[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung zur Befestigung von Führungsschienen von Sonnenschutzanlagen
an einem Bauwerksteil, insbesondere einem Fenster, einer Fassade, einer Tür oder einer
Wand nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Gattungsgemäße Abstandshalter für Sonnenschutzanlagen ermöglichen es, Führungsschienen
für Jalousien oder dergleichen in einer definierten Ausrichtung zu dem Bauwerksteil
anzuordnen.
[0003] Aus der
DE 71 44 103 U ist eine Halterung für eine Führungsschiene bekannt. Die bekannten Halterungen weisen
einen massiven Fuß auf, mit dem sie am Bauwerksteil z.B. mittels Schraubbolzen verankert
werden. Sie weisen ferner eine teleskopartige erste Verstelleinrichtung zur Einstellung
des Abstand zwischen der Führungsschiene und dem Bauwerksteil und eine zweite Verstelleinrichtung
für eine Einstellung der Position der Halterung in der Führungsschiene auf.
[0004] Die erste Verstelleinrichtung besteht aus einem ersten Hohlprofil mit einem Längsschlitz,
in dem ein zweites, zumindest über einen Teil seiner Länge ebenfalls geschlitztes
Hohlprofil verschieblich geführt ist, wobei die Position der Schienen relativ zueinander
mit Hilfe einer Schraube fixierbar ist.
[0005] Die zweite Verstelleinrichtung wird bei dem gattungsgemäßen Stand der Technik dagegen
von einer in einer Längsnut der Führungsschiene verschieblich geführten, geschlitzten
Feder gebildet, deren Position mittels einer Spannschraube fixierbar ist, welche die
Enden der in die Nut eingreifenden Federabschnitte auseinander spreizt, wenn sie angezogen
wird.
[0006] Diese bekannten Abstandshalter werden seit langem und sehr häufig eingesetzt. Problematisch
ist, dass die Verschraubung an einer Wand oder dergleichen optisch zu sehr in den
Vordergrund tritt. Durch die winklig abstehende Lasche am Fußteil des Abstandshalters
befinden sich Schrauben im deutlich sichtbaren Bereich.
[0007] Ein weiteres Problem bildet die Verschraubung der ersten Verstelleinrichtung, mit
welcher der Abstand zwischen der Führungsschiene und dem Bauwerksteil eingestellt
werden kann. Die hierfür vorgesehene Schraube kann bei einem zu hohen Druck die C-förmige
Führungsschiene auseinander pressen, so dass eine zuverlässige Führung des Kopfteiles
bei unsachgemäßer Montage nicht immer gegeben ist.
[0008] Ein weitere Halterung nach dem Stand der Technik, die auch statische Aufgaben übernehmen
kann ist in Fig. 1 und 2 gezeigt.
[0009] Figur 1 zeigt eine Sonnenschutzanlage 1, die mit einem bekannten Abstandshalter 2
an eine Gebäudehülle 3 montiert ist. Die Sonnenschutzanlage 1 weist parallel zur Gebäudehülle
3 Führungsschienen 4 auf, welche die Lamellen 5 der Sonnenschutzanlage führen. Die
Führungsschiene 4 hat aber auch die Aufgabe, die Sonnenschutzanlage 1 zu tragen. Der
Abstandshalter 2 ist also dergestalt ausgelegt, dass er statische Aufgaben übernehmen
kann.
[0010] Der bekannte Abstandshalter 2 wird mit Schrauben 6 an einer Wand 7 befestigt. Deutlich
sichtbar sind hierbei die Schraubenköpfe. Der Abstandshalter kann auch unter Zuhilfenahme
geeigneter Befestigungsmittel an einem Fenster oder an einer Fassade angebracht werden.
[0011] Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des bekannten Abstandshalter 2 aus Figur
1. Der Abstandshalter 2 ist einstückig ausgebildet und weist einen Fußteil 8 zur Befestigung
an der Gebäudehülle, ein Kopfteil 9 zur Befestigung an der Führungsschiene der Sonnenschutzanlage
und ein mittleres Abstandsstück 10 auf.
[0012] Nachteilig ist, dass bekannte Halter einstückig mit einem vorgegebenen Abstandsmaß
ausgebildet sind. Hieraus ergibt sich, dass für unterschiedliche Abstände eine Vielzahl
von Haltern bereitgestellt werden müssen. Lagerhaltung und Kosten sind hierbei nicht
zu vernachlässigen.
[0013] Nachteilig ist ferner das Fußteil 8, das winklig zum Abstandsstück 10 Befestigungslaschen
11 aufweist, die mit einer Bohrung 12 versehen sind. In diesen Bohrungen 12 werden
Befestigungsmittel angeordnet, die von außen sichtbar sind und so die Optik nachteilig
beeinflussen.
[0014] Die Erfindung hat vor diesem Hintergrund zunächst die Aufgabe, die vorstehend geschilderten
Probleme hinsichtlich der mangelhaften Optik auf einfache Weise zu lösen. Die Halterung
soll zudem auch zur Übernahme statischer Aufgabe, d.h. zum Abtrag größerer Lasten
und Kräfte geeignet sein. Darüber hinaus sollen bei bevorzugten Ausführungsbeispielen
auch die weiteren Probleme des Standes der Technik behoben werden.
[0015] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0016] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0017] Nach Anspruch 1 ist das Verbindungsstück als Adapter ausgebildet, der wenigstens
eine oder mehrere Aufnahmekammern zur Aufnahme des Kopfteils und des Fußteils aufweist.
Der Adapter ist zudem derart ausgestaltet, dass er in montierter Position zumindest
das Fußteil abdeckt, und das Fußteil weist zwei oder mehr insbesondere axial ausgerichtete
Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben, zur Fixierung an dem Bauwerksteil, vorzugsweise
an einer Gewindebohrung oder mit einem Dübel an einer sonstigen Bohrung auf.
[0018] Es gibt damit keine wesentliche sichtbare Verschraubung mehr. Zudem kann der Adapter
aus einem Strangpressprofil hergestellt werden, wobei der Werkstoff eine eloxalfähige
Aluminiumlegierung sein kann. Die bekannten Halter werden dagegen aus nicht eloxalfähigen
Materialien, wie z. B. Aluminium-Guss hergestellt. Hierdurch ergeben sich weitere
optische Vorteile, da die erfindungsgemäßen Halter z. B. für eloxierte Fenster- und
Fassadenprofile ebenfalls eloxierbar sind und farblich angepasst werden können.
[0019] Zur Optimierung der Lagerhaltung können die Adapter aus einem langen - z. B. einem
6 m langen - Hohlprofil hergestellt werden. Hierdurch lassen sich auf einfache Art
und Weise Abstandshalter beliebiger Länge bereitstellen. Die Fertigung aus einem Hohlprofil
bietet die Vorteile variabler Länge, der Eloxalfähigkeit, des geringen Gewichtes und
einer guten Statik.
[0020] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Adapter innere Stege und
vorzugsweise abgerundete Enden auf, so dass in seinen Endbereichen im Querschnitt
jeweils zwei der Aufnahmekammern ausgebildet sind. Vorzugsweise weist der Adapter
an seinen axialen Enden jeweils zwei der Aufnahmekammern auf, die wiederum jeweils
eine zylindrische Form haben. Dabei ist ferner zumindest eines oder beide Elemente
Kopf- und Fußteil mit jeweils zwei zueinander beabstandet angeordneten, ganz oder
im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Sockeln versehen, die dazu ausgelegt sind,
in die korrespondierenden Aufnahmekammern des Adapters eingesetzt bzw. eingeschoben
zu werden.
[0021] Diese Ausgestaltung ist besonders einfach montierbar und dennoch sehr stabil. Dabei
ist es zweckmäßig, wenn das Kopfteil teleskopartig im Adapter verschieblich und an
verschiedenen Positionen fixierbar ist, um Toleranzen ausgleichen zu können.
[0022] Das Fuß- und Kopfteil weisen ferner vorzugsweise winklig angeordnete Bohrungen auf,
die zur formschlüssigen Verbindung mit dem Adapter dienen.
[0023] Optionale Langlöcher im Adapter, die am Ende einen größeren Durchmesser aufweisen,
ermöglichen die Vormontage von Senkkopfschrauben zur Verbindung des Adapters mit dem
Kopf- und dem Fußteil.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt eines Teils einer Sonnenschutzanlage, die mit einer bekannten Halterung
an eine Gebäudehülle montiert ist;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der bekannten Halterung aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Halterung nebst Führungsschiene
und einem Fensterabschnitt;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung von Elementen der Halterung aus Fig 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Fassadenabschnittes mit einem Fußteil einer erfindungsgemäßen
Halterung;
- Fig. 6
- Teile einer weiteren erfindungsgemäße Halterung mit einem weiteren Bauteil zur Montage
an einer Fassade; und
- Fig. 7
- einen Schnitt durch einen Adapter für die Halterung aus Fig. 3.
[0025] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Halterung bzw. einen erfindungsgemäßen Abstandshalter
13, der im wesentlichen auf drei Basis-Bauteilen aufbaut.
[0026] Danach weist die Halterung ein Kopfteil 15 zur Festlegung an der Führungsschiene
14, ein hierzu separates Fußteil 16 zur Festlegung an dem Bauwerksteil - hier ein
Mauerwerksabschnitt 38 - und einen diese Bauteile verbindenden Adapter 17 auf, wobei
der Adapter 17 derart ausgestaltet ist, dass er in montierter Position zumindest das
Fußteil 16 - ganz oder im wesentlichen - z.B. bis auf den Bereich einer Montageöffnung
oder einer Senkkopfschraube 32 - abdeckt. Hierdurch ist insbesondere die Verschraubung
mit der Wand nicht mehr sichtbar. Die Optik wird damit wesentlich optimiert.
[0027] Figur 7 zeigt einen Schnitt durch den Adapter 17, der als Hohlprofil im Strangpressverfahren
aus einer Aluminiumlegierung hergestellt wird. Das Hohlprofil hat eine längliche,
z.B. ovale Formgebung und weist vorzugsweise innere Stege 42 auf, die sowohl im oberen
wie auch im unteren Bereich eine im Querschnitt kreisförmige Aufnahmekammern 33 definieren,
die zur Aufnahme der zylindrisch ausgebildeten Sockel 34- 37 des Fuß- und des Kopfteils
16, 15 des erfindungsgemäßen Abstandshalters dienen. Die kreisförmigen Aufnahmekammern
33 sind zueinander hin geöffnet, um jeweils einen Verbindungssteg 39, 40, der die
jeweils zwei zylindrischen Sockel 34 - 37 miteinander verbindet, aufzunehmen.
[0028] Das Kopfteil 15 und insbesondere das Fußteil 16 sind in montierter Position weitestgehend
oder ganz vom Adapter 17 verdeckt.
[0029] Der Adapter 17 wird vorzugsweise kostengünstig aus einem stranggepressten Profil
abgelängt, das vorzugsweise aus dem Material der Führungsschiene und des Bauwerksteils
38, z.B. aus einer Leichtmetalllegierung, insbesondere einer Aluminiumlegierung, besteht.
Dies bietet den Vorteil, dass der Adapter 17 mit derselben Farbe bzw. Oberfläche versehen
werden kann, wie sie die Führungsschiene und/oder das Bauwerksteil oder eine Fassade
oder ein Fenster aufweisen. Der optische Eindruck der Konstruktion wird damit durch
den erfindungsgemäßen Abstandshalter bzw. die Halterung gegenüber dem Stand der Technik
deutlich verbessert, da im wesentlichen nur noch der Adapter 17 sichtbar ist, der
zudem wie das Bauwerksteil gefärbt sein kann.
[0030] Figur 3 zeigt eine isometrische Darstellung der Halterung, die als Abstandshalter
zur Montage an der Führungsschiene 14 und an der Gebäudehülle 38 dient.
[0031] Die Sockel 34 -37 des Kopf- und des Fußteils 15, 16 sind jeweils über einen Steg
39, 40 miteinander verbunden, wobei sich der Steg 40 des Kopfteils 15 seitlich bis
über die Sockel 36, 37 hinaus erstreckt.
[0032] In diesen beiden Bereichen ist in dem Steg 40 jeweils eine Bohrung 41 ausgebildet,
die von Schrauben 19 durchsetzt sind. In einem bevorzugten Ausführungsfall wird das
Kopfteil 15 unter Zuhilfenahme von Nutsteinen 18 und den Schrauben 19 in den Bohrungen
41 in einer Nut 20 der Führungsschiene 14 befestigt.
[0033] Die Schrauben 19 weisen Bohrspitzen auf, die sich in den Nutgrund 20 einschneiden,
so dass der erfindungsgemäße Abstandshalter 13 kraft- und formschlüssig mit der Führungsschiene
14 verbunden ist.
[0034] Das Fußteil 16 - der verbindende Steg 39 mit seinen zwei im wesentlichen zylindrischen
Sockeln 34, 35 an seinen beiden Enden - wird mit Hilfe von hier zwei voneinander beabstandeten
Schrauben 21, die jeweils in den zylindrischen Sockel 34, 35 angeordnet sind - vorzugsweise
unter Zuhilfenahme von Dübeln, hier Wanddübeln 22, an der Gebäudehülle bzw. dem Bauwerkselement
38 befestigt.
[0035] Wird der Abstandshalter 13 direkt an einem Fensterrahmen befestigt, so werden hierfür
entsprechende Befestigungsmittel (Profildübel) verwendet (hier nicht dargestellt).
[0036] Der Adapter 17 wird mit seiner Hohlkammer über Kopf- und Fußteil 15 und 16 gestülpt.
Der Adapter 17 deckt dadurch die Befestigungsmittel ab.
[0037] Im dargestellten Fall sind die Befestigungsmittel 18, 19 für das Kopfteil 15 seitlich
des Adapters 17 angeordnet. Hierdurch lassen sich größere Stützkräfte abfangen. Es
ist aber auch möglich, das Kopfteil 15 wie das Fußteil 16 so zu verschrauben, dass
der Adapter 17 die Verschraubung abdeckt.
[0038] Figur 4 zeigt losgelöst noch einmal den erfindungsgemäßen Abstandshalter 13 in einer
isometrischen Darstellung.
[0039] Die im Wesentlichen aus den Sockeln 34, 35 und 36, 37 bestehenden Kopf- und Fußteile
15, 16 werden in den korrespondierenden Hohlkammerbereichen 33 des Adapters 17 angeordnet.
Eine formschlüssige Verbindung aller Bauteile wird durch hier insgesamt vier Senkschrauben
32 erreicht (siehe Figur 3), die in jeweils an den gegenüberliegenden Schmalseiten
in Langlöchern 23 des Adapters 17 positioniert werden.
[0040] Die Langlöcher 23 sind dabei dergestalt ausgebildet, dass sie anfänglich die Gewindebreite
einer Schraube bilden und sich endseitig vergrößern, um den Senkkopf der Schraube
bündig aufnehmen können. Hierdurch wird ein Formschluss erreicht.
[0041] Während das Fußteil 16 jeweils an den Schmalseiten eine einzelne Bohrung 24 zur Aufnahme
der Senkschrauben 32 aufweist, weist das Kopfteil 15 hier jeweils mehrere, insbesondere
drei, in axialer Richtung des Adapters versetzte Bohrungen 24 auf. Hierdurch kann
ein Toleranzausgleich hergestellt werden. Fußteil 16 und Adapter 17 bilden damit die
erste Verstelleinrichtung aus. Die Nutsteine in der Nut der Führungsschiene bilden
dagegen die zweite Verstelleinrichtung.
[0042] Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die Adapterlänge frei gewählt
werden kann. Das Strangpressprofil kann z. B. zur besseren Lagerhaltung als 6 m Profil
bevorratet werden, um dann je nach Bauvorhaben eine entsprechende Anzahl in einer
entsprechenden Länge von Adaptern zu fertigen. Die Notwendigkeit zur Bevorratung verschieden
langer Halterungen entfällt damit.
[0043] Die Mehrteiligkeit der Halterung hat auch den Vorteil, dass aufgrund der unterschiedlichen
Gewerke zwei Montageschritte von unterschiedlichen Monteuren durchgeführt werden können.
So wird das Fußteil von dem Fenster- oder Fassadenbauer montiert, während das Kopfteil
15 mit dem Adapter von dem Monteur für Sonnenschutzanlagen angebracht wird.
[0044] Figur 5 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Bauteil für die Montage des Abstandshalters
an einer Fassade. Problematisch bei der Fassadenmontage ist der Hohlraum unterhalb
der Deckschale 25, die nicht zu statischen Belastungen herangezogen werden kann. Es
wird daher eine Futterplatte 26 eingesetzt, die, unterhalb der Deckschale 25 angeordnet,
sich auf dem belastbaren Andruckprofil 27 befindet und wie das Andruckprofil 27 in
der Schraubnut 29 der Fassade festgelegt wird. Die Kontur der Futterplatte 26 ist
dabei weitestgehend korrespondierend zum Andruckprofil 27 und zu der Deckschale 25.
[0045] Das besondere an der Futterplatte 26 sind die Sockel 28, auf die das Fußstück 16
montiert wird. Die Sockelhöhe ist dabei um einen geringen Abstand größer als bis zur
Oberfläche der Deckschale 25. Hierdurch kann der Abstandshalter statische Lasten auf
die Unterkonstruktion ableiten, ohne die Deckschale 25 zu belasten.
[0046] Die Futterplatte 26 wird durch das Andruckprofil 27 in einer Nut 29 des Fassadenprofils
30 verschraubt.
[0047] Bei einem Fassadenprofil kann theoretisch auch an der Innenschale direkt das Fußteil
befestigt werden, wobei dann die Abdeckschale eine entsprechende Öffnung aufweisen
muß. Es ist aber auch möglich, auf der Innenschale zunächst die Futterplatte zu befestigen,
auf die dann das Fußteil gesetzt wird, um es exakt auszurichten. Das Fußteil kann
aber theoretisch auch einstückig mit dem Futterstück ausgestaltet werden, wobei es
mit einem zylindrischen Rastansatz die Deckschale durchsetzt (letztere Varianten nicht
dargestellt).
[0048] Figur 6 zeigt noch einmal die drei Basis-Bauteile des Abstandshalters in montierter
Position. Gut ist zu erkennen, dass die Verschraubung des Fußteils 16 durch den Adapter
17 verdeckt wird. Vorteilhaft weist das Fußteil 16 an seiner Stirnseite (zur Gebäudehülle
hingewendet) Senkungen 31 auf, die zur Aufnahme eines Dichtringes dienen.
[0049] Figur 6 zeigt auch die Senkschrauben 32, welche das Fußteil 16 mit dem Kopfteil 18
über den Adapter formschlüssig verbinden.
[0050] Gut ist auch die formschlüssige Lage des Fußteils 16 in dem Adapter 17 zu erkennen.
Hierdurch wird eine große Stabilität erreicht.
[0051] Wie das Fußteil 16 kann auch das Kopfteil 15 ganz von dem Adapter 17 umschlossen
werden. Hierzu wird das Kopfteil 15 im Bereich des Adapters wie das Fußteil verschraubt.
Bezugsziffern
[0052]
- 1
- Sonnenschutzanlage
- 2
- Abstandshalter
- 3
- Gebäudehülle
- 4
- Führungsschiene
- 5
- Lamellen
- 6
- Schrauben
- 7
- Wand
- 8
- Fußteil
- 9
- Kopfteil
- 10
- Abstandsstück
- 11
- Befestigungslasche
- 12
- Bohrung
- 13
- Abstandshalter
- 14
- Führungsschiene
- 15
- Kopfteil
- 16
- Fußteil
- 17
- Adapter
- 18
- Futterstück
- 19
- Schraube
- 20
- Nut
- 21
- Schraube
- 22
- Dübel
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Bohrung
- 25
- Deckschale
- 26
- Futterplatte
- 27
- Andruckprofil
- 28
- Sockel
- 29
- Nut
- 30
- Profil
- 31
- Senkung
- 32
- Senkkopfschrauben
- 33
- Aufnahmekammern
- 34
- Sockel
- 35
- Sockel
- 36
- Sockel
- 37
- Sockel
- 38
- Bauwerksteil
- 39
- Verbindungssteg
- 40
- Verbindungssteg
- 41
- Bohrungen
- 42
- Stege
1. Halterung zur Befestigung von Führungsschienen von Sonnenschutzanlagen an einem Bauwerksteil,
insbesondere einem Fenster, einer Fassade, einer Tür oder einer Wand, mit
a) einem Kopfteil (15) zur Festlegung an der Führungsschiene (14),
b) einem Fußteil (16) zur Festlegung an dem Bauwerksteil (38) und
c) einem Verbindungsstück zwischen Kopfteil (15) und Fußteil (16)
dadurch gekennzeichnet, dass
d) das Verbindungsstück als Adapter (17) ausgebildet ist, der wenigstens eine oder
mehrere Aufnahmekammern (33) zur Aufnahme des Kopfteils (15) und des Fußteils (16)
aufweist,
e) der Adapter (17) derart ausgestaltet ist, dass er in montierter Position zumindest
das Fußteil (16) abdeckt, und
f) das Fußteil (16) zwei oder mehr Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben (21)
zur Fixierung an dem Bauwerksteil, vorzugsweise an einer Gewindebohrung oder mit einem
Dübel (22) an einer sonstigen Bohrung aufweist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) als Hohlprofilabschnitt ausgebildet ist.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) eine im Querschnitt längliche Geometrie aufweist.
4. Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) eine im Querschnitt ovale Geometrie aufweist.
5. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) als Strangpressprofil ausgebildet ist.
6. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) aus einem Leichtmetall oder einer Leichtmetalllegierung besteht.
7. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (17) innere Stege (42) und vorzugsweise abgerundete Enden aufweist, so
dass in seinen Endbereichen im Querschnitt jeweils zwei Aufnahmekammern (33) ausgebildet
sind.
8. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines oder beide Elemente Kopf- und Fußteil jeweils zwei zueinander beabstandet
angeordnete, ganz oder im wesentlichen zylindrisch ausgebildete Sockel (34 -37) aufweist,
die dazu ausgelegt sind, in die korrespondierenden Aufnahmekammern (33) des Adapters
(17) eingesetzt bzw. eingeschoben zu werden.
9. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (15) teleskopartig im Adapter verschieblich und an verschiedenen Positionen
fixierbar ist.
10. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Positionen durch versetzte Bohrungen im Kopfteil definiert sind.
11. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (15) mittels Nutsteinen in einer Nut der Führungsschiene verschieblich
geführt und fixierbar ist.
12. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisförmigen Kammern (33) des Adapters zueinander hin geöffnet sind, um jeweils
einen Verbindungssteg (39, 40), der die jeweils zwei zylindrischen Sockel (34 - 37)
des Fuß- und/oder Kopfteils miteinander verbindet, aufnehmen zu können.
13. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (15) und das Fußteil (16) in montierter Position weitestgehend oder
ganz vom Adapter (17) verdeckt sind.
14. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sockel (34 -37) jeweils über einen Verbindungssteg (39, 40) miteinander verbunden
sind.
15. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Verbindungssteg (40) des Kopfteils (15) seitlich bis über die Aufnahmen
hinaus erstreckt, wobei in diesen beiden Bereichen in dem Steg jeweils eine Bohrung
(41) ausgebildet ist, die von Schrauben (19) durchsetzt sind, wobei das Kopfteil (15)
mit Nutsteinen (18) und den Schrauben (19) in den Bohrungen (41) in einer Nut (20)
der Führungsschiene (14) befestigt ist.
16. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (19) Bohrspitzen aufweisen, die sich in den Nutgrund (20) einschneiden,
so dass die Halterung (13) kraft- und formschlüssig mit der Führungsschiene (14) verbunden
ist.
17. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine formschlüssige Verbindung zwischen Adapter (17) und Fußteil (16) sowie zwischen
Adapter und Kopfteil (15) durch mehrere - insbesondere vier - Senkschrauben (32) realisiert
ist, die vorzugsweise jeweils an gegenüberliegenden Schmalseiten in Langlöchern (23)
des Adapters (17) positioniert sind.
18. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben Senkkopfschrauben (32) sind und dass die Langlöcher (23) des Adapters
(17) dergestalt ausgebildet sind, dass sie anfänglich die Gewindebreite einer Schraube
bilden und sich endseitig vergrößern, um den Senkkopf der Schraube bündig aufnehmen
können.
19. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (16) vorzugsweise an den Sockeln jeweils nur eine Bohrung (24) zur Aufnahme
der Senkschrauben aufweist und dass das Kopfteil (15) je Sockel mehrere, insbesondere
drei, in axialer Richtung des Adapters versetzte Bohrungen (24) aufweist.
20. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das bei einer Befestigung an einer Fassadenkonstruktion eine Futterplatte (26) unterhalb
der Deckschale (25) der Fassadenkonstruktion angeordnet ist, die wie das Andruckprofil
(27) in der Schraubnut (29) der Fassade festgelegt ist.
21. Halterung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Futterplatte (26) Sockel (28) aufweist, auf die das Fußteil (16) montiert ist.