[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lagern und Ausbringen einer fließfähigen
Substanz nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der
EP 0 895 943 B1 bekannt und umfasst einen Behälter, der aus zwei Folien gebildet ist, die eine erste
Kammer zur Aufnahme der Substanz und eine davon getrennte zweite Kammer zum Aufbringen
der Substanz auf ein Auftraginstrument festlegen. Durch einen von außen auf die Folien
aufgebrachten Druck kann eine Solltrennstelle zwischen den beiden Folien gelöst und
damit eine Verbindung zwischen den beiden Kammern hergestellt werden, wodurch das
Auftraginstrument mit der Substanz beaufschlagt wird. Bei dieser Vorrichtung besteht
jedoch das Problem, dass der Druck zum Verbinden der beiden Kammern lokal sehr definiert
aufgebracht werden muss, da ansonsten kein ausreichender Flüssigkeitsdruck zum Trennen
der beiden Folien im Übergangsbereich zwischen den beiden Kammern bereitstünde.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach und sicher bedienbare Vorrichtung
zum Lagern und Ausbringen einer fließfähigen Substanz der einleitend genannten Gattung
bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0005] Gemäß der Erfindung wird mithin eine Vorrichtung bereitgestellt, bei der eine erste
Kammer von einem topfartigen Behälter gebildet ist, der im Bereich seiner inneren
Umfangswand einen radial nach innen ragenden, dichtenden Ringbund aufweist, und eine
zweite Kammer von einer Beaufschlagungseinheit gebildet ist, die einen in den Behälter
eingesetzten topfartigen Einsatz umfasst, dessen Boden die erste Kammer begrenzt und
an dessen Umfangswand mindestens eine Queröffnung ausgebildet ist. Der Behälter und
der Einsatz sind durch koaxiales teleskopartiges Zusammenschieben ausgehend von einer
geschlossenen Speicherposition in eine offene Freigabeposition bringbar. In der geschlossenen
Speicherposition ist der Boden des Einsatzes von dem Boden des Behälters beabstandet
und der Ringbund so dichtend an dem Einsatz positioniert, dass eine Verbindung zwischen
der ersten Kammer und der Queröffnung des Einsatzes gesperrt ist. In der offenen Freigabestellung
ist als Folge des teleskopartigen Zusammenschiebens der Boden des Einsatzes so in
Richtung des Bodens des Behälters versetzt, dass unter Verkleinerung der ersten Kammer
die in der ersten Kammer enthaltene Substanz durch die Queröffnung in die zweite Kammer
zur Beaufschlagung des Auftraginstrumentes gefördert ist. Das stabförmige Auftraginstrument
ist im Wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Einsatzes und des Behälters ausgerichtet.
[0006] Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich insbesondere durch ihre Bedienungsfreundlichkeit
aus, da die Einheit aus Behälter und Beaufschlagungseinheit einfach zwischen dem Zeigefinger
und dem Daumen einer Hand eingeklemmt werden und durch einen dann ausgeübten Druck
aktiviert werden kann und das im wesentliche stabförmige Auftraginstrument durch seine
rechtwinklige Ausrichtung zur Teleskopierrichtung ergonomisch günstig nach der Beaufschlagung
mit der Substanz mittels der anderen Hand von der übrigen Vorrichtung getrennt und
zum Einsatz kommen kann.
[0007] Des Weiteren ist bei der Vorrichtung nach der Erfindung das Auftraginstrument vor
der Aktivierung des Systems von der Substanz getrennt. Dadurch wird verhindert, dass
das Auftraginstrument bei Dauerbeaufschlagung mit der Substanz qualitativ beeinträchtigt
wird.
[0008] Die Vorrichtung nach der Erfindung kann vielfältig angewendet werden und eignet sich
insbesondere zum Einsatz im Dentalbereich. Bei der fließfähigen Substanz handelt es
sich insbesondere um eine Flüssigkeit. Das Auftraginstrument ist beispielsweise ein
Pinsel oder eine Bürste, wie ein sogenannter Microbrush.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung ist eine
Schutzhülle vorgesehen, die die zweite Kammer begrenzt. Die Schutzhülle ist beispielsweise
aus einer Folie, wie einer PE-beschichteten Aluminiumfolie, gebildet.
[0010] Bei einer speziellen Ausführungsform ist die Schutzhülle nach Art einer Blisterverpackung
ausgebildet, so dass sie mithin aus einem Tiefziehteil und einer Deckfolie gebildet
ist, wobei die aus dem Behälter und der Beaufschlagungseinheit bestehende Baugruppe
in einen Napf der Tiefziehfolie eingelegt ist.
[0011] Die Schutzhülle kann zur Halterung des Auftraginstrumentes dienen und aufreißbar
oder peelfähig ausgelegt sein, so dass das mit der fließfähigen Substanz beaufschlagte
Auftragselement der Schutzhülle bequem entnommen werden kann.
[0012] Insbesondere wenn die die Schutzhülle bildenden Folien aufreißbar bzw. peelfähig
sind, kann die Beaufschlagungseinheit auch eine Eintauchschale bzw. -einheit für das
Auftraginstrument bilden, so dass dieses mehrfach in die Substanz eingetaucht werden
kann, die nach Aktivierung der Vorrichtung in der Beaufschlagungseinheit enthalten
ist.
[0013] Zur stabilen Lagerung des Auftraginstrumentes kann die Beaufschlagungseinheit eine
rechtwinklig zur Achse des Einsatzes und des Behälters ausgerichtete Auflagefläche
für das Auftraginstrument umfassen. Beispielsweise ist die Auflagefläche von einem
stielartigen Vorsprung der Beaufschlagungseinheit gebildet.
[0014] Um das Auftraginstrument seitlich zu sichern, kann die Auflagefläche einen rinnenartigen
Querschnitt haben.
[0015] Alternativ kann das Auftraginstrument auch in einem Rohrabschnitt der Beaufschlagungseinheit
gelagert sein. Der Rohrabschnitt sichert das Auftraginstrument radial.
[0016] Wenn die mittels des Auftraginstrumentes aufzutragende fließfähige Substanz ein Mehrkomponentensystem
ist, ist es zweckmäßig, wenn die Beaufschlagungseinheit mindestens zwei Einsätze aufweist,
die jeweils mit einem Behälter zusammenwirken. In jedem der Behälter wird vor Aktivierung
der Vorrichtung eine Komponente des Mehrkomponentensystems vorgehalten. Die Komponenten
werden dann nach Aktivierung in der Beaufschlagungseinheit vermengt.
[0017] Denkbar ist es auch, bei einem Mehrkomponentensystem mit mindestens einem Einsatz
eine flüssige Komponente in dem diesem zugeordneten Behälter vorzuhalten und eine
weitere insbesondere pulverförmige Komponente in der Beauschlagungseinheit vorzuhalten.
Bei Aktivierung des Systems strömt die Flüssigkeit aus der Kammer des Behälters in
die Kammer der Beaufschlagungseinheit. Dort vermengt sie sich mit dem Pulver.
[0018] Die Einsätze können nebeneinander angeordnet sein und parallele Achsen aufweisen
oder auch koaxial und einander gegenüberliegend angeordnet sein.
[0019] Um das System in Speicherposition zu sichern, kann der Einsatz zur Definierung der
geschlossenen Speicherposition eine Ringnut aufweisen, die mit dem Ringbund des Behälters
zusammenwirkt.
[0020] Eine weitere spezielle Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung kann ausgelegt
sein, dass sie eine beispielsweise wandartigen Trenneinrichtung aufweist, die Auftraginstrument
von einem Beaufschlagungsraum der Beaufschlagungseinheit trennt und zur Beaufschlagung
des Auftraginstruments mit der betreffenden Substanz durchtrennt oder auch von dem
Auftraginstrument durchstoßen wird. Die Trenneinrichtung kann von der Beaufschlagungseinheit
oder auch der Schutzhülle gebildet sein.
[0021] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
[0022] Drei Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung sind in der Zeichnung
schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäß ausgebildete Lager- und Ausbringvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Beaufschlagungseinheit der Vorrichtung nach Fig. 1 in Alleinstellung;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Beaufschlagungseinheit;
- Fig. 4
- eine Stirnansicht der Beaufschlagungseinheit;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine Lager- und Ausbringvorrichtung nach der Erfindung für ein
Zweikomponentensystem;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Beaufschlagungseinheit der Vorrichtung nach Fig. 5; und
- Fig. 7
- einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform einer Lager- und Ausbringvorrichtung
für ein Zweikomponentensystem.
[0023] In den Figuren 1 bis 4 ist eine Vorrichtung 10 zum Lagern und Ausbringen einer fließfähigen
Substanz A dargestellt, die in der in der Zeichnung dargestellten Deaktivierungsstellung
in einer Kammer 12 enthalten ist und die beispielsweise zur Applikation im Bereich
der Dentalmedizin eingesetzt werden kann.
[0024] Die Vorrichtung 10 umfasst eine ein Kunststoffspritzgießteil darstellendes Beaufschlagungseinheit
13 zur Beaufschlagung eines als sogenannter Microbrush ausgebildeten Auftraginstrumentes
14. Die Beaufschlagungseinheit 13 ist pfannenartig ausgebildet und umfasst einen stielförmigen,
eine Auflagefläche bildenden Lagerbereich 27 für das Auftraginstrument 14 sowie einen
topfartigen Einsatz 15, der im Wesentlichen eine zylindrische Umfangsfläche hat und
eine Kammer 16 zur Beaufschlagung des Auftraginstrumentes 14 mit der Substanz A umschließt.
Wie insbesondere Fig. 4 zu entnehmen ist, hat der stielförmige Lagerbereich 27 einen
im Wesentlichen rinnenförmigen Querschnitt, so dass das stabförmige Auftraginstrument
14 seitlich gesichert ist.
[0025] Der Einsatz 16 taucht in einen ebenfalls topfförmigen Behälter 17 ein, der die Kammer
12 zur Bevorratung der fließfähigen Substanz A umschließt und der im Bereich seiner
Innenwandung einen radial nach innen vorspringenden, dichtenden Ringbund 18 aufweist,
der in der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Speicherposition in eine am Umfang
des Einsatzes 15 der Beaufschlagungseinheit 13 angeordneten Ringnut 19 eingreift,
wodurch eine geschlossene Speicherposition definiert ist, in der keine Verbindung
zwischen der Kammer 12 des Behälters 17 und der Kammer 16 der Beaufschlagungseinheit
13 besteht.
[0026] Oberhalb der Ringnut 19 weist der Einsatz 15 am Umfang zwei als Queröffnungen ausgebildete
Ausnehmungen 20A und 20B auf, über die bei Aktivierung der Vorrichtung 10 eine Verbindung
zwischen der Kammer 12 des Behälters 17 und der Kammer 16 des Einsatzes 15 hergestellt
wird, so dass die fließfähige Substanz 11 aus der Kammer 11 in die Kammer 16 strömen
kann.
[0027] Die aus der Beaufschlagungseinheit 13, dem Behälter 17 und dem Auftraginstrument
14 gebildete Einheit ist von einer Schutzhülle 21 aufgenommen, die aus einer einen
Napf 22 bildenden Aluminiumbodenfolie und einer mit PE beschichteten Aluminiumdeckfolie
24 gebildet ist.
[0028] Zur Aktivierung nimmt ein Benutzer die Vorrichtung 10 zwischen einen Zeigefinger
und einen Daumen einer Hand. Dann wird auf den Boden des Behälters 17 und die dem
Boden den gegenüberliegende Seite der Beaufschlagungseinheit 13 ein Druck ausgeübt,
so dass der Behälter in Richtung des Einsatzes 15 verschoben wird und über die Ausnehmungen
20A und 20B eine Verbindung zwischen den Kammern 12 und 16 hergestellt wird. Der Einsatz
15 wirkt hierbei nach Art eines Kolbens, so dass die in der Kammer 12 enthaltene fließfähige
Substanz A über die Ausnehmungen 20A und 20B in die Kammer 16 des Einsatzes 15 verdrängt
und das Auftraginstrument 14 mit der Substanz A beaufschlagt wird. Anschließend kann
das mit der Substanz A beaufschlagte Auftraginstrument durch Greifen mit der anderen
Hand parallel zu der Erstreckung des stielförmigen Lagerbereichs 27 aus der Schutzfolie
21 gezogen und zum Auftragen der Substanz A genutzt werden.
[0029] In den Figuren 5 und 6 ist eine Vorrichtung 30 zum Lagern und Ausbringen einer fließfähigen
Substanz dargestellt, die für ein mehrkomponentiges System ausgelegt ist.
[0030] Die Vorrichtung 30 umfasst einen Beaufschlagungseinheit 113, die nach Art einer Doppelpfanne
ausgebildet ist und zwei nebeneinander angeordnete Einsätze 115A und 115B aufweist,
die jeweils nach Art des Einsatzes der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform
ausgebildet sind und jeweils mit einem Behälter 117A bzw. 117B zusammenwirken, der
entsprechend dem Behälter der Vorrichtung nach den Figuren 1 bis 4 ausgebildet ist.
Vor Aktivierung der Vorrichtung 30 wird in dem Behälter 117A eine erste Komponente
A und in dem Behälter 117B eine zweite Komponente B eines Mehrkomponentensystems vorgehalten.
[0031] Die Aktivierung erfolgt entsprechend der Aktivierung der Vorrichtung nach den Figuren
1 bis 4, wobei bei der Vorrichtung 30 zunächst ein axialer Druck auf den Behälter
117A ausgeübt wird, um die Komponente A über die Queröffnungen 20A und 20B des Einsatzes
115A in eine Kammer 116A der Beaufschlagungseinheit 113 zu verdrängen und anschließend
ein axialer Druck auf den Behälter 117B ausgeübt wird, um die Substanz B über die
Queröffnungen 20A und 20B des Einsatzes 115B in eine Kammer 116B der Beaufschlagungseinheit
113 zu verdrängen. Da die beiden Kammern 116A und 116B miteinander verbunden sind,
können sich dann die beiden Komponenten A und B miteinander vermengen. Ein Auftraginstrument
14 wird somit mit dem Komponentengemisch beaufschlagt. Dann kann das Auftraginstrument
14 aus einer Schutzhülle 21 der Vorrichtung 30 gezogen und zweckentsprechend eingesetzt
werden.
[0032] Im Übrigen entsprechen der Aufbau und die Funktion dem Aufbau und der Funktion des
Ausführungsbeispiels nach den Figuren 1 bis 4.
[0033] In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Lagern und Ausbringen
einer fließfähigen Substanz dargestellt. Wie schon bei dem Ausführungsbeispiel nach
den Figuren 5 und 6 dient die Vorrichtung 40 zum Lagern, Mischen und Anwenden eines
Zweikomponentensystems. Die Vorrichtung 40 umfasst hierzu eine Beaufschlagungseinheit
213 für einen Microbrush 14. Die Beaufschlagungseinheit 213 weist ebenfalls zwei Einsätze
215A und 215B auf, die jeweils dem Einsatz der Vorrichtung nach den Figuren 1 bis
4 entsprechen und jeweils mit einem Behälter 217A und 217B der in Figur 1 dargestellten
Art zusammenwirken.
[0034] Des Weiteren weist die Beaufschlagungseinheit 213 eine rohr- und stielförmige Führung
und Lagerung 41 für das Auftraginstrument 14 auf. Die Einsätze 215A und 215B sind
spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet.
[0035] Zum Aktivieren der Vorrichtung 14 wird auf die Behälter 217A und 217B durch den Zeigefinger
und den Daumen einer Hand ein Druck ausgeübt, wodurch die in den beiden Behältern
enthaltenen Substanzen A und B in einen Misch- und Beaufschlagungsraum 42 der Beaufschlagungseinheit
41 verdrängt werden, so dass das Auftraginstrument 14 mit der Mischsubstanz beaufschlagt
wird.
1. Vorrichtung zum Lagern und Ausbringen einer fließfähigen Substanz (A, B), umfassend:
- mindestens eine erste Kammer (12, 112A, 112B, 212A, 212B) zur Aufnahme der fließfähigen
Substanz;
- ein im wesentlichen stabförmiges Auftraginstrument (14);
- mindestens eine zweite Kammer (16, 116A, 116B, 42) zur Beaufschlagung des Auftraginstrumentes
(14) mit der fließfähigen Substanz,
wobei durch einen von außen aufgebrachten Druck eine Verbindung zwischen der ersten
Kammer (12, 112A, 112B, 212A, 212B) und der zweiten Kammer (16, 116A, 116B, 42) herstellbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Kammer (12, 112A, 112B, 212A, 212B) von einem topfartigen Behälter (17,
117A, 117B, 217A, 217B) gebildet ist, der an seiner inneren Umfangswand einen radial
nach innen ragenden, dichtenden Ringbund (18) aufweist,
dass die zweite Kammer (16, 116A, 116B, 42) von einer Beaufschlagungseinheit (13, 113,
213) gebildet ist, die einen in den Behälter (17, 117A, 117B, 217A, 217B) eingesetzten
topfartigen Einsatz (15, 115A, 115B, 215A, 215B) umfasst, dessen Boden die erste Kammer
(12, 112A, 112B, 212A, 212B) begrenzt und an dessen Umfangswand mindestens eine Queröffnung
(20A, 20B) ausgebildet ist,
dass der Behälter (17, 117A, 117B, 217A, 217B) und der Einsatz (15, 115A, 115B, 215A,
215B) durch koaxiales teleskopartiges Zusammenschieben ausgehend von einer geschlossenen
Speicherposition in eine offene Freigabeposition bringbar sind,
dass in der geschlossenen Speicherposition der Boden des Einsatzes (15, 115A, 115B, 215A,
215B) von dem Boden des Behälters (17, 117A, 117B, 217A, 217B) beabstandet ist und
der Ringbund (18) so dichtend an dem Einsatz (15, 115A, 115B, 215A, 215B) positioniert
ist, dass eine Verbindung zwischen der ersten Kammer (12, 112A, 112B, 212A, 212B)
und der Queröffnung (20A, 20B) des Einsatzes (15, 115A, 115B, 215A, 215B) gesperrt
ist,
dass in der offenen Freigabestellung als Folge des teleskopartigen Zusammenschlusses der
Boden des Einsatzes (15, 115A, 115B, 215A, 215B) so in Richtung des Bodens des Behälters
(17, 117A, 117B, 217A, 217B) versetzt ist, dass unter Verkleinerung der ersten Kammer
(12, 112A, 112B, 212A, 212B) die in der ersten Kammer (12, 112A, 112B, 212A, 212B)
enthaltene Substanz durch die Queröffnung (20A, 20B) in die zweite Kammer (16, 116A,
116B, 42) zur Beaufschlagung des Auftraginstrumentes (14) gefördert ist,
und
dass das stabförmige Auftraginstrument (14) im Wesentlichen rechtwinklig zur Achse des
Einsatzes (15, 115A, 115B, 215A, 215B) und des Behälters (17, 117A, 117B, 217A, 217B)
ausgerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schutzhülle (21), die die zweite Kammer (16, 116A, 116B) begrenzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle (21) aus einem Tiefziehteil (23) und einer Deckfolie (24) gebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagungseinheit (13, 113, 213) eine rechtwinklig zur Achse des Einsatzes
(15, 115A, 115B, 215A, 215B) und des Behälters (17, 117A, 117B, 217A, 217B) ausgerichtete
Auflagefläche für das Auftraginstrument (14) umfasst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche von einem stielförmigen Vorsprung (15, 41) der Beaufschlagungseinheit
(13, 1131, 213) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der stielförmigen Vorsprung (15) einen rinnenartigen Querschnitt hat.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftraginstrument (14) von einem Rohrabschnitt (41) der Beaufschlagungseinheit
(213) gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagungseinheit (113, 213) mindestens zwei Einsätze (115A, 115B, 215A,
215B) aufweist, die jeweils mit einem Behälter (112A, 112B, 212A, 212B) zusammenwirken.
9. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (115A, 115B) nebeneinander angeordnet sind und parallele Achsen aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (215A, 215B) koaxial und einander gegenüberliegend angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (15, 115A, 115B, 215A, 215B) zur Festlegung der geschlossenen Speicherposition
eine Ringnut (19) aufweist, die mit dem Ringbund (18) des Behälters (17, 117A, 117B,
217A, 217B) zusammenwirkt.