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EP 1 743 536 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2016 Patentblatt 2016/42 |
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Anmeldetag: 13.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung wasserdichter Nähte
Method for producing waterproof stitched seams
Méthode de production de coutures étanches
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.2007 Patentblatt 2007/03 |
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Patentinhaber: Sympatex Technologies GmbH |
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42103 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Pavelescu, Liviu-Mihai
41460 Neuss (DE)
- Keidel, Karsten Friedrich
42289 Wuppertal (DE)
- Raith, Paul Edmund
42781 Haan (DE)
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Vertreter: Oberlein, Gerriet H. R. et al |
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CPW GmbH
Postfach 10 01 49 42097 Wuppertal 42097 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 327 291 EP-A- 1 340 434 DE-U1- 20 315 772
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EP-A- 0 916 275 DE-A1- 2 751 162
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Nähten bei
Schuhen, welche einen Außenschaft mit einem unteren Ende, einen Futterschaft mit einem
unteren Ende, eine Brandsohle mit einer umlaufenden Kante und eine Sohle aufweisen,
wobei das untere Ende des Außenschaftes, das untere Ende des Innenschaftes und die
Außenkante der Brandsohle miteinander vernäht werden.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus
EP 0 916 275 bekannt. Dort weist der Innenschaft eine wasserdichte Verlängerung auf, über welche
die Verbindung mit dem Ende des Futterschaftes und der Außenkante der Brandsohle erfolgt.
Diese Art der Abdichtung ist sehr aufwendig.
[0003] Insofern ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Herstellung von wasserdichten
Nähten bei der Herstellung von Schuhen weiter zu vereinfachen.
[0004] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, dass ein Band ausgewählt wird, welches beidseitig mit einer bei
Raumtemperatur klebrigen Schicht versehen ist, dass das Band zwischen die zu verbindenden
Teile im Bereich der vorgesehenen Naht gelegt wird und dass mit diesem Band das untere
Ende des Außenschaftes mit dem unteren Ende des Innenschaftes verbunden und fixiert
wird, bevor Außenschaft, Innenschaft und Brandsohle miteinander vernäht werden.
[0005] In einfachen Fällen, insbesondere wenn das verwendete Band aus elastischem Material
besteht, ist eine nachfolgende Hitzebehandlung zum Schmelzen des Bandes gar nicht
erforderlich, weil sich das Band sehr eng um das Nahtmaterial legt und somit bereits
eine dichte Naht erreicht wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn als Nahtmaterial
ein Monofilamentfaden eingesetzt wird.
[0006] Die Verwendung von schmelzbaren Bändern zur Abdichtung von Nähten ist aus der
EP 0 327 291 bereits bekannt.
[0007] Dadurch dass ein Band ausgewählt wird, welches beidseitig mit einer bei Raumtemperatur
klebrigen Schicht versehen ist, können die miteinander zu verbindenden Schuhteile
in sehr einfacher Weise aufeinander fixiert werden, wobei es aber nicht mehr erforderlich
ist, nach Erzeugung der Naht die Fixierung zu entfernen.
[0008] Bevorzugt wird ein Band ausgewählt, welches aus einem bei Hitze schmelzendem Material
besteht. Nach dem Vernähen des Außenschaftes, des Futterschaftes und der Brandsohle,
wird auf die Naht Hitze aufgebracht, wonach das Band schmilzt und die von der Naht
erzeugten Öffnungen abdichtet. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass
die Nähte nach ihrer Herstellung bei einer zum Schmelzen des Bandes geeigneten Temperatur
gebügelt werden.
[0009] Dies gelingt in besonders einfacher Weise bei Schuhen mit angespritzter Sohle, weil
in der Regel die Hitze der Schmelze, die nach dem Anspritzen das Sohlenmaterial bildet,
ausreicht, um das zwischen Außenschaft und Futterschaft angeordnete und mit eingenähte
Band zum Schmelzen zu bringen, wodurch die durch die Naht entstandenen Öffnungen abgedichtet
werden.
[0010] Auch kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Hitze über Hochfrequenz erzeugt
werden. Auf diese Weise ist es möglich, sehr gezielt die Stellen des Bandes zum Schmelzen
zu bringen, die zur Abdichtung der durch die Naht entstandenen Öffnungen notwendig
sind.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren gelingt vorzüglich bei Schuhen, die zwischen Außenschaft
und Futter eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht aufweisen,
die in der Regel mit dem Futter ein Laminat bildet. In diesem Falle wird bei dem erfindungemäßen
Verfahren das Band zwischen die Außenschicht und die Funktionsschicht eingebracht,
wodurch der die Funktionsschicht enthaltende Futterschaft mit dem Außenschaft bereits
vor dem Vernähen fixiert ist.
1. Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Nähten bei Schuhen, welche einen Außenschaft
mit einem unteren Ende, einen Futterschaft mit einem unteren Ende, eine Brandsohle
mit einer umlaufenden Kante und eine Sohle aufweisen, wobei das untere Ende des Außenschaftes,
das untere Ende des Innenschaftes und die Außenkante der Brandsohle miteinander vernäht
werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Band ausgewählt wird, welches beidseitig mit einer bei Raumtemperatur klebrigen
Schicht versehen ist, dass das Band zwischen die zu verbindenden Teile im Bereich
der vorgesehenen Naht gelegt wird und dass mit diesem Band das untere Ende des Außenschaftes
mit dem unteren Ende des Innenschaftes verbunden und fixiert wird, bevor Außenschaft,
Innenschaft und Brandsohle miteinander vernäht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Band ausgewählt wird, welches aus einem bei Hitze schmelzendem Material besteht,
und dass nach dem Vernähen das Band zumindest im Bereich der Naht zum Schmelzen gebracht
wird, wodurch die durch die Naht entstandenen Öffnungen abgedichtet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hitze über Hochfrequenz erzeugt wird.
1. Method for producing waterproof seams in shoes having an exterior upper with a lower
end, an interior upper with a lower end, an insole with a circumferential edge, and
a sole, the lower end of the exterior upper, the lower end of the interior upper,
and the outer edge of the insole being sewn together, characterized in that a tape is selected that is provided on both sides with a layer that is adhesive at
room temperature, that the tape is laid between the parts to be joined in the vicinity
of the intended seam, and that this tape is used to join and fix the lower end of
the exterior upper to the lower end of the interior upper before the exterior upper,
interior upper, and insole are sewn together.
2. Method according to Claim 1, characterized in that a tape is selected that consists of a material that melts on application of heat
and that, after sewing, the tape is melted, at least in the vicinity of the seam,
resulting in sealing of the openings produced by the seam.
3. Method according to Claim 2, characterized in that the heat is generated using high-frequency radiation.
1. Procédé de réalisation de coutures étanches sur des chaussures qui présentent un dessus
comportant une extrémité inférieure, une doublure comportant une extrémité inférieure,
une première comportant un bord périphérique et une semelle, l'extrémité inférieure
du dessus, l'extrémité inférieure de la semelle intérieure et le bord extérieur de
la première étant cousus ensemble, caractérisé en ce que l'on choisit un ruban qui est muni sur les deux faces d'une couche qui est collante
à température ambiante, en ce que le ruban est placé entre les pièces qui doivent être reliées, dans la zone de la
couture prévue et en ce que l'extrémité inférieure du dessus est reliée à l'extrémité inférieure de la semelle
intérieure et est fixée à celle-ci au moyen de ce ruban avant que le dessus, la semelle
intérieure et la première soient cousus ensemble.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que l'on choisit un ruban qui est constitué d'un matériau thermofusible et en ce qu'après la couture le ruban est amené à fondre au moins dans la zone de la couture,
grâce à quoi les ouvertures provoquées par la couture sont étanchéifiées.
3. Procédé selon la revendication 2 caractérisé en ce que la chaleur est produite par l'intermédiaire de la haute fréquence.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente