[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Schmelzofens, bei dem Einsatzstoffe,
Brennstoff, und wenigstens ein Oxidationsmittel einer Schmelzzone zugeführt werden,
wobei das Oxidationsmittel mittels mehrerer, um den Umfang des Schmelzofens in vorzugsweise
gleichen Winkelabständen angeordneter Injektoren mit Überschallgeschwindigkeit in
die Schmelzzone eingedüst wird und das Eindüsen zumindest in einem Verfahrensabschnitt
durch eine zeitliche Abfolge von Fließ- und Ruhephasen (Pulse) der einzelnen Injektoren
erfolgt.
[0002] Ein bekanntes Verfahren zur überschall-Eindüsung eines Oxidationsmittels in einen
Kupolofen wird in der
EP 0 946 848 B1 beschrieben. Bei diesem Verfahren werden im oberen Teil des Ofenschachtes die zu
erschmelzenden metallischen Einsatzstoffe und als Energieträger Koks zugeführt. Im
unteren Teil des Ofenschachtes wird zur Verbrennung des Energieträgers und zur Erzeugung
einer heißen Schmelzzone Luft und zusätzlich Sauerstoff eingedüst. Die Zufuhr von
Sauerstoff erhöht die Temperatur in der Schmelzzone und steigert die Schmelzleistung
des Kupolofens. Um die Eindringtiefe des Sauerstoffstromes zu erhöhen, wird dieser
zusammen mit einem Brenngas mittels sogenannter Sauerstoff-Injektionslanzen mit Überschallgeschwindigkeit
in die Schmelzzone eingedüst. Hierzu sind in die Sauerstoff-Injektionslanzen jeweils
Laval-Düsen eingesetzt.
[0003] Die Regelung der über eine Laval-Düse in die Schmelzzone eingebrachten Sauerstoffmenge
ist jedoch problematisch. Aus physikalischen Gründen ist es nicht möglich, die Sauerstoffmenge
herunterzuregeln, ohne die Strömungsgeschwindigkeit auf Schallgeschwindigkeit oder
darunter zu drosseln. Dies führt dazu, daß bei einer für einen Betriebszustand des
Schmelzofens ausgelegten vorgegebenen Bestückung mit Sauerstoff-Injektionslanzen der
Sauerstoffeintrag in den Schmelzofen nicht verringert werden kann, ohne die Überschallgeschwindigkeit
und damit deren Wirkung hinsichtlich der Eindringtiefe des Sauerstoffstromes aufzuheben.
[0004] In der
EP 1 242 781 B1 wird ein verbessertes Verfahren zum Betreiben eines Schmelzofens beschrieben, bei
dem das Eindüsen des Sauerstoffs in Form von Pulsen, d,h. durch eine zeitliche Abfolge
von Fließphasen, während derer Sauerstoff eingedüst wird, und Ruhephasen, während
derer kein Sauerstoff mit überschall zugeführt wird, erfolgt. Werden mehrere symmetrisch
um den Umfang des Schmelzofens angeordnete Sauerstoffinjektionslanzen eingesetzt,
können die Sauerstofflanzen synchron, also gleichzeitig pulsend, oder aber asynchron,
also zeitlich versetzt zueinander, betrieben werden; die Pulsdauern aller Injektoren
sind dabei jedoch stets gleich, um eine gleichmäßige Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen.
Um die insgesamt zugeführte Sauerstoffmenge zu regulieren, wird die Gesamtdauer der
Fließphasen durch Änderungen des Verhältnisses der Dauern von Fließphase zu Ruhephase
sowie der Pulsfrequenz variiert; vorzugsweise beträgt die Dauer der Fließphasen zwischen
50% und 99% der Dauer des gesamten Verfahrensabschnitts.
[0005] Das Verfahren hat sich in der Praxis gut bewährt. Beim Einsatz in hinsichtlich ihrer
Sauerstoffeintragskapazität überdimensionierten Öfen sind mitunter jedoch Ruhephasen
erforderlich, deren Gesamtdauer 50% der Dauer des jeweiligen Verfahrensabschnitts
deutlich übersteigt. Dies führt zu einer ungünstigen Beeinflussung des Schmelzergebnisses.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mittels
dem der Schmelzbetrieb in einem Schmelzofen, insbesondere in einem Schachtofen, der
mit mehreren Injektoren zum Eindüsen eines Oxidationsmittels mit Überschallgeschwindigkeit
ausgestattet ist, wohldosiert und gleichmäßig gestaltet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Die Menge an Oxidationsmittel, die dem Schmelzofen pro Zeiteinheit mit überschall
zugeführt wird, lässt sich durch folgende Formel beschreiben:

mit

[0009] Dabei ist
- D :
- Menge des in die Schmelzzone mit überschall eingeleiteten Oxidationsmittels pro Zeiteinheit
- Tieff:
- Effektive Dauer der Fließphasen der Injektoren
- Tceff:
- Effektive Dauer der Ruhephasen der Injektoren
- N:
- Gesamtzahl an Injektoren
- Nc:
- Zahl der nicht zugeschalteten Injektoren
- Q:
- maximaler Fluss durch einen Injektor pro Zeiteinheit
[0010] Als "effektive Dauer der Fließphasen" bzw. "effektive Dauer der Ruhephasen" soll
dabei die gegebenenfalls auf einen oder mehrerer Pulse verteilte Gesamtdauer verstanden
werden, während der der Injektor geöffnet, also in Fließphase, oder geschlossen, also
in Ruhephase ist. Während einer Fließphase wird das Oxidationsmittel mit Überschallgeschwindigkeit
in die Schmelzzone eingedüst und während einer Ruhephase wird das Eindüsen auf eine
Geschwindigkeit unterhalb von Überschallgeschwindigkeit gedrosselt oder gänzlich abgestellt.
Der Einstellbereich für die Menge des in die Schmelzzone mit überschall eingedüsten
Oxidationsmittels bewegt sich zwischen Null (bei einer gegen Null gehenden Dauer der
Fließphase) und der maximalen Auslegemenge aller eingesetzten Injektoren (bei Volllastbetrieb
aller Injektoren und einer gegen Null gehenden Dauer der Ruhephase). Somit lässt sich
die Menge des in die Schmelzzone mit überschall eingedüsten Oxidationsmittels in weitem
Rahmen variieren. In Abhängigkeit von der erforderlichen Gesamtmenge an mit überschall
zuzuführendem Oxidationsmittel pro Zeiteinheit kann die Zahl der zugeschalteten Injektoren
und die jeweilige effektive Öffnungsdauer nach obiger Formel (1) leicht berechnet
werden. Die Formel (1) bietet daher eine gute Grundlage für eine automatisierte Steuerung
der Injektoren. Durch Angabe der pro Zeiteinheit mit überschall zuzuführenden Menge
an Oxidationsmittel kann mittels eines Computerprogramms die Zahl der zugeschalteten
Injektoren sowie der effektiven Dauern der Fließ- und Ruhephasen bestimmt werden.
In einem solchen Computerprogramm können auch empirisch erfasste Werte über die für
die jeweilige Einstellung optimale Pulsfrequenz und ggf. eine optimierte Abfolge verschiedener
Pulse sowie über und den optimalen Arbeitsbereich der eingesetzten Injektoren einbezogen
werden.
[0011] Durch das Wechselspiel von Änderung des Verhältnisses aus Fließ- und Ruhephase einerseits
und Änderung der Anzahl der mit überschall eindüsenden Injektoren andererseits wird
der Zustrom an Oxidationsmittel in die Schmelzzone sowohl zeitlich als auch räumlich
optimiert. Der Oxidationsmittelstrom wird sehr genau beeinflusst, ohne dass dadurch
die überschalleindüsung beeinträchtigt wird. Zu lange Ruhephasen, während derer kein
Oxidationsmittel mit überschall eingedüst wird, werden ebenso vermieden wie eine ungleichförmige
Beaufschlagung der Schmelzzone. Der Ausstoß an Schadstoffen wie NO
x und CO wird deutlich reduziert. Ebenso kann der Materialverschleiß am Ofen, wie auch
der Verbrauch an Brennstoffen, Koks und elektrischer Energie gesenkt werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist insbesondere für Schmelzprozesse geeignet, bei denen unter Verbrennung
eines Brennstoffes mit einem Oxidationsmittel in einem Schmelzofen eine Schmelzzone
erzeugt wird, in der ein Einsatzstoff erschmolzen wird. Hierfür kommen die Schachtöfen
in Frage, insbesondere Kupolöfen, wie Heißwind-. Warmwind-, Kaltwind-, Sekundärwind-,
Langzeit-, oder Wechselöfen. Das Einsatzmaterial wird dem Schmelzofen zum Beispiel
in Form von Stahlschrott, Gußbruch, Roheisen oder Spänen zugegeben. Es werden auch
nichtmetallische Zuschlagstoffe wie Koks, Siliziumcarbid, Ferrosilizium, Ferromangan,
Kalk und Kies eingesetzt. Beim Oxidationsmittel handelt es sich bevorzugt um Sauerstoff.
Zusätzlich kann ein weiteres Oxidationsmittel, beispielsweise Luft, in die Schmelzzone
zeitlich konstant oder ebenfalls pulsierend eingebracht werden.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Zufuhr des Oxidationsmittels derart geregelt, dass dann,
wenn die Differenz zwischen der maximal möglichen Leistung aller mit überschall eindüsenden
Injektoren und der mit überschall zuzuführenden Oxidationsmittelmenge der maximalen
Leistung eines einzelnen Injektors entspricht, die Zahl der mit überschall eindüsenden
Injektoren um eins verkleinert und dann, wenn die mit überschall zuzuführende Oxidationsmittelmenge
die maximal mögliche Leistung aller mit überschall eindüsenden Injektoren übersteigt,
die Zahl der mit überschall eindüsenden Injektoren um eins vergrößert wird, wobei
jeweils anschließend die mit überschalleindüsung zuzuführende Oxidationsmittelmenge
gleichmäßig auf die mit überschall eindüsenden Injektoren verteilt wird. Bei Volllast
arbeiten alle also Injektoren des Schmelzofens im kontinuierlichen Betrieb. Ist es
erforderlich, die Zufuhr an mit überschall eingedüstem Oxidationsmittel zu reduzieren,
gehen zunächst alle Injektoren in einen pulsweisen Betrieb über, d.h. alle Injektoren
werden in einer Abfolge aus Fließphase und Ruhephase betreiben, entsprechend dem in
der
EP 1 242 781 B1 beschriebenen Verfahren, wobei die insgesamt mit überschall zugeführte Menge an Oxidationsmittel
durch die Änderung des Verhältnisses aus Fließ- und Ruhephase eingestellt wird. Je
geringer der Bedarf an Oxidationsmittel ist, desto länger ist die Dauer der Ruhephasen
der Injektoren. Sinkt der Bedarf derart, dass die Summe der Ruhephasen aller Injektoren
insgesamt der maximalen Leistung eines einzelnen Injektors entspricht, wird einer
der Injektoren abgeschaltet. Der Gesamtfluss des mit überschall eingedüsten Oxidationsmittels
wird gleichmäßig auf die zugeschalteten Injektoren verteilt, d.h. die verbliebenen
zugeschalteten Injektoren arbeiten zunächst in Volllast, und gehen in den pulsweisen
Betrieb über, sobald der Bedarf weiter reduziert wird. Entsprechendes gilt bei einer
Erhöhung des Bedarfs.
[0013] Vorzugsweise erfolgt die Abschaltung derart, dass die verbliebenen zugeschalteten
Injektoren gleichmäßig um den Umfang des Schmelzofens verteilt sind. Es ist jedoch
auch möglich, dass die Injektoren asymmetrisch am Schmelzofen betrieben werden und
nach einer nicht allzu langen Zeitdauer ein Wechsel der zugeschalteten Injektoren
erfolgt. Da Ziel ist dabei in jedem Fall, die Schmelzzone des Schmelzofens möglichst
gleichmäßig mit Sauerstoff zu beaufschlagen.
[0014] Arbeiten die zugeschalteten Injektoren im Pulsbetrieb, sieht eine abermals vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Fließ- und Ruhephasen der zugeschalteten
Injektoren derart aufeinander abgestimmt sind, dass die zugeschalteten Injektoren
alternierend zueinander angesteuert werden. Damit wird auch in zeitlicher Hinsicht
eine sehr gleichmäßige Beaufschlagung der Schmelzzone mit Oxidationsmittel erzielt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert:
[0015] In den oberen Teil des Schachts eines Kupolofens werden kontinuierlich Stahlschrott,
Späne, Roheisen, Kreislaufmaterial und nichtmetallische Zuschlagstoffe wie Koks und
Kalk zugegeben. Im unteren Bereich des Schachtes wird Luft - der sogenannte Ofenwind
- über einen Windring und von dort in die Schmelzzone eingeführt. Die Zufuhrrate an
Luft beträgt konstant 10 000 m
3/h. Im unteren Teil des Ofenschachtes sind um die Schmelzzone herum sechs, untereinander
baugleiche Sauerstoff-Injektionslanzen in gleichen Winkelabständen angeordnet. Mittels
der Sauerstoff-Injektionslanzen wird technischer Sauerstoff mit Überschallgeschwindigkeit
in die Schmelzzone eingedüst. Durch diese Eindüsung ergibt sich eine große Eindringtiefe
des Sauerstoffstromes, so daß die Temperatur in der Schmelzzone erhöht und die Schmelzleistung
des Kupolofens gesteigert wird. In die Sauerstoff-Injektionslanzen sind jeweils Laval-Düsen
eingesetzt.
[0016] Die Regelung der Sauerstoffzufuhr erfolgt folgendermaßen: Im Voillastbetrieb erfolgt
die Zufuhr über sämtliche Injektoren. Bei einer Reduktion der Sauerstoffanforderung
gehen die Injektoren in einen pulsweisen Betrieb über, d.h. die Zuführung des Sauerstoffs
erfolgt bei diesen Lanzen in diskreten Zeitabständen in Form einer Abfolge von Fließphase
und Ruhephase, deren Dauer sich aus der jeweiligen Sauerstoffanforderung ergibt. Je
geringer der Sauerstoffbedarf ist, desto länger ist die Dauer der Ruhephasen der Injektoren.
Um die Sauerstoffzuführung möglichst gleichmäßig zu gestalten, werden die Injektoren
abwechselnd in Pulsen unterschiedlicher Länge gefahren, wobei jedoch darauf geachtet
wird, dass die Injektion stets im Wesentlichen symmetrisch zur Mittelachse des Ofens
erfolgt. Wird die Sauerstoffanforderung um einen Wert reduziert, der der Leistung
eines Injektors entspricht, so wird ein Injektor abgeschaltet, wobei die Abschaltung
in der Weise erfolgt, dass die noch zugeschalteten Injektoren die Schmelzzone des
Schachtofens möglichst gleichmäßig beaufschlagen. Gleichzeitig verkürzen sich mit
Abschaltung des Injektors die Ruhephasen der zugeschalteten Injektoren entsprechend,
um einen stetigen Übergang der Oxidationsmittelmengenzufuhr sicher zu stellen. Die
zugeschalteten Injektoren werden in gleicher Weise wie oben beschrieben betrieben.
In diesem Betriebszustand ist es zweckmäßig, die zugeschalteten Injektoren alternierend
anzusteuern. Um eine gleichmäßige Nutzung der Injektoren sicherzustellen, werden in
nachfolgenden Verfahrensschritten oder beim Aufschmelzen einer nachfolgenden Charge
bevorzugt die während des beschriebenen Verfahrensschritts abgeschalteten Injektoren
zugeschaltet, so dass jeweils ein Wechsel der zuzuschaltenden Injektoren erfolgt.
1. Verfahren zum Betreiben eines Schmelzofens, bei dem Einsatzstoffe, Brennstoff, und
wenigstens ein Oxidationsmittel einer Schmelzzone zugeführt werden, wobei das Oxidationsmittel
mittels mehrerer, um den Umfang des Schmelzofens in vorzugsweise gleichen Winkelabständen
angeordneter Injektoren mit Überschallgeschwindigkeit in die Schmelzzone eingedüst
wird und das Eindüsen zumindest in einem Verfahrensabschnitt durch ein zeitliches
Aufeinanderfolgen von Fließ- und Ruhephasen (Pulse) der einzelnen Injektoren erfolgt,
sowie
in Abhängigkeit von einer vorgegebenen oder laufend ermittelten zuzuführenden Oxidationsmittelmenge
nach einem vorgegebenen Programm das Verhältnis aus Fließ- und Ruhephase der Injektoren
sowie die Anzahl der mit überschall eindüsenden Injektoren derart variiert wird, dass
ein stetiger Verlauf der mit überschall zugeführten Oxidationsmittelmenge sowie ein
die Schmelzzone im wesentlichen gleichmäßig abdeckendes Strömungsbild erreicht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweils dann, wenn die Differenz zwischen der maximalen Leistung aller mit überschall
eindüsenden Injektoren und der insgesamt mit überschalleindüsung zuzuführenden Oxidationsmittelmenge
der maximalen Leistung eines einzelnen Injektors entspricht, die Zahl der mit überschall
eindüsenden Injektoren um eins verkleinert wird und dann, wenn die mit überschalleindüsung
zuzuführende Oxidationsmittelmenge die maximale Leistung aller mit überschall eindüsenden
Injektoren übersteigt, die Zahl der mit überschall eindüsenden Injektoren um eins
vergrößert wird wobei jeweils anschließend die mit überschalleindüsung zuzuführende
Oxidationsmittelmenge gleichmäßig auf die mit überschall eindüsenden Injektoren verteilt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils mit überschall eindüsenden Injektoren gleichmäßig um den Umfang des Schmelzofens
angeordnet werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fließ- und Ruhephasen der im Pulsbetrieb arbeitenden mit überschall eindüsenden
Injektoren derart aufeinander abgestimmt werden, dass die mit überschall eindüsenden
Injektoren alternierend angesteuert werden.
1. Method for operating a melting furnace, wherein charge materials, fuel and at least
one oxidizing agent are fed to a melting zone, the oxidizing agent being injected
into the melting zone at supersonic speed by means of a plurality of injectors which
are arranged at preferably equal angular intervals around the periphery of the melting
furnace, and the injection, at least in one process step, being effected by a temporal
sequence of flow and rest phases (pulses) of the individual injectors, and the ratio
of flow and rest phases of the injectors and the number of injectors injecting supersonically
are varied according to a predetermined program as a function of a predetermined or
continuously determined quantity of oxidizing agent that is to be supplied, in such
a manner as to achieve a smooth profile of the quantity of oxidizing agent supplied
supersonically and a flow pattern that substantially uniformly covers the melting
zone, characterized in that whenever the difference between the maximum power of all the injectors injecting
supersonically and the total quantity of oxidizing agent to be supplied by ultrasonic
injection corresponds to the maximum power of a single injector, the number of injectors
injecting supersonically is reduced by one, and whenever the quantity of oxidizing
agent to be supplied by ultrasonic injection exceeds the maximum power of all the
injectors injecting supersonically, the number of injectors injecting supersonically
is increased by one, wherein thereafter in each case the quantity of oxidizing agent
to be supplied by ultrasonic injection is distributed uniformly between the injectors
that are injecting supersonically.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the injectors which are in each case injecting supersonically are arranged uniformly
around the periphery of the melting furnace.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the flow and rest phases of the injectors which are operating in pulsed mode and
are injecting supersonically are adapted to one another in such manner that the injectors
which are injecting supersonically are actuated alternately.
1. Procédé d'exploitation d'un four de fusion, dans lequel des matériaux de charge, du
combustible et au moins un agent oxydant sont introduits dans une zone de fusion,
l'agent oxydant étant injecté dans la zone de fusion à une vitesse supersonique au
moyen d'une pluralité d'injecteurs disposés à des intervalles angulaires de préférence
égaux autour de la périphérie du four de fusion, et l'injection, à au moins une des
étapes du processus, est effectuée par une séquence temporelle de phases d'écoulement
et de repos (impulsions) des injecteurs individuels, et on fait varier le rapport
des phases d'écoulement et de repos des injecteurs et le nombre d'injecteurs injectant
de manière supersonique selon un programme prédéterminé en fonction d'une quantité
prédéterminée ou déterminée en continu d'agent oxydant à fournir, de manière à réaliser
un profil lisse de la quantité d'agent oxydant fournie de manière supersonique et
un schéma d'écoulement qui recouvre de façon sensiblement uniforme la zone de fusion,
caractérisé en ce que, chaque fois que la différence entre la capacité maximale de tous les injecteurs
injectant de manière supersonique et la quantité totale d'agent oxydant à fournir
par injection supersonique correspond à la capacité maximale d'un seul injecteur,
le nombre d'injecteurs injectant de manière supersonique est réduit d'une unité, et
en ce que, chaque fois que la quantité d'agent oxydant à fournir par injection supersonique
dépasse la capacité maximale de tous les injecteurs injectant de manière supersonique,
le nombre d'injecteurs injectant de manière supersonique est augmenté d'une unité,
la quantité d'agent oxydant à fournir par injection supersonique étant ensuite, dans
chaque cas, répartie uniformément entre les injecteurs injectant de manière supersonique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les injecteurs qui sont, dans chaque cas, en cours d'injection de manière supersonique
sont disposés uniformément autour de la périphérie du four de fusion.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les phases d'écoulement et de repos des injecteurs fonctionnant en mode pulsé et
injectant de manière supersonique sont adaptées les unes aux autres de telle manière
que les injecteurs injectant de manière supersonique soient actionnés alternativement.