[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Mehrzylinder-Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 44 03 219 A1 ist eine gattungsgemäße Brennkraftmaschine bekannt, bei der die zu den Zylindern
führenden Luftrohre und das zugehörige Motor-Steuergerät in einem dreigeteilten Gehäuse
angeordnet sind. Zwei Teile sind als Halbschalen ausgebildet, in denen jeweils die
Konturen der längs einer Meridianfläche geteilten Luftrohre ausgeformt sind. Im dritten
Teil sitzt das Motor-Steuergerät-Gehäuse. Ferner verlaufen darin weitere Abschnitte
der Luftrohre.
[0003] Ferner ist aus der
EP 0 674 100 A1 bekannt, die Luftrohre zu einer Baueinheit zusammenzufassen und auf deren Außenseite
oder in einer darin ausgebildeten Mulde die Schaltbox, d.h. die Zusammenfassung aller
oder zumindest eines Großteils der Verbindungsstecker für die zu den Stellern, Schaltern,
Aktuatoren, Sensoren und dgl. führenden Leitern des gesamten Fahrzeugs anzuordnen.
Nähere Angaben über den konstruktiven Aufbau der Baueinheit und der Schaltbox sind
nicht veröffentlicht.
[0004] Ein Nachteil von Brennkraftmaschinen der gattungsgemäßen Art liegt darin, dass das
Gehäuse einen relativ großen Bauraum und erhebliche Abdichtmaßnahmen beispielsweise
im Bereich der Halbschalen benötigt. Es besitzt verhältnismäßig viele Einzelteile
und ist für die Herstellung in Serienstückzahlen teuer.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine so auszubilden,
dass sie möglichst einfach und kompakt aufgebaut ist.
[0006] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Die zwischen den Luftrohren und dem angrenzenden Motor-Steuergerät-Gehäuse gebildete
Wand dient somit einem doppelten Zweck. Sie bildet einen Bestandteil des Motor-Steuergerät-Gehäuses
und der Luftrohre. Dadurch vereinfacht sich der Aufbau und verringern sich das Gewicht
und die Kosten der gesamten aus Motor-Steuergerät-Gehäuse und Luftrohren bestehenden
Gesamtheit.
[0008] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine liegt darin, dass besondere
Abdichtmaßnahmen im Verlauf der Luftrohre entfallen. Durch die gemeinsame Nutzung
des Unterteils des Motor-Steuergerät-Gehäuses als Teil der Luftrohre ergeben sich
weitere Gewichts- und Kosteneinsparungen. Durch die Anordnung des Steuergeräts an
den Luftrohren ergibt sich auch eine kompakte Bauweise.
[0009] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine ergibt sich durch die
Möglichkeit, eine komplette Funktionsprüfung der Brennkraftmaschine vor ihrem Einbau
in das Fahrzeug durchzuführen.
[0010] Durch die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 2 ergibt sich ein besonders einfacher
und kostengünstiger Aufbau.
[0011] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung nach Anspruch 3 zeichnet sich durch eine besonders
einfache Möglichkeit aus, ggf. das "Herz" des Steuergeräts in Form einer einen Mikroprozessor
tragenden Schaltungsplatine auszutauschen.
[0012] Ein Vorteil der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 4 ist darin zu sehen, dass
besondere Kühlmaßnahmen für das Steuergerät entfallen können.
[0013] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den übrigen Unteransprüchen
und der Beschreibung hervor. Sie dienen im wesentlichen dem Ziel, den Aufbau zu vereinfachen
und die Herstellungs- und Wartungskosten weiter zu verringern.
[0014] In den Zeichnungen ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt
und nachstehend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 an Hand von perspektivischen Darstellungen ausschnittsweise den Aufbau
der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung den Ansaugtrakt 1 einer erfindungsgemäßen
Mehrzylinder-Brennkraftmaschine 2, der im wesentlichen aus vier nebeneinander liegenden
Luftrohren 3 - 6 besteht. Diese führen über einen mit seinem Ausgang 7 dargestellten
Filter geführte Luft zu vier Zylindern (nicht dargestellt).
[0015] Der Ansaugtrakt besteht im wesentlichen aus zwei Gehäuseteilen, einem nicht dargestellten
Unterteil und einem Oberteil 8. Das Oberteil 8 seinerseits stellt das Unterteil eines
ebenfalls zweiteiligen Gehäuses für eine elektronische Steuervorrichtung 9 der Brennkraftmaschine
2 dar. Es ist separat in einer Fig. 1a dargestellt.
[0016] Die Steuervorrichtung 9 ist mit ihren wesentlichen Komponenten in Fig. 2 dargestellt.
Sie enthält, Leiterplatten 10 und 11 zur Steuerung von Zündung und Einspritzung der
Brennkraftmaschine sowie eine damit zusammenwirkende Prozessorplatine 12. Diese trägt
mehrpolige Stecker 13 und 14 zum Anschluss der Platine 12 an das Bordnetz des Fahrzeugs
(nicht dargestellt).
[0017] Das Gehäuse für die Steuervorrichtung 9 enthält als zweites Gehäuseteil einen Deckel
15, der in Fig. 3 dargestellt ist. Er schließt die Steuervorrichtung 9 ab und nimmt
zwischen den beiden Teilen 8 und 15 die Stecker 13 und 14 auf.
[0018] Ein großer Teil der Verlustleistung der elektronischen Steuervorrichtung 9 entsteht
an den (nicht dargestellten) Endstufen für die Einspritz- und Zündstufentreiber. Diese
befinden sich auf den zylinderindividuellen Leiterplatten 10 und 11. Zur Kühlung der
betreffenden Bauteile sind diese an die Luftrohre 3 - 6 wärmetechnisch angebunden,
die vom Motor angesaugte Luft bewirkt die Kühlung. Bei hoher Motordrehzahl entsteht
bedingt durch die häufigen Zünd- und Einspritzvorgänge eine große Verlustleistung,
diese wird jedoch durch die große vom Motor angesaugte Luftmasse gut abgeführt.
[0019] Durch die Anordnung der Leiterplatten 10 und 11 zur Steuerung von Zündung und Einspritzung
nahe am Zylinderkopf 15 der Brennkraftmaschine 2 ergeben sich sehr kurze Leitungslängen
zu den Zündspulen und den Einspritzventilen (nicht dargestellt). Das hat große Vorteile
bzgl. EMV und Leitungsführung. Durch die Verbindung der Elektronikmodule 10 - 12 durch
Flachbandleitungen (nicht gezeigt) innerhalb des Gehäuses mit den Teilen 8 und 15
erhält man eine kostengünstige, modulare Lösung. Die Flachbandleitungen sind in diesem
Gehäuse vor Feuchtigkeitseinflüssen und bedingt durch die Kühlwirkung der vom Motor
angesaugten Luft vor größeren thermischen Einflüssen geschützt.
1. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine für Fahrzeuge mit mehreren zu den Zylindern führenden
Luftrohren und mit einem zugehörigen und in einem Gehäuse angeordneten Motor-Steuergerät,
dadurch gekennzeichnet, dass die Luftrohre (3 - 6) zu einer Baueinheit (1) zusammengefasst sind, an deren Außenseite
das Motor-Steuergerät-Gehäuse (8, 15) mit seinem Unterteil angeordnet ist, dass auf
dem Unterteil mehrere Schaltungsplatinen angeordnet sind, und dass das Unterteil und/oder
die Schaltungsplatinen so an die äußere Form der Luftrohre angepasst sind, dass die
Schaltungsplatinen zueinander geneigt sind.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsplatinen über mehradrige Flachbandkabel elektrisch miteinander verbunden
sind.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsplatinen lösbar mit dem Unterteil des Gehäuses verbunden sind.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsplatinen (12) in wärmeleitender Verbindung mit dem Unterteil steht.
5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Anschlussstecker(13, 14) für die Schaltungsplatinen in das Gehäuse eingearbeitet
sind.
6. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil des Motor-Steuergerät-Gehäuse zugleich einen Teil der Luftrohre (3
- 6) bildet.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente