[0001] Die Erfindung betrifft ein Drehkippfenster nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Drehkippfenster ist aus der
EP-A-1323885 bekannt.
[0002] Bei Fenstern bekannter Bauart wird der Flügel mittels der Handhabe, der ein Getriebe
- insbesondere ein Schubstangengetriebe - nachgeschaltet ist, das mit der Handhabe
direkt mechanisch verbunden ist und auf Verriegelungseinrichtungen zum Freigeben und
Verriegeln des Flügels am Blendrahmen einwirkt, geöffnet und geschlossen.
[0003] Die Verriegelungselemente derartiger Fenster und die Beschläge zum Bewegen des Flügels
wie z.B. ein Kipplager, ein Drehlager und eine Ausstellvorrichtung werden umlaufend
am Fenster mittels Schubstangen bewegt, die über den Fenstergriff betätigt werden.
Die Schubstangenbeschläge können beispielsweise als Stulpschienenbeschläge ausgebildet
sein, bei denen die Schubstange vorgefertigt unter einer Stulpschiene befestigt ist,
welche komplett in eine Nut eingesetzt wird und über entsprechende Eckumlenkeinheiten
miteinander verbunden werden. Diese Stulpschienenbeschläge sind mechanisch relativ
aufwendig und für die gesamte Bandbreite vorkommender Fenster ist eine relativ große
und aufwendige Lagerhaltung notwendig.
[0004] Bei Aluminiumfenstern hat es sich durchgesetzt, dass die Riegelstangen als einzelne
Bauteile in Nuten der Rahmenprofile geführt werden und wahlweise mit Verriegelungselementen
bestückt werden können. Im Eckbereich müssen die einzelnen Schubstangen ebenfalls
mit Eckumlenkungen verbunden werden, um die Verriegelung des Fensterflügels an den
Rahmenholmen zu ermöglichen. Die Beschlagsbevorratung ist hier zwar weniger aufwendig,
dafür erfordern aber der Zuschnitt und die Bearbeitung der Riegelstange einen gewissen
Aufwand.
[0005] Es ist auch bekannt, Fenster mittels elektromechanischer Antriebe zu öffnen und zu
schließen. Bei derartigen Fenstern dienen zum Ansteuern der Antriebe Schalter. Auch
diese Ausführungsformen haben sich an sich bewährt. Allerdings ist die Bedienung dieser
Fenster oftmals umständlich und unübersichtlich. Beispielhaft sei insofern auf die
gattungsgemäße
EP 1 323 885 A2 verwiesen.
[0006] Zum Stand der Technik sei ferner auf das Parallel-Ausstellfenster der
DE 196 03 768 A1 verwiesen, aus der es bekannt ist, bei einem Parallel-Ausstellfenster zwischen dem
Blendrahmen und dem zu öffnenden Flügel in den Eckbereichen an den zueinander parallelen
Hauptflächen Antriebsmodule vorzusehen, um das Beschlagsystem dieses Fensters in verschiedene
Betriebsstellungen zu kuppeln.
[0007] Vor dem Hintergrund des gattungsgemäßen Standes der Technik setzt die Erfindung bei
der Aufgabe an, den Montage- und Herstellaufwand von Fenstern mit elektromechanischen
oder elektromagnetischen Komponenten weiter zu vereinfachen.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0010] Nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 ist das wenigstens eine Funktionselement ein
drahtlos oder über elektrische Leitungen ansteuerbares Kupplungselement, wobei diese
Kupplungselemente dazu ausgelegt sind, die Beschläge in ihre und aus ihrer Funktionsstellung
zu kuppeln, und der Blendrahmen und der Flügel sind schubstangenlos ausgebildet.
[0011] Die Funktionselemente wirken als Kupplungen, welche die Beschläge in eine Funktionsstellung
ein- und aus dieser auskuppeln, in der die Beschläge als Drehgelenk wirken. Hierdurch
kann eine mechanische Verbindung zwischen einem Bedienelement wie einer Handhabe und
den Beschlägen entfallen, was die Kosten zur Herstellung der Drehkippfenster und die
Notwendigkeit zur Bevorratung verschiedener Bauteile deutlich senkt. Eine zwischen
der Handhabe und den Verriegelungseinrichtungen bisher vorzusehende mechanische Verbindung
wie ein Getriebe - insbesondere ein Schubstangengetriebe - entfällt damit, was zu
deutlichen Kostenvorteilen führt.
[0012] Bei dem Drehkippfenster ist es zweckmäßig, wenn zumindest dem Kipplager und dem Drehband
jeweils eines der Funktionselemente zugeordnet ist. Das Drehkipplager - z.B. mit einer
Kugelpfanne versehen - ist in beiden Fensterstellungen "Drehen" und Kippen in Funktion,
muss aber in der Regel nicht über eine Kupplung in verschiedene Funktionsstellungen
gebracht werden.
[0013] Bevorzugt ist ferner als Bedieneinrichtung eine an dem Flügel angeordnete Handhabe
vorgesehen, die ein Griffteil aufweist, das am Flügel in verschiedene Griffstellungen
bewegbar - insbesondere verdrehbar - ist, welche unterschiedlichen Betriebsstellungen
des Flügels entsprechen, wobei die Handhabe Schaltelemente und/oder Sensoren aufweist
und wobei die Handhabe drahtlos oder über elektrische Leitungen mit elektromagnetischen
oder elektromechanischen Verriegelungselementen für den Flügel und/oder mit den elektromagnetischen
oder elektromechanischen Funktionselementen für die Beschläge und/oder mit einer elektromechanischen
Antriebsvorrichtung zum Öffnen und Schließen des Flügels verbunden ist. Insbesondere
ist die Handhabe mit den Verriegelungselementen und/oder den Beschlägen über keine
mechanischen Elemente wie ein Getriebe verbunden und der Blendrahmen und der Flügel
sind schubstangenlos ausgebildet. Die Handhabe wird dabei nach bekannter Art zur "Bedienung"
des Fensters eingesetzt. Insbesondere dann, wenn die Handhabe nach wie vor zum manuellen
Öffnen und Schließen des Flügels ausgelegt ist, muss sich der Benutzer nicht mit der
Bedienung neuer Bedien- und Schaltelemente vertraut machen, obwohl auch deren Einsatz
an einem erfindungsgemäßen Dreh-/Kippfenster prinzipiell realisierbar ist (z.B. über
einen Touchscreen oder Taster oder dgl.).
[0014] Es ist nach einer alternativen Ausgestaltung auch denkbar, dass das Fenster einen
elektromechanischen Antrieb zum automatischen Öffnen und Schließen des Flügels aufweist.
Auch in diesem Fall ist es aber vorteilhaft, wenn die Bedienung des Flügels über einen
Handgriff erfolgt, wie er an Fenstern üblicherweise eingesetzt wird. Bevorzugt wird
aber insbesondere aus Kostengründen die Kombination aus einer elektromagnetischen
Verriegelung des Fensters sowie einem elektromechanischen oder elektromagnetischen
Kuppeln seiner Beschläge und einem mechanischen Öffnen und Schließen "von Hand", insbesondere
beim Drehen des Flügels.
[0015] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem Blendrahmen und
dem Flügel ein Falzraum ausgebildet und es sind in oder an dem Falzraum wenigstens
eines oder mehrere der Verriegelungselemente angeordnet und verteilt, welche den Falzraum
überbrücken und dazu dienen, den Flügel am Blendrahmen in der Schließstellung des
Fensters zu verriegeln, wobei das wenigstens eine Verriegelungselement drahtlos oder
über elektrische Leitungen entsprechend der Griffstellung der Handhabe oder einer
sonstigen Bedienvorrichtung ansteuerbar ist und ein elektromagnetisch oder elektromechanisch
wirkendes Schließelement aufweist. Elektromechanische Schließelemente sind an sich
aus der
DE 195 14 051 A1 bekannt, wonach Einzelverrieglungselemente an einer um eine einzige Achse schwenkbaren
Tür vorgesehen sind, welche in Ausnehmungen eines Rahmens, insbesondere eines Flügelrahmens
eingreifen und welche über Elektromagneten entriegelbar sind.
[0016] Nach einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist der Handhabe eine elektrische
Überwachungsvorrichtung zum Erfassen der Griffstellung der Handhabe zugeordnet, die
z.B. als Recheneinheit dazu ausgelegt ist, die Stellung der Schaltelemente oder die
Informationen von den Sensoren an der Handhabe zu erfassen und auszugeben. Bevorzugt
ist die Handhabe drahtlos oder über elektrische Leitung mit der Überwachungseinrichtung
verbunden. Derart wird es möglich, die Stellung der Handhabe und damit die des Fensters
direkt am Fenster oder auch in einer zentralen Überwachungsstation eines Gebäudes
zu erfassen und zu überwachen. Die Überwachungseinrichtung und die Steuereinrichtung
kann auch in eine Einheit integriert sein.
[0017] Bevorzugt wird der Handhabe direkt am Flügel eine elektrische Schaltung zugeordnet,
die zweckmäßig und kompakt in einem Griffgehäuse, insbesondere nach Art einer Rosette,
oder beispielsweise am Falzraum oder in einer Kammer oder Aussparung des Flügelrahmens
angeordnet ist.
[0018] Der Flügel kann rahmenlos ausgebildet sein, wobei die Handhabe in diesem Fall an
der Scheibe befestigt wird. Bevorzugt weist der Flügel aber einen Blendrahmen zur
Aufnahme der Handhabe auf.
[0019] Wesentlich an der Handhabe ist, dass sie das Griffteil aufweist, welches dazu ausgelegt
ist, in verschiedene Griffstellungen gedreht zu werden, die klar optisch voneinander
unterscheidbar sind, so dass den Griffstellungen ebenso klar voneinander unterscheidbare
Funktionsstellungen zugeordnet werden können. Gerade in diesem Fall ist die Bedienung
des Fensters besonders einfach, ohne dass zusätzliche Bedienelemente wie Taster oder
dgl. erforderlich wären.
[0020] Ansonsten ist die Ausgestaltung der Handhabe in verschiedenster Art möglich, insbesondere
nach Art eines Schlaufengriffes, eine Drehgriffes oder dgl.. Es sollte aber stets
das Griffteil vorgesehen sein, dass in verschiedene Griffstellungen bewegbar, vorzugsweise
verschwenkbar, ist.
[0021] Vorzugsweise weist der Flügel einen Flügelrahmen auf. Ebenso ist der Blendrahmen
vorzugsweise aber nicht zwingend umlaufend ausgebildet.
[0022] Als Verriegelungs- und Funktionselemente kommen nach einer besonders vorteilhaften
Variante elektromechanische Bauteile in Frage.
[0023] Die Ansteuerung erfolgt über elektrische Leitungen oder über eindrahtlose Verbindung,
z.B. eine Funkverbindung.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Drehkippfensters mit einer ersten Handhabe;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer weiteren Handhabe für ein Drehkippfenster in verschiedenen
Griffpositionen;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen schematisch dargestellten Falzraum eines Fensters;
- Fig. 4a-d
- eine schematische Ansicht einer elektromechanisch betätigten Verriegelungsvorrichtung
für ein Fenster in verschiedenen Betriebsstellungen; und
- Fig. 5a-d
- eine schematische Ansicht einer weiteren elektromechanisch betätigten Verriegelungsvorrichtung
für ein Fenster in verschiedenen Betriebsstellungen.
[0025] Fig. 1 zeigt ein Drehkippfenster 1 mit einem Blendrahmen 2 und einem Flügel 23, der
hier einen Flügelrahmen 3 aufweist und eine Scheibe 24 aufnimmt.
[0026] Das Drehkippfenster ist um eine in üblicher Einbaustellung horizontal ausgerichtete
erste Achse x kippbar und um eine hier vertikale zweite Achse y drehbar angeordnet.
[0027] Zu diesem Zweck weist das Fenster 1 zwischen dem Blendrahmen 2 und dem Flügelrahmen
3 als Beschläge ein Drehkipplager 4, ein ausrückbares Kipplager 5 und ein als Drehband
ausgestaltetes Drehlager 6 auf, welches am Flügelrahmen 3 befestigt und am Blendrahmen
2 lösbar fixiert ist.
[0028] Je nachdem, ob das Fenster gekippt oder gedreht wird oder ob es geschlossen ist,
befinden sich diese Beschläge bzw. hier Lager in ihrer Funktionsstellung oder nicht.
So ist das Kipplager 5 bei Kippbewegungen in seiner Funktionsstellung und das Drehlager
6 nicht. Bei Drehbewegungen befindet sich dagegen das Drehlager 6 in Funktionsstellung
und das Kipplager 5 nicht. Am Rand des Fensters ist ferner zwischen dem Blendrahmen
2 und dem Flügelrahmen 3 als weiterer beweglicher Beschlag die Stellvorrichtung 7
vorgesehen, die zur Begrenzung der Kippstellung des Flügels relativ zum Blendrahmen
2 dient.
[0029] Das Drehband 6 ist je nach Bauart in der Verschlusslage des Fensters und in der Schwenklage
um die Y-Achse am Blendrahmen oder am Flügelrahmen lösbar gekoppelt und entsprechend
am Flügel- oder Blendrahmen fest angeordnet. Im letzten Fall bilden das Drehlager
6 und die Ausstellvorrichtung 7 eine Einheit.
[0030] Des weiteren ist bei dem in Fig. 1 dargestellten Drehkippfenster einem Teil der Beschläge,
die zur Realisierung der Beweglichkeit zwischen Flügel und Blendrahmen benötigt werden
- hier dem Kipplager 5 und dem Drehlager 6 sowie auch der Ausstellvorrichtung 7 -
funktional jeweils wenigstens ein elektromechanisches Funktionselement 10, 11, bzw.
12 zugeordnet, mit dem die Beschläge 5, 6 und 7 je nach Ansteuerung in ihre Funktionsstellung
ein- oder aus dieser ausgekuppelt werden, um den Flügel 23 entweder in seine Kippstellung
oder seine Drehstellung bewegen oder den Flügel 23 am Blendrahmen 2 in seiner Schließstellung
verriegeln zu können.
[0031] Das "In-Funktion-Bringen" bzw. "Außer-Funktion-Bringen" des Kipplagers 5 bzw. des
Drehlagers 6 erfolgt über die elektromechanisch wirkenden Kupplungselemente 10, 11.
Das elektromechanische Element 10 steuert das Kipplager 5 zwischen der Flügelverschlussstellung
und der Flügeldrehstellung um die X-Achse einerseits und der Freigabestellung für
die Schwenkstellung des Flügels um die Y-Achse.
[0032] Das elektromechanische Element 11 sorgt für die Fixierung des Drehlagers 6, das am
Flügel 23 angeordnet ist, am Blendrahmen 2 in der Flügelstellung und der Schwenkbewegung
um die Y-Achse einerseits und gibt das Drehlager 6 andererseits frei bei Stellung
des Flügels 23 in der X-Achse.
[0033] Die Ausstellvorrichtung 7 kann alternativ auch mit dem Drehband 6 verbunden sein,
wobei dann das Drehband 6 am Blendrahmen 2 festgelegt ist und über die Ausstellvorrichtung
mit dem Flügel 23 kuppelbar ist. Optional kann die Ausstellvorrichtung 7 über hier
nicht dargestellte Elemente wie einen Elektromotor und ein Getriebe - insbesondere
eine an der Ausstellvorrichtung ansetzende Kette oder ein Seil zum Öffnen und Schließen
des Drehkippfensters in und aus der Kippstellung genutzt werden.
[0034] Das Kupplungselement 11 sorgt für eine Freigabe des Drehlagers 6 am Flügel 23 während
Drehbewegungen um die y-Achse in seiner Funktionsstellung. Bei Kippbewegungen wird
das Drehlager dagegen in seine deaktivierte Stellung außer Funktion gesetzt. Analog
sind die Funktionen der übrigen Funktionselemente 10, 12 in Hinsicht auf das Kipplager
5 und die Ausstellvorrichtung 7, deren Bewegungen z.B. durch elektromechanisch betätigbare
Funktionselemente mit beweglichen Bolzen oder dgl. entweder außer Funktion gesetzt
und/oder gesperrt oder freigegeben werden.
[0035] Zwischen dem Blendrahmen 2 und dem Flügelrahmen 3 sind in oder an dem zwischen ihnen
bestehenden Falzraum punktuell bzw. nur an einzelnen voneinander beabstandeten Stellen
des Falzraumes Verriegelungselemente 8, 9 angeordnet, welche den Falzraum überbrücken
und dazu dienen, den Flügel 23 am Blendrahmen 2 in der Schließstellung des Fensters
zu verriegeln.
[0036] Hier sind beispielhaft drei Verriegelungselemente am Rand des Flügels 23 auf der
Seite des Drehbandes 6 und am Rand des Flügelrahmens 3 angeordnet, der dem Drehband
6 gegenüberliegt.
[0037] Es ist auch denkbar, weitere dieser Verriegelungselemente 8, 9 an den übrigen Seiten,
insbesondere der Ober- und Unterseite des Fensters und/oder eine andere Anzahl an
Verriegelungselementen 8, 9 vorzusehen. Die Verriegelungselemente 8, 9 sind hier drahtlos
oder über elektrische Leitungen (hier nicht zu erkennen) ansteuerbar und weisen ein
elektromagnetisch oder insbesondere elektromechanisch wirkendes Schließelement auf.
Ein elektromechanisches Schließelement wird bevorzugt, um eine genügend hohe Schließkraft
zu erzeugen ggf. in Verbindung mit zusätzlichen Übersetzungselementen wie Anzugsschrägen,
Exzentern, Spreizkeilen. Dabei soll das Schließen bevorzugt mittels dem elektromechanischen
Antrieb und das Öffnen elektromechanisch oder vorzugsweise u.a. mittels einer Feder
erfolgen, da i.allg. beim Öffnen eines Fensters weniger Zeit zur Verfügung steht als
beim Schließen und Verriegeln.
[0038] Als Betätigungselement für den Flügel 23 dient beispielhaft eine am Flügelrahmen
13 angeordnete Handhabe 13, die einen Handgriff 25 aufweist, der an einer Welle relativ
zum Blendrahmen 3 in verschiedene Griffstellungen beweglich - hier verdrehbar - ist.
[0039] Die Griffstellungen der Handhabe 13 sind für einen Benutzer direkt optisch voneinander
zu unterscheiden. In den hier beispielhaft für ein Drehkippfenster vorgesehenen um
verschiedene Winkel, hier 90°, voneinander verschiedenen Griffstellungen ist der Flügel
23 entweder verriegelt, kippbar oder drehbar.
[0040] Die Handhabe 13 wird hier dazu genutzt, das Fenster sowohl zu kippen als auch zu
drehen, also dazu, die mechanische Kraft aufzubringen, um den Flügel 23 relativ zum
Blendrahmen zu bewegen. Die Handhabe 13 dient aber nicht wie sonst üblich auch dazu,
die Verriegelungselemente und/oder Beschläge über eine Mechanik zu betätigen. Diese
Aufgabe wird hier vielmehr ohne eine mechanische Verbindung zu den Beschlägen 5, 6,
7 über elektrische Leitungen oder drahtlos erledigt, indem die Schaltstellung der
Handhabe 13 über eine Ermittlungseinrichtung wie Schaltkontakte oder Sensoren (z.B.
Reed-Kontakte) erfasst und zur Ansteuerung der elektromagnetisch oder elektromechanisch
wirkenden Verriegelungs- und Funktionselemente genutzt wird, um die Beschläge entweder
in der Kippfunktionsstellung oder der Drehfunktionsstellung zu nutzen oder das Fenster
zu schließen.
[0041] In Fig. 1 ist die Handhabe 13 derart ausgelegt, dass die nach unten zeigende Griffstellung
der Verschlussstellung des Fensters entspricht, in der sich alle Verriegelungs- und
Funktionselemente 8, 9; 10 - 12 in der Verriegelungs- bzw. Verschlussstellung befinden.
[0042] Die Griffposition 16 entspricht dagegen der Möglichkeit, den Flügel 23 in seine Drehstellung
zu versetzen, wobei in dieser Griffstellung die Verriegelungselemente 8, 9 und das
Funktionselement 10 für das Kipplager 5 entriegelt sind.
[0043] In der Drehstellung - hier in der Griffposition der Handhabe nach oben - kann der
Flügel 23 dagegen gedreht werden, so dass in dieser Griffstellung die Verriegelungselemente
8, 9 und das Funktionselement 11 für das Drehlager 6 entriegelt sind.
[0044] Die Handhabe 13 oder eine sonstige (hier nicht dargestellte) Bedieneinheit ist mit
den Verriegelungselementen 8, 9 oder den Beschlägen über keine mechanischen Elemente
wie ein Getriebe, insbesondere eine Schubstangenanordnung, verbunden. Durch das Entfallen
einer mechanischen Getriebeverbindung zwischen der Handhabe und den Verriegelungselementen
und Beschlägen wird der Aufwand zur Herstellung des Fensters gesenkt und andererseits
auch die Möglichkeit dazu geschaffen, durch drahtlose oder sonstige Verbindung des
Handgriffes bzw. der dem Handgriff zugeordneten Schalt- und/oder Sensorelemente die
erfasste Griffstellung an eine übergeordnete - hier nicht dargestellte - Überwachungsvorrichtung
zu übermitteln, so dass es beispielsweise möglich wird, ohne zusätzliche Sensorik
zwischen Blend- und Flügelrahmen die Stellung der Fenster eines Gebäudes zentral zu
erfassen und zu überwachen.
[0045] Die Schalt- und/oder Sensorelemente der Handhabe 13 sowie ggf. weitere elektrische
oder elektronische Bauelemente wie Schnittstellenbausteine zu einem Daten- und/oder
Energiebus eines Gebäudeautomatisierungssystems können nach einer vorteilhaften Variante
der Erfindung in einem Griffgehäuse 14 - hier nach außen hin als Rosette ausgebildet
- untergebracht werden, ohne dass der optische Eindruck gegenüber herkömmlichen rein
mechanisch wirkenden Handhaben nachteilig verändert wird.
[0046] Alternativ ist es auch denkbar - hier nicht dargestellt - eine elektrische Schaltung
für die Handhabe 13 in oder in der Nähe der Handhabe 13 unterzubringen, so im Falzraum,
einer Kammer oder in einer Aussparung des Flügelrahmen.
[0047] Die Handhabe 13 ermöglicht einerseits die gewohnte Handhabung des Fensters und wird
andererseits - je nach Auslegung - aufgrund ihrer Elektronik mit Sensor- und/oder
Schaltelementen als Schalt- und/oder Informationsmodul eingesetzt.
[0048] Fig. 2 zeigt ein weiteres Beispiel einer Handhabe 18 für ein Drehkippfenster. Die
in Fig. 2 gezeigte Handhabe weist einen Schlaufengriff 19 auf, der nach Art einer
Wippe relativ zu einem am Flügel 23 befestigten Griffgehäuse 22 in verschiedene Griffstellungen
dreh- bzw. kippbar ist. In der mit dem Bezugszeichen 19 gekennzeichneten Griffstellung
ist das Fenster verschlossen, in der mit 20 gekennzeichneten Stellung kann es in seine
Kippstellung und in der mit 21 gekennzeichneten Stellung der Handhabe 18 in seine
Drehstellung versetzt werden.
[0049] Je nach Flügelgröße variiert die Anzahl an Verriegelungselementen. Bei einem Drehkippfenster
kleinerer Bauart ist zumindest ein Verriegelungselement 11 erforderlich. Vorrangig
ist ein Verriegelungselement am Griffseitigen vertikalen Rahmenholm 29 vorgesehen.
Bei größeren Fensterflügeln und unter Berücksichtigung der Fenstereinbaulagen können
an den vier Rahmenholmen 29 - 32 des Flügelrahmens 3 weitere Verriegelungselemente
vorgesehen sein, welche den Flügel quasi punktuell bzw. stellenweise verriegeln.
[0050] Anstelle der Handhabe 13 könnte das Drehkippfenster der Fig. 1 theoretisch auch Schaltelemente
anderer Art wie Taster oder dgl. aufweisen und/oder eine Steuereinheit anderer Stelle
als in der Rosette. Die Handhabe 13 wird aber als besonders einfaches Handhabungs-
und Bedienelement bevorzugt und wird mit der zugehörigen Steuerungsschaltung zu einer
funktionellen Einheit vereinigt.
[0051] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Rahmen eines Fensters mit Blendrahmen 2 und
Flügelrahmen 3, wobei im Falzraum 26 eines der Verriegelungselemente 8, 9 schematisch
dargestellt ist, welches elektromechanisch betätigbar ist. Die Verriegelungselement
8, 9 umfassen jeweils einen elektromechanisch angetriebenen, beweglichen Verriegelungsschieber
27, der in Richtung der Scheibenebene in Richtung des Flügelrahmens 23 beweglich ist
und in seiner Verriegelungsstellung ein am Flügel feststehenden bzw. relativ zum Flügel
23 nicht beweglichen Verrieglungswiderlager 28 wie eine Rolle oder einen Bolzen hintergreift.
[0052] Eine schematische Darstellung einer derartigen Verriegelungsvorrichtung 8' in verschiedenen
Betriebsstellungen zeigt Fig. 4.
[0053] Fig. 4 zeigt eine rein schematisch dargestellte elektromechanische Antriebsvorrichtung
33, die einen Elektromotor und vorzugsweise ein diesem nachgeschaltetes Getriebe aufweist
(hier nicht einzeln dargestellt). Diese Antriebsvorrichtung 33 wird bevorzugt am Blendrahmen
(oder alternativ am Flügel) angeordnet.
[0054] Nach Fig. 4 sind die Verriegelungsschieber 27 mit Steuerkurven, insbesondere Anzugsschrägen
34 derart versehen, dass der Flügel 23 beim Verriegeln mit einer vorgegebenen Kraft
über einen Weg "c" in Richtung des Blendrahmens 2 gezogen wird, damit der Flügel 23
mit vorgegebener Kraft dicht am Blendrahmen 2 anliegt.
[0055] Das Getriebe ermöglicht das lineare Bewegen des Verriegelungsschiebers 2 in dessen
axialer Richtung bzw. in Richtung des korrespondierenden Fensterteils - hier des Flügels
3 - sowie in Richtung des am beweglichen Flügel - hier nicht dargestellt - fixierten
Verriegelungswiderlagers 28.
[0056] An der dem Verriegelungswiderlager 28 zugewandten Seite des Verriegelungsschiebers
27 ist eine Steuerkurve, hier eine Anzugsschräge 34 ausgebildet, die auch an einem
radial an den eigentlichen Verrieglungsbolzen angeformten und sich nur über einen
Teil, insbesondere einen Endbereich des Verriegelungsschiebers 27 erstreckenden Vorsprung
35 ausgebildet sein kann.
[0057] Die Funktion dieser Anordnung ist wie folgt.
[0058] Beim Schließen des Fensters wird der Verriegelungsschieber 27 aus einer eingefahrenen
Stellung (Fig. 4a) vom Blendrahmen 2 in Richtung des Flügelrahmens 3 ausgefahren,
bis der Verriegelungsschieber 27 mit seiner Anzugsschräge 34 am Außenradius des Verriegelungswiderlagers
28 zur Anlage kommt (Fig. 4b). Wird der Verriegelungsschieber 27 weiter ausgefahren,
werden das Verriegelungswiderlager 28 am Flügel 3 sowie auch der Flügel 3 selbst senkrecht
zur Scheibenebene in Richtung des Blendrahmens 2 gezogen, bis eine Verriegelungsstellung
erreicht wird, in welcher der Weg der Anzugsschräge 34 ganz durchlaufen ist, so dass
die Schließstellung auch bei unbestromten Motor beibehalten werden kann (Verriegelungsstellung
der Fig 4c).
[0059] Zum Entriegeln kann nach einer Alternative der Schließweg entlang der Anzugsschräge
34 zurück durchlaufen werden (nicht dargestellt).
[0060] Um das Öffnen des Flügels jedoch möglichst schnell durchführen zu können, ist es
auch denkbar, den Verriegelungsschieber 27 weiter auszufahren, bis dieser eine Stellung
erreicht, an welcher er am Vorsprung 35 mit der Anzugsschräge 34 vorbeirutscht, so
dass sich der Flügel 23 besonders schnell vom Blendrahmen 2 lösen kann (Fig. 4d).
[0061] Der vom Verriegelungsschieber 27 in dessen Verschieberichtung linear zu überfahrende
Weg "a" beim Verriegeln des Fensters ist deutlich länger als der beim Entriegeln vor
dem Öffnen zu überfahrende Weg "b" (das Verhältnis von a/b ist insbesondere größer
als 2/1), so dass auch die Zeit, die notwendig ist, bis das Fenster nach dem Betätigen
des Bedienelementes, insbesondere nach dem Verdrehen der Handhabe 13, entriegelt ist
und geöffnet werden kann, kürzer ist als die Zeit, welche der Antrieb benötigt um
das Fenster nach dem z.B. manuellen Schließen und einem anschließenden Verdrehen der
Handhabe 13 zu verriegeln. Dies ist vorteilhaft, denn insbesondere das Öffnen soll
stets schnell gehen, wohingegen den Benutzer eine längere Zeit zum Verriegeln nach
dem Schließen des Fensters bzw. nach dem Anlegen des Flügels an den Blendrahmen 2
nicht stört.
[0062] Eine alternative Ausgestaltung zeigt Fig. 5. Hier erfolgt das Verriegeln analog zu
Fig. 4, aber das Entriegeln mittels einer Entriegelungsfeder 36.
[0063] Ein Antriebsgehäuse 37 für den Elektromotor und ein Getriebe ist hierbei derart ausgelegt,
dass es auch die Entriegelungsfeder 36, insbesondere eine Schraubenfeder aufnimmt.
[0064] Die Entriegelungsfeder 36 umgibt den Verriegelungsschieber 27 und stützt sich an
zwei Anschlägen 38, 39 ab, welche den Verriegelungsschieber 27 konzentrisch umgeben,
wobei einer der Anschläge 38 scheibenartig den Verriegelungsschieber 27 umgibt und
an diesem axial fixiert ist und der andere als Gehäusewandung 40 des Antriebsgehäuses
34 ausgebildet ist, welche der Verriegelungsschieber 27 beweglich durchsetzt. An einem
aus dem Antriebsgehäuse 37 vorkragenden Vorsprung 41 ist ein Kopfteil 42 vorgegebener
Länge ausgebildet, der wiederum mit der Anzugsschräge 34 versehen ist.
[0065] Das Verriegeln erfolgt wie nach Fig. 4, wobei aber im Antriebsgehäuse 37 am Ende
des Verriegelungsschiebers 27 eine Exzentervorrichtung mit einem Exzenterstift 43
ausgebildet ist, welcher sich auf einer Kreisbahn 44 bewegt und beim Schließen auf
einen radialen Anschlag 45 am oder um den Verriegelungsschieber 27 einwirkt, der mit
dem Verriegelungsschieber 27 fest verbunden ist, so dass der Exzenterstift über den
Anschlag 45 den Verriegelungsschieber 27 nach außen aus dem Antriebsgehäuse vorschiebt
(bis zur Verriegelungsstellung der Fig. 5c).
[0066] Wird der Exzenterstift weiter bewegt, rutscht er am Rand des Anschlags 45 vorbei,
so dass wiederum das Verriegelungswiderlager 28 freigegeben wird, so dass sich die
Entriegelungsfeder 46 entspannen kann.
[0067] Nach Fig. 5b ist dagegen die Kreisbahn 44 des Exzenterstiftes 43 so bemessen und
abgestimmt, dass bereits nach weniger als einer halben Kreisbahn 44 die Schließstellung
erreicht wird und dass beim weiteren Überstreichen der Kreisbahn 44 der Verriegelungsschieber
27 weiter ausfährt, bis es wiederum eine Stellung erreicht, an welcher das Kopfteil
42 freigegeben wird, so dass sich der Flügel 23 wiederum das Kopfteil 42 freigegeben
wird, so dass sich der Flügel 23 wiederum schnell vom Blendrahmen 2 lösen kann (Fig.
5d).
[0068] Kinematische Umkehrungen z.B. mit Steuerkurven an den Verriegelungswiderlagen sind
ebenfalls realisierbar. Ebenso kann der elektromechanische Antrieb in den Flügel und
das Widerlager an den Blendrahmen gelegt werden.
Bezugszeichen
[0069]
- Drehkippfenster
- 1
- Blendrahmen
- 2
- Flügelrahmen
- 3
- Drehkipplager
- 4
- Kipplager
- 5
- Drehband
- 6
- Ausstellvorrichtung
- 7
- Verriegelungselemente
- 8, 9
- Elektromechn. Element
- 10, 11, 12
- Handhabe
- 13
- Griffgehäuse
- 14
- Verschlussstellung
- 15
- Drehstellung
- 16
- Kippstellung
- 17
- Handhabe
- 18
- Schlaufengriff
- 19
- Griffstellung
- 20, 21
- Griffgehäuse
- 22
- Flügel
- 23
- Scheibe
- 24
- Handgriff
- 25
- Falzraum
- 26
- Verriegelungsbolzen
- 27
- Schließteil
- 28
- Rahmenholme
- 29, 30, 31, 32
- Antriebsvorrichtung
- 33
- Anzugsschräge
- 34
- Vorsprung
- 35
- Wege
- a, b
- Entriegelungsfeder
- 36
- Antriebsgehäuse
- 37
- Anschläge
- 38, 39
- Gehäusewandung
- 40
- Vorsprung
- 41
- Kopfteil
- 42
- Exzenterstift
- 43
- Kreisbahn
- 44
- Anschlag
- 45
- Achsen
- x, y
- Wege
- a, b, c
1. Drehkippfenster mit
a) einem Blendrahmen (2) und einem Flügel (23), der relativ zum Blendrahmen um eine
erste Achse (X-Achse) kippbar und um eine zweite Achse (Y-Achse) drehbar ist,
b) Beschlägen (4 - 7) zwischen dem Flügel (23) und dem Blendrahmen (2) zum Bewegen
des Flügels relativ zum Blendrahmen, die zumindest ein Drehkipplager (4), ein Kipplager
(5) und ein Drehband (6) und vorzugsweise eine Ausstellvorrichtung (7) umfassen,
c) wenigstens einem oder mehreren der Beschläge (5, 6, 7) zum Bewegen des Flügels
relativ zum Blendrahmen ein elektromechanisches oder elektromagnetisches Funktionselement
zugeordnet ist,
d) zwischen dem Blendrahmen (2) und dem Flügel (23) ein Falzraum (26) ausgebildet
ist und dass in oder an dem Falzraum (26) wenigstens eines oder mehrere elektromechanische
oder elektromagnetische Verriegelungselemente (8 - 9) angeordnet und verteilt sind,
welche den Falzraum (26) überbrücken und dazu dienen, den Flügel (23) am Blendrahmen
(2) 2 in der Schließstellung des Fensters zu verriegeln,
e) eine Steuerungseinrichtung, die zum Ansteuern der Funktionselemente und auch zum
Ansteuern der Verriegelungselemente ausgelegt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
f) das wenigstens eine Funktionselement ein drahtlos oder über elektrische Leitungen
ansteuerbares Kupplungselement (10, 11, 12) ist, wobei diese Kupplungselemente dazu
ausgelegt sind, die Beschläge (4, 5, 6, 7) in ihre und aus ihrer Funktionsstellung
zu kuppeln, und
g) der Blendrahmen (2) und der Flügel (23) schubstangenlos ausgebildet sind.
2. Drehkippfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kipplager (5) und dem Drehband (6) jeweils eines der Funktionselemente (10, 11,
12) zugeordnet ist.
3. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente als Kupplungen wirken, welche das Kipplager (5) und das Drehband
(6) in eine Funktionsstellung ein- und aus dieser auskuppeln, in der diese Beschläge
als Drehgelenk wirken.
4. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Bedieneinrichtung zur Ansteuerung der Funktionselemente (10 bis 12) und der
Verrieglungselemente (8, 9).
5. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Bedieneinrichtung eine an dem Flügel (23) angeordnete Handhabe (13) vorgesehen
ist, die ein Griffteil aufweist, das am Flügel (23) in verschiedene Griffstellungen
bewegbar - insbesondere verdrehbar - ist, welche unterschiedlichen Betriebsstellungen
des Flügels entsprechen, wobei die Handhabe (13) Schaltelemente und/oder Sensoren
aufweist.
6. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (13) drahtlos oder über elektrische Leitungen mit den Verriegelungselementen
(8-12) für den Flügel (23) und/oder mit den Funktionselementen für die Beschläge (4,
5, 6 , 7) und/oder mit einer elektromechanischen Antriebsvorrichtung zum Öffnen und
Schließen des Flügels (23) verbunden ist.
7. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (13) mit den Verriegelungselementen (8, 9) und/oder den Beschlägen über
keine mechanischen Elemente wie ein Getriebe verbunden ist.
8. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (13) zum manuellen Öffnen und Schließen des Flügels ausgelegt ist.
9. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhabe (13) eine elektrische Überwachungsvorrichtung zum Erfassen der Griffstellung
der Handhabe (13) zugeordnet ist.
10. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe drahtlos oder über eine elektrische Leitung mit der Überwachungs- und/oder
Steuerungseinrichtung verbunden ist.
11. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausstellvorrichtung (7) zum Begrenzen der Kipp- oder Drehbeweglichkeit des Flügels
(3).
12. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellvorrichtung (7) der elektromechanische Antrieb zum Öffnen und Schließen
des Fensters zugeordnet ist.
13. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellvorrichtung (7) eines der Funktionselemente (10, 11, 12) zugeordnet ist.
14. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (13) drahtlos oder über wenigstens eine Datenleitung mit der Steuerungs-
und/oder Überwachungseinrichtung verbunden ist.
15. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhabe (13) direkt am Flügel (23) eine elektronische Schaltung insbesondere
die Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zugeordnet ist.
16. Drehkippfenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung der Handhabe (3) in einem Griffgehäuse, insbesondere
nach Art einer Rosette, angeordnet ist.
17. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (23) rahmenlos ausgebildet ist.
18. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (23) einen Flügelrahmen aufweist.
19. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blendrahmen umlaufend ausgebildet ist.
20. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verriegelungselemente elektromechanische Bauteile vorgesehen sind, die ein Bauteil
wie einen Schließbolzen elektromechanisch in eine Verriegelungsstellung versetzen
und federbetätigt in die Öffnungsstellung überführen.
1. A turn-tilt window having
(a) a frame (2) and a sash (23), which is tiltable about a first axis (X axis) and
is rotatable about a second axis (Y axis) relative to the frame,
(b) fittings (4 - 7) between the sash (23) and the frame (2) for moving the sash relative
to the frame, which comprise at least one turn-tilt bearing (4), one tilt bearing
(5), and one rotational strip (6), and preferably a display device (7),
(c) an electromechanical or electromagnetic functional element is assigned to at least
one or more of the fittings (5, 6, 7) for moving the sash relative to the frame,
(d) a rebate (26) is implemented between the frame (2) and the sash (23), and at least
one or more electromechanical or electromagnetic locking elements (8 - 9) are arranged
and distributed in or on the rebate (26), which locking elements bridge the rebate
(26) and are used for the purpose of locking the sash (23) on the frame (2) in the
closed position of the window,
(e) a control unit, which is designed for activating the functional elements and also
for activating the locking elements,
characterized in that
(f) the at least one functional element is a coupling element (10, 11, 12), which
is wireless or is activatable via electrical lines, wherein these coupling elements
are designed for the purpose of coupling the fittings (4, 5, 6, 7) into and out of
their functional settings, and
(g) the frame (2) and the sash (23) are implemented without pushrods.
2. The turn-tilt window according to Claim 1, characterized in that respectively one of the functional elements (10, 11, 12) is assigned to the tilt
bearing (5) and the rotational strip (6).
3. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the functional elements act as couplings, which couple the tilt bearing (5) and the
rotational strip (6) into and out of a functional setting, in which these fittings
act as a swivel joint.
4. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized by an operating unit for activating the functional elements (10 to 12) and the locking
elements (8,9).
5. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that a handle (13) arranged on the sash (23) is provided as the operating unit, which
handle has a grip part, which is movable - in particular pivotable - on the sash (23)
into various grip positions, which correspond to different operating positions of
the sash, wherein the handle (13) has switch elements and/or sensors.
6. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is connected in a wireless manner or via electrical lines to the
locking elements (8-12) for the sash (23) and/or to the functional elements for the
fittings (4, 5, 6, 7) and/or to an electromechanical drive device for opening and
closing the sash (23).
7. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is not connected to the locking elements (8, 9) and/or the fittings
via mechanical elements, such as a gearing.
8. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is designed for manually opening and closing the sash.
9. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is assigned an electrical monitoring device for detecting the grip
position of the handle (13).
10. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle is connected in a wireless manner or via an electrical line to the monitoring
unit and/or the control unit.
11. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized by an extension device (7) for delimiting the tilting or rotational mobility of the
sash (3).
12. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the extension device (7) is assigned the electromechanical drive for opening and
closing the window.
13. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the extension device (7) is assigned one of the functional elements (10, 11, 12).
14. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is connected in a wireless manner or via at least one data line to
the control and/or monitoring unit.
15. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (13) is assigned, directly on the sash (23), an electronic circuit, in
particular the control and monitoring unit.
16. The turn-tilt window according to one of the preceding claims, characterized in that the electronic circuit of the handle (3) is arranged in a grip housing, in particular
like a collar.
17. The window according to one of the preceding claims, characterized in that the sash (23) is implemented as frameless.
18. The window according to one of preceding Claims 1 to 16, characterized in that the sash (23) has a sash frame.
19. The window according to one of the preceding claims, characterized in that the frame is implemented as peripheral.
20. The window according to one of the preceding claims, characterized in that electromechanical components are provided as the locking elements, which displace
a component such as a locking bolt electromechanically into a locking position and
transfer it in a spring-actuated manner into the open position.
1. Fenêtre oscillo-battante comprenant
a) un dormant (2) et un battant (23), qui peut être basculé autour d'un premier axe
(axe X) par rapport au dormant et qui peut être tourné autour d'un deuxième axe (axe
Y),
b) des ferrures (4 - 7) entre le battant (23) et le dormant (2) servant à déplacer
le battant par rapport au dormant, lesquelles comprennent au moins un support oscillant
par basculement (4), un support de basculement (5) et une bande d'oscillation (6)
et de préférence un système d'orientation (7),
c) un élément fonctionnel électromécanique ou électromagnétique associé à au moins
une ou plusieurs des ferrures (5, 6, 7) servant à déplacer le battant par rapport
au dormant,
d) un espace de feuillure (26) réalisé entre le dormant (2) et le battant (23), au
moins un ou plusieurs éléments de verrouillage (8 - 9) électromécaniques ou électromagnétiques
étant disposés et répartis dans ou au niveau de l'espace de feuillure (26), lesquels
sont superposés sur l'espace de feuillure (26) et servent à verrouiller le battant
(23) au niveau du dormant (2) dans la position de fermeture de la fenêtre,
e) un dispositif de commande, qui est configuré pour commander les éléments fonctionnels
et également pour commander les éléments de verrouillage,
caractérisée en ce
que
f) l'élément fonctionnel au moins au nombre de un est un élément de couplage (10,
11, 12) pouvant être commandé sans fil ou par l'intermédiaire de lignes électriques,
sachant que lesdits éléments de couplage sont configurés pour coupler les ferrures
(4, 5, 6, 7) dans leur position fonctionnelle et en dehors de cette dernière, et
g) le dormant (2) et le battant (23) sont réalisés sans tige de poussée.
2. Fenêtre oscillo-battante selon la revendication 1, caractérisée en ce que respectivement un des éléments fonctionnels (10, 11, 12) est associé au support de
basculement (5) et à la bande d'oscillation (6).
3. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments fonctionnels agissent comme des couplages, qui couplent et découplent
dans une position fonctionnelle le support de basculement (5) et la bande d'oscillation
(6), dans laquelle position lesdites ferrures agissent comme une articulation rotative.
4. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un dispositif d'utilisation servant à commander les éléments fonctionnels (10 à 12)
et les éléments de verrouillage (8, 9).
5. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'est prévue comme dispositif d'utilisation une poignée (13) disposée au niveau du battant
(23), laquelle présente une partie de préhension, qui peut être déplacée - en particulier
tournée - au niveau du battant (23) dans diverses positions de préhension, lesquelles
correspondent à diverses positions de fonctionnement du battant, sachant que la poignée
(13) présente des éléments de commutation et/ou des capteurs.
6. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (13) est reliée sans fil ou par l'intermédiaire de lignes électriques
aux éléments de verrouillage (8 - 12) pour le battant (23) et/ou aux éléments fonctionnels
pour les ferrures (4, 5, 6, 7) et/ou à un système d'entraînement électromécanique
servant à ouvrir et à fermer le battant (23).
7. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (13) est reliée aux éléments de verrouillage (8, 9) et/ou aux ferrures
par l'intermédiaire d'aucun élément mécanique tel qu'un engrenage.
8. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (13) est configurée pour l'ouverture et la fermeture manuelle du battant.
9. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un système de surveillance électrique servant à détecter la position de préhension
de la poignée (13) est associé à la poignée (13).
10. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée est reliée sans fil ou par l'intermédiaire d'une ligne électrique au dispositif
de surveillance et/ou de commande.
11. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un système d'orientation (7) servant à délimiter l'aptitude à se déplacer par basculement
ou par oscillation du battant (23).
12. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le mécanisme d'entraînement électromécanique servant à l'ouverture et à la fermeture
de la fenêtre est associé au système d'orientation (7).
13. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un des éléments fonctionnels (10, 11, 12) est associé au système d'orientation (7).
14. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (13) est reliée sans fil ou par l'intermédiaire au moins d'une ligne de
données au dispositif de commande et/ou de surveillance.
15. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une commutation électronique, en particulier le dispositif de commande et de surveillance,
est associée à la poignée (13) directement au niveau du battant (23).
16. Fenêtre oscillo-battante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la commutation électronique de la poignée (13) est disposée dans un boîtier de préhension,
en particulier du type d'une rosace.
17. Fenêtre selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le battant (23) est réalisé sans cadre.
18. Fenêtre selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le battant (23) présente un cadre de battant.
19. Fenêtre selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dormant est réalisé de manière périphérique.
20. Fenêtre selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que sont prévus comme éléments de verrouillage des composants électromécaniques, qui
amènent un composant tel qu'un boulon de fermeture de manière électromécanique dans
une position de verrouillage et le guide sous l'action d'un ressort dans la position
d'ouverture.