[0001] Die Anmeldung betrifft eine Dichteinrichtung mit einem Dichtstreifen zur abdichtenden
Überbrückung eines Spaltes zwischen einem in eine Laibung eines Gebäudes einsetzbaren
Rahmen und der Laibung, wobei der Dichtstreifen entlang eines ersten in der Längserstreckung
desselben verlaufenden Randbereichs mit der Laibung verbindbar ist und entlang eines
gegenüberliegenden zweiten Randbereichs ein Einsteckprofil zum Verbinden mit dem Rahmen
aufweist, welches Einsteckprofil ein Einsteckteil zum verrastenden Einstecken in einer
entsprechend ausgebildeten Einstecknut am Rahmen umfaßt.
[0002] Aus Wärmeschutzgründen ist es erforderlich, einen in eine Laibung eines Gebäudes
eingesetzten Rahmen, zum Beispiel einen Fenster- oder Türrahmen, gegenüber der Laibung
abzudichten. Dazu wird die vorgenannte Dichteinrichtung verwandt. Derartige Dichteinrichtungen
werden umlaufend um den Rahmen angeordnet und zum einen mit dem Rahmen und zum anderen
mit der Laibung verbunden, so daß die zwischen Rahmen und Laibung ausgebildete Fuge
von der Dichteinrichtung überdeckt und somit abgedichtet wird.
[0003] Dichteinrichtungen zur abdichtenden Überbrückung eines Spaltes zwischen einem in
eine Laibung eines Gebäudes einsetzbaren Rahmen und der Laibung sind seit langem bekannt.
Beispielsweise offenbaren die
DE 297 15 660 U1 und
DE 296 05 456 U1 derartige Dichteinrichtungen.
[0004] Eine Dichteinrichtung, die mittelt eines Einsteckprofils am Rahmen befestigt wird,
ist aus der
DE 198 01 865 A1 bekannt. Eine weitere Dichteinrichtung beschreibt die
DE 201 17 273 U1.
[0005] Eine gattungsmäßige Dichteinrichtung, von welcher die Erfindung ausgeht, ist in der
EP 1 471 202 A2 beschrieben. Auch hier erfolgt die Festlegung der Dichteinrichtung am Rahmen mittels
eines Einsteckteils durch Einstecken in eine hierfür vorgesehene umlaufende Nut am
Rahmen und die Befestigung an der Laibung mittels eines Klebstreifens, wobei sowohl
der Klebestreifen als auch das Einsteckteil jeweils an einander gegenüberliegenden
Randbereichen des Dichtstreifens ausgebildet sind.
[0006] Allen oben beschriebenen Dichteinrichtungen ist allerdings gemein, daß das Einsteckprofil
mit dem Dichtstreifen mittels eines Klebstoffs verbunden ist. Meistens handelt es
sich dabei um einen Klebstoff auf Butylbasis.
[0007] Die Verwendung derartiger Klebstoffe ist aus verschiedenen Gründen unerwünscht. Zum
einen ist das Auftragen des Klebstoffs zeitraubend und gleichzeitig muß darauf geachtet
werden, daß die miteinander zu verklebenden Teile rasch zusammengefügt werden, damit
der Klebstoff auch noch die Verbindung herstellen kann. Hinzu kommt, das alle derartigen
Klebstoffe Lösungsmittel enthalten, die bei der Verarbeitung des Klebstoffs in nicht
unerheblichem Maße austreten und die mit der Herstellung der Klebverbindung beschäftigten
Personen gefährden können.
[0008] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Dichteinrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die mit technisch einfachen Mitteln stets eine sichere Verbindung
zwischen dem Dichtstreifen und dem Einsteckprofil gewährleistet und trotzdem frei
von den im Stand der Technik bekannten Problemen ist.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer Dichteinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Dichtstreifen klebstofffrei mit dem Einsteckprofil verbunden
ist.
[0010] Der Kern der Erfindung besteht darin, bei der Herstellung der gewünschten Verbindung
zwischen dem Dichtstreifen und dem Einsteckprofil, die Temperaturabhängigkeit der
Aggregatzustände der Teile so auszunutzen, daß durch entsprechende Wärmeausnutzung
eine klebstofffreie Verbindung hergestellt werden kann.
[0011] Eine Möglichkeit der Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung besteht darin,
daß der Dichtstreifen mit dem Einsteckprofil verschweißt ist.
[0012] Dabei ist es möglich, daß der Dichtstreifen auf der dem Einsteckteil entgegengesetzten
Seite des Einsteckprofils mit dem Einsteckprofil verschweißt ist.
[0013] Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Dichtstreifen mit dem Einsteckprofil
auf der Seite des Einsteckteils mit dem Einsteckprofil verschweißt ist. selbstverständlich
können auch auf beiden Seiten die Schweißvorgänge durchgeführt werden.
[0014] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Einsteckprofil ein Extrusionsteil
ist und während oder nach dessen Extrusion mit dem Dichtstreifen verbunden worden
ist.
[0015] Eine weitere Art der klebstofffreien Befestigung besteht darin, das Aufnahmeteil
eine Nut zur Aufnahme einer Wulst zur klemmenden Haftung des zwischen Nut und Wulst
angeordneten Dichtstreifens aufweist.
[0016] Dabei ist es möglich, der Dichtstreifen nach der Extrusion des Einsteckprofils, aber
vor der Extrusion der Wulst in die Nut einbringbar ist.
[0017] Ferner ist es vorgesehen, daß das Einsteckprofil einstückig mit dem Einsteckteil
und Aufnahmeteil aus einem thermoplastischem Kunststoff oder gummiartigen Material
hergestellt ist.
[0018] Damit die Einbringung des Einsteckteils vereinfacht ist, ist es vorteilhaft, wenn
bei Planlage des Dichtstreifens das Einsteckteil gegenüber dem Dichtstreifen rechtwinklig
von einer Seite desselben absteht. Bei dieser Planlage des Dichtstreifens steht das
Einsteckteil gegenüber dem Dichtstreifen rechtwinklig von einer Seite desselben ab
und kann von daher die üblicherweise am Rahmen von Fenstern oder Türen vorhandene
außenseitige Einstecknut eingesetzt und dort verrastend befestigt werden.
[0019] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der erste Randbereich einen Klebestreifen
zum Verbindung mit der Laibung aufweist oder über eine an der Laibung aufgetragene
Formmasse mit der Laibung verbindbar ist.
[0020] Um auch am gegenüberliegenden Randbereich des Dichtstreifens, welcher nicht im Aufnahmeteil
des Einsteckprofils aufgenommen wird, eine Verstärkung und ggfs. Versteifung zwecks
leichterer Verlegung erzielen zu können sowie auch in diesem Randbereich die Verletzungsgefahr
durch vorstehende Enden eines Gittergeleges des Dichtstreifens zu mindern, sieht eine
Weiterbildung der Erfindung vor, daß der erste Randbereich doppellagig umgefalzt ausgebildet
ist und der Klebestreifen im Bereich der doppellagigen Umfalzung aufgebracht ist.
[0021] Der an diesem Randbereich durch die Umfalzung doppelt liegende Dichtstreifen ist
wesentlich steifer und kann von daher durch plastische Verformung dauerhaft an den
Verlauf der Laibung angedrückt und hier mittels des Klebestreifens oder der Formmasse
angeklebt werden.
[0022] Dabei ist es bei einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, die Formmasse in einem
Schlauch angeordnet ist.
[0023] Je nach Anwendungsfall der erfindungsmäßen Dichteinrichtung, zum Beispiel auf der
Innen- oder Außenseite eines Fensterrahmens, kann der Dichtstreifen aus einer mehrschichtigen
Verbundbahn bestehen, welche stets wasserdicht und winddicht, jedoch wahlweise dampfdiffusionsoffen
oder dampfdiffusionsdicht ausgebildet ist.
[0024] Des weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Verbundbahn eine zwischen zwei Schichten
aus Vliesen auf Basis thermoplastischer Kunststoffe angeordnete und haftfest mit diesen
verbundene Mittelschicht aus einer kompakten Folie aufweist. Diese Mittelschicht verleiht
je nach Anwendungsfall der solchermaßen ausgebildeten Verbundbahn die wahlweise dampfdiffusionsoffene
oder dampfdiffusionsdichte Eigenschaft bei gleichzeitiger Wasser- und Winddichtigkeit.
[0025] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Verbundbahn zumindest bereichsweise mit einer
plastisch verformbaren Schicht ausgerüstet ist. Dadurch kann sie sich besonders einfach
an den jeweiligen Verlauf der Laibung und/oder des Rahmens anpassen und verbleibt
in der einmal gegebenen Form dauerhaft.
[0026] Dazu ist es möglich, daß die plastisch verformbare Schicht aus einem plastisch verformbaren
Metall in Form einer Folie, eines Gewebes, Geleges, Gewirkes, Drähten oder dergleichen
gebildet ist.
[0027] Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn die plastisch verformbare Schicht aus einem
nachträglich glattgewalztem Streckmetall besteht. Dadurch ist es möglich, noch besser
Unebenheiten an der Laibung folgen zu können, ohne große Andruckkräfte dafür aufwenden
zu müssen. Des weiteren sind aufgrund der "festen" Kreuzungspunkte auch große Maschenweiten
möglich. Dies führt zu einer großen Gewichtsreduzierung und auch zu einer Reduzierung
der Materialkosten. Schließlich wird durch das nachträgliche Glattwalzen sichergestellt,
daß die Metalloberflächen des Gitters keine scharfen Kanten mehr aufweisen, die zu
einer Zerstörung der Verbundbahnschichten führen könnten. Eine weitere Besonderheit
des Streckmetalls besteht darin, daß sich das plastisch verformbare Streckmetall nahezu
zu 100% an das Mauerwerk anpaßt, wenn es angedrückt wird.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die plastisch verformbare
Schicht aus einem plastisch verformbaren Kunststoff in Form einer Folie, eines Flächengebildes
oder Kunststoffdrähten gebildet ist. Auch ist es dabei möglich, daß die plastisch
verformbare Schicht vollflächig auf einer die Mittelschicht abdeckenden Schicht aus
einem Vlies aufgebracht ist.
[0029] Gemäß dem Leitfaden zur Montage der RAL-Gütegemeinschaften für Fenster und Haustüren
soll die Abdichtung eines Elementes nach außen winddicht und schlagregendicht aber
diffusionsoffen, nach innen luftdicht bzw. diffusionsdicht ausgeführt werden. Es ist
daher vorteilhaft, wenn bei dem zweiten Randbereich ein diffusionsoffener Außendichtstreifen
angeordnet ist. Es sind also zum FMD-Dichtungen einsetzbar.
[0030] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, das Einsteckteil hakenförmig ausgebildet
ist.
[0031] Damit eine bessere Abdichtmöglichkeit besteht, ist es vorteilhaft wenn, der bei dem
Aufnahmeteil angeordnete und zu der Einstecknut weisende Bereich mit einer Dichtung
versehen ist.
[0032] Für einen guten Halt ist es vorteilhaft, wenn der Endabschnitt des hakenförmigen
Einsteckteils von einem Klemmfuß gebildet ist, der aus Hart-Kunststoff oder aus weich-Kunststoff
bestehen kann. Der Klemmfuß kann daher entweder starkes Rasten unterstützen, oder
aber zusätzlich auch abdichtend wirken.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gegeben, daß der Endabschnitt
des hakenförmigen Einsteckteils mit zur Einstecknut gerichteten Rippen versehen ist.
Dies verhindert ein eventuelles Herausrutschen des Klemmfußes aus der Blendrahmennut,
was z.B. auftreten kann, wenn kein Hinterschnitt in der Nut vorhanden ist. Die Rippen
können dann einer gewißen Einrastung dienen.
[0034] Dabei ist es vorteilhaft wenn, die Rippen alternierend unterschiedliche Höhen aufweisen.
Dabei ist es möglich, das beim Herausrutschen die langen Rippen kippen und die kurzen
Rippen gegen die Wandung der Nut drücken. Wodurch das Herausrutschen des Einsteckprofils
verhindert wird. Schließlich könnten noch die Enden der Rippen gezackt ausgebildet
sein.
[0035] Um beim Verputzen zu verhindern, daß die Blendrahmen verschmutzt werden, ist es vorteilhaft
wenn, das Einsteckprofil mit einer futzkante versehen ist, die im Montagezustand etwas
über die Blendrahmenkante hinausragt. Da diese Putzkante leicht über die Blendrahmenkante
hinausragt, bildet sie eine Art "Anschlag" für den Verputzer. Des weiteren gewährleistet
die Putzkante einen exakten lot- und fluchtgerechten Putzabschluß.
[0036] Um dem Montagepersonal beim Einbau des Rahmens mit der Dichteinrichtung Hilfestellung
dahingehend zu leisten, welche Seite nach außen zur Umgebung und welche Seite nach
innen weisen soll, ist es vorteilhaft, wenn er blau oder rot eingefärbt ist. Dabei
ist es vorgesehen, die blaue Farbe nach außen zur Umgebung weisen zu lassen, wohingehend
die rote Farbe nach innen zum warmen Bereich gerichtet sein soll.
[0037] Da die Dichteinrichtung oftmals eine plastisch verformbare Schicht aus einem metallischen
Drahtgewebe aufweist, dessen Enden im Randbereichs des Dichtstreifens unter Umständen
scharfkantig hervorstehen können, ist es zur Verringerung des Verletzungsrisikos des
Montagepersonals vorteilhaft, wenn das Einsteckteil ein im Querschnitt betrachtet
U-förmiges Aufnahmeteil aufweist, in welchem der Randbereich des Dichtstreifens unter
randseitiger Umfassung aufgenommen ist, oder im Querschnitt L-förmig ausgebildet ist,
wobei der kürzere Schenkel an dem zweiten Rand anliegt.
[0038] Ferner kann die plastisch verformbare Schicht der verbundbahn darüber hinaus mit
einer Abdeckschicht aus einem Vlies auf Basis thermoplastischer Kunststoffe außenseitig
abgedeckt und haftfest mit dieser verbunden sein.
[0039] Im letztgenannten Fall umfaßt der erfindungsgemäße Dichtstreifen folglich eine Verbundbahn
aus insgesamt fünf Schichten, nämlich einer zwischen zwei Vlies-Schichten angeordneten
Schicht aus einer kompakten Folie, einer plastischen verformbaren Schicht, die auf
einer der Vlies-Schichten auf der der kompakten Folie abgewandten Seite aufgebracht
ist, sowie außenseitig einer weiteren Abdeckschicht aus einem Vlies, welches die plastisch
verformbare Schicht außenseitig abdeckt.
[0040] Soweit die Schichten der Verbundbahn thermoplastische Kunststoffe enthalten, sind
sie zum Zwecke der leichteren Receycelbarkeit bevorzugt auf Basis gleich, gleichartiger
oder miteinander kompatibler Kunststoffe aufgebaut, die darüber hinaus unter Einwirken
von Luft und Wärme nach den bekannten Verfahren durch kaschieren oder laminieren haftfest
miteinander verbindbar sind.
[0041] Die Dichteinrichtung wird eingesetzt zur Abdichtung der Anschlussfuge zwischen Fenster
und Baukörper. Da diese Fuge eine Bewegungsfuge ist, bei der mit Veränderungen der
Fugenbreite während der Nutzung zu rechnen ist, ist es vorteilhaft, wenn zwischen
dem Einsteckprofil und dem diesen entgegengesetzten Ende oder der Putzkante eine Längenausgleichseinrichtung
angeordnet ist, die aus zumindest teilweise einem der Materialien des Einsteckprofils
besteht. Dadurch können ohne Verminderung der Dichtwirkung Längenveränderungen ausgeglichen
werden.
[0042] Eine Möglichkeit der Ausgestaltung dieser Längenausgleichseinrichtung ist dadurch
gegeben, daß die Längenausgleichseinrichtung im Querschnitt faltenförmig oder wellenförmig
ausgebildet ist.
[0043] Damit die Dichteinrichtung bei dem Einbau einen noch besseren Halt erfahren kann,
ist es vorteilhaft, wenn die plastisch verformbare Schicht über das dem Einsteckteil
entgegengesetzte Ende der Verbundbahn herausragt, da dadurch der Putz vollständig
durch das Gitter bzw. die Schicht durchdringen kann und somit eine bessere Verbindung
mit dem Mauerwerk herstellbar ist. Dadurch wird dieser freie Bereich der verformbaren
Schicht ebenfalls stärker an der Mauer mittels des Putzes befestigt.
[0044] Der Blendrahmen des Fensters muß rundherum gut abgedichtet sein. Dabei stellen besonders
die Ecken einen Schwachpunkt dar. Um auch dort eine sichere Versiegelung bzw. Abdichtung
zu gewährleisten ist es vorteilhaft, wenn ein Ende des Einsteckteils auf Gehrung geschnitten
und mit einem entsprechend auch auf Gehrung geschnittenen zweiten Dichtstreifen verbunden
oder einstückig als Winkelform ausgebildet ist.
[0045] Diese winkelförmigen Dichtstreifen können entweder zusammengefügt, beispielsweise
mittels Kleben oder Schweißens, sein, oder aber aus einem Spritzgussteil bestehen.
[0046] Wenn ein Spritzgussteil in winkelförmiger Art verwandt wird, ist es vorteilhaft,
wenn das Einsteckprofil ein in Richtung der Verbundbahn verlängertes Aufnahmeteil
aufweist. Dieses verlängerte Aufnahmeteil kann bei einem Einbau dazu verwandt werden,
mit einem verlängerten Ende der Verbundbahn der geraden Dichtstreifen, die jeweils
zu den Eckpunkten hinführen, auf einfache Art und weise meist mittels Kleben verbunden
werden.
[0047] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist für die winkelförmige Dichteinrichtung
dadurch gegeben, daß die Verbundbahn im Bereich des winkelförmigen Dichtstreifens
fächerförmig gefaltet ist oder an den beiden freien Enden des winkelförmigen Dichtstreifens
jeweils gefaltete oder gewellte verbundbahnen herausragen.
[0048] Des weiteren betrifft die Erfindung auch die Verwendung oben genannter Dichteinrichtungen
vor deren Befestigung an der Laibung als Schutzabdeckung von Beschlagteilen der aus
Rahmen und Flügelrahmen bestehenden und einzusetzenden Einheit, wobei das Einsteckteil
in der Einstecknut des Rahmens eingesteckt ist.
[0049] Dadurch ist es möglich, die Beschlagteile bei dem Transport der aus Rahmen und Flügelrahmen
bestehenden Einheit zu schützen. Weiterhin ist durch diese Vormontage der Dichteinrichtung
der Arbeitsaufwand beim Einsetzen derartig damit versehener Rahmen wesentlich verringert.
[0050] Dazu ist es vorteilhaft, wenn der erste Randbereich an dem Flügelrahmen lösbar befestigt
ist.
[0051] Dies kann zum einen dadurch geschehen, daß der erste Randbereich im Glasfalz des
Flügelrahmens eingesteckt ist, oder daß der erste Randbereich an den Flügelrahmen
lösbar angeklebt ist, oder daß der erste Randbereich an dem Flügelrahmen über ein
Adhäsionsband befestigt ist.
[0052] Die aus dem vlies gebildeten Schichten der Verbundbahn sind bevorzugt aus Vliesen
aus endlos Filamenten und/oder schmelzgeblasenen Mikrofasern auf Basis von Polyolefinen,
wie Polyethylen oder Polypropylen oder Polyesters zum Beispiel Polyethylenterephthalat
PVC oder eines Polyamids gebildet. Diese Schichten weisen vorzugsweise ein Flächengewicht
von 10 bis 50 g/m
2, bevorzugt 20 bis 60 g/m
2 auf.
[0053] Die Mittelschicht der Verbundbahn aus einer kompakten Folie ist beispielsweise auf
Basis von Polyolefinen, wie Polyethylen oder Polypropylen oder eines Copolyesters
in einer Dicke von 10 bis 50 µm, vorzugsweise etwa 25 µm ausgebildet, wobei der Dichtstreifen
eine Wasserdampfdiffusionsstromdichte WDD nach DIN EN ISO 572 von 500 bis 2000 g/m
2 24h, vorzugsweise etwa 1200 g/m
2 24h aufweist, was der eingesetzten Verbundbahn die gewünschte Wasserdampfdiffusionsoffenheit
verleiht.
[0054] Alternativ kann die Mittelschicht der verbundbahn auch aus einer kompakten Folie
auf Basis von Polyolefinen oder einer Aluminiumdünnfolie in einer Dicke von 10 bis
250 µm, vorzugsweise 20 bis 100 µm ausgebildet sein, und die gegenüber Wasserdampfdiffusion
äquivalente Luftschichtdicke des Dichtstreifens beträgt dann mindestens 2 µm, vorzugsweise
mindestens 5m und besonders bevorzugt mindestens 50 µm, so daß eine solche Verbundbahn
für den erfindungsgemäßen Dichtstreifen dampfdiffusionsdicht ist.
[0055] Weitere Maßnahmen zur erleichterten Verarbeitung sehen vor, daß der entlang des Randbereichs
aufgebrachte Klebestreifen mit einem abziehbaren Abdeckband abgedeckt ist, welches
erst unmittelbar vor dem Ankleben des Dichtstreifens auf die Laibung entfernt wird.
[0056] Eine weitere Verlegbarkeit kann darüber hinaus auch dadurch erzielt werden, daß der
Dichtstreifen zumindest bereichsweise wellenförmig verformt ist, wobei bevorzugt die
Wellenberge und Wellentäler sich quer zur Längserstreckung des Dichtstreifens erstrecken
und diesem von daher eine erhöhte Längsdehnung verleihen, wodurch er sich leichter
in Ecken verlegen läßt.
[0057] Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
6 bis 14.
[0058] Bevorzugt wird dabei ein erfindungsgemäßer Dichtstreifen, bei dem die plastisch verformbare
Schicht der verbundbahn mit einer Abdeckschicht aus einem Vlies auf Basis thermoplastischer
Kunststoffe außenseitig abgedeckt und haftfest mit dieser verbunden ist.
[0059] Alle Schichten der Verbundbahn, soweit sie thermoplastische Kunststoffe enthalten,
sind bevorzugt auf Basis gleicher, gleichartiger oder miteinander kompatibler und
unter Einwirkung von Druck und Wärme miteinander durch Kaschieren oder Laminieren
haftfest verbindbarer Kunststoffe ausgebildet.
[0060] Die aus Vlies gebildeten Schichten der Verbundbahn sind bevorzugt aus vliesen aus
Endlosfilamenten und/oder schmelzgeblasenen Mikrofasern auf Basis von Polyolefinen,
wie Polyethylen oder Polypropylen oder eines Polyesters, wie Polyethylenterephthalat
PVC oder eines Polyamids gebildet.
[0061] Insbesondere weisen die aus Vlies gebildeten Schichten der Verbundbahn ein Flächengewicht
von 10 bis 150 g/m
2, vorzugsweise 20 bis 60 g/m
2 auf.
[0062] Die Mittelschicht der Verbundbahn ist bevorzugt aus einer kompakten Folie auf Basis
von Polyolefinen, wie Polyethylen oder Polypropylen oder eines Copolyesters in einer
Dicke von 10 bis 50 µm, vorzugsweise etwa 25 µm, ausgebildet, wobei der Dichtstreifen
eine Wasserdampfdiffusions-Stromdichte von 500 bis 2000 g/m
2 24 h, vorzugsweise etwa 1200 g/m
2 24 h aufweist.
[0063] Die Mittelschicht der Verbundbahn ist aus einer kompakten Folie auf Basis von Polyolefinen
oder einer Aluminiumdünnfolie in einer Dicke von 10 bis 250 µm, ausgebildet und die
gegenüber Wasserdampfdiffusion äquivalente Luftschichtdicke des Dichtstreifens beträgt
mindestens 2 µm, vorzugsweise mindestens 50 µm.
[0064] Der entlang des Randbereichs des Dichtstreifen aufgebrachte Klebestreifen ist bevorzugt
mit einem abziehbaren Abdeckband abgedeckt.
[0065] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsformen sowie aus den Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird.
[0066] Es zeigen:
- Fig.1
- in schematischer Darstellung einen Schnitt durch ein in eine Laibung eingesetztes
Fenster unter Einsatz des erfindungsgemäßen Dichtstreifens;
- Fig.2
- die Aufsicht auf das Fenster gemäß Fig.1;
- Fig.3
- in vergrößerter Darstellung einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Dichtstreifen;
- Fig.4a
- eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtstreifens;
- Fig.4b
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtstreifens;
- Fig.5a,5b
- zwei Querschnitte von unterschiedlichen Einsteckprofilen;
- Fig.6a,6b
- zwei einander ähnliche schematische Darstellungen bezüglich der Herstellung der Verbindung
zwischen dem Dichtstreifen und dem Einsteckprofil mittels eines Schweißautomats;
- Fig.7
- eine schematische Darstellung einer Herstellung der Dichteinrichtung mittels Koextrusion;
- Fig.8
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels mit eingeklemmten Dichtstreifen;
- Fig.9
- eine Seitenansicht eines Dichtstreifens mit unterschiedlichen Kunststoffen;
- Fig.10
- eine Seitenansicht eines anderen Ausführungsbeispiels eines Dichtstreifens;
- Fig.11
- eine Seitenansicht eines Dichtstreifens mit einem mit Dichtmasse gefüllten Schlauch;
- Fig.12
- ein montierter Dichtstreifen ins Seitenansicht mit einer Putzkante;
- Fig.13
- eine der Figur 12 ähnliche Ansicht mit einer anders gearteten Putzkante;
- Fig.14
- eine weitere Seitenansicht eines Dichtstreifens, der lediglich mittels einer Wulst
an einem Blendrahmen angebracht ist;
- Fig.15
- eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform eines Dichtstreifens, der in diesem
Fall eingeklemmt ist;
- Fig.16a-c
- verschiedene Seitenansichten mit einer Vergrößerung eines Einsteckteils, das in diesem
Falle hakenförmig ausgebildet und mit Rippen am Ende versehen ist;
- Fig.17
- eine der Fig.1 ähnliche Ansicht zur Darstellung der Anschlussfuge;
- Fig.18
- eine Querschnittsansicht eines eingesetzten Dichtstreifens mit einer Längenausgleicheinrichtung;
- Fig.19a und 19b
- zwei Querschnittsansichten von Dichtstreifen mit unterschiedlichen Längenausgleichseinrichtungen;
- Fig.20
- eine perspektivische Ansicht eines Dichtstreifens mit plastisch verformbarer Schicht;
- Fig.21
- eine der Fig.20 ähnliche Darstellung mit verlängerter plastisch verformbarer Schicht;
- Fig.22
- eine Dichtstreifenanordnung für den Eckbereich des Fensters;
- Fig.23
- eine alternative Dichtstreifeneinrichtung für eine Fensterecke;
- Fig.24
- den in Fig.23 gezeigten Dichtstreifen für eine Ecke im eingebauten zustand; und
- Fig.25
- eine weitere Alternative eines Dichtstreifens für den Eckbereich eines Fensters.
[0067] Anhand der Figuren 1 bis 7 werden nunmehr verschiedene Ausführungsbeispiele der Dichteinrichtungen
beschrieben werden. Dabei beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche Merkmale,
soweit nichts anderes angegeben ist.
[0068] In den Figuren 1 und 2 ist ein in eine Laibung 4 eines Gebäudes eingesetzter Rahmen
eines Fensters dargestellt, wobei Fig.2 die Aufsicht und die Fig.1 den Schnitt gemäß
Pfeilen Z-Z in Fig.2 darstellt.
[0069] Der Rahmen des Fensters besteht aus einem Blendrahmen 2 und einem in an sich bekannter
Weise beweglichen daran angeschlagenen Flügelrahmen 3.
[0070] Zwischen dem Blendrahmen 2 und der umgebenden Laibung 4 des Gebäudes ist in Einbaulage
des Fenster ein umlaufender Spalt 40 ausgebildet, der abgedichtet werden muß. Zur
Abdichtung der zwischen dem Blendrahmen 2 und der Laibung 4 ausgebildeten umlaufenden
Fuge 40 wird ein Dichtstreifen 1 verwendet, welcher umlaufend um den Blendrahmen 2
angeordnet ist und einerseits mit Blendrahmen 2 und andererseits mit der Laibung 4
verbunden wird, so daß die Fuge 40 überdeckt und abgedichtet wird.
[0071] Wie aus der vergrößerten Schnittdarstellung gemäß Fig.1 ersichtlich, wird hierzu
der Dichtstreifen 1 mittels eines entlang eines Randbereiches desselben angeordneten
Einsteckprofils 14 in einer entsprechend ausgebildeten umlaufenen Nut 20 des Blendrahmens
2 durch Einstecken verankert und befestigt, während der gegenüberliegende Randbereich
des Dichtstreifens 1 mittelts eines Klebestreifens 13 an der Laibung 4 befestigt wird.
[0072] Die weitere Ausgesaltung des Dichtstreifens 1 ist in Fig.4a anhand eines ersten Ausführungsbeispiels
ersichtlich.
[0073] Der in Fig.4a dargestellte Dichtstreifen 1 wird von einer Verbundbahn 10 gebildet,
deren näherer Aufbau anhand der vergrößerten Darstellung gemäß Einzelheit X in der
Fig.3 dargestellt ist.
[0074] In der vergrößerten Darstellung gemäß Fig.3 von unten nach oben gesehen bildet die
Basis der Verbundbahn 10 zunächst ein dreischichtiger Verbund, der eine Außenschicht
100 beispielsweise aus einem Spinnvlies aus Endlosfasern aus Polypropylen mit einem
Flächengewicht von vorzugsweise 40 bis 60 g/m
2 umfaßt, auf der eine Membran 101 als Mittelschicht aus einer Polypropylenfolie angeordnet
ist und hierüber wiederum eine als Innenschicht 102 bezeichnete Schicht aus einem
Schutzvlies auf Basis von Polypropylenfasern mit einem Flächengewicht von bevorzugt
nur 10 bis 20 g/m
2 aufgebracht ist.
[0075] Dieser dreischichtige Basisverbund aus den Schichten 100,101,102 stellt bereits die
gewünschte Wasserdichtigkeit und winddichtigkeit der verbundbahn 10 sicher, wobei
je nach gewünschter Eigenschaft der Verbundbahn 10 die als Membran dienende Schicht
101 aus einer Polypropylenfolie wahlweise dampfdiffusionsoffen oder dampfdiffusionsdicht
ausgebildet ist, was letztlich auch der verbundbahn 10 die entsprechende Eigenschaft
verleiht.
[0076] Auf die als Schutzschicht dienende Innenschicht 102 aus einem Polypropylenvlies ist
gemäß Darstellung in Fig.3 oberseitig eine plastisch verformbare Schicht 103, zum
Beispiel aus einem Drahtgewebe aus weichgeglühtem Kupfer oder Aluminium aufgebracht.
Die als Schutzschicht dienende Innenschicht 102 schützt die empfindliche Membran 101
vor einem unmittelbaren Kontakt mit der plastisch verformbaren Schicht 103, so daß
einer möglichen Beschädigung durch Reibung oder Durchstoßen der Membran vorgebeugt
wird.
[0077] Auf der anderen, der in Fig.3 oberen Außenseite weist die Verbundbahn 10 eine weitere
Vliesschicht 104 auf, die die plastisch verformbare Schicht 103 außenseitig abdeckt
und beispielsweise aus Polypropylenfasern mit einem Flächengewicht von vorzugsweise
20 bis 40 g/m
2 ausgebildet ist.
[0078] Alle fünf vorgenannten Schichten 100,101,102,103,104 sind haftfest miteinander beispielsweise
durch einen Kaschiervorgang verbunden.
[0079] Infolge der eingebetteten plastisch verformbaren Schicht 103 aus zum Beispiel einem
Drahtgewebe läßt sich der aus einer solchermaßen ausgebildeten verbundbahn 10 ausgebildete
Dichtstreifen 1 auf einfache Weise an den Verlauf des Blendrahmens 2 und/oder der
Laibung 4 anpassen und verbleibt dauerhaft in der einmal vorgegebenen Form.
[0080] Besonders geeignet ist dazu ein Streckmetall, das nachträglich glattgewalzt worden
ist, damit keine scharfen Kanten mehr hervorstehen können.
[0081] Zur verbindung des aus einer solchermaßen ausgebildeten Verbundbahn 10 hergestellten
Dichtstreifens 1 mit der Laibung 4 ist an einem ersten Randbereich 10a des Dichtstreifens
1 ein Klebestreifen 13 beispielsweise auf Basis eines Butylkautschuks angeordnet,
der bei Nichtgebrauch bis unmittelbar vor Montage des Dichtstreifens mittels eines
abziehbaren Abdeckbandes 13a zum Beispiel auf Basis einer Kunststoffolie oder eines
silikonisierten Papiers abgedeckt ist. Mittels dieses Klebesteifens 13 wird der Dichtstreifen
1, wie aus Fig.1 ersichtlich, dauerhaft an der Laibung 4 angeklebt. Der Dichtstreifen
1 ist zu diesem Zweck entlang der in der Fig.4a in die zeichenebene hineinlaufenden
Längsachse des Dichtstreifens 1 über den gesamten in dieser Längserstreckung verlaufenden
Randbereich 10a des Dichtstreifens 1 aufgebracht. Diese Längserstreckung ist aus Fig.2
anhand der beispielhaften Achse L ersichtlich.
[0082] Am gegenüberliegenden Randbereich 10b des Dichtstreifens 1 ist hingegen das bereits
erwähnte Einsteckprofil 14 angeordnet, welches der Befestigung des Dichtstreifens
1 am Blendrahmen 2 dient.
[0083] Das Einsteckteil 14 umfaßt zu diesem Zweck ein Einsteckteil 140 von beispielsweise
pilzkopfartigem Querschnitt, welches in die entsprechend ausgebildet Nut 20 am Blendramen
2 verrastend einsteckbar ist und umfaßt darüber hinaus ein integral an das Einsteckteil
140 angeformtes Aufnahmeteil 141, welches im in der Darstellung gemäß Fig.4a ersichtlichen
Querschnitt betrachtet eine etwa U-förmige Gestalt aufweist, wobei die Öffnung des
U-förmigen Querschnitts etwa rechtwinklig zum Einsteckteil 140 ausgebildet ist.
[0084] Die U-förmige Gestalt des Aufnahmeteils 141 des Einsteckprofils 14 dient dazu, den
Randbereich 10b des Dichtstreifens 1 unter randseitiger Umfassung aufzunehmen, d.
h. der Randbereich des Dichtstreifens 10b ist in das Aufnahmeteil 141 des Einsteckprofils
14 entlang der Längsachse des Dichtstreifens 1 eingesteckt und in dieser Position
befestigt.
[0085] Durch die randseitige Umfassung des Randbereichs 10b des Dichtstreifens 1 mittels
des Aufnahmeteiles 141 werden verschiedene Wirkungen erzielt.
[0086] Zum einen bewirkt die randseitige Umfassung des Randbereiches 10b eine gegenüber
dem Stand der Technik deutlich vergrößerte Kontaktfläche zwischen dem Einsteckprofil
14 und der verbundbahn 10 des Dichtstreifens 1, so daß die hier entlang der Kontaktflächen
bewirkte Verbindung zwischen beiden Teilen erheblich fester und damit dauerhafter
ausgeführt werden kann.
[0087] Darüber hinaus besteht insbesondere beim Aufbau eines Dichtstreifens 1 aus einer
Verbundbahn 10 mit einer plastisch verformbaren Schicht 103 aus einem Drahtgewebe
die Gefahr, daß scharfkantige Schnittkanten des Drahtgewebes 103 aus der Verbundbahn
10 randseitig hervorragen. Da bei Montage des Dichtstreifens 1, wie aus der Fig.1
ersichtlich, das Einsteckprofil 14 mit einem Einsteckteil 140 zum Beispiel durch Fingerdruck
eines Monteurs in die vorgesehene Nut 20 des Blendrahmens 2 eingedrückt wird, besteht
in diesem Bereich eine erhöhte Verletzungsgefahr für den Monteur. Hier bietet das
Einsteckprofil 14 mit seinem im Querschnitt betrachtet U-förmigen Aufnahmeteil 141
durch die randseitige Umfassung des Randbereiches 10b des Dichtstreifens 1 eine erheblich
höhere Sicherheit, da die ggfs. Randseitig aus der Verbundbahn 10 hervorlugenden Enden
des Drahtgewebes der plastisch verformbaren Schicht 103 vom Aufnahmeteil 141 zuverlässig
abgedeckt sind, so daß die Gefahr von Schnittverletzungen und dergleichen in diesem
Bereich gebannt ist.
[0088] Schließlich bietet das Einsteckprofil 14 mit seinem im Querschnitt betrachtet U-förmigen
Aufnahmeteil 141, in welchem der Randbereich 10b des Dichtstreifens 1 aufgenommen
ist, auch eine höhere Sicherheit gegen Beschädigung bei der Montage des Blendrahmens
2.
[0089] Die übliche Montagereihenfolge zur Montage eines Fenster innerhalb einer Laibung
4 sieht vor, daß zunächst der Blendrahmen 2 in der Laibung 4 angeordnet wird, wobei
bereits zu diesem Zeitpunkt der Dichtstreifen 1 einseitig, nämlich mittels seines
Einsteckprofils 14 am Blendrahmen 2 in der in der Fig.1 ersichtlichen weise befestigt
wird, jedoch die Klebeverbindung zur Laibung 4 noch nicht hergestellt wird. Sodann
wird der Blendrahmen 2 innerhalb der Laibung 4 unter Einstellung eines gewünschten
Spaltmaßes des umlaufenden Spaltes 40 mittels Keilen vorfixiert, ein solcher Keil
ist schematisch in der Fig.1 mit Bezugsziffer K strichliert angedeutet. Wenn solche
Keile K in den Spaltraum zwischen Laibung 4 und Blendrahmen 2 vorgetrieben werden,
um den Blendrahmen 2 entsprechend zu verkeilen, schützt das randseitig den Randbereich
10b des Dichtstreifens 1 umfassnede Aufnahmeteil 141 des Einsteckprofils 14 die Verbundbahn
10 des Dichtstreifens 1 in diesem Bereich vor einer Beschädigung durch den Keil K,
so daß auch hier die Dichtwirkung des Dichtstreifens 1 nicht verloren geht.
[0090] Sobald die Montage des Blendrahmens 2 abgeschlossenen ist, wird sodann der Dichtstreifen
1 endgültig durch Ankleben mittels des Klebestreifens 13 an der Laibung 4 befestigt,
um die Abdichtung des Spaltes 40 abzuschließen.
[0091] In Anpassung an die Einbaugegebenheiten, wie sie beispielsweise aus der Fig.1 ersichtlich
sind, erstreckt sich das Einsteckteil 140 des Einsteckprofils 14 bei der in der Fig.4a
dargestellten Planlage des Dichtstreifens 1 etwa rechtwinklig von einer Seite der
Verbundbahn 10 des Dichtstreifens 1 abstehend. Je nach Anwendungsfall kann entlang
des gegenüberliegenden Randbereiches 10a des Dichtstreifens 1 der Klebestreifen 13
auf der dem Einsteckteil 140 gegenüberliegenden Oberfläche der Verbundbahn 10 angeordnet
sein, wie in Fig.4a dargestellt, oder auch auf der gleichen Oberfläche wie das Einsteckteil
140.
[0092] Eine gegenüber dem Ausführungsbeispiel in Fig.4a abgewandelte Ausführungsform ist
aus der Fig.4b ersichtlich, bei der gleiche Teile gleiche Bezugsziffern aufweisen
und nachfolgend nicht nochmals erneut erläutert werden.
[0093] Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4a ist beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig.4b der Randbereich 10a des Dichtstreifens 1, welcher mit dem Klebestreifen
13 zur Verbindung mit der Laibung 4 ausgerüstet ist, umgefalzt und von daher der Randbereich
10a doppellagig ausgebildet, d.h. die Verbundbahn 10 ist hier zweifach übereinanderliegend
angeordnet. Diese Umfalzung des Randbereichs 10a des Dichtstreifens bewirkt eine Versteifung
desselben, so daß ein solchermaßen ausgebildeter Dichtstreifen 1 eine höhere Formstabilität
aufweist und sich nochmals besser verarbeiten läßt. Darüber hinaus ist durch die Umfalzung
des Randbereiches 10a die Schnittkante S des Randbereiches nicht mehr entlang der
Außenkante der Verbundbahn 10 angeordnet, so daß ggfs. aus dem Schnittrand S hervorstehende
Enden des Drahtgewebes der plastisch verformbaren Schicht 103 beim Andrücken des Dichtstreifens
1 an die Laibung 4 zur Herstellung der Klebeverbindung mittels des Klebestreifens
13 nicht mehr scharfkantig hervorstehen und zu Verletzungen beispielsweise an den
Fingern eines diese Arbeit verrichtenden Monteurs führen können.
[0094] Schließlich kann der Dichtstreifen 1 gemäß Darstellung in der Fig.4a bzw. Fig.4b
auch zumindest bereichsweise wellenförmig verform sein, um diesem in Richtung seiner
Längserstreckung eine höhere Verformbarkeit zu verleihen, was die Verlegung des Dichtstreifens
1 im Eckbereich des Blendrahmens 2 und der Laibung 4 erleichtert. Selbstverständlich
kann der vorangehend beschriebene Dichtstreifen 1 auch aus Verbundbahnen 10 mit einer
abweichenden Schichtenanzahl und -zusammensetzung gebildet sein, in jedem Falle gewährleistet
jedoch das Einsteckprofil 14 mit seinem im Querschnitt betrachtet U-förmigen Aufnahmeteil
141 und integral angeformten Einsteckteil 140 eine wesentlich verbesserte Verbindung
zur Verbundbahn 10 sowie einen größeren Schutz vor Verletzungen eines Monteurs einerseits
wie auch der Verbundbahn während der Montage andererseits.
[0095] Das Einsteckprofil 14 ist zur Schaffung einer bevorzugt integralen Ausbildung von
Einsteckteil 140 und Aufnahmeteil 141 aus einem geeignetem thermoplastischen Kunststoff
oder gummiartigen Material hergestellt, beispielhaft sei hierzu die Ausbildung aus
PM-MA genannt.
[0096] Die in den Fig.5a und 5b dargestellten Dichteinrichtungen unterscheiden sich von
voranbeschriebenen in erster Linie durch die Form des Einsteckteils 140. Allerdings
ist auch noch in Fig.5a die einfachste Ausführungsform einer Dichtung dargestellt.
Dabei besteht das Aufnahmeteil 141 lediglich aus einem im Querschnitt gesehen rechteckförmigen
Streifen, dessen einer Rand mit dem ersten Randbereich 10b abschließt. Es ist aber
auch möglich, was hier nicht dargestellt ist, das Aufnahmeteil 141 im Querschnitt
gesehen L-förmig auszugestalten. Dabei dient der kürzere Schenkel dazu, den zweiten
Rand 10b abzudecken, um damit eine zumindest ähnliche Wirkung wie das oben beschriebene
Einsteckprofil 14 zu erzielen.
[0097] In den Fig.6a und 6b ist nunmehr eine Möglichkeit zur Herstellung der Verbindung
zwischen dem Einsteckprofil 14 und dem Dichtstreifen 1 gezeigt.
[0098] Während in Fig.6a lediglich eine erste Schweißeinrichtung, die mit dem Pfeil A angedeutet
ist, verwandt wird, um beispielsweise mittels Ultraschallschweißung eine Verbindung
herzustellen, wird gemäß Fig.6b zusätzlich zu der ersten Schweißeinrichtung A noch
eine zweite Schweißeinrichtung B verwandt, die auf der der ersten Schweißeinrichtung
A entgegengesetzten Seite angeordnet ist. Auch in Fig.6b kann bevorzugterweise die
Ultraschallverschweißung angewandt werden.
[0099] Eine Herstellungsart ist in Fig.7 dargestellt. Hier wird das Einsteckprofil 14 mittels
eines Extruders und eines Werkzeuges hergestellt und unmittelbar in der Nähe des Werkzeugs
der Dichtstreifen 1 dem Einsteckprofil über eine Zuführungseinrichtung Z zugeführt.
Dabei richtet sich die Entfernung von dem Verlassen des Einsteckprofils 14 aus dem
Werkzeug bis zum zusammenführen von Einsteckprofil 14 und Dichtstreifen 1 von der
für eine ausreichend feste Verbindung notwendige Temperatur des frisch extrudierten
Einsteckprofils 14 ab. Diese Temperatur sollte in etwa die Erweichungstemperatur des
Dichtstreifens 1 dann besitzen, damit diese Verbindung auch hergestellt werden kann.
Zur Erhöhung der Verbindungskraft kann selbstverständlich die gesamte Dichteinrichtung
dann auch durch entsprechende Druckbeaufschlagungseinrichtungen geführt werden, wie
zum Beispiel einem Walzenpaar.
[0100] Anhand der Figuren 8 bis 16 werden nunmehr weitere Ausführungsbeispiele einer Dichteinrichtung
dargestellt, dabei besteht das Einsteckprofil 14 hauptsächlich aus dem Aufnahmeteil
141, das wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen auch im Querschnitt rechteckförmig
ausgebildet ist. Das Einsteckteil 140 ist bei den in den oben genannten Figuren gezeigten
Ausführungsbeispielen hakenförmig ausgebildet. Dieses Einsteckteil 140 besteht im
wesentlichen aus Hart-Kunststoff mit anextrudiertem Dichtmaterial. Dabei ist es vorgesehen,
daß der bei dem Aufnahmeteil 141 angeordnete und zu der Einstecknut 20 weisende Bereich
mit einer Dichtung 22 versehen ist. Der Endabschnitt des hakenförmigen Einsteckteils
14 wird hierbei von einem Klemmfuß 23 gebildet, der aus Hart-Kunststoff oder aber
auch aus Weich-Kunststoff bestehen kann. Falls er aus Weich-Kunststoff besteht, dient
er einer weiteren Abdichtung.
[0101] Wie in Fig. 9 zu sehen, kann aber auch das Aufnahmeteil 141 mit zwei unterschiedlichen
Kunststoffen hergestellt werden. Bei diesem Beispiel besteht der unterhalb des Hakenendes
befindliche Abschnitt des Aufnahmeteils 141 aus Weich-Kunststoff w und dient der Verschweißung.
Um ein eventuelles Herausrutschen des Klemmfußes 23 aus der Einstecknut 20 zu verhindern,
z.B. dann, wenn kein Hinterschnitt in der Nut vorhanden ist, sind gemäß den Figuren
16a-c am Klemmfuß 23 Rippen 29 angebracht. Diese Rippen 29 haben unterschiedliche
Längen. Beim Herausrutschen kippen die langen Rippen 29 und drücken die kurzen Rippen
29 gegen die Wandung der Einstecknut 20 und verhindern so das Herausrutschen des Einsteckprofils
14. Eine weitere Verbesserung könnte dadurch erfolgen, daß, wie in Fig. 16b gezeigt,
die Enden der Rippen 29 gezackt ausgebildet sind.
[0102] Das Einsteckprofil 14 gemäß Fig.8 ist mit einer Nut 26a ausgebildet, in die der Dichtstreifen
1 mittels einer Wulst 26b eingeklemmt wird. Der Dichtstreifen 1 wird daher von der
Wulst 26b gehalten.
[0103] Eine Möglichkeit zur Herstellung dieser Verbindung ist das Extrudieren der Wulst
26b nach vorhergehendem Einziehen des Dichtstreifens 1. Die zweite Möglichkeit besteht
darin, eine Rundschnur gemeinsam mit dem Dichtstreifen 1 in die Nut zu drücken. Es
ist aber auch möglich, den Dichtstreifen direkt mit einer Kunststoffschnur in die
vorhandene Nut 26a eines Blendrahmens 3 zu drücken und so zu befestigen, was in Fig.
14 dargestellt ist.
[0104] Wie aus Fig.9 zu sehen, kann der Dichtstreifen 1 ebenfalls mit dem Einsteckprofil
14 verschweißt sein. Dabei kann das Einsteckprofil 14 vollständig aus Hart-Kunststoff
bestehen oder aber auch teilweise aus Weich-Kunststoff W. Besteht das Einsteckprofil
14 zur Hälfte aus Weich-Kunststoff W kann durch diesen Bereich sehr leicht gedübelt
bzw. geschraubt werden, siehe dazu Fig.9.
[0105] Gemäß dem Leitfaden zur Montage der RAL-Gütegemeinschaften für Fenster und Haustüren,
soll die Abdichtung eines Elements nach außen winddicht und schlagregendicht aber
diffusionsoffen sein. Zusätzlich soll diese Abdichtung nach innen luftdicht bzw. diffusionsdicht
ausgeführt werden. In Fig.10 ist eine Lösung für diese Aufgabenstellung dargestellt.
Es werden dabei jeweils zwei verschiedene FMD-Dichtungen verwandt. Zum einen diffusionsdichte
Dichtstreifen 1 und zum anderen ein diffusionsoffener Außendichtstreifen 5. Beide
Streifen sind selbstverständlich mit dem Aufnahmeteil 141 verbunden.
[0106] Um die FMD-Dichtung mit der Laibung 4 zu verbinden, kann am Randbereich ein Klebstreifen
13, wie bereits oben beschrieben, vorhanden sein. Anstelle dieses Klebestreifens ist
aber auch eine Dichtmasse einsetzbar, die in einem gefülltem Schlauch 28 vorhanden
ist, der an den Enden verschlossen und mit einer Aufreißnaht versehen sein kann. Er
kann an dem Dichtstreifen 1 angeschweißt oder angeklebt sein. Wird das Element in
die Laibung 4 gesetzt, kann man den Schlauch 28 durch Ziehen oder ähnliches an der
Aufreißnaht öffnen und die Dichtmasse tritt aus und der Dichtstreifen 1 wird sicher
und dicht mit der Laibung 4 verklebt. Dies ist in Fig. 13 gezeigt.
[0107] Damit beim Verputzen verhindert wird, daß die Blendrahmen 2 verschmutzt werden, kann
am Einsteckprofil 14 eine sogenannte Putzkante 27 angebracht sein. Dies ist in den
Figuren 12 und 13 gezeigt. In Fig. 12 besteht die Putzkante 27 aus einem am Ende des
Aufnahmeteils 141 in Richtung des Rahmens 2 gerichteten Vorsprung, der an dem Rahmen
fest anliegt. Gemäß Fig. 13 besteht die Putzkante aus einer Verlängerung des Aufnahmeteils
141, die über den Rand des Rahmens 2 bzw. der Laibung 4 übersteht.
[0108] Anhand der Fig. 17 bis 26 werden nunmehr weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung
beschrieben. Die Dichteinrichtung bzw. die FMD-Dichtung wird, wie bereits mehrfach
betont, zur Abdichtung der Anschlussfuge, die sich bei Fig.17 unterhalb des Einsteckprofils
14 befindet, und der Laibung 4 verwandt. Aufgrund thermischer Unterschiede ist diese
Fuge eine sogenannte Bewegungsfuge, da hier mit Veränderungen der Fugenbreite während
der Nutzung zu rechnen ist.
[0109] Um diese Veränderungen der Fugenbreiten, zum Beispiel Dehnungen, Stauchungen oder
Scherungen, aufnehmen zu können, wird das Einsteckprofil 14 mit einer Längenausgleichseinrichtung
50 versehen. Diese Längenausgleichseinrichtung 50 ist zwischen dem Einsteckprofil
14 und dem diesem entgegengesetzten Ende oder Putzkante 27 angeordnet, wobei die Putzkante
27 bzw. oben angesprochenes Ende Teil des Einsteckprofils 14 ist. Diese Längenausgleichseinrichtung
50 besteht auch zumindest teilweise aus einem der Materialien des Einsteckprofils
14. Dadurch wird es möglich, die Längenausgleichseinrichtung 50 gleichzeitig mit dem
Einsteckprofil 14 herzustellen. Dies kann beispielsweise durch Spritzen Extrudieren
erfolgen.
[0110] Wie insbesondere aus den Fig.19a und 19b ersichtlich, kann die Längsausgleichseinrichtung
50 im Querschnitt faltenförmig oder wellenförmig ausgebildet sein.
[0111] In den Fig.18 und 19a,19b ist gezeigt, dass der Längenausgleichsbereich 50 in einen
geraden Bereich 52 ausläuft, an dem die Verbundbahn 10 angebracht ist.
[0112] Bezug nehmend auf die Fig.20 und 21 ist zu sagen, dass im Falle des Vorhandenseins
einer plastisch verformbaren Schicht 103 in der Verbundbahn, diese plastisch verformbare
Schicht 103 auch gut dazu verwandt werden kann, die Verbundbahn sicher an der Laibung
4 zu befestigen. Die plastisch verformbare Schicht 103 dient zum einen der besseren
Anpassung der verbundbahn 10 an den Baukörper, da die verbundbahn 10 vorgeformt werden
kann und in dieser Position auch dann bleibt. Zum anderen dient diese plastisch verformbare
Schicht 103 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.21 auch der Verbesserung der Haftung
des Putzes. Dies wird dadurch erreicht, dass die plastisch verformbare Schicht gitterförmig
ausgebildet ist und durch dieses Gitter, dass sich außerhalb der eigentlichen Verbundbahn
10 befindet, der Putz diesen Gitterbereich vollständig durchdringen und dann auch
sehr gut haften kann.
[0113] Des weiteren muss die oben genannte Anschlussfuge rund um das Fenster abgedichtet
sein. Dabei stellen aber besonders die Ecken einen Schwachpunkt dar. Um auch dort
eine sichere Versiegelung bzw. Abdichtung zu gewährleisten, können in diese Ecken
sogenannte Winkelformen 54 verwandt werden. Diese Winkelformen 54 können einerseits
so ausgebildet sein, dass ein Ende der Einsteckleiste 14 auf Gehrung geschnitten und
mit einem entsprechend auf Gehrung geschnittenen zweiten Dichtstreifen 10 bzw. Einsteckleiste
14 verbunden ist. Dies ist in der Fig.22 gezeigt. Gemäß Fig.22 ist die Winkelform
54 aus zwei Einsteckprofilen 14 gebildet, die miteinander verklebt bzw. verschweißt
worden sind und auch jeweils eine Verbundbahn 10 aufweisen.
[0114] Es ist aber auch möglich, was in Fig.23 gezeigt ist, die winkelform 54 als ein Spritzgussteil
herzustellen. Dieses Spritzgussteil der Winkelform 54 hat dann die Form des Einsteckteils
14, allerdings mit einer Verlängerung des Aufnahmeteils 141. Diese Verlängerung des
Aufnahmeteils 141 wird, wie in Fig.24 skizzenhaft dargestellt, beim Einbau dazu verwandt,
dass die Winkelform 54 zunächst in die Ecke eingefügt wird und dann die gerade zwischen
den beiden Ecken verlaufenden Einsteckprofile 14 entsprechend der Größe der winkelform
54 entfernt werden. Die jeweiligen Verbundbahnen 10 werden allerdings bis zu den Eckpunkten
geführt und können dann mit dem verlängerten Bereich des Aufnahmeteils 41 gut verbunden,
beispielsweise verklebt werden.
[0115] Eine weitere Möglichkeit, die Winkelform 54 mit den übrigen Einsteckteilen 14 bzw.
Verbundbahn 10 zu verbinden besteht aus einer fächerförmigen Ausgestaltung der Verbundbahn
10 der Winkelform 54.
[0116] Gemäß Fig.25 ist die Verbundbahn 10 im Bereich der Längenerstreckung, die über die
Ecke geführt ist, als einen ersten Fächer 56 ausgebildet.
[0117] Die andere Möglichkeit, die in Fig.26 gezeigt ist, besteht darin, dass die Verbundbahn
10 im Bereich der Längenerstreckung, die über die Ecke geführt ist, die Verbundbahn
10 ungefaltet ist und erst die sich anschließenden Bereiche als sogenannte zweite
Fächer 58 ausgebildet sind.
[0118] Für eine Verbindung mit den übrigen Verbundbahnen 10 werden sowohl der erste als
auch der zweite Fächer 56 bzw. 58 straffgezogen, damit diese Bereiche der straffgezogenen
ersten und zweiten Fächer 56 und 58 dann mit den anderen Verbundbahnen 10 verbunden
werden können.
[0119] Des weiteren kann eine Dichteinrichtung der obengenannten Art vor deren Befestigung
an die Laibung 4 auch noch als Schutzabdeckung von Beschlagteilen eines einzusetzenden
Rahmens 2 dienen. Dabei ist dann das Einsteckteil 140 in die Einstecknut 20 des Rahmens
2 eingesteckt. Damit dann die Beschlagteile für beispielsweise den Transport geschützt
werden können, wird der Randbereich 10a lösbar am Flügelrahmen 3 befestigt.
[0120] Eine Möglichkeit der Befestigung besteht dann darin, daß der erste Randbereich 10a
im Glasfalz des Flügelrahmens 3 eingesteckt ist. Dieser erste Randbereich 10a kann
aber auch an dem Flügelrahmen 3 lösbar angeklebt sein. Wobei dazu eine Möglichkeit
aus einem Adhäsionsband bestehen kann.
[0121] Diese Verwendungsmöglichkeiten sind zeichnerisch nicht dargestellt.
[0122] Ebenfalls nicht dargestellt in den Figuren ist eine weitere Montagehilfe, die darin
besteht, die Dichteinrichtung, insbesondere den Dichtstreifen 1 blau oder rot einzufärben.
Ein blau eingefärbter Dichtstreifen 1 soll dann nach außen zur Umgebung gerichtet
sein, während der rot eingefärbte dann nach innen zur wärmeren Innenseite gerichtet
sein sollte.
Bezugszeichenliste
[0123]
- 1
- Dichtstreifen
- 2
- Rahmen
- 3
- Flügelrahmen
- 4
- Laibung
- 5
- Außendichtstreifen
- 10
- Verbundbahn
- 10a/b
- erster/zweiter Randbereich
- 13
- Klebestreifen
- 13a
- Abdeckband
- 14
- Einsteckprofil
- 20
- Einstecknut
- 22
- Dichtung
- 23
- Klemmfuß
- 25
- Rundschnur
- 26a
- Nut
- 26b
- Wulst
- 27
- Putzkante
- 28
- Dichtmasse,Schlauch
- 29
- Rippen
- 41
- Spalt, Fuge
- 50
- Längenausgleichseinrichtung
- 52
- Bereich
- 54
- Winkelform
- 56
- erster Fächer
- 58
- zweiter Fächer
- 100
- erste Schicht
- 101
- Mittelschicht
- 102
- verformbare Schicht
- 140
- Einsteckteil
- 141
- Aufnahmeteil
- A
- erste Schweißeinrichtung
- B
- zweite Schweißeinrichtung
- Z
- zuführungseinrichtung
- K
- Keil
- S
- Schnittkante
1. Dichteinrichtung mit einem Dichtstreifen (1) zur abdichtenden Überbrückung eines Spaltes
(40) zwischen einem in eine Laibung (4) eines Gebäudes einsetzbaren Rahmen (2) und
der Laibung (4), wobei der Dichtstreifen (1) entlang eines ersten in der Längserstreckung
desselben verlaufenden Randbereichs (10a) mit der Laibung (4) verbindbar ist und entlang
eines gegenüberliegenden zweiten Randbereichs (10b) ein Einsteckprofil (14) zum Verbinden
mit dem Rahmen (2) aufweist, welches Einsteckprofil (14) ein Einsteckteil (140) zum
verrastenden Einstecken in einer entsprechend ausgebildeten Einstecknut (20) am Rahmen
(2) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) klebstofffrei mit dem Einsteckprofil (14) verbunden ist.
2. Dichteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) mit dem Einsteckprofil (14) verschweißt ist.
3. Dichteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) auf der dem Einsteckteil (140) entgegengesetzten Seite des
Einsteckprofils (14) mit dem Einsteckprofil (14) verschweißt ist.
4. Dichteinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) mit dem Einsteckprofil (14) auf der Seite des Einsteckteils
(140) mit dem Einsteckprofil (14) verschweißt ist.
5. Dichteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckprofil (14) ein Extrusionsteil ist und während oder nach dessen Extrusion
mit dem Dichtstreifen (1) verbunden worden ist.
6. Dichteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (141) eine Nut (26a) zur Aufnahme einer Wulst (26b) zur klemmenden
Haftung des zwischen Nut (26a) und Wulst (26b) angeordneten Dichtstreifens (1) aufweist.
7. Dichteinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) nach der Extrusion des Einsteckprofils (14), aber vor der Extrusion
der Wulst (26b) in die Nut einbringbar ist.
8. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckprofil (14) einstückig mit dem Einsteckteil (140) und Aufnahmeteil (141)
aus einem thermoplastischem Kunststoff oder gummiartigen Material hergestellt ist.
9. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Planlage des Dichtstreifens (1) das Einsteckteil (140) gegenüber dem Dichtstreifen
(1) rechtwinklig von einer Seite desselben absteht.
10. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) einen Klebestreifen (13) zum Verbindung mit der Laibung
(4) aufweist oder über eine an der Laibung (4) aufgetragene Formmasse mit der Laibung
(4) verbindbar ist.
11. Dichteinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Formmasse in einem Schlauch (28) angeordnet ist.
12. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) doppellagig umgefalzt ausgebildet ist und der Klebestreifen
(13) im Bereich der doppellagigen Umfalzung aufgebracht ist.
13. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstreifen (1) aus einer mehrschichtigen Verbundbahn (10) gebildet ist, welche
wasserdicht und winddicht sowie dampfdiffusionsoffen oder dampfdiffusionsdicht ausgebildet
ist.
14. Dichteinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbahn (10) eine zwischen zwei Schichten (100, 102) aus vliesen auf Basis
thermoplastischer Kunststoffe angeordnete und haftfest mit diesen verbundene Mittelschicht
(101) aus einer kompakten Folie aufweist.
15. Dichteinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbahn (10) zumindest bereichsweise mit einer plastisch verformbaren Schicht
(103) ausgerüstet ist.
16. Dichteinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch verformbare Schicht (103) aus einem plastisch verformbaren Metall in
Form einer Folie, eines Gewebes, Geleges, Gewirkes, Drähten oder dergleichen gebildet
ist.
17. Dichteinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch verformbare Schicht (103) aus einem plastisch verformbaren Kunststoff
in Form einer Folie, eines Flächengebildes oder Kunststoffdrähten gebildet ist.
18. Dichteinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch verformbare Schicht (103) aus einem nachträglich glattgewalztem Streckmetall
besteht.
19. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch verformbare Schicht (103) vollflächig auf einer die Mittelschicht (101)
abdeckenden Schicht (102) aus einem Vlies aufgebracht ist.
20. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem zweiten Randbereich (10b) ein diffusionsoffener Außendichtstreifen (5) angeordnet
ist.
21. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckteil (14) hakenförmig ausgebildet ist.
22. Dichteinrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der bei dem Aufnahmeteil (141) angeordnete und zu der Einstecknut (20) weisende Bereich
mit einer Dichtung (22) versehen ist.
23. Dichteinrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt des hakenförmigen Einsteckteils (14) von einem Klemmfuß (23) gebildet
ist, der aus Hart-Kunststoff oder aus Weich-Kunststoff bestehen kann.
24. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt des hakenförmigen Einsteckteils (14) mit zur Einstecknut (20) gerichteten
Rippen (29) versehen ist.
25. Dichteinrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (29) alternierend unterschiedliche Höhen aufweisen.
26. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckprofil (14) mit einer Putzkante (27) versehen ist, die im Montagezustand
etwas über die Blendrahmenkante hinausragt.
27. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß er blau oder rot eingefärbt ist.
28. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckteil (14) ein im Querschnitt betrachtet U-förmiges Aufnahmeteil (141)
aufweist, in welchem der Randbereich (10b) des Dichtstreifens (1) unter randseitiger
Umfassung aufgenommen ist, oder im Querschnitt L-förmig ausgebildet ist, wobei der
kürzere Schenkel an dem zweiten Rand (10b) anliegt.
29. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Einsteckprofil (14) und dem diesen entgegengesetzten Ende oder der Putzkante
(27) eine Längenausgleichseinrichtung (50) angeordnet ist, die aus zumindest teilweise
einem der Materialien des Einsteckprofils (14) besteht.
30. Dichteinrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenausgleichseinrichtung (50) im Querschnitt faltenförmig oder wellenförmig
ausgebildet ist.
31. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch verformbare Schicht (103) über das dem Einsteckteil (14) entgegengesetzte
Ende der Verbundbahn (10) herausragt.
32. Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Einsteckteils (14) auf Gehrung geschnitten und mit einem entsprechend
auch auf Gehrung geschnittenen zweiten Dichtstreifen (1) verbunden oder einstückig
als Winkelform (54) ausgebildet ist.
33. Dichteinrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckprofil (14) ein in Richtung der Verbundbahn (10) verlängertes Aufnahmeteil
(141) aufweist.
34. Dichteinrichtung nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbahn (10) im Bereich des winkelförmigen Dichtstreifens (1) fächerförmig
gefaltet ist oder an den beiden freien Enden des winkelförmigen Dichtstreifens jeweils
gefaltete oder gewellte Verbundbahnen (10) herausragen.
35. Verwendung einer Dichteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, vor deren Befestigung
an der Laibung (4) als Schutzabdeckung von Beschlagteilen der aus Rahmen (2) und Flügelrahmen
(3) bestehenden und einzusetzenden Einheit, wobei das Einsteckteil (140) in der Einstecknut
(20) des Rahmens (2) eingesteckt ist.
36. Verwendung eines Dichtstreifens (1) nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) an dem Flügelrahmen (3) lösbar befestigt ist.
37. Verwendung eines Dichtstreifens (1) nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) im Glasfalz des Flügelrahmens (3) eingesteckt ist.
38. Verwendung eines Dichtstreifens (1) nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) an den Flügelrahmen (3) lösbar angeklebt ist.
39. Verwendung eines Dichtstreifens (1) nach Anspruch 35,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Randbereich (10a) an dem Flügelrahmen (3) über ein Adhäsionsband befestigt
ist.