(19)
(11) EP 1 731 679 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.12.2006  Patentblatt  2006/50

(21) Anmeldenummer: 05450102.8

(22) Anmeldetag:  09.06.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E02D 5/36(2006.01)
E02D 7/30(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(71) Anmelder: Kellner Ges.m.b.H.
3071 Böheimkirchen (AT)

(72) Erfinder:
  • Kellner, Willibald
    9990 Nussdorf-Debant (AT)

(74) Vertreter: Rippel, Andreas et al
Maxingstrasse 34
1130 Wien
1130 Wien (AT)

   


(54) Rammpflock


(57) Bei einem Rammpflock zur Herstellung eines Loches im Erdreich ist die Rammspitze (1) wenigstens teilweise hohl ausgebildet und der Hohlraum bzw. die Hohlräume enthalten lose Massen (7), die den Hohlraum bzw. die Hohlräume nur teilweise ausfüllen.
Die losen Massen (7) bestehen dabei aus Leichtmetall.
Dadurch wird eine besonders wirkungsvolle Arbeitsweise erreicht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Rammpflock zur Herstellung eines Loches im Erdreich, wobei die Rammspitze wenigstens teilweise hohl ausgebildet ist und der Hohlraum bzw. die Hohlräume lose Massen enthalten, die den Hohlraum bzw. die Hohlräume nur teilweise ausfüllen.

[0002] Derartige Rammpflöcke werden insbesondere von einem Bagger in den Boden gerammt. Das Loch kann dann teilweise mit gießfähigem Beton gefüllt werden und z.B. ein Pfahl eingesetzt werden. Bei einem besonders zweckmäßigen Verfahren nach der AT 394 592 B wird nach dem Einfüllen des Betons in das Loch der Rammpflock nochmals in das Loch eingetrieben und so der Beton seitlich rund um den Rammpflock rohrförmig geformt und verdichtet. Dadurch wird ein rohrförmiges Fundament im Erdreich gebildet.

[0003] Um die mit dem Rammpflock durchgeführten Schläge besonders wirksam durchzuführen wurde schon vorgeschlagen, die Rammspitze wenigstens teilweise hohl auszubilden und diese Hohlräume mit losen Massen teilweise zu füllen. Diese losen Massen sollen bei der Umkehrung Hochziehen-Bewegung nach unten des Rammpflockes zufolge der Trägheit im Hohlraum der Rammspitze sich nach oben bewegen, um nach dem Aufschlag der Rammspitze im Erdreich nach unten geschleudert zu werden. Dadurch wird eine Verstärkung der Wirkung des Rammpflockes im Erdreich erreicht.

[0004] Man hat versucht als lose Massen Sand zu verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass zumindest große Teile des Sandes an den Wänden der Rammspitze kleben bleiben und daher die erhoffte Wirkung nicht eintritt.

[0005] Nach einem anderen Vorschlag sollte Eisenschrott als Füllmasse eingesetzt werden. Hier hat sich jedoch herausgestellt, dass das Gewicht einer solchen Masse zu groß ist, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

[0006] Nach eingehenden theoretischen Überlegungen und vielen Versuchen wurde nun gefunden, dass die Verwendung von Leichtmetall als lose Massen in überraschender Weise den angestrebten Erfolg erreichen kann. Vorliegende Erfindung zeichnet sich demnach dadurch aus, dass die losen Massen aus Leichtmetall bestehen.

[0007] Besonders zweckmäßig hat sich im Rahmen der Erfindung Aluminiumgranulat als lose Massen erwiesen.

[0008] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. Die Zeichnung zeigt dabei im Schnitt eine erfindungsgemäß ausgebildete Rammspitze eines Rammpflockes.

[0009] Gemäß der Zeichnung weist eine erfindungsgemäße Rammspitze 1 einen zylindrischen rohrförmigen Körper 2 auf, an den ein Konus 3 zum Eintreiben in die Erde anschließt. Über mit dem Körper 2 verbundene Platten 4, 5 ist ein als Meisel bezeichneter Anschlußkörper 6 zum Anschluß an einen Bagger oder dergleichen verbunden.

[0010] Der zylindrische Körper 2 ist teilweise mit einer Masse 7 aus Leichtmetall, vorzugsweise Aluminiumgranulat, gefüllt.

[0011] Wie bereits beschrieben, wird bei einem Heben der Rammspitze 1 mit nachfolgender Umkehr nach unten das Aluminiumgranulat zufolge seiner Trägheit nach oben geschleudert, um bei einem Aufschlagen der Rammspitze 1 am Boden nach unten geschleudert zu werden. Dadurch wird eine besondere Kraftwirkung des Rammpflockes erreicht.

[0012] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So kann der Anschluß des Anschlußorgans 6 auf andere Weise als dargestellt erfolgen. Auch sind Verstrebungen möglich, die vom Anschlußorgan 6 bzw. den beiden Scheiben 4, 5 bis zur Konus 3 reichen.


Ansprüche

1. Rammpflock zur Herstellung eines Loches im Erdreich, wobei die Rammspitze (1) wenigstens teilweise hohl ausgebildet ist und der Hohlraum bzw. die Hohlräume lose Massen (7) enthalten, die den Hohlraum bzw. die Hohlräume nur teilweise ausfüllen, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Massen (7) aus Leichtmetall bestehen.
 
2. Rammpflock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Massen (7) aus Aluminiumgranulat bestehen.
 




Zeichnung







Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente