[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von stabförmigen Artikeln der
tabakverarbeitenden Industrie, mit einer Aufnahme für die Artikel, wobei die Aufnahme
mindestens eine mit Unterdruck beaufschlagbare Saugöffnung aufweist, um die Artikel
mittels Saugkraft in der Aufnahme während des Transports zu halten, und mit einer
einerseits mit einer Unterdruck zur Verfügung stellenden Unterdruckquelle und andererseits
mit der Saugöffnung verbindbaren Unterdruckleitung. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung der vorstehend genannten Art.
[0002] Aus der
EP 1 493 338 A1 der Anmelderin sind derartige Vorrichtungen bekannt. Dieser Stand der Technik zeigt
zunächst eine als Querfördertrommel ausgebildete Vorrichtung zum Transport von stabförmigen
Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie, bei der die Artikel in auf der Umfangsoberfläche
der Querfördertrommel fest angeordneten Aufnahmen der eingangs genannten Art queraxial
gefördert werden.
[0003] Die Fig. 1 zeigt eine Darstellung einer entsprechenden Querfördertrommel 2 des Standes
der Technik. Diese um eine Rotationsachse 4 mit einem als zylindrischer Rotationskörper
ausgebildeten Gehäuse 6 rotierende Querfördertrommel 2 weist auf ihrer Umfangsoberfläche
8 Aufnahmen 10 zur Aufnahme der nicht dargestellten Artikel auf. Die Aufnahmen 10
weisen Saugöffnungen 12 auf, die über Bohrungen 14 mit entsprechenden Bohrungen 16
in einem innerhalb des Gehäuses 6 vorgesehenen Steuerflansch 18 in Verbindung treten,
wenn während der Rotation des Gehäuses 6 um die Rotationsachse 4 die Bohrungen 14
mit den Bohrungen 16 fluchten. Da in dem Steuerflansch 18 eine mit einer nicht dargestellten
Unterdruckquelle in Verbindung stehende Unterdruckleitung 20 vorgesehen ist, wird
in dem Moment des Fluchtens die jeweilige Saugöffnung 12 mit dem in der Unterdruckleitung
20 zur Verfügung stehenden Unterdruck beaufschlagt. Die Unterdruckleitung 20 ist auch
als Druckleitung verwendbar. Beispielsweise kann zum Übergeben oder Abstoßen der auf
der Querfördertrommel 2 geförderten Artikel aus den Aufnahmen 10 auf einen anderen
Förderer die Leitung 20 mit Druckluft beaufschlagt werden.
[0004] Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, besteht die Unterdruckleitung 20 bei der dargestellten
Querfördertrommel 2 aus einem ersten Teil 20a im in der Figur rechts dargestellten
Teil des Steuerflansches 18 der Querfördertrommel 2 und einem zweiten im in der Figur
links dargestellten Teil Steuerflansches 18 liegenden Teil 20b. Dabei ist es notwendig,
dass der Teil 20b mit seiner Längsachse 22b in einem Winkel zu einer Längsachse 22a
des Teils 20a angeordnet ist, um die Unterdruckleitung 20 zu einem Sauganschluss 24
zu führen, der aufgrund von für den Steuerflansch 18 vorgegebenen Abmessungen nicht
fluchtend mit der Längsachse 22a des Teils 20a der Unterdruckleitung 20 sein kann.
[0005] Die
EP 1 493 338 A1 zeigt weiterhin eine als Aufnahmehebel ausgebildete Vorrichtung zum Transport der
Artikel. Dabei trägt der Aufnahmehebel an seinem einen Ende die Aufnahme für die Artikel,
während er an seinem anderen Ende auf einer Umfangsoberfläche einer Querfördertrommel
schwenkbar gelagert ist. Auch bei diesem bekannten Aufnahmehebel sind zum Bilden einer
zu den Saugöffnungen in den Aufnahmen in dem Hebel verlaufenden Unterdruckleitung
Bohrungen in dem Hebel notwendig. Ebenso wie bei der mit Bezug auf Fig. 1 erläuterten
Querfördertrommel 2 besteht auch bei diesem bekannten Hebel aufgrund der Hebelform
die Notwendigkeit, die im Hebel verlaufende Unterdruckleitung durch mindestens zwei
in einem Winkel zueinander verlaufende Bohrungen auszuführen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Vorrichtungen und Verfahren der eingangs
genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch
1 und ein Verfahren gemäß Anspruch 11 gelöst.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass es bei den aus dem Stand der Technik
bekannten Vorrichtungen, beispielsweise bei den vorstehend erläuterten Steuerflanschen
oder Aufnahmehebeln im Übergangsbereich von einem Teil der Unterdruckleitung zu einem
dazu in einem Winkel angeordneten weiteren Teil der Unterdruckleitung zu starken Verwirbelungen
und Strömungsverlusten kommt. So sind beispielsweise bei dem in Fig. 1 dargestellten
Steuerflansch 18 des Standes der Technik beim Übergang des Teils 20a der Unterdruckleitung
20 zum Teil 20b Kanten 26, 28 und 30 vorhanden, an denen die Luftströmung teilweise
abreißt und somit eine Verwirbelung auftritt, die zu einer Beeinträchtigung der Luftströmung
in diesem Bereich führt. Die Erfindung hat weiterhin erkannt, dass es aufgrund dieser
Beeinträchtigung der Luftströmung zu einer Verschlechterung des Vakuums in der Unterdruckleitung
20 kommt. Daher ist es im Stand der Technik notwendig, mehr Energie aufzuwenden, um
ein zum Halten der Artikel in den Aufnahmen 10 notwendigen Unterdruck an den Saugöffnungen
12 zur Verfügung zu stellen.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Rohrs zumindest für Teile der Unterdruckleitung,
bevorzugt für die gesamte Unterdruckleitung, werden die zuvor beschriebenen Nachteile
des Standes der Technik vermieden. In dem hier in Rede stehenden Zusammenhang wird
unter einem Rohr ein Rohr verstanden, dessen Innenwandung auch im gebogenen oder gekrümmten
Zustand des Rohrs keine unstetigen Übergänge aufweist. Durch den erfindungsgemäßen
Einsatz eines solchen Rohrs wird eine wesentliche Verbesserung der Luftströmung bzw.
des Vakuums in der Unterdruckleitung erreicht, da die Strömung in der Unterdruckleitung
optimiert ist. Denn in einem solchen Rohr sind innen keine störenden Kanten vorhanden,
so dass eine verwirbelungsarme Luftzirkulation in der Unterdruckleitung zur Verfügung
gestellt wird. Die Erfindung ermöglicht daher eine deutliche Reduzierung des Energieaufwands
zur Erzeugung des Vakuums in der Unterdruckleitung.
[0010] Darüber hinaus vermeidet es die Erfindung, dass sich ― wie im Stand der Technik bei
den Kanten 26, 28, 30 der Fig. 1 - innerhalb der Unterdruckleitung Staub oder Tabakreste
ansammeln, die ebenfalls zu einer Verschlechterung des Vakuums in der Unterdruckleitung
führen können. Denn durch die glatte Innenoberfläche des erfindungsgemäßen Rohrs kann
sich in der Unterdruckleitung kein Tabakrest oder Staub mehr ansammeln.
[0011] Weiterhin vorteilhaft ist es, dass durch die fehlende Verwirbelung in der Unterdruckleitung
das Vakuum bzw. der Unterdruck sehr gleichmäßig an den Saugöffnungen zur Verfügung
steht. Daher liegt der Artikel in der Aufnahme in einer reproduzierbaren Position,
d.h. es kommt zu keiner Verschiebung in und zu keinem Herausfallen aus der Aufnahme.
[0012] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, dass es aufgrund des,
bevorzugt in der Vorrichtung eingegossenen, Rohrs zu einer Stabilisierung der Vorrichtung
kommt. Dies gilt insbesondere für die eingangs erläuterten Ausführungsformen der Vorrichtung
in der Form einer Querfördertrommel oder eines Aufnahmehebels. Bei letzterem wird
durch das erfindungsgemäße Rohr der gesamte Hebel stabilisiert, so dass es dank der
Erfindung beispielsweise nunmehr möglich ist, für den Hebel auch Leichtmetall, wie
beispielsweise Aluminium, zu seiner Herstellung zu verwenden. Dies war im Stand der
Technik nicht möglich.
[0013] Bei Querfördertrommeln ist es aufgrund der Erfindung jetzt möglich, den Steuerflansch
für die Querfördertrommel einteilig auszuführen. Auch hier kommt es daher zu einer
Erhöhung der Stabilität des Steuerflansches und weiterhin zu einer Vereinfachung der
Herstellung des Steuerflansches und somit insgesamt zu einer Kostenersparnis bei der
Herstellung des Steuerflansches.
[0014] Weiter vorteilhaft ist es, wenn das Rohr zumindest abschnittsweise eine unrunde Querschnittsform
aufweist, die von einer kreisrunden Querschnittsform abweicht. Dabei kann das Rohr
bevorzugt zumindest abschnittsweise eine Querschnittsform aufweisen, die einseitig,
zweiseitig oder auch von drei oder mehr Seiten eingedellt und/oder abgeflacht ist.
Die Abschnitte veränderter Querschnittsformen können sich entlang der Längsachse des
Rohres beliebig lang erstrecken. So können sich derartige Abschnitte entlang der Längsachse
des Rohres von einer Größenordnung im Bereich des Radius des Rohres bis hin zur gesamten
Länge des Rohres erstrecken. Ebenfalls ist es möglich, dass sich in der Querschnittsform
veränderte Abschnitte mit in der Querschnittsform kreisrunden Abschnitten entlang
der Längsachse des Rohres abwechseln. Weiterhin ist es auch realisierbar, dass sich
entlang der Längsachse Abschnitte mit unterschiedlichen Querschnittsformen befinden
oder abwechseln.
[0015] Durch die vorstehend beschriebenen Geometrieveränderungen der Querschnittsform des
Rohres kann die Steifigkeit des Rohres erhöht werden. Es wird somit der stabilisierende
Effekt, der bereits durch die erfindungsgemäße Verwendung des Rohres an sich für die
gattungsgemäße Vorrichtung erreicht wird, weiter erhöht. Hierdurch ist es beispielsweise
nicht nur möglich, den Aufnahmehebel aus Leichtmetall, wie etwa Aluminium auszuführen,
sondern es kann dank der weiter erhöhten Steifigkeit des Rohres sowohl der das Rohr
umhüllende Körper als auch das Rohr selbst aus einem Leichtmetall, wie etwa Aluminium,
hergestellt werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist es, wenn die unrunde Querschnittsform des Rohres im wesentlichen
auf einen Teil des Rohres beschränkt ist, der einem den Artikel transportierenden
bzw. tragenden Abschnitt des Aufnahmehebels, d. h. zumeist dem waagerechten Teils
des Aufnahmehebels, entspricht. In diesem mit den Artikeln der tabakverarbeitenden
Industrie in Kontakt kommenden Bereich ist die durch die erfindungsgemäße Geometrieveränderung
des Rohres erzielte erhöhte Steifigkeit von besonderem Vorteil.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine als Querfördertrommel ausgebildete Vorrichtung zum Transport von stabförmigen
Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie mit zugehörigem Steuerflansch gemäß dem
Stand der Technik;
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen, als Aufnahmehebel ausgebildeten Vorrichtung
zum Transport von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie;
- Fig. 3
- die Ausführungsform der Fig. 2 aus einer anderen Perspektive;
- Fig. 4
- ein in der Ausführungsform der Fig. 2 verwendetes Rohr vor dem Eingießvorgang; und
- Fig. 5
- in dem Abschnitt a eine Querschnittsform des in der Ausführungsform der Fig. 2 verwendeten
Rohres, und in den Abschnitten b, c und d weitere Querschnittsformen von Rohren, die
in weiteren Ausführungsformen der Erfindung verwendet werden können.
[0018] Fig. 2 zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines noch nicht fertiggestellten,
als Vorrichtung zum Transport von nicht-dargestellten stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden
Industrie dienenden Hebels 100. Der Hebel 100 ist in der Fig. 2 in einem Zustand dargestellt,
bevor ein Körper 102 des Hebels 100 mittels Fräsen in seine endgültige Form gebracht
wird. Bezüglich seiner äußeren Form und Funktion entspricht der Hebel 100 nach dem
Fräsen jedoch im wesentlichen den bekannten Aufnahmehebeln, wie sie beispielsweise
aus der
EP 1 493 338 A1 der Anmelderin bekannt sind. Auf eine Darstellung und Beschreibung der äußeren Form
und Funktion wird daher hier verzichtet.
[0019] Bei dem vorgenannten Fräsen des Körpers 102 des Hebels 100 wird dem Hebel insbesondere
eine Aufnahme für die Artikel angefräst, die mehrere mit Unterdruck beaufschlagbare
Saugöffnungen aufweist, um die Artikel mittels Saugkraft in der Aufnahme während des
Transports der Artikel zu halten.
[0020] Zur Versorgung der nicht-dargestellten Saugöffnungen mit Unterdruck weist der Hebel
100 eine teilweise in dem Körper 102 verlaufende Unterdruckleitung 104 auf. Die Unterdruckleitung
104 ist mit einer nicht-dargestellten, den Unterdruck zur Verfügung stellenden Unterdruckquelle
verbindbar. Andererseits steht die Unterdruckleitung 104 in Verbindung mit den Saugöffnungen.
Die Unterdruckleitung 104 wird durch ein teilweise in dem Körper 102 des Hebels 100
verlaufendes Rohr 106 gebildet. Bei dem Rohr 106 handelt es sich um ein Stahlrohr.
Es kann sich aber beispielsweise auch um ein Edelstahl- oder ein Aluminiumrohr handeln.
Das Rohr 106 ist einstückig ausgebildet.
[0021] In der Fig. 2 ist das Rohr 106 zur Vereinfachung der Beschreibung aus dem Körper
102 des Hebels 100 herausstehend dargestellt. Die aus dem Körper 102 herausstehenden
Abschnitte 108 und 110 (siehe auch Fig. 3) werden jedoch nach dem Einfräsen der endgültigen
Außenkontur in den Körper 102 abgeschnitten. Weiterhin sind in der Fig. 2 noch klotzförmige
Knaggen 112 und 114 dargestellt. Diese Knaggen 112 und 114 dienen zum Halten des Körpers
102 in einer nicht dargestellten Fräsmaschine. Die Knaggen 112 und 114 werden daher
entlang der Linien 112a bzw. 114a nach dem Fräsvorgang ebenfalls abgetrennt.
[0022] Der Körper 102 ist aus Aluminium gegossen. Dies ist möglich, da das Rohr 106 dem
Körper 102 ausreichend Stabilität verleiht.
[0023] Die Fig. 3 zeigt den Hebel 100 in einer anderen Perspektive.
[0024] Zur Herstellung des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Hebels 100 wird zunächst das
Rohr 106 in eine gewünschte, in der Fig. 4 dargestellte Form gebogen. Dabei wird darauf
geachtet, dass an einer Innenwandung 116 des Rohrs 106 keine Unstetigkeiten entstehen.
Der in der Fig. 4 dargestellte gekrümmte Bereich 118 des Rohrs 106 weist daher nur
stetige Krümmungen der Innenwandung 116 auf. Im Bereich der Krümmung 118 ist somit
bei Beaufschlagung des Rohrs 106 mit Unterdruck eine verwirbelungsarme Luftzirkulation
in dem Rohr 106 möglich.
[0025] Nach dem in der Fig. 4 dargestellten Biegen des Rohrs 106 in die gewünschte Form
wird das Rohr 106 mit den Überständen 108 bzw. 110 in eine Gussform eingespannt und
dann mit Aluminium umgossen. Durch dieses Gießen entsteht der in den Fig. 2 und 3
dargestellte Zustand des Hebels 100 mit dem Aluminium-Körper 102, in den das Rohr
106 eingegossen ist.
[0026] Bei einer nicht-dargestellten Ausführungsform wird ein Rohr als Unterdruckleitung
in einem Steuerflansch für eine die Artikel queraxial transportierende Querfördertrommel
verwendet. Im übrigen entspricht eine solche Querförderertrommel in ihrer äußeren
Form und Funktion dem Stand der Technik gemäß Fig. 1. Für weitere Details einer solchen
Querförderertrommel sei weiterhin beispielsweise auf die
EP 1 493 338 A1 der Anmelderin verwiesen. Bei der Herstellung eines derartigen Steuerflansches wird
ebenfalls zunächst das Rohr in die gewünschte Form gebogen und anschließend in einer
Gussform mit Aluminium umgossen, so dass der Körper des Steuerflansches das Rohr im
wesentlichen umschließt. Auf diese Weise kann ein solches Rohr die im Stand der Technik
gemäß Fig. 1 notwendigen Teile 20a und 20b der Unterdruckleitung 20 vollständig ersetzen.
Da somit in dem Steuerflansch keine Bohrungen zum Herstellen der Unterdruckleitung
mehr eingebracht werden müssen, kann der Steuerflansch einstückig hergestellt werden,
was seine Stabilität erhöht und Kosten spart.
[0027] Fig. 5 zeigt in dem Abschnitt a eine Querschnittsform des in der Ausführungsform
der Fig. 2 verwendeten Rohres, und in den Abschnitten b, c und d weitere Querschnittsformen
von Rohren, die in weiteren Ausführungsformen der Erfindung verwendet werden können.
Eine in Fig. 5a dargestellte Querschnittsform des Rohres 106 ist im wesentlichen kreisrund.
Eine in Fig. 5b dargestellte Querschnittsform eines Rohres 106b einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist in einer Position 120 abschnittsweise entlang der in Fig. 5b senkrecht
zur Papierebene verlaufenden Längsachse des Rohres 106b eingedellt, so dass es in
einem Innenraum des Rohres 106b zu einer der Eindellung 120 entsprechenden Vorwölbung
124 einer Innenwandung 126 des Rohres 106b kommt.
[0028] Die Fig. 5d zeigt eine zweiseitige Geometrieveränderung der Querschnittsform eines
Rohres 106d einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Bei dem Rohr 106d liegt
der Delle 120 eine Delle 128 gegenüber. Daher ist die Innenwandung 126 des Rohres
106d nicht nur bei 124 nach innen eingedrückt, sondern auch bei einer der Delle 128
zugeordneten Einwölbung 130.
[0029] Die Fig. 5c zeigt noch eine weitere Querschnittsform eines weiteren Rohres 106c einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform zeigt ebenfalls eine
Delle 120 in dem Rohr 106c. Zusätzlich ist jedoch das Rohr 106c an zwei weiteren,
sich im wesentlichen gegenüber liegenden Seiten mit Abflachungen 132 und 134 versehen,
die für eine entsprechend abgeflachte Querschnittsform gemäß Fig. 5c sorgen. Dementsprechend
ist die Innenwandung 126 des Rohres 106c in den Bereichen 132 und 134 ebenfalls mit
Abflachungen 136 bzw. 138 versehen. Ebenen, in denen die Abflachungen 136 und 138
liegen, schneiden einander außerhalb des Rohres 106c in einem Winkel zwischen 40°
und 50°.
[0030] Zur Herstellung der in den Figuren 5b, 5c und 5d dargestellten eingedellten bzw.
abgeflachten Querschnittsformen der Rohre 106b, 106c und 106d wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zunächst ein Rohr mit einer Querschnittsform
gemäß Rohr 106 der Fig. 5a zur Verfügung gestellt und anschließend zumindest abschnittsweise
mittels Druckeinwirkung aus der zunächst im wesentlichen kreisrunden Querschnittsform
in diesem Abschnitt eine von der kreisrunden Querschnittsform abweichende Querschnittsform
geformt. Dabei wird die Druckeinwirkung derart auf das Rohr vorgenommen, dass entweder
eine einseitige Eindellung 120 gemäß Fig. 5b, eine zweiseitige bzw. auf gegenüberliegenden
Seiten ausgeformte Eindellung 120 bzw. 128 gemäß Fig. 5d bzw. abgeflachte Abschnitte
132 und 134 gemäß Fig. 5c zur Verfügung gestellt werden. Die vorgenannten Arten der
Druckeinwirkung werden bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach dem Biegen
des Rohres jedoch vor dem Umgießen des Rohres mit dem Körper 102 des Hebels 100 und
dem anschließenden Zurechtfräsen der Außenform des Körpers 102 vorgenommen.
1. Vorrichtung (100) zum Transport von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden
Industrie
mit einer Aufnahme für die Artikel, wobei die Aufnahme mindestens eine mit Unterdruck
beaufschlagbare Saugöffnung aufweist, um die Artikel mittels Saugkraft in der Aufnahme
während des Transports zu halten, mit einer einerseits mit einer Unterdruck zur Verfügung
stellenden Unterdruckquelle und andererseits mit der Saugöffnung verbindbaren Unterdruckleitung
(104),
dadurch gekennzeichnet dass die Unterdruckleitung (104) zumindest teilweise durch ein Rohr (106) gebildet wird.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1,
wobei das Rohr (106) zumindest teilweise in der Vorrichtung (100) eingegossen ist.
3. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1,
wobei das Rohr (106) einstückig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1,
mit einer die Aufnahme auf ihrer Umfangsoberfläche tragenden, die Artikel queraxial
transportierenden Fördertrommel,
mit einem Steuerflansch zum gesteuerten Versorgen der Saugöffnungen mit Unterdruck,
wobei ein in dem Steuerflansch verlaufender Teil der Unterdruckleitung (104) zumindest
teilweise, bevorzugt vollständig, durch ein Rohr (106) gebildet wird.
5. Vorrichtung (100) nach Anspruch 4,
wobei das Rohr (106) in dem Steuerflansch zumindest teilweise eingegossen ist.
6. Vorrichtung (100) nach Anspruch 4,
mit einem die Aufnahme tragenden, auf einer Umfangsoberfläche einer die Artikel queraxial
transportierenden Fördertrommel schwenkbar gelagerten Aufnahmehebel (100), wobei ein
in dem Aufnahmehebel (100) verlaufender Teil der Unterdruckleitung (104) zumindest
teilweise, bevorzugt vollständig, durch ein Rohr (106) gebildet wird.
7. Vorrichtung (100) nach Anspruch 6,
wobei das Rohr (106) in dem Aufnahmehebel (100) zumindest teilweise eingegossen ist.
8. Vorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Rohr (106), (106b), (106c), (106d) zumindest abschnittsweise eine unrunde
Querschnittsform aufweist, die von einer kreisrunden Querschnittsform abweicht.
9. Vorrichtung (100) nach Anspruch 8,
wobei das Rohr (106), (106b), (106c), (106d) zumindest abschnittsweise eine Querschnittsform
aufweist, die einseitig eingedellt und/oder abgeflacht ist.
10. Vorrichtung (100) nach Anspruch 6 und einem der vorstehenden Ansprüche 8 oder 9,
wobei die unrunde Querschnittsform im wesentlichen auf einen Teil des Rohrs (106),
(106b), (106c), (106d) beschränkt ist, der einem den Artikel transportierenden Abschnitt
des Aufnahmehebels (100) entspricht.
11. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
mit den Schritten:
ein Rohr (106), (106b), (106c), (1 06d) wird zur Verfügung gestellt,
zumindest abschnittsweise wird eine zunächst im wesentlichen kreisrunde Querschnittsform
des Rohres (106), (106b), (106c), (106d) mittels Druckeinwirkung in eine von einer
kreisrunden Querschnittsform abweichende Querschnittsform umgeformt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei die Druckeinwirkung derart auf das Rohr (106), (106b), (106c), (106d) erfolgt,
dass das Rohr (106), (106b), (106c), (106d) zumindest abschnittsweise einseitig, zweiseitig
oder dreiseitig eingedellt und/oder abgeflacht wird.