisringscheibenförmiges
Dichtungselement 479 angeordnet. Dieses Dichtungselement 479 sorgt einerseits für
eine Abdichtung zwischen dem Verschlussbetätigungselements 434 und dem inneren Flanschteil
451, wenn das Dichtungselement 479 im Bereich des Anschlussflansches 451, 452 angeordnet
ist. Das Dichtungselement 479 dient weiter als Abstreifdichtung, welche das innere
Flanschteil 451 oder den Durchlasskanal 422 von Schüttgut reinigt, wenn das Dichtungselement
479 durch das innere Flanschteil 451 bzw. den Durchlasskanal 422 hindurch verschoben
wird. Zudem dient das Dichtungselement 479 zur Abdichtung der Eintrittsöffnung 426,
wenn es innerhalb derselben angeordnet ist. Es kann dann auf ein zusätzliches Abdeckelement
zur Abdeckung der Eintrittsöffnung 426 verzichtet werden, selbst wenn der Schüttgutbehälter
450 von der Entleerungsvorrichtung 410 entfernt ist.
[0180] Fig. 8 zeigt einen als Sack 550 ausgebildeten Schüttgutbehälter 550, mit einer flexiblen
Sackwand 553, welche die Form einer Hülle aufweist, die bis auf den nachfolgend beschriebenen
Verschluss allseitig geschlossen ist. In dem untersten, den Boden des Sacks 550 bildenden
Bereich der Sackwand 553 ist ein Verschluss eingesetzt. Der Verschluss hat einen Anschlussflansch
551, 552, einen Verschlusskörper 560 und einen als Rückschlagsdichtlippe ausgebildeten
Absperrkörper 565. Der in Fig. 8 dargestellte Sack 550 ist ähnlich ausgebildet wie
der in Fig. 7 dargestellte Sack 450 und unterscheidet sich von letzterem im Wesentlichen
bloss in Bezug auf die Ausbildung des Anschlussflansches 551, 552 sowie des Absperrkörpers
565.
[0181] Der Anschlussflansch 551, 552 ist aus einem inneren Flanschteil 551 und einem äusseren
Flanschteil 552 zusammengesetzt. Die Oberseite 519 des inneren Flanschteils ist im
Innenraum des Schüttgutbehälters 550 angeordnet und bildet einen Teil von dessen Boden.
Diese Oberseite 519 fällt in Richtung zur Austrittsöffnung 554 hin ab, um das Ausströmen
des Schüttguts zu unterstützen. Der Neigungswinkel der Oberseite 519 bezüglich der
Horizontalen beträgt ungefähr 30°. Insgesamt bildet die geneigte Oberseite 519 des
inneren Flanschteils 551 eine im Wesentlichen trichterförmige Rutschbahn, auf welche
das Schüttgut in Richtung zur Austrittsöffnung 554 hin rutschen kann. Die Formen der
im inneren Flanschteil 551 ausgebildeten Drucklufteinlässe 557, 558 und der Druckluftkanäle
548, 549 sowie die Querschnittform des Absperrkörpers 565 sind an die geänderte Form
des inneren Flanschteils 551 angepasst.
[0182] Fig. 8 zeigt den Sack 550 vor dem Anschliessen eine entsprechende Entleerungsvorrichtung
(nicht dargestellt). In diesem Zustand ist die gesamte Unterseite des inneren Flanschteils
551 durch ein Abdeckorgan abgedeckt, das als integrale Partie der Sackwand 553 ausgebildet
ist. In Fig. 9 ist der Sack 550 in einem Zustand dargestellt, nachdem die den inneren
Flanschteil 551 unten abdeckende Partie der Sackwand 553 mittels eines Rundmessers
weggeschnitten worden ist, das analog zum Rundmesser 415 der in Fig. 7 dargestellten
Entleerungsvorrichtung 410 ausgebildet ist.
[0183] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Schüttgut-Entleerungsvorrichtung
und ein Schüttgutbehälter angegeben werden, welche einen sicheren Betrieb sowie ein
zuverlässiges Entleeren von Schüttgütern aus dem Schüttgutbehälter ermöglichen.
1. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310, 410) zum Entleeren von Schüttgut aus einem
Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550), die eine Basisstruktur (20, 120, 220,
320, 420) aufweist, eine mit einer Eintrittsöffnung (26, 126, 226, 426) versehene
Anschlusspartie (24, 124, 224, 424), einen Durchlasskanal (22, 122, 222, 422), in
den die Eintrittsöffnung (26, 126, 226, 426) mündet, wobei die Anschlusspartie (24,
124, 224, 424) für ein dichtes Anschliessen eines mit einer Austrittsöffnung (54,
154, 254, 454, 554) versehenen Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451,
452, 551, 552) eines Verschlusses des Schüttgutbehälters (50, 150, 250, 450, 550)
ausgebildet ist, sowie eine an der Basisstruktur (20, 120, 220, 320, 420) oder an
der Anschlusspartie (24, 124, 224, 424) gelagerte Verschlussbetätigungsvorrichtung
(32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334, 434) zur Betätigung des Verschlusses des
Schüttgutbehälters (50, 150, 250, 450, 550), wobei die Verschlussbetätigungsvorrichtung
(32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334, 434) mit einem Verschlussbetätigungselement
(34, 134, 234, 334, 434) und mit einer Verstellvorrichtung (36, 136, 236) derart versehen
ist, dass mittels der Verstellvorrichtung (36, 136, 236) das Verschlussbetätigungselement
(34, 134, 234, 334, 434) wahlweise zwischen einer Schliessstellung und wenigstens
einer Offenstellung verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusspartie (24, 124, 224, 424) mit einem von der Eintrittsöffnung (26, 126,
226, 426) getrennten Pneumatikgasauslass (28, 128, 228, 328, 428) versehen ist, der
für ein Anschliessen eines entsprechenden Pneumatikgaseinlasses (57, 58, 458. 557,
558) des Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) an den
Pneumatikgasauslass (28, 128, 228, 328, 428) derart ausgebildet ist, dass Pneumatikgas
von der Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310, 410) durch den Pneumatikgasauslass
(28, 128, 228, 328, 428) und den Pneumatikgaseinlass (57, 58, 458, 557, 558) hindurch
in den Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) hinein strömen kann, um eine Auflockerung
von im Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) aufgenommenen Schüttgut zu bewirken.
2. Entleerungsvorrichtung (310) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Pneumatikgasauslass (328) versehene Anschlusspartie als Bestandteil eines
an die Basisstruktur (320) anbaubaren oder angebauten Bausatzes (321) ausgebildet
ist.
3. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310, 410) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass die Anschlusspartie (24, 124, 224, 224) als erste Konstruktionseinheit einer gemeinsamen
Kupplungsvorrichtung für das Anschliessen sowohl des Anschlussflansches (51, 52, 151,
152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) an die Anschlusspartie (24, 124, 224, 424) als
auch des Pneumatikgaseinlasses (57, 58, 458, 557, 558) an den Pneumatikgasauslass
(28, 128, 228, 328, 428) ausgebildet ist, wobei die erste Konstruktionseinheit mit
einer zweiten, durch den Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551,
552) gebildeten Konstruktionseinheit der Kupplungsvorrichtung kuppelbar ist.
4. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310, 410) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung (26, 126, 226, 426) in einer Aussenseite der Anschlusspartie
(24, 124, 224, 424) eine Mündung mit einem ebenen Rand hat und der Pneumatikgasauslass
(28, 128, 228, 328, 428) in der gleichen Aussenseite der Anschlusspartie (24, 124,
224, 424) eine Mündung mit einem ebenen Rand hat, wobei der Rand der Mündung der Eintrittsöffnung
(26, 126, 226, 426) und der Rand der Mündung des Pneumatikgasauslasses (28, 128, 228,
328, 428) koplanar zueinander angeordnet sind.
5. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210,) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pneumatikgasauslass (28, 128, 228,) in einer Aussenseite der Anschlusspartie
(24, 124, 224,) als nach aussen wenigstens teilweise offener Kanal (28, 128, 228,)
ausgebildet ist, der wenigstens eine Kanalwand (29) aufweist, welche gleichzeitig
auch als Kanalwand (29) des Durchlasskanals (22, 122, 222,) ausgebildet ist.
6. Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) mit einem Verschluss, der einen mit einer
Austrittsöffnung (54, 154, 254, 454, 554) für im Schüttgutbehälter (50, 150, 250,
450, 550) aufgenommenes Schüttgut versehenen Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251,
252, 451, 452. 551, 552) hat und ein Verschlussorgan (60, 160, 260, 460, 560) zum
Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung (54, 154, 254, 454, 554),
wobei der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452) für ein dichtes
Anschliessen an eine Anschlusspartie (24, 124, 224, 424) einer Entleerungsvorrichtung
(10, 110, 210, 310, 410) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) mit einem von
der Austrittsöffnung (54, 154, 254, 454, 554) getrennten Pneumatikgaseinlass (57,
58, 458, 557, 558) versehen ist, der für ein Anschliessen an einen entsprechenden
Pneumatikgasauslass (28, 128, 228, 328, 428) der Anschlusspartie (24, 124, 224, 424)
derart ausgebildet ist, dass Pneumatikgas von der Entleerungsvorrichtung (10, 110,
210, 310, 410) durch den Pneumatikgasauslass (28, 128, 228, 328, 428) und den Pneumatikgaseinlass
(57, 58, 458, 557, 558) hindurch in den Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550)
hinein strömen kann, um eine Auflockerung des Schüttguts zu bewirken.
7. Schüttgutbehälter (50, 150, 250) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) als zweite
Konstruktionseinheit einer gemeinsamen Kupplungsvorrichtung für das Anschliessen sowohl
des Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) an die Anschlusspartie
(24, 124, 224, 424) als auch des Pneumatikgaseinlasses (57, 58, 458, 557, 558) an
den Pneumatikgasauslass (28, 128, 228, 328, 428) ausgebildet ist, wobei die zweite
Konstruktionseinheit mit einer ersten, durch die Anschlusspartie (24, 124, 224, 424)
gebildeten Konstruktionseinheit der Kupplungsvorrichtung kuppelbar ist.
8. Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (54, 154, 254, 454, 554) in einer Aussenseite des Anschlussflansches
(51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) eine Mündung mit einem ebenen Rand
hat und der Pneumatikgaseinlass (57, 58, 458, 557, 558) in der gleichen Aussenseite
des Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) eine Mündung
mit einem ebenen Rand hat, wobei der Rand der Mündung der Austrittsöffnung (54, 154,
254, 454, 554) und der Rand der Mündung des Pneumatikgaseinlasses (57, 58, 458, 557,
558) koplanar zueinander angeordnet sind.
9. Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Pneumatikgaseinlass (57, 58, 458, 557, 558) zum Innenraum des Schüttgutbehälters
(50, 150, 250, 450, 550) hin von einem Rückschlagventil abgeschlossen ist, welches
eine Fluidströmung durch den Pneumatikgaseinlass (57, 58, 458, 557, 558) hindurch
in Richtung zum Schüttgutbehälterinnenraum hinein zulässt, eine Fluidströmung in umgekehrter
Richtung aus dem Schüttgutbehälterinnenraum heraus durch den Pneumatikgaseinlass (57,
58, 458, 557, 558) hindurch jedoch verhindert.
10. Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil einen aus einem elastischen Material gefertigten Absperrkörper
(65, 165, 265, 465, 565) aufweist, der gleichzeitig auch als Schliessfeder (65, 165,
265, 465, 565) des Rückschlagventils wirkt.
11. Schüttgutbehälter (50, 150; 250) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Absperrkörper (65, 165, 265) derart ausgebildet und wenigstens teilweise im Innenraum
des Schüttgutbehälters (50, 150, 250) angeordnet ist, dass er durch Pneumatikgas,
das durch den Pneumatikgaseinlass (57, 58) hindurch in den Innenraum des Schüttgutbehälters
(50, 150, 250) einströmt, zum Schwingen angeregt werden kann, um eine weitere Auflockerung
des Schüttguts zu bewirken.
12. Schüttgutbehälter (50, 150, 250, 450, 550) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein überwiegender Anteil der Behälterwandung (53, 153, 253, 453, 553) aus einem flexiblen
Material gefertigt ist, während der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252,
451, 452, 551, 552) aus einem festen Material gefertigt ist, wobei im Anschlussflansch
(51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) sowohl wenigstens ein erster Durchgang
der Austrittsöffnung (54, 154, 254, 454, 554) als auch wenigstens ein weiterer Durchgang
des Pneumatikgaseinlasses (57, 58, 458, 557, 558) ausgebildet sind.
13. Schüttgutbehälter (450, 550) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Partie der Behälterwandung (453, 553) mit einem Loch versehen ist, dessen
Rand eine geschlossene Umfangslinie bildet, wobei die Behälterwandung (453, 553) dem
Lochrand entlang mit dem Anschlussflansch (451, 452, 551, 552) verbunden und die im
Anschlussflansch (451, 452, 551, 552) ausgebildete Austrittsöffnung (454, 554) im
Bereich des Lochs angeordnet ist, und wobei ein vom Pneumatikgaseinlass (458, 557,
558) in den Behälterinnenraum führender Kanal (448, 449, 549) im Anschlussflansch
(451, 551) derart ausgebildet ist, dass er vom Pneumatikgaseinlass (458, 557, 558)
durch das Loch hindurch am Lochrand vorbei in den Innenraum des Schüttgutbehälters
(450, 550) hinein führt.
14. Bausatz (321) für den Anbau an eine Basisstruktur (320) einer Entleerungsvorrichtung
(310) nach Anspruch 2, umfassend eine mit einem Pneumatikauslass (328) versehene Anschlusspartie.
15. Entleerungsvorrichtung (210) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (236) eine Kolben-Zylinder-Anordnung umfasst mit einem an
der Basisstruktur (220) oder an der Anschlusspartie (224) gelagerten Kolben (270)
und wenigstens einem Zylinder (277), in welchem der Kolben (270) derart aufgenommen
ist, dass der Zylinder (270) bezüglich dem Kolben (270) in Richtung der Zylinderachse
verschiebbar ist, wobei der Zylinder (270) mit dem Verschlussbetätigungselement (234)
gekoppelt ist und dieses in einem an die Anschlusspartie (224) der Entleerungsvorrichtung
(210) angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters (250) mit einem Verschlussorgan
(260) des Verschlusses gekoppelt ist, um angetrieben von der Kolben-Zylinder-Anordnung
eine Betätigung des Verschlussorgans (260) zu bewirken.
16. Entleerungsvorrichtung (410) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusspartie (424) weiter mit einer Messereinheit (411) versehen ist, die
zum Wegschneiden eines Abdeckorgans (553) ausgebildet ist, das in einem nicht an die
Entleerungsvorrichtung (410) angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters (450,
550) derart am Anschlussflansch (451, 452, 551, 552) angeordnet ist, dass es die Austrittsöffnung
(454, 554) auf der Aussenseite des Schüttgutbehälters (450, 550) abdeckt.
17. Schüttgutbehälter (450, 550) nach einem der Ansprüche 6 bis 13, wobei der Anschlussflansch
(451, 452, 551, 552) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (424) einer
Entleerungsvorrichtung (410) nach Anspruch 16 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein überwiegender Anteil der Behälterwandung (453, 553) aus einem ein- oder mehrlagigen
flexiblen Material gefertigt ist, während der Anschlussflansch (451, 452, 551, 552)
aus einem festen Material gefertigt ist, wobei im Anschlussflansch (451, 452, 551,
552) wenigstens ein erster Durchgang der Austrittsöffnung (454, 554) ausgebildet ist,
und wobei der Verschluss weiter ein Abdeckorgan aufweist, das in einem nicht an die
Entleerungsvorrichtung angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters (450, 550) derart
am Anschlussflansch (451, 452, 551, 552) angeordnet ist, dass es die Austrittsöffnung
(454, 554) auf der Aussenseite des Schüttgutbehälters (450, 550) abdeckt, wobei das
Abdeckorgan als integrale Partie des aus dem flexiblen Material gefertigten Anteils
der Behälterwandung (453, 553) ausgebildet ist.
18. Entleerungsvorrichtung (410) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15 bis 16, wobei
das Verschlussbetätigungselement (434) in einem an die Anschlusspartie (424) der Entleerungsvorrichtung
(410) angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters (450) mit einem Verschlussorgan
(460) des Verschlusses gekoppelt ist, um mittels der Verschlussbetätigungsvorrichtung
eine Betätigung des Verschlussorgans (460) zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass zur wahlweisen wieder lösbaren Kopplung des Verschlussbetätigungselement (434) mit
dem Verschlussorgan (460) das Verschlussbetätigungselement (434) mit einer Mitnehmereinheit
(445) versehen ist, deren Aussenumfang wahlweise veränderbar ist.
19. Schüttgutbehälter (450) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17, wobei der Anschlussflansch
(451, 452) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (424) einer Entleerungsvorrichtung
(410) nach Anspruch 18 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan (460) mit einem Mitnehmeranschlag (462) versehen ist, der derart
ausgebildet und am Verschlussorgan (460) angeordnet ist, dass in einem an die Anschlusspartie
(424) der Entleerungsvorrichtung (410) angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters
(450) die Mitnehmereinheit (445) in Abhängigkeit von deren Umfang entweder den Mitnehmeranschlag
(462) mitsamt dem Verschlussorgan (460) mitnimmt oder nicht mitnimmt, wenn das Verschlussbetätigungselement
(434) mittels der Verstellvorrichtung verschoben wird.
20. Entleerungsvorrichtung (410) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15 bis 16 oder
18, dadurch gekennzeichnet dass die Anschlusspartie (424) mit wenigstens einem Verriegelungselement (417) versehen
ist, das zugfest mit der Anschlusspartie (424) verbunden und derart ausgebildet ist,
dass - wenn der Schüttgutbehälter (450) bezüglich der Entleerungsvorrichtung (410)
derart angeordnet ist, dass der Anschlussflansch (451, 452) in einer Stossrichtung
gegen die Anschlusspartie (424) stösst - das Verriegelungselement (417) derart in
einer zugfest mit dem Anschlussflansch (451, 452) verbundenen Verriegelungsaufnahme
(418) aufnehmbar ist, dass eine entgegen der Stossrichtung zugfest wirkende, formschlüssige
Verbindung zwischen der Anschlusspartie (424) und dem Anschlussflansch (451, 452)
geschaffen wird.
21. Schüttgutbehälter (450) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17 oder 19, wobei der
Anschlussflansch (451, 452) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (424)
einer Entleerungsvorrichtung (410) nach Anspruch 20 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (451, 452) mit wenigstens einer Verriegelungsaufnahme (418)
versehen ist, die zugfest mit dem Anschlussflansch (451, 452) verbunden und derart
ausgebildet ist, dass - wenn der Schüttgutbehälter (450) bezüglich der Entleerungsvorrichtung
(410) derart angeordnet ist, dass der Anschlussflansch (451, 452) in einer Stossrichtung
gegen die Anschlusspartie (424) stösst - das Verriegelungselement (417) derart in
der Verriegelungsaufnahme aufnehmbar ist, dass eine entgegen der Stossrichtung zugfest
wirkende, formschlüssige Verbindung zwischen der Anschlusspartie (424) und dem Anschlussflansch
(451, 452) geschaffen wird.
22. Entleerungsvorrichtung (10, 210, 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15 bis
16 oder 18 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussbetätigungsvorrichtung (32, 34, 334, 36, 234, 236, 237, 267) einen
Drehantrieb (36, 237) aufweist, der mit einem Verschlusskörper (60, 260) des Verschlusses
derart koppelbar ist, dass in angekoppeltem Zustand der Verschlusskörper (60, 260)
mittels des Drehantriebs (36, 237) um eine bezüglich der Anschlusspartie (24, 224)
stationäre erste Drehachse drehbar ist.
23. Entleerungsvorrichtung (10) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussbetätigungsvorrichtung (32, 34, 36, 234, 236, 237, 267, 334) weiter
ein mit dem Verschlusskörper (60, 260) koppelbares Verschlussbetätigungselement (34,
234) aufweist, eine fest mit dem Verschlussbetätigungselement (34, 234, 334) verbundene
längliche Antriebswelle (32, 267), die koaxial zur ersten Drehachse angeordnet ist,
sowie eine Verstellvorrichtung (36, 236, 237), die derart ausgebildet und angeordnet
ist, dass mittels der Verstellvorrichtung (36, 236, 237) die Antriebswelle (32, 267)
mitsamt dem Verschlussbetätigungselement (34, 234, 334) wahlweise zwischen einer Schliessstellung
und wenigstens einer Offenstellung im Wesentlichen parallel zur ersten Drehachse verschiebbar
ist, wobei der Drehantrieb (36, 237) derart mit der Antriebswelle (32, 267) gekoppelt
ist, dass die Antriebswelle (32, 267) mittels des Drehantriebs (36, 237) bezüglich
der Anschlusspartie (24, 224) um die erste Drehachse herum drehbar ist.
24. Entleerungsvorrichtung (10) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebswelle (32) wenigstens ein in radialer Richtung von der Antriebswelle
vorstehendes Zerkleinerungselement (31, 33, 35, 37) drehfest angebracht ist.
25. Entleerungsvorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebswelle ein oder mehrere Schüttgut-Förderelemente derart drehfest angebracht
sind, dass sie bei einer Drehung der Antriebswelle um die erste Drehachse herum Schüttgut
entlang der Antriebswelle nach Art einer Förderschnecke oder nach Art einer Turbine
fördern.
26. Schüttgutbehälter (50, 250) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17 oder 19 oder
21, mit einem Verschluss, der einen Verschlusskörper (60, 260) zum Verschliessen und
wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung (54, 254) hat, wobei der Anschlussflansch (51,
52, 251, 252) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (24, 224) einer
Entleerungsvorrichtung (10, 210, 310) nach einem der Ansprüche 22 bis 25 ausgebildet
ist und wobei der Verschlusskörper (60, 260) im Wesentlichen in einem zur Aufnahme
des Schüttguts vorgesehenen Innenraum des Schüttgutbehälters (50, 250) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (60, 260) bezüglich dem Anschlussflansch (51, 52, 251, 252)
um eine zweite Drehachse herum drehbar ist und dass der Verschlusskörper (60, 260)
mit einem Drehantrieb (36, 237), der an einer Basisstruktur (20, 220) oder an der
Anschlusspartie (24, 224) der Entleerungsvorrichtung (10, 210) gelagert ist, derart
koppelbar ist, dass in angekoppeltem Zustand der Verschlusskörper (60, 260) mittels
des Drehantriebs (36, 237) um die zweite Drehachse herum drehbar ist.
27. Schüttgutbehälter nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusskörper wenigstens ein Auflockerungselement drehfest angebracht ist,
das wenigstens teilweise in den Innenraum des Schüttgutbehälters hinein ragt.
28. Schüttgutbehälter nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusskörper ein oder mehrere Schüttgut-Förderelemente derart drehfest angebracht
sind, dass sie bei einer Drehung des Verschlusskörpers um die zweite Drehachse herum
Schüttgut nach Art einer Förderschnecke oder nach Art einer Turbine in Richtung zur
Austrittsöffnung hin fördern.
29. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15
bis 16 oder 18 oder 20 oder 22 bis 25, wobei die Anschlusspartie (24, 124, 224) für
ein dichtes Anschliessen eines mit einer Austrittsöffnung (54, 154, 254) versehenen
Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252) eines Verschlusses des Schüttgutbehälters
(50, 150, 250) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310) wenigstens eine Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
(24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) hat, die in einem an die Anschlusspartie (24, 124,
224) angeschlossenen Zustand des Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252) mit
einer Schüttgutbehälter-Kontaktpartie (51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260) des Schüttgutbehälters
(50, 150, 250) in Berührung steht, wobei die Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
(24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) wenigstens teilweise aus einem elektrisch leitenden
Material gefertigt und geerdet ist.
30. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310) nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusspartie (24, 124, 224) gleichzeitig als Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
(24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) ausgebildet ist.
31. Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310) nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter eine Basisstruktur (20, 120, 220, 320) aufweist, sowie eine an der Basisstruktur
(20, 120, 220) oder an der Anschlusspartie (24, 124, 224) gelagerte Verschlussbetätigungsvorrichtung
(32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334) zur Betätigung des Verschlusses des Schüttgutbehälters
(50, 150, 250), wobei die Verschlussbetätigungsvorrichtung (32, 34, 36, 132, 134,
136, 234, 236, 334) mit einem Verschlussbetätigungselement (34, 134, 234, 334) und
mit einer Verstellvorrichtung (36, 136, 236) derart versehen ist, dass mittels der
Verstellvorrichtung (36, 136, 236) das Verschlussbetätigungselement (34, 134, 234,
334) wahlweise zwischen einer Schliessstellung und wenigstens einer Offenstellung
verschiebbar ist, wobei das Verschlussbetätigungselement (34, 134, 234, 334) gleichzeitig
als Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) ausgebildet
ist.
32. Schüttgutbehälter (50, 150, 250) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17 oder 19
oder 21 oder 26 bis 28, wobei der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252) für
ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (24, 124, 224) einer Entleerungsvorrichtung
(10, 110, 210, 310) nach einem der Ansprüche 29 bis 31 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schüttgutbehälter (50, 150, 250) wenigstens eine Schüttgutbehälter-Kontaktpartie
(51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260) hat, die wenigstens teilweise aus einem elektrisch
leitenden Material gefertigt ist und in einem an die Anschlusspartie (24, 124, 224)
angeschlossenen Zustand des Anschlussflansches (51, 52, 151, 152, 251, 252) mit einer
Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) der Entleerungsvorrichtung
(10, 110, 210, 310) in Berührung steht und elektrisch leitend mit der Entleerungsvorrichtungs-Kontaktpartie
(24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) verbunden ist.
33. Schüttgutbehälter (50, 150, 250) nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (51, 52, 151, 152, 251, 252) gleichzeitig als Schüttgutbehälter-Kontaktpartie
(51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260) ausgebildet ist.
34. Schüttgutbehälter (50, 250) nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan (60, 260) gleichzeitig als Schüttgutbehälter-Kontaktpartie (24,
34, 124, 134, 224, 234, 334) ausgebildet ist.
35. Schüttgutbehälter (250) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17 oder 19 oder 21
oder 26 bis 28 oder 32 bis 34, mit einem Verschluss, der einen Verschlusskörper (260)
zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung (254) hat, wobei der
Anschlussflansch (251, 252) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (254)
einer Entleerungsvorrichtung (210) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 15 bis 16
oder 18 oder 20 oder 22 bis 25 oder 29 bis 31ausgebildet ist und wobei der Verschlusskörper
(260) im Wesentlichen in einem zur Aufnahme des Schüttguts vorgesehenen Innenraum
des Schüttgutbehälters (250) angeordnet ist und einen zur Austrittsöffnung (254) hin
offenen Hohlraum aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss weiter ein Abdeckorgan (281, 282) aufweist, das in einem nicht an
die Entleerungsvorrichtung (210) angeschlossenen Zustand des Schüttgutbehälters (250)
derart am Anschlussflansch (251, 252) anbringbar ist, dass es die Austrittsöffnung
(254) auf der Aussenseite des Schüttgutbehälters (250) abdeckt, wobei das Abdeckorgan
(281, 282) derart ausgebildet und wenigstens teilweise durch die Austrittsöffnung
(254) hindurch in den Hohlraum des Verschlusskörpers (260) hinein ragend angeordnet
ist, dass es seinerseits einen nach aussen hin offenen Hohlraum hat, in welchem ein
Verschlusskörper (360) eines identischen Schüttgutbehälters (350) teilweise aufnehmbar
ist.
36. Schüttgutbehälter (250) nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckorgan (281) in einem am Anschlussflansch (251, 252) angebrachten Zustand
wahlweise lösbar mit dem Verschlusskörper (260) verbunden ist.
37. Schüttgutbehälter (550) nach einem der Ansprüche 6 bis 13 oder 17 oder 19 oder 21
oder 26 bis 28 oder 32 bis 36, mit einem Verschluss, der einen Verschlusskörper (560)
zum Verschliessen und wahlweisen Öffnen der Austrittsöffnung (554) hat, wobei der
Anschlussflansch (551, 552) für ein dichtes Anschliessen an eine Anschlusspartie (554)
einer Entleerungsvorrichtung (10, 110, 210, 310, 410) nach einem der Ansprüche 1 bis
5 oder 15 bis 16 oder 18 oder 20 oder 22 bis 25 oder 29 bis 31 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Oberflächen partie (519) des Anschlussflansches (551, 552) derart
ausgebildet und angeordnet ist, dass sie im Innenraum des Schüttgutbehälters (550)
einen Teil von dessen Boden bildet und in Richtung zur Austrittsöffnung (554) hin
abfällt, um das Ausströmen des Schüttguts zu unterstützen.
1. Emptying device (10, 110, 210, 310, 410) for emptying bulk goods out of a bulk-goods
container (50, 150, 250, 450, 550) which has a basis structure (20, 120, 220, 320,
420), a connecting part (24, 124, 224, 424) that is provided with an inlet opening
(26, 126, 226, 426), a flow-through duct (22, 122, 222, 422) into which the inlet
opening (26, 126, 226, 426) merges, wherein the connecting part (24, 124, 224, 424)
is embodied for impermeable connection of a connecting flange (51, 52, 151, 152, 251,
252, 451, 452, 551, 552) of a closure of the bulk-goods container (50, 150, 250, 450,
550) that is provided with an outlet opening (54, 154, 254, 454, 554), and borne on
the basis structure (20, 120, 220, 320, 420) or on the connecting part (24, 124, 224,
424) a closure-actuating device (32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334, 434) for
actuation of the closure of the bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550), wherein
the closure-actuating device (32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334, 434) is provided
with a closure-actuating element (34, 134, 234, 334, 434) and with a setting device
(36, 136, 236) in such manner that by means of the setting device (36, 136, 236) the
closure-actuating element (34, 134, 234, 334, 434) is optionally movable between a
closed position and at least one open position, characterised in that the connecting part (24, 124, 224, 424) is provided with a pneumatic-gas outlet (28,
128, 228, 328, 428) that is separated from the inlet opening (26, 126, 226, 426) and
which, for the purpose of connecting a corresponding pneumatic-gas inlet (57, 58,
458, 557, 558) of the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551,
552) to the pneumatic-gas outlet (28, 128, 228, 328, 428) is embodied in such manner
that for the purpose of effecting a disaggregation of the bulk goods that are accommodated
in the bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) pneumatic gas can flow from the
emptying device (10, 110, 210, 310, 410) through the pneumatic-gas outlet (28, 128,
228, 328, 428) and the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) into the bulk-goods
container (50, 150, 250, 450, 550).
2. Emptying device (310) according to Claim 1, characterised in that the connecting part that is provided with the pneumatic-gas outlet (328) is embodied
as a component of an assembly kit (321) that can be, or is, mounted on the basis structure
(320).
3. Emptying device (10, 110, 210, 310, 410) according to Claim 1 or 2, characterized in that the connecting part (24, 124, 224, 224) is embodied as first construction unit of
a common coupling device for connection both of the connecting flange (51, 52, 151,
152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) to the connecting part (24, 124, 224, 424) and
of the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) to the pneumatic-gas outlet (28,
128, 228, 328, 428), wherein the first construction unit can be coupled to a second
construction unit of the coupling device that is formed by the connecting flange (51,
52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552).
4. Emptying device (10, 110, 210, 310, 410) according to Claim 3, characterized in that in an external side of the connecting part (24, 124, 224, 424) the entry opening
(26, 126, 226, 426) has a mouth with a flat edge and in the same external side of
the connecting part (24, 124, 224, 424) the pneumatic-gas outlet (28, 128, 228, 328,
428) has a mouth with a flat edge, wherein the edge of the mouth of the inlet opening
(26, 126, 226, 426) and the edge of the mouth of the pneumatic-gas outlet (28, 128,
228, 328, 428) are arranged mutually coplanar.
5. Emptying device (10, 110, 210) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the pneumatic-gas outlet (28, 128, 228) is embodied in an external side of the connecting
part (24, 124, 224) as a duct (28, 128, 228) which is at least partly open towards
the outside and which has at least one duct wall (29) which is simultaneously embodied
also as duct wall (29) of the flow-though duct (22, 122, 222).
6. Bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) with a closure which has an outlet opening
(54, 154, 254, 454, 554) which has a connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252,
451, 452, 552) which is provided with an outlet opening (54, 154, 254, 454, 554) for
bulk goods that are accommodated in the bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550)
and a closure component (60, 160, 260, 460, 560) for closing and optionally opening
the outlet opening (54, 154, 254, 454, 554), wherein the connecting flange (51, 52,
151, 152, 251, 252, 451, 452) is embodied for impermeable connection to a connecting
part (24, 124, 224, 424) of an emptying device (10, 110, 210, 310, 410) according
to one of claims 1 to 5, characterised in that the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) is provided
with a pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) which is separated from the outlet
opening (54, 154, 254, 454, 554) and which for connection to a corresponding pneumatic-gas
outlet (28, 128, 228, 328, 428) of the connecting part (24, 124, 224, 424) is embodied
in such manner that pneumatic gas can flow from the emptying device (10, 110, 210,
310, 410) through the pneumatic-gas outlet (28, 128, 228, 328, 428) and the pneumatic-gas
inlet (57, 58, 458, 557, 558) into the bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550)
to effect a disaggregation of the bulk goods.
7. Bulk-goods container (50, 150, 250) according to Claim 6, characterised in that the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) is embodied
as second construction unit of a common coupling device for connecting both the connecting
flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) to the connecting part (24,
124, 224, 424) and the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) to the pneumatic-gas
outlet (28, 128, 228, 328, 428), wherein the second construction unit can be coupled
with a first construction unit of the coupling device that is formed by the connection
part (24, 124, 224, 424).
8. Bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) according to Claim 7, characterised in that in an external side of the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452,
551, 552) the outlet opening (54, 154, 254, 454, 554) has a mouth with a flat edge
and in the same external side of the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252,
451, 452, 551, 552) the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) has a mouth with
a flat edge, wherein the edge of the mouth of the outlet opening (54, 154, 254, 454,
554) and the edge of the mouth of the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558)
are arranged mutually coplanar.
9. Bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) according to one of claims 6 to 8, characterised in that towards the interior space of the bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) the
pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) is closed by a non-return valve which
allows a fluid-flow through the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) in the
direction towards the interior space of the bulk-goods container, but that a fluid-flow
in the opposite direction out of the interior space of the bulk-goods container through
the pneumatic-gas inlet (57, 58, 458, 557, 558) is prevented.
10. Bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) according to Claim 9, characterised in that the non-return valve has a closure body (65, 165, 265, 465, 565) which is made from
an elastic material and which simultaneously also acts as closing spring (65, 165,
265, 465, 565) of the non-return valve.
11. Bulk-goods container (50, 150, 250) according to Claim 10, characterised in that the closure body (65, 165, 265) is embodied, and at least partly arranged in the
interior of the bulk-goods container (50, 150, 250), in such manner that by means
of pneumatic gas which flows into the interior of the bulk-goods container (50, 150,
250) through the pneumatic-gas inlet (57, 58) it can be excited to vibrate for the
purpose of effecting a further disaggregation of the bulk goods.
12. Bulk-goods container (50, 150, 250, 450, 550) according to one of claims 6 to 11,
characterised in that a greater part of the container wall (53, 153, 253, 453, 553) is made of a flexible
material, while the connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551,
552) is made of a stiff material, wherein embodied in the connecting flange (51, 52,
151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) are at least one first port of the outlet
opening (54, 154, 254, 454, 554) and at least one further port of the pneumatic-gas
inlet (57, 58, 458, 557, 558).
13. Bulk-goods container (450, 550) according to Claim 12, characterised in that the flexible part of the container wall (453, 553) is provided with an aperture whose
edge forms a closed circumferential line, wherein along the edge of the aperture the
container wall (453, 553) is connected with the connecting flange (451, 452, 551,
552) and the outlet opening (454, 554) that is embodied in the connecting flange (451,
452, 551, 552) is arranged in the area of the aperture, and wherein a duct (448, 449,
549) that leads from the pneumatic-gas inlet (458, 557, 558) into the interior space
of the container is embodied in such manner the it leads from the pneumatic-gas inlet
(458, 557, 558) through the aperture and past the aperture edge into the internal
space of the bulk-goods container (450, 550).
14. Assembly kit (321) for mounting onto a basis structure (320) of an emptying device
(310) according to Claim 2 comprising a connecting part which is provided with a pneumatic
outlet (328).
15. Emptying device (210) according to one of claims 1 to 5, characterised in that the setting device (236) comprises a piston-cylinder arrangement with a piston (270)
that is borne on the basis structure (220) or on the connecting part (224) and at
least one cylinder (277) in which the piston (270) is accommodated in such manner
that relative to the piston (270) the cylinder (277) is movable in the direction of
the cylinder axis, wherein the cylinder (270) is coupled with the closure-actuating
element (234) and the latter, in a state wherein the bulk-goods container (250) is
connected to the connecting part (224) of the emptying device (210), is coupled with
a closure component (260) of the closure in order to effect an actuation of the closure
component (260) that is driven by the piston-cylinder arrangement.
16. Emptying device (410) according to one of claims 1 to 5 or 15, characterized in that the connecting part (424) is further provided with a blade unit (411) which is embodied
to cut away a covering element (553) which, in a state wherein the bulk-goods container
(450, 550) is not connected to the emptying device (410), is arranged on the connecting
flange (451, 452, 551, 552) in such manner that it covers the outlet opening (454,
554) on the external side of the bulk-goods container (450, 550).
17. Bulk-goods container (450, 550) according to one of claims 6 to 13, wherein the connecting
flange (451, 452, 551, 552) is embodied for impermeable connection to a connecting
part (424) of an emptying device (410) according to Claim 16, characterised in that a major part of the container wall (453, 553) is made of a single- or multi-layered
flexible material while the connecting flange (451, 452, 551, 552) is made of a stiff
material, wherein embodied in the connecting flange (451, 452, 551, 552) is at least
one first passage of the outlet opening (454, 554) and wherein the closure further
has a closure component which, in a state wherein the bulk-goods container (450, 550)
is not connected to the emptying device, is arranged on the connecting flange (451,
452, 551, 552) in such manner that it covers the outlet opening (454, 554) on the
external side of the bulk-goods container (450, 550), wherein the covering element
is embodied as integral part of the part of the container wall (453, 553) that is
made of the flexible material.
18. Emptying device (410) according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16 wherein, in a
state wherein the bulk-goods container (450) is connected to the connecting part (424)
of the emptying device (410), the closure-actuating element (434) is coupled with
a closure component (460) of the closure for the purpose of effecting by means of
the closure-actuating device an actuation of the closure component (460), characterised in that for optionally subsequently releasable coupling of the closure-actuating element
(434) with the closure component (460) the closure-actuating element (434) is provided
with a coupler unit (445) whose external circumference is optionally variable.
19. Bulk-goods container (450) according to one of claims 6 to 13 or 17, wherein the connecting
flange (451, 452) is embodied for impermeable connection to a connecting part (424)
of an emptying device (410) according to Claim 18, characterised in that the closure component (460) is provided with a coupler-unit stop (462) which is embodied
and arranged on the closure component (460) in such manner that, in a state wherein
the bulk-goods container (450) is connected to the connecting part (424) of the emptying
device (410), when the closure-actuating element (434) is moved by means of the setting
device, the coupler unit (445) depending on its circumference either does or does
not carry the coupler-unit stop (462) and closure component (460) along with it.
20. Emptying device (410) according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16 or 18, characterised in that the connecting part (424) is provided with at least one latching element (417) which
is pull-resistantly connected with the connecting part (424) and embodied in such
manner that - when relative to the emptying device (410) the bulk-goods container
(450) is arranged in such manner that the connecting flange (451, 452) in one striking
direction strikes against the connecting part (424) - the latching element (417) is
receivable into a latching receptacle (418) which is connected pull-resistantly with
the connecting flange (451, 452) in such manner that a mechanically interlocking connection
between the connecting part (424) and the connecting flange (451, 452) is created
which pull-resistantly acts against the striking direction.
21. Bulk-goods container (450) according to one of claims 6 to 13 or 17 or 19, wherein
the connecting flange (451, 452) is embodied for impermeable connection to a connecting
part (424) of an emptying device (410) according to Claim 20, characterised in that the connecting flange (451, 452) is provided with at least one latching receptacle
(418) which is connected pull-resistantly with the connecting flange (451, 452) and
embodied in such manner that - when the bulk goods container (450) is arranged relative
to the emptying device (410) in such manner that the connecting flange (451, 452)
strikes in one striking direction against the connecting part (424) - the latching
element (417) is receivable into the latching receptacle in such manner that a mechanically
interlocking connection between the connecting part (424) and the connecting flange
(451, 452) is created which pull-resistantly acts against the striking direction.
22. Emptying device (10, 210, 310) according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16 or 18
or 20, characterised in that the closure activation device (32, 34, 334, 36, 234, 236, 237, 267) has a rotating
drive (36, 237) which can be coupled with a connecting body (60, 260) of the closure
in such manner that in coupled-on state by means of the rotating drive (36, 237) the
closure body (60, 260) can be rotated about a first axis of rotation that is stationary
relative to the connecting part (24, 224).
23. Emptying device (10) according to Claim 22, characterised in that the closure-actuating device (32, 34, 36, 234, 236, 237, 267, 334) further has a
closure-actuating element (34, 234) that is couplable with the closure body (60, 260),
a longitudinal drive shaft (32, 267) which is rigidly connected with the closure-actuating
element (34, 234, 334) and which is arranged coaxial to the first axis of rotation,
and a setting device (36, 236, 237) which is embodied and arranged in such manner
that by means of the setting device (36, 236, 237) the drive shaft (32, 267) along
with the closure-actuating element (34, 234, 334) is optionally movable essentially
parallel to the first axis of rotation between a closed position and at least one
open position, wherein the rotating drive (36, 237) is coupled with the drive shaft
(32, 267) in such manner that by means of the rotating drive (36, 237) the drive shaft
(32, 267) is rotatable about the first axis of rotation relative to the connecting
part (24, 224).
24. Emptying device (10) according to Claim 23, characterised in that mounted co-rotationally on the drive shaft (32) is at least one crushing element
(31, 33, 35, 37) that projects in radial direction from the drive shaft.
25. Emptying device according to Claim 23 or 24, characterised in that on the drive shaft one or more bulk-goods conveyor elements are mounted in such co-rotationally
manner that on rotation of the drive shaft about the first axis of rotation they convey
bulk goods along the drive shaft in the manner of a worm conveyor or in the manner
of a turbine.
26. Bulk-goods container (50, 250) according to one of claims 6 to 13 or 17 or 19 or 21
with a closure which has a closure body (60, 260) to close and optionally open the
outlet opening (54, 254), wherein the connecting flange (51, 52, 251, 252) is embodied
for impermeable connection to a connecting part (24, 224) of an emptying device (10,
210, 310) according to one of claims 22 to 25 and wherein the closure body (60, 260)
is essentially arranged in an internal space of the bulk-goods container (50, 250)
that is provided to accommodate the bulk goods, characterised in that the closure body (60, 260) relative to the connecting flange (51, 52, 251, 252) is
rotatable about a second axis of rotation and that by means of a rotating drive (36,
237) that is borne on a base structure (20, 220) or on the connecting part (24, 224)
of the emptying device (10, 210) the closure body (60, 260) can be coupled in such
manner that in the coupled-on state the closure body (60, 260) is rotatable about
the second axis of rotation by means of the rotating drive (36, 237).
27. Bulk-goods container according to Claim 26, characterised in that mounted on the closure body in co-rotationally manner is at least one disaggregation
element that projects at least partly into the interior space of the bulk-goods container.
28. Bulk-goods container according to Claim 26 or 27, characterised in that one or more bulk-goods conveyor elements are mounted co-rotationally on the closure
body in such manner that on rotation of the closure body about the second axis of
rotation they convey bulk goods in the manner of a worm conveyor or in the manner
of a turbine in the direction of the outlet opening.
29. Emptying device (10, 110, 210, 310) according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16
or 18 or 20 or 22 to 25, wherein the connecting part (24, 124, 224) is embodied for
impermeable connection of a connecting flange (51, 52, 151, 152, 251, 252) of a closure
of the bulk-goods container (50, 150, 250) that is provided with an outlet opening
(54, 154, 254), characterised in that the emptying device (10, 110, 210, 310) has at least one emptying-device contact
part (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) which, in a state wherein the connecting flange
(51, 52, 151, 152, 251, 252) is connected to the connecting part (24, 124, 224), is
in contact with a bulk-goods container contact part (51, 52, 151, 152, 251, 252, 60,
260) of the bulk goods container (50, 150, 250) wherein the emptying-device contact
part (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) is made at least partly of an electrically
conductive material and is earthed.
30. Emptying device (10, 110, 210, 310) according to Claim 29, characterised in that the connecting part (24, 124, 224) is embodied simultaneously as emptying-device
contact part (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334).
31. Emptying device (10, 110, 210, 310) according to Claim 29 or 30, characterised in that it further has a basis structure (20, 120, 220, 320) and borne on the basis structure
(20, 120, 220) or on the connecting part (24, 124, 224) a closure-actuating device
(32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334) for actuation of the closure of the bulk-goods
container (50, 150, 250), wherein the closure-actuating device (32, 34, 36, 132, 134,
136, 234, 236, 334) is provided with a closure-actuating element (34, 134, 234, 334)
and with a setting device (36, 136, 236) in such manner that by means of the setting
device (36, 136, 236) the closure-actuating element (34, 134, 234, 334) is optionally
movable between a closed position and at least one open position, wherein the closure-actuating
element (34, 134, 234, 334) is simultaneously embodied as emptying-device contact
element (24, 34, 124, 134, 224, 234, 339).
32. Bulk-goods container (50, 150, 250) according to one of claims 6 to 13 or 17 or 19
or 21 or 26 to 28, wherein for impermeable connection to a connecting part (24, 124,
224) of an emptying device (10, 110, 210, 310) the connecting flange (51, 52, 151,
152, 251, 252) is embodied according to one of claims 29 to 31, characterised in that the bulk-goods container (50, 150, 250) has at least one bulk-goods container contact
element (51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260) which is made at least partly of an
electrically conductive material and which, in a state wherein the connecting flange
(51, 52, 151, 251, 252) is connected to the connecting part (24, 124, 224), is in
contact with an emptying-device contact element (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334)
of the emptying device (10, 110, 210, 310) and connected in electrically conductive
manner with the emptying-device contact element (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334).
33. Bulk-goods container (50, 150, 250) according to Claim 32, characterised in that the closure flange (51, 52, 151, 152, 251, 252) is simultaneously embodied as bulk-goods
container contact element (51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260).
34. Bulk gods container (50, 250) according to Claim 32 or 33, characterised in that the closure component (60, 260) is simultaneously embodied as bulk-goods container
contact element (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334).
35. Bulk-goods container (250) according to one of claims 6 to 13 or 17 or 19 or 21 or
26 to 28 or 32 to 34 with a closure, which has a closure body (260) for closing and
optionally opening the outlet opening (254), wherein for impermeable connection to
a connecting part (254) of an emptying device (210) the closure flange (251, 252)
is embodied according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16 or 18 or 20 or 22 to 25
or 29 to 31 and wherein the closure body (260) is essentially arranged in an internal
space of the bulk-goods container that is provided to accommodate the bulk goods and
has a hollow space that is open towards the outlet opening (254), characterised in that the closure further has a closure component (281, 282) which, in a state wherein
the bulk-goods container (250) is not connected to the emptying device (210), is mountable
on the connecting flange (251, 252) in such manner that it covers the outlet opening
(254) on the external side of the bulk-goods container (250), wherein the covering
element (281, 282) is embodied, and arranged to project at least partly through the
outlet opening (254) into the hollow space of the closure body (260), in such manner
that it itself has a hollow space that is open towards the outside and in which a
closure body (360) of an identical bulk-goods container (350) can be partly accommodated.
36. Bulk-goods container (250) according to Claim 35, characterised in that the covering element (281), in a state wherein it is mounted on the connecting flange
(251, 252), is connected in optionally releasable manner with the closure body (260).
37. Bulk-goods container (550) according to one of claims 6 to 13 or 17 or 19 or 21 or
26 to 28 or 32 to 36, with a closure that has a closure body (560) to close and optionally
open the outlet opening (554), wherein for impermeable connection to a connecting
part (554) of an emptying device (10, 110, 210, 310, 410) the connecting flange (551,
552) is embodied according to one of claims 1 to 5 or 15 to 16 or 18 or 20 or 22 to
25 or 29 to 31, characterised in that at least one surface part (519) of the connecting flange (551, 552) is embodied and
arranged in such manner that inside the interior space of the bulk-goods container
(550) it forms part of the floor of the latter and slopes downwards in the direction
of the outlet opening (554) to support the outflow of the bulk goods.
1. Dispositif de vidage (10, 110, 210,310,410) destiné au vidage de produits en vrac
à partir d'un conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550), qui présente
une structure de base (20, 120, 220, 320, 420), une partie de raccordement (24, 124,
224, 424) dotée d'une ouverture d'entrée (26, 126, 226, 426), un canal de passage
(22, 122, 222, 422), dans lequel débouche l'ouverture d'entrée (26, 126, 226, 426),
la partie de raccordement (24, 124, 224, 424) étant réalisée pour un raccordement
étanche d'une bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551,552)
dotée d'une ouverture de sortie (54, 154, 254, 454, 554) d'une fermeture du conteneur
pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550), ainsi qu'un dispositif d'actionnement
de fermeture (32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334, 434) logé au niveau de la
structure de base (20, 120, 220, 320, 420) ou au niveau de la partie de raccordement
(24, 124, 224, 424) pour actionner la fermeture du conteneur pour produits en vrac
(50, 150, 250, 450, 550), le dispositif d'actionnement de fermeture (32, 34, 36, 132,
134, 136, 234, 236, 334, 434) étant doté d'un élément d'actionnement de fermeture
(34, 134, 234, 334, 434) et d'un dispositif de déplacement (36, 136,236) de telle
sorte que l'élément d'actionnement de fermeture (34, 134, 234, 334, 434) peut être
déplacé au choix entre une position fermée et au moins une position ouverte à l'aide
du dispositif de déplacement (36, 136, 236), caractérisé en ce que la partie de raccordement (24, 124, 224, 424) est dotée d'une sortie de gaz pneumatique
(28, 128, 228, 328, 428) séparée de l'ouverture d'entrée (26, 126, 226, 426), qui
est réalisée pour un raccordement d'une entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557,
558) correspondante de la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451,
452, 551, 552) à la sortie de gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428) de telle sorte
que le gaz pneumatique peut s'écouler du dispositif de vidage (10, 110, 210, 310,
410) à travers la sortie de gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428) et l'entrée de
gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) dans le conteneur pour produits en vrac (50,
150, 250, 450, 550) pour entraîner un aérage des produits en vrac reçus dans le conteneur
pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550).
2. Dispositif de vidage (310) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de raccordement dotée de la sortie de gaz pneumatique (328) est réalisée
sous forme d'élément constitutif d'un kit d'assemblage (321) monté ou pouvant être
monté sur la structure de base (320).
3. Dispositif de vidage (10, 110, 210, 310, 410) selon la revendication 1 ou 2, caractérise en ce que la partie de raccordement (24, 124, 224, 424) est réalisée sous forme de première
unité de construction d'un dispositif d'accouplement commun pour le raccordement de
la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 1 , 452, 551, 552) à la
partie de raccordement (24, 124, 224, 424) tout comme de l'entrée de gaz pneumatique
(57, 58, 458, 557, 558) à la sortie de gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428), la
première unité de construction pouvant être couplée avec une deuxième unité de construction
du dispositif d'accouplement formée par la bride de raccordement (5 1, 52, 151, 152,
251, 252, 451, 452, 551, 552).
4. Dispositif de vidage (10, 110, 210, 310, 410) selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'ouverture d'entrée (26, 126, 226, 426) a dans un côte extérieur de la partie de
raccordement (24, 124, 224, 424), une embouchure avec un bord plat et la sortie de
gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428) a dans le même côté extérieur de la partie
de raccordement (24, 124, 224, 424) une embouchure avec un bord plat, lé bord de l'embouchure
de l'ouverture d'entrée (26, 126, 226, 426) et le bord de l'embouchure de la sortie
de gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428) étant agencés de manière coplanaire l'un
par rapport à l'autre.
5. Dispositif de vidage (10, 110, 210) selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé en ce que la sortie de gaz pneumatique (28, 128, 228) est réalisée dans un côté extérieur de
la partie de raccordement (24, 124, 224) sous forme de canal (28, 128, 228) ouvert
au moins en partie vers extérieur, qui présente au moins une paroi de canal (29),
qui est réalisée en même temps aussi sous forme de paroi de canal (29) du canal de
passage (22, 122, 222),
6. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) avec une fermeture, qui a
une bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) dotée d'une
ouverture de sortie (54, 154, 254, 454, 554) pour les produits en vrac reçus dans
le conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) et un organe de fermeture
(60, 160, 260, 460, 560) servant à fermer et au choix à ouvrir l'ouverture de sortie
(54, 154, 254, 454, 554), la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451,
452) étant réalisée pour un raccordement étanche à une partie de raccordement (24,
124, 224, 424) d'un dispositif de vidage (10, 110, 210, 310, 410) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) est dotée
d'une entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) séparée de l'ouverture de
sortie (54,154, 254, 454, 554), qui est réalisée pour un raccordement à une sortie
de gaz pneumatique (28, 128, 228, 328, 428) correspondante de la partie de raccordement
(24, 124, 224, 424) de telle sorte que le gaz pneumatique peut s'écouler du dispositif
de vidage (10, 110, 210, 310, 410) à travers la sortie de gaz pneumatique (28, 128,
228, 328, 428) et l'entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) dans le conteneur
pour produits en vrac (50,150, 250, 450, 550) pour entraîner un aérage des produits
en vrac.
7. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552) est réalisée
sous forme de deuxième unité de construction d'un dispositif d'accouplement commun
pour le raccordement de la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451,
452, 551, 552) à la partie de raccordement (24, 124, 224, 424) tout comme de l'entrée
de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) à la sortie de gaz pneumatique (28, 128,
228, 328, 428), la deuxième unité de construction pouvant être couplée avec une première
unité de construction du dispositif d'accouplement formée par la partie de raccordement
(24,124, 224, 424).
8. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que l'ouverture de sortie (54, 154, 254, 454, 554) a dans un côté extérieur de la bride
de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452, 551, 552), une embouchure avec
un bord plat et l'entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) a dans le même
côté extérieur de la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252, 451, 452,
551, 552) une embouchure avec un bord plat, le bord de l'embouchure de l'ouverture
de sortie (54, 154, 254, 454, 554) et le bord de l'embouchure de l'entrée de gaz pneumatique
(57, 58, 458, 557, 558) étant agencés de manière coplanaire l'un par rapport à l'autre,
9. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) selon l'une quelconque des
revendications 6 à 8, caractérisé en ce que l'entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) est fermée vers l'espace intérieur
du conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) par une soupape anti-retour,
qui permet un écoulement de fluide à travers l'entrée de gaz pneumatique (57, 58,
458, 557, 558) en direction de l'espace intérieur du conteneur pour produits en vrac,
mais empêche un écoulement de fluide dans le sens inverse hors de l'espace intérieur
du conteneur pour produits en vrac à travers l'entrée de gaz pneumatique (57, 58,
458, 557, 558).
10. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la soupape anti-retour présente un corps d'arrêt (65, 165, 265, 465, 565) réalisé
en un matériau élastique, qui agit en même temps aussi comme ressort de fermeture
(65, 165, 265, 465, 565) de la soupape anti-retour.
11. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le corps d'arrêt (65, 165, 265) est réalisé et est agencé au moins en partie dans
l'espace intérieur du conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) de telle sorte
qu'il peut être stimulé par le gaz pneumatique, qui entre dans l'espace intérieur
du conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) à travers l'entrée de gaz pneumatique
(57, 58), pour osciller afin d'entraîner un autre aérage des produits en vrac.
12. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250, 450, 550) selon l'une quelconque des
revendications. 6 à 11, caractérisé en ce qu'une majeure partie de la paroi du conteneur (53, 153, 253, 453, 553) est réalisée
en un matériau souple, tandis que la bride de raccordement (51, 52,151,152, 251, 252,
451, 452, 551, 552) est réalisée en un matériau rigide, au moins un premier passage
de l'ouverture de sortie (54, 154, 254, 454, 554) ainsi qu'au moins un autre passage
de l'entrée de gaz pneumatique (57, 58, 458, 557, 558) étant réalisés dans la bride
de raccordement (51,52,151, 152, 251, 252,451, 452, 51, 552).
13. Conteneur pour produits en vrac (450, 550) selon la revendication 12, caractérisé en ce que la partie flexible de la paroi du conteneur (453, 553) est dotée d'un trou, dont
le bord forme une ligne circonférentielle fermée, la paroi du conteneur (453, 553)
étant reliée à la bride de raccordement (451, 452, 551, 552) le long du bord du trou
et l'ouverture de sortie (454, 554) réalisée dans la bride de raccordement (451, 452,
551, 552) étant agencée dans la zone du trou, et un canal (448, 449, 549) conduisant
de l'entrée de gaz pneumatique (458, 557, 558) à l'espace intérieur du conteneur étant
réalisé dans la bride de raccordement (451, 551) de telle sorte qu'il conduit de l'entrée
de gaz pneumatique (458, 557, 558) à travers le trou le long du bord du trou dans
l'espace intérieur du conteneur pour produits en vrac (450, 550).
14. Kit d'assemblage (321) destiné au montage sur une structure de base (320) d'un dispositif
de vidage (310) selon la revendication 2, comprenant une partie de raccordement dotée
d'une sortie de gaz pneumatique (328).
15. Dispositif de vidage (210) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (236) comprend un ensemble piston-cylindre avec un piston
(270) logé au niveau de la structure de base (220) ou au niveau de la partie de raccordement
(224) et au moins un cylindre (277), dans lequel le piston (270) est logé de telle
sorte que le cylindre (270) peut être déplacé par rapport au piston (270) dans le
sens de l'axe du cylindre, le cylindre (270) étant couplé avec l'élément d'actionnement
de fermeture (234) et celui-ci étant couplé avec un organe de fermeture (260) de la
fermeture lorsque le conteneur pour produits en vrac (250) est dans un état raccordé
à la partie de raccordement (224) du dispositif de vidage (210) pour induire un actionnement
de l'organe de fermeture (260) entraîné par l'ensemble piston-cylindre.
16. Dispositif de vidage (410) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 ou 15,
caractérisé en ce que la partie de raccordement (424) est dotée en outre d'une unité à lames (411), qui
est conçue pour couper un organe de recouvrement (553), qui, lorsque le conteneur
pour produits en vrac (450, 550) est dans un état non raccordé au dispositif de vidage
(410), est agencé au niveau de la bride de raccordement (451, 452, 551, 552) de telle
sorte qu'il recouvre l'ouverture de sortie (454, 554) sur le côté extérieur du conteneur
pour produits en vrac (450,550).
17. Conteneur pour produits en vrac (450, 550) selon l'une quelconque des revendications
6 à 13, dans lequel la bride de raccordement (451, 452, 551, 552) est réalisée pour
un raccordement étanche à une partie de raccordement (424) d'un dispositif de vidage
(410) selon la revendication 16, caractérisé en ce qu'une majeure partie de la paroi du conteneur (453, 553) est réalisée en un matériau
souple à une ou plusieurs couches, tandis que la bride de raccordement (451, 452,
551, 552) est réalisée en un matériau rigide, au moins un premier passage de l'ouverture
de sortie (454, 554) étant réalise dans la bride de raccordement (451, 452, 551, 552)
et la fermeture présentant en outre un organe de recouvrement, qui, lorsque le conteneur
pour produits en vrac (450, 550) est dans un état non raccordé au dispositif de vidage,
est agencé au niveau de la bride de raccordement (451, 452, 551, 552) de telle sorte
qu'il recouvre l'ouverture de sortie (454, 554) sur le côté extérieur du conteneur
pour produits en vrac (450, 550), l'organe de recouvrement étant réalisé sous forme
de partie intégrée de la partie de la paroi du conteneur (453, 553) réalisée en matériau
souple.
18. Dispositif de vidage (410) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 ou 15 à
16, dans lequel l'élément d'actionnement de fermeture (434) est couplé avec un organe
de fermeture (460) de la fermeture lorsque le conteneur pour produits en vrac (450)
est dans un état raccordé à la partie de raccordement (424) du dispositif de vidage
(410), pour entraîner un actionnement de l'organe de fermeture (460) à l'aide du dispositif
d'actionnement de fermeture, caractérisé en ce que pour le couplage au choix à nouveau amovible de l'élément d'actionnement de fermeture
(434) avec l'organe de fermeture (460), l'élément d'actionnement de fermeture (434)
est doté d'une unité d'entraînement (445), dont la périphérie extérieure peut être
modifiée au choix.
19. Conteneur pour produits en vrac (450) selon l'une quelconque des revendications 6
à 13 ou 17, dans lequel la bride de raccordement (451, 452) est réalisée pour un raccordement
étanche à une partie de raccordement (424) d'un dispositif de vidage (410) selon la
revendication 18, caractérisé en ce que l'organe de fermeture (460) est doté d'une butée d'entraînement (462) qui est réalisée
et agencée au niveau de l'organe de fermeture (460) de telle sorte que, lorsque le
conteneur pour produits en vrac (450) est dans un état raccordé à la partie de raccordement
(424) du dispositif de vidage (410), l'unité d'entraînement (445) en fonction de sa
taille soit entraîne la butée d'entraînement (462) avec l'organe de fermeture (460)
soit ne l'entraîne pas lorsque l'élément d'actionnement de fermeture (434) est déplacé
à l'aide du dispositif de déplacement.
20. Dispositif de vidage (410) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 ou 15 à
16 ou 18, caractérisé en ce que la partie de raccordement (424) est dotée d'au moins un élément de verrouillage (417),
qui est relié de manière résistante à la traction à la partie de raccordement (424)
et réalisé de telle sorte que - lorsque le conteneur pour produits en vrac (450) est
agencé par rapport au dispositif de vidage (410) de telle sorte que la bride de raccordement
(451, 452) heurte la partie de raccordement (424) dans un sens de choc - l'élément
de verrouillage (417) peut être reçu dans un logement de verrouillage (418) relié
de manière résistante la traction à la bride de raccordement (451, 452) de sorte a
créer une liaison par correspondance de forme, agissant de manière résistante à la
traction dans le sens contraire au sens de choc entre la partie de raccordement (424)
et la bride de raccordement (451, 452).
21. Conteneur pour produits en vrac (450) selon l'une quelconque des revendications 6
à 13 ou 17 ou 19, dans lequel la bride de raccordement (451, 452) est réalisée pour
un raccordement étanche à une partie de raccordement (424) d'un dispositif de vidage
(410) selon la revendication 20, caractérisé en ce que la bride de raccordement (451, 452) est dotée d'au moins un logement de verrouillage
(418) qui est relié de manière résistante à la traction à la bride de raccordement
(451, 452) et réalisé de telle sorte que - lorsque le conteneur pour produits en vrac
(450) est agencé par rapport au dispositif de vidage (410) de telle sorte que la bride
de raccordement (451, 452) heurte la partie de raccordement (424) dans un sens de
choc - l'élément de verrouillage (417) peut être reçu dans le logement de verrouillage
de sorte à créer une liaison par correspondance de forme, agissant de manière résistante
à la traction dans le sens contraire au sens de choc entre la partie de raccordement
(424) et la bride de raccordement (451, 452).
22. Dispositif de vidage (10, 210, 310) selon l'une quelconque des revendications 1 à
5 ou 15 à 16 ou 18 ou 20, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement de fermeture (32, 34, 334, 36, 234, 236, 237, 267) présente
un entraînement rotatif (36, 237), qui peut être couplé avec un corps de fermeture
(60, 260) de la fermeture de telle sorte qu'à l'état couplé, le corps de fermeture
(60, 260) peut tourner à l'aide de l'entraînement rotatif (36, 237) autour d'un premier
axe de rotation stationnaire par rapport à la partie de raccordement (24, 224).
23. Dispositif de vidage (10) selon la revendication 22, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement de fermeture (32, 34, 36, 234, 236, 237, 267, 334) présente
en outre un élément d'actionnement de fermeture (34, 234) pouvant être couplé avec
le corps de fermeture (60, 260), un arbre d'entraînement (32, 267) allongé, relié
solidement à l'élément d'actionnement de fermeture (34, 234, 334), qui est agencé
de manière coaxiale au premier axe de rotation, ainsi qu'un dispositif de déplacement
(36, 236, 237), qui est réalisé et agencé de telle sorte que l'arbre d'entraînement
(32, 267) peut être déplacé avec l'élément d'actionnement de fermeture (34, 234, 434)
au choix entre une position fermée et au moins une position ouverte de manière essentiellement
parallèle au premier axe de rotation à l'aide du dispositif de déplacement (36, 236,
237), l'entraînement rotatif (36, 237) étant couplé avec l'arbre d'entraînement (32,
267) de telle sorte que l'arbre d'entraînement (32, 267) peut tourner autour d'un
premier axe de rotation par rapport à la partie de raccordement (24, 224) à l'aide
de l'entraînement rotatif (36, 237).
24. Dispositif de vidage (10) selon la revendication 23, caractérisé en ce qu'au moins un élément de broyage (31, 33, 35, 37) dépassant de l'arbre d'entraînement
dans le sens radial est agencé de manière solidaire en rotation au niveau de l'arbre
d'entraînement (32).
25. Dispositif de vidage selon la revendication 23 ou 24, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments de transport des produits en vrac sont montés de manière
solidaire en rotation au niveau de l'arbre d'entraînement de telle sorte que lors
d'une rotation de l'arbre d'entraînement autour du premier axe de rotation, ils transportent
les produits en vrac le long de l'arbre d'entraînement à la manière d'une vis d'Archimède
ou à la manière d'une turbine.
26. Conteneur pour produits en vrac (50, 250) selon l'une quelconque des revendications
6 à 13 ou 17 ou 19 ou 21, avec une fermeture, qui a un corps de fermeture (60, 260)
servant à fermer et au choix à ouvrir l'ouverture de sortie (54, 254), la bride de
raccordement (51, 52, 251, 252) étant réalisée pour un raccordement étanche à une
partie de raccordement (24, 224) d'un dispositif de vidage (10, 210, 310) selon l'une
quelconque des revendications 22 à 25, et le corps de fermeture (60, 260) étant agencé
essentiellement dans un espace intérieur du conteneur pour produits en vrac (50, 250)
prévu pour la réception des produits en vrac, caractérisé en ce que le corps de fermeture (60, 260) peut tourner autour d'un deuxième axe de rotation
par rapport à la bride de raccordement (51, 52, 251, 252) et en ce que le corps de fermeture (60, 260) peut être couplé avec un entraînement rotatif (36,
237), qui est logé au niveau d'une structure de base (20, 220) ou au niveau de la
partie de raccordement (24, 224) du dispositif de vidage (10, 210) de telle sorte
qu'à l'état couplé, le corps de fermeture (60, 260) peut tourner autour du deuxième
axe de rotation à l'aide de l'entraînement rotatif (36, 237).
27. Conteneur pour produits en vrac selon la revendication 26, caractérisé en ce qu'au moins un élément d'aérage, qui pénètre au moins en partie dans l'espace intérieur
du conteneur pour produits en vrac, est monté de manière solidaire en rotation sur
le corps de fermeture.
28. Conteneur pour produits en vrac selon la revendication 26 ou 27, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments de transport des produits en vrac sont montés de manière
solidaire en rotation au niveau du corps de fermeture de telle sorte que lors d'une
rotation du corps de fermeture autour du deuxième axe de rotation, ils transportent
les produits en vrac à la manière d'une vis d'Archimède ou à la manière d'une turbine
en direction de l'ouverture de sortie.
29. Dispositif de vidage (10, 110, 210, 310) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 ou 15 à 16 ou 18 ou 20 ou 22 à 25, dans lequel la partie de raccordement (24,
124, 224) est réalisée pour un raccordement étanche d'une bride de raccordement (51,
52, 151, 152, 251, 252) dotée d'une ouverture de sortie (54, 154, 254) d'une fermeture
du conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250), caractérisé en ce que le dispositif de vidage (10, 110, 210, 310) a au moins une partie de contact du dispositif
de vidage (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) qui, lorsque la bride de raccordement
(51, 52, 151, 152, 251, 252) est dans l'état raccordé à la partie de raccordement
(24, 124, 224), touche une partie de contact du conteneur pour produits en vrac (51,
52, 151, 152, 251, 252, 60, 260) du conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250),
la partie de contact du dispositif de vidage (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) étant
réalisée au moins en partie en un matériau électroconducteur et mis à la terre.
30. Dispositif de vidage (10, 110, 210, 310) selon la revendication 29, caractérisé en ce que la partie de raccordement (24, 124, 224) est réalisée en même temps sous forme de
partie de contact du dispositif de vidage (24, 34, 124, 134, 224, 234, 334).
31. Dispositif de vidage (10, 110, 210, 310) selon la revendication 29 ou 30, caractérisé en ce qu'il présente en outre une structure de base (20, 120, 220, 320), ainsi qu'un dispositif
d'actionnement de fermeture (32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236, 334) logé au niveau
de la structure de base (20, 120, 220) ou au niveau de la partie de raccordement (24,
124, 224) pour actionner la fermeture, du conteneur pour produits en vrac (50, 150,
250), le dispositif d'actionnement de fermeture (32, 34, 36, 132, 134, 136, 234, 236,
334) étant doté d'un élément d'actionnement de fermeture (34, 134, 234, 334) et d'un
dispositif de déplacement (36, 136,236) de telle sorte que l'élément d'actionnement
de fermeture (34, 134, 234, 334) peut être déplacé au choix entre une position fermée
et au moins une position ouverte à l'aide du dispositif de déplacement (36, 136, 236),
l'élément d'actionnement de fermeture (34, 134, 234, 334) étant réalisé en même temps
sous forme de partie de contact du dispositif de vidage (24, 34, 124, 134, 224, 234,
334).
32. Conteneur pour produits en, vrac (50, 150, 250) selon l'une quelconque des revendications
6 à 13 ou 17 à 19 ou 21 ou 26 à 28, dans lequel la bride de raccordement (51, 52,
151, 152,251,252) est réalisée pour un raccordement étanche à une partie de raccordement
(24, 124, 224) d'un dispositif de vidage (10, 110, 210, 310) selon l'une quelconque
des revendications 29 à 31, caractérisé en ce que le conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) a au moins une partie de contact
du conteneur pour produits en vrac (51, 52, 151, 152, 251, 252, 60, 260), qui est
réalisée au moins en partie en un matériau électroconducteur et, lorsque la bride
de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252) est dans l'état raccordé à la partie
de raccordement (24, 124, 224) touche une partie de contact du dispositif de vidage
(24, 34, 124, 134, 224, 234, 334) du dispositif de vidage (10, 110,210, 310) et est
reliée de manière électroconductrice à la partie de contact du dispositif de vidage
(24, 34, 124,134,224,234,334).
33. Conteneur pour produits en vrac (50, 150, 250) selon la revendication 32, caractérisé en ce que la bride de raccordement (51, 52, 151, 152, 251, 252) est réalisée en même temps
sous forme de partie de contact du conteneur pour produits en vrac (51, 52, 151, 152,
251, 252, 60, 260).
34. Conteneur pour produits en vrac (50, 250) selon la revendication 32 ou 33, caractérisé en ce que l'organe de fermeture (60, 250) est réalisé en même temps sous forme de partie de
contact du conteneur pour produits en vrac (24, 34, 12A, 134, 224, 234, 334).
35. Conteneur pour produits en vrac (250) selon l'une quelconque des revendications 6
à 13 ou 17 ou 19 ou 21 ou 26 à 28 ou 32 à 34 avec une fermeture, qui a un corps de
fermeture (260) servant à fermer et au choix à ouvrir l'ouverture de sortie (254),
la bride de raccordement (251, 252) étant réalisée pour un raccordement étanche à
une partie de raccordement (254) d'un dispositif de vidage (210) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 5 ou 15 à 16 ou 18 ou 20 ou 22 à 25 ou 29 à 31, et le corps
de fermeture (260) étant agencé essentiellement dans un espace intérieur du conteneur
pour produits en vrac (250) prévu pour la réception des produits en vrac et présentant
une cavité ouverte vers l'ouverture de sortie (254), caractérisé en ce que la fermeture présente en outre un organe de recouvrement (281, 282), qui, lorsque
le conteneur pour produits en vrac (250) est dans un état non raccordé au dispositif
de vidage (210), peut être monté au niveau de la bride de raccordement (251, 252)
de telle sorte qu'il recouvre l'ouverture de sortie (254) sur le côté extérieur du
conteneur pour produits en vrac (250), l'organe de recouvrement (281, 282) étant réalisé
et agencé en pénétrant au moins en partie à travers l'ouverture de sortie (254) dans
la cavité du corps de fermeture (260) de telle sorte qu'il a de son côté une cavité
ouverte vers l'extérieur, dans laquelle un corps de fermeture (360) d'un conteneur
pour produits en vrac (350) identique peut être reçu en partie.
36. Conteneur pour produits en vrac (250) selon 1a revendication 35, caractérisé en ce que l'organe de recouvrement (281) dans un état monté au niveau de la bride de raccordement
(251, 252) est relié au choix de manière amovible au corps de fermeture (260).
37. Conteneur pour produits en vrac (550) selon l'une quelconque des revendications 6
à 13 ou 17 ou 19 ou 21 ou 26 à 28 ou 32 à 36 avec une fermeture qui a un corps de
fermeture (560) servant à fermer et au choix à ouvrir l'ouverture de sortie (554),
la bride de raccordement (551, 552) étant réalisée pour un raccordement étanche à
une partie de raccordement (554) d'un dispositif de vidage (10, 110, 210, 310, 410)
selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 ou 15 à 16 au 18 ou 20 ou 22 à 25
ou 29 à 31, caractérisé en ce qu'au moins une partie de surface (519) de la bride de raccordement (551, 552) est réalisée
et agencée de telle sorte qu'elle forme dans l'espace intérieur du conteneur pour
produits en vrac (550) une partie de son fond et plonge dans la direction de l'ouverture
de sortie (554) pour soutenir l'écoulement des produits en vrac.
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