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EP 1 738 130 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2008 Patentblatt 2008/49 |
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Anmeldetag: 05.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/002353 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/106376 (10.11.2005 Gazette 2005/45) |
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MUNITIONSMAGAZIN
AMMUNITION MAGAZINE
CHARGEUR DE MUNITIONS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
22.04.2004 DE 102004019502
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.01.2007 Patentblatt 2007/01 |
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Patentinhaber: |
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- Rheinmetall Landsysteme GmbH
24159 Kiel (DE)
- Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG
34127 Kassel (DE)
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Erfinder: |
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- RIEDL, Jürgen
86343 Königsbrunn (DE)
- SCHOLZ, Joachim
34277 Fuldabrück (DE)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 152 549 US-A- 4 674 392 US-A- 5 107 750
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EP-A- 0 365 120 US-A- 4 951 547
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Munitionsmagazin, bei dem verschiedene Munitionsarten
so magaziniert werden können, dass sie mit prozentual wechselnder Patronenzahl, die
einsatzbedingt ist, im schnellen Wechsel von einer oder mehreren Waffen verschossen
werden.
[0002] Beim Verschießen von zwei verschiedenen Munitionsarten aus einer oder mehreren Waffen
werden bisher zwei räumlich voneinander getrennt angeordnete Munitionskästen verwendet.
Nachteilig ist, dass eine unterschiedliche Beladung der Munitionsarten nur durch Verringerung
des Gesamtmunitionsvorrates möglich ist. Beim Beladen muss zudem auf die Lage des
Gurtgliedes geachtet werden, d.h., bei gegurteter Munition ist darauf zu achten, dass
beide Munitionsarten lagerichtig in den Magazinen verstaut werden.
[0003] Aus der
DE 36 35 467 C1 ist ein flexibler Gurtkanal zur Zuführung von gegurteter Munition zu einer automatischen
Feuerwaffe bekannt.
[0004] Eine Vorrichtung zur Zuführung von Munition aus einem stationär angeordneten Munitionsbehälter
beschreibt die
DE 101 23 835 A1.
[0006] Eine Vorrichtung zum Zuführen von Patronengurten wird in der
DE 35 10 308 C2 offenbart.
[0007] Ein Doppel-Patronen-Wechsel-Zuführer wird in der
DE 36 27 360 C1 beschrieben.
[0008] Die
EP 0 152 549 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe. Das offenbarte
Trommelmagazin weist einen inneren Behälter und einen äußeren ringförmigen Behälter
auf, in welchem unterschiedliche Munitionen geführt werden. Der äußere, größere Behälter
enthält beispielsweise Munition zur Bekämpfung von Flugzeugen, der innere kleinere
Behälter beispielsweise panzerbrechende Munition zur Bekämpfung von Fahrzeugen. Für
die Zuführung der jeweiligen Munitionsart aus dem äußeren oder inneren Behälter ist
ein Scheibenkanal involviert, wobei die einzelnen Scheiben sich derart verschieben
lassen, dass wahlweise aus dem äußeren oder inneren Behälter die Munition entnommen
wird.
[0009] Aus der
EP 0 365 120 A1 ist eine Munitionszuführung für zwei Munitionen mit unterschiedlichtem Kaliber bekannt.
Die Munition ist dabei schlangenförmig im Förderer gelagert.
[0010] Eine ähnliche Führung sieht auch die
US 5,107,750 vor, die eine Grundlage für den Anspruch 1 bildet. Die Munition wird ihrerseits in
einem Munitionskanal geführt sowie innerhalb des Magazins mehrfach umgelenkt und aus
dem Magazin wieder heraustretend der Waffe zugeführt.
[0011] Eine Vorrichtung zum Zuführen von Munition zu einer Maschinenwaffe liefert die
EP 0 095 570 B1, Von zwei Magazinen aus werden die Patronen der Maschinenwaffe zugeführt, wobei ein
einfaches Umschalten der Waffe die Zuführung dieser zwei unterschiedlichen Munitionsarten,
wie Sprengmunition einerseits und panzerbrechende Munition andererseits, zur Waffe
gewährleistet.
[0012] Ausgehend vom letztgenannten Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe,
ein Magazin aufzuzeigen, in dem wenigstens zwei verschiedene Munitionsarten abhängig
vom Einzelfall mit prozentual wechselnder Patronenzahl ohne Munitionsverlust gelagert
werden, um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, mit nur einem Magazin unterschiedliche
Munitionsarten verschießen zu können.
[0013] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
[0014] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, ein Magazin bestehend aus zwei Munitionskanälen
mit annähernd rechteckigem bzw. u-förmigen Querschnitt vorzusehen, in dem die Munitionskanäle
gemeinsam in beliebiger Form (spiralförmig, oval, rechteckig usw.) um ein Zentrum
(Mittelpunkt) mit einer oder mit mehreren Windungen gewickelt werden. Im Zentrum werden
die beiden Enden der Munitionskanäle miteinander verbunden.
Dadurch können abhängig vom Einzelfall im Magazin prozentual unterschiedliche Mengen
Munition gelagert werden, ohne die Gesamtzahl der Patronen zu verringern. Das Magazin
kann variabel gestaltet werden. So kann z.B. je nach taktischen Erfordernissen das
Verhältnis von panzerbrechender Munition (KE-Munition) zu Splittermunition (HE - Munition)
angepasst werden.
[0015] Das Magazin kann gegurtete und gurtgliedlose Munition, z.B. durch Verwebdung geeigneter
Fördermittel in den Kanälen, wie beispielsweise Fördersterne, Förderbänder etc., aufnehmen.
Bei Verwendung von gegurteter Munition werden die Gurtglieder für beide Munitionsarten
in immer gleicher Ausrichtung in das Magazin eingebracht. Lagerbar sind das Magazin
in allen Lagen, wie horizontal, vertikal oder schräg im Raum.
[0016] Die Munitionskanäle können durch Fräsen aus Vollmaterial, durch Aufschweißen von
Blechen auf einer Grundplatte, durch Biegen von Hohlprofilen, durch Gießen etc. aus
beliebigen Materialien hergestellt werden.
[0017] Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung einer ersten Variante der Beladung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung einer zweiten Variante der Beladung,
- Fig.
- eine Schnittdarstellung einer weiteren Variante der Beladung.
[0018] In den Fig. 1 bis 3 sind mit 1 ein Munitionsmagazin (Magazin), mit 2 eine erste Munition
in einem ersten Munitionskanal 3 und mit 4 eine zweite, beispielsweise anderen Munition
in einem Munitionskanal 5 gekennzeichnet. Die Munition 2 und die Munition 4 werden
jeweils einer nicht näher dargestellten Waffe in Richtung M1 bzw. M2 zugeführt. Die
zeichnerisch nicht näher erkennbaren Munitionskanalenden innerhalb des Magazins 1
sind miteinander verbunden.
[0019] In Fig. 1 wird die Munition 2 mit 36 % im Munitionskanal 3 und die Munition 4 mit
64 % im Munitionskanal 5 gegurtet, in Fig. 2 mit 13 % und 87% und in Fig. 3 mit 71%
und 29%.
In der Praxis bedeutet dies bei einer Munitionsbestückung von beispielsweise insgesamt
200 Patronen, dass beispielsweise nur 200 panzerbrechende Patronen (Munition 2) oder
nur 200 Flugabwehrpatronen (Munition 4) in den Munitionskanälen 3, 5 eingebunden sind.
Nach Fig. 1 können dann beispielsweise 72 panzerbrechende (Munition 2) über den Munitionskanal
3 und 128 Flugabwehrpatronen (Splittermunition) als Munition 4 über den Munitionskanal
5 der Waffe zugeführt werden usw..
[0020] Die beiden Munitionskanäle 3, 5 sind ineinander verschlungen um einen Mittelpunkt
innerhalb des Magazins 1 gewickelt. Vorzugsweise sind die Munitionskanäle 3, 5 parallel
und nicht mäanderförmig gewickelt. Dies hat den Vorteil einer geringeren Reibung bei
der Zuführung der Munitionen 2, 4 zur Waffe.
[0021] Es versteht sich, dass sich das Prinzip auch bei einer nicht gegurteter Munition
anwenden lässt.
1. Munitionsmagazin(1), bestehend aus einem ersten mit einer ersten Munition (2) bestückten
Munitionskanal (3) und einem zweiten mit einer zweiten Munition (4) bestückten Munitionskanal
(5), wobei die Munitionskanäle (3, 5) annähernd einen rechteckigen oder u-förmigen
Querschnitt aufweisen, die gemeinsam in beliebiger Form, spiralförmig, oval oder rechteckig
um einen Mittelpunkt im Magazin (1) mit einer oder mit mehreren Windungen gewickelt
werden, wobei deren waffenfernen Munitionskanalenden innerhalb des Magazins (1) im
Mittelpunkt miteinander verbunden und deren waffennahen Munitionskanalenden in Richtung
(M1, M2) der Waffe zugerichtet sind zur Zuführung der jeweiligen ersten (2) oder zweiten
Munition (4),
2. Munitionsmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig vom Einzelfall im Magazin (1) prozentual unterschiedliche Mengen Munition
(2, 4) gelagert werden, ohne die Gesamtzahl der Patronen zu verringern.
3. Munitionsmagazin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (1) im vorgegebenen Verhältnis panzerbrechende Munition (2) zu Splittermunition
(4) beinhaltet.
4. Munitionsmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Munitionskanäle (3, 5) parallel oder mäanderförmig gewickelt sind.
5. Munitionsmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Munition (2, 3) immer in gleicher Ausrichtung einer Gurtglieder beladen ist.
6. Munitionsmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung in allen Lagen, wie horizontal, vertikal oder schräg im Raum erfolgt.
1. Ammunition magazine (1), comprising a first ammunition channel (3), which is fitted
with a first munition (2), and a second ammunition channel (5), which is fitted with
a second munition (4), with the ammunition channels (3, 5) having an approximately
rectangular or u-shaped cross section and being wound jointly in any desired shape,
in a spiral, oval or rectangular shape, and with one or with more turns around a centre
point in the magazine (1), with the ammunition channel ends thereof which are remote
from the weapon being connected to one another at the centre point within the magazine
(1), and with the ammunition channel ends thereof which are close to the weapon being
aligned in the direction (M1, M2) of the weapon in order to feed the respective first
(2) or second (4) munition.
2. Ammunition magazine according to Claim 1, characterized in that different percentage amounts of ammunition (2, 4) are kept in the magazine (1) depending
on the specific situation, without having to reduce the total number of cartridges.
3. Ammunition magazine according to Claim 1 or 2, characterized in that the magazine (1) contains a predetermined ratio of armour-piercing ammunition (2)
and fragmentation ammunition (4).
4. Ammunition magazine according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the ammunition channels (3, 5) are wound parallel or in a meandering shape.
5. Ammunition magazine according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the ammunition (2, 3) is always loaded with the same alignment of the belt links.
6. Ammunition magazine according to one of Claims 1 to 5, characterized in that storage takes place in all positions, for example horizontally, vertically or at
an angle in space.
1. Chargeur de munitions (1), constitué d'un premier canal de munitions (3) équipé de
premières munitions (2), et d'un deuxième canal de munitions (5) équipé de deuxièmes
munitions (4), les canaux de munitions (3, 5) présentant approximativement une section
transversale rectangulaire ou en forme de U, les canaux de munitions étant enroulés
conjointement suivant une forme quelconque, en spirale, ovale, ou rectangulaire autour
d'un centre dans le chargeur (1), avec un ou plusieurs enroulements, les extrémités
des canaux de munitions éloignées de l'arme étant connectées l'une à l'autre à l'intérieur
du chargeur (1) au niveau du centre et les extrémités des canaux de munitions proches
de l'arme étant orientées dans la direction (M1, M2) de l'arme pour amener les premières
(2) ou deuxièmes (4) munitions, respectivement.
2. Chargeur de munitions selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en fonction du cas particulier, différents pourcentages de munitions (2, 4) sont stockés
dans le chargeur (1) sans réduire le nombre total de cartouches.
3. Chargeur de munitions selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le chargeur (1) contient, dans un rapport prédéterminé, des munitions (2) perforantes
et des munitions explosives à fragmentation (4).
4. Chargeur de munitions selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les canaux de munitions (3, 5) sont enroulés parallèlement ou en méandres.
5. Chargeur de munitions selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les munitions (2, 3) sont chargées toujours dans la même orientation qu'un organe
de courroie.
6. Chargeur de munitions selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le support s'effectue dans toutes les positions, horizontalement, verticalement ou
obliquement dans l'espace.


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