[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Steckverbindung umfassend einen Kabelsteckverbinder
mit einem Steckergehäuse, welches einen bezogen auf die Einsteckrichtung vorne gelegenen
Einsteckabschnitt aufweist, und einen Gegensteckverbinder mit einem Steckergehäuse,
welches eine Einstecköffnung aufweist, in die der Einsteckabschnitt des Kabelsteckverbinders
zur Kontaktierung von elektrischen Kontaktelementen des Kabelsteckverbinders mit elektrischen
Gegenkontaktelementen des Gegensteckverbinders einsteckbar ist, wobei der Kabelsteckverbinder
zur Verrastung des Kabelsteckverbinders mit dem Gegensteckverbinder im zusammengesteckten
Zustand der beiden Steckverbinder ein Rastteil aufweist, welches eine Rastnase besitzt,
die in einer Raststellung, in der sie federelastisch gehalten ist, nach außen über
den Umfang des Steckergehäuses des Kabelsteckverbinders vorspringt und in eine Rastausnehmung
im Steckergehäuse des mit dem Kabelsteckverbinder zusammengesteckten Gegensteckverbinders
eingreift und die zur Entriegelung der Verrastung zwischen dem Kabelsteckverbinder
und dem Gegensteckverbinder mittels eines Betätigungselements in eine Freigabestellung
verstellbar ist, in der die Rastnase und die Rastausnehmung des Steckergehäuses des
Gegensteckverbinders außer Eingriff sind.
[0002] Eine derartige elektrische Steckverbindung ist bekannt, insbesondere entsprechend
dem XLR-Standard, bei welchem die Kontaktelemente des Kabelsteckverbinders in Form
von Kontaktbuchsen und die Gegenkontaktelemente des Gegensteckverbinders in Form von
Kontaktstiften ausgebildet sind, die in achsialer Richtung zusammensteckbar sind.
XLR-Stecker sind besonders für Audioanwendungen weit verbreitet. Zur Verrastung der
ineinandergesteckten Steckverbinder dient beim herkömmlichen XLR-Stecker ein in Form
eines einarmigen Hebels ausgebildetes Rastteil des Kabelsteckverbinders, welches sich
ausgehend von seiner Schwenkachse entgegen der Einsteckrichtung nach hinten erstreckt
und eine seitliche Öffnung im Steckergehäuse des Kabelsteckverbinders durchsetzt.
Das Rastteil wird von einer Blattfeder des Einsatzteils in seine nach außen verschwenkte
Stellung vorgespannt, in der die Rastnase des Rastteils über den Umfang des Steckergehäuses
nach außen vorspringt und im zusammengesteckten Zustand der Steckverbinder in eine
Rastausnehmung des Gegensteckverbinders eingreift, welche von einer Fensteröffnung
im Steckergehäuse des Gegensteckverbinders gebildet wird.
[0003] Für eine störungsfreie, hochfrequenzeinstreuungsfreie Datenübertragung ist eine gute,
möglichst koaxiale Verbindung der Kabelschirme der an die Steckverbinder angeschlossenen
Kabel über die Steckergehäuse der zusammengesteckten Steckverbinder erforderlich.
Bei den herkömmlichen Steckverbindungen der eingangs genannten Art besteht das Problem,
dass im zusammengesteckten und verrasteten Zustand des Kabelsteckverbinders und Gegensteckverbinders
aufgrund der Bauteiltoleranzen ein gewisses Spiel besteht, so dass ein gegenseitiges
Wackeln der beiden Steckverbinder möglich ist, sowie auch spaltförmige Öffnungen zwischen
den Steckergehäusen entstehen können, jedenfalls keine "satte" koaxiale Verbindung
hergestellt ist. Die elektrische Verbindung zwischen den Steckergehäusen der beiden
Steckverbinder wird dadurch beeinträchtigt. Auch kann durch ein solches Wackeln ein
gewisser Körperschall hervorgerufen werden. Wenn die Steckverbindung an Mikrophonen
eingesetzt wird, so kann dies zu Störschall führen.
[0004] Zur Vermeidung eines Wackelns der ineinandergesteckten Steckverbinder ist es bereits
bekannt, um den Einsteckfortsatz des Kabelsteckverbinders einen gebogenen elastischen
Blechstreifen ringförmig anzuordnen, die bzw. der im zusammengesteckten Zustand der
beiden Steckverbinder im Zwischenraum zwischen den Steckergehäusen der Steckverbinder
liegt. Dies ist allerdings mit einem zusätzlichen Herstellungs- und Montageaufwand
verbunden und die Einrichtung ist außerdem empfindlich gegenüber Toleranzen, besonders
bei Steckverbindern verschiedener Hersteller.
[0005] Aus der
DE 23 53 004 A1 ist weiters ein elektrischer Stecker mit Schnellverriegelung bekannt. Der Stecker
weist eine gekröpfte Außenhülse auf, welche durch Axialverschiebung die Schnellverriegelung
löst. Die Hülse steht nicht unter Federspannung.
[0006] US 5 637 010 A zeigt eine Steckerkupplung mit Verriegelungsmechanismus. Der Stecker weist eine Außenhülse
auf, welche unter Federvorspannung steht und die Verriegelung aufrecht hält. Durch
Axialbewegung der Hülse kann die Verbindung gelöst werden.
[0007] US 2004/137778 A1 zeigt eine Schnappverbindung einer Steckerkupplung mit einer außenliegenden Hülse,
welche die Verriegelung durch Axialverschiebung lösen kann. Der Stecker ist koaxial
ausgeführt. Die Hülse ist nicht federbelastet.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte elektrische Steckverbindung der eingangs
genannten Art bereitzustellen, bei der einem gegenseitigen Wackeln der ineinandergesteckten
Steckverbinder entgegengewirkt wird und bei der ein guter und zuverlässiger ringförmiger
Kontakt zwischen den Steckergehäusen der beiden Steckverbinder erreichbar ist. Erfindungsgemäß
gelingt dies durch eine elektrische Steckverbindung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0009] Durch die Anpresskraft der Schiebehülse an der Stirnseite des Steckergehäuses des
Gegensteckverbinders wird einem gegenseitigen Wackeln der beiden zusammengesteckten
und verrasteten Steckverbinder entgegengewirkt. Weiters kann über diese Schiebehülse
ein elektrischer Kontakt zwischen den Steckverbindern hergestellt werden. Die Schiebehülse
ermöglicht auch ein einfaches Lösen der Verrastung und Öffnen der elektrischen Steckverbindung,
wobei beim Verschieben der Schiebehülse in ihre hintere Öffnungsstellung die Rastnase
nach innen bewegt wird, so dass sie außer Eingriff mit der Rastausnehmung gelangt.
[0010] Eine erfindungsgemäße Steckverbindung kann vorteilhafterweise auch staubdicht ausgebildet
sein.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Rastteil selbst federelastisch
ausgebildet, wobei die Rastnase durch die Federelastizität des Rastteils ausgehend
von ihrer Freigabestellung in ihre Raststellung gelangt, wenn sich die Schiebehülse
ausgehend von ihrer nach hinten verschobenen Offenstellung nach vorne bewegt wird.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastteil als gebogener Blechstreifen
ausgebildet.
[0012] Der Kabelsteckverbinder und der Gegensteckverbinder der erfindungsgemäßen Steckverbindung
sind insbesondere nach dem XLR-Standard ausgebildet. Solche Steckverbinder werden
vorzugsweise für Audioanwendungen eingesetzt und bilden somit Audiostecker. Die an
solche Stecker anzuschließenden Kabel sind zur Vermeidung von Störeinstrahlungen,
z. B. durch besonders hochfrequente elektromagnetische Felder (GSM-Netze) geschirmt.
Innerhalb des Kabelschirms verlaufen zwei oder mehr Kabeladern.
[0013] Wenn im Rahmen dieser Schrift von "vorne" und "hinten" die Rede ist, so ist hiermit
die Lage in Bezug auf die Einsteckrichtung des jeweiligen Steckverbinders (im Bereich
der Schiebehülse) gemeint, d.h. ein weiter vorne liegendes Teil liegt näher beim einsteckseitigen
Ende des Steckverbinders als ein weiter hinten liegendes Teil.
[0014] Wenn im Rahmen dieser Schrift von "innen" und "außen" die Rede ist, so ist hiermit
die Lage in Bezug auf die zentrale Längsachse des jeweiligen Steckverbinders gemeint,
d.h. ein weiter innen liegendes Teil weist einen geringeren Abstand von der zentralen
Längsachse des Steckverbinders als ein weiter außen liegendes Teil auf.
[0015] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsmittelschnitt durch einen Kabelsteckverbinder gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung, im freien Zustand des Kabelsteckverbinders;
- Fig. 2
- einen Längsmittelschnitt entsprechend Fig. 1, wobei der Kabelsteckverbinder in einen
Gegensteckverbinder eingesteckt ist, von dem nur ein vorderer Endabschnitt schematisch
dargestellt ist, im verrasteten Zustand der beiden Steckverbinder;
- Fig. 3
- einen Längsmittelschnitt entsprechend Fig. 2, wobei die Schiebehülse in ihre Offenstellung
verschoben ist und die Verrastung zwischen den beiden Steckverbindern freigegeben
ist;
- Fig. 4
- einen vorderen Endabschnitt des Kabelsteckverbinders in Seitenansicht, ohne die Schiebehülse
und die die Schiebehülse beaufschlagende Feder und
- Fig. 5
- einen vorderen Endabschnitt des Steckergehäuses des Gegensteckverbinders.
[0016] Der in Fig. 1 im Längsschnitt schematisch dargestellte Kabelsteckverbinder 1, wobei
ein an den Kabelsteckverbinder 1 angeschlossenes Kabel 2 ebenfalls schematisch dargestellt
ist, weist ein Steckergehäuse 3 auf, das im gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig
ausgebildet ist. Das vordere Steckergehäuseteil 4 weist in seinem hinteren Endabschnitt
ein Außengewinde auf, auf welches ein hinteres Steckergehäuseteil 5 mit einem im Bereich
seines vorderen Endabschnitts angeordneten Innengewinde aufgeschraubt ist. Das vordere
Steckergehäuseteil 4 besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus Metall, wie dies
bevorzugt ist. Das hintere Steckergehäuseteil 5 kann beispielsweise aus Kunststoff
bestehen.
[0017] Das Steckergehäuse 3 nimmt ein Einsatzteil 6 aus einem isolierenden Material auf,
von dem elektrische Kontaktelemente 7 gehalten sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die elektrischen Kontaktelemente 7 in Form von Kontaktbuchsen ausgebildet, die
sich in Bohrungen des Einsatzteils erstrecken, welche parallel zur zentralen Längsachse
8 des Kabelsteckverbinders 1 liegen.
[0018] Am hinteren Ende der Kontaktelemente 7 können die elektrischen Leiter 9 von Kabeladern
10 des Kabels 2 angeschlossen werden, beispielsweise angelötet werden.
[0019] Zur Zugentlastung des angeschlossenen Kabels 2 kann eine herkömmliche Spannzange
11 vorgesehen sein. Deren Spannzungen werden von einer inneren Schrägfläche 12 des
hinteren Steckergehäuseteils 5 beim Aufschrauben des hinteren Steckergehäuseteils
5 auf das vordere Steckergehäuseteil 4 gegen den Kabelmantel gepresst. Die Spannzange
11 stützt sich hierbei am hinteren Ende des vorderen Steckergehäuseteils 4 in achsialer
Richtung des Kabelsteckverbinders 1 ab.
[0020] Der Kabelsteckverbinder 1 weist weiters ein Rastteil 13 auf. Dieses besitzt eine
Rastnase 14. Im freien Zustand des Kabelsteckverbinders 1 und ohne eine Betätigung
der weiter unten beschriebenen Schiebehülse 26 springt die Rastnase 14 über den Umfang
des Steckergehäuses 3 nach außen vor, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist.
[0021] Das Rastteil 13 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel federelastisch ausgebildet.
Es wird hierbei von einem gebogenen Blechstreifen gebildet. Ein innerer Arm 16 und
ein äußerer Arm 17, die sich jeweils ausgehend von ihren freien Enden nach vorne erstrecken,
sind durch eine vorne liegende Umbiegung 18 miteinander verbunden. Der innere Arm
16 weist im Bereich seines hinteren Endes einen Verbindungsabschnitt 19 zur Verbindung
mit dem Kabelschirm 20 des Kabels 2 auf, wobei der Kabelschirm 20 beispielsweise am
Verbindungsabschnitt 19 angelötet wird.
[0022] Ein Abschnitt des äußeren Arms 17 weist die Rastnase 14 auf bzw. bildet diese aus.
Der äußere Arm 17 besitzt weiters einen an den hinteren Endabschnitt des äußeren Arms
17 darstellenden Abschnitt 21, der schräg zur in Fig. 1 durch einen Pfeil angedeuteten
Einsteckrichtung 22 (die parallel zur zentralen Längsachse 8 liegt) verläuft. Die
von der zentralen Längsachse 8 abgewandte Außenseite des Abschnitts 21 bildet eine
schräg zur Einsteckrichtung 22 bzw. zur zentralen Längsachse 8 stehende Schrägfläche
23 aus, die sich von hinten nach vorne der zentralen Längsachse 8 annähert, also nach
innen verläuft.
[0023] Das Rastteil 13 erstreckt sich durch eine seitliche Öffnung 24 im Steckergehäuse
3, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als Fensteröffnung nach Art eines in Richtung
der Längsachse 8 verlaufenden Langlochs ausgebildet ist, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich
ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel liegt der innere Arm 16 hierbei in einer nutartigen
Vertiefung 25 (die sich in Richtung der Längsachse 8 erstreckt) in der Mantelfläche
des Einsatzteils 6. In dieser nutartigen Vertiefung 25 kann das Rastteil 13 befestigt
sein, beispielsweise eingepresst sein.
[0024] Eine das Steckergehäuse 3 über einen Abschnitt seiner Längserstreckung umgebende
Schiebehülse 26 ist auf dem Steckergehäuse 3 in Richtung der Längsachse 8 zwischen
einer in Fig. 1 dargestellten vorderen Endstellung und einer hinteren Öffnungsstellung
(vgl. Fig. 3) verschiebbar gelagert. Im freien Zustand des Kabelsteckverbinders 1
und im unbetätigten Zustand der Schiebehülse 26 wird diese von der Feder 27 in ihre
vordere Endstellung verschoben. Die vorzugsweise als Schraubenfeder ausgebildete Feder
27 ist im Bereich zwischen der Schiebehülse 26 und dem vorderen Steckergehäuseteil
4 angeordnet und stützt sich einerseits an einen rechtwinklig zur Einsteckrichtung
22 gelegenen Anschlag 28 des Steckergehäuses 3, der vom vorderen stirnseitigen Ende
des hinteren Steckergehäuseteils 5 gebildet wird, andererseits an einem rechtwinklig
zur Einsteckrichtung 22 liegenden Anschlag 29 der Schiebehülse 26 ab.
[0025] Die Schiebehülse 26 weist weiters eine innere Schrägfläche 30 auf, die mit der Schrägfläche
23 des Rastteils 13 zusammenwirkt und sich von hinten nach vorne der Längsachse 8
annähert, d.h. nach innen verläuft. Zur Ausbildung der Schrägfläche 30 ist im gezeigten
Ausführungsbeispiel eine Ausnehmung 31 (vgl. Fig. 2) in einem verdickten vorderen
Abschnitt der Schiebehülse 26 vorhanden.
[0026] Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird die vordere Endposition der Schiebehülse 26
durch die Rastnase 14 begrenzt. Stattdessen könnte auch ein entsprechender Anschlag
am Steckergehäuse 3 vorhanden sein.
[0027] Der Gegensteckverbinder 32 kann in herkömmlicher Weise ausgebildet sein und von diesem
Gegensteckverbinder 32 ist in den Figuren nur ein vorderer Endabschnitt schematisch
dargestellt. Die Einsteckrichtung für den Gegensteckverbinder ist der Einsteckrichtung
22 für den Kabelsteckverbinder entgegengerichtet.
[0028] Der Gegensteckverbinder besitzt ein Steckergehäuse 33, welches eine vordere Einstecköffnung
aufweist, durch die ein vorderer Einsteckabschnitt 15 des Steckergehäuses 3 des Kabelsteckverbinders
1 in einen Einsteckraum 34 des Steckergehäuses 33 des Gegensteckverbinders 32 in achsialer
Richtung des Gegensteckverbinders 32 einsteckbar ist. Die zentrale Längsachse des
Gegensteckverbinders 32 fällt im zusammengesteckten Zustand der beiden Steckverbinder
mit der zentralen Längsachse 8 des Kabelsteckverbinders 1 zusammen.
[0029] Im Steckergehäuse 33 des Gegensteckverbinders 32 ist ein Einsatzteil 36 aus isolierendem
Material angeordnet, welches elektrische Gegenkontaktelemente 37 hält, die korrespondierend
zu den Kontaktelementen 7 des Kabelsteckverbinders 1 ausgebildet sind. Diese sind
im gezeigten Ausführungsbeispiel als parallel zur Längsachse des Gegensteckverbinders
32 angeordnete Kontaktstifte ausgebildet.
[0030] Das Steckergehäuse 33 besitzt weiters eine Rastausnehmung 38 zum Zusammenwirken mit
der Rastnase 14 des Rastteils 13 des Kabelsteckverbinders 1. Diese Rastausnehmung
38 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als seitliche Fensteröffnung im Steckergehäuse
33 nahe dem vorderen Ende des Steckergehäuses 33 ausgebildet, wie dies aus Fig. 3
ersichtlich ist. Denkbar und möglich wäre beispielsweise auch eine Ausbildung in Form
einer Vertiefung an der inneren Mantelfläche des Steckergehäuses 33 in der Nähe des
vorderen Endes des Steckergehäuses 33.
[0031] Der Gegensteckverbinder 32 kann ebenfalls als Kabelsteckverbinder zum Anschluss eines
Kabels ausgebildet sein. Auch eine Ausbildung als Chassissteckverbinder, der in ein
Gerätegehäuse einbaubar ist, ist denkbar und möglich.
[0032] Der Kabelsteckverbinder 1 und der Gegensteckverbinder 32 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel
entsprechend der XLR-Norm ausgebildet, wie dies bevorzugt ist.
[0033] Zur Herstellung der elektrischen Steckverbindung wird der Einsteckabschnitt 15 des
Steckergehäuses 3 des Kabelsteckverbinders 1 in die Einstecköffnung des Steckergehäuses
33 des Gegensteckverbinders 32 eingesteckt. Die elektrischen Kontaktelemente 7 des
Kabelsteckverbinders 1 und die elektrischen Gegenkontaktelemente 37 des Gegensteckverbinders
32 werden hierbei in elektrische Verbindung gebracht. Die Anlaufschräge 41 der Rastnase
14 läuft gegen das vordere Ende des Steckergehäuses 33 an, wodurch sie aufgrund der
Federelastizität des Rastteils 13 gegen dessen Federkraft nach innen gedrückt wird,
so dass sie in die Einstecköffnung des Steckergehäuses 33 des Gegensteckverbinders
32 gelangt. Kurz bevor der vollständig zusammengesteckte Zustand der Steckverbinder
1, 32 erreicht ist, läuft die vordere Stirnseite der Schiebehülse 26 gegen die vordere
Stirnseite 40 des Steckergehäuses 33 an, worauf die Schiebehülse 26 nach hinten verschoben
wird. Dies so lange, bis die Rastnase 14 die Rastausnehmung 38 erreicht und in diese
einschnappt, wodurch die Steckverbinder 1, 32 miteinander verrastet werden. In diesem
zusammengesteckten und miteinander verrasteten Zustand der Steckverbinder 1, 32 befindet
sich die Schiebehülse 26 in ihrer in Fig. 2 dargestellten Zwischenstellung und wird
von der Feder 27 gegen die Stirnseite 40 des Steckergehäuses 33 des Gegensteckverbinders
32 angedrückt.
[0034] Zum Entriegeln der Rastverbindung wird die Schiebehülse 26 gegen die Kraft der Feder
27 weiter nach hinten verschoben, bis sie ihre in Fig. 3 dargestellte Öffnungsstellung
erreicht.
[0035] Hierbei läuft die Schrägfläche 30 der Schiebehülse 26 gegen die Schrägfläche 23 des
Rastteils 13 an. Der äußere Arm 17 des Rastteils 13 wird dadurch nach innen gedrückt
und hierbei wird die Rastnase 14 nach innen mitgenommen. Damit die Biegung des Rastteils
13 zumindest im Wesentlichen im Bereich der Umbiegung 18 stattfindet, ist der äußere
Arm 17 gegenüber dem Bereich der Umbiegung 18 verstärkt, beispielsweise durch seitliche
umgebördelte Ränder des das Rastteil 13 bildenden Blechstreifens oder durch eine größere
Materialstärke. In der Öffnungsstellung der Schiebehülse 26 ist die Rastnase 14 so
weit nach innen verschoben, dass sie außer Eingriff mit der Rastausnehmung 38 gelangt,
worauf der Kabelsteckverbinder aus dem Gegensteckverbinder 32 herausgezogen werden
kann. Der gesamte Entkopplungsvorgang des Kabelsteckverbinders 1 vom Gegensteckverbinder
32 kann somit durch einen Zug an der Schiebehülse 26 erfolgen.
[0036] Zur Begrenzung der Schiebehülse nach hinten ist vorteilhafterweise ein Anschlag 35
am hinteren Steckergehäuseteil 5 vorhanden.
[0037] Die Schiebehülse 26 ist elektrisch leitend ausgebildet, vorzugsweise metallisch,
und durch ihr Andrücken an der Stirnseite 40 des ebenfalls metallischen Steckergehäuses
33 im zusammengesteckten und verrasteten Zustand der Steckverbinder 1, 32 wird eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schiebehülse 26 und dem Steckergehäuse
33 über den gesamten Umfang der Schiebehülse 26 bzw. des Steckergehäuses 33 hergestellt.
[0038] Die Schiebehülse 26 kann beispielsweise durch Anlage am Abschnitt 21 des Rastteils
13 mit dem Kabelschirm 20 elektrisch verbunden sein. Eine solche elektrische Verbindung
kann stattdessen oder zusätzlich auch dadurch bewirkt sein, dass das Rastteil 13 mit
dem Steckergehäuse 3 elektrisch verbunden ist und dieses mit der Schiebehülse 26 in
elektrischer Verbindung steht, beispielsweise auch über die Feder 27. Eine umfängliche,
koaxiale Verbindung zwischen dem Kabelsteckverbinder 1 und dem Gegensteckverbinder
32 kann somit herstellt werden.
[0039] Durch diese koaxiale Verbindung zwischen den Steckverbindern 1, 32 eignet sich die
Steckverbindung auch zur Übertragung von hohen Datenraten, wie sie beispielsweise
bei der Übertragung von digitalen Audiosignalen benötigt werden.
[0040] In einer modifizierten Ausführungsform der Erfindung wäre es auch denkbar und möglich,
ein separates Federelement für das Rastteil 13 vorzusehen, um die Rastnase 14 in Richtung
ihrer Raststellung zu beaufschlagen, und zwar anstelle der federelastischen Ausbildung
des Rastteils 13 oder zusätzlich hierzu. Das Rastteil 13 könnte auch nach Art eines
einarmigen Hebels ausgebildet sein, der im Bereich seines vorderen Endes um eine Schwenkachse
verschwenkbar gelagert ist.
[0041] Denkbar und möglich, obwohl weniger bevorzugt, wäre es auch, dass die Feder, die
die Schiebehülse 26 in ihre vordere Endstellung verschiebt, vom federelastisch ausgebildeten
Rastteil selbst gebildet wird (also kein separates Federteil vorhanden ist) bzw. vom
Federelement gebildet wird, das das Rastteil 13 in seine Raststellung verschwenkt.
Durch Anlage der Schrägfläche 23 des Rastteils 13 an der Schrägfläche 30 der Schiebehülse
26 über den gesamten Verschiebeweg der Schiebehülse wird die Schiebehülse 26 in diesem
Fall vom Rastteil 13 in ihre vordere Endstellung verschoben.
Legende
zu den Hinweisziffern:
[0042]
- 1
- Kabelsteckverbinder
- 2
- Kabel
- 3
- Steckergehäuse
- 4
- vorderes Steckergehäuseteil
- 5
- hinteres Steckergehäuseteil
- 6
- Einsatzteil
- 7
- Kontaktelement
- 8
- Längsachse
- 9
- elektrischer Leiter
- 10
- Kabelader
- 11
- Spannzange
- 12
- Schrägfläche
- 13
- Rastteil
- 14
- Rastnase
- 15
- Einsteckabschnitt
- 16
- innerer Arm
- 17
- äußerer Arm
- 18
- Umbiegung
- 19
- Verbindungsabschnitt
- 20
- Kabelschirm
- 21
- Abschnitt
- 22
- Einsteckrichtung
- 23
- Schrägfläche
- 24
- Öffnung
- 25
- Vertiefung
- 26
- Schiebehülse
- 27
- Feder
- 28
- Anschlag
- 29
- Anschlag
- 30
- Schrägfläche
- 31
- Ausnehmung
- 32
- Gegensteckverbinder
- 33
- Steckergehäuse
- 34
- Einsteckraum
- 35
- Anschlag
- 36
- Einsatzteil
- 37
- Gegenkontaktelement
- 38
- Rastausnehmung
- 39
- vordere Stirnseite
- 40
- vordere Stirnseite
- 41
- Anlaufschräge
1. Elektrische Steckverbindung umfassend einen Kabelsteckverbinder (1) mit einem Steckergehäuse
(3), welches einen bezogen auf die Einsteckrichtung (22) vorne gelegenen Einsteckabschnitt
(15) aufweist, und einen Gegensteckverbinder (32) mit einem Steckergehäuse (33), welches
eine Einstecköffnung aufweist, in die der Einsteckabschnitt (15) des Kabelsteckverbinders
(1) zur Kontaktierung von elektrischen Kontaktelementen (7) des Kabelsteckverbinders
(1) mit elektrischen Gegenkontaktelementen (37) des Gegensteckverbinders (32) einsteckbar
ist, wobei der Kabelsteckverbinder (1) zur Verrastung des Kabelsteckverbinders (1)
mit dem Gegensteckverbinder (32) im zusammengesteckten Zustand der beiden Steckverbinder
(1, 32) ein Rastteil (13) aufweist, welches eine Rastnase (14) besitzt, die in einer
Raststellung, in der sie federelastisch gehalten ist, nach außen über den Umfang des
Steckergehäuses (3) des Kabelsteckverbinders (1) vorspringt und in eine Rastausnehmung
(38) im Steckergehäuse (33) des mit dem Kabelsteckverbinder (1) zusammengesteckten
Gegensteckverbinders (32) eingreift und die zur Entriegelung der Verrastung zwischen
dem Kabelsteckverbinder (1) und dem Gegensteckverbinder (32) mittels eines Betätigungselements
in eine Freigabestellung verstellbar ist, in der die Rastnase (14) und die Rastausnehmung
(38) des Steckergehäuses (33) des Gegensteckverbinders (32) außer Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement zur Verstellung der Rastnase (14) in ihre Freigabestellung
von einer auf dem Steckergehäuse (3) des Kabelsteckverbinders (1) verschiebbar gelagerten
Schiebehülse (26) gebildet wird, die an ihrer Innenseite eine schräg zur Einsteckrichtung
(22) stehende Schrägfläche (30) aufweist und die im freien Zustand des Kabelsteckverbinders
(1) von einer Feder (27) in eine vordere Endstellung verschoben ist und die gegen
die Kraft der Feder (27) nach hinten in eine Öffnungsstellung verschiebbar ist, in
der die Rastnase (14) durch Zusammenwirken der Schrägfläche (30) der Schiebehülse
(26) mit einer Schrägfläche (23) des Rastteils (13) in ihre Freigabestellung verschoben
ist, und dass sich die Schiebehülse (26) im zusammengesteckten und verrasteten Zustand
des Kabelsteckverbinders (1) und Gegensteckverbinders (32) in einer Zwischenstellung
zwischen ihrer vorderen Endstellung und ihrer Öffnungsstellung befindet und von der
Feder (27) gegen eine Stirnseite (40) des Steckergehäuses (33) des Gegensteckverbinders
(32) angedrückt ist.
2. Elektrische Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastteil (13) federelastisch ausgebildet ist.
3. Elektrische Steckverbindung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägfläche (23) des Rastteils (13) von der äußeren Oberfläche eines schräg
zur Einsteckrichtung (22) verlaufenden Abschnitts (21) des Rastteils (13) gebildet
wird.
4. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastteil (13) einen inneren und einen äußeren Arm (16, 17) umfasst, die sich
jeweils von ihren freien Enden nach vorne erstrecken und durch eine vordere Umbiegung
(18) miteinander verbunden sind.
5. Elektrische Steckverbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Arm (16) im Bereich seines hinteren freien Endes einen Verbindungsabschnitt
(19) zur Verbindung mit dem Kabelschirm (20) eines anzuschließenden Kabels (2) aufweist.
6. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastteil (13) von einem gebogenen Blechstreifen gebildet wird.
7. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Rastteil (13) durch eine seitliche Öffnung (24) im Steckergehäuse (3) des
Kabelsteckverbinders (1) erstreckt.
8. Elektrische Steckverbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) im Steckergehäuse (3) des Kabelsteckverbinders (1), durch die sich
das Rastteil (13) erstreckt, als seitliche Fensteröffnung des Steckergehäuses (3)
im Bereich des Einsteckabschnitts (35) des Steckergehäuses (3) ausgebildet ist.
9. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (27) als Schraubenfeder ausgebildet ist, die sich einerseits an einem rechtwinklig
zur Einsteckrichtung (22) stehenden Anschlag (28) des Steckergehäuses (3) und andererseits
an einem rechtwinklig zur Einsteckrichtung (22) stehenden Anschlag (29) der Schiebehülse
(26) abstützt.
10. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (3) ein vorderes Steckergehäuseteil (4) und ein auf das vordere
Steckergehäuseteil (4) aufschraubbares hinteres Steckergehäuseteil (5) umfasst, welches
vorzugsweise den Anschlag für die Feder (27) aufweist.
11. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontaktelemente (7) des Kabelsteckverbinders (1) von einem Einsatzteil
(6) gehalten sind, welches vom Steckergehäuse (3) aufgenommen ist.
12. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontaktelemente (7) des Kabelsteckverbinders (1) Kontaktbuchsen
sind, in die die als Kontaktstifte ausgebildeten elektrischen Gegenkontaktelemente
(37) des Gegensteckverbinders (32) einsteckbar sind.
13. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebehülse (26) elektrisch leitend ist, vorzugsweise aus Metall besteht, und
das Steckergehäuse (33) des Gegensteckverbinders (32) zumindest in einem an die vordere
Stirnseite (40) des Steckergehäuses (33) anschließenden Bereich ebenfalls elektrisch
leitend ausgebildet ist, vorzugsweise aus Metall besteht.
14. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (3) zumindest in einem an das Einsteckende anschließenden Abschnitt
elektrisch leitend ausgebildet ist, vorzugsweise aus Metall besteht
15. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelsteckverbinder (1) und der Gegensteckverbinder (32) XLR-Steckverbinder sind.
16. Elektrische Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder, die die Schiebehülse (26) in ihre vordere Endstellung verschiebt, vom
federelastisch ausgebildeten Rastteil (13) gebildet wird oder von einem Federelement
gebildet wird, dass das Rastteil (13) in seine Raststellung verschwenkt.