[0001] Die Erfindung betrifft eine Weblitze mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus Festigkeitsgründen werden Weblitzen für Hochleistungswebmaschinen üblicherweise
aus vergütetem Stahl hergestellt. Diese Litzen werden aus einem Stahlband ausgestanzt.
Als Bandbreite zur Herstellung solcher Litzen hat sich für das Stahlband weltweit
eine Breite von 5,5 mm bis 6 mm als Standard durchgesetzt. Weil die Litzen wegen der
hohen Webgeschwindigkeiten trotz der hohen spezifischen Masse des Stahls möglichst
leicht sein sollen, werden entlang der Litzenlängsrichtung möglichst große Anteile
des Bandes durch Stanzen entfernt und die entstandenen Kanten anschließend poliert.
[0003] Durch das Ausstanzen von Abschnitten des Bandes während des Fertigungsprozesses entstehen
große Abfallmengen, die entsorgt werden müssen. Hieraus erwächst das Bestreben den
Einsatz von Rohmaterial zur Herstellung von Weblitzen zu senken.
[0004] Die
CH 601 532 offenbart Weblitzen aus Draht oder Flachmaterial mit endständig angesetzten Endösen.
Diese bestehen beispielsweise aus Kunststoff.
[0005] Obwohl der Einsatz von Rohmaterial hiermit gesenkt werden kann, entsteht doch eine
kritische Verbindungsstelle zwischen Weblitze und Endöse, die bei schnell laufenden
Webmaschinen problematisch sein kann.
[0006] Gleiches gilt entsprechend für die
CH 410 815, die Weblitzen aus Flachstahl oder Rundstahl mit angesetzten Endösen zeigt.
[0007] Aus der Praxis sind darüber hinaus aus Flachstahl ausgebildete Weblitzen mit einer
von Endöse zu Endöse durchgehenden geraden Kante und o-förmigen Endösen bekannt. Jedoch
leiden auch diese, wie eingangs dargelegt, unter dem hohen Abfallanfall bei der Herstellung.
[0008] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Weblitze anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Weblitze gemäß Anspruch 1 gelöst:
[0010] Die erfindungsgemäße Weblitze weist einen länglichen einstückig ausgebildeten Litzenkörper
auf, in dem ein Fadenauge ausgebildet ist und an dessen Enden Endösen ausgebildet
sind. Die Weblitze besteht somit einschließlich Fadenauge und Endösen aus einem einzigen
vorzugsweise nahtlosen Teil, das beispielsweise durch Ausstanzen aus einem entsprechenden
Stahlband hergestellt werden kann. An einer Seite weist der Litzenkörper eine gerade
Kante auf, die sich über seine gesamte Länge von Endöse zu Endöse und über diese hinaus
erstreckt. Diese Kante legt eine Litzenlängsrichtung fest. Quer zu dieser lässt sich
sowohl die Fadenaugenbreite als auch die Endösenbreite messen. Die Endösenbreite ist
dabei höchstens doppelt so groß wie die Fadenaugenbreite. Nachdem die Größe insbesondere
die Breite des Fadenauges die schwächste und mechanisch am stärksten beanspruchte
Stelle der Weblitze darstellt, kann diese Breite ein Mindestmaß nicht unterschreiten.
Soweit es sich bei der Erfindung um eine Weblitze für schnell laufende Webmaschinen
handelt, d.h. für Weblitzen, die für hohe Webgeschwindigkeiten geeignet sind, ist
die Fadenauggröße nicht größer als 5,5 mm x 1,2 mm (Innenmaß). Entsprechend kann die
äußere Breite des Fadenauges ein Mindestmaß nicht unterschreiten. Erfindungsgemäß
werden nun die Endösen in ihrer Breite, wie oben angegeben, beschränkt, so dass der
Stanzabfall minimiert wird. Dies obwohl auch das Innenmaß der Endösen nicht willkürlich
festgelegt werden kann. Vielmehr ist es durch die Litzentragschienenbreite vorgegeben.
Der Erfinder hat jedoch erkannt, dass die äußeren Abmessungen der Endösen auf das
angegebene Maß reduziert werden können.
[0011] Mit den angegebenen Maßnahmen wird nicht nur der Stanzabfall minimiert sondern es
wird auch das Litzengewicht herabgesetzt, was weitere Steigerungen der Webgeschwindigkeiten
möglich macht.
[0012] Weist das Fadenauge mindestens die oben angegebene Innenweite (5,5 mm in Längsrichtung
und 1,2 mm in Querrichtung) auf, können automatische Einziehmaschinen zum Kettfadeneinzug
verwendet werden.
[0013] Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn die Breite der Endöse mindestens
das 1,8-fache der Breite der Weblitze im Bereich des Fadenauges beträgt. Auf diese
Weise wird eine mehr als ausreichende Endösenstabilität erreicht. Dies insbesondere
wenn die Endöse als geschlossener ungefähr rechteckiger Ring ausgebildet ist. Solche
Endösen werden auch als o-förmige Endösen bezeichnet. Vorzugsweise weist eine solche
Endöse zwei zueinander im Wesentlichen parallele längliche Stege auf, die wiederum
vorzugsweise vollkommen gerade ausgebildet sind. Einer dieser Stege grenzt an die
gerade Kante (und bildet einen Abschnitt derselben) während der andere Steg an der
gegenüber liegenden Litzenseite angeordnet ist. Vorzugsweise ist der an die gerade
Kante grenzende Steg breiter als der von der geraden Kante beabstandete Steg. Dies
bietet zumindest zwei Vorteile. Zunächst wird auf diese Weise die von der Litzentragschiene
in die Weblitze eingeleitete Beschleunigungs- oder Bremskraft oder überhaupt jede
von der Litzentragschiene auf die Litze übertragene Kraft zuverlässig und mit geringer
Litzenbelastung übertragen. Des Weiteren ergibt sich ein relativ großer Querversatz
zwischen einer die Endösen miteinander verbindenden Mittellinie und dem Fadenauge.
Dies vergrößert den Abstand der Fadenaugen bei Litzenanordnungen mit doppeltem Fadenaugstand,
was häufig erwünscht ist.
[0014] Es hat sich dabei als vorteilhaft herausgestellt, wenn der an die gerade Kante grenzende
Steg eine Breite aufweist, die wenigstens 1,6 mal so groß ist wie die Breite des anderen
Stegs. Hier werden die oben genannten Vorteile in besonderem Maße erreicht.
[0015] Während die an einer Seite der Weblitze liegende Kante auf einer Geraden liegt, ist
die gegenüber liegende Kante vorzugsweise in Abschnitte unterteilt, die jeweils für
sich genommen gerade sind, wobei sie jedoch auf zueinander parallelen Linien liegen.
Damit lässt sich einerseits das Litzengewicht minimieren und andererseits eine stabile
zugfeste Litze gestalten.
[0016] Vorzugsweise ist zwischen dem Fadenauge und den Endösen an dem Litzenkörper ein Abschnitt
vorgesehen, der eine Breite aufweist, die geringer ist als die Breite des Fadenauges.
Dadurch kann das Litzengewicht weiter minimiert werden.
[0017] Die Breite des Litzenkörpers beträgt an dem Fadenauge vorzugsweise mindestens 2,3
mm und weiter vorzugsweise maximal 2,6 mm. Diese Abmessungen haben sich für die weitaus
meisten Fälle, bei denen mit sehr hoher Webgeschwindigkeit gearbeitet werden soll,
als zweckmäßig herausgestellt.
[0018] Vorzugsweise ist der Litzenkörper an seinem Fadenauge geschränkt. Dies bedeutet,
dass ein Teil des Litzenkörpers, der das Fadenauge umgibt, etwas aus der Ebene heraus
gedreht ist, die von dem Flachmaterial des übrigen Litzenkörpers festgelegt ist. Diese
Maßnahme erleichtert den Kettfadenlauf.
[0019] Der Litzenkörper ist vorzugsweise aus vergütetem Stahl hergestellt. Andere Flachmaterialien
können bedarfsweise Anwendung finden. Das Flachmaterial kann mit ein oder mehreren
Wellen versehen sein, die benachbarte Litzen auf Abstand halten. Die Wellen bedingen
außerdem eine gewisse Federwirkung, die vorteilhaft sein kann.
[0020] Es ist möglich, an dem Litzenkörper vorzugsweise in der Nähe der Endösen Transportöffnungen
und/oder Separieröffnungen vorzusehen, die ein normales Handling der Weblitzen gestatten.
[0021] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Zeichnung sowie der Beschreibung sowie von Ansprüchen.
[0022] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Dieses
dient der Veranschaulichung und ist, obwohl es vorteilhafte, ggf. erfinderischer Einzelheiten
enthält, nicht beschränkend auszulegen. Es zeigen:
- Figur 1
- zwei erfindungsgemäße Weblitzen, angeordnet mit doppeltem Fadenaugstand in vereinfachter
Seitenansicht,
- Figur 2
- die Weblitzen nach Figur 1 in Frontalansicht und
- Figur 3
- eine der Weblitzen nach Figur 1 in einem anderen Maßstab in ausschnittsweiser Seitenansicht.
[0023] In Figur 1 sind zwei Weblitzen 1, 2 veranschaulicht, die untereinander gleich ausgebildet,
jedoch in um 180° gewendeter Lage übereinander gelegt sind. Die Weblitzen 1, 2 dienen
zur Bestückung eines Webschafts und mit diesem zur Führung von Kettfäden und zur Fachbildung.
Zusätzlich zu der Weblitze 1 sind parallel zur Zeichenebene übereinander gestapelt
weitere, in gleicher Anordnung vorhandene Weblitzen, gewissermaßen deckungsgleich
mit der Weblitze 1 vorhanden. Ebenso sind zu der Weblitze 2 weitere gleichermaßen
und somit deckungsgleich angeordnete Weblitzen vorhanden. Es wechselt dabei vorzugsweise
jeweils eine Weblitze der Anordnung gemäß Weblitze 1 mit einer Weblitze gemäß Anordnung
der Weblitze 2 miteinander ab. Die nachfolgende Beschreibung der Weblitze 1 bezieht
sich gleichermaßen und entsprechend auf die Weblitze 2, die in Figur 1 bzgl. einer
Symmetrielinie 3 zu der Weblitze 1 gespiegelt angeordnet ist. Die Einzelheiten der
Weblitze 2 sind in der Figur mit den gleichen Bezugszeichen wie die Einzelheiten der
Weblitze 1 versehen. Lediglich zur zeichnerischen Unterscheidung sind sie mit einem
Apostroph versehen. Die Beschreibung der Weblitze 1 gilt jedoch entsprechend für die
Weblitze 2.
[0024] Die Weblitze 1 weist einen langen schmalen streifenförmigen Litzenkörper 4 auf, an
dessen Enden Endösen 5, 6 ausgebildet sind. Diese sind einstückiger Bestandteil des
Litzenkörpers 4, d.h. aus dem gleichen Material wie dieser ausgebildet und schließen
nahtlos an ihn an. Der Litzenkörper 4 ist beispielsweise einschließlich seiner Endösen
5, 6 durch Ausstanzen aus einem flachen Stahlblechstreifen hergestellt.
[0025] Der Litzenkörper 4 weist in einem zwischen den Endösen 5, 6 gelegenen Bereich ein
Fadenauge 7 auf, das durch eine vorzugsweise längliche Öffnung 8 gebildet wird. Die
Öffnungslängsrichtung 9 ist vorzugsweise in Weblitzenlängsrichtung, d.h. etwa parallel
zu der Symmetrielinie 3 orientiert. Der Litzenkörper 4 weist eine sich von der Endöse
5 bis zu der Endöse 6 erstreckende gerade Kante 10 auf. Diese geht an den Endösen
5, 6 jeweils in eine gerundete oder einem Polygonzug folgende Abschlusskante über.
Die gerade Kante 10 ist parallel zu der Symmetrielinie 3 orientiert. Die gegenüber
liegende Kante 11 ist, wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich ist, zu beiden Seiten
des Fadenauges 7 in Abschnitte 12, 13, 14 unterteilt, die jeweils für sich genommen
gerade sind und zwischen denen kurze bogenförmige oder auch gerade Übergangsabschnitte
vorhanden sind. Die Abschnitte 12, 13, 14 sind parallel zu der Symmetrielinie 3 orientiert.
Sie sind jedoch parallel gegeneinander versetzt, wobei die außerhalb der Endöse 5
(sowie 6) liegenden Abschnitte 13, 14 auf der gleichen Seite der Symmetrielinie 3
liegen wie die Kante 10. Mit anderen Worten, die Symmetrielinie 3 verläuft nur an
den Endösen 5, 6 durch den Litzenkörper 4 und ansonsten außerhalb desselben. Die Symmetrielinie
3 geht mittig durch Öffnungen 15, 16 in den Endösen 5, 6. Die Öffnungen 15, 16 dienen
der Aufnahme der Litzentragschiene. Sie sind vorzugsweise etwa rechteckig ausgebildet.
Mit anderen Worten, die Endösen 5, 6 und das Fadenauge 7 sind an dem Litzenkörper
4 in Bezug aufeinander vorzugsweise so angeordnet, dass, wenn zwei gleiche Weblitzen
1, 2 wie in Figur 1 veranschaulicht mit doppeltem Fadenaugstand angeordnet werden,
zwischen den Fadenaugen 7, 7' in seitlicher Durchblickrichtung ein Spalt 25 verbleibt.
Die seitliche Durchblickrichtung steht senkrecht auf der Zeichenebene und somit senkrecht
auf den Flachseiten der Weblitzen.
[0026] Der Litzenkörper 4 besteht, wie insbesondere auch aus Figur 2 ersichtlich ist, aus
einem Flachmaterial, wie beispielsweise Stahlblech. Seine in Figur 2 sichtbare Dicke
ist wesentlich geringer als die Breite des Litzenkörpers 4 zwischen den Endösen 5,
6. Gemäß Figur 3 ist der Litzenkörper 4 an seinen Endösen quer zu der Kante 10 gemessen
am breitesten. Seine Breite A (siehe Figur 3 oben) ist 1,8 mal bis 2 mal so groß wie
die in gleicher Richtung zu messende Breite D in dem Bereich des Fadenauges 7, d.h.
gemessen innerhalb des Abschnitts 14 der Kante 11 (siehe Figur 3). Noch geringer ist
die in gleicher Richtung gemessene Breite C des Litzenkörpers 4 in dem Abschnitt 13.
[0027] Wie insbesondere aus Figur 3 hervorgeht, wird die im Wesentlichen rechteckige Öffnung
15 der Endöse 5 von zwei Stegen 17, 18 begrenzt, die parallel und in Längsrichtung
d.h. der Richtung der geraden Kante 10 orientiert sind. Die beiden selbst geraden
Stege 17, 18 sind Teil des Litzenkörpers 4, d.h. einstückiger Bestandteil desselben.
Sie sind jeweils parallelflankig begrenzt, d.h. sie weisen über ihre ganze, in Richtung
der Symmetrieachse 3 zu messenden Länge eine einheitliche Breite auf. Der Steg 17
grenzt an die gerade Kante 10 und definiert einen Abschnitt derselben. Der gegenüber
liegende Steg 18 bildet einen Teil des Abschnitts 12 der Kante 11. Die Stege 17, 18
sind an beiden Enden (in den Figuren oben und unten) mit dem übrigen Litzenkörper
und somit miteinander verbunden. Der Steg 18 ist schmaler als der Steg 17. Gleiches
gilt entsprechend für die Endöse 6. Dadurch verläuft die Symmetrielinie 3 parallel
zu der geraden Kante 10. Der Versatz zwischen der geraden Kante 10 und der Symmetrielinie
3 (oder auch einer zu der geraden Kante 10 parallelen, durch das Fadenauge 7 gehenden
Linie und der Symmetrielinie 3) ist durch die unterschiedlichen Stegbreiten der Stege
17, 18 größer als es bei gleich breiten Stegen der Fall wäre. Dadurch wird der aus
Figur 1 ersichtliche Abstand der Öffnungslängsrichtungen 9, 9' der beiden Fadenaugen
7, 7' der benachbarten Weblitzen 1, 2 größer als es bei symmetrischen Endösen 5, 6
der Fall wäre.
[0028] Im Bereich der Endösen 5, 6 sind Transportöffnungen 19, 20 ausgebildet, die beispielsweise
durch kreisrunde Öffnungen gebildet werden. Sie sind vorzugsweise mittig zu der Symmetrielinie
3 angeordnet und dienen dazu, die Weblitzen 1, 2 bündelweise zu transportieren. Die
Transportöffnungen 19, 20 der Weblitzen 1, 2 sind somit deckungsgleich.
[0029] Des Weiteren weist die Weblitze 1 vorzugsweise Separieröffnungen 21, 22 auf, mit
denen die Litzen in der Position der Weblitzen 1 und die Weblitzen in der Position
der Weblitzen 2 jeweils separat aufgenommen werden können.
[0030] Eine weitere optionale aber zweckmäßige Maßnahme ist die Ausbildung von aus Figur
2 ersichtlichen Wellen 23, 24 an den Endösen 5, 6. Diese sind vorzugsweise bezüglich
der Endöse 5, 6 außermittig angeordnet, so dass sie, wie Figur 2 erkennen lässt, benachbarte
Weblitzen 1, 2 an unterschiedlichen Stellen gegeneinander abstützen. Außerdem sind
sie in ihrem mittleren Bereich um das jeweilige Fadenauge 7 herum geschränkt, d.h.
das Flachmaterial ist dort aus seiner sonst eingenommenen Ebene heraus gedreht, um
das Fadenauge 7 etwas in Kettfadenrichtung zu drehen.
[0031] Die erfindungsgemäße Weblitze lässt sich aus Flachmaterial durch Stanzen herstellen.
Die erforderliche Breite für das Stahlband entspricht dabei der Breite der Endöse
5 (bzw. 6). Diese setzt sich aus der Breite des Stegs 17, der Breite des Stegs 18
und der erforderlichen Breite der dazwischen liegenden Öffnung 15 zusammen. Durch
die unterschiedliche Bemessung der Breiten der Stege 17, 18, insbesondere die Verminderung
der Breite des Stegs 18, ergibt sich eine Gesamtbreite A für das Fadenauge 5 (sowie
6), die geringer ist als bei herkömmlichen Weblitzen. Dennoch wird der gewohnte Abstand
zwischen der Symmetrielinie 3 und der Öffnung 8 des Fadenauges 7 erreicht. Somit kann
mit vermindertem Materialeinsatz eine leichtere und somit schnellere Weblitze geschaffen
werden, die in bestehende Webschäfte und Websysteme passt.
[0032] Eine verbesserte Weblitze besteht aus einem Flachmaterial, beispielsweise vergütetem
Stahl. Sie weist geschlossene (o-förmige) Endösen 5, 6 auf, die einstückiger Bestandteil
des Litzenkörpers 4 sind. Eine sich über die gesamte Länge der Weblitze 1 erstreckende,
längs verlaufende Kante 10 ist vollkommen gerade ausgebildet. Die gegenüber liegende
Kante 11 besteht hingegen aus gegeneinander versetzten geraden Stücken. Eine Besonderheit
der erfindungsgemäßen Weblitze liegt darin, dass die in den Endösen 5, 6 ausgebildeten
Öffnungen 15, 16 zur Aufnahme der Litzentragschiene in der Endöse 5, 6 außermittig
angeordnet sind. Dadurch weisen die beiden die Öffnung 15, 16 begrenzenden Stege 17,
18 unterschiedliche Breiten auf. Bei vermindertem Materialeinsatz und Gewicht wird
eine Weblitze erhalten, die hinsichtlich der Stabilität und der Verwendbarkeit in
bestehenden Websystemen herkömmlichen Weblitzen mindestens ebenbürtig ist.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1, 2
- Weblitzen
- 3
- Symmetrielinie
- 4
- Litzenkörper
- 5, 6
- Endösen
- 7
- Fadenauge
- 8
- Öffnung
- 9
- Öffnungslängsrichtung
- 10
- Gerade Kante
- 11
- Kante
- 12, 13, 14
- Abschnitte
- 15, 16
- Öffnungen
- 17, 18
- Stege
- 19, 20
- Transportöffnungen
- 21, 22
- Separieröffnungen
- 23, 24
- Wellen
- A, C, D
- Breite
1. Weblitze (1), insbesondere für schnelllaufende Webmaschinen,
mit einem länglichen einstückigen Litzenkörper (4), in dem eine Fadenauge (7) ausgebildet
ist und an dessen Enden Endösen (5, 6) ausgebildet sind,
wobei der Litzenkörper (4) an einer Seite ein gerade Kante (10) aufweist, die sich
über seine gesamte Länge und über beide Endösen (5, 6) erstreckt, und
wobei der Litzenkörper (4) an den Endösen (5, 6) und an dem Fadenauge (7) jeweils
eine quer zu der geraden Kante (10) zu messende Breite (A, D) aufweist
dadurch gekennzeichnet, dass
die Breite (A) des Litzenkörper (4) an wenigstens einer der Endösen (5) höchstens
doppelt so groß ist, wie die Breite (D) an dem Fadenauge (7).
2. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (A) der Endöse (5) mindestens das 1,8-fache der Breite (D) des Fadenauges
(7) beträgt.
3. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Endösen (5) als geschlossener ungefähr rechteckiger Ring ausgebildet
ist, der zwei längliche zu der geraden Kante (10) parallele Stege (17, 18) aufweist.
4. Weblitze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (17, 18) eine unterschiedliche, quer zu der geraden Kante (10) zu messende
Breite aufweisen.
5. Weblitze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Stege (17, 18) an die gerade Kante (10) grenzt und dass dieser Steg (17)
eine größere Breite aufweist als der andere, nicht an die gerade Kante (10) grenzende
Steg (18).
6. Weblitze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der an die gerade Kante (10) grenzende Steg (17) eine Breite aufweist, die wenigstens
1,6 mal so groß ist wie die Breite des anderen Stegs (18).
7. Weblitze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die der geraden Kante (10) gegenüberliegende Kante (11) gerade Abschnitte (12, 13,
14) aufweist, die zueinander parallel ausgerichtet sind.
8. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (4) in wenigstens einem Abschnitt (13) zwischen den Endösen (5,
6) und dem Fadenauge (7) eine Breite aufweist, die geringer ist als die Breite des
Fadenauges (7).
9. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (D) des Litzenkörpers (4) an dem Fadenauge (7) mindestens 2,3 mm beträgt.
10. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (D) des Litzenkörpers (4) an dem Fadenauge (7) maximal 2,6 mm beträgt.
11. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (4) an seinem Fadenauge (7) geschränkt ist.
12. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Litzenkörper (4) aus Flachmaterial ausgebildet ist.
13. Weblitze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in das Flachmaterial wenigstens eine Welle (23) eingearbeitet ist.
14. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Litzenkörper (4) in der Nähe der Endösen (5, 6) Transportöffnungen (19, 20)
ausgebildet sind, die zu den Endösen (5, 6) zentriert sind.
15. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Litzenkörper (4) in der Nähe der Endösen (5, 6) Separieröffnungen (21, 22)
ausgebildet sind, die bezüglich der Endösen (5, 6) außermittig angeordnet sind.
16. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endösen (5, 6) und das Fadenauge (7) an dem Litzenkörper (4) in Bezug aufeinander
so angeordnet sind, dass bei Anordnung zweier gleicher Weblitzen (1, 2) mit doppeltem
Fadenaugstand (Figur 1) zwischen den Fadenaugen (7, 7') in seitlicher Durchblickrichtung
(Figur 1) ein Spalt (25) verbleibt.