[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Zylindern einer Druckmaschine
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Demnach umfasst diese Vorrichtung eine
angetriebene Waschwalze, die an einen zu reinigenden Zylinder anstellbar ist. Mittels
einer Rakel, die zumindest zeitweise in die Oberfläche der rotierenden Waschwalze
eingreift, wird der von der Waschwalze vom zu reinigenden Zylinder abgenommene Schmutz
abgerakelt. Die Rakel ist an einer Auffangwanne befestigt, in welcher der abgerakelte
Schmutz aufgefangen und abgeleitet wird.
[0002] Reinigungsvorrichtungen dieser Art werden zur Beseitigung von Ablagerungen und Verunreinigungen
an Zylindern von Druckmaschinen verwendet, die insbesondere durch den intensiven Kontakt
mit den Bedruckstoffen entstehen. Wenn Papier bedruckt wird, lagern sich an den Zylindern
der Druckmaschine vor allem Papierstaub und Druckfarbe ab.
[0003] Ein Beispiel für eine bekannte Reinigungsvorrichtung ist in der
EP-A-1 106 354 beschrieben. Die vom Motor dieser Vorrichtung in Rotation versetzbare, als Bürstenwalze
ausgebildete Waschwalze wird an einen Zylinder angestellt, der insbesondere ein Gummituchzylinder,
Gegendruckzylinder, Platten- oder Formzylinder, oder auch eine Kühlwalze, Farbwalze
oder Feuchtwalze einer Druck-maschine sein kann. Gleichzeitig werden Reinigungsflüssigkeiten
auf die Waschwalze aufgebracht, so dass die am Zylinder anhaftenden Verunreinigungen
aufgeweicht und mittels der rotierenden Waschwalze vom Zylinder abgehoben werden.
Der von der Waschwalze aufgenommene Schmutz wird von einer Rakel abgestreift, welche
klemmend in mehreren Rakelhaltern sitzt. Diese sind in ein als Gerüst der Reinigungsvorrichtung
dienendes Halteprofil eingesteckt und dort befestigt. Unterhalb der Rakel ist eine
Auffangwanne vorgesehen.
[0004] Üblicherweise wird die Rotationsrichtung der Bürstenwalze so gewählt, dass ihre Oberfläche
einen möglichst kurzen Weg zwischen der Oberfläche des zu reinigenden Zylinders und
der Rakel zurücklegt. Des Weiteren erfolgt das Abstreifen der Bürstenwalze an der
Rakel bekanntermaßen durch elastisches Umbiegen der einzelnen Borsten an der Rakel
und nachfolgendes elastisches Wiederaufrichten der Borsten, wobei die Schmutzpartikel
nicht nur von der Rakel abgestreift, sondern beim Wiederaufrichten der Borsten auch
abgeschleudert werden. Auch aus diesem Grund wird die Rotationsrichtung der Bürstenwalze
üblicherweise so gewählt, dass das Abschleudern der Schmutzpartikel vom zu reinigenden
Zylinder weg gerichtet ist.
[0005] Da die von der Waschwalze aufgenommenen Verschmutzungen insbesondere aufgrund der
darin enthaltenen Druckfarbe eine hohe Adhäsionskraft aufweisen, also klebrig sind,
bleibt an der Rakelhalterung einer solchen bekannten Reinigungsvorrichtung immer etwas
Schmutz hängen, wodurch sich mit zunehmender Betriebsdauer ein Schmutzaufbau bildet.
Solch ein Schmutzaufbau kann dadurch vermieden werden, dass die Rakel direkt an der
Auffangwanne befestigt wird, anstatt an separaten Halterungen. Ein Beispiel für eine
solche Reinigungsvorrichtung ist aus der
DE-A-197 02 082 bekannt.
[0006] Das direkte Abrakeln des von einer Bürstenwalze von der zu reinigenden Zylinderoberfläche
abgenommenen Schmutzes ist jedoch nicht immer optimal. Denn beim Abrakeln werden nicht
nur die Schmutzpartikel von der Bürstenwalze abgeschleudert, sondern auch die von
der Bürstenwalze aufgenommene Waschflüssigkeit. Im Zuge einer möglichst effizienten
Verwendung der Waschflüssigkeiten beim Reinigen von Zylindern in einer Druckmaschine
kann es vorteilhaft sein, die Bürstenwalze für eine Weile nicht mit der Rakel in Berührung
zu bringen. Dementsprechend bleibt die Waschflüssigkeit an der Oberfläche der Bürstenwalze
und wirkt nach einem Umlauf wieder auf die Oberfläche des zu reinigenden Zylinders
ein. Die eingesetzte Waschflüssigkeits-Menge bei einem Reinigungszyklus ohne Rakel
vermindert sich deutlich.
[0007] Besondere Bedeutung erlangt dies bei Heat-Set-Druckmaschinen, bei denen der frisch
bedruckte Bedruckstoff in einen Trockner gelangt. Solch ein Trockner arbeitet mit
Wärme, und die üblicherweise verwendeten Waschflüssigkeiten enthalten einen hohen
Anteil an flüchtigen Kohlenwasserstoffen. Gerade bei Heat-Set-Druckmaschinen wird
in aller Regel verlangt, dass die Reinigung der Zylinderoberflächen während der Produktion
stattfindet. Der hierbei durch die Druckmaschine laufende Bedruckstoff nimmt also
Waschflüssigkeit auf und transportiert diese anschließend in den Trockner. Im Trockner
verdampfen die flüchtigen Kohlenwasserstoffe, und darüber hinaus werden sie erhitzt,
so dass ständig die Gefahr besteht, dass die Kohlenwasserstoffkonzentration im Trockner
über einen aus Sicherheitsgründen vorgeschriebenen Wert ansteigt. Da aber gleichzeitig
gerade bei Heat-Set-Druckmaschinen hochwertige Bedruckstoffe verwendet werden, muss
darauf geachtet werden, dass die Reinigung der Zylinderoberflächen, bei welcher zwangsläufig
Makulatur anfällt, möglichst schnell von statten geht.
[0008] Diese beiden Anforderungen widersprechen sich jedoch: Im Sinne einer hohen Sicherheit
gegen eine zu hohe Konzentration von flüchtigen Kohlenwasserstoffen im Trockner ist
es notwendig, so wenig Waschflüssigkeit zu verwenden wie irgend möglich. Die Anforderung,
den Reinigungszyklus so kurz wie möglich zu halten, erfordert im Gegenteil den Einsatz
von relativ viel Waschflüssigkeit, da die Zeit zu kurz ist, innerhalb der die Verschmutzungen
auf der Oberfläche des zu reinigenden Zylinders angelöst werden können. Es gilt also,
eine maximale Effizienz beim Einsatz der Waschflüssigkeit zu erzielen.
[0009] Hierzu gehört, die Rakel nicht ständig im Eingriff mit der Oberfläche der Waschwalze
zu halten, sondern sie zeitweise aus diesem Eingriff herauszunehmen. Die Waschflüssigkeit
verbleibt dann länger auf der Waschwalzenoberfläche und hat dementsprechend mehr Zeit,
um die Verschmutzungen auf der Oberfläche des zu reinigenden Zylinders anzulösen.
Es ist dann weniger oft notwendig, neue Waschflüssigkeit zuzugeben; der WaschflüssigkeitsVerbrauch
sinkt dementsprechend bei vergleichbarer Reinigungsleistung.
[0010] Ein Beispiel für eine Reinigungsvorrichtung mit bedarfsweise an die Waschwalze anstellbarer
und von dieser abstellbarer Rakel findet sich in der
US-A-5,010,819. Dort wird ein Rakelbalken mittels einzelner beweglicher Halterungen in den Bereich
der Waschwalze gebracht und bedarfsweise in den Eingriff mit der Oberfläche der Waschwalze
bewegt.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung
der eingangs genannten Art hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit zu verbessern.
[0012] Gelöst ist diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 9 niedergelegt.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung unterscheidet sich von den bisher bekannten Vorrichtungen
also insbesondere dadurch, dass die Auffangwanne relativ zur Waschwalze derart beweglich
angebracht ist, dass die an der Auffangwanne befestigte Rakel durch eine entsprechende
Bewegung der Auffangwanne bedarfsweise an die Waschwalze angestellt oder aus dem Eingriff
in der Oberfläche der Waschwalze herausbewegt wird. Die Rakel kann also im Interesse
einer möglichst effizienten Verwendung von Waschflüssigkeiten aus dem Eingriff mit
der Oberfläche der Waschwalze genommen werden, so dass die Waschflüssigkeit beim Reinigungsvorgang
nicht sofort wieder von der Waschwalze abgeschleudert wird. Gleichwohl sind hierfür
keine beweglichen Rakelhalterungen von Nöten, die eine "Brücke" zwischen der Rakel
und dem Gestell der Vorrichtung, einer Gehäusewand oder einem Halteprofil bilden,
was zu einem Schmutzaufbau führen kann, der letztendlich auch die An- und Abstellmechanik
an den Rakelhalterungen beeinträchtigt. Statt dessen bewegt sich die Rakel zusammen
mit der Auffangwanne, an der sie befestigt ist, in den Eingriff mit der Oberfläche
der Wäschwalze und aus diesem Eingriff heraus. Der abgerakelte Schmutz gelangt also
in jedem Fall nur in die Auffangwanne; es kann sich kein Schmutzaufbau bilden.
[0014] Eine Vorderwand der Auffangwanne kann als Rakelhalterung ausgebildet sein; es kann
aber auch zweckmäßig sein, eine Rakelhalterung im Inneren der Auffangwanne anzuordnen,
denn insbesondere bei Bürstenwalzen, die abgerakelt werden, wird der Schmutz nicht
nur abgeschleudert, sondern teilweise auch an der Vorderseite der Rakel von den Borsten
abgesteift, so dass er an der Rakelvorderseite herunterläuft. Aus diesem Grund bietet
es dann auch Vorteile, wenn die Rakelhalterung unterhalb der Rakel mit Lücken oder
Durchführungen versehen ist, so dass der an der Rakelvorderseite herunterlaufende
Schmutz durch die Lücken oder Durchführungen in die Auffangwanne bzw. in den den Schmutz
in der Hauptsache aufnehmenden Teil der Auffangwanne gelangt.
[0015] Die Rakel ist vorzugsweise als Rakelbalken ausgebildet und sitzt in einer an den
Rakelbalken angepassten Aufnahme in oder an der Auffangwanne. In diese Aufnahme kann
der Rakelbalken insbesondere klemmend eingesetzt werden und ist dementsprechend leicht
austauschbar. Mittels herkömmlicher Stellschrauben kann der Rakelbalken innerhalb
der Aufnahme in der Höhe verstellt werden, um beispielsweise Abnutzungserscheinungen
zu kompensieren.
[0016] Diese Aufnahme für den Rakelbalken kann innerhalb der Rakelwanne angeordnet sein.
Hierbei ist es dann vorteilhaft, wenn die Aufnahme zwei Seitenwände aufweist, die
in ihrem unteren Bereich mit Durchbrechungen versehen sind, so dass der an der Rakelvorderseite
herunterlaufende Schmutz auf die andere Seite der Aufnahme gelangen kann.
[0017] Ganz besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Auffangwanne, die erfindungsgemäß
beweglich, vorzugsweise nach Art einer Wippe um eine Drehachse schwenkbar angeordnet
ist, abnehmbar ausgestaltet ist. Denn dann kann die Auffangwanne mit samt der daran
oder darin angeordneten Rakel leicht aus der Vorrichtung entnommen werden, um sie
zu reinigen und gegebenenfalls die Rakel zu ersetzen oder zu drehen, um beispielsweise
eine frische Kante des Rakelbalkens in Wirkposition zu bringen.
[0018] Die schwenkbare Anordnung der Auffangwanne nach Art einer Wippe wird vorzugsweise
so umgesetzt, dass die Auffangwanne in einer Halterung sitzt, die nach Art einer Wippe
mit zwei Hebelarmen schwenkbar an der Drehachse befestigt ist, wobei der eine Hebelarm
federbelastet und der andere Hebelarm mit einem gegen die Federkraft arbeitenden Stellantrieb,
insbesondere einer hydeinem gegen die Federkraft arbeitenden Stellantrieb, insbesondere
einer hydraulischen oder pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheit versehen ist. Die Anbringung
der Auffangwanne an dieser schwenkbaren Halterung erfolgt dann bevorzugterweise mittels
lösbaren Verbindungselementen, beispielsweise einem Klinkenmechanismus. Hierdurch
können die Schwenkfunktion und die Entnehmbarkeit der Auffangwanne robust und einfach
sowie sicher bedienbar realisiert werden.
[0019] Die Rakel kann, wie an sich bekannt, durch ein Profilelement mit sechseckigem Querschnitt
gebildet sein. Im Zusammenhang mit einer klemmenden Befestigung kann die Rakel dann
durch eine einfache Drehung um ihre Längsachse umgesetzt werden, um eine abgenutzte
Rakelkante durch eine neue Kante zu ersetzen.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
(schematisch);
- Figuren 2 bis 4
- eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Figur 1, in unterschiedlichen Arbeitszuständen;
- Figur 5
- die Auffangwanne der Vorrichtung aus Figur 1 separat.
[0021] In Figur 1 ist die Oberfläche eines zu reinigenden Zylinders 1 mit einer durchbrochenen
Linie angedeutet. Eine als Bürstenwalze ausgeführte Waschwalze 2 ist an die Oberfläche
des zu reinigenden Zylinders 1 angestellt und bewegt sich in Drehrichtung 3 zunächst
über die Oberfläche des zu reinigenden Zylinders 1, nimmt dort Schmutz auf und transportiert
diesen weiter bis zu einer Rakel 4, die in einer Aufnahme 5 klemmend sitzt. Die Aufnahme
5 ist in einer Auffangwanne 6 angeordnet, welche ihrerseits an einer Halterung 7 befestigt
ist. Ein Gehäuse der dargestellten Reinigungsvorrichtung ist hier nur angedeutet,
und zwar mittels einer Trennwand 8.
[0022] An der Rückseite der Auffangwanne 6 ist ein Abfluss 9 für den mit Waschmittel vermischten,
abgerakelten Schmutz vorgesehen.
[0023] Am (in Figur 1 nicht dargestellten) Gehäuse 17 der Vorrichtung sind Pneumatikelemente
10 befestigt, die jeweils eine Kolben-Zylinder-Einheit 11 betätigen. Diese wirkt auf
einen zweiten Hebelarm 12 der um eine Schwenkachse 13 schwenkbaren Halterung 7, während
ein erster Hebelarm 14 von einer Feder 15 vorgespannt ist.
[0024] Die Figuren 2 bis 4 zeigen in einer Seitenansicht der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung
verschiedene Arbeitszustände derselben, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen sind, so dass auf die obige Beschreibung der Figur 1 Bezug genommen werden
kann. Neben den aus Figur 1 bekannten Teilen sind hier außerdem Sprührohre 16 für
die Waschflüssigkeiten sowie ein Gehäuse 17 dargestellt.
[0025] In Figur 2 ist der Betriebszustand mit in die Oberfläche der Waschwalze 2 eingreifender
Rakel 4 dargestellt. Die Kolben-Zylinder-Einheit 11 ist ausgefahren und drückt gegen
den zweiten Hebelarm 12, so dass die Halterung 7 mit samt der daran befestigten Auffangwanne
6 um die Schwenkachse 13 gegen die Kraft der Feder 15 verschwenkt ist. Die so verschwenkte
Auffangwanne 6 führt also über die in der Auffangwanne 6 angeordnete Aufnahme 5 und
die in der Aufnahme 5 sitzende Rakel 4 dazu, dass die Rakel 4 an die Waschwalze 2
angestellt und somit aktiv ist. An der Auffangwanne 6 ist eine Klinke 18 angeordnet,
die von einem an der Halterung 7 befestigten, federbelasteten Riegel 19 hintergriffen
wird.
[0026] Figur 3 zeigt den Betriebszustand der Vorrichtung, in welchem die Rakel 4 von der
Waschwalze 2 abgestellt ist. Durch Entspannen der Kolben-Zylinder-Einheit 11 setzt
der zweite Hebelarm 12 der Kraft der Feder 15 nichts mehr entgegen, so dass die Halterung
7 und mit ihr die Auffangwanne 6 um die Schwenkachse 13 so verschwenkt wurde, dass
die in der Aufnahme 5 der Auffangwanne 6 sitzende Rakel 4 nach unten aus dem Eingriff
mit der Waschwalze 2 herausgenommen wurde.
[0027] In Figur 4 wird die leichte Abnehmbarkeit der Auffangwanne 6 mit samt der in der
Aufnahme 5 sitzenden Rakel 4 verdeutlicht. Durch Lösen des Riegels 19 gegen die auf
ihn wirkende Federkraft wurde die Klinke 18 freigegeben, so dass die Auffangwanne
6 aus der Halterung 7 herausgenommen werden konnte. Der Sitz der Auffangwanne 6 in
der Halterung 7 wird gewährleistet durch einerseits eine Führung 20 in der Halterung
7 und andererseits einem in dieser Führung verschiebbaren, an der Auffangwanne 6 angeordneten
Steg 21, der sich in der Klinke 18 fortsetzt. Nach dem Reinigen der Auffangwanne 6
und/oder dem Austausch der Rakel 4 wird die Auffangwanne 6 ganz einfach wieder in
die Führung 20 eingeschoben, wobei der Riegel 19 automatisch hinter der Klinke 18
einrastet.
[0028] Figur 5 zeigt schließlich die aus der Vorrichtung entnommene Auffangwanne 6 in einer
perspektivischen Darstellung. Besonders deutlich sind hier der Steg 21 mit der daran
angeformten Klinke 18 sowie die Aufnahme 5 für die (hier nicht dargestellte) Rakel
4 zu erkennen. Anhand dieser Abbildung wird klar, dass die Aufnahme 5 innerhalb der
Auffangwanne 6 angeordnet und Teil derselben ist, so dass keinerlei Schmutzaufbau
an irgendwelchen, möglicherweise auch noch beweglich gehaltenen Rakelhalterungen zu
befürchten ist. Das An- und Abstellen der Rakel erfolgt, wie vorgehend beschrieben,
durch Verschwenken der gesamten Auffangwanne 6. Die Aufnahme 5 weist zwei Seitenwände
22 auf, die in ihrem unterem Bereich mit Durchbrechungen 23 versehen sind. Durch diese
Durchbrechungen 23 kann Schmutz, der an der Vorderseite der Rakel herunterläuft, in
den hinteren Teil der Auffangwanne 6 und somit zum Abfluss 9 gelangen.
1. Vorrichtung zum Reinigen von Zylindern einer Druckmaschine, mit einer an einen zu
reinigenden Zylinder (1) anstellbaren, angetriebenen Waschwalze (2), einer zumindest
zeitweise in die Oberfläche der Waschwalze (2) eingreifenden Rakel (4) und einer Auffangwanne
(6) für den mittels der Rakel (4) von der rotierenden Waschwalze (2) abgerakelten
Schmutz, wobei die Rakel (4) an der Auffangwanne (6) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwanne (6) relativ zur Waschwalze (2) derart beweglich angebracht ist,
dass die Rakel (4) durch eine entsprechende Bewegung der Auffangwanne (6) bedarfsweise
mit der Oberfläche der Waschwalze (2) in Eingriff gelangt oder aus diesem Eingriff
herausgenommen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwanne (6) abnehmbar ausgestaltet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rakel (4) als Rakelbalken ausgebildet ist und in einer an den Rakelbalken angepassten
Aufnahme (5) in oder an der Auffangwanne (6) sitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (5) zwei Seitenwände (22) aufweist, die in ihrem unteren Bereich mit
Durchbrechungen (23) versehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (5) mit Verstellelementen für die Anstelltiefe des Rakelbalkens versehen
ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwanne (6) nach Art einer Wippe um eine Schwenkachse (13) schwenkbar angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwanne (6) in einer Halterung (7) sitzt, die nach Art einer Wippe mit einem
ersten Hebelarm (14) und einem zweiten Hebelarm (12) schwenkbar an der Schwenkachse
(13) befestigt ist, wobei der erste Hebelarm (14) federbelastet ist und der zweite
Hebelarm (12) mit einem gegen die Federkraft arbeitenden Stellantrieb, insbesondere
einer hydraulischen oder pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheit (11) versehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwanne (6) mittels lösbaren Verbindungselementen (18, 19, 20, 21) an der
Halterung (7) angebracht ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die lösbaren Verbindungselemente aus einem Klinkenmechanismus (18, 19) bestehen.