[0001] Die Erfindung betrifft einen Stellantrieb für eine Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Gerade in Bogenoffsetdruckmaschinen werden eine Vielzahl von Stellantrieben eingesetzt.
Hier sind beispielsweise die als Positionierantriebe ausgebildeten Stellantriebe für
eine fernverstellbare zonale Farbdosiereinrichtung, Registerkorrektureinrichtungen
für das Seiten-, Umfangs- und Schrägregister, die fernansteuerbare Einrichtungen zur
Bedruckstoffstärkeneinstellung sowie Stellantriebe im Bereich des Anlegers und Auslegers
zu nennen. Vorzugsweise finden hier bürstenlose Gleichstrommotoren Anwendung, da diese
Antriebe sich durch ihre Einfachheit im Aufbau sowie hohe Lebensdauer auszeichnen.
Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von bürstenlosen Gleichstrommotoren als Stellantriebe
ist darin zu sehen, dass, wie aus der
DE 94 17 591 U1 bekannt ist, durch Auswertung der der Kommutierung dienenden Signale auf einen zusätzlichen
Positionsgeber in Form eines Potentiometers oder dgl. verzichtet werden kann.
[0003] Wegen der Vielzahl von innerhalb einer Druckmaschine vorhandenen Positionierantrieben
ergibt sich ein beträchtlicher Verkabelungsaufwand. Jeder einzelne Positionier- bzw.
Stellantrieb weist dazu eine Verkabelung zu einer zentralen Spannungsversorgung in
Form eines Netzteiles sowie zusätzliche Verdrahtungen für die Rückführung von Stellungsgebersignalen
auf. Ein derartiger Verkabelungsaufwand ist insbesondere hinsichtlich der Fertigung
und Montage als nachteilig anzusehen.
Daher ist es aus der
DE 295 12 597 U1 bekannt einen Stellantrieb für eine Druckmaschine mit integrierter Steuerungsplatine
und ggf. mit einem dieser zugeordneten Kühlkörper zu versehen. Der Elektronikteil
eines derartigen Stellantriebes kann in diesem Zusammenhang auch Endstufen zur Wandlung
einer dem Stellantrieb zuführbaren Gleichspannung in eine Bestromung der Wicklungen
für Stator und Rotor aufweisen. Schließlich kann in dem Stellantrieb auch ein Controller
zur Ausführung von Positioniervorgängen angeordnet sein.
[0004] Gleichfalls werden wegen der Vielzahl von innerhalb einer Druckmaschine vorhandenen
Positionierantrieben beträchtliche Aufwände für Beschaffung und Materialbevorratung
erforderlich. Dabei ist in Betracht zu ziehen, dass je nach Einbauort und Antriebsaufgabe
unterschiedlichste Getriebearten und ―bauformen erforderlich sind. Die hierbei benötigten
Antriebsmotoren selbst können im Wesentlichen je nach Leistungsanforderung gleich
oder wenigstens in wenigen Leistungskategorien ausgebildet sein.
Insbesondere im Fall eines Schadens ist bislang der gesamte Antriebsmotor samt Getriebe
auszutauschen oder ― was noch nachteiliger ist ― es ist für den Ausfall eines Stellantriebes
eine ― meist manuell bedienbare ― Notverstellung vorzusehen. Die Definition einer
Notverstellung bedeutet, dass im Falle des Ausfalles eines Positioniermotores die
Möglichkeit besteht, eine Alternative z.B. eine Handverstellung oder eine ähnliche
Funktion zur Verfügung steht. Damit soll die Funktion der Verstellung für den Anwender
trotzdem gegeben sein.
All diese Maßnahmen sind entweder kostensteigernd für den Stellantrieb oder sie machen
zusätzliche Vorrichtungen erforderlich und führen damit zusätzlich zur Vergeudung
von Bauraum.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Stellantrieb gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 derartig zu erweitern, sodass die zuvorstehend genannten Nachteile
vermieden werden können.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1. Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich dabei aus den Unteransprüchen.
[0007] Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse eines Motors eines Stellantriebes
von dem mit ihm verbundenen Getriebe leicht trennbar und wieder verbindbar ausgeführt
ist.
[0008] Die Koppelung von Antriebsmotor und Getriebe kann auf unterschiedliche Art ausgeführt
sein. Dies richtet sich nach dem Einbauort bzw. der Zugänglichkeit des Stellantriebes.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass bei jedem einzelnen derartig ausgebildeten Stellantrieb
jederzeit der Antriebsmotor im Schadensfall sehr schnell ausgetauscht werden kann.
Außerdem muss der Austausch des Antriebsmotors nicht mehr von Fachpersonal durchgeführt
werden, sondern kann von vom Bedienpersonal der Druckmaschine selbst durchgeführt
werden.
[0009] Diese Maßnahmen werden in sehr vorteilhafter Weise dadurch unterstützt, dass lediglich
eine Gleichstromzuleitung zur Spannungsversorgung angeschlossen werden muss und neben
dieser Gleichstromzuleitung ferner noch eine insbesondere als serielle Busleitung
ausgeführte Datenleitung zur Übergabe von Soll-Werten zwecks eines Positioniervorganges
anschließbar ist.
Dabei ist vorgesehen, dass der Antriebsmotor neben den Treibern/Endstufen zur Spannungsversorgung
ebenfalls auch eine Logik nebst Controller aufweist. Dadurch ist ein Soll-Ist-Vergleich
von einer zentralen Steuerung gelieferten SollWerte mit den intern gebildeten Ist-Werten
möglich und somit sind in jedem einzelnen Stellantrieb Positioniervorgänge durchführbar.
Dies gilt insbesondere auch für die Grundjustierung des Stellantriebes nach einem
Austausch des Antriebsmotors
[0010] Des Weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung anhand
von Zeichnungen. Beschrieben wird die Erfindung am Beispiel eines bürstenlosen Gleichstrommotors.
[0011] Darin zeigen:
einen Schnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Stellantrieb,
eine Kombination aus Antriebsmotor und Getriebe eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Stellantriebes, und
weitere Möglichkeiten der Verbindung von Antriebsmotor und Getriebe.
[0012] In Figur 1 ist beispielhaft ein Stellantrieb 1 samt elektrischer Bauelemente im Detail
dargestellt. Der erfindungsgemäß ausgebildete Stellantrieb 1 besteht aus einem Gehäuse
2 und darin angebrachten Wicklungen eines Stators 3. Koaxial zu dem Gebilde des Stators
3 ist ein Rotor 4 in Form eines Permanentmagneten auf einer Motorwelle 5 angeordnet.
Die Motorwelle 5 ist dabei drehbar gegenüber dem Gehäuse 2 gelagert. Die vorgenannten
Bauteile bilden einen Antriebsmotor 16.
[0013] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Motorwelle 5 auf ihrer einen Seite mit einem
Getriebe 6 verbunden, welches auf seiner Abtriebsseite einen Antriebszapfen 7 aufweist,
der mit einem - nicht dargestellten - verstellbaren Aggregat verbunden ist.
[0014] Das andere Ende der Motorwelle 5 weist eine Kommutatorscheibe 8 auf, welche mit auf
einer Platine 9 angebrachten Lagegebern 10 in Form von Hallsensoren zusammenwirkt.
Die Platine 9 ist dabei der Kommutatorscheibe 8 gegenüberliegend angeordnet und befindet
sich in einer topfartig geformten Abdeckung 14. Auf der Platine 9 befinden sich beidseitig
sowohl die Lagegeber 10 als auch Bausteine eines oder mehrerer Controller 11 sowie
die Endstufen 12 des in dem erfindungsgemäß ausgebildeten Stellantriebes 1 integrierten
Netzteiles.
[0015] In Figur 1 ist angedeutet, dass die Bauteile mit geringerer Verlustleistung wie die
Lagegeber 10 und der Controller 11 auf der einen Seite und die Bauteile mit höherer
Verlustleistung, also die Endstufen 12 auf der anderen Seite der Platine 9 angeordnet
sind. Das der Kommutatorscheibe 8 abgewandte Ende der Abdeckung 14, in welchem sich
die Platine 9 nebst den darauf angeordneten elektronischen Baugruppen befindet, weist
einen Kühlkörper 13 auf, der wie in Figur 1 angedeutet, zur Vergrößerung der Wärmeabgabefläche
verrippt ausgeführt ist. Damit die Bauteile höherer Verlustleistung wie die hier dargestellten
Endstufen 12 eine gute Wärmeankopplung zu der Rückseite des Kühlkörpers 13 aufweisen,
kann der Bereich zwischen Platine 9 und Kühlkörpers 13 mit einer wärmeleitenden und
elektrisch isolierenden Vergussmasse ausgefüllt sein.
[0016] Gemäß Figur 1 sind unterhalb des Kühlkörpers 13 Anschlussklemmen 15 angeordnet, über
welche die auf der Platine 9 angeordneten Baugruppen mit einerseits einer Spannungsversorgung
und andererseits über eine Datenleitung mit Positionierdaten (Soll-Werten) versorgt
werden. In einfacher Weise sind die Anschlussklemmen 15 als Schraubklemmen ausgebildet,
wobei die leitende Verbindung zu den Leiterbahnen der Platine 9 als Laschen ausgebildet
sind.
[0017] An den einander zugeordneten Flächen von Antriebsmotor 16 und Getriebe 6 ist eine
Koppelfläche 17 vorgesehen, die die exakte Lage der beiden Bauelemente zueinander
sicherstellt.
[0018] Der in Figur 1 detailliert dargestellte Stellantrieb 1 ist erfindungsgemäß in zwei
Bauteile aufgeteilt.
Wie in Figur 2 gezeigt, ist an einem Gestellelement 18 mittels einer Flanschverbindung
ein Getriebe 6 befestigt. Das Getriebe 6 weist einen Antriebszapfen 7 auf, mittels
dessen es in das jeweilig anzutreibende bzw. zu verstellende Aggregat eingreift. Auf
dem Getriebe 6 aufgesetzt ist das Gehäuse 2 des Antriebsmotors 16 des Stellantriebes
1. Zwischen dem Antriebsmotor 16 und dem Getriebe 6 ist ein Antriebsritzel 19 vorgesehen.
Das Antriebsritzel 19 greift in das Getriebe 6 ein. Dazu ist im Getriebe 6 ein entsprechendes
- hier nicht dargestelltes - Gegenzahnrad vorgesehen. Das Antriebsritzel 19 ist auf
der Motorwelle 5 des Antriebsmotors 16 befestigt. Das Antriebsritzel 19 ist so geformt,
dass es sich leicht in ein entsprechendes Gegenzahnrad des Getriebes 6 einführen lässt.
In der Koppelfläche 17 zwischen der Oberseite des Getriebes 6 und der Unterseite des
Antriebsmotors 16 können Rastelemente 22 vorgesehen sein, die eine Positionierung
des Antriebsmotors 16 gegenüber dem Getriebe 6 erleichtern und die Lage des Antriebsmotors
16 am Getriebe 6 zusätzlich sichern.
[0019] Zur Verbindung des Antriebsmotors 16 mit dem Getriebe 6 sind in einer ersten Ausführungsform
― wie in Figur 2 dargestellt - vorgesehen, handbedienbare Befestigungsschrauben 21
durch den Antriebsmotor 16 bzw. dessen Gehäuse 2 bis zum Getriebe 6 durchzuführen.
Die Befestigungsschrauben 21 sind hierbei vorzugsweise mit gerändelten Köpfen versehen.
[0020] Die Befestigungsschrauben 21 können innerhalb des Antriebsmotors 16 angebracht werden,
sodass sie gegen Entnahme gesichert sind. Gleichfalls können die Befestigungsschrauben
21 entnehmbar sein, sodass sie beim Tausch des Antriebsmotors 16 wieder verwendet
werden können. Die Befestigungsschrauben 21 können auch innerhalb des Antriebsmotors
16 vorgesehen sein, sodass nach Entnahme des Gehäuses 2 der Antriebsmotor 16 geöffnet
ist und die Befestigungsschrauben 21 dann zugänglich sind.
Durch Lösen der Befestigungsschrauben 21 ist der Antriebsmotor 16 von dem Getriebe
6 abziehbar. Nach Aufsetzen und ggf. Einrasten eines neuen bzw. anderen Antriebsmotors
16 brauchen lediglich die Befestigungsschrauben 21 erneut festgezogen zu werden. Dies
kann von Hand geschehen.
[0021] In vereinfachter Bauform kann auch nur eine einzige Befestigungsschraube 21 verwendet
werden, wobei dann die Ausrichtung mittels der Rastelemente 19 in der Koppelfläche
17 wichtig ist.
Mittels einer einzigen Befestigungsschraube 21 kann auch eine Befestigungseinrichtung
in der Art einer Halteklammer oder Spannpratze zur Befestigung des Antriebsmotors
16 am Getriebe 6 vorgesehen sein.
[0022] An der Oberseite des Antriebsmotors 16 ist eine Steckverbindung 20 vorgesehen. Sie
beinhaltet sowohl die Stromversorgung des Antriebsmotors 16 als auch die Datenanschlüsse
zur Versorgung der Motorsteuerung mit den Steuerdaten von der Maschinensteuerung.
[0023] Alternativ können gemäß der Darstellung in Figur 3 zwischen dem Antriebsmotor 16
und dem Getriebe 6 eine oder mehrere Klemmvorrichtungen vorgesehen sein. Mittels der
Klemmvorrichtung ist der Antriebsmotor 16 dann fest mit dem Getriebe 6 verbindbar.
Dies könnte mittels Überwurfklammern gelöst werden, bei denen ein oder mehrere Klammerelemente
23 schwenkbar am Getriebe 6 befestigt sind. Die Klammerelemente 23 greifen an entsprechenden
Haltevorsprüngen 24 am Antriebsmotor 16 an und rasten dann durch überdrücken gegen
das Getriebe 6 am Antriebsmotor 16 ein. Danach ist wiederum der Antriebsmotor 16 am
Getriebe 6 sicher fixiert.
[0024] Alternativ kann gemäß der Darstellung in Figur 4 zwischen dem Antriebsmotor 16 und
dem Getriebe 6 eine dreh- oder schwenkbare Rastvorrichtung in Form eines Bajonettverschlusses
vorgesehen sein. Dazu sind einander entsprechende Vorsprünge 25, 26 am Getriebe 6
und am Antriebsmotor 16 angebracht. Durch Aufstecken des Antriebsmotors 16 auf das
Getriebe 6 und drehen in eine Endlage, bei der die Vorsprünge 25, 26 fest ineinander
greifen, kann dergestalt eine feste Verbindung zwischen Antriebsmotor 16 und Getriebe
6 erzeugt werden.
[0025] Weitere einfache von Hand lösbare und schnell bedienbare Koppelmöglichkeiten liegen
im Bereich des Ermessens des Fachmannes.
[0026] Eine geeignete Maschinensteuerung der Verarbeitungsmaschine erlaubt über ein Bussystem
die Neueinstellung sowohl eines ausgetauschten neuen Antriebsmotors 16 als auch eines
von einer anderen Antriebsposition in der Verarbeitungsmaschine versetzten Antriebsmotors
16. Hierzu wird der Antriebsmotor 16 in die Infrastruktur der Maschinensteuerung der
Verarbeitungsmaschine durch Adressieren neu eingebunden. Danach wird er parametriert,
sodass die Rahmenbedingungen der Antriebssituation (z.B. Drehrichtung, Referenz) bekannt
sind. Danach wird der Stellantrieb 1 mittels des Antriebsmotors 16 neu referenziert,
d.h. auf seine Nullstellung gebracht, indem eine vorgegebene Nullstellung anhand einer
Referenziereinrichtung z.B. eines Sensors oder eines Anschlages angefahren wird. Wenn
die Referenziereinrichtung im Getriebe 6 angeordnet ist, werden durch den Einstellprozess
auch Ungenauigkeiten in der Verbindung zwischen Antriebsmotor 16 und Getriebe 6 hinsichtlich
deren relativer Drehlage ausgeglichen. Auf die oben genannten Rastelemente 22 kann
also ggf. verzichtet werden.
Diese Prozesse laufen von der Maschinensteuerung geführt nach einem Motortausch automatisch
ab.
[0027] Die Erfindung bietet damit eine Reihe von Vorteilen insbesondere für den Bereich
der Servicetätigkeiten an der Verarbeitungsmaschine.
[0028] Da der Austausch eines Antriebsmotors vom Bediener werkzeugfrei ausgeführt werden
kann und der Antriebsmotor automatisch neu initialisiert wird, ist keine Notverstellung
bzw. kein Notbetrieb mehr notwendig. Die Verarbeitungsmaschine hat innerhalb kürzester
Zeit wieder ihre vollen Betriebsfähigkeit erreicht, insbesondere auch deswegen, weil
bei Ausfall von Stellantrieben in vielen Fällen die Maschine stillgesetzt wird.
[0029] Die Erfindung bietet auch die Möglichkeit, dass, falls kein Antriebsmotor als Ersatzteil
zur Verfügung steht, ein anderer Antriebsmotor umgesetzt wird. Dies könnte ein noch
funktionierenden Antriebsmotor in Verbindung mit einer Funktion innerhalb der Verarbeitungsmaschine
sein, der nicht unmittelbar oder gar nicht oder zurzeit nicht benötigt wird. Ein derartiger
Antriebsmotor könnte entnommen und an der Arbeitsposition wieder eingebaut werden,
wo ein Antriebsmotor ausgefallen ist und eine wichtige, gerade benötigte Funktion
blockiert wird.
[0030] Die Erfindung hat einige wesentliche Vorteile für die Handhabung, den Service und
die Betriebssicherheit:
- Es ergibt sich ein kostengünstiger Einsatz, da das Getriebe nicht mit der gesamten
Einheit ausgetauscht werden muss.
- Optional kann bei Änderung der Betriebsanforderungen ein Antriebsmotor oder ein Getriebe
mit anderer Antriebscharakteristik adaptiert werden.
- Die Lagerhaltungskosten verringern sich, da in den meisten Fällen der Antriebsmotor
und nicht das Getriebe als Verschleißteil ausfällt.
- Eine Reparatur, d.h. der Austausch des Antriebsmotors kann vom Benutzer bzw. Maschinenbediener
selbst durchgeführt werden, da der Antriebsmotor werkzeugfrei, d.h. leicht entnommen
und aufgesteckt werden kann.
- Die Initialisierung erfolgt nach Anschluss der Datenleitungen an den Leitstand selbsttätig.
Damit ist kein Notbetrieb notwendig, sondern die volle Funktionalität ist weiterhin
vorhanden.
- Sollte kein Antriebsmotor als Ersatzteil vorhanden sein, so kann dieser an einer Position
der Verarbeitungsmaschine, an der ein Antriebsmotor gerade nicht benötigt wird, entnommen
und dem ausgefallenen Bereich eingesetzt werden.
- Bei abgenommenem Antriebsmotor ist das Getriebe weiterhin im Eingriff und stellt durch
Selbsthemmung sicher, dass keine unbeabsichtigte Verstellung erfolgen kann, bevor
der neue Antriebsmotor eingesetzt ist. Denkbar ist hier auch eine Abfrage der Getriebeposition
bei Eintritt des Schadens.
- Die Haltbarkeit der Antriebsmotoren ist überwachbar, sodass bei Bedarf ein kompletter
schneller Austausch der Antriebsmotoren möglich ist.
[0031] Die gezeigten Beispiele begrenzen den Gedanken der Erfindung nicht und sind im Rahmen
der Erfindung abwandelbar.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Stellantrieb
- 2
- Gehäuse
- 3
- Stator
- 4
- Rotor
- 5
- Welle
- 6
- Getriebe
- 7
- Zapfen
- 8
- Kommutatorscheibe
- 9
- Platine
- 10
- Lagegeber
- 11
- Controller
- 12
- Endstufe
- 13
- Kühlkörper
- 14
- Abdeckung
- 15
- Anschlussklemme
- 16
- Antriebsmotor
- 17
- Koppelfläche
- 18
- Gestellelement
- 19
- Antriebsritzel
- 20
- Steckverbindung
- 21
- Verbindungsschraube
- 22
- Rastelement
- 23
- Halteklammer
- 24
- Haltevorsprung
- 25
- Vorsprung
- 26
- Vorsprung
1. Stellantrieb (1) für eine Verarbeitungsmaschine, mit einem Antriebsmotor (16) und
einem Getriebe (6), wobei das Getriebe (6) eine Antriebsverbindung zu einer Vorrichtung
innerhalb der Verarbeitungsmaschine zu deren Verstellung bzw. Antrieb aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antriebsmotor (16) und das Getriebe (6) als über eine Koppelfläche (17) lösbar
miteinander verbindbare Einheiten ausgebildet sind, derart, dass der Antriebsmotor
(16) und Getriebe (6) voneinander trennbar oder miteinander verbindbar sind, ohne
dass die Antriebsverbindung des Getriebes (6) zur Vorrichtung innerhalb der Verarbeitungsmaschine
getrennt oder wieder hergestellt werden muss.
2. Stellantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Getriebe (6) eine vorgebbare, auf unterschiedliche Antriebs- oder Einbausituationen
hin ausgeprägte Charakteristik aufweist und dass der Antriebsmotor (16) eine Standardcharakteristik
aufweist, derart, dass Getrieben (6) mit unterschiedlicher Charakteristik jeweils
ein Antriebsmotor (16) der Standardcharakteristik zuordenbar ist.
3. Stellantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Antriebsmotor (16) und Getriebe (6) eine trennbare Getriebeverbindung vorgesehen
ist.
4. Stellantrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Antriebsmotor (16) und dem Getriebe (6) eine Zahnradverbindung vorgesehen
ist, deren Eingriff im fixierten Zustand von Antriebsmotor (16) und Getriebe (6) justiert
ist, wobei wenigstens im Bereich der Koppelfläche (17) Mittel zur Ausrichtung des
Antriebsmotors (16) zum Getriebe (6) vorgesehen sind.
5. Stellantrieb nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Antriebsmotor (16) und Getriebe (6) eine lösbare Koppeleinrichtung zur Verbindung
vorgesehen ist, derart dass der Antriebsmotor (16) an dem Getriebe (6) fixierbar ist.
6. Stellantrieb nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koppeleinrichtung eine Schraubverbindung ist.
7. Stellantrieb nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koppeleinrichtung eine Verbindung in der Art eines Bajonettverschlusses ist.
8. Stellantrieb nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koppeleinrichtung lösbare Klammereinrichtungen aufweist.
9. Stellantrieb nach Anspruch 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stellantrieb (1) eine Steckverbindung (20) zur Verbindung mit einer Maschinensteuerung
der Verarbeitungsmaschine und einen Elektronikteil aufweist.
10. Stellantrieb nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Elektronikteil des Stellantriebes (1) zusätzlich Endstufen (12) zur Wandlung
einer dem Stellantrieb (1) zuführbaren Gleichspannung in eine Bestromung der Wicklungen
des Stators (3) und/oder Rotors (4) und einen Controller (11) aufweist, mittels dessen
Positioniervorgänge ausführbar sind.