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EP 1 731 685 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
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Anmeldetag: 11.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassade
Heat insulated and ventilated building facade
Façade isolée et ventilée pour bâtiment
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
06.06.2005 CH 9482005
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.12.2006 Patentblatt 2006/50 |
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Patentinhaber: swisspor Management AG |
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6312 Steinhausen (CH) |
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Erfinder: |
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- Roth, Heinz, c/o Wannerit AG
8865 Bilten (CH)
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| (74) |
Vertreter: Sutter, Kurt et al |
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E. Blum & Co. AG
Vorderberg 11 8044 Zürich 8044 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassade,
ein Gebäude mit der Gebäudefassade sowie ein Verfahren zum Erstellen der Gebäudefassade
gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassaden kommen bei der Wärmedämmung von Gebäuden
zum Einsatz und weisen gegenüber konkurrenzierenden Wärmedämmungssystemen den Vorteil
auf, dass etwaige in den Bereich der Wärmedämmung gelangende Feuchtigkeit problemlos
wieder entweichen kann. Sie bestehen typischerweise aus einer auf der Aussenseite
der Gebäudewand angeordneten Dämmschicht, welche durch eine Fassadenbekleidung vor
Witterung und mechanischer Beschädigung geschützt wird. Dabei besteht zwischen der
Dämmschicht und der Fassadenbekleidung ein von oben nach unten durchgehender und nach
aussen geöffneter Luftspalt, welcher üblicherweise dadurch erhalten wird, dass auf
der Aussenseite der Dämmschicht eine Tragstruktur und auf dieser die Fassadenbekleidung
angeordnet wird. Eine derartige Gebäudefassade ist in
DE 20 2005 002 356 U1 gezeigt. Dieses Dokument offenbart eine hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassade,
umfassend eine Gebäudewand, eine auf der Außenseite der Gebäudewand angeordnete Dämmschicht,
sowie angeordnet auf der Außenseite der Dämmschicht eine Fassadenbekleidung, wobei
die Fassadenbekleidung von einer Tragkonstruktion beabstandet zu der Dämmschicht (2)
getragen ist, derart, daß zwischen der Fassadenbekleidung (6) und der Dämmschicht
(2) ein Hinterlüftungsspalt vorhanden ist. Insbesondere bei Verwendung von Polymerschaummaterialien
als Dämmschicht, wie z.B. Polystyrolschaum, ergeben sich bei derartigen Gebäudefassaden
aber brandschutztechnische Probleme, wirkt doch der Hinterlüftungsspalt zusammen mit
der brennbaren Dämmschicht wie ein Kamin, über den sich ein Brand rasch auf sämtliche
Stockwerke eines Gebäudes ausbreiten kann. Aus diesem Grund ist der Einsatz solcher
Fassadenkonstruktionen heute auf Gebäude mit wenigen Geschossen beschränkt.
[0003] Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Gebäudefassade und ein Verfahren zur Erstellung
einer Gebäudefassade zur Verfügung zu stellen, welche die Nachteile des Standes der
Technik nicht aufweisen oder diese zumindest teilweise vermeiden.
[0004] Diese Aufgabe wird von der Gebäudefassade und dem Verfahren gemäss den unabhängigen
Patentansprüchen gelöst.
[0005] Demgemäss betrifft ein erster Aspekt der Erfindung eine hinterlüftete wärmegedämmte
Gebäudefassade mit einer Gebäudewand (z.B. aus Beton oder Mauerwerk), welche zur Wärmedämmung
auf ihrer Aussenseite mit einer Dämmschicht, bevorzugterweise aus einem plattenförmigen
Dämmstoff, versehen ist. Die Dämmschicht ist in vertikaler Richtung durch mindestens
einen, bevorzugterweise auf Geschossdeckenhöhe horizontal über die gesamte Gebäudewand
verlaufenden Brandriegel unterbrochen, welcher aus nicht-brennbarem oder schwerbrennbarem
Material, z.B. PUR-Schaum, gebildet ist und derartig beschaffen und befestigt ist,
dass er auch im Brandfall im Wesentlichen formstabil ist und auch nach einem Wegschmelzen
oder Zusammenfallen der unter ihm angeordneten Dämmschicht seine Abschottungsfunktion
wahrnehmen kann. Angeordnet auf der Aussenseite der Dämmschicht bzw. des Brandriegels
ist eine Tragstruktur (z.B. aus Holz und/oder Metall), welche eine Fassadenbekleidung
(z.B. aus Faserzementplatten oder Spezial-Spanplatten) zum Schützen der Dämm*schicht
vor Witterung und mechanischer Beschädigung trägt. Die Fassadenbekleidung wird von
der Tragstruktur derartig getragen, dass zwischen der Fassadenbekleidung und der Dämmschicht
bzw. der Fassadenbekleidung und dem Brandriegel ein sich in vertikaler Richtung durchgehend
über die gesamte Fassadenhöhe erstreckender Hinterlüftungsspalt gebildet wird. Dabei
ist im Hinterlüftungsspalt in dem Bereich, in welchem dieser gebäudewandseitig vom
Brandriegel begrenzt wird, ein sich horizontal über dessen gesamte Breite erstreckendes
und bevorzugterweise separat vom Brandriegel ausgebildetes Flammsperrelement aus einem
nicht-brennbaren Material angeordnet, welches der Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes
in diesem Bereich reduziert und dadurch im Brandfall ein Übergreifen des Feuers von
der Unterseite des Brandriegels über den Hinterlüftungsspalt auf dessen Oberseite
verhindert. Durch diese Ausgestaltung wird eine Brandausbreitung wirkungsvoll verhindert,
so dass es möglich wird, auch hohe Gebäude mit vielen Geschossen mit einer aus kostengünstigen
Materialien bestehenden hinterlüfteten, wärmegedämmten Gebäudefassade zu versehen.
[0006] Bevorzugterweise besteht dabei die Dämmschicht aus einem Polymerschaummaterial, und
zwar bevorzugterweise aus extrudiertem oder expandiertem Polystyrolschaum, welcher
mit Vorteil einen Graphit-Zusatz enthält. Solche Polystyrolschaum-Materialien werden
beispielsweise von der Firma swisspor AG, Schweiz, unter der Bezeichnung "swissporLAMBDA"
vertrieben und weisen neben hervorragenden Wärmedämmeigenschaften den Vorteil auf,
dass sie beim Abbrennen eine nicht-brennbare Schlacke bilden, welche einer weiteren
Brandausbreitung entgegenwirkt. Es ist aber auch vorgesehen, mineralische Dämmstoffe
wie Glaswolle oder Steinwolle für die Dämmschicht zu verwenden.
[0007] Der Brandriegel ist bevorzugterweise ganz oder teilweise aus einem PUR-Schaummaterial
gebildet und weist bevorzugterweise auf seiner Aussenseite eine Vlieskaschierung auf,
wodurch seine Widerstandsfähigkeit im Brandfall erhöht wird. Solche Materialien haben
sich bereits bei nicht hinterlüfteten Fassadenisolationen mit brennbaren Polymerschaum-Dämmschichten
als Brandriegel bewährt und sind kommerziell und kostengünstig erhältlich.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform der Gebäudefassade ist die Aussenseite des Brandriegels
bündig mit der Aussenseite der Dämmschicht, so dass eine optimale Wärmeisolierung
resultiert und die Installation der Tragstruktur vereinfacht wird.
[0009] Mit Vorteil ist das Flammsperrelement derartig ausgebildet und angeordnet, dass es
den Durchströmungsquerschnitt des Hinterlüftungsspalts im Brandfall um mindestens
50%, bevorzugterweise um mindestens 70% und noch bevorzugter um mindestens 80% reduziert.
Hierdurch wird ein Übergreifen von Flammen über den Hinterlüftungsspalt in den über
dem Flammsperrelement liegenden Bereich erschwert bzw. verhindert.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Flammsperrelement vom Brandriegel
getragen, was bevorzugterweise dadurch bewerkstelligt wird, dass ein zur Gebäudewand
hin gerichteter Profilteil des Flammsperrelements unter Klemmung in einem sich horizontal
entlang der Gebäudefassade erstreckenden Schlitz im Brandriegel angeordnet wird. Hierdurch
kann das Flammsperrelement zuverlässig befestigt und auf einfache Weise durch Verschieben
im horizontalen Spalt ausgerichtet werden.
[0011] Bevorzugterweise ist das Flammsperrelement als flacher Profilstreifen ausgebildet,
mit oder ohne in Profillängsrichtung hintereinander angeordneten kleinen Durchtrittsöffnungen.
Die Verwendung solcher Durchtrittsöffnungen ergibt den Vorteil, dass im Brandfall
die Flammen gebrochen werden, ohne dass hierfür der wirksame Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes
sehr stark reduziert werden muss.
[0012] Auch ist es bevorzugt, wenn das Flammsperrelement eine Tragstruktur aus einem metallischen
oder keramischen Profilmaterial aufweist, bevorzugterweise aus einem Blech, welches
mit Vorteil aus einem rostfreiem Material besteht, oder als solches aus einem solchen
Profilmaterial gebildet ist.
[0013] Solche Flammsperrelemente lassen sich kostengünstig bereitstellen.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Flammsperrelement derartig
ausgebildet, dass zumindest Teilbereiche desselben bei starker Hitzeeinwirkung aufschäumen,
so dass der durch das Flammsperrelement bereits reduzierte Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes
im Brandfall weiter reduziert oder sogar verschlossen wird. Mit solchen Flammsperrelementen
ist es möglich, für den Nicht-Brandfall einen relativ grossen Hinterlüftungsspalt-Querschnitt
bereitzustellen, welcher im Falle eines Brandes dann automatisch reduziert oder aufgehoben
wird.
[0015] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Flammsperrelement derartig
angeordnet, dass es über seine gesamte Erstreckung von der Fassadenbekleidung beabstandet
ist, bevorzugterweise um mindestens 5 mm, und noch bevorzugter um mindestens 8 mm.
Hierdurch kann ein Verschliessen des Hinterlüftungsspaltes durch mit der Zeit entstehende
Ablagerungen und damit ein Versagen der Hinterlüftung sicher verhindert werden und
zudem sichergestellt werden, dass es nicht zu einer Übertragung von an der Innenseite
der Fassadenbekleidung ablaufendem Wasser über die Flammsperrelemente auf die Dämmschicht
und den Brandriegel kommt.
[0016] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Flammsperrelement eine
bimetallische Tragstruktur auf und ist derartig angeordnet, dass es bei starker Hitzeeinwirkung
durch bimetallische Verbiegung den Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes weiter verkleinert.
Dabei ist es bevorzugt, wenn das Flammsperrelement als solches aus einem Bimetall-Blechstreifen
besteht. Auch durch diese Ausgestaltung des Flammsperrelementes wird es möglich, für
den Nicht-Brandfall einen relativ grossen Hinterlüftungsspalt-Querschnitt bereitzustellen,
welcher im Falle eines Brandes dann automatisch reduziert oder aufgehoben wird.
[0017] Ist das Flammsperrelement derartig ausgebildet bzw. angeordnet, dass die Oberseite
des Flammsperrelements ganz oder zumindest in dem Bereich, welcher der Fassadenbekleidung
zugewandt ist, in Richtung zur Fassadenbekleidung nach unten hin abfällt, was bevorzugt
ist, so lässt sich ein Zufliessen von etwaigem sich bildenden Kondenswasser zum Brandriegel
und/oder zur Dämmschicht verhindern.
[0018] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Gebäudefassade besteht die
Fassadenbekleidung aus einem nicht-brennbaren Material, und zwar bevorzugterweise
aus Faserzementplatten, welche beispielsweise von der Firma Eternit AG, Schweiz, z.B.
unter dem Produktenamen "SWISSPEARL" erhältlich sind. Hierdurch ergibt sich eine besonders
dauerhafte und kostengünstige Gebäudefassade, welche zudem hohen Standzeiten im Brandfall
aufweist.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Gebäudefassade weist die Tragkonstruktion
vertikale Traglatten auf, welche von den Flammsperrelementen unterbrochen werden.
Auf diese Weise ist es möglich, die Flammsperrelemente jeweils durchgehend über die
gesamte Fassadenbreite auszuführen.
[0020] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Gebäudefassade weist die Tragkonstruktion
vertikale Traglatten auf, welche die Flammsperrelemente unterbrechen oder durchbrechen.
Auf diese Weise können besonders stabile Tragkonstruktionen bereitgestellt werden.
[0021] Bevorzugterweise besteht die Tragkonstruktion bei der erfindungsgemässen Gebäudefassade
aus miteinander verbundenen horizontalen und vertikalen Latten und ist mittels die
Dämmschicht punktuell durchdringender Ankerelemente mit der Gebäudewand verbunden,
so dass sie über diese Ankerelemente von der Gebäudewand getragen wird. Dabei ist
mindestens eine der horizontalen Latten der Tragkonstruktion mit einem von ihr gebildeten
und sich in Richtung zur Gebäudewand hin erstreckenden Profilteil unter Klemmung in
einem horizontalen Schlitz in der Aussenseite der Dämmschicht bzw. zwischen Dämmschicht
und Brandriegel angeordnet. Die für diese Ausführungsformen geeigneten Dämmschichten
weisen eine Festigkeit und Elastizität auf, welche es erlauben, die Lattenstruktur
aus horizontalen und vertikalen Latten bei der Installation vorübergehend ausschliesslich
durch die Klemmung der horizontalen Latten in den horizontalen Schlitzen an der Aussenseite
der Dämmschicht zu halten. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die Tragstruktur
von einer einzigen Person erstellt werden kann und es zudem möglich ist, diese auf
der Aussenseite der Dämmschicht zu erstellen und als Ganzes auszurichten, bevor sie
definitiv befestigt wird, was eine deutliche Senkung der Lohnkosten für die Erstellung
solcher Gebäudefassaden ermöglicht.
[0022] Dabei ist es bevorzugt, wenn die mit einem Profilteil unter Klemmung in einem horizontalen
Schlitz angeordneten horizontalen Latten einstückig aus einem Profilmaterial gebildet
sind, bevorzugterweise aus Kunststoff oder Metall, und insbesondere, dass diese aus
einem stranggepressten Aluminiumprofil oder einem extrudierten Kunststoffprofil bestehen.
Solche Profilmaterialien sind kommerziell erhältlich und günstig im Preis.
[0023] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Gebäude mit einer Gebäudefassade gemäss
dem ersten Aspekt der Erfindung. Bei solchen Gebäuden treten die Vorteile der Erfindung
besonders deutlich zu Tage, lassen sich doch mit der erfindungsgemässen hinterlüfteten
wärmegedämmten Gebäudefassade auf kostengünstige Weise dauerhafte Gebäude mit hervorragender
Wärmedämmung und gutem Raumklima zur Verfügung stellen, welche zudem hervorragende
brandschutztechnische Eigenschaften aufweisen.
[0024] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erstellen der Gebäudefassade
gemäss dem ersten Aspekt der Erfindung. Hierbei wird in einem ersten Schritt eine
Dämmschicht auf der Aussenseite einer Gebäudewand erstellt, welche in vertikaler Richtung
durch mindestens einen im wesentlichen horizontal verlaufenden Brandriegel unterbrochen
ist. Geeignete Brandriegel sind einstückig oder mehrteilig aus nicht-brennbaren oder
schwer-brennbaren und im Brandfall formstabilen Materialien gebildet. In einem zweiten
Schritt wird auf der Aussenseite der Dämmschicht und des Brandriegels eine Tragkonstruktion
zum Tragen einer Fassadenbekleidung erstellt, welche derart ausgestaltet wird, dass
nach bestimmungsgemässer Befestigung der Fassadenbekleidung an dieser Tragkonstruktion
zwischen der Fassadenbekleidung und der Dämmschicht bzw. dem Brandriegel ein sich
vertikal durchgehend über die gesamte Fassadenhöhe erstreckender Hinterlüftungsspalt
verbleibt. In einem dritten Schritt wird ein Flammsperrelement aus einem nicht brennbaren
Material im Bereich der Aussenseite des Brandriegels angeordnet, derart, dass sich
dieses nach der bestimmungsgemässen Befestigung der Fassadenbekleidung an der Tragkonstruktion
über die gesamte Breite des zwischen der Fassadenbekleidung und dem Brandriegel gebildeten
Hinterlüftungsspaltes in Fassadenrichtung erstreckt und diesen im Querschnitt reduziert
aber nicht verschliesst. Mit dem erfindungsgemässen Verfahren lassen sich hinterlüftete
wärmegedämmte Gebäudefassaden erstellen, welche auch die Brandschutzvorschriften für
hohe Gebäude mit vielen Geschossen erfüllen.
[0025] Wird dabei die Dämmschicht derartig erstellt, dass die Aussenseite des Brandriegels
im Wesentlichen bündig mit der Aussenseite der Dämmschicht ist, was bevorzugt ist,
so wird das Anbringen einer Tragstruktur für eine Fassadenbekleidung erleichtert und
ein Ablaufen von Kondenswasser von den Aussenflächen begünstigt.
[0026] In einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens wird das Flammsperrelement derartig
dimensioniert und/oder angeordnet, dass dieses den Querschnitt des nach der Installation
der Fassadenbekleidung zwischen der Fassadenbekleidung und dem Brandriegel gebildeten
Hinterlüftungsspalts um mindestens 50%, bevorzugterweise um mindestens 70% und noch
bevorzugter um mindesten 80% reduziert, so dass ein Übergreifen eines Feuers von der
Unterseite des Brandriegels auf dessen Oberseite durch Flammenübertritt über den Hinterlüftungsspalt
deutlich erschwert bzw. verhindert wird.
[0027] Bevorzugterweise wird das Flammsperrelement am Brandriegel befestigt, was in einer
bevorzugten Ausführungsform dadurch geschieht, dass das Flammsperrelement mit einem
von diesem gebildeten und sich in Richtung zur Gebäudewand hin erstreckenden Profilteil
unter Klemmung in einen horizontalen Schlitz in der Aussenseite des Brandriegels eingeschoben
wird. Auf diese Weise lässt sich die Befestigung des Flammsperrelements einfach und
sicher bewerkstelligen und zudem eine Ausrichtbarkeit desselben im befestigten Zustand
gewährleisten.
[0028] Dabei wird in einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens der horizontale Schlitz
im Brandriegel, in welchem das Flammsperrelement unter Klemmung angeordnet wird, vor
dem Anordnen des Brandriegels an der Gebäudewand erzeugt, z.B. durch Fräsen, was bevorzugterweise
zum Zeitpunkt der Herstellung der Dämmplatten geschieht. In einer anderen bevorzugten
Ausführungsform des Verfahrens wird der horizontale Schlitz während oder nach dem
Anordnen des Brandriegels an der Gebäudewand erzeugt, z.B. indem mit Hilfe eines Messers
oder einer elektrischen Fräsvorrichtung ein Schlitz in die Aussenfläche des Brandriegels
eingebracht wird oder aber der Brandriegel aus zwei übereinanderliegenden Teilen gebildet
wird.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird das Flammsperrelement
derartig gegenüber der Tragstruktur ausgerichtet, dass es bei bestimmungsgemäss befestigter
Fassadenbekleidung eine bestimmte Position relativ zur Fassadenbekleidung aufweist,
und zwar bevorzugterweise einen Abstand von mindestens 5 mm, noch bevorzugter von
mindestens 8 mm. Hierdurch kann ein Sichzusetzen des Hinterlüftungsspalts infolge
Ablagerung von Staubpartikeln sowie eine Überleitung von Wasser von der Fassadenbekleidung
über das Flammsperrelement auf den Brandriegel und die Dämmschicht sicher verhindert
werden.
[0030] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die Tragstruktur
aus horizontalen und vertikalen Latten gebildet, indem eine oder mehrere horizontale
Latten mit von diesen gebildeten, bevorzugterweise flach ausgebildeten Profilabschnitten
in horizontale Schlitze in der Aussenfläche der Dämmschicht bzw. zwischen Dämmschicht
und Brandriegel eingesteckt werden, was bevorzugterweise in Richtung zur Gebäudewand
hin erfolgt. Dabei werden die eingesteckten Profilabschnitte zwischen den Begrenzungen
der Schlitze eingeklemmt und dadurch die horizontalen Latten verschieblich in der
Ebene der horizontalen Schlitze an der Aussenseite gehalten. Sodann werden mehrere
vertikale Latten an den durch Klemmung befestigten horizontalen Latten befestigt,
z.B. mittels Selbstbohrschrauben, wodurch eine Struktur aus horizontalen und vertikalen
Latten entsteht, welche vor dem eigentlichen Befestigen derselben durch Verschieben
der horizontalen Latten in den horizontalen Schlitzen gegenüber der Dämmschicht bzw.
der Gebäudewand ausrichtbar ist.
[0031] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die Tragkonstruktion
mittels die Dämmschicht punktuell durchdringender Ankerelemente mit der Gebäudewand
verbunden, so dass diese über die Ankerelemente gegenüber der Gebäudewand fixiert
und von dieser getragen wird.
[0032] Dabei ist es bei Tragkonstruktionen, welche unter Ausführung der beiden zuvor erwähnten
bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens erstellt werden, des
Weiteren bevorzugt, wenn die aus den horizontalen und den vertikalen Latten gebildete
Tragkonstruktion vor ihrem Verbinden mittels Ankerelementen mit der Gebäudewand durch
Verschieben mindestens einer der in den horizontalen Schlitzen geklemmten horizontalen
Latten in dem jeweiligen Schlitz gegenüber der Dämmschicht bzw. der Gebäudewand ausgerichtet
wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass etwaige Fehler sofort erkannt und eliminiert
werden können.
[0033] Weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
sowie aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 2 durch einen Ausschnitt
einer ersten erfindungsgemässen Gebäudefassade;
Fig. 2 eine Vorderansicht in Richtung D gemäss Fig. 1 auf den Gebäudefassadenausschnitt
aus Fig. 1 bei entfernter Fassadenbekleidung;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt entlang der Linie B-B in Fig. 1 durch die erste erfindungsgemässe
Gebäudefassade;
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch einen Ausschnitt einer zweiten erfindungsgemässen
Gebäudefassade;
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch einen Ausschnitt einer dritten erfindungsgemässen
Gebäudefassade;
Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch einen Ausschnitt einer vierten erfindungsgemässen
Gebäudefassade;
Fig. 7 einen Vertikalschnitt durch einen Ausschnitt einer fünften erfindungsgemässen
Gebäudefassade; und
Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch einen Ausschnitt einer sechsten erfindungsgemässen
Gebäudefassade.
[0034] Das Grundprinzip einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren
1, 2 und 3 dargestellt, welche eine erfindungsgemässe hinterlüftete und wärmeisolierte
Gebäudefassade einmal im Vertikalschnitt (Fig. 1), einmal in einer Vorderansicht bei
entfernter Fassadenbekleidung (Fig. 2) und einmal im Horizontalschnitt zeigen (Fig.
3). Wie zu ersehen ist, besteht die Gebäudefassade aus einer Gebäudewand 1, auf deren
Aussenseite eine Dämmschicht 2 aus Dämmplatten 2 aus einem expandierten, mit Graphit
versetzten Polystyrolschaum angeordnet ist, welche durch einen horizontal verlaufenden
Brandriegel 3 bestehend aus zwei übereinander angeordneten vlieskaschierten PUR-Schaumplatten
3 unterbrochen ist. Die Dämmplatten 2 sind auf der Gebäudewand 1 mechanisch befestigt
oder aufgeklebt und weisen auf ihrer Aussenseite horizontale Schlitze 13 auf, welche
senkrecht in die Dämmplatten 2 eindringen. Auf der Aussenseite der Dämmschicht 2 ist
eine Tragkonstruktion 5, 11 angeordnet, welche aus miteinander über Selbstbohrschrauben
15 verbundenen horizontalen Latten 11 aus einem Aluminium-Winkelprofilmaterial und
vertikalen Latten 5 aus Rechteck-Holzprofilen besteht. Dabei sind die vertikalen Latten
5 mittels als Distanzschrauben 12 ausgebildeten Ankerelementen 12 mit der Gebäudewand
1 verbunden, so dass die Tragstruktur 5, 11 von der Gebäudewand 1 getragen wird. Auf
den Aussenseiten der vertikalen Latten 5 der Tragkonstruktion sind Fugendichtbänder
14 und auf diesen eine Fassadenbekleidung 4 aus Faserzementplatten 4 mittels Schrauben
befestigt, derart, dass zwischen der Fassadenbekleidung 4 und der Dämmschicht 2 bzw.
dem Brandriegel 3 ein vertikal sich durchgehend von oben nach unten erstreckender
Hinterlüftungsspalt 6 gebildet wird. Wie erkennbar ist, sind die horizontalen Latten
11 der Tragkonstruktion jeweils mit dem zur Gebäudewand 1 hin orientierten, als freier
Profilschenkel ausgebildeten Profilteil in einem der horizontalen Schlitze 13 angeordnet,
wo sie zwischen den beiden Begrenzungen des Schlitzes 13 eingeklemmt sind. Die vertikalen
Latten 5 sind durch die Distanzschrauben 12 mit einem Abstand zur Aussenfläche der
Dämmschicht 2 fixiert, so dass sie keine Druckkraft in Richtung zur Gebäudewand 1
hin auf die horizontalen Latten 3 und die Dämmschicht 2 ausüben. Wie des Weiteren
zu erkennen ist, befindet sich im Hinterlüftungsspalt 6 dort, wo dieser gebäudeseitig
von dem Brandriegel 3 begrenzt wird, ein sich horizontal durchgehend über die gesamte
Gebäudefassadenbreite erstreckendes und die vertikalen Latten 5 unterbrechendes Flammsperrelement
7. Dieses besteht im vorliegenden Fall aus einem randseitig mit Löchern 9 versehenen
Edelstahlblechstreifen, welcher auf der Unterseite seines mit Löchern 9 versehenen
Randbereichs einen ebenfalls gelochten Streifen 10 aus einem bei starker Hitzeeinwirkung
aufschäumenden Material, im vorliegenden Fall Vermiculargraphit, trägt. Mit seinem
den anderen Rand bildenen Profilabschnitt ist das Flammsperrelement 7 in der horizontalen
Trennfuge 8 zwischen den übereinander angeordneten PUR-Schaumplatten 3 des Brandriegels
3 angeordnet, wo es verschiebbar unter Klemmung gehalten wird. Wie insbesondere in
Fig. 3 erkennbar ist, wird durch das Flammsperrelement 7 der Hinterlüftungsspalt 6
im Bereich des Brandriegels 3 um ca. 50% im Querschnitt reduziert, wobei im Brandfall
durch das Aufschäumen des Vermiculargraphitstreifens 10 die Löcher 9 verschlossen
werden, so dass im Brandfall eine Querschnittsreduktion um etwa 70% resultiert. Wie
ebenfalls zu erkennen ist, besteht zwischen dem Flammsperrelement 7 und der Fassadenbekleidung
4 durchgehend ein Abstand von etwa 10 mm, so dass eine Verstopfung des Hinterlüftungsspalts
6 durch Ablagerung von Partikeln unwahrscheinlich und ein Überleiten von Kondenswasser
von der Fassadenbekleidung 4 über das Flammsperrelement 7 auf den Brandriegel 3 und
die Dämmschicht 2 nicht möglich ist.
[0035] Fig. 4 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine zweite erfindungsgemässe Gebäudefassade,
welche sich von der in Fig. 1 dargestellten lediglich dadurch unterscheidet, dass
das verwendete Flammsperrelement 7 einstückig aus einem Blechstreifen 7 gebildet ist,
welcher an seiner der Fassadenbekleidung 4 zugewandten Seite leicht nach unten abgekantet
ist, so dass etwaiges auf seiner Oberseite auftretendes Kondenswasser vom Brandriegel
3 bzw. von der Dämmschicht 2 weggeleitet wird und ablaufen kann.
[0036] Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine dritte erfindungsgemässe Gebäudefassade
ähnlich den in den Figuren 1 und 2 gezeigten, welche sich von diesen jedoch dadurch
unterscheidet, dass der Brandriegel 3 in vertikaler Richtung ungeteilt ist und das
Flammsperrelement 7 als umgekehrtes T-Profil ausgebildet ist und mittels Schrauben
16 jeweils auf den Stirnflächen der darunterliegenden vertikalen Latten 5 befestigt
ist, derart, dass es sowohl gegenüber der Fassadenbekleidung 4 als auch gegenüber
dem Brandriegel 3 über seine gesamte Länge einen bestimmten Abstand von einigen Millimetern
aufweist.
[0037] Fig. 6 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine vierte erfindungsgemässe hinterlüftete
und wärmeisolierte Gebäudefassade. Wie zu ersehen ist, besteht die Gebäudefassade
auch hier aus einer Gebäudewand 1, auf deren Aussenseite eine Dämmschicht 2 aus Dämmplatten
2 angeordnet ist, welche durch einen horizontal verlaufenden Brandriegel 3 unterbrochen
ist. Die Dämmplatten 2 sind auf der Gebäudewand 1 befestigt. Auf der Aussenseite der
Dämmschicht 2 und des Brandriegels 3 ist eine Tragkonstruktion aus vertikalen Traglatten
5 angeordnet, welche über Ankerelemente (nicht gezeigt) mit der Gebäudewand 1 verbunden
sind und von dieser getragen werden. Auf den Aussenseiten der vertikalen Traglatten
5 ist eine Fassadenbekleidung 4 aus Faserzementplatten 4 befestigt, derart, dass zwischen
der Fassadenbekleidung 4 und der Dämmschicht 2 bzw. dem Brandriegel 3 im Bereich zwischen
zwei benachbarten Traglatten 5 jeweils ein sich vertikal durchgehend von oben nach
unten erstreckender Hinterlüftungsspalt 6 gebildet wird. In dem Hinterlüftungsspalt
6 befindet sich jeweils dort, wo dieser gebäudeseitig von dem Brandriegel 3 begrenzt
wird, ein sich horizontal über dessen gesamte Breite erstreckendes Flammsperrelement
7, welches durch Klemmung eines von diesem gebildeten Profilabschnitts in einem horizontalen
Schlitz 8 im Brandriegel 3 befestigt ist. Das Flammsperrelement 7 besteht im vorliegenden
Fall aus einem Bimetallblechstreifen 7, welcher im Bereich des Hinterlüftungsspalts
6 zur Fassadenbekleidung 4 hin nach unten gewölbt ist, so dass etwaiges auf diesen
gelangendes Wasser von der Dämmschicht 2 und dem Brandriegel 3 weggeleitet wird und
ablaufen kann. Zur Fassadenbekleidung 4 weist das Flammsperrelement 7 im Nicht-Brandfall
über seine gesamte Länge einen Abstand von einigen Millimetern auf. Im Brandfall streckt
sich der nach unten gewölbte Abschnitt des Flammsperrelements 7 durch den Bimetalleffekt,
so dass der Abstand zwischen Flamsperrelement 7 und Fassadenbekleidung 4 verkleinert
und schliesslich aufgehoben wird.
[0038] Fig. 7 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine fünfte erfindungsgemässe Gebäudefassade,
welche sich von der in Fig. 6 dargestellten lediglich dadurch unterscheidet, dass
das verwendete Flammsperrelement 7 als dachförmiger Blechstreifen ausgebildet ist,
welcher an seinen beiden Enden jeweils auf einem seitlich in der jeweiligen vertikalen
Traglatte 5 befestigten Tragbolzen 17 gelagert ist. Muss ein Abheben durch Kaminzug
verhindert, so kann das Flammsperrelement 7 mit geeigneten Sicherungsmitteln, z.B.
angenieteten Laschen, auf dem jeweiligen Tragbolzen 17 gesichert werden. Der Brandriegel
weist im vorliegenden Fall eine geschlossene Aussenfläche auf. Der dachförmige Blechstreifen
7 kann aus einem einfachen Blech oder auch aus einem Bimetall-Blech gebildet sein,
je nachdem, ob im Brandfall lediglich eine Verengung oder aber ein vollständiges Verschliessen
des Hinterlüftungsspaltes 6 gewünscht wird. In jedem Fall wird sich der dachförmige
Blechstreifen 7 bei Hitzeentwicklung auf seiner Unterseite aufspreizen, so dass die
seitlichen Spalte zum Brandriegel 3 und zur Fassadenbekleidung 4 hin verkleinert oder
aufgehoben werden.
[0039] Fig. 8 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine sechste erfindungsgemässe Gebäudefassade,
welche sich von der in Fig. 7 dargestellten lediglich dadurch unterscheidet, dass
das von dem dachförmigen Blechstreifen gebildete Flammsperrelement 7 nicht auf Tragbolzen
an den vertikalen Traglatten 5 gelagert ist, sondern auf Tragbügeln 18 mit definierten
Auflagestellen, welche in den Brandriegel 3 eingesteckt sind. Um ein Abheben durch
Kaminzug zu verhindern, ist das Flammsperrelement 7 im vorliegenden Fall mit aufgerasteten
Federscheiben auf dem jeweiligen Drahtbügel 18 gesichert.
[0040] Auch wenn die Figuren 1 bis 5 erfindungsgemässe Gebäudefassaden zeigen, bei denen
die vertikalen Latten 5 der Tragkonstruktion durch ein durchgehendes Flammsperrelement
7 unterbrochen sind, während die Figuren 6 bis 8 Ausführungsformen zeigen, bei denen
die vertikalen Latten 5 der Tragstruktur durchgängig sind und die Flammsperrelemente
7 jeweils durch diese unterbrochen sind, ist es für den Fachmann klar, dass sich die
gezeigten Konstruktionen beliebig kombinieren lassen. So kann beispielsweise das in
den Figuren 7 und 8 gezeigte Flammsperrelement 7 als durchgehendes Flammsperrelement
7 bei Gebäudefassaden mit unterbrochenen vertikalen Traglatten 5 verwendet werden
kann, z.B. indem es ähnlich wie das Flammsperrelement in Fig. 5 mit geeigneten Trägerlementen
auf den Stirnflächen der darunter liegenden vertikalen Traglatten 5 befestigt wird
oder indem bei der Ausführung gemäss Fig. 8 lediglich die vertikalen Traglatten 5
in geeigneter Weise getrennt werden.
[0041] Auch ist es für den Fachmann ohne weiteres möglich, falls gewünscht, die gezeigten
Flammsperrelemente mit im Brandfall aufschäumenden Zusatzelementen zu versehen, um
in einem solchen Fall eine weitere Verkleinerung des Querschnitts des Hinterlüftungsspalts
oder ein Schliessen desselben zu bewirken.
1. Hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassade, umfassend eine Gebäudewand (1), eine auf
der Aussenseite der Gebäudewand (1) angeordnete Dämmschicht (2), welche in vertikaler
Richtung durch mindestens einen im Wesentlichen horizontal verlaufenden Brandriegel
(3) unterbrochen ist, sowie angeordnet auf der Aussenseite der Dämmschicht (2) und
des Brandriegels (3) eine Fassadenbekleidung (4), wobei die Fassadenbekleidung (4)
von einer Tragkonstruktion (5, 11) beabstandet zu der Dämmschicht (2) und dem Brandriegel
(3) getragen ist, derart, dass zwischen der Fassadenbekleidung (4) und der Dämmschicht
(2) mit dem Brandriegel (3) ein Hinterlüftungsspalt (6) vorhanden ist, wobei im Hinterlüftungsspalt
(6) im Bereich zwischen der Fassadenbekleidung (4) und dem Brandriegel (3) ein sich
horizontal im Wesentlichen über die gesamte Breite des Hinterlüftungsspaltes (6) erstreckendes
Flammsperrelement (7) aus einem nicht-brennbaren Material angeordnet ist, welches
den Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes (6) in diesem Bereich reduziert, zur Verhinderung
eines Übergreifens eines Brandes von einer Seite des Brandriegels (3) auf die andere
Seite desselben über den Hinterlüftungsspalt (6).
2. Gebäudefassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (2) aus einem Polymerschaummaterial besteht, insbesondere aus einem
extrudierten oder expandierten, insbesondere graphithaltigen Polystyrolschaummaterial.
3. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brandriegel (3) aus einem Polyurethanschaummaterial gebildet ist oder ein solches
Material umfasst.
4. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenseite des Brandriegels (3) im Wesentlichen bündig mit der Aussenseite der
Dämmschicht (2) ist.
5. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) den Querschnitt des Hinterlüftungsspalts (6) in diesem
Bereich um mindestens 50%, insbesondere um mindestens 70% und insbesondere um mindesten
80% reduziert.
6. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) vom Brandriegel (3) getragen ist, und insbesondere, dass
das Flammsperrelement (7) mit einem von diesem gebildeten und sich in Richtung zur
Gebäudewand (1) hin erstreckenden Profilteil unter Klemmung in einem horizontalen
Schlitz (8) in der Aussenseite des Brandriegels (3) angeordnet ist, insbesondere verschieblich
in horizontaler Richtung.
7. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) als flacher Profilstreifen ausgebildet ist, mit oder ohne
in Profillängsrichtung hintereinander angeordneten Durchtrittsöffnungen (9).
8. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) eine Tragstruktur aus einem metallischen oder keramischen
Profilmaterial, insbesondere aus einem Blech, insbesondere aus rostfreiem Stahlblech,
aufweist oder aus einem solchen Material besteht.
9. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) derartig ausgebildet ist, dass zumindest Teilbereiche (10)
desselben bei starker Hitzeeinwirkung aufschäumen, derart, dass hierdurch der Querschnitt
des Hinterlüftungsspaltes (6) weiter reduziert oder verschlossen wird.
10. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) über seine gesamte Erstreckung von der Fassadenbekleidung
(4) beabstandet ist, insbesondere um mindestens 5 mm, insbesondere um mindestens 8
mm.
11. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) eine bimetallische Tragstruktur aufweist, insbesondere
von einem Bimetall-Blechstreifen gebildet ist, derartig, dass es bei starker Hitzeeinwirkung
durch bimetallische Verbiegung den Querschnitt des Hinterlüftungsspaltes (6) weiter
verkleinert.
12. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Flammsperrelement (7) ganz oder zumindest in Teilbereichen, insbesondere
in dem der Fassadenbekleidung (4) zugewandten Bereich in Richtung zur Fassadenbekleidung
(4) hin nach unten geneigt ist, zur Verhinderung eines Kondenswasserzuflusses zum
Brandriegel (3) und/oder zur Dämmschicht (2).
13. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenbekleidung (4) aus einem nichtbrennbaren Material gebildet ist, insbesondere
aus Faserzementplatten (4).
14. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (5, 11) vertikale Traglatten (5) umfasst, welche von dem Flammsperrelement
(7) unterbrochen sind.
15. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (5, 11) vertikale Traglatten (5) umfasst, welche die Flammsperrelemente
(7) durchdringen oder unterbrechen.
16. Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (5, 11) aus miteinander verbundenen horizontalen (11) und vertikalen
Latten (5) besteht und mittels die Dämmschicht (2) punktuell durchdringender Ankerelemente
(12) mit der Gebäudewand (1) verbunden ist und über diese Ankerelemente (12) von der
Gebäudewand (1) getragen ist, wobei mindestens eine der horizontalen Latten (11) der
Tragkonstruktion (5, 11) mit einem von ihr gebildeten und sich in Richtung zur Gebäudewand
(1) hin erstreckenden Profilteil unter Klemmung in einem horizontalen Schlitz (13)
in der Aussenseite der Dämmschicht (2) oder zwischen Dämmschicht (2) und Brandriegel
(3) angeordnet ist.
17. Gebäudefassade nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Profilteil unter Klemmung in einem horizontalen Schlitz (13) angeordneten
horizontalen Latten (11) einstückig aus einem Profilmaterial gebildet sind, insbesondere
aus Kunststoff oder Metall, und insbesondere, dass diese aus einem stranggepressten
Aluminiumprofil oder einem extrudierten Kunststoffprofil bestehen.
18. Gebäude mit einer Gebäudefassade nach einem der vorangehenden Ansprüche.
19. Verfahren zum Erstellen der Gebäudefassade nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
gekennzeichnet durch die Schritte:
a) Erstellen einer Dämmschicht (2), welche in vertikaler Richtung durch mindestens einen im Wesentlichen horizontal verlaufenden Brandriegel (3) unterbrochen
ist, auf der Aussenseite einer Gebäudewand (1);
b) Erstellen einer Tragkonstruktion (5, 11) für eine Fassadenbekleidung (4) auf der
Aussenseite der Dämmschicht (2) und des Brandriegels (3), derart, dass bei bestimmungsgemässer
Befestigung der Fassadenbekleidung (4) an der Tragkonstruktion (5, 11) zwischen der
Fässadenbekleidung (4) und der Dämmschicht (2) mit dem Brandriegel (3) ein Hinterlüftungsspalt
(6) verbleibt;
c) Anordnen eines Flammsperrelements (7) aus einem nicht brennbaren Material auf der
Aussenseite des Brandriegels (3) derart, dass sich dieses im zukünftigen Hinterlüftungsspalt
(6) im Bereich zwischen der Fassadenbekleidung (4) und dem Brandriegel (3) horizontal
im Wesentlichen über die gesamte Breite des Hinterlüftungsspalts (6) in Fassadenrichtung
gesehen erstreckt und diesen dabei im Querschnitt reduziert.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (2) derartig erstellt wird, dass die Aussenseite des Brandriegels
(3) im Wesentlichen bündig mit der Aussenseite der Dämmschicht (2) ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) derartig dimensioniert und angeordnet wird, dass dieses
den Querschnitt des zukünftigen Hinterlüftungsspalts (6) im Bereich zwischen der Fassadenbekleidung
(4) und dem Brandriegel (3) um mindestens 50%, insbesondere um mindestens 70% und
insbesondere um mindesten 80% reduziert.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) am Brandriegel (3) befestigt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) mit einem von diesem gebildeten und sich in Richtung zur
Gebäudewand (1) hin erstreckenden Profilteil unter Klemmung in einem horizontalen
Schlitz (8) in der Aussenseite des Brandriegels (3) eingeschoben und dadurch an diesem
befestigt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Schlitz (8) vor dem Anordnen des Brandriegels (3) an der Gebäudewand
(1) in dem Brandriegel (3) erzeugt wird, insbesondere zum Zeitpunkt der Herstellung
des Brandriegels (3).
25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Schlitz (8) während oder nach dem Anordnen des Brandriegels (3) an
der Gebäudewand (1) in dem Brandriegel (3) erzeugt wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammsperrelement (7) derartig gegenüber der Tragkonstruktion (5, 11) ausgerichtet
wird, dass es bei bestimmungsgemäss befestigter Fassadenbekleidung (4) eine bestimmte
Position relativ zur Fassadenbekleidung (4) aufweist, insbesondere einen bestimmten
Abstand von mindestens 5 mm, insbesondere von mindestens 8 mm.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (5, 11) aus horizontalen (11) und vertikalen Latten (5) gebildet
wird, indem mindestens eine horizontale Latte (11) auf der Aussenseite der Dämmschicht
(2) durch Einklemmen eines sich in Richtung zur Gebäudewand (1) hin erstreckenden
Profilteils dieser Latte (11) in einen horizontalen Schlitz (13) in der Aussenseite
der Dämmschicht (2) oder zwischen Dämmschicht (2) und Brandriegel (3) befestigt wird
und anschliessend mehrere vertikale Latten (5) an der horizontalen Latte (11) befestigt
werden.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (5, 11) mittels die Dämmschicht (2) punktuell durchdringender
Ankerelemente (12) mit der Gebäudewand (1) verbunden wird, derart, dass diese über
die Ankerelemente (12) von der Gebäudewand (1) getragen wird.
29. Verfahren nach Anspruch 27 und nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den horizontalen und vertikalen Latten (11, 5) gebildete Tragkonstruktion
(5, 11) vor dem Verbinden mit der Gebäudewand (1) durch Verschieben von horizontalen
Latten (11) in den horizontalen Schlitzen (13) ausgerichtet wird.
1. Back-ventilated, heat insulated building façade, comprising a building wall (1), an
insulating layer (2) arranged on the outer face of the building wall (1), which is
interrupted in vertical direction by at least a fire bar (3) which runs substantially
horizontally, as well as a façade cladding (4) arranged on the outer face of the insulating
layer (2) and of the fire bar (3), wherein the façade cladding (4) is supported by
a supporting structure (5, 11) spacedly to the insulating layer (2) and the fire bar
(3), in such a way that a back-ventilation gap (6) is present between the façade cladding
(4) and the insulating layer (2) with the fire bar (3), wherein a flame blocking element
(7) made of a non-combustible material, extending horizontally substantially across
the entire width of the back-ventilation gap (6), is arranged in the back-ventilation
gap (6) in the area between the façade cladding (4) and the fire bar (3), reducing
the cross-section of the back-ventilation gap (6) in this area in order to prevent
a spreading of a fire from one side of the fire bar (3) to the other side of it via
the back-ventilation gap (6).
2. Building façade according to claim 1, characterized in that the insulating layer (2) consists of a polymer foam material, particularly of an
extruded or expanded, particularly graphite-containing polystyrene foam material.
3. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the fire bar (3) is formed out of a polyurethane foam material or comprises such
a material.
4. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the outer face of the fire bar (3) is substantially flush with the outer face of
the insulating layer (2).
5. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) reduces the cross section of the back-ventilation
gap (6) in this area by at least 50%, particularly by at least 70% and particularly
by at least 80%.
6. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) is supported by the fire bar (3) and particularly
in that the flame blocking element (7) is arranged, by clamping, with a profile part formed
by it and extending in the direction towards the building wall (1), inside of a horizontal
slit (8) in the outer face of the fire bar (3), particularly slidably in horizontal
direction.
7. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) is formed as flat profile strip, with or without through
openings (9) arranged successively in longitudinal direction of the profile.
8. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) has a supporting structure made of a metallic or ceramic
profile material, particularly of a metal sheet, particularly of stainless steel sheet,
or it consists of such a material.
9. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) is formed in such a way that at least subareas (10)
of it foam in the presence of a strong heating effect in such way that thereby the
cross section of the back-ventilation gap (6) is further reduced or closed.
10. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) is spaced from the façade cladding across its entire
extension, particularly by at least 5 mm, particularly by at least 8 mm.
11. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the flame blocking element (7) has a bimetallic supporting structure, being particularly
formed by a bimetal sheet strip in such a way that it further reduces the cross-section
of the back-ventilation gap (6) in the presence of a strong heating effect by bimetallic
bending.
12. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the top face of the flame blocking element (7) is inclined, entirely or at least
in subareas, particularly in the area facing the façade cladding (4), in a direction
towards the façade cladding (4) and downwards, in order to prevent a flow of condensed
water towards the fire bar (3) and/or towards the insulating layer (2).
13. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the façade cladding (4) is formed out of a non-combustible material, particularly
out of fibre cement boards.
14. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting structure (5, 11) comprises vertical supporting battens (5) which
are interrupted by the flame blocking element (7).
15. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting structure (5, 11) comprises vertical supporting battens (5) which
protrude through or interrupt the flame blocking elements (7).
16. Building façade according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting structure (5, 11) consists of mutually connected horizontal (11) and
vertical battens (5) and is connected to the building wall (1) by means of anchor
elements (12) which punctually protrude through the insulating layer (2) and is supported
by the building wall (1) via these anchor elements (12), wherein at least one of the
horizontal battens (11) of the supporting structure (5, 11) is arranged, by clamping,
with a profile part formed by it and extending in a direction towards the building
wall (1), inside of a horizontal slit (13) in the outer face of the insulating layer
(2) or between the insulating layer (2) and the fire bar (3).
17. Building façade according to claim 16, characterized in that the horizontal battens (11) arranged, by clamping, with a profile part, inside of
a horizontal slit (13) are formed in one part out of a profile material, particularly
out of plastic or metal, and particularly, in that it consists of an extruded aluminium profile or an extruded plastic profile.
18. Building with a building façade according to one of the preceding claims.
19. Method for constructing the building facade according to one of the claims 1 to 17,
characterized by the steps of:
a) constructing an insulating layer (2) which is interrupted in vertical direction
by at least a substantially horizontal fire bar (3), on the outer face of a building
wall (1);
b) constructing a supporting structure (5, 11) for a façade cladding (4) on the outer
face of the insulating layer (2) and of the fire bar (3) in such a way that, when
properly attaching the façade cladding (4) to the supporting structure (5, 11), a
back-ventilation gap (6) with the fire bar (3) remains between the façade cladding
(4) and the insulating layer (2);
c) arranging a flame blocking element (7) made of a non-combustible material on the
outer face of the fire bar (3) in such a way that it extends, within the future back-ventilation
gap (6), in the area between the façade cladding (4) and the fire bar (3), horizontally
substantially across the entire width of the back-ventilation gap (6), seen in the
direction of the façade, thereby reducing it with respect to cross section.
20. Method according to claim 19, characterized in that the insulating layer (2) is constructed in such a way that the outer face of the
fire bar (3) is substantially flush with the outer face of the insulating layer (2).
21. Method according to one of the claims 19 to 20, characterized in that the flame blocking element (7) is dimensioned and arranged in such a way that it
reduces the cross section of the future back-ventilation gap (6) in the area between
the façade cladding (4) and the fire bar (3) by at least 50%, particularly by at least
70% and particularly by at least 80%.
22. Method according to one of the claims 19 to 21, characterized in that the flame blocking element (7) is attached to the fire bar (3).
23. Method according to claim 22, characterized in that the flame blocking element (7) is inserted, by clamping, with a profile part formed
by it and extending in the direction towards the building wall (1), into a horizontal
slit (8) in the outer face of the fire bar (3) and is consequently attached thereto.
24. Method according to claim 23, characterized in that the horizontal slit (8) is created in the fire bar (3) before arranging the fire
bar (3) at the building wall (1), particularly at the time of producing the fire bar
(3).
25. Method according to claim 23, characterized in that the horizontal slit (8) is produced in the fire bar (3) before or after arranging
the fire bar (3) at the building wall (1).
26. Method according to one of the claims 19 to 25, characterized in that the flame blocking element (7) is aligned with respect to the supporting structure
(5, 11) in such a way that it has, if the façade cladding (4) is properly attached,
a determined position relatively to the façade cladding (4), particularly a determined
distance of at least 5 mm, particularly of at least 8 mm.
27. Method according to one of the claims 19 to 26, characterized in that the supporting structure (5, 11) is formed out of horizontal (11) and vertical battens
(5), by attaching at least one horizontal batten (11) onto the outer face of the insulating
layer (2) by clamping a profile part of this batten (11) which extends in a direction
towards the building wall (1) into a horizontal slit (13) in the outer face of the
insulating layer (2) or between the insulating layer (2) and the fire bar (3) and
subsequently by attaching a plurality of vertical battens (5) to the horizontal batten
(11).
28. Method according to one of the claims 19 to 27, characterized in that the supporting structure (5, 11) is connected to the building wall (1) by means of
anchor elements (12) which punctually protrude through the insulating layer (2).
29. Method according to claim 27 and to claim 28, characterized in that the supporting structure (5, 11) which is formed by the horizontal and the vertical
battens (11, 5) is aligned before the connection to the building wall (1) by sliding
horizontal battens (11) into the horizontal slits (13).
1. Façade isolée et ventilée pour bâtiment, comprenant un mur de bâtiment (1), une couche
d'isolation (2) disposée sur la face extérieure du mur de bâtiment (1) et interrompue
dans la direction verticale par au moins un coupe-feu (3) s'étendant essentiellement
horizontalement, ainsi qu'un revêtement de façade (4) disposé sur la face extérieure
de la couche d'isolation (2) et du coupe-feu (3), dans laquelle le revêtement de façade
(4) est porté par une construction porteuse (5, 11) à distance de la couche d'isolation
(2) et du coupe-feu (3) de telle sorte qu'il y a un espace de ventilation par l'arrière
(6) entre le revêtement de façade (4) et la couche d'isolation (2) avec le coupe-feu
(3), dans laquelle un élément pare-flamme (7) en un matériau non combustible s'étendant
horizontalement essentiellement sur toute la largeur de l'espace de ventilation par
l'arrière (6) est disposé dans l'espace de ventilation par l'arrière (6) dans la zone
située entre le revêtement de façade (4) et le coupe-feu (3), lequel élément réduit
la section transversale de l'espace de ventilation par l'arrière (6) dans cette zone
pour empêcher une propagation d'un incendie d'un côté du coupe-feu (3) à l'autre par
le biais de l'espace de ventilation par l'arrière (6).
2. Façade de bâtiment selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche d'isolation (2) est en un matériau en mousse de polymère, en particulier
en un matériau en mousse de polystyrène extrudé ou expansé, contenant en particulier
du graphite.
3. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le coupe-feu (3) est formé à partir d'un matériau en mousse de polyuréthane ou comprend
un tel matériau.
4. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la face extérieure du coupe-feu (3) est essentiellement à fleur de la face extérieure
de la couche d'isolation (2).
5. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) réduit la section transversale de l'espace de ventilation
par l'arrière (6) dans cette zone d'au moins 50 %, en particulier d'au moins 70 %
et en particulier d'au moins 80 %.
6. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) est porté par le coupe-feu (3), et en particulier, en ce que l'élément pare-flamme (7) avec un élément profilé formé par celui-ci et s'étendant
en direction du mur de bâtiment (1) est disposé par coincement dans une fente horizontale
(8) dans la face extérieure du coupe-feu (3), en particulier de manière mobile dans
la direction horizontale.
7. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) est réalisé sous forme de bandes profilées planes, avec
ou sans ouvertures de passage (9) disposées les unes derrière les autres dans la direction
du sens longitudinal.
8. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) présente une structure porteuse en un matériau profilé
métallique ou céramique, en particulier en une tôle, en particulier en tôle d'acier
inox, ou est constitué d'un tel matériau.
9. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) est réalisé de telle sorte qu'au moins des parties de zones
(10) de celui-ci moussent en cas de forte chaleur de telle sorte que la section transversale
de l'espace de ventilation par l'arrière (6) continue ainsi de se réduire ou est fermée.
10. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) est espacé du revêtement de façade (4) sur toute son extension,
en particulier d'au moins 5 mm, en particulier d'au moins 8 mm.
11. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément pare-flamme (7) présente une structure porteuse bimétallique, est formé
en particulier par une bande de tôle bimétallique de telle sorte qu'il continue de
réduire la section transversale de l'espace de ventilation par l'arrière (6) en cas
de forte chaleur par déformation bimétallique.
12. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la face supérieure de l'élément pare-flamme (7) est complètement ou au moins dans
des parties de zones, en particulier dans la zone tournée vers le revêtement de façade
(4), inclinée vers le bas en direction du revêtement de façade (4) pour empêcher un
afflux d'eau de condensation vers le coupe-feu (3) et/ou la couche d'isolation (2).
13. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le revêtement de façade (4) est formé à partir d'un matériau non combustible, en
particulier de plaques de fibrociment (4).
14. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la construction porteuse (5, 11) comprend des lattes support verticales (5) qui sont
interrompues par l'élément pare-flamme (7).
15. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la construction porteuse (5, 11) comprend des lattes support verticales (5) qui traversent
ou interrompent les éléments pare-flamme (7).
16. Façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la construction porteuse (5, 11) se compose de lattes horizontales (11) et verticales
(5) reliées les unes aux autres et est reliée au mur de bâtiment (1) à l'aide d'éléments
d'ancrage (12) traversant ponctuellement la couche d'isolation (2) et est portée par
le mur de bâtiment (1) par le biais de ces éléments d'ancrage (12), au moins une des
lattes horizontales (11) de la construction porteuse (5, 11) avec un élément de profilé
formé par celle-ci et s'étendant en direction du mur de bâtiment (1) étant disposée
par coincement dans une fente horizontale (13) dans la face extérieure de la couche
d'isolation (2) ou entre la couche d'isolation (2) et le coupe-feu (3).
17. Façade de bâtiment selon la revendication 16, caractérisée en ce que les lattes horizontales (11) disposées avec un élément profilé par coincement dans
une fente horizontale (13) sont formées d'un seul tenant en un matériau profilé, en
particulier en plastique ou métal, et en particulier, en ce que celles-ci se composent d'un profilé d'aluminium extrudé ou d'un profilé plastique
extrudé.
18. Bâtiment avec une façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications précédentes.
19. Procédé de construction de la façade de bâtiment selon l'une quelconque des revendications
1 à 17,
caractérisé par les étapes consistant à :
a) fabriquer une couche d'isolation (2), qui est interrompue dans la direction verticale
par au moins un coupe-feu (3) s'étendant essentiellement horizontalement, sur la face
extérieure d'un mur de bâtiment (1) ;
b) fabriquer une construction porteuse (5, 11) pour un revêtement de façade (4) sur
la face extérieure de la couche d'isolation (2) et du coupe-feu (3) de telle sorte
qu'il reste un espace de ventilation par l'arrière (6) dans le cas d'une fixation
conforme à l'affectation du revêtement de façade (4) sur la construction porteuse
(5, 11) entre le revêtement de façade (4) et la couche d'isolation (2) avec le coupe-feu
(3) ;
c) disposer un élément pare-flamme (7) en un matériau non combustible sur la face
extérieure du coupe-feu (3) de telle sorte que celui-ci s'étend dans l'espace de ventilation
par l'arrière (6) à venir dans la zone entre le revêtement de façade (4) et le coupe-feu
(3) horizontalement essentiellement sur toute la largeur de l'espace de ventilation
par l'arrière (6) vu dans la direction de la façade et réduit ce faisant la section
transversale de celui-ci.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que la couche d'isolation (2) est fabriquée de telle sorte que la face extérieure du
coupe-feu (3) est essentiellement à fleur de la face extérieure de la couche d'isolation
(2).
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 20, caractérisé en ce que l'élément pare-flamme (7) est dimensionné et disposé de telle sorte que celui-ci
réduit la section transversale de l'espace de ventilation par l'arrière (6) à venir
dans la zone située entre le revêtement de façade (4) et le coupe-feu (3) d'au moins
50 %, en particulier d'au moins 70 % et en particulier d'au moins 80 %.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 21, caractérisé en ce que l'élément pare-flamme (7) est fixé au niveau du coupe-feu (3).
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que l'élément pare-flamme (7) avec un élément profilé formé par celui-ci et s'étendant
dans la direction du mur de bâtiment (1) est inséré par coincement dans une fente
horizontale (8) dans la face extérieure du coupe-feu (3) et y est ainsi fixé.
24. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que la fente horizontale (8) est produite avant la disposition du coupe-feu (3) au niveau
du mur de bâtiment (1) dans le coupe-feu (3), en particulier au moment de la fabrication
du coupe-feu (3).
25. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que la fente horizontale (8) est produite pendant ou après la disposition du coupe-feu
(3) au niveau du mur de bâtiment (1) dans le coupe-feu (3).
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 25, caractérisé en ce que l'élément pare-flamme (7) est orienté par rapport à la construction porteuse (5,
11) de telle sorte qu'il présente dans le cas d'un revêtement de façade (4) fixé conformément
à l'affectation, une position donnée par rapport au revêtement de façade (4), en particulier
une distance donnée d'au moins 5 mm, en particulier d'au moins 8 mm.
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 26, caractérisé en ce que la construction porteuse (5, 11) est formée de lattes horizontales (11) et verticales
(5), par le fait qu'au moins une latte horizontale (11) est fixée sur la face extérieure
de la couche d'isolation (2) par coincement d'un élément profilé de cette latte (11)
s'étendant en direction du mur de bâtiment (1) dans une fente horizontale (13) dans
la face extérieure de la couche d'isolation (2) ou entre la couche d'isolation (2)
et le coupe-feu (3) et ensuite plusieurs lattes verticales (5) sont fixées à la latte
horizontale (11).
28. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 27, caractérisé en ce que la construction porteuse (5, 11) est reliée au mur de bâtiment (1) à l'aide d'éléments
d'ancrage (12) traversant ponctuellement la couche d'isolation (2) de telle sorte
que celle-est portée par le mur de bâtiment (1) par le biais des éléments d'ancrage
(12).
29. Procédé selon la revendication 27 et selon la revendication 28, caractérisé en ce que la construction porteuse (5, 11) formée des lattes horizontales et verticales (11,
5) est orientée avant l'assemblage avec le mur de bâtiment (1) par déplacement de
lattes horizontales (11) dans les fentes horizontales (13).
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