[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Justierung und zum Betrieb einer mit einer
Kreiselpumpe ausgestatteten Abwasserhebeanlage, die zur Förderung von fäkalienhaltigem
oder fäkalienfreiem Abwasser und gegebenenfalls von Oberflächenwasser in ein Kanalsystem
dient, wobei das über ein Rückschlagorgan, insbesondere eine Rückschlagklappe in einer
Rohrleitung zu fördernde Abwasser vorzugsweise unterhalb einer für das Kanalsystem
definierten Rückstauebene anfällt, und wobei für die Förderung eine Mindestfließgeschwindigkeit
vorgegeben ist. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf die Abwasserhebeanlage selbst.
[0002] Abwasserhebeanlagen, die unterhalb der Rückstauebene eines Kanalsystems anfallendes
Wasser zu fördern haben, sind meist in Wohngebäuden angeordnet. Sie dienen vor allem
der Förderung von fäkalienhaltigem Abwasser, das in den Kellern solcher Wohngebäude
anfällt. Daher werden sie auch vielfach als Fäkalienhebeanlagen bezeichnet.
[0003] Für die Auslegung solcher Anlagen werden zunächst die bauseitig vorhandene geodätische
Förderhöhe und die dynamischen Verluste durch die Strömung ermittelt. Aufgrund dieser
Daten wird eine Rohrleitungskennlinie bestimmt. Nun werden die Mindest- und Maximalfördermengen
aus den nach der Norm vorgeschriebenen Mindest- und Maximalfließgeschwindigkeiten
errechnet und in ein vorbereitetes Diagramm eingetragen. In das Diagramm werden zweckmäßig
die Kennlinien mehrerer zur Verfügung stehender Hebeanlagen eingezeichnet. Ein im
zulässigen Bereich liegender Schnittpunkt von Hebeanlagen- und Rohrleitungskennlinie
gibt den gesuchten Hinweis auf eine passende Hebeanlage.
[0004] Der für die Auslegung einer Hebeanlage zu treibende Aufwand kann zwar durch ein Computerprogramm
minimiert werden; es bleibt aber dennoch die Gefahr einer Überdimensionierung der
Hebeanlage aufgrund zu groß abgeschätzter Verluste. Dies führt dazu, daß die Anlage
außerhalb der zulässigen Fließgeschwindigkeiten betrieben wird und unerwünschte Geräusche
entstehen. Zusätzlich zu den Strömungsgeräuschen in der Rohrleitung kann es bei zu
großen Volumenströmen der Pumpe bei Erreichen des Mindestflüssigkeitsstandes zu einem
Schlürfbetrieb kommen, der ebenfalls störende Geräusche im Gebäude erzeugt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das die aufgezeigten
Probleme der Auslegung überwindet und eine dem jeweiligen Anwendungsfall angepaßte
und ohne störende Geräusche arbeitende Abwasserhebeanlage zur Verfügung stellt.
[0006] Diese Aufgabe wird für eine Anlage der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch
ein Verfahren gelöst, welches bei einer fertig installierten Hebeanlage zunächst die
für verschiedene markante Betriebspunkte signifikanten Drehzahlen der Kreiselpumpe
mit Hilfe eines mit einem programmierbaren Frequenzumformer ausgestatteten, die Kreiselpumpe
antreibenden Elektromotors ermittelt, wobei diese nebst den hieraus resultierenden
Daten in einer die Anlage steuernden Zentraleinheit gespeichert und deren weiterem
Betrieb zugrunde gelegt werden.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ermittelt von sich aus alle relevanten Parameter der
konkreten Anlage und justiert die Hebeanlage entsprechend. Diese Selbstjustierung
hat den Vorteil, daß die Hebeanlage im optimalen Fließgeschwindigkeitsbereich betrieben
wird und somit die erwähnten Störgeräusche nicht entstehen.
[0008] Der bisher für die Auslegung der Anlage notwendige Aufwand wird eingespart. Die Forderung
der Norm nach bestimmten Fließgeschwindigkeiten wird sicher erfüllt. Im übrigen kann
die Anlage in einem breiteren Anwendungsbereich eingesetzt werden, wodurch die Zahl
notwendiger Varianten an Hebeanlagen reduziert wird, was wiederum Einsparungen für
Fertigung und Lagerhaltung mit sich bringt.
[0009] Die für die Selbstjustierung verwendete Steuerung kann zusätzlich noch eine Vielzahl
an Überwachungsaufgaben bis hin zur Selbsthilfe übernehmen.
[0010] Eine zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß bei
einer Erst- oder Wiederinbetriebnahme der Abwasserhebeanlage die Kreiselpumpe zu einer
maximalen Drehzahl stetig hochgefahren und vor dem Erreichen eines zur Förderung noch
geeigneten Mindest-Abwasserniveaus abgeschaltet wird, danach bei geschlossenem Rückschlagorgan
die Kreiselpumpe wieder eingeschaltet und deren Drehzahl stetig hochgefahren wird,
wobei die bei Öffnen des Rückschlagorgans erreichte Drehzahl als die der Nullpunktsförderhöhe
entsprechende Drehzahl gespeichert wird, woraufhin die der vorgegebenen Mindestfließgeschwindigkeit
entsprechende Drehzahl ermittelt und gespeichert wird.
[0011] Die Ermittlung der vorgegebenen Mindestfließgeschwindigkeit entsprechenden Drehzahl
kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Zum einen kann die Drehzahl rechnerisch
ermittelt werden. Hierbei wird die Anlagenkennlinie (durch die ermittelte Nullpunktsförderhöhe
festgelegt) und die Pumpenkennlinie in einem größer als die Mindestfließgeschwindigkeit
entsprechenden Mengenpunkt geschnitten. Andererseits kann die fragliche Drehzahl aber
auch durch einen in der Rohrleitung angeordneten Durchflußmesser ermittelt werden.
Zweckmäßigerweise wird dabei eine nach dem Staudruckprinzip ausgebildete Rückschlagklappe
als Durchflußmesser genutzt.
[0012] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das
Ausschalten der Kreiselpumpe über eine voreingestellte Drehzahlrampe erfolgt. Dies
hat den günstigen Effekt, daß das Rückschlagorgan langsam schließt, ein hartes lautes
Schließgeräusch somit vermieden wird.
[0013] Wie bereits angesprochen, ist eine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende
Hebeanlage auch imstande, Überwachungsaufgaben im laufenden Betrieb zu übernehmen.
So erkennt das Verfahren aufgrund eines entsprechend gestalteten Auswerteschemas eine
Blockade des Rückschlagorgans oder eine Störung des Durchflusses in der Rohrleitung,
und es kann daraus eine Abhilfe schaffende Aktion ableiten. So kann bei einer festgestellten
Störung des Durchflusses die Drehzahl der Kreiselpumpe erhöht werden, also gewissermaßen
ein Spülstrom verursacht werden. Erst nach Überschreitung einer vorgegebenen Zeitspanne
wird dann bei Fortbestehen der Störung eine Abschaltsignal und/oder ein Warnsignal
gegeben.
[0014] Schließlich wird noch vorgeschlagen, daß bei einem Übergang der Fördermenge in einen
vorgegebenen Spitzenlastbereich eine Drehzahlerhöhung erfolgt, wobei jeweils die zulässige
Fließgeschwindigkeit eingehalten wird. Dies ermöglicht es bei entsprechender Dimensionierung
der Kreiselpumpe, eine bisher notwendige Spitzenlastpumpe einzusparen.
[0015] Eine das erfindungsgemäße Verfahren nutzende Abwasserhebeanlage besitzt einen mit
einem programmierbaren Frequenzumformer ausgestatteten Elektromotor zum Antrieb der
Kreiselpumpe. Zur Erleichterung der Justierung der Hebeanlage kann die der Kreiselpumpe
nachgeschaltete Rückschlagklappe mit einem das Öffnen der Rückschlagklappe meldenden
Sensor ausgestattet sein. Ebenso ist es bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
von Vorteil, wenn die Rückschlagklappe nach dem Staudruckprinzip als Durchflußmesser
verwendet werden kann. Dies erleichtert die Justierung, da sich hiermit das Erreichen
der vorgeschriebenen Mindestfließgeschwindigkeit feststellen läßt. Außerdem ist mit
dem Durchflußmesser eine ständige Kontrolle des Betriebes des Hebeanlage möglich.
[0016] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt in
- Fig. 1
- eine Fäkilienhebeanlage, bei der das erfindungsgemäße Verfahren anzuwenden ist;
- Fig. 2
- ein Diagramm, wie es für die Auslegung von Hebeanlagen der vorbekannten Art benutzt
wurde;
- Fig. 3
- eine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren justierte und arbeitende Fäkalienhebeanlage.
[0017] Die in der Fig. 1 dargestellte Anlage ist zum größten Teil unterhalb der Rückstauebene
1 angeordnet, die hier durch ein Dreieck gekennzeichnet wird. Die Anlage umfaßt einen
Sammelbehälter 2, der an eine Abwasserleitung 3 angeschlossen ist, und eine Förderleitung
4, die in einen Abwasserkanal 5 mündet. Im Sammelbehälter 2 ist eine - nicht dargestellte
- Kreiselpumpe angeordnet, die aus der Abwasserleitung 3 zufließendes fäkalienhaltiges
und fäkalienfreies Abwasser über eine Rückschlagklappe 6 in den Abwasserkanal 5 fördert.
[0018] Die Auslegung einer solchen Anlage erfolgte bis dato in einer anhand des Diagramms
der Fig. 2 zu veranschaulichenden Weise. In einem ersten Schritt wurden die jeweils
gegebene geodätische Förderhöhe und die dynamischen Verluste durch die Strömung ermittelt
bzw. aufgrund von Erfahrungswerten festgelegt. Hieraus wurde eine Rohrleitungskennlinie
errechnet. - Im Diagramm ist eine mit der Ziffer 7 gekennzeichnete Rohrleitungskennlinie
dargestellt. - Danach wurden die Mindestfördermenge Q
min und die Maximalfördermenge Q
max aus den durch die gültige Norm vorgeschriebenen Mindest- und Maximalfließgeschwindigkeiten
errechnet und in das Diagramm übertragen. Nun konnte anhand der Kennlinien der zur
Verfügung stehenden Hebeanlagen, im Ausführungsbeispiel sind dies HA 1 bis HA 3, eine
passende Anlage ausgewählt werden. Dazu mußte der Schnittpunkt der Hebeanlagen-Kennlinie
im zulässigen Bereich zwischen Q
min und Q
maX liegen, dies trifft im Diagramm der Fig. 2 auf die Anlage H 2 zu.
[0019] Der Nachteil einer auf die geschilderte Weise ausgelegten Anlage war nicht allein
der für die Auslegung zu treibende Aufwand. Wesentlicher noch war das Risiko, daß
die Anlage aufgrund falscher Annahmen über die zu berücksichtigenden Verluste falsch
dimensioniert war. Um hier auf der "sicheren Seite" zu sein, d.h. eine auf jeden Fall
arbeitende Anlage zu konzipieren, schätzte man die Verluste eher zu hoch als zu niedrig
ein. Das aber hatte zur Folge, daß die zulässigen Fließgeschwindigkeiten überschritten
wurden und dadurch störende Geräusche durch die Anlage entstanden. Außerdem führten
die großen Volumenströme der Pumpen jeweils bei Erreichen des Mindestflüssigkeitsstandes
zu einem Schlürfbetrieb, der ebenfalls störende Geräusche im Gebäude erzeugte..
[0020] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden nicht nur die Probleme mit der Auslegung
beseitigt. Dieses Verfahren ermöglicht außerdem einen Anlagenbetrieb mit einer ständigen
Selbstkontrolle und einer automatischen Behebung kleinerer Störungen, die bei fehlender
Behebung zu größeren Störungen oder gar zum Ausfall der Anlage führen könnten. Dies
wird anhand der in der Fig. 3 skizzierten Fäkalienhebeanlage erläutert:
[0021] Die Hebeanlage ist mit einer Kreiselpumpe 8 ausgestattet, deren Elektromotor 9 mit
einem programmierbaren Frequenzumformer 10 versehen ist. Die Kreiselpumpe 8 kann also
mit unterschiedlichen Drehzahlen betrieben werden. Der Kreiselpumpe 8 ist eine Rückschlagklappe
11 nachgeschaltet, welche mit einem das Öffnen der Rückschlagklappe 11 meldenden Sensor
ausgestattet ist. Die Hebeanlage besitzt einen Sammelbehälter 12, in dem ein Niveausensor
13 vorgesehen ist, der auf drei verschiedene voreingestellte Flüssigkeitsstände anspricht:
bei einem Mindestflüssigkeitsstand gibt er das Signal "Abpumpbetrieb AUS", bei einem
normalen Höchstwasserstand gibt er das Signal "Abpumpbetrieb EIN", und bei einem den
letztgenannten Pegel übersteigenden Wasserstand meldet er "Hochwasser ALARM".
[0022] Bei einer Erst- oder Wiederinbetriebnahme erhält bei einem entsprechend hohen Flüssigkeitsstand
im Sammelbehälter 12 die Steuerung des Frequenzumformers 10 vom Niveausensor 13 den
Befehl "Abpumpbetrieb EIN". Die Kreiselpumpe 8 wird nun durch den Frequenzumformer
10 auf einer Rampe, d.h. mit einer kontinuierlichen Drehzahlsteigerung, hochgefahren.
Die Maximaldrehzahl ist dann erreicht, wenn die für die Hebeanlage maximale geodätische
Höhe einschließlich der dynamischen Verluste sicher überwunden wird. Nach einer vom
Volumen des Sammelbehälters 12 abhängigen Zeitspanne und bevor der Mindestflüssigkeitsstand
erreicht ist, wird die Kreiselpumpe abgeschaltet. Nun schließt sich die Rückschlagklappe
11 und die Flüssigkeitssäule der darüber befindlichen Rohrleitung steht als statischer
Druck auf der Rückschlagklappe 11.
[0023] Im nächsten Schritt wird die Kreiselpumpe 8 wieder auf einer Drehzahlrampe hochgefahren,
wobei die Drehzahl gespeichert wird, bei der der Sensor der Rückschlagklappe 11 "Öffnen"
meldet. Die hiermit gespeicherte Drehzahl steht in direkter Beziehung zur Nullpunktsförderhöhe,
die wiederum der geodätischen Förderhöhe entspricht.
[0024] Im weiteren Verlauf wird die Drehzahl stetig erhöht, bis die vorgeschriebene Mindestfließgeschwindigkeit
sicher erreicht wird. Die hierzu notwendige Drehzahlerhöhung kann aus der jetzt bekannten
Anlagenkennlinie errechnet oder durch einen Durchflußmesser, als der u.a. die Rückschlagklappe
11 bei entsprechender Ausstattung nach dem Staudruckprinzip fungieren könnte, vorgegeben
werden.
[0025] Mit dem bis hierher geschilderten Verfahrensablauf ist die Hebeanlage für den weiteren
Betrieb justiert. Das erfindungsgemäße Verfahren ist aber auch geeignet, diesen weiteren
Betrieb zu optimieren und gegen verschiedene Störungen zu schützen:
[0026] So kann das Verfahren beispielsweise genutzt werden, um ein sachtes Schließen der
Rückschlagklappe 11 zu bewirken, indem die Kreiselpumpe 8 über eine Drehzahlrampe
heruntergefahren wird. Die mit dem Verfahren bzw. der entsprechend ausgestatteten
Steuerung arbeitende Anlage ist im übrigen in der Lage, eine Blockade der Rückschlagklappe
11 oder eine beginnende Verstopfung innerhalb des hydraulischen Teils zu erkennen
und darauf angemessen zu reagieren. Sollte eine kurzzeitige Drehzahlerhöhung mit der
dadurch erzielten Spülwirkung nicht ausreichen, um die Störung zu beseitigen, kann
von der Anlage ein Warn- und/oder ein Abschaltsignal ausgelöst werden.
[0027] Bei Anlagen, die bei herkömmlicher Auslegung mit einer zusätzlichen Spitzenlastpumpe
ausgestattet wurden, kann bei Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens gegebenenfalls
auf eine zweite Pumpe verzichtet werden. Hierzu bedarf es lediglich einer größer dimensionierten
Pumpe, die im Normalbetrieb mit gedrosselter Drehzahl läuft, bei Spitzenlast aber
durch eine Drehzahlerhöhung den gestellten Anforderungen entspricht. Dabei ist selbstverständlich
auf die Einhaltung der zulässigen Fließgeschwindigkeit zu achten.
1. Verfahren zur Justierung und zum Betrieb einer mit einer Kreiselpumpe ausgestatteten
Abwasserhebeanlage, die zur Förderung von fäkalienhaltigem oder fäkalienfreiem Abwasser
und gegebenenfalls von Oberflächenwasser in ein Kanalsystem dient, wobei das über
ein Rückschlagorgan (6, 11), insbesondere eine Rückschlagklappe in einer Rohrleitung
(4) zu fördernde Abwasser vorzugsweise unterhalb einer für das Kanalsystem (5) definierten
Rückstauebene (1) anfällt, und wobei für die Förderung eine Mindestfließgeschwindigkeit
vorgegeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer fertig installierten Hebeanlage zunächst die für verschiedene markante
Betriebspunkte signifikanten Drehzahlen der Kreiselpumpe (8) mit Hilfe eines mit einem
programmierbaren Frequenzumformer (10) ausgestatteten, die Kreiselpumpe (8) antreibenden
Elektromotors (9) ermittelt und nebst den hieraus resultierenden Daten in einer die
Anlage steuernden Zentraleinheit gespeichert und deren weiterem Betrieb zugrunde gelegt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Erst-oder Wiederinbetriebnahme der Abwasserhebeanlage die Kreiselpumpe
(8) zu einer maximalen Drehzahl stetig hochgefahren und vor dem Erreichen eines zur
Förderung noch geeigneten Mindest-Abwasserniveaus abgeschaltet wird, danach bei geschlossenem
Rückschlagorgan (11) die Kreiselpumpe (8) wieder eingeschaltet und deren Drehzahl
stetig hochgefahren wird, wobei die bei Öffnen des Rückschlagorgans (11) erreichte
Drehzahl als die der Nullpunktsförderhöhe entsprechende Drehzahl gespeichert wird,
woraufhin die der vorgegebenen Mindestfließgeschwindigkeit entsprechende Drehzahl
ermittelt und gespeichert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennlinie der Abwasserhebeanlage unter Nutzung der ermittelten Daten erstellt
und anhand dieser Kennlinie die der vorgegebenen Mindestfließgeschwindigkeit entsprechende
Drehzahl ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der vorgegebenen Mindestfließgeschwindigkeit entsprechende Drehzahl durch einen
in der Rohrleitung angeordneten Durchflußmesser ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach dem Staudruckprinzip arbeitende Rückschlagklappe (11) als Durchflußmesser
genutzt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausschalten der Kreiselpumpe (8) über eine voreingestellte Drehzahlrampe erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch ein eine Blockade des Rückschlagorgans (11) erkennendes Auswerteschema mit einer
daraus abgeleiteten Aktion.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch ein eine Störung des Durchflusses in der Rohrleitung (4) erkennendes Auswerteschema
mit einer daraus abgeleiteten Aktion.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer festgestellten Störung des Durchflusses die Drehzahl der Kreiselpumpe (8)
erhöht wird, wobei nach Überschreitung einer vorgegebenen Zeitspanne und bei Fortbestehen
der Störung ein Abschaltsignal und/oder ein Warnsignal gegeben wird.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Übergang der Fördermenge in einen vorgegebenen Spitzenlastbereich eine
Drehzahlerhöhung erfolgt, wobei jeweils die zulässige Fließgeschwindigkeit eingehalten
wird.
11. Abwasserhebeanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch einen mit einem programmierbaren Frequenzumformer (10) ausgestatteten Elektromotor
(9) zum Antrieb der Kreiselpumpe der Abwasserhebeanlage.
12. Abwasserhebeanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch eine der Kreiselpumpe nachgeschaltete Rückschlagklappe (6), die mit einem deren Öffnen
meldenden Sensor ausgestattet ist.
13. Abwasserhebeanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch eine der Kreiselpumpe nachgeschaltete Rückschlagklappe (6), die nach dem Staudruckprinzip
als Druchflußmesser ausgebildet ist.