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(11) |
EP 1 730 707 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/002624 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/096233 (13.10.2005 Gazette 2005/41) |
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| (54) |
SYSTEM ZUR BEARBEITUNG VON WERTDOKUMENTEN
SYSTEM FOR PROCESSING VALUE DOCUMENTS
SYSTEME POUR TRAITER DES DOCUMENTS DE VALEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
22.03.2004 DE 102004013903
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.12.2006 Patentblatt 2006/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- DIETRICH, Helmut
85609 Aschheim (DE)
- GROSSMANN, Guido
85586 Poing (DE)
- HÄUSLER, August
82515 Wolfratshausen (DE)
- HOFER, Reinhard
84032 Altdorf (DE)
- HUHNSTOCK, Michael
83646 Bad Tölz (DE)
- LEUTHOLD, Karl-Heinz
81377 München (DE)
- WERNER, Frank
81737 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 156 459 DE-A1- 10 051 554 DE-A1- 10 120 904 DE-C2- 2 760 453
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DE-A1- 10 030 227 DE-A1- 10 117 822 DE-A1- 19 501 244
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Bearbeitung von Wertdokumenten, wie Banknoten
oder Schecks, insbesondere zur Qualitätskontrolle von neu hergestellten Banknoten.
[0002] Bei der Herstellung von Banknoten wird das mit allen Sicherheitsmerkmalen versehene
Sicherheitspapier im Bogen bedruckt und dann üblicherweise in Einzelnutzen geschnitten.
Die so fertiggestellten druckfrischen Banknoten werden anschließend geprüft, um sicherzustellen
daß die Banknoten allen Anforderungen an ihren Zustand genügen und z.B. der Druck
in ausreichender Qualität erfolgt ist. Die erfolgreich geprüften Banknoten werden
dann in vorgegebenen Mengen gestapelt, banderoliert und verpackt, bevor sie durch
die zuständige Zentralbanken das erste Mal in Umlauf gegeben werden.
[0003] Hierzu werden die druckfrischen Banknoten üblicherweise in lückenloser Seriennummernfolge
gestapelt in eine Banknotensortiervorrichtung eingegeben, wie sie z.B. in der
DE 1 0225 705 A1 der Anmelderin beschrieben ist und in welcher z.B. das Druckbild der Banknoten geprüft
und die für akzeptabel befundenen Banknoten zu 100er Päckchen in den verschiedenen
Ablagefächer ausgegeben, anschließend banderoliert und mehrere Päckchen zusammengefügt
und dann verpackt, wie in Folie verschweißt werden. Die nicht akzeptabel befundenen
Banknoten, sogenannte Unfit-Banknoten, wie z.B. Banknoten, bei denen das Druckbild
Fehler aufweist, werden separat gesammelt und vernichtet. Zudem können in der Banknotensortiervorrichtung
noch sogenannte Reject- Banknoten aussortiert werden, die nicht geeignet beurteilt
werden können, z.B. wegen eines Mehrfachabzugs aus dem Vereinzeler.
[0004] In
DE 100 30 227 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Blattgut, insbesondere
von Banknoten, Wertpapieren und dergleichen beschrieben. Bei der Überprüfung des Blattguts
auf Einhaltung von Kriterien wird mindestens eine Gruppe von Blattgut gebildet, welche
die Kriterien erfüllt, und eine Gruppe von Blattgut, welche die Kriterien nicht erfüllt.
Die Gruppe von Blattgut, welche die Kriterien nicht erfüllt, wird in mindestens zwei
Untergruppen aufgeteilt. Dadurch ist es möglich, die Untergruppen bei der Nachbearbeitung
getrennt zu behandeln und auf das Vorliegen bestimmter Probleme oder Fehler, z. B.
Fälschungen, besonders zu achten. Dadurch wird insgesamt eine Erleichterung bei der
Nachbearbeitung erreicht, wodurch sich der Aufwand verringert.
[0005] In
DE 100 51 554 A1 ist ein Verfahren zur Ablage von Banknoten, die einer Echtheitsüberprüfung unterzogen
wurden, in einer Banknotenkassette beschrieben. Weiter offenbart diese Schrift, eine
entsprechende Banknotenkassette und eine Vorrichtung mit Geldeingabefunktion, die
eine derartige Banknotenkassette enthält.
[0006] In vielen Ländern bestehen Anforderungen, daß die druckfrischen Banknoten bei der
Auslieferung an die Zentralbanken bestimmte Kriterien an die Seriennummernfolge in
den Banknotenpäckchen erfüllen müssen. So wird z.B. als Stapelkriterium gefordert,
daß alle Banknoten eines Stapels von Banknoten, das im folgenden auch Deposit genannt
wird, in lückenloser Seriennummernfolge vorliegen müssen oder zumindest die Seriennummer
der obersten Banknote eines Päckchens jeweils mit den Endziffern "01" beginnen soll.
[0007] Wenn allerdings bei der vorstehend genannten Qualitätsprüfung bestimmte Banknoten
aussortiert wurden, fehlen gewisse Seriennummern im Deposit, so daß diese Banknoten
manuell ersetzt werden müssen. Dies führt zu einer zeitintensiven Nachbearbeitung
der Banknotenstapel.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, daß Bereitstellen von Wertdokumentenstapeln
mit vorgegebenen Anforderungen, insbesondere an die Serieilnummernfolge, auf effektive
Weise zu ermöglichen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch den unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche
beschreiben bevorzugte Ausgestaltungen.
[0010] Obwohl auch andere Wertdokumente wie Schecks mit Hilfe des erfindungsgemäßen Systems
bearbeitet werden können, ist die vorliegende Erfindung vor allem für die Bearbeitung
von Banknoten besonders geeignet und ausgelegt. Es wird deshalb im folgenden exemplarisch
nur auf die Bearbeitung von Banknoten eingegangen.
[0011] Die Erfindung basiert somit auf der Idee, Mittel zur Nachbearbeitung derjenigen durch
eine Prüfvorrichtung geprüften Banknoten oder anderer Wertdokumente vorzusehen, welche
die vorgegebenen Stapelkriterien nicht erfüllen, wobei die Stapelkriterien insbesondere
die Anzahl und/oder Seriennummern der gestapelten Banknoten betreffen. Diese Mittel
können z.B. Ersatzdokumente, wie Trennkarten oder Ersatzbanknoten in den Stapel der
nachzubearbeitenden Banknoten einfügen. Diese Mittel können zudem entweder Bestandteil
der Prüfvorrichtung selbst sein, um eine automatische Nachbearbeitung von fehlerhaften
Banknotenstapeln zu ermöglichen oder z.B. auch in einer separaten Vorrichtung integriert
sein, an der die nachzubearbeitenden mittels der Prüfvorrichtung geprüften und gestapelten
Banknoten nachbearbeitet werden. Die Nachbearbeitung wird dabei mit Hilfe von zugehörigen
Vorrichtungen automatisch unterstützt oder vollautomatisch erfolgen, so daß es zu
einer Zeit- und Kostenersparnis und insbesondere auch zu einer höheren Sicherheit
bei der Nachbearbeitung mit weniger Fehlern und Betrugsmöglichkeiten aufgrund von
manuellen Tätigkeiten kommt.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Dabei zeigt
- Figur 1
- in schematischer Weise ein System zur Nachbearbeitung von geprüf- ten Banknotenstapeln
nach einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
- Figur 2
- in schematischer Weise ein weiteres System zur Nachbearbeitung von geprüften Banknotenstapeln
nach einem zweiten Ausführungs- beispiel der vorliegenden Erfindung,
- Figur 3
- in schematischer Weise ein weiteres System zur Nachbearbeitung von geprüften Banknotenstapeln
nach einem weiteren Ausfüh- rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
- Figur 4
- in schematischer Weise eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Banknotenstapeln
mit Mitteln zur Einfügung von Trennkarte,
- Figur 5
- in schematischer Weise eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Nachbearbeitung von markierten
Banknotenstapeln mit Mitteln zur Einfügung von Ersatzbanknoten,
- Figur 6
- in schematischer Weise eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Banknotenstapeln
mit Mitteln zur Einfügung von Ersatzbanknoten,
- Figur 7
- in schematischer Weise eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Banknotenstapeln
mit Mitteln zur Einfügung von Ersatzdokumenten,
- Figur 8
- in schematischer Weise eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Banknotenstapeln
mit integriertem Seriennummer- drucker,
- Figur 9
- in schematischer Weise eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Banknotenstapeln
mit mehreren parallelen Serien- nummerdruckern,
- Figur 10
- in schematischer Weise noch eine weitere erfindungsgemäße Vor- richtung zur Prüfung
von Banknotenstapeln mit mehreren Serien- nummerdruckern und
- Figur 11
- in schematischer Weise noch eine weitere erfindungsgemäße Vor- richtung zur Prüfung
von Banknotenstapeln mit mehreren Serien- nummerdruckern.
[0013] Es sei besonders betont, daß die Merkmale der abhängigen Ansprüche und der in der
Beschreibung genannten Ausführungsbeispiele in Kombination oder auch vollständig oder
zumindest zum Teil unabhängig voneinander und vom Gegenstand der Hauptansprüche vorteilhaft
verwendet werden können.
[0014] Anhand von Figur 1 wird nun ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Systems zur Qualitätsprüfung und anschließenden Nachbearbeitung von druckfrischen
bereits in Einzelnutzen geschnittene Banknoten erläutert. Unter einem System wird
im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl die entsprechenden Vorrichtungen, als
auch die zugehörigen Verfahren zur Verwendung der Vorrichtungen verstanden.
[0015] Im Banknotendruckunternehmen oder in der Zentralbank werden die neu hergestellten
Banknoten BN vor dem ersten in Umlauf bringen in einer Banknotenprüfvorrichtung 1
noch einmal geprüft. Im speziellen werden die einzelnen Banknoten BN in gestapelter
Form und in lückenloser Seriennummernfolge in ein Eingabefach 2 der Banknotenprüfvorrichtung
1 eingegeben. Nach Vereinzelung durch einen Vereinzeler 3 werden die Banknoten in
einer Prüfeinrichtung 4 auf ihren Zustand geprüft, indem z.B. eine elektrische, magnetische
oder optische Prüfung, insbesondere eine optische Druckbildprüfung durchgeführt wird,
um z.B. die passende Lage und Qualität des Druckbilds der Banknoten BN zu überprüfen.
Sofern nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, daß in betrügerischer Weise Fälschungen
in die zu prüfenden druckfrischen Banknotenstapel BN eingeschleust werden, kann in
der Prüfeinrichtung 4 zusätzlich auch eine Echtheitsprüfung durchgeführt werden.
[0016] Die so geprüften Banknoten werden dann sortiert und ausgegeben. In das Ausgabefach
5 werden alle Reject-Banknoten abgelegt, die z.B. wegen Doppelabzugs nicht geprüft
werden konnten. Die anderen Ausgabefächer 6 dienen zur Aufnahme der geprüften und
für akzeptabel befundenen Banknoten BN, der sogenannten Fit- Banknoten. Die geprüften
und z.B. aufgrund von Mängeln im Druckbild für nicht akzeptabel befundenen Banknoten,
die sogenannten Unfit- Banknoten, werden vorzugsweise separat von den Fit-Banknoten
in einem anderen Ausgabefach abgestapelt, vorzugsweise auch separat von den Reject-
Banknoten, um sie anschließend zu zerstören.
[0017] Es kann allerdings auch sein, daß die Unfit- Banknoten zusammen mit den Fit- Banknoten
in einem gemeinsamen Ausgabefach 6 abgestapelt werden. Dann werden in einer EDV- gestützten
Steuerungseinrichtung 8, die entweder ein Bestandteil der Banknotenprüfvorrichtung
1 selbst oder eine externe Komponente ist, Daten gespeichert, die Informationen darüber
liefern, welche Banknoten BN im zugehörigen Ausgabefach 6 jeweils durch die Prüfeinrichtung
4 als Fit- und/ oder Unfit- Banknote beurteilt worden sind. Dies kann z.B. durch eine
Angabe der Position der jeweiligen Fit- bzw. Unfit-Banknoten im Stapel erfolgen, wie
einer Angabe, daß die 5., 13. und 37 Banknote im Stapel eine Unfit- Banknote ist,
oder dadurch, daß z.B. die Seriennummern der jeweiligen Banknoten BN in der Prüfeinrichtung
4 gelesen und in der Steuerungseinrichtung 8 beispielsweise Daten erzeugt werden die
angeben bzw. folgern lassen, welche Banknoten im Stapel Fit- bzw. Unfit-Banknoten
sind oder nach welcher Fit-Banknote eine Unfit-Banknote vorhanden ist. Bevorzugt erfolgt
hierbei eine Angabe der Seriennummern der Fit- Banknoten, da es bei Unfit- Banknoten
gehäuft zu Fehlern beim Seriennummerlesen kommen kann. Wie nachfolgend noch näher
erläutert wird, können die Unfit-Banknoten im Stapel auch besonders markiert werden.
Z.B. beim genannten Ausführungsbeispiel kann deshalb an sich auch nur ein einziges
Ausgabefach vorhanden sein, soweit die Daten über die Kategorisierung der geprüften
Banknoten anderweitig zur Verfügung gestellt werden.
[0018] In den Ausgabefächern 6 werden dabei zudem entweder eine bestimmte vorgegebene Anzahl
von Banknoten, wie z.B. 100 Banknoten der vorgegebenen Prüfkategorie gestapelt oder
vorzugsweise alle diejenigen Banknoten einer vorgegebenen im Eingabefach befindlichen
Menge, von z.B. wiederum 100 Banknoten BN, welche der jeweils vorgegebenen Kategorie
für diesen Stapler (Reject, Unfit, Fit) zugeordnet worden sind. Dies können deshalb
durchaus weniger als die vorher eingegebene Zahl von 100 Banknoten sein, falls irgendwelche
von den 100 Banknoten im Eingabefach als Reject- bzw. Unfit-Banknoten in andere Stapler
sortiert worden sind. Beide Fälle werden nachfolgend vereinfachend kurz als "Deposit"
bezeichnet.
[0019] Die in die Ausgabefächer 5 bis 6 ausgegebenen Banknoten liegen lose gestapelt und
noch unbanderoliert vor. Diejenigen Banknotenstapel, d.h. Deposits mit Fit-Banknoten,
die wegen des Auftretens von Reject- und/oder Unfit-Banknoten noch nachbearbeitet
werden müssen, weil sie vorgegebene Stapelkriterien an das Deposit nicht erfüllen,
werden anschließend manuell oder automatisch aus dem Ausgabefach 6 der Banknotenprüfvorrichtung
1 entnommen und zur Nachbearbeitung in eine separate Pufferstrecke, wie z.B. auf ein
Fließband 9 überführt, indem sie z.B. in einen auf dem Fließband befindlichen Aufnahmebehälter
10 für ein oder mehrere voneinander separierte Deposits eingegeben werden.
[0020] Es kann vorgesehen sein, daß auch Deposits mit ausschließlich Fit- und ohne Unfit-
Banknoten ebenfalls auf das Fließband 9 überführt oder aber auf anderem Wege weiter
bearbeitet werden. Es kann dabei auch vorgesehen sein, daß diese nicht nachzubearbeitenden
Deposit direkt in der Banknotenprüfvorrichtung 1 oder in einer separaten Einheit banderoliert
werden. Die Stapelkriterien können z.B. angegeben, daß jedes Deposit immer 100 Banknoten
in lückenloser Seriennummernfolge umfassen muß.
[0021] Um eine spätere Nachbearbeitung der in den Aufnahmebehälter 10 befindlichen Deposits
zu vereinfachen, können z.B. in der Steuerungseinrichtung 8 Daten generiert werden,
welche den Aufnahmebehälter 10 mit den darin enthaltenen Deposits verknüpfen.
[0022] An einem der Banknotenprüfvorrichtung 1 zugeordneten Nachbearbeitungsplatz 12 entnimmt
dann eine Bedienperson die auf dem Fließband 9 antransportierten Aufnahmebehälter
10 mit den nachzubearbeitenden Deposits. Anschließend werden von der Bedienperson,
je nach den Vorgaben der zugehörigen Zentralbanken, die auszusortierenden Banknoten
entnommen und die notwendigen Ersatzbanknoten eingefügt, um z.B. ein Bündel mit vorgegebener
Seriennummernfolge und vorgegebener Anzahl von Fit-Banknoten bereitzustellen.
[0023] Diese Ersatzbanknoten können dabei entweder Banknoten sein, welche vorgegebene für
die Ersatzbanknoten reservierte Seriennummern haben, die nicht zwingend mit den Seriennummern
der fehlenden oder zu ersetzenden Reject- bzw. Unfit- Banknoten übereinstimmen müssen.
Diese werden dann vorzugsweise direkt am Nachbearbeitungsplatz 12 zur Einsortierung
zur Verfügung stehen.
[0024] Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß die Banknoten mit einer gewünschten Seriennummer,
entsprechend der Seriennummer der aus dem nachzubearbeitenden Bündeln auszusortierenden
oder in der Banknotenprüfvorrichtung 1 bereits aussortierten Banknoten, erst nachproduziert
werden. Bevorzugt werden hierzu unnummerierte Banknoten, die bis auf die fehlende
Seriennummer bereits vollständig hergestellt und vorzugsweise bereits visuell durch
eine Person oder maschinell auf Qualität geprüft worden sind, nachträglich vor Ort
mit den gewünschten Seriennummern der auszusortierenden bzw. aussortierten Banknoten
für das momentan oder nachfolgend am Nachbearbeitungsplatz 12 zu bearbeitende Deposit
durch eine Druckeinrichtung 14 bedruckt. Die nachgedruckten Ersatzbanknoten werden
dann am Nachbearbeitungsplatz 12 an der richtigen Stelle im Stapel eingefügt.
[0025] Die Daten über die nachzuproduzierenden und/ oder auszusortierenden und/ oder einzusortierenden
Banknoten werden dabei vorzugsweise automatisch der Druckeinrichtung 14 bzw. dem Nachbearbeitungsplatz
12 übermittelt. Die Daten werden z.B. in digitaler Form drahtlos per Funk von der
Steuerungseinrichtung 8 übertragen.
[0026] Nachdem nun die Ersatzbanknoten in die nachzubearbeitenden Deposits eingefügt worden
sind, werden die Bündel in einem Banderolierer 15 banderoliert und gegebenenfalls
mehrere banderolierte Bündel verpackt, wie z.B. in Folie eingeschweißt. Die banderolierten
und verpackten Bündel können anschließend zur weiteren Bearbeitung wieder auf das
Fließband 9 aufgelegt werden. Figur 1 stellt z.B. exemplarisch dar, daß die banderolierten
Banknotenbündel 7 wieder im Aufnahmebehälter 10 auf das Fließband zum Abtransport
aufgelegt werden.
[0027] Es ist allerdings auch möglich, daß insbesondere in dem Fall, bei dem auch die nicht
nachzubearbeitenden Deposits unbanderoliert auf das Fließband 9 gegeben werden, diese
zusammen mit den nachbearbeiteten Bündeln später gesammelt banderoliert und/ oder
verpackt werden.
[0028] Weiterhin kann auch vorgesehen sein, daß die nachzubearbeitenden Banknoten zuerst
einmal gesammelt und gelagert werden, bevor sie zu einem beliebig festsetzbaren späteren
Zeitpunkt z.B. auf die vorstehend genannte Weise nachbearbeitet werden.
[0029] Von besonderem Vorteil ist es bei allen genannten Ausführungsbeispielen, wenn die
Banknoten vor der Nachbearbeitung lose, d.h. unbanderoliert und unverpackt zur Verfügung
stehen und erst nach der Nachbearbeitung banderoliert bzw. verpackt werden. Hierdurch
wird eine besonders effektive und wenig arbeitsintensive Nachbearbeitung ermöglicht.
[0030] Alternativ zu dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 kann auch vorgesehen sein, daß
es mehrere Banknotenprüfvorrichtungen 1 mit je einem Nachbearbeitungsplatz 12 oder
daß es mehrere einer einzelnen Banknotenprüfvorrichtung 1 zugeordnete Nachbearbeitungsplätze
12 gibt, von denen in Figur 2 exemplarisch zwei abgebildet sind, die analog zu dem
Nachbearbeitungsplatz 12 von Figur 1 ausgestaltet sein können. Hierdurch kann die
Durchsatzrate bei der Prüfung der druckfrischen Banknoten entscheidend erhöht werden,
da die meist mit sehr hohen Geschwindigkeiten von mehr als 2000 Banknoten pro Minute
betriebenen Banknotenprüfvorrichtungen 1 nicht ständig gestoppt werden müssen, bis
die zugehörige Nachbearbeitung beendet ist.
[0031] Die Ersatzbanknoten mit den gewünschten Seriennummern können in diesem Fall auch
an einer zentralen und mehreren Nachbearbeitungsplätzen 12 zugeordneten Druckeinrichtung
14 basierend auf den von der Steuerungseinrichtung 8 gelieferten Daten nachproduziert
und dann den entsprechenden Nachbearbeitungsplätzen 12 und/oder den jeweiligen Deposits
zugeordnet und angeliefert werden.
[0032] Das Aussortieren von auszusortierenden Reject- und/oder Unfit- Banknoten und/ oder
das Einsortieren von Ersatzbanknoten kann nicht nur manuell, sondern auch in halb-
oder vollautomatischer Form erfolgen.
[0033] So ist z.B. gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 möglich, daß am Nachbearbeitungsplatz
12 eine weitere Banknotenbearbeitungsvorrichtung 20 zur Verfügung steht, welche bevorzugt,
z.B. über eine drahtgebundene oder vorzugsweise drahtlose Datenleitung 26 in Verbindung
mit der Banknotenprüfvorrichtung 1 steht.
[0034] Im speziellen kann am Nachbearbeitungsplatz 12 z.B. ein Zählgerät mit nur einem Ausgabefach
23 bereitgestellt sein. In das Eingabefach 21 dieses Zählgerätes werden dabei von
der Bedienperson alle Banknoten eines nachzubearbeitenden Deposits 11 eingegeben.
Die Banknoten aus dem Eingabefach 21 werden dann vereinzelt und durch eine Prüfeinheit
22 transportiert, welche die Banknoten des eingegebenen Bündels zumindest zählt und
diese nachfolgend im Ausgabefach 23 wieder gestapelt ablegt. Auf der Grundlage der
von der Banknotenprüfvorrichtung 1 übermittelten, dem jeweiligen Deposit zugeordneten
Daten wird das Abstapeln der Banknoten in das einzige Ausgabefach 23 dann gestoppt
werden, wenn eine auszusortierende Banknote gerade in das Ausgabefach 23 abgelegt
wurde und/ oder wenn eine einzufügende Ersatzbanknote auf die zuletzt in das Ausgabefach
23 abgestapelte Banknote aufgelegt werden soll. Nach dem Herausnehmen, Einfügen bzw.
Ersetzen der jeweiligen Banknote wird der Vereinzelungs-, Zähl- und Abstapelprozeß,
z.B. auf eine manuelle Eingabe hin, wieder gestartet werden und gegebenenfalls später
wieder gestoppt werden, falls weiterer Banknoten an anderen Positionen des Stapels
eingefügt und/ oder ersetzt werden sollen.
[0035] Wie erwähnt werden dem Zählgerät 20 dabei Daten übermittelt, die angeben bzw. aus
denen geschlossen werden kann, welche Banknoten und/ oder an welchen Positionen im
Stapel Banknoten ein- bzw. aussortiert werden sollen. Im Fall, daß im Zählgerät ein
Seriennummernleser integriert ist, können diese Daten z.B. auch Daten wie die Seriennummern
der Banknoten sein, die ausgetauscht werden sollen bzw. wie die Seriennummern der
Banknoten, nach denen jeweils eine nachfolgende Banknote ausgetauscht werden soll.
[0036] Durch den Einsatz des Zählgeräts ist das Auffinden der Stellen, an denen beim Nachbearbeiten
Banknoten ein- und/ oder aussortiert werden sollen, beschleunigt und wesentlich weniger
fehleranfällig.
[0037] Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Die Banknotenprüfvorrichtung 1 nach
diesem Ausführungsbeispiel weist Mittel auf, um die Positionen im Stapel zu kennzeichnen,
an denen Banknoten bei der Nachbearbeitung ein- und/ oder aussortiert werden sollen.
Im speziellen können z.B. Markierungselemente wie Trennkarten TK in die nachzubearbeitenden
Banknoten eingebracht werden. Die Markierungselemente haben vorzugsweise eine andere
Festigkeit und/ oder Form und/ oder Farbgebung als die Banknoten, um sie besser von
diesen unterscheiden zu können. So können die Trennkarten TK Fortsätze aufweisen,
die über das übliche Banknotenformat herausragen. Dadurch ist sichergestellt, daß
mit Trennkarten TK markierte Banknotenbündel sowohl maschinell, als auch manuell sofort
als markiert erkannt werden können.
[0038] Die in das Eingabefach 2 eingegebenen, durch den Vereinzeler 3 vereinzelten Banknoten
durchlaufen einzeln die Prüfeinrichtung 4. Wenn durch die Prüfeinrichtung 4 eine Banknote
als nicht beurteilbare Reject-Banknote kategorisiert wurde, wird sie aus dem Banknotenstrom
13 ausgeschleust und in ein Ausgabefach 5 für Reject-Banknoten abgelegt. In einem
solchen Fall wird über eine Umlenkstelle 34 eine Trennkarte TK synchron in die entstandene
Lücke in den Banknotenstrom eingeschleust. Damit kann jede denkbare Lücke dynamisch
geschlossen werden, auch dann, wenn mehrere Lücken unmittelbar aufeinander folgen.
In diesem Fall werden dann vorzugsweise auch mehrere Trennkarten nacheinander, vorzugsweise
je eine pro fehlende Banknote, in den Banknotenstrom eingeschleust.
[0039] Es ist möglich, daß die gestapelt bereitgestellten Markierungselemente erst dann
vereinzelt und eingeschleust werden, wenn tatsächlich eine Banknotenlücke zu füllen
ist. Um auch bei hohen Geschwindigkeiten noch ein Markierungselement an die passende
Position in den Banknotenstrom einschleusen zu können, kann alternativ auch ein Trennkartenkreislauf
30 eingesetzt werden, wie es in der Figur 4 dargestellt ist. Eine genügend große Menge
von Trennkarten TK wird dabei in einem Eingabefach 31 vorhanden sein, aus dem die
Trennkarten TK dann ununterbrochen vereinzelt, mittels eines Riementransportsystems
36 in einem transportsynchronen Kreislauf gehalten und anschließend wieder mittels
eines Staplerrads 37 in das Eingabefach 31 des Vereinzlers zurückgestapelt werden.
[0040] Wenn dann eine Banknotenlücke zu füllen ist, wird mittels einer Weiche 35 eine Trennkarte
TK aus dem Trennkartenkreislauf ausgeschleust und über die Umlenkstelle 34 synchron
in die entstandene Lücke in den Banknotenstrom 13 eingeschleust. An der Umlenkstelle
kann eine schaltbare mechanische Weiche vorhanden sein. Um ein schnelleres Einschleusen
ohne die Notwendigkeit eines Weichenumschaltens zu ermöglichen, kann auch ein positionsfestes,
nicht schaltbares Umlenkelement eingesetzt werden, daß die Trennkarten TK an der Umlenkstelle
34 in Richtung des angeschlossenen Banknotenstroms 13 umgelenkt.
[0041] Der so vervollständigte Banknotenstrom eines Deposit wird dann in einem von vorzugsweise
mehreren Ausgabefächern 6 abgestapelt, die abwechselnd mit Deposits befüllt werden.
[0042] Die Trennkarten TK können zur Nachbearbeitung des Bündels auch mit Daten über die
ein- und/ oder auszusortierenden Banknoten versehen werden, wie z.B. mit der Seriennummer
der einzufügenden Banknote beschriftet werden, um ein manuelles Einfügen zu erleichtern.
Die Trennkarten können aber auch nur selbst eine Kennung, wie einen individuellen
Barcode aufweisen und die Daten über die ein- und/ oder auszusortierenden Banknoten
dann in einer Datenbank dem jeweiligen Barcode zugeordnet sein.
[0043] Während vorstehend beschrieben wurde, daß zur Markierung von auszutauschenden Banknoten
entweder Markierungselemente in den Stapel eingefügt und/ oder Daten über diese auszutauschenden
Banknoten erzeugt werden, welche nachfolgend zur Nachbearbeitung verwendet werden,
so können die auszusortierenden Reject- und/ oder Unfit-Banknoten auch selbst markiert
werden. Hierdurch wird eine automatische oder manuelle Erkennung dieser Banknoten
bei der Nachbearbeitung der jeweiligen Deposits erleichtert. Hierzu kann z.B. ein
Verfahren angewendet werden, wie es in der
WO 01/85457 A1 beschrieben ist. Vorzugsweise werden allerdings Markierungen auf das Banknotenpapier
aufgebracht, indem sie z.B. mit einer deutlich sichtbaren Tinte bedruckt bzw. besprüht
werden, die eine Fläche von 1 cm
2, besonders bevorzugt von 5 cm
2 der Gesamtfläche einer Banknotenseite ausmachen. Solche offensichtlich sichtbaren
Markierungen erleichtern die Nachbearbeitung zusätzlich.
[0044] Werden die nachzubearbeitenden Bündel zuletzt noch banderoliert, ist alternativ oder
zusätzlich auch denkbar, die Banderole des jeweils betroffenen Bündels entsprechend
zu beschriften oder zu markieren.
[0045] Ein elementarer Vorteil des beschriebenen Systems besteht darin, daß der normale
Prüfprozeß an der Banknotenprüfvorrichtung 1 nicht unterbrochen wird und somit keinen
nachteiligen Einfluß auf den Durchsatz hat.
[0046] An einem maschinenexternen Arbeitsplatz kann entweder maschinell oder manuell die
nummerngetreue Lückenergänzung durch Ersatz der Trennkarte TK bzw. markierten Banknoten
durch eine entsprechend benummerte Ersatzbanknote vorgenommen werden.
[0047] Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer halbautomatischen Nachbearbeitung von
markierten Deposits mit Hilfe einer separaten Nachbearbeitungsvorrichtung 60.
[0048] In ein Eingabefach 61 der Nachbearbeitungsvorrichtung 60 werden alle Banknoten eines
nachzubearbeitenden Deposits eingegeben, die z.B. mittels des Trennkartenkreislaufs
30 der Figur 4 mit Trennkarten versehen worden sind. Wie erwähnt sollen an den durch
die Trennkarten markierten Positionen im Stapel entweder Banknoten, insbesondere unmittelbar
nach der Trennkarte, eingefügt und/oder nachfolgende Banknoten ausgetauscht werden.
Nach Vereinzelung durch den Vereinzeler 62 und Durchlauf durch eine Prüfeinrichtung
63 zur Erkennung der Trennkarten TK, der z.B. durch eine optische Messung zwischen
Banknoten BN und Trennkarten TK unterscheiden kann, werden die Trennkarten TK in das
Ausgabefach 64 ausgegeben.
[0049] Einzufügende Ersatzbanknoten BN sind in einem separaten Fach 65 bereitgestellt und
werden durch eine nicht dargestellte Steuerungseinrichtung der Nachbearbeitungsvorrichtung
60 dann in den Banknotenstrom eingeschleust, wenn eine Trennkarte gerade aus diesem
ausgeschleust wurde. Die Ersatzbanknoten BN können wiederum z.B. entweder komplett
hergestellte Banknoten mit vorgegebenen Seriennummern oder auch seriennummerfreie
Banknoten sein, die bis auf die Anbringung der Seriennummer komplett hergestellt sind.
Im letzgenannten Fall werden die seriennummerfreien Ersatzbanknoten BN nach Vereinzelung
durch einen Vereinzeler 66 durch ein Druckwerk 67 oder eine andere Benummerungseinrichtung
transportiert, in dem bzw. der die jeweilige Seriennummer aufgedruckt wird.
[0050] Der Betrag der jeweils aufzudruckenden Seriennummer kann dabei der Steuerungseinrichtung
der Nachbearbeitungsvorrichtung 60 vorzugsweise über eine drahtgebundene oder drahtlose
Datenverbindung von der Banknotensortiervorrichtung 1, in der die Trennkarten in den
jeweiligen nachzubearbeitenden Banknotenstapel eingefügt worden waren, übermittelt
werden. Alternativ können die Daten über die Seriennummern der einzufügenden Banknoten
auch manuell eingegeben werden. Ferner kann in der Nachbearbeitungsvorrichtung 60
auch eine Prüfeinheit vorhanden sein, welche Daten, wie z.B. die Seriennummer der
vereinzelten Banknoten im Deposit oder auf der Trennkarte vorhandene bzw. dieser zugeordnete
Daten erfaßt, um daraus die Seriennummern der zu bedruckenden Banknoten zu bestimmen.
So kann z.B. dann, wenn in einer ansonsten lückenlosen Seriennummernfolge die Trennkarten
für fehlende Banknoten eingefügt sind, die jeweils nächstfolgend einzuordnende Banknote
mit einer Seriennummer bedruckt werden, die um 1 größer als die Seriennummer der zuletzt
erkannten Banknote vor der jeweiligen Trennkarte ist.
[0051] Nachdem nun die Trennkarten aus- und zugehörige Ersatzbanknoten in den Banknotenstrom
einsortiert wurden, kann eine nachfolgende weitere Prüfeinrichtung 68 vorgesehen sein,
um z.B. zu überprüfen, ob im nun nachbearbeiteten Banknotenstrom eines Deposits tatsächlich
alle Seriennummern in der vorgegebenen Weise vorhanden sind. Sofern dies nicht der
Fall ist, z.B. aufgrund von Druckfehlern des Druckwerks 67, werden die zugehörigen
Banknoten in ein Ausgabefach 69 ausgegeben. Die als akzeptabel geprüften Banknoten
gehen allerdings in ein Ausgabefach 70.
[0052] Sofern bei einem Deposit keine nicht akzeptablen Reject und/ oder Unfit-Banknoten
ins Ausgabefach 69 ausgegeben worden sind, ist das zugehörige Deposits vollständig
im Fach 70 und kann vorzugsweise bereits dort banderoliert und verpackt werden. Sofern
allerdings nicht akzeptable Reject- und/ oder Unfit -Banknoten ins Reject-Fach 69
ausgegeben worden sind, ist das zugehörige Deposit zusammen mit den bereits akzeptierten
Banknoten des Deposits im Fach 70 zu entnehmen und auf konventionelle Weise manuell
nachzubearbeiten.
[0053] Alternativ können auch unabhängig vom Prüfergebnis der weiteren Prüfeinrichtung 68
alle Banknoten eines Deposits in eines der Fächer 69, 70 ausgegeben werden und z.B.
durch eine optische und/oder akustische Anzeige an der Nachbearbeitungsvorrichtung
60, z.B. direkt am jeweils betroffenen Ausgabefach 69, 70 der Bedienperson die Notwendigkeit
zur weiteren Nachbearbeitung des jeweiligen Deposits angezeigt werden.
[0054] Die Prüfeinrichtung 63 der Nachbearbeitungsvorrichtung 60 kann alternativ oder zusätzlich
auch zur Erkennung von markierten Banknoten ausgestaltet sein, indem sie z.B. die
vorstehend genannten aufgesprühten Markierungstinten erkennt. In dem Fall werden diese
erkannten markierten Banknoten in das Ausgabefach 64 aussortiert.
[0055] Vorstehend wurde erläutert, Markierungselemente in den Banknotenstrom einzufügen
oder auszusortierende Banknoten zu markieren, um die Stellen im Stapel zu markieren,
an denen bei der Nachbearbeitung Banknoten aus- und/oder einsortiert werden sollen.
Nach einer weiteren Alternative kann die Nachbearbeitung auch direkt in der Banknotenprüfvorrichtung
1 selbst erfolgen.
[0056] Figur 6 zeigt ein solches Beispiel mit einer Sortiervorrichtung 1. Die zu prüfenden
Banknoten BN werden in das Eingabefach 2 der Sortiervorrichtung 1 eingegeben, mittels
des Vereinzlers 3 vereinzelt durch eine Prüfeinrichtung 4 transportiert, die den Zustand,
insbesondere die Lage und/Qualität des Druckbilds der Banknoten BN prüft. Nachfolgend
werden die Reject- Banknoten, die z.B. aufgrund von Mehrfachabzügen nicht erkannt
werden konnten, in das Ausgabefach 5 und die Unfit- Banknoten, bei denen z.B. Druckfehler
festgestellt wurden, in das Ausgabefach 40 ausgegeben, das gegebenenfalls auch eine
Einrichtung zum Vernichten, wie z.B. zum Zerkleinern der Unfit-Banknoten, einen sogenannten
Shredder aufweisen kann.
[0057] Im Unterschied zum Trennkartenkreislauf der Figur 4 gibt es nun nach Figur 6 einen
analogen Kreislauf von Ersatzbanknoten BN, die bereits vorhergehend auf passende Qualität,
d.h. Druckqualität, lagerichtigen Druck usw. geprüft worden sind und wieder in der
von der Zentralbank geforderten Weise über die Weichen 35 und 34 in den Banknotenstrom
13 eingeschleust werden können, um die vorher ausgeschleusten Reject- und/oder Unfit-Banknoten
eines Deposits zu ersetzen. Dieses Ausführungsbeispiel ist insbesondere dann vorteilhaft
einsetzbar, wenn es nicht auf die Seriennummer der eingefügten Ersatzbanknoten BN
ankommt.
[0058] Nachfolgend durchlaufen alle Banknoten BN noch eine weitere Prüfeinrichtung 41, die
entsprechend der ersten Prüfeinrichtung 4 aufgebaut sein kann und dazu dient, abschließend
noch einmal sicherzustellen, daß die passende Anzahl von Ersatzbanknoten in den Transportstrom
eingeschleust wurde.
[0059] Die so vervollständigten Deposits werden dann abwechselnd in die Ausgabefächer 6
zur weiteren Bearbeitung, wie z.B. Banderolierung und Verpakkung ausgegeben. Sofern
durch die Prüfeinrichtung 41 festgestellt wird, daß die vorbeitransportierten Banknoten
BN einen Fehler aufweisen bzw. nicht erkannt werden können, wird das zugehörige Deposit
besonders gekennzeichnet werden, z.B. auch mittels einer entsprechenden Warnanzeige
am jeweiligen Ausgabefach 6, so daß diese fehlerhaften Deposits manuell nachbearbeitet
werden müssen.
[0060] Eine weitere Idee der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß dann, wenn die Nachbearbeitung
direkt in der Banknotenprüfvorrichtung 1 selbst erfolgt, die Mittel zur Nachbearbeitung,
wie z.B. die Mittel zum Einfügung von Trennkarten nach Figur 4 oder von Ersatzbanknoten
nach Figur 6, in einem separaten Modul der Banknotenprüfvorrichtung 1 vorhanden sind.
Dies hat den Vorteil, daß auch bestehende modular aufgebaute Banknotenprüfvorrichtungen
auf einfachere Weise mit dieser Funktion nachgerüstet werden können.
[0061] Figur 7 zeigt ein zugehöriges Beispiel einer Banknotensortiervorrichtung 1, welche
in ihrem Gehäuse 44 mehrere separate Module 45 bis 50 aufweist. Dies sind exemplarisch
ein Vereinzelermodul 45 mit Eingabefach 2 für Banknoten BN und Vereinzeler 3, ein
Prüfmodul 46 mit Prüfeinrichtung 4, ein Reject-Modul 47 mit Ausgabefach 5, ein Unfit-Modul
48 mit einem Ausgabefach 40 und ein Fit-Banknoten-Modul 50 mit einem Ausgabefach 6.
Gekennzeichnet ist die Banknotensortiervorrichtung 1 nach Figur 7 nun insbesondere
dadurch, daß dem Fit-Banknotenmodul 50 ein weiteres Modul 49 vorgeschaltet ist, welches
ein Mittel 51 zur Nachbearbeitung, im speziellen ein Eingabefach 52 mit Vereinzler
53 aufweist, um beim Auftreten von Reject- und/oder Unfit-Banknoten eines Deposits
gegebenenfalls Ersatzbanknoten und/oder Markierungselemente in den Banknotenstrom
des Deposits einfügen zu können.
[0062] Da die einzelnen Funktionskomponenten der Banknotensortiervorrichtung 1 modular aufgebaut
sind und vorzugsweise normierte Transportübergabestellen aufweisen, um Banknoten von
einem auf ein benachbartes Modul übergeben zu können; kann insbesondere auch das Modul
49 zur Nachbearbeitung noch nachträglich in eine bereits bestehende Banknotensortiervorrichtung
1 eingebaut werden, indem entweder ein anderes nicht zwingend notwendiges Modul ersetzt
oder das Modul 49 zusätzlich an die passende Stelle im Gehäuse montiert wird.
[0063] Nach noch einer weiteren unabhängigen Idee der vorliegenden Erfindung kann der Seriennummerdruck
auch erst in der Prüfvorrichtung selbst erfolgen, indem druckfrische Banknoten, die
noch keine Seriennummer aufweisen, zustandsgeprüft und erst nach Aussortierung der
Unfit-Banknoten die vorgegebenen Seriennummern auf die verbleibenden Banknoten mit
passender Qualität aufgedruckt werden. Diese Prüfung der Banknoten bereits vor und
nicht erst nach dem Seriennummerdruck führt zu einem deutlich verringerten Seriennummern-
Druckaufwand als eine übliche Prüfung, bei der in einer Maschine erst die bereits
komplett bedruckten Banknoten geprüft werden.
[0064] Gemäß des Ausführungsbeispiels nach Figur 8 werden Banknoten BN, die bis auf den
fehlenden Seriennummernaufdruck bereits komplett hergestellt sind und bereits alle
anderen elektrischen, magnetischen und optischen Sicherheitsmerkmale aufweisen, in
das Eingabefach 2 einer Banknotensortiervorrichtung 1 eingegeben, durch den Vereinzeler
3 vereinzelt, durch eine Prüfeinrichtung 4 auf ihre Qualität, wie z.B. die Qualität
und Lage des Druckbilds hin geprüft, die nicht erkannten Reject-Banknoten in ein Fach
5 und die erkannten Unfit-Banknoten in ein Fach 40 ausgegeben.
[0065] Die verbleibenden Fit-Banknoten werden anschließend mittels eines Seriennummerndruckwerks
75 mit einer fortlaufenden Seriennummer versehen. Als Druckwerk kann z.B. entweder
ein mechanisches Druckwerk oder z.B. auch ein Laserdruckwerk eingesetzt werden, welches
die Seriennummern in das Banknotenpapier einbrennt. Danach werden die mit Seriennummer
versehenen Banknoten vorzugsweise noch einmal in einer weiteren Prüfeinrichtung 76
geprüft, in der insbesondere das korrekte Aufdrucken der Seriennummern kontrolliert
wird.
[0066] Anschließend werden die dann noch erkannten Unfit-Banknoten in ein Fach 77 und die
erkannten Fit-Banknoten mit passender Qualität entsprechend vorgegebener Prüfkriterien
gesammelt für ein Deposit in eines der Ausgabefächer 78 bzw. 79 ausgegeben. Nachdem
dabei beispielsweise eine vorgegebene Anzahl von Banknoten entsprechend eines gewünschten
Deposits in das Fach 78 abgestapelt wurde, werden die nachfolgenden Banknoten eines
anderen Deposits in das andere Fach 79 abgestapelt, um Zeit zu haben, das Deposit
im Fach 78 herausnehmen bzw. automatisch abtransportieren zu kömnen. Die so fertiggestellten
Deposits werden dann in der Banknotensortiervorrichtung 1 selbst oder mit einem externen
Gerät banderoliert und verpackt.
[0067] Dieses Ausführungsbeispiel hat den Vorteil, daß aufgrund der Prüfung der seriennummerfreien
Banknoten auf besonders effektive Weise geprüfte Deposits mit beliebigen Seriennummernfolgen
bereitgestellt werden können, ohne die Notwendigkeit einer externen Nachbearbeitung
wegen Reject-/Unfit-Banknoten.
[0068] In dem Fall allerdings, daß eine ununterbrochene Seriennummerfolge der Banknoten
eines Deposits erwünscht ist, aber nach dem Seriennummerdruck noch durch die weitere
Prüfeinrichtung 76 fehlerhafte Banknoten BN aussortiert worden sind, so daß die jeweiligen
Seriennummern fehlen, ist notwendig, daß der entsprechende fehlerhafte Stapel im dem
jeweiligen Ausgabefach 77, 78 noch nachbearbeitet werden muß.
[0069] Sofern ein genügender Abstand zwischen den einzelnen zu prüfenden Banknoten BN vorhanden
ist, kann auch vorgesehen sein, daß die Seriennummer einer durch die weitere Prüfeinrichtung
76 als fehlerhaft erkannten Banknoten dann auf die unmittelbar nachfolgende noch nicht
seriennummerbedruckte Banknote gedruckt wird. Wenn diese durch die weitere Prüfeinrichtung
76 als nicht fehlerhaft geprüft und ins jeweilige Ausgabefach 78, 79 abgestapelt wird,
kann vermieden werden, daß es noch nachzubearbeitende Banknotendeposits gibt. Ist
auch diese nächstfolgende Banknote als fehlerhaft geprüft worden, wird entsprechend
die danach folgende Banknote auch wieder mit der entsprechenden Seriennummer bedruckt.
[0070] Sofern der Abstand zwischen den einzelnen zu prüfenden und zu bedrukkenden Banknoten
nicht so groß ist, daß das vorhergehende Ausführungsbeispiel anwendbar ist, kann auch
vorgesehen sein, daß nach einer durch die weitere Prüfeinrichtung 76 als fehlerhaft
erkannten Banknote, nicht die unmittelbar nächste Banknote mit deren Seriennummer
bedruckt wird, sondern eine weiter nachfolgende noch seriennummerfreie Banknote im
Banknotenstrom mit der entsprechenden Seriennummer bedruckt wird, nach erfolgreicher
Prüfung wieder ins jeweilige Ausgabefach 78 bzw. 79 abgestapelt wird und alle dazwischen
bedruckten Banknoten, unabhängig vom Ergebnis der Prüfung in ein separates Fach aussortiert
werden. Hierdurch kann ebenfalls sichergestellt werden, daß es keine noch nachzubearbeitenden
Banknotendeposits gibt. Die beiden letzgenannten Varianten lassen sie auch dann positiv
anwenden, wenn es in der Prüfvorrichtung keine Prüfung der seriennummerfreien, sondern
erst der mit der Seriennummer bedruckten Banknoten durchgeführt wird.
[0071] Ein weiterer wesentlicher Vorteil solcher Vorrichtungen mit integrierter Nachbearbeitung
ist es, daß durch die Integration der Nachbearbeitung in die Prüfvorrichtung auch
ein unerlaubter Zugriff auf die geprüften Banknoten unterbunden wird. Dies kann insbesondere
dadurch noch unterstützt werden, daß auch das Banderolieren und/ oder Verpacken von
Banknotenbündeln in dem vor einem externen Zugriff geschützten Bereich der Prüfvorrichtung
erfolgt.
[0072] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 8 werden die Banknoten vorzugsweise mit derselben
Geschwindigkeit bedruckt wie sie in den daran angeschlossenen Transportzweigen transportiert
werden. Sofern das Seriennummerdruckwerk 75 allerdings mehr Zeit benötigt, um zur
nächsten zu druckenden Seriennummer umzuschalten, können entweder mehrere Serierummmerdruckwerke
75 hintereinander vorgesehen sein, die z.B. abwechselnd bedrucken oder es können mehrere
Transportzweige mit je zumindest einem Seriennummerdruckwerk 75 vorgesehen sein, wie
es beispielsweise in der Figur 9 dargestellt ist.
[0073] Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen der Figur 8 insbesondere
dadurch, daß die einzelnen durch die Prüfeinrichtung 4 als akzeptabel geprüften Banknoten
abwechselnd in einen von drei Transportzweigen umgelenkt werden, die je ein Seriennummerdruckwerk
75 und ein nachfolgendes Ausgabefach 78 aufweisen. Hierdurch besteht ein größerer
Abstand zwischen den einzelnen zu bedruckenden Banknoten in den einzelnen Zweigen.
[0074] Gemäß dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Figur 10 kann auch vorgesehen sein, daß
im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach Figur 9 nicht jeder Zweig ein eigenes
Ausgabefach zur Aufnahme der bedruckten Banknoten hat, sondern es zumindest ein für
mehrere Zweige gemeinsames Ausgabefach 78 gibt, im abgebildeten Fall z.B. ein Fach
78 für alle drei Transportzweige.
[0075] Während bei allen drei vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der Figuren
8 bis 10 die Transportgeschwindigkeit der vereinzelten Banknoten in der Vorrichtung
1 vorzugsweise im wesentlichen konstant ist, kann insbesondere bei Druckwerken 75
mit geringerer Druckgeschwindigkeit eine Geschwindigkeitsreduktion der Banknoten vor
Durchlauf durch das Druckwerk 75 durchgeführt werden. Dies kann bei einem Rollentransport
z.B. durch einen Antrieb der Transportrollen im Bereich vor dem Druckwerk 75 mit verminderter
Geschwindigkeit erfolgen.
[0076] Vorzugsweise kann allerdings auch ein Ausführungsbeispiel gemäß Figur 11 realisiert
werden, bei dem die zu bedruckenden Banknoten abwechselnd in mehrere Transportzweige
übergeben werden, die jeweils ein Abstapelmittel, wie ein Staplerrad 90 aufweisen,
das in üblicher Weise ein Spiralfachstaplerrad 91, einen Ausstreifer 92 und eine Ablagefläche
93 zum Abstapeln der ausgestreiften Banknoten BN aufweist. Indem nun die auf der Ablagefläche
93 aufliegende Banknote BN wieder durch eine Abzugseinrichtung 94 in eine Richtung
T zu einem nachfolgenden Druckwerk mit anschließendem Ausgabefach 78 transportiert
wird, ist es möglich auf besonders einfache Weise eine geregelte Reduktion der Transportgeschwindigkeit
der Banknoten BN auf die für das Druckwerk 75 notwendige Geschwindigkeit zu erreichen.
[0077] Um trotz der Geschwindigkeitsreduktion einen ausreichend hohen Durchsatz der mit
höherer Geschwindigkeit zu den Staplerrädern 90 antransportierten Banknoten BN zu
ermöglichen, können dabei, wie es in der Figur 11 dargestellt ist, vorzugsweise mehrere
Transportzweige mit zugehörigen Mitteln zur Geschwindigkeitsreduktion (Staplerrad
90) und anschließendem Druckwerk vorhanden sein.
[0078] Im speziellen wird also beim Ausführungsbeispiel der Figur 11 nur jede dritte Banknote
des Banknotenstroms eines Deposits in das Staplerrad 90 eines jeden Transportzweiges
eingeschossen werden. Dadurch wird genügend Zeit zum Abtransport der einzigen auf
der Auflagefläche 93 aufliegenden Banknote vorhanden sein. Falls allerdings der Abtransport
der auf der Ablagefläche 93 aufliegenden Banknoten nicht schnell genug erfolgt, so
daß dort mehrere Banknoten gestapelt abgelegt werden, kann die Abzugseinrichtung 94
auch einen Vereinzeler zum Vereinzeln der auf der Ablagefläche 94 aufliegenden Banknoten
BN aufweisen.
[0079] Optional kann auch bei diesen Ausführungsbeispielen nach den Figuren 9 bis 11 jeweils
eine dem Seriennummerdruckwerk 75 nachgeschaltete weitere Prüfeinrichtung zur Prüfung
zumindest des Seriennummerndrucks und gegebenfalls einer nachfolgenden Verzweigung
zu mehreren Ausgabefächern (z.B. für Fit- vs. Unfit- Banknoten) vorgesehen sein.
[0080] Nach einer weiteren Idee der vorliegenden Erfindung kann zum Einfügen von Ersatzbanknoten
oder Markierungselementen oder zur Markierung von auszutauschenden Banknoten weiterhin
auch eine Spindelzählvorrichtung eingesetzt werden. Dies sind Geräte, bei denen ein
Banknotenbündel einseitig eingeklemmt und die Banknoten nacheinander einzelnen aufgeblättert
werden, um die Banknoten im Stapel schnell zählen und/ oder prüfen zu können, wie
es z.B. in der
DE 195 40156 A1 der Anmelderin beschrieben ist.
[0081] Wenn aufgrund einer vorherigen Prüfung, z.B. in der Spindelzählvorrichtung selbst
oder in einer vorgeschalteten Banknotensortiervorrichtung, bereits feststeht, an welchen
Stellen im Stapel Banknoten einzufügen bzw. auszutauschen sind, so können z.B. Markierungselemente
in den aufgeblätterten Stapel in der richtigen Position eingefügt werden oder die
jeweiligen auszusortierenden Banknoten z.B. durch Besprühen markiert werden, um ein
schnelleres Auffinden dieser Banknoten bei der späteren Nachbearbeitung zu vereinfachen.
Zum das automatische und oder manuelle Einfügen von Ersatzdokumenten in den Stapel
zu vereinfachen, kann entsprechend der Beschreibung zum Zählgerät 20 des Ausführungsbeispiels
der Figur 3 der Aufblättervorgang der Spindelzählvorrichtung unterbrochen werden,
wenn ein Ersatzdokument einzufügen und/oder eine Markierung anzubringen ist.
[0082] Wie bereist mehrfach erwähnt wurde, wird in den Vorrichtungen, in denen Banknoten
in ein nachzubearbeitendes Banknotendeposits eingefügt werden, vorzugsweise auch eine
nachfolgende Überprüfung und zumindest Zählung der nachbearbeiteten Banknoten erfolgen,
um sicherzustellen, daß nicht doch irrtümlich zu viele oder zu wenige Banknoten in
einem Deposit vorhanden sind. Alternativ oder zusätzlich kann diese automatische Zählung
auch in einem externen Gerät und bevorzugt vor der Banderolierung und Verpakkung mit
demselben erfolgen. So kann z.B. ein Gerät bereitgestellt werden, daß die eingegebenen
Banknoten nicht sortiert, sondern lediglich zählt und die gezählten Banknoten dann
banderoliert und optional verpackt.
[0083] Abschließend sei betont, daß die Erfindung nicht nur auf das Prüfen und Anbringen
von Seriennummern beschränkt ist, sondern statt dessen auch andere Individualisierungsdaten,
welche die einzelnen Wertdokumente voneinander unterscheiden, angebracht bzw. geprüft
werden können. So können in einer Individualiserungseinrichtung z.B. auch ein individuelle
Barcode auf eine nicht-individualiserte, d.h. noch nicht mit diesen Individualisierungsdaten
versehene Banknote aufgedruckt oder individuelle Daten in einen Chip der Banknote
vorzugsweise irreversibel eingeschrieben werden.
1. System zur Qualitätsprüfung von Wertdokumenten, wie Banknoten (BN) oder Schecks vor
dem ersten in Umlaufbringen, umfassend eine Prüfvorrichtung (1) mit einem Eingabefach
(2) für einen Stapel von zu prüfenden, noch nicht in Umlauf gebrachten Wertdokumenten
(BN), eine Prüfeinrichtung (4) zur Prüfung und Klassifizierung des Zustands der in
das Eingabefach eingegebenen Wertdokumenten, ein oder mehrere Ablagefächern (5, 6)
zur gestapelten Ablage der geprüften Wertdokumente in Abhängigkeit von der durch die
Prüfeinrichtung ermittelten Klassifizierung und vorgegebenen Stapelkriterien,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stapelkriterien die Anzahl und/oder Individualisierungsdaten, insbesondere eine
Seriennummer, der gestapelten Wertdokumenten betreffen,
daß Mittel (12, 20, 60) zur Nachbearbeitung derjenigen durch die Prüfvorrichtung (1)
geprüften Wertdokumentstapel vorgesehen sind, welche die vorgegebenen Stapelkriterien
nicht erfüllen, und
daß die Mittel (12, 20, 60) zur Nachbearbeitung Ersatzdokumente in den Transportstrom
(13) und/oder den Stapel der in das Eingabefach (2) eingegebene und geprüften Wertdokumente
einfügen und/ oder geprüfte Wertdokumente in Abhängigkeit der durch die Prüfeinrichtung
(4) ermittelten Klassifizierung und/oder der vorgegebenen Stapelkriterien markieren
und/oder eine Individualisierungseinrichtung (75) umfassen, welche nicht-individualisierte
Wertdokumente individualisiert, insbesondere seriennummerfreie, Wertdokumenten mit
Seriennummern versieht, und/oder daß die Mittel (12, 20, 60) zur Nachbearbeitung eine
Steuerungseinrichtung (8) der Prüfvorrichtung (1) umfassen, die Daten über die Position
von in den Stapel einzufügenden Ersatzdokumenten (BN, TK) erzeugt.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung (1) einen Vereinzeler (3) zum Vereinzeln der in das Eingabefach
eingegebenen Wertdokumente und Erzeugen eines Transportstroms (13) von vereinzelten
Wertdokumente aufweist und die Prüfeinrichtung (4) zur Prüfung und Klassifizierung
des Zustands der vereinzelten Wertdokumente dient.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen oder mehrere der Prüfvorrichtung (1) zugeordnete externe Nachbearbeitungsplätze
(12) zur Nachbearbeitung derjenigen durch die Prüfvorrichtung geprüften Wertdokumente
gibt, welche die vorgegebenen Stapelkriterien nicht erfüllen.
4. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapel von Wertdokumenten, welche vorgegebene Stapelkriterien nicht erfüllen,
in unbanderoliertem und unverpackten Zustand von der Prüfvorrichtung (1) zum Nachbearbeitungsplatz
(12) transportiert werden.
5. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (30, 75) zur Nachbearbeitung Bestandteil der Prüfvorrichtung (1) sind.
6. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unter Einsatz des Mittels (30, 75) zur Nachbearbeitung unabhängig von der durch die
Prüfeinrichtung ermittelten Klassifizierung, ein Stapel von Wertdokumenten in das
Ablagefach (6) ausgegeben wird, welcher die vorgegebenen Stapelkriterien erfüllt.
7. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung (1) zwischen der Prüfeinrichtung (4) und den Ablagefächern (5,
6) Mittel (30) zur Einfügung der Ersatzdokumente (TK, BN) in den Transportstrom (13)
der geprüften Wertdokumente aufweist, wobei die Ersatzdokumente in Abhängigkeit der
durch die Prüfeinrichtung ermittelten Klassifizierung und/oder der vorgegebenen Stapelkriterien
in den Transportstrom der geprüften Wertdokumente eingefügt werden.
8. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinrichtung (4) gemäß vorgegebener Prüfkriterien die Wertdokumente zumindest
in die Kategorien akzeptable und nicht-akzeptable Wertdokumente klassifiziert.
9. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Nachbearbeitungsplatz (12) eine Nachbearbeitungsvorrichtung (20, 60) zur automatischen
oder automatisch unterstützten Nachbearbeitung verwendet wird.
10. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Nachbearbeitung Bestandteil der Nachbearbeitungsvorrichtung (20, 60)
sind.
11. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbearbeitungsvorrichtung (20, 60) per Datenleitung mit der Prüfvorrichtung
(1) verbunden ist.
12. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Individualisierungseinrichtung (75) die nicht-individualisierten Wertdokumente
in Abhängigkeit von der durch die Prüfeinrichtung ermittelten Klassifizierung und/
oder der Stapelkriterien individualisiert, wie z.B. mit Seriennummern versieht.
13. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinrichtung (4) der Prüfvorrichtung (1) nicht-individualisierte, wie seriennummerfreie
Wertdokumente prüft und das Nachbearbeitungsmittel eine Individualisierungseinrichtung
(75), wie eine Benummerungseinrichtung (75) zum Versehen der seriennummerfreien Wertdokumente
mit Seriennummern aufweist.
14. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Individualisierungseinrichtung (75) mit Individualisierungsdaten versehenen
Wertdokumente zum Einfügen in den Transportstrom (13) und/ oder den Stapel der in
das Eingabefach (2) eingegebenen und durch die Prüfvorrichtung (1) geprüfte Wertdokumente
verwendet werden.
15. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nachdem die Prüfeinrichtung (4, 76) der Prüfvorrichtung (1) ein Wertdokumente als
nicht akzeptabel kategorisiert hat, die Individualisierungseinrichtung (75) die unmittelbar
nächste oder ein nach dem unmittelbar nächsten Wertdokument folgendes Wertdokument
mit den Individualisierungsdaten des als nicht akzeptabel kategorisierten Wertdokuments
bedruckt.
16. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Individualisierungseinrichtung (75) ein Bestandteil der Prüfvorrichtung und/
oder der Nachbearbeitungsvorrichtung ist.
17. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Individualisierungseinrichtung (75) eine weitere Prüfeinrichtung (76) nachgeschaltet
ist.
18. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Individualisierungseinrichtungen (75) gibt, wobei die mit Individualisierungsdaten
versehenen Wertdokumenten in ein der Individualisierungseinrichtung zugeordnetes Ablagefach
(78) ausgegeben werden.
19. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es zumindest ein mit mehreren Individualisierungseinrichtungen (75) verbundenes Ablagefach
(78) gibt.
20. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Individualisierungseinrichtung (75) ein Mittel zur Geschwindigkeitsreduktion
(90) der nicht-individualisierten Wertdokumente vorgeschaltet ist.
21. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet, durch eine Steuerungseinrichtung (8) der Prüfvorrichtung (1), die Daten über die Position
von in den Stapel einzufügenden Ersatzdokumenten (BN, TK) erzeugt, wenn der in das
Ablagefach (6) ausgegebene Stapel nicht den vorgegebenen Stapelkriterien genügt.
22. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Steuerungseinrichtung (8) der Prüfvorrichtung (1) erzeugten Daten über
die Position von in den Stapel einzufügenden Ersatzdokumenten der Nachbearbeitungsvorrichtung
(20, 60) automatisch übermittelt und/ oder in die Nachbearbeitungsvorrichtung manuell
eingegeben werden.
23. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ersatzdokumente Markierungselemente wie z.B. Trennkarten (TK) sind, welche die
Position von in den Stapel einzufügenden oder auszutauschenden Wertdokumenten markieren
und/ oder die Ersatzdokumente Wertdokumente (BN) sind, welche gemäß der vorgegebenen
Stapelkriterien in den Transportstrom der geprüften Wertdokumente und/oder den Stapel
der geprüften Banknoten eingefügt werden
24. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ersatzdokumente aus einem Ersatzdokumentenkreislauf (30) in den Transportstrom
(13) der geprüften Wertdokumente eingefügt werden.
25. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung und/oder die Nachbearbeitungsvorrichtung ein Gehäuse (44) mit
mehreren separaten Modulplätzen (45-50) aufweist, an denen austauschbar Module unterschiedlicher
Funktionen montiert sind und eines der Module (49) das Mittel zur Einfügung von Ersatzdokumenten
ist.
26. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung und/ oder die Nachbearbeitungsvorrichtung eine Vorrichtung zur
Vereinzelung und/ oder zum Aufblättern eines Stapels von Wertdokumenten und zur nachfolgenden
Stapelung des vereinzelten und/oder aufgeblätterten Stapels ist.
27. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Vereinzelungs- und/oder Aufblätterungs- und/ oder Stapelvorgang in Abhängigkeit
von Daten über die Position von in den Stapel einzufügenden Ersatzdokumenten gestoppt
wird, um die Ersatzdokumente in den Stapel an der passenden Stelle einfügen zu können.
28. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbearbeitungsvorrichtung (60) ein Eingabefach (61) für einen Stapel von zu
prüfenden Dokumenten, wobei die zu prüfenden Dokumente markierungsfreie Wertdokumente
und Markierungselemente und/ oder markierte Wertdokumente umfassen, einem Vereinzeler
(62) zum Vereinzeln der in das Eingabefach eingegebenen Dokumente und zum Erzeugen
eines Transportstroms (13) von vereinzelten Dokumente, eine Prüfeinrichtung (63),
um Markierungselemente und/ oder markierte Wertdokumente erkennen zu können, eine
Ablage (64) zur getrennten Ablage der Markierungselemente und/ oder markierten Wertdokumente,
und einem Mittel (66) zur Einfügung von Ersatzdokumenten in den Transportstrom an
den durch die Markierungselemente und/ oder die markierten Wertdokumente gekennzeichneten Stellen aufweist.
29. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Mittel zur Nachbearbeitung eine Banderoliereinrichtung (15) und/ oder eine Verpackungseinrichtung
zur Banderolierung bzw. Verpackung der nachbearbeiteten Wertdokumentenstapel nachgeschaltet
ist.
30. System nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbearbeitungsvorrichtung eine Banderoliereinrichtung und/ oder eine Verpackungseinrichtung
zur Banderolierung bzw. Verpackung der nachbearbeiteten Wertdokumentenstapel aufweist.
1. A system for the quality check of documents of value, such as bank notes (BN) or checks
before the first bringing into circulation, comprising a checking apparatus (1) having
an input pocket (2) for a stack of documents of value (BN) to be checked, not yet
brought into circulation, a checking device (4) for the check and classification of
the state of the documents of value inputted in the input pocket, one or a plurality
of storage pockets (5, 6) for storing the checked documents of value in a stacked
fashion in dependence on the classification determined by the checking device and
on predetermined stacking criteria, characterized in
that the stacking criteria relate to the quantity and/ or individualizing data, in particular
a serial number, of the stacked documents of value,
that devices (12, 20, 60) for the postprocessing of those stacks of documents of value
checked by the checking apparatus (1) are provided, which do not meet the predetermined
stacking criteria, and
that the devices (12, 20, 60) for the postprocessing insert replacement documents into
the transport stream (13) and/ or the stack of documents of value inputted in the
input pocket (2) and checked, and/ or mark checked documents of value in dependence
on the classification determined by the checking device (4) and/or on the predetermined
stacking criteria, and/or comprise an individualization unit (75) which individualizes
non-individualized documents of value, provides documents of value, in particular
those free of serial numbers with serial numbers, and/or that the devices (12, 20,
60) for the postprocessing comprise a control device (8) of the checking apparatus
(1) which generates data on the position of replacement documents (BN, TK) to be inserted
into the stack.
2. The system according to claim 1, characterized in that the checking apparatus (1) has a singler (3) for singling the documents of value
inputted in the input pocket and producing a transport stream (13) of singled documents
of value, and the checking device (4) serves to check and classify the state of the
singled documents of value.
3. The system according to claim 1 or 2, characterized in that there are one or a plurality of external postprocessing places (12) associated to
the checking apparatus (1) for the postprocessing of those documents of value checked
by the checking apparatus that do not meet the predetermined stacking criteria.
4. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the stacks of documents of value that do not meet predetermined stacking criteria
are transported in an unstrapped and unpackaged state from the checking apparatus
(1) to the postprocessing place (12).
5. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the devices (30, 75) for the postprocessing are part of the checking apparatus (1).
6. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that, employing the device (30, 75) for the postprocessing, independent of the classification
determined by the checking device, a stack of documents of value that meets the predetermined
stacking criteria is outputted to the storage pocket (6).
7. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that between the checking device (4) and the storage pockets (5, 6) the checking apparatus
(1) has devices (30) for inserting the replacement documents (TK, BN) into the transport
stream (13) of the checked documents of value, the replacement documents being inserted
into the transport stream of the checked documents of value in dependence on the classification
determined by the checking device and/ or on the predetermined stacking criteria.
8. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the checking device (4) classifies the documents of value according to predetermined
checking criteria at least into the categories acceptable and unacceptable documents
of value.
9. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that at the postprocessing place (12) a postprocessing apparatus (20, 60) is used for
the automatic postprocessing or automatically supported postprocessing.
10. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the devices for the postprocessing are part of the postprocessing apparatus (20,
60).
11. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the postprocessing apparatus (20, 60) is connected with the checking apparatus (1)
per data line.
12. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the individualization unit (75) individualizes the non-individualized documents of
value in dependence on the classification determined by the checking device and/or
on the stacking criteria, such as e.g. provides them with serial numbers.
13. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the checking device (4) of the checking apparatus (1) checks non-individualized documents
of value, such as documents of value not having serial numbers, and the postprocessing
device has an individualization unit (75), such as a numbering apparatus (75) for
providing the documents of value not having serial numbers with serial numbers.
14. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the documents of value provided with individualizing data by the individualization
unit (75) are used for the insertion into the transport stream (13) and/ or the stack
of documents of value inputted in the input pocket (2) and checked by the checking
apparatus (1).
15. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that after the checking device (4, 76) of the checking apparatus (1) has categorized a
document of value as unacceptable, the individualization unit (75) prints the immediately
next document of value, or a document of value following after the immediately next
one, with the individualizing data of the document of value categorized as unacceptable.
16. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the individualization unit (75) is a part of the checking apparatus and/ or of the
postprocessing apparatus.
17. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a further checking device (76) is downstream of the individualization unit (75).
18. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that there are a plurality of individualization units (75), the documents of value provided
with individualizing data being outputted into a storage pocket (78) associated to
the individualization unit.
19. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that there is at least one storage pocket (78) connected with a plurality of individualization
units (75).
20. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that upstream of the individualization unit (75) there is a device (90) for reducing the
speed of the non-individualized documents of value.
21. The system according to at least one of the preceding claims, characterized by a control device (8) of the checking apparatus (1) which generates data on the position
of replacement documents (BN, TK) to be inserted into the stack, when the stack outputted
to the storage pocket (6) does not meet the predetermined stacking criteria.
22. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the data on the position of replacement documents to be inserted into the stack generated
by the control device (8) of the checking apparatus (1) are automatically transmitted
to the postprocessing apparatus (20, 60) and/ or are manually entered in the postprocessing
apparatus.
23. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the replacement documents are marking elements such as e.g. separator cards (TK)
which mark the position of documents of value to be inserted into the stack or to
be replaced, and/or the replacement documents are documents of value (BN) which are
inserted according to the predetermined stacking criteria into the transport stream
of the checked documents of value and/ or the stack of the checked bank notes.
24. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the replacement documents are inserted from a replacement document circuit (30) into
the transport stream (13) of the checked documents of value.
25. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the checking apparatus and/or the postprocessing apparatus has a housing (44) with
a plurality of separate module slots (45-50) at which are mounted in a replaceable
fashion modules of different functions and one of the modules (49) is the device for
inserting replacement documents.
26. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the checking apparatus and/or the postprocessing apparatus is an apparatus for singling
and/or for separating a stack of documents of value and for subsequently stacking
the singled and/or separated stack.
27. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the singling and/or separating and/or stacking process is stopped in dependence on
data on the position of replacement documents to be inserted into the stack, in order
to insert the replacement documents at the suitable position into the stack.
28. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the postprocessing apparatus (60) has an input pocket (61) for a stack of documents
to be checked, the documents to be checked comprising mark-free documents of value
and marking elements and/ or marked documents of value, a singler (62) for singling
the documents inputted in the input pocket and for producing a transport stream (13)
of singled documents, a checking device (63) in order to recognize marking elements
and/or marked documents of value, a storage space (64) for separately storing the
marking elements and/or marked documents of value, and a device (66) for inserting
replacement documents into the transport stream at the positions marked by the marking
elements and/or the marked documents of value.
29. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that downstream of the device for the postprocessing there is a strapping unit (15) and/or
a packaging unit for strapping and packaging the postprocessed stacks of documents
of value.
30. The system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the postprocessing apparatus has a strapping unit and/ or a packaging unit for strapping
and packaging the postprocessed stacks of documents of value.
1. Système de vérification de qualité de documents de valeur tels que billets de banque
(BN) ou chèques avant la première mise en circulation, comprenant un dispositif de
vérification (1) comportant un compartiment d'alimentation (2) destiné à une pile
de documents de valeur (BN) à vérifier non encore mis en circulation, un équipement
de vérification (4) pour la vérification et la classification de l'état des documents
de valeur introduits dans le compartiment d'alimentation, un ou plusieurs compartiments
de dépose (5, 6) pour la dépose sous forme empilée, en fonction de la classification
déterminée par l'équipement de vérification et des critères d'empilage prédéterminés,
des documents de valeur vérifiés,
caractérisé
en ce que les critères d'empilage concernent le nombre et/ou les données d'individualisation,
notamment un numéro de série, des documents de valeur empilés,
en ce que des moyens (12, 20, 60) sont prévus pour le post-traitement des piles de documents
de valeur qui, parmi celles qui ont été vérifiées par le dispositif de vérification
(1), ne remplissent pas les critères d'empilage prédéterminés, et que les moyens (12,
20, 60) de post-traitement insèrent des documents de remplacement dans le flux de
transport (13) ou dans la pile des documents de valeur introduits dans le compartiment
d'alimentation (2) et vérifiés et/ou marquent en fonction de la classification déterminée
par l'équipement de vérification (4) et/ou des critères d'empilage prédéterminés des
documents de valeur vérifiés et/ou comprennent un équipement d'individualisation (75)
qui individualise des documents de valeur non individualisés, notamment pourvoit de
numéros de série les documents de valeur non pourvus de numéro de série, et/ou en
ce que les moyens (12, 20, 60) de post-traitement comprennent un équipement de commande
(8) du dispositif de vérification (1) qui génère des données concernant la position
de documents de remplacement (BN, TK) à insérer dans la pile.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de vérification (1) comporte un déliasseur (3) destiné à déliasser
les documents de valeur introduits dans le compartiment d'alimentation et à générer
un flux de transport (13) de documents déliassés et en ce que l'équipement de vérification (4) sert à la vérification et à la classification de
l'état des documents de valeur déliassés.
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il y a un ou plusieurs postes de post-traitement (12) externes affectés au dispositif
de vérification (1) pour le post-traitement des documents de valeur qui, parmi ceux
qui ont été vérifiés par le dispositif de vérification, ne remplissent pas les critères
d'empilage prédéterminés.
4. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce les piles de documents de valeur ne remplissant pas des critères d'empilage prédéterminés
sont transportées sous forme non banderolée et non emballée du dispositif de vérification
(1) au poste de post-traitement (12).
5. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce les moyens (30, 75) de post-traitement sont des parties constituantes du dispositif
de vérification (1).
6. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, indépendamment de la classification déterminée par l'équipement de vérification,
une pile de documents de valeur satisfaisant aux critères d'empilage prédéterminés
est déposée dans le compartiment de dépose (6), le moyen (30, 75) de post-traitement
étant utilisé pour cela.
7. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de vérification (1) comporte entre l'équipement de vérification (4)
et les compartiments de dépose (5, 6) des moyens (30) pour insérer les documents de
remplacement (BN, TK) dans le flux de transport (13) des documents de valeur vérifiés,
les documents de remplacement étant, en fonction de la classification déterminée par
l'équipement de vérification et/ou en fonction des critères d'empilage prédéterminés,
insérés dans le flux de transport des documents de valeur vérifiés.
8. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'équipement de vérification (4) classifie selon des critères de vérification prédéterminés
les documents de valeur en les catégories documents de valeur acceptables et non acceptables.
9. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de post-traitement (20, 60) est utilisé au poste de post-traitement
(12) pour le post-traitement automatique ou à assistance automatique.
10. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de post-traitement sont des parties constituantes du dispositif de post-traitement
(20, 60).
11. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de post-traitement (20, 60) est relié par ligne de données avec le
dispositif de vérification (1).
12. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'équipement d'individualisation (75) individualise en fonction de la classification
déterminée par l'équipement de vérification et/ou en fonction des critères d'empilage
les documents de valeur non individualisés, les pourvoyant par exemple de numéros
de série.
13. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'équipement de vérification (4) du dispositif de vérification (1) vérifie des documents
de valeur non individualisés, tels que les documents de valeur sans numéro de série,
et en ce que le moyen de post-traitement comporte un équipement d'individualisation (75) tel qu'un
équipement de numérotage (75) pour pourvoir de numéros de série les documents de valeur
sans numéro de série.
14. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les documents de valeur pourvus de données d'individualisation par l'équipement d'individualisation
(75) sont utilisés pour l'insertion dans le flux de transport (13) et/ou dans la pile
des documents de valeur introduits dans le compartiment d'alimentation (2) et vérifiés
par le dispositif de vérification (1).
15. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après que l'équipement de vérification (4, 76) du dispositif de vérification (1)
a catégorisé un document de valeur comme étant non acceptable, l'équipement d'individualisation
(75) imprime sur le document de valeur directement suivant ou sur un document de valeur
consécutif au document de valeur directement suivant les données d'individualisation
du document de valeur catégorisé comme étant non acceptable.
16. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'équipement d'individualisation (75) est une partie constituante du dispositif de
vérification et/ou de l'équipement de post-traitement.
17. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un autre équipement de vérification (76) est couplé en aval de l'équipement d'individualisation
(75).
18. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il y a plusieurs équipements d'individualisation (75), les documents de valeur pourvus
de données d'individualisation étant déposés dans un compartiment de dépose (78) affecté
à l'équipement d'individualisation.
19. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il y a au moins un compartiment de dépose (78) relié avec plusieurs équipements d'individualisation
(75).
20. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen de réduction de vitesse (90) des documents de valeur non individualisés est
couplé en amont de l'équipement d'individualisation (75).
21. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé par un équipement de commande (8) du dispositif de vérification (1) qui, quand la pile
déposée dans le compartiment de dépose (6) ne remplit pas les critères d'empilage
prédéterminés, génère des données concernant la position de documents de remplacement
(BN, TK) à insérer dans la pile.
22. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données concernant la position de documents de remplacement (BN, TK) à insérer
dans la pile générées par l'équipement de commande (8) du dispositif de vérification
(1) sont transmises automatiquement au dispositif de post-traitement (20, 60) et/ou
manuellement dans le dispositif de post-traitement.
23. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les documents de remplacement sont des éléments de marquage tels que p.ex. cartes
de séparation (TK) qui marquent la position de documents de valeur à insérer dans
la pile ou à échanger et/ou en ce que les documents de remplacement sont des documents de valeur (BN) qui sont, selon les
critères d'empilage prédéterminés, insérés dans le flux de transport des documents
de valeur vérifiés et/ou dans la pile des billets de banque vérifiés.
24. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les documents de remplacement sont insérés à partir d'un circuit de documents de
remplacement (30) dans le flux de transport (13) des documents de valeur vérifiés.
25. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de vérification et/ou le dispositif de post-traitement comporte un
boîtier comprenant plusieurs emplacements de module distincts auxquels des modules
interchangeables de fonctions différentes sont montés, et en ce qu'un des modules (49) est le moyen d'insertion de documents de remplacement.
26. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de vérification et/ou le dispositif de post-traitement est un dispositif
destiné au déliassage et/ou au feuilletage d'une pile de documents de valeur ainsi
qu'à l'empilage subséquent de la pile déliassée et/ou feuilletée.
27. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, afin de pouvoir insérer les documents de remplacement à l'emplacement approprié
dans la pile, le processus de déliassage et/ou de feuilletage et/ou d'empilage est
stoppé en fonction de données concernant la position de documents de remplacement
à insérer dans la pile.
28. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de post-traitement (60) comporte un compartiment d'alimentation (61)
pour une pile de documents à vérifier, les documents à vérifier comprenant des documents
de valeur sans marquage et des éléments de marquage et/ou des documents de valeur
pourvus de marquage, un déliasseur (62) destiné à déliasser les documents introduits
dans le compartiment d'alimentation et à générer un flux de transport (13) de documents
déliassés, un équipement de vérification (63) servant à reconnaître des éléments de
marquage et/ou des documents de valeur pourvus de marquage, un casier de dépose (64)
pour la dépose séparée des éléments de marquage et/ou des documents de valeur pourvus
de marquage, et un moyen (66) d'insertion de documents de remplacement dans le flux
de transport aux emplacements marqués par les éléments de marquage et/ou les documents
de valeur pourvus de marquage.
29. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un équipement de banderolage (15) et/ou un équipement d'emballage pour le banderolage
et/ou l'emballage des piles de documents de valeur post-traitées est couplé en aval
du moyen de post-traitement.
30. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de post-traitement comporte un équipement de banderolage et/ou un équipement
d'emballage pour le banderolage et/ou l'emballage des piles de documents de valeur
post-traitées.
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