[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kugelkupplung für Lamellenstoren nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Kugelkupplungen werden eingesetzt, um die Behangbänder von Lamellenstoren mit den
Anschlusslitzen von Behangwende- und Hubvorrichtungen zu kuppeln. Die Behangbänder
verbinden die einzelnen Lamellen eines Lamellenstorens untereinander, so dass diese
in abgesenktem Zustand in einem vorbestimmten, regelmässigen Abstand zueinander angeordnet
sind. Dabei werden sowohl auf der Vorderseite wie der Rückseite des Behanges, d.h.
auf der Vorderseite und der Rückseite der einzelnen Lamellen jeweils einander gegenüberliegend
die Behangbänder mit den Lamellen verbunden. Damit ist es möglich, eine synchrone
Kipp- resp. Wendebewegung aller mittels der Behangbänder verbundener Lamellen eines
Lamellenbehanges auszuführen. In der horizontalen Stellung der Lamellen erlaubt der
Lamellenbehang ein vollständiges durchringen des Lamellenbehanges mit Licht, resp.
die horizontale Sicht durch den Lamellenbehang ist damit praktisch unbehindert gewährt,
während in der vertikalen Stellung sich die Vorderkanten und Hinterkanten von übereinander
liegenden Lamellen berühren und damit praktisch eine vollständig geschlossene Fläche
des Lamellenbehanges bilden. Dazwischen können praktisch beliebige Schwenklagen der
Lamellen eingestellt werden, je nach Bedürfnis des Benutzers.
[0003] Um diese Bewegungen der Lamellen auszuführen sind oberhalb des Lamellenbehanges Wendevorrichtungen
angeordnet, in der Regel auf der Aufzugachse des Lamellenbehanges. Diese Wendevorrichtungen
werden durch die Aufzugachse betätigt und werden entsprechend der Drehrichtung der
Aufzugachse zwischen zwei Endstellungen verschwenkt. Von der Wendevorrichtung ragen
nach unten zwei Enden einer Anschlusslitze ab, die auf einem Stellrad der Wendevorrichtung
verdrehsicher aufliegt und deren beiden Enden entsprechend der Schwenkbewegung der
Wendevorrichtung nach oben resp. nach unten bewegt werden. Diese Anschlusslitzen weisen
im Bereich ihrer Enden in der Regel jeweils einen fest mit der Anschlusslitze verbundenen
kugelförmigen Körper als Arretierglied resp. Anschlagelement auf. Die beiden Enden
der Anschlusslitze werden nun über Kugelkupplungen mit den Enden der Behangbänder
verbunden.
[0004] Herkömmlicherweise weisen diese Kugelkupplungen einen fülligen Kunststoffkörper auf,
welcher an einem Ende eine trichterförmige Aufnahme mit seitlichem Schlitz für den
kugelförmigen Körper der Anschlusslitze aufweist und auf der anderen Seite eine durchgehende
Öffnung zur Durchführung des Endes des Behangbandes aufweist. Weiter ist im Kunststoffkörper
eine quer zu dieser Öffnung in Richtung des Behangbandes eindrehbare Schraube angeordnet,
mit welcher das Behangband in der gewünschten Position festgeklemmt werden kann. Damit
wird eine lösbare aber stabile Verbindung zwischen der Anschlusslitze und dem Behangband
geschaffen, welche eine genaue Einstellung des Behanges, d.h. der Lage der Lamellen
im Verhältnis zur Wendevorrichtung erlaubt.
[0005] Da die Lamellenstoren in der Regel an der Aussenseite von Hausfassaden angeordnet
sind, sind auch die Kugelkupplungen insbesondere stark wechselnden Temperaturschwankungen
ausgesetzt. Diese Temperaturschwankungen führen bei Kunststoffen sehr schnell zu Ermüdungserscheinungen,
welche zum Versagen des Kunststoffkörpers führen und damit die Verbindung zwischen
Behangband und Anschlusslitze unterbrechen. Dies führt beispielsweise dazu, dass in
einer ersten Phase, beim Defekt nur einer einzelnen oder nur weniger Kugelkupplungen,
der Behang ein bereichsweise unregelmässiges Lamellenbild aufweist und nicht mehr
vollständig verschwenkt werden kann. Beim Defekt praktisch aller Kugelkupplungen kann
der Behang überhaupt nicht mehr verschwenkt werden. Derartige Ermüdungserscheinungen
werden durch die Befestigung des Behangbandes mit einer Schraube verstärkt, da diese
bei unsachgemässer Bedienung mit zu hoher Kraft eingesetzt werden kann, was zu überhöhten
Spannungen im Körper der Kugelkupplung und damit Rissen führen kann.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand nun darin, eine Kugelkupplung zu finden,
welche diese Nachteile nicht aufweist und auch bei extremen Temperaturbedingungen
eine hohe Standfestigkeit und Lebensdauer aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Kugelkupplung mit den kennzeichnenden
Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Weitere, bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
ergeben sich aus den Merkmalen der weiteren Ansprüche.
[0008] Die Kugelkupplung für die Verbindung der Behangbänder von Lamellenstoren mit den
Steuerlitzen von Behangwendevorrichtungen, wobei im Bereich der Enden der Steuerlitzen
kugelförmige Körper angeordnet sind, ist erfindungsgemäss aus einem bügelförmigen
Körper mit einem Kopfteil und zwei davon abragenden Schenkeln gebildet. Dabei ist
im Kopfteil eine Öffnung zur Durchführung der Steuerlitze ausgebildet, in welche Öffnung
ein Schlitz mündet, der sich in einen Schenkel fortsetzt und dort in eine Ausnehmung
mündet. Weiter ist in einem Schenkel ein Durchbruch ausgebildet, in welchen eine am
anderen Schenkel ausgebildete und zwischen den Schenkeln in Richtung des Durchbruchs
weisende Zunge beim Zusammendrücken der Schenkel hineinragt, und die Schenkel weisen
an ihren freien Enden Mittel zum gegenseitigen, lösbaren Einrasten auf. Dadurch lässt
sich die erfindungsgemässe Kugelkupplung einfach auf die Steuerlitze der Behangwendevorrichtung
aufschieben und wird durch die kugelförmigen Körper bei Zugbelastung an ihrer Position
gehalten. Das zugehörige Behangband lässt sich zwischen den Schenkeln einfädeln und
wird beim Zusammendrücken der Schenkel durch die Zunge ebenfalls in ihrer Position
fixiert. Die Kugelkupplung wird dabei durch die Einrastmittel in diesem Zustand fixiert.
[0009] Beispielsweise besteht die Kugelkupplung aus einem flächigen Material, vorzugsweise
aus einem Metall, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl. Damit wird insbesondere vorteilhaft
eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit und Wechselfestigkeit erreicht, welche zu einer
sehr hohen Lebensdauer der Kugelkupplung führt. Denkbar ist auch die Verwendung von
einem anderen, hierfür geeigneten Material, sei dies aus Metall oder ggf. aus einem
speziellen Kunststoff. Dabei stehen neben der hohen Festigkeit des Materials auch
seine grosse Biegsamkeit resp. Elastizität im Vordergrund. Beim Montageprozess, d.h.
beim Einführen und Fixieren des Behangbandes und der Anschlusslitzen, finden lediglich
elastische und keine dauerhaften Verformungen des Körpers statt.
[0010] Beispielsweise ist das Kopfteil im Wesentlichen als rechteckige Platte ausgebildet,
von dessen zwei längeren Seitenkanten die beiden Schenkel über eine runde Biegekante
im Wesentlichen rechtwinklig abragen. Ein solches Teil kann vorteilhaft sehr einfach
und kostengünstig in hohen Stückzahlen produziert werden. Durch den Aufbau aus einem
Material mit homogener Dicke, vorzugsweise einer Platte, können homogene Materialeigenschaften
bereitgestellt werden.
[0011] Beispielsweise ist die Öffnung im Kopfteil als im Wesentlichen kreisrunde Öffnung
mit nach Innen abstehendem Kragen ausgebildet, deren Öffnungsdurchmesser etwa der
Breite der Steuerlitzen entspricht. Damit lässt sich die Steuerlitze einfach in die
Kugelkupplung einführen und kann sich auch im Betrieb um ihre Längsachse verdrehen,
ohne dass es zu Scheuerstellen und damit zu einer allfälligen Schwächung der Steuerlitze
kommt. Dank dem Kragen wird der Rand der Öffnung verstärkt und hält damit auch starken
Beanspruchungen stand. Weiter stellt der Kragen einen optimalen Anschlag für die kugelförmigen
Körper der Steuerlitzen dar, wenn er in gleicher Richtung wie die Schenkel vom Kopfteil
her abragend ausgebildet ist.
[0012] Beispielsweise entspricht die Breite des Schlitzes mindestens der Dicke der Steuerlitze
oder ist grösser als diese ausgebildet. Dabei soll zwischen der kreisrunden Öffnung
und dem Schlitz eine Verengung ausgebildet sein. Damit kann die Steuerlitze einfach
seitlich über den Schlitz in die Kugelkupplung eingeschoben werden, ohne dass hierfür
ein Werkzeug notwendig wäre und bei Bedarf auch wieder aus der Kugelkupplung entfernt
werden kann.
[0013] Beispielsweise weist die Ausnehmung, in welcher der genannte Schlitz mündet, mindestens
einen freien Öffnungsquerschnitt auf, der grösser ist als der Querschnitt der kugelförmigen
Körper der Steuerlitzen. Damit kann das Ende der Steuerlitze, an welcher sich als
Raststelle der kugelförmige Körper befindet, einfach in die Ausnehmung eingeführt
werden, und die Litze über den Schlitz in die Öffnung des Kopfteiles gezogen werden.
Der kugelförmige Körper der Steuerlitze kann dann gegen diese Öffnung herangezogen
werden und gelangt dort in Anschlag. Damit wird die Kugelkupplung in Bezug auf die
Steuerlitze ohne Verwendung von Werkzeugen genau positioniert.
[0014] Beispielsweise sind weiter in mindestens einem der Schenkel, vorzugsweise in beiden
Schenkeln, im Bereich des Übergangs zum Kopfteil leicht nach innen gebogene, federnde
Laschen ausgebildet. Diese Laschen gelangen federnd gegen den kugelförmigen Körper
der Steuerlitze in Anschlag und fixieren diese dort lösbar in dieser Position. Damit
wird verhindert, dass sich die Kugelkupplung unbeabsichtigt resp. selbständig in Bezug
auf die Steuerlitze verschiebt. Eine Belastung dieser Fixierung erfolgt dabei lediglich
über diese Laschen und wirkt sich nicht auf die übrigen Bereiche der Kugelkupplung
aus. Die Belastung auf eine verhältnismässig dünne Materialschicht führt lediglich
zu einer elastischen Verformung und nicht zu einer Überbelastung des Materials, was
sich insbesondere positiv auf die Lebensdauer der Kugelkupplung auswirkt. Sie kann
auch nicht durch unsachgemässe oder fehlerhafte Manipulation verändert werden.
[0015] Beispielsweise ist die Zunge im Wesentlichen senkrecht vom Schenkel abragend ausgebildet
und weist an ihrem freien Ende vorzugsweise mindestens eine zahnförmige Spitze oder
eine v-förmige Nut auf. Damit kann die Zunge mit ihrer Spitze praktisch senkrecht
gegen das Behangband in Anschlag und Eingriff gebracht werden und bewirkt ein optimales
Verklemmen des Behangbandes mit der Kugelkupplung. Die Spitzen können dabei beispielsweise
in das Geflecht des Behangbandes eindringen, ohne die einzelnen Stränge des Geflechtes
zu verletzen und damit zu schwächen. Indem die Zunge das Behangband an dieser Stelle
in den Durchbruch im Schenkel hineindrückt, wird eine doppelte Umlenkung des Behangbandes
erzielt. Durch diese doppelte Umlenkung wird ein zuverlässiges Fixieren des Behangbandes
in der Kugelkupplung erzielt, welche auch grössere Zugkräfte im Behangband aufnehmen
kann, ohne dass sich das Behangband in der Kugelkupplung verschiebt.
[0016] Beispielsweise weist der Durchbruch an einem Rand einen gegen die Zunge gerichteten
Steg auf, der in einem kleinen Abstand zur Zunge versetzt angeordnet ist, vorzugsweise
in Richtung des Kopfteiles versetzt angeordnet ist. Damit wird vorteilhaft die Wirkung
der Umlenkung des Behangbandes verstärkt und eine zusätzliche Klemmwirkung zwischen
dem Steg und der Zunge erzielt.
[0017] Beispielsweise ist beidseits des Durchbruchs im Schenkel ein nach Innen in Richtung
der Zunge konvex ausgebogener Wulst ausgebildet. Dieser Wulst kann vorteilhaft direkt
durch entsprechendes Biegen des flächigen Materials des Schenkels an dieser Stelle
erzielt werden. Der dem Durchbruch zugewandte Rand des Wulstes hilft dabei, das Behangband
zu führen und damit ein sicheres und zuverlässiges Klemmen des Behangbandes in der
Kugelkupplung zu gewährleisten.
[0018] Beispielsweise ist das freie Ende eines der Schenkel nach Innen zum anderen Schenkel
hin abgebogen ausgebildet und weist einen Öffnungsschlitz auf. Durch den Öffnungsschlitz
lässt sich das Behangband in die Kugelkupplung einführen und ein seitliches Wegrutschen
oder Ausbrechen des Behangbandes beim Klemmvorgang oder in der Arbeitsstellung wird
damit zuverlässig verhindert.
[0019] Beispielsweise weist der Öffnungsschlitz eine Rastkante auf, in welche eine am freien
Ende des anderen Schenkels ausgebildete und vorzugsweise leicht nach Aussen abgebogene
Rastzunge federnd einrastbar ist. Damit kann die Klemmposition der Kugelkupplung mit
einem einfachen Werkzeug zuverlässig fixiert werden. Auch lässt sich diese Fixierung
mit einfachen Mitteln wieder lösen, beispielsweise durch Anheben der Rastkante von
der Rastzunge mittels eines Schraubenziehers oder ähnlichem Werkzeug.
[0020] Vorteilhaft wird mit der erfindungsgemässen Kugelkupplung ein einfach herstellbares,
eine hohe Lebensdauer auch bei widrigen Umwelteinflüssen wie insbesondere grossen
Temperaturunterschieden aufweisendes Teil bereitgestellt, das sich sowohl für die
Erstausrüstung von Lamellenstoren wie auch für den Ersatz von herkömmlichen Kugelkupplungen
eignet.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachstehend anhand von Figuren
noch näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 die Ansicht einer erfindungsgemässen Kugelkupplung mit eingesetzter Steuerlitze
und Behangband;
Fig. 2 die Ansichtszeichnung der Kugelkupplung nach Figur 1 in geöffnetem Zustand;
Fig. 3 die Aufsicht auf einen Schenkel der Kugelkupplung nach Figur 2;
Fig. 4 die Stirnansicht der Kugelkupplung nach Figur 2;
Fig. 5 die Seitenansicht der Kugelkupplung nach Figur 2;
Fig. 6 die Untersicht auf die beiden freien Enden der Schenkel der Kugelkupplung nach
Figur 2; und
Fig. 7 die Seitenansicht der Kugelkupplung nach Figur 1.
[0022] In Figur 1 ist die Ansicht einer erfindungsgemässen Kugelkupplung in der Arbeitsstellung
dargestellt, d.h. das Gehäuse 1 der Kugelkupplung ist mit der Steuerlitze 2, die an
ihrem Ende einen kugelförmigen Körper 3 als Anschlag aufweist, und dem Behangband
4 eines Lamellenstorens verbunden.
[0023] In Figur 2 ist die Ansichtszeichnung der Kugelkupplung nach Figur 1 dargestellt.
Der Körper 1 ist bügelförmig ausgebildet und weist einen Kopfteil 5 auf, welcher im
Wesentlichen eine rechteckige Grundfläche aufweist. Vom Kopfteil 5 ragen beidseits
der beiden längeren Seitenkanten zwei Schenkel 6 und 7 ab.
[0024] Im Kopfteil 5 ist vorteilhaft in der Mitte eine kreisrunde Öffnung 8 ausgebildet,
welche einen nach Innen gerichteten Kragen 9 aufweist. Durch diesen Kragen 9 wird
der Rand der Öffnung 8 verstärkt und kann sich auch bei grösserer Belastung nicht
ungewollt verformen. Weiter ist ein Schlitz 10 ausgebildet, der den Kragen 9 durchdringt
und mit der Öffnung 8 verbunden ist. Der Schlitz 10 erstreckt sich vom Kopfteil 5
bis in den einen Schenkel 7, wo er in eine im Schenkel 7 ausgebildete Ausnehmung 11
mündet. Zwischen Öffnung 8 und Schlitz 10 ist vorteilhaft eine Verengung 10' angebracht.
[0025] In Figur 3 ist in der Aufsicht auf den Schenkel 7 die Ausnehmung 11 besonders deutlich
dargestellt. Diese Ausnehmung 11 weist einen Öffnungsquerschnitt auf, welcher es erlaubt,
den kugelförmigen Körper 3 der Steuerlitze 2 hindurchzuführen und zwischen den beiden
Schenkeln 6 und 7 zu positionieren. Ebenfalls gut zu erkennen ist aus dieser Figur
der Schlitz 10, welcher von der Ausnehmung 11 her über den Kopfteil 5 in die Öffnung
8 mündet. Im Schenkel 7 ist weiter ein Durchbruch 12 ausgebildet, auf deren Funktion
später eingegangen wird.
[0026] In Figur 4 ist die Stirnansicht des Kopfteils 5 der Kugelkupplung mit der Öffnung
8 dargstellt. Hier ist ebenfalls gut ersichtlich, wie der Schlitz 10 über die Verengung
10' in diese Öffnung 8 mündet. Die Breite des Schlitzes 10 ist vorteilhaft derart
bemessen, dass sie etwa dem Durchmesser der Steuerlitze 2 entspricht oder etwas grösser
ausgebildet ist. Damit lässt sich die Steuerlitze 2 hier einfach und ohne Beschädigung
hindurchziehen. Auch der Durchmesser der Öffnung 8 weist vorteilhaft dieselbe Dimension
auf. Damit kann verhindert werden, dass die Steuerlitze 2 bei einem Verdrehen der
Kugelkupplung relativ zur Steuerlitze 2 durch die Kanten der Öffnung 8 beschädigt
wird. Dazu trägt auch der Kragen 9 bei, welcher vorteilhaft zur Innenseite des Körpers
1 hin hochgebogen ist und damit abgerundet ist.
[0027] In Figur 5 ist die Seitenansicht auf den Körper 1 der Kugelkupplung dargestellt.
Hier ist nun besonders gut die vom Schenkel 6 nach Innen abragende Zunge 13 ersichtlich.
Diese Zunge 13 ist derart angeordnet, dass sie etwa in der Mitte gegenüber dem Durchbruch
12 des Schenkels 7 positioniert ist. Damit dringt das freie Ende der Zunge 13 in die
Öffnung des Durchbruchs 12 ein, wenn die beiden Schenkel 6 und 7 gegeneinander zusammengedrückt
werden.
[0028] Ebenfalls aus dieser Figur sind die beiden Laschen 14 und 15 zu erkennen, welche
jeweils in den Schenkeln 6 und 7 federnd nach Innen in Richtung der Öffnung 8 ausgebildet
sind. Diese Laschen 14 und 15 arretieren den kugelförmigen Körper 3 der Steuerlitze
2 in seiner von Innen gegen die Öffnung 8 angeschlagenen Position, wie dies beispielsweise
besonders deutlich aus Figur 1 hervorgeht. Die Lasche 15 ist dabei durch den Spalt
10 geteilt und weist damit zwei Zungen auf, während die Lasche 14 einteilig geformt
ist.
[0029] Wenn der Körper 1 beispielsweise aus Federstahl mit einer konstanten Dicke hergestellt
ist, lassen sich die Laschen 14 und 15 einfach nach Innen abgebogen vorformen, und
weisen damit eine definierte Klemmwirkung auf.
[0030] Weiter ist in Figur 5 die Ausbildung eines vom Schenkel 7 nach Innen abragenden Steges
16 erkennbar. Dieser Steg 16 ist in Längsrichtung des Körpers 1 gegenüber der gegenüberliegenden
Zunge 13 versetzt angeordnet. Wenn die beiden Schenkel 6 und 7 gegeneinander angedrückt
und fixiert werden, bilden der Steg 16, die Zunge 13 und der Durchbruch 12 ein Labyrinth
oder Umlenkungspfad für das in Längsrichtung des Körpers 1 an dieser Stelle hindurch
zu führende Behangband.
[0031] Das freie Ende der Zunge 13 weist vorzugsweise zwei Spitzen resp. eine V-förmige
Nut auf, um eine optimale Klemm- resp. Rastwirkung im Behangband 4 zu erzielen, wie
beispielsweise aus der Ansicht nach Figur 6 besonders deutlich hervorgeht.
[0032] Weiter ist aus Figur 6 die Ausbildung der nach Innen abgebogenen Lasche 7' am freien
Ende des Schenkels 7 gut ersichtlich. In der Lasche 7' ist ein Öffnungsschlitz 18
ausgebildet, durch welchen das Ende des Behangbandes 4 eingeführt werden kann. Dadurch
ist das Behangband 4 seitlich gegen ein Verrutschen oder Verschieben aus der Klemmposition
innerhalb des Körpers 1 gesichert. Weiter dient die äussere Kante des Öffnungsschlitzes
18 als Rastkante 19, gegen welche eine am Ende des anderen Schenkels 6 ausgebildete
Rastzunge 20 einrasten kann und damit die beiden Schenkel 6 und 7 in einer gegeneinander
zusammengedrückten, geschlossenen Position fixiert. Innerhalb der Rastkante 19 kann
vorteilhaft ein Ausschnitt ausgebildet sein, welcher das Eindringen der Spitze eines
Werkzeuges in der geschlossenen Position des Körpers 1 erlaubt. Damit kann die formschlüssige
Verbindung der beiden Enden der beiden Schenkel 6 und 7 einfach gelöst und damit der
Körper 1 geöffnet werden. Es ist von grossem Vorteil, dass das Schliessen des Körpers
1 und damit das Fixieren des Behangbandes 4 in der Kugelkupplung mit einem einfachen
Werkzeug, beispielsweise einer Beisszange, vorgenommen werden kann. Für das Lösen
der Verbindung wird ein Werkzeug, beispielsweise ein Schraubenzieher, benötigt. Ein
weiterer grosser Vorteil besteht darin, dass die Klemmverbindung aufgrund der vorgegebenen
Geometrie eine definierte, immer gleich grosser Klemmkraft auf das Behangband 4 ausübt,
und damit nicht die Gefahr besteht, dass durch unsachgemässe Bedienung eine zu grosse
Kraft auf den Körper 1 ausgeübt wird, welche diesen Schwächen oder gar Beschädigen
könnte.
[0033] Zur Unterstützung der Führung des Behangbandes 4 innerhalb der Kugelkupplung sind
seitlich des Durchbruchs 12 noch Wulste 17 ausgebildet, wie aus Figur 5 hervorgeht.
Die inneren Seitenkanten dieser Wulste 17 helfen, das Behangband innerhalb des Klemmbereiches
des Durchbruchs 12, der Zunge 13 und des Steges 16 seitlich zu führen. Weiter unterstützen
diese Wulste die Federwirkung der Lasche 7' des Schenkels 7.
[0034] In Figur 7 ist noch die Seitenansicht der Kugelkupplung in eingebautem Zustand dargestellt.
Dabei ist nun besonders deutlich die Führung des Behangbandes 4 erkennbar, welches
von unten in den Körper 1 der Kugelkupplung eingeführt ist und durch die Zunge 13
in Richtung des Durchbruchs 12 gedrückt wird, womit eine doppelte Umlenkung des Behangbandes
4 erreicht wird. Unterstützt wird die Umlenkung durch den versetzt zur Zunge 13 angeordneten
Steg 16. Durch diese doppelte Umlenkung wird das Behangband 4 im Körper 1 zuverlässig
fixiert und kann sich auch bei grösserer Belastung nicht verschieben. Wenn die beiden
Schenkel 6 und 7 wieder voneinander getrennt werden, d.h. aufgespreizt werden, wird
auch die Umlenkung des Behangbandes 4 gelöst und dieses kann entweder vollständig
aus dem Körper 1 herausgezogen werden oder die Position des Behangbandes 4 im Körper
1 kann neu angepasst resp. eingestellt werden. Damit lässt sich einfach, schnell und
präzise die Position des Behangbandes 4 in Bezug auf die Steuerlitze 2 einstellen
und damit der Behang des Lamellenstorens justieren.
[0035] Ein grosser Vorteil der erfindungsgemässen Kugelkupplung liegt in ihrer Witterungsbeständigkeit
und Temperaturunempfindlichkeit, was deren Einsatz auch unter klimatisch stark wechselnden
Verhältnissen prädestiniert. Ebenfalls kann die erfindungsgemässe Kugelkupplung neben
der Erstausrüstung von Lamellenstoren vorteilhaft auch für den Ersatz resp. Austausch
von bestehenden Kugelkupplungen eingesetzt werden.
1. Kugelkupplung für die Verbindung der Behangbänder von Lamellenstoren mit den Steuerlitzen
(2) von Behangwendevorrichtungen, wobei im Bereich der Enden der Steuerlitzen (2)
kugelförmige Körper (3) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelkupplung aus einem bügelförmigen Körper (1) mit einem Kopfteil (5) und zwei
davon abragenden Schenkeln (6,7) gebildet ist, wobei im Kopfteil (5) ein Öffnung (8)
zur Durchführung der Steuerlitze (2) ausgebildet ist, in welche Öffnung (8) ein Schlitz
(10) mündet, der sich in einen Schenkel (7) fortsetzt und dort in eine Ausnehmung
(11) mündet, und weiter in einem Schenkel (7) ein Durchbruch (12) ausgebildet ist,
in welchen eine am anderen Schenkel (6) ausgebildete und zwischen den Schenkeln (6,7)
in Richtung des Durchbruchs (12) weisende Zunge (13) beim Zusammendrücken der Schenkel
(6,7) hineinragt, und die Schenkel (6,7) an ihren freien Enden Mittel zum gegenseitigen,
lösbaren Einrasten aufweisen.
2. Kugelkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) aus einem flächigen Material besteht, vorzugsweise aus einem Metall,
vorzugsweise aus rostfreiem Stahl.
3. Kugelkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (5) im Wesentlichen als rechteckige Platte ausgebildet ist, von dessen
zwei längeren Seitenkanten die beiden Schenkel (6,7) über eine runde Biegekante im
wesentlichen rechtwinklig abragen.
4. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (8) im Kopfteil (5) als im Wesentlichen kreisrunde Öffnung mit nach Innen
abstehendem Kragen (9) ausgebildet ist, deren Öffnungsdurchmesser etwa der Dicke der
Steuerlitzen (2) entspricht.
5. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Schlitzes (10) und der Durchmesser der Öffnung (8) des Kopfteiles
(5) mindestens der Dicke der Steuerlitze (2) entsprechen oder grösser ausgebildet
sind und zwischen der Öffnung 8 und dem Schlitz 10 eine Verengung 10' ausgebildet
ist.
6. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11), in welcher der Schlitz (10) mündet, mindestens einen freien
Öffnungsquerschnitt aufweist, der grösser ist als der Querschnitt der kugelförmigen
Körper (3) der Steuerlitzen (2).
7. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Schenkel (6;7), vorzugsweise in beiden Schenkeln (6,7), im
Bereich des Übergangs zum Kopfteil (5) zur Öffnung (8) des Kopfteils (5) gerichtete,
federnde Laschen (14;15) ausgebildet sind.
8. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (13) im Wesentlichen senkrecht vom Schenkel (6) abragend ausgebildet ist
und an ihrem freien Ende vorzugsweise mindestens eine zahnförmige Spitze oder eine
v-förmige Nut aufweist.
9. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (12) an einem Rand einen gegen die Zunge gerichteten Steg (16) aufweist,
der in einem kleinen Abstand zur Zunge (13) versetzt angeordnet ist, vorzugsweise
in Richtung des Kopfteiles (5) versetzt angeordnet.
10. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits des Durchbruchs (12) im Schenkel (7) ein nach Innen in Richtung der Zunge
(13) konvex ausgebogener Wulst (17) ausgebildet ist.
11. Kugelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (7') eines der Schenkel (7) nach Innen zum anderen Schenkel (6) hin
abgebogen ausgebildet ist und einen Öffnungsschlitz (18) aufweist.
12. Kugelkupplung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsschlitz (18) eine Rastkante (19) aufweist, in welche eine am freien Ende
des anderen Schenkels (6) ausgebildete und vorzugsweise leicht nach Aussen abgebogene
Rastzunge (20) federnd einrastbar ist.