[0001] Die Erfindung betrifft eine Papiermaschinenbespannung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn
in einer eine Faserstoffbahn herstellenden Maschine mit einem Fadengelege aus wenigstens
einer Lage Längsfäden und wenigstens einer Lage die Längsfäden kreuzenden Querfäden.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung einen Pressfilz gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
16.
[0003] Eine derartige Papiermaschinenbespannung ist beispielsweise aus der
europäischen Patentanmeldung EP 1 357 223 A1 bekannt. Es wird vorgeschlagen, dass die parallel zueinander verlaufenden Längsfäden
und die parallel zueinander verlaufenden Querfäden an Kreuzungspunkten über einen
Klebstoff miteinander verklebt sind. Bei dem Klebstoff kann es sich beispielsweise
um einen Schmelzkleber, Diffusionskleber, Kontaktkleber und/oder Reaktionskleber handeln.
Die Verwendung des Klebstoffs eröffnet die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zwischen
den Längs- und Querfäden an den Kreuzungspunkten unabhängig vom Material der Fäden
zu bewirken, seien es nun Bikomponenten- als auch Einkomponentenfäden.
[0004] Von Nachteil ist neben den nicht unbeachtlichen Herstellungskosten der Papiermaschinenbespannung
infolge der Verwendung eines Klebstoffs mitsamt seinen Eigenschaften und Eigentümlichkeiten
auch die herstellungsbedingt vorgegebene und aufgrund der zueinander parallelen Ausrichtung
der Fäden nicht für jeden Anwendungsfall optimale Lastverteilung der Papiermaschinenbespannung.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Papiermaschinenbespannung der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass neben einer optimalen Lastverteilung
auch eine günstige Porengröße für jeden Anwendungsfall gewährleistet wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest eine Auswahl von
Fäden einer Lage mit unterschiedlichen Abständen sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch
zueinander gelegt sind, wobei sich der Abstand zweier benachbarter Fäden im Verlauf
ihres Geleges vorzugsweise ändert. Die Änderung des jeweiligen Abstands kann hierbei
kontinuierlich, sprunghaft, periodisch, bereichsweise und dergleichen erfolgen. Zudem
nimmt die vorzugsweise Änderung des Abstands zweier benachbarter Fäden im Verlauf
ihres Geleges vorzugsweise einen Wert ≥ 1 %, vorzugsweise ≥ 3 %, insbesondere ≥ 5
%, bezogen auf die Länge eines jeweiligen Fadens an.
[0007] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0008] Diese individuelle Legung zumindest einer Auswahl von Fäden einer Lage stellt erstmals
eine Papiermaschinenspannung mit einem Fadengelege bereit, die neben dem Vorteil einer
optimalen Lastverteilung auch den Vorteil von bestimmbaren und günstigen Porengrößen
durch die sich ergebenden "Maschen" bei vertikaler Anordnung unterschiedlicher Lagen
zueinander erbringt.
[0009] Der Begriff des "Fadens" ist hierbei breitest möglich gefasst. Der Faden kann beispielsweise
mittels additiver als auch reduktiver Fertigungsverfahren hergestellt worden sein.
Ferner kann sein Material ein PET, PA in allen Modifikationen, PP, PPS, PEK, PEKK,
elastischer PE, PBT, PTT oder Kombinationen daraus umfassen. Auch kann er armiert
sein, zum Beispiel faserverstärkt mit Glasfasern, Kohlenstofffasern und/oder Keramikfasern.
Zusätzlich kann er auch ein Mehrkomponentenfaden, wie zum Beispiel ein Mantel-Kern-Faden,
ein Side-by-Side-Faden und dergleichen, sein. Seine Eigenschaften, insbesondere Zugfestigkeit,
Dehnung und dergleichen, unterliegen generell keinen Beschränkungen.
[0010] In vorteilhafter Ausgestaltung sind eine Auswahl von Fäden beider Lagen mit unterschiedlichen
Abständen sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zueinander gelegt. Dies ermöglicht
unter anderem verbesserte Lastverteilungen bei individuellen Porengrößen des Fadengeleges.
[0011] So können beispielsweise die Fäden einer Lage in mehreren Gruppen zueinander symmetrisch
oder asymmetrisch gelegt sein und die Gruppen von Fäden einer Lage können wiederum
zueinander symmetrisch oder asymmetrisch gelegt sein.
[0012] Damit die Markierung der zu entwässernden Faserstoff durch die Bespannung so diffus
als möglich gehalten wird, insbesondere auch über mehrere Lagen hinweg, sind die unterschiedlichen
Abstände nach einem Muster, wahllos oder in Kombination ausgewählt.
[0013] In weiterer Ausgestaltung können zumindest zwei benachbarte Lagen von Fäden mit zumindest
bereichsweise gleicher oder annähernd gleicher Ausrichtung vorgesehen sein, die eine
sich ergänzende Positionierung von Fäden zueinander aufweisen. Dabei können zwischen
den Fäden einer Lage zumindest bereichsweise Zwischenräume vorgesehen sein, die mit
einem durchlässigen Material gefüllt sind, wobei das durchlässige Material bevorzugt
wenigstens einen Polyurethanschaum umfasst. Ein solches Arrangement hat den wesentlichen
Vorteil, dass die sich ergänzenden Lagen die beispielsweise in einer Presse einer
Papier- oder Kartonmaschine wirkenden Druckimpulse optimal verteilen können und dabei
immer noch eine ausreichende Permeabilität aufweisen. Der füllende Polyurethanschaum
wird im Regelfall nur dann aufgebracht, wenn das Gelege auf einem flächigen Trägermedium,
beispielsweise einem Vlies, angeordnet ist. Dies ist notwendig, da dieser ansonsten
durch die im Gelege vorhandenen Poren durchfließen würde und somit keine homogene
Oberfläche ergäbe. Die Poren sind unter anderem abhängig von der Viskosität des Polyurethanschaums
und der bestehenden Porengröße.
[0014] Um diese Permeabilität weitergehend beeinflussen zu können, ist zumindest zwischen
den zwei benachbarten Lagen von Fäden zumindest bereichsweise eine vorzugsweise vollflächige
permeable Schicht eingebracht.
[0015] Ferner können die übereinander angeordneten Fäden zweier benachbarter Lagen zumindest
bereichsweise wenigstens eine unterschiedliche Eigenschaft aufweisen. Damit können
sie sich in ihrer Funktion ergänzen.
[0016] Dabei weisen die Fäden einer Lage die wenigstens eine unterschiedliche Eigenschaft
abwechselnd und gegenüber den Fäden der benachbarten Lage versetzt auf. Damit wird
insgesamt ein gleich bleibendes Merkmal bei gleichzeitig optimierter Permeabilität
und/oder Druckverhaltung erhalten.
[0017] Die unterschiedliche Eigenschaft ist bevorzugt wenigstens die Fadendicke, die Fadenhärte,
der Fadenaufbau, das Fadenmaterial oder dergleichen. Natürlich können auch weitere
Charakteristika des Fadens die unterschiedliche Eigenschaft bilden. Auch kann der
Faden ein Vliesstreifen oder ein Stoffbändchen sein, wobei es denkbar ist, dass diese
neben der Last aufnehmenden Funktion auch noch andere Funktionen, wie zum Beispiel
die Erzeugung von innerem Volumen oder Rücksprungsvermögen, übernehmen.
[0018] Allen beschriebenen Ausgestaltungen ist überdies gemeinsam, dass zwei benachbarte
Lagen von Fäden zumindest bereichsweise unter einem Winkel α verlaufen können, wobei
der Winkel bevorzugt einen Wert im Bereich von 0° ≤ α ≤ 90° annehmen kann. Die Fäden
können also beispielsweise in längs-, quer- und/oder diagonalgerichteter Ausrichtung
zueinander verlaufen. Selbstverständlich können auch die Fäden einer einzelnen Lage
unter genanntem Winkel zueinander verlaufen.
[0019] Auch kann die Papiermaschinenbespannung mindestens zwei, vorzugsweise mehrere Lagen
von erfindungsgemäßen Fadengelegen aufweisen, wobei bevorzugt zumindest zwei, vorzugsweise
alle Lagen von Fadengelegen durch je eine trennende Lage voneinander getrennt sein
können. Die trennenden Lagen müssen jedoch im Endstadium der Bespannungsherstellung
mit den Fadengelegen eine innige Verbindung eingehen.
[0020] In einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist die Papiermaschinenbespannung
ein Pressfilz zur Entwässerung einer Faserstoffbahn in einer eine Faserstoffbahn herstellenden
Maschine mit einem Fadengelege aus wenigstens einer Lage Längsfäden und wenigstens
einer Lage die Längsfäden kreuzenden Querfäden, wobei er faserstoffbahnseitig mindestens
eine feine Vliesschicht, tragseitig mindestens eine grobe Vliesschicht und zwischen
beiden Vliesschichten eine Mittelschicht mit einem beschriebenen Fadengelege aufweist.
Die feine Vliesschicht weist hierbei bevorzugt ein Fasergewicht ≤ 5 dtex auf, wohingegen
die grobe Vliesschicht bevorzugt ein Fasergewicht ≥ 50 dtex aufweist. Dabei kann die
Vliesschicht auch aus einer Mischung verschiedener Fasern bestehen, wobei in diesem
Falle vorzugsweise die Fasern mit dem größten Gewichtsanteil das Kriterium "fein"
versus "grob" festlegen.
[0021] Dabei können die Fäden der Mittelschicht in ihren beiden Seitenbereichen mit einem
durchlässigen Material, insbesondere Polyurethanschaum, gefüllt sein. Wie bereits
erwähnt, wird der füllende Polyurethanschaum im Regelfall nur dann aufgebracht, wenn
das Gelege auf einem flächigen Trägermedium, beispielsweise einem Vlies, angeordnet
ist.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Zeichnung.
[0023] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Papiermaschinenbespannung;
- Figuren 2 und 3
- zwei teilweise und schematische Schnittdarstellungen von weiteren Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung; und
- Figur 4
- eine Draufsicht auf beispielhafte Verläufe von benachbarten Fäden einer Lage.
[0024] Die Figur 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung 1.
[0025] Die Papiermaschinenbespannung 1 dient zur Entwässerung einer nicht dargestellten
Faserstoffbahn in einer eine Faserstoffbahn herstellenden Maschine und sie umfasst
ein Fadengelege 2 eine Lage A an Längsfäden 3.1 bis 3.6 und eine Lage B an die Längsfäden
3.1 bis 3.6 kreuzenden Querfäden 4 , wobei lediglich ein Querfaden 4 sichtbar ist.
[0026] Es sind nun zumindest eine Auswahl von Fäden 3.1 bis 3.6 der Lage A mit unterschiedlichen
Abständen A
1 bis A
5 sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zueinander gelegt, wobei sich der Abstand
B
1 bis B
3 zweier benachbarter Fäden 3.1, 3.2; 3.3, 3.4; 3.5, 3.6 im Verlauf ihres Geleges vorzugsweise
ändert. Die Änderung des jeweiligen Abstands B
1 bis B
3 kann hierbei kontinuierlich, sprunghaft, periodisch, bereichsweise und dergleichen
erfolgen.
[0027] Die Fäden 3.1 bis 3.6 der Lage A sind in mehreren Gruppen G
1 bis G
3 zueinander symmetrisch oder asymmetrisch gelegt, wobei die Gruppen G
1 bis G
3 von Fäden 3.1 bis 3.6 der Lage A wiederum zueinander symmetrisch oder asymmetrisch
gelegt sind. Die unterschiedlichen Abstände A
1 bis A
5 sind in der Ausführung der Figur 1 nach einem Muster ausgewählt, sie können jedoch
auch wahllos oder in Kombination ausgewählt sein.
[0028] Die Längsfäden 3.1 bis 3.6 der Lage A und die Querfäden 4 der Lage B verlaufen zumindest
bereichsweise unter einem Winkel α, der einen Wert im Bereich von 0° ≤ α ≤ 90° annimmt.
[0029] Die Figur 2 zeigt eine teilweise und schematische Schnittdarstellung einer zweiten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung 1.
[0030] In dieser Ausführung sind zwei ein Fadengelege 2 bildende und benachbarte Lagen C,
D von Fäden 5.1 bis 5.6 und 6.1 bis 6.6 mit zumindest bereichsweise gleicher oder
annähernd gleicher Ausrichtung und mit zumindest bereichsweise wenigstens einer unterschiedlichen
Eigenschaft vorgesehen, die eine sich ergänzende paarweise Positionierung von Fäden
5.1, 6.1, 5.2, 6.2, 5.3, 6.3, 5.4, 6.4, 5.5, 6.5, 5.6 und 6.6 zueinander aufweisen.
Die unterschiedliche Eigenschaft ist in der dargestellten Ausführung die Fadendicke,
in weiterer Ausführung kann es jedoch auch die Fadenhärte, der Fadenaufbau, das Fadenmaterial
oder dergleichen sein.
[0031] Zwischen den Fäden 5.1 bis 5.6 und 6.1 bis 6.6 einer Lage C, D sind zumindest bereichsweise
Zwischenräume 7.1 bis 7.5 und 8.1 bis 8.5 vorgesehen, die mit einem durchlässigen
Material 9 gefüllt sind. Das durchlässige Material 9 umfasst hierbei wenigstens einen
Polyurethanschaum 10.
[0032] Weiterhin ist zwischen den beiden benachbarten Lagen C, D von Fäden 5.1 bis 5.6 und
6.1 bis 6.6 zumindest bereichsweise eine vorzugsweise vollflächige permeable Schicht
11 eingebracht und die beiden benachbarten Lagen C, D von Fäden 5.1 bis 5.6 und 6.1
bis 6.6 verlaufen zumindest bereichsweise unter einem Winkel α, der einen Wert im
Bereich von 0° ≤ α ≤ 90° annimmt. Vorliegend nimmt der Winkel α, wie bereits erwähnt,
einen Wert im Bereich von 0°, das heißt gleiche oder annähernd gleiche Ausrichtung,
an.
[0033] Die Figur 3 zeigt eine teilweise und schematische Schnittdarstellung einer dritten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung 1.
[0034] Es sind erneut zwei ein Fadengelege 2 bildende und benachbarte Lagen E, F von Fäden
12.1 bis 12.5 und 13.1 bis 13.5 mit zumindest bereichsweise gleicher oder annähernd
gleicher Ausrichtung und mit zumindest bereichsweise wenigstens einer unterschiedlichen
Eigenschaft vorgesehen, die eine sich ergänzende paarweise Positionierung von Fäden
12.1,13.1, 12.2, 13.2, 12.3, 13.3, 12.4, 13.4, 12.5 und 13.5 zueinander aufweisen.
Dabei weisen die Fäden 12.1 bis 12.5 der Lage E die wenigstens eine unterschiedliche
Eigenschaft abwechselnd und gegenüber den Fäden 13.1 bis 13.5 der benachbarten Lage
F versetzt auf. Die unterschiedliche Eigenschaft ist in der dargestellten Ausführung
die Fadendicke, in weiterer Ausführung kann es jedoch auch die Fadenhärte, der Fadenaufbau,
das Fadenmaterial oder dergleichen sein.
[0035] So weist der Faden 12.1 der Lage E eine kleine Fadendicke auf, der benachbarte Faden
13.1 der Lage F hingegen eine große Fadendicke. Der benachbarte Faden 12.2, 13.2 der
gleichen Lage E, F weist wiederum eine konträre Fadendicke auf. Diese Geometrien wiederholen
sich, so dass schließlich eine gleichmäßige Dicke des Fadengeleges 2 gegeben ist.
Die gleichen Fadendicken können sich natürlich auch über mehrere Fäden derselben Lage
und/oder mit einem Muster in derselben Lage erstrecken.
[0036] Die beiden benachbarten Lagen E, F von Fäden 12.1 bis 12.5 und 13.1 bis 13.5 verlaufen
zumindest bereichsweise unter einem Winkel α, der einen Wert im Bereich von 0° ≤ α
≤ 90° annimmt. Vorliegend nimmt der Winkel α, wie bereits erwähnt, einen Wert im Bereich
von 0°, das heißt gleiche oder annähernd gleiche Ausrichtung, an.
[0037] Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Fadengelege 2 kann beispielsweise Teil einer
Mittelschicht 15 eines Pressfilzes 14 sein, der zudem faserstoffbahnseitig eine feine
Vliesschicht 16 und tragseitig eine grobe Vliesschicht 17 aufweist.
[0038] Dieser mögliche Aufbau des Pressfilzes 14 ist ergänzend in der Ausführung der Figur
2 dargestellt. Die zwischen den beiden Vliesschichten 16, 17 angeordnete Mittelschicht
15 kann dabei selbstverständlich noch weitere Lagen an Fäden aufweisen. Auch können
die dargestellten Fäden 5.1 bis 5.6 und 6.1 bis 6.6 der Mittelschicht 15 in ihren
beiden Seitenbereichen H, I mit einem durchlässigen Material 18 , insbesondere Polyurethanschaum,
gefüllt sein. Die vorzugsweise vollflächige permeable Schicht 11 muss in dieser Ausführung
nicht notwendigerweise vorhanden sein.
[0039] Die Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf beispielhafte Verläufe von benachbarten Fäden
3.1 bis 3.11 einer Lage. Die Fäden 3.1 bis 3.11 können hierbei in Längsrichtung, als
auch in Querrichtung, als auch in Kombination geordnet sein.
[0040] Hierbei ist klar ersichtlich, dass sich der jeweilige Abstand B
1 bis B
6 zweier benachbarter Fäden 3.1 bis 3.11 im Verlauf ihres Geleges ändert. Die Änderung
des jeweiligen Abstands B
1 bis B
6 kann hierbei kontinuierlich (Fäden 3.1, 3.2), sprunghaft (Fäden 3.3, 3.4), periodisch,
bereichsweise (Fäden 3.5, 3.6), permanent variierend (Fäden 3.7, 3.8: 3.10, 3.11),
pseudo-parallel (Fäden 3.9, 3.10) und dergleichen erfolgen. Die dargestellten Verläufe
sind, wie bereits erwähnt, rein beispielhaft. Es können selbstverständlich sowohl
weitere, nicht dargestellte Verläufe als auch Kombinationen von Verläufen vorhanden
sein.
[0041] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Papiermaschinenbespannung
der eingangs genannten Art so weitergebildet wird, dass neben einer optimalen Lastverteilung
auch eine günstige Porengröße für jeden Anwendungsfall gewährleistet ist.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Papiermaschinenbespannung
- 2
- Fadengelege
- 3.1 bis 3.6
- Längsfaden
- 4
- Querfaden
- 5.1 bis 5.6
- Faden
- 6.1 bis 6.6
- Faden
- 7.1 bis 7.5
- Zwischenraum
- 8.1 bis 8.5
- Zwischenraum
- 9
- Material
- 10
- Polyurethanschaum
- 11
- Schicht
- 12.1 bis 12.5
- Faden
- 13.1 bis 13.5
- Faden
- 14
- Pressfilz
- 15
- Mittelschicht
- 16
- Vliesschicht
- 17
- Vliesschicht
- 18
- Material
- A
- Lage
- A1 bis A5
- Abstand
- B
- Lage
- B1 bis B3
- Lage
- C
- Lage
- D
- Lage
- E
- Lage
- F
- Lage
- G1 bis G3
- Gruppe
- H
- Seitenbereich
- I
- Seitenbereich
- α
- Winkel
1. Papiermaschinenbespannung (1) zur Entwässerung einer Faserstoffbahn in einer eine
Faserstoffbahn herstellenden Maschine mit einem Fadengelege (2) aus wenigstens einer
Lage (A) Längsfäden (3.1 bis 3.11) und wenigstens einer Lage (B) die Längsfäden (3.1
bis 3.11) kreuzenden Querfäden (4),
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Auswahl von Fäden (3.1 bis 3.11) einer Lage (A) mit unterschiedlichen
Abständen (A1 bis A5) sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zueinander gelegt sind, wobei sich der
Abstand (B1 bis B6) zweier benachbarter Fäden (3.1, 3.2; 3.3, 3.4; 3.5, 3.6; 3.7, 3.8; 3.9, 3.10; 3.10,
3.11) im Verlauf ihres Geleges vorzugsweise ändert.
2. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Auswahl von Fäden (3.1 bis 3.11, 4) beider Lagen (A, B) mit unterschiedlichen
Abständen (A1 bis A5) sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zueinander gelegt sind.
3. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fäden (3.1 bis 3.11) einer Lage (A) in mehreren Gruppen (G1 bis G3) zueinander symmetrisch oder asymmetrisch gelegt sind.
4. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gruppen (G1 bis G3) von Fäden (3.1 bis 3.11) einer Lage (A) zueinander symmetrisch oder asymmetrisch
gelegt sind.
5. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unterschiedlichen Abstände (A1 bis A5) nach einem Muster, wahllos oder in Kombination ausgewählt sind.
6. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei benachbarte Lagen (C, D; E, F) von Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis 6.6;
12.1 bis 12.5, 13.1 bis 13.5) mit zumindest bereichsweise gleicher oder annähernd
gleicher Ausrichtung vorgesehen sind, die eine sich ergänzende Positionierung von
Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis 6.6; 12.1 bis 12.5, 13.1 bis 13.5) zueinander aufweisen.
7. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis 6.6) einer Lage (C, D) zumindest bereichsweise
Zwischenräume (7.1 bis 7.5, 8.1 bis 8.5) vorgesehen sind, die mit einem durchlässigen
Material (9) gefüllt sind.
8. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das durchlässige Material (9) wenigstens einen Polyurethanschaum (10) umfasst.
9. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwischen zwei benachbarten Lagen (C, D) von Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis
6.6) zumindest bereichsweise eine vorzugsweise vollflächige permeable Schicht (11)
eingebracht ist.
10. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die übereinander angeordneten Fäden (12.1 bis 12.5, 13.1 bis 13.5) zweier benachbarter
Lagen (E, F) zumindest bereichsweise wenigstens eine unterschiedliche Eigenschaft
aufweisen.
11. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fäden (12.1 bis 12.5) einer Lage (E) die wenigstens eine unterschiedliche Eigenschaft
abwechselnd und gegenüber den Fäden (13.1 bis 13.5) der benachbarten Lage (F) versetzt
aufweisen.
12. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unterschiedliche Eigenschaft wenigstens die Fadendicke, die Fadenhärte, der Fadenaufbau,
das Fadenmaterial oder dergleichen ist.
13. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei benachbarte Lagen (C, D; E, F) von Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis 6.6; 12.1 bis
12.5, 13.1 bis 13.5) zumindest bereichsweise unter einem Winkel (α) verlaufen, der
einen Wert im Bereich von 0° ≤ α ≤ 90° annimmt.
14. Papiermaschinenbespannung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei, vorzugsweise mehrere Lagen von Fadengelegen (2) vorgesehen sind.
15. Papiermaschinenbespannung (1) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei, vorzugsweise alle Lagen von Fadengelegen (2) durch je eine trennende
Lage voneinander getrennt sind.
16. Pressfilz (14) zur Entwässerung einer Faserstoffbahn in einer eine Faserstoffbahn
herstellenden Maschine mit einem Fadengelege (2) aus wenigstens einer Lage (C) Längsfäden
(5.1 bis 5.6) und wenigstens einer Lage (D) die Längsfäden (5.1 bis 5.6) kreuzenden
Querfäden (6.1 bis 6.6),
dadurch gekennzeichnet,
dass er faserstoffbahnseitig mindestens eine feine Vliesschicht (16), tragseitig mindestens
eine grobe Vliesschicht (17) und zwischen beiden Vliesschichten (16, 17) eine Mittelschicht
(15) mit einem Fadengelege (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
17. Pressfilz (14) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fäden (5.1 bis 5.6, 6.1 bis 6.6) der Mittelschicht (2) in ihren beiden Seitenbereichen
(H, I) mit einem durchlässigen Material (18), insbesondere Polyurethanschaum, gefüllt
sind.