[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Membranpresse, die zumindest einen Tragrahmen
aufweist, wobei eine Membran mit ihrem Randbereich über Halteelemente an dem Tragrahmen
festlegbar bzw. von diesem lösbar ist, wobei die Halteelemente derart ausgestaltet
sind, daß an diesen die Membran werkzeugfrei festlegbar und lösbar ist.
[0002] Derartige Membranpressen, insbesondere Laminatoren, sind bekannt.
[0003] Die
DE 30 17 273 offenbart eine Membranformpresse mit einer nach einer Seite hin offenen Druckkammer,
mit einer die offene Seite der Druckkammer bei geöffneter Presse lose überdeckenden
Membran, welche an der Außenseite der Druckkammer festgelegt ist. Die Membranformpresse
weist eine der offenen Seite der Druckkammer gegenüberliegende Gegenplatte und einen
Antrieb zum kraftschlüssigen Aneinanderlegen von Gegenplatte und Druckkammer auf.
Weiter weist die Membranpresse eine Einrichtung zum Beaufschlagen des durch die Membran
und die Druckkammer bei geschlossener Presse begrenzten Arbeitsraumes mit unter Druck
stehendem Strömungsmittel auf. Die Außenseite der Druckkammer trägt eine an der Membran
angreifende Membranspanneinrichtung.
[0004] Die
DE 38 27 497 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Beschichtung von dreidimensionalen Körpern mit einer
Folie, mit einem Tisch zur Aufnahme eines zu beschichtenden Körpers, einem auf den
Körper absenkbaren Druckkissen mit einer Membran, die in einem kastenförmigen, bodenseitig
offenen Träger gehalten ist, und einem unterhalb der Membran angeordneten, dem Umriß
des Körpers mit Abstand folgenden Spannrahmen zum Einspannen der Folie. Der kastenförmige
Träger besteht aus einer beheizbaren Grundplatte und einem senkrecht in Bezug auf
diese verschiebbaren, die Membran haltenden Tragrahmen.
[0005] Die
DE 103 23 772 B3 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur dreidimensionalen Folienbeschichtung
flächiger Werkstücke mit Restfolien. Die Vorrichtung besteht aus einer Presse mit
einem oberen und einem unteren Preßtisch sowie aus einem durch eine eingelegte Teilerleiste
in Arbeitsrahmen und Restrahmen geteilten unteren Rahmen und einem Oberrahmen, der
oberhalb der Restfolie über dem Arbeitsrahmen angeordnet ist. Eine Abdeckmembran liegt
über dem Restrahmen jeweils auf deren Rändern und dem unteren Rahmen auf. Der Oberrahmen
hält die Restfolie und die Abdeckmembran eingespannt. Seitlich der Preßtische ist
die Abdeckmembran angeordnet, die dazwischen bis über die Teilerleiste einführbar
und mit dem freien Rand der Restfolie eine Überlappung bildend ausgeführt ist. Oberhalb
dieser ist im eingeführten Zustand der Abdeckmembran eine verschiebbare Leiste angeordnet,
die den Oberrahmen teilt und die die Überlappung überdeckt, hält und abdichtet.
[0006] Demnach sind Membranhalterungen bekannt, bei denen die Membran an ihrem umlaufenden
Rand durchgehend hinter Klemmleisten eingeklemmt ist, die beispielsweise mit Schrauben
festgelegt sind. Bei einem im Betrieb von Membranpressen oder Laminatoren relativ
häufig fälligen Wechsel der Membran sind hierbei nachteiligerweise umfangreiche Montagearbeiten
mit relativ großem Zeitaufwand nötig, weil entsprechend viele Schraubverbindungen
gelöst und nach dem Herausnehmen der alten Membran und dem Einsetzen der neuen Membran
wieder festgeschraubt werden müssen. Ein solcher Wechsel ist in der Praxis ca. alle
zwei Wochen notwendig.
[0007] Bekannt sind aber auch Membranpressen, die Heizplatten aufweisen, auf denen zu laminierende
Bauteile, beispielsweise Möbelteile, aufliegen. Oberhalb davon ist eine Membran angeordnet,
die an ihren Rändern über Klemmleisten mittels Schraubenklemmen gehaltert ist. Die
Klemmleisten weisen an ihrer Rückseite nach hinten und unten verlaufende Abwinkelungen
auf, mit denen sie über den Tragrahmen gehängt sind. Der Tragrahmen ist vertikal bewegbar,
um die Membran für den Betrieb der Membranpresse zu spannen und für einen Wechsel
der Membran zu entspannen. Nachteiligerweise muß die Membran allerdings außerhalb
der Membranpresse vorkonfektioniert werden, indem die Klemmleisten vorab an der Membran
angebracht werden. Danach muß die Membran einschließlich der an den vier Seiten der
Membran angebrachten Klemmleisten in die Membranpresse eingeführt werden. Dies ist
wegen der großen Flächen und wegen des relativ hohen Gewichts der Membran und der
Klemmleisten relativ schwierig.
[0008] Nachteilig bei dem bekannten Stand der Technik ist weiterhin, daß die Membran an
ihrem Rand Lochungen aufweist, um beispielsweise die Schrauben durch diese Lochungen
hindurchzuführen. Diese Lochungen schwächen die Membran jedoch an ihrem Rand, so daß
die Lochungen häufig Ausgangspunkt von Rissen sind, welche die Membran vollständig
zerstören können.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Membranpresse der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß eine hohe Lebensdauer der Membran erzielt wird
und daß ein Membranwechsel derart einfach durchführbar ist, daß eine erhebliche Zeiteinsparung
erzielt wird.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Membranpresse mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch eine Membranpresse mit den Merkmalen
des Anspruchs 4 gelöst.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Halteelemente wird vorteilhaft erreicht,
daß bei einem fälligen Wechsel der Membran, welcher üblicherweise bzw. in der Praxis
ca. alle zwei Wochen durchgeführt werden muß, oder bei einem ersten Einführen der
Membran in die Membranpresse die Membran werkzeuglos manuell aus den Halteelementen
lösbar ist und auch ohne Benutzung von zusätzlichem Werkzeug wieder festlegbar ist.
Die Membran kann zum Festlegen zunächst frei von den erfindungsgemäßen Halteelementen
in die Membranpresse eingelegt werden. Danach kann dann eine einzelne Bedienungsperson
rundum nach und nach die Halteelemente mit dem Membranrand ohne Werkzeugeinsatz sehr
schnell in Eingriff bringen. Hierdurch wird eine erhebliche Zeiteinsparung erzielt,
bei der sich überraschenderweise gezeigt hat, daß der Membranwechsel mit den erfindungsgemäßen
Halteelementen nur noch etwa ein Viertel der Zeit in Anspruch nimmt wie bei einer
herkömmlichen Halterung mit einer Vielzahl von Schrauben, die mittels zusätzlichem
Werkzeug, beispielsweise einem Schraubenschlüssel, gelöst bzw. angezogen werden müssen.
[0012] Eine erste Weiterbildung der Membranpresse nach dem Anspruch 1 sieht vor, daß die
Halteelemente einen Quersteg aufweisen, an dem beidseitig jeweils ein Klemmsteg angeordnet
ist, wobei im Querschnitt gesehen die Klemmstege mit ihrem freien Ende von dem Quersteg
weg gerichtet schräg aufeinander zu verlaufend orientiert sind, so daß eine zum Quersteg
gegenüberliegende Öffnung gebildet ist, die sich in Richtung zum Quersteg konusartig
erweitert, wobei der Klemmbolzen in einer Klemmlage in der Nähe der freien Enden zwischen
der Membran und einer zur Klemmfläche gegenüberliegenden Anlagefläche angeordnet ist,
so daß die Membran kraftschlüssig festgelegt ist, und wobei der Klemmbolzen aus der
Klemmlage in Richtung zum Quersteg anhebbar ist, so daß die Membran gelöst ist.
[0013] Eine dazu alternative Ausgestaltung sieht vor, daß die Halteelemente einen Quersteg
aufweisen, der an seiner einen Seite unmittelbar mit dem Tragrahmen starr verbunden
ist und an dessen anderer Seite ein Klemmsteg angeordnet ist, wobei im Querschnitt
gesehen der Klemmsteg mit seinem freien Ende in Richtung von dem Quersteg weg schräg
auf eine dem Klemmsteg zugewandte Klemmfläche des Tragrahmens zu verlaufend orientiert
ist, so daß eine zum Quersteg gegenüberliegende Öffnung gebildet ist, die sich in
Richtung zum Quersteg konusartig erweitert, wobei der Klemmbolzen in einer Klemmlage
in der Nähe des freien Endes zwischen der Membran und einer zur Klemmfläche gegenüberliegenden
Anlagefläche angeordnet ist, so daß die Membran kraftschlüssig festgelegt ist, und
wobei der Klemmbolzen aus der Klemmlage in Richtung zum Quersteg anhebbar ist, so
daß die Membran gelöst ist.
[0014] Bei den beiden zuvor genannten vorteilhaften Ausgestaltung kann die Membran mit ihrem
Rand leicht durch die Öffnung in das erfindungsgemäße Halteelement eingeführt werden,
wobei der Klemmbolzen manuell von einer Bedienperson oder allein durch das Einführen
des Membranrandes angehoben wird. Ist die Membran mit ihrem Rand hinreichend weit
in das Halteelement eingeführt, kann die Bedienperson den Klemmbolzen loslassen, so
daß dieser zwischen der Membran und der Anlagefläche an einem der Klemmstege zur Anlage
kommt. Hierdurch wird die Membran kraftschlüssig an der Klemmfläche des dazu gegenüberliegenden
Klemmsteges durch einen Selbstklemmeffekt des Klemmbolzens festgelegt. Die Bedienperson
kann hierbei umlaufend die in einer bevorzugten Ausführung punktuell angreifenden
Halteelemente, soweit die Halteelemente über den Umfang der Membran in Abständen verteilt
angeordnet sind, mit dem Membranrand verbinden. Wird der Tragrahmen entlang einer
Spannrichtung verfahren, bewegt sich der Klemmbolzen weiter in Richtung zur Öffnung,
so daß die Membran kraftschlüssig hinreichend fest von dem Halteelement gehalten wird,
wobei der Selbstklemmeffekt des Klemmbolzens verstärkt wird.
[0015] Zum Lösen der Membran aus dem erfindungsgemäßen Halteelement wird der Tragrahmen
entgegengesetzt verfahren, so daß sich die Membran entspannt. Danach kann die Bedienperson
nun rundum den jeweiligen Klemmbolzen einfach aus der Klemmlage in Richtung zum Quersteg
anheben, so daß die Membran leicht und ohne Benutzung eines zusätzlichen Werkzeugs
aus jedem Halteelement lösbar ist. Dabei kann es zwar vorkommen, daß der Klemmbolzen
in der entspannten Lage der Membran derart festliegt, daß dieser beispielsweise mittels
eines leichten Schlages gelöst werden muß; jedoch ändert das nichts an der Tatsache,
daß eine erhebliche Zeitersparnis erzielt wird, wenn die Membran gewechselt werden
muß, da das Aufbringen eines leichten Schlages nicht so zeitraubend ist, wie es beispielsweise
ein drehendes Lösen von Schrauben ist.
[0016] Für Ausführungen der Membranpresse gemäß dem Anspruch 4 ist zweckmäßig, wenn der
Membranrand gezahnt oder gezackt ausgeführt ist, wobei die einzelnen Zähne bzw. Zacken
an das schnallenartige Halteelement angepaßt sind. Hierbei muß die Bedienperson den
Membranrand bzw. dessen Zähne oder Zacken einfach in das Gurtschloß bzw. das schnallenartige
Element einführen, wobei eine kraftschlüssige Verbindung erreichbar ist.
[0017] Vorteilhafterweise kann bei allen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Halteelemente
auf eine Lochung der Membran an ihrem Rand verzichtet werden, so daß eine Zerstörung
der Membran, die beispielsweise durch von den Lochungen ausgehende Risse hervorgerufen
werden kann, vermieden wird.
[0018] Damit die Membran hinreichend gleichmäßig festgehalten wird, ist es zweckmäßig im
Sinne der Erfindung, wenn die Halteelemente über den Umfang des Randbereiches verteilt
an der Membran angreifen, also quasi eine Halteelementreihe bilden. Selbstverständlich
können die Halteelemente aber auch durchgehend an dem Randbereich der Membran angreifen.
Hierzu kann der Tragrahmen umlaufend durchgehend oder in Abschnitte unterteilt ausgestaltet
sein.
[0019] Um zu erreichen, daß die Halteelemente zumindest zum Verbinden der Membran mit den
Halteelementen flexibel sind, ist für die Ausführungen außer dem Anspruch 3 vorteilhaft
vorgesehen, daß den Halteelementen Aufhängungselemente zugeordnet sind, die zwischen
den Halteelementen und dem Tragrahmen angeordnet sind. Damit wird vorteilhaft erreicht,
daß die Halteelemente in der entspannten Position der Membran nicht starr mit dem
Tragrahmen verbunden sind, sondern dreidimensional beweglich sind, so daß sich eine
noch leichtere Verbindung bzw. Einführung der Membran in die erfindungsgemäßen Halteelemente
ergibt.
[0020] Alternativ oder zusätzlich können den Halteelementen Federelemente zugeordnet sein,
die zwischen dem Halteelement und dem Tragrahmen angeordnet sind. Hiermit wird eine
über den Umfang der Membran gesehen besonders gleichmäßige Einleitung der Spannkraft
in die Membran erreicht. Die Federelemente sind beispielsweise,als Schraubenfedern
ausgestaltet.
[0021] Damit die Membran wirkungsvoll funktionieren kann, muß diese in ihrer Arbeitsposition
derart gespannt sein, daß sie eine glatte Fläche bildet, damit ein hinreichend gutes
Produktionsergebnis der Membranpresse bzw. des Laminators erzielt wird. Zweckmäßig
im Sinne der Erfindung ist daher vorgesehen, daß dem Tragrahmen zumindest ein Verstellmittel
zugeordnet ist, mit dem der Tragrahmen entlang der Spannrichtung verstellbar ist.
Damit kann der Tragrahmen aus einer entspannten Position, in welcher die Membran leicht
mit den Halteelementen verbindbar ist, in eine gespannte Position, in der die Membran
in ihrer Fläche strammgezogen ist, verfahren werden.
[0022] Günstig im Sinne einer einfachen Ausführung ist, wenn das Verstellmittel manuell
betätigbar ist, wobei das Verstellmittel beispielsweise als Spindel ausgeführt sein
kann.
[0023] Zweckmäßig ist alternativ aber auch, wenn das Verstellmittel einen Kraftantrieb aufweist,
wobei das Verstellmittel beispielsweise als Hydraulik- oder Pneumatikzylinder ausgeführt
ist. Auch elektrische Verstellmittel sind denkbar.
[0024] Für die Ausführungen mit Verstellmittel wird weiter vorgeschlagen, daß durch das
Verstellmittel die Membran mit einer vorgebbaren Zugspannung beaufschlagbar ist, so
daß die Membran stetig nachspannbar ist. Damit können in der Praxis mit der Zeit oder
durch hohe Temperaturen auftretende Längungen der Membran selbsttätig ausgeglichen
werden, wodurch immer für eine gewünschte glatte Lage der Membran gesorgt wird. Ist
das Verstellmittel z.B. als Pneumatikzylinder zum Anheben des Tragrahmens ausgestaltet,
kann dieses mit einer durch einen vorgebbaren Pneumatikdruck festlegbaren Vorspannung
in Spannrichtung beaufschlagt werden, wodurch die Membran stetig nachgespannt wird.
[0025] Zur leichteren Verbindung des Randbereiches der Membran mit den jeweiligen Haltelementen
ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Aufhängungselemente, insbesondere mit ihrem Schraubenbolzen,
bevorzugt in einer Längsrichtung des Tragrahmens verschieblich gelagert sind. Hierzu
ist vorteilhaft ein Längsschlitz an einer Unterseite des Tragrahmens vorgesehen, in
den die Aufhängungselemente z.B. durch geöffnete Stirnseiten des Tragrahmens eingeführt
werden können. Zur Höhenverstellung und hinreichenden zugfesten Lagerung des Schraubenbolzens
in dem Tragrahmen weist der Schraubenbolzen kopfseitig eine Mutter auf, der eine Unterlegscheibe
zugeordnet sein kann.
[0026] Der Randbereich der Membran ist in einer Ausgestaltung beispielhaft bezogen auf eine
Horizontalebene senkrecht dazu über die Kanten einer Platte oder eines Rahmens spannbar,
wodurch sich eine vertikale Spannrichtung ergibt. Die Kanten sind zweckmäßig zur Schonung
der Membran abgerundet.
[0027] Zur Reduzierung von Reibungseinflüssen kann der Randbereich der Membran bezogen auf
die Horizontalebene aber auch in einem spitzen Winkel (0<α<90°) spannbar sein, wodurch
sich eine entsprechend schräg verlaufende Spannrichtung ergibt.
[0028] Schließlich kann der Randbereich der Membran bezogen auf die Horizontalebene auch
parallel zur Horizontalebene verlaufend spannbar sein, wodurch schädliche Reibungseinflüsse
auf die Membran vermieden werden.
[0029] Die Erfindung schlägt für die Membranpresse weiter vor, daß unmittelbar über der
Membran eine rahmen- oder plattenförmige Membranstütze angeordnet ist, daß unter der
Membran randseitig umlaufend ein Dichtrahmen angeordnet ist, daß die Membranstütze
mit der Membran einerseits und der Dichtrahmen andererseits in ihrem Abstand relativ
zueinander verstellbar sind und daß die Membranstütze und der Dichtrahmen in einer
Klemmposition gegeneinander verspannbar sind. Auf diese Weise können die Membranstütze
mit der Membran einerseits und der Dichtrahmen andererseits relativ zueinander unter
Einklemmung der Membran festgelegt werden. Zum Nachspannen oder Tauschen der Membran
werden die Membranstütze und der Dichtrahmen aus ihrer Klemmposition auseinanderbewegt.
[0030] In einer Weiterbildung dazu ist vorgesehen, daß als Mittel zum Verspannen von Membranstütze
und Dichtrahmen gegeneinander mehrere über den Umfang der Membranpresse verteilt angeordnete,
vertikale Spannstangen vorgesehen sind, die mit ihrem unteren Ende mit an dem Dichtrahmen
vorgesehenen Haken in lösbaren Eingriff bringbar sind und die mittels je eines an
ihrem oberen Ende vorgesehenen Spannhebels in Vertikalrichtung verstellbar und in
einer Spannstellung festlegbar sind. Auf diese Weise werden eine einfache, aber zuverlässige
Konstruktion und eine einfache Bedienbarkeit erreicht.
[0031] Insgesamt wird somit durch die unterschiedlichen vorteilhaften Ausgestaltungen der
Erfindung eine verbesserte Membranpresse zur Verfügung gestellt, bei der die Membran
werkzeuglos lösbar und festlegbar ist. Damit ist der übliche Membranwechsel, der in
der Praxis z.B. bei einem Laminator ca. alle zwei Wochen durchgeführt werden muß,
in einer wesentlich kürzeren Zeit durchführbar, wobei sich überraschend herausgestellt
hat, daß der Membranwechsel mit den vorstehend beschriebenen Halteelementen nur noch
etwa ein Viertel der Zeit in Anspruch nimmt wie bei einer herkömmlichen Membranhalterung
mit einer Vielzahl von Schrauben.
[0032] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen und der folgenden
Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Membranpresse in einem Querschnitt,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus Figur 1 in einer Seitenansicht mit einer Spindel,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus Figur 1 in einer Seitenansicht mit einem Zylinder,
- Fig. 4
- eine Membranpresse im Querschnitt mit zwischengeschalteten Federelementen,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt aus einer Doppelmembranpresse in einer Seitenansicht mit einer Spindel,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt wie Figur 5 mit einem Zylinder,
- Fig. 7
- eine Doppelmembranpresse in einer Seitenansicht mit zwei Spindeln,
- Fig. 8
- eine Doppelmembranpresse in einer Seitenansicht mit zwei Zylindern,
- Fig. 9
- einen Tragrahmen einer Membranpresse, mit integrierten Halteelementen, in perspektivischer
Ansicht schräg von oben,
- Fig. 10
- eine Membranpresse mit einem Tragrahmen gemäß Fig. 9, im Querschnitt durch einen Randbereich
der Membranpresse,
- Fig. 11
- eine Membranpresse bzw. einen Laminator in einer Seitenansicht mit einer Spindel und
einem weiteren Halteelement,
- Fig. 12
- eine Membranpresse bzw. einen Laminator in einer Seitenansicht mit dem Halteelement
aus Figur 11 und einem Zylinder, und
- Fig. 13
- eine horizontale Einspannung der Membran.
[0033] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, so daß diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0034] Figur 1 zeigt eine Membranpresse 1, die einen Tragrahmen 2 aufweist. Eine Membran
3 ist mit ihrem Randbereich 4 über Halteelemente 6 an dem Tragrahmen 2 festlegbar
bzw. von diesem lösbar. Die Halteelemente 6 sind derart ausgestaltet, daß die Membran
3 werkzeugfrei lösbar bzw. festlegbar ist.
[0035] Der Tragrahmen 2 ist mit Verstellmitteln 7, 8 verbunden, so daß der Tragrahmen 2
entlang einer Spannrichtung (Doppelpfeil 9) verstellbar ist.
[0036] Die Verstellmittel 7, 8 können beispielsweise als Pneumatikzylinder 7 oder als Spindel
8 ausgeführt sein. In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide
Arten Verstellmittel 7, 8, also zum einen die manuell betätigbare Spindel und zum
anderen das Verstellmittel 7 mit einem Kraftantrieb (Pneumatikzylinder) dargestellt.
Selbstverständlich können auch jeweils gleichartige Verstellmittel 7, 8 Verwendung
finden.
[0037] Die Verstellmittel 7, 8 sind in üblicher Weise an einem starren Bauteil 11 der Membranpresse
1 bzw. des Laminators gelagert, so daß eine Wirkstange 12, die entweder als Kolbenstange
oder als Spindelstange ausgestaltet ist, mit einer zur Wirkstange 12 orientierten
Oberfläche 13 des Tragrahmens 2 verbunden ist.
[0038] Der Tragrahmen 2 ist als Hohlbauteil ausgestaltet. An einer zur Oberfläche 13 gegenüberliegenden
Unterseite 14 des Tragrahmens 2 sind Aufhängungselemente 16 angeordnet, die einen
Schraubenbolzen 17 aufweisen, der kopfseitig mit dem Tragrahmen 2 verschraubt ist
oder im Tragrahmen 2 in dessen Längsrichtung verschiebbar geführt ist. Fußseitig weist
jedes Aufhängungselement 16 eine Öse 18 auf, die bevorzugt mit dem Schraubenbolzen
17 verschraubt ist. In der Öse 18 ist ein Ringelement 19 angeordnet. Das Ringelement
19 ist mit dem Halteelement 6 verbunden.
[0039] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Halteelement 6 als Klaue
20 ausgestaltet. Dem Halteelement 6 ist ein Klemmbolzen 21 zugeordnet, so daß die
Membran 3 kraftschlüssig festlegbar ist, wobei die Membran 3 zwischen dem Klemmbolzen
21 und einer Klemmfläche 22 eingeklemmt ist.
[0040] Das Halteelement 6 nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 weist einen Quersteg
23 auf, an dem beidseitig jeweils ein Klemmsteg 24 angeordnet ist. Die Klemmstege
24 sind mit ihrem freien Ende 26 von dem Quersteg 23 im Querschnitt gesehen weg gerichtet
schräg aufeinander zu verlaufend orientiert, so daß eine zu dem Quersteg 23 gegenüberliegende
Öffnung 27 gebildet ist. Die Öffnung 27 erweitert sich in Richtung zum Quersteg 23
konusartig. Der Klemmbolzen 21 ist in einer Klemmlage 28 in der Nähe der freien Enden
26 zwischen der Membran 3 und einer zur Klemmfläche 22 gegenüberliegenden Anlagefläche
29 angeordnet, so daß die Membran 3 kraftschlüssig festgelegt ist. Der Klemmbolzen
21 ist aus der Klemmlage 28 in Richtung zum Quersteg 23 anhebbar, so daß die Membran
3 gelöst ist. Dies ist in Figur 1 mittels zweier separat gezeichneter Haltelemente
dargestellt, denen die Bezugszeichen 31 und 32 zugeordnet sind, wobei das Bezugszeichen
31 eine Klemmlage 28 des Klemmbolzens darstellt und das Bezugszeichen 32 den Klemmbolzen
in seiner aus der Klemmlage 28 angehobenen Lösestellung zeigt.
[0041] Zur Verbindung des Halteelementes 6 mit den jeweiligen Aufhängungselementen 16 ist
dem Quersteg 23 eine gelochte Lasche 33 zugeordnet, durch welche das Ringelement 19
führbar ist, so daß das Ringelement 19 zum einen in der Öse 18 und zum anderen in
der gelochten Lasche 33 eingehängt ist.
[0042] Der Tragrahmen 2 kann als umlaufender Tragrahmen oder als in Abschnitte unterteilter
Tragrahmen ausgestaltet sein.
[0043] Der Figur 2, die eine Seitenansicht der Membranpresse 1 zeigt, ist zu entnehmen,
daß die Halteelemente 6 über den Umfang des Randbereiches 4 der Membran 3 verteilt
an dieser angreifen, so daß die Halteelemente 6 punktuell an der Membran 3 angreifen
und quasi eine Halteelementreihe bilden. Der Figur 2 ist weiter zu entnehmen, daß
die Klemmbolzen 21 die Klemmstege 24 jeweils seitlich etwas überragen. Dadurch, daß
die Klemmbolzen 21 jeweils seitlich über die Klemmstege 24 etwas überstehen, ist der
Klemmbolzen 21 von einer Bedienperson manuell leicht greifbar, so daß der Klemmbolzen
21 aus seiner Klemmlage 28 leicht und werkzeuglos in Richtung zum Quersteg 23 in seine
Lösestellung bewegbar ist. Der Klemmbolzen 21 bewirkt einen Selbstklemmeffekt, wobei
die Membran 3 durch Ziehen, also durch Spannen mittels der Verstellmittel 7, 8, hinreichend
in dem erfindungsgemäßen Halteelement 6 verklemmt ist.
[0044] Weiter ist der Figur 2 zu entnehmen, daß die Ringelemente 19 in der Seitenansicht
gesehen konusförmig derart ausgestaltet sind, daß diese sich von der gelochten Lasche
33 in Richtung zur Öse 18 etwas erweitern.
[0045] In Figur 2 ist als Verstellmittel 8 eine Spindel vorgesehen, wobei in Figur 3 als
Verstellmittel ein Pneumatikzylinder 7 vorgesehen ist. Ansonsten entspricht Figur
3 der Figur 2.
[0046] In Figur 4 ist die Membranpresse 1 aus Figur 1 dargestellt, wobei hier im Unterschied
zu Figur 1 anstelle der Ringelemente 19 zwischen der Öse 18 und der gelochten Lasche
33 Federelemente 34 vorgesehen sind, die bevorzugt als Schraubenfeder ausgestaltet
sind. Die Federelemente 34 bewirken einen Kräfteausgleich zwischen den Halteelementen
6 und dem Tragrahmen 2.
[0047] Es ist auch möglich, die Membranpresse 1 mit einer zweiten Membran 36 auszustatten,
so daß eine Doppelmembran gebildet ist. Eine derartige Ausgestaltung ist in den Figuren
5 bis 8 dargestellt.
[0048] In dem in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Doppelmembran
jeweils in einer den beiden Membranen 3 bzw. 36 separat zugeordneten Halteelementreihe
eingeklemmt, die jeweils mit einem separat zugeordneten Tragrahmen 2 über die Aufhängungselemente
16 verbunden sind. Zudem ist den beiden separaten Tragrahmen 2 ein gemeinsames Verstellmittel
7 bzw. 8 zugeordnet.
[0049] In Figur 5 ist das Verstellmittel 8 als Spindel ausgestaltet, wobei das Verstellmittel
7 in Figur 6 als Pneumatikzylinder ausgeführt ist. Das jeweilige Verstellmittel 7
bzw. 8 wirkt gleichzeitig auf beide Membranen 3, 36 bzw. auf den jeweiligen Tragrahmen
2 ein, so daß beide Membranen 3, 36 gemeinsam gespannt bzw. entspannt werden.
[0050] Bei dem in den Figuren 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist den jeweiligen
Tragrahmen 2 auch jeweils ein separates Verstellmittel 7, 8 zugeordnet, welches entsprechend
als Spindel 8 (Figur 7) oder als Pneumatikzylinder 7 (Figur 8) ausgestaltet ist. Somit
sind die jeweiligen Tragrahmen 2 auch separat vertikal verstellbar und somit die beiden
Membranen 3, 36 separat spannbar.
[0051] Denkbar ist auch, daß die beiden Membranen 3 bzw. 36 mit ihrem jeweiligen Randbereich
4 jeweils in einem gemeinsamen Halteelement 6 bzw. einer einzigen Haltelementreihe
kraftschlüssig geklemmt sind, so daß dann auch nur ein Tragrahmen 2 erforderlich ist.
[0052] Zum Einspannen der Membran 3 bzw. 36 in das bzw. die Haltelemente 6 wird der Randbereich
4 in die Öffnung 27 eingeführt, wobei der Klemmbolzen 21 angehoben wird. Dies ist
dem Haltelement 6 in der mit dem Bezugszeichen 32 befindlichen Lage entnehmbar (Figur
1). Nach einer genügenden Einführung des Randbereiches 4 wird der Klemmbolzen losgelassen
und fällt in die Klemmlage 28. Dies ist dem Haltelement 6 in der mit dem Bezugszeichen
31 befindlichen Lage entnehmbar (Figur 1). Der Klemmbolzen 21 klemmt die Membran 3
kraftschlüssig fest, wobei ein Selbstklemmeffekt des Klemmbolzens 21 erzeugt wird.
Die Bedienperson kann also in einfacher Weise die Membran 3 über die Halteelemente
6 mit dem Tragrahmen 2 verbinden, ohne zusätzliches Werkzeug zu benutzen. Selbstverständlich
wird die kraftschlüssige Einklemmung der Membran 3 rundum in allen Halteelementen
6 der Halteelementreihe(n) durch die Bedienpersonperson hergestellt, was relativ schnell
möglich ist, da eben keine Werkzeuge verwendet werden müssen oder zeitintensive Schraubverbindungen
hergestellt werden müssen.
[0053] Die Verstellmittel 7 bzw. 8 bewirken nach dem Festklemmen der Membran 3 ein vertikales
Verfahren (Doppelpfeil 9) des Tragrahmens 2, also ein Spannen der Membran 3 entlang
der Spannrichtung 9. Hierdurch wird der Selbstklemmeffekt des Klemmbolzens 21 verstärkt.
Die Membran 3 ist somit für ihr Spannen hinreichend sicher gehalten.
[0054] Zum Lösen der kraftschlüssigen Verbindung wird die Membran 3 entspannt, indem der
Tragrahmen 2 vertikal nach unten verfahren wird. Durch Anheben des bzw. der Klemmbolzen
21 wird die kraftschlüssige Klemmverbindung aufgehoben, so daß die Membran 3 rundum
nach und nach aus den Haltelementen 6 lösbar ist. Auch dies geschieht in relativ kurzer
Zeit, da keine Schraubverbindungen gelöst werden müssen und kein zusätzliches Werkzeug
verwendet werden muß.
[0055] Die Figur 9 zeigt als Einzelteil einer Membranpresse einen Tragrahmen 2 in einer
perspektivischen Ansicht schräg von oben. Dieser Tragrahmen 2 besitzt, im Unterschied
zu den vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen, integrierte Halteelemente 6. Diese
Halteelemente 6 sind im Prinzip hinsichtlich ihrer Funktion ebenso ausgeführt wie
die zuvor anhand der Figur 1 erläuterten Halteelemente 6, wobei aber bei der Ausführung
gemäß Figur 9 eine der Klemmflächen der Haltelemente 6 unmittelbar durch jeweils die
nach außen weisende Fläche des in seinem Grundriß rechteckigen Tragrahmen 2 gebildet
wird.
[0056] Wie die Figur 9 weiter zeigt, sind hier die Halteelemente 6 in einem dichten Abstand
zueinander angeordnet, wodurch die zu halternde Membran, die hier nicht dargestellt
ist, an einer Vielzahl von Stellen über ihren Membranrand praktisch ohne nennenswerte
Unterbrechungen klemmend gehaltert werden kann.
[0057] Außerdem besitzt der Tragrahmen 2 gemäß Figur 9 von seiner Oberseite nach oben vorragende
Verstellmittel 8 in Form von Gewindespindeln, die zur Höhenverstellung des Tragrahmens
2 und damit zum Spannen und Entspannen der daran gehalterten Membran dienen.
[0058] Figur 10 zeigt einen Querschnitt durch den Randbereich einer Membranpresse, die mit
einem Tragrahmen 2 gemäß Figur 9 ausgestattet ist.
[0059] Der Tragrahmen 2 ist hier deutlich sichtbar unmittelbar mit den Haltelementen 6,
von denen hier in der Schnittdarstellung nur eines sichtbar ist, verbunden. Das Halteelement
6 besitzt hier einen Klemmsteg 24, der im Abstand zu einer nach außen, d. h. zum Klemmsteg
24 hin weisenden Klemmfläche 25 des Tragprofils 2 verläuft. Am oberen Ende geht der
Klemmsteg 24 einstückig in einen Quersteg 23 über, der seinerseits mit seinem Ende
mit dem Tragrahmen 2 starr verbunden, hier verschweißt, ist.
[0060] Im Inneren des sich keilförmig nach unten verengenden Raumes zwischen dem Klemmsteg
24 einerseits und der Klemmfläche 25 andererseits ist auch hier ein Klemmbolzen 21
angeordnet, dessen Durchmesser größer ist als das freie Durchgangsmaß der unterseitig
Öffnung 27 nahe dem unteren freien Ende 26 des Klemmsteges 24. Zwischen der Klemmfläche
25 und dem Klemmbolzen 21 ist hier der Randbereich 4 der Membran 3 klemmend gehaltert.
Dabei wird der Klemmbolzen 21 durch sein Eigengewicht in der Klemmstellung gehalten.
Bei Ausübung einer Zugkraft auf die Membran 4 verstärkt sich der Klemmeffekt durch
eine Selbstklemmwirkung noch.
[0061] Zur Erzeugung einer Spannkraft für die Membran 3 dient das Verstellmittel 8, das
in Form einer Gewindespindel ausgeführt ist. Das spindelförmige Verstellmittel 8 verläuft
von oben kommend durch das Tragprofil 2 hindurch. Mit der Unterseite des Tragprofils
2 ist eine Gewindemutter 10 verdrehfest verbunden, zweckmäßig verschweißt. Am oberen
Ende des Verstellmittels 8, das oberhalb eines plattenförmigen starren Bauteils 11
der Membranpresse 1 liegt, ist ein Sechskant 15 verdrehfest angebracht, dessen Durchmesser
so groß ist, daß er im Unterschied zum spindelförmigen Verstellmittel 8 nicht durch
das starre Bauteil 11 hindurchpaßt. Durch Verdrehen dieses Sechskants 15 wird das
spindelförmige Verstellmittel 8 verdreht, wodurch sich im Zusammenwirken mit der Gewindemutter
10 entsprechend der Drehrichtung entweder eine Bewegung des Tragrahmens 2 nach oben
oder eine Bewegung des Tragrahmens 2 nach unten und damit verbunden ein Spannen oder
ein Entspannen der Membran 3 ergibt.
[0062] Die Rückseite der Membran 3, die in der Figur 10 nach oben weist, ist mit einer rahmen-
oder plattenförmigen Membranstütze 5 hinterlegt.
[0063] Unterhalb der Membranstütze 5 und der Membran 3 liegt in Figur 10 mit Abstand ein
Dichtrahmen 90. Am äußeren Rand des Dichtrahmens 90, bei dem Ausschnitt gemäß Figur
10 links, sind in Umfangsrichtung der Membranpresse 1 gesehen in Abständen zueinander
mehrere Haken 92 angebracht, die mit je einer Spannstange 93 zusammenwirken, von denen
jeweils nur eine bzw. einer sichtbar ist. Die Spannstange 93 verläuft außen, gemäß
Figur 10 links von dem Tragprofil 2 und den Halteelementen 6.
[0064] In einer abgesenkten Stellung der Spannstange 93 kann deren unteres Ende in Eingriff
mit dem zugehörigen Haken 92 gebracht werden. Die Verstellung der Spannstang 23 erfolgt
über einen Spannhebel 94, der an dem starren Bauteil 11 der Membranpresse 1 gelagert
ist und der zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung, die hier gezeigt
ist, verschwenkbar ist. Zum Absenken der Spannstange 93 wird der Spannhebel 94 entgegen
dem Uhrzeigersinn um etwa 180° oder noch mehr verschwenkt, wodurch das untere Ende
der Spannstange 93 soweit abgesenkt wird, daß es in Eingriff mit dem zugehörigen Haken
92 gebracht werden kann. Durch Verschwenken des Spannhebels 94 im Uhrzeigersinn bis
in die in Figur 10 gezeigte Spannstellung wird die Spannstange 93 und mit dieser zusammen
über den Haken 92 mitgenommen der Dichtrahmen 90 nach oben bewegt und in Anlage an
die Unterseite der Membran 3 gebracht. In dieser Stellung ist die Membran 3 zwischen
der Membranstütze 5 und dem Dichtrahmen 90 eingeklemmt. Zum Nachspannen oder Auswechseln
der Membran 3 wird die Klemmung gelöst, indem die Spannhebel 94 in Lösestellung verschwenkt
werden.
[0065] Die Anzahl der über den Umfang der Membranpresse 1 verteilt angeordneten Spannstangen
93 und Spannhebel 94 richtet sich nach der Größe, insbesondere nach dem Umfang, der
Membranpresse 1 und nach den aufzubringenden Spannkräften. Je größer die aufzubringenden
Spannkräfte sind, desto mehr Spannstangen 93 und Spannhebel 94 werden zweckmäßig eingesetzt,
wobei dann zweckmäßig auch deren Abstand zueinander kleiner wird.
[0066] In den Figuren 11 und 12 ist eine weitere Ausführungsform der Halteelemente 6 dargestellt,
die hier schnallenartig ausgestaltet sind. Die Halteelemente 6 können beispielsweise
in der Art eines Gurtschlosses 51 ausgestaltet sein. Die in den Figuren 11 und 12
dargestellten Haltelemente 6 können auch als Klemmschloß oder Federklammer oder Schiebestegschloß
oder Exzenterschloß oder Gurtklemme ausgeführt sein. Die Gurtschlösser 51 sind über
den Umfang der Membran 3 in Abständen verteilt angeordnet und direkt mit dem Tragrahmen
2 verbunden. Bei dieser vorteilhaften Ausgestaltung der Halteelemente 6 als Gurtschloß
51 ist es zweckmäßig, wenn die Membran 3 an ihrem Randbereich 4 zahnartig bzw. gezackt
ausgestaltet ist, so daß an jeweils einem Zahn oder Zacken des Randbereiches 4 eine
kraftschlüssige Verbindung mit dem Gurtschloss 51 herstellbar ist.
[0067] Die Ausführungsbeispiele in den Figuren 11 und 12 sind im wesentlichen zueinander
identisch, wobei lediglich wiederum unterschiedliche Verstellmittel 7 bzw. 8 dargestellt
sind. Dabei ist in Figur 11 das Verstellmittel 8 als Spindel ausgestaltet, während
das Verstellmittel 7 in Figur 12 als Pneumatikzylinder ausgeführt ist.
[0068] In den Figuren 1 bis 12 ist der Randbereich 4 der Membran 3 bezogen auf eine Horizontalebene
X (Figur 1) senkrecht dazu spannbar, wodurch sich eine entsprechende Spannrichtung
9 in vertikaler Richtung ergibt.
[0069] In Figur 13 dagegen ist der Randbereich 4 der Membran 3 parallel zur Horizontalachse
X verlaufend spannbar, wodurch sich eine entsprechende Spannrichtung 9 in Horizontalrichtung
X ergibt. Der Tragrahmen 2 ist hier in wenigstens vier Teile unterteilt, die je einer
Seite der Membranpresse 3 zugeordnet sind und die jeweils in Richtung nach außen,
also von der Membranpresse 1 weg, zum Spannen der Membran 3 verstellbar sind.
[0070] Allen vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß die Membran 3 an
ihrem Randbereich 4 werkzeuglos mit dem Tragrahmen 2 verbindbar ist und ebenso werkzeuglos
von diesem lösbar ist. Hierzu kann eine Bedienperson die Halteelemente aufeinander
folgend betätigen, wobei sich eine erhebliche Zeiteinsparung ergibt. Außerdem wird
die Membran 3 schonend gehalten und erreicht so eine hohe Lebensdauer.
1. Membranpresse, die zumindest einen Tragrahmen (2) aufweist, wobei eine Membran (3)
mit ihrem Randbereich (4) über Halteelemente (6; 20, 51) an dem Tragrahmen (2) festlegbar
und von diesem lösbar ist, wobei die Halteelemente (6; 20, 51) derart ausgestaltet
sind, daß an diesen die Membran (3) werkzeugfrei festlegbar und lösbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteelemente (6, 20) klauenartig mit zwei Klemmflächen (22, 25) ausgestaltet
sind, denen ein Klemmbolzen (21) zugeordnet ist, so daß die Membran (3) kraftschlüssig
festlegbar ist, wobei die Membran (3) zwischen dem Klemmbolzen (21) und einer der
Klemmflächen (22, 25) einklemmbar ist.
2. Membranpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente (6; 20) einen Quersteg (23) aufweisen, an dem beidseitig jeweils
ein Klemmsteg (24) angeordnet ist, wobei im Querschnitt gesehen die Klemmstege (24)
mit ihrem freien Ende (26) von dem Quersteg (23) weg gerichtet schräg aufeinander
zu verlaufend orientiert sind, so daß eine zum Quersteg (23) gegenüberliegende Öffnung
(27) gebildet ist, die sich in Richtung zum Quersteg (23) konusartig erweitert, wobei
der Klemmbolzen (21) in einer Klemmlage (28) in der Nähe der freien Enden (26) zwischen
der Membran (3) und einer zur Klemmfläche (22) gegenüberliegenden Anlagefläche (29)
angeordnet ist, so daß die Membran (3) kraftschlüssig festgelegt ist, und wobei der
Klemmbolzen (21) aus der Klemmlage (28) in Richtung zum Quersteg (23) anhebbar ist,
so daß die Membran (3) gelöst ist.
3. Membranpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente (6; 20) einen Quersteg (23) aufweisen, der an seiner einen Seite
unmittelbar mit dem Tragrahmen (2) starr verbunden ist und an dessen anderer Seite
ein Klemmsteg (24) angeordnet ist, wobei im Querschnitt gesehen der Klemmsteg (24)
mit seinem freien Ende (26) in Richtung von dem Quersteg (23) weg schräg auf eine
dem Klemmsteg (24) zugewandte Klemmfläche (25) des Tragrahmens (2) zu verlaufend orientiert
ist, so daß eine zum Quersteg (23) gegenüberliegende Öffnung (27) gebildet ist, die
sich in Richtung zum Quersteg (23) konusartig erweitert, wobei der Klemmbolzen (21)
in einer Klemmlage (28) in der Nähe des freien Endes (26) zwischen der Membran (3)
und einer zur Klemmfläche (25) gegenüberliegenden Anlagefläche (29) angeordnet ist,
so daß die Membran (3) kraftschlüssig festgelegt ist, und wobei der Klemmbolzen (21)
aus der Klemmlage (28) in Richtung zum Quersteg (23) anhebbar ist, so daß die Membran
(3) gelöst ist.
4. Membranpresse (1), die zumindest einen Tragrahmen (2) aufweist, wobei eine Membran
(3) mit ihrem Randbereich (4) über Halteelemente (6; 20, 51) an dem Tragrahmen (2)
festlegbar und von diesem lösbar ist, wobei die Halteelemente (6; 20, 51) derart ausgestaltet
sind, daß an diesen die Membran (3) werkzeugfrei festlegbar und lösbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (6; 51) schnallenartig in der Art eines Gurtschlosses, oder eines
Klemmschlosses oder einer Federklammer oder eines Schiebestegschlosses oder eines
Exzenterschlosses oder einer Gurtklemme ausgestaltet ist.
5. Membranpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente (6; 20, 51) über den Umfang des Randbereiches (4) verteilt an der
Membran (3) angreifen.
6. Membranpresse nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Halteelementen (6; 20, 51) Aufhängungselemente (16) zugeordnet sind, die zwischen
den Halteelementen (6; 20, 51) und dem Tragrahmen (2) angeordnet sind.
7. Membranpresse nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den Halteelementen (6; 20, 51) Federelemente (34) zugeordnet sind, die zwischen dem
Halteelement (6; 20, 51) und dem Tragrahmen (2) angeordnet sind.
8. Membranpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Tragrahmen (2) zumindest ein Verstellmittel (7, 8) zugeordnet ist, mit dem der
Tragrahmen (2) entlang einer Spannrichtung (9) verstellbar ist.
9. Membranpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellmittel (8) manuell betätigbar ist.
10. Membranpresse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellmittel (7) einen Kraftantrieb aufweist.
11. Membranpresse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellmittel (7) einen hydraulischen oder pneumatischen Kraftantrieb aufweist.
12. Membranpresse nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Verstellmittel (7) die Membran (3) mit einer vorgebbaren Zugspannung beaufschlagbar
ist, so daß die Membran (3) stetig nachspannbar ist.
13. Membranpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Aufhängungselemente (16) in einer Längsrichtung des Tragahmens (2) in oder an diesem
verschieblich gelagert sind.
14. Membranpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (3) mit ihrem Randbereich (4) bezogen auf eine Horizontalebene (X) senkrecht
dazu spannbar ist.
15. Membranpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (3) mit ihrem Randbereich (4) bezogen auf eine Horizontalebene (X) in
einem spitzen Winkel (o<α<90°) spannbar ist.
16. Membranpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (3) mit ihrem Randbereich (4) bezogen auf eine Horizontalebene (X) parallel
zu dieser spannbar ist.
17. Membranpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar über der Membran (3) eine rahmen- oder plattenförmige Membranstütze (5)
angeordnet ist, daß unter der Membran (3) randseitig umlaufend ein Dichtrahmen (90)
angeordnet ist, daß die Membranstütze (5) mit der Membran (3) einerseits und der Dichtrahmen
(90) andererseits in ihrem Abstand relativ zueinander verstellbar sind und daß die
Membranstütze (5) und der Dichtrahmen (90) in einer Klemmposition gegeneinander verspannbar
sind.
18. Membranpresse nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zum Verspannen von Membranstütze (5) und Dichtrahmen (90) gegeneinander
mehrere über den Umfang der Membranpresse (1) verteilt angeordnete, vertikale Spannstangen
(93) vorgesehen sind, die mit ihrem unteren Ende mit an dem Dichtrahmen (90) vorgesehenen
Haken (92) in lösbaren Eingriff bringbar sind und die mittels je eines an ihrem oberen
Ende vorgesehenen Spannhebels (94) in Vertikalrichtung verstellbar und in einer Spannstellung
festlegbar sind.