[0001] Die Erfindung betrifft eine Sensorelementvorrichtung für eine Bedienvorrichtung eines
Kochfeldes sowie ein entsprechendes Kochfeld und die Anordnung eines entsprechenden
Kochfeldes mit Bedieneinrichtung und dieser Sensorelementvorrichtung in oder an einer
Arbeitsplatte.
[0002] Es ist aus der
EP 950 860 A1 bekannt, bei einem Kochfeld die Kochfeldplatte selber an einer Seite derart weit
über den üblichen Rahmen hinauszuziehen, dass die Kochfeldplatte beim Einbau in eine
Arbeitsplatte einige Zentimeter über diese überragt. In diesem überragenden Bereich
sind an der Unterseite der Kochfeldplatte Sensorelemente einer Bedieneinrichtung vorgesehen.
So kann bei im wesentlichen gleichbleibendem Platzbedarf hinsichtlich des Ausschnittes
in der Arbeitsplatte eine Vergrößerung der Kochfeldplatte vor allem für eine größere
bzw. großflächigere Bedieneinrichtung bereitgestellt werden. Des weiteren kann im
wesentlichen die gesamte Größe des Ausschnittes für entsprechend viele oder große
Kochstellen genutzt werden. Die seitlich ausgelagerte Bedieneinrichtung wird für eine
komfortablere Bedienung auch nicht über seitliche Erwärmung der Kochfeldplatte unzulässig
warm. Allerdings ist der Aufwand vergrößert ausgebildeter Kochfeldplatten, insbesondere
wenn sie wie üblich aus Glaskeramikmaterial bestehen, beträchtlich. Des weiteren ist
es in der Regel notwendig, an der Kochfeldplatte selber Bedienelemente odgl. anzubringen,
was einen großen Aufwand darstellt.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Sensorelementvorrichtung
sowie ein Kochfeld und die Anordnung eines Kochfeldes zu schaffen, mit denen Probleme
des Standes der Technik gelöst werden können und es insbesondere möglich ist, eine
Sensorelementvorrichtung bzw. eine Bedieneinrichtung an einem Kochfeld bei möglichst
geringem Aufwand und großer Flexibilität seitlich bzw. nach außen auszulagern bzw.
seitlich versetzt zu gestalten.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Sensorelementvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, ein Kochfeld mit den Merkmalen des Anspruchs 11 sowie eine Anordnung
mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im folgenden näher
erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt
der Beschreibung gemacht. Im folgenden werden Merkmale, die für die Sensorelementvorrichtung,
das Kochfeld oder die Anordnung gelten können, teilweise nur einmal beschrieben. Sie
sollen dennoch unabhängig voneinander jeweils für alle Ausbildungen der Erfindung
angewendet werden können.
[0005] Es ist vorgesehen, dass das hier behandelte Kochfeld in eine Arbeitsplatte bzw. in
einen Ausschnitt in einer Arbeitsplatte eingesetzt ist. Erfindungsgemäß ist ein Träger
als dünnes und flächiges Flachmaterial vorgesehen, wobei der Träger nicht Bestandteil
der Kochfeldplatte ist bzw. ein davon separates Teil. Der Träger bildet als Teil der
Sensorelementvorrichtung eine Bedienfläche mit Berührschaltern, auf die insbesondere
ein Finger aufgelegt werden kann zur Bedienung. Dazu sind auf der Rückseite des Trägers
Sensorelemente vorgesehen, welche die vorgenannten Berührschalter bilden. Von jedem
Sensorelement verläuft eine Kontaktierung zu Kontakteinrichtungen an dem Träger. Damit
können die Sensorelemente bzw. die gesamte Sensorelementvorrichtung an dem Träger
an die Bedieneinrichtung des Kochfeldes elektrisch angeschlossen werden. Die Sensorelementvorrichtung
arbeitet zwar mit der Bedieneinrichtung zusammen und wird zwangsläufig benötigt. Sie
muß jedoch nicht eine Baueinheit mit dieser bilden, vorteilhaft sind es sogar getrennte
Baueinheiten.
[0006] Somit ist es im Rahmen einer Ausbildung der Erfindung möglich, dass die Sensorelementvorrichtung
bzw. der Träger zwar flächig sozusagen an die Kochfeldplatte anschließen bzw. deren
flächige Ausdehnung weiterführen. Dadurch, dass diese Sensorelementvorrichtung bzw.
der Träger jedoch von der Kochfeldplatte separat ist bzw. eine eigene Baueinheit ist,
zumindest bis zur Montage des Kochfeldes, können beide Teile einfacher und somit jeweils
optimiert hergestellt werden. Des weiteren ist eine weitaus größere Vielfalt bei Materialwahl,
Materialaussehen und Materialdicke des Trägers bzw. der Sensorelementvorrichtung möglich.
Auch bei einem Defekt an der Sensorelementvorrichtung ist ein Austausch lediglich
dieser Sensorelementvorrichtung und somit geringerer Reparaturaufwand möglich.
[0007] Bildet die Sensorelementvorrichtung nur einen Teil der Bedieneinrichtung, insbesondere
den sensorischen Teil, so kann ein modulartiger Aufbau mit größerer Variabilität geschaffen
werden.
[0008] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass die Sensorelemente auf
Druck ansprechen sowie einen dadurch bei der Bedienung erzeugten zumindest kleinen
oder minimalen Bedienweg. Dadurch wird zwar nicht ein elektrischer Kontakt des mit
der Bedienung gewünschten Schaltvorganges geschlossen, aber eine gewisse mechanische
Bedienung liegt vor. Beispiele für solche Sensorelemente sind Piezosensoren sowie
sogenannte FSR-Sensoren. Solche druckempfindlichen Sensorelemente sind vorteilhaft
an der Unterseite des Trägers befestigt. Auch diese Sensorelemente werden als Berührschalter
verstanden, selbst wenn zu ihrer Bedienung mehr Druck notwendig ist.
[0009] Vorteilhaft können flache und kapazitiv arbeitende Sensorelemente verwendet werden.
Diese kapazitiven Sensorelemente können als rahmenartige Sensorflächen oder volle
Sensorflächen an der Rückseite bzw. Unterseite des Trägers vorgesehen sein, vorteilhaft
daran befestigt sein. Alternativ können die Sensorelement direkt auf einen zusätzlichen
Sensorelement-Träger aufgebracht werden, der wiederum an dem Träger befestigt wird.
So ist ein modulartiger Aufbau mit leichterer Fertigung der einzelnen Teile möglich.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn die Sensorelemente unabhängig von ihrer grundsätzlichen
Funktionsweise relativ dünn ausgebildet sind, beispielsweise in etwa 1 mm dünn sind.
Sie können auf den Träger oder einen Sensorelement-Träger aufgedruckt sein durch Siebdruck
oder durch ein ähnliches Verfahren aufgebracht sein. Vorzugsweise sind mehrere oder
alle Sensorelemente auf einem einzigen Träger oder Sensorelement-Träger aufgebracht.
Dieser wiederum kann so ausgebildet sein, dass er auf einfache Art und Weise befestigt
werden kann, beispielsweise durch eine aufgebrachte Klebeschicht aufgeklebt werden
kann.
[0011] Die vorgenannten Kontaktierungen können bei einer Ausführung der Erfindung nach Art
von Leiterbahnen auf die Rückseite des Trägers aufgebracht werden. Dies bietet sich
vor allem dann an, wenn sie direkt und elektrisch kontaktierend mit den Sensorelementen
an der Trägerrückseite verbunden sind. Diese Kontaktierungen können zu Kontaktiereinrichtungen
an dem Träger laufen, die nach Art von Kontaktfeldern ausgebildet sind. Diese Kontaktfelder
liegen vorteilhaft am Randbereich des Trägers und dienen zur elektrischen Kontaktierung
entweder über Andrücken von Kontaktfedern oder Kontaktstiften oder durch Aufbringen
von zu den Kontaktfeldern am Träger passenden Steckverbindungen. Dies ist jedoch allgemein
von beispielsweise der Kontaktierung an Leiterplatten ausreichend bekannt, so dass
weitere Ausführungen entfallen können. Alternativ können auch Lötverbindungen zwischen
den Kontaktfeldern und der Bedieneinrichtung bzw. dem Kochfeld vorgesehen sein. Bei
dieser Art der Kontaktierung ist es von Vorteil, wenn die Sensorelementvorrichtung
bzw. der Träger samt den Kontaktierungen in das Kochfeld bzw. unter die Kochfeldplatte
reicht und somit relativ nahe an die Bedieneinrichtung direkt hinführt. Der Träger
kann eine Flex-Leiterplatte sein, die Kontaktbahnen trägt. Vorzugsweise sind daran
auch die Sensorelemente vorgesehen bzw. darauf aufgebracht. Sind zusätzlich noch Kontaktfelder
odgl. für angedrückte Kontakte an das Kochfeld vorgesehen, können viele Funktionen
vorteilhaft in den Träger integriert werden. Von einer größeren Fläche für die Sensorelemente
aus kann ein länglicher Bereich abstehen mit den Kontaktierungen in das Kochfeld hinein.
[0012] Alternativ ist es möglich, die Sensorelementvorrichtung seitlich an oder sogar auf
die Kochfeldplatte zu legen bzw. vor allem nicht unter die Kochfeldplatte reichen
zu lassen. Hier können von der Sensorelementvorrichtung abgehende Kontaktierungen
vorgesehen sein, beispielsweise als flache Mehrfachkabel oder mit entsprechenden Leiterbahnen
bedruckte, flexible und dünne Folien ebenso wie die vorgenannten Flex-Leiterplatten.
Auch dies ist dem Fachmann von elektrischen Verbindungen bei Leiterplatten in elektrischen
Geräten ausreichend bekannt.
[0013] Zur Ausbildung des Trägers ist zu sagen, dass er vorteilhaft auf seiner Rückseite
zumindest bereichsweise elektrisch isoliert ist. Insbesondere gilt dies für die Bereiche,
an denen Sensorelemente sowie Kontaktierungen angebracht sind. Insbesondere ist er
auf im wesentlichen der gesamten Rückseite elektrisch isoliert, beispielsweise durch
Beschichtungen oder lsolierfolien. So ist es auch möglich, einen metallischen Träger
zu verwenden, beispielsweise ein dünnes Edelstahl- oder Aluminiumblech. Dabei sind
auch von ebenen Ausbildungen abweichende Ausgestaltungen möglich, beispielsweise profilartig
gewölbt oder mit Vertiefungen an der Oberseite zur Anlage eines Fingers.
[0014] Alternativ zu einem Träger aus Metall kann er aus elektrisch isolierendem Material
gefertigt sein. Hierzu eignet sich sowohl Material, das ähnlich wie Glaskeramik ist,
also mechanisch sehr widerstandsfähig. Alternativ können sonstige Gläser oder auch
Kunststoffe verwendet werden. Durch zumindest bereichsweise lichtdurchlässige Träger
können sowohl interessante optische Gestaltungen geschaffen werden als auch Anzeigen
darunter angeordnet werden.
[0015] Des weiteren kann der Träger so ausgebildet sein, insbesondere wenn er unter die
Kochfeldplatte geschoben ist, dass er sehr flach ist, insbesondere im Vergleich auch
zu der Kochfeldplatte. So kann ein Träger bzw. die gesamte Sensorelementvorrichtung
beispielsweise mit einer Dicke von 1 mm vorgesehen sein, also beispielsweise ein Blech
sein. Er hebt sich also somit deutlich von der Dicke der Kochfeldplatte ab und steht
gleichzeitig ein Stück über die Arbeitsplatte über. Möglich ist auch ein bündiges
Einlassen in die Arbeitsplatte. Gemäß einer weiteren Ausführung kann die Sensorelementvorrichtung
auf einen Randbereich der Kochfeldplatte selber aufgelegt werden. Dabei ist sie insbesondere
eine Art länglicher Streifen. Mit einem vom Randbereich abgewinkelt abstehenden Abschnitt
übergreift sie die Außenkante der Kochfeldplatte, wobei vorzugsweise der übergreifende
Abschnitt bis auf eine darunter liegende Arbeitsplatte reichen und so die Kochfeldplatte
seitlich vollständig abdecken kann. Ein solcher Träger kann eine Art einteiliges Winkelprofil
sein, insbesondere ein Winkelblech. So kann zum einen ein hinsichtlich Verschmutzungen
günstiger und optisch sauberer seitlicher Abschluss entstehen. Des weiteren können
darunter die vorgenannten Kontaktierungen verlaufen und sind somit ebenfalls nicht
sichtbar sowie gegen Beschädigung geschützt.
[0016] Bei der vorbeschriebenen Ausführung mit einer Sensorelementvorrichtung, die auf die
Kochfeldplatte aufgesetzt ist, kann es vorgesehen sein, dass die Sensorelemente letztendlich
im Randbereich der Kochfeldplatte liegen bzw. in einem Bereich oberhalb der Arbeitsplatte
und nicht mehr oberhalb des Ausschnittes in der Arbeitsplatte. So können die Sensorelemente
insbesondere an einem Bereich des Kochfeldes vorgesehen sein, an dem die Erwärmung
während des Betriebes relativ gering ist. Dabei kann auch vorgesehen sein, die Sensorelementvorrichtung
bzw. den Träger auf der Kochfeldplatte durch Verkleben zu befestigen. Alternativ kann
bei einem Aufliegen der Sensorelementvorrichtung bzw. des Trägers auf der Arbeitsplatte
auch hier eine Verklebung vorgesehen sein.
[0017] Ein seitlicher Anschluss der Sensorelementvorrichtung an die über den Ausschnitt
in der Arbeitsplatte überragende und zumindest streifenartig auf der Arbeitsplatte
aufliegende Kochfeldplatte weist den Vorteil auf, dass die Sensorelementvorrichtung
als voll dem Kochfeld zugehörig erscheint. Das Fehlen von Übergängen bzw. Absätzen
bei gleicher Dicke erleichtert ein Reinigen der Oberflächen.
[0018] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine seitliche Schnittdarstellung einer Anordnung eines Kochfeldes in einer Arbeitsplatte
mit zwischen Kochfeldplatte und Arbeitsplatte eingeschobener Bedieneinrichtung,
- Fig. 2
- eine Anordnung ähnlich Fig. 1, wobei die Bedieneinrichtung auf der Kochfeldplatte
aufliegt,
- Fig. 3
- eine Vergrößerung der Darstellung aus Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht der Bedieneinrichtung nach Fig. 1 von unten und
- Fig. 5 und 6
- verschiedene Anordnungen einer Bedieneinrichtung an einem Kochfeld entsprechend den
Fig. 1 und 2.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0020] In Fig. 1 ist eine Anordnung 11 dargestellt, bei der in einen entsprechenden Ausschnitt
einer Arbeitsplatte 12 ein Kochfeld 13 eingesetzt ist auf an sich bekannte Art und
Weise. Dabei überlappt eine Kochfeldplatte bzw. Glaskeramikplatte 15 umlaufend die
Arbeitsplatte 12 ein Stück und liegt üblicherweise auf ihr auf.
[0021] Das Kochfeld 13 weist an der Unterseite der Glaskeramikplatte 15 noch ein Steuergehäuse
16 auf. In diesem ist, worauf noch näher eingegangen wird, vor allem eine Steuerung
bzw. Leistungsversorgung des Kochfeldes 13 enthalten. Es können auch Teile der Bedieneinrichtung
vorgesehen sein, insbesondere Auswerte- und Steuerelektronik, die nicht an der Sensorelementvorrichtung
vorgesehen sind.
[0022] Zumindest an der dargestellten Stelle ist ein gewisser Spalt zwischen Oberseite der
Arbeitsplatte 12 und der Glaskeramikplatte 15 gegeben. Er kann auch in oder durch
eine umlaufende elastische Dichtung unter dem Rand des Kochfeldes gebildet sein. In
diesen Spalt ist, auf der Oberseite der Arbeitsplatte 12 aufliegend, eine Bedieneinrichtung
18 mit einer Sensorelementvorrichtung 19 eingeschoben. Im wesentlichen besteht sie
aus einem flachen Träger 20, auf den nachfolgend jedoch noch näher eingegangen wird.
Insbesondere ist es eine Bedieneinrichtung 18 bzw. Sensorelementvorrichtung 19 gemäß
Fig. 4, wobei an der Unterseite des Trägers 20 die Sensorelemente 22 in verschiedener
Form vorgesehen sein können. Die elektrische Kontaktierung an die Sensorelemente 22
erfolgt über Kontaktfelder 24, welche nach unten weisen. Im eingeschobenen Zustand
gemäß Fig. 1 kommen diese Kontaktfelder 24 in Kontakt mit Federkontakten 27 auf einer
Steuerplatine 25 in dem Steuergehäuse 16. Auf der Steuerplatine 25 befinden sich Steuereinrichtungen
des Kochfeldes 13, insbesondere Mikrocontroller und eventuell eine Signalauswertung
bzw. -verarbeitung. So erfolgt der elektrische Anschluss der Bedieneinrichtung 18
bzw. Sensorelementvorrichtung 19 an die Steuerplatine 25.
[0023] In dem Steuergehäuse 16 ist unter anderem die Steuerplatine 25 angeordnet. Sie trägt
auch Anzeigen 26, um Betriebszustände oder sonstige Informationen durch die Glaskeramikplatte
15 nach oben anzuzeigen.
[0024] Der Träger 20 gemäß Fig. 1 kann bei einer Ausführung der Erfindung auf der Arbeitsplatte
12 unlösbar fixiert werden, beispielsweise durch Verkleben. Alternativ kann er lösbar
befestigt sein, beispielsweise durch Verschrauben. Des weiteren kann er entweder auf
der ansonsten ebenen Arbeitsplatte 12 aufliegen und somit nach oben überstehen. Damit
bildet sich eine Art Abstufung des Übergangs von der Oberseite der Arbeitsplatte 12
bis zu der Glaskeramikplatte 15. An den sonstigen Bereichen der Auflage der Glaskeramikplatte
15 auf der Oberseite der Arbeitsplatte 12 können Distanzelemente mit der Dicke des
Trägers 20 vorgesehen sein für eine gleichmäßige Auflage. Alternativ kann eine der
Dicke des Trägers 20 entsprechende flächige Vertiefung in der Arbeitsplatte 12 vorgesehen
sein.
[0025] Entsprechend einer weiteren Alternative kann der Träger 20 auch in gewisser Weise
abgestuft bzw. mit abgestufter Dicke ausgebildet sein, so dass er mit einem dünnen
Bereich unter die Glaskeramikplatte 15 reicht und im übrigen jedoch mit größerer Dicke,
beispielsweise entsprechend der Glaskeramikplatte 15, deren Verlauf fortsetzt. Es
ist bei einer derartigen Lösung auch möglich, im Bereich der Sensorelementvorrichtung
bzw. ihrer elektrischen Kontaktierung an die Steuerplatine den Ausschnitt in der Arbeitsplatte
12 vergrößert auszuführen, insbesondere über den Rand der Glaskeramikplatte 15 hinaus.
Diese Vergrößerung des Ausschnittes wird anschließend durch die Bedieneinrichtung
wiederum verdeckt, wobei durch den erheblich vergrößerten Spalt auf einfache Art und
Weise Kabel odgl. zum elektrischen Anschluss der Bedieneinrichtung an die Steuerplatine
geführt sein können.
[0026] Bei einer alternativen Anordnung 111 gemäß Fig. 2 und 3 befindet sich das Kochfeld
113 wiederum in einem Ausschnitt in einer Arbeitsplatte 112. Hier allerdings liegt
die Glaskeramikplatte 115 mehr oder weniger direkt auf der Oberfläche der Arbeitsplatte
112 auf bzw. es ist lediglich ein sehr geringer Spalt gegeben. Im Randbereich der
Glaskeramikplatte 115 ist die Bedieneinrichtung 118 mit einem Träger 120 für die Sensorelementvorrichtung
119 an seiner Unterseite aufgebracht bzw. aufgeklebt. Im Vergleich zu Fig. 1 ist der
Träger 120 blechartig und sehr viel schmaler, wobei er entsprechend länger ausgebildet
sein kann zur Unterbringung der Sensorelemente der Sensorelementvorrichtung 119.
[0027] Der Träger 120 überragt die Glaskeramikplatte 115 seitlich ein Stück. Der dadurch
gebildete Spalt zur Arbeitsplatte 112 hin wird durch die Abwinkelung 130 nach Art
eines winkligen Profils geschlossen. Alternativ könnte er auch aus zwei Teilen bestehen,
die in einem Winkel zueinander stehen.
[0028] Die elektrische Kontaktierung der Sensorelementvorrichtung 119 an die Steuerplatine
125 erfolgt hier durch flexible Leiter 127 bzw. eine vorgenannte Flex-Leiterplatte
oder sogenannte Flex-Verbinder, insbesondere nach Art von sehr dünnen Flachkabeln
oder Folienleitern. Dies ist besonders gut aus Fig. 3 zu erkennen.
[0029] Es ist auch in Fig. 3 zu erkennen, dass hier über die Breite des Trägers 120 nur
ein einziges Sensorelement 122 vorgesehen ist. Dafür sind mehrere Sensorelemente nebeneinander
vorgesehen, wie anhand von Fig. 5 noch näher erläutert wird.
[0030] Bezüglich der Fig. 1 bis 3 ist auch noch zu sagen, dass die Dickenverhältnisse nicht
maßstabsgetreu dargestellt sind, insbesondere nicht was die Dicke der Bedieneinrichtung
bzw. des Trägers im Verhältnis zu Arbeitsplatte und Glaskeramikplatte betrifft. Insbesondere
ist ein solcher Träger sehr flach, beispielsweise mit einer Dicke von etwa oder weniger
als weniger als 1 Millimeter. Auch die Anordnung bzw. Anbringung der Sensorelemente
an der Unterseite des Trägers sollte die gesamte Dicke nicht wesentlich erhöhen. Dies
ist jedoch bei vielen verschiedenen Sensorelementen problemlos möglich.
[0031] In Fig. 4 ist beispielhaft an einer Bedieneinrichtung 18 gemäß Fig. 1 ein Feld mit
mehreren Sensorelementen 22 übereinander und nebeneinander dargestellt. Diese Sensorelemente
22 sind auf entsprechende Art und Weise an die Unterseite des Trägers 20 bzw. des
zusätzlichen Sensorelement-Trägers als Sensorelementvorrichtung 19 aufgebracht. Diese
kann wiederum an der Unterseite eines Trägers ähnlich Fig. 1 oder 2 aufgebracht sein.
Beispielsweise können es aufgedruckte Piezosensoren sein anders als bei der
DE 198 11 372 A1, bei der relativ dicke und einzelne Piezosensoren vorgesehen sind. Alternativ können
es kapazitiv arbeitende Sensorelemente sein, wie sie beispielsweise aus der
EP 950 860 A1 bekannt sind.
[0032] Des weiteren ist die Sensorelementvorrichtung 19 bzw. die Unterseite mit einer Abdeckfolie
23 abgedeckt. Diese lässt lediglich den Bereich der Kontaktfelder 24 frei zur elektrischen
Kontaktierung entsprechend Fig. 1. Des weiteren kann unter der Abdeckfolie eine Klebeschicht
vorgesehen sein, damit der Sensorelement-Träger einfach aufgeklebt werden kann. Dabei
ist für ein Sensorelement 22 rechts oben beispielhaft gestrichelt dargestellt, wie
die elektrische Kontaktierung von dem Sensorelement zu den Kontaktfeldern 24 führt.
Von den Kontaktfeldern kann auch ein längerer Abschnitt abstehen mit einer Weiterführung
der elektrischen Kontaktierungen bzw. Kontaktbahnen zu wiederum Kontaktfeldern. Dieser
Abschnitt kann dann als Zuleitung in ein Kochfeld dienen und separate Teile sowie
weitere Kontaktierungen können eingespart werden.
[0033] In Fig. 5 ist eine Anordnung 11 dargestellt, bei der an einem Kochfeld 13 zwei verschiedene
Arten von Anordnungen von Bedieneinrichtungen dargestellt sind, obwohl in der Praxis
üblicherweise nur eine vorhanden ist. Einmal ist an der rechten Seite eine Bedieneinrichtung
18 entsprechend Fig. 1 vorgesehen, also seitlich an die Glaskeramikplatte 15 anschließend
bzw. zum Teil daruntergesteckt. Sensorelemente sind dabei sowohl nebeneinander als
auch übereinander angeordnet.
[0034] Eine alternative Bedieneinrichtung 118 ist an der Vorderseite vorgesehen. Sie liegt
im wesentlichen auf der Glaskeramikplatte 15 auf und ist sehr schmal, dafür langgestreckt.
Sie ist vorteilhaft aufgeklebt. Hier sind die Sensorelemente 22 lediglich nebeneinander
vorgesehen. Eine solche Bedieneinrichtung 118 entspricht im wesentlichen den Fig.
2 und 3.
[0035] In Fig. 6 ist eine weitere Möglichkeit dargestellt, bei der eine nahezu quadratische
und relativ großflächige Bedieneinrichtung 18 an die Vorderseite der Glaskeramikplatte
15 bzw. des Kochfeldes 13 anschließt.
[0036] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es noch möglich, bei auf der Glaskeramikplatte
aufliegenden Bedieneinrichtungen bzw. Trägern diese zumindest bereichsweise lichtdurchlässig
oder durchsichtig auszugestalten. Somit kann durch darunter bzw. unter der Glaskeramikplatte
angeordnete Anzeigeelemente odgl. durch die Bedieneinrichtung hindurch eine Anzeige
erfolgen. Somit kann der Anschein erweckt werden, selbst eine sehr dünne Bedieneinrichtung,
beispielsweise ähnlich Fig. 2, würde eine Anzeige beinhalten.
[0037] Der Träger kann beispielsweise ein dünnes Metallblech sein, insbesondere aus Edelstahl
oder Aluminium. Des weiteren kann er jedoch auch aus Glas oder Kunststoff bestehen.
An der Oberseite ist es möglich, genau über den Sensorelementen Markierungen für eine
Bedienperson vorzusehen, beispielsweise durch Aufdrucke oder Eingravieren oder Vertiefungen
mit Symbolen odgl.. Bedeutsam ist auf alle Fälle, dass die Sensorelementvorrichtung
bzw. der Träger als zumindest vor einem Festkleben oder Befestigen separate Baueinheit
ausgebildet sind und eventuell auch aus einem von dem Kochfeld unterschiedlichen Material
bestehen. Ein weiterer Vorteil liegt hier auch darin, dass bei einem Defekt an der
Sensorelementvorrichtung bzw. Bedieneinrichtung diese als Einzelteil relativ leicht
ausgetauscht werden kann, ohne an dem gesamten Kochfeld Arbeiten durchführen zu müssen.
1. Sensorelementvorrichtung (19, 119) für eine Bedieneinrichtung (18, 118) eines Kochfeldes
(13, 113), wobei das Kochfeld im Gebrauchszustand in eine Arbeitsplatte (12, 112)
bzw. in einen Ausschnitt einer Arbeitsplatte eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger (20, 120) ein dünnes flächiges Flachmaterial, das von einer Kochfeldplatte
(15, 115) verschieden ist, eine Bedienfläche bildet für Berührschalter zur Bedienung,
wobei auf der Rückseite des Trägers die Sensorelemente (22, 122) vorgesehen sind und
wobei von jedem Sensorelement eine Kontaktierung zu Kontakteinrichtungen (24) an dem
Träger (20, 120) verläuft zur elektrischen Kontaktierung (27, 127) an die Bedieneinrichtung
(18, 118).
2. Sensorelementvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente (22, 122) derart ausgebildet sind, dass sie auf Druck bei einer
Bedienung mit zumindest einem kleinen Bedienweg ansprechen, wobei sie insbesondere
Piezosensoren sind.
3. Sensorelementvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente (22, 122) kapazitiv arbeitende Sensorelemente sind, die insbesondere
als Rahmen oder Flächen an der Rückseite bzw. Unterseite des Trägers (20, 120) oder
eines zusätzlichen Sensorelement-Trägers (19) vorgesehen sind.
4. Sensorelementvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente (22, 122) dünn sind und auf den Träger (20, 120) oder einen zusätzlichen
Sensorelement-Träger (19) aufgedruckt sind, vorzugsweise mehrere oder alle Sensorelemente
auf einen einzigen Träger.
5. Sensorelementvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktierungen nach Art von Leiterbahnen auf die Rückseite des Trägers (20,
120) oder eines Sensorelement-Trägers (19) aufgebracht sind und zu Kontaktfeldern
(24) als Kontaktiereinrichtungen laufen, die insbesondere im Randbereich des Trägers
(20, 120) und entfernt von den Sensorelementen angeordnet sind.
6. Sensorelementvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20, 120) oder ein zusätzlicher Sensorelement-Träger (19) auf seiner Rückseite
zumindest bereichsweise elektrisch isoliert ist, wobei er vorzugsweise aus Metall
besteht und auf die Rückseite eine isolierende Beschichtung oder Isolierfolie (23)
aufgebracht ist.
7. Sensorelementvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20, 120) oder ein zusätzlicher Sensorelement-Träger (19) aus einem elektrisch
isolierenden Material gefertigt ist.
8. Sensorelementvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20, 120) zumindest bereichsweise lichtdurchlässig ist, vorzugsweise im
wesentlichen großflächig.
9. Sensorelementvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20, 120) flach und eben bzw. eine Platte ist, insbesondere mit einer
Dicke im Bereich weniger mm, vorzugsweise weniger als 1 mm.
10. Sensorelementvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass von dem flachen und flächigen Träger (120) an einem Randbereich ein abgewinkelter
Abschnitt (130) absteht entsprechend einem Überstand der Kochfeldplatte (115) des
Kochfeldes (113) über die Arbeitsplatte (112) im eingebauten Zustand, wobei vorzugsweise
der Träger (120) ein Winkelprofil ist.
11. Kochfeld (13, 113) mit einer Bedieneinrichtung (18, 118) und einer Sensorelementvorrichtung
(19, 119) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Anordnung (11, 111) eines Kochfeldes (13, 113) mit einer Bedieneinrichtung (18, 118)
und einer Sensorelementvorrichtung (19, 119) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
in einem Ausschnitt in einer Arbeitsplatte (12, 112).
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelementvorrichtung (19, 119) ein von dem Kochfeld (13, 113) oder der Kochfeldplatte
(15, 115) grundsätzlich getrenntes Bauteil ist und insbesondere die Sensorelemente
(22, 122) der Sensorelementvorrichtung seitlich außerhalb des Ausschnittes oberhalb
der Fläche der Arbeitsplatte (12, 112) verlaufen.
14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (15) so weit oberhalb der Arbeitsplatte (12) verläuft mit Zwischenraum,
dass in den Zwischenraum der Träger (20) der Sensorelementvorrichtung (19) eingeschoben
ist, wobei vorzugsweise der Träger derart weit in das Kochfeld (13) eingeschoben ist,
dass die Kontakteinrichtungen (24) an entsprechende Gegenkontakteinrichtungen (27)
in dem Kochfeld reichen zur elektrischen Verbindung der Sensorelementvorrichtung (19)
an eine Bedieneinrichtung (18) bzw. Kochfeldsteuerung.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelementvorrichtung (19) bzw. der Träger (20) auf der Arbeitsplatte (12)
befestigt ist, insbesondere festgeklebt ist.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (15, 115) seitlich ein Stück über den Ausschnitt in der Arbeitsplatte
(12, 112) überragt und im wesentlichen direkt auf der Oberseite der Arbeitsplatte
aufliegt, wobei vorzugsweise die Sensorelementvorrichtung (19) seitlich an die Kochfeldplatte
(15) anschließt, insbesondere im wesentlichen ohne Dickenänderung.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelementvorrichtung (119) im wesentlichen auf dem Randbereich der Kochfeldplatte
(115) aufliegt, wobei vorzugsweise die Sensorelementvorrichtung die überragende Seitenkante
der Kochfeldplatte übergreift und bis hinunter zur Arbeitsplatte (112) reicht und
so die seitliche Außenkante der Kochfeldplatte abdeckt.
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Kontaktiereinrichtung (127) Kabel oder Mehrfachleiter in aufgedruckter
Form mit Folienträger aufweist, die um die Kochfeldplatte herum und zwischen Kochfeldplatte
(115) und Arbeitsplatte (112) geführt zu einer Kochfeldsteuerung reichen als Anschluß
der Sensorelementvorrichtung (119) an die Kochfeldsteuerung.
19. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20, 120) dünner ist als die Kochfeldplatte (15, 115), vorzugsweise wesentlich
dünner, insbesondere dünner ist als 1 mm, wobei es vorzugsweise ein Blech ist.