[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Reinigung und Desinfektion von Urinflaschen,
Stechbecken und sonstigen kontaminierten Behältern mit einem Gerätegehäuse, mit einer
Rückwand, zwei Seitenwänden, einer Boden- und einer Deckenwand sowie mit einer verschließbaren
Frontklappe, mit im Innenraum angeordneten Sprühdüsen und mit einer sich drehenden
Sprühvorrichtung zur Reinigung der Behälter sowie mit einem Fluideinlaß zur Desinfektion.
[0002] Derartige Geräte sind seit vielen Jahren bekannt, z. B. auch aus dem Prospekt der
Anmelderin mit dem Titel "BEW-Stechbecken-Reinigungs- und Desinfektionsautomaten Pflegearbeitsraum
- Ausstattung". Nach Öffnen der Frontklappe können im Innenraum derartiger Geräte
mehrere Urinflaschen und ein Stechbecken oder einen Topf eines Spülklosetts oder sonstige
kontaminierte Behälter an Halterungen der Frontklappe gehaltert werden und nach deren
Schließen von den Sprühdüsen sowie von der Sprühvorrichtung besprüht werden. Die Sprühvorrichtung
besteht aus einem sich nach dem Prinzip eines Segnerschen Wasserrades durch Rückstoßimpulse
drehenden Sprühkopf oder aus einem doppelseitigen Hebelarm, der insbesondere dem Stechbecken
zugewandt ist. Die Sprühdüsen sind gezielt sowohl auf die Außenwandung des Stechbeckens
als auch auf die Innenräume der Urinflaschen und der sonstigen zu reinigenden kontaminierten
Behälter gerichtet. Die Bodenwand des Gerätegehäuses ist in der Regel trichterförmig
ausgebildet, um die herausgespülten Fäkalien rasch nach unten in einen Abwasserkanal
leiten zu können.
[0003] Die Anschlüsse für die Sprühdüsen und die Sprühvorrichtung sind bislang an der Außenseite
der Rückwand des Gerätegehäuses angeordnet und bilden ein spinnenartiges Rohrsystem,
welches mit der jeweiligen Wasser- sowie mit der Dampfzufuhr verbunden ist.
[0004] Ein besonders vorteilhaftes Gerät der eingangs genannten Art wird in dem
DE 20 2004 017 449 U1 offenbart, wobei anstelle des Rohrspinnensystems an der Außenseite, im Innenraum
des Gerätegehäuses ein kompaktes Verteilergehäuse angeordnet ist, welches als Druckkammer
ausgebildet und mit mehreren Sprühdüsen sowie mit mindestens einer Sprühvorrichtung
versehen ist sowie an seiner Rückseite Anschlußstutzen für Wasser und Dampf aufweist,
die abgedichtet durch die Rückwand des Gerätegehäuses nach außen hindurchgeführt und
auf der Außenseite dieser Rückwand mit nur einer Wasser- und nur einer Dampfzufuhr
strömungsleitend verbunden sind.
[0005] Jedoch auch diese vorteilhafte Lösung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der
Desinfektion Grenzen gesetzt sind. Diese Grenzen sind bei einer Desinfektionstemperatur
von 90 °C erreicht. Mit sich erhöhender Dampftemperatur müßte der Dampferzeuger als
Druckbehälter ausgebildet werden, was mit einem nicht mehr vertretbaren Aufwand verknüpft
ist. Insbesondere auf Isolierstationen von Krankenhäusern sind jedoch Keime anzutreffen,
die selbst noch bei einer Temperatur von über 100 °C resistent sind. Zur Desinfektion
ist neben der Desinfektionstemperatur des spezifischen Keimes auch eine spezifische
Desinfektionszeit erforderlich. Zur Gewährleistung einer derartigen thermischen Desinfektion
wurde das Ao-Konzept eingeführt und die Temperaturmessung zur Leistungsprüfung der
thermischen Desinfektion in die Norm prENISO15883-1 aufgenommen. Nach dieser Norm
bedeutet ein Ao-Wert von 3.000 Sekunden eine Desinfektionstemperatur von 80 °C und
einer Desinfektionszeit von 50 Minuten. Ein Ao-Wert von 300 bedeutet bei einer Temperatur
von 90 °C eine Zeit von 5 Minuten. A
o-Werte mit einer Desinfektionstemperatur von über 90 °C werden nicht genannt. Zur
Erfüllung sowohl der Desinfektionstemperatur als auch der Desinfektionszeit sind für
resistente Keime mit einer Desinfektionstemperatur von über 100 °C die bisherigen
Geräte nicht geeignet.
[0006] Von diesem nächstkommenden Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Gerät der eingangs genannten Gattung zu schaffen, welches bei einfacher
und kompakter Bauweise, unter Beibehaltung der bisherigen Vorteile der Spülung, eine
Desinfektionsmöglichkeit zur Abtötung auch solcher Keime aufweist, deren Desinfektionstemperatur
über 90 °C liegt.
[0007] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem eingangs genannten Gattungsbegriff erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Fluid zur Desinfektion aus Luft besteht, die zu einer Erhitzungseinrichtung
geleitet und von dieser auf eine Temperatur zwischen 90 °C und 140 °C erhitzt sowie
über eine Verdrallungseinrichtung gleichmäßig im Innenraum des Gerätegehäuses verteilt
ist. Durch diese Ausbildung kann erstmalig in einem Gerät der vorbeschriebenen Art
eine Desinfektion durchgeführt werden, mit der sämtliche in Betracht zu ziehenden
Keime - auch auf einer Isolierstation - sicher abgetötet werden können. Da Luft sowohl
aus der Umgebung als auch Frischluft in hinreichendem Maße zur Verfügung steht, ist
ein separates Desinfektionsmittel mit entsprechend aufwendiger Entsorgung nicht erforderlich.
[0008] Vorteilhaft ist an einer Wand, vorzugsweise an der Deckenwand, die Erhitzungseinrichtung
angeordnet, aus welcher die von ihr erhitzte Luft auf möglichst kurzem Wege der Verdrallungseinrichtung
zugeführt ist, die wiederum in der Nähe einer Einlaßöffnung in der Deckenwand angebracht,
wohingegen die Erhitzungseinrichtung auf der Außenseite dieser Deckenwand angeordnet
ist. Dadurch wird sowohl der gerätetechnische Aufwand als auch der erweiterte Platzbedarf
minimiert. Nunmehr tritt anstelle des Dampferzeugers ein Lufterhitzer mit Verdrallungseinrichtung.
[0009] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Erhitzungseinrichtung
ein Gebläse sowie eine nachgeordnete Heizstrecke auf, die beide in einem kompakten
Gehäuse angeordnet sind. Die Heizstrecke der Erhitzungseinrichtung besteht vorteilhaft
aus einer Keramikheizung, kann jedoch auch unter bestimmten Bedingungen aus einer
Widerstandsdrahtheizung hergestellt werden.
[0010] An der Rückwand des Gerätegehäuses ist ein Wassertank zur Entnahme von Frischwasser
für den Spülvorgang angeordnet, der in Abhängigkeit von der Entnahmemenge automatisch
aus dem Stadtwasser nachgefüllt ist. Der Zufluß zum Wassertank ist hydromechanisch
vom Stadtwassernetz getrennt, um keine Keime in diesen gelangen zu lassen. Aus diesem
Grunde muß das Stadtwassernetz in einem bestimmten Abstand in freiem Fall in den Wassertank
einströmen. Diese Technik ist bekannt und Vorschrift des VDGW.
[0011] Nunmehr wird nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in dem
Wassertank ein Wärmeübertrager angeordnet, der auf seiner Außenseite von dem kalten
Frischwasser und auf seiner Innenseite von der heißen Luft zur Desinfektion beaufschlagt
ist. Dadurch können infolge der beispielsweise mit 140 °C einströmenden Heißluft innerhalb
von Sekunden auch äußerst resistente Keime abgetötet und hiernach die heiße Desinfektionsluft
in dem Wärmeübertrager gekühlt und in gekühltem Zustand erneut in den Innenraum des
Gerätegehäuses geleitet werden. Hierzu dient bei abgeschalteter Heizstrecke das Gebläse
der Erhitzungseinrichtung. Sobald die Temperatur im Innenraum des Gehäuses den Wert
von etwa 40 °C erreicht hat, können die gereinigten Behälter entnommen werden.
[0012] Die Innenseite des Wärmeübertragers ist über eine erste Rohrleitung mit dem Einlaß
zum Erhitzungsgerät und über eine zweite Rohrleitung mit dem Innenraum des Gerätegehäuses
luftleitend verbunden. Die zweite Rohrleitung ist in der Nähe der Bodenwand durch
die Rückwand aus dem Innenraum des Gerätegehäuses heraus und zum Wärmeübertrager geführt.
[0013] Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vor dem Lufteinlaß
der Erhitzungseinrichtung ein T-förmiges Rohrstück angeordnet, dessen erster Rohrzweig
mit der Umgebungsluft oder der Außenluft und dessen zweiter Rohrzweig mit dem Austritt
aus dem Wärmeübertrager verbunden ist. Ferner ist in dem T-förmigen Rohrstück eine
Regelklappe angeordnet, von der wahlweise der erste oder der zweite Rohrzweig zum
Lufteinlaß der Erhitzungseinrichtung zu öffnen bzw. zu schließen ist. Für den Desinfektionsvorgang
wird die Regelklappe so gestellt, dass der Weg zum Luftaustritt aus dem Wärmeübertrager
gesperrt und der erste Rohrzweig des T-förmigen Rohrstückes zur Umgebungsluft oder
zur Außenluft geöffnet ist. Dadurch wird die Umgebungsluft oder Frischluft in der
Heizstrecke auf die gewünschte Desinfektionstemperatur zwischen 90 °C und 140 °C erhitzt
und sodann über die Verdrallungseinrichtung gleichmäßig im Innenraum des Gerätegehäuses
verteilt.
[0014] Nach erfolgter Desinfektion wird die Regelklappe umgeschaltet und der erste Rohrzweig
zur Umgebungsluft bzw. zur Außenluft geschlossen und der zweite Rohrzweig zum Austritt
aus dem Wärmeübertrager geöffnet. Bei abgeschalteter Heizstrecke wird das Gebläse
eingeschaltet bzw. läuft durch, wodurch nunmehr heiße Desinfektionsluft aus dem Innenraum
des Gerätegehäuses über die zweite Rohrleitung in der Nähe der Bodenwand angesaugt
und durch den Wärmeübertrager geleitet wird. Nach Durchlauf des Wärmeübertragers wird
die darin gekühlte Luft vom Gebläse in den Innenraum des Gerätegehäuses gedrückt.
Dieser Vorgang wird so lange in diesem Umluftverfahren wiederholt, bis die Temperatur
im Innenraum des Gerätegehäuses auf 40 °C abgesenkt ist. Sodann kann das Gebläse abgeschaltet
und die Frontklappe geöffnet sowie die gereinigten Urinflaschen, das Stechbecken und
die sonstigen gereinigten Behälter entnommen werden.
[0015] Vorteilhaft sind ein E-Motor zum Antrieb des Gebläses sowie die Heizstrecke über
einen Schalter mit einer elektrischen Verbindungsleitung gekoppelt, die aus dem Gehäuse
der Erhitzungseinrichtung zu einem Elektro-Anschluß herausgeführt ist. Dabei ist die
Ein- und Ausschaltung der Erhitzungseinrichtung vorteilhaft von dem Computer des Gerätes
zur Reinigung und Desinfektion gesteuert. Ein zusätzlicher Computer ist daher entbehrlich.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht des Gerätes bei abgenommener Frontklappe mit
Wassertank und dem auf der Deckenwand angeordneten kompakten Gehäuse für das Gebläse
und die Heizstrecke der Erhitzungseinrichtung,
Figur 2 die Ansicht von Figur 1 bei abgenommener linker Seitenwand des Gerätegehäuses
und dem transparent dargestellten Gehäuse der Erhitzungseinrichtung,
Figur 3 die Ansicht in Richtung des Pfeils III von Figur 1 mit eingezeichneten Strömungspfeilen
der Sprühvorrichtungen sowie der von oben verteilten Heißluft zur Desinfektion,
Figur 4 die Seitenansicht in Richtung des Pfeils IV von Figur 1 bei abgenommener linker
Seitenwand,
Figur 5 die Rückansicht in Richtung des Pfeils V von Figur 1.
Figur 6 die Draufsicht in Richtung des Pfeils VI von Figur 1 und
[0017] Gemäß den Figuren 1 bis 4 setzt sich das Gerät 1 zur Reinigung und Desinfektion aus
einem Gehäuse 2 mit einer Rückwand 3 aus zwei Seitenwänden 4, 5, einer Deckenwand
7, einer trichterförmigen Bodenwand 8 sowie einer Frontklappe 9 zusammen. Die im Innenraum
2a des Gerätesgehäuses 2 angeordneten Düsen zur Reinigung werden summarisch mit 10
bezeichnet und sind nicht Gegenstand dieser Erfindung. Das im Innenraum 2a auf einer
Halterung 6 angeordnete Stechbecken 11 ist stellvertretend für mehrere, weitere nicht
dargestellte Behälter, wie Urinflaschen oder sonstige kontaminierte Behälter zu verstehen.
[0018] Außerdem gehört zu dem Gerät 1 ein an der Rückwand 3 angeordneter Wasserbehälter
12 mit Wärmeübertrager 13 sowie die auf der Deckenwand 7 angeordnete Erhitzungseinrichtung
14. Diese Erhitzungseinrichtung setzt sich im wesentlichen aus einem Gebläse 15 und
einer anschließenden Heizstrecke 16, z. B. in Form einer Keramikheizung zusammen.
Das Gebläse 15 und die Heizstrecke 16 sind in einem kompakten Gehäuse 17 angeordnet.
In dieses Gehäuse 17 führt ein Lufteinlaß 18.
[0019] An diesen Lufteinlaß 18 ist ein T-förmiges Rohrstück 19 angeschlossen, dessen erster
Rohrzweig 20 entweder mit der Umgebungsluft oder mit der Außenluft und dessen zweiter
Rohrzweig 21 mit dem Austritt 13b zum Wärmeübertrager 13 verbunden ist, dessen Eintritt
13a über eine zweite Rohrleitung 22 in der Nähe der Bodenwand 8 durch die Rückwand
3 aus dem Innenraum 2a des Gerätegehäuses 2 herausgeführt ist. In dem T-förmigen Rohrstück
ist eine Regelklappe 23 angeordnet, die um das Drehgelenk 24 in beiden Richtungen
des Doppelpfeiles 25 verschwenkbar ist.
[0020] An die Erhitzungseinrichtung 14 schließt sich in Strömungsrichtung der Luft eine
Verdrallungseinrichtung 26 an, die in der Nähe einer Einlassöffnung 27 auf der Außenseite
der Deckenwand 7 angeordnet ist. Durch diese Verdrallungseinrichtung 26 wird die von
der Heizstrecke 16 erhitzte Luft gleichmäßig im Innenraum 2a verteilt, wie die Dralluftpfeile
28 anzeigen.
[0021] Bei Stellung der Regelklappe 23 gemäß Fig. 4 wird in Richtung des Pfeiles 29 Umgebungsluft
oder Außenluft über den ersten Rohrzweig 20 vom Gebläse 15 der Erhitzungseinrichtung
14 durch den Eingang 18 hindurch angesaugt und in die Heizstrecke 16, z. B. eine Keramikheizung,
gedrückt. Von dort gelangt die auf 90 °C bis 140 °C erhitzte Luft in Richtung des
Pfeiles 30 über die Verdrallungseinrichtung 26 durch die Öffnung 27 in den Innenraum
2a des Gerätegehäuses 2. Durch die Infiltrierung der Heißluft und deren Verdrallung
von oben nach unten erfolgt eine gleichmäßige Verteilung der desinfizierenden Heißluft
auf die zu desinfizierenden Behälter 11 sowie sämtliche Innenwandungen und Flächen
des Gehäuses. Da die Regelklappe 23 den Auslaß - hier den zweiten Rohrzweig 21 - sperrt,
verweilt die heiße Luft für die Dauer der erforderlichen Desinfektionszeit innerhalb
des Innenraumes 2a und wird durch nachströmende heiße Luft verwirbelt.
[0022] Nach Ablauf der Desinfektionszeit wird die Erhitzungsstrecke 16 abgeschaltet und
die Regelklappe 23 in Richtung des Doppelpfeiles 25 in die gestrichelte Position verschwenkt.
Dadurch wird der erste Rohrzweig 20 gesperrt und der zweite Rohrzweig 21 zum Wärmeübertrager
13 hin geöffnet. Da das Gebläse 15 der Erhitzungseinrichtung 14 nach wie vor in Betrieb
- oder erneut eingeschaltet - ist, wird nunmehr die heiße Luft aus dem Innenraum 2a
in Richtung des Pfeiles 31 in die Rohrleitung 32 und von dieser in den Eintritt 13a
des Wärmeübertragers 13 gesaugt. Da der im Wassertank 12 angeordnete Wärmeübertrager
13 an seiner Außenseite von kühlem Wasser beaufschlagt wird, kann die Luft auf der
Innenseite des Wärmeübertragers 13 gekühlt und in gekühltem Zustand vom Gebläse 15
angesaugt sowie in Richtung des Pfeiles 30 über die Verdrallungseinrichtung 26 in
den Innenraum 2a des Gerätegehäuses 2 gedrückt werden. Dieser Umluftbetrieb mit permanenter
Kühlung dieser Umluft im Wärmeübertrager 13 wird so lange fortgesetzt, bis im Innenraum
2a des Gerätegehäuses 2 eine Temperatur von 40 °C erreicht ist. Hiernach wird die
Frontklappe 9 geöffnet und die desinfizierten Behälter 11 entnommen. Um für eine erneute
Spülung mit Desinfektion bereit zu sein, wird hiernach die Regelklappe 23 von der
gestrichelten Position in ihre ursprüngliche, durchgezogene Position zurückverschwenkt.
Nunmehr steht die Erhitzungseinrichtung 14 erneut für die Erhitzung von Frisch- oder
Umgebungsluft auf eine Desinfektionstemperatur von 90 °C bis 140 °C zur Verfügung.
[0023] Der nicht dargestellte Elektromotor zum Antrieb des Gebläses 15 sowie die Heizstrecke
16 sind über einen nicht dargestellten Schalter mit einer elektrischen Verbindungsleitung
gekoppelt, die aus dem Gehäuse 17 der Erhitzungseinrichtung 14 zu einem Elektro-Anschluß
herausgeführt ist. Dadurch kann das Gerät über nur eine einzige Elektroleitung in
einen Betriebszustand gebracht werden. Der Schalter für die Erhitzungseinrichtung
16 zum Ein- und Ausschalten, wird vorteilhaft mit dem ohnehin vorhandenen Computer
des Gerätes 1 zur Reinigung und Desinfektion gesteuert.
[0024] Wie aus den Fig. 5 und 6 entnehmbar ist, weist der Wassertank 12 eine spezielle Winkelform
auf, die jedoch hier nur anordnungstechnisch bedingt ist. Ansonsten sind die Formen
des Wasserbehälters 12, des Gehäuses 17 und der Erhitzungseinrichtung 14 an keine
spezielle Form gebunden. Auch das Gebläse 15 kann sowohl von einem Radial- als auch
von einem Axiallüfter gebildet werden. Ferner kann die Verdrallungseinrichtung 26
eine Flügelform aber auch eine andere Luftleitform aufweisen, und beispielsweise in
das sich an die Heizstrecke 16 anschließende Rohrstück 32 integriert werden.
Bezugszeichenliste
[0025]
- Gerät
- 1
- Gerätegehäuse
- 2
- Innenraum des Gerätegehäuses 2
- 2a
- Rückwand
- 3
- Seitenwände
- 4, 5
- Halterung
- 6
- Deckenwand
- 7
- Bodenwand
- 8
- Frontklappe
- 9
- Sprühdüsen
- 10
- Behälter
- 11
- Wasserbehälter
- 12
- Wärmeübertrager
- 13
- Eintrittsöffnung in den Wärmeübertrager 13
- 13a
- Austrittsöffnung aus dem Wärmeübertrager 13
- 13b
- Erhitzungseinrichtung
- 14
- Gebläse
- 15
- Heizstrecke
- 16
- Gehäuse der Erhitzungseinrichtung 14
- 17
- Lufteinlaß
- 18
- T-förmiges Rohrstück
- 19
- erster Rohrzweig
- 20
- zweiter Rohrzweig
- 21
- zweite Rohrleitung
- 22
- Regelklappe
- 23
- Drehgelenk
- 24
- Doppelpfeil
- 25
- Verdrallungseinrichtung
- 26
- Einlaßöffnung
- 27
- Dralluftpfeile
- 28
- Führungs-Pfeile der Luft
- 29, 30, 31
- Rohrleitung
- 32
1. Gerät zur Reinigung und Desinfektion von Urinflaschen, Stechbecken und sonstigen kontaminierten
Behältern mit einem Gerätegehäuse, mit einer Rückwand, zwei Seitenwänden, einer Boden-und
einer Deckenwand sowie mit einer verschließbaren Frontklappe, mit im Innenraum angeordneten
Sprühdüsen und mit einer sich drehenden Sprühvorrichtung zur Reinigung der Behälter
sowie mit einem Fluideinlaß zur Desinfektion, dadurch gekennzeichnet , dass das Fluid zur Desinfektion aus Luft besteht, die zu einer Erhitzungseinrichtung (14)
geleitet und von dieser auf eine Temperatur zwischen 90 °C und 140 °C erhitzt sowie
über eine Verdrallungseinrichtung (26) gleichmäßig im Innenraum (2a) des Gerätegehäuses
(2) verteilt ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass an einer Wand, vorzugsweise an der Deckenwand (7), die Erhitzungseinrichtung (14)
angeordnet ist, aus welcher die von ihr erhitzte Luft auf möglichst kurzem Wege der
Verdrallungseinrichtung (26) zugeführt ist.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , dass die Verdrallungseinrichtung (26) in der Nähe einer Einlassöffnung (27) der Deckenwand
(7) und die Erhitzungseinrichtung (14) auf der Außenseite der Deckenwand (7) angeordnet
sind.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , dass die Erhitzungseinrichtung (14) ein Gebläse (15) sowie eine nachgeordnete Heizstrecke
(16) aufweist und in einem kompakten Gehäuse (17) angeordnet ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizstrecke (16) der Erhitzungseinrichtung (14) aus einer Keramikheizung oder
einer Widerstandsdrahtheizung besteht.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückwand (3) des Gerätegehäuses (2) ein Wassertank (12) zur Entnahme von Frischwasser
für den Spülvorgang angeordnet ist, der in Abhängigkeit von der Entnahmemenge automatisch
aus dem Stadtwassernetz nachgefüllt ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dassindemWassertank(12)ein Wärmeübertrager (13) angeordnet ist, der auf seiner Außenseite
von dem kalten Frischwasser und auf seiner Innenseite von der heißen Luft zur Desinfektion
beaufschlagt ist.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des Wärmeübertragers (13) über eine erste Rohrleitung (21) mit dem
Lufteinlass (18) der Erhitzungseinrichtung (14) und über eine zweite Rohrleitung (22)
mit dem Innenraum (2a) des Gerätegehäuses (2) luftleitend verbunden ist.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Rohrleitung (22) in der Nähe der Bodenwand (8) durch die Rückwand (3)
aus dem Innenraum (2a) des Gerätegehäuses (2) herausgeführt ist.
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Lufteinlaß (18) der Erhitzungseinrichtung (14) ein T-förmiges Rohrstück (19)
angeordnet ist, dessen erster Rohrzweig (20) mit der Umgebungsluft oder der Außenluft
und dessen die erste Rohrleitung (21) bildender, zweiter Rohrzweig (21) mit dem Austritt
(13b) aus dem Wärmeübertrager (13) verbunden ist.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem T-förmigen Rohrstück (19) eine Regelklappe (23) angeordnet ist, von der wahlweise
der erste oder der zweite Rohrzweig (20; 21) zum Lufteinlaß (18) der Erhitzungseinrichtung
(14) zu öffnen bzw. zu schließen ist.
12. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , dass ein E-Motor zum Antrieb des Gebläses (15) sowie die Heizstrecke (16) über einen Schalter
mit einer elektrischen Verbindungsleitung gekoppelt sind, die aus dem Gehäuse (17)
der Erhitzungseinrichtung (14) zu einem Elektro-Anschluß herausgeführt ist.
13. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter für die Erhitzungseinrichtung (14) vom Computer des Gerätes (1) zur
Reinigung und Desinfektion gesteuert ist.