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(11) |
EP 1 742 274 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.2010 Patentblatt 2010/39 |
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Anmeldetag: 28.06.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Flexibles Solarstrommodul mit einer im Rahmen integrierten Stromführung
Flexible solar module with electrical conductor integrated in the frame
Module solaire avec un conducteur électrique intégré dans le cadre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
07.07.2005 DE 102005032716
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.01.2007 Patentblatt 2007/02 |
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Patentinhaber: |
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- PVflex Solar GmbH
15517 Fürstenwalde (DE)
- Bayer MaterialScience AG
51368 Leverkusen (DE)
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Erfinder: |
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- Kalberlah, Klaus
12435, Berlin (DE)
- Schlemper,Klaus, Dr.
12524, Berlin (DE)
- Ehbing, Hubert, Dr.
51519, Rothental-Erberich (DE)
- Schauseil, Frank
51373, Leverkusen (DE)
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Vertreter: Hengelhaupt, Jürgen et al |
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Gulde Hengelhaupt Ziebig & Schneider
Patentanwälte - Rechtsanwälte
Wallstrasse 58/59 10179 Berlin 10179 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 571 446 US-B1- 6 283 542
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US-A- 4 611 090
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Weit über 90% aller derzeit produzierten Solarstrom-Module bestehen aus "Solarzellen",
die auf einer Seite mit einer Glasscheibe, auf der anderen Seite mit einer speziellen
Kunststoff-Folie oder mit einer weiteren Glasscheibe abgedeckt sind. Eine derartige
Einbettung von Solarzellen wird als "Laminat" bezeichnet. Versehen mit einer Rahmung,
die zumeist aus Alu-Profil besteht, und einem rückseitigen, elektrischen Anschluss
wird aus dem Laminat das verkäufliche Endprodukt, ein "Solarmodul". Es versteht sich,
dass derartige Module nicht flexibel und damit wenig geeignet sind zur Gebäude-Integration
durch Verklebung.
[0002] Als "Folienmodul" bezeichnet man die Einbettung von Solarzellen zwischen zwei Kunststoff-Folien,
ggf. auch zwischen einer vorderseitigen, lichtdurchlässigen Folie und einem biegsamen
Blech (Alu oder Edelstahl) auf der Rückseite. Derartige Folienmodule sind begrenzt
flexibel, werden vorzugsweise im Campingbereich eingesetzt und sind, wegen fehlender
Hagelschlagsicherheit, im Bereich Gebäude-Integration ebenfalls nicht einsetzbar.
[0003] Ein flexibles Folienmodul, das kristalline Silizium-Zellen nutzt und zugleich hagelschlagsicher
ist, wurde in
DE 103 56 690 vorgeschlagen. Hierbei ist eine "Durchverdrahtung" zwar vorgesehen, jedoch in das
Laminat eingearbeitet. Die Patentschrift
DE 100 48 034 sieht ebenfalls eine Durchverdrahtung in einem flexiblen, zur Dachintegration durch
Verklebung vorgesehenen Modul ("BIPV-Modul, building integrated photovoltaic-Module)
vor. In beiden Fällen ist jedoch von einer Rahmung und der Integration der Durchverdrahtung
in den Rahmen keine Rede.
[0004] Weltweit einzigartig sind Folienlaminate "UNlsolar®", die aus einer Einbettung von
Zellen aus amorphem Dünnschicht-Silizium, auf dünnes Edelstahl-Blech gedampft, zwischen
zwei Kunststoff-Folien bestehen. Sie sind somit sowohl flexibel als auch hagelschlagsicher
und werden speziell für die Verklebung mit glatten Dachmaterialien wie Stahlblech,
Titanzink-Blech etc. hergestellt.
[0005] Seit einigen Jahren werden derartige UNIsolar®-Laminate zur Herstellung von "BIPV-Anlagen"
beispielsweise von der Firma THYSSEN-HOESCH verwendet und unter der Bezeichnung "Solartec®"
vermarktet. Eine Rahmung der Laminate erfolgt hierbei nicht; vielmehr wird die meist
mehrere Meter lange "solare Rollenware" im Werk auf die Dachscharen aufgeklebt und
relativ aufwändig an mindestens einer Stelle pro Laminat mit einem rückseitigen Kabelanschluss
versehen, der unvermeidlich einen Durchbruch in der Dacheindeckung bedeutet. Die werksseitige
Verklebung der Laminate auf die bis zu 8 Meter langen Dachscharen ist prinzipiell
eine ungünstige Lösung, weil jede Dachschare individuell passend (in Länge und Farbe
etc) im Werk des Herstellers für das Dachmaterial gefertigt werden muss. Dies ist
nicht nur eine Folge der Verklebetechnik (mittels Heiztisch 130°C und EVA- Schmelzkleber),
sondern vor allem durch die rückseitige elektrische Anschlusstechnik bedingt, die
am Bau nicht fachgerecht ausgeführt werden kann.
[0006] Die derzeitige BIPV-Technologie, wie sie z.B. von der Firmen HOESCH und RHEINZINK
unter Zukauf von flexiblen UNIsolar® - Laminaten realisiert wird, zeigt also einige
gravierende Nachteile: Verklebung und Kabelanschluss erfolgen werksseitig, nicht am
Bau, sodass neben dem Transportproblem von bis zu 8m langen Profilen aus dünnem Blech
die Erschwernis besteht, das ganze Dach "custom made" zu produzieren, statt Standardware
massenweise zu verkaufen. Üblicherweise wird nämlich das Dachmaterial als Rollenware
geliefert und das Profil erst am Bau (in passender Länge) hergestellt (z.B. "Profilomat"-Technologie
der Fa. RHEINZINK). Nachteilig ist weiterhin, dass die elektrische Verschaltung der
zahlreichen Anschlusspunkte am Bau vergleichsweise aufwändig ist. Ferner ist die Gefahr
relativ groß, die empfindliche Solartechnik beim Transport und bei der Montage der
Dachscharen (z.B. mittels "Falzomat"-Technologie der Fa. Rheinzink) zu beschädigen.
[0007] Ein Teil der vorgenannten Nachteile wird durch die Patentanmeldung
DE 100 48 034 bereits mehr oder weniger befriedigend gelöst. Würde man darüber hinaus eine flexible
Rahmung der Laminate anstelle einer ungerahmten Selbstklebe-Technik verwenden, so
böte dies entscheidende Verbesserungen:
- a) "Kantenschutz" gegen Delamination und gegen Eindringen von Feuchtigkeit, d.h. Absicherung
gegen Degradation der Zellen
- b) Zusätzliche Isolierung spannungsführender Teile (Schutzklasse II Aufbau)
- c) Einfache Integration der Modul-Steckverbindung
- d) Vorkehrungen zur dauerhaften Verklebung und Abdichtung zum Untergrund
- e) Verwendung einer frontseitigen Schutzfolie mit Haftung am Rahmen
- f) professionelles Design; Modul auch ohne Selbstklebung verwendbar
[0008] Die beiden Patente
US 4 830 038 und
US 5 008 062 scheinen die Idee vorweg zu nehmen, flexible Solar-Laminate mit einem Rahmen zu versehen,
der aus Kunststoff mittels RIM (reaction injection moulding) gefertigt wurde. Tatsächlich
aber bestehen wesentliche Unterschiede:
- a) das entsprechend den US-Patenten zu verkapselnde Solar-Laminat ist eine Glasplatte,
sodass ein flexibles Modul nicht entstehen kann, was auch nicht die Aufgabenstellung
ist. Ausdrücklich wird vielmehr vom Gegenteil, d.h. von Versteifung bzw. einem Schutz
der Glasplatte (gegen Bruch) gesprochen.
- b) die US-Patente beabsichtigen nicht eigentlich eine Rahmung, sondern eine vollständige
Verkapselung ("enclosure") des gläsernen Laminates, was ausdrücklich die Kunststoff-Beschichtung
der Rückseite durch RIM einschließt
- c) entsprechend den US-Patenten werden zwar die Verbindungs-Leitungen zwischen den
Solarzellen und dem Modul-Anschluss in den Kunststoff eingebettet, von einer Durchverdrahtung
zur Verschaltung mit nebenliegenden Modulen ist jedoch mit keinem Wort die Rede.
- d) Da der für das RIM-Verfahren verwendete Kunststoff an Glas einwandfrei haftet und
sich ein Laminat aus Glas bei der RIM-Kapselung auch nicht durchbiegen kann, ist die
Aufgabenstellung, welche der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, eine völlig andere.
[0009] US 6,283,542 B1 sowie
US-A-4 611 090 zeigen ein weiteres Solarmodul mit Kunststoffrahmen. Weiterhin ist aus
EP 1 225 642 ein Verfahren bekannt, Solarmodule mit einem Rahmen und einer Rückseite aus einem
elastomerem Polyurethan zu hinter- und umschäumen. Hierbei wird vorzugsweise das Reaction
Injection Molding (RIM)-Verfahren verwendet. Die vorgenannte Veröffentlichung beschreibt
jedoch nicht, dass die Solarmodule die erfindungsgemäße Eigenschaft besitzen, flexibel
sind. Weiterhin wird zwar ausdrücklich erwähnt, dass in den Rahmen "Befestigungsteile"
integriert werden können, die Integration einer Durchverdrahtung wird jedoch nicht
erwähnt. Die Integration einer Durchverdrahtung in den Modul-Rahmen ist bei Standardmodulen
auch nicht naheliegend, weil sie nicht rückseitig verklebt werden bzw. nicht vollflächig
auf einer Unterlage aufliegen müssen. Üblich ist vielmehr eine rückseitige Anschlussbox
und eine Kabelverbindung zu den nebenliegenden Modulen.
[0010] Weiterhin ist nach
EP 1 225 642 zwar vorgesehen, dass zusammen mit dem Rahmen zugleich auch die Laminat-Rückseite
mit einer Kunststoff-Schicht abgedeckt wird, jedoch ist nicht davon die Rede, dass
eine rückseitige Abdeckung des Laminats sehr viel vorteilhafter dadurch erfolgen kann,
dass das Laminat vor dem Einlegen in die Form zur Rahmung hiermit bereits versehen
ist. Letztere kann auf diese Weise auch aus einem anderen Material als der Rahmen
bestehen, im Unterschied zur gleichzeitigen Rahmung und Hinterschäumung.
[0011] Versuche, eine flexibles Laminat der Marke "UNIsolar®" nach dem in
EP 1 225 642 beschriebenen Verfahren zu rahmen, konnten aus zwei Gründen nicht erfolgreich sein:
- (1) Für die Vorderseite von flexiblen Solarmodulen wird üblicherweise eine Teflon®-Folie
verwendet, um schmutzabweisende Eigenschaften zu erreichen. Dies führt nahezu zwangsläufig
dazu, dass eine Enthaftung des Rahmens vorderseitig stattfindet, d.h. eine dauerhaft
feuchtigkeitssichere Abdichtung wegen der mangelhaften Verklebung der Materialien
Teflon® und beispielsweise Polyurethan nicht erreicht wird.
- (2) Ebenso unvermeidlich führt die rückseitige Abdeckung des flexiblen Laminats durch
Umschäumen mit beispielsweise Polyurethan zu einer Verbiegung des Laminats. Ursache
hierfür ist die Tatsache, dass der Kunststoff für die Rückseite beim RIM-Prozess schrumpft
und ein anderes Wärmeausdehnungsverhalten besitzt als das Solar-Laminat. Beim Abkühlen
des Laminats nach dem rückseitigen Hinterspritzen kommt es damit zur unerwünschten
Durchbiegung des fertigen Moduls.
[0012] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem flexiblen, glaslosen Solarmodul mit
einem umlaufenden und die Kanten eines flexiblen Laminats umschließenden Rahmen aus
Kunststoff. Das Solarmodul zeichnet sich dadurch aus, dass der Rahmen aus Kunststoff
von dauerelastisch-biegsamer Konsistenz besteht und dass in diesen eine flach-bandförmige
Durchverdrahtung eingeformt ist, die umlaufend in unmittelbarer Nähe der Rahmen-Innenkante
auf einer Vorderseite des Laminats verläuft und fest mit diesem verbunden ist.
[0013] Vorzugsweise sind an den Enden der Durchverdrahtung Steckbuchsen angebracht, die
in den Rahmen eingeformt sind. Eine Rückseite des Laminats kann ferner durch eine
biegsame Platte aus Kunststoff oder Metall abgedeckt sein, die insbesondere aus PVC-Hartschaum
besteht. Alternativ kann die Rückseite des Laminats durch eine Schicht aus witterungsbeständigen,
geschlossen-porigen, weich dauer-elastischen Schaumstoff abgedeckt sein. Eine Dicke
der Schaumstoff-Schicht kann größer sein als die Dicke des Rahmens auf seiner Unterseite.
Die Schaumstoff-Schicht kann rückseitig ganz oder teilweise mit einer Selbstklebe-Schicht
versehen sein und an den Stellen, die selbstklebend sind, mit einer abziehbaren Schutzfolie
ausgestattet sein. Auf einer Rückseite des Rahmens kann eine umlaufende Abdichtung
aus dauerelastischem Dichtmaterial angebracht sein. Die Abdichtung kann eine Rundschnur
aus Butylkautschuk mit einer abziehbaren Schutzfolie sein. In die Rahmenunterseite
kann eine umlaufende Hohlkehle zur Aufnahme der Dichtung eingeformt sein. Der Rahmen
kann Befestigungslochungen erhalten, welche an den Ecken des Rahmens an den Stellen
der Überlappung der bandförmigen Durchverdrahtung durch diese hindurchgehen und durch
Kunststoff-Buchsen gegen Witterungseinfluss sowie unbeabsichtigten elektrischen Kontakt
mit Befestigungsschrauben geschützt sind.
[0014] Ein weiterer Aspekt der Erfindung liegt in der Bereitstellung eines Verfahrens zur
Herstellung eines flexiblen, glaslosen Solarmoduls mit einem umlaufenden und die Kanten
eines flexiblen Laminats umschließenden Rahmen aus Kunststoff, wobei der Rahmen aus
Kunststoff von dauerelastisch-biegsamer Konsistenz besteht und in diesen eine flach-bandförmige
Durchverdrahtung eingeformt ist, die umlaufend in unmittelbarer Nähe der Rahmen-Innenkante
auf einer Vorderseite des Laminats verläuft und fest mit diesem verbunden ist. Das
Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Rahmen nach dem RIM-Verfahren (reaction
injection molding) hergestellt wird, wobei in eine Form zur Rahmenherstellung ein
flexibles Laminat eingelegt wird, nachdem auf dessen Vorderseite umlaufend flach-bandförmige
Durchverdrahtungen fest verbunden und an den Enden mit Steckbuchsen versehen wurden.
[0015] Vorzugsweise erfolgt die feste Verbindung der bandförmigen Durchverdrahtung am Laminat
durch Vernieten und/oder Verkleben. Ferner ist bevorzugt, dass eine Rückseite des
Laminats durch eine biegsame Platte aus Kunststoff oder Metall abgedeckt ist und dass
die Platte vor dem Einbringen in eine Form zur Rahmenherstellung durch RIM rückseitig
auf dem Laminat fixiert wird. Bevorzugt ist weiterhin, dass die Rückseite des Laminats
durch eine Schicht aus witterungsbeständigen, geschlossen-porigen, weich dauer-elastischen
Schaumstoff abgedeckt ist und dass die Schicht aus Schaumstoff vor dem Einbringen
in die Form zur Rahmenherstellung durch RIM rückseitig auf dem Laminat verklebt wird.
Schließlich ist bevorzugt, dass der Rahmen Befestigungslochungen erhält, welche an
den Ecken des Rahmens an den Stellen der Überlappung der bandförmigen Durchverdrahtung
durch diese hindurchgehen und durch Kunststoff-Buchsen gegen Witterungseinfluss sowie
unbeabsichtigten elektrischen Kontakt mit Befestigungs-Schrauben geschützt sind und
dass vor dem Einbringen des Laminats in die Form zur Rahmenherstellung durch RIM die
Lochungen für die Befestigung durch das Laminat und die Überlappung der Durchverdrahtung
hindurchgehend vorgenommen und die Buchsen aus isolierendem Kunststoff in die Befestigungslochungen
eingesetzt werden.
[0016] Die vorliegende Erfindung beschreibt demnach u. a. ein Verfahren, um dennoch flexible
Laminate, z.B. der Marke "UNIsolar® mit einem Polyurethan mittels RIM-Technologie
zu rahmen. Die vorgenannten Nachteile der vorderseitigen Enthaftung und der Durchbiegung
werden nämlich vermieden, indem vorderseitig auf die Teflonfolie zunächst die Durchverdrahtung,
bestehend vorzugsweise aus einem flachen Kupferband aufgebracht und durch Vernieten
und/oder durch eine Spezial-Verklebung dauerhaft mit dem Laminat verbunden wird. Der
Rahmen verklebt seinerseits sicher mit dem Kupferband, sodass die ohne Durchverdrahtung
beobachtete, nachteilige Enthaftung von Rahmen und Laminat nicht auftritt.
[0017] Weiterhin wird die Rückseite des Laminats vor der Rahmen-Herstellung mit einer Abdeckung,
beispielsweise mit einer geschäumten oder kompakten Kunststoff-Platte versehen. Diese
Platte schrumpft oder erwärmt sich bei dem Rahmungsprozess nicht, sodass die nachteilige
Durchbiegung des Laminats, welche bei der Umschäumung der Rückseite mit Rahmenmaterial
auftritt, unterbleibt. Gleichzeitig entsteht bei dem RIM-Vorgang eine innige Verklebung
zwischen dem Rahmen und der zum Rahmen angrenzenden Kante der rückseitigen Platte,
sodass einerseits eine ausreichende mechanische Halterung der rückseitigen Platte,
andererseits eine verlässliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit auch rückseitig gewährleistet
ist.
[0018] Die Verkapselung der Rückseite bleibt auf diese Weise auch dann intakt, wenn die
Verklebung zwischen Platte und Laminat-Rückseite fehlt oder unbefriedigend ist. Ebenso
wie die vorderseitige Haftung bereitet nämlich die Verklebung mit der Rückseite mancher
Laminate (z.B. von UNI-solar® - Laminaten wegen ihrer Tedlar®-Rückseite) Schwierigkeiten.
[0019] An Stelle der rückseitigen Platte aus geschäumtem oder kompaktem Kunststoff kann
auch ein Schichtenaufbau verwendet werden, der das fertige Modul dauerelastisch selbstklebend
macht. Hierzu ist, wie an anderer Stelle bereits vorgeschlagen (
DE 100 48 034) eine geschlossenporige Schaumstoffschicht geeignet, die an ihrer Unterseite mit
Klebefolie beschichtet und mit einer abziehbaren Schutzfolie (z.B. Silikonpapier)
abgedeckt ist. Auch hier bildet sich, wenn das Laminat zusammen mit dem beschriebenen
Schichtaufbau in die Form zur Herstellung des Rahmens mittels RIM-Technologie eingelegt
wird, eine innige Verbindung zwischen Rahmen und der Schnittkante der rückseitigen
Schaumstoff-Abdeckung. Zugleich wird vorgeschlagen, die Schaumstoffschicht dicker
als die Unterseite des Rahmens zu bemessen, damit bei der Verklebung auf dem Dach
der Modul nicht auf dem Rahmen aufliegt, sondern die ausgleichende Funktion des Schaumstoffs
wirksam werden kann.
[0020] Die vorliegende Erfindung besteht also unter anderem darin, das in
EP 1 225 642 vorgestellte Rahmungsverfahren für flexible Laminate zu modifizieren. Hierzu ist
es möglich, die Steifigkeit des Kunststoff-Materials gering einzustellen und auf Füllstoffe
weitgehend zu verzichten, so dass der Rahmen selbst biegbar bleibt. Letzteres ist
nicht naheliegend, weil bei Laminaten aus Glas zur Anpassung des thermischen Ausdehnungskoeffizienten
und zur Vermeidung von Biegespannungen der Füllstoffgehalt eher hoch eingestellt und
die hieraus resultierende Steifigkeit des Rahmens als Vorteil angesehen wird.
[0021] Ferner wird die an sich problematische Haftung des Rahmens auf der Vorderseite des
Laminats erreicht durch eine "Haftungsvermittlung" via Durchverdrahtung. Erfindungsgemäß
wird die Durchverdrahtung, welche sonst innerhalb des Laminats (siehe
DE 103 56 690, Fig. 6) oder auf der Laminat-Rückseite (siehe
DE 100 48 034, Fig.2) verläuft, umlaufend an den Rand der Vorderseite verlegt, sodass sie dort
die Doppelfunktion eines elektrischen Leiters und der "Haftvermittlung" übernimmt.
[0022] Da die Laminat-Rückseite einerseits vollflächig abgedeckt und gegen Feuchtigkeit
geschützt werden muss, andererseits eine Durchbiegung, wie sie entstünde bei der gleichzeitigen
Erzeugung von Rahmen und Rückseite nach der in
EP 1 225 642,
US 5 008 062 und
US 4 830 038, nicht akzeptiert werden kann, wird die rückseitige Abdeckung als zusätzliches, fertiges
Teil (Platte oder Schaumstoff-Schicht) ausgebildet und dieses vor dem Einlegen des
Laminats in die Form zur RIM-Umschäumung an der Laminat - Rückseite zu fixiert.
[0023] Es wäre selbstverständlich möglich, eine derartige rückseitige Abdeckung nach der
Rahmen-Herstellung einzufügen, jedoch bedeutet dies einen zusätzlichen BearbeitungsSchritt,
wobei dann die Frage von Haftung und Abdichtung zwischen Platte und Rahmen allein
schon auf Grund der bei flexiblen Solarlaminaten unvermeidlichen Maßtoleranzen gewisse
technologische Schwierigkeit aufwirft.
[0024] Das beschriebene flexible Modul mit der rückseitigen Kunststoffplatte nachfolgend
mit einem Selbstklebe-Aufbau auszustatten, ist leicht möglich. Vorzugsweise wird hierzu
erstens eine dauerelastische Abdichtung zwischen Modul und Unterlage durch ButylKautschuk
bereits werksseitig umlaufend auf der Rahmen-Unterseite angebracht. Zweitens wird
eine zuverlässige Verklebung durch bauseitigen Auftrag eines geeigneten Klebstoffs,
z.B. eines MS-Polymer-Klebers, der als Kartuschen-Ware mitgeliefert werden kann, erreicht.
An der Baustelle wird also zunächst die Schutzfolie über dem ButylKautschuk abgezogen,
dann an 4 bis 6 Stellen auf der Kunststoffplatte Klebstoff aufgetragen und schließlich
der Modul auf den Untergrund, beispielsweise auch auf Beton oder Bitumen-Dachbahnen,
aufgepresst. Diese Dicht- und Verklebetechnik (2 Systeme) eignet sich auch für bereits
vorhandene oder schwierige Untergrund-Material ien.
[0025] Handelt es sich um neue, d.h. saubere, trockne und fettfreie Untergrund-Materialien,
beispielsweise Dachscharen aus Titanzinkblech (der Fa. RHEINZINK) oder aus farbig
lackiertem Aluminium (FALZONAL® der Fa. ALCAN), so kann eine ausreichend sichere und
dichtende Verklebung auch durch eine rückseitige Schicht von geschlossenporigem Schaumstoff,
beschichtet mit Acrylat-Klebefolie, erreicht werden. Es lassen sich dann die Kosten
der rückseitigen, biegsamen Kunststoff-Platte einsparen, indem an ihrer Stelle ein
selbstklebender Aufbau mit weichem Schaumstoff auf der Rückseite des Laminats fixiert
und zusammen mit dem Laminat in die Form zur Rahmenherstellung eingelegt wird. Allerdings
sollte, um die elastischen Eigenschaften auszunutzen und so eine einwandfreie Haftung
auf dem Dachmaterial zu gewährleisten, der Selbstklebe-Schaumstoff eine größere Dicke
als die Unterseite des Rahmens aufweisen.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von einer Prinzip-Zeichnung (Fig.1) und drei
Ausführungsbeispielen (Fig. 2-4) näher erläutert:
Fig. 1 zeigt schematisch eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße BIPV-Modul. Das flexible
Laminat (2) ist mit einem biegsamen Kunststoff-Rahmen (1) umgeben; eingeschäumt in
diesen ist umlaufend die Durchverdrahtung (3a), nicht zu verwechseln mit der elektrischen
Anschluss-Verdrahtung der Zellen (9a, 9b). Entsprechend werden 2 Buchsen für den Modul-Anschluss
(10a, 10b) und 4 Buchsen für die Steckverbindung der Durchverdrahtung (10c) gezeigt.
In den Ecken des Modul-Rahmens gibt es 4 Befestigungs-Lochungen (8), die durch das
Flachband der Durchverdrahtung (3a) hindurchgreifen, wobei ein elektrischer Kontakt
durch jeweils eine vor dem Verschäumen eingefügte Kunststoff-Buchse (nicht gezeichnet)
verhindert wird.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch den Rahmen des erfindungsgemäßen BIPV-Moduls ohne
Vorkehrungen zur Dachverklebung. Das flexible Laminat (2) ist mit einer biegsamen
Kunststoff-Rahmung (1) umgeben, wobei die frontseitige Haftung des Rahmens erreicht
wird durch über das Kupferband der Durchverdrahtung (3a), das durch Nieten (7) form
- und kraftschlüssig am Laminat (2) befestigt und zusätzlich mit Klebeband (3b) fixiert
ist. Die Stelle eines potentiellen Wassereintritts (4) liegt in unmittelbarer Nähe
des Kupferbandes (ca. 1mm Abstand) und ist somit dauerhaft abgedichtet. Eventuelle
Maßtoleranzen in der Breite des flexiblen Laminats (2) werden im Bereich (11) ausgeglichen,
sodass der Rahmenabstand vom Kupferband hierdurch nicht beeinflusst wird. Rückseitig
ist das flexible Laminat (2) mit einer biegbaren PVC-Hartschaum-Platte (6) versehen.
Da die Platte (6) zusammen mit dem Laminat in die Form zur Rahmenherstellung (durch
RIM) eingelegt wurde, ist gewährleistet, dass an der Stelle (5) eine innige Verbindung
zwischen Rahmen (1) und Platte (6) entsteht.
Fig. 3 zeigt das flexible Laminat (2) mit Kunststoff-Rahmung (1), wobei die frontseitige
Haftung wiederum über das Kupferband (3a) erreicht wird, das durch eine geeignete
Klebstoffschicht (3b) mit dem Laminat (2) verbunden ist. Rückseitig wurde das flexible
Laminat (2) vor dem Einlegen in die Form zur Rahmenherstellung mit einer dauerelastischen
Schaumstoff-Lage (6a) versehen und mit Klebefolie (6b) am Laminat fixiert, wobei die
weiche Schaumstoff-Schicht (6a) unterseitig eine für den Verbund mit neuwertigen Dachmaterialien
geeignete Klebeschicht (6c) und die übliche, abziehbare Schutzfolie (6d) aufweist.
Die Dicke der Schaumstoff-Schicht (6a) ist dabei höher als die Dicke der Unterseite
des Rahmens (2).
Fig. 4 zeigt den erfindungsgemäßen flexiblen Modul ähnlich Fig. 2, jedoch mit zusätzlichen
rückseitigen Vorkehrungen zur Verklebung auf alten oder schwierigen Untergründen.
Eingeformt in den Rahmen (1) ist eine umlaufende Hohlkehle (12c), in welche nach der
Rahmung werksseitig eine Dichtschnur (12a) aus dauerhaft klebenden Butylkautschuk
eingebracht wurde. Die Abdeckfolie (12b) wird bauseitig vor der Verklebung des Moduls
entfernt, wie auch die einzelnen Klebstoff-Punkte (13) bauseitig aufgebracht werden.
[0027] Die aus Fig. 2 bereits bekannte, sichere Verbindung der Durchverdrahtung (3a) mit
dem Laminat (2) durch Nieten (7) wird unterstützt durch das unterseitige Einlegen
einer Scheibe (7a) beispielsweise aus Alu, wodurch der Polyurethan-Rahmen auf der
Laminat-Unterseite zusätzliche Punkte der Verankerung durch Verklebung mit den Scheiben
erhält.
[0028] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Produktes gegenüber handelsüblicher BIPV (z.B.
Solartec® von THYSSEN) sind, dass der Modul auf beliebige glatte, auch gekrümmte Flächen
von Baukonstruktionen, beispielsweise auf Dacheindeckungen oder Fassadenverkleidungen
- (1) bauseitig aufgebracht wird, d.h. auch auf bereits vorhandenen, "alten" Gebäudeflächen
zum Einsatz kommt;
- (2) auf fast allen Untergründen, beispielsweise auch auf Beton oder Bitumen-Dachbahnen,
dauerhaft verklebbar ist;
- (3) die elektrische Verbindung der Module in deren Rahmen enthalten ist bzw. durch
Steckverbindungen auf der Dach-Oberseite hergestellt wird, sodass Durchbrüche der
Dachhaut nur an sehr wenigen Stellen erforderlich sind;
- (4) die objektbezogene Einzelfertigung der solaren Dacheindeckung beim Hersteller
incl. ihrem erheblichen Transportaufwand entfällt
- (5) der Modul einen wesentlichen Qualitätszuwachs (z.B. hinsichtlich Degradation,
Delamination, Erdschlüsse etc.) erfährt, da durch die Rahmung ein Kantenschutz und
eine "Entkoppelung" der rückseitigen Abdichtung von der Verklebung mit dem Unter-material
erreicht wird; und
- (6) das Modul mit einer vorderseitigen Schutzfolie ausgestattet werden kann; da die
Schutzfolie auf der Teflon-Vorderseite des Laminats nicht haftet, findet Schutzfolie
bisher keine Verwendung bzw. lässt sich der Anspruch 7 in DE 100 48 034 nicht ohne Rahmen realisieren.
[0029] Verschiedene Detail-Verbesserungen sind den Unteransprüche zu entnehmen, z. B. hat
die Verwendung einer rückseitigen Platte aus PVC-Hartschaum den Vorteil, dass dieses
Material sehr leicht ist, dass die Schnittkanten eine Struktur aufweisen, die eine
innige Verbindung mit dem Rahmen beim RIM-Prozess begünstigt und dass derartiges Plattenmaterial
als preiswertes Standardprodukt am Markt zur Verfügung steht.
[0030] Die Anordnung der zusätzlichen Befestigungslochungen in den Ecken und durch die bandförmige
Durchverdrahtung hindurchgreifend hat den Vorteil, dass dort in der Überlappung der
Kupferbänder eine besonders stabile mechanische Versteifung des Rahmens vorliegt und
der Leitungsquerschnitt für die elektrische Stromführung unbedenklich durch die Lochung
reduziert werden kann.
1. Flexibles, glasloses Solarmodul mit einem umlaufenden und die Kanten eines flexiblen
Laminats (2) umschließenden Rahmen (1) aus Kunststoff,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (1) aus Kunststoff von dauerelastisch-biegsamer Konsistenz besteht und
dass in diesen eine flach-bandförmige Durchverdrahtung (3a) eingeformt ist, die umlaufend
in unmittelbarer Nähe der Rahmen-Innenkante auf einer Vorderseite des Laminats (2)
verläuft und fest mit diesem verbunden ist.
2. Flexibles Solarmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Enden der Durchverdrahtung (3a) Steckbuchsen (10c) angebracht und in den Rahmen
(1) eingeformt sind.
3. Flexibles Solarmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Rückseite des Laminats (2) durch eine biegsame Platte (6) aus Kunststoff oder
Metall abgedeckt ist.
4. Flexibles Solarmodul nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Platte (6) aus PVC-Hartschaum besteht.
5. Flexibles Solarmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückseite des Laminats (2) durch eine Schicht (6a) aus witterungsbeständigen,
geschlossen-porigen, weich dauer-elastischen Schaumstoff abgedeckt ist.
6. Flexibles Solarmodul nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Dicke der Schaumstoff-Schicht (6a) größer ist als die Dicke des Rahmens (1)
auf seiner Unterseite.
7. Flexibles Solarmodul nach Anspruch nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaumstoff-Schicht (6a) rückseitig ganz oder teilweise mit einer Selbstklebe-Schicht
(6c) versehen und an den Stellen, die selbstklebend sind, mit einer abziehbaren Schutzfolie
(6d) ausgestattet ist.
8. Flexibles Solarstrom-Modul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer Rückseite des Rahmens (1) eine umlaufende Abdichtung aus dauerelastischem
Dichtmaterial angebracht ist.
9. Flexibles Solarstrom-Modul nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdichtung eine Rundschnur (12a) aus Butylkautschuk mit einer abziehbaren Schutzfolie
(12b) ist.
10. Flexibles Solarstrom-Modul nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Rahmenunterseite eine umlaufende Hohlkehle (12c) zur Aufnahme der Dichtung
eingeformt ist.
11. Flexibles Solarstrom-Modul nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (1) Befestigungslochungen erhält, welche an den Ecken des Rahmens (1)
an den Stellen der Überlappung der bandförmigen Durchverdrahtung (3a) durch diese
hindurchgehen und durch Kunststoff-Buchsen (8) gegen Witterungseinfluss sowie unbeabsichtigten
elektrischen Kontakt mit Befestigungs-Schrauben geschützt sind.
12. Verfahren zur Herstellung eines flexiblen, glaslosen Solarmoduls mit einem umlaufenden
und die Kanten eines flexiblen Laminats (2) umschließenden Rahmen (1) aus Kunststoff,
wobei der Rahmen (1) aus Kunststoff von dauerelastisch-biegsamer Konsistenz besteht
und in diesen eine flach-bandförmige Durchverdrahtung (3a) eingeformt ist, die umlaufend
in unmittelbarer Nähe der Rahmen-Innenkante auf einer Vorderseite des Laminats (2)
verläuft und fest mit diesem verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (2) nach dem RIM-Verfahren (reaction injection molding) hergestellt wird,
wobei in eine Form zur Rahmenherstellung ein flexibles Laminat (2) eingelegt wird,
nachdem auf dessen Vorderseite umlaufend flach-bandförmige Durchverdrahtungen (3a)
fest verbunden und an den Enden mit Steckbuchsen (10c) versehen wurden.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die feste Verbindung der bandförmigen Durchverdrahtung (3a) am Laminat (2) durch
Vernieten und/oder Verkleben erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Rückseite des Laminats (2) durch eine biegsame Platte (6) aus Kunststoff oder
Metall abgedeckt ist und dass die Platte (6) vor dem Einbringen in eine Form zur Rahmenherstellung
durch RIM rückseitig auf dem Laminat (2) fixiert wird.
15. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückseite des Laminats (2) durch eine Schicht (6a) aus witterungsbeständigen,
geschlossen-porigen, weich dauer-elastischen Schaumstoff abgedeckt ist und dass die
Schicht (6a) aus Schaumstoff vor dem Einbringen in die Form zur Rahmenherstellung
durch RIM rückseitig auf dem Laminat (2) verklebt wird.
16. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (1) Befestigungslochungen erhält, welche an den Ecken des Rahmens (1)
an den Stellen der Überlappung der bandförmigen Durchverdrahtung (3a) durch diese
hindurchgehen und durch Kunststoff-Buchsen (8) gegen Witterungseinfluss sowie unbeabsichtigten
elektrischen Kontakt mit Befestigungs-Schrauben geschützt sind und dass vor dem Einbringen
des Laminats (2) in die Form zur Rahmenherstellung durch RIM die Lochungen für die
Befestigung durch das Laminat (2) und die Überlappung der Durchverdrahtung (3a) hindurchgehend
vorgenommen und die Buchsen (8) aus isolierendem Kunststoff in die Befestigungslochungen
eingesetzt werden.
1. Flexible, glassless solar module having a circumferential frame (1) made of plastic,
the frame enclosing the edges of a flexible laminate (2),
characterized in that
the frame (1) consists of plastic with a permanently elastic bendable consistency
and that a flat tape-like through-wiring (3a) is formed into it which runs circumferentially
in direct proximity to the inner edge of the frame on a front side of the laminate
(2) and is firmly fixed thereto.
2. Flexible solar module of claim 1,
characterized in that
sockets (10c) are disposed and are formed into the frame (1) at the ends of the through-wiring
(3a).
3. Flexible solar module of claim 1,
characterized in that
a back side of the laminate (2) is covered by a bendable plate (6) made of plastic
or metal.
4. Flexible solar module of claim 3,
characterized in that
the plate (6) consists of rigid PVC foam.
5. Flexible solar module of claim 1,
characterized in that
the back side of the laminate (2) is covered by a layer (6a) made of weather-proof,
closed-porous, soft permanently elastic foam.
6. Flexible solar module of claim 5,
characterized in that
a thickness of the foam layer (6a) is greater than the thickness of the frame (1)
on its bottom side.
7. Flexible solar module of claim 5,
characterized in that
the foam layer (6a) is provided with a self-adhesive layer (6c) on all or part of
its back side and is provided with a peelable protective foil (6d) in the places that
are self-adhesive.
8. Flexible solar power module of claim 1,
characterized in that
a circumferential seal made of permanently elastic sealing material is disposed on
a back side of the frame (1).
9. Flexible solar power module of claim 8,
characterized in that
the seal is a round chord (12a) made of butyl rubber with a peelable protective foil
(12b).
10. Flexible solar power module of claim 8 or 9,
characterized in that
a circumferential groove (12c) is formed into the bottom side of the frame for receiving
the seal.
11. Flexible solar power module of one of the preceding claims,
characterized in that
the frame (1) receives fixing borings which at the corners of the frame (1) at the
places of overlap of the tape-like through-wiring (3a) pass therethrough and are protected
by plastic jacks (8) against climatic influence as well as accidental electrical contact
with fixing screws.
12. Method of manufacturing a flexible, glassless solar module having a circumferential
frame (1) made of plastic, the frame enclosing the edges of a flexible laminate (2),
wherein the frame (1) consists of plastic with a permanently elastic bendable consistency
and a flat tape-like through-wiring (3a) is formed into it, which runs circumferentially
in direct proximity to the inner edge of the frame on a front side of the laminate
(2) and is firmly fixed thereto,
characterized in that
the frame (2) is manufactured according to the RIM (reaction injection molding) method,
wherein a flexible laminate (2) is placed into a form for frame manufacturing after
flat tape-like through-wirings (3a) have been circumferentially firmly connected on
its front side and have been provided with sockets (10c) at their ends.
13. The method according to claim 12,
characterized in that
the firm connection of the tape-like through-wiring (3a) to the laminate (2) is established
by riveting and/or adhering.
14. Method of claim 12 or 13,
characterized in that
a back side of the laminate (2) is covered by a bendable plate (6) made of plastic
or metal and that the plate (6) is fixed to the laminate (2) on the back side before
insertion into a form for frame manufacturing through RIM.
15. Method of one of claims 12 to 14,
characterized in that
the back side of the laminate (2) is covered by a layer (6a) made of weather-proof,
closed-porous, soft permanently elastic foam and that the layer (6a) made of foam
is adhered to the laminate (2) on the back side before insertion into the form for
frame manufacturing through RIM.
16. Method of one of claims 12 to 15,
characterized in that
the frame (1) receives fixing borings which at the corners of the frame (1) at the
places of overlap of the tape-like through-wiring (3a) pass therethrough and are protected
by plastic jacks (8) against climatic influence as well as accidental electrical contact
with fixing screws and that the borings for fixing are made passing through the laminate
(2) and the overlap of the through-wiring (3a) before insertion of the laminate (2)
into the form for frame manufacturing through RIM and the jacks (8) made of insulating
plastic are inserted into the fixing borings.
1. Module solaire flexible sans verre ayant un cadre (1) en matière plastique périphérique
et entourant les bords d'un stratifié (2) flexible,
caractérisé en ce
que le cadre (1) consiste en une matière plastique ayant une consistance durablement
élastique flexible, et qu'un câblage (3a) traversant sous forme de ruban plat est
formé dans le cadre, qui s'étend de façon périphérique sur un côté avant du stratifié
(2), à proximité immédiate du bord intérieur du cadre, et est relié fermement au stratifié.
2. Module solaire flexible selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des douilles (10c) de connecteur sont montées aux extrémités du câblage (3a) traversant
et formées dans le cadre (1).
3. Module solaire flexible selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un côté arrière du stratifié (2) est couvert par une plaque (6) flexible en matière
plastique ou en métal.
4. Module solaire flexible selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que la plaque (6) consiste en mousse rigide de PVC.
5. Module solaire flexible selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le côté arrière du stratifié (2) est couvert par une couche (6a) de mousse résistant
aux intempéries, à pores fermées, mollement et durablement élastique.
6. Module solaire flexible selon la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'une épaisseur de la couche (6a) de mousse est supérieure à l'épaisseur du cadre (1)
sur son côté inférieur.
7. Module solaire flexible selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que la couche (6a) de mousse est prévue, complètement ou partiellement, d'une couche
(3c) autocollante sur l'arrière, et prévue d'une feuille (6d) de protection retirable
aux endroits qui sont autocollants.
8. Module solaire flexible selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un joint périphérique en un matériau d'étanchéité durablement élastique est disposé
sur un côté arrière du cadre (1).
9. Module solaire flexible selon la revendication 8,
caractérisé en ce
que le joint est une ganse (12a) en caoutchouc butyle ayant une feuille (12b) de protection
retirable.
10. Module solaire flexible selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce
qu'une gorge (12c) périphérique pour recevoir le joint est formée dans le côté inférieur
du cadre.
11. Module solaire flexible selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le cadre (1) comprend des perforations de fixation qui traversent le câblage (3)
traversant sous forme de ruban aux coins de cadre (1) aux endroits du chevauchement
du câblage (3a) traversant sous forme de ruban, et qui sont protégées des intempéries
ainsi que d'un contact électrique non intentionnel avec des vis de fixation, par des
douilles (8) en matière plastique.
12. Procédé de fabrication d'un module solaire flexible sans verre ayant un cadre (1)
en matière plastique périphérique et entourant les bords d'un stratifié (2) flexible,
dans lequel le cadre (1) en matière plastique consiste en une matière plastique ayant
une consistance durablement élastique flexible, et qu'un câblage (3a) traversant sous
forme de ruban plat est formé dans le cadre, qui s'étend de façon périphérique sur
un côté avant du stratifié (2), à proximité immédiate du bord intérieur du cadre,
et est relié fermement au stratifié,
caractérisé en ce
que le cadre (2) est fabriqué par le procédé RIM (reaction injection molding = moulage
par injection-réaction), un stratifié (2) flexible étant introduit dans un moule pour
la fabrication de cadre après que des câblages (3a) traversants sous forme de ruban
plat périphériques aient été reliés fermement sur son côté avant et prévus de douilles
(10e) de connecteur aux extrémités.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce
que la liaison ferme du câblage (3a) traversant sous forme de ruban avec le stratifié
(2) est effectuée par rivetage et/ou collage.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce
qu'un côté arrière du stratifié (2) est couvert par une plaque (6) flexible en matière
plastique ou en métal, et que la plaque (6) est fixée sur le stratifié (2) à l'arrière
avant l'introduction dans un moule pour la fabrication de cadre par le procédé RIM.
15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce
que le côté arrière du stratifié (2) est couvert par une couche (6a) de mousse résistant
aux intempéries, à pores fermées, mollement et durablement élastique, et que la couche
(6a) de mousse est collée sur le stratifié (2) à l'arrière avant l'introduction dans
le moule pour la fabrication de cadre par le procédé RIM.
16. Procédé selon l'une des revendications 12 à 15,
caractérisé en ce
que le cadre (1) comprend des perforations de fixation qui traversent le câblage (3a)
traversant sous forme de ruban aux coins du cadre (1) aux endroits du chevauchement
du câblage (3a) traversant sous forme de ruban, et sont protégées des intempéries
ainsi que d'un contact électrique non intentionnel avec des vis de fixation, par des
douilles (8) en matière plastique, et que les perforations pour la fixation par le
stratifié (2) et le chevauchement du câblage (3a) traversant sont effectuées de manière
traversante et les douilles (8) en matière plastique isolante sont insérées dans les
perforations de fixation, avant l'introduction du stratifié (2) dans le moule pour
la fabrication de cadre par le procédé RIM.


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