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EP 1 734 306 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
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Anmeldetag: 12.06.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Brenner zur vormischartigen Verbrennung
Burner for premix-type combustion
Brûleur pour combustion à prémélange
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
17.06.2005 CH 10312005
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.12.2006 Patentblatt 2006/51 |
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Patentinhaber: Alstom Technology Ltd |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Adnan, Eroglu
5417, Untersiggenthal (CH)
- Majed, Toqan
5400 Baden (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 981 016 US-A- 5 244 380 US-A- 5 588 824
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WO-A-01/96785 US-A- 5 489 203
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Brenner zur vormischartigen Verbrennung gemäß Anspruch
1 und ein Verfahren zum Betrieb eines Brenners gemäß Anspruch 22.
Stand der Technik
[0002] Im Hinblick auf immer strengere Bestimmungen zum Ausstoß von Schadstoffen werden
große Anstrengungen unternommen, Brenner zu schaffen, deren Schadstoffausstoß, insbesondere
von Stickoxiden, gering ist. Eine bevorzugte Anordnung sind dabei Brenner in Form
kegelförmiger Hohlkörper, die tangentiale Lufteintrittsschlitze aufweisen. Verbrennungsluft
strömt durch die Lufteintrittsschlitze in den kegelförmigen Brennerhohlraum. Über
Brennstoffaustrittsöffnungen an den Kanten der Lufteintrittsschlitze wird dem Verbrennungsluftstrom
Brennstoff, insbesondere gasförmiger Brennstoff, zugeführt. Außerdem wird flüssiger
Brennstoff an der Kegelspitze in den kegelförmigen Brennerhohlraum eingebracht, insbesondere
eingesprüht. Die Verbrennung erfolgt am Ausgang des kegelförmigen Brennerhohlraums.
[0003] Die
EP 0 321 809 A1 beschreibt ein Verfahren für die vormischartige Verbrennung von flüssigem Brennstoff,
bei dem sich im Inneren des Kegelhohlraums eine kegelförmige Flüssigbrennstoffsäule
ausbildet, welche von einem tangential in den Brenner einströmenden rotierenden Verbrennungsluftstrom
umschlossen wird. Die Zündung des Gemischs findet am Ausgang des Brenners statt, wobei
sich im Bereich der Brennermündung eine Flammenstabilisierung durch die Bildung einer
Rückströmzone einstellt. Ebenfalls beschrieben ist ein entsprechender Brenner, der
zwei zueinander versetzte Teilkegelkörper zur Bildung eines kegelförmigen Brennerhohlraums,
eine mittig zwischen den zueinander versetzten Längssymmetrieachsen der Teilkegelkörper
angebrachte Brennstoffeindüsung und tangentiale Lufteintrittsschlitze aufweist. Die
Brennstoffaustrittsöffnungen zur Einbringung des Vormischbrennstoffs sind an den Kanten
der Lufteintrittsschlitze angebracht. Um eine ausreichende Vermischung des Vormischbrennstoffs
mit der Verbrennungsluft über die gesamte Breite des Lufteintrittsschlitzes zu erreichen,
ist ein hoher Druck zur Eindüsung des Vormischbrennstoffs in den mit hoher Geschwindigkeit
zuströmenden Verbrennungsluftstrom erforderlich. Da die Eindüsung von einer Seite
des Lufteintrittsschlitzes geschieht und damit keine über die gesamte Breite des Lufteintrittsschlitzes
homogene Vermischung des Vormischbrennstoffs mit der Verbrennungsluft erreicht wird,
werden keine optimalen Stickstoffausstoßwerte erzielt.
[0004] Die
EP 0 981 016 B1 beschreibt einen Brenner, der ebenfalls den oben beschriebenen kegelförmigen Aufbau
mit tangentialen Lufteintrittsschlitzen für die Einbringung eines Verbrennungsluftstroms
aufweist. Auch dieser Brenner weist eine Eindüsungsvorrichtung zur Eindüsung von Brennstoff
in den Verbrennungsluftstrom auf. Diese Eindüsungsvorrichtung ist zentral im Verbrennungsluftstrom
vor den Lufteintrittsschlitzen angeordnet, um den Brennstoff in paralleler Strömungsrichtung
zum Verbrennungsluftstrom einzudüsen.
[0005] Die
WO 01/96785 A1 beschreibt einen Brenner und ein entsprechendes Verfahren zum Betrieb eines Brenners,
bei dem zwei oder mehrere Brennstoffzuführungen mit im wesentlichen in Richtung der
Brennerachse angeordneten Brennstoffaustrittsöffnungen vorgesehen sind, die getrennt
voneinander Vormischbrennstoff in den Brennerraum einbringen können. Dadurch kann
eine gestufte Eindüsung von Brennstoff in den Brennerraum erreicht werden, die sich
den sich ändernden Bedingungen beim Betrieb des Brenners anpasst, die beispielsweise
durch unterschiedliche Lasten, Gasqualitäten oder Gasvorwärmtemperaturen entstehen.
[0006] Die
DE 100 49 205 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Brennstoffversorgung eines Vormischbrenners,
bei dem die Vormischbrennstoffzuführung über wenigstens zwei räumlich axial getrennte
Bereiche entlang des Brenners durchgeführt wird, so dass für das Anfahren der Turbine
und für das weitere Hochfahren der Last bis hin zur Volllast eine stufenweise oder
kontinuierliche Umverteilung der Zuführung des Vormischbrennstoffs zwischen den Bereichen
erfolgt.
[0007] Die
US-5489203 beschreibt einen Brenner, der ebenfalls den oben beschriebenen kegelförmigen Aufbau
mit tangentialen Lufteintrittsschlitzen und eine Eindüsungsvorrichtung zur Eindüsung
von Brennstoff in der Ebene der Lufteintrittsschlitze aufweist.
Darstellung der Erfindung
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, einen Brenner zur vormischartigen
Verbrennung und ein Verfahren zum Betrieb eines Brenners vorzuschlagen, die eine stabile
vormischartige Verbrennung mit einer möglichst homogenen Vermischung des Vormischbrennstoffs
mit der Verbrennungsluft bei reduziertem Schadstoffausstoß ermöglichen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Brenner zur vormischartigen Verbrennung mit den Merkmalen
von Anspruch 1 und ein Verfahren zum Betrieb eines Brenners mit den Merkmalen von
Anspruch 22 gelost. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen Ansprüchen.
[0010] Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, dass die zentral im Zuströmungsbereich
des Verbrennungsluftstroms angebrachten Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff
in die tangentialen Lufteintrittsschlitze eines Brennerhohlraums derart ausgebildet
sind, dass sie bezogen auf eine Querschnittsebene senkrecht zur Brennerachse den Vormischbrennstoff
nicht nur zentral, sondern auch an mehr als einer Stelle in den Verbrennungsluftstrom
eindüsen, um eine möglichst homogene Vermischung des Vormischbrennstoffs mit der Verbrennungsluft
zu erreichen. Somit wird ein hoher Schadstoffausstoß, insbesondere von Stickoxiden,
aufgrund unzureichender Vormischung vermieden.
[0011] Ein weiterer Gedanke der Erfindung besteht auch darin, daß die Brennstoffzuführungen
vor den Lufteintrittsschlitzen bezogen auf die Richtung des Verbrennungsluftstromes
angebracht sind. Damit können sie in einem Bereich einer niedrigeren Geschwindigkeit
des Verbrennungsluftstroms als direkt in den Lufteintrittsschlitzen angeordnet sein.
Aerodynamische Verluste und der erforderliche Druck für die Eindüsung des Vormischbrennstoffs
können so verringert werden.
[0012] Die Erfindung betrifft nun konkret einen Brenner zur vormischartigen Verbrennung,
der einen Hohlraum, der mindestens einen tangentialen Lufteintrittsschlitz für die
Zuführung eines Verbrennungsluftstroms aufweist, Mittel zur Eindüsung von Brennstoff
in den Hohlraum, die im Bereich einer Brennerachse angebracht sind, und Mittel zur
Eindüsung von Vormischbrennstoff in den mindestens einen Lufteintrittsschlitz, die
zentral im Zuströmungsbereich des Verbrennungsluftstroms angebracht sind, umfasst.
Die Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff in den mindestens einen Lufteintrittsschlitze
weisen mindestens eine Brennstoffzuführung auf, deren Brennstoffaustrittsöffnungen
derart angeordnet sind, dass der Vormischbrennstoff beidseitig der mindestens einen
Brennstoffzuführung bezogen auf eine Querschnittsebene senkrecht zur Brennerachse
in den Verbrennungsluftstrom eingebracht wird. Damit kann eine über die gesamte Breite
des Lufteintrittsschlitzes relativ homogene Vermischung des Vormischbrennstoffs mit
der Verbrennungsluft und daher verbesserte Stickstoffausstoßwerte erzielt werden.
Außerdem kann der Druck zur Eindüsung des Vormischbrennstoffs in den mit relativ hoher
Geschwindigkeit zuströmenden Verbrennungsluftstrom im Vergleich zu einer einseitigen
Eindüsung von der Kante des Lufteintrittsschlitzes reduziert werden.
[0013] Vorzugsweise ist der Brenner derart ausgebildet, dass der Hohlraum aus mindestens
zwei sich zu einem Körper ergänzenden Teilkegelkörpern gebildet wird, die einen Kegelhohlraum
bilden, deren Längssymmetrieachsen zueinander radial versetzt sind und mindestens
zwei tangentiale Lufteintrittsschlitze für die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms
einschließen. Alternativ kann der Brenner derart ausgebildet sein, dass der Hohlraum
aus mindestens zwei sich zu einem Körper ergänzenden Teilzylinderkörpern gebildet
wird, die einen Zylinderhohlraum bilden, deren Längssymmetrieachsen zueinander radial
versetzt sind und mindestens zwei tangentiale Lufteintrittsschlitze für die Zuführung
eines Verbrennungsluftstroms einschließen. Ebenso sind tulpen- oder becherförmige
Ausbildungen des Hohlraums möglich.
[0014] Zusätzlich kann der Brenner eine stromabwärts des Hohlraums angeordnete Mischstrecke
zur Überführung einer in dem Hohlraum erzeugten Strömung eines Brennstoffgemischs
in eine Brennkammer aufweisen. Diese kann die Stabilität der flammenlosen Verbrennung
erhöhen.
[0015] Insbesondere weisen die Brennstoffaustrittsöffnungen eine gemeinsame, längs des jeweiligen
tangentialen Lufteintrittschlitzes angebrachte Brennstoffzuführung auf. Die Anzahl
der Brennstoffzuführungen kann unter anderem abhängig sein von der Anzahl der Lufteintrittsschlitze,
die beispielsweise wiederum abhängig davon ist, ob der Hohlraum aus zwei oder mehr
Teilkörpem gebildet wird.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Brennstoffaustrittsöffnungen als ein
längs über die gesamte Länge der Brennstoffzuführung verlaufendes Paar von Schlitzdüsen
ausgebildet. Damit kann dem Verbrennungsluftstrom Vormischbrennstoff gleichmäßig über
die gesamte Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes verteilt zugeführt werden.
[0017] Andererseits können die Brennstoffaustrittsöffnungen kreisförmige oder ovale Querschnitte
aufweisen. Durch unterschiedliche Öffnungsdurchmesser beziehungsweise Durchtrittsquerschnitte
kann eine unterschiedliche Eindringtiefe des Vormischbrennstoffs in den Verbrennungsluftstrom
erreicht werden, um damit unterschiedliche Mischungsverteilungen realisieren zu können.
Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Vormischbrennstoffs über die gesamte
Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes zu erreichen, können sich die Brennstoffaustrittsöffnungen
paarweise gleichmäßig über die gesamte Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
verteilen. Die Anordnung, Verteilung und Ausbildung der Brennstoffaustrittsöffnungen
beeinflusst die Brennstoffverteilung innerhalb des Brenners und damit seine Verbrennungsqualität.
[0018] Um eine gestufte Einbringung von Vormischbrennstoff in den Verbrennungsluftstrom
und damit eine optimierte Anpassung des Brennerverhaltens beim Anfahren der beispielsweise
angeschlossenen Gasturbine oder beim Betrieb in verschiedenen Lastbereichen zu ermöglichen,
können die Brennstoffaustrittsöffnungen derart gruppiert angeordnet sein, dass eine
erste Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen sich gleichmäßig über die gesamte Länge
des tangentialen Lufteintrittsschlitzes verteilt und eine erste gemeinsame Brennstoffzuführung
aufweist und dass eine zweite Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen sich längs eines
Teilbereichs der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes verteilt und
mindestens eine zweite gemeinsame Brennstoffzuführung aufweist.
[0019] In einer anderen Ausführungsform für die gestufte Einbringung von Vormischbrennstoff
sind die Brennstoffaustrittsöffnungen derart gruppiert angeordnet, dass eine erste
Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen sich gleichmäßig über einen ersten Teilbereich
der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes verteilt und eine erste
gemeinsame Brennstoffzuführung aufweist und dass mindestens eine zweite Gruppe sich
längs eines weiteren Teilbereichs der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes
verteilt und mindestens eine zweite gemeinsame Brennstoffzuführung aufweist. So kann
eine gestufte Zuführung von Vormischbrennstoff vorteilhaft beim Anfahren der Gasturbine
sein, wenn die gesamte Vormischbrennstoffzuführung vorzugsweise über die erste, stromauf
gelegene Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen erfolgen soll. Die Vormischbrennstoffzuführung
kann beim weiteren Hochfahren der Gasturbine bis hin zur Volllast stufenweise oder
kontinuierlich auf die zweite, stromabwärts gelegene Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen
verlegt werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform des Brenners überlappen sich die Teilbereiche
nicht. Je nach Betriebsart des Brenners kann es aber auch erwünscht sein, dass sich
mindestens zwei Teilbereiche überlappen.
[0021] Um den Vermischungsgrad von Verbrennungsluft und Vormischbrennstoff über die gesamte
Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes zu beeinflussen, können die Brennstoffaustrittsöffnungen
von zwei oder mehr Gruppen unterschiedliche Querschnitte aufweisen. So kann die Gruppe
von Brennstoffaustrittsöffnungen, die kleinere Vormischbrennstoffmengen eindüsen soll,
kleinere Eindüsungsquerschnitte aufweisen und umgekehrt.
[0022] Um den Druckverlust bei der Einströmung der Verbrennungsluft zu reduzieren, können
die Brennstoffzuführungen ein stromlinienförmiges Profil bezogen auf eine Querschnittsebene
senkrecht zur Brennerachse aufweisen.
[0023] Um die Vormischbrennstoffzuführung der Betriebsart des Brenners beziehungsweise den
Lastbedingungen beispielsweise einer Gasturbine anzupassen, können die Brennstoffzuführungen
Mittel zur Regulierung des Massenstroms des Vormischbrennstoffs aufweisen.
[0024] Insbesondere bei einer Ausführungsform mit einer gestuften Vormischbrennstoffzuführung
ist es vorteilhaft, dass die Brennstoffzuführungen zu den Gruppen von Brennstoffaustrittsöffnungen
Mittel zur Regulierung des Massenstroms des Vormischbrennstoffs aufweisen, um sie
unabhängig voneinander mit Brennstoff zu beaufschlagen beziehungsweise die Eindringtiefe
des Vormischbrennstoffs in den Verbrennungsluftstrom und damit die Mischgüte zu beeinflussen.
Unter Umständen ist es sogar möglich, auf die zusätzliche Zufuhr eines Pilotbrennstoffs
für das Anfahren der Gasturbine oder im niedrigen Lastbetrieb im Bereich der zentralen
Brennstoffeindüsung an der Brennerachse zu verzichten.
[0025] Vorzugsweise sind die Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff in die Lufteintrittsschlitze
als einheitliches Bauteil ausgeführt. Damit kann bei Verwendung eines anderen Brennstoffs
lediglich das Bauteil für die Vormischbrennstoffzuführung ausgetauscht werden, ein
Austausch des gesamten Brenner ist dann nicht mehr erforderlich. Außerdem ist es möglich,
andere Brenner mit einer solchen Vorrichtung nachzurüsten. Dazu kann das einheitliche
Bauteil Mittel zur Befestigung an einem Brenner aufweisen. Eine derartige Konstruktion
kann nicht nur die Flexibilität beim Einsatz der genannten Brenner erhöhen, sondern
auch die Herstellung der gegossenen Teilkegelkörper vereinfachen, da die Integration
der Brennstoffzuführungen und der Brennstoffaustrittsöffnungen in die gegossenen Teilkegelkörper
wegfällt.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Brenners sind die Mittel zur Eindüsung
von Brennstoff in den Hohlraum, die im Bereich der Brennerachse angebracht sind, als
Strahlrohr ausgeführt, das neben einer zentralen Austrittsdüse für flüssigen Brennstoff
Brennstoffaustrittsöffnungen für die Zufuhr von Vormischbrennstoff in einem vom brennraumseitigen
Ende entfernten Teilbereich des Strahlrohrs längs der Brennerachse mit einer zugehörigen
Brennstoffzuführung aufweist. Insbesondere Anwendungen mit Strahlrohren, die länger
in den Hohlraum ragen, haben sich hinsichtlich der Verbrennungsstabilität als vorteilhaft
erwiesen, da sie beispielsweise eine unerwünschte Beeinflussung zwischen Pilotbrennstoff
und Vormischbrennstoff verhindern können. Außerdem kann auf eine Vorrichtung zum Ausblasen
des Brenners beispielsweise beim Abschalten verzichtet werden.
[0027] Alternativ können die Mittel zur Eindüsung von Brennstoff in den Hohlraum, die im
Bereich der Brennerachse angebracht sind, als kegelförmiger Körper ausgeführt sein,
dessen Kegelspitze stromabwärts ausgerichtet ist und eine Austrittsdüse für Brennstoff
aufweist.
[0028] Zur zusätzlichen Stabilisierung und zur Reduzierung von Brummgeräuschen kann der
Brenner zusammen mit einem sekundären Brenner als Hybridbrenner angeordnet sein.
[0029] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb eines Brenners für eine vormischartige
Verbrennung, umfassend einen Hohlraum, der mindestens einen tangentialen Lufteintrittsschlitz
für die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms aufweist, Mittel zur Eindüsung mindestens
eines Brennstoffes über eine Lanze in den Hohlraum, und Mittel zur Eindüsung mindestens
eines weiteren Brennstoffes, wobei diese letztgenannte Eindüsung in Wirkverbindung
mit dem Lufteintrittsschlitz steht, wobei die Mittel zur Eindüsung des letztgenannten
Brennstoffes in den Lufteintrittsschlitz mindestens eine Brennstoffzuführung aufweisen,
deren Brennstoffaustrittsöffnungen derart wirken, dass der Brennstoff beidseitig der
Brennstoffzuführung senkrecht oder quasi-senkrecht zur Brennerachse in den Verbrennungsluftstrom
eingebracht wird, wobei
die Brennstoffzuführung bezogen auf die Richtung des Verbrennungsluftstromes vor dem
Lufteintrittsschlitz betrieben wird.
[0030] Die Eindringtiefe und die Einmischung des Vormischbrennstoffstrahls kann die Mischgüte
des Vormischbrennstoffs und der Verbrennungsluft und damit die Brennstoffverteilung
an der Brennermündung beeinflussen. Diese wiederum können entscheidend für die Verbrennungsstabilität
und die Höhe der Schadstoffemissionen, insbesondere der Stickstoffemissionen sein.
Um aerodynamische Verluste und den erforderlichen Druck für die Eindüsung des Vormischbrennstoffs
zu verringern, wird der Vormischbrennstoff vor den Lufteintrittsschlitzen bezogen
auf die Richtung des Verbrennungsluftstromes und damit in einem Bereich niedrigerer
Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstroms als direkt in den Lufteintrittsschlitzen
eingebracht.
[0031] Insbesondere können mit einem solchen Verfahren gasförmige Brennstoffe beidseitig
der Brennstoffzuführungen bezogen auf eine Querschnittsebene senkrecht zur Brennerachse
in den Verbrennungsluftstrom eingebracht werden.
[0032] Um eine möglichst stabile Verbrennung im Bereich der Brennermündung zu erreichen,
kann der Vormischbrennstoff gleichmäßig über die gesamte Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
eingebracht werden. Eine gute Vermischung der Brennstoffe ist bei derartigen Vormischbrennem
die Voraussetzung für niedrige Stickoxidemissionswerte beim Verbrennungsvorgang.
[0033] Um andererseits den unterschiedlichen Anforderungen an den Brenner beispielsweise
beim Anfahren einer Gasturbine oder beim Betrieb bei Volllast gerecht zu werden, kann
der Vormischbrennstoff getrennt über mindestens zwei Teilbereiche der gesamten Länge
des tangentialen Lufteintrittsschlitzes eingebracht werden. Über eine Steuerung der
Vormischbrennstoffzuführung eines ersten Teilbereichs im Verhältnis zu mindestens
einem zweiten Teilbereich kann der Brenner auch bei geänderter Last oder Brennstoffqualität
stabil mit niedrigen Stickstoffemissionswerten betrieben werden.
[0034] Weiterhin kann die Zuführung des Vormischbrennstoffs zu den einzelnen Brennstoffaustrittsöffnungen
regelbar durchgeführt werden. Insbesondere bei einer gestuften Einbringung des Vormischbrennstoffs
kann es vorteilhaft sein, die Zuführung des Vormischbrennstoffs zu den Brennstoffaustrittsöffnungen
der Teilbereiche lastabhängig und unabhängig voneinander durchzuführen. Außerdem kann
der Vormischbrennstoff auch abhängig von gemessenen Druckschwankungen, Schadstoffemissionswerten
oder Materialtemperaturen des Brenners eingebracht werden, um so eine stabile Verbrennung
zu gewährleisten.
[0035] Um eine radial vom Strahlrohr nach außen gerichtete Eindüsung von Vormischbrennstoff
in den Hohlraum zu ermöglichen, können die Mittel zur Eindüsung von Brennstoff in
den Hohlraum, die im Bereich der Brennerachse angebracht sind und als Strahlrohr ausgeführt
sind, neben der Einbringung eines flüssigen Brennstoffs durch eine zentrale Austrittsdüse
Vormischbrennstoff über einen vom brennraumseitigen Ende entfernten Teilbereich des
Strahlrohrs längs der Brennerachse einbringen. So kann die Einbringung des Vormischbrennstoffs
in den Hohlraum noch besser abgestuft werden und eine bessere Anpassung der Verbrennung
an unterschiedliche Betriebsbedingungen erreicht werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
den Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- einen Querschnitt entlang der Linie A-A des in Fig. 1 dargestellten Brenners,
- Fig. 3
- einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners mit den zentral im Zuströmungsbereich
des Verbrennungsluftstroms angebrachten Mitteln zur Eindüsung von Vormischbrennstoff
in die Lufteintrittsschlitze,
- Fig. 4
- einen Querschnitt entlang der Linie B-B des in Fig. 3 dargestellten Brenners,
- Fig. 5
- einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners mit zwei Gruppen von Brennstoffaustrittsöffnungen,
die sich längs zweier Teilbereiche der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes
verteilen,
- Fig. 6
- zwei Querschnitte entlang den Linien C-C und D-D des in Fig. 5 dargestellten Brenners,
und
- Fig. 7
- einen Längsquerschnitt eines zylinderförmigen Brenners mit den zentral im Zuströmungsbereich
des Verbrennungsluftstroms angebrachten Mitteln zur Eindüsung von Vormischbrennstoff
in die Lufteintrittsschlitze.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0037] Fig. 1 zeigt einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners 1 gemäß dem Stand
der Technik, wie er beispielsweise in der
EP 0 321 809 A1 beschrieben ist. Im Zusammenhang damit zeigt Fig. 2 einen Querschnitt entlang der
Linie A-A des in Fig. 1 dargestellten Brenners. Im folgenden wird auf Bezugszeichen
sowohl der Fig. 1 als auch der Fig. 2 Bezug genommen.
[0038] Der Kegelhohlraum 8 des Brenners 1 wird durch zwei zueinander radial verschobene
Teilkegelkörper 7 gebildet. Durch die Verschiebung der Längssymmetrieachsen 9 der
Teilkegelkörper 7 werden tangentiale Lufteintrittsschlitze 11 gebildet, durch welche
die mit Vormischbrennstoff 3 vermischte Verbrennungsluft 12 in den Kegelhohlraum 8
einströmt. Die Brennerachse 10 liegt mittig und auf einer Linie zwischen den Längssymmetrieachsen
9 der Teilkegelkörper 7. Im Bereich dieser Brennerachse 10 ist ein Strahlrohr 2 angebracht,
um flüssigen Brennstoff 4 in den Brennerraum 8 einzudüsen. Zusätzlich wird beispielsweise
zum Zünden oder Stabilisieren der Verbrennung Pilotbrennstoff 6 in den Kegelhohlraum
eingebracht. Zwischen dem Pilotbrennstoff 6 und dem flüssigen Brennstoff 4 wird Luft
zur Abschirmung 5 eingebracht, um eine vorzeitige Vermischung von flüssigem Brennstoff
4 und Pilotbrennstoff 6 und damit eine vorzeitige Zündung der Brennstoffe zu vermeiden.
[0039] Der durch das Strahlrohr 2 eingedüste flüssige Brennstoff 4 bildet eine kegelförmige
Brennstoffsäule, die von der mit Vormischbrennstoff 3 vermischten rotierenden Verbrennungsluft
12 umgeben ist. Die Stärke der Rotation ist abhängig von der Auslegung des Kegelwinkels
und der Anzahl und der Breite der Lufteintrittsschlitze 11. Bei einer geeigneten Auswahl
dieser Parameter findet die Zündung des Brennstoffgemischs am Ausgang des Brenners
1 statt, wobei sich im Bereich der Brennermündung 13 eine Flammenstabilisierung durch
die Bildung einer Rückströmzone einstellt.
[0040] Die Brennstoffaustrittsöffnungen 15 zur Einbringung des Vormischbrennstoffs 3 sind
an den Kanten der Lufteintrittsschlitze 11 angebracht. Um eine ausreichende Vermischung
des Vormischbrennstoffs 3 mit der Verbrennungsluft 12 über die gesamte Breite des
Lufteintrittsschlitzes 11 zu erreichen, ist ein hoher Druck zur Eindüsung des Vormischbrennstoffs
3 in den mit hoher Geschwindigkeit zuströmenden Verbrennungsluftstrom 12 erforderlich.
Die Eindüsung geschieht von einer Seite des Lufteintrittsschlitzes 11. Damit wird
keine über die gesamte Breite des Lufteintrittsschlitzes homogene Vermischung des
Vormischbrennstoffs mit der Verbrennungsluft und daher keine optimalen Stickstoffausstoßwerte
erzielt.
[0041] Die Brennstoffzuführungen 14, die in den Teilkegelkörpern 7 integriert sind, sind
hohen thermischen Belastungen durch den Kontakt mit einerseits kaltem Brennstoff und
andererseits heißer Verbrennungsluft ausgesetzt, was zu einer kürzeren Lebensdauer
dieser Bauteile führen kann. Da die Brennstoffzuführungen 14 und die Brennstoffaustrittsöffnungen
15 ein integraler Bestandteil der gegossenen Teilkegelkörper 7 sind, ist es notwendig,
bei Verwendung eines anderen Brennstoffes den gesamten Brenner 1 auszutauschen. Außerdem
ist die Integration der Brennstoffzuführungen 14 und der Brennstoffaustrittsöffnungen
15 in die gegossenen Teilkegelkörper 7 technisch aufwändig und teuer.
[0042] Fig. 3 zeigt einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners 1 mit den zentral
im Zuströmungsbereich des Verbrennungsluftstroms 12 angebrachten Mitteln zur Eindüsung
von Vormischbrennstoff 3 in die Lufteintrittsschlitze 11. Fig. 4 zeigt einen entsprechenden
Querschnitt entlang der Linie B-B des in Fig. 3 dargestellten Brenners. Im folgenden
wird auf Bezugszeichen sowohl der Fig. 3 als auch der Fig. 4 Bezug genommen.
[0043] Im Unterschied zu dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Brenner weist der in Fig.
3 und Fig. 4 dargestellte Brenner 1 Brennstoffzuführungen 14 auf, die nicht Bestandteile
des Teilkegelkörpers 7 sind. Sie sind als eigenständiges Bauteil ausgeführt, das zentral
im Zuströmungsbereich des Verbrennungsluftstroms 12 angeordnet ist. Weiterhin befinden
sich beidseitig der Brennstoffzuführung 14 bezogen auf eine Querschnittsebene senkrecht
zur Brennerachse 10 Brennstoffaustrittsöffnungen 15, die den Vormischbrennstoff 3
in den Verbrennungsluftstrom 12 einbringen. Die Brennstoffaustrittsöffnungen 15 weisen
einen kreisförmigen Querschnitt auf. In anderen Ausführungsformen können die Brennstoffaustrittsöffnungen
ovale oder schlitzförmige Querschnitte aufweisen. Durch eine geeignete Auswahl der
Anordnung, Größe und Anzahl der Brennstoffaustrittsöffnungen 15 können die Schadstoffemissionswerte,
das Flammenrückstromverhalten und die Flammenstabilität beeinflusst werden.
[0044] Die Brennstoffaustrittsöffnungen 15 eines tangentialen Lufteintrittsschlitzes 11
werden über eine gemeinsame Brennstoffzuführung 14 mit Vormischbrennstoff 3 versorgt.
Die Brennstoffzuführung 14 kann mit Mitteln ausgestattet sein, die den Massenstrom
des Brennstoffs regeln, um ihn den momentanen Betriebsbedingungen des Brenners anzupassen.
Die Brennstoffzuführung 14 ist räumlich vor den Lufteintrittsschlitzen 11, also in
einem Bereich einer niedrigeren Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstroms 12 als
direkt in den Lufteintrittsschlitzen angeordnet. Damit werden aerodynamische Verluste
und der erforderliche Druck für die Eindüsung des Vormischbrennstoffs 3 verringert.
Außerdem weisen die Brennstoffzuführungen 14 ein stromlinienförmiges Profil bezogen
auf eine Querschnittsebene senkrecht zur Brennerachse 10 auf, um den Druckverlust
bei der Einströmung der Verbrennungsluft 12 zu reduzieren.
[0045] Da der Vormischbrennstoff 3 zentral und beidseitig der Brennstoffzuführung 14 in
den Verbrennungsluftstrom 12 eingebracht wird, ergibt sich eine relativ homogene Vermischung
von Vormischbrennstoff 3 und Verbrennungsluft 12, die zu einer Verbrennung im Brenner
1 mit geringen Stickstoffemissionen führt.
[0046] Durch die Ausführung der Vormischbrennstoffzuführung als eigenständiges Bauteil muss
bei Verwendung eines anderen Brennstoffs nicht der gesamte Brenner 1 ausgetauscht
werden, sondern lediglich das Bauteil für die Vormischbrennstoffzuführung. Es ist
außerdem möglich, andere Brenner mit einer solchen Vorrichtung nachzurüsten. Weiterhin
ist die technische Herstellung der gegossenen Teilkegelkörper weniger aufwändig, da
die Integration der Brennstoffzuführungen 14 und der Brennstoffaustrittsöffnungen
15 in die gegossenen Teilkegelkörper 7 wegfällt. Die thermische Belastung des Brenners
beziehungsweise der Teilkegelkörper, die bei dem im Stand der Technik erwähnten Brenner
aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen von einerseits kaltem Brennstoff und heißer
Verbrennungsluft auftritt, verringert sich, da der unmittelbare Kontakt zu der den
kalten Brennstoff zuführenden Brennstoffzuführung wegfällt.
[0047] Fig. 5 zeigt einen Längsquerschnitt eines kegelförmigen Brenners 1 mit zwei Gruppen
von Brennstoffaustrittsöffnungen 15.1, 15.2, die sich längs zweier Teilbereiche 16,
17 der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes 11 verteilen. Im Zusammenhang
damit stellt Fig. 6 zwei Querschnitte entlang den Linien C-C und D-D des in Fig. 5
dargestellten Brenners 1 dar. Im folgenden wird auf Bezugszeichen sowohl der Fig.
5 als auch der Fig. 6 Bezug genommen.
[0048] Die hier dargestellte Brennstoffzuführung des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
11 teilt sich in zwei getrennte Brennstoffzuführungen 14.1 und 14.2 auf. Im ersten
Teilbereich 16 der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes 11 wird
durch die Brennstoffaustrittsöffnungen 15.2 Vormischbrennstoff 3 in den Verbrennungsluftstrom
12 eingebracht, der über die Brennstoffzuführung 14.2 zugeführt wird. Analog dazu
wird im zweiten Teilbereich 17 der gesamten Länge des Lufteintrittsschlitzes 11 über
die Brennstoffaustrittsöffnungen 15.1 Vormischbrennstoff 3 in den Verbrennungsluftstrom
12 eingebracht, der über die Brennstoffzuführung 14.1 zugeführt wird.
[0049] Eine derartige gestufte Einbringung von Vormischbrennstoff 3 in den Verbrennungsluftstrom
12 ermöglicht eine optimierte Anpassung des Brennerverhaltens beim Anfahren der beispielsweise
angeschlossenen Gasturbine oder beim Betrieb in verschiedenen Lastbereichen. So ist
eine Zuführung von Vormischbrennstoff 3 in getrennten Teilbereichen längs der Brennerachse
10 vorteilhaft beim Anfahren der Gasturbine, wenn die gesamte Vormischbrennstoffzuführung
vorzugsweise im stromauf gelegenen Teilbereich 16 erfolgen soll. Die Vormischbrennstoffzuführung
kann beim weiteren Hochfahren der Gasturbine bis hin zur Volllast stufenweise oder
kontinuierlich auf den stromabwärts gelegenen Teilbereich 17 verlegt werden. Besonders
vorteilhaft erweisen sich dabei hier nicht dargestellte Mittel zur Regulierung des
Massenstroms des Vormischbrennstoffs, um die Brennstoffzuführungen 14.1, 14.2 unabhängig
voneinander mit Vormischbrennstoff 3 zu beaufschlagen und den Massenstrom des Vormischbrennstoffs
3 innerhalb einer Brennstoffzuführung 14.1, 14.2 zu regulieren.
[0050] Insbesondere wird mit einer gestuften Einbringung des Vormischbrennstoffs Verbrennungsoszillationen
entgegengewirkt, die bei den Umschaltprozessen einer Gasturbine auftreten und die
wiederum zu Druckschwankungen führen, die sich störend auf den Betrieb der Gasturbine
auswirken. Unter Umständen ist es sogar möglich, auf die Zufuhr eines Pilotbrennstoffs
für das Anfahren der Gasturbine oder im niedrigen Lastbetrieb wie in der Beschreibung
der Figuren 1 und 2 erwähnt zu verzichten. Weiterhin ist es denkbar, Trockenöl beim
Betrieb eines Brenners gemäß dieser Erfindung einzusetzen.
[0051] Fig. 7 zeigt einen Längsquerschnitt eines zylinderförmigen UTC-Brenners 1 (wie Brenner
des Unternehmens United Technologies Corporation genannt werden; beispielsweise einer
dieser UTC-Brenner ist in der
WO 93/17279 gezeigt; die
WO 93/17279 wird hiermit als in die Beschreibung vollumfänglich aufgenommen betrachtet) mit einer
Brennermündung 13 und den zentral im Zuströmungsbereich des Verbrennungsluftstroms
angebrachten Mitteln zur Eindüsung von Vormischbrennstoff 3 in die Lufteintrittsschlitze
11. Die Mittel zur Eindüsung von Brennstoff 18 in den Hohlraum des Brenners 1 sind
als kegelförmiger Körper ausgeführt sind, dessen Kegelspitze stromabwärts ausgerichtet
ist und mehrere ringförmig auf der Kegelspitze angeordnete Austrittsdüsen 19 für den
Pilotbrennstoff 6 aufweist.
[0052] Auch hier weist der dargestellte Brenner 1 Brennstoffzuführungen 14 auf, die nicht
Bestandteile der Teilzylinderkörper sind. Sie sind als eigenständige Bauteile ausgeführt,
die zentral im Zuströmungsbereich des Verbrennungsluftstroms, also in den Lufteintrittsschlitzen
11 angeordnet sind. Die Brennstoffzuführungen 14 weisen Brennstoffaustrittsöffnungen
15 auf, die den Vormischbrennstoff 3 in den Verbrennungsluftstrom einbringen. Die
Brennstoffaustrittsöffnungen 15 weisen einen kreisförmigen Querschnitt auf. Alternativ
können die Brennstoffaustrittsöffnungen auch ovale oder schlitzförmige Querschnitte
aufweisen.
[0053] Die Funktionsweise der dargestellten Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff
in diesem UTC-Brenner ist analog zu der Funktionsweise dieser Mittel in dem in den
Figuren 3 bis 6 dargestellten Brenner mit kegelförmig ausgebildetem Hohlraum. Ebenso
sind alle in der Beschreibung zu den Figuren 3 bis 6 genannten Ausbildungen der Mittel
zur Eindüsung von Vormischbrennstoff auf den UTC-Brenner 1 anwendbar. Es gilt ebenso,
dass die verschiedenen Ausbildungen der Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff
auf Brenner anwendbar sind, die einen tulpen- oder becherförmigen Hohlraum aufweisen.
Auch hier ist die Funktionsweise der Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff analog
zu der Funktionsweise dieser Mittel in dem in Figuren 3 bis 6 dargestellten Brenner
mit kegelförmig ausgebildetem Hohlraum.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Brenner
- 2
- Strahlrohr
- 3
- Vormischbrennstoff
- 4
- flüssiger Brennstoff
- 5
- Luft zur Abschirmung
- 6
- Pilotbrennstoff
- 7
- Teilkegelkörper
- 8
- Kegelhohlraum
- 9
- Längssymmetrieachse des Teilkegelkörpers
- 10
- Brennerachse
- 11
- Lufteintrittsschlitz
- 12
- Verbrennungsluftstrom
- 13
- Brennermündung
- 14
- Brennstoffzuführung
- 14.1
- erste gemeinsame Brennstoffzuführung
- 14.2
- zweite gemeinsame Brennstoffzuführung
- 15
- Brennstoffaustrittsöffnung
- 15.1
- Brennstoffaustrittsöffnung im ersten Teilbereich
- 15.2
- Brennstoffaustrittsöffnung im zweiten Teilbereich
- 16
- erster Teilbereich der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
- 17
- zweiter Teilbereich der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
- 18
- kegelförmige Mittel zur Eindüsung von Brennstoff in den Hohlraum
- 19
- Austrittsdüse für Pilotbrennstoff
1. Brenner (1) zur vormischartigen Verbrennung, umfassend einen Hohlraum (8), der mindestens
einen tangentialen Lufteintrittsschlitz (11) für die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms
(12) aufweist, Mittel (2) zur Eindüsung mindestens eines Brennstoffes (4, 6) über
eine Lanze (2) in den Hohlraum (8), und Mittel zur Eindüsung mindestens eines weiteren
Brennstoffes (3), wobei diese letztgenannte Eindüsung in Wirkverbindung mit dem Lufteintrittsschlitz
(11) steht, wobei die Mittel zur Eindüsung des letztgenannten Brennstoffes (3) in
den Lufteintrittsschlitz (11) mindestens eine Brennstoffzuführung (14) aufweisen,
deren Brennstoffaustrittsöffnungen (15) derart angeordnet sind, dass der Brennstoff
(3) beidseitig der Brennstoffzuführung (14) senkrecht oder quasi-senkrecht zur Brennerachse
(10) in den Verbrennungsluftstrom (12) eingebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffzuführung (14) bezogen auf die Richtung des Verbrennungsluftstromes
(12) vor dem Lufteintrittsschlitz (11) angebracht ist.
2. Brenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlraum (8) aus mindestens zwei sich zu einem Körper ergänzenden Teilkegelkörpern
(7) gebildet wird, die einen Kegelhohlraum bilden, deren Längssymmetrieachsen (9)
zueinander radial versetzt sind und mindestens zwei tangentiale Lufteintrittsschlitze
(11) für die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms (12) einschließen.
3. Brenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlraum (8) aus mindestens zwei sich zu einem Körper ergänzenden Teilzylinderkörpern
(7) gebildet wird, die einen Zylinderhohlraum bilden, deren Längssymmetrieachsen (9)
zueinander radial versetzt sind und mindestens zwei tangentiale Lufteintrittsschlitze
(11) für die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms (12) einschließen.
4. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
stromabwärts des Hohlraums (8) eine Mischstrecke zur Überführung einer in dem Hohlraum
(8) erzeugten Strömung eines Brennstoffgemischs in eine Brennkammer angeordnet ist.
5. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) eine gemeinsame, längs des jeweiligen tangentialen
Lufteintrittschlitzes (11) angebrachte Brennstoffzuführung (14) aufweisen.
6. Brenner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) als ein längs über die gesamte Länge der Brennstoffzuführung
(14) verlaufendes Paar von Schlitzdüsen ausgebildet sind.
7. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) kreisförmige oder ovale Querschnitte aufweisen.
8. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) sich paarweise gleichmäßig über die gesamte
Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes (11) verteilen.
9. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) derart gruppiert angeordnet sind, dass eine
erste Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen sich gleichmäßig über die gesamte Länge
des tangentialen Lufteintrittsschlitzes (11) verteilt und eine erste gemeinsame Brennstoffzuführung
aufweist und dass eine zweite Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen sich längs eines
Teilbereichs der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes (11) verteilt
und mindestens eine zweite gemeinsame Brennstoffzuführung aufweist.
10. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) derart gruppiert angeordnet sind, dass eine
erste Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen (15.1) sich gleichmäßig über einen ersten
Teilbereich (17) der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes (11) verteilt
und eine erste gemeinsame Brennstoffzuführung (14.1) aufweist und dass mindestens
eine zweite Gruppe von Brennstoffaustrittsöffnungen (15.2) sich längs eines weiteren
Teilbereichs (16) der gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittschlitzes (11) verteilt
und mindestens eine zweite gemeinsame Brennstoffzuführung (14.2) aufweist.
11. Brenner nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Teilbereiche (16, 17) nicht überlappen.
12. Brenner nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich mindestens zwei Teilbereiche überlappen.
13. Brenner nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffaustrittsöffnungen (15) von zwei oder mehr Gruppen von Brennstoffaustrittsöffnungen
(15.1, 15.2) unterschiedliche Querschnitte aufweisen.
14. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffzuführungen (14) ein stromlinienförmiges Profil bezogen auf eine Querschnittsebene
senkrecht zur Brennerachse (10) aufweisen.
15. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffzuführungen (14) Mittel zur Regulierung des Massenstroms des Vormischbrennstoffs
aufweisen.
16. Brenner nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffzuführungen (14.1, 14.2) zu den Gruppen von Brennstoffaustrittsöffnungen
(15.1, 15.2) Mittel zur Regulierung des Massenstroms des Vormischbrennstoffs (3) aufweisen,
um sie unabhängig voneinander mit Brennstoff zu beaufschlagen.
17. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Eindüsung von Vormischbrennstoff (3) in die Lufteintrittsschlitze als
einheitliches Bauteil ausgeführt sind.
18. Brenner nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
das einheitliche Bauteil Mittel zur Befestigung an einem Brenner (1) aufweist.
19. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Eindüsung von Brennstoff in den Hohlraum, die im Bereich der Brennerachse
(10) angebracht sind, als Strahlrohr (2) ausgeführt sind, das neben einer zentralen
Austrittsdüse für flüssigen Brennstoff (4) Brennstoffaustrittsöffnungen für die Zufuhr
von Vormischbrennstoff in einem vom brennraumseitigen Ende entfernten Teilbereich
des Strahlrohrs (2) längs
der Brennerachse (10) mit einer zugehörigen Brennstoffzuführung aufweist.
20. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Eindüsung von Brennstoff (18) in den Hohlraum, die im Bereich der Brennerachse
(10) angebracht sind, als kegelförmiger Körper ausgeführt sind, dessen Kegelspitze
stromabwärts ausgerichtet ist und eine Austrittsdüse (19) für Brennstoff aufweist.
21. Brenner nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
er zusammen mit einem sekundären Brenner angeordnet ist.
22. Verfahren zum Betrieb eines Brenners(1) für eine vormischartige Verbrennung, umfassend
einen Hohlraum (8), der mindestens einen tangentialen Lufteintrittsschlitz (11) für
die Zuführung eines Verbrennungsluftstroms (12) aufweist, Mittel (2) zur Eindüsung
mindestens eines Brennstoffes (4, 6) über eine Lanze (2) in den Hohlraum (8), und
Mittel zur Eindüsung mindestens eines weiteren Brennstoffes (3), wobei diese letztgenannte
Eindüsung in Wirkverbindung mit dem Lufteintrittsschlitz (11) steht, wobei die Mittel
zur Eindüsung des letztgenannten Brennstoffes (3) in den Lufteintrittsschlitz (11)
mindestens eine Brennstoffzuführung (14) aufweisen, deren Brennstoffaustrittsöffnungen
(15) derart wirken, dass der Brennstoff (3) beidseitig der Brennstoffzuführung (14)
senkrecht oder quasi-senkrecht zur Brennerachse (10) in den Verbrennungsluftstrom
(12) eingebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brennstoffzuführung (14) bezogen auf die Richtung des Verbrennungsluftstromes
(12) vor dem Lufteintrittsschlitz (11) betrieben wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22
dadurch gekennzeichnet, dass
ein gasförmiger Brennstoff beidseitig der Brennstoffzuführungen (14) bezogen auf eine
Querschnittsebene senkrecht zur Brennerachse (10) in den Verbrennungsluftstrom (12)
eingebracht wird.
24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vormischbrennstoff (3) gleichmäßig über die gesamte Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes
(11) eingebracht wird.
25. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vormischbrennstoff (3) getrennt über mindestens zwei Teilbereiche (16, 17) der
gesamten Länge des tangentialen Lufteintrittsschlitzes (11) eingebracht wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vormischbrennstoff (3) vor den Lufteintrittsschlitzen (11) bezogen auf die Richtung
des Verbrennungsluftstromes (12) eingebracht wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführung des Vormischbrennstoffs (3) zu den einzelnen Brennstoffaustrittsöffnungen
(15) regelbar durchgeführt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführung des Vormischbrennstoffs (3) zu den Brennstoffaustrittsöffnungen (15.1,
15.2) der Teilbereiche (16, 17) unabhängig voneinander durchgeführt wird.
29. Verfahren nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführung des Vormischbrennstoffs (3) zu den
Brennstoffaustrittsöffnungen (15.1, 15.2) der Teilbereiche (16, 17) lastabhängig durchgeführt
wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 29,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel (2) zur Eindüsung von Brennstoff in den Hohlraum (8), die im Bereich der
Brennerachse (10) angebracht sind und als Strahlrohr ausgeführt sind, neben der Einbringung
eines flüssigen Brennstoffs (4) durch eine zentrale Austrittsdüse Vormischbrennstoff
über einen vom brennraumseitigen Ende entfernten Teilbereich des Strahlrohrs (2) längs
der Brennerachse (10) einbringen.
1. Burner (1) for premix-type combustion comprising a cavity (8) which has at least one
tangential air inlet slot (11) for the supply of a combustion air flow (12), means
(2) for the injection via a lance (2) of at least one fuel (4, 6) into the cavity
(8), and means for the injection of at least one further fuel (3), the latter injection
being actively connected to the air inlet slot (11), the means for the injection of
the latter fuel (3) into the air inlet slot (11) having at least one fuel supply (14),
the fuel outlet openings (15) of which are arranged in such a way that the fuel (3)
is introduced into the combustion air flow (12) on both sides of the fuel supply (14)
at right angles or almost at right angles to the burner axis (10), characterized in that the fuel supply (14) is provided in front of the air inlet slot (11) in relation
to the direction of the combustion air flow (12).
2. Burner according to Claim 1, characterized in that the cavity (8) is formed by at least two part cone bodies (7) which complement one
another to form a body, which form a cone cavity and the longitudinal axes of symmetry
(9) of which are offset radially in relation to one another and enclose at least two
tangential air inlet slots (11) for the supply of a combustion air flow (12).
3. Burner according to Claim 1, characterized in that the cavity (8) is formed by at least two part cylinder bodies (7) which complement
one another to form a body, which form a cylinder cavity and the longitudinal axes
of symmetry (9) of which are offset radially in relation to one another and enclose
at least two tangential air inlet slots (11) for the supply of a combustion air flow
(12).
4. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that a mixing section for transferring a flow of a fuel mixture generated in the cavity
(8) into a combustion chamber is arranged downstream of the cavity (8).
5. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel outlet openings (15) have a common fuel supply (14) provided along the respective
tangential air inlet slot (11).
6. Burner according to Claim 5, characterized in that the fuel outlet openings (15) are designed as a pair of slit nozzles extending longitudinally
over the entire length of the fuel supply (14).
7. Burner according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the fuel outlet openings (15) have circular or oval cross sections.
8. Burner according to one of Claims 1 to 5 or 7, characterized in that the fuel outlet openings (15) are distributed in pairs uniformly over the entire
length of the tangential air inlet slot (11).
9. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel outlet openings (15) are arranged in a grouped manner in such a way that
a first group of fuel outlet openings is distributed uniformly over the entire length
of the tangential air inlet slot (11) and has a first common fuel supply and in that a second group of fuel outlet openings is distributed along a part region of the
overall length of the tangential air inlet slot (11) and has at least one second common
fuel supply.
10. Burner according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the fuel outlet openings (15) are arranged in a grouped manner in such a way that
a first group of fuel outlet openings (15.1) is distributed uniformly over a first
part region (17) of the overall length of the tangential air inlet slot (11) and has
a first common fuel supply (14.1) and in that at least one second group of fuel outlet openings (15.2) is distributed along a further
part region (16) of the overall length of the tangential air inlet slot (11) and has
at least one second common fuel supply (14.2).
11. Burner according to Claim 9 or 10, characterized in that the part regions (16, 17) do not overlap.
12. Burner according to Claim 9 or 10, characterized in that at least two part regions overlap.
13. Burner according to one of Claims 9 to 12, characterized in that the fuel outlet openings (15) of two or more groups of fuel outlet openings (15.1,
15.2) have different cross sections.
14. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel supplies (14) have a streamlined profile related to a cross sectional plane
at right angles to the burner axis (10).
15. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel supplies (14) have means for regulating the mass flow of the premix fuel.
16. Burner according to one of Claims 9 to 13, characterized in that the fuel supplies (14.1, 14.2) to the groups of fuel outlet openings (15.1, 15.2)
have means for regulating the mass flow of the premix fuel (3) in order to admit fuel
to them independently of one another.
17. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the means for the injection of premix fuel (3) into the air inlet slots are embodied
as a standard component.
18. Burner according to Claim 17, characterized in that the standard component has means for fastening to a burner (1).
19. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that the means for the injection of fuel into the cavity which are provided in the region
of the burner axis (10) are embodied as a jet pipe (2) which, in addition to a central
outlet nozzle for liquid fuel (4), has fuel outlet openings for the supply of premix
fuel in a part region of the jet pipe (2) along the burner axis (10) remote from the
end on the combustion-space side with an associated fuel supply.
20. Burner according to one of Claims 1 to 19, characterized in that the means (18) for the injection of fuel into the cavity which are provided in the
region of the burner axis (10) are embodied as a conical body, the cone tip of which
is aligned downstream and has an outlet nozzle (19) for fuel.
21. Burner according to one of the preceding claims, characterized in that it is arranged together with a secondary burner.
22. Method for operating a burner (1) for a premix-type combustion, comprising a cavity
(8) which has at least one tangential air inlet slot (11) for the supply of a combustion
air flow (12), means (2) for the injection via a lance (2) of at least one fuel (4,
6) into the cavity (8), and means for the injection of at least one further fuel (3),
the latter injection being actively connected to the air inlet slot (11), the means
for the injection of the latter fuel (3) into the air inlet slot (11) having at least
one fuel supply (14), the fuel outlet openings (15) of which act in such a way that
the fuel (3) is introduced into the combustion air flow (12) on both sides of the
fuel supply (14) at right angles or almost at right angles to the burner axis (10),
characterized in that the fuel supply (14) is operated in front of the air inlet slot (11) in relation
to the direction of the combustion air flow (12).
23. Method according to Claim 22, characterized in that a gaseous fuel is introduced into the combustion air flow (12) on both sides of the
fuel supplies (14) related to a cross-sectional plane at right angles to the burner
axis (10).
24. Method according to Claim 22 or 23, characterized in that the premix fuel (3) is introduced uniformly over the entire length of the tangential
air inlet slot (11).
25. Method according to Claim 22 or 23, characterized in that the premix fuel (3) is introduced separately via at least two part regions (16, 17)
of the overall length of the tangential air inlet slot (11).
26. Method according to one of Claims 22 to 25, characterized in that premix fuel (3) is introduced in front of the air inlet slots (11) related to the
direction of the combustion air flow (12).
27. Method according to one of Claims 22 to 26, characterized in that the supply of the premix fuel (3) to the individual fuel outlet openings (15) is
carried out adjustably.
28. Method according to Claim 25, characterized in that the supply of the premix fuel (3) to the fuel outlet openings (15.1, 15.2) of the
part regions (16, 17) is carried out independently of one another.
29. Method according to Claim 28, characterized in that the supply of the premix fuel (3) to the fuel outlet openings (15.1, 15.2) of the
part regions (16, 17) is carried out load-dependently.
30. Method according to one of Claims 22 to 29, characterized in that the means (2) for the injection of fuel into the cavity (8) which are provided in
the region of the burner axis (10) and embodied as a jet pipe, in addition to introducing
liquid fuel (4) through a central outlet nozzle, introduce premix fuel via a part
region of the jet pipe (2) along the burner axis (10) remote from the end on the combustion-space
side.
1. Brûleur (1) pour combustion à prémélange, comprenant une cavité (8) qui présente au
moins une fente d'entrée d'air tangentielle (11) pour l'alimentation d'un courant
d'air de combustion (12), des moyens (2) pour l'injection d'au moins un combustible
(4, 6) par le biais d'une lance (2) dans la cavité (8), et des moyens pour l'injection
d'au moins un autre combustible (3), cette dernière injection étant en association
fonctionnelle avec la fente d'entrée d'air (11), les moyens pour l'injection du dernier
combustible (3) dans la fente d'entrée d'air (11) présentant au moins une alimentation
en combustible (14) dont les ouvertures de sortie de combustible (15) sont disposées
de telle sorte que le combustible (3) soit introduit des deux côtés de l'alimentation
en combustible (14) perpendiculairement ou pratiquement perpendiculairement à l'axe
du brûleur (10) dans le courant d'air de combustion (12),
caractérisé en ce que
l'alimentation en combustible (14) est montée avant la fente d'entrée d'air (11) par
rapport à la direction du courant d'air de combustion (12).
2. Brûleur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la cavité (8) est formée d'au moins deux corps coniques partiels (7) se complétant
pour former un corps, qui forment une cavité conique, dont les axes de symétrie longitudinaux
(9) sont décalés radialement l'un par rapport à l'autre et incluent au moins deux
fentes d'entrée d'air tangentielles (11) pour l'alimentation d'un courant d'air de
combustion (12).
3. Brûleur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la cavité (8) est formée d'au moins deux corps cylindriques partiels (7) se complétant
pour former un corps, qui forment une cavité cylindrique, dont les axes de symétrie
longitudinaux (9) sont décalés radialement l'un par rapport à l'autre et incluent
au moins deux fentes d'entrée d'air tangentielles (11) pour l'alimentation d'un courant
d'air de combustion (12).
4. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'une section de mélange pour le transfert d'un écoulement d'un mélange de combustion
produit dans la cavité (8) dans une chambre de combustion est disposée en aval de
la cavité (8).
5. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) présentent une alimentation en combustible
(14) commune, montée le long de la fente d'entrée d'air tangentielle respective (11).
6. Brûleur selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) sont réalisées sous forme d'une paire
de buses à fente s'étendant longitudinalement sur toute la longueur de l'alimentation
en combustible (14).
7. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) présentent des sections transversales
circulaires ou ovales.
8. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 ou 7,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) sont réparties par paires uniformément
sur toute la longueur de la fente d'entrée d'air tangentielle (11).
9. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) sont disposées de manière groupée de
telle sorte qu'un premier groupe d'ouvertures de sortie de combustible se répartisse
uniformément sur toute la longueur de la fente d'entrée d'air tangentielle (11) et
présente une première alimentation en combustible commune, et qu'un deuxième groupe
d'ouvertures de sortie de combustible se répartisse le long d'une région partielle
de toute la longueur de la fente d'entrée d'air tangentielle (11) et présente au moins
une deuxième alimentation en combustible commune.
10. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) sont disposées de manière groupée de
telle sorte qu'un premier groupe d'ouvertures de sortie de combustible (15.1) se répartisse
uniformément sur une première région partielle (17) de toute la longueur de la fente
d'entrée d'air tangentielle (11) et présente une alimentation en combustible commune
(14.1) et qu'au moins un deuxième groupe d'ouvertures de sortie de combustible (15.2)
se répartisse le long d'une autre région partielle (16) de toute la longueur de la
fente d'entrée d'air tangentielle (11) et présente au moins une deuxième alimentation
en combustible commune (14.2).
11. Brûleur selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
les régions partielles (16, 17) ne se chevauchent pas.
12. Brûleur selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce
qu'au moins deux régions partielles se chevauchent.
13. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 9 à 12,
caractérisé en ce que
les ouvertures de sortie de combustible (15) de deux groupes ou plus de deux groupes
d'ouvertures de sortie de combustible (15.1, 15.2) présentent des sections transversales
différentes.
14. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les alimentations en combustible (14) présentent un profil de forme aérodynamique
par rapport à un plan en section transversale perpendiculairement à l'axe du brûleur
(10).
15. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les alimentations en combustible (14) présentent des moyens pour la régulation du
débit massique du combustible de prémélange.
16. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
les alimentations en combustible (14.1, 14.2) associées aux groupes d'ouvertures de
sortie de combustible (15.1, 15.2) présentent des moyens pour la régulation du débit
massique du combustible de prémélange (3), afin de les solliciter avec du combustible
indépendamment les unes des autres.
17. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens pour injecter du combustible de prémélange (3) dans les fentes d'entrée
d'air sont réalisés sous forme de composant unitaire.
18. Brûleur selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
le composant unitaire présente des moyens pour la fixation à un brûleur (1).
19. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens pour injecter du combustible dans la cavité, qui sont montés dans la région
de l'axe du brûleur (10), sont réalisés sous forme de tube à jet (2), qui présente,
en plus d'une buse de sortie centrale pour du combustible fluide (4), des ouvertures
de sortie de combustible pour l'alimentation en combustible de prémélange dans une
région partielle du tube à jet (2) éloignée de l'extrémité du côté de la chambre de
combustion, le long de l'axe du brûleur (10), avec une alimentation en combustible
associée.
20. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 19,
caractérisé en ce que
les moyens pour injecter du combustible (18) dans la cavité, qui sont montés dans
la région de l'axe du brûleur (10), sont réalisés sous forme de corps de forme conique,
dont la pointe de cône est orientée vers l'aval et qui présente une buse de sortie
(19) pour le combustible.
21. Brûleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'il est disposé conjointement à un brûleur secondaire.
22. Procédé pour faire fonctionner un brûleur (1) pour une combustion à prémélange, comprenant
une cavité (8) qui présente au moins une fente d'entrée d'air tangentielle (11) pour
l'alimentation d'un courant d'air de combustion (12), des moyens (2) pour l'injection
d'au moins un combustible (4, 6) par le biais d'une lance (2) dans la cavité (8) et
des moyens pour l'injection d'au moins un autre combustible (3), cette dernière injection
étant en association fonctionnelle avec la fente d'entrée d'air (11), les moyens pour
l'injection du dernier combustible (3) dans la fente d'entrée d'air (11) présentant
au moins une alimentation en combustible (14) dont les ouvertures de sortie de combustible
(15) agissent de telle sorte que le combustible (3) soit introduit des deux côtés
de l'alimentation en combustible (14) perpendiculairement ou pratiquement perpendiculairement
à l'axe du brûleur (10) dans le courant d'air de combustion (12),
caractérisé en ce que
l'alimentation en combustible (14) est effectuée avant la fente d'entrée d'air (11)
par rapport à la direction du courant d'air de combustion (12).
23. Procédé selon la revendication 22,
caractérisé en ce
qu'un combustible gazeux est introduit des deux côtés des alimentations en combustible
(14) par rapport à un plan en section transversale perpendiculairement à l'axe du
brûleur (10) dans le courant d'air de combustion (12).
24. Procédé selon la revendication 22 ou 23,
caractérisé en ce que
le combustible de prémélange (3) est introduit uniformément sur toute la longueur
de la fente d'entrée d'air tangentielle (11).
25. Procédé selon la revendication 22 ou 23,
caractérisé en ce que
le combustible de prémélange (3) est introduit séparément sur au moins deux régions
partielles (16, 17) de la longueur totale de la fente d'entrée d'air tangentielle
(11).
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 22 à 25,
caractérisé en ce que
le combustible de prémélange (3) est introduit avant les fentes d'entrée d'air (11)
par rapport à la direction du courant d'air de combustion (12).
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications 22 à 26,
caractérisé en ce que
l'alimentation du combustible de prémélange (3) dans les ouvertures de sortie de combustible
individuelles (15) s'effectue de manière réglable.
28. Procédé selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
l'alimentation du combustible de prémélange (3) aux ouvertures de sortie de combustible
(15.1, 15.2) des régions partielles (16, 17) est effectuée indépendamment les unes
des autres.
29. Procédé selon la revendication 28,
caractérisé en ce que
l'alimentation du combustible de prémélange (3) aux ouvertures de sortie de combustible
(15.1, 15.2) des régions partielles (16, 17) s'effectue en fonction de la charge.
30. Procédé selon l'une quelconque des revendications 22 à 29,
caractérisé en ce que
les moyens (2) pour injecter du combustible dans la cavité (8), qui sont montés dans
la région de l'axe du brûleur (10) et qui sont réalisés sous forme de tube à jet,
introduisent, en plus de l'introduction d'un combustible fluide (4) à travers une
buse de sortie centrale, du combustible de prémélange par le biais d'une région partielle
du tube à jet (2) éloignée de l'extrémité du côté de la chambre de combustion, le
long de l'axe du brûleur (10).
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