[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Rammpflock zur Herstellung eines Loches im Erdreich,
wobei die Rammspitze wenigstens teilweise hohl ausgebildet ist und der Hohlraum bzw.
die Hohlräume lose Massen enthalten, die den Hohlraum bzw. die Hohlräume nur teilweise
ausfüllen.
[0002] Derartige Rammpflöcke werden insbesondere von einem Bagger in den Boden gerammt.
Das Loch kann dann teilweise mit gießfähigem Beton gefüllt werden und z.B. ein Pfahl
eingesetzt werden. Bei einem besonders zweckmäßigen Verfahren nach der
AT 394 592 B wird nach dem Einfüllen des Betons in das Loch der Rammpflock nochmals in das Loch
eingetrieben und so der Beton seitlich rund um den Rammpflock rohrförmig geformt und
verdichtet. Dadurch wird ein rohrförmiges Fundament im Erdreich gebildet.
[0003] Um die mit dem Rammpflock durchgeführten Schläge besonders wirksam durchzuführen
wurde schon vorgeschlagen, die Rammspitze wenigstens teilweise hohl auszubilden und
diese Hohlräume mit losen Massen teilweise zu füllen. Diese losen Massen sollen bei
der Umkehrung Hochziehen-Bewegung nach unten des Rammpflockes zufolge der Trägheit
im Hohlraum der Rammspitze sich nach oben bewegen, um nach dem Aufschlag der Rammspitze
im Erdreich nach unten geschleudert zu werden. Dadurch wird eine Verstärkung der Wirkung
des Rammpflockes im Erdreich erreicht.
[0004] Man hat versucht als lose Massen Sand zu verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass
zumindest große Teile des Sandes an den Wänden der Rammspitze kleben bleiben und daher
die erhoffte Wirkung nicht eintritt.
[0005] Nach einem anderen Vorschlag sollte Eisenschrott als Füllmasse eingesetzt werden.
Hier hat sich jedoch herausgestellt, dass das Gewicht einer solchen Masse zu groß
ist, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.
[0006] Nach eingehenden theoretischen Überlegungen und vielen Versuchen wurde nun gefunden,
dass die Verwendung von Leichtmetall als lose Massen in überraschender Weise den angestrebten
Erfolg erreichen kann. Vorliegende Erfindung zeichnet sich demnach dadurch aus, dass
die losen Massen aus Leichtmetall bestehen.
[0007] Besonders zweckmäßig hat sich im Rahmen der Erfindung Aluminiumgranulat als lose
Massen erwiesen.
[0008] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein.
Die Zeichnung zeigt dabei im Schnitt eine erfindungsgemäß ausgebildete Rammspitze
eines Rammpflockes.
[0009] Gemäß der Zeichnung weist eine erfindungsgemäße Rammspitze 1 einen zylindrischen
rohrförmigen Körper 2 auf, an den ein Konus 3 zum Eintreiben in die Erde anschließt.
Über mit dem Körper 2 verbundene Platten 4, 5 ist ein als Meisel bezeichneter Anschlußkörper
6 zum Anschluß an einen Bagger oder dergleichen verbunden.
[0010] Der zylindrische Körper 2 ist teilweise mit einer Masse 7 aus Leichtmetall, vorzugsweise
Aluminiumgranulat, gefüllt.
[0011] Wie bereits beschrieben, wird bei einem Heben der Rammspitze 1 mit nachfolgender
Umkehr nach unten das Aluminiumgranulat zufolge seiner Trägheit nach oben geschleudert,
um bei einem Aufschlagen der Rammspitze 1 am Boden nach unten geschleudert zu werden.
Dadurch wird eine besondere Kraftwirkung des Rammpflockes erreicht.
[0012] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So kann der Anschluß
des Anschlußorgans 6 auf andere Weise als dargestellt erfolgen. Auch sind Verstrebungen
möglich, die vom Anschlußorgan 6 bzw. den beiden Scheiben 4, 5 bis zur Konus 3 reichen.
1. Rammpflock zur Herstellung eines Loches im Erdreich, wobei die Rammspitze (1) wenigstens
teilweise hohl ausgebildet ist und der Hohlraum bzw. die Hohlräume lose Massen (7)
enthalten, die den Hohlraum bzw. die Hohlräume nur teilweise ausfüllen, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Massen (7) aus Leichtmetall bestehen.
2. Rammpflock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Massen (7) aus Aluminiumgranulat bestehen.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente