(19)
(11) EP 1 731 201 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.12.2006  Patentblatt  2006/50

(21) Anmeldenummer: 06405249.1

(22) Anmeldetag:  02.06.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63C 7/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 10.06.2005 CH 9892005

(71) Anmelder: Nicama GmbH
8755 Ennenda (CH)

(72) Erfinder:
  • Marti, Hansruedi
    8755 Ennenda (CH)

(74) Vertreter: Groner, Manfred et al
Isler & Pedrazzini AG, Postfach 6940
8023 Zürich
8023 Zürich (CH)

   


(54) Vorrichtung zur Befestigung eines Endes eines Skitfells an einem Ski


(57) Die Vorrichtung dient zur Befestigung eines Endes (19) eines Skihaftfells (6) an einem Ski (2). Ein Haken ist einerseits mit dem Skihaftfell (6) und andererseits mit dem vorderen oder hintereri Ende des Skis (2) zu verbinden. Der Haken besitzt zwei lösbar miteinander verbundene plattenförmige Teile (7, 8), zwischen denen das vordere Ende (19) oder das hintere Ende des Skihaftfells (6) klemmbar ist. Der Haken nimmt ein Befestigungselement (16) auf, mit dem der Haken an der Skispitze (3) oder am hinteren Ende des Skis (2) befestigbar ist. Das Befestigungselement (16) ist ein austauschbares Seil oder ein Bügel.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung des vorderen Endes eines Skihaftfells an einem Ski, mit einem Haken, der einerseits mit dem Skihaftfell und andererseits mit dem vorderen oder hinteren Ende des Skis zu verbinden ist.

[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist im Stand der Technik beispielsweise durch die DE 924 496 bekannt geworden. Bei dieser Vorrichtung wird das vordere Ende des Skihaftfells mit Nieten an einem schmalen Spanngurt befestigt. Der Spanngurt wird am freien Ende mit einem hinteren Hebel eines Strammerhebels verbunden. Dieser Strammerhebel ist an einem Strammer schwenkbar gelagert, der auf die Skispitze aufgesetzt ist. Durch Umlegen des Strammerhebels kann der Spanngurt und damit das vordere Ende Skihaftfells fixiert werden. Diese Vorrichtung ist vergleichsweise aufwändig. Nachteilig ist zudem, dass das Skihaftfell nicht ohne Zerstörung abgenommen werden kann, da es mit der Spanngurte vernietet ist. Schliesslich müssen für unterschiedliche Skis unterschiedliche Vorrichtungen an Lager gehalten werden.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, bei welcher die genannten Schwierigkeiten vermieden sind, die aber dennoch kostengünstig hergestellt und einfach montiert werden kann.

[0004] Die Aufgabe ist bei einer gattungsgemässen Vorrichtung dadurch gelöst, dass der Haken zwei miteinander verbundene plattenförmige Teile aufweist, zwischen denen das eine Ende des Skihaftfells klemmbar ist und welche ein Befestigungselement aufnehmen, mit dem der Haken an der Skispitze oder am hinteren Ende des Skis befestigbar ist.

[0005] Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wird das Skihaftfell zwischen den beiden genannten plattenförmigen Teilen geklemmt. Das bisher übliche Annieten kann vermieden werden. Zudem ist es möglich, das Skisteigfell problemlos nachzubearbeiten sowie ohne Zerstörung vom Haken zu lösen und wieder zu montieren. Das Befestigungselement kann als separates Teil hergestellt werden, was eine einfache Anpassung an unterschiedliche Skis ermöglicht.

[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden plattenförmigen Teile lösbar miteinander verschraubt sind. Beim Verschrauben der beiden plattenförmigen Teile kann zwischen diesen das Skihaftfell festgeklemmt werden.

[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eines der beiden plattenförmigen Teile quer verlaufende spitzkantige Rippen zur Fixierung des Skihaftfells aufweist. Dies ermöglicht eine besonders sichere Fixierung bzw. Klemmung des Skihaftfells.

[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist wenigstens eines der beiden plattenförmigen Teile an einer Innenseite eine Vertiefung, beispielsweise eine Nut auf, in welche das genannte Befestigungselement einsetzbar ist. Das Befestigungselement ist beispielsweise ein Seil, insbesondere ein Drahtseil oder ein Bügel. Das Seil bzw. der Bügel kann in einfacher Weise in die genannte Ausnehmung eingelegt werden.

[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Seil an seinen beiden Enden jeweils eine Kugel auf. Ein plattenförmiges Teil weist entsprechende Ausnehmungen zur Aufnahme der beiden Kugeln auf. Dies ermöglicht eine besonders einfache und sichere Befestigung des Seils. Entsprechendes gilt für die Befestigung des Bügels. Bei der Montage kann das Seil als Schlaufe auf die Skispitze aufgesetzt werden.

[0010] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.

[0011] Ein Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
schematisch eine Seitenansicht einer Skispitze mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung,
Figur 2
eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung,
Figur 3
eine räumliche Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung und
Figur 4
eine weitere Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung.


[0012] Die Figur 1 zeigt schematisch eine Skispitze 3 eines Tourenskis 2, an dem an der Skiunterseite 4 ein Skihaftfell 6 lösbar angeklemmt ist. Das Skihaftfell 6 besitzt ein vorderes Ende 19, das mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung 1 an der Skispitze 3 lösbar fixiert ist.

[0013] Die Vorrichtung 1 besitzt ein plattenförmiges inneres Teil 7 und eine ebenfalls plattenförmiges äusseres Teil 8. Die beiden Teile 7 und 8 können beispielsweise als Aluminiumdruckgussteile oder aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt sein. Aluminium besitzt gute Gleiteigenschaften und gewährleistet eine hohe Festigkeit. Die beiden Teile 7 und 8 sind hier mit nicht gezeigten Kopfschrauben miteinander verschraubt. Hierzu weist das äussere Teil 8 gemäss den Figuren 2 bis 4 entsprechende Bohrungen 17 und das Teil 7 Gewindebohrungen auf. Die beiden Teile 7 und 8 können auch mit anderen Mitteln miteinander verbunden sein, beispielsweise können die beiden Teile 7 und 8 und miteinander verrastet sein.

[0014] Das äussere Teil 8 weist ein vorderes hakenförmig nach innen gerichtetes Ende 9 auf, in das eine Nase 13 des inneren Teils 7 eingreift. Ein hinteres Ende 10 des äusseren Teils 8 überragt gemäss Figur 1 das innere Teil 7 und ist gegen die Unterseite 4 des Skis 2 gerichtet. An einer Innenseite 12 des äusseren Teils 8 sind zwei Rillen 11 eingearbeitet, die quer und parallel zueinander zur Längsrichtung des Skis 2 verlaufen. Korrespondierend hierzu weist das innere Teil 7 zwei scharfkantige Rippen 18 auf. Zwischen den Rippen 18 und den Rillen 11 wird das vordere Ende 19 des Skihaftfells 6 festgeklemmt. Zum Lösen des Skihaftfells 6 von der Vorrichtung 1 werden die genannten beiden Schrauben gelöst, so dass die beiden Teile 7 und 8 voneinander getrennt werden können. Das vordere Ende 19 kann dann zwischen den beiden Teilen 7 und 8 herausgezogen werden. Bei der Montage wird entsprechend das vordere Ende 19 zwischen die Teile 7 und 8 eingelegt und die beiden genannten Schrauben werden angezogen.

[0015] Die Vorrichtung 1 weist zudem ein Befestigungselement 16 auf, das als Seil, insbesondere Drahtseil oder beispielsweise als Drahtbügel ausgebildet sein kann. Das Befestigungselement 16 ist in eine Nut 14 des inneren Teils 7 eingelegt und umgreift die Spitze 3, wie in Figur 1 gezeigt ist. Das Befestigungselement 16 befestigt lösbar die Vorrichtung 1 an der Skispitze 3 und liegt an der Oberseite 5 der Skispitze 3 an. Die Länge und die Ausbildung des Befestigungselements 16 richtet sich nach der Art bzw. Form der Spitze 3. Ist das Befestigungselement 16 beispielsweise ein Drahtseil, so ist die Länge des Drahtseils entsprechend an die Spitze 3 angepasst. Das Drahtseil bzw. das Befestigungselement 16 weist an seinen beiden hier nicht gezeigten Enden jeweils eine Kugel auf, die jeweils in eine in Fig. 1 mit gestrichelten Linien angedeutete Bohrung 15 eingesetzt ist. Die beiden Bohrungen 15 sind mit der Nut 14 verbunden. Sind die beiden Teile 7 und 8 miteinander verschraubt, so sind die beiden Kugeln zwischen diesen fixiert. Das gleiche gilt im Fall eines Bügels. Das Befestigungselement 16 wird von vorne auf die Spitze 3 aufgeschoben, so dass sich die beiden Platten 7 und 8 flächig an die Unterseite 4 der Spitze 3 anlegen. Da die Spitze 3 wie üblich nach hinten breiter wird, kann sich das Befestigungselement 16 in einer bestimmten Position nach hinten nicht bewegen. Die Vorrichtung 1 ist damit von der Spitze 3 nach hinten fixiert. Nach vorne kann die Vorrichtung 1 nach dem Lösen des vorderen Endes 19 des Skihaftfells 6 ohne weiteres abgenommen werden.

[0016] Da das vordere Ende 19 lediglich geklemmt wird, kann dieses vordere Ende 19 bei Bedarf beispielsweise zugeschnitten werden. Nach dem Zuschneiden kann dieses vordere Ende 19 in einfacher Weise wieder montiert werden.

[0017] Die Vorrichtung 1 eignet sich auch für eine Befestigung des Skihaftfelles 6 am hinteren Ende des Skis 2. Da Tourenskis in der Regel am hinteren Ende eine Aufbiegung besitzen, ist die Vorrichtung 1 entsprechend über der vorderen Lauffläche und hindert damit die Fortbewegung nicht.

Bezugszeichenliste



[0018] 
1
Vorrichtung
2
Ski
3
Skispitze
4
Skiunterseite
5
Skioberseite
6
Skihaftfell
7
inneres Teil
8
äusseres Teil
9
vorderes Ende
10
hinteres Ende
11
Rillen
12
Innenseite
13
Nase
14
Nut
15
Bohrung
16
Befestigungselement
17
Bohrung
18
Rippe
19
vorderes Ende



Ansprüche

1. Vorrichtung zur Befestigung eines Endes (19) eines Skihaftfells (6) an einem Ski (2), mit einem Haken, der einerseits mit dem Skihaftfell (6) und andererseits mit dem vorderen oder hinteren Ende des Skis (2) zu verbinden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken zwei miteinander verbundene plattenförmige Teile (7, 8) aufweist, zwischen denen das vordere Ende (19) oder das hintere Ende des Skihaftfells (6) klemmbar ist und welche ein Befestigungselement (16) aufnehmen, mit dem der Haken an der Skispitze (3) oder am hinteren Ende des Skis (2) befestigbar ist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden plattenförmigen Teile (7, 8) lösbar miteinander verbunden sind.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der beiden plattenförmigen Teile (7) querverlaufende spitzkantige Rippen (18) zur Fixierung des Skihaftfells (6) aufweist.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der beiden plattenförmigen Teile (7) eine Vertiefung (14) aufweist, in welche das genannte Befestigungselement (16) einsetzbar ist.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (16) ein Seil, insbesondere ein Drahtseil ist.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden des Seils jeweils eine Kugel befestigt ist und dass eines der genannten plattenförmigen Teile (7) zwei entsprechende Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils einer Kugel aufweist.
 
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (16) ein Bügel ist, der auf das Skiende (3) aufschiebbar ist.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (16) lösbar zwischen die genannten beiden plattenförmigen Teile (7, 8) eingelegt ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden plattenförmigen Teile (7, 8) Aluminiumdruckgussteile sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente