[0001] Die Erfindung betrifft einen Papierlocher gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw.
Oberbegriff des Anspruchs 11 bzw. gemäß Oberbegriff des Anspruchs 15 sowie ein zugehöriges
Lochsegment.
[0002] Große Papierlocher weisen eine am Locherunterteil gelagerte Befestigungsstange auf,
auf der mehrere, in der Regel vier Lochsegmente angebracht sind. Die Lochsegmente
weisen jeweils einen Grundkörper auf, durch den ein Führungskanal für die Befestigungsstange
verläuft, sowie einen im Grundkörper gegen die Kraft einer Feder verschiebbar geführten
Lochstempel. Am Locherunterteil ist ein Druckhebel schwenkbar gelagert, der zum Niederdrücken
der Lochstempel gegen die Federkraft dient. Hierzu ist an der Unterseite des Druckhebels
eine Druckstange angebracht, die beim Niederdrücken des Druckhebels die Lochstempel
kraftbeaufschlagt. Die Lochsegmente sind verschiebbar auf der Befestigungsstange geführt
und jeweils mit einer Rändelschraube versehen. Die Rändelschraube ist so in ein Gewinde
im Grundkörper eingeschraubt, dass sie zum Fixieren des Lochsegments an der Befestigungsstange
gegen diese anliegend angezogen werden kann. Die Lochsegmente liegen mit ihrer Unterseite
auf einer Oberfläche des Unterteils auf. Die Verschiebbarkeit der Lochsegmente auf
der Befestigungsstange erlaubt es zum einen, unterschiedliche Lochabstände einzustellen,
indem die Abstände der Lochsegmente zueinander verändert werden. Zum anderen wird
auch der Austausch der Lochsegmente ermöglicht, um beispielsweise durch Einsatz von
dickeren Lochstempeln größere Löcher im Papier zu erhalten. Zum Austausch der Lochsegmente
muß die Befestigungsstange aus ihren Lagern entnommen werden.
[0003] Beim Fixieren der Lochsegmente auf der Befestigungsstange mittels der Rändelschrauben
kann sich das Lochsegment jedoch geringfügig aus der vorgesehenen Position verschieben,
was eine genaue Einstellung des Lochbilds erschwert. Schwierigkeiten bereitet auch
die von der Bedienperson abhängige Kraft, mit der die Rändelschraube angezogen wird.
Wird die Rändelschraube zu schwach angezogen, kann sich das Lochsegment beim Lochen
verschieben, wird sie zu stark angezogen, wird oft Werkzeug benötigt, um sie wieder
zu lösen. Die Notwendigkeit, die Befestigungsstange zum Austausch der Lochsegmente
aus ihren Lagern zu entnehmen, erfordert zudem vom Anwender technisches Geschick.
Schließlich kann ein Verschieben der Lochsegmente auf der in den Lagern fest montierten
Befestigungsstange schwierig sein, wenn die Befestigungsstange aufgrund von Fertigungstoleranzen
zu nahe am Locherunterteil gelagert ist und zwischen den Lochsegmenten und der Oberfläche
des Unterteils Reibungskräfte auftreten.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Papierlocher der eingangs genannten Art
derart weiterzubilden, dass er leichter handhabbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Papierlocher mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 bzw. mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 bzw. mit den Merkmalen des Patentanspruchs
15 gelöst. Desweiteren wird die Aufgabe durch ein Lochsegment mit den Merkmalen des
Anspruchs 19 bzw. mit den Merkmalen des Anspruchs 29 gelöst.
[0006] Dem erfindungsgemäßen Papierlocher gemäß Anspruch 1 liegt der Gedanke zugrunde, dass
beim Anpressen des Druckstücks an die Befestigungsstange keine Reibung verursachende
Drehbewegung zwischen dem Druckstück und der Befestigungsstange erfolgt. Durch das
auf die Betätigungsnocken wirkende Betätigungselement wird das Druckstück in einer
translatorischen Bewegung auf die Befestigungsstange gepresst.
[0007] Das Betätigungselement weist zweckmäßig einen Betätigungskörper mit zylinderförmiger
Außenkontur auf, dessen Mantelfläche mindestens eine teilweise umlaufende Vertiefung
für die Aufnahme des mindestens einen Betätigungsnockens aufweist, wobei die Tiefe
der Vertiefung in einer Umfangsrichtung stetig abnimmt. Wird der Betätigungskörper
um seine Mittelachse gedreht, wirkt er wie ein Exzenter. Bei einer Drehung in Umfangsrichtung
verringert sich die Tiefe der Vertiefung an der Stelle, an der der Betätigungsnocken
eingreift, stetig, so dass Druck auf den Betätigungsnocken ausgeübt wird. Wenn sowohl
das Betätigungselement als auch das Druckstück aus Polyoxymethylen ausgebildet sind,
tritt nur eine geringe Reibung zwischen dem Betätigungskörper und dem Betätigungsnocken
auf.
[0008] Vorzugsweise weist mindestens einer der Grundkörper oberhalb seines Führungskanals
eine zur Außenkontur des Betätigungskörpers komplementäre zylinderförmige Aufnahmekontur
auf, die durch mindestens ein Loch zum Durchführen des mindestens einen Betätigungsnockens
mit dem Führungskanal verbunden ist. In der Aufnahmekontur ist der Betätigungskörper
so gelagert, dass er um seine Mittelachse gedreht werden kann, ohne dass es hierzu
einer aufwendigen Aufhängung an der Mittelachse bedarf. Zudem wird das Betätigungselement
durch Eingriff des mindestens einen Betätigungsnockens in die mindestens eine Vertiefung
in axialer Richtung in der Außenkontur fixiert. Zweckmäßig weist das Betätigungselement
einen mit dem Betätigungskörper verbundenen, radial von ihm abstehenden Handhebel
auf. Der Handhebel ragt vorteilhaft aus der Aufnahmekontur heraus und ist zum Drehen
des Betätigungskörpers zwischen zwei durch Kanten der Aufnahmekontur gebildeten Anschlägen
beweglich. Die Kanten legen Endpositionen des Handhebels fest, so dass beim Verdrehen
des Betätigungselements bis zum Anschlag von jedem Anwender stets der gleiche Anpressdruck
des Druckstücks auf die Befestigungsstange erzielt wird.
[0009] Zweckmäßig weist der mindestens eine Führungskanal in seinem oberen Bereich mindestens
einen Absatz auf, dem das Druckstück ruht. Das Druckstück ist dann ohne weitere Befestigung
unverlierbar im Führungskanal aufgenommen, da nach oben hin der mindestens eine Nocken
durch das mindestens eine Loch hindurchgreift, während es nach unten hin auf dem Absatz
aufliegt. Die unverlierbare Halterung des Druckstücks im Grundkörper kann zweckmäßig
dadurch verbessert werden, dass das Druckstück eine Federzunge aufweist, die an den
Grundkörper anliegend das Druckstück auf den mindestens einen Absatz drückt. Vorteilhaft
weist das Druckstück an seiner der Befestigungsstange zugewandten Unterseite eine
Rinne auf, deren Kontur komplementär zu einem Abschnitt der Außenkontur der Befestigungsstange
ist. Beim Anpressen an die Befestigungsstange wird dann das Druckstück so ausgerichtet,
dass die Rinne parallel zur Befestigungsstange angeordnet ist. Dies ermöglicht eine
präzisere Positionierung des Lochsegments. Vorzugsweise ist das Betätigungselement
und/oder das Druckstück einstückig, vorzugsweise als Spritzgussteil, ausgebildet.
Beide Bauteile sind dann einfach herzustellen.
[0010] Dem erfindungsgemäßen Papierlocher gemäß Anspruch 11 liegt der Gedanke zugrunde,
die Austauschbarkeit der Lochsegmente zu erleichtern, indem die Befestigungsstange
über den Einführschlitz in den Führungskanal einführbar ist. Durch diese Maßnahme
können die Lochsegmente auf die Befestigungsstange aufgesetzt und von dieser entfernt
werden, ohne dass diese aus ihren Lagern genommen werden muß. Dabei ist der Einführschlitz
zweckmäßig in einer Unterseite des mindestens einen Grundkörpers angeordnet. Zweckmäßig
weist dann der Grundkörper den Einführschlitz begrenzend ein Bodenelement zum Untergreifen
der Befestigungsstange auf. Das Lochsegment wird auf die Befestigungsstange aufgesetzt,
indem diese durch den Einführschlitz in den Führungskanal eingeführt wird. Anschließend
wird das Lochsegment so verschoben, dass das Bodenelement die Befestigungsstange untergreift.
Durch Anpressen des Druckstücks auf die Befestigungsstange wird diese gegen das Bodenelement
gedrückt, und das Lochsegment wird auf der Befestigungsstange festgelegt.
[0011] Dem erfindungsgemäßen Papierlocher nach Anspruch 15 liegt der Gedanke zugrunde, dass
zum Verschieben der Lochsegmente auf der Befestigungsstange diese ein Stück weit angehoben
werden kann. Das Anheben erfolgt gegen eine Rückstellkraft des elastisch verformbaren
Halteelements. Durch das Anheben der Befestigungsstange werden die Lochsegmente vom
Unterteil abgehoben und sind leichter verschiebbar. Dies ist insbesondere dann von
Bedeutung, wenn aufgrund von Fertigungstoleranzen bei einzelnen Papierlochern die
Befestigungsstange etwas zu nahe am Unterteil angebracht ist. Die Halteelemente sind
vorteilhaft an die Befestigungsstange anliegend angeordnet. Dadurch wird die Befestigungsstange
auf die starren Auflageelemente gedrückt und in Position gehalten. Die Halteelemente
bestehen vorteilhaft aus Weichkunststoff.
[0012] Die Grundkörper der Lochsegmente weisen vorzugsweise anihrer Unterseite jeweils eine
ebene Auflagefläche auf, mit der sie auf einer ebenen Oberfläche am Unterteil aufliegen.
Dies erleichtert eine genaue Positionierung der Lochsegmente. Gemäß einem besonders
rationellen Fertigungsverfahren werden die Grundkörper hergestellt, indem sie von
einem Strangpressprofil, vorzugsweise aus Aluminium, abgesägt werden.
[0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Papierlochers;
- Fig. 2
- eine Detailansicht des Papierlochers gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Lochsegments;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das Lochsegment gemäß Fig. 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Druckstücks und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Betätigungselements.
[0014] Ein in Fig. 1 gezeigter Papierlocher 10 weist ein Unterteil 12 auf, in dem zwei Lager
14 angeordnet sind, in denen jeweils ein Ende 16 einer Befestigungsstange 18 gelagert
ist. Die Befestigungsstange 18 trägt vier Lochsegmente 20, die jeweils einen durch
Absägen von einem Aluminiumstrangpressprofil hergestellten Grundkörper 22 aufweisen
(Fig. 3 und 4). Im Grundkörper 22 jedes Lochsegments 20 ist ein Lochstempel 24 zum
Lochen von Papier gegen die Kraft einer Feder 26 verschiebbar geführt. Zum Niederdrücken
der Lochstempel 24 für das Lochen von Papier ist am Unterteil 12 ein Druckhebel 28
schwenkbar gelagert. Mit dem Druckhebel 28 ist eine in der Zeichnung nicht gezeigte
Druckstange verbunden, die beim Niederdrücken des Druckhebels 28 nach unten bewegt
wird und alle Lochstempel 24 gleichzeitig beaufschlagt. Quer durch die Grundkörper
22 erstrecken sich Führungskanäle 30, durch die die Befestigungsstange 18 durchgeführt
ist. An ihrer Unterseite 32 weisen die Grundkörper 22 jeweils eine ebene Auflagefläche
34 auf, mit der sie auf einer ebenen Oberfläche 36 des Unterteils 12 aufliegen.
[0015] Die Lager 14 (Fig. 2) weisen jeweils ein starres Auflageelement 38 auf, auf dem ein
Ende 16 der Befestigungsstange 18 aufliegt. Sie weisen desweiteren jeweils ein Halteelement
40 aus Weichkunststoff auf, das an der Befestigungsstange 18 anliegt und diese auf
das Auflageelement 38 niederhält. Die Halteelemente 40 sind elastisch kompressibel,
so dass die Befestigungsstange 18 gegen die Rückstellkraft der Halteelemente 40 ein
Stück weit angehoben werden kann. Dies ermöglicht ein leichteres Verschieben der Lochsegmente
20 auf der Befestigungsstange 18.
[0016] Um die Lochsegmente 20 von der Befestigungsstange 18 abnehmen bzw. um sie auf die
Befestigungsstange 18 aufsetzen zu können, weisen sie an der Unterseite 32 des Grundkörpers
22 einen Einführschlitz 42 für die Befestigungsstange 18 auf. Der Einführschlitz erstreckt
sich in Längsrichtung der Befestigungsstange 18 und ist so breit, dass diese durch
ihn hindurchgeführt werden kann. Der Grundkörper 22 weist desweiteren ein mit seinem
freien Ende 44 den Einführschlitz auf einer Seite begrenzendes Bodenelement 46 auf,
das zum Untergreifen der Befestigungsstange 18 bestimmt ist. Beim Aufsetzen des Lochsegments
20 auf die Befestigungsstange 18 wird diese zunächst durch den Einführschlitz 42 durchgeführt,
anschließend wird das Lochsegment 20 nach vorne geschoben, so dass das Bodenelement
46 die Befestigungsstange 18 untergreift.
[0017] In seinem oberen, dem Einführschlitz 42 gegenüberliegenden Bereich weist der Führungskanal
30 zwei einander gegenüberliegende Absätze 48 auf. Auf diesen ist ein Druckstück 50
aufgelegt, das der Fixierung des Lochsegments 20 auf der Befestigungsstange 18 dient.
Das Druckstück weist an seiner Unterseite eine Rinne 52 auf, deren Oberfläche etwa
den gleichen Krümmungsradius hat wie die Befestigungsstange 18 und daher formschlüssig
gegen diese angepresst werden kann. Es weist außerdem eine Federzunge 54 auf, die
gegen die obere Begrenzungswand 56 des Führungskanals 30 anliegt und durch ihre Federkraft
das Druckstück 50 gegen die Absätze 48 drückt. Nach oben stehen vom Druckstück 50
zwei Betätigungsnocken 58 ab, die eine zylindrische Form aufweisen. Die Betätigungsnocken
58 sind durch Löcher 60 in der Begrenzungswand 56 durchgeführt und ragen in eine zylinderförmige
Aufnahmekontur 62 hinein.
[0018] Zum Niederdrücken der Betätigungsnocken 58 und zum Anpressen des Druckstücks 50 an
die Befestigungsstange 18, wodurch diese zwischen dem Druckstück 50 und dem Bodenelement
46 eingeklemmt wird, ist ein Betätigungselement 64 vorgesehen. Dieses weist einen
Betätigungskörper 66 mit zylinderförmiger Außenkontur auf, der formschlüssig in die
Aufnahmekontur 62 eingesetzt ist. Der Betätigungskörper 66 weist in seiner Mantelfläche
zwei teilweise umlaufende Vertiefungen 68 auf, in die die Betätigungsnocken 58 eingreifen.
Die Tiefe der Vertiefungen 68 nimmt in Umfangsrichtung des Betätigungskörpers 66 stetig
ab, so dass der Betätigungskörper 66 als Exzenter wirkt. Wird er, wie in Fig. 4 dargestellt,
im Uhrzeigersinn in der Aufnahmekontur 62 gedreht, so nimmt die Tiefe der Vertiefung
68 an der Stelle, an der der Betätigungsnocken 58 eingreift, ab, so dass der Betätigungsnocken
58 nach unten gedrückt wird. Zwischen zwei die Aufnahmekontur 62 begrenzenden Kanten
70 ragt ein am Betätigungskörper 66 angeformter, radial von ihm abstehender Handhebel
72 aus der Aufnahmekontur 62 heraus. Am Handhebel 72 kann zum Verdrehen des Betätigungskörpers
66 angegriffen werden, wobei er zwischen den Kanten 70, die als Endanschläge wirken,
hin und her beweglich ist.
[0019] Das Druckstück 50 und das aus Betätigungskörper 66 und Handhebel 72 bestehende Betätigungselement
64 sind jeweils einstückig als Spritzgussteile aus Polyoxymethylen gefertigt.
[0020] Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung betrifft einen Papierlocher
10 mit einem Unterteil 12, mit einer am Unterteil 12 gelagerten Befestigungsstange
18, mit mindestens zwei auf der Befestigungsstange 18 verschiebbar geführten, jeweils
einen Grundkörper 22 mit einem Führungskanal 30 für die Befestigungsstange 18 und
einen im Grundkörper 22 gegen die Kraft einer Feder 26 verschiebbar geführten Lochstempel
24 aufweisenden Lochsegmenten 20 und mit einem am Unterteil 12 schwenkbar gelagerten
Druckhebel 28 zum Niederdrücken der Lochstempel 24 gegen die Federkraft. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass in mindestens einen der Führungskanäle 30 ein Druckstück 50 eingesetzt
ist, das mindestens einen durch eine Begrenzungswand 56 des Führungskanals 30 durchgeführten
Betätigungsnocken 58 aufweist, der mittels eines Betätigungselements 64 zum Anpressen
des Druckstücks 50 an die Befestigungsstange 18 kraftbeaufschlagbar ist.
1. Papierlocher mit einem Unterteil (12), mit einer am Unterteil (12) gelagerten Befestigungsstange
(18), mit mindestens zwei auf der Befestigungsstange (18) verschiebbar geführten,
jeweils einen Grundkörper (22) mit einem Führungskanal (30) für die Befestigungsstange
(18) und einen im Grundkörper (22) gegen die Kraft einer Feder (26) verschiebbar geführten
Lochstempel (24) aufweisenden Lochsegmenten (20) und mit einem am Unterteil (12) schwenkbar
gelagerten Druckhebel (28) zum Niederdrücken der Lochstempel (24) gegen die Federkraft,
dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einen der Führungskanäle (30) ein Druckstück (50) eingesetzt ist, das
mindestens einen durch eine Begrenzungswand (56) des Führungskanals (30) durchgeführten
Betätigungsnocken (58) aufweist, der mittels eines Betätigungselements (64) zum Anpressen
des Druckstücks (50) an die Befestigungsstange (18) kraftbeaufschlagbar ist.
2. Papierlocher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) einen Betätigungskörper (66) mit zylinderförmiger Außenkontur
aufweist, dessen Mantelfläche mindestens eine teilweise umlaufende Vertiefung (68)
für die Aufnahme des mindestens einen Betätigungsnockens (58) aufweist, wobei die
Tiefe der Vertiefung (68) in einer Umfangsrichtung stetig abnimmt.
3. Papierlocher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Grundkörper (22) oberhalb seines Führungskanals (30) eine zur
Außenkontur des Betätigungskörpers (66) komplementäre zylinderförmige Aufnahmekontur
(62) aufweist, die durch mindestens ein Loch (60) zum Durchführen des mindestens einen
Betätigungsnockens (58) mit dem Führungskanal (30) verbunden ist.
4. Papierlocher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) einen mit dem Betätigungskörper (66) verbundenen, radial
von ihm abstehenden Handhebel (72) aufweist.
5. Papierlocher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhebel (72) aus der Aufnahmekontur (62) herausragt und zum Drehen des Betätigungskörpers
(66) zwischen zwei durch Kanten (70) der Aufnahmekontur (62) gebildeten Anschlägen
beweglich ist.
6. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungskanal (30) in seinem oberen Bereich mindestens einen
Absatz (48) aufweist, auf dem das Druckstück (50) ruht.
7. Papierlocher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (50) eine Federzunge (54) aufweist, die an den Grundkörper (20) anliegend
das Druckstück (50) auf den mindestens einen Absatz (48) drückt.
8. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (50) an seiner der Befestigungsstange (18) zugewandten Unterseite
eine Rinne (52) aufweist, deren Kontur komplementär zu einem Abschnitt der Außenkontur
der Befestigungsstange (18) ist.
9. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) und/oder das Druckstück (50) einstückig, vorzugsweise
als Spritzgussteil aus Polyoxymethylen ausgebildet ist.
10. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Grundkörper (20) in einer Begrenzungswand seines Führungskanals
(30) einen sich in Längsrichtung der Befestigungsstange (18) erstreckenden Einführschlitz
(42) zum Einführen der Befestigungsstange (18) in den Führungskanal (30) aufweist.
11. Papierlocher mit einem Unterteil (12), mit einer am Unterteil (12) gelagerten Befestigungsstange
(18), mit mindestens zwei auf der Befestigungsstange (18) verschiebbar geführten,
jeweils einen Grundkörper (22) mit einem Führungskanal (30) für die Befestigungsstange
(18) und einen im Grundkörper (22) gegen die Kraft einer Feder (26) verschiebbar geführten
Lochstempel (24) aufweisenden Lochsegmenten (20) und mit einem am Unterteil (12) schwenkbar
gelagerten Druckhebel (28) zum Niederdrücken der Lochstempel (24) gegen die Federkraft,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Grundkörper (22) in einer Begrenzungswand des Führungskanals
(30) einen sich in Längsrichtung der Befestigungsstange (18) erstreckenden Einführschlitz
(42) zum Einführen der Befestigungsstange (18) in den Führungskanal (30) aufweist.
12. Papierlocher nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführschlitz (42) in einer Unterseite (32) des mindestens einen Grundkörpers
(22) angeordnet ist.
13. Papierlocher nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) den Einführschlitz (42) begrenzend ein Bodenelement (46) zum
Untergreifen der Befestigungsstange (18) aufweist.
14. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstange (18) an ihren beiden Enden (16) in je einem Lager (14) im
Unterteil (12) gelagert ist, und dass jedes Lager (14) ein starres Auflageelement
(38) zum Auflegen der Enden (16) der Befestigungsstange (18) und ein elastisch verformbares
Halteelement (40) zum Niederhalten der Enden (16) aufweist.
15. Papierlocher mit einem Unterteil (12), mit einer mit ihren Enden (16) in jeweils einem
Lager (14) im Unterteil (12) gelagerten Befestigungsstange (18), mit mindestens zwei
auf der Befestigungsstange (18) verschiebbar geführten, jeweils einen Grundkörper
(22) mit einem Führungskanal (30) für die Befestigungsstange (18) und einen im Grundkörper
(22) gegen die Kraft einer Feder (26) verschiebbaren Lochstempel (24) aufweisenden
Lochsegmenten (22) und mit einem am Unterteil (12) schwenkbar gelagerten Druckhebel
(28) zum Niederdrücken der Lochstempel (24) gegen die Federkraft, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Lager (14) ein starres Auflageelement (38) zum Auflegen der Enden (16) der
Befestigungsstange (18) und ein elastisch verformbares Halteelement (40) zum Niederhalten
der Enden (16) aufweist.
16. Papierlocher nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (40) an die Befestigungsstange (18) anliegend angeordnet sind.
17. Papierlocher nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (40) aus Weichkunststoff bestehen.
18. Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundkörper (22) an ihrer Unterseite (32) jeweils eine ebene Auflagefläche (34)
aufweisen, mit der sie auf einer ebenen Oberfläche (36) am Unterteil (12) aufliegen.
19. Lochsegment für einen Papierlocher (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit
einem einen Führungskanal (30) für die Befestigungsstange (18) aufweisenden Grundkörper
(22) und einem im Grundkörper (22) gegen die Kraft einer Feder (26) verschiebbar geführten
Lochstempel (24), wobei in den Führungskanal (30) ein Druckstück (50) eingesetzt ist,
das mindestens einen durch eine Begrenzungswand des Führungskanals (30) durchgeführten
Betätigungsnocken (58) aufweist, der mittels eines Betätigungselements (64) zum Anpressen
des Druckstücks (50) an die Befestigungsstange (18) kraftbeaufschlagbar ist.
20. Lochsegment nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) einen Betätigungskörper (66) mit zylinderförmiger Außenkontur
aufweist, dessen Mantelfläche mindestens eine teilweise umlaufende Vertiefung (68)
für die Aufnahme des mindestens einen Betätigungsnockens (58) aufweist, wobei die
Tiefe der Vertiefung (68) in einer Umfangsrichtung stetig abnimmt.
21. Lochsegment nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) oberhalb des Führungskanals (30) eine zur Außenkontur des Betätigungskörpers
(66) komplementäre zylinderförmige Aufnahmekontur (62) aufweist, die durch mindestens
ein Loch (60) zum Durchführen des mindestens einen Betätigungsnockens (58) mit dem
Führungskanal (30) verbunden ist.
22. Lochsegment nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) einen mit dem Betätigungskörper (66) verbundenen, radial
von ihm abstehenden Handhebel (72) aufweist.
23. Lochsegment nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhebel (72) aus der Aufnahmekontur (62) herausragt und zum Drehen des Betätigungskörpers
(66) zwischen zwei durch Kanten (70) der Aufnahmekontur (62) gebildeten Anschlägen
beweglich ist.
24. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (30) in seinem oberen Bereich mindestens einen Absatz (48) aufweist,
auf dem das Druckstück (50) ruht.
25. Lochsegment nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (50) eine Federzunge (54) aufweist, die an den Grundkörper (22) anliegend
das Druckstück (50) auf den mindestens einen Absatz (48) drückt.
26. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (50) an seiner Unterseite eine Rinne (52) aufweist, deren Kontur komplementär
zu einem Abschnitt der Außenkontur der Befestigungsstange (18) ist.
27. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (64) und/oder das Druckstück (50) einstückig, vorzugsweise
als Spritzgussteil aus Polyoxymethylen ausgebildet ist.
28. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) in einer Begrenzungswand des Führungskanals (30) einen Einführschlitz
(42) zum Einführen der Befestigungsstange (18) in den Führungskanal (30) aufweist.
29. Lochsegment für einen Papierlocher (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, mit einem
einen Führungskanal (30) für die Befestigungsstange (18) aufweisenden Grundkörper
(22) und einem im Grundkörper (22) gegen die Kraft einer Feder (26) verschiebbar geführten
Lochstempel (24), wobei der Grundkörper (22) in einer Begrenzungswand des Führungskanals
(30) einen Einführschlitz (42) zum Einführen der Befestigungsstange (18) in den Führungskanal
(30) aufweist.
30. Lochsegment nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführschlitz (42) in einer Unterseite (32) des Grundkörpers (22) angeordnet
ist.
31. Lochsegment nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) den Einführschlitz (42) begrenzend ein Bodenelement (46) zum
Untergreifen der Befestigungsstange (18) aufweist.
32. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) an seiner Unterseite (32) eine ebene Auflagefläche (34) aufweist.
33. Lochsegment nach einem der Ansprüche 19 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (22) durch Absägen von einem Strangpressprofil, vorzugsweise aus
Aluminium, hergestellt ist.