[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft wasserlöslich umhüllte Peroxocarbonsäureteilchen,
Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung in insbesondere flüssigen Wasch-
oder Reinigungsmitteln.
[0002] Bei Wasch- und Reinigungsmitteln, insbesondere wenn sie in flüssiger Form vorliegen
und/oder größere Mengen an Wasser enthalten, kann es aufgrund von chemischer Inkompatibilität
der einzelnen Inhaltsstoffe zu negativen Wechselwirkungen dieser Inhaltsstoffe untereinander
und zur Abnahme ihrer Aktivität und damit zur Abnahme der Waschleistung des Mittels
insgesamt kommen, auch wenn es nur relativ kurz gelagert wird. Diese Aktivitätsabnahme
betrifft prinzipiell alle Waschmittelinhaltsstoffe, welche im Waschprozeß chemische
Reaktionen ausführen, um zum Waschergebnis beizutragen, insbesondere Bleichmittel
und Enzyme, obwohl auch tensidische oder sequestrierende Inhaltsstoffe, die für Lösungsvorgänge
oder Komplexierungsschritte verantwortlich sind, insbesondere in Gegenwart der genannten
chemisch reaktiven Inhaltsstoffe insbesondere in flüssigen, wäßrigen Systemen nicht
unbegrenzt lagerstabil sind.
[0003] Zur Lösung dieses Problems ist verschiedentlich vorgeschlagen worden, nicht alle
für ein gutes Wasch- beziehungsweise Reinigungsergebnis wünschenswerten Inhaltsstoffe
gleichzeitig in ein flüssiges Mittel einzuarbeiten, sondern dem Anwender des Mittels
mehrere Komponenten zur Verfügung zu stellen, die er erst kurz vor dem oder während
des Wasch- beziehungsweise Reinigungsvorgangs zusammengeben soll und die jeweils nur
miteinander verträgliche Inhaltsstoffe enthalten, welche erst unter den Anwendungsbedingungen
gemeinsam zum Einsatz kommen. Das gemeinsame Dosieren mehrerer Komponenten wird im
Vergleich zum Dosieren nur eines einzigen Mittels jedoch vom Anwender oft als zu aufwendig
empfunden.
[0004] Imidoperoxicarbonsäuren sind als Bleichkomponenten in Wasch- und Reinigungsmitteln
bekannt. Problematisch ist jedoch ihre geringe Lagerstabilität, speziell in flüssigen
Formulierungen und bei höheren pH-Werten. Zur Lösung dieses Problems sind im Stand
der Technik bereits Vorschläge gemacht worden.
[0005] So beschreibt die Europäische Patentanmeldung
EP 0 510 761 A1 Partikel aus 6-Phthalimidoperoxihexansäure, die mit einer Schicht aus Wachs umhüllt
sind, das einen Schmelzpunkt im Bereich von 40°C bis 50° C aufweist. Aus diesen Partikeln
kann das Bleichmittel daher nur bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes freigesetzt
werden.
[0006] Die US-amerikanische Patentschrift
US 3 770 816 betrifft Mischungen aus Diperisophthalsäure und Magnesiumsulfat, welche Hydratationswassergehalte
von 0,25 bis 5 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil an Diperisophthalsäure aufweisen. Polyvinylalkohol
kann als Umhüllungsmaterial auf ein Peroxycarbonsäure-enthaltendes Teilchen aufgebracht
werden. Aus der US-amerikanischen Patentschrift
US 4 225 451 sind percarboxy- und gegebenenfalls zusätzlich carboxy-substituierte Benzole als
Bleichwirkstoffe bekannt, die mindestens 2 Percarboxygruppen aufweisen. Diese können
im Kontakt mit Desensibilisierungswirkstoffen, wie Kohlenwasserstoffen mit Schmelzpunkten
über 30 °C, Fettsäuren, aromatische Säuren, deren Alkylestern, Proteinen, Stärkematerialien,
Alkali- und Erdalkalisalzen, vorliegen. Die Europäische Patentanmeldung
0 074 730 A1 betrifft ein Verfahren zum Granulieren von Magnesiumsalzen organischer Persäuren
mit Hilfe eines Bindemittels, welches - bezogen auf das fertige Granulat - mindestens
0,1 % hydroxyliertes organisches Polymer enthält.
[0007] Die Europäische Patentanmeldung
EP 0 653 485 offenbart Kapselzusammensetzungen, in deren Innerem 6-Phthalimidoperoxihexansäure
als Dispersion in Öl vorliegt. Die Herstellung dieser Kapseln erfordert daher einen
vorgelagerten Emulgierungsprozess zur Herstellung der Persäuredispersion.
[0008] Der Effekt der im Stand der Technik beschriebenen Maßnahmen zur Bleichmittel-Stabilisierung,
insbesondere wenn diese in flüssigen Mitteln vorliegen, ist allerdings nicht immer
ausreichend. Bei längeren Lagerzeiten ist trotz des Einsatzes der genannten Stabilisierungsmittel
eine Zersetzung der Bleichmittel und demzufolge ein Verlust an Bleichwirkung und damit
der Waschkraft zu beobachten,
[0009] Es bestand daher weiterhin ein Bedürfnis, einfach herstellbare Peroxocarbonsäurepartikel
zur Verfügung zu stellen, welche lagerstabil sind, das heißt möglichst keinen Aktivitatsverlust
erleiden, auch wenn sie über einen längeren Zeitraum, insbesondere als Bestandteile
eines Wasch- oder Reinigungsmittels, gelagert werden. Unter Anwendungsbedingungen
eines solchen Mittels sollte das Bleichmittel allerdings weiterhin ausreichend schnell
freigesetzt werden, um gute Bleicheigenschaften, insbesondere an Textilien, aber auch
an harten Oberflächen, zu erzielen.
[0010] Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die hier Abhilfe leisten will, ist ein umhülltes
Bleichmittelteilchen erhältlich nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 3, bestehend
aus einem bleichmittelwirkstoffhaltigen Kern und einer diesen Kern mindestens anteilsweise
umgebenden Beschichtung aus wasserlöslichem Material, wobei das Teilchen dadurch gekennzeichnet
ist, daß der Kern Peroxocarbonsäure und das Beschichtungsmaterial Polyvinylalkohol
und zusätzlich eine Säure enthält und wobei die Peroxocarbonsäure 4-Phthalimidoperoxobutansäure.
5-Phthalimidoperoxopentansäure, 6-Phthalimidoperoxohexansäure, 7-Phthalimidoperoxoheptansäure
oder eine Mischung aus diesen ist.
[0011] Unter dem Begriff "wasserlöslich" soll dabei verstanden werden, dass sich das so
bezeichnete Material zu mindestens 3 g/l, insbesondere mindestens 6 g/l in Wasser
von pH 7 bei Raumtemperatur rückstandsfrei löst. Vorzugsweise ist ein wasserlösliches
Material bei der Konzentration, die sich durch die Einsatzmenge des mit ihm umhüllten
Teilchens im fertigen Wasch- oder Reinigungsmittel bei den üblichen Wasch- beziehungsweise
Reinigungsbedingungen ergibt, rückstandsfrei löslich.
[0012] Bedingt durch weiter unter beschriebene Herstellungsverfahren für die Teilchen kann
das Beschichungsmaterial Lösungsmittel, insbesondere Wasser, in Mengen von gegebenenfalls
bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt unter
4 Gew.-%, jeweils bezogen auf das umhüllte Teilchen, enthalten. Wenn im folgenden
von Beschichtungsmaterialmengen die Rede ist, ist ein eventueller Lösungsmittelgehalt
darin nicht berücksichtigt.
[0013] Als erfindungsgemäß im Kern des umhüllten Teilchens vorliegende Peroxocarbonsäuren
kommen 4-Phthalimidoperoxobutansäure, 5-Phthalimidoperoxopentansäure, 6-Phthalimidoperoxohexansäure,
7-Phthalimidoperoxoheptansäure und Mischungen aus diesen in Betracht. Falls die Peroxocarbonsaure
bei Raumtemperatur nicht in fester Form vorliegt, kann sie vor dem Umhüllen mit dem
wasserlöslichen Material gewünschtenfalls in im Prinzip bekannter Weise unter Einsatz
inerter Trägermaterialien in Teilchenform konfektioniert worden sein; vorzugsweise
wird jedoch eine bei Raumtemperatur feste Peroxocarbonsäure eingesetzt. Zu den bevorzugten
Persäuren gehört 6-Phthalimidoperoxohexansäure. Der Gehalt an Peroxocarbonsäure beträgt
in den erfindungsgemäßen Teilchen vorzugsweise 20 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere
40 Gew.-% bis 80 Gew.-% und besonders bevorzugt 50 % bis 70 Gew.-%.
[0014] Polyvinylalkohol ist wesentlicher Bestandteil des Beschichtungsmaterials. Polyvinylalkohole
sind durch direkte Polymerisationsverfahren nicht zugänglich, da das dafür notwendige
Basis-Monomere Vinylalkohol nicht existiert. Polyvinylalkohole werden daher über polymeranaloge
Reaktionen durch Hydrolyse, technisch insbesondere aber durch alkalalisch katalysierte
Umesterung von Polyvinylacetaten mit Alkoholen (vorzugsweise Methanol) in Lösung hergestellt.
Handelsübliche Polyvinylalkohole, die als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit
Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 500-2500 (entsprechend Molmassen von ca.
20000-100000 g/mol) angeboten werden, haben unterschiedliche Hydrolysegrade von 98-99
Gew.-% bzw. 87-89 Mol-%. Sie sind also teilverseifte Polyvinylacetate mit einem Restgehalt
an Acetyl-Gruppen von ca. 1-2 Gew.-% bzw. 11-13 Mol-%. Charakterisiert werden die
Polyvinylalkohole von Seiten der Hersteller durch Angabe des Polymerisationsgrades
des Ausgangspolymeren, des Hydrolysegrades, der Verseifungszahl bzw. der Lösungs-Viskosität.
Umwandlungstemperaturen der Polyvinylalkohole sind abhängig vom Acetylgruppen-Gehalt,
der Verteilung der Acetyl-Gruppen entlang der Kette und der Taktizität der Polymeren.
Vollverseifte Polyvinylalkohole haben eine Glasübergangstemperatur von 85° und einen
Schmelzpunkt von 228°. Die entsprechenden Werte für teilverseifte (87-89%) Produkte
liegen mit ca. 58° bzw. 186° deutlich niedriger. Polyvinylalkohole, die normalerweise
eine Dichte von etwa 1,2-1,3 g/cm
3 aufweisen, sind abhängig vom Hydrolysegrad löslich in Wasser und wenigen stark polaren
organischen Lösungsmitteln wie Formamid, Dimethylformamid, und Dimethylsulfoxid, von
(chlorierten) Kohlenwasserstoffen, Estern, Fetten und Ölen werden sie nicht angegriffen.
Polyvinylalkohole werden als toxikologisch unbedenklich eingestuft und sind zumindest
teilweise biologisch abbaubar. Vorzugsweise werden Polyvinylalkohole eingesetzt, welche
eine Verseifungszahl im Bereich von 20 bis 350, insbesondere im Bereich von 100 bis
300 und besonders bevorzugt von 150 und 250 aufweisen. Der Polymerisationsgrad liegt
vorzugsweise im Bereich von 100 bis 3000, insbesondere von 150 bis 2000 und besonders
bevorzugt von 250 bis 500.
[0015] Gegebenenfalls enthaltene zusätzliche Beschichtungsmaterialien für die Peroxocarbonsäuren
müssen die genannte Wasserlöslichkeit aufweisen und in der Lage sein, als Schmelze
oder als Lösung in Wasser oder in einem anderen verdampfbaren Lösungsmittel, in üblicherweise
für das Umhüllen von Teilchen verwendeten Vorrichtungen, beispielsweise Granulatoren
oder Wirbelschichtanlagen, auf die Peroxocarbonsäure aufgebracht werden zu können.
[0016] Als zusätzliche Beschichtungsmaterialien kommen beispielsweise unten genannte nichtionische
Tenside, Mineralsäuren, Carbonsäuren und/oder organische Polymere in Betracht. Polymere
Polycarboxylate, insbesondere Polymerisationsprodukte von Acrylsäure, Methacrylsäure
oder Maleinsäure oder Copolymerisate aus mindestens zweien von diesen, kommen in Frage,
die auch in vollständig oder zumindest teilweise neutralisierter Form, insbesondere
in Form der Alkalisalze, eingesetzt werden können. Handelsübliche Produkte sind zum
Beispiel Sokalan
® CP 5, CP 10 und PA 30 der Firma BASF.
[0017] Alternativ oder zusätzlich zu polymerem Polycarboxylat können auch Phosphonsäuren
beziehungsweise gegebenenfalls funktionell modifizierte Phosphonsäuren, beispielsweise
Hydroxy- oder Aminoalkanphosphonsäuren, und/oder deren Alkalisalze zum Einsatz kommen.
Unter den Phosphonsäuren kommen beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP) beziehungsweise das Dialkalisalz oder das Tetraalkalisalz dieser Säure, Ethylendiamin-tetramethylenphosphonsäure
(EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure (DTPMP) sowie deren höhere Homologe
in Frage. In den genannten Alkalisalzen und auch an allen anderen Stellen des vorliegenden
Textes ist Natrium das jeweils bevorzugte Alkalimetall.
[0018] Zwingend enthalten sind Säuren, beispielsweise Mineralsäuren wie Phosphorsäure, Schwefelsäure
und/oder Salzsäure, und/oder Carbonsäuren wie Adipinsäure, Ascorbinsäure, Zitronensäure
und/oder C
10- bis C
18-Fettsäure, im Beschichtungsmaterial wodurch die Stabilität der Peroxocarbonsäure
weiter erhöht wird. Wohingegen die genannten Mineralsäuren im wesentlichen zur Einstellung
des pH-Wertes des üblicherweise als wäßrige Zubereitung aufgebrachten Beschichtungsmaterials
dienen und daher nur in geringen Mengen von normalerweise höchstens 0,5 Gew.-%, vorzugsweise
nicht über 0,1 Gew.-%, in erfindungsgemäß umhüllten Teilchen vorhanden sind, können
die Phosphonsäuren in höheren Mengen von beispielsweise bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise
nicht über 5 Gew.-%, und die Carbonsäuren in noch höheren Mengen von beispielsweise
bis zu 35 %, vorzugsweise nicht über 25 Gew.-%, in erfindungsgemäß umhüllten Teilchen
vorhanden sein.
[0019] Auch mit Hilfe von Etherbindungen anionisch oder nichtionisch modifizierte Cellulosen,
insbesondere Alkali-Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose
oder Methylhydroxypropyl-Cellulose, allein oder in Gemischen untereinander, oder entsprechende
Stärkederivate können als zusätzliche Bestandteile des Beschichtungsmaterials eingesetzt
werden.
[0020] Besonders bevorzugt sind Kombinationen von Polyvinylalkohol mit Säuren, in denen
das Gewichtsverhältnis von Polyvinylalkohol zu Säure im Bereich von 1000 : 1 bis 1:2,
insbesondere 500 : 1 bis 1:1 liegt.
[0021] Das Beschichtungsmaterial wird vorzugsweise in solchen Mengen auf die teilchenförmige
Peroxocarbonsäure aufgebracht, dass die umhüllten Peroxocarbonsäureteilchen zu 5 Gew.-%
bis 50 Gew.-% aus dem Beschichtungsmaterial bestehen. Die Durchmesser der umhüllten
Peroxocarbonsäureteilchen liegen dabei vorzugsweise im Bereich von 100 µm bis 2000
µm, insbesondere im Bereich von 100 µm bis 800 µm oder im Bereich von 800 µm bis 1600
µm; man geht daher von entsprechend feinteiligerem Peroxocarbonsäurematerial aus und
überzieht es mit dem Beschichtungsmaterial. Vorzugsweise geht man dabei so vor, dass
man eine Wirbelschicht der zu umhüllenden Peroxocarbonsäureteilchen mit einer lösungsmittelhaltigen
Zubereitung, vorzugsweise einer wäßrigen Zubereitung, des Beschichtungsmaterials besprüht,
dabei oder anschließend eine Trocknung durchführt, wobei das Lösungsmittel, vorzugsweise
Wasser, durch Verdampfen zumindest teilweise entfernt wird, und die umhüllten Peroxocarbonsäureteilchen
in im Prinzip üblicher Weise aus der Wirbelschicht austrägt.
[0022] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von
umhüllten Bleichmittelteitchen, bestehend aus einem bleichmittelwirkstoffhaltigen
Kern und einer diesen Kern mindestens anteilsweise umgebenden Beschichtung aus wasserlöslichem
Material, durch Einbringen einer partikulären Peroxocarborsäure, die 4-Phthalimidoperoxobutansäure,
5-Phthalimidoperoxopentansäure, 6-Phthalimidoperoxohexansäure, 7-Phthalimidoperoxoheptansäure
oder eine Mischung aus diesen ist, in eine Wirbelschicht, Aufsprühen einer wäßrige
Lösung, die Polyvinylalkohol und zusätzlich eine Säure enthält, und Trocknen. Vorzugsweise
übersteigt die Temperatur des Bleichmittelteilchens während des Autsprühens der wäßrigen
Lösung und während des Trocknens 50°C, insbesondere 35 °C nicht. Dies kann insbesondere
dadurch erreicht werden, daß man die Temperatur des Wirbelmittels nicht zu hoch, beispielsweise
kleiner als 65°C, wählt.
[0023] Alternativ kann man ein erfindungsgemäßes umhülltes Peroxocarbonsäureteilchen auch
durch Sprühtrocknen herstellen. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher ein
Verfahren zur Herstellung von umhüllten Bleichmittelteilchen, bestehend aus einem
bleichmittetwirkstoffhaltigen Kern und einer diesen Kern mindestens anteilsweise umgebenden
Beschichtung aus wasserlöslichem Material, durch Sprühtrocknen einer wäßrigen Zubereitung,
die Peroxocarbonsaure und Polyvinylalkohol und zusätzlich eine Säure enthält und wobei
die Peroxocarbonsäure 4-Phthalimidoperoxobutansäure, 5-Phthalimidoperoxopentansäure,
6-Phthalimidoperoxohexansäure, 7-Phthalimidoperoxoheptansäure oder eine Mischung aus
diesen ist.
[0024] Insbesondere bei dieser Vorgehensweise wird deutlich, dass das Beschichtungsmaterial
nicht nur als Außenhülle vorliegen muß sondern zusätzlich auch Bestandteil des die
Peroxocarbonsäure enthaltenden Kerns sein kann. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung
betrifft daher ein erfindungsgemäß umhülltes Teilchen, bei dem der Kern zusätzlich
zu der Peroxocarbonsäure Trägermaterial enthält, welches mit dem Beschichtungsmaterial
identisch ist. Dabei ist bevorzugt, wenn der Anteil der Summe aus Beschichtungsmaterial
und Trägermaterial 5 Gew.-% bis 50 Gew.-% des umhüllten Teilchens ausmacht
[0025] Ein erfindungsgemäßes beziehungsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes
Mittel wird vorzugsweise zur Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteln verwendet.
Durch die Beschichtung wird ein direkter Kontakt von in diesen üblicherweise enthaltenen
alkalischen Komponenten mit dem sauren Bleichmittel vermieden. Die Beschichtung kann
den Wasserzutritt zu der Bleichmittelkomponente steuern. Die Auflösung des Bleichmittelwirkstoffes
kann in einfacher Weise durch die Wahl des Beschichtungsmaterials und der Schichtdicke,
das heißt der relativen Menge an aufgebrachtem Beschichtungsmaterial, gesteuert werden.
[0026] Neben den umhüllten Peroxocarbonsäureteilchen kann ein solches Wasch- oder Reinigungsmittel
alle in solchen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Tenside, Lösungsmittel,
Builder, Enzyme und weitere Hilfststoffe wie soil repellants, Verdickungsmittel, Farb-
und Duftstoffe oder ähnliches enthalten. Es kann sowohl in fester Form oder als Flüssigkeit
vorliegen, wobei es im letztgenannten Fall vorzugsweise wasserfrei ist. Unter wasserfrei
soll dabei ein Mittel verstanden werden, welches nicht mehr als 10 Gew.-%, insbesondere
nicht mehr als 5 Gew.-% Wasser enthält.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält es nichtionische Tenside und/oder organische
Lösungsmittel sowie gegebenenfalls anionische Tenside, kationische Tenside und/oder
Amphotenside. Weiterhin bevorzugt ist, dass die in der flüssigen Phase des Mittels
eingesetzten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemische Tenside sind oder zumindest
einen Anteil, der insbesondere 10 Gew.-% bis 99 Gew.-% des gesamten Lösungsmittels
entspricht, an Tensiden enthalten.
[0028] Als anionische Tenside werden bevorzugt Tenside vom Sulfonattyp, Alk(en)ylsulfate,
alkoxylierte Alk(en)ylsulfate, Estersulfonate und/oder Seifen eingesetzt.
[0029] Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d. h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht.
[0030] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
10-C
18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
8-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten.
Aus waschtechnischem Interesse sind C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate und C
14-C
16-Alkylsulfate insbesondere bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise
gemäß den
US-Patentschriften 3,234,258 oder
5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen
DAN
® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0031] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-methylverzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Waschmitteln aufgrund ihres
hohen Schaumverhaltens üblicherweise nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise
in Mengen von 0 bis 5 Gew.-% eingesetzt.
[0032] Geeignet sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten
Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren.
[0033] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
insbesondere gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierten Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere
aus natürlichen Fettsäuren, z. B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete
Seifengemische. Insbesondere sind solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 bis 100
Gew.-% aus gesättigten C
12-C
24-Fettsäureseifen und zu 0 bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind.
[0034] Eine weitere Klasse von Aniontensiden ist die durch Umsetzung von Fettalkoholethoxylaten
mit Natriumchloracetat in Gegenwart basischer Katalysatoren zugängliche Klasse der
Ethercarbonsäuren. Sie haben die allgemeine Formel: RO-(CH
2-CH
2-O)
p-CH
2-COOH mit R = C
1-C
18 und p = 0,1 bis 20. Ethercarbonsäuren sind wasserhärteunemp-findlich und weisen ausgezeichnete
Tensideigenschaften auf. Herstellung und Anwendung sind beispielsweise in
Seifen, Öle, Fette, Wachse 101, 37 (1975);
115, 235 (1989) und
Tenside Deterg. 25, 308 (1988) beschrieben.
[0035] Kationaktive Tenside enthalten den die Oberflächenaktivität bedingenden hochmolekularen
hydrophobe Rest bei Dissoziation in wässriger Lösung im Kation. Wichtigste Vertreter
der Kationtenside sind die quartären Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel:
(R
1R
2R
3R
4N
+) X
-. Dabei steht R
1 für C
1-C
8-Alk(en)yl, R
2 bis R
4 unabhängig voneinander für C
nH
2n+1-p-x-(Y
1(CO)R
5)
p-(Y
2H)
x, wobei n für ganze Zahlen ohne 0 steht und p und x für ganze Zahlen oder 0 stehen.
Y
1 und Y
2 stehen unabhängig voneinander für O, N oder NH. R
5 bezeichnet eine C
3-C
23-Alk(en)ylkette. X ist ein Gegenion, das bevorzugt aus der Gruppe der Halogenide,
Alkylsulfate und Alkylcarbonate ausgewählt ist. Besonders bevorzugt sind Kationtenside,
bei denen die Stickstoff-Gruppe mit zwei langen Acyl- und zwei kurzen Alk(en)yl-Resten
substituiert ist.
[0036] Amphotere oder ampholytische Tenside weisen mehrere funktionelle Gruppen auf, die
in wäßriger Lösung ionisieren können und dabei - je nach Bedingungen des Mediums -
den Verbindungen anionischen oder kationischen Charakter verleihen (vgl.
DIN 53900, Juli 1972). In der Nähe des isoelektrischen Punktes (um pH 4) bilden die Amphotenside innere
Salze, wodurch sie in Wasser schwer- oder unlöslich werden. Amphotenside werden in
Ampholyte und Betaine unterteilt, wobei letztere in Lösung als Zwitterionen vorliegen.
Ampholyte sind amphotere Elektrolyte, d. h. Verbindungen, die sowohl saure als auch
basische hydrophile Gruppen besitzen und sich also je nach Bedingung sauer oder basisch
verhalten. Als Betaine bezeichnet man Verbindungen mit der Atomgruppierung
R
3N
+-CH
2-COO
-, die typische Eigenschaften von Zwitterionen zeigen.
[0037] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte und/oder propoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder 1 bis 10 Mol Propylenoxid (PO) pro Mol Alkohol
eingesetzt. Besonders bevorzugt sind C
8-C
16-Alkoholalkoxylate, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder propoxylierte C
10-C
15-Alkoholalkoxylate, insbesondere C
12-C
14-Alkoholalkoxylate, mit einem Ethoxylierungsgrad zwischen 2 und 10, vorzugsweise zwischen
3 und 8, und/oder einem Propoxylierungsgrad zwischen 1 und 6, vorzugsweise zwischen
1,5 und 5. Die angegebenen Ethoxylierungs- und Propoxylierungsgrade stellen statistische
Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl
sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate und -propoxylate weisen eine eingeengte
Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates/propoxylates, NRE/NRP). Zusätzlich
zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt
werden. Beispiele hierfür sind (Talg-) Fettalkohole mit 14 EO, 16 EO, 20 EO, 25 EO,
30 EO oder 40 EO.
[0038] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglycoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x, z. B. als Compounds, besonders mit anionischen Tensiden, eingesetzt werden, in der
R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung
methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen
bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glycoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von
Monoglycosiden und Oligoglycosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10; vorzugsweise liegt x bei 1,1 bis 1,4.
[0039] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden,
insbesondere zusammen mit alkoxylierten Fettalkoholen und/oder Alkylglycosiden, eingesetzt
werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte
Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette,
insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung
JP-A-58/217 598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90113533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Besonders bevorzugt sind C
12-C
18-Fettsäuremethylester mit durchschnittlich 3 bis 15 EO, insbesondere mit durchschnittlich
5 bis 12 EO.
[0040] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0041] Als weitere Tenside kommen sogenannte Gemini-Tenside in Betracht. Hierunter werden
im allgemeinen solche Verbindungen verstanden, die zwei hydrophile Gruppen und zwei
hydrophobe Gruppen pro Molekül besitzen. Diese Gruppen sind in der Regel durch einen
sogenannten "Spacer" voneinander getrennt. Dieser Spacer ist in der Regel eine Kohlenstoffkette,
die lang genug sein sollte, daß die hydrophilen Gruppen einen ausreichenden Abstand
haben, damit sie unabhängig voneinander agieren können. Derartige Tenside zeichnen
sich im allgemeinen durch eine ungewöhnlich geringe kritische Micellkonzentration
und die Fähigkeit, die Oberflächenspannung des Wassers stark zu reduzieren, aus. In
Ausnahmefällen werden jedoch unter dem Ausdruck Gemini-Tenside nicht nur dimere, sondern
auch trimere Tenside verstanden.
[0042] Geeignete Gemini-Tenside sind beispielsweise sulfatierte Hydroxymischether gemäß
der deutschen Patentanmeldung
DE-A-43 21 022 oder Dimeralkohol-bis- und Trimeralkoholtris-sulfate und -ethersulfate gemäß der
internationalen Patentanmeldung
WO-A-96/23768. Endgruppenverschlossene dimere und trimere Mischether gemäß der deutschen Patentanmeldung
DE-A-195 13 391 zeichnen sich insbesondere durch ihre Bi- und Multifunktionalität aus. So besitzen
die genannten endgruppenverschlossenen Tenside gute Netzeigenschaften und sind dabei
schaumarm, so daß sie sich insbesondere für den Einsatz in maschinellen Wasch- oder
Reinigungsverfahren eignen.
[0043] Eingesetzt werden können aber auch Gemini-Polyhydroxyfettsäureamide oder Poly-Polyhydroxyfettsäureamide,
wie sie in den internationalen Patentanmeldungen
WO-A-95/19953,
WO-A-95/19954 und
WO95-A-/19955 beschrieben werden.
[0044] Die Menge an in den erfindungsgemäßen Mitteln enthaltenen Tensiden beträgt vorzugsweise
0,1 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, und besonders bevorzugt
20 Gew.-% bis 70 Gew.-%.
[0045] Derartige Tenside können den gesamten Flüssiganteil erfindungsgemäßer Mittel ausmachen,
aber auch ganz oder zumindest anteilig durch andere organische Lösungsmittel, die
vorzugsweise wassermischbar sind, ersetzt beziehungsweise ergänzt werden. In diesem
letzteren Fall können auch bei Raumtemperatur feste Vertreter der genannten Tenside
in solchen Mengen verwendet werden, dass noch ein flüssiges Mittel resultiert.
[0046] Als organische Lösungsmittel werden hierbei vorzugsweise Polydiole, Ether, Alkohole,
Ketone, Amide und/oder Ester, in Mengen von 0 bis 90 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis
70 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 60 Gew.-% eingesetzt. Bevorzugt sind niedermolekulare
polare Substanzen, wie beispielsweise Methanol, Ethanol, Propylencarbonat, Aceton,
Acetonylaceton, Diacetonalkohol, Ethylacetat, 2-Propanol, Ethylenglykol, Propylenglykol,
Glycerin, Diethylenglykol, Dipropylenglycolmonomethylether und Dimethylformamid bzw.
deren Mischungen.
[0047] Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klasse der Hydrolasen, wie der Proteasen,
Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkenden Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere
Glycosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen
tragen in der Wäsche zur Entfernung von Verfleckungen, wie protein-, fett-oder stärkehaltigen
Verfleckungen, und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glycosylhydrolasen können
durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung und zur Erhöhung
der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche beziehungsweise zur Hemmung der Farbübertragung
können auch Oxidoreduktasen eingesetzt werden.
[0048] Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie Bacillus subtilis,
Bacillus licheniformis, Streptomyces griseus und Humicola insolens gewonnene enzymatische
Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen,
die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise
aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen
oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden
Enzymen oder aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder
Protease, Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch
protease- und/oder lipasehaltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden
Enzymen von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch wirkende Enzyme
sind die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen
Fällen als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere α-Amylasen,
Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen,
Endoglucanasen und β-Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen
aus diesen eingesetzt. Da sich die verschiedenen Cellulase-Typen durch ihre CMCase-
und Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen
die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.
[0049] Der Anteil der Enzyme beziehungsweise Enzymmischungen kann beispielsweise etwa 0,1
bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 3 Gew.-% betragen.
[0050] Als weitere Waschmittelbestandteile können Builder, Cobuilder, Soil repellents, alkalische
Salze sowie Schauminhibitoren, Komplexbildner, Enzymstabilisatoren, Vergrauungsinhibitoren,
optische Aufheller und UV-Absorber enthalten sein.
[0051] Als Builder kann beispielsweise feinkristalliner, synthetischer und gebundenes Wasser
enthaltender Zeolith eingesetzt werden, vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith
P wird beispielsweise Zeolith MAP
® (Handelsprodukt der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch
Zeolith X sowie Mischungen aus A, X und/oder P. Von besonderem Interesse ist auch
ein cokristallisiertes Natrium/Kalium-Aluminiumsilicat aus Zeolith A und Zeolith X,
welches als VEGOBOND AX
® (Handelsprodukt der Firma Condea) im Handel erhältlich ist. Der Zeolith kann vorzugsweise
als sprühgetrocknetes Pulver zum Einsatz kommen. Für den Fall, daß der Zeolith als
Suspension eingesetzt wird, kann diese geringe Zusätze an nichtionischen Tensiden
als Stabilisatoren enthalten, beispielsweise 1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith,
an ethoxylierten C
12-C
18-Fettalkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C
12-C
14-Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen.
Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung;
Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser. Daneben können auch Phosphate als Buildersubstanzen
eingesetzt werden.
[0052] Geeignete Substitute bzw. Teilsubstitute für Phosphate und Zeolithe sind kristalline,
schichtförmige Natriumsilicate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilicate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilicate der angegebenen Formel sind solche,
in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl
β- als auch δ-Natriumdisilicate Na
2Si
2O
5 · y H
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilicat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-91/08171 beschrieben ist.
[0053] Zu den bevorzugten Buildersubstanzen gehören auch amorphe Natriumsilicate mit einem
Modul Na
2O : SiO
2 von 1 : 2 bis 1 : 3,3, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 2,8 und insbesondere von 1
: 2 bis 1 : 2,6, welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
Die Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilicaten kann dabei auf
verschiedene Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silicate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silicatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silicate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der
deutschen Patentanmeldung DE-A-44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silicate,
compoundierte amorphe Silicate und übertrocknete röntgenamorphe Silicate.
[0054] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate. Ihr Gehalt beträgt im allgemeinen nicht mehr
als 25 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige
Mittel. In einigen Fällen hat es sich gezeigt, daß insbesondere Tripolyphosphate schon
in geringen Mengen bis maximal 10 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, in Kombination
mit anderen Buildersubstanzen zu einer synergistischen Verbesserung des Sekundärwaschvermögens
führen. Bevorzugte Mengen an Phosphaten liegen unter 10 Gew.%, besonders bei 0 Gew.-%.
[0055] Als Cobuilder brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form
ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche
Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA)
und deren Abkömmlinge sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze
der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.
[0056] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer
Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen
somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Werts von Wasch-oder
Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen. Weitere einsetzbare
Säuerungsmittel sind bekannte pH-Regulatoren wie Natriumhydrogencarbonat und Natriumhydrogensulfat.
[0057] Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70 000 g / mol.
[0058] Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne
dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen M
w der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte
dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen
Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert.
Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren
als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmasse
sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.
[0059] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2 000 bis 20 000 g / mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2 000
bis 10 000 g / mol, und besonders bevorzugt von 3 000 bis 5 000 g / mol, aufweisen,
bevorzugt sein.
[0060] Geeignete Polymere können auch Substanzen umfassen, die teilweise oder vollständig
aus Einheiten aus Vinylalkohol oder dessen Derivaten bestehen.
[0061] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2 000 bis 70 000 g / mol, vorzugsweise
20 000 bis 50 000 g / mol und insbesondere 30 000 bis 40 000 g / mol. Die (co-)polymeren
Polycarboxylate können entweder als wäßrige Lösung oder vorzugsweise als Pulver eingesetzt
werden.
[0062] Zur Verbessung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren,
wie beispielsweise in der
EP-B-0 727 448 Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.
[0063] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der
DE-A-43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate
oder gemäß der
DE-C-42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zuckerderivate
enthalten.
[0064] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE-A-43 03 320 und
DE-A-4417 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze
bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0065] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung
DE-A-195 40 086 offenbart wird, daß sie neben Cobuilder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende
Wirkung aufweisen.
[0066] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, beispielsweise wie in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 280 223 beschrieben, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden
wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0067] Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500 000 g / mol. Dabei ist ein Polysaccharid
mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis
30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids
im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl
Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE
zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen
im Bereich von 2 000 bis 30 000 g / mol. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen
Patentanmeldung
94 19 091 beschrieben.
[0069] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat,
sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS),
dessen Synthese beispielsweise in
US 3,158,615 beschrieben wird, bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet.
Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate,
wie sie beispielsweise in den US-amerikanischen Patentschriften
US 4,524,009,
US 4,639,325, in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 150 930 und der japanischen Patentanmeldung
JP-A-93/339 896 beschrieben werden. Geeignete Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen
Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
[0070] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Cobuilder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung WO 95/20029 beschrieben.
[0071] Zusätzlich können die Mittel auch Komponenten enthalten, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen, sogenannte Soil repellents. Dieser Effekt wird
besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach
mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel, das diese öl- und fettlösende Komponente
enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten zählen
beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose
mit einem Anteil an Methoxylgruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxylgruppen
von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie
die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylenglycolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten
Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0072] Weitere geeignete Inhaltsstoffe der Mittel sind wasserlösliche anorganische Salze
wie Bicarbonate, Carbonate, amorphe Silicate oder Mischungen aus diesen; insbesondere
werden Alkalicarbonat und amorphes Alkalisilicat, vor allem Natriumsilicat mit einem
molaren Verhältnis Na
2O: SiO
2 von 1 : 1 bis 1 : 4,5, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 3,5, eingesetzt.
[0073] Bevorzugte Mittel enthalten alkalische Salze, Builder- und/oder Cobuildersubstanzen,
vorzugsweise Natriumcarbonat, Zeolith, kristalline, schichtförmige Natriumsilicate
und/oder Trinatriumcitrat, in Mengen von 0,5 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 50
Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 30 Gew.-% wasserfreie Substanz.
[0074] Beim Einsatz in maschinellen Waschverfahren kann es von Vorteil sein, den Mitteln
übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise
Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C
18-C
24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter
Kieselsäure sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit
silanierter Kieselsäure oder Bistearylethylendiamid. Mit Vorteilen werden auch Gemische
aus verschiedenen Schauminhibitoren verwendet, z.B. solche aus Siliconen, Paraffinen
oder Wachsen. Vorzugsweise sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silicon- und/oder
paraffinhaltige Schauminhibitoren, an eine granulare, in Wasser lösliche bzw. dispergierbare
Trägersubstanz gebunden. Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamiden
bevorzugt.
[0075] Als Komplexbildner bzw. als Stabilisatoren insbesondere für Perverbindungen und Enzyme,
die empfindlich gegen Schwermetallionen sind, kommen die Salze von Polyphosphonsäuren
in Betracht. Hier werden vorzugsweise die Natriumsalze von beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat,
Diethylentriaminpentamethylenphosphonat oder Ethylendiamintetramethylenphosphonat
in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% verwendet.
[0076] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
die wasserlöslichen Salze (co-)polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren
oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern
der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide
sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und
andere als die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z. B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische, sowie Polyvinylpyrrolidon beispielsweise in Mengen von 0,1 bis
5 Gew.-%, bezogen auf die Mittel, eingesetzt.
[0077] Die Mittel können optische Aufheller wie z. B. Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z. B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0078] Daneben können auch UV-Absorber eingesetzt werden. Dies sind Verbindungen mit ausgeprägtem
Absorptionsvermögen für Ultraviolettstrahlung, die als Lichtschutzmittel (UV-Stabilisatoren)
sowohl zur Verbesserung der Lichtbeständigkeit von Farbstoffen und Pigmenten sowie
von Textilfasern beitragen und auch die Haut des Trägers von Textilprodukten vor durch
das Textil dringender UV-Einstrahlung schützen. Im allgemeinen handelt es sich bei
den durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen um Derivate des Benzophenons,
dessen Substituenten wie Hydroxy-und/oder Alkoxy-Gruppen sich meist in 2- und/oder
4-Stellung befinden. Des weiteren sind auch substituierte Benzotriazole geeignet,
ferner in 3-Stellung phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls
mit Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Nickel-Komplexe sowie Naturstoffe
wie Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure. In einer bevorzugten Ausführungsform
absorbieren die UV-Absorber UV-A und UV-B-Strahlung sowie gegebenenfalls UV-C-Strahlung
und strahlen mit Wellenlängen blauen Lichts zurück, so daß sie zusätzlich die Wirkung
eines optischen Aufhellers haben. Bevorzugte UV-Absorber sind auch die in den
europäischen Patentanmeldungen EP-A-0 374 751,
EP-A-0 659 877,
EP-A-0 682 145,
EP-A-0 728 749 und
EP-A-0 825 188 offenbarten UV-Absorber wie Triazinderivate, z. B. Hydroxyaryl-1,3,5-triazin, sulfoniertes
1,3,5-Triazin, o-Hydroxyphenylbenzotriazol und 2-Aryl-2H-benzotriazol sowie Bis(anilinotriazinylamino)stilbendisulfonsäure
und deren Derivate. Als UV-Absorber können auch ultraviolette Strahlung absorbierende
Pigmente wie Titandioxid eingesetzt werden.
[0079] Die Mittel können weitere gebräuchliche Verdickungsmittel und Anti-Absetzmittel sowie
Viskositätsregulatoren wie Polyacrylate, Polycarbonsäuren, Polysaccharide und deren
Derivate, Polyurethane, Polyvinylpyrrolidone, Rizinusölderivate, Polyaminderivate
wie quaternisierte und/oder ethoxylierte Hexamethylendiamine sowie beliebige Mischungen
hiervon, enthalten. Bevorzugte Mittel weisen bei Messungen mit einem Brookfield-Viskosimeter
bei einer Temperatur von 20 °C und einer Scherrate von 50 min
-1 eine Viskosität unter 10 000 mPa·s auf.
[0080] Die Mittel können weitere typische Wasch- und Reinigungsmittelbestandteile wie Parfüme
und/oder Farbstoffe enthalten, wobei solche Farbstoffe bevorzugt sind, die keine oder
vernachlässigbare färbende Wirkung auf die zu waschenden Textilien haben. Bevorzugte
Mengenbereiche der Gesamtheit der eingesetzten Farbstoffe liegen unter 1 Gew.-%, vorzugsweise
unter 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Mittel. Die Mittel können auch Weißpigmente wie
z. B. TiO
2 enthalten.
[0081] Bevorzugte Mittel weisen Dichten von 0,5 bis 2,0 g / cm
3, insbesondere 0,7 bis 1,5 g / cm
3, auf. Die Dichtedifferenz zwischen den umhüllten Peroxocarbonsäureteilchen und der
flüssigen Phase des Mittels beträgt vorzugsweise nicht mehr als 10 % der Dichte einer
der beiden und ist insbesondere so gering, daß die umhüllten Peroxocarbonsäureteilchen
und vorzugsweise auch gegebenenfalls sonstige in den Mitteln enthaltene Feststoffpartikel
in der Flüssigphase schweben, was gegebenenfalls durch den Einsatz eines oben genannten
Verdickungsmittels erleichtert werden kann.
Beispiele
Beispiel 1:
[0082] Einwage:
40,0 g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L, 30%ig in Wasser)
30,0 g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88, 10%ig)
30,0 g demineralisiertes Wasser
0,1 g Salzsäure (10%ig)
30 g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 40 g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10-%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0083] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 700 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
6, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- beziehungsweise Ausgangstemperaturen
von 101°C beziehungsweise 57°C erhielt man ein feines weißes Pulver. Die Ausbeute
betrug 13,2 g und entsprach damit 88% des theoretischen Wertes. Die Partikelgröße
des Produktes lag bei 5 bis 30 µm, es zeigte wenige Agglomerate. Die Restfeuchte betrug
weniger als 4%.
[0084] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug 69%.
[0085] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 17%.
Beispiel 2
[0086] Einwage:
33,3 g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L)
50,0 g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88, 10%ig)
30,0 g demineralisiertes Wasser
0,1 g Salzsäure (10%ig)
50g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 33,3g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0087] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 700 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
6, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- beziehungsweise Ausgangstemperaturen
von 101 °C beziehungsweise 57°C erhielt man ein feines weißes Pulver. Die Ausbeute
betrug 12,8 g und entspricht 85% des theoretischen Wertes.
[0088] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 55%.
[0089] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 14%.
Beispiel 3
[0090] Einwage:
40,0 g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L)
30,0 g Polyvinylalkohol (Mowiol 3-83, 10%ig)
30,0 g demineralisiertes Wasser
0,1 g Salzsäure (10%ig)
30g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 3-83) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 40g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0091] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 700 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
6, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- bzw. Ausgangstemperaturen von 107°C
beziehungsweise 53°C erhielt man ein feines weißes Pulver. Die Ausbeute betrug 8,3g
und entsprach damit 55% des theoretischen Wertes.
[0092] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 70%.
[0093] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 19%.
Beispiel 4:
[0094] Einwage:
33,3 g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L)
50,0 g Polyvinylalkohol (Mowiol 3-83,10%ig)
30,0 g demineralisiertes Wasser
0,1 g Salzsäure (10%ig)
50g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 3-83) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 33,3g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10-%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0095] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 700 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
6, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- bzw.
[0096] Ausgangstemperaturen von 100°C beziehungsweise 60°C erhielt man ein feines weißes
Pulver. Die Ausbeute betrug 4,6g und entsprach damit 31 % des theoretischen Wertes.
[0097] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 55%.
[0098] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 15%.
Beispiel 5
[0099] Einwage:
40,0g ε-Phtalimidoperoxyhexansaäre, im folgenden "PAP" (Eureco L, 30%ig)
30,0g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88, 10%ig)
30,0g demineralisiertes Wasser
0,1g Salzsäure (10%ig)
30g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 40g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10-%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0100] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 800 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
8, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- bzw. Ausgangstemperaturen von 86°C
beziehungsweise 45°C erhielt man ein feines weißes Pulver. Die Ausbeute betrug 7,0g
und entsprach damit 47% des theoretischen Wertes.
[0101] Die Partikelgröße des Produktes lag bei 20-150µm, es zeigte Agglomerate. Die Restfeuchte
betrug 1,3%.
[0102] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 86%.
[0103] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 12% und nach 42 Tagen 15%.
Beispiel 6:
[0104] Einwage:
40,0g ε-Phtalimidoperoxyhexanoic acid, im folgenden "PAP" (Eureco L, 30%ig)
30,0g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88, 10%ig)
30,0g demineralisiertes Wasser
0,1 g Salzsäure (10%ig)
30g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 30g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 40g PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen
homogenen Dispersion mit 0,1 g 10-%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
[0105] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 800 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
8, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- beziehungsweise Ausgangstemperaturen
von 86°C beziehungsweise 45°C erhielt man ein feines weißes Pulver. Die Ausbeute betrug
4, 1 g und entsprach damit 27% des theoretischen Wertes.
[0106] Die Partikelgröße des Produktes lag bei 5-25 µm, es zeigte Agglomerate. Die Restfeuchte
betrug 2,5%.
[0107] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 86%.
[0108] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 6% und nach 42 Tagen 17%.
Beispiel 7
[0109] Einwage:
16,0g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L, 30%ig)
12,0g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88,10%ig)
12,0g demineralisiertes Wasser
12,0g Polyacrylsäure Natriumsalz (Mw 2100, 10%ig, mit 10%iger Salzsäure auf pH 3,5
eingestellt)
12g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 12g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 12g Polyacrylsäure und 16g PAP zugegeben und
der pH-Wert der erhaltenen homogenen Dispersion betrug 3,5.
[0110] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 800 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
7, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- bzw. Ausgangstemperaturen von 91°C
beziehungsweise 51°C erhielt man ein feines weißes Pulver.
[0111] Die Ausbeute betrug 2,7g und entsprach damit 38% des theoretischen Wertes.
[0112] Die Partikelgröße des Produktes lag bei 2-25 µm, es zeigte Agglomerate.
[0113] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 55%.
[0114] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 21 % und nach 42 Tagen 60%.
Beispiel 8
[0115] Einwage:
16,0g ε-Phtalimidoperoxyhexansäure, im folgenden "PAP" (Eureco L, 30%ig, nicht stabilisiert)
12,0g Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88,10%ig)
12,0g demineralisiertes Wasser
12,0g Citronensäure (10%ig)
12g einer 10-%igen Mowiol-Lösung (Typ 4-88) wurden mit weiteren 12g demineralisiertem
Wasser verdünnt. Unter Rühren wurden 12g einer 10%igen Citronensäure-Lösung und 16g
PAP zugegeben und der pH-Wert der erhaltenen homogenen Dispersion betrug 2,0.
[0116] Unter Rühren wurde diese Dispersion in einem Büchi Sprühtrockner (Typ 190) getrocknet.
Mit einem Sprühflow von 800 Litern pro Stunde Luft, einer Förderleistung gemäß Stufe
7, einer Aspiratorleistung Stufe 20 und Eingangs- bzw. Ausgangstemperaturen von 89°C
beziehungsweise 47°C erhielt man ein feines weißes Pulver.
[0117] Die Ausbeute betrug 2,0g und entsprach damit 28% des theoretischen Wertes.
[0118] Die Partikelgröße des Produktes lag bei 2-30 µm, es zeigte Agglomerate. Die Restfeuchte
betrug 2,5%.
[0119] Der genaue Aktivgehalt des Pulvers wurde über eine Elementaranalyse (Stickstoffwert)
bestimmt und betrug hier 58%.
[0120] Die Qualität des Produkts wurde über den Aktivsauerstoffgehalt ("AO" über Titrationsbestimmung)
nach verschiedenen Zeiten bestimmt. Der Aktivsauerstoffverlust betrug hier nach 2
Tagen 18% und nach 42 Tagen 21%.