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(11) |
EP 1 738 007 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.09.2012 Patentblatt 2012/38 |
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Anmeldetag: 05.02.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2004/000065 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/056903 (23.06.2005 Gazette 2005/25) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM STEUERN DER NADELBEWEGUNG BEI EINER NÄHMASCHINE
METHOD AND DEVICE FOR CONTROLLING THE MOVEMENT OF A NEEDLE IN A SEWING MACHINE
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR COMMANDER LE MOUVEMENT DE L'AIGUILLE D'UNE MACHINE A COUDRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
15.12.2003 CH 21402003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.01.2007 Patentblatt 2007/01 |
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Patentinhaber: BERNINA International AG |
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8266 Steckborn (CH) |
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Erfinder: |
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- KÖNIG, Michael
78464 Konstanz (DE)
- DURVILLE, Gérard
CH-5073 Gipf-Oberfrick (CH)
- ZESCH, Wolfgang
CH-8047 Zürich (CH)
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| (74) |
Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Patentanwalt H.R. Gachnang
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 8501 Frauenfeld (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 360 398 US-A1- 2001 050 036
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GB-A- 2 059 636 US-A1- 2003 131 773
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern der Nadelbewegung
bei einer Nähmaschine gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 9 sowie ein Nähfuss
zur Durchführung des Verfahrens und ein Adapter gemäss den Merkmalen der Patentansprüche
13 und 15.
[0002] Üblicherweise wird das Nähgut bei Nähmaschinen nach der Ausführung eines Nähstichs
mittels einer Transportvorrichtung zur nächstfolgenden Stichposition vorgeschoben.
Verbreitet werden für diesen Zweck im Bereich der Stichplatte angeordnete Transporteure
eingesetzt, welche eine flach-ovale Bewegung ausführen und dabei während der Vorschubphasen
durch Schlitze in der Stichplatte hervorragen und so das Nähgut verschieben. Es sind
verschiedene Methoden bekannt, wie das Nähgut bei solchen Transportvorgängen überwacht
werden kann. So können beispielsweise Sensoren vorgesehen sein, welche die Kanten
des Nähguts erkennen und den Nähvorgang rechtzeitig unterbrechen, damit kein Nähstich
ausserhalb des Nähguts erfolgt.
Aus der
DE19850742 ist eine Vorrichtung mit einer Kamera bekannt, die zum Feststellen der Lage zweier
benachbarter Einstichstellen der Nähnadel auf dem Nähgut verwendet wird. Eine Vergleichseinrichtung
stellt Abweichungen der Istwerte von gespeicherten Sollwerten für die Lage dieser
Einstichstellen fest und beeinflusst den Stoffvorschub derart, dass nachfolgende Einstichstellen
möglichst wenig von den jeweils gewünschten Solllagen abweichen.
[0003] Die
US-A-2003/131773 schlägt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln des Stofftransports vor, wobei
mittels eines unterhalb der Stichplatte angeordneten optischen Sensors erfasste Abweichungen
der tatsächlichen Stoffbewegungen von den Vorgabegrössen ermittelt und ausgeglichen
werden.
[0004] Die
EP-A-0360398 offenbart eine Quiltvorrichtung, bei welcher das Nähgut im Bereich der Einstichstelle
der Nähnadel von einer Kamera erfasst und auf einem Monitor dargestellt wird. Ein
Operateur kann mit Hilfe der Darstellung des Einstichbereichs auf dem Monitor die
Bewegung des Quiltrahmens mittels eines Joysticks steuern.
[0005] Beim Quilten wird das Nähgut in der Regel manuell, d.h. ohne Hilfe einer Stofftransportvorrichtung,
auf der Nähgutauflage aufliegend in unterschiedliche Richtungen verschoben. Herkömmlich
wird die Nadelstangenbewegung für die Stichbildung von der Bedienperson manuell oder
mittels eines Fussanlassers gesteuert. Die Bedienperson muss die Nähgeschwindigkeit
selbst derart an die jeweilige Stoffvorschubgeschwindigkeit anpassen, dass die einzelnen
Nähstiche in gleichmässigem Abstand zueinander ausgeführt werden. Es ist aber auch
schon ein Verfahren bekannt, wonach ein unterhalb der Nähgutauflage angeordneter Sensor
Relativbewegungen zwischen der Nähmaschine bzw. einem in Bezug auf die Nähmaschine
unbewegten Objekt und der direkt auf der Nähgutauflage aufliegenden bzw. in einem
Rahmen aufgespannten Stoffschicht erfasst und den Nähnadelantrieb derart steuert,
dass der Abstand zwischen einzelnen Nähstichen möglichst konstant ist.
In der Regel umfasst das Nähgut mehrere aufeinander aufliegende Stoffschichten und/oder
auf einer Stoffschicht aufgebrachte Applikationen. Beim Verschieben eines solchen
Stoffstapels aus zwei oder mehr Nähgutschichten kann sich die Lage der einzelnen Schichten
relativ zueinander infolge Schlupfs verändern. Die Höhe des Schlupfs hängt von der
Beschaffenheit der einzelnen Nähgutschichten ab, also beispielsweise von den Materialien
und von deren Dicken. Ebenso spielt die Anzahl einzelner Schichten eine Rolle.
Bei der Erfassung des Stoff- bzw. Nähgutvorschubs von unten her wird nur die Bewegung
der untersten Nähgutschicht erfasst. Infolge des Schlupfs kann sich die oberste Schicht,
welche nach dem Näh- bzw. Quiltvorgang die Ansichtseite ist, gegenüber der vom Sensor
erfassten Schicht verschieben. In der obersten, sichtbaren Nähgutschicht können somit
die einzelnen Stichpositionen von den gewünschten Sollpositionen abweichen.
Die begrenzten Platzverhältnisse im Bereich der Stichplatte unterhalb der Nähgutauflage
stehen einer optimalen Ausgestaltung der Sensorik für die Erfassung der Nähgutbewegung
entgegen. Bei weit von der Einstichstelle der Nähnadel entfernter Erfassungsstelle
können unzulässig hohe Fehler auftreten. Wenn die Erfassung der Nähgutbewegung möglichst
nahe bei der Einstichstelle der Nähnadel erfolgen soll, kann dies die gleichzeitige
Existenz eines Transporteurs in diesem Bereich verunmöglichen.
Im weiteren ist die Schärfentiefe herkömmlicher optischer Erfassungsvorrichtungen
für die Erfassung von Nähgutbewegungen äusserst gering. Für eine einwandfreie Erfassung
des Nähguts müssen somit Mittel vorgesehen sein, mit denen das Nähgut innerhalb des
begrenzten Schärfentiefebereichs der Erfassungsvorrichtung gehalten werden kann.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Steuern der Nadelbewegung bei einer Nähmaschine zu schaffen, bei denen die Relativbewegungen
zwischen dem auf einer Nähgutauflage aufliegenden Nähgut und der Nähmaschine erfasst
werden, und bei denen die Bewegung der Nähnadel in Abhängigkeit dieser Relativbewegungen
steuerbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff
der Patentansprüche 1 und 9, durch einen Nähfuss gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
13 und durch einen Adapter gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0008] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren und der erfindungsgemässen Vorrichtung können
die für die Qualität des Näh- bzw. Quiltvorgangs relevante Nähgutoberseite bzw. deren
Bewegungen oder Relativbewegungen parallel zur Nähgutauflage erfasst werden. Als Folge
ist die Abweichung des Abstandes benachbarter Nähstiche bzw. der Position der einzelnen
Nähstiche von einem wähl- oder einstellbaren Sollabstand bzw. von wähl- oder einstellbaren
Sollpositionen minimal. Die Erfassung der Relativbewegung zwischen dem Nähgut bzw.
einem beliebigen in Bezug zum Nähgut nicht bewegten Objekt und der Nähmaschine oder
einem beliebigen in Bezug zur Nähmaschine nicht bewegten Objekt schliesst alle möglichen
Ausgestaltungen mit bewegbarem Nähgut und/oder mit bewegbarer Nähmaschine ein. Das
Nähgut kann in einem Rahmen aufgespannt oder frei beweglich sein.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine optische Erfassungsvorrichtung
vorgesehen, bei welcher ein Bildausschnitt der Nähgutoberseite im Bereich der Nähnadel
erfasst und über eine Optik auf einen Bildsensor abgebildet wird. Der Erfassungsbereich
bzw. der erfasste Bildausschnitt ist gross genug, dass einzelne Strukturmerkmale des
Nähguts selbst bei hohen Relativgeschwindigkeiten oder -beschleunigungen mehrmals
innerhalb des Erfassungsbereichs erfassbar sind. Die Optik der Erfassungsvorrichtung
hat eine verhältnismässig grosse Schärfentiefe, sodass eine zuverlässige Erfassung
der Position oder Lage bzw. der Bewegung des Nähguts unabhängig von dessen Dicke und
von der Anzahl Nähgutschichten möglich ist.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist mindestens ein Teil
der Erfassungsvorrichtung in einen Nähfuss integriert. Auf diese Weise kann das Nähgut
nahe der Einstichstelle erfasst werden, wodurch Fehler infolge unterschiedlicher Bewegungen
des Nähguts bei der Einstichstelle und bei der Erfassungsstelle minimal gehalten werden
können. Beim Quilten führt der Nähfuss jeweils zwischen zwei Nähstichen eine Hüpfbewegung
aus. Obwohl die Erfassungsoptik diese Hüpfbewegung ebenfalls ausführt, ist eine zuverlässige
Erkennung des Nähguts sichergestellt, da die Schärfentiefe der Optik mindestens so
gross ist, wie der Hub der Hüpfbewegung. Im weiteren ist eine Beleuchtung der Nähgutoberseite
im Erfassungsbereich vorgesehen, wobei ein Lichtstrahl unter einem optimierten Winkel
in Bezug zur Nähgutoberfläche auf diese auftrifft. Dabei wird einerseits sichergestellt,
dass die Nähgutoberfläche kontrastreich auf den Bildsensor abgebildet wird und andererseits,
dass eine ausreichende Ausleuchtung des Erfassungsbereichs bei Hebe- und Senkbewegungen
des Nähfusses gewährleistet ist. Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung wird das Licht der Lichtquelle über ein Prisma auf die Nähgutoberseite geführt
und von dort über das gleiche Prisma zum Bildsensor geleitet. Dank der speziellen
Ausgestaltung des Prismas können die Lichtquelle und der Bildsensor sehr nahe beieinander
angeordnet werden. Ausserdem ist der Platzbedarf der Erfassungseinrichtung in unmittelbarer
Nähe der Nähgutoberfläche und der Nähfusssohle sehr gering, sodass der Nähfuss beim
Nähen bzw. Quilten kaum oder gar nicht als Hindernis wahrgenommen wird.
[0009] Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im folgenden näher beschrieben. Dabei zeigen
- Figur 1
- ein Prinzipschema einer Nähmaschine mit der erfindungsgemässen Erfassungsvorrichtung,
- Figur 2
- einen teilweise aufgeschnittenen Nähfuss mit integrierter Erfassungsvorrichtung,
- Figur 3a
- eine perspektivische Ansicht des vollständigen Nähfusses aus Figur 2
- Figur 3b
- das untere Ende einer Stoffdrückerstange mit einem Adapter zum Anschliessen des Nähfusses
aus Figur 3a
- Figur 4
- den aufgeschnittenen Nähfuss aus Figur 2 in seitlicher Ansicht,
- Figur 5a
- eine Seitenansicht eines Nähfusses in der untersten Absenkposition der Hüpfbewegung,
wobei kein Nähgut auf der Stichplatte aufliegt,
- Figur 5b
- den Nähfuss aus Figur 5a in maximal abgesenkter Position mit einem auf der Stichplatte
aufliegenden dicken Nähgutstapel,
- Figur 6
- eine weitere Ausgestaltung eines Nähfusses, welcher teilweise aufgeschnitten in Seitenansicht
dargestellt ist,
- Figur 7
- ein Schnittbild der Kontaktstelle zwischen Stoffdrückerstange und Nähfuss.
[0010] Figur 1 zeigt ein Prinzipschema einer Nähmaschine 1 mit einer Vorrichtung zum Steuern
bzw. Regeln der Nadelbewegung in Abhängigkeit von Bewegungen des auf einer Nähgutauflage
bzw. auf dem Unterarm 5 verschiebbar aufliegenden Nähguts 3 bzw. zur Erfassung von
Relativbewegungen zwischen dem Nähgut 3 und der Nähmaschine 1. Vorzugsweise umfasst
die Nähmaschine 1 eine Transportvorrichtung 7, z.B. einen herkömmlichen Transporteur
7a mit balkenartigen Mitnehmern (keine Darstellung), welche zum Vorschieben des Stoffes
bzw. Nähgutes 3 eine länglich-ovale Kreisbewegung ausführen und dabei periodisch durch
Schlitze in einer Stichplatte 9 hervorragen. Die Transportvorrichtung 7 ist derart
ein- oder verstellbar bzw. deaktivierbar, dass beim Nähen oder Quilten mit Freihandvorschub
kein automatischer Stoffvorschub erfolgt. Alternativ kann die Nähmaschine 1 auch keine
Transportvorrichtung 7 für den automatischen Stoffvorschub umfassen.
Die Nähmaschine 1 umfasst im weiteren einen Ständer 11, welcher einen Oberarm 13 mit
einem Nähmaschinenkopf bzw. einem Kopfteil 15 trägt. Das Kopfteil 15 ist oberhalb
der Stichplatte 9 angeordnet. An der Unterseite des Kopfteils 15 ragen eine Nadelstange
17 zum Aufnehmen einer Nähnadel 19 und eine Stoffdrückerstange 21 zum Aufnehmen eines
Nähfusses 23 aus dem Kopfteil 15 heraus. Für die Steuerung der Nähmaschine 1 ist eine
Maschinensteuerung 25 vorgesehen. Eine mit der Maschinensteuerung 25 in Wirkverbindung
stehende Erfassungsvorrichtung 27 ist derart ausgebildet und an der Nähmaschine 1
angeordnet, dass sie Relativbewegungen des auf der Nähgutauflage aufliegenden Nähguts
3 bzw. Relativbewegungen der Nähgutoberseite, welche der Nähnadel 19 zugewandt ist,
in Bezug zur Nähmaschine 1 erfassen kann. Selbstverständlich umfasst der Begriff Nähmaschine
1 hier auch Objekte wie z.B. einen Nähtisch oder eine Haltevorrichtung für die Nähmaschine
1, die relativ zur Nähmaschine 1 nicht bewegt werden. In Figur 1 ist die Wirkverbindung
zwischen der Erfassungsvorrichtung 27 und der Maschinensteuerung 25 schematisch durch
eine unterbrochene Linie L0 dargestellt. Die Wirkverbindung dient der ein- oder zweiseitigen
Kommunikation oder Signalübertragung zwischen der Erfassungsvorrichtung 27 und der
Steuerung 25 sowie, soweit dies erforderlich ist, der Energieversorgung der Erfassungsvorrichtung
27. Die Wirkverbindung kann z.B. elektrische Leiter und/oder optische Sender und Empfänger
und/oder eine Funkverbindung z.B. auf Basis der Bluetooth-Technologie umfassen. Im
weiteren können optische Elemente wie Linsen, Spiegel, Lichtleiter und dergleichen
Bestandteil der Wirkverbindung zwischen Erfassungsvorrichtung 27 und Maschinensteuerung
25 sein. Die Erfassungsvorrichtung 27 ist oberhalb der Stichplatte 9 derart angeordnet,
dass sie die Nähgutoberseite bzw. deren Relativbewegungen im Bereich der Einstichstelle
der Nähnadel 19 in das Nähgut 3 erfassen kann. Vorzugsweise umfasst die Erfassungsvorrichtung
27 für diesen Zweck eine Kamera bzw. einen Bildsensor 29 (Figur 2). Dieser Bildsensor
29 erfasst in schneller Folge (z.B. mit einer Wiederholfrequenz von etwa 1500Hz) ein
zweidimensionales Abbild des sich im Erfassungsbereich des Sensors befindlichen Ausschnittes
der Nähgutoberseite. Gute Resultate können mit einem Bildsensor 29 erreicht werden,
wie er beispielsweise bei optischen Computermäusen eingesetzt wird. Beim Verschieben
des auf der Nähgutauflage aufliegenden Nähgutes 3 kann eine in den Bildsensor 29 integrierte
oder diesem nachgeschaltete Bildverarbeitungselektronik z.B. anhand der Positionsänderung
von Strukturmerkmalen des erfassten Bildausschittes Informationen über die Richtung
und/oder den Betrag und/oder die Geschwindigkeit und/oder die Beschleunigung der Verschiebung
bzw. der Positionsänderung des Nähguts 3 oder äquivalente oder ähnliche Werte ermitteln.
Der Erfassungsbereich des Bildsensors 29 kann je nach Ausgestaltung und Anordnung
der Erfassungsvorrichtung 27 die Einstichstelle der Nähnadel 19 im Nähgut 3 einschliessen
oder angrenzend oder beabstandet zur Einstichstelle ausgebildet sein, beispielsweise
im Bereich der Sohle des Nähfusses 23. Der Erfassungsbereich kann beispielsweise elliptisch
oder kreisförmig ausgebildet sein und eine Fläche von z.B. etwa 50mm
2 oder etwa 100mm
2 erfassen. Vorzugsweise liegt der Erfassungsbereich nahe bei der Einstichstelle der
Nähnadel 19. Das Zentrum eines kreisförmigen Erfassungsbereichs kann z.B. in einer
Entfernung von etwa 5mm oder 10mm oder 15mm zur Einstichstelle der Nähndadel 19 liegen.
Dadurch wird erreicht, dass die Abweichung der ermittelten Bewegungsinformationen
von den tatsächlichen Werten der Relativbewegung des Nähgutes 3 bei der Einstichstelle
der Nähnadel 19 minimal ist. Insbesondere ist der Einfluss von Rotationsbewegungen
um eine durch die Nähnadel 19 verlaufende Drehachse (nicht dargestellt) minimal.
Ausserdem verhindert der Nähfuss 23, dass sich das Nähgut 3 im Bereich der Einstichstelle
wesentlich von der Nähgutauflage abheben kann. Die Erfassungsvorrichtung 27 ist derart
ausgebildet, dass die Erfassung des Nähgutes 3 weitgehend unabhängig ist von der Dicke
des Nähgutes 3. Insbesondere kann dem Bildsensor 29 eine Abbildungsoptik mit optischen
Elementen wie z.B. Linsen und Blenden zugeordnet sein, welche eine verhältnismässig
hohe Schärfentiefe von z.B. 3mm oder 5mm oder zwei Dritteln des Abstandes zwischen
der Stichplatte 9 und der Unterseite des Kopfteils 15 für das abzubildende Nähgut
3 bewirken. Die Erfassungsvorrichtung 27 kann vollständig oder teilweise
- a) im unteren Bereich des Kopfteils 15 oder
- b) zwischen dem Kopfteil 15 und der Stichplatte 9 oder
- c) integriert in bzw. gehalten an einem vorzugsweise auswechselbaren Nähfuss 23
angeordnet sein.
[0011] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachfolgend eine erste Vorrichtung zum
Steuern bzw. Beeinflussen der Nadelbewegung näher beschrieben, bei der die Erfassungseinrichtung
27 ganz oder teilweise in den Nähfuss 23 integriert bzw. an diesem gehalten ist.
Figur 2 zeigt eine erste Ausgestaltung eines solchen Nähfusses 23, wobei dieser teilweise
aufgeschnitten ist. Der Nähfuss 23 umfasst einen Schaft 31 mit einer oben angeordneten
runden Aufnahmeöffnung 33 für die Befestigung des Nähfusses 23 am unteren Ende einer
Stoffdrückerstange 21 (Figur 3b). An der Oberseite des Schafts 31 sind Kontaktelemente
37 z.B. in Gestalt von Kontaktfedern innerhalb eines Kontaktmoduls ausgebildet. Diese
stehen, wenn der Nähfuss 23 an der Stoffdrückerstange 21 montiert ist, mit komplementären
Kontaktflächen 39 eines im unteren Bereich an der Stoffdrückerstange 21 gehaltenen
Kontaktprints 41 in Verbindung. Diese elektrische Verbindung ist Bestandteil einer
Wirkverbindung zwischen der Maschinensteuerung 25 und der Erfassungseinrichtung 27.
An der Unterseite des Schafts 31 ist ein Zwischenstück 43 federnd oder alternativ
starr mit dem Schaft 31 verbunden. Wie in den Figuren 2 und 3a dargestellt, können
zwischen dem Schaft 31 und dem Zwischenstück. 43 eine oder mehrere Schraubenfedern
45 vorgesehen sein, welche das Zwischenstück 43 gegen einen bzw. mehrere am Schaft
31 oder an einem mit diesem verbundenen Teil wie z.B. einer Führungsstange 46 ausgebildete
Anschläge 48 drückt. Beim Auftreten einer Gegenkraft, wenn der Nähfuss 23 auf das
Nähgut 3 gedrückt wird, wird das Zwischenstück 43 entgegen der Kraft der Schraubenfedern
45 verschoben. Dabei wird es durch die Führungsstange 46 oder andere Führungselemente
geführt. Am unteren Ende des Zwischenstücks 43 ist eine Quilt- bzw. Nähsohle, kurz
Sohle 47 genannt, austauschbar oder alternativ fest mit dem Zwischenstück 43 verbunden.
Die Erfassungsvorrichtung 27 umfasst im in Figur 2 dargestellten Beispiel den CCD-
oder CMOS-Bildsensor 29, eine vor diesem angeordnete Sensoroptik bzw. ein optisches
Abblildungssystem mit einer Blende 49, einer Linse 51 und einem partiell verspiegelten
Prisma 53. Des weiteren umfasst die Erfassungsvorrichtung 27 eine Lichtquelle 55,
z.B. eine LED, zum Beleuchten des Nähguts 3 im Erfassungsbereich des Bildsensors 29.
Die LED, der Bildsensor 29 und eine dem Bildsensor 29 nachgeschaltete oder in diesen
integrierte Auswerteelektronik 57 sind auf einem gemeinsamen Erfassungsprint 59 angeordnet,
welcher elektrisch z.B. mittels eines Flexprints 61 oder eines Verbindungskabels mit
dem Kontaktmodul verbunden ist.
In Figur 4 ist der aufgeschnittene Nähfuss 23 aus Figur 2 in einer Seitenansicht dargestellt.
Die Sensoroptik bildet einen genügend grossen Ausschnitt der Nähgutoberfläche auf
den Bildsensor 29 ab, sodass selbst relativ grosse Geschwindigkeiten des Nähguts 3
im Bereich von z.B. 0.2m/s bis 0.6m/s und relativ grosse Beschleunigungen von z.B.
5m/s
2 erfassbar sind.
Zum besseren Verständnis ist der Strahlengang des von der LED emittierten Lichts durch
eine unterbrochene Linie L1 dargestellt. Ausgehend von der LED passiert das Licht
eine Sammellinse 63, die Bestandteil des Prismas 53 sein kann. Der Lichtstrahl L1
durchquert das y-förmig ausgebildete Prisma 53 und trifft unter einem ersten Winkel
α1 auf die unten liegende Austrittsfläche 53a des Prismas 53 auf, welche bündig oder
leicht nach oben versetzt zur unten liegenden Auflagefläche der Sohle 47 ausgebildet
ist. Der Lichtstrahl L1 tritt unter einem zweiten Winkel α2 bezüglich der Austrittsfläche
53a aus dem Prisma aus und trifft unter diesem zweiten Winkel α2 auf das Nähgut 3
auf, wo es vom Nähgut 3 teilweise reflektiert wird. Da der Brechungsindex des Prismas
53 höher ist, als jener des umgebenden Mediums Luft, ist der zweite Winkel α2 kleiner
als der erste Winkel α1. Das Prisma 53 und die Lichtquelle 55 sind vorzugsweise so
ausgestaltet und angeordnet, dass der Auftreffwinkel α2 des Lichtstrahls auf das Nähgut
3 zwischen etwa 15° und etwa 45° liegt und beispielsweise 32° beträgt. Der Auftreffwinkel
α2 ist derart optimiert, dass er einerseits genügend klein ist, um eine kontrastreiche
Beleuchtung des Nähguts 3 sicherzustellen, und andererseits genügend gross, dass bei
zunehmenden Abstand der Austrittsfläche 53a vom Nähgut 3 innerhalb gewisser Grenzen
immer noch eine ausreichende Ausleuchtung des Erfassungsbereichs unterhalb der Austrittsfläche
53a sichergestellt ist.
In Figur 4 ist der Lichtweg bei der Abbildung eines unterhalb der Austrittsfläche
53a liegenden Ausschnittes der Oberseite des Nähgutes 3 (Erfassungsbereich) auf den
Bildsensor 29 schematisch durch eine unterbrochene Linie L2 dargestellt. Der Lichtweg
verläuft, ausgehend vom Nähgut 3, unter einem dritten Winkel α3 von ungefähr 90° durch
die Austrittsfläche 53a, welche in diesem Fall also eine Eintrittsfläche ist. An einer
verspiegelten Reflexionsfläche 53b des Prismas 53, welche ungefähr parallel zum Lichtweg
L1 innerhalb des Prismas 53 ausgerichtet ist, wird das Licht auf dem Lichtweg L2 zum
Bildsensor 29 hin reflektiert. Dabei kreuzen sich die Lichtwege L1 und L2 des emittierten
und des reflektierten Lichts. Vor dem Auftreffen auf den Bildsensor 29 durchläuft
das reflektierte Licht L2 die Sensor-Optik. Bei der vorhergehend beschriebenen Ausgestaltung
und Anordnung der Erfassungsvorrichtung 27 können die Lichtquelle 55, der Bildsensor
29 und die Auswerteelektronik 57 platzsparend nahe beieinander auf dem gemeinsamen
Erfassungsprint 59 untergebracht werden. Die Erfassungsvorrichtung 27 kann kostengünstig
vorgefertigt und ohne Abgleich einfach z.B. durch eine Clips- oder eine Schraubverbindung
mit dem Nähfuss 23 verbunden werden. Der Erfassungsbereich kann nahe bei der Einstichstelle
der Nähnadel 19 angeordnet werden, sodass Abweichungen der tatsächlichen relativen
Stoff- oder Nähgutbewegung direkt bei der Einstichstelle von der erfassten relativen
Stoffbewegung minimal sind. Insbesondere ist dabei der Einfluss von störenden Rotationsbewegungen
des Nähgutes 3 um eine (nicht dargestellte) durch die Einstichstelle verlaufende Rotationsachse
minimal. Die Austrittsfläche 53a des Prismas 53 ist auch Eintrittsfläche für die Abbildung
des Erfassungsbereichs auf den Bildsensor 29. Sie ist verhältnismässig klein und schliesst
sich unmittelbar an die Sohle 47 an. Der erfindungsgemässe Nähfuss 23 stellt somit
beim Nähen oder Quilten nahezu keine Behinderung dar. Die Erfassungsvorrichtung 27
kann sehr nahe an das Nähgut 3 herangeführt werden. Dadurch ist die Möglichkeit, dass
Fremdobjekte in den Erfassungsbereich gelangen und das Messresultat beeinflussen gering.
Die Sensoroptik oder allgemein die Erfassungsvorrichtung ist derart ausgebildet, dass
eine im Vergleich zu einer herkömmlichen optischen Maus hohe Schärfentiefe erreicht
werden kann. Dies ist erforderlich, da beim Quilten die Stoffdrückerstange 21 mit
dem Nähfuss 23 im Rhythmus der Stichbildung Hüpfbewegungen mit einem Hub H1 von beispielsweise
2.2mm oder 2.5mm ausführt. In der Regel beträgt der Abstand H0 zwischen der Unterseite
der Sohle 47 und der Oberseite der Stichplatte 9 bei freier Stichplatte 9 in der tiefsten
Lage der Hubbewegung etwa 0.5mm. Bei der Hüpfbewegung des Nähfusses 23 kann somit
der volle Hub H1 ausgeschöpft werden. Je nach Dicke H2 des Nähgutes 3 bzw. des Nähgutstapels
kann sich die Hubamplitude H3 des Nähfusses 23 verringern bzw. verändern, wenn die
Sohle 47 des Nähfusses 23 beim Absenken am Nähgut 3 ansteht. Die Stoffdrückerstange
21 führt zwar die volle Hubbewegung H1 aus, das federnd gelagerte Zwischenstück 43
des Nähfusses 23 hingegen wird entgegen der Kraft der Schraubenfedern 45 relativ zum
Schaft 31 um den Betrag H4 = H2 - H0 verschoben. Die Hüpfamplitude H3 der Nähsohle
47 auf dem Nähgut 3 beträgt H3 = H1 + H0 - H2. Dieser Sachverhalt wird durch die Figuren
5a und 5b illustriert. Je nach Ausgestaltung der Nähmaschine 1 kann der Abstand H0
bzw. die Lage der Stoffdrückerstange 21 ein- oder verstellbar sein. Ebenso kann der
Hub H1 konstant oder alternativ ein- oder verstellbar sein.
Die Optik der Erfassungsvorrichtung 27 ist so ausgebildet, dass ihre Schärfentiefe,
also der Bereich, innerhalb dessen trotz Hüpfbewegungen der Erfassungsvorrichtung
27 eine zuverlässige bzw. scharfe Abbildung auf dem Bildsensor 29 möglich ist, grösser
ist, als die maximal mögliche Hubbewegung H1 der Stoffdrückerstange 21. Alternativ
könnte die Erfassungsvorrichtung 27 auch an der Stoffdrückerstange 21 oder am Nähfuss
23 oder an einem beliebigen oberhalb der Stichplatte 9 angeordneten Maschinenteil
in der Weise federnd befestigt bzw. ausgebildet sein dass sie auf das Nähgut 3 mit
leichtem Druck aufgepresst wird (keine Darstellung). Dies hätte allerdings den Nachteil,
dass die Verschiebung des Nähgutes 3 behindert werden könnte.
Bei einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung könnte nur ein Teil der
Erfassungsvorrichtung 27 in den Nähfuss 23 integriert oder mit diesem verbunden sein,
beispielsweise optische Elemente wie das Prisma 53 und/oder Linsen und/oder Spiegel
und/oder Lichtleiter, die Lichtquelle 55 und/oder der Bildsensor 29 (keine Darstellung).
Insbesondere könnten so Elemente wie die Lichtquelle 55 und/oder der Bildsensor 29,
die eine elektrische Speisung benötigen, im Kopfteil 15 oder im Oberarm 13 der Nähmaschine
1 und optische Elemente der Erfassungsvorrichtung 27 im Zwischenraum zwischen dem
Kopfteil 15 und der Stichplatte 9 angeordnet werden. Figur 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung
eines Nähfusses 23, bei dem die elektrische Verbindung zwischen der in den Nähfuss
23 integrierten Erfassungsvorrichtung 27 und der im Oberarm 13 angeordneten Maschinensteuerung
25 über ein Kabel 65 mit einer Steckerverbindung, beispielsweise einen mehrpoligen
Klinkenstecker 67 und eine komplementäre Klinkenbuchse (keine Darstellung) erfolgt.
Selbstverständlich sind alternativ beliebige Verbindungsarten zwischen der Erfassungsvorrichtung
27 bzw. Teilen davon und der Maschinensteuerung 25 anwendbar. So könnten beispielsweise
elektrische und/oder optische Verbindungselemente direkt in die Stoffdrückerstange
21 integriert und/oder an dieser ausgebildet sein. Die Speisung der Erfassungsvorrichtung
27 im Nähfuss 23 könnte mittels Akkus oder Batterien oder alternativ durch induktive
Energieübertragung erfolgen (keine Darstellung). Die Signal- bzw. Informationsübertragung
zwischen der Erfassungsvorrichtung 27 und der Maschinensteuerung 25 könnte auch mittels
optischer Sender und Empfänger oder mittels einer Funkübertragung - beispielsweise
in Bluetooth® -Technologie erfolgen.
Figur 6 zeigt ein Schnittbild der Kontaktstelle zwischen der Stoffdrückerstange 21
und dem Nähfuss 23 bei einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher federbelastete
Kontaktflächen 39 in Gestalt von Kugeln 35 an der Stoffdrückerstange 21 ausgebildet
sind. Diese stehen bei angeschlossenem Nähfuss 23 in Kontakt mit den am Nähfuss 23
ausgebildeten Kontaktflächen 37.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Nähfuss 23 Mittel
zum Anzeigen von Einstichpositionen der Nähnadel 19 an der Nähgutoberseite umfassen,
beispielsweise in Gestalt einer LED oder Laserdiode mit optischen Elementen, welche
einen Lichtpunkt bzw. einen begrenzten Lichtfleck auf die Einstichstelle an der Nähgutoberseite
projizieren. Dabei können wie z.B. elektronisch veränderbare Blenden oder bewegbare
mechanische Elemente vorgesehen sein, welche Abweichungen des Leuchtpunktes auf dem
Nähgut von der Sollposition infolge von Hüpfbewegung des Nähfusses 23 kompensieren.
Nachfolgend wird das erfindungsgemässe Verfahren zum Steuern der Auf-Ab-Bewegung der
Nähnadel 19 in Abhängigkeit der relativen Nähgutbewegung beschrieben. Über ein Benutzerinterface
wird der Nähmaschinensteuerng 25 die gewünschte Stichlänge, also der Abstand zweier
aufeinanderfolgender Nähstiche, vorgegeben. Nach der Aktivierung der Vorrichtung zum
Steuern der Nadelbewegung - dies kann beispielsweise mittels von der Maschinensteuerung
25 kontrollierter Bedienelemente der Nähmaschine 1 geschehen - setzt die Auswerteelektronik
57 die Koordinaten x und y, welche die Position des Nähgutes 3 widerspiegeln, auf
einen Referenzwert, z.B. (x,y) = (0.0). Anschliessend werden relative Positionsänderungen
bzw. Bewegungen des Nähgutes 3 von der Erfassungsvorrichtung 27 erfasst. Die Erfassungsvorrichtung
27 wertet dazu die vom Bildsensor 29 gelieferten Informationen mit einer hohen Taktrate
von z.B. 1500 Bildern pro Sekunde aus und ermittelt beispielsweise für aufeinanderfolgende
Bilder die relative Veränderung der Positionskoordinaten x und y und aktualisiert
die Positionskoordinaten entsprechend der tatsächlichen Position des Nähgutes 3. Alternativ
oder zusätzlich können auch andere Parameter wie z.B. der Drehpunkt und/oder der Drehwinkel
und/oder der Drehradius bei einer Rotationsbewegung des Nähgutes 3 ermittelt werden.
Insbesondere kann die Auswerteelektronik 57 derart ausgebildet sein, dass Drehbewegungen
des Nähguts 3 um eine Drehachse (keine Darstellung), welche durch die Einstichstelle
der Nähnadel 19 verläuft, oder Anteile einer solchen Drehbewegung an der Relativbewegung
des Nähguts 3 herausgefiltert und für die Berechnung der nächsten Einstichstelle nicht
berücksichtigt werden. Selbstverständlich können weitere Erfassungsvorrichtungen 27
vorgesehen sein, mit denen die Nähgutbewegung an unterschiedlichen Stellen zu erfasst
werden kann.
Sobald der Abstand zwischen der tatsächlichen Position des Nähgutes 3 und dem Referenzwert
(0,0) der eingestellten Stichlänge entspricht, gibt die Erfassungsvorrichtung 27 der
Maschinensteuerung 25 den Befehl zur Ausführung eines Nähstichs. Selbstverständlich
kann die Stichbildung alternativ schon kurz vor dem Erreichen der eingestellten Stichlänge
initiiert werden, um den relativen Vorschub des Nähguts 3 in der Zeit zwischen der
Stichauslösung und dem Einstich der Nadel 19 in das Nähgut 3 zu kompensieren. Gleichzeitig
bzw. unmittelbar vor oder nach dem Befehl zur Stichauslösung werden die Koordinaten
x und y, welche die Position des Nähguts 3 widerspiegeln, wieder auf den Referenzwert
zurückgesetzt. Zur Ausführung einzelner Nähstiche wird die Oberwelle, welche die Nadel
19 antreibt, bzw. der Hauptmotor zum Ausführen von Nähstichen mit voller Kraft bescheunigt
und anschliessend wieder abgebremst, sodass ein Nähstich mit einer möglichst kurzen
Verweildauer der Nähnadel 19 im Nähgut 3 ausgeführt wird und die Nähnadel 19 anschliessend
wieder bereit für den nächsten Nähstich in ihrer oberen Ruhelage parkiert ist. Diese
Betriebsart eignet sich vor allem für kleine Vorschubgeschwindigkeiten des Nähgutes
3.
Alternativ kann der Hauptmotor auch mit einer minimalen Leerlaufdrehzahl von beispielsweise
500 oder 800 Umdrehungen pro Minute drehen, sobald er z.B. mittels des Fussanlassers
aktiviert wird. In diesem Fall ist die Nadelstange 17 mittels einer (nicht dargestellten)
Kupplungseinrichtung vom Hauptantrieb entkuppelbar und z.B. in einer oberen Ruhelage
vom Hauptantieb entkuppelt parkiert. Wenn der Nähgutvorschub der vorgegebenen Stichlänge
entspricht, wird die Nadelstange vorübergehend zur Ausführung eines Nähstichs mit
dem Hauptantrieb gekuppelt und anschliessend wieder entkuppelt. Diese Betriebsart
eignet sich für langsame bis mittlere Stoffvorschubgeschwindigkeiten, also beispielsweise
bei Beginn der Bewegung des Nähgutes 3, und verhindert den häufigen Wechsel zwischen
voller Antriebsleistung bzw. voller Beschleunigung und voller Abbremsung der Nadelstangenbewegung.
Beide vorgenannten Betriebsarten können verhindern, dass die Nähnadel 19 bei der Stichbildung
durch die Nähgutbewegung abgelenkt wird. Dies könnte zur Folge haben, dass die Nähnadel
19 auf die Stichplatte 9 auftrifft, und dass ein Schaden an der Nähnadel 19 und/oder
der Nähmaschine 1 entsteht.
Für mittlere bis grosse Stoffvorschub-Geschwindigkeiten kann das Verfahren wie folgt
verfeinert werden:
Die Maschinensteuerung 25 teilt der Erfassungsvorrichtung 27 die jeweilige Position
und Geschwindigkeit der Nähnadel 19 mit. Abhängig von der Vorschubgeschwindigkeit
des Nähgutes 3 berechnet die Auswerteelektronik 57 die optimale Soll-Geschwindigkeit
bzw. Soll-Verzögerung für die Nähnadel 19 und teilt diese der Maschinensteuerung 25
mit. Auf diese Weise wird die Maschinensteuerung 25 nicht mit unnötigem Rechenaufwand
belastet. Ausserdem kann für die Berechung der Sollwerte ein an die Aufgabenstellung
optimal angepasster schneller Microcontroller eingesetzt werden. Bei schnellem Nähgutvorschub
wird die Nähnadel 19 zwischen den einzelnen Nähstichen nicht mehr vollständig abgebremst,
sondern führt einen kontinuierlichen Bewegungsablauf aus. Dabei ist sichergestellt,
dass die Verweildauer der Nähnadel 19 im Nähgut 3 ausreichend klein ist, damit eine
zuverlässige Stichbildung ausgeführt werden kann. Selbstverständlich kann die Verarbeitung
der Messgrössen des Bildsensors 29 auch teilweise oder vollständig von der Maschinensteuerung
25 übernommen werden, wenn diese eine ausreichende Verarbeitungsleistung hat. Die
Grenzen zwischen der Auswerteelektronik 57 und der Maschinensteuerung 25 sind somit
nicht fest vorgegeben. Insbesondere kann die Maschinensteuerung 25 die Auswerteelektronik
57 umfassen.
Es können eine oder mehrere Vergleichswerte in einem (nicht dargestellten) Speicher
vorgegeben sein. Wenn die Drehzahl des Nadelantriebs oder eine entsprechende Messgrösse
solche Vergleichswerte über- oder unterschreitet, kann dies einen Wechsel zwischen
den oben beschriebenen verschiedenen Betriebsmodi bewirken. Selbstverständlich ist
dabei eine richtungsabhängige Hysterese vorgesehen, damit kein undefinierter Wechsel
zwischen den einzelnen Betribsmodi erfolgen kann.
Die beschriebene Erfassungsvorrichtung bzw. Teile davon können selbstverständlich
auch für andere Zwecke eingesetzt, werden, beispielsweise zum Beeinflussen der Transportvorrichtung
7 für das Nähgut 3 oder um Erfassen von Eigenschaften des Nähgutes 3 vor oder nach
dessen Bearbeitung. Einige Beispiele solcher Eigenschaften sind die Stoffstruktur,
die Lage von Nähgutkanten oder die Qualität von Nähten.
Anstelle oder zusätzlich zu einer direkten Verbindung der Erfassungsvorrichtung 27
mit der Maschinensteuerung 25 kann beispielsweise eine Steckerverbindung zur Anschlussdose
für den Fussanlasser (nicht dargestellt) vorgesehen sein. Insbesondere können Nähmaschinen
1 ohne zusätzliche Massnahmen mit erfindungsgemässen Nähfüssen 23 aus- oder nachgerüstet
werden. Die Auswerteelektronik 57 der Erfassungsvorrichtungen 27 umfasst bei solchen
Nähfüssen 23 eine Ansteuerschaltung, welche die Wirkung eines Fussanlassers simulieren
kann. Bei einer besonders vorteilhaften Variante ist ein Adapter (keine Darstellung)
vorgesehen, der direkt in die Buchse für den Fussanlasser gesteckt werden kann und
je eine Kupplung zum Anschliessen des Fussanlassers und des Verbindungssteckers 67
zum Nähfuss 23. Der Adapter umfasst die Simulationselektronik zum Beeinflussen der
Nähnadelbewegung in Abhängigkeit der Signale der Auswerteelektronik 57 und der Betätigung
des Fussanlassers. Der Fussanlasser dient als Sicherheits- oder Hauptschalter für
den Betrieb der Nähmaschine 1. Nur bei betätigtem Fussanlasser lässt sich der Nadelantrieb
aktivieren. Bei herkömmlichen Nähmaschinen 1 reagiert die Maschinensteuerung 25 aus
Sicherheitsgründen träge bzw. mit einer Verzögerung auf die Stellgrösse des Fussanlassers.
Die Maschinensteuerung 25 kann nun durch Änderung der Hardware, beispielsweise durch
Anpassung eines Tiefpassfilters, und/oder durch Anpassung der Auswertesoftware derart
angepasst werden, dass die sie verzögerungsfrei auf den Nadelantrieb einwirken kann,
wenn die Erfassungsvorrichtung 27 über die Anschlussstelle für den Fussanlasser mit
der Maschinensteuerung 25 in Wirkverbindung steht. Eine verzögerungsfreie Beeinflussung
der Nadelbewegung in Abhängigkeit der Bewegung des Nähgutes ist somit unabhängig davon
möglich, ob die Wirkverbindung zwischen der Erfassungsvorrichtung 27 und der Maschinensteuerung
25 über eine direkte elektrische Verbindung, über eine drahtlose optische oder eine
Funkverbindung oder über den Fussanlasser-Anschluss erfolgt.
1. Verfahren zum Steuern der Nadelbewegung bei einer Nähmaschine (1), wobei eine Erfassungsvorrichtung
(27) zum Erfassen von Relativbewegungen des auf einer Nähgutauflage aufliegenden Nähguts
(3) und der Nähmaschine (1) vorgesehen ist, und wobei die Nadelbewegung von einer
Maschinensteuerung (25) in Abhängigkeit von Signalen dieser Erfassungsvorrichtung
(27) gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) Bewegungen der der Nähnadel (19) zugewandten Nähgutoberseite
erfasst und die Maschinensteuerung (25) über eine wirkverbindung dazu veranlasst,
Nähstiche in Abhängigkeit der relativen Nähgutbewegung auszuführen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) Bewegungen der Nähgutoberseite im Bereich der Einstichstelle
der Nähnadel (19) erfasst.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Erfassungsvorrichtung (27) erfassbare Teil der Nähgutoberseite mittels
optischer Elemente (49,51,53,63) auf einen Bildsensor (29) abgebildet wird, und dass
die Informationen des Bildsensors (29) zu Steuergrössen für die Nähnadelbewegung weiterverarbeitet
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Licht aus einer Lichtquelle (55) mittels optischer Elemente (53,63) derart auf die
Nähgutoberseite geleitet wird, dass die Oberflächenstruktur der Nähgutoberseite von
der Erfassungsvorrichtung (27) kontrastreich erfassbar ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelantrieb in Abhängigkeit der erfassten Nähgutbewegungen derart gesteuert
wird, dass der Abstand zwischen benachbarten Nähstichen einem Vorgabewert entspricht.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) mit einer Maschinensteuerung (25) kommuniziert und
dabei der Maschinensteuerung (25) Sollgrössen für Steuerung der Nadelbewegung übermittelt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Nähnadel (19) zusätzlich mittels eines Fussanlassers oder eines
an die Nähmaschine (1) anschliessbaren Stellgliedes beeinflussbar ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Nadelbewegung in Abhängigkeit der Signale der Erfassungsvorrichtung
(27) verzögerungsfrei erfolgt.
9. Vorrichtung zum Steuern der Nadelbewegung bei einer Nähmaschine (1), wobei eine Erfassungsvorrichtung
(27) zum Erfassen von Relativbewegungen des auf einer Nähgutauflage aufliegenden Nähguts
(3) und der Nähmaschine (1) vorgesehen ist, und wobei die Nadelbewegung von einer
Maschinensteuerung (25) in Abhängigkeit von Signalen dieser Erfassungsvorrichtung
(27) steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) oberhald der Nähgulauflage an der Nähmaschine (1)
angeordnet und zum Erfassen von Bewegungen der der Nähnadel (19) zugewandten Nähgutoberseite
ausgebildet ist, und dass die Erfassungsvorrichtung (27) über eine Wirkverbindung
mit der Maschinenstenerung (25) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Erfassungsvorrichtung (27) in der Weise ausgebildet ist,
dass Vertikalbewegungen zur Anpassung an die Topographie des Nähguts (3) ausführbar
sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) ganz oder teilweise in einen Nähfuss (23) integriert
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (27) einen Bildsensor (29) und eine Abbildungsoptik umfasst,
wobei ein im Erfassungsbereich der Erfassungsvorrichtung (27) liegender Ausschnitt
der Nähgutoberseite durch die Abbildungsoptik auf den Bildsensor (29) abbildbar ist.
13. Nähfuss (23) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch optische Elemente zur ausschnittweisen Erfassung und/oder Abbildung der Nähgutoberseite.
14. Nähfuss (23) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Herstellen einer Wirkverbindung mit der Maschinensteuerung (25) oder mit
einem an die Schnittstelle für einen Fussanlasser anschliessbaren Adapter vorgesehen
sind.
15. Nähfuss (23) nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Anzeigen von Einstichpositionen der Nähnadel (19) an der Nähgutoberseite
vorgesehen sind.
16. Adapter zum Anschliessen eines Nähfusses (23) nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Anschliessen an eine Fussanlasser-Schnittstelle bei der Nähmaschine (1)
und Mittel zum Anschliessen des Fussanlassers vorgesehen sind.
1. A method for controlling the needle movement with a sewing machine (1), wherein a
detection device (27) for detecting relative movements of the fabric (3) lying on
a fabric rest and of the sewing machine (1) is provided, and wherein the needle movement
is controlled by a machine control (25) in dependence on signals of this detection
device (27), characterised in that the detection device (27) detects movements of upper side of the fabric, said upper
side facing the sewing needle (19), and the machine control (25) via an active connection
initiates the execution of sewing stitches in dependence on the relative movement
of the fabric. {PRIVATE}
2. A method according to claim 1, characterised in that the detection device (27) detects movements of the fabric upper side in the region
of the piercing location of the sewing needle (19).
3. A method according to one of the claims 1 or 2, characterised in that the part of the fabric upper side which can be detected by the detection device (27)
is imaged by way of optical elements (49, 51, 53, 63) onto a picture sensor (29),
and that the information of the picture sensor (29) is processed into control variables
for the sewing needle movement.
4. A method according to one of the claims 1 to 3, characterised in that light from a light source (55) is led by way of optical elements (53, 63) onto the
fabric upper side, in a manner such that the surface structure of the fabric upper
side is detectable in a high-contrast manner by the detection device (27).
5. A method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the needle drive is controlled in dependence on the detected fabric movements, in
a manner such that the distance between adjacent sewing stitches corresponds to a
set value.
6. A method according to claim 5, characterised in that the detection device (27) communicates with a machine control (25) and thereby provides
the machine control (25) with desired variables for the control of the needle movement.
7. A method according to one of the claims 1 to 6, characterised in that the movement of the sewing needle (19) can be additionally influenced by way of a
foot control or an actuator connectable to the sewing machine (1).
8. A method according to one of the claims 1 to 7, characterised in that the control of the needle movement is effected in a delay-free manner in dependence
on the signals of the detection device (27).
9. A device for the control of a needle movement with a sewing machine (1), wherein a
detection device (27) for detecting relative movements of the fabric (3) lying on
a fabric rest and of the sewing machine (1) is provided, and wherein the needle movement
is controllable by a machine control (25) in dependence on signals of this detection
device (27), characterised in that the detection device (27) is arranged above the fabric rest on the sewing machine
(1) and is designed for detecting movements of upper side of the fabric, said upper
side facing the sewing needle (19), and that the detection device (27) is connected
to the machine control (25) via an active connection.
10. A device according to claim 9, characterised in that at least a part of the detection device (27) is designed in a manner such that vertical
movements can be carried out for adapting to the topography of the fabric (3).
11. A device according to one of the claims 9 or 10, characterised in that the detection device (27) is integrated completely or partly into a sewing foot (23).
12. A device according to one of the claims 9 to 11, characterised in that the detection device (27) comprises a picture sensor (29) and imaging optics, wherein
a region of the upper side of the fabric and which lies in the detection region of
the detection device (27) can be imaged onto the picture sensor (29).
13. A sewing foot (23) for carrying out the method according to one of the claims 1 to
9, characterised by optical elements for the region-wise detection and/or imaging of the fabric upper
side.
14. A sewing foot (23) according to claim 13, characterised in that means for creating an active connection to the machine control (25) or to an adapter
connectable to the interface for a foot control are provided.
15. A sewing foot (23) according to one of the claims 13 or 14, characterised in that means are provided for the display of the piercing positions of the sewing needle
(19) on the upper side of the fabric.
16. An adapter for connecting a sewing foot (23) according to one of the claims 13 or
14, characterised in that means for connection to a foot control interface at the sewing machine (1) and means
for connecting the foot control are provided.
1. Procédé de commande du mouvement d'une aiguille dans une machine à coudre (1), un
dispositif détecteur (27) étant prévu pour détecter des mouvements relatifs de ladite
machine à coudre (1) et de l'objet à coudre (3) reposant sur un appui, et ledit mouvement
de l'aiguille étant commandé par une commande (25) de ladite machine, en fonction
de signaux de ce dispositif détecteur (27), caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) détecte des mouvements de la face supérieure de l'objet
à coudre, tournée vers l'aiguille de couture (19), et incite la commande (25) de la
machine, par l'intermédiaire d'une liaison interactive, à exécuter des points de couture
en fonction du mouvement relatif dudit objet à coudre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) détecte des mouvements de la face supérieure de l'objet
à coudre dans la région de la zone de piqûre de l'aiguille de couture (19).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la partie de la face supérieure de l'objet à coudre, pouvant être détectée par le
dispositif détecteur (27), est reproduite sur un capteur d'images (29) au moyen d'éléments
optiques (49, 51, 53, 63) ; et par le fait que les informations dudit capteur d'images (29) sont soumises à un traitement ultérieur
visant à obtenir des grandeurs de commande affectées au mouvement de l'aiguille de
couture.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que de la lumière provenant d'une source lumineuse (55) est dirigée vers la face supérieure
de l'objet à coudre, au moyen d'éléments optiques (53, 63), de façon telle que la
structure de surface de ladite face supérieure de l'objet à coudre puisse être détectée
par le dispositif détecteur (27), avec fort contraste.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'entraînement de l'aiguille est commandé en fonction des mouvements détectés de
l'objet à coudre, de telle sorte que la distance, entre des points de couture voisins,
corresponde à une valeur préétablie.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) est en communication avec une commande (25) de la machine,
ladite commande (25) de la machine transmettant alors des grandeurs de consigne affectées
à une commande du mouvement de l'aiguille.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que le mouvement de l'aiguille de couture (19) peut être additionnellement influencé
au moyen d'un lanceur au pied, ou d'un organe de manoeuvre pouvant être raccordé à
la machine à coudre (1).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que la commande du mouvement de l'aiguille s'opère sans temporisation, en fonction des
signaux du dispositif détecteur (27).
9. Dispositif de commande du mouvement d'une aiguille dans une machine à coudre (1),
un dispositif détecteur (27) étant prévu pour détecter des mouvements relatifs de
ladite machine à coudre (1) et de l'objet à coudre (3) reposant sur un appui, et ledit
mouvement de l'aiguille pouvant être commandé par une commande (25) de ladite machine,
en fonction de signaux de ce dispositif détecteur (27), caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) est implanté, sur la machine à coudre (1), au-dessus
de l'appui dévolu à l'objet à coudre et est conçu pour détecter des mouvements de
la face supérieure dudit objet à coudre, tournée vers l'aiguille de couture (19) ;
et par le fait que ledit dispositif détecteur (27) est relié à la commande (25) de ladite machine, par
l'intermédiaire d'une liaison interactive.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par le fait qu'au moins une partie du dispositif détecteur (27) est réalisée de façon telle que des
mouvements verticaux puissent être effectués en vue de l'adaptation à la topographie
de l'objet à coudre (3).
11. Dispositif selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) est totalement ou partiellement intégré dans un pied-de-biche
(23).
12. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé par le fait que le dispositif détecteur (27) comprend un capteur d'images (29) et une optique de
visualisation, un tronçon de la face supérieure de l'objet à coudre, situé dans la
zone de détection dudit dispositif détecteur (27), pouvant être reproduit sur ledit
capteur d'images (29) par ladite optique de visualisation.
13. Pied-de-biche (23) dévolu à la mise en oeuvre du procédé conforme à l'une des revendications
1 à 9, caractérisé par des éléments optiques destinés à la détection et/ou à la reproduction fragmentaire(s)
de la face supérieure de l'objet à coudre.
14. Pied-de-biche (23) selon la revendication 13, caractérisé par le fait que des moyens sont prévus pour instaurer une liaison interactive avec la commande (25)
de la machine, ou avec un adaptateur pouvant être raccordé à l'interface assigné à
un lanceur au pied.
15. Pied-de-biche (23) selon l'une des revendications 13 ou 14, caractérisé par le fait que des moyens sont prévus pour indiquer des emplacements de piqûre de l'aiguille de
couture (19) à la face supérieure de l'objet à coudre.
16. Adaptateur destiné au raccordement d'un pied-de-biche (23) conforme à l'une des revendications
13 ou 14, caractérisé par le fait que des moyens sont prévus pour le raccordement à un interface assigné à un lanceur au
pied, dans la machine à coudre (1), des moyens étant prévus pour le raccordement dudit
lanceur au pied.
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