[0001] Die Erfindung betrifft eine Impingement-Trocknungsanordnung für eine Vorrichtung
zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-oder Kartonbahn. Dabei kann
die Faserstoffbahn entlang der Trocknungsstrecke zumindest abschnittsweise im Wesentlichen
gerade oder leicht gekrümmt geführt sein. Eine Impingement-Trocknungsanordnung dieser
Art ist beispielsweise in der
WO 02/36880 beschrieben. Die Erfindung betrifft ferner eine mit einer solchen Impingement-Trocknungsanordnung
ausgestattete Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn.
[0002] Beispielsweise nach einem Bahnriss oder beim Anfahren der betreffenden Papiermaschine
wird die Bahn zunächst in Streifenform überführt. Problematisch ist eine solche Bahnüberführung
insbesondere bei hohen Maschinenlaufgeschwindigkeiten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Impingement-Trocknungsanordnung
sowie eine verbesserte Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei denen auch bei höheren Maschinenlaufgeschwindigkeiten
eine zuverlässige Streifenüberführung gewährleistet ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Impingement-Trocknungsanordnung
für einer Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder
Kartonbahn, mit wenigstens einer langgestreckten Trocknungsstrecke, entlang der die
Faserstoffbahn auf einem Sieb geführt ist, wenigstens einer seitlich neben der Trocknungsstrecke
angeordneten, auf diese gerichteten Blashaube sowie wenigstens einer Saugwalze und/oder
wenigstens einem besaugten Stabilisatorkasten, über die bzw. den das die Faserstoffbahn
führende Sieb geführt ist, wobei wenigstens eine solche Saugwalze und/oder wenigstens
ein solcher besaugter Stabilisatorkasten randseitig eine schmale, der Bahnüberführung
dienende Überführzone aufweist, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden
Walzen- bzw. Kastenbereich besaugbar ist.
[0005] Indem wenigstens eine Saugwalze und/oder wenigstens ein besaugter Stabilisatorkasten
randseitig mit einer schmalen, der Bahnüberführung dienenden Überführzone versehen
ist, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden Walzen- bzw. Kastenbereich
besaugbar ist, ist ein Streifenüberführen auch bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässig
möglich.
[0006] Dabei besitzt die Überführzone bevorzugt eine quer zur Bahnlaufrichtung gemessene
Breite in einem Bereich von etwa 100 bis 1000 mm.
[0007] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Saugwalze bzw. der Stabilisatorkasten
während des Überführvorgangs nur im Bereich der Überführzone und im Normalbetrieb
über die ganze Breite besaugbar ist.
[0008] Das die Faserstoffbahn führende Sieb kann überdies über wenigstens eine Stützwalze
geführt sein.
[0009] Bevorzugt ist ein jeweiliger an eine Walze angrenzender Stabilisatorkasten seitlich
bzw. an seinen beiden Enden sowie an der Grenze zwischen der Überführzone und dem
sich über die restliche Breite erstreckenden Bereich mittels Teflonschilden gegen
die Mantelfläche der betreffenden Walze abgedichtet.
[0010] Gegen das Sieb ist ein jeweiliger Stabilisatorkasten seitlich bzw. an seinen beiden
Enden sowie an der Grenze zwischen der Überführzone und dem sich über die restliche
Breite erstreckenden Bereich mittels Teflonschilden und/oder Luftmessern abgedichtet.
[0011] Ein jeweiliger Stabilisatorkasten kann über die Maschinenbreite beispielsweise mittels
wenigstens einer Klinge gegen eine jeweilige Walze abgedichtet sein.
[0012] Die in Bahnlaufrichtung gemessene Länge eines jeweiligen Stabilisatorkastens beträgt
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform maximal etwa 2000 mm, vorzugsweise maximal
etwa 1000 mm.
[0013] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn wenigstens eine Saugwalze über den Mantel
eines benachbarten Stabilisatorkasten besaugbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann
eine jeweilige Saugwalze auch über das Lager besaugt sein.
[0014] Ist der Mantel einer jeweiligen Saugwalze mit Bohrungen versehen, so kann der Walzenmantel
im Bereich der Überführzone größere und/oder mehr Bohrungen aufweisen als im sich
über die restliche Breite erstreckenden Bereich.
[0015] Die Faserstoffbahn kann entlang der Trocknungsstrecke zumindest abschnittsweise im
Wesentlichen gerade und/oder zumindest abschnittsweise insbesondere leicht gekrümmt
geführt sein.
[0016] Bevorzugt ist die Faserstoffbahn auf einem Trockensieb geführt. Die Impingement-Trocknungsanordnung
kann also insbesondere innerhalb der Trockenpartie vorgesehen sein. Es sind jedoch
zweckmäßigerweise auch solche Ausführungen denkbar, bei denen die betreffende Anordnung
vor der Trockenpartie vorgesehen ist.
[0017] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Impingement-Trocknungsanordnung
verläuft die langgestreckte Trocknungsstrecke zumindest annähernd vertikal. Mit einer
solchen Ausgestaltung werden insbesondere untenliegende Trockenhauben und damit ein
unerwünschtes Ansammeln von Papierfetzen vermieden.
[0018] Vorteilhafterweise sind zwei insbesondere nebeneinander angeordnete langgestreckte,
vorzugsweise zumindest annähernd vertikale Trocknungsstrecken vorgesehen.
[0019] Bevorzugt ist das die Faserstoffbahn führende Sieb über eine erste bzw. obere Saugwalze
und eine zweite bzw. untere Saugwalze und wieder zurückgeführt. Dabei kann zwischen
der ersten bzw. oberen Saugwalze und der zweiten bzw. unteren Saugwalze wenigstens
eine Stützwalze und/oder wenigstens eine weitere Saugwalze vorgesehen sein.
[0020] Es kann beispielsweise wenigstens ein Stabilisatorkasten zwischen einer Saugwalze
und einer Stützwalze vorgesehen sein. Es kann beispielsweise auch wenigstens ein Stabilisatorkasten
zwischen zwei jeweiligen Stützwalzen angeordnet sein. Überdies ist auch denkbar, wenigstens
einen Stabilisatorkasten zwischen zwei jeweiligen Saugwalzen vorzusehen. Alternativ
oder zusätzlich kann auch wenigstens ein Stabilisatorkasten außen an der ersten bzw.
oberhalb der oberen Saugwalze angeordnet sein.
[0021] Bevorzugt weisen alle Stabilisatorkästen und/oder alle Saugwalzen randseitig jeweils
eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone auf.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit einer Impingement-Trocknungsanordnung
nach einem der Ansprüche 1 bis 24 versehen ist.
[0023] Dabei kann diese Impingement-Trocknungsanordnung insbesondere in oder auch am Anfang
einer Trockenpartie vorgesehen sein.
[0024] Bevorzugt ist in Bahnlaufrichtung vor der Impingement-Trocknungsanordnung eine weitere
Impingement-Trocknungsanordnung vorgesehen, die eine rotierbare, insbesondere besaugbare
Walze, deren oberer Umfangsabschnitt im Betrieb von der Faserstoffbahn umschlungen
ist, und eine oberhalb der Walze und deren Umschlingungsbereich gegenüberliegend angeordnete
Blashaube umfasst.
[0025] Bevorzugt folgen die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen unmittelbar aufeinander.
[0026] Zweckmäßigerweise sind die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen anschließend
an eine Pressenpartie und insbesondere vor dem ersten dampfbeheizten Trockenzylinder
angeordnet.
[0027] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn das letzte Sieb der Impingement-Trocknungsanordnungen
über wenigstens einen, bevorzugt zwei oder drei der nachfolgenden dampfbeheizten Trockenzylinder
geführt ist.
[0028] Zur Übergabe der Faserstoffbahn von der Pressenpartie an die erste Impingement-Trocknungsanordnung
können zwei Saugwalzen vorgesehen sein. Auch diese beiden Saugwalzen können jeweils
randseitig eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone aufweisen, die
getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden Walzenbereich besaugbar
ist.
[0029] Zwischen den beiden Saugwalzen ist zweckmäßigerweise wenigstens ein Saugkasten angeordnet.
Auch dieser Saugkasten kann randseitig wieder eine schmale, der Bahnüberführung dienende
Überführzone aufweisen, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden
Walzenbereich besaugbar ist.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausschnitts einer Impingement-Trocknungsanordnung,
in der eine Saugwalze und zwei dieser benachbarte Stabilisatorkästen zu erkennen sind,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer Impingement-Trocknungsanordnung
mit zwei nebeneinander angeordneten, zumindest im Wesentlichen geraden Trocknungsstrecken
und mehreren Stützwalzen,
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer Impingement-Trocknungsanordnung
mit zwei nebeneinander angeordneten, leicht gekrümmten Trocknungsstrecken und mehreren
Stützwalzen,
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer Impingement-Trocknungsanordnung
mit zwei nebeneinander angeordneten, leicht gekrümmten Trocknungsstrecken und mehreren
zusätzlichen Saugwalzen,
- Figur 5
- einen Ausschnitt einer Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit der in
der Figur 2 dargestellten geraden Impingement-Trocknungsanordnung mit mehreren Stützwalzen,
der eine weitere Impingement-Trocknungsanordnung vorgeschaltet ist,
- Figur 6
- einen Ausschnitt einer Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit der in
der Figur 3 dargestellten gekrümmten Impingement-Trocknungsanordnung mit mehreren
Stützwalzen, der eine weitere Impingement-Trocknungsanordnung vorgeschaltet ist, und
- Figur 7
- einen Ausschnitt einer Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit der in
der Figur 4 dargestellten gekrümmten Impingement-Trocknungsanordnung mit mehreren
zusätzlichen Saugwalzen, der eine weitere Impingement-Trocknungsanordnung vorgeschaltet
ist.
[0031] Figur 1 zeigt in schematischer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt einer Impingement-Trocknungsanordnung
10, in der eine Saugwalze 12 und zwei dieser benachbarte Stabilisatorkästen 14 zu
erkennen sind.
[0032] Wie in der Figur 1 dargestellt, besitzen die Saugwalze 12 sowie die Stabilisatorkästen
14 randseitig jeweils eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone 16,
die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden Walzen- bzw. Kastenbereich
besaugbar ist. Dabei ist eine jeweilige Überführzone 16 durch eine jeweilige Trennwand
18 vom restlichen Walzen- bzw. Kastenbereich getrennt.
[0033] Ein jeweiliger an eine Walze 12 angrenzender Stabilisatorkasten 14 kann seitlich
bzw. an seinen beiden Enden sowie an der Grenze zwischen der Überführzone 16 und dem
sich über die restliche Breite erstreckenden Bereich zum Beispiel mittels Teflonschilden
20 gegen die Mantelfläche der betreffenden Walze 12 abgedichtet sein.
[0034] Figur 2 zeigt in schematischer Seitenansicht eine Ausführungsform einer Impingement-Trocknungsanordnung
10 mit zwei nebeneinander angeordneten, zumindest im Wesentlichen geraden Trocknungsstrecken
22 und mehreren Leit- oder Stützwalzen 24. Dabei können die Walzen 24 auch besaugt
sein.
[0035] Die Impingement-Trocknungsanordnung 10 umfasst zwei rotierbare Saugwalzen 12, die
annähernd vertikal übereinander und im Abstand zueinander angeordnet sind und um die
ein Sieb 26 von oben nach unten und wieder zurück umläuft.
[0036] Durch die zwischen den beiden Saugwalzen 12 liegenden Siebabschnitte werden im vorliegenden
Fall also zwei annähernd vertikale Trocknungsstrecken 22 gebildet. Seitlich neben
diesen beiden Trocknungsstrecken 22 ist jeweils eine Blashaube 28 angeordnet, deren
Austrittsseite 30 auf die zugehörige Trocknungsstrecke 22 gerichtet ist. Die Stützwalzen
24 sind innerhalb der Schlaufe des Siebes 26 vorgesehen, wobei sie in zwei im Wesentlichen
vertikalen Reihen mit jeweils horizontaler Drehachse übereinanderliegend den Blashauben
28 gegenüber angeordnet sind.
[0037] Im vorliegenden Fall ist die Impingement-Trocknungsanordnung 10 innerhalb der Trockenpartie
angeordnet, wobei das Sieb 26, wie anhand der Figur 2 zu erkennen ist, sowohl vor
als auch nach der Impingement-Trocknungsanordnung 10 jeweils über einen Trockenzylinder
32 geführt ist. Im vorliegenden Fall ist die Faserstoffbahn also auf einem Trockensieb
26 geführt.
[0038] Entlang der beiden Trocknungsstrecken 22 ist jeweils ein Stabilisatorkasten 14 zwischen
der oberen Saugwalze 12 und der darauffolgenden Stützwalze 24, jeweils ein Stabilisatorkasten
14 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stützwalzen 24 sowie ein Stabilisatorkasten
zwischen der letzten Stützwalze 24 und der unteren Saugwalze 12 angeordnet. Wie bereits
erwähnt, können anstelle der Leit- oder Stützwalzen 24 auch besaugte Walzen vorgesehen
sein.
[0039] Überdies ist ein Stabilisatorkasten 14 oberhalb der oberen Saugwalze 12 vorgesehen.
[0040] Bei den Blashauben 28 kann es sich insbesondere um Heißlufthauben handeln.
[0041] Bevorzugt weisen alle Saugwalzen 12 und ggf. 24 und alle Stabilisatorkästen 14 randseitig
jeweils eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone 16 (siehe auch Figur
1) auf, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden Walzen- bzw.
Kastenbereich besaugbar ist.
[0042] Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von der gemäß Fig. 2 im Wesentlichen
nur dadurch, dass die beiden Trocknungsstrecken 22 nicht annähernd geradlinig, sondern
leicht gekrümmt verlaufen. Dies wird durch eine entsprechende Anordnung der Stützwalzen
24 erreicht. Anstelle dieser Stützwalzen 24 können grundsätzlich auch wieder besaugte
Walzen vorgesehen sein. Durch die leicht gekrümmte Ausgestaltung der beiden vertikalen
Trocknungsstrecken 22 kann deren Länge vergrößert werden, ohne dass sich die Höhe
der Anlage ändert.
[0043] Figur 4 zeigt in schematischer Seitenansicht eine weitere Ausführungsform einer Impingement-Trocknungsanordnung
10 mit zwei nebeneinander angeordneten, leicht gekrümmten Trocknungsstrecken 22. Sie
unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß Figur 3 im Wesentlichen nur dadurch,
dass der gekrümmte Verlauf der beiden vertikalen Trocknungsstrecken 22 nicht durch
entsprechend angeordnete Stützwalzen, sondern durch zusätzliche Saugwalzen 34 erreicht
wird, wobei eine jeweilige zusätzliche Saugwalze 34 das Sieb 26 jeweils auf der linken
Seite als auch auf der rechten Seite berührt. Wie anhand der Figur 4 zu erkennen ist,
besitzen die zwischen der oberen Saugwalze 12 und der unteren Saugwalze 12 angeordneten
zusätzlichen Saugwalzen 34 einen größeren Durchmesser als die soeben genannten äußeren
Saugwalzen 12. Neben den Saugwalzen 12 und den Stabilisatorkästen 14 sind bevorzugt
auch die zusätzlichen Saugwalzen 34 jeweils mit einer schmalen, der Bahnüberführung
dienenden Überführzone 16 versehen, die getrennt vom sich über die restliche Breite
erstreckenden Walzenbereich besaugbar ist.
[0044] In den soeben beschriebenen Figuren 2 bis 4 sind einander entsprechenden Teilen gleiche
Bezugszeichen zugeordnet.
[0045] In einer jeweiligen Impingement-Trocknungsanordnung 10 kann die Faserstoffbahn also
gerade oder leicht gekrümmt auf einem Sieb 26, z.B. einem Trockensieb geführt sein
und von der dem Sieb 26 abgewandten Seite mit Blashauben 28, insbesondere Heißlufthauben,
getrocknet werden. Dabei ist diese Impingement-Trocknungsanordnung 10 vorzugsweise
so ausgeführt, dass sämtliche Stabilisatorkästen 14 und alle besaugten Walzen 12,
34 und ggf. 24 eine schmale, abgetrennte Überführzone 16 besitzen, die getrennt von
der restlichen Breite besaugbar ist.
[0046] Dabei liegt die Breite der Überführzone vorzugsweise in einem Bereich von etwa 100
bis etwa 1000 mm. Während des Überführens wird zweckmäßigerweise nur die Überführzone
besaugt, während im Normalbetrieb die ganze Breite besaugbar ist. Die Stabilisatorkästen
können seitlich und an der Grenze der Überführzone gegen die Mantelfläche einer jeweiligen
benachbarten Walze mit Teflonschilden abgedichtet sein. Gegen das Sieb können die
Stabilisatorkästen seitlich und an der Grenze der Überführzone insbesondere mit Teflonschilden
oder Luftmessern abgedichtet sein. Über die Maschinenbreite sind die Stabilisatorkästen
bevorzugt mit Klingen gegen die benachbarten Walzen abgedichtet. Die maximale Länge
der Stabilisatorkästen in Bahnlaufrichtung beträgt zweckmäßigerweise 2000 mm, vorzugsweise
1000 mm. Besaugte Walzen können insbesondere über den Mantel eines jeweiligen benachbarten
Stabilisators besaugt werden. Alternativ oder zusätzlich können die Walzen auch über
das Lager besaugt werden. Gelochte Walzen können im Bereich der Überführzone größere
und/oder mehr Bohrungen als im restlichen Mantelbereich aufweisen.
[0047] Ein wesentlicher Vorteil der zuvor beschriebenen Impingement-Trocknungsanordnungen
besteht darin, dass auch bei höheren Maschinenlaufgeschwindigkeiten noch ein zuverlässiges
Streifenüberführen gewährleistet ist.
[0048] Während in den Figuren 2 bis 4 jeweils eine innerhalb der Trockenpartie angeordnete
Impingement-Trocknungsanordnung 10 dargestellt ist, zeigen die Figuren 5 bis 7 jeweils
eine am Anfang der Trockenpartie vorgesehene Impingement-Trocknungsanordnung 10, der
jeweils eine weitere Impingement-Trocknungsanordnung 36 vorgeschaltet ist.
[0049] Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt der Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn,
in der die weitere Impingement-Trocknungsanordnung 36 einer geraden Impingement-Trocknungsanordnung
10 mit mehreren Stützwalzen 24 gemäß der Figur 2 vorgeschaltet ist.
[0050] Dabei umfasst der vorgeschaltete Impingement-Trockner 36 eine rotierbare, besaugte
Walze 38, deren oberer Umfangsabschnitt 40 im Betrieb von der Faserstoffbahn umschlungen
ist. Die Saugwalze 38 kann insbesondere einen Durchmesser von mindestens 3 m aufweisen.
[0051] Dem umschlungenen Abschnitt 40 der Saugwalze 38 gegenüberliegend ist oberhalb der
Saugwalze 38 eine Blashaube 42 angeordnet, mittels der die Faserstoffbahn mit Trocknungsfluid,
insbesondere Heißluft beaufschlagbar ist. Dabei kann die Heißluft eine Temperatur
von etwa 300 bis etwa 500°C aufweisen. Die Heißluftausblasgeschwindigkeit kann insbesondere
etwa 70 bis etwa 180 m/s betragen.
[0052] Diese weitere Impingement-Trocknungsanordnung 36 ist unmittelbar vor der Impingement-Trocknungsanordnung
10 angeordnet.
[0053] Die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen 36, 10 sind im Anschluss an die Pressenpartie
44 vorgesehen, von der nur die beiden letzten Presswalzen 46, die Pressfilze oder
Siebe 48 sowie zwei Umlenkwalzen 50 dargestellt sind. Die Presswalzen 46 können insbesondere
einen verlängerten Pressspalt bilden.
[0054] Zur Übergabe der Faserstoffbahn von der Pressenpartie 44 an die erste Impingement-Trocknungsanordnung
36 sind zwei Saugwalzen 52 sowie ein um diese und um Umlenkwalzen 54 umlaufendes Transportband
56 vorgesehen.
[0055] Zwischen den beiden Saugwalzen 52 sind überdies zwei Saugkästen 58 innerhalb der
Schlaufe des Transportbandes 56 angeordnet. Zudem ist auch über die Saugwalze 38 der
vorgeschalteten Impingement-Trocknungsanordnung 36 ein Transportband 60, insbesondere
Sieb, geführt, wobei auch hier Umlenkrollen 62 vorhanden sind.
[0056] Das Sieb 26 der Impingement-Trocknungsanordnung 10 umschlingt zusätzlich zu den beiden
Saugwalzen 12 noch wenigstens einen nachfolgenden dampfbeheizten Trockenzylinder 32.
Nachdem die Impingement-Trocknungsanordnung 10 vor der Trockenpartie angeordnet ist,
entfällt hier der in den Figuren 2 bis 4 zu erkennende vordere Trockenzylinder 32.
Überdies ist in der Figur 5 auch noch eine der Führung des Siebes 26 dienende Umlenkwalze
64 zu erkennen.
[0057] Durch die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen 36, 10 wird die Faserstoffbahn
nacheinander auf ihrer Oberseite und auf ihrer Unterseite mit Heißluft beaufschlagt,
wodurch eine gute Trocknung erreicht wird.
[0058] Wie bereits erwähnt, können die Stützwalzen 24 der Impingement-Trocknungsanordnung
10 auch selbst besaugt sein, wobei sie insbesondere auch gerillt und/oder gebohrt
sein können. Dadurch ergibt sich eine weitere Verbesserung der Bahnführung.
[0059] Grundsätzlich können auch die Saugwalzen 52, 38 sowie die Saugkästen 58 jeweils mit
einer schmalen getrennten Überführzone versehen sein.
[0060] Figur 6 zeigt eine mit der der Figur 5 vergleichbare Darstellung, wobei die weitere
Impingement-Trocknungsanordnung 36 jedoch einer gekrümmten Impingement-Trocknungsanordnung
10 gemäß Figur 3 vorgeschaltet ist. Im übrigen besitzt diese Ausführungsform zumindest
im Wesentlichen den gleichen Aufbau wie die der Figur 5, wobei einander entsprechenden
Teilen wieder gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.
[0061] Die Ausführungsform gemäß Figur 7 unterscheidet sich von der gemäß Figur 5 im Wesentlichen
dadurch, dass die weitere Impingement-Trocknungsanordnung 36 einer gekrümmten Impingement-Trocknungsanordnung
10 mit mehreren zusätzlichen Saugwalzen 34 gemäß Figur 4 vorgeschaltet ist. Im übrigen
besitzt diese Ausführungsform zumindest im Wesentlichen den gleichen Aufbau wie die
der Figur 5, wobei einander entsprechenden Teilen wieder gleiche Bezugszeichen zugeordnet
sind.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 10
- Impingement-Trocknungsanordnung
- 12
- Saugwalze
- 14
- Stabilisatorkasten
- 16
- Überführzone
- 18
- Trennwand
- 20
- Teflonschild
- 22
- Trocknungsstrecke
- 24
- Stützwalze
- 26
- Sieb
- 28
- Blashaube
- 30
- Austrittsseite
- 32
- Trockenzylinder
- 34
- zusätzliche Saugwalze
- 36
- weitere Impingement-Trocknungsanordnung
- 38
- besaugte Walze
- 40
- oberer Umfangsabschnitt
- 42
- Blashaube
- 44
- Pressenpartie
- 46
- Presswalze
- 48
- Pressfilz, Sieb
- 50
- Umlenkwalze
- 52
- Saugwalze
- 54
- Umlenkwalze
- 56
- Transportband
- 58
- Saugkasten
- 60
- Transportband
- 62
- Umlenkrolle
1. Impingement-Trocknungsanordnung (10) für einer Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit wenigstens einer langgestreckten Trocknungsstrecke
(22), entlang der die Faserstoffbahn auf einem Sieb (26) geführt ist, wenigstens einer
seitlich neben der Trocknungsstrecke (22) angeordneten, auf diese gerichteten Blashaube
(28) sowie wenigstens einer Saugwalze (12, 34) und/oder wenigstens einem besaugten
Stabilisatorkasten (14), über die bzw. den das die Faserstoffbahn führende Sieb (26)
geführt ist, wobei wenigstens eine solche Saugwalze (12, 34) und/oder wenigstens ein
solcher besaugter Stabilisatorkasten (14) randseitig eine schmale, der Bahnüberführung
dienende Überführzone (16) aufweist, die getrennt vom sich über die restliche Breite
erstreckenden Walzen- bzw. Kastenbereich besaugbar ist.
2. Impingement-Trocknungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Überführzone (16) eine quer zur Bahnlaufrichtung gemessene Breite in einem Bereich
von etwa 100 bis etwa 1000 mm besitzt.
3. Impingement-Trocknungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Saugwalze (12, 34) bzw. der Stabilisatorkasten (14) während des Überführvorgangs
nur im Bereich der Überführzone (16) und im Normalbetrieb über die ganze Breite besaugbar
ist.
4. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das die Faserstoffbahn führende Sieb (26) überdies über wenigstens eine Stützwalze
(24) geführt ist.
5. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein jeweiliger an eine Walze (12, 34, 24) angrenzender Stabilisatorkasten (14) seitlich
bzw. an seinen beiden Enden sowie an der Grenze zwischen der Überführzone und dem
sich über die restliche Breite erstreckenden Bereich mittels Teflonschilden (20) gegen
die Mantelfläche der betreffenden Walze (12, 34, 24) abgedichtet ist.
6. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein jeweiliger Stabilisatorkasten (14) seitlich bzw. an seinen beiden Enden sowie
an der Grenze zwischen der Überführzone (16) und dem sich über die restliche Breite
erstreckenden Bereich mittels Teflonschilden und/oder Luftmessern gegen das Sieb (26)
abgedichtet ist.
7. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass ein jeweiliger Stabilisatorkasten (14) über die Maschinenbreite mittels wenigstes
einer Klinge gegen eine jeweilige Walze (12, 34, 24) abgedichtet ist.
8. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die in Bahnlaufrichtung gemessene Länge eines jeweiligen Stabilisatorkastens (14)
maximal etwa 2000 mm, vorzugsweise maximal etwa 1000 mm beträgt.
9. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens eine Saugwalze (12, 34) über den Mantel eines benachbarten Stabilisatorkastens
(14) besaugbar ist.
10. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens eine Saugwalze (12, 34) über das Lager besaugbar ist.
11. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens eine Saugwalze (12, 34) vorgesehen ist, deren Mantel mit Bohrungen versehen
ist.
12. Impingement-Trocknungsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Walzenmantel im Bereich der Überführzone (16) größere und/oder mehr Bohrungen
aufweist als im sich über die restliche Breite erstreckenden Bereich.
13. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Faserstoffbahn entlang der Trocknungsstrecke (22) zumindest abschnittsweise im
Wesentlichen gerade geführt ist.
14. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Faserstoffbahn entlang der Trocknungsstrecke (22) zumindest abschnittsweise insbesondere
leicht gekrümmt geführt ist.
15. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Faserstoffbahn auf einem Trockensieb (26) geführt ist.
16. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die langgestreckte Trocknungsstrecke (22) zumindest annähernd vertikal verläuft.
17. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zwei insbesondere nebeneinander angeordnete langgestreckte, vorzugsweise zumindest
annähernd vertikale Trocknungsstrecken (22) vorgesehen sind.
18. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das die Faserstoffbahn führende Sieb (26) über eine erste bzw. obere Saugwalze (12)
und eine zweite bzw. untere Saugwalze (12) und wieder zurück geführt ist.
19. Impingement-Trocknungsanordnung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zwischen der ersten bzw. oberen Saugwalze (12) und der zweiten bzw. unteren Saugwalze
(12) wenigstens eine Stützwalze (24) und/oder wenigstens eine weitere Saugwalze (34)
vorgesehen ist.
20. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens ein Stabilisatorkasten (14) zwischen einer Saugwalze (12) und einer Stützwalze
(24) vorgesehen ist.
21. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens ein Stabilisatorkasten (14) zwischen zwei Stützwalzen (24) vorgesehen
ist.
22. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens ein Stabilisatorkasten (14) zwischen zwei Saugwalzen (34) vorgesehen ist.
23. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass wenigstens ein Stabilisatorkasten (14) außen an der ersten bzw. oberhalb der oberen
Saugwalze (12) angeordnet ist.
24. Impingement-Trocknungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass alle Stabilisatorkästen (14) und/oder alle Saugwalzen (12, 34) randseitig jeweils
eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone (16) aufweisen.
25. Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn,
mit einer Impingement-Trocknungsanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Impingement-Trocknungsanordnung (10) in oder am Anfang einer Trockenpartie vorgesehen
ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet ,
dass in Bahnlaufrichtung vor der Impingement-Trocknungsanordnung (10) eine weitere Impingement-Trocknungsanordnung
(36) vorgesehen ist, die eine rotierbare, insbesondere besaugbare Walze (38), deren
oberer Umfangsabschnitt (40) im Betrieb von der Faserstoffbahn umschlungen ist, und
eine oberhalb der Walze (38) und deren Umschlingungsbereich (40) gegenüberliegend
angeordnete Blashaube (42) umfasst.
28. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen (10, 36) unmittelbar aufeinander folgen.
29. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die beiden Impingement-Trocknungsanordnungen (10, 36) anschließend an eine Pressenpartie
(44) und insbesondere vor dem ersten dampfbeheizten Trockenzylinder (32) angeordnet
sind.
30. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das letzte Sieb (26) der Impingement-Trocknungsanordnungen (10, 36) über wenigstens
einen, bevorzugt zwei oder drei der nachfolgenden dampfbeheizten Trockenzylinder (32)
geführt ist.
31. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zur Übergabe der Faserstoffbahn von der Pressenpartie (44) an die Impingement-Trocknungsanordnungen
(10, 36) zwei Saugwalzen (52) vorgesehen sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die beiden Saugwalzen (52) jeweils randseitig eine schmale, der Bahnüberführung dienende
Überführzone (16) aufweisen, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden
Walzenbereich besaugbar ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31 oder 32,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zwischen den beiden Saugwalzen (52) wenigstens ein Saugkasten (58) angeordnet ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Saugkasten (58) randseitig eine schmale, der Bahnüberführung dienende Überführzone
(16) aufweist, die getrennt vom sich über die restliche Breite erstreckenden Walzenbereich
besaugbar ist.