[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Wasch- oder Reinigungsmittel.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
Wasch- oder Reinigungsmittel, insbesondere von Dosierenheiten von Wasch- oder Reinigungsmitteln.
[0002] Wasch- oder Reinigungsmittel sind heute für den Verbraucher in vielfältigen Angebotsformen
erhältlich. Neben Waschpulvern und -granulaten umfasst dieses Angebot beispielsweise
auch Reinigungsmittelkonzentrate in Form extrudierter oder tablettierter Zusammensetzungen.
Diese festen, konzentrierten bzw. verdichteten Angebotsformen zeichnen sich durch
ein verringertes Volumen pro Dosiereinheit aus und senken damit die Kosten für Verpackung
und Transport. Insbesondere die Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten erfüllen dabei
zusätzlich den Wunsch des Verbrauchers nach einfacher Dosierung. Die entsprechenden
Mittel sind im Stand der Technik umfassend beschrieben. Neben den angeführten Vorteilen
weisen kompaktierte Wasch-oder Reinigungsmittel jedoch auch eine Reihe von Nachteilen
auf. Insbesondere tablettierte Angebotsformen zeichnen sich aufgrund ihrer hohen Verdichtung
häufig durch einen verzögerten Zerfall und damit eine verzögerte Freisetzung ihrer
Inhaltsstoffe aus. Zur Auflösung dieses "Widerstreits"zwischen ausreichender Tablettenhärte
und kurzen Zerfallszeiten wurden in der Patentliteratur zahlreiche technische Lösungen
offenbart, wobei an dieser Stelle beispielhaft auf die Verwendung so genannter Tablettensprengmittel
verwiesen werden soll. Dieses Zerfallsbeschleuniger werden den Tabletten zusätzlich
zu den wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen zugesetzt, wobei sie selbst in der
Regel keine wasch- oder reinigungsaktiven Eigenschaften aufweisen, und erhöhen auf
diese Weise die Komplexität und die Kosten dieser Mittel. Ein weiterer Nachteil der
Tablettierung von Aktivsubstanzgemischen, insbesondere wasch-oder reinigungsaktiv-substanzhaltigen
Gemischen, ist die Inaktivierung der enthaltenen Aktivsubstanzen durch den bei der
Tablettierung auftretenden Kompaktierungsdruck. Eine Inaktivierung der Aktivsubstanzen
kann auch auf Grund der in Folge der Tablettierung vergrößerten Kontaktflächen der
Inhaltsstoffe durch chemische Reaktion erfolgen.
[0003] Als Alternative zu den zuvor beschriebenen partikulären oder kompaktierten Wasch-
oder Reinigungsmitteln werden in den letzten Jahren zunehmend feste oder flüssige
Wasch- oder Reinigungsmittel beschrieben, welche eine wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Verpackung aufweisen. Diese Mittel zeichnen sich wie die Tabletten durch eine vereinfachte
Dosierung aus, da sie zusammen mit der Umverpackung in die Waschmaschine oder die
Geschirrspülmaschine dosiert werden können, andererseits ermöglichen sie aber gleichzeitig
auch die Konfektionierung flüssiger oder pulverförmiger Wasch- oder Reinigungsmittel,
welche sich gegenüber den Kompaktaten durch eine bessere Auflösung und schnellere
Wirksamkeit auszeichnen.
[0004] So offenbart beispielsweise die
EP 1 314 664 A2 (Unilever) einen kuppeiförmigen Pouch mit einer Aufnahmekammer, welche eine Flüssigkeit
enthält
[0005] Gegenstand der
WO 01/83657 A2 (Procter&Gamble) sind hingegen Beutel, welche In einer Aufnahmekammer zwei teilchenförmigen
Feststoffe enthalten, die jeweils in fixierten Regionen vorliegen und sich nicht miteinander
vermischen.
[0006] Neben den Verpackungen, welche nur eine Aufnahmekammer aufweisen wurden im Stand
der Technik auch Angebolsformen offenbart, die mehr als eine Aufnahmekammer, bzw.
mehr als eine Konfektionsform umfassen.
[0007] Gegenstand der europäischen Anmeldung
EP 1 256 623 A1 (Procter&Gamble) ist ein Kit aus mindestens zwei Beuteln mit unterschiedlicher Zusammensetzung
und unterschiedlicher Optik, Die Beutel liegen getrennt voneinander und nicht als
kompaktes Einzelprodukt vor:
[0008] Ein Verfahren zur Herstellung von Mehrkammerbeuteln durch Verkleben zweiter Elnzelkammem
beschreibt die Internationale Anmeldung
WO 02/85736 A1 (Reckitt Benckiser).
[0009] Aufgabe der vorliegenden Anmeldung wares, ein Verfahren zur Herstellung von Wasch-oder
Reinigungsmitteln mitwasserlöslicher oder wasserdispergierbarer Verpackung bereitzustellen,
durch welches die Mengen des eingesetzten wasserlöslichen oder wasserdlspergierbaren
Materials minimiert werden können, wobei die wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Verpackung auch ohne den Einsatz üblicher Klebstoffe oder Haftvermittler stabile Siegelnähte
aufweisen sollte. Die resultierenden Verfahrensprodukte sollten weiterhin die gemeinsame
Konfektionierung von festen und flüssigen oderfließfähigen Wasch-oder Reinigungsmittelzusammensetzungen
in voneinander getrennten Bereichen einer kompakten Dosiereinheit ermöglichen. Das
Verfahrensendprodukt sollte sich durch eine ansprechende Optik auszeichnen.
[0010] Gelöst wurden diese Aufgaben durch ein Wasch- oder Reinigungsmittel, bei denen ein
Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper und das wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Verpackungsmaterial durch eine Heißsiegelnaht haftend miteinander verbunden werden
und der Wasch - oder Reinigungsmittelformkörper eine Beschichtung mit einem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren organischen Polymer
auf seiner gesamten Oberfläche aufweist.
[0011] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher ein Wasch- oder Reinigungsmittel,
umfassend mindestens einen Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper sowie mindestens
ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Folienmaterial, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper und das Folienmaterial durch eine
Heißsiegelnaht haftend miteinander verbunden sind und der Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
eine Beschichtung mit einem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren organischen
Polymer
auf seiner gesamten Oberfläche aufweist. Anders als bei herkömmlichen Reinigungsmittel, verbindet die Siegelnaht
bei den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln nicht zwei Folienmaterialien, beispielsweise
zur Versiegelung eines Beutels oder Pouches, in welchem sich ein Wasch- oder Reinigungsmittel
befindet, sondern verbindet das Folienmaterial vielmehr direkt mit dem Wasch- oder
Reinigungsmittel. Die haftende Verbindung von Folienmaterial und Reinigungsmittelformkörper
führt dabei vorzugsweise zur Ausbildung eines von diesem Folienmaterial und diesem
Formkörper begrenzten Hohlraums, welcher nun seinerseits, vorzugsweise mit einem weiteren
Wasch- oder Reinigungsmittel, befüllt werden kann. In einer solchen Ausführungsform
ist es bevorzugt, dass sich die Zusammensetzung des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers
von der Zusammensetzung des in den Hohlraum gefüllten Wasch- oder Reinigungsmittels
unterscheidet.
[0012] Die Heißsiegelnaht der erfindungsgemäßen Mittel hat vorzugsweise die Form einer umlaufenden
Siegelnaht, das heißt, einer in sich geschlossene Siegelnaht. Die Dicke der Siegelnaht
beträgt vorzugsweise zwischen 0,1 und 5 mm, vorzugsweise zwischen 0,5 und 3 mm und
besonders bevorzugt zwischen 1 und 2 mm. Die Bildung der Heißsiegelnaht erfolgt, Indem
das Folienmaterial und der Formkörper miteinander in Kontakt gebracht und anschließend
in einem räumlich definierten Bereich erhitzt werden.
[0013] Die Heißversiegelung erfolgt vorzugsweise bei einerTemperaturoberhalb 40°C, besonders
bevorzugtoberhalb 60°C, ganz besonders bevorzugt oberhalb 80°C und Insbesondere oberhalb
100°C. Bevorzugt wird das Folienmaterial und der angrenzende Bereich des Formkörpers
für maximal 5 Sekunden, vorzugsweise für 0,1 bis 4 Sekunden, besonders bevorzugt für
0,2 bis 3 Sekunden und insbesondere für 0,4 bis 2 Sekunden auf Temperaturen oberhalb
60°C, vorzugsweise oberhalb 80°C, besonders bevorzugt zwischen 100 und 120°C und insbesondere
auf Temperaturen zwischen 105 und 115°C erwärmt.
[0014] Die Heißversiegelung des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers mit dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial kann außer durch Einwirkung von Heißluft
oder die Einwirkung eines Laserstrahls auch mittels beheizter Siegelwerkzeuge erfolgen.
Bei der Versiegelung durch Siegelwerkzeuge ("Siegelbacken") werden das Folienmaterial
und der Formkörper im Bereich der späteren Siegelnaht erwärmt. Dabei kann das Siegelwerkzeug
bis auf die Oberfläche des Formkörpers geführt werden und den Siegelvorgang durch
zusätzliche Druckeinwirkung unterstützen. Bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittel
sind aus diesem Grunde dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper einen Bruchdruck
oberhalb 1 bar, vorzugsweise oberhalb 2,5 bar und insbesondere oberhalb 4 bar aufweist.
[0015] Der Bruchdruck wird bestimmt, indem der Formkörper zwischen zwei planparallele Flächen
eingelegt und diese aufeinander zu bewegt werden. Die Presskraft der Platten wirkt
dabei orthogonal zur Ebene der Heißsiegelnaht. Der Bruchdruck ergibt sich dann unter
Berücksichtigung der Fläche der eingesetzten Platten aus der Kraft, bei welcher der
Formkörper zerbricht.
[0016] Ein erster Bestandteil der erfindungsgemäßen Mittel ist ein Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper.
Derartige Formkörper sind beispielsweise durch Kompaktierungsverfahren wie die Tablettierung,
durch Extrusion, wie die Strangextrusion oder durch Gießverfahren erhältlich. Besonders
bevorzugt werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung Formkörper, welche durch Tablettierung
oder durch Gießverfahren hergestellt werden. Die Formkörper enthalten bzw. bestehen
aus wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen oder Substanzgemischen.
[0017] Die Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten erfolgt in dem Fachmann
bekannter Weise durch Verpressung partikulärer Ausgangssubstanzen. Zur Herstellung
der Tabletten wird das Vorgemisch in einer sogenannten Matrize zwischen zwei Stempeln
zu einem festen Komprimat verdichtet. Dieser Vorgang, der im folgenden kurz als Tablettierung
bezeichnet wird, gliedert sich in vier Abschnitte: Dosierung, Verdichtung (elastische
Verformung), plastische Verformung und Ausstoßen. Die Tablettierung erfolgt dabei
vorzugsweise auf so genannten Rundläuferpressen.
[0018] Bei der Tablettierung mit Rundläuferpressen hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
die Tablettierung mit möglichst geringen Gewichtschwankungen der Tablette durchzuführen.
Auf diese Weise lassen sich auch die Härteschviankungen der Tablette reduzieren. Geringe
Gewichtschwankungen können auf folgende Weise erzielt werden:
- Verwendung von Kunststoffeinlagen mit geringen Dickentoleranzen
- Geringe Umdrehungszahl des Rotors
- Große Füllschuhe
- Abstimmung des Füllschuhflügeldrehzahl auf die Drehzahl des Rotors
- Füllschuh mit konstanter Pulverhöhe
- Entkopplung von Füllschuh und Pulvervorlage
[0019] Zur Verminderung von Stempelanbackungen bieten sich sämtliche aus der Technik bekannte
Antihaftbeschichtungen an. Besonders vorteilhaft sind Kunststoffbeschichtungen, Kunststoffeinlagen
oder Kunststoffstempel. Auch drehende Stempel haben sich als vorteilhaft erwiesen,
wobei nach Möglichkeit Ober- und Unterstempel drehbar ausgeführt sein sollten. Bei
drehenden Stempeln kann auf eine Kunststoffeinlage in der Regel verzichtet werden.
Hier sollten die Stempeloberflächen elektropoliert sein.
[0020] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Verfahren sind dadurch gekennzeichnet,
dass die Verpressung bei Pressdrücken von 0,01 bis 50 kNcm
-2, vorzugsweise von 0,1 bis 40 kNcm
-2 und insbesondere von 1 bis 25 kNcm
-2 erfolgt.
[0021] Die Herstellung erfindungsgemäßer bevorzugter Gießkörper erfolgt beispielsweise durch
Vergießen einer wasch- oder reinigungsaktiven Zubereitung in ein Formwerkzeug und
anschließendes Entformen des erstarrten gegossenen Körpers unter Ausbildung eines
(Mulden)-Formkörpers. Als "Formwerkzeug" dienen vorzugsweise Werkzeuge, welche Kavitäten
aufweisen, die mit gießbaren Substanzen befüllt werden können. Derartige Werkzeuge
können beispielsweise in Form einzelner Kavitäten aber auch in Form von Platten mit
mehreren Kavitäten ausgebildet sein. Die Einzelkavitäten oder Kavitätenplatten sind
in industriellen Verfahren vorzugsweise auf horizontal umlaufenden Förderbändern montiert,
welche einen kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Transport der Kavitäten beispielsweise
entlang einer Reihe unterschiedlicher Arbeitsstationen (z.B.: Gießen, Kühlen, Füllen,
Versiegeln, Entformen etc.) ermöglichen.
[0022] Die wasch- oder reinigungsaktiven Zubereitungen werden in dem bevorzugten Verfahren
vergossen und erstarren nachfolgend zu einem formstabilen Körper. "Erstarren" kennzeichnet
dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung jedweden Aushärtungsmechanismus, der aus
einer umformbaren, vorzugsweise fließfähigen Mischung bzw. eines solchen Stoffes oder
einer solchen Masse einen bei Raumtemperatur festen Körper liefert, ohne dass Preß-
oder Kompaktierkräfte notwendig sind. "Erstarren" im Sinne der vorliegenden Erfindung
ist daher beispielsweise die Aushärtung von Schmelzen von bei Raumtemperatur festen
Substanzen durch Abkühlen. "Erstarrungsvorgänge" im Sinne der vorliegenden Anmeldung
sind auch die Aushärtung umformbarer Massen durch zeitlich verzögerte Wasserbindung,
durch Verdampfung von Lösungsmitteln, durch chemische Reaktion, Kristallisation usw.
sowie die reaktive Härtung von fließfähigen Pulvergemischen zu stabilen Hohlkörpern.
[0023] Zur Verarbeitung eignen sich generell alle wasch- oder reinigungsaktiven Zubereitungen,
die durch Gießtechniken verarbeitet werden können. Mit besonderem Vorzug werden jedoch
wasch-oder reinigungsaktive Zubereitungen in Form von Dispersionen eingesetzt. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung handelt es
sich bei der in die Aufnahmemulde des Formwerkzeugs gegossene wasch- oder reinigungsaktiven
Zubereitung um eine Dispersion von Feststoffteilchen in einem Dispersionsmittel, wobei
Dispersionen, welche bezogen auf ihr Gesamtgewicht
- i) 10 bis 85 Gew.-% Dispersionsmittel und
- ii) 15 bis 90 Gew.-% dispergierte Stoffe
enthalten, besonders bevorzugt werden.
[0024] Als Dispersion wird in dieser Anmeldung ein System aus mehreren Phasen bezeichnet
von denen eine kontinuierlich (Dispersionsmittel) und mindestens eine weitere fein
verteilt ist (dispergierte Stoffe).
[0025] Als Dispersionsmittel eignen sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
die wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Polymere, insbesondere die wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren nichtionischen Polymere. Bei dem Dispersionsmittel kann
es sich dabei sowohl um ein einzelnes Polymer als auch um Gemische verschiedener wasserlöslicher
oder wasserdispergierbarer Polymere handeln. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung besteht das Dispersionsmittel bzw. mindestens 50 Gew.%
des Polymergemischs aus wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren nichtionischen
Polymeren aus der Gruppe der Polyvinylpyrrolidone, VinylpyrrolidonNinylester-Copolymere,
Celluloseether, Polyvinylalkohole, Polyalkylenglycole, insbesondere Polyethylenglycol
und/oder Polypropylenglycol.
[0026] Besonders bevorzugt werden Dispersionen eingesetzt, welche als Dispersionsmittel
ein nichtionisches Polymer, vorzugsweise ein Poly(alkylen)glykol, bevorzugt ein Poly(ethylen)glykol
und/oder ein Poly(propylen)glykol enthalten, wobei der Gewichtsanteil des Poly(ethylen)glykols
am Gesamtgewicht aller Dispersionsmittel vorzugsweise zwischen 10 und 90 Gew.-%, besonders
bevorzugt zwischen 30 und 80 Gew.-% und insbesondere zwischen 50 und 70 Gew.% beträgt.
Besonders bevorzugt sind Dispersionen, bei denen das Dispersionsmittel zu mehr als
92 Gew.-%, vorzugsweise zu mehr als 94 Gew.-%, besonders bevorzugt zu mehr als 96
Gew.-%, ganz besonders bevorzugt zu mehr als 98 Gew.-% und insbesondere zu 100 Gew.-%
aus einem Poly(alkylen)glykol, vorzugsweise Poly(ethylen)glykol und/oder Poly(propylen)glykol
besteht, insbesondere jedoch Poly(ethylen)glykol besteht. Dispersionsmittel, welche
neben Poly(ethylen)glykol auch Poly(propylen)glykol enthalten, weisen vorzugsweise
ein Verhältnis der Gewichtsanteile von Poly(ethylen)glykol zu Poly(propylen)glykol
zwischen 40:1 und 1:2, vorzugsweise zwischen 20:1 und 1:1, besonders bevorzugt zwischen
10:1 und 1,5:1 und insbesondere zwischen 7:1 und 2:1 auf.
[0027] Weitere bevorzugte Dispersionsmittel sind die nichtionischen Tenside, welche sowohl
allein, besonders bevorzugt jedoch in Kombination mit einem nichtionischen Polymer
eingesetzt werden. Detaillierte Ausführungen zu den einsetzbaren nichtionischen Tensiden
finden sich im Rahmen der Beschreibung wasch- oder reinigungsaktiver Substanzen weiter
unten.
[0028] Als dispergierte Stoffe eignen sich im Rahmen der vorliegenden Anmeldung alle bei
Raumtemperatur festen wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen, insbesondere jedoch
wasch-oder reinigungsaktive Substanzen aus der Gruppe der Gerüststoffe (Builder und
Cobuilder), der wasch- oder reinigungsaktiven Polymere, der Bleichmittel, der Bleichaktivatoren,
derGlaskorrosionsschutzmittel, der Silberschutzmittel und/oder der Enzyme. Eine genauere
Beschreibung dieser Inhaltsstoffe findet sich weiter unten im Text.
[0029] Erfindungsgemäß bevorzugt als Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper eingesetzte
Dispersionen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in Wasser (40°C) in weniger
als 9 Minuten, vorzugsweise weniger als 7 Minuten, bevorzugt in weniger als 6 Minuten,
besonders bevorzugt in weniger als 5 Minuten und insbesondere in weniger als 4 Minuten
auflösen. Zur Bestimmung der Löslichkeit werden 20 g der Dispersion in den Innenraum
einer Geschirrspülmaschine (Miele G 646 PLUS) eingebracht. Es wird der Hauptspülgang
eines Standardspülprogramms (45°C) gestartet Die Bestimmung der Löslichkeit erfolgt
dabei durch die Messung der Leitfähigkeit, welche über einen Leitfähigkeitssensor
aufgezeichnet wird. Der Lösevorgang ist bei Erreichen des Leitfähigkeitsmaximums beendet.
Im Leitfähigkeitsdiagramm entspricht dieses Maximum einem Plateau. Die Leitfähigkeitsmessung
beginnt mit dem Einsetzen der Umwälzpumpe im Hauptspülgang. Die eingesetzte Wassermenge
beträgt 5 Liter.
[0030] Die beispielsweise durch Tablettierung oder Gießen hergestellten Formkörper, können
jedwede geometrische Form annehmen, wobei insbesondere konkave, konvexe, bikonkave,
bikonvexe, kubische, tetragonale, orthorhombische, zylindrische, sphärische, zylindersegmentartige,
scheibenförmige, tetrahedrale, dodecahedrale, octahedrale, konische, pyramidale, ellipsoide,
fünf-, sieben- und achteckig-prismatische sowie rhombohedrische Formen bevorzugt sind.
Auch völlig irreguläre Grundflächen wie Pfeil- oder Tierformen, Bäume, Wolken usw.
können realisiert werden. Weisen die erfindungsgemäßen Formkörper Ecken und Kanten
auf, so sind diese vorzugsweise abgerundet. Als zusätzliche optische Differenzierung
ist eine Ausführungsform mit abgerundeten Ecken und abgeschrägten ("angefassten")
Kanten bevorzugt.
[0031] Selbstverständlich können die Formkörper auch mehrphasig hergestellt werden. Aus
Gründen der Verfahrensökonomie haben sich hier zweischichtige oder dreischichtige
Formkörper, insbesondere zweischichtige oder dreischichtige Tabletten besonders bewährt.
[0032] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden solche erfindungsgemäßen Wasch- oder
Reinigungsmittel besonders bevorzugt, bei denen es sich bei dem Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
um eine ein- oder mehrphasige Wasch- oder Reinigungsmitteltablette handelt.
[0033] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden in Schritt a) des erfindungsgemäßen
Verfahrens als Formkörper Tabletten und/oder Kompaktate, beispielsweise Walzenkompaktate,
und/oder Extrudat und/oder Gießkörper eingesetzt.
[0034] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper können von dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial ganz oder teilweise umhüllt sein. Das Folienmaterial,
welches mit dem Formkörper durch eine Heißsiegelnaht haftend verbunden ist, kann also
sowohl den gesamten Formkörper als auch einzelne Bereiche des Formkörpers bedecken.
Besonders bevorzugtwerden erfindungsgemäße Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper,
die auf ihrer gesamten Oberfläche mit einem Folienmaterial bedeckt sind. Weiterhin
bevorzugt werden Formkörper, bei denen das Folienmaterial lediglich Teile der Oberfläche
des Formkörpers, beispielsweise einzelne Seitenflächen, insbesondere solche Seitenflächen
mit einer Kavität, bedeckt.
[0035] Die Beschichtung des Formkörpers kann zur Verbesserung seiner Formkörperoptik und/oder
zur Beeinflussung seines Auflösungsverhaltens beitragen. Die Beschichtung bedeckt
dabei den gesamten Formkörper. Erfindungsgemäß sind Formkörper, die auf ihrer gesamten
Oberfläche eine Beschichtung aufweisen.
[0036] Als Beschichtungsmaterialien werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung die wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren natürlichen oder synthetischen organischen Polymere, eingesetzt.
[0037] Als Beschichtungsmateriallen oder als Bestandteil der Beschichtung, eignen sich insbesondere
Polymere oder Polymergemische, wobei das Polymer bzw. mindestens 50 Gew.-% des Polymergemischs
ausgewählt ist aus
- a) wasserlöslichen nichtionischen Polymeren aus der Gruppe der
a1) Polyvinylpyrrolidone,
a2) Vinylpyrrolidon/Vinylester-Copolymere,
a3) Celluloseether
- b) wasserlöslichen amphoteren Polymeren aus der Gruppe der
b1) Alkylacrylamid/Acrylsäure-Copolymere
b2) Alkylacrylamid/Methacrylsäure-Copolymere
b3) Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure-Copolymere
b4) Alkylacrylamid/Acrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure -Copolymere
b5) Alkylacrylamid/Methacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure -Copolymere
b6) Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure-Copolymere
b7) Alkylacrylamid/Alkymethacrylat/Alkylaminoethylmethacrylat/Alkylmethacrylat-Copolymere
b8) Copolymere aus
b8i) ungesättigten Carbonsäuren
b8ii) kationisch derivatisierten ungesättigten Carbonsäuren
b8iii) gegebenenfalls weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren
- c) wasserlöslichen zwitterionischen Polymeren aus der Gruppe der
c1) Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymere sowie deren Alkali-
und Ammoniumsalze
c2) Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Methacrylsäure-Copolymere sowie deren Alkali-
und Ammoniumsalze
c3) Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere
- d) wasserlöslichen anionischen Polymeren aus der Gruppe der
d1) Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere
d2) VinylpyrrolidonNinylacrylat-Copolymere
d3) Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butylacrylamid-Terpolymere
d4) Pfropfpolymere aus Vinylestern, Estern von Acrylsäure oder Methacrylsäure allein
oder im Gemisch, copolymerisiert mit Crotonsäure, Acrylsäure oder Methacrylsäure mit
Polyalkylenoxiden und/oder Polykalkylenglycolen
d5) gepfropften und vernetzten Copolymere aus der Copolymerisation von
d5i) mindesten einem Monomeren vom nicht-ionischen Typ,
d5ii) mindestens einem Monomeren vom ionischen Typ,
d5iii) von Polyethylenglycol und
d5iv) einem Vernetzter
d6) durch Copolymerisation mindestens eines Monomeren jeder der drei folgenden Gruppen
erhaltenen Copolymere:
d6i) Ester ungesättigter Alkohole und kurzkettiger gesättigter Carbonsäuren und/oder
Ester kurzkettiger gesättigter Alkohole und ungesättigter Carbonsäuren,
d6ii) ungesättigte Carbonsäuren,
d6iii) Ester langkettiger Carbonsäuren und ungesättigter Alkohole und/oder Ester aus
den Carbonsäuren der Gruppe d6ii) mit gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen
oder verzweigten C8-18-Alkohols
d7) Terpolymere aus Crotonsäure, Vinylacetat und einem Allyl- oder Methallylester
d8) Tetra- und Pentapolymere aus
d8i) Crotonsäure oder Allyloxyessigsäure
d8ii) Vinylacetat oder Vinylpropionat
d8iii) verzweigten Allyl- oder Methallylestern
d8iv) Vinylethern, Vinylestern oder geradkettigen Allyl- oder Methallylestern
d9) Crotonsäure-Copolymere mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe Ethylen,
Vinylbenzol, Vinylmethylether, Acrylamid und deren wasserlöslicher Salze
d10) Terpolymere aus Vinylacetat, Crotonsäure und Vinylestern einer gesättigten aliphatischen
in α-Stellung verzweigten Monocarbonsäure
- e) wasserlöslichen kationischen Polymeren aus der Gruppe der
e1) quaternierten Cellulose-Derivate
e2) Polysiloxane mit quaternären Gruppen
e3) kationischen Guar-Derivate
e4) polymeren Dimethyldiallylammoniumsalze und deren Copolymere mit Estern und Amiden
von Acrylsäure und Methacrylsäure
e5) Copolymere des Vinylpyrrolidons mit quaternierten Derivaten des Dialkylaminoacrylats
und -methacrylats
e6) Vinylpyrrolidon-Methoimidazoliniumchlorid-Copolymere
e7) quaternierter Polyvinylalkohol
e8) unter den INCI-Bezeichnungen Polyquaternium 2, Polyquaternium 17, Polyquaternium
18 und Polyquaternium 27 angegeben Polymere.
[0038] Wasserlösliche Polymere im Sinne der Erfindung sind solche Polymere, die bei Raumtemperatur
in Wasser zu mehr als 2,5 Gew.-% löslich sind.
[0039] Die Formkörper sind vorzugsweise mit einem Polymer oder Polymergemisch beschichtet,
wobei das Polymer (und dementsprechend die gesamte Beschichtung) bzw. mindestens 50
Gew.-°% des Polymergemischs (und damit mindestens 50% der Beschichtung) aus bestimmten
Polymeren ausgewählt ist. Dabei besteht die Beschichtung ganz oder zu mindestens 50%
ihres Gewichts aus wasserlöslichen Polymeren aus der Gruppe der nichtionischen, amphoteren,
zwitterionischen, anionischen und/oder kationischen Polymere.
[0040] Bevorzugte Polymere aus diesen Gruppen wurden vorstehend aufgelistet und werden nachfolgend
näher beschrieben.
[0041] Erfindungsgemäß bevorzugte wasserlösliche Polymere sind nichtionisch. Geeignete nichtionogene
Polymere sind beispielsweise:
- Polyvinylpyrrolidone, wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung Luviskol® (BASF) vertrieben werden. Polyvinyl-pyrrolidone sind bevorzugte nichtionische Polymere
im Rahmen der Erfindung.
Polyvinylpyrrolidone [Poly(1-vinyl-2-pyrrolidinone)], Kurzzeichen PVP, sind Polymere
der allg. Formel

die durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon nach Verfahren der Lösungs-
oder Suspensionspoly-merisation unter Einsatz von Radikalbildnern (Peroxide, AzoVerbindungen)
als Initiatoren hergestellt werden. Die ionische Polymerisation des Monomeren liefert
nur Produkte mit niedrigen Molmassen. Handelsübliche Polyvinylpyrrolidone haben Molmassen
im Bereich von ca. 2500-750000 g/mol, die über die Angabe der K-Werte charakterisiert
werden und - K-Wert-abhangig - Glasübergangstemperattiren von 130-175° besitzen. Sie
werden als weiße, hygroskopische Pulver oder als wäßrige. Lösungen angeboten. Polyvinylpyrrolidone
sind gut löslich in Wasser und einer Vielzahl von organischen Lösungsmitteln (Alkohole,
Ketone, Eisessig, Chlorkohlenwasserstoffe, Phenole u.a.).
- VinylpyrrolidonNinylester-Copolymere, wie sie beispielsweise unter dem Warenzeichen
Luviskol® (BASF) vertrieben werden. Luviskol® VA 64 und Luviskol® VA 73, jeweils VinylpyrrolidonNinylacetat-Copolymere, sind besonders bevorzugte nichtionische
Polymere. Die Vinylester-Polymere sind aus Vinylestern zugängliche Polymere mit der
Gruppierung der Formel

als charakteristischem Grundbaustein der Makromoleküle. Von diesen haben die Vinylacetat-Polymere
(R = CH3) mit Polyvinylacetaten als mit Abstand wichtigsten Vertretern die größte technische
Bedeutung.
Die Polymerisation der Vinylester erfolgt radikalisch nach unterschiedlichen Verfahren
(Lösungspolymerisation, Suspensionspolymerisation, Emulsionspolymerisation, Substanzpolymerisation.).
- Celluloseether, wie Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose,
wie sie beispielsweise unter den Warenzeichen Culminal® und Benecel® (AQUALON) vertrieben werden. Celluloseether lassen sich durch die allgemeine Formel
beschreiben,

in R für H oder einen Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl- oder Alkylarylrest steht.
In bevorzugten Produkten steht mindestens ein R in der vorstehenden Formel für -CH2CH2CH2-OH oder - CH2CH2-OH. Celluloseether werden technisch durch Veretherung von Alkalicellulose (z.B. mit
Ethylenoxid) hergestellt. Celluloseether werden charakterisiert über den durchschnittlichen
Substitutionsgrad DS bzw. den molaren Substitutionsgrad MS, die angeben, wieviele
Hydroxy-Gruppen einer Anhydroglucose-Einheit der Cellulose mit dem Veretherungsreagens
reagiert haben bzw. wieviel mol des Veretherungsreagens im Durchschnitt an eine Anhydroglucose-Einheit
angelagert wurden. Hydroxyethylcellulosen sind ab einem DS von ca. 0,6 bzw, einem
MS von ca. 1 wasserlöslich. Handelsübliche Hydroxyethyl- bzw. Hydroxypropylcellulosen
haben Substitutionsgrade im Bereich von 0,85-1,35 (DS) bzw. 1,5-3 (MS). Hydroxyethyl-
und -propylcellulosen werden als gelblich-weiße, geruch- und geschmacklose Pulver
in stark unterschiedlichen Polymerisationsgraden vermarktet. Hydroxyethyl- und -propylcellulosen
sind in kaltem und heißem Wasser sowie in einigen (wasserhaltigen) organischen Lösungsmitteln
löslich, in den meisten (wasserfreien) organischen Lösungsmitteln dagegen unlöslich;
ihre wäßrigen Lösungen sind relativ unempfindlich gegenüber Änderungen des pH-Werts
oder Elektrolyt-Zusatz.
[0042] Weitere erfindungsgemäß bevorzugte Polymere sind wasserlösliche Amphopolymere. Unter
dem Oberbegriff Ampho-Polymere sind amphotere Polymere, d.h. Polymere, die im Molekül
sowohl freie Aminogruppen als auch freie -COOH- oder SO
3H-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind, zwitterionische
Polymere, die im Molekül quartäre Ammoniumgruppen und -COO
-- oder -SO
3--Gruppen enthalten, und solche Polymere zusammengefaßt, die -COOH- oder SO
3H-Gruppen und quartäre Ammoniumgruppen enthalten. Ein Beispiel für ein erfindungsgemäß
einsetzbares Am phopolymer ist das unter der Bezeichnung Amphomer
® erhältliche Acrylharz, das ein Copolymer aus tert.-Butylaminoethylmethacrylat, N-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)acrylamid
sowie zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe Acrylsäure, Methacrylsäure und deren
einfachen Estern darstellt. Ebenfalls bevorzugte Amphopolymere setzen sich aus ungesättigten
Carbonsäuren (z.B. Acryl- und Methacrylsäure), kationisch derivatisierten ungesättigten
Carbonsäuren (z.B. Acrylamidopropyl-trimethyl-ammoniumchlorid) und gegebenenfalls
weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren zusammen, wie beispielsweise in der
deutschen Offenlegungsschrift
39 29 973 und dem dortzitierten Stand der Technik zu entnehmen sind. Terpolymere von Acrylsäure,
Methylacrylat und Methacrylamidopropyltrimoniumchlorid, wie sie unter der Bezeichnung
Merquat
®2001 N im Handel erhältlich sind, sind erfindungsgemäß besonders bevorzugte Ampho-Polymere.
Weitere geeignete amphotere Polymere sind beispielsweise die unter den Bezeichnungen
Amphomer
® und Amphomer
® LV-71 (DELFT NATIONAL) erhältlichen Octylacrylamid/Methylmethacrylat/tert.-Butylaminoethyl-methacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere.
[0043] Geeignete zwitterionische Polymere sind beispielsweise Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid/Acrylsäure-
bzw. -Methacrylsäure-Copolymerisate und deren Alkali- und Ammoniumsalze. Weiterhin
geeignete zwitterionische Polymere sind Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere,
die unter der Bezeichnung Amersette
® (AMER-CHOL) im Handel erhältlich sind.
[0044] Erfindungsgemäß geeignete anionische Polymere sind u. a.:
- Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, wie sie beispielsweise unter den Bezeichnungen
Resyn® (NATIONAL STARCH), Luviset® (BASF) und Gafset® (GAF) im Handel sind. Diese Polymere weisen Monomereinheiten der allgemeinen Formel
[-CH(CH3)-CH(COOH)-]n
auf.
- VinylpyrrolidonNinylacrylat-Copolymere, erhältlich beispielsweise unter dem Warenzeichen
Luviflex® (BASF). Ein bevorzugtes Polymer ist das unter der Bezeichnung Luviflex® VBM-35 (BASF) erhältliche Vinylpyrrolidon/Acrylat-Terpolymere.
- Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butylacrylamid-Terpolymere, die beispielsweise unter
der Bezeichnung Ultrahold® strong (BASF) vertrieben werden.
- Pfropfpolymere aus Vinylestern, Estern von Acrylsäure oder Methacrylsäure allein oder
im Gemisch, copolymerisiert mit Crotonsäure, Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Polyalkylenoxiden
und/oder Polykalkylenglycolen Solche gepfropften Polymere von Vinylestern, Estern
von Acrylsäure oder Methacrylsäure allein oder im Gemisch mit anderen copolymerisierbaren
Verbindungen auf Polyalkylenglycolen werden durch Polymerisation in der Hitze in homogener
Phase dadurch erhalten, daß man die Polyalkylenglycole in die Monomeren der Vinylester,
Ester von Acrylsäure oder Methacrylsäure, in Gegenwart von Radikalbildner einrührt.
Als geeignete Vinylester haben sich beispielsweise Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat,
Vinylbenzoat und als Ester von Acrylsäure oder Methacrylsäure diejenigen, die mit
aliphatischen Alkoholen mit niedrigem Molekulargewicht, also insbesondere Ethanol,
Propanol, Isopropanol, 1-Butanol, 2-Butanol, 2-Methy-1-Propanol, 2-Methyl-2-Propanol,
1-Pentanol, 2-Pentanol, 3-Pentanol, 2,2-Dimethyl-1-Propanol, 3-Methyl-1-butanol; 3-Methyl-2-butanol,
2-Methyl-2-butanol, 2-Methyl-1-Butanol, 1-Hexanol, erhältlich sind, bewährt.
Als Polyalkylenglycole kommen insbesondere Polyethylenglycole und Polypropylenglycole
in Betracht. Polymere des Ethylenglycols, die der allgemeinen Formel
H-(O-CH2-CH2)n-OH
genügen, wobei n Werte zwischen 1 (Ethylenglycol) und mehreren tausend annehmen kann.
Für Polyethylenglycole existieren verschiedene Nomenklaturen, die zu Verwirrungen
führen können. Technisch gebräuchlich ist die Angabe des mittleren relativen Molgewichts
im Anschluß an die Angabe "PEG", so daß "PEG 200" ein Polyethylenglycol mit einer
relativen Molmasse von ca. 190 bis ca. 210 charakterisiert. Für kosmetische Inhaltsstoffe
wird eine andere Nomenklatur verwendet, in der das Kurzzeichen PEG mit einem Bindestrich
versehen wird und direkt an den Bindestrich eine Zahl folgt, die der Zahl n in der
oben genannten Formel V entspricht. Nach dieser Nomenklatur (sogenannte INCI-Nomenklatur,
CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook, 5th Edition, The Cosmetic,
Toiletry and Fragrance Association, Washington, 1997) sind beispielsweise PEG-4, PEG-6, PEG-8, PEG-9, PEG-10, PEG-12, PEG-14 und PEG-16
einsetzbar. Kommerziell erhältlich sind Polyethylenglycole beispielsweise unter den
Handelsnamen Carbowax® PEG 200 (Union Carbide), Emkapol® 200 (ICI Americas), Lipoxol® 200 MED (HÜLS America), Polyglycol® E-200 (Dow Chemical), Alkapol® PEG 300 (Rhone-Poulenc), Lutrol® E300 (BASF) sowie den entsprechenden Handelsnamen mit höheren Zahlen.
Polypropylenglycole (Kurzzeichen PPG) sind Polymere des Propylenglycols, die der allgemeinen
Formel

genügen, wobei n Werte zwischen 1 (Propylenglycol) und mehreren tausend annehmen kann.
Technisch bedeutsam sind hier insbesondere Di-, Tri- und Tetrapropylenglycol, d.h.
die Vertreter mit n=2, 3 und 4 in der vorstehenden Formel.
Insbesondere können die auf Polyethylenglycole gepfropften Vinylacetatcopolymeren
und die auf Polyethylenglycole gepfropften Polymeren von Vinylacetat und Crotonsäure
eingesetzt werden.
- gepfropfte und vernetzte Copolymere aus der Copolymerisation von
- i) mindesten einem Monomeren vom nicht-ionischen Typ,
- ii) mindestens einem Monomeren vom ionischen Typ,
- iii) von Polyethylenglycol und
- iv) einem Vernetzter
[0045] Das verwendete Polyethylenglycol weist ein Molekulargewicht zwischen 200 und mehreren
Millionen, vorzugsweise zwischen 300 und 30.000, auf. Die nicht-ionischen Monomeren
können von sehr unterschiedlichem Typ sein und unter diesen sind folgende bevorzugt:
Vinylacetat, Vinylstearat, Vinyllaurat, Vinylpropionat, Allylstearat, Allyllaurat,
Diethylmaleat, Allylacetat, Methylmethacrylat, Cetylvinylether, Stearylvinylether
und 1-Hexen.
[0046] Die ionischen Monomeren können gleichermaßen von sehr unterschiedlichen Typen sein,
wobei unter diesen besonders bevorzugt Crotonsäure, Allyloxyessigsäure, Vinylessigsäure,
Maleinsäure, Acrylsäure und Methacrylsäure in den Pfropfpolameren enthalten sind.
Als Vernetzer werden vorzugsweise Ethylenglycoldimethacrylat, Diallylphthalat, örtho-,
meta- und para-Divinylbenzol, Tetraallyloxyethan und Polyallylsaccharosen mit 2 bis
5 Allylgruppen pro Molekül Saccharin.
[0047] Die vorstehend beschriebenen gepfropften und vernetzten Copolymere werden vorzugsweise
gebildet aus:
- i) 5 bis 85 Gew.-% mindesten eine Monomeren vom nicht-ionischen Typ,
- ii) 3 bis 80 Gew.-% mindestens eines Monomeren vom ionischen Typ,
- iii) 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% Polyethylenglycol und
- iv) 0,1 bis 8 Gew.-% eines Vernetzers, wobei der Prozentsatz des Vernetzers durch
das Verhältnis der Gesamtgewichte von i), ii) und iii) ausgebildet ist.
- durch Copolymerisation mindestens eines Monomeren jeder der drei folgenden Gruppen
erhaltene Copolymere:
- i) Ester ungesättigter Alkohole und kurzkettiger gesättigter Carbonsäuren und/oder
Ester kurzkettiger gesättigter Alkohole und ungesättigter Carbonsäuren,
- ii) ungesättigte Carbonsäuren,
- iii) Ester langkettiger Carbonsäuren und ungesättigter Alkohole und/oder Ester aus
den Carbonsäuren der Gruppe ii) mit gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen
oder verzweigten C8-18-Alkohols
Unter kurzkettigen Carbonsäuren bzw. Alkoholen sind dabei solche mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
zu verstehen, wobei die Kohlenstoffketten dieser Verbindungen gegebenenfalls durch
zweibindige Heterogruppen wie -O-, -NH-, -S_ unterbrochen sein können.
- Terpolymere aus Crotonsäure, Vinylacetat und einem Allyl- oder Methallylester
Diese Terpolymere enthalten neben weiteren Monomereinheiten Monomereinheiten aus einem
oder mehreren Allyl- oder Methallyestern der Formel

worin R3 für -H oder-CH3, R2 für -CH3 oder -CH(CH3)2 und R1 für -CH3 oder einen gesättigten geradkettigen oder verzweigten C1-6-Alkylrest steht und die Summe der Kohlenstoffatome in den Resten R1 und R2 vorzugsweise 7, 6, 5, 4, 3 oder 2 ist.
Die vorstehend genannten Terpolymeren resultieren vorzugsweise aus der Copolymerisation
von 7 bis 12 Gew.-% Crotonsäure, 65 bis 86 Gew.-%, vorzugsweise 71 bis 83 Gew.-% Vinylacetat
und 8 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 17 Gew.% Allyl- oder Methallylestern der
vorstehenden Formel.
- Tetra- und Pentapolymere aus
- i) Crotonsäure oder Allyloxyessigsäure
- ii) Vinylacetat oder Vinylpropionat
- iii) verzweigten Allyl- oder Methallylestern
- iv) Vinylethern, Vinylestern oder geradkettigen Allyl- oder Methallylestern
- Crotonsäure-Copolymere mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe Ethylen, Vinylbenzol,
Vinylmethylether, Acrylamid und deren wasserlöslicher Salze
- Terpolymere aus Vinylacetat, Crotonsäure und Vinylestern einer gesättigten aliphatischen
in □-Stellung verzweigten Monocarbonsäure.
[0048] Weitere, bevorzugt als Bestandteil der Beschichtung einsetzbare Polymere sind kationische
Polymere. Unter den kationischen Polymeren sind dabei die permanent kationischen Polymere
bevorzugt. Als "permanent kationisch" werden erfindungsgemäß solche Polymeren bezeichnet,
die unabhängig vom pH-Wert der Mittels (also sowohl der Beschichtung als auch des
Formkörpers) eine kationische Gruppe aufweisen. Dies sind in der Regel Polymere, die
ein quartäres Stickstoffatom, beispielsweise in Form einer Ammoniumgruppe, enthalten.
[0049] Bevorzugte kationische Polymere sind beispielsweise
- quaternisierte Cellulose-Derivate, wie sie unter den Bezeichnungen Celquat® und Polymer JR© im Handel erhältlich sind. Die Verbindungen Celquat® H 100, Celquat® L 200 und Polymer JR® 400 sind bevorzugte quaternierte Cellulose-Derivate.
- Polysiloxane mit quaternären Gruppen, wie beispielsweise die im Handel erhältlichen
Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Coming; ein stabilisiertes Trimethylsilylamodimethicon),
Dow Corning® 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxylamino-modifiziertes Silicon, das auch als Amodimethicone
bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker)
sowie Abil®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Th. Goldschmidt; diquaternäre Polydime- thylsiloxane,
Quaternium-80),
- Kationische Guar-Derivate, wie insbesondere die unter den Handelsnamen Cosmedia®Guar und Jaguar® vertiebenen Produkte,
- Polymere Dimethyldiallylammoniumsalze und deren Copolymere mit Estern und Amiden von
Acrylsäure und Methacrylsäure. Die unterden Bezeichnungen Merquat®100 (Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid)) und Merquat®550 (Dimethyldiallylammoniumchlorid-Acrylamid-Copolymer) im Handel erhältlichen Produkte
sind Beispiele für solche kationischen Polymere.
- Copolymere des Vinylpyrrolidons mit quaternierten Derivaten des Dialkylaminoacrylats
und -methacrylats, wie beispielsweise mit Diethylsulfat quaternierte Vinylpyrrolidon-Dimethylaminomethacrylat-Copolymere.
Solche Verbindungen sind unter den Bezeichnungen Gafquat®734 und Gafquat®755 im Handel erhältlich.
- Vinylpyrrolidon-Methoimidazoliniumchlorid-Copolymere, wie sie unter der Bezeichnung
Luviquat® angeboten werden.
- quaternierter Polyvinylalkohol
sowie die unter den Bezeichnungen
- Polyquaternium 2,
- Polyquaternium 17,
- Polyquaternium 18 und
- Polyquaternium 27
bekannten Polymeren mit quartären Stickstoffatomen in der Polymerhauptkelfe. Die genannten
Polymere sind dabei nach der sogenannten INCI-Nomenklatur bezeichnet, wobei sich detaillierte
Angaben im
CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook, 6th Edition. The Cosmetic,
Toiletry and Fragrance Association, Washington, 1997, finden, auf die hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0050] Erfindungsgemäß bevorzugte kationische Polymere sind quaternisierte Cellulose-Derivate
sowie polymere Dimethyldiallylammoniumsalze und deren Copolymere. Kationische Cellulose-Derivate,
insbesondere das Handelsprodukt Polymer
®JR 400, sind ganz besonders bevorzugte kationische Polymere.
[0051] Ein Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung besonders bevorzugtes Beschichtungsmaterial
für Formkörper ist Polyvinylalkohol (PVA). Bezüglich des Hydrolysegrades und des Molekulargewichts
der bevorzugt für das Coating eingesetzten Polyvinylalkohole gelten die weiter unten
in der Beschreibung bezüglich der bevorzugten Behältermaterialien gemachten Angaben,
auf die an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird.
[0052] Die Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper können eine Kavität aufweisen. Der Begriff
"Kavität" kennzeichnet im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl Mulden als auch
durch den Formkörper hindurchgehende Durchbrüche oder Löcher, welche zwei Seiten des
Formkörpers, vorzugsweise gegenüberliegende Seiten des Formkörpers, beispielsweise
die Boden- und Dachfläche des Formkörpers miteinander verbinden.
[0053] Die Form der Kavität, die vorzugsweise eine Mulde ist, kann frei gewählt werden,
wobei Tabletten bevorzugt sind, in denen mindestens eine Mulde eine konkave, konvexe,
kubische, tetragonale, orthorhombische, zylindrische, sphärische, zylindersegmentartige,
scheibenförmige, tetrahedrale, dodecahedrale, octahedrale, konische, pyramidale, ellipsoide,
fünf-, sieben- und achteckig-prismatische sowie rhombohedrische Form annehmen kann.
Auch völlig irreguläre Muldenformen wie Pfeil- oder Tierformen, Bäume, Wolken usw.
können realisiert werden. Wie auch bei den Basisformkörpern sind Mulden mit abgerundeten
Ecken und Kanten oder mit abgerundeten Ecken und angefasten Kanten bevorzugt. Die
Bodenfläche der Mulde kann plan oder geneigt sein.
[0054] Die Muldenöffnungsfläche kann planar sein. Bei einer solchen Muldenöffnung liegen
alle Begrenzungspunkte der Muldenöffnung in einer Ebene. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die die Muldenöffnung bildende Fläche nicht planar. Eine solche Ausführungsform
kann beispielsweise durch einen Formkörper mit einer unebenen Oberfläche realisiert
werden. Alternativ kann ein Formkörper bereitgestellt werden, dessen Muldenöffnung
sich über wenigstens zwei Begrenzungsflächen eines Formkörpers erstreckt.
[0055] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Kavität um
einen Durchbruch, welcher zwei gegenüberliegende Seite des Formkörpers miteinander
verbindet. Wird als Formkörper eine Tablette eingesetzt, so entspricht der Formkörper
mit einem solchen Durchbruch einer so genannten Ringtablette. Besonders bevorzugt
werden solche Formkörper mit Durchbruch eingesetzt, bei denen die Öffnungsflächen
des Durchbruchs auf den gegenüberliegenden Seiten des Formkörpers sich, bezogen auf
die größere der beiden Öffnungsflächen um weniger als 80 %, vorzugsweise um weniger
als 60 %, bevorzugt um weniger als 40 %, besonders bevorzugt um weniger als 20 % und
insbesondere um weniger als 10 % unterscheiden. Der Querschnitt des Durchbruchs kann
eckig oder rund sein. Querschnitte mit einer, zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr
Ecken sind realisierbar, jedoch sind solche Formkörper im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung besonders bevorzugt, die einen Durchbruch ohne Ecken, vorzugsweise einen
Durchbruch mit einem runden oder ovalen Querschnitt aufweisen. Als "Querschnitt" wird
dabei eine Fläche bezeichnet, welche senkrecht zu einer geraden Verbindungslinie zwischen
den Mittelpunkten der beiden gegenüberliegenden Öffnungsflächen des Formkörpers steht.
[0056] Selbstverständlich kann der Formkörper mehr als eine Kavität aufweisen. Formkörper
mit zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf zwölf oder mehr Kavitäten
sind im Rahmen der vorliegenden Anmeldung besonders bevorzugt. Weist Der Formkörper
mehr als eine Kavität auf, so kann es sich bei diesen Kavitäten sowohl um die oben
beschriebenen Mulden, als auch um die oben beschriebenen Durchbrüche handeln. Formkörper,
welche mehr als eine Kavität aufweisen, wobei mindestens eine der Kavitäten eine Mulde
und mindestens eine weitere der Kavitäten ein Durchbruch ist, werden im Rahmen der
vorliegenden Anmeldung besonders bevorzugt.
[0057] Das Volumen der Kavität beträgt vorzugsweise zwischen 2 und 20 ml, bevorzugt zwischen
2 und 15 ml, besonders bevorzugt zwischen 2 und 10 ml und insbesondere zwischen 2
und 7 ml.
[0058] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung sind Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper,
die eine Kavität aufweisen, besonders bevorzugt. Ganz besonders bevorzugt sind solche
erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, bei denen der Formkörper eine Kavität
aufweist, welche von dem Folienmaterial, das mit dem Formkörper durch eine Heißsiegelnaht
haftend verbunden ist, wenigstens anteilsweise verschlossen wird.
[0059] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die
Kavität des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers befüllt. Mit Vorzug werden fließfähige
wasch- und reinigungsaktive Zubereitungen, vorzugsweise Flüssigkeit(en), insbesondere
Schmelzen, und/oder Gel(e) und/oder Pulver und/oder Granulat(e) und/oder Extrudat(e)
und/oder Kompaktat(e) in die Kavität des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers eingefüllt.
[0060] Der Begriff"Flüssigkeit" bezeichnet in der vorliegenden Anmeldung Substanzen oder
Substanzgemische ebenso wie Lösungen oder Suspensionen, welche in flüssigem Aggregatzustand
vorliegen.
[0061] Pulver ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Form der Zerteilung fester Stoffe
und/oder Stoffgemische, die man durch Zerkleinern, das heißt Zerreiben oder Zerstoßen
in der Reibschale (Pulverisieren), Mahlen in Mühlen oder als Folge von Zerstäubungs-oder
Gefriertrocknungen erhält. Eine besonders feine Zerteilung nennt man oftAtomisierung
oder Mikronisierung; die entsprechenden Pulver werden als Mikro-Pulver bezeichnet.
[0062] Nach der Korngröße ist eine grobe Einteilung der Pulver in Grob-, Fein- u. Feinst-Pulver
üblich; eine genauere Klassifizierung pulverförmiger Schüttgüter erfolgt über ihre
Schüttdichte und durch Siebanalyse. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung bevorzugte
Pulver weisen jedoch untere Partikelgrößen unterhalb 5000 µm, vorzugsweise weniger
als 3000 µm, bevorzugt weniger als 1000 µm, ganz besonders bevorzugt zwischen 50 und
1000 µm und insbesondere zwischen 100 und 800 µm auf.
[0063] Pulver lassen sich durch Extrudieren, Pressen, Walzen, Brikettieren, Pelletieren
und verwandte Verfahren verdichten und agglomerieren. Jede der im Stand der Technik
zur Agglomeration von partikulären Gemischen bekannte Methode ist dabei prinzipiell
geeignet, die in den erfindungsgemäßen Mitteln enthaltenen Feststoffe herzustellen.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt als Feststoff(e) eingesetzte Agglomerate
sind neben den Granulaten die Kompaktate und Extrudate.
[0064] Als Granulate werden Anhäufungen von Granulatkörnchen bezeichnet. Ein Granulatkorn
(Granalie) ist ein asymmetrisches Aggregat aus Pulverpartikeln. Granulationsverfahren
sind im Stand der Technik breit beschrieben. Granulate können durch Feuchtgranulierung,
durch Trockengranulierung bzw. Kompaktierung und durch Schmelzerstarrungsgranulierung
hergestellt werden.
[0065] Die gebräuchlichste Granuliertechnik ist die Feuchtgranulierung, da diese Technik
den wenigsten Einschränkungen unterworfen ist und am sichersten zu Granulaten mit
günstigen Eigenschaften führt. Die Feuchtgranulierung erfolgt durch Befeuchtung der
Pulvermischungen mit Lösungsmitteln und/oder Lösungsmittelgemischen und/oder Lösungen
von Bindemitteln und/oder Lösungen von Klebstoffen und wird vorzugsweise in Mischern,
Wirbelbetten oder Sprühtürmen durchgeführt, wobei besagte Mischer beispielsweise mit
Rühr- und Knetwerkzeugen ausgestattet sein können. Für die Granulation sind jedoch
auch Kombinationen von Wirbelbett(en) und Mischer(n), bzw. Kombinationen verschiedener
Mischer einsetzbar. Die Granulation erfolgt abhängig vom Ausgangsmaterial sowie den
gewünschten Produkteigenschaften unter Einwirkung niedriger bis hoher Scherkräfte.
[0066] Erfolgt die Granulation in einem Sprühturm so können als Ausgangsstoffe beispielsweise
Schmelzen (Schmelzerstarrung) oder, vorzugsweise wässrige, Aufschlämmungen (Sprühtrocknung)
fester Substanzen eingesetzt werden, welche an der Spitze eines Turmes in definierter
Tröpfchengröße eingesprüht werden, im freien Fall erstarren bzw. trocknen und am Boden
des Turmes als Granulat anfallen. Die Schmelzerstarrung eignet sich im allgemeinen
besonders zur Formgebung niedrigschmelzender Stoffe, die im Bereich der Schmelztemperatur
stabil sind (z. B. Harnstoff, Ammoniumnitrat u. diverse Formulierungen wie Enzymkonzentrate,
Arzneimittel etc.), die entsprechenden Granulate werden auch als Prills bezeichnet.
Die Sprühtrocknung wird besonders für die Herstellung von Waschmitteln oder Waschmittelbestandteilen
eingesetzt.
[0067] Weitere im Stand der Technik beschriebene Agglomerationstechniken sind die Extruder-oder
Lochwalzengranulierungen, bei denen optional mit Granulierflüssigkeit versetzte Pulvergemische
beim Verpressen durch Lochscheiben (Extrusion) oder auf Lochwalzen plastisch verformt
werden. Die Produkte der Extrudergranulierung werden auch als Extrudate bezeichnet.
[0068] Als Inhaltsstoffe der in die Kavität des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers
eingefüllten wasch- oder reinigungsaktive Zubereitungen eignen sich insbesondere Enzyme,
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, Silberschutzmittel oder Glaskorrosionsinhibitoren.
Mit besonderem Vorzug werden Bleichmittel, insbesondere Persauerstoffverbindungen
wie Percarbonate oder Perborate, Bleichaktivatoren oder Silberschutzmittel eingefüllt.
Diese Inhaltsstoffe werden vorzugsweise als Bestandteil fester wasch- oder reinigungsaktiver
Zubereitungen zwischen den Schritten a) und b) in die Kavität gefüllt. Diese Inhaltsstoffe
werden weiter unten im Text genauer beschrieben. Zur Vermeidung von Wiederholungen
wird an dieser Stelle auf die dortigen Ausführungen verwiesen.
[0069] Ein weiterer bevorzugter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher ein Wasch-
oder Reinigungsmittel, umfassend mindestens einen Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
sowie mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Folienmaterial, dadurch
gekennzeichnet, dassderWasch-oderReinigungsmittelformkörpereine Kavität in Form einer
Mulde aufweist, welche mit einer wasch- oder reinigungsaktiven Substanz befüllt und
mit einem Folienmaterial versiegelt ist, wobei das Folienmaterial durch eine Heißsiegelnaht
haftend mit dem Wasch- oder Reinigugnsmittelformkörper verbunden ist.
[0070] Selbstverständlich kann der Formkörper statt einer Mulde auch einen Durchbruch aufweisen,
wobei mit besonderem Vorzug Formkörper im Form einer Ringtablette eingesetzt werden.
Derartige Formkörper lassen sich außer durch die weiter oben beschriebene Tablettierung
beispielsweise auch durch Gießverfahren oder durch Strangextrusion herstellen. Gegenstand
der vorliegenden Anmeldung ist daher weiterhin ein Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend
mindestens einen Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper in Form einer Ringtablette
sowie mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Folienmaterial, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kavität des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers mit einer
wasch-oder reinigungsaktiven Substanz befüllt ist, wobei das Folienmaterial durch
eine Heißsiegelnaht haftend mit dem Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper verbunden
ist und vorzugsweise mindestens eine, besonders bevorzugt beide Öffnungen der Kavität
des Formkörpers versiegelt.
[0071] In den zuvor beschriebenen Ausführungsformen erfindungsgemäßer Mittel wurde ein Wasch-oder
Reinigungsmittelformkörper mit einem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterial
mittels einer Heißsiegelnaht haftend verbunden, wobei das wasserlösliche oder wasserdispergierbar
Folienmaterial in Form einer handelsüblichen Folie eingesetztwurde. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform ist das wasserlösliche oder wasserdispergierbare Folienmaterial
zu einem Hohlkörper, der ein Spritzguß- und/oder Blasform- und/oder Tiefziehteil ist,
ausgeformt.
[0072] Als "Tiefziehteil" werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung dabei solche Behälter
bezeichnet, welche durch Tiefziehen eines ersten folienartigen Hüllmaterials erhalten
werden. Das Tiefziehen erfolgt dabei vorzugsweise durch Verbringen des Hüllmaterials
über eine in einer die Tiefziehebene bildenden Matrize befindlichen Aufnahmemulde
und Einformen des Hüllmaterials in diese Aufnahmemulde durch Einwirkung von Druck
und/oder Vakuum verformt wird. Das Hüllmaterial kann vor dabei vor oder während des
Einformens durch die Einwirkung von Wärme und/oder Lösungsmittel und/oder Konditionierung
durch gegenüber Umgebungsbedingungen veränderten relativen Luftfeuchten und/oder Temperaturen
vorbehandelt werden. Die Druckeinwirkung kann durch zwei Teile eines Werkzeugs erfolgen,
welche sich wie Positiv und Negativ zueinander verhalten und einen zwischen diese
Werkzeuge verbrachten Film beim Zusammendrücken verformen. Als Druckkräfte eignet
sich jedoch auch die Einwirkung von Druckluft und/oder das Eigengewicht der Folie
und/oder das Eigengewicht einer auf die Oberseite der Folie verbrachten Aktivsubstanz.
[0073] Das tiefgezogenen Hüllmaterialien werden nach dem Tiefziehen vorzugsweise durch Einsatz
eines Vakuums innerhalb der Aufnahmemulden und in ihrer durch den Tiefziehvorgang
erzielten Raumform fixiert. Das Vakuum wird dabei vorzugsweise kontinuierlich vom
Tiefziehen bis zum Befüllen bevorzugt bis zum Versiegeln und insbesondere bis zum
Vereinzeln der Aufnahmekammern angelegt. Mit vergleichbarem Erfolgt ist allerdings
auch der Einsatz eines diskontinuierlichen Vakuums, beispielsweise zum Tiefziehen
der Aufnahmekammern und (nach einer Unterbrechung) vor und während des Befüllens der
Aufnahmekammern, möglich. Auch kann das kontinuierliche oder diskontinuierliche Vakuum
in seiner Stärke variieren und beispielsweise zu Beginn des Verfahrens (beim Tiefziehen
der Folie) höhere Werte annehmen als zu dessen Ende (beim Befüllen oder Versiegeln
oder Vereinzeln).
[0074] Wie bereits erwähnt, kann das Hüllmaterial vor oder während des Einformens in die
Aufnahmemulden der Matrizen durch die Einwirkung von Wärme vorbehandelt werden. Das
Hüllmaterial, vorzugsweise ein wasserlöslicher oder wasserdispergierbarer Polymerfilm,
werden dabei für bis zu 5 Sekunden, vorzugsweise für 0,1 bis 4 Sekunden, besonders
bevorzugtfür 0,2 bis 3 Sekunden und insbesondere für 0,4 bis 2 Sekunden auf Temperaturen
oberhalb 60°C, vorzugsweise oberhalb 80°C, besonders bevorzugt zwischen 100 und 120°C
und insbesondere auf Temperaturen zwischen 105 und 115°C erwärmt. Zur Abführung dieser
Wärme, insbesondere aber auch zur Abführung der durch die in die tiefgezogenen Aufnahmekammern
gefüllten Mittel eingebrachten Wärme (z.B. Schmelzen), ist es bevorzugt die eingesetzten
Matrizen und die in diesen Matrizen befindlichen Aufnahmemulden zu kühlen. Die Kühlung
erfolgt dabei vorzugsweise auf Temperaturen unterhalb 20°C, bevorzugt unterhalb 15°C,
besonders bevorzugt auf Temperaturen zwischen 2 und 14°C und insbesondere auf Temperaturen
zwischen 4 und 12°C. Vorzugsweise erfolgt die Kühlung kontinuierlich vom Beginn des
Tiefziehvorganges bis zur Versiegelung und Vereinzelung der Aufnahmekammern. Zur Kühlung
eignen sich insbesondere Kühlflüssigkeiten, vorzugsweise Wasser,welche in speziellen
Kühlleitungen innerhalb der Matrize zirkuliert werden.
[0075] Diese Kühlung hat ebenso wie das zuvor beschriebene kontinuierliche oder diskontinuierliche
Anlegen eines Vakuums den Vorteil, ein Zurückschrumpfen der tiefgezogenen Behältnisse
nach dem Tiefziehen zu verhindern, wodurch nicht nur die Optik des Verfahrensproduktes
verbessert wird, sondern gleichzeitig auch das Austreten der in die Aufnahmekammern
gefüllten Mittel überden Rand derAufnahmekammer, beispielsweise in die Siegelbereiche
der Kammer, vermieden wird. Probleme bei der Versiegelung der befüllten Kammern werden
so vermieden.
[0076] Bei den Tiefziehverfahren läßt sich zwischen Verfahren, bei denen das Hüllmaterial
horizontal in eine Formstation und von dort in horizontaler Weise zum Befüllen und/oder
Versiegeln und/oder Vereinzeln geführt wird und Verfahren, bei denen das Hüllmaterial
über eine kontinuierlich umlaufende Matrizenformwalze (gegebenenfalls optional mit
einer gegenläufig geführten Patrizenformwalze, welche die ausformenden Oberstempel
zu den Kavitäten der Matrizenformwalze führen) geführt wird, unterscheiden. Die zuerst
genannte Verfahrensvariante des Flachbettprozesses ist dabei sowohl kontinuierlich
als auch diskontinuierlich zu betreiben, die Verfahrensvariante unter Einsatz einer
Formwalze erfolgt in der Regel kontinuierlich. Alle genannten Tiefziehverfahren sind
zur Herstellung der erfindungsgemäß bevorzugten Mittel geeignet. Die in den Matrizen
befindlichen Aufnahmemulden können "in Reihe" oder versetzt angeordnet sein.
[0077] DieTiefziehkörper können eine, zwei, drei oder mehr Aufnahmekammern aufweisen. Diese
Aufnahmekammern können in dem Tiefziehteil nebeneinander und/oder übereinander angeordnet
sein. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung wird das erfindungsgemäße
Mittel, insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel in einem wasserlöslichen oderwasserdispergierbaren
Tiefziehkörper konfektioniert, welcher neben dem erfindungsgemäßen festen Wasch- und/oder
Reinigungsmittel, insbesondere maschinellen Geschirrspülmittel, in einer abgetrennten
Aufnahmekammer weiterhin ein flüssiges oder gelförmiges Reinigungsmittel oder Reinigungsmittelgemisch
enthält.
[0078] Die wasserlöslichen oder wasseridispergierbaren Behälter können außer durch Tiefziehen
auch durch Spritzgießen hergestellt werden. Spritzgießen bezeichnet dabei das Umformen
einer Formmasse derart, daß die in einem Massezylinder für mehr als einen Spritzgießvorgang
enthaltene Masse unter Wärmeeinwirkung plastisch erweicht und unter Druck durch eine
Düse in den Hohlraum eines vorher geschlossenen Werkzeuges einfließt. Das Verfahren
wird hauptsächlich bei nichthärtbaren Formmassen angewendet, die im Werkzeug durch
Abkühlen erstarren. Der Spritzguß ist ein sehr wirtschaftliches modernes Verfahren
zur Herstellung spanlos geformter Gegenstände und eignet sich besonders für die automatisierte
Massenfertigung. Im praktischen Betrieb erwärmt man die thermoplastische Formmassen
(Pulver, Körner, Würfel, Pasten u. a.) bis zur Verflüssigung (bis 180 °C) und spritzt
sie dann unter hohem Druck (bis 140 MPa) in geschlossene, zweiteilige, das heißt aus
Gesenk (früher Matrize) und Kern (früher Patrize) bestehende, vorzugsweise wassergekühlte
Hohlformen, wo sie abkühlen und erstarren. Einsetzbar sind Kolben- und Schneckenspritzguß-maschinen.
Als Formmassen (Spritzgußmassen) eignen sich wasserlösliche Polymere wie beispielsweise
die oben genannten Celluloseether, Pektine, Polyethylenglycole, Polyvinylalkohole,
Polyvinylpyrrolidone, Alginate, Gelatine oder Stärke.
[0079] Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper und Hohlform sind vorzugsweise entlang einer
umlaufenden Siegelnaht haftend miteinander verbunden. Alternativ kann die haftende
Verbindung selbstverständlich auch entlang einer einfachen Siegelnaht erfolgen, die
nicht in sich geschlossen ist und es ermöglicht, den Formkörper und die Hohlform entlang
dieser Siegelnaht zu klappen. Derartige besonders bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer
Mittel zeichnen sich durch eine vorteilhafte Optik und eine hohe Flexibilität bei
der Dosierung, insbesondere der Dosierung über die Einspülkammer oder Dosierkammern
von Waschmaschinen bzw. Geschirrspülmaschinen aus.
[0080] Schließlich können der Formkörper und der Hohlkörper auch entlang von zwei oder mehr
voneinander getrennten Siegelnähten haftend miteinander verbunden sein.
[0081] In einer weiteren Ausführungsform weist der Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
jedoch eine Kavität auf, welche den Hohlkörper wenigstens anteilsweise umfasst. Als
Kavitäten eignen sich dabei wiederum Mulden ebenso wie Durchbrüche, mit anderen Worten
eignen sich Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper in Form einer Muldentablette ebenso
wie Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper in Form einer Ringtablette. Die wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Hohlkörper, welche mit dem Formkörper durch eine Heißsiegelnaht
haftend verbunden sind, befinden sich wenigstens anteilsweise in der Kavität. Die
Hohlkörper können beispielsweise in die Kavität eingelegt sein, können in dieser Kavität
aber auch durch eine zusätzliche Haft-, Rast- oder Schnappverbindung befestigt sein.
Um das Gesamtvolumen des erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittels zu minimieren,
ist es bevorzugt, dass der Hohlkörper die Kavität zu mindestens 50 Vol.-%, vorzugsweise
zu mindestens 70 Vol.-%, besonders bevorzugt zu mindestens 80 Vol.-% und insbesondere
zu mindestens 90 Vol.-% ausfüllt.
[0082] Der Hohlkörperweistvorzugsweise eine Füllung, besonders bevorzugt eine Flüssigfüllung
auf. Ganz besonders bevorzugt werden solche Flüssigfüllungen, die, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht der Flüssigfüllung, mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens
20 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 40 Gew.-% und insbesondere mindestens 80
Gew.-% eines oder mehrerer Tenside aufweisen.
[0083] Es wurde gefunden, dass die Stabilität und Güte der Heißsiegelnaht, welche den Wasch-
oder Reinigungsmittelformkörper mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Folienmaterial verbindet, durch die Zusammensetzung des Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpers
beeinflusst werden kann. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Formkörper
oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend mit dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial verbunden ist, einen Tensidgehalt unterhalb
20 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 16 Gew.-%, bevorzugt unterhalb 12 Gew.-%, besonders
bevorzugt unterhalb 8 Gew.-% und insbesondere unterhalb 4 Gew.-% aufweist.
[0084] Ebenso wie der Tensidgehalt wird auch der Enzymgehalt, der Gehalt an Bleichmittel
sowie der Bleichaktivatorgehalt in dem Formkörper oder der Formkörperphase, welche(r)
durch die Heißsiegelnaht haftend mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Folienmaterial verbunden ist, in engen Grenzen gehalten.
[0085] Bevorzugt sind Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper
oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend mit dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial verbunden ist, einen Enzymgehalt unterhalb
6 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 4,5 Gew.-%, bevorzugt unterhalb 3,0 Gew.-% und insbesondere
unterhalb 1,0 Gew.-% aufweist.
[0086] Weiterhin bevorzugt sind Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass
der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper verbunden ist, einen Bleichmittelgehalt unterhalb
15 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 12 Gew.-%, bevorzugt unterhalb 9 Gew.-%, besonders
bevorzugt unterhalb 6 Gew.-% und insbesondere unterhalb 3 Gew.-% aufweist.
[0087] Besonders vorteilhaft sind schließlich auch Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch
gekennzeichnet, dass der Formköper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine
Heißsiegelnaht haftend mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterial
verbunden ist, einen Bleichaktivatorgehalt unterhalb 5 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb
3,5 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 2,0 Gew.-% und insbesondere unterhalb 1,0
Gew.-% aufweist.
[0088] Es wurde weiterhin gefunden, dass die Güte und Stabilität der Heißsiegelnaht zwischen
Wasch-oder Reinigungsmittelformkörper und wasserlöslichem oder wasserdispergierbarem
Folienmaterial erhöht werden kann, indem der Gerüststoffgehalt und/oder der Polymergehalt
des Formkörper oder der Formkörperphase, welche(r) die Heißsiegelnaht aufweist, erhöht
wird.
[0089] Bevorzugt werden daher solche erfindungngernäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, bei
denen der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht
haftend mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper verbunden Ist, einen Gerüststoffgehalt
oberhalb 10 Gew.-%, vorzugsweise oberhalb 15 Gew.-%, bevorzugt oberhalb 20 Gew.-%,
besonders bevorzugt oberhalb 25 Gew.-% und insbesondere oberhalb 30 Gew.-% aufweist.
[0090] Als vorteilhaft haben sich weiterhin Wasch- oder Reinigungsmittel erwiesen, dadurch
gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine
Heißsiegelnaht haftend mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper verbunden ist, einen
Polymergehalt oberhalb 0,5 Gew.-%, vorzugsweise oberhalb 1,0 Gew.-%, besonders bevorzugt
oberhalb 2,0 Gew.-% und insbesondere oberhalb 4 Gew.-% aufweist.
[0091] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur Herstellung
erfindungsgemäßer Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend mindestens einem Wasch-
oder Reinigungsmittelformkörper und mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares
Folienmaterial, gekennzeichnet durch die Schritte
- a) Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpem, wobei die Wasch-oder
Reinigungsmittelformkörper eine Beschichtung mit einem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
organischen Polymer auf ihrer gesamten Oberfläche aufweisen;
- b) Bereitstellen eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterials;
- c) Haftende Verbindung mindestens eines Produktes aus Schritt a) mit dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial aus Schritt b) durch eine Heißsiegelnaht.
[0092] Zur Heißsiegelung von Formkörper und Folienmaterial stehen dem Fachmann eine Reihe
unterschiedlicher Werkzeuge und Verfahren zur Verfügung.
[0093] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Heißsiegelung durch Einwirkung
von beheizten Siegelwerkzeugen.
[0094] In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Heißversiegelung durch Einwirkung
eines Laserstrahls.
[0095] In einer dritten bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Heißversiegelung durch Einwirkung
von Heißluft.
[0096] Die Heißversiegelungerfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb 40°C, besonders
bevorcugtoberhalb 60°C, ganz besonders bevorzugt oberhalb 80°C und insbesondere oberhalb
100°C.
[0097] 6 Sekunden, vorzugsweise für 0,1 bis 4 Sekunden, besonders bevorzugt für 0,2 bis
3 Sekunden und insbesondere für 0,4 bis 2 Sekunden auf Temperaturen oberhalb 60°C,
vorzugsweise oberhalb 80°C, besonders bevorzugt zwischen 100 und 120°C und insbesondere
auf Temperaturen zwischen 105 und 115°C erwärmt.
[0098] Weiterhin wird bevorzugt, dass das in Schritt b) bereitgestellte wasserlösliche oder
wasserdispergierbare Folienmaterial zu einem Hohlkörper, der ein Spritzguß- und/oder
Blasform- und/oder Tiefziehteil ist, ausgeformt ist,
[0099] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel sind zur Textilreinigung ebenso
einsetzbar wie zur Reinigung harter Oberflächen oder von Geschirr.
[0100] Neben den vorgenannten wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen enthalten die erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmittel vorzugsweise weitere wasch- und reinigungsaktive Substanzen,
insbesondere wasch- und reinigungsaktive Substanzen aus der Gruppe der Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Gerüststoffe, Tenside, Enzyme, Polymere, Desintegrationshilfsmittel,
Elektrolyte, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümtrager, Farbstoffe, Hydrotrope, Schauminhibitoren,
Korrosionsinhibitoren und Glaskorrosionsinhibitoren.
Polymere
[0101] Zur Gruppe der Polymere zählen insbesondere die wasch-oder reinigungsaktive Poylmere,
beispielsweise die Klarspülpolymere und/oder als Enthärter wirksame Polymere. Generell
sind in Wasch- oder Reinigungsmitteln neben nichtionischen Polymeren auch kationische,
anionische und amphotere Polymere einsetzbar.
[0102] Als Enthärter wirksame Polymere sind beispielsweise die Sulfonsäuregruppen-haltigen
Polymere, welche mit besonderem Vorzug eingesetzt werden.
[0103] Besonders bevorzugt als Suldonsauregruppen-haltige Polymere einsetzbar sind Copolymere
aus ungesättigten Carbonsäuren, Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren und gegebenenfalls
weiteren Ionischen oder nichtionogenen Monomeren.
[0104] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind als Monomer ungesättigte Carbonsäuren der
Formel
R
1(R
2)C=C(R
3)CCOH
bevorzugt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit - NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder
für - COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigLer Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
[0105] Unter den ungesättigten Carbonsäuren, die sich durch die vorstehende Formel beschreiben
lassen, sind insbesondere Acrylsäure (R
1 = R
2 = R
3 = H), Methacrylsäure (R
1 = R
2 = H; R
3 = CH
3) und/oder Maleinsäure (R
1 = COOH; R
2 = R
3 = H) bevorzugt.
[0106] Bei den Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sind solche der Formel
R
5(R
6)C-C(R
7)-X-SO
3H
bevorzugt, In der R
6 bis R
7 unabhängig voneinander für -H -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit - NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder
für - COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigLer oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional vorhandene Spacergruppe
steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k-mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2- und -C (O)-NH-CH(CH
2CH
3)-.
[0107] Unter diesen Monomeren bevorzugt sind solche der Formeln
H
2C=CH-X-SO
3H
H
2C=C(CH
3)-X-SO
3H
HO
3S-X-(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H
in denen R
6 und R
7 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH
3, - CH
2CH
3, -CH
2CH
2CH
3, -CH(CH
3)
2 und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2- und -C(O)-NH-CH(CH
2CH
3)-.
[0108] Besonders bevorzugte Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere sind dabei 1-Acrylamido-1-propansulfonsäure,
2-Acrylamido-2-propansulfonsäure, 2-Acrylamido-2-mettiyl-1-propansulfonsäure, 2-Methacrylamido-2-methyl-1-pro-pansulfonsäure,
3-Methacrylamido-2-hydroxy-propansulfonsäure, Allylsuffonsäure, Methallylsulfonsäure,
Allyloxybenzolsulfonsaure, Melhallyloxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-(2-propenyloxy)propansulfonsäure,
2-Methyl-2-propen1-sulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Vinylsulfonsäure, 3-Sulfopropylacrylat,
3-Sulfopropylmethacrylat, Sulfomethacrylamid, Sulfomethylmethacrylamid sowie wasserlösliche
Salze der genannten Säuren.
[0109] Als weitere ionische oder nichtionogene Monomere kommen insbesondere ethylenisch
ungesättigte β Verbindungen in Betracht.
Desintegrationshilfsmittel
[0110] Um den Zerfall vorgefertigter Formkörper zu erleichtern, ist es möglich, Desintegrationshilfsmittel,
sogenannte Tablettensprengmittel, in diese Mittel einzuarbeiten, um die Zerfallszeiten
zu verkürzen. Unter Tablettensprerigmitteln bzw.
Zerfallsbeschleunigern werden gemäß Römpp (9. Auflage, Bd. 6, S. 4440) und Voigt "
Lehrbuch der pharmazeutischen Technologie" (6. Auflage, 1987, S. 182-184) Hilfsstoffe verstanden, die für den raschen Zerfall von Tabletten in Wasser oder
Magensaft und für die Freisetzung der Pharmaka in resorbierbarer Form sorgen.
[0111] Diese Stoffe, die auch aufgrund ihrer Wirkung als "Spreng"mittel bezeichnet werden,
vergrößern bei Wasserzutritt ihr Volumen, wobei einerseits das Eigenvolumen vergrößert
(Quellung), andererseits auch über die Freisetzung von Gasen ein Druck erzeugt werden
kann, der die Tablette in kleinere Partikel zerfallen läßt. Altbekannte Desintegrationshilfsmittel
sind beispielsweise Carbonat/Citronensäure-Systeme, wobei auch andere organische Säuren
eingesetzt werden können. Quellende Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise
synthetische Polymere wie Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder natürliche Polymere bzw.
modifizierte Naturstoffe wie Cellulose und Stärke und ihre Derivate, Alginate oder
Casein-Derivate.
1. Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend mindestens einen Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
sowie mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Folienmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch- oder Reinigungsmitteltablette und das Folienmaterial durch eine Heißsiegelnaht
haftend miteinander verbunden sind und der Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper
eine Beschichtung mit einem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Polymer auf seiner gesamten Oberfläche aufweist.
2. Wasch- oder Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper eine Kavität aufweist, welche von dem Folienmaterial wenigstens anteilsweise
verschlossen wird.
3. Wasch- oder Reinigungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kavität des Formkörpers befüllt ist
4. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche oder wasserdispergierbare Folienmaterial zu einem Hohlkörper,
der ein Spritzguss- und/oder Blasform- und/oder Tiefziehteil ist, ausgeformt Ist.
5. Wasch- oder Reinigungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper eine Kavität aufweist, welche den Hohlkörper
wenigstens anteilsweise umfasst.
6. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper eine mehrphasige Wasch- oder Reinigungsmitteltablette
ist.
7. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper eine Füllung, vorzugsweise eine Flüssigfüllung aufweist.
8. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterial verbunden ist, einen
Tensidgehalt unterhalb 20 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 16 Gew.-%, bevorzugt unterhalb
12 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 8 Gew.-% und insbesondere unterhalb 4 Gew.-%
aufweist.
9. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Anspruche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterial verbunden ist, einen
Enzymgehalt unterhalb 6 Gew,-%, vorzugsweise unterhalb 4,5 Gew.%, bevorzugt unterhalb
3,0 Gew.-% und insbesondere unterhalb 1,0 Gew.-% aufweist.
10. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem flûssigkeitsgefüllten Hohlkörperverbunden ist, einen Bleichmittelgehalt unterhalb
15 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 12 Ges.-%, bevorzugt unterhalb 9 Gew.-%, besonders
bevorzugt unterhalb 6 Gew.% und Insbesondere unterhalb 3 Gew.-% aufweist.
11. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Follenmaterial verbunden ist, einen
Bleichaktivatorgehalt unterhalb 5 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 3,5 Gew.-%, besonders
bevorzugt unterhalb 2,0 Gew.-% und insbesondere unterhalb 1,0 Gew.-% aufweist.
12. Wasch-oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper verbunden ist, einen Gerüststoffgehalt oberhalb
15 Gew.%, bevorzugt oberhalb 20 Gew.%, besonders bevorzugt oberhalb 25 Gew.-% und
insbesondere oberhalb 30 Gew.% aufweist.
13. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper oder die Formkörperphase, welche(r) durch eine Heißsiegelnaht haftend
mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper verbunden ist, einen Polymergehalt oberhalb
0,5 Gew.%, vorzugsweise oberhalb 1,0 Gew.-%, besonders bevorzugt oberhalb 2,0 Gew.-%
und insbesondere oberhalb 4 Gew.-% aufweist.
14. Wasch- oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tablette und der Hohlkörper entlang einer umlaufenden Siegelnaht haftend miteinander
verbunden sind.
15. Wasch-oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprûche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper und der Hohlkörper, entlang von zwei oder mehr voneinander getrennten
Siegelnahten haftend miteinander verbunden sind.
16. Wasch-oder Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Tablette einen Buchdruck oberhalb 1 bar, vorzugsweise oberhalb 2,5 bar und insbesondere
oberhalb 4 bar aufweist,
17. Verfahren zur Herstellung eines Wasch- oder Reinigungsmittels aus mindestens einem
Wach- oder Reinigungsmittelformkörper und mindestens einem wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Folienmaterial,
gekennzeichnet durch die Schritte
a) Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpern, die eine Beschichtung
mit einem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren organischen Polymer auf ihrer gesamten Oberfläche aufweisen;
b) Bereitstellen eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Folienmaterials;
c) Haftende Verbindung mindestens eines Produktes aus Schritt a) mit dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Folienmaterial aus Schritt b) durch eine Heißsiegelnaht
1. A washing or cleaning agent encompassing at least one washing- or cleaning-agent shaped
element and at least one water-soluble or water-dispersible film material, characterised in that the washing- or cleaning-agent tablet and the film material are adherently joined
to one another by a heat-sealed seam, and the washing- or cleaning-agent shaped element
comprises a coating with a water-soluble or water-dispersible polymer over its entire
surface.
2. The washing or cleaning agent according to Claim 1, characterised in that the shaped element comprises a cavity that is at least in part closed off by the
film material.
3. The washing or cleaning agent according to Claim 2, characterised in that the cavity of the shaped element is filled.
4. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the water-soluble or water-dispersible film material is shaped into a hollow element
that is an injection-moulded and/or blow-moulded and/or deep-drawn part.
5. The washing or cleaning agent according to Claim 4, characterised in that the washing- or cleaning-agent shaped element comprises a cavity that at least in
part encompasses the hollow element.
6. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the washing- or cleaning-agent shaped element is a single- or multiple-phase washing-
or cleaning-agent tablet.
7. The washing or cleaning agent according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the hollow body comprises a filling, preferably a liquid filling.
8. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the water-soluble or water-dispersible film material has a surfactant content
below 20 wt%, by preference below 16 wt%, preferably below 12 wt%, particularly preferably
below 8 wt%, and in particular below 4 wt%.
9. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the water-soluble or water-dispersible film material has an enzyme content
below 6 wt%, by preference below 4.5 wt%, preferably below 3.0 wt%, and in particular
below 1.0 wt%
10. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the liquid-filled hollow element has a bleaching-agent content below 15 wt%,
by preference below 12 wt%, preferably below 9 wt%, particularly preferably below
6 wt%, and in particular below 3 wt%.
11. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the water-soluble or water-dispersible film material has a bleach-activator
content below 5 wt%, preferably below 3.5 wt%, particularly preferably below 2.0 wt%,
and in particular below 1.0 wt%.
12. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 11, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the liquid-filled hollow element has a builder content above 15 wt%, preferably
above 20 wt%, particularly preferably above 25 wt%, and in particular above 30 wt%.
13. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 12, characterised in that the shaped element or the shaped-element phase that is adherently joined by a heat-sealed
seam to the liquid-filled hollow element has a polymer content above 0.5 wt%, by preference
above 1.0 wt%, particularly preferably above 2.0 wt%, and in particular above 4 wt%.
14. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 13, characterised in that the tablet and the hollow element are adherently joined to one another along a peripheral
sealed seam.
15. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 14, characterised in that the shaped element and the hollow element are adherently joined to one another along
two or more sealed seams separated from one another.
16. The washing or cleaning agent according to one of Claims 1 to 15, characterised in that the tablet has a breaking pressure above 1 bar, by preference above 2.5 bar, and
in particular above 4 bar.
17. A method for manufacturing a washing or cleaning agent made up of at least one washing-
or cleaning-agent shaped element and at least one water-soluble or water-dispersible
film material,
characterised by the steps of:
a) manufacturing washing- or cleaning-agent shaped elements that comprise a coating
with a water-soluble or water-dispersible organic polymer over its entire surface;
b) providing a water-soluble or water-dispersible film material;
c) adherently joining at least one product of step a) to the water-soluble or water-dispersible
film material of step b) by means of a heat-sealed seam.
1. Agent de lavage ou de nettoyage comprenant au moins un corps moulé d'agent de lavage
ou de nettoyage et au moins une matière en feuille soluble dans l'eau ou apte à être
dispersée dans l'eau, caractérisé en ce que le comprimé d'agent de lavage ou de nettoyage et la matière en feuilles sont soumis
à une liaison réciproquement adhésive via un cordon de thermosoudage, et le corps
moulé d'agent de lavage ou de nettoyage présente sur toute sa surface une enduction
comprenant un polymère soluble dans l'eau ou apte à être dispersé dans l'eau.
2. Agent de lavage ou de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps moulé présente une cavité qui est fermée au moins en partie par la matière
en feuille.
3. Agent de lavage ou de nettoyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la cavité du corps moulé est remplie.
4. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la matière en feuille soluble dans l'eau ou apte à être dispersée dans l'eau est
transformée en un corps creux qui représente un élément moulé par pulvérisation et/ou
un élément moulé par extrusion-soufflage et/ou un élément obtenu par emboutissage.
5. Agent de lavage ou de nettoyage selon la revendication 4, caractérisé en ce que le corps moulé d'agent de lavage ou de nettoyage présente une cavité qui comprend
au moins en partie le corps creux.
6. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le corps moulé d'agent de lavage ou de nettoyage représente un comprimé polyphasique
d'agent de lavage ou de nettoyage.
7. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le corps creux présente une matière de remplissage, de préférence une matière de
remplissage liquide.
8. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec la matière en feuille soluble dans l'eau ou apte
à être dispersée dans l'eau, présente une teneur en agent tensioactif qui est inférieure
à 20 % en poids, à titre préférentiel inférieure à 16 % en poids, de préférence inférieure
à 12 % en poids, de manière particulièrement préférée inférieure à 8 % en poids et
en particulier inférieure à 4 % en poids.
9. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec la matière en feuille soluble dans l'eau ou apte
à être dispersée dans l'eau, présente une teneur en agent enzymatique inférieure à
6 % en poids, à titre préférentiel inférieure à 4,5 % en poids, de préférence inférieure
à 3,0 % en poids et en particulier inférieure à 1,0 % en poids.
10. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec le corps creux rempli de liquide, présente une
teneur en agent de blanchiment inférieure à 15 % en poids, à titre préférentiel inférieure
à 12 % en poids, de préférence inférieure à 9 % en poids, de manière particulièrement
préférée inférieure à 6 % en poids, et en particulier inférieure à 3 % en poids.
11. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec la matière en feuille soluble dans l'eau ou apte
à être dispersée dans l'eau, présente une teneur en activateur du blanchiment inférieure
à 5 % en poids, de préférence inférieure à 3,5 % en poids, de manière particulièrement
préférée inférieure à 2,0 % en poids, et en particulier inférieure à 1,0 % en poids.
12. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec le corps creux rempli de liquide, présente une
teneur en substance faisant office de squelette supérieure à 15 % en poids, de préférence
supérieure à 20 % en poids, de manière particulièrement préférée supérieure à 25 %
en poids et en particulier supérieure à 30 % en poids.
13. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que le corps moulé ou la phase de corps moulé, qui est soumis à une liaison adhésive
via un cordon de thermosoudage avec le corps creux rempli de liquide, présente une
teneur en agent polymère supérieure à 0,5 % en poids, de préférence supérieure à 1,0
% en poids, de manière particulièrement préférée supérieure à 2,0 % en poids et en
particulier supérieure à 4 % en poids.
14. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que le comprimé et le corps creux sont soumis à une liaison réciproque adhésive le long
d'un cordon de soudure périphérique.
15. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que le corps moulé et le corps creux sont soumis à une liaison réciproque adhésive le
long de deux cordons de soudure ou plus séparés les uns des autres.
16. Agent de lavage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que le comprimé présente une pression de rupture supérieure à 1 bar, de préférence supérieure
à 2,5 bar et en particulier supérieure à 4 bar.
17. Procédé pour la préparation d'un agent de lavage ou de nettoyage constitué par au
moins un corps moulé d'agent de lavage ou de nettoyage et par au moins une matière
en feuille soluble dans l'eau ou apte à être dispersée dans l'eau,
caractérisé par les étapes dans lesquelles :
a) on prépare des corps moulés de lavage ou de nettoyage qui présentent sur toute
sa surface une enduction comprenant un polymère organique soluble dans l'eau ou apte
à être dispersé dans l'eau ;
b) on procure une matière en feuille soluble dans l'eau ou apte à être dispersée dans
l'eau ;
c) on procède à la liaison adhésive d'au moins un produit de l'étape a) avec la matière
en feuille soluble dans l'eau ou apte à être dispersée dans l'eau de l'étape b), via
un cordon de thermosoudage.