[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für elektrische Hausinstallationen,
die wahlweise zur Funktion als Taster oder Schalter umstellbar ist, umfassend eine
druckknopfbetätigte Wippe mit Schaltkontakten und eine auf die Wippe wirkende Schaltfeder,
wodurch die Wippe je nach umstellbarer Schaltfederlage bistabil oder monostabil ist.
[0002] Aus
CH-A-684 558 ist ein Schalter für elektrische Hausinstallationen bekannt, der mittels eines rückseitigen
Hebels oder Schiebers die Umstellung von Schaltfunktion zu Tastfunktion erlaubt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine von Schaltfunktion zu Tastfunktion
und umgekehrt umstellbare Schalteinrichtung zu verbessern.
[0004] Dies wird bei einer Schalteinrichtung der eingangs genannten Art dadurch erreicht,
dass die Umstellung der Schaltfederlage in Druckknopfbetätigungsrichtung vor der Wippenlagerung
bedienbar ist.
[0005] Dadurch, dass die Bedienbarkeit der Umstellung vor der Wippenlagerung ermöglicht
wird, ergibt sich die Möglichkeit einer Umstellung auch in eingebautem Zustand der
Schalteinrichtung. Auch eine einfache Erkennung der jeweils eingestellten Funktion
wird bei eingebauter Schalteinrichtung möglich. Es ist dazu in der Regel nur der Druckknopf
mit seinem Träger zu entfernen oder auch eine Umstellung/Erkennung durch den Knopfträger
hindurch ist möglich, wenn dieser mit einer Ausnehmung oder allenfalls einem Sichtfenster
ausgestattet ist. Auch eine Umstellung/Erkennung von der Seite her vor der Wippenlagerung
ist möglich.
[0006] Die Umstellung erfolgt bevorzugterweise am vorderen Ende der Schaltfeder und bevorzugt,
indem diese an einer der Betätigungsfläche des Druckknopfes näher liegenden bzw. wippenfernen
Halterung der Schaltfeder umlegbar ist. Diese Umstellung kann aber auch an der wippenseitigen
Halterung der Schaltfeder vorgesehen sein. Vorzugsweise erfolgt die Umstellung durch
eine direkte Betätigung der Feder, so dass also von Hand oder mittels eines Werkzeuges
direkt an der Feder angegriffen wird, so dass die Umstellung ausser der Schaltfeder
keine beweglichen Teile aufweist. Die Schaltfeder ist somit direkt zwischen zwei Haltepositionen
an einer starren Halterung oder an der Wippe umstellbar. Alternativ kann die Federlage
auch indirekt über einen oder mehrere Hebel umgestellt werden, wobei der/die Hebel
ebenfalls von vorne oder von vorne seitlich bedienbar sind. Bevorzugt ist es, wenn
sowohl die wippenferne als auch die wippenseitige Halterung der Schaltfeder vor der
Wippenlagerung liegen. Bevorzugterweise ist die Schaltfeder als Druckfeder ausgebildet,
insbesondere als Schenkel-Feder oder als Bügel-Feder. Weiter ist es bevorzugt, wenn
die wippenferne Halterung zusammen mit einem Anschlussklemmenteil des Schalters einstückig
ist und insbesondere ein Blechformteil ist. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist ein Mitnehmer zur Kopplung zweier Wippen des Schalters vorgesehen, wobei der Mitnehmer
vorzugsweise hinter der Wippenlagerung liegt und insbesondere von der Rückseite des
Schalters her einsetzbar und entnehmbar ist.
[0007] Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Schalteinrichtung mit einer
verbesserten Klinkenfeder zu schaffen. Dies wird mit einer Schalteinrichtung nach
Anspruch 13 erzielt.
[0008] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Dabei zeigt
Figur 1 eine teilweise Darstellung einer Schalterinrichtung in frontaler Ansicht auf
die Wippe;
Figur 2 eine Ansicht gemäss Figur 1 aber mit Umstellung de Schalterinrichtung auf
Tastfunktion;
Figur 3 eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A von Figur 1;
Figur 4 eine schaubildliche Ansicht in der Funktion als Schalter;
Figur 5 eine schaubildliche Ansicht auf die Rückseite der Wippe und ohne Druckknopf.
Figur 6 eine Ansicht eines Knopfträgers mit einer Klinkenfeder in Ruhelage; und
Figur 7 eine Ansicht gemäss Figur 6 mit ausgelenkter Klinkenfeder.
[0009] Die Figuren 1-7 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer Schalteinrichtung 1
für elektrische Hausinstallationen. Die Schalteinrichtung weist ein Gehäuse 2 aus
Kunststoff auf, welches lediglich in Figur 1 angedeutet ist. Dieses Gehäuse aus Kunststoff
bildet in herkömmlicher Weise eine Aufnahme für die noch zu erläuternden Teile, bildet
eine Isolation der Schalteinrichtung und dient zur Montage der Schalteinrichtung,
die eine Schalteinrichtung für die Unterputzmontage oder die Aufputzmontage sein kann.
Die Schalteinrichtung kann als Einzelschalter mit einem Druckknopf oder als Doppelschalter
mit zwei Druckknöpfen ausgestaltet sein und kann mit weiteren Hausinstallationsapparaten,
z.B. einer oder mehreren Steckdosen, kombiniert sein. Im folgenden werden aber nur
die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Teile der Schalteinrichtung dargestellt
und erläutert. Figur 1 zeigt dabei eine Frontalansicht auf die Schalteinrichtung,
bei dem die Schaltfeder in derjenigen Lage ist, bei welcher eine normale Schalterfunktion
ausgeübt wird. Ersichtlich ist in Figur 1 die schwenkbar um eine Halterung 5, z.B.
eine Achse oder Schneide, gelagerte Wippe 4, welche die beweglichen Schalterkontakte
6 und 7 trägt, wobei der hinter dem Teil 30 liegende Wippenabschnitt mit unterbrochener
Linie dargestellt ist. Die Wippe ist elektrisch mit einer Anschlussklemme 12 der Schalteinrichtung
verbunden, welche als Doppelklemme dargestellt ist, und stellt elektrisch die Verbindung
zu den feststehenden Kontakten 8 bzw. 9 her, welche elektrisch jeweils mit einer Anschlussklemme
10 bzw. 11 der Schalteinrichtung 1 verbunden sind. Die Wippe wird auf an sich bekannte
Weise durch den nicht dargestellten Druckknopf der Schalteinrichtung betätigt, der
am Knopfträger 3 angeordnet ist. Dieser Knopfträger 3 ist im Gehäuse 2 derart geführt,
dass er zur Betätigung der Schalteinrichtung in Richtung des Pfeiles B, der die Schalterbetätigungsrichtung
angibt, gedrückt werden kann. Die Führung im Gehäuse 2 ist dabei lediglich durch einen
Gehäuseteil angedeutet. Die Führung des Knopfträgers 3 kann dabei auf beliebige Weise
erfolgen und zu seiner Rückstellung in die Ausgangslage ist mindestens ein Federmittel
vorgesehen, welches in den Figuren nicht dargestellt ist. Der Druckknopf bzw. Träger
3 betätigt die Wippe 4 über eine Klinkenfeder 23 mit einem Stössel, die, je nach Stellung
der in Figur 1 bistabilen Wippe, bei Betätigung des Druckknopfes in Vertiefungen 27
oder 28 der Wippe eintaucht und diese gegen Ende des Druckknopfweges um die Schwenkachse
5 in die jeweils andere der beiden stabilen Stellungen bewegt. Dies ist grundsätzlich
bekannt. Zur Festlegung der beiden stabilen Stellungen der Wippe 4 ist eine Schaltfeder
20 vorgesehen, welche einerseits an der Wippe angreift und andererseits an einer feststehenden
Halterung 21 angreift. Die Halterung 21 könnte Teil des Gehäuses 2 sein, ist aber
in der gezeigten bevorzugten Ausführungsform an einem separaten Formteil ausgebildet,
was noch genauer erläutert wird.
[0010] In der gezeigten Stellung von Figur 1 ist die Wippe 4 in einer stabilen Stellung,
in welcher die Kontakte 7 und 9 miteinander verbunden sind und damit die Klemmen 12
und 11 der Schalteinrichtung. Die Schaltfeder 20 ist in einer Schaltfederlage, welche
die Wippe in dieser Stellung stabil hält. Wird nun der Druckknopf betätigt, so greift
die Klinkenfeder 23 mit dem Stössel mit seinem in Betätigungsrichtung vorderen Stösselende
23' an der Wippe an und gelangt in die Vertiefung 27 derselben und bewirkt bei weiterer
Bewegung des Knopfes ein Schwenken der Wippe derart, dass die Kontakte 7 und 9 getrennt
werden und neu die Kontakte 6 und 8 aneinander anliegen. Die Schaltfeder 20 bewirkt
dabei, dass die neue Lage der Wippe 4 mit den aneinanderliegenden Kontakten 6 und
8 eine stabile Lage der Wippe ist, in welcher elektrisch die Klemmen 12 und 10 der
Schalteinrichtung miteinander verbunden sind. Die Lage der Schaltfeder 20 zur Gewährleistung
der stabilen Position der Wippe in den beiden Schaltstellungen (bistabile Wippe) zeichnet
sich dadurch aus, dass die Feder an der wippenfernen Halteposition annähernd in der
in Schalterbetätigungsrichtung liegenden Normalebene zur Wippe durch deren Schwenkachse
liegt (welche der Schnittebene A-A von Figur 1 entspricht) und die wippenseitige Halterung
der Feder so angeordnet ist, dass sie in der jeweiligen Schwenkstellung einmal auf
der einen Seite und einmal auf der anderen Seite dieser Ebene liegt, so dass mit der
Anordnung der wippenfernen Halteposition der Feder sich jeweils durch die Feder eine
Wirkkraft auf die Wippe ergibt, die diese in der jeweiligen Schwenkstellung stabil
hält, bis durch den Stössel 23 ein Umschwenken erzwungen wird.
[0011] Vergleicht man nun damit die Schaltfederlage von Figur 2, in welcher gleiche Bezugszeichen
gleiche Elemente bezeichnen und in welcher die Schalteinrichtung 1 nun als Taster
funktioniert, so ist ersichtlich, dass die wippenferne Schaltfederhalterung aus der
Normalebene entfernt worden ist, so dass die Wippe ständig in die dargestellte Wippenposition
mit aufeinanderliegenden Kontakten 6 und 8 gedrückt wird. Mittels des Stössels 23
kann zwar bei Druckknopfbetätigung zwangsweise ein Umschwenken der Wippe bewirkt werden,
um die Kontakte 7 und 9 miteinander zu verbinden, beim Loslassen des Druckknopfes
wird aber durch die Schaltfeder wieder die in Figur 2 dargestellte Lage der Wippe
erzwungen. Die Schalteinrichtung 1 wirkt somit auf an sich bekannte Weise als Taster.
[0012] Gemäss der Erfindung ist nun die Bedienbarkeit der Umstellung der Schaltfeder in
die beiden Lagen für bistabile oder monostabile Position der Wippe in Betätigungsrichtung
de Schalteinrichtung vor der Schwenkachse vorgesehen. In den Figuren befindet sich
somit die Umstellung oberhalb der Schwenkachse 5. Bei dem gezeigten Beispiel ist die
Umstellung für die Schaltfeder derart ausgeführt, dass die Lage eines wippenfernen
Teils der Schaltfeder geändert wird. Falls sich der wippenseitige Teil der Schaltfeder
20 auch vor der Schwenkachse 5 bzw. in der Figur oberhalb derselben befindet, wie
dies bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fall ist, so könnte die Umstellung
indes auch durch Lageänderung der Schaltfeder 20 an der Wippe 4 erfolgen. Entsprechend
wären an der Wippe zwei verschiedene Aufnahmen für die Schaltfeder 20 vorgesehen,
wobei die eine Aufnahme so angeordnet ist, dass der bistabile Betrieb - wie dargestellt
- ermöglicht wird und die andere Aufnahme so angeordnet ist, dass der monostabile
Betrieb gegeben ist, indem die Aufnahme immer auf einer Seite der Normalebene verbleibt.
Die wippenferne Halterung der Schaltfeder wäre in diesem Fall in einer Lage festgelegt
und müsste zur Funktionsänderung nicht verändert werden. Bevorzugt ist es aber, wenn,
wie dargestellt, die Lage der Schaltfeder an der wippenfernen Halterung derselben
verändert wird, um die Funktionsumstellung vorzunehmen. In beiden Fällen wird indes
der Vorteil erreicht, dass die Lageänderung der Schaltfeder von der Betätigungsseite
her bzw. in der Zeichnung von oben her erfolgen kann, wozu in der Regel der Bedienteil
bzw. der Knopf vom Träger 3 abgenommen werden muss. Für den Installateur ist dann
- auch bei eingebauter Schalteinrichtung - die Lage der Schaltfeder ersichtlich und
er kann einerseits erkennen, ob die Schalteinrichtung als Schalter oder als Taster
eingestellt ist. Wünscht er eine Änderung herbeizuführen, so kann er von der Betätigungsseite
her die Schaltfederlage ändern, dies natürlich besonders komfortabel, wenn die wippenferne
Schaltfederlage geändert wird, die sich näher beim Druckknopf befindet. Aber auch
bei der alternativen wippenseitigen Änderung der Schaltfederlage ist diese betätigungsseitig
noch zugänglich, wenn sie sich oberhalb der Wippenachse 5 befindet. Anstelle der Umschaltung
direkt von vorne bzw. vom Druckknopf her könnte diese auch seitlich durch eine Gehäuseausnehmung
hindurch ermöglicht werden.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schaltfeder eine Druckfeder 20, welche
z.B. in der dargestellten Form als Schenkelfeder mit dem eigentlichen Federkörper
mit Windungen und den davon abragenden Schenkeln ausgebildet ist. Die beiden Schenkel
greifen einerseits an der Wippe und andererseits an der wippenfernen Halterung an.
Es könnte aber z.B. auch eine bügelförmige Feder verwendet werden, bei der die beiden
Schenkel nur durch einen U-förmigen Bügel miteinander verbunden sind. Auch diese Feder
wirkt als Druckfeder. Auch weitere Ausführungsformen der Druckfeder können verwendet
werden. Es kann auch eine Zugfeder verwendet werden, wobei in diesem Falle die wippenseitige
Halterung der Zugfeder unterhalb der Schwenkachse 5 der Wippe angeordnet ist.
[0014] Die Bedienbarkeit von vorne wird bevorzugterweise so ermöglicht, dass eines der Schaltfederenden,
das vor der Wippenlagerung 5 liegt, was im gezeigten Beispiel für beide Schaltfederenden
25 bzw. 26 zutrifft, direkt bedienbar ist und in eine der mindestens zwei Positionen
21' und 21" an der starren Halterung 21 oder im erwähnten anderen (nicht dargestellten)
Fall in eine der beiden Aufnahmen an der Wippe bringbar ist. Es könnte auch die erwähnte
Zugfeder vorgesehen sein, wobei in diesem Fall direkt nur das wippenferne Ende derselben
an der festen Halterung umlegbar wäre. Es könnte aber auch eine Zugfeder gemäss
CH 684 558 vorgesehen sein, die allerdings am wippenfernen Ende (unter der Wippenschwenkachse)
unverstellbar befestigt würde und wobei die Bedienbarkeit von vorne durch zwei Aufnahmen
des vorderen Zugfederendes an der Wippe gegeben wäre, von denen die eine die bistabile
Funktion und die andere die monostabile Funktion bewirken würde.
[0015] Weitere, nicht dargestellte, Ausführungsformen ergeben sich, wenn man eine Hebelbetätigung
für das Umlegen der Federlage in Kauf nimmt, wobei dann auch eine Konfiguration gemäss
CH 684 558 möglich ist, wobei aber im Unterschied zu der dort gezeigten Lösung der Bedienungshebel
bis über die Wippenlagerung geführt werden muss, um die Bedienung der Umstellung aus
der Betätigungsrichtung des Schalters und vor der Wippenlagerung zu ermöglichen. Bevorzugt
ist indes eine hebelfreie, direkte Bedienbarkeit eines der Schaltfederenden, was eine
einfache und kostengünstige Ausführung ergibt.
[0016] Bevorzugt sind die beiden Enden 25 bzw. 26 der Schaltfeder jeweils mit der festen
Halterung 21 bzw. der Halterung 22 an der Wippe verbunden. Die Halterung an der Wippe
ist bevorzugterweise eine vom Wippenkörper abstehende Ausformung 22, welche eine Halterung
für das Federende 26 ausbildet. Es könnte indes auch im Wippenkörper eine Vertiefung
für das Federende vorgesehen sein. Die feststehende Halterung 21 weist vorzugsweise
zwei feste Aufnahmepositionen 21' und 21" auf, in welcher das Federende 25 formschlüssig
gehalten ist. Die Lageänderung des Federendes 25 kann dann, abgesehen von der Feder
selber, ohne bewegliche Teile erfolgen, indem lediglich das Federende von der einen
Lage in der Position 21' in die andere Lage bei der Position 21" umgelegt wird, wodurch
die Umstellung sehr einfach vornehmbar ist. Solches wäre auch bei der Wippe 4 vorgesehen,
falls die Lageänderung der Feder dort vorgenommen würde, so dass auch diesfalls die
Umstellung durch einfache Umlegung des Federendes 26 vorgenommen würde.
[0017] Bevorzugterweise ist die wippenferne Halterung 21 am selben Teil 30 angeordnet, welches
auch die Halterung für die Wippe 4 bildet, z.B. die Wippenachse 5 trägt. Weiter ist
es bevorzugt, wenn die Halterung 21 für die Schaltfeder einstückig mit mindestens
einem Teil der zur Wippe führenden Anschlussklemme 12 der Schalteinrichtung ausgebildet
ist. In der bevorzugten kombinierten Ausführungsform ist somit das Teil 30 ein Formteil,
insbesondere aus Blech, welches einstückig mindestens den Käfig der Anschlussklemme
12, die Halterung für die Wippe 4 und die wippenferne Halterung 21 für die Schaltfeder
bildet. Dies ergibt einen besonders einfachen und kostengünstigen Aufbau der Schalteinrichtung.
[0018] Figur 2 zeigt, wie bereits erläutert, die Lage der Schaltfeder 20, in welcher die
Schalteinrichtung als Taster arbeitet. Figur 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie
A-A von Figur 1, was zugleich als Schnittebene der erwähnten Normalebene auf die Wippe
durch die Wippenschwenkachse 5 entspricht. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen dabei
wiederum gleiche Elemente.
[0019] Figur 4 zeigt eine schaubildliche Ansicht der bereits besprochenen Ausführungsform,
wobei hier ersichtlich ist, dass es sich um eine doppelte Schalteinrichtung mit zwei
halben Druckknöpfen bzw. Trägern 3 handeln kann. Es wäre also noch einmal dieselbe
Ausführung mit einem weiteren halben Druckknopf und einer weiteren Wippe vorgesehen,
so dass die Schalteinrichtung auf bekannte Weise für separat betätigbare Verbraucher
vorgesehen ist. Das über der jeweiligen Trägerhälfte liegende Bedien- bzw. Abdeckteil
ist - wie in den anderen Figuren - nicht dargestellt. Figur 5 zeigt eine Ansicht ohne
den Knopfträger 3, lediglich mit dem Stössel 23, aus welcher die hinter dem Teil 30
liegende Wippe vollständig ersichtlich ist.
[0020] Anhand der Figuren 3 und 5 kann eine weitere bevorzugte Ausführungsform erläutert
werden, welche einen Mitnehmer 35 umfasst, der eine Synchronisation der beiden Wippen
eines Doppelschalters ergibt. Dieser Mitnehmer 35 ist schwenkbar gelagert, vorzugsweise
im nicht dargestellten Gehäuse, und weist zwei Arme 36 und 37 auf, welche in entsprechende
Fortsätze der Wippe 4 eingreifen, wobei in den Figuren lediglich der Fortsatz 39 der
einen dargestellten Wippe ersichtlich ist. Durch den Mitnehmer 35 wird somit die Wippenbewegung
der einen Wippe auch auf die andere Wippe übertragen, so dass die Wippen wirkungsverbunden
sind und jeweils eine gemeinsame Kontaktgabe erfolgt, insbesondere in der Funktion
als Schalter oder gegebenenfalls auch in der Funktion als Taster. Bevorzugterweise
ist der Mitnehmer 35 an der dem Druckknopf abgewandten Seite der Schalteinrichtung,
somit an der Hinterseite angeordnet und in dieser wegnehmbar bzw. einsetzbar, so dass
die Synchronisation der Wippen durch den Mitnehmer erfolgen kann, indem der Mitnehmer
von der Rückseite der Schalteinrichtung her in das Gehäuse eingesetzt wird, wozu in
dieser z.B. eine Ausnehmung mit einer Schnappaufnahme für den Mitnehmer vorgesehen
sein kann. Durch ein Herausnehmen des Mitnehmers 35 kann dann die Synchronisation
der beiden Wippen wieder aufgehoben werden. Der Mitnehmer ist vorzugsweise an seinem
Mittelteil beweglich gelagert, insbesondere in einem Lager im Gehäuse. Der Mitnehmer
führt in der bevorzugten dargestellten Ausführung eine der Wippenbewegung korrespondierende,
entgegengesetzte Bewegung durch.
[0021] Die Klinkenfeder und deren Halterung im Knopfträger 3, oder gegebenenfalls im Knopf
selber, ist bevorzugterweise derart ausgeführt, wie in den Figuren 6 und 7 dargestellt,
worin ein Knopfträger 40 und eine Klinkenfeder 41 dargestellt sind. Dieser Knopfträger
und die Klinkenfeder können mit der vorbeschriebenen Schalteinrichtung kombiniert
sein, so dass sie anstelle des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Knopfträgers 3 bzw.
der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Klinkenfeder 23 treten, so dass diese Figuren
entsprechend modifiziert werden können. Indes kann die Klinkenfeder 41 und deren Halterung
im Knopfträger 40 (oder gegebenenfalls direkt in einem Knopf, falls Knopfträger und
Knopf keine separaten Bauteile sind) auch bei einer beliebigen Schalteinrichtung für
elektrische Hausinstallationen vorgesehen sein, welche eine knopfbetätigbare Wippe
oder Wippen aufweist. Am Knopfträger oder Knopf sind gegeneinander weisende Lagerarme
42, 43 für die Klinkenfeder 41 ausgebildet. Die Klinkenfeder weist jeweils eine an
eine Überdruckausformung 44,45 vorzugsweise direkt oder allenfalls über einen Zwischenabschnitt
anschliessende Lagereinbuchtung 46,47 auf, in welche die Lagerarme eingreifen. Auf
diese Weise ergibt sich gegenüber bekannten Anordnungen der Klinkenfeder ein genau
definierter Ort der Krafteinleitung und ein genau definierter Drehpunkt der Klinkenfeder
bei Betätigung des Knopfes. Die Klinkenfeder führt weiter an den Lagerarmen im wesentlichen
eine Abrollbewegung durch, wie dies in Figur 7 für den rechts in der Figur liegenden
Lagerarm ersichtlich ist, so dass sich weniger Reibung ergibt. Bevorzugterweise sind
dazu die Lagereinbuchtungen der Klinkenfeder und die freien Endbereiche 48, 49 der
Lagerarme im wesentlichen korrespondierend abgerundet ausgebildet. Die Lagerarme sind
bevorzugterweise als nur einerends am Knopfträger oder Knopf befestigte, langgestreckte
Arme ausgebildet, die anderends den freien Endbereich 48, 49 aufweisen.
[0022] Die Klinkenfeder weist weiter den sich unterhalb der Überdruckausformungen befindlichen
Stössel 50 auf. Die Überdruckausformungen dienen zur Aufnahme der bei der Tastfunktion
bei Überhub auftretenden Kräfte.
1. Schalteinrichtung (1) für elektrische Hausinstallationen, die wahlweise zur Funktion
als Taster oder Schalter umstellbar ist, umfassend eine druckknopfbetätigte Wippe
(4) mit Schaltkontakten (6, 7) und eine auf die Wippe wirkende Schaltfeder (20), wodurch
die Wippe je nach umstellbarer Schaltfederlage bistabil oder monostabil ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umstellung der Schaltfederlage (21', 21") in Druckknopfbetätigungsrichtung vor
der Wippenlagerung (5) bedienbar ist.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Umstellung der Schaltfederlage der in Betätigungsrichtung vordere Endbereich
(25) der Schaltfeder (20) direkt bedienbar in eine von mindestens zwei festen wippenfernen
Positionen (21', 21") umlegbar ist, oder dass der in Betätigungsrichtung hintere Endbereich
(26) der Schaltfeder direkt bedienbar in eine von mindestens zwei Aufnahmepositionen
an der Wippe (4) umlegbar ist.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Umstellung der Schaltfederlage der wippenferne oder der wippenseitige Endbereich
(25;26) der Schaltfeder (20) indirekt über eine Hebelanordnung bedienbar in eine von
mindestens zwei Positionen umlegbar ist.
4. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienbarkeit von vorne bei entferntem Knopfträger (3) oder durch eine Ausnehmung
des Knopfträgers hindurch vorgesehen ist.
5. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienbarkeit von einer Seite der Schalteinrichtung (1) her vorgesehen ist.
6. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine die wippenfernen Positionen (21', 21") bildende Halterung (21) vorgesehen ist,
welche einstückig mit Klemmteilen der Klemme (12) ausgebildet sind, mit welcher die
Wippe (4) direkt elektrisch verbunden ist.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass weiter die Wippenhalterung (5) an dem die Halterung (21) und die Klemmenteile bildenden
Element (30) vorgesehen ist.
8. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltfeder (20) als Druckfeder, und insbesondere als Schenkel-Feder (20) oder
Bügel-Feder ausgebildet ist.
9. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltfeder als Zugfeder ausgebildet ist.
10. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mitnehmer (35,36,37) zur Kopplung zweier Wippen der Schalteinrichtung vorgesehen
ist.
11. Schalteinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer in Betätigungsrichtung der Schalteinrichtung hinter der Wippenlagerung
(5) angeordnet ist und vorzugsweise von der Rückseite der Schalteinrichtung her in
diesen einsetzbar und wieder wegnehmbar ausgeführt ist.
12. Schalteinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer mit seinem Mittelteil (35) drehbar gelagert und zur Ausführung einer
zu der Wippenbewegung korrespondierenden Bewegung angeordnet ist.
13. Schalteinrichtung für elektrische Hausinstallationen, umfassend eine durch eine in
einem Knopfträger (40) oder im Knopf gehaltene Klinkenfeder (41) zur Betätigung einer
Wippe (4) der Schalteinrichtung, die insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Knopfträger oder Knopf gegeneinander weisende Lagerarme (42,43) für die Klinkenfeder
(41) ausgebildet sind, und dass die Klinkenfeder jeweils eine an eine Überdruckausformung
(44,45) anschliessende Lagereinbuchtung (46,47) aufweist, in welche die Lagerarme
eingreifen.
14. Schaltereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinbuchtungen der Klinkenfeder und die freien Endbereiche (48,49) der Lagerarme
im wesentlichen korrespondierend abgerundet ausgebildet sind.
15. Schaltereinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Endbereiche (48, 49) der Lagerarme definierte Drehpunkte für die Lagereinbuchtungen
der Klinkenfeder bilden.