| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 743 974 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.09.2009 Patentblatt 2009/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.05.2006 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Pressanordnung
Press section
Section de presse
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
14.07.2005 DE 102005033529
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
17.01.2007 Patentblatt 2007/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
|
89522 Heidenheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Meschenmoser, Andreas
88263 Horgenzell (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kunze, Klaus et al |
|
Voith Paper Holding GmbH & Co. KG
Abteilung zjp
Sankt Pöltener Strasse 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/28310 DE-A1- 19 654 325 US-A- 5 876 565
|
DE-A1- 19 543 111 DE-U1- 20 216 498
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pressanordnung zur Entwässerung einer Papier-, Karton-,
Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn in einer Maschine zur Herstellung und/oder
Veredlung derselben mit einem ersten, von zwei Presswalzen gebildeten Pressspalt,
durch den neben der Faserstoffbahn beidseitig je ein wasseraufnehmendes Entwässerungsband
geführt ist, wobei ein Entwässerungsband nach diesem Pressspalt von der Faserstoffbahn
weggeführt wird und einem folgenden zweiten, von zwei Presswalzen gebildeten Pressspalt,
durch den neben der Faserstoffbahn ein wasseraufnehmendes Entwässerungsband läuft,
welches auf derselben Seite der Faserstoffbahn wie das, die Faserstoffbahn nach dem
ersten Pressspalt allein führende Entwässerungsband angeordnet ist.
[0002] Derartige Pressanordnungen sind seit längerem bekannt, zB. aus der
US 5 876 565 Problematisch sind hierbei insbesondere die Bahnführung und die Rückbefeuchtung nach
dem ersten Pressspalt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Bahnführung bei möglichst geringer Rückbefeuchtung
zu verbessern.
[0004] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Faserstoffbahn zwischen den Pressspalten
ständig von einem Element in Form eines Bandes oder einer Walze geführt wird. Diese
geschlossene Bahnführung verbessert die Bahnführung wesentlich und erlaubt sehr hohe
Maschinengeschwindigkeiten.
[0006] Dabei kann die Übergabe der Faserstoffbahn im Übergabe-Pressspalt ohne Probleme erfolgen.
[0007] Dies erlaubt auch die Gestaltung einer sehr kompakten Anordnung mit relativ wenig
Reservewalzen.
[0008] Um die Wegführung eines Entwässerungsbandes von der Faserstoffbahn nach dem ersten
Pressspalt zu ermöglichen, sollte die Übergabe-Presswalze besaugt sein. Durch die
Besaugung wird die Haftung der Faserstoffbahn am anschließend allein führenden Entwässerungsband
während der Wegführung des anderen Entwässerungsbandes verstärkt.
[0009] Zur Unterstützung der Übergabe der Faserstoffbahn genügt eine Linienkraft im Übergabe-Pressspalt
zwischen 5 und 50 N/mm. Dabei sollte die Oberfläche des, die Faserstoffbahn übernehmenden
Elementes zur Unterstützung der Übernahme relativ glatt ausgebildet sein.
[0010] Im Interesse einer einfachen Bahnführung ist es vorteilhaft, wenn das Entwässerungsband
des zweiten Pressspaltes über der Faserstoffbahn angeordnet ist.
[0011] Aus gleichem Grund sollte auch der zweite Pressspalt höher als der erste Pressspalt,
vorzugsweise zwischen 100 und 1500 mm höher liegen.
[0012] Beide Pressebenen der beiden ersten Pressspalte sind geneigt, wobei der Neigungswinkel
der Pressebenen zur Senkrechten insbesondere zwischen 0 und 30° liegen sollte.
[0013] Zur Erhöhung der Pressdrücke im Pressspalt und zur Beeinflussung der Entwässerung
über die Bahnbreite besitzen beide Pressspalte wenigstens eine durchbiegungsgesteuerte
Presswalze .
[0014] Die durchbiegungsgesteuerte Presswalze ist jeweils über der Faserstoffbahn angeordnet
.
[0015] Entsprechend den Anforderungen und dem Feuchtegehalt sowie dem Flächengewicht der
Faserstoffbahn kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest eine durchbiegungsgesteuerte
Presswalze einen zylindrischen Walzenmantel aufweist.
[0016] Es kann aber auch von Vorteil sein, wenn wenigstens eine durchbiegungsgesteuerte
Presswalze einen flexiblen Walzenmantel besitzt, der zur Bildung eines verlängerten
Pressspaltes von einem Anpresselement mit konkaver Pressfläche zur gegenüberliegenden
Presswalze gedrückt wird.
[0017] Verlängerte Pressspalte erlauben wegen der längeren Verweilzeit der Faserstoffbahn
im Pressspalt eine intensive und dennoch volumenschonende Entwässerung der Faserstoffbahn.
[0018] Wegen des hohen Wasseranfalls im ersten Pressspalt kann es vorteilhaft sein, wenn
die nicht-durchbiegungsgesteuerte, unter der Faserstoffbahn angeordnete Presswalze
des ersten Pressspaltes besaugt ausgeführt ist.
[0019] Die Kompaktheit kann des Weiteren verbessert werden, wenn die durchbiegungsgesteuerten
Presswalzen einen kleineren Durchmesser als die gegenüberliegenden Presswalzen besitzen.
[0020] Um die Rückbefeuchtungsstrecken einzugrenzen und eine möglichst kompakte Anordnung
zu erreichen, sollte der Abstand zwischen den beiden Pressspalten zwischen 1,5 und
4 m liegen.
[0021] Zur Minimierung der Rückbefeuchtung unter Beibehaltung einer ausreichenden Führung
der Faserstoffbahn wird ein Entwässerungsband des ersten Pressspaltes nach einer möglichst
kurzen Strecke von jedoch mindestens 60 cm nach dem ersten Pressspalt von der Faserstoffbahn
weggeführt.
[0022] Im Interesse einer sicheren Bahnübergabe kann es vorteilhaft sein, wenn die am Übergabe-Pressspalt
beteiligte Presswalze des zweiten Pressspaltes eine glatte Mantelfläche hat und die
Faserstoffbahn direkt vom Entwässerungsband des ersten Pressspaltes übernimmt.
[0023] Für die sichere Übergabe kann es außerdem von Vorteil sein, wenn das die Faserstoffbahn
übergebende Entwässerungsband des ersten Pressspaltes die übernehmende Presswalze
des zweiten Pressspaltes nach dem Übergabe-Pressspalt mit vorzugsweise bis zu 10°
nachumschlingt.
[0024] Nach dem zweiten Pressspalt sollte die Faserstoffbahn von der glatten Presswalze
allein weitergeführt und anschließend an eine Übergabewalze oder ein, eine besaugte
Leitwalze umschlingendes, luftdurchlässiges Band übergeben werden.
[0025] Es ist aber ebenso möglich, dass das Band auch wasseraufnehmend ist und die Faserstoffbahn
durch einen dritten Pressspalt führt.
[0026] Eine andere vorteilhafte Ausführung ergibt sich, wenn die am Übergabe-Pressspalt
beteiligte Presswalze des zweiten Pressspaltes von einem glatten Transferband umschlungen
ist und die Faserstoffbahn vom Entwässerungsband des ersten Pressspaltes übernimmt.
Um die Übergabe zu unterstützen kann es von Vorteil sein, wenn das übergebende Entwässerungsband
die Presswalze mit dem Transferband nach dem Übergabe-Pressspalt noch mit bis zu 10°
nachumschlingt.
[0027] Auch hier sollte das Transferband die Faserstoffbahn nach dem zweiten Pressspalt
allein führen und vorzugsweise an ein, eine besaugte Leitwalze umschlingendes, luftdurchlässiges
Band übergeben.
[0028] Sofern dem zweiten Pressspalt kein weiterer Press- oder Glättspalt folgt, so ist
es in beiden Fällen von Vorteil, wenn das luftdurchlässige Band als Trockensieb ausgeführt
ist und die Faserstoffbahn zur Trockenpartie führt.
[0029] Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt:
- Figur 1:
- einen schematischen Querschnitt durch eine Pressanordnung ohne Transferband 5,
- Figur 2:
- eine Pressanordnung mit drittem Pressspalt und
- Figur 3:
- eine Pressanordnung mit Transferband 5.
[0030] Bei allen drei Beispielen wird die Faserstoffbahn 1 von einem Formersieb 15 eines
vorgelagerten Formers zur Blattbildung an das obere Entwässerungsband 2 des ersten
Pressspaltes der Pressanordnung übergeben. Dies wird von einer vom oberen Entwässerungsband
2 umschlungenen, besaugten Leitwalze 12 unterstützt.
[0031] Durch den, von einer oberen, durchbiegungsgesteuerten Presswalze 7 und einer unteren
Presswalze 9 gebildeten, ersten Pressspalt läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit
dem oberen 2 und einem unteren Entwässerungsband 3.
[0032] Nach dem ersten Pressspalt läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit beiden Entwässerungsbändern
2,3 über eine möglichst kurze Strecke X von jedoch mindestens 60 cm. Diese Begrenzung
verringert die Rückbefeuchtung der Faserstoffbahn 1 von den Entwässerungsbändern 2,3
her.
[0033] Anschließend umschlingt das obere Entwässerungsband 2 eine besaugte Übergabe-Presswalze
11.
[0034] Der Unterdruck dieser Übergabe-Presswalze 11 verstärkt die Haftung der Faserstoffbahn
1 am Entwässerungsband 2, so dass das untere Entwässerungsband 3 in diesem Bereich
problemlos von der Faserstoffbahn 1 wegegeführt werden kann.
[0035] Die Übergabe-Presswalze 11 bildet mit der unteren Presswalze 10 eines zweiten Pressspaltes
einen Übergabe-Pressspalt mit einer Linienkraft zwischen 5 und 50 N/mm.
[0036] Nach dem Übergabe-Pressspalt gelangt die Faserstoffbahn 1 durch den zweiten Pressspalt,
der von der unteren 10 und einer oberen, durchbiegungsgesteuerten Presswalze 8 gebildet
wird. Dabei wird nur die obere Presswalze 8 von einem Entwässerungsband 4 umschlungen.
[0037] Um die Bahnführung zu vereinfachen ist der zweite Pressspalt um die Strecke H im
Bereich von 100 bis 1500 mm höher als der erste Pressspalt angeordnet.
[0038] Außerdem sind die Pressebenen 22,23 der beiden Pressspalte um einen Winkel zwischen
0 und 30° zur Senkrechten 24 geneigt.
[0039] Im Interesse einer großen Kompaktheit liegt der Abstand L zwischen den Pressspalten
im Bereich von 1,5 und 4m.
[0040] Die Entwässerungsbänder 2,3,4,16 sind als endlos umlaufende und wasseraufnehmende
Pressfilze ausgeführt.
[0041] Die durchbiegungsgesteuerten Presswalzen 7,8 sind kleiner als die gegenüberliegenden
Presswalzen 9,10, wobei für die beiden durchbiegungsgesteuerten Presswalze wegen der
gleichen Ausführung nur eine Reservewalze erforderlich ist.
[0042] Die Faserstoffbahn 1 wird bis zum zweiten Pressspalt ständig von einer Walze oder
einem Band gestützt, was die Anordnung für hohe Maschinengeschwindigkeiten geeignet
macht.
[0043] Besaugte Walze haben meist einen perforierten Walzenmantel, dessen Innenraum mit
einer Unterdruckquelle verbunden ist.
[0044] Die durchbiegungsgesteuerten Presswalzen 7,8 der beiden Pressspalte besitzen einen
flexiblen Walzenmantel, der zur Bildung eines verlängerten Pressspaltes von einem
Anpresselement mit konkaver Pressfläche zur gegenüberliegenden, zylindrischen Presswalze
9,10 gedrückt wird.
[0045] Verlängerte Pressspalte erlauben eine schonende Entwässerung.
[0046] Es sind jedoch auch durchbiegungsgesteuerte Presswalzen 7,8 mit relativ formstabilen,
zylindrischen Walzenmantel zur Bildung eines normalen Pressspaltes einsetzbar.
[0047] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführung besitzt die untere Presswalze 10 des zweiten
Pressspaltes eine glatte Mantelfläche, was die Übernahme der Faserstoffbahn 1 im Übergabe-Pressspalt
unterstützt. Außerdem umschlingt das übergebende Entwässerungsband 2 die übernehmende
Presswalze 10 noch nach dem Übergabe-Pressspalt mit bis zu 10°. Vom Übergabe-Pressspalt
gelangt die Faserstoffbahn 1 von dieser glatten Presswalze 10 gestützt zum Pressspalt
und danach bis zur Übergabe an ein luftdurchlässiges Band 6 in Form eines Trockensiebes
der folgenden Trockenpartie. Die Übernahme wird von einer vom Trockensieb umschlungenen,
besaugten Leitwalze 13 unterstützt.
[0048] In der Trockenpartie wird die Faserstoffbahn 1 von Trockensieben gestützt über beheizte
Trockenzylinder 14 geführt.
[0049] Im Unterschied hierzu wird die Faserstoffbahn 1 gemäß Figur 2 von der glatten Presswalze
10 des zweiten Pressspaltes an eine glatte Übergabewalze 17 übergeben, von welcher
die Faserstoffbahn 1 an ein unteres, luftdurchlässiges Entwässerungsband 16 eines
dritten Pressspaltes übergeben wird. Die Übernahme wird von einer, vom unteren Entwässerungsband
16 umschlungenen, besaugten Leitwalze 21 unterstützt.
[0050] Der dritte Pressspalt wird von einer unteren, durchbiegungsgesteuerten Presswalze
19 und einer oberen glatten, zylindrischen Presswalze 18 gebildet. Da die glatte Presswalze
18 bezüglich der Faserstoffbahn 1 gegenüber der glatten Presswalze 10 des zweiten
Pressspaltes angeordnet ist, ergibt sich eine relativ hohe gleichseitige Glätte der
Faserstoffbahn 1.
[0051] Beide glatte Presswalzen 10,18 sollten gleich aufgebaut sein, so dass eine Reservewalze
genügt.
[0052] Aus dem gleichen Grund sind auch die durchbiegungsgesteuerten Presswalzen 7,8 und
19 gleich aufgebaut.
[0053] Von der glatten Presswalze 18 gelangt die Faserstoffbahn 1 über eine glatte Übergabewalze
20 an ein Trockensieb der Trockenpartie.
[0054] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführung wird die untere Presswalze 10 des zweiten
Pressspaltes von einem glatten Transferband 5 umschlungen.
[0055] In diesem Fall muss die Presswalze 10 keinen glatten Bezug aufweisen, sondern kann
wie die Presswalze 9 gerillt und/oder blindgebohrt sein, so dass eine Reservewalze
für beide Presswalzen genügt.
[0056] Wegen seiner Glätte eignet sich das Transferband 5 sehr gut zur Führung der Faserstoffbahn
1 durch den Pressspalt und nach diesem bis zur Übergabe.
[0057] Nach dem zweiten Pressspalt übernimmt ein Trockensieb der folgenden Trockenpartie
die Faserstoffbahn 1 vom Transferband 5.
[0058] Außerdem wird hier alternativ wegen des erhöhten Wasseranfalls im ersten Pressspalt
die untere Presswalze 9 besaugt ausgeführt.
[0059] Die gesamte Pressanordnung ist sehr kompakt und weist nicht nur eine sichere Bahnführung,
sondern auch eine verminderte Rückbefeuchtung auf.
1. Pressanordnung zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen
Faserstoffbahn (1) in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben
mit einem ersten, von zwei Presswalzen (7,9) gebildeten Pressspalt, durch den neben
der Faserstoffbahn (1) beidseitig je ein wasseraufnehmendes Entwässerungsband (2,3)
geführt ist, wobei ein Entwässerungsband (3) nach diesem Pressspalt von der Faserstoffbahn
(1) weggeführt wird und einem folgenden zweiten, von zwei Presswalzen (8,10) gebildeten
Pressspalt, durch den neben der Faserstoffbahn (1) ein wasseraufnehmendes Entwässerungsband
(4) läuft, welches auf derselben Seite der Faserstoffbahn (1) wie das, die Faserstoffbahn
(1) nach dem ersten Pressspalt allein führende Entwässerungsband (2) angeordnet ist,
wobei das die Faserstoffbahn (1) nach dem ersten Pressspalt allein führende Entwässerungsband
(2) eine Übergabe-Presswalze (11) umschlingt, welche mit der, nicht von einem Entwässerungsband
(4) umschlungenen Presswalze (10) des zweiten Pressspaltes einen Übergabe-Pressspalt
bildet, wobei beide Pressspalte wenigstens eine durchbiegungsgesteuerte Presswalze
(7,8) besitzen, welche jeweils über der Faserstoffbahn (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass beide Pressebenen (22,23) der beiden ersten Pressspalte geneigt sind und das untere
Entwässerungsband (3) des ersten Pressspaltes nach einer möglichst kurzen Strecke
(X) von jedoch mindestens 60 cm nach dem ersten Pressspalt von der Faserstoffbahn
(1) weggeführt wird.
2. Pressanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabe-Presswalze (11) besaugt ist.
3. Pressanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Linienkraft im Übergabe-Pressspalt zwischen 5 und 50 N/mm liegt.
4. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Entwässerungsband (4) des zweiten Pressspaltes über der Faserstoffbahn (1) angeordnet
ist.
5. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Pressspalt höher als der erste Pressspalt, vorzugsweise zwischen 100 und
1500 mm höher liegt.
6. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Neigungswinkel der Pressebenen (22,23) zur Senkrechten (24) zwischen 0 und 30°
liegt.
7. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine durchbiegungsgesteuerte Presswalze (7,8) einen zylindrischen Walzenmantel
aufweist.
8. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine durchbiegungsgesteuerte Presswalze (7,8) einen flexiblen Walzenmantel
besitzt, der zur Bildung eines verlängerten Pressspaltes von einem Anpresselement
mit konkaver Pressfläche zur gegenüberliegenden Presswalze (9,10) gedrückt wird.
9. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die nicht-durchbiegungsgesteuerte, unter der Faserstoffbahn (1) angeordnete Presswalze
(9) des ersten Pressspaltes besaugt ausgeführt ist.
10. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die durchbiegungsgesteuerten Presswalzen (7,8) einen kleineren Durchmesser als die
gegenüberliegenden Presswalzen (9,10) besitzen.
11. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand zwischen den beiden Pressspalten zwischen 1,5 und 4 m liegt.
12. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die am Übergabe-Pressspalt beteiligte Presswalze (10) des zweiten Pressspaltes eine
glatte Mantelfläche hat und die Faserstoffbahn (1) direkt vom Entwässerungsband (2)
des ersten Pressspaltes übernimmt.
13. Pressanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserstoffbahn nach dem zweiten Pressspalt von der glatten Presswalze (10) allein
weitergeführt wird und an eine Übergabewalze (17) oder ein, eine besaugte Leitwalze
(13,21) umschlingendes, luftdurchlässiges Band (6,16) übergeben wird.
14. Pressanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass
das Band (16) vorzugsweise wasseraufnehmend ist und die Faserstoffbahn (1) durch einen
dritten Pressspalt führt.
15. Pressanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die am Übergabe-Pressspalt beteiligte Presswalze (10) des zweiten Pressspaltes von
einem glatten Transferband (5) umschlungen ist und die Faserstoffbahn (1) vom Entwässerungsband
(2) des ersten Pressspaltes übernimmt.
16. Pressanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
das Transferband (5) die Faserstoffbahn (1) nach dem zweiten Pressspalt allein führt
und vorzugsweise an ein, eine besaugte Leitwalze (13,21) umschlingendes, luftdurchlässiges
Band (6,16) übergibt.
17. Pressanordnung nach Anspruch 13 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (6) als Trockensieb ausgeführt ist und die Faserstoffbahn (1) zur Trockenpartie
führt.
18. Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das die Faserstoffbahn (1) nach dem ersten Pressspalt übergebende Entwässerungsband
(2) die Presswalze (10) nach dem Übergabe-Pressspalt mit bis zu 10° nachumschlingt.
1. Press arrangement for dewatering a paper, board, tissue or other fibrous web (1) in
a machine for producing and/or finishing the same, having a first press nip formed
by two press rolls (7, 9), through which, in addition to the fibrous web (1), a water-absorbing
dewatering belt (2, 3) is led on both sides in each case, one dewatering belt (3)
being led away from the fibrous web (1) after this press nip and running through a
following, second press nip formed by two press rolls (8, 10), through which, in addition
to the fibrous web (1), there runs a water-absorbing dewatering belt (4), which is
arranged on the same side of the fibrous web (1) as the dewatering belt (2) carrying
the fibrous web (1) on its own after the first press nip, the dewatering belt (2)
carrying the fibrous web (1) on its own after the first press nip wrapping around
a transfer press roll (11) which, together with the press roll (10) of the second
press nip around which a dewatering belt (4) does not wrap, forms a transfer press
nip, both press nips having at least one controlled-deflection press roll (7, 8),
which is in each case arranged above the fibrous web (1),
characterized in that
both pressing planes (22, 23) of the two first press nips are inclined, and the lower
dewatering belt (3) of the first press nip is led away from the fibrous web (1) after
a distance (X) that is as short as possible but of at least 60 cm after the first
press nip.
2. Press arrangement according to Claim 1, characterized in that the transfer press nip (11) is evacuated.
3. Press arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the line force in the transfer press nip lies between 5 and 50 N/mm.
4. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the dewatering belt (4) of the second press nip is arranged above the fibrous web
(1).
5. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the second press nip is higher than the first press nip, preferably between 100 and
1500 mm higher.
6. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the angle of inclination of the pressing planes (22, 23) with respect to the vertical
(24) lies between 0 and 30°.
7. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that at least one controlled-deflection press roll (7, 8) has a cylindrical roll shell.
8. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that at least one controlled-deflection press roll (7, 8) has a flexible roll shell which,
in order to form an extended press nip, is pressed towards the opposite press roll
(9, 10) by a pressure element having a concave pressing surface.
9. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the non-controlled-deflection press roll (9) of the first press nip, arranged under
the fibrous web (1), is designed to be evacuated.
10. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the controlled-deflection press rolls (7, 8) have a smaller diameter than the opposite
press rolls (9, 10).
11. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the distance between the two press nips is between 1.5 and 4 m.
12. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the press roll (10) of the second press nip, involved in the transfer press nip,
has a smooth circumferential surface and picks up the fibrous web (1) directly from
the dewatering belt (2) of the first press nip.
13. Press arrangement according to Claim 12, characterized in that after the second press nip, the fibrous web is carried onwards by the smooth press
roll (10) on its own and is transferred to a transfer roll (17) or an air-permeable
belt (6, 16) that wraps around an evacuated guide roll (13, 21).
14. Press arrangement according to Claim 13, characterized in that the belt (16) is preferably water-absorbent and leads the fibrous web (1) through
a third press nip.
15. Press arrangement according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the press roll (10) of the second press nip, involved in the transfer press nip,
has a smooth transfer belt (5) wrapped around it and picks up the fibrous web (1)
from the dewatering belt (2) of the first press nip.
16. Press arrangement according to Claim 15, characterized in that, after the second press nip, the transfer belt (5) carries the fibrous web (1) on
its own and preferably transfers it to an air-permeable belt (6, 16) that wraps around
an evacuated guide roll (13, 21).
17. Press arrangement according to Claim 13 or 16, characterized in that the belt (6) is designed as a dryer fabric and leads the fibrous web (1) to the drying
section.
18. Press arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the dewatering belt (2) transferring the fibrous web (1) after the first press nip
wraps around the press roll (10) again by up to 10° after the transfer press nip.
1. Section de presse pour l'essorage d'une bande de papier, de carton, d'essuie-tout
ou d'une autre matière fibreuse (1) dans une machine de fabrication et/ou de traitement
de celle-ci, avec une première fente de pressage formée par deux rouleaux de pressage
(7, 9), à travers laquelle une bande d'essorage (2, 3) captant l'eau est guidée en
plus de la bande de matière fibreuse (1) sur chacune des deux faces de celle-ci, dans
laquelle une bande d'essorage (3) est séparée de la bande de matière fibreuse (1)
après cette fente de pressage, et une deuxième fente de pressage suivante formée par
deux rouleaux de pressage (8, 10), à travers laquelle circule, en plus de la bande
de matière fibreuse (1), une bande d'essorage (4) captant l'eau, qui est disposée
sur la même face de la bande de matière fibreuse (1) que la bande d'essorage (2) guidant
seule la bande de matière fibreuse (1) après la première fente de pressage, dans laquelle
la bande d'essorage (2) guidant seule la bande de matière fibreuse (1) après la première
fente de pressage entoure un rouleau de pressage de transfert (11), qui forme une
fente de pressage de transfert avec le rouleau de pressage (10) de la deuxième fente
de pressage non entouré par une bande d'essorage (4), dans laquelle les deux fentes
de pressage possèdent au moins un rouleau de pressage (7, 8) à flèche contrôlée, qui
est disposé chaque fois au-dessus de la bande de matière fibreuse (1), caractérisée en ce que les deux plans de pressage (22, 23) des deux premières fentes de pressage sont inclinés
et la bande d'essorage inférieure (3) de la première fente de pressage est séparée
de la bande de matière fibreuse (1) après un parcours (x) aussi court que possible
mais néanmoins d'au moins 60 cm après la première fente de pressage.
2. Section de presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rouleau de pressage de transfert (11) est aspirant.
3. Section de presse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la force linéique dans la fente de pressage de transfert est comprise entre 5 et
50 N/mm.
4. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'essorage (4) de la deuxième fente de pressage est disposée au-dessus de
la bande de matière fibreuse (1) .
5. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième fente de pressage est située plus haut que la première fente de pressage,
de préférence entre 100 et 1500 mm plus haut.
6. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'angle d'inclinaison des plans de pressage (22, 23) par rapport à la verticale (24)
est compris entre 0° et 30°.
7. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un rouleau à flèche contrôlée (7, 8) comprend une enveloppe de rouleau cylindrique.
8. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un rouleau de pressage à flèche contrôlée (7, 8) comporte une enveloppe de
rouleau flexible, qui est pressée par un élément de pressage à surface de pressage
concave vers le rouleau de pressage opposé (9, 10) pour former une fente de pressage
prolongée.
9. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau de pressage (9) de la première fente de pressage, disposé en dessous de
la bande de matière fibreuse (1) et à flèche non contrôlée, est réalisé sous forme
non aspirante.
10. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les rouleaux de pressage à flèche contrôlée (7, 8) présentent un diamètre plus petit
que les rouleaux de pressage opposés (9, 10).
11. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la distance entre les deux fentes de pressage est comprise entre 1,5 et 4 m.
12. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau de pressage (10) de la deuxième fente de pressage, participant à la fente
de pressage de transfert, possède une surface latérale lisse et reprend la bande de
matière fibreuse (1) directement de la bande d'essorage (2) de la première fente de
pressage.
13. Section de presse selon la revendication 12, caractérisée en ce que la bande de matière fibreuse est guidée uniquement par le rouleau de pressage lisse
(10) après la deuxième fente de pressage et est transférée à un rouleau de transfert
(17) ou à une bande (6, 16) perméable à l'air, entourant un rouleau de déviation aspirant
(13, 21).
14. Section de presse selon la revendication 13, caractérisée en ce que la bande (16) est de préférence capable de capter l'eau et guide la bande de matière
fibreuse (1) à travers une troisième fente de pressage.
15. Section de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que le rouleau de pressage (10) de la deuxième fente de pressage participant à la fente
de pressage de transfert est entouré par une bande de transfert lisse (5) et reprend
la bande de matière fibreuse (1) de la bande d'essorage (2) de la première fente de
pressage.
16. Section de presse selon la revendication 15, caractérisée en ce que la bande de transfert (5) guide seule la bande de matière fibreuse (1) après la deuxième
fente de pressage et la transfère de préférence à une bande (6, 16) perméable à l'air
entourant un rouleau de déviation aspirant (13, 21).
17. Section de presse selon la revendication 13 ou 16, caractérisée en ce que la bande (6) est réalisée sous la forme d'une toile de séchage et guide la bande
de matière fibreuse (1) vers la section de séchage.
18. Section de presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'essorage (2) transférant la bande de matière fibreuse (1) après la première
fente de pressage entoure de nouveau le rouleau de pressage (10) sur un arc pouvant
atteindre 10° après la fente de pressage de transfert.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente