[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz mit Steinkörpern aus Betonwerkstoff mit den
Merkmalen des kennzeichnenden teils des Patentanspruchs 1.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bausatz mit Steinkörpern zu schaffen,
der besonders abwechslungsreich gestaltet ist. Diese Aufgabe wird durch einen Bausatz
mit den Merkmalen des kennzeichnenden teils des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen werden in den Unteransprüchen 2 - 10 beschrieben.
[0003] Der erfindungsgemäße Bausatz mit Steinkörpern aus Betonwerkstoff besteht u.a. aus
Steinkörpern, die rechteckige oder quadratische maschinell erfaßbare Verlegepakete
bilden, die besonders leicht kombinierbar sind und bei Bedarf auch maschinell und
kostengünstig verlegt werden können.
[0004] Dabei besitzt der erfindungsgemäße Bausatz sowohl Pflastersteine als Steinkörper
als auch Platten als Steinkörper. Gemäß der Norm EN 1339:2003 (D) Punkt 3.2 ist eine
Platte aus Beton als ein vorgefertigtes Erzeugnis aus Beton beschrieben, dessen Gesamtlänge
dividiert durch seine Dicke (Höhe) größer als die Zahl 4 ist. Im Gegensatz hierzu
versteht man unter "Pflasterstein" gemäß dieser Norm Steinkörper, die erheblich kleinflächiger
gegenüber ihrer Höhe ausgebildet sind und insbesondere ein Verhältnis von Länge zu
Höhe kleiner oder gleich der Zahl 4 aufweisen.
[0005] In einer vorteilhaften Ausführungsform umfaßt der Bausatz Pflastersteine mit einem
Verhältnis Länge zu Höhe kleiner als die Zahl 3 und Platten als Steinkörper mit einem
Verhältnis Länge zu Höhe größer als die Zahl 5.
[0006] Insgesamt ergibt sich insbesondere im Zusammenhang mit der vorteilhaften Ausführungsform
durch die Kombination von relativ großflächigen Platten mit relativ kleinflächigen
Pflastersteinen ein besonders abwechslungsreicher Bausatz.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform nach Patentanspruch 2 sind die Pflastersteine
und Platten derart maßlich aufeinander abgestimmt, daß mindestens eine Fuge neben
einer Platte in mindestens eine Fuge neben einem benachbarten Pflasterstein übergeht.
[0008] Damit besitzt der Bausatz Fugen, die sich durchgehend fortsetzen neben Pflastersteinen
und benachbarten Platten. Hierdurch können gebildete Verlegepakete maschinell besonders
einfach erfaßt werden und es kann eine modulare Kombination unterschiedlicher Verlegepakete
ohne Überstand von Ecksteinen und damit ohne nachträgliche Bearbeitung erfolgen.
[0009] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Pflastersteine und Platten
derart maßlich aufeinander abgestimmt, daß mindestens eine Fuge neben einem Pflasterstein
am Rand einer benachbarten Platte endet.
[0010] Hierdurch wird zum einen ein optisch abwechslungsreicher Gesamteindruck erreicht,
zum anderen dient die Fuge, die als Wasserabflußöffnung verwendet wird, durch ihre
T-förmige Ausbildung als richtungsgebende Wasserleitung, die auftreffendes Regen-
oder Schmelzwasser kanalisiert und von den Pflastersteinen bis zum benachbarten Plattenrand
gerichtet abführt. Damit wird vermieden, daß ableitendes Wasser auf die Oberfläche
der Platten übertritt, wodurch aufgrund von Film- oder Eisbildung Rutschgefahr für
Personen oder Fahrzeuge auftreten würde.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Pflastersteine und Platten
derart maßlich aufeinander abgestimmt, daß der Bausatz mindestens eine durchgehende
Fuge neben Pflastersteinen und benachbarten Platten aufweist.
[0012] Hierdurch kann auftretendes und abzuführendes Wasser über eine erhebliche Längsführung
parallel zu benachbarten Pflastersteinen und Platten abgeführt werden. Es wird vermieden,
daß das abzuführendes Wasser auf die Oberfläche der Platten bzw. Pflastersteine auftrifft
und hierdurch u.U, die Verkehrssicherheit der benutzenden Personen und Fahrzeuge beeinträchtigt.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besitzen die Pflastersteine und
Platten Ansätze, die Stützkörper zwischen benachbarten Pflastersteinen und Platten
bilden. Hierdurch wird auch bei direktem Aufeinandertreffen von Pflastersteinen und
benachbarten Platten eine gegenseitige Abstützung von Pflastersteinen und Platten
erreicht.
[0014] Dabei dienen die Platten aufgrund ihrer eher großflächigen Ausführung idealerweise
zur Abstützung mehrerer benachbarter angrenzender Pflastersteine. Hierdurch wird die
Verlegekonstanz und Lagesicherheit des verlegten Bausatzes auch bei starker Beanspruchung
und Einleitung von Kräften durch die Benutzer und Fahrzeuge in die Pflastersteine
und Platten gewährleistet.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besitzen die Ansätze der Pflastersteine
eine größere Stärke (Dicke) und die Ansätze der Platten eine geringere Stärke (Dicke).
Hierdurch wird erreicht, daß der Fugenabstand zwischen einer Platte und einem benachbarten
Pflasterstein etwas größer ausfällt als der Fugenabstand zwischen benachbarten Platten.
Durch die vergrößerte Fuge zwischen Pflasterstein und Platte kann bei angestrebter
Vermeidung eines Übertritts von abzuführendem Wasser auf die Platte durch die vergrößerte
Fuge ein verbesserter Wasserabfluß erreicht werden.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform besitzen einzelne oder mehrere Pflastersteine
Ansätze, bei denen jeder Ansatz ein Stützkörper zu einem korrespondierenden Ansatz
eines benachbarten Pflastersteins oder einer benachbarten Platte bildet.
[0017] Ein derart ausgebildeter Pflasterstein ist über seine gesamte seitliche umlaufende
Fläche mit seinen Ansätzen durch korrespondierende Ansätze der benachbarten Pflastersteine
und Platten abgestützt und kann damit bei in den Pflasterstein eingeleiteten Kräften
besonders lagesicher positioniert werden.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform besitzen die Ränder benachbarter Pflastersteine
und Platten unterschiedliche Höhen. Insbesondere bei gegenüber den mittleren Bereichen
der Pflastersteine und Platten abfallenden Rändern (sei es durch Wölbung oder durch
eine Fase) erfolgt im Bereich der Ränder der Pflastersteine und Platten eine gezielte
Wasserabführung.
[0019] Durch die Ausgestaltung von Pflastersteinen und Platten mit Rändern unterschiedlicher
Höhe kann innerhalb des Bausatzes eine Wasserabführung kanalisiert werden. So kann
z.B. bei Ausbildung von Pflastersteinen mit Rändern geringerer Höhe eine Art "Rinnencharakter"
der Pflastersteine erzeugt werden gegenüber den benachbarten Platten.
[0020] Die Pflastersteine bilden dabei eine etwas vertiefte Rinne und führen auftretendes
Wasser z.B. bei einer vorliegenden Neigung und Hanglage ab. Damit erhalten die Pflastersteine
innerhalb des Bausatzes einen vertieften Rinnencharakter und verleihen dem Bausatz
dabei die Charakteristik einer gerichteten Wasserableitung.
[0021] Durch gezielte Ausbildung der Höhen der Ränder der Pflastersteine und benachbarter
Platten kann festgelegt werden, ob die Ebene der Pflastersteine vertieft gegenüber
der Ebene der Platten oder die Ebene der Platten vertieft gegenüber der Ebene der
Pflastersteine angelegt werden soll. Hierdurch kann gezielt eine Erzeugung von Rinnen
im Bereich der Pflastersteine oder der Platten bewirkt und der Wasserablauf kann dadurch
insbesondere bei einer leichten Neigung der Pflasterfläche kanalisiert und gerichtet
werden.
[0022] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungsfiguren weiter
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Bausatz in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- ein Bausatz in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung O aus Fig. 2,
- Fig. 4
- ein Bausatz in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5
- ein Bausatz in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 6
- ein Bausatz in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 7
- ein Bausatz in einer weiteren Ausführungsform und
- Fig. 8
- ein Schnitt Y-Y nach Fig. 1 durch einen Pflasterstein und eine benachbarte Platte
mit unterschiedlichen Ausbildungen der Übergangsbereiche zwischen Pflasterstein und
Platte gemäß a - d.
[0023] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines Bausatzes mit Platten P1 und P2 mit
den beispielhaften Maßen 38 cm X 19 cm und 38 cm X 57 cm und numerierten Pflastersteinen
1 - 12 und 21 - 33.
[0024] Dabei sind die Pflastersteine 1 - 12 und 21 - 33 jeweils benachbart zu den Platten
P1 und P2 angeordnet. Insgesamt ergibt sich ein Gesamtbausatz nach Fig. 1, der maschinell
erfaßbar und verlegbar ist. Der Bausatz kann damit die gesamten in Fig. 1 dargestellten
Pflastersteine und Platten umfassen. Ferner können auch kleinere rechteckige Bausätze
z.B. der kleinere Bausatz B mit Platte P1 und den Pflastersteinen 24, 25, 23b, 26a,
25, 27a, 29, 30a, 26b, 28, 29 und wieder 28 innerhalb des Rahmens hergestellt werden.
[0025] Die Platten P und Pflastersteine besitzen (teilweise bezeichnete) Ansätze A (vgl.
auch Fig. 3), die Stützkörper zu benachbarten Ansätzen A benachbarter Pflastersteine
oder Platten bilden. Die Ansätze der Platten P besitzen dabei insbesondere eine geringere
Stärke als die Ansätze der Pflastersteine, so beträgt z.B. die Dicke T20 von Ansatz
A20 insbesondere weniger als die Hälfte der Dicke T30 von Ansatz 30. Dies bedeutet,
daß Fugen mit Ansätzen A20 (also zwischen benachbarten Platten P) schmäler sind als
Fugen mit Ansätzen A30 (also zwischen benachbarten Pflastersteinen). Hierdurch kann
verhindert werden, daß abzuführendes Wasser zwischen Platten P gelangt, da es vorher
in den breiteren Fugen zwischen den Pflastersteinen versickert (vgl. Fig. 3). Der
erfindungsgemäße Bausatz ermöglicht somit die gezielte Steuerung des Wasserabflußverhaltens
durch Konzentration auf den Flächenbereich mit Pflastersteinen.
[0026] Fig. 1 zeigt einen Gesamtbausatz, bei dem die zwischen den Platten P1 und P2 in vier
Reihen angeordneten Pflastersteine 1 - 12 maßlich genau auf die Platten P1 und P2
abgestimmt sind und im vorliegenden Fall eine identische Gesamtbreite von 38 cm (von
der Außenseite eines Ansatzes von Pflasterstein 3 zur Außenseite eines Ansatzes von
Pflasterstein 12 gemäß Strecke S) aufweisen. So ergibt die kumulierte Breite der Pflastersteine
3, 11 , 6 und 12 mit den Fugenbreiten zwischen den Pflastersteinen 3 und 11, 11 und
6 und 6 und 12 auch das beispielhafte Maß 38 cm, also eine Länge der Platte P1 (ebenfalls
von Außenseite Ansatz zu Außenseite gegenüberliegender Ansatz).
[0027] Damit ergeben sich zum einen Fugen F1 zwischen benachbarten Pflastersteinen, die
in Fugen F2 zwischen benachbarten Platten P1 und P2 übergehen. Ferner liegen Fugen
F3 vor, die zwischen benachbarten Pflastersteinreihen angeordnet sind und an Endpunkten
E an benachbarten Platten enden. Es bilden sich T-förmige Wasserableitungsfugen W,
welche eine Wasserableitung aus der Fuge F3 in rechtwinklig hierzu angeordnete Fugen
F4 und F5 ermöglichen und in der Fuge F3 abgeführtes Wasser damit nicht auf die Oberfläche
z.B. der Platte P1 übertreten lassen.
[0028] Auch die Pflastersteinreihen mit den Pflastersteinen 21, 22, 22, 21 und 23a sowie
33, 27b, 30b, 32, 33 und 31 sind maßlich aufeinander auf die benachbarten Platten
P1 und P2 abgestimmt und besitzen ebenfalls die beispielhafte Gesamtbreite 38 cm.
[0029] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Bausatzes. Dabei sind ebenfalls die
Platten P1 und P2 mit dem beispielhaften Maß 38 cm X 57 cm und 38 cm X 19 cm und dazwischen
jeweils zwei Pflastersteinreihen 21 - 31 und 24 - 28 aufgenommen.
[0030] Durch die benachbarte Anordnung abwechselnd unterschiedlicher Platten P1 und P2 entsteht
ein besonders abwechslungsreicher Gesamteindruck. Ferner werden benachbarte Pflastersteine
durch korrespondierende und sich gegenseitig abstützende Ansätze besonders sicher
aufgenommen.
[0031] Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Darstellung aus Fig. 2 aus dem Bereich X. Der Pflasterstein
31 wird dabei besonders sicher aufgenommen durch bezeichnete Abstandshalter A der
Platte P2, Abstandshalter A der Platte P1 und die Abstandshalter der umgebenden benachbarten
Pflastersteine 23a, 21, 33 und 27a, wobei korrespondierende Ansätze der umgebenden
Pflastersteine und Platten zu jedem der eigenen Ansätzen A vorliegen und als Stützkörper
dienen.
[0032] Dadurch wird der Pflasterstein 31 besonders sicher und lagefest aufgenommen und kann
bei eingeleiteten Kraftbelastungen besonders ortsfest gehalten werden.
[0033] Fig. 4 bis Fig. 7 zeigen eine weitere Ausführungsformen eines Bausatzes mit weiteren
maßlich aufeinander abgestimmten Pflastersteinen und Platten P. So entspricht in Fig.
6 die Gesamtbreite der zwischen den treppenartig versetzten Platten P2 angeordneten
Reihen Pflastersteinen z.B. mit den übereinander angeordneten Pflastersteinen 3, 26b
und 11 der beispielhaften Breite 38 cm der Platte P2.
[0034] Aus Fig. 8 geht eine Schnittdarstellung Y-Y aus Fig. 1 hervor. Der beispielhaft verwendete
Pflasterstein 3 und die Platte P2 besitzen in ihren mittleren Bereichen M identische
Höhen h von beispielhaft 8 cm oder 10 cm. An den Rändern R sind die Pflastersteine
und Platten ggf. mit geringerer Höhe, d.h. weniger als beispielhaft 8 cm oder 10 cm
ausgebildet, und zwar durch eine abfallende Wölbung und/oder eine Fase, wobei insbesondere
beim Übergang von der geringeren äußeren Randhöhe zum höheren mittleren Bereich M
des Pflastersteins bzw. der Platte kein Rand und keine Kante, sondern ein fließender
gerundeter Übergang auftritt.
[0035] In der Darstellung a nach Fig. 8 besitzt der Pflasterstein 3 eine Fase (also eine
Höhenverringerung zum Bereich M) von 0,7 mm und die Platte P eine Fase von 1,2 mm.
Damit ist der Pflasterstein 3 an seinem Rand etwas höher ausgebildet als die Platte
P2.
[0036] In der Ausführungsform nach b besitzt der Pflasterstein 3 überhaupt keine Fase, d.h.
überhaupt keinen Randabfall und die Platte P1 besitzt einen Randabfall von 1,2 mm.
Ferner kann auch die Platte P1 keinen Randabfall aufweisen (nicht abgebildet).
[0037] In der Darstellung c besitzt das Pflaster einen Randabfall 1,3 mm und die Platte
einen Randabfall 1,2 mm. In der Darstellung d besitzt das Pflaster einen Randabfall
von 2,5 mm und die Platte einen Randabfall von 1,2 mm.
[0038] Damit ist in den Ausführungsformen a und b der Randbereich des Pflastersteins 3 erhöht
ausgebildet gegenüber dem Randbereich der Platte P2. In den Darstellungen c und d
ist der Randbereich des Pflastersteins 3 mit geringerer Höhe als der Randbereich der
Platte P2 ausgebildet.
[0039] Bei den Darstellungen c und d kann somit auftretendes und abzuführendes Wasser, welches
in Richtung G zugeführt wird durch den jeweils erhöhten Rand der Platte P2 gestoppt
werden und in der Fuge F versickern.
[0040] In den Darstellungen a und b wird in Richtung H zugeführtes Wasser ebenfalls der
Fuge F zugeführt, wobei ein Übertritt auf die Oberfläche des Pflastersteins 3 vermieden
wird.
[0041] Generell ermöglicht es somit die Erfindung auftretende Wasserströme gezielt durch
Ausbildung höherer und unterschiedlicher Ränder benachbarter Pflaster und Platten
bestimmten Fugen zuzuführen. Damit kann ein Übergriff von auftretenden Wasserströmen
auf Oberflächen von Pflastern und Platten vermieden werden.
[0042] So kann bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 durch vertiefte und verkürzte Ausbildung
der Ränder der Pflastersteine gegenüber den jeweils benachbarten Rändern der Platten
ein Rinnencharakter der Pflastersteine gegenüber den Platten erzeugt werden, wodurch
in Pfeilrichtung Z nach Fig. 1 ein Wasserabfluß erfolgen kann und ein Übertritt auf
die Oberflächen der benachbarten und umliegenden Platten P vermeiden werden kann.
[0043] Alternativ können die Ränder der Platten P1 und P2 in der Ausführungsform nach Fig.
1 vertieft ausgebildet sein, so daß dann bei benachbarten Platten P1 und P2 ein Rinnencharakter
gegenüber dem benachbarten Pflasterflächen auftritt und der Wasserabfluß auf den Wasserplatten
P stattfindet (nicht abgebildet).
[0044] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können die Ränder benachbarter
Platten P1 und P2 oder benachbarter Pflastersteine, z.B. der Pflastersteine 1, 2 und
3 gemäß Fig. 1 Ränder mit unterschiedlichen Höhen aufweisen. Hierdurch wird die Griffigkeit
der Oberfläche erhöht und es kann bei Benutzung durch Personen oder durch Fahrzeuge
eine erhöhte Griffsicherheit erreicht werden.
[0045] In diesem Zusammenhang kann der Erfindung die weitere Aufgabe zugrunde liegen, durch
Gestaltung der Abmessungen der Pflastersteine und Platten, insbesondere der Höhe der
Ränder ein bestimmtes gerichtetes Wasserableitverhalten bzw. eine gezielte Verbesserung
der Begehbarkeit und Griffsicherheit zu erreichen.
BEZUGSZEICHEN
[0046]
- 1 - 12
- Pflasterstein
- 21 - 33
- Pflasterein
- A
- Ansatz
- B
- Bausatz
- E
- Endpunkt
- F
- Fuge
- G
- Richtung
- H
- Richtung
- h
- Höhe
- P
- Platte
- R
- Rand
- M
- Mitte
- Z
- Richtung
- S
- Strecke
- T
- Dicke
1. Bausatz mit Steinkörpern aus Betonwerkstoff mit im wesentlichen rechteckförmigen Steinkörpern
mit gleichen Höhen und mit aufrechten Seitenflächen, mit einer Anzahl in Reihe angeordneter
Steinkörper mit gleichen oder verschieden großen Längen und Breiten, mit insbesondere
zur Bildung eines rechteckigen oder quadratischen maschinell erfaßbaren Verlegepakets
einer Anzahl parallel nebeneinander angeordneten Steinkörperreihen und bei dem die
Bausätze im Verlegeverbund im Bereich der Endsteine der Steinkörperreihen linienförmig
durchgehende Fugen bilden oder wahlweise durch Austauschen von einander zugenäherten,
unterschiedlich langen Reihenendsteinen benachbarter Bausätze die Bildung von im wesentlichen
mäanderförmigen Fugen erzielbar sind, wobei zumindest ein Teilbereich der oberen Begrenzungsfläche
der Steinkörper bogenförmig nach außen gewölbt ist und an den Fußteilen der Steinkörper
angeordnete Ansätze mit Abständen zueinander an den Seitenflächen der Fußteile angeordnet
sind, wobei die Ansätze Stützkörper zu benachbarten Steinkörpern bilden und die Ansätze
gemeinsam mit Ansätzen benachbarter Steinkörper in den Fugenbereichen als Wasserdurchlaßöffnungen
dienende Zwischenräume entstehen lassen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bausatz sowohl Pflastersteine als Steinkörper umfaßt, deren Verhältnis Länge
zu Höhe kleiner oder gleich der Zahl 4 ist, als auch mindestens eine Platte als Steinkörper
umfaßt, deren Verhältnis Länge zu Höhe größer als die Zahl 4 ist.
2. Bausatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflastersteine und Platten derart maßlich aufeinander abgestimmt sind, daß mindestens
eine Fuge neben einer Platte in mindestens eine Fugen neben einem benachbarten Pflasterstein
übergeht.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflastersteine und Platten derart maßlich aufeinander abgestimmt sind, daß mindestens
eine Fuge neben einem Pflasterstein am Rand einer benachbarten Platte endet.
4. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pflastersteine und Platten derart maßlich aufeinander abgestimmt sind, daß der
Bausatz mindestens eine durchgehende Fuge neben Pflastersteinen und Platten aufweist.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Pflastersteine und Platten Ansätze aufweisen, die Stützkörper zwischen Pflastersteinen
und Platten bilden.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze der Pflastersteine mit größerer Stärke und die Ansätze der Platten mit
geringerer Stärke ausgebildet sind.
7. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Pflastersteine Ansätze aufweisen, bei denen jeder Ansatz einen Stützkörper zu einem
korrespondierenden Ansatz eines benachbarten Pflastersteins oder einer benachbarten
Platte bildet.
8. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder von Pflastersteinen und benachbarten Platten unterschiedliche Höhen aufweisen.
9. Bausatz nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand eines Pflastersteines höher ist als der Rand einer benachbarten Platte.
10. Bausatz nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder benachbarter Pflastersteine unterschiedliche Höhen aufweisen.