BEREICH DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine patronierte Übungsmunition aus einem Geschoss
und einer dieses Geschoss aufnehmenden Patronenhülse, wobei die Patrone aus Geschoss
und Patronenhülse in eine Laufwaffe insbesondere mit mittlerem Kaliber wie z. B. 40
mm einsetzbar ist. Das Geschoss weist einen Geschosskörper mit einer Geschossspitze
und einem Geschossboden auf; in der Patronenhülse ist eine Treibkammer mit einer pyrotechnischen
Treibladung vorgesehen, die über eine pyrotechnische Zündeinrichtung anzündbar ist.
[0002] Das Geschoss und die Patronenhülse sind mechanisch miteinander verbunden z. B. verschraubt,
verquetscht etc., wobei diese Verbindung auch als Sollbruchstelle ausgebildet sein
kann.
[0003] Nach dem Anzünden der Treibladung brennt diese rasch ab, wobei die hierbei entwickelten
Treibgase in der Druckkammer einen hohen Druck erzeugen, der auf den Boden des Geschosses
wirkt; bei einem bestimmten Druck bricht die mechanische Verbindung zwischen Patronenhülse
und Geschoss auf, so dass das Geschoss aus der Patronenhülse ausgetrieben wird.
[0004] Eine patronierte Übungsmunition gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in der
AU 747 154 B2 offenbart.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0005] Diese und andere bekannten Übungspatronen haben eine relativ aufwendige Konstruktion
mit Drehteilen, maschinell angefertigten Bohrungen, Gewinden etc. So sind z. B. Patronenhülse
und Geschosskörper über eine zentrische Gewindehülse an der Patronenhülse und ein
korrespondierendes Gewinde in dem Geschossboden miteinander verbunden, wobei diese
Schraubverbindung gleichzeitig als Sollbruchstelle ausgebildet ist. Ferner ist die
Treibkammer ein gedrehtes oder gegossenes Metallteil, das in den Boden der Patronenhülse
eingeschraubt und durch einen weiteren Schraubeinsatz im Boden der Patronenhülse abgeschlossen
wird. Die Herstellungskosten können wirtschaftlich vertreten werden, da derartige
Übungspatronen in großen Stückzahlen gefertigt werden.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Konstruktion für eine patronierte
Übungsmunition der in Rede stehenden Art anzugeben, mit der die Herstellung der Munition
deutlich vereinfacht wird.
[0007] Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Konstruktion für eine patronierte
Übungsmunition der in Rede stehenden Art anzugeben, mit der die Herstellungskosten
für die Munition verringert werden.
[0008] Eine weitere Aufgabe ist es, die Konstruktion für die patronierte Munition so zu
gestalten, dass die Eigenschaften der Munition beim Abschuss und auch die Flugeigenschaften
des Geschosses während des Fluges gegenüber teureren Varianten einer patronierten
Munition entsprechend dem Stande der Technik nicht verschlechtert werden.
[0009] Schließlich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Konstruktion für
die patronierte Munition so zu vereinfachen, dass insgesamt weniger Teile für Geschoss
und Patronenhülse verwendet werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0010] Das Geschoss für die patronierte Übungsmunition gemäß der Erfindung weist einen zylindrischen
zentralen Block mit zwei Stirnseiten auf, wobei die eine, untere Stirnseite den Geschossboden
bildet. Ferner ist eine einteilige Geschossspitze z. B. in Form einer Haube vorgesehen,
die an ihrem unteren, gegen den zentralen Block gewandten Ende in einen federelastischen
Kragen übergeht, der am unteren offenen Ende mit einem nach innen weisenden umlaufenden
ersten Rastelement versehen ist. Die Geschossspitze wird mit dem Kragen auf der dem
Geschossboden gegenüberliegenden Seite auf den Umfang des zentralen Blockes aufgeschoben,
wobei das erste Rastelement des Kragens der Geschossspitze in ein korrespondierendes
zweites Rastelement des zentralen Blockes eingreift und den zentralen Block mit der
Geschossspitze verriegelt.
[0011] Die Patronenhülse ist einteilig und als annähernd zylindrischer Becher ausgebildet,
dessen nach oben offene, gegen den zentralen Block weisende Seitenwand im oberen Bereich
in einen federelastischen Kragen übergeht, der am oberen Rand mit einem nach innen
weisenden ersten Rastelement versehen ist. Die Patronenhülse wird auf den zentralen
Block aufgeschoben, wobei das Rastelement der Patronenhülse in ein korrespondierendes
zweites Rastelement des zentralen Blockes eingreift, so dass der zentrale Block und
die Patronenhülse miteinander verriegelt werden.
[0012] Diese Verriegelung bildet die mechanische Verbindung zwischen Geschoss und Patronenhülse.
[0013] Die erwähnten ersten Rastelemente an den Krägen sind vorzugsweise Randwülste, die
zweiten Rastelemente in dem zentralen Block sind vorzugsweise korrespondierende Rastnuten,
[0014] Die Patronenhülse weist an ihrem Boden noch einen zentrischen nach innen weisenden
etwa zylindrischen Vorsprung mit einer zentrischen Öffnung auf, in die ein Gehäuse
einsetzbar ist, in dem der Treibsatz und die pyrotechnische Zündeinrichtung für den
Treibsatz aufgenommen sind.
[0015] Die Treibkammer zum Austreiben des Geschosses ist hierbei der Raum zwischen dem Boden
des zentralen Blockes und dem Raum zwischen der Seitenwand der Patronenhülse und den
Wänden des zentrischen Vorsprunges.
[0016] Der Grundkörper der patronierten Munition setzt sich somit aus nur drei Teilen zusammen,
nämlich dem zentralen Block, der einteiligen Geschossspitze und der ebenfalls einteiligen
Patronenhülse. Patronenhülse und Geschossspitze sind bevorzugt Kunststoffteile und
sind entweder tiefgezogen oder als Kunststoffdruckgussteile ausgebildet, also in ihrer
Herstellung einfach und billig.
[0017] Der zentrale Block kann aus einem Kunststoffmaterial sein, wobei dieses Kunststoffmaterial
ein hohes spezifisches Gewicht aufweisen sollte, um eine Lage des Schwerpunkts und
des aerodynamischen Druckpunkts ähnlich wie bei einem scharfen Geschoss zu erhalten
und dem Übungsgeschoss gute Flugeigenschaften ähnlich einem scharfen Geschoss zu verleihen.
Hierzu eignen sich Verbundmaterialien aus Kunststoff und einem Metall, vorzugsweise
Bronze, die wie Kunststoff bearbeitet werden können. Andere Materialien wie Aluminium
etc. sind möglich. Der zentrale Block kann ein Voll- oder ein Hohlzylinder sein.
[0018] In der Geschossspitze kann z. B. noch ein Farbpulver enthalten sein, das beim Auftreffen
des Geschosses auf ein Ziel beim Bersten der Geschossspitze freigesetzt wird und den
Auftreffpunkt anzeigt. Ebenso kann in der Geschossspitze allein oder zusätzlich ein
beim Auftreffen auf das Ziel berstender Behälter angeordnet sein, der in zwei Abteilen
chemische Stoffe enthält, die beim Bersten des Behälters miteinander vermischt werden
und durch Chemolumineszenz Licht erzeugen, so dass der Auftreffpunkt des Geschosses
auf ein Ziel auch bei Nacht sichtbar gemacht wird.
Der zentrale Block kann noch in Umfangsrichtung einen umlaufenden Vorsprung aufweisen,
der zwischen den Umfangsnuten gelegen ist, in die die Rastwülste von Haube und Patronenhülse
eingreifen; dieser Vorsprung dient als Führungs- bzw. Drallband, wenn das Übungsgeschoss
aus einer Waffe mit gezogenem Lauf verschossen wird.
[0019] Der federelastische Kragen der Patronenhülse wird bevorzugt so ausgebildet, dass
er zumindest in seinem oberen Bereich nicht direkt an dem Lauf der Waffe anliegt,
sondern einen geringen Abstand hierzu hat. Wenn die Treibgase der Treibladung auf
den Boden des Geschosses wirken, wird der Kragen ab einem bestimmten Druck nach außen
gegen den Lauf gedrück,t ohne dass das Geschoss schon frei gegeben wird. Dies hat
den Vorteil dass beim Abbrennen der Treibgase diese nicht zwischen dem Kragen der
Patronenhülse und dem Abschussrohr nach hinten entweichen können, so dass in diese
Richtung kein Gasverlust auftritt. Steigt der Druck in der Kammer weiter an, so wird
bei einem bestimmten Druck der Rastwulst der Patronenhülse an der Rastnut des Geschosses
abgeschert, wodurch die Verbindung zwischen Rastwulst und Umfangsnut aufgebrochen
und das Geschoss freigegeben und aus der Patronenhülse ausgetrieben wird.
[0020] Das Freigeben des Geschosses erfolgt bei gut reproduzierbaren Drücken, so dass bei
jedem Schuss stets die gleichen Freigabe- und Flugeigenschaften für das Geschoss erreicht
werden.
[0021] Trotz der einfachen Konstruktion der Übungsmunition ist diese in ihrer Funktion einer
wesentlich teureren Munition durchaus gleichwertig.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0022] Die Erfindung ist einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
In dieser stellen dar:
Figur 1 einen Längsschnitt durch eine patronierte Übungsmunition aus einem Geschoss
und einer Patronenhülse; und
Figur 2 einen Längsschnitt durch ein Detail im Bereich der Verbindung zwischen Patronenhülse
und Geschoss.
[0023] Eine patronierte Übungsmunition 1 weist einen zentralen Block 2 auf, der als Vollzylinder
ausgebildet ist und aus einem schweren Kunststoff, insbesondere einem mit Bronze verstärkten
Kunststoff mit hohem spezifischen Gewicht besteht. Der zentrale Block ist als Vollzylinder
ausgebildet und weist zwei Stirnseiten auf, wobei die in der Figur untere Stirnseite
mit einer zentralen relativ breiten zylindrischen Vertiefung 3 ausgestattet ist, wo
hingegen die obere Stirnseite eben ist. Etwa in der Mitte des zentralen Blockes 2
ist ein umlaufender Vorsprung 4 vorgesehen, der die Funktion eines Führungs- bzw.
Drallbandes hat.
[0024] Auf den zentralen Block 2 ist eine Geschossspitze 5 aufgeschoben, die vorzugsweise
ein einteiliges Tiefziehteil aus Kunststoff ist und die Form eines zunächst dünnwandigen
Hohlzylinders aufweist, der im Bereich der Spitze in eine Kugelkalotte mit nahezu
halbkugelförmiger Gestalt übergeht. Die Geschossspitze 5 geht an ihrem unteren, dem
zentralen Block 2 zugewandten Ende in einen federelastischen Kragen 6 über, der an
seinem unteren Ende einen umlaufenden Rastwulst 7 aufweist, der, schiebt man die Geschossspitze
5 auf den Umfang im oberen Teil des zentralen Blockes, in eine ebenfalls umlaufende
Rastnut 8 des zentralen Blockes 2 einrastet, wobei diese Rastnut z. B. direkt am oberen
Rand des Führungsbandes 4 vorgesehen ist.
[0025] Der Raum zwischen der oberen Stirnseite des zentralen Blockes und der Haube ist ausgefüllt
mit einer auf der oberen Stirnseite aufliegenden Trägerplatte 9, die einen zentrischen
Behälter 10 aufweist, in dem ein Innenbehälter 11 vorgesehen ist. In dem Innenbehälter
11 und in dem Raum zwischen dem Innenbehälter 11 und dem Außenbehälter 10 ist jeweils
ein Material 12 bzw. 13 aufgenommen, wobei die beiden Materialien, wenn sie nach Aufbrechen
der Behälter sich miteinander vermischen, chemolumineszent reagieren, so dass Licht
erzeugt wird.
[0026] Der Restraum zwischen der Trägerplatte 9, dem Behälter 10 und der Geschossspitze
ist mit einem Markierungsstoff 14, z. B. einem roten Farbpulver ausgefüllt.
[0027] Die Trägerplatte 9 und die Behälter 10 bzw. 11 können ebenfalls aus Kunststoff sein.
[0028] Das beschriebene Geschoss wird in eine Patronenhülse 20 eingesetzt, die vorzugsweise
ebenfalls aus Kunststoff und z. B. ein Spritzgussteil ist. Die Patronenhülse 20 hat
die Form eines Bechers, wobei am offenen Ende des Bechers die Wand in ihrer Dicke
soweit reduziert ist, dass sich ein federelastischer Kragen 21 bildet. Der federelastische
Kragen 21 weist an seinem oberen Ende wie die Geschossspitze 5 einen umlaufenden Rastwulst
22 auf, der, schiebt man die Patronenhülse mit dem Kragen 21 über das untere Ende
des zentralen Blockes 2, in eine umlaufende Rastnut 23 des zentralen Blockes 2 einschnappt.
Die Rastnut 23 ist direkt unterhalb des Führungsbandes 4 angeordnet.
[0029] Die Patronenhülse 20 weist einen von ihrem Boden ausgehenden etwa zylinderförmigen
zentrischen Vorsprung 24 auf, der einen vom Boden ausgehenden zentrischen und im Wesentlichen
zylindrischen Aufnahmeraum 25 aufweist, an den sich eine die obere Wand des Vorsprunges
24 durchstoßende, gegenüber dem Aufnahmeraum 25 etwas verengte Ausströmöffnung 26
anschließt, die knapp unterhalb der Ausnehmung 3 am Boden des zentralen Blockes 2
endet.
[0030] In den Aufnahmeraum 25 kann passend ein Gehäuse 27 eingeschoben und dort befestigt
werden, in dem eine pyrotechnische Treibladung 28 und ein pyrotechnisches Anzündhütchen
29 aufgenommen sind. Das Gehäuse 27 weist an seinem, der Ausströmöffnung 26 zugewandten
Ende Öffnungen 30 auf, die direkt mit der Ausströmöffnung 26 kommunizieren.
[0031] Die gezeigte patronierte Übungsmunition wird wie folgt hergestellt:
[0032] Die Geschossspitze 5 wird mit ihrer Wölbung auf einem Träger abgestützt, so dass
das offene Ende mit dem Kragen 6 nach oben steht. In die Geschossspitze wird nun das
Farbpulver 14 eingefüllt und die Platte 9 mit dem daran befestigten bzw. einstückigen
Behälter 10 in die Geschossspitze eingesteckt und dort an einem Flansch abgestützt.
Anschließend wird die derart vorbereitete Geschossspitze 5 auf den zentralen Block
2 gesteckt und mit Hilfe der Rastwulst 7 und der Rastnut 8 verriegelt.
[0033] Anschließend wird in den Aufnahmeraum 25 der Patronenhülse 20 das Gehäuse 27 mit
dem Treibsatz 28 und dem Zündhütchen 29 eingesetzt und entsprechend befestigt, z.
B. mit Hilfe einer Verriegelung, einer Verklebung, etc. Dann wird die Patronenhülse
20 mit ihrem elastischen Kragen 21 von unten über den zentralen Block 2 geschoben,
bis die Rastwulst 22 in die Rastnut 23 einschnappt.
[0034] Damit ist die patronierte Übungsmunition fertiggestellt.
[0035] Die Patrone 1 kann nun in eine Laufwaffe eingesetzt und das Geschoss abgeschossen
werden. Der Zustand beim Abschuss ist für den Bereich der Verbindung zwischen der
Patronenhülse 20 bzw. deren Kragen 21 und einem nur angedeuteten Abschussrohr 40 in
Figur 2 gezeigt. In unbelastetem Zustand, d. h. vor dem Abschuss ist zwischen der
Außenwand des Kragens 21 und der Innenwand des Abschussrohres 40 ein kleiner Spalt
41 vorgesehen, der sich in Richtung auf das obere Ende des Kragens 21 leicht erweitert.
[0036] Wird nun die Treibladung 28 mit Hilfe des Zündhütchens 29 angezündet, so strömen
die Treibgase der Treibladung 28 durch die Öffnungen 30 und die Ausströmöffnung 26
in die Treibkammer 31 und wirken auf den Boden des zentralen Blockes 2 und die Ausnehmung
3 in dessen unterer Stirnseite. Wenn der Druck weiter ansteigt, treten Treibgase auch
in dem Raum zwischen dem zentralen Block 2 und dem Kragen 21 ein und biegen den Kragen,
wie durch den kleinen Pfeil P angedeutet, in Richtung auf die Innenwand des Abschussrohres
40, bis der Kragen 21 satt an dieser Innenwand anliegt. Wenn der Druck weiter steigt,
wird der umlaufende Rastwulst 22 abgeschert, wodurch das Geschoss freigegeben und
aus dem Lauf ausgetrieben wird. Ein Vorteil ist, dass während des Austreibens des
Geschosses kein Gas zwischen dem Kragen 21 und der Innenwand des Abschussrohres 40
nach hinten entweichen kann, da der Kragen 21 während des gesamten Ausstoßvorganges
des Geschosses an die Innenwand des Abschussrohres 40 gedrückt wird. Es tritt somit
kein Gasverlust nach hinten in Richtung des Bodens der Patronenhülse auf.
[0037] Es hat sich darüber hinaus gezeigt, dass die Abscherkraft zwischen dem umlaufenden
Rastwulst 22 und der umlaufenden Rastnut 23 sehr gut reproduzierbar ist, so dass die
Geschosse stets bei dem gleichen Gasdruck aus der Patronenhülse ausgetrieben werden,
so dass die Schussergebnisse hoch reproduzierbar sind.
[0038] Auch wenn im Vorhergehenden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben
worden sind, ist es für jeden Fachmann ersichtlich, dass Abänderungen und Modifikationen
der Ausführungsbeispiele möglich sind, ohne von dem Ziel der Erfindung abzuweichen.
1. Patronierte Übungsmunition aus einem Geschoss, das einen Geschosskörper und eine Geschossspitze
aufweist, und einer Patronenhülse, in der das Geschoss aufgenommen ist und die eine
Treibkammer, einen pyrotechnischen Treibsatz und eine pyrotechnische Zündeinrichtung
für den Treibsatz aufweist, wobei
➢ die Munition in eine Laufwaffe einsetzbar ist und das Geschoss nach Anzünden des
Treibsatzes durch Druckaufbau in der Treibkammer aus der Patronenhülse ausgetrieben
wird,
➢ das Geschoss einen einteiligen als Zylinder ausgebildeten zentralen Block (2) und
eine einteilige becherförmige Geschossspitze (5) aufweist, die im Bereich ihres offenen
Randes als felderelastischer Kragen mit einem am äußerten Rand umlaufenden, nach innen
weisenden ersten Rastelement (Rastwulst 7) versehen ist, das beim Aufschieben der
Geschossspitze (5) auf den zentralen Block (2) in ein ebenfalls umlaufendes zweites
Rastelement (Rastnut 8) in dem zentralen Block (2) einrastet,
➢ der zylindrische zentrale Block (2) zwei Stirnseiten aufweist, wobei die untere
Stirnseite den Geschossboden bildet,
➢ die Patronenhülse (20) ein einstückiges becherförmiges Teil ist und an ihrem offenen
Ende in einen federelastischen Kragen (21) übergeht, der an seinem offenen Ende ein
umlaufendes erstes Rastelement (Rastwulst 22) aufweist, das beim Aufschieben der Patronenhülse
(20) auf den zentralen Block (2) in ein ebenfalls umlaufendes korrespondierendes zweites
Rastelement (Rastnut 23) des zentralen Blockes (2) eingreift,
➢ sich vom Boden der Patronenhülse (20) ein etwa zylindrischer Vorsprung (24) nach
innen erstreckt, in dem zentrisch ein Aufnahmeraum (25) für die Treibladung (28) und
die Zündeinrichtung (29) vorgesehen ist, wobei der Vorsprung mit einer Ausströmöffnung
(26) versehen ist, die unterhalb des Bodens des zentralen Blockes (2) endet, dadurch gekennzeichnet, dass
➢ der Raum zwischen einer oberen Stirnseite des zentralen Blockes und der Geschossspitze
(5) mit einer auf der oberen Stirnseite aufliegenden Trägerplatte (9) ausgefüllt ist,
die einen zentrischen Behälter (10) aufweist, in dem ein Innenbehälter (11) vorgesehen
ist, wobei die Trägerplatte (9) in die Geschossspitze (5) eingesteckt wird und sich
dort an einem Flansch abstützt, und die derart vorbereitete Geschossspitze (5) auf
den zentralen Block (2) gesteckt und mit Hilfe der Rastwulst (7) und der Rastnut (8)
verriegelt wird.
2. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einstückige Geschossspitze (5) und die einstückige Patronenhülse (20) jeweils
aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sind.
3. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Block (2) aus einem Kunststoff-Verbundmaterial mit hohem spezifischen
Gewicht besteht.
4. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundstoff eine Mischung aus Kunststoff und Bronze ist.
5. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Block (2) einen umlaufenden Vorsprung (4) aufweist, der als Führungs-
bzw. Drallband beim Abschuss des Geschosses aus einem gezogenen Lauf (40) dient.
6. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufenden zweiten Rastelemente (Rastnuten 8) des zentralen Blockes (2) zum
Verriegeln der Haube (5) bzw. der Ringhülse (20) unmittelbar ober- bzw. unterhalb
des Drall- bzw. Führungsbandes (4) angeordnet sind.
7. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der federelastische Kragen (21) der Patronenhülse (20) in Richtung auf das zweite
Rastelement (Rastnut 23) des zentralen Blockes (2) verjüngt und im Bereich dieses
Rastelementes (Rastnut 23) innerhalb des Außendurchmessers des zentralen Blockes (2)
liegt.
8. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Geschossspitze Markierungsmittel (14, 12, 13) vorgesehen sind, um den Auftreffpunkt
des Geschosses auf ein Ziel anzuzeigen.
9. Patronierte Übungsmunition nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungsmittel ein Farbpulver (14) und/oder chemolumineszente Substanzen (12,
13) sind.
10. Patronierte Übungsmunition nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Block (2) als Hohl- oder Vollzylinder ausgebildet ist.
11. Patronierte Übungsmunition nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Stirnseite des zentralen Blocks (2) mit einer zentralen, relativ breiten
zylindrischen Vertiefung (3) ausgestattet ist, während die obere Stirnseite eben ist.
1. Cartridged blank ammunition, comprising a projectile, which has a projectile body
and a projectile tip, and a cartridge case, in which the projectile is held, and which
has a propulsion chamber, a pyrotechnic propulsive charge and a pyrotechnic ignition
device for the propulsive charge, wherein
➢ the ammunition can be inserted into a long-barrel weapon and the projectile is propelled
out of the cartridge case after ignition of the propulsive charge by means of pressure
buildup within the propulsion chamber,
➢ the projectile has a one-part central block (2), formed as a cylinder, and a one-part
cup-shaped projectile tip (5), which is provided in the region of its open edge as
a spring-elastic collar with a first engaging element (engaging bead 7) running peripherally
around the outer edge and facing inwards, which engages in a likewise peripheral second
engaging element (engaging groove 8) in the central block (2) when the projectile
tip (5) is pushed onto the central block (2),
➢ the cylindrical central block (2) has two end faces, the lower end face forming
the base of the projectile,
➢ the cartridge case (20) is a one-piece cup-shaped part and goes over at its open
end into a spring-elastic collar (21), which has at its open end a peripheral first
engaging element (engaging bead 22), which engages in a likewise peripheral corresponding
second engaging element (engaging groove 23) of the central block (2) when the cartridge
case (20) is pushed onto the central block (2),
➢ an approximately cylindrical projection (24), in which a receiving space (25) for
the propulsive charge (28) and the ignition device (29) is centrally provided, extends
inwards from the base of the cartridge case (20), the projection being provided with
an outflow opening (26) that ends beneath the base of the central block (2), characterized in that
➢ the space between an upper end face of the central block and the projectile tip
(5) is filled by a carrier plate (9), which rests on the upper end face and has a
central container (10), in which an inner container (11) is provided, the carrier
plate (9) being inserted into the projectile tip (5) and supported there on a flange,
and the projectile tip (5) prepared in this way being fitted onto the central block
(2) and locked with the aid of the engaging bead (7) and the engaging groove (8).
2. Cartridged blank ammunition according to Claim 1, characterized in that the one-piece projectile tip (5) and the one-piece cartridge case (20) are each made
of a plastics material.
3. Cartridged blank ammunition according to Claim 1, characterized in that the central block (2) consists of a composite plastics material of a high relative
density.
4. Cartridged blank ammunition according to Claim 3, characterized in that the composite material is a mixture of plastic and bronze.
5. Cartridged blank ammunition according to Claim 1, characterized in that the central block (2) has a peripheral projection (4), which serves as a guiding
or rifling band when the projectile is fired from a drawn barrel (40).
6. Cartridged blank ammunition according to Claim 5, characterized in that, for locking the cap (5) or the annular case (20), the peripheral second engaging
elements (engaging grooves 8) are arranged directly above or below the rifling or
guiding band (4).
7. Cartridged blank ammunition according to Claim 1, characterized in that the spring-elastic collar (21) of the cartridge case (20) tapers in the direction
of the second engaging element (engaging groove 23) of the central block (2) and,
in the region of this engaging element (engaging groove 23), lies within the outer
diameter of the central block (2).
8. Cartridged blank ammunition according to Claim 1, characterized in that marking means (14, 12, 13) are provided within the projectile tip in order to indicate
the strike point of the projectile on a target.
9. Cartridged blank ammunition according to Claim 8, characterized in that the marking means are a dye powder (14) and/or chemoluminescent substances (12, 13).
10. Cartridged ammunition in accordance with one of the claims 1 to 9, characterised by the fact that the central block (2) is designed as a hollow or solid cylinder.
11. Cartridged ammunition in accordance with one of the claims 1 to 9, characterised by the fact that the lower front side of the central block (2) has a central, relatively
wide cylindrical recess (3), while the upper front side is flat.
1. Munition d'exercice à cartouche composée d'un projectile, qui présente un corps de
projectile et une pointe de projectile, et d'une douille de cartouche dans laquelle
est logé le projectile et qui présente une chambre de propulsion, une charge propulsive
pyrotechnique et un dispositif d'allumage pyrotechnique pour le la charge propulsive,
* la munition pouvant être introduite dans une arme à canon et le projectile étant
expulsé hors de la douille de cartouche après l'allumage de la charge propulsive par
établissement de pression dans la chambre de propulsion,
* le projectile présentant une bloc central (2) réalisé en une seule pièce sous la
forme d'un cylindre et une pointe de projectile (5) monobloc en forme de godet qui,
dans la zone de son bord ouvert sous la forme d'un collet déformable, est munie d'un
premier élément d'enclenchement (bourrelet d'enclenchement 7) périphérique sur le
bord extérieur dirigé vers l'intérieur, lequel s'enclenche dans le bloc central (2)
lors de l'emmanchement de la pointe de projectile (5) sur le bloc central (2) dans
un deuxième élément d'enclenchement (rainure d'enclenchement 8) lui aussi périphérique,
* le bloc central (2) cylindrique présentant deux faces frontales, la face frontale
inférieure formant le fond du projectile,
* la douille de cartouche (20) étant une pièce monobloc en forme de godet et se transformant
en un collet déformable (21) à son extrémité ouverte, lequel présente à son extrémité
ouverte un premier élément d'enclenchement (bourrelet d'enclenchement 22) périphérique
qui, lors de l'emmanchement de la douille de cartouche (20) sur le bloc central (2),
vient en prise dans un deuxième élément d'enclenchement (rainure d'enclenchement 23)
correspondant, lui aussi périphérique, du bloc central (2),
* une partie en saillie (24) approximativement cylindrique s'étendant vers l'intérieur
depuis le fond de la douille de cartouche (20), dans laquelle est prévu un espace
d'accueil (25) centré pour la charge propulsive (28) et le dispositif d'allumage (29),
la partie en saillie étant munie d'une ouverture d'évacuation (26) qui se termine
sous le fond du bloc central (2), caractérisée en ce que
* l'espace entre une face frontale supérieure du bloc central et la pointe de projectile
(5) est rempli d'une plaque porteuse (9) qui repose sur la face frontale supérieure,
laquelle présente un récipient centré (10) dans lequel est prévu un récipient interne
(11), la plaque porteuse (9) étant insérée dans la pointe de projectile (5) et s'y
appuyant sur une bride, et la pointe de projectile (5) ainsi préparée étant emboîtée
sur le bloc central (2) et verrouillée à l'aide du bourrelet d'enclenchement (7) et
de la rainure d'enclenchement (8).
2. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la pointe de projectile (5) monobloc et la douille de cartouche (20) monobloc sont
respectivement fabriquées dans une matière plastique.
3. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bloc central (2) se compose d'un matériau composite synthétique ayant un poids
volumique élevé.
4. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 3, caractérisée en ce que le matériau composite est un mélange de matière plastique et de bronze.
5. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bloc central (2) présente une partie en saillie (4) périphérique qui sert de bande
de guidage ou de torsion lors du lancement du projectile hors d'un canon rayé (40).
6. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 5, caractérisée en ce que les deuxièmes éléments d'enclenchement (rainures d'enclenchement 8) périphériques
du bloc central (2) sont disposés directement au-dessus ou au-dessous de la bande
de torsion ou de guidage (4) en vue de verrouiller le capot (5) ou la douille annulaire
(20).
7. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que le collet déformable (21) de la douille de cartouche (20) se rétrécit en direction
du deuxième élément d'enclenchement (rainure d'enclenchement 23) du bloc central (2)
et se trouve dans la zone de cet élément d'enclenchement (rainure d'enclenchement
23) à l'intérieur du diamètre extérieur du bloc central (2).
8. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que des moyens de marquage (14, 12, 13) sont prévus dans la pointe de projectile afin
d'indiquer le point d'impact du projectile sur une cible.
9. Munition d'exercice à cartouche selon la revendication 8, caractérisée en ce que les moyens de marquage sont une poudre colorée (14) et/ou des substances chimioluminescentes
(12, 13).
10. Munition d'exercice encartouchée selon l'une des renvendications 1 à 9, caractérisée par le fait que le bloc central (2) prend la forme d'un cylindre creux ou plein.
11. Munition d'exercice encartouchée selon l'une des revendication 1 à 10, caractérisée par le fait que la face frontale inférieure du bloc central (2) est équipée d'une cavité (3) centrale
cylindrique relativement large alors que la face frontale supérieure est plane.