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(11) |
EP 1 743 053 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2012 Patentblatt 2012/35 |
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Anmeldetag: 02.05.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2005/000811 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/108651 (17.11.2005 Gazette 2005/46) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER BESCHICHTUNG
METHOD FOR PRODUCTION OF A COATING
PROCEDE DE PRODUCTION D'UN REVETEMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
04.05.2004 DE 102004021926
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.2007 Patentblatt 2007/03 |
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Patentinhaber: MTU Aero Engines GmbH |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- ALBRECHT, Anton
93444 Bad Kötzting (DE)
- DAUTL, Thomas
85258 Weichs (DE)
- OEZCAN, Oemer-Refik
85221 Dachau (DE)
- PILLHÖFER, Horst
85244 Röhrmoos (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 784 104 US-A- 5 415 761
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WO-A-03/088316
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer korrosionsbeständigen und/oder
oxidationsbeständigen Beschichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1,
[0002] Beim Betrieb von Bauteilen, insbesondere Bauteilen von Gasturbinen, bei hohen Temperaturen
sind deren freie Oberflächen stark korrodierenden und oxidierenden Bedingungen ausgesetzt.
Beim Einsatz in Gasturbinen können derartige Bauteile zum Beispiel aus einer Superlegierung
auf Nickelbasis oder Kobaltbasis bestehen. Zum Schutz vor Korrosion, Oxydation oder
auch Erosion werden die Bauteile mit Beschichtungen versehen. Bevorzugt sind PtA1-Beschichtungen,
mit denen ein besonders guter Korrosionsschutz und/oder Oxidationsschutz realisiert
werden kann.
[0003] Die
EP 0 784 104 Bl offenbart eine PtA1-Beschichtung für Gasturbinenbauteile sowie ein Verfahren zur
Herstellung einer solchen Beschichtung. Nach dem dort beschriebenen Verfahren wird
eine PtA1-Beschichtung auf einem Substrat dadurch hergestellt, dass auf eine Substratoberfläche
eine Platinschicht abgeschieden wird, wobei nach dem Abscheiden der Platinschicht
ein Eindiffundieren von Platin aus der Platinschicht in die Substratoberfläche durchgeführt
wird. Nach dem Abscheiden der Platinschicht und dem Eindiffundieren des Platins wird
das so beschichtete Substrat a-litiert, also mit Aluminium beschichtet, wobei das
Aluminium vorzugsweise in die Substratoberfläche eindiffundiert wird.
[0004] Aus den Dokumenten
US 5 415 761 A und
WO 03/088316 A sind Verfahren zum galvanischen Abscheiden von metallischen Beschichtungen auf Substratoberflächen
bekannt, welche prozesstechnisch in zwei oder mehr zeitlich aufeinander folgenden
Stufen ablaufen. Die Prozesstufen unterscheiden sich vorzugsweise durch eine unterschiedliche
Stromstärke bzw. Stromdichte und somit ein unterschiedliches Abscheidungsverhalten.
[0005] Das Abscheiden von Platin auf die Substratoberfläche vor dem Alitieren des Substrats
erfolgt vorzugsweise auf galvanischem Weg. Die hier vorliegende Erfindung betrifft
Details eines Verfahrens zum Herstellen einer korrosionsbeständigen und/oder oxidationsbeständigen
Beschichtung auf einem Substrat, die das galvanische Abscheiden eines Metalls der
Platingruppe, insbesondere von Platin und/oder Palladium, oder einer Legierung auf
Basis mindestens eines Metalls der Platingruppe betreffen. So ist es für die Qualität
der korrosionsbeständigen und/oder oxidationsbeständigen Beschichtung von wesentlicher
Bedeutung, dass eine gleichmäßig definierte Abscheidung von insbesondere Platin auf
galvanischem Weg realisiert wird, um so eine gleichmäßige Dicke der Platinbeschichtung
zu realisieren. So darf zum Beispiel ein Minimalwert der Beschichtungsdicke von ca.
1 µm nicht unterschritten werden, da dies eine ungenügende Heißgasbeständigkeit und
ein lokal rasches Versagen der Beschichtung nach sich ziehen würde. Auf der anderen
Seite dürfen Schichtdicken von 8 bis 15 µm nicht überschritten werden, da hierdurch
einerseits wertvolles Edelmetall verschwendet würde und andererseits die ligenschaften
der Beschichtung verschlechtert würden. Ein weiteres Problem beim galvanischen Abscheiden
von insbesondere Platin auf ein Substrat besteht dann, wenn das Platin zum Beispiel
auf Bauteile mit einer komplexen dreidimensionalen Gestalt abgeschieden werden soll.
Bei solchen Substraten mit einer komplexen dreidimensionalen Kontur handelt es sich
zum Beispiel um Gasturbinenschaufeln, weil dieselben einerseits stark unsymmetrisch
sind, und anderseits kanten-, ecken- und spitzenbehaftete Oberflächen sowie Hohlräume
und Hinterschneidungen aufweisen. Mit den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren
zum galvanischen Abscheiden von Platin lässt sich eine gleichmäßig definierte Abscheidung
von Platin auf Substraten mit einer komplexen dreidimensionalen Kontur nur unzureichend
realisieren.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, ein neuartiges
Verfahren zur Herstellung einer korrosionsbeständigen und/oder oxidationsbeständigen
Beschichtung zu schaffen, die eine Platingruppenmetall-A1 Beschichtung ist.
[0007] Dieses Problem wird durch ein Verfahren zur Herstellung einer korrosionsbeständigen
und/oder oxidationsbeständigen Beschichtung im Sinne von Patentanspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird das galvanische Abscheiden des oder jeden Metalls der Platingruppe
bzw. der entsprechenden Legierung in einem zweistufigen Abscheideprozess durchgeführt,
wobei in einer ersten Stufe des Abscheideprozesses in einer Beschichtungszeit T1 eine
zum Galvanisieren angelegte Stromstarke ausgehend von einem Anfangswert kontinuierlich
oder stufenweise auf einen Maximalwert gesteigert wird, und wobei in einer zweiten
Stufe des Abscheideprozesses in einer Beschichtungszeit T2 die zum Galvanisieren angelegte
Stromstärke konstant auf dem Maximalwert gehalten wird.
[0008] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[0009] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen einer korrosionsbeständigen
and/oder oxidationsbeständigen Beschichtung, vorzugsweise einer PtAl-Beschichtung,
in größerem Detail beschrieben.
[0010] Die hier vorliegende Erfindung betriffz dabei insbesondere solche Details, die das
galvanischen Abscheiden mindestens eines Metalls der Platingruppe, insbesondere von
Platin und/oder Palladium, oder einer Legierung auf Basis mindestens eines Metalls
der Platingruppe auf ein zu besthichtendes Substrat betreffen. An dieser Stelle sei
darauf hingewiesen, dass nach dem galvanischen Abscheiden von Platin und/oder Palladium
oder einer diesbezüglichen Legierung auf das Substrat und vor dem Alitieren des so
galvanisch beschichteten Substrats ein Eindiffundieren des Platins und/oder Palladiums
oder der entsprechenden Legierung in das Substrat erfolgen kann.
[0011] Vor dem eigentlichen galvanischen Abscheiden des oder jeden Metalls der Platingruppe
bzw. der entsprechenden Legierung erfolgt eine Oberflächenvorbehandlung des Substrats.
Die Oberflächenvorbehandlung des Substrats umfasst zumindest die folgenden drei Schritte:
In einem ersten Schritz der Oberflächenvorbehandlung wird die Oberfläche des zu beschichtenden
Substrats gestrahlt. Das Strahlen erfolgt mit Al
2O
3-Partikeln, die einen Partikeldurchmesser von 100 bis 200 µm aufweisen und mit einem
Druck von 1,5 bis 3,5 bar auf die zu strahlende Substratoberfläche gerichtet werden.
Beim Strahlen wird mit einem Überdeckungsgrad von 200 bis 1500 % gearbeitet, was bedeutet,
dass jeder Oberflächenabschnitt zwischen zwei und fünfzehn Mal gestrahlt bzw. von
einer entsprechenden Partikelstrahlanzahl erfasst wird. Nach dem Strahlen liegt eine
metallisch blanke sowie oxidfreie Substratoberfläche vor. Im Anschluss an das Strahlen
wird die gestrahlte Oberfläche elektrochemisch gereinigt bzw. entfettet, und zwar
in einer NaOH-haltigen Lösung. Im Anschluss an das Entfetten bzw. Reinigen der Substratoberfläche
erfolgt eine Aktivierung derselben in einer 40 bis 60 Vol-%igen HCl-Lösung.
[0012] Im Arschluss an die Oberflächenvorbehandlung des Substrats erfolgt das galvanische
Abscheiden des oder jeden Metalls der Platingruppe bzw. der entsprechenden Legierung
mithilfe eines Abscheideprozesses. Nach einem ersten Aspekt der hier vorliegenden
Erfindung erfolgt das galvanische Abscheiden in einem zweistufigen Abscheideprozess,
wobei in einer ersten Stufe des Abscheideprozesses eine zum Galvanisierung angelegte
Stromstärke ausgehend von einem Anfangswert kontinuierlich oder stufenweise auf einen
Maximalwert gesteigert wird, und wobei in einer zweiten Stufe des Abscheideprozesses
die zum Galvanisieren angelegte Stromstärke konstant auf dem Maximalwert gehalten
wird.
[0013] Das galvanische Abscheiden wird dabei über eine Gsamtbeschichtungszeit T durchgeführt,
wobei die erste Stufe des Abschneideprozesses, in welcher die zum Galvanisieren angelegte
Stromstärke ausgehend von dem Anfangswert kontinuierlich oder stufenweise auf den
Maximalwert gesteigert wird, in einer Beschichtungszeit T
1 erfolgt, und wobei die zweite Stufe des Abscheideprozesses, in welcher die zum Galvanisieren
angelegte Stromstärke auf dem Maximalwert konstant gehalten wird, in einer Beschichtungszeit
T
2 durchgeführt wird. Die Beschichtungszeit T
1 der ersten Stufe des Abscheideprozesses beträgt dabei in etwa 50 % der Gesamtbeschichtungszeit,
die Beschichtungszeit T
2 der zweiten Stufe des Abscheideprozesses beträgt ebenfalls in etwa 50 % der Gesamtbeschichtungszeit
T. Demnach gilt dann für die Gesamtbeschichtungszeit T: T = T
1 + T
2.
[0014] Nach einer ersten bevorzugten Weiterbildung dieses ersten Aspekts der hier vorliegenden
Erfindung wird die Stromstärke I aufgehend von einem Anfangswert, der in etwa 10 %
des Maximalwerts I
MAX der zum Galvanisieren angelegten Stromstärke entspricht, innerhalb der Beschichtungszeit
T
1 kontinuierlich auf den Maximalwert gesteigert. Alternativ hierzu kann die Stromstärke
I in der Beschichtungszeit T
1 ausgehend von diesem Anfangswert stufenweise auf den Maximalwert I
MAX gesteigert werden. Nach dem Erreichen dieses Maximalwerts I
MAX wird in jedem Fall während der zweiten Stufe des Abscheideprozesses die zum galvanischen
Abscheiden angelegte Stromstärke I auf diesem Maximalwert I
MAX gehalten.
[0015] In besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen, in welchen die Beschichtungszeit
T
1 der ersten Stufe sowie die Beschichtungszeit T
2 der zweiten Stufe jeweils 50 % der Gesamtbeschichtungszeit T betragen, und in welcher
der Anfangswert der Stromstärke I in der ersten Stufe des Abscheideprozesses 10 %
der maximalen Stromstärke I
MAX beträgt, gilt für den zum galvanischen Abscheiden angelegten Strom I vorzugsweise
eine der folgenden Bedingungen, wobei die Bedingung (1) dem kontinuierlichen Ansteigen
des Stroms I in der ersten Phase des Abscheideprozesses entspricht, und wobei die
Bedingung (2) der stufenweisen Vergrößerung des Stroms I während der ersten Phase
des Abscheideprozesses entspricht.

[0016] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der zum galvanischen Abscheiden angelegte
Maximalstrom I
MAX je nach verwendeten Typ eines galvanischen Bads in einer Größenordnung von 0,2 bis
3,5 A/dm
2 entspricht, vorzugsweise wird mit maximalen Strömen von 1,5 A/dm
2 bzw. 2 A/dm
2 gearbeitet. Obwohl in dem obigen Ausführungsbeispiel mit einem Anfangswert der Stromstärke
I gearbeitet wird, der in etwa 10% der maximalen Stromstärke I
MAX beträgt, kann auch mit einem Anfangswert der Stromstärke I gearbeitet wird, der in
etwa 15% oder auch 20% der maximalen Stromstärke I
MAX beträgt.
[0017] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist das zu beschichtende Substrat während
des gesamten Abscheideprczesses, also während der gesamten ersten Stufe und der gesamten
zweiten Stufe des Abscheideprozesses, kathodisch und damit negativ geschaltet. Im
Sinne der hier vorliegenden Erfindung kann vor dem eigentlichen Abscheideprozess das
zu beschichtende Substrat anodisch bzw. positiv geachaltet und so in das galvanische
Bad eingebracht werden. Alternativ ist es auch möglich, das zu beschichtenden Substrat
unmittelbar kathodisch zu schalten.
[0018] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise mehrere Substrate gleichzeitig
in einem galvanischen Bad mit dem oder jedem Metall der Platingruppe bzw. einer entsprechenden
Legierung beschichtet. Eierdurch ist eine rationale Fertigung von relativ großen Stückzahlen
im Batchbetrieb möglich. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist darüber hinaus eine
gleichmäßige Abscheidung von Platin und/oder Palladium bzw. einer entsprechenden Legierung
auf Substraten mit einer komplexen, dreidimensionalen Geometrie möglich.
1. Verfahren zum Herstellen einer korrosionsbeständigen und/oder oxidationsbeständigen
Beschichtung, wobei auf eine Oberfläche eines Substrats mindestens ein Metall der
Platingruppe, insbesondere Platin und/oder Palladium, oder eine Legierung auf Basis
mindestens eines Metalls der Platingruppe durch Galvanisieren abgeschieden wird, und
wobei anschließend ein Alitieren des so galvanisch beschichteten Substrats durchgeführt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das galvanische Abscheiden des oder jedes Metalls der Platingruppe bzw. der entsprechenden
Legierung in einem zweistufigen Abscheideprozess durchgeführt wird, wobei in einer
ersten Stufe des Abscheideprozesses in einer Beschichtungszeit T1 eine zum Galvanisieren
angelegte Stromstärke ausgehend von einem Anfangswert kontinuierlich oder stufenweise
auf einen Maximalwert in einer Größenordnung von 0,2 bis 3,5 A/dm2 gesteigert wird, und wobei in einer zweiten Stufe des Abscheideprozesses in einer
Beschichtungszeit T2 die zum Galvanisieren angelegte Stromstärke konstant auf dem
Maximalwert gehalten wird, und
dass der Abscheideprozess über eine Gesamtbeschichtungszeit T durchgeführt wird, wobei
die Beschichtungszeit T1 der ersten Stufe in etwa 50% der Gesamtbeschichtungszeit T und die Beschichtungszeit
T2 der zweiten Stufe in etwa 50% der Gesamtbeschichtungszeit T beträgt, und wobei T
= T1 + T2 ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anfangswert der in der ersten Stufe angelegten Stromstärke in etwa 10 bis 20%
des Maximalwerts entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von dem Anfangswert der Stromstärke die Stromstärke in der Beschichtungszeit
T1 der ersten Stufe kontinuierlich auf den Maximalwert gesteigert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von dem Anfangswert der Stromstärke die Stromstärke in der Beschichtungszeit
T1 der ersten Stufe stufenweise auf den Maximalwert gesteigert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zu beschichtende Substrat während des gesamten Abscheideprozesses kathodisch
bzw. negativ geschaltet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Abscheideprozesses das zu beschichtende Substrat anodisch bzw. positiv geschaltet
ist und so in ein galvanisches Bad eingebracht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zu beschichtende Substrat vor dem Abscheideprozess und gegebenenfalls vor dem
anodisch bzw. positiv Schalten desselben einer Oberflächenvorbehandlung unterzogen
wird, wobei
a) die Oberfläche des zu beschichtenden Substrats gestrahlt wird;
b) anschließend die gestrahlte Oberfläche elektrochemisch gereinigt bzw. entfettet
wird;
c) anschließend die gereinigte bzw. entfettete Oberfläche aktiviert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Oberflächenvorbehandlung
a) die Oberfläche des zu beschichtenden Substrats mit Al2O3-Partikeln, die einen Partikeldurchmesser von 100 bis 200 µm aufweisen, bei einem
Druck von 1,5 bis 3,5 bar gestrahlt wird;
b) anschließend die gestrahlte Oberfläche in einer NaOH-Lösung elektrochemisch gereinigt
bzw. entfettet wird;
c) anschließend die gereinigte bzw. entfettete Oberfläche vorzugsweise in einer 40
bis 60 Vol-% HCl-Lösung aktiviert wird.
1. Method for producing a corrosion-resistant and/or oxidation-resistant coating, wherein
at least one metal of the platinum group, in particular platinum and/or palladium
or an alloy based on at least one metal of the platinum group, is deposited by means
of galvanization onto a surface of a substrate, and wherein subsequently aluminization
of the thus galvanically coated substrate is carried out, characterised in that
the galvanic deposition of the or each metal of the platinum group or of the corresponding
alloy is carried out in a two-stage deposition process, wherein in a first stage of
the deposition process in a coating time T1 a current intensity that is applied for
galvanization is increased continuously or stepwise starting from an initial value
to a maximum value of the order of magnitude of 0.2 to 3.5 A/dm2, and wherein in a second stage of the deposition process in a coating time T2 the
current intensity applied for galvanization is kept constantly at the maximum value,
and
the deposition process is carried out over a total coating time T, wherein the coating
time T1 of the first stage amounts to approximately 50% of the total coating time T, and
the coating time T2 of the second stage amounts to approximately 50% of the total coating time T, and
wherein T = T1 + T2.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the initial value of the current intensity applied in the first stage corresponds
to approximately 10 to 20% of the maximum value.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
starting from the initial value of the current intensity the current intensity is
increased continuously to the maximum value in the coating time T1 of the first stage.
4. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
starting from the initial value of the current intensity the current intensity is
increased stepwise to the maximum value in the coating time T1 of the first stage.
5. Method according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the substrate that is to be coated is connected cathodically or negatively throughout
the deposition process.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that
before the deposition process the substrate that is to be coated is connected anodically
or positively and is thus introduced into a galvanic bath.
7. Method according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
before the deposition process and, if applicable, before the anodic or positive connection
of the same the substrate that is to be coated is subjected to surface pretreatment,
wherein
a) the surface of the substrate that is to be coated is jet-blasted;
b) subsequently the jet-blasted surface is electrochemically cleaned or degreased;
c) subsequently the cleaned or degreased surface is activated.
8. Method according to claim 7,
characterised in that
during the surface pretreatment
a) the surface of the substrate that is to be coated is jet-blasted with Al2O3 particles, which have a particle diameter of 100 to 200 µm, at a pressure of 1.5
to 3.5 bar;
b) subsequently the jet-blasted surface is electrochemically cleaned or degreased
in a NaOH solution;
c) subsequently the cleaned or degreased surface is activated preferably in a 40 to
60 viol % HCl solution.
1. Procédé de production d'un revêtement résistant à la corrosion et/ou à l'oxydation,
au moins un métal du groupe du platine, en particulier le platine et/ou le palladium,
ou un alliage à base d'au moins un métal du groupe du platine, étant déposé par galvanisation
sur une surface d'un substrat, et, par la suite, une aluminisation du substrat ainsi
galvanisé étant réalisée, caractérisé en ce que le dépôt galvanique du ou de chaque métal du groupe du platine et/ou de l'alliage
correspondant est réalisé par un procédé de dépôt en deux étapes, au cours d'une première
étape du procédé de dépôt, pendant une durée de revêtement T1, une puissance de courant appliquée pour la galvanisation étant augmentée de manière
continue ou par étapes à partir d'une valeur de départ jusqu'à une valeur maximale
d'un ordre de grandeur de 0,2 à 3,5 A/dm2, et, dans une deuxième étape du procédé de dépôt, la puissance du courant appliquée
pour la galvanisation étant maintenue à la valeur maximale de manière constante pendant
une durée de revêtement T2, et
en ce que le procédé de dépôt est réalisé pendant une durée totale de revêtement T, la durée
de revêtement T1 de la première étape valant d'environ 50 % de la durée totale de revêtement et la
durée de revêtement T2 de la deuxième étape valant d'environ 50 % de la durée totale de revêtement T, et
où T = T1 + T2.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de départ de la puissance du courant appliquée lors de la première étape
correspond à environ 10 à 20 % de la valeur maximale.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, partir de la valeur de départ de la puissance du courant, la puissance du courant
est augmentée de manière continue jusqu'à la valeur maximale pendant la durée de revêtement
T1 de la première étape.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, à partir de la valeur de départ de la puissance du courant, la puissance du courant
est augmentée par étapes jusqu'à la valeur maximale pendant la durée de revêtement
T1 de la première étape.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le substrat à revêtir est monté sur la cathode ou le pôle négatif pendant la durée
totale du dépôt.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, avant le procédé de dépôt, le substrat à revêtir est monté sur l'anode et/ou le
pôle positif et est ainsi plongé dans un bain galvanique.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que, avant le procédé de dépôt et le cas échéant avant le montage sur l'anode et/ou le
pôle positif, le substrat à revêtir est soumis à un prétraitement de surface dans
lequel
a) la surface du substrat à revêtir est irradiée ;
b) ensuite, la surface irradiée est nettoyée ou bien dégraissée électrochimiquement
;
c) ensuite, la surface nettoyée ou dégraissée est activée.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que, lors du prétraitement de surface
a) la surface du substrat à revêtir est irradiée à une pression de 1, à à 3, 5 bar
avec des particules de Al2O3 qui présentent un diamètre de particules de 100 à 200 µm ;
b) ensuite, la surface irradiée est nettoyée ou dégraissée électrochimiquement dans
une solution de NaOH ;
c) ensuite, la surface nettoyée ou bien dégraissée est de préférence activée dans
une solution de HCl de 40 à 60 % en volume.
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