[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufbewahrungsautomaten für Gegenstände, wie er im Anspruch
1 beschrieben ist.
[0002] Aus der
EP 0 749 101 A2 ist ein gattungsgemäßer Aufbewahrungsautomat für Gegenstände, insbesondere ein für
käuflich zu erwerbende Waren vorgesehener Selbstbedienungsautomat, bekannt. Dieser
Aufbewahrungsautomat weist ein trommelartiges Rundmagazin mit mehreren Fachebenen
und mit mehreren, in jeder Fachebene sektorförmig angeordneten Fächern auf. Jeder
Fachebene ist ein Schieber zugeordnet, welcher von einem Antriebsmotor geöffnet und
geschlossen werden kann. Unterschiedliche, den dahinter liegenden Fachbreiten angepasste
Öffnungsweiten der Schieber werden dabei über den Stellweg des Antriebsmotors berücksichtigt.
Insbesondere wird die Öffnungsbewegung durch eine sensorische Impulserfassung an einer
Lochschlitz- bzw. Zeitscheibe am Antriebsmotor kontrolliert. Nach dieser steuerungstechnisch
überwachten und über den Antriebsmotor steuerungstechnisch begrenzten Öffnung des
Schiebers kann der Schieber über den Antriebsmotor auch wieder automatisiert geschlossen
werden. Die Schließbewegung wird dabei wiederum anhand der Umdrehungen bzw. Signale
der Impulsscheibe überwacht und der Motor beim Erreichen der Schließstellung des Schiebers
gestoppt. Während der Schließbewegung des Schiebers wird auch der Schließwiderstand
sensorisch erfasst. Wird dabei ein erhöhter Schließwiderstand detektiert, beispielsweise
über den Motorstrom oder anhand von Schwankungen der Signale der Geberscheibe, so
wird die Drehrichtung des Motors umgekehrt und der Schieber erneut geöffnet, um nachfolgend,
nach Ablauf einer bestimmten Zeit, einen erneuten Schließversuch zu starten. Ein derartiger
Aufbewahrungsautomat mit ausschließlich antriebstechnisch bzw. über den Antriebsmotor
kontrollierter variabler Öffnungsweite ist insbesondere in manchen Sicherheitsbelangen
nicht zufrieden stellend.
[0003] Die
US 2001/0034665 A1 beschreibt ein System, mit welchem eine Zustellung von Paketen an die jeweiligen
Empfänger teilweise automatisiert und somit für Zusteller und Empfänger vereinfacht
werden kann. Dieses System umfasst eine Mehrzahl von datentechnisch miteinander verbundenen
Aufbewahrungsautomaten, in welche von einem Zusteller Paketsendungen eingelagert und
vom berechtigten Empfänger entnommen werden können. Ein derartiger Aufbewahrungsautomat
umfasst eine Mehrzahl von Aufnahmefächern für die jeweiligen Paketsendungen. Der Zugriff
auf das jeweilige Aufnahmefach wird durch mehrere Verschlussblenden reguliert, welche
mittels Verstellantrieben in Horizontal- und Vertikalrichtung kontrolliert gesteuert
verschoben werden können. Bevor ein derartiger Fachzugriff gewährt wird, wird eine
Identitäts- bzw. Berechtigungsüberprüfung ausgeführt. Sofern der jeweilige Benutzer
als zugriffsberechtigt erkannt wird, werden die entsprechenden Verstellantriebe für
die Verschlussblenden aktiviert, um das entsprechende Fach für den jeweiligen Benutzer
zugreifbar zu machen. Der beschriebene Aufbewahrungsautomat kann auch eine automatisierte
Ausstoßvorrichtung zum gänzlichen Ausstoßen von Paketen aus den Fächern umfassen.
Dadurch können robuste Begrenzungswände für den bzw. vor dem Automaten aufgebaut werden
und kann somit ein direkter Zugriff des Bedieners auf die Aufnahmefächer des Automaten
vermieden werden. Weiters können auch Leitflächen oder Rutschen oder eine Fördervorrichtung
zwischen der Fachanordnung und der Begrenzungswand angeordnet sein, um einen Weitertransport
eines aus einem Fach ausgestoßenen Pakets in Richtung nach unten zu einem Entnahmebereich,
der vom Empfänger zugreifbar ist, zu erzielen. Dadurch kann die Sicherheit vor betrügerischen
Manipulationen am Automaten erhöht werden. Diese Ausstoßvorrichtung und die daran
anschließende Fördervorrichtung bzw. Rutsche ist dabei mechanisch aufwendig und erfordert
einen erhöhten Raum- bzw. Platzbedarf. Außerdem können derart transportierte Pakete
in Abhängigkeit der jeweiligen Masse relative hohe Transportenergie erfordern bzw.
bei Schwerkraftförderung hohe Aufprallenergie freisetzen. Tiefgreifende Maßnahmen
zur Erhöhung der Sicherheit für den Bediener des Automaten sind dieser Druckschrift
nicht zu entnehmen.
[0004] Die
EP 0 703 334 A1 beschreibt einen Verkaufsautomaten mit einer Mehrzahl von Fächern in jeweils unterschiedlichen
Fachebenen. Den einzelnen Fachebenen ist jeweils eine schieberartige Tür zugeordnet,
deren maximal mögliche Öffnungsweite die maximale Zugriffsbreite auf die dahinter
liegende Fachanordnung reguliert. Eine variabel voreinstellbare Türstoppvorrichtung
bestimmt dabei die maximale Öffnungsweite der jeweiligen Schiebetür. Die Türstoppvorrichtung
umfasst eine Scharnieranordnung mit zumindest einem Scharnier. Jedes Scharnier besitzt
eine Montageplatte zur Montage auf dem Automaten und zumindest eine Anschlagplatte,
welche um eine Schwenkachse des Scharniers verschwenkbar gelagert ist. Zur Voreinstellung
der Begrenzung der Öffnungsweite der Schiebetür ist von einem befugten Servicemann
bzw. Betreiber des Automaten die der gewünschten Öffnungsweite der Schiebetür entsprechende
Anschlagplatte umzuklappen, insbesondere in die Aktivstellung zu klappen, sodass die
Schiebetür nicht über die Position der Anschlagplatte hinweg geschoben werden kann.
Diese Anschlagbegrenzung kann relativ kostengünstig aufgebaut werden, um Zugriffsrechte
auf unterschiedliche Fachbreiten zu regulieren. Maßnahmen zur Erhöhung der persönlichen
Sicherheit einer diesen Automaten bedienenden Person sind dieser Druckschrift jedoch
nicht zu entnehmen.
[0005] Die
US 4,828,095 A beschreibt eine mechanische Überlastkupplung zur Begrenzung der am Abgang der Überlastkupplung
bereit gestellten Drehmomentwerte. Diese Überlastkupplung bzw. Drehmomentbegrenzungsvorrichtung
umfasst eine Mehrzahl mechanischer Komponenten, welche bei entsprechender Einbindung
in einen Antriebsstrang mechanische Brüche oder Überlastungen vermeiden können. Derartige
Überlastkupplungen sind aufgrund ihrer Komplexität und ihres Bauvolumens bzw. aufgrund
der dadurch bedingten, relativ hohen Kosten kaum geeignet, in den Antriebsstrang der
Antriebssysteme für die Türen von Aufbewahrungsautomaten implementiert zu werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufbewahrungsautomaten
für Gegenstände zu schaffen, welcher einerseits erhöhte Personensicherheit, d.h. einen
hohen Schutz vor Verletzungen ungeschulter Benutzer bietet und zugleich hohen Anforderungen
an Einbruchs- bzw. Manipulationssicherheit gerecht wird.
[0007] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch einen Aufbewahrungsautomaten gemäß Anspruch
1 gelöst. Vorteilhaft ist dabei, dass durch die funktionale bzw. bauliche Entkopplung
einer steuerbaren Öffnungsbegrenzung für die Verschlusseinrichtung von der automatisiert
steuerbaren Antriebsvorrichtung für die Verschlusseinrichtung ein hoher Personenschutz
bzw. hohe Verletzungssicherheit erzielt wird, da von der Antriebseinrichtung keine
hohen Schließ- und Haltekräfte zur Abwehr bestimmter Manipulationsversuche aufgebracht
werden müssen. Die hohe Sicherheit vor unbefugten Zugriffen, vor Einbruchsversuchen
oder vor sonstigen Manipulationen des autorisierten Fachzugriffes wird durch die steuerbare
Öffnungsbegrenzung in Form einer Anschlagvorrichtung erzielt. Insbesondere können
durch die kraft- bzw. drehmomentbegrenzte Bewegungskopplung zwischen der automatisiert
ansteuerbaren Antriebsvorrichtung und der mechanischen Verschlusseinrichtung ernsthafte
Verletzungen, beispielsweise Quetschungen, eines in der Regel ungeschulten Benutzers
nahezu ausgeschlossen werden. Über die unabhängig von der Antriebsvorrichtung aktivier-
bzw. deaktivierbare bzw. unabhängig von der Antriebsvorrichtung variabel positionierbare
Anschlagvorrichtung wird dabei ein steuerungstechnisch kontrollierter Zugriff bzw.
eine durch die diversen, automatisiert überprüfbaren Zugriffsrechte beeinflusste,
sichere Limitierung der Größe der Zugriffsöffnung erreicht. Insbesondere ist eine
Begrenzung der maximal zulässigen Zugriffsdimensionen sicher bewerkstelligt und sind
unberechtigte Erweiterungen der Zugriffsöffnung via die gesteuert positionier- bzw.
aktivierbare Anschlagvorrichtung zuverlässig unterbunden. Der erfindungsgemäße Aufbewahrungsautomat
ist dabei auch bei vergleichsweise hohem Gesamtlagergewicht bzw. bei hohem maximalen
Beladungsgewicht, welches antriebsstarke Transportantriebe erforderlich macht, für
Bedienungspersonen sicher.
[0008] Die Ausführung gemäß Anspruch 2 stellt in vorteilhafter Weise sicher, dass eine Überbeanspruchung
bzw. ein übermäßiger Verschleiß an der kraft- bzw. drehmomentbegrenzenden Einrichtung
vermieden wird, wenn die Verschlusseinrichtung automatisiert nicht geöffnet bzw. nicht
mehr geschlossen werden kann.
[0009] Die Ausgestaltung nach Anspruch 3 gewährleistet einen Selbstbedienungsautomaten der
die Zugriffsmöglichkeiten auf die Automatenfächer je nach Benutzer, Anwendungsfall
und unterschiedlichen Zugriffsrechten bzw. die ordnungsgemäßen Fachzugriffe automatisch
reguliert.
[0010] Durch die Weiterbildung gemäß Anspruch 4 ist sichergestellt, dass manuelle Verstellungen
einer entriegelten Verschlusseinrichtung sowohl bei inaktivem als auch bei aktivem
Zustand der Antriebsvorrichtung möglich sind. Insbesondere ist eine manuelle Verstellung
einer entriegelten Verschlusseinrichtung bzw. eines steuerungstechnisch entriegelten
Schiebers zwischen der fast geschlossenen Position und der durch die Anschlagvorrichtung
definierten, variabel vorgebbaren Anschlagposition mit manuellem Kraftaufwand jederzeit
möglich bzw. ist eine automatische Verstellbewegung jederzeit stoppbar. Dadurch können
Verletzungen vermieden werden und sind selbständige Befreiungen gegenüber sich selbsttätig
schließenden bzw. öffnenden Verschlusseinrichtungen bzw. Schiebern zuverlässig möglich.
[0011] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 5 ist sichergestellt, dass die automatisiert überprüfbaren
Zugriffsrechte der jeweiligen Benutzer nicht unautorisiert erweitert bzw. verändert
werden können, sodass Einbrüche bzw. Diebstahlversuche in der Regel scheitern bzw.
derartigen Manipulationsversuchen ausreichender Widerstand entgegengesetzt ist.
[0012] Die Öffnungsbegrenzung nach Anspruch 6 ermöglicht eine automatische, den jeweiligen
Fachbreiten und den jeweiligen Zugriffsberechtigungen der diversen Benutzer entsprechende,
mechanische Begrenzung der maximalen Öffnungsweite der Verschlusseinrichtung, wobei
die Verschlusseinrichtung nach erfolgter Entriegelung ausgehend von der vollständig
geschlossenen Stellung - abgesehen von vergleichsweise geringen Reibungskräften in
den starr gekoppelten Teilen des jeweiligen Antriebssystems und in den verschiedenen
Lagerstellen - nicht blockiert, nicht eingebremst oder sonst wie festgehalten wird.
[0013] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 7 kann eine Mehrzahl von unterschiedlichen Fachgrößen
via lediglich eine Verschlusseinrichtung zuverlässig und sicher versperrt und verschlossen
und entsprechend den jeweiligen Zugriffsrechten kontrolliert freigeben werden.
[0014] Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 8 werden für jede Verschlusseinrichtung mehrere
definierte und gesteuert aktivierbare Anschlagspositionen bzw. definiert gesteuert
einstellbare, maximale Öffnungsweiten realisiert.
[0015] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 9 wird eine hohe Sicherheit vor missbräuchlichen
Manipulationsversuchen bezüglich der Fachzugriffsrechte erzielt. Insbesondere ist
sichergestellt, dass die maximalen Zugriffsdimensionen bereits vor der Freigabe bzw.
Entriegelung der Verschlusseinrichtung festgelegt bzw. vordefiniert sind und erst
dann eine automatisierte und/oder manuelle Verstellung der Verschlusseinrichtung ermöglicht
ist.
[0016] Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 10 ist sichergestellt, dass trotz einer zumindest
automatisiert schließenden und einer gegebenenfalls automatisiert öffnenden Verschlusseinrichtung
ernsthafte Verletzungen eines Benutzers, egal ob Kind oder Erwachsener, mit minimalem
verbleibendem Restrisiko verhindert werden können.
[0017] Eine Variation bzw. Einstellung der Antriebsleistung ist durch die Ausgestaltung
gemäß Anspruch 11 in einfacher Art und Weise möglich.
[0018] Von besonderem Vorteil ist eine Weiterbildung nach Anspruch 12, da mittels dem steuerbaren
Leistungsstellglied einem erhöhtem Kraft- bzw. Drehmomentbedarf beim Start der Bewegung
Rechnung getragen werden kann und nach dem Anlaufen der Bewegung der Verschlusseinrichtung
die Antriebskraft in einfacher Art und Weise steuerungstechnisch wieder abgesenkt
werden kann. Alternativ oder in Kombination dazu kann eine Anpassung des jeweils benötigten
Antriebsmomentes an unterschiedlich große bzw. schwere und somit unterschiedlich träge
Verschlusseinrichtungen in einfacher Art und Weise vorgenommen werden.
[0019] Eine zuverlässige, robuste und baulich einfache bzw. wirtschaftliche Kraft- bzw.
Drehmomentbegrenzung kann durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 13 und/oder 14 erzielt
werden.
[0020] Eine kostengünstige und steuerungstechnisch einfache Automatisierung kann durch die
Ausbildung nach Anspruch 15 erreicht werden.
[0021] Die Ausführung gemäß Anspruch 16 ermöglicht eine Vielzahl von gesteuert variablen
bzw. quasi kontinuierlich variablen Anschlagpositionen, wobei einer Vielzahl von unterschiedlichen
Fachgrößen einfach Rechnung getragen werden kann, ohne dass der bauliche Aufwand mit
zunehmender Anzahl von unterschiedlichen Fachgrößen ansteigt.
[0022] Eine sichere und auch bei energielosem Automaten oder Stellantrieb wirksame, sowie
baulich zuverlässige Verstellwegbegrenzung für die Verschlusseinrichtung an den jeweils
erforderlichen Anschlagpositionen wird durch die Ausbildung gemäß Anspruch 17 erreicht.
Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 18 können mittels mehreren Anschlagvorrichtungen
unterschiedliche, bedarfsweise aktivier- und deaktivierbare Anschlagpositionen in
einfacher Art und Weise realisiert werden.
[0023] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 19 kann die Anzahl der steuerungstechnisch zu
berücksichtigenden Stellantriebe reduziert werden und sind dennoch eine Mehrzahl von
Anschlagpositionen verfügbar.
[0024] Die verstellsichere Festlegung der Anschlagvorrichtung und somit eine zuverlässige
Festlegung der Öffnungsbegrenzung kann durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 20 und/oder
21 erzielt werden.
[0025] Von besonderem Vorteil ist auch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 22, da dadurch bei
kriminellen Manipulationen an der Energieversorgung bzw. an der Steuerung des Automaten
nur eine Öffnung bis zur ersten Anschlagvorrichtung möglich ist, wenn zuvor die Zuhaltung
der Verschlusseinrichtung unter Anwendung krimineller Gewalt oder auch für einen regulären
Fachzugriff deaktiviert bzw. aufgehoben worden ist.
[0026] Von Vorteil ist auch eine Ausführung gemäß Anspruch 23, da dadurch ohne elektrischer
Energiezufuhr zwei unterschiedliche, stabile Stellpositionen eingenommen werden können,
wobei zu deren Aufrechterhaltung eine ständige Zufuhr von Energie nicht erforderlich
ist.
[0027] Durch die Maßnahmen nach Anspruch 24 wird erreicht, dass die Verschlusseinrichtung
in der geschlossenen Stellung sicher arretiert ist, sodass unbefugte Öffnungsversuche
von unberechtigten Personen scheitern. Durch Zuordnung einer Zuhaltung zu jeder vorhandenen
Verschlusseinrichtung kann darüber hinaus eine entsprechende Verschlusseinrichtung
ausgehend von der Steuervorrichtung selektiv freigegeben werden und können die sonstigen
Zuhaltungen weiterhin aktiv bzw. die sonstigen Verschlusseinrichtungen unverändert
sicher verschlossen bleiben.
[0028] Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 25 kann ein automatisiert zugriffssicherer Ablauf
der diversen Automatenfunktionen erzielt werden.
[0029] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 26 und/oder 27 kann eine deutlich erhöhte Fehlersicherheit
bzw. Fehlererkennung bezüglich der Funktionsabläufe, insbesondere der für die Personensicherheit
relevanten Steuerungsabläufe des Automaten erzielt werden. Sicherheitsrelevante Zustände
und Bedingungen werden also nicht nur gesteuert herbeigeführt, sondern wird ihr tatsächliches
Vorliegen aktiv überprüft.
[0030] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 28 ist sichergestellt, dass bei längerfristigem
Stromausfall und auch nach Ablauf einer etwaigen Überbrückungszeit durch eine integrierte,
unterbrechungsfreie Stromversorgung bzw. auch bei mutwilliger Unterbrechung der Energieversorgung
des Automaten die Verschlusseinrichtung verriegelt bzw. arretiert bleibt.
[0031] Eine zuverlässige und kostengünstige Kontrollvorrichtung zur Überwachung einer Mehrzahl
von Verschlusseinrichtungen ist in Anspruch 29 und/oder 30 angegeben.
[0032] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 31 können in vorteilhafter Art und Weise zusätzliche
Sensoren bzw. Erfassungsmittel zur steuerungstechnischen Überprüfung des Verriegelungszustandes
der Zuhaltung erübrigt werden. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Überprüfungsmöglichkeiten
hinsichtlich möglicherweise vorgenommener Manipulationen oder Beschädigungen an den
Zuhaltungen.
[0033] Eine vorteilhafte Variante der Anschlagvorrichtung ist in Anspruch 32 und/oder 33
gekennzeichnet. Dadurch sind ebenso gesteuert variierbare Öffnungsbegrenzungen in
einfacher Art und Weise realisierbar.
[0034] Die Ausbildung gemäß Anspruch 34 erübrigt das Anbringen separater Anschlagelemente,
sodass der bauliche Aufwand weiter reduziert werden kann.
[0035] Gemäß der Ausbildung nach Anspruch 35 und/oder 36 ist eine einfache, jedoch funktionell
sichere Ausführung einer Anschlagvorrichtung eingesetzt.
[0036] Die Ausführung gemäß Anspruch 37 beschreibt eine manipulationssichere, energieausfallssichere
und in die Steuerung einfach einzubindende Anschlagvorrichtung.
[0037] Die Ausbildung nach Anspruch 38 stellt sicher, dass eine Mehrzahl von Fächern einer
Fachanordnung selektiv bzw. steuerungstechnisch vorgegeben im Nahbereich der Verschlusseinrichtung
positioniert werden können und somit für einen Benutzer bequem erreichbar sind.
[0038] Durch die Weiterbildung gemäß Anspruch 39 kann einerseits die Performance des Automaten
gesteigert werden und zugleich die Manipulationssicherheit sowie die Personensicherheit
erhöht werden, nachdem Verstellversuche an der Fachanordnung während einer geöffneten
Verschlusseinrichtung sicher scheitern.
[0039] Eine Fachanordnung, die die Ausbildung einer Mehrzahl von Fächern ermöglicht und
bei welcher die Relativverstellung der Fächer gegenüber der Verschlusseinrichtung
in einfacher und robuster Art und Weise umsetzbar ist, ist in Anspruch 40 angegeben.
[0040] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 41 kann steuerungstechnisch gesichert unterbunden
werden, dass die Zuhaltungen für die Verschlusseinrichtungen vor dem gesicherten Stillstand
der Fachanordnung entriegelt und damit potenziell gefahrbringende Automatenteile zugänglich
werden. Verletzungen können dadurch nahezu ausgeschlossen werden.
[0041] Eine unabhängig von der programmierbaren Steuerung gewährleistete Personensicherheit
gegenüber einer Gefährdung durch die Transporteinrichtung bei Öffnung der Verschlusseinrichtungen
kann durch die Ausbildung gemäß Anspruch 42 erzielt werden. Insbesondere soll ein
Zugriff auf die Fachanordnung bzw. das bestimmungsgemäße Fach erst dann ermöglicht
sein, wenn von stillstehenden Teilen, insbesondere von einer eingebremsten Fachanordnung
keine Gefahren mehr ausgehen können.
[0042] Eine von der programmierbaren Steuerung unabhängig gewährleistete Personensicherheit
gegenüber einer Gefährdung durch die Transporteinrichtung bei geöffneten Verschlusseinrichtungen
wird durch die Ausbildung gemäß Anspruch 43 erreicht.
[0043] Von Vorteil ist auch eine Ausführung gemäß Anspruch 44, da dadurch für besonders
gefahrengeschulte Personen, insbesondere für berufsmäßige Zusteller und Servicetechniker,
ein Einlagerungsvorgang von Gegenständen in den Aufbewahrungsautomaten oder etwaige
Instandsetzungs- und Kontrollarbeiten vereinfacht bzw. beschleunigt werden können,
ohne dass für den Bediener eine unzulässige Gefährdung entsteht.
[0044] Vorteilhaft ist dabei eine Ausführung nach Anspruch 45, da die intuitive Bedienbarkeit
des Zustimmtasters ein rasches und zuverlässiges Einleiten von sicherheitsrelevanten
Maßnahmen, insbesondere von Abstellmaßnahmen der Transportvorrichtung für die Fachanordnung
ermöglicht.
[0045] Von Vorteil ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 46, da dadurch eine Zweihandsteuerung
geschaffen ist, bei der zur Freigabe eines Antriebes, insbesondere des Fachantriebes,
zwei Taster gleichzeitig betätigt werden müssen, wobei die Taster so angeordnet sind,
dass zur gleichzeitigen Betätigung beide Hände erforderlich sind. Ideal ist es dabei,
wenn währenddessen auch keine anderen Körperteile in den Gefahrenbereich, insbesondere
in den Bereich der Zugriffsöffnung bzw. Fachanordnung reichen können. Dies kann durch
vom Gefahrenbereich ausreichend weit distanzierte Taster bewerkstelligt werden.
[0046] Schließlich ist eine Erhöhung der Sicherheit des Bedieners bzw. der allgemeinen Personensicherheit
durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 47 erzielbar.
[0047] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0048] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufbewahrungsautomaten in perspektivischer,
schematischer Frontansicht;
- Fig. 2
- den Aufbewahrungsautomaten nach Fig. 1, geschnitten gemäß den Linien II-II in Fig.
1 in vereinfachter, schematischer Darstellung;
- Fig. 3
- eine andere Ausgestaltung des Aufbewahrungautomaten in vereinfachter Querschnittsdarstellung;
- Fig. 4
- eine vorteilhafte Ausbildung des automatisiert steuerbaren Zugriffsmechanismus für
den Aufbewahrungsautomaten in vereinfachter, auszugsweiser Darstellung gemäß den Linien
IV-IV in Fig. 5;
- Fig. 5
- einen vereinfachten Querschnitt des Zugriffsmechanismus und des Aufbewahrungsautomaten
nach Fig. 4;
- Fig. 6 bis 13
- weitere vorteilhafte Ausführungsformen des steuerbaren Zugriffsmechanismus für den
Aufbewahrungsautomaten in vereinfachter, schematischer Darstellung.
[0049] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0050] In den Fig. 1 und 2 ist eine mögliche Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Aufbewahrungsautomaten schematisch veranschaulicht. Ein solcher elektromechanischer
Aufbewahrungsautomat 1 für diverse Gegenstände bzw. Waren findet vorzugsweise Verwendung
als Paketdepot bzw. als Paketausgabeautomat für das Postwesen bzw. Zustellungsservice.
Gegebenenfalls kann ein solcher Aufbewahrungsautomat 1 auch als Verkaufsautomat für
Waren oder als Gepäckaufbewahrungsvorrichtung auf Bahnhöfen oder Flughäfen ausgebildet
sein. Ein solcher Aufbewahrungsautomat 1 kann aber auch zur Vermietung oder zum Verleih
von unterschiedlich gearteten Gegenständen, wie z.B. Werkzeugen, adaptiert sein oder
als Übernahmestation für diverse Dienstleistungen, z.B. Kleiderreinigungen, Fotoausarbeitungen,
Reparaturen und dgl. dienen. Er kann aber ebenso als Kleideraufbewahrungsvorrichtung,
z.B. in Schwimmbädern oder Fitness-Centem, verwendet werden.
[0051] Insbesondere ist mit einem solchen Aufbewahrungsautomaten 1 eine vorübergehende,
sichere Verwahrung von Gegenständen oder eine Übergabe von Gegenständen zwischen unterschiedlichen
Personen, bei deren zeitlich entkoppelter Anwesenheit am Übergabeort, d.h. beim entsprechenden
Aufbewahrungsautomaten 1, ermöglicht. Allenfalls kann mit einem solchen Aufbewahrungsautomaten
auch eine Aushändigung bzw. ein Verkauf von Gegenständen bewerkstelligt werden, ohne
dass eine unmittelbare Beteiligung von Verkaufspersonal erforderlich ist.
[0052] Der Aufbewahrungsautomat 1 weist ein gegenüber unbefugtem Zugriff bzw. gegenüber
Vandalismus ausreichend stabiles Automatengehäuse 2 auf, welches im Wesentlichen die
Außenbegrenzung des Automaten darstellt. Das insbesondere zugriffs- bzw. einbruchssichere
Automatengehäuse 2 stellt also einen mechanischen Zugriffsschutz auf die innerhalb
des Automaten gelagerten Gegenstände dar. Teile des Automatengehäuses 2 können dabei
auch durch eine sonstige Umgrenzung, beispielsweise durch ein Mauerwerk oder dgl.,
gebildet sein und derart die jeweiligen Gegenstände vor unbefugtem Zugriff schützen.
[0053] Das Automatengehäuse 2 umschließt zumindest abschnittsweise eine Mehrzahl von Fächern
3, welche zur vorübergehenden Deponierung einer Vielzahl von Gegenständen bzw. Waren
vorgesehen sind. Die Fächer 3 können dabei feld- bzw. matrixartig angeordnet sein
oder auch karussell- bzw. magazinförmig strukturiert sein. D.h., dass innerhalb des
Automatengehäuses 2 eine matrix- bzw. feldförmige oder eine rundmagazinartige Fachanordnung
4 mit einer Mehrzahl von einzelnen, einseitig offenen Fächern 3 ausgebildet sein kann.
Vorzugsweise sind die Fächer 3 der Fachanordnung 4 in zumindest zwei unterschiedlichen
Größen ausgebildet, um der Einlagerung unterschiedlich großer Pakete bzw. Gegenstände
besser gerecht werden zu können. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Fachgrößen
vorgesehen. Insbesondere sind große Fächer A, mittelgroße Fächer B und kleine Fächer
C ausgebildet.
[0054] Die einzelnen Fächer 3 mit bevorzugt unterschiedlichen Größen, insbesondere unterschiedlichen
Breitenabmessungen, können gegebenenfalls spezielle Vorrichtungen für die Einlagerung
bestimmter Gegenstände, wie z.B. Haltevorrichtungen, Aufnahmetassen, Fachunterteilungen
oder dgl. aufweisen. Die Fächer 3 können aber auch Vorrichtungen zur Erzielung bestimmter
Lagerbedingungen, wie z.B. Heizvorrichtungen, Kühlvorrichtungen, Luftfeuchtigkeitsregelungen,
Beleuchtungseinheiten, Bewegungsvorrichtungen, Vorrichtungen zur Herstellung einer
Schutzatmosphäre oder zur Gewährleistungen von Keimfreiheit und dgl. aufweisen bzw.
an solche Vorrichtungen angeschlossen sein.
[0055] Um den Zugriff auf einzelne bzw. bestimmte Fächer 3 der Fachanordnung 4 automatisiert
regulieren zu können, umfasst der Aufbewahrungsautomat 1 zudem zumindest einen Zugriffsmechanismus
5. Insbesondere ist im Automatengehäuse 2 zumindest eine wahlweise freigebbare und
versperrbare Zugriffsöffnung 6 auf Fächer 3 der Fachanordnung 4 ausgebildet. Diese
in ihrer Größe, insbesondere in ihren Breiten- und Höhenabmessungen, vordefinierte
Zugriffsöffnung 6 im Automatengehäuse 2 bzw. in der sonstigen Umgrenzung des Automaten
ist bevorzugt an einer zentralen Position des Automatengehäuses 2 ausgebildet. Diese
Zugriffsöffnung 6 im Automatengehäuse 2 ist mittels zumindest einer relativ zur Zugriffsöffnung
6 bzw. relativ zum Automatengehäuse 2 verstellbaren Verschlusseinrichtung 7 zumindest
teilweise bzw. abschnittsweise freigebbar oder aber gegenüber einem Zugriff vollständig
blockier- bzw. versperrbar. Durch ein Zusammenwirken zwischen der im Automatengehäuse
2 ausgebildeten, in ihren Abmessungen vordefinierten Zugriffsöffnung 6 und der Verschlusseinrichtung
7 kann somit eine Zugriffsmöglichkeit auf ein bestimmtes einzelnes Fach 3 oder auf
eine bestimmte Fachgruppe gezielt freigegeben oder unterbunden werden. Eine größte
Breite 8 der Zugriffsöffnung 6 entspricht dabei im Wesentlichen einer Fachbreite 9
des größten Faches 3A der Fachanordnung 4. Eine Höhe 10 der im Automatengehäuse 2
definierten, größtmöglichen Zugriffsöffnung 6 entspricht im Wesentlichen der Gesamthöhe
der dahinter liegenden Fachanordnung 4. D.h. die vertikale Dimension der Zugriffsöffnung
6 bzw. des in der maximalen Größe fix vorgegebenen Zugriffdurchbruches im Automatengehäuse
2 entspricht im Wesentlichen der größten Höhe der Fachanordnung 4. Insbesondere bei
der bevorzugten Ausbildung einer karussellförmigen bzw. rundmagazinartigen Fachanordnung
4 erstreckt sich die Zugriffsöffnung 6 über sämtliche, übereinander angeordneten Fachebenen.
[0056] Daraus folgt, dass ein freier Querschnitt bzw. eine Durchbruchsgröße der im Automatengehäuse
2 ausgebildeten Zugriffsöffnung 6 vorzugsweise größer bemessen ist, als die Querschnittsfläche
des größten dahinter liegenden Faches 3A an seiner offenen, der Verschlusseinrichtung
7 zugewandten Vorderseite. Insbesondere erstreckt sich die zentrale Zugriffsöffnung
6 im Automatengehäuse 2 der Höhe nach zumindest über eine Fachebene der bevorzugt
mehrere Fachetagen aufweisenden Fachanordnung und der Breite nach zumindest über die
Fachbreite 9 des breitesten Faches 3A in der jeweiligen Fachebene. Vorzugsweise erstreckt
sich eine einzige Zugriffsöffnung 6 der Höhe nach über sämtliche Fachebenen der aus
mehreren Fachetagen bestehenden Fachanordnung 4. Alternativ ist es auch möglich, je
Fachebene separate Zugriffsöffnungen 6 im Automatengehäuse 2 vorzusehen, deren Breiten
8 jeweils an die Breite des breitesten Faches 3A in der jeweiligen Fachebene angepasst
sind.
[0057] Ebenso ist es denkbar, eine zentrale Zugriffsöffnung 6 vorzusehen, die lediglich
durch schmale Stege unterteilt ist, welche sich mit den Fachböden bzw. Fachtrennebenen
der Fachanordnung 4 decken.
[0058] Der automatisiert steuerbare Zugriffsmechanismus 5 bzw. die Verschlusseinrichtung
7 umfasst einen oder bevorzugt mehrere Schieber 11 oder er besteht aus einer oder
mehreren Türen, welche einen Zugriff auf dahinter liegende Fächer 3 innerhalb der
Umgrenzung der Zugriffsöffnung 6 ermöglichen oder unterbinden können.
[0059] Vorzugsweise ist je vorhandener Fachebene jeweils eine Verschlusseinrichtung 7 vorgesehen,
die durch zumindest einen, vorzugsweise einen einzigen, in horizontaler Richtung geführten
bzw. in horizontaler Richtung verstellbaren Schieber 11 gebildet ist, der in Abhängigkeit
einer erforderlichen Öffnungsweite 12, welche im Wesentlichen der Fachbreite 9 eines
dahinter liegenden Faches 3A, 3B, oder 3C entspricht, den Zugriff auf das für den
jeweiligen Benutzer bestimmte Fach 3 bzw. auf die für den jeweiligen Benutzer bestimmte
Fachgruppe reguliert.
[0060] Gegebenenfalls können neben einem Fach 3 mit einer bestimmten Höhe auch mehrere Fächer
3 kleinerer Höhe in einem bestimmten Höhenraster angeordnet sein. Die vertikalen Abmessungen
der Verschlusseinrichtungen 7 sowie deren Positionen entsprechen dem vorgesehenen
Höhenraster.
[0061] Zur automatischen bzw. selbsttätigen Verstellung der Verschlusseinrichtung 7 bzw.
zumindest eines Schiebers 11 ist zumindest eine Antriebsvorrichtung 13 ausgebildet.
Bevorzugt ist für jeden Schieber 11 der Verschlusseinrichtung 7 eine umkehrbare Antriebsvorrichtung
13 vorgesehen. Alternativ ist es auch möglich, eine Antriebsvorrichtung 13 über selektiv
aktivier- und deaktivierbare Kupplungsvorrichtungen mehreren Schiebern 11 zuzuordnen.
Diese zumindest eine Antriebsvorrichtung 13 für die Verschlusseinrichtung 7 ist zur
gesteuerten Positionierung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der jeweiligen Schieber
11 in Abhängigkeit von der jeweiligen Größe, insbesondere der Fachbreite 9, eines
für einen Zugriff durch einen berechtigten Benutzer vorgesehenen Faches 3A, 3B oder
3C konzipiert. Insbesondere ist die
[0062] Öffnungsweite 12 der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der einzelnen Schieber 11 derart
variierbar, dass die Öffnungsweite 12 entweder der Breite des Faches A, der Breite
des Faches B oder der Breite des Faches C entspricht, sodass nur der Zugriff auf das
jeweilige, für den Benutzer bestimmte Fach 3 oder auf eine freigegebene Fachgruppe
besteht und alle sonstigen Fächer 3 hinter der Verschlusseinrichtung 7 bzw. den Schiebern
11 und dem Automatengehäuse 2 weiterhin vor Zugriff geschützt bleiben. Unter Fachgruppe
ist dabei eine bestimmte Gruppe benachbarter Fächer 3 zu verstehen.
[0063] Die Höhe der einzeln verschieblichen, übereinander angeordneten Schieber 11 ist dabei
in etwa an die Höhe der dahinter liegenden Fachebene bzw. an die Höhe der Fächer 3
in dieser Etage der Fachanordnung 4 angepasst. Innerhalb einer Fachebene können sodann
eine Mehrzahl von Fächern unterschiedlicher Fachbreite 9 ausgebildet sein, wie dies
am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0064] Die einzelnen Schieber 11 oder alternativ mehrere Türen der Verschlusseinrichtung
7 sind vorzugsweise über zumindest eine jeweils zugeordnete Antriebsvorrichtung 13,
welche von einer elektronischen Steuervorrichtung 14 des Automaten ansteuerbar sind,
antreibbar bzw. verschiebbar. Die Summe der Fächer 3 ist bei der bevorzugten Ausführungsform
des Aufbewahrungsautomaten 1 größer als die Summe der einzelnen Schieber 11 bzw. Türen
vor den unterschiedlich großen Fächern 3. Die Verschlusseinrichtung 7 kann dadurch
eine definierte Einzelzugriffsöffnung 15 mit in zumindest einer bzw. mit in zwei Dimensionen
variabler Größe schaffen, wie dies aus der Zusammenschau der Fig. 1 und 2 eindeutig
entnehmbar ist.
[0065] Mittels dem oben dargestellten Ausführungsbeispiel mit vertikal übereinander angeordneten
Schiebern 11 je Fachebene ist also ein gesteuerter Einzelzugriff auf einen dahinter
liegenden Fachabschnitt der Fachanordnung 4 des Automaten innerhalb der im Automatengehäuse
2 ausgebildeten, vergleichsweise großflächigeren Zugriffsöffnung 6 ermöglicht. Insbesondere
kann eine Einbringung eines Gegenstandes oder eine Entnahme eines Gegenstandes über
den jeweils freigegebenen Zugriffsabschnitt bzw. über eine durch die Verschlusseinrichtung
7 in ihrer Größe und in ihrer Position relativ zum Automatengehäuse 2 bzw. relativ
zur maximal möglichen Zugriffsöffnung 6 definierten Einzelzugriffsöffnung 15 ermöglicht
werden. Alle sonstigen, unverändert geschlossenen Schieber 11 verwehren weiterhin
einen unbefugten Zugriff auf benachbarte Fächer 3 bzw. auf deren Fachinhalte in zuverlässiger
Weise.
[0066] Die bevorzugte Ausführungsform des Automaten weist ferner eine Transporteinrichtung
16 auf, mit welcher eine steuerbare Relativverstellung der Fächer 3 bzw. der gesamten
Fachanordnung 4 oder einzelner Fachebenen relativ zur gehäuseseitig vordefinierten,
maximalen Zugriffsöffnung 6 im Automatengehäuse 2 ermöglicht ist. Die Transporteinrichtung
16 umfasst dabei zumindest eine Antriebseinheit 17 für die beweglich gelagerte Fachanordnung
4. Bevorzugt ist die Fachanordnung 4 durch ein um eine vertikale Achse 18 drehbares
Rundmagazin 19 gebildet, dem ein Rotationsantrieb 20 zugeordnet ist. Dieser Rotationsantrieb
20 kann durch beliebige aus dem Stand der Technik bekannte Drehantriebe, insbesondere
durch ein Zahnradgetriebe, einen Bandantrieb, einen Kettenantrieb oder einen Seilautrieb
gebildet sein. Das Rundmagazin 19 ist vorzugsweise höhenkonstant gelagert, d.h. dessen
Fachebenen verbleiben ständig in der jeweils vordefinierten Ebene und sind dabei um
die vertikal verlaufende Achse 18 drehbar.
[0067] Um die jeweiligen Funktionen des Aufbewahrungsautomaten 1 wenigstens teilweise automatisiert
ablaufen zu lassen, ist dem Aufbewahrungsautomaten 1 zumindest eine elektrische bzw.
elektronische Steuervorrichtung 14 zugeordnet bzw. in diesem integriert. Eine solche
elektrische Steuervorrichtung 14 umfasst, wie an sich bekannt, wenigstens einen softwaregesteuerten
Prozessor oder Mikrokontroller zur Steuerung, Überwachung bzw. Regelung zumindest
der internen Abläufe und/oder der Gerätefunktionen. Die Steuervorrichtung 14 weist
hierzu mehrere elektrische bzw. optische Schnittstellen zu entsprechenden Aktoren
und/oder Sensoren des Aufbewahrungsautomaten 1 auf. Die Steuervorrichtung 14 umfasst
unter anderem eine handelsübliche Recheneinheit für allgemeine Verwendungszwecke,
insbesondere einen Standard-PC oder Industrie-PC.
[0068] Ferner bildet die Steuervorrichtung 14 eine benutzerseitige Schnittstelle, insbesondere
eine so genannte Mensch-Maschine-Schnittstelle bzw. eine Bedienerschnittstelle 21
aus. Diese Bedienerschnittstelle 21 ist dabei in Art eines im Aufbewahrungsautomaten
1 integrierten Terminals 6 ausgeführt, kann jedoch selbstverständlich auch eigenständig
ausgebildet und etwas distanziert zum eigentlichen Aufbewahrungsautomaten 1 mit den
diversen Fächern 3 angeordnet sein. Die Bedienerschnittstelle 21 bzw. das Terminal
22 weist aus dem Stand der Technik bekannte Ein- und/oder Ausgabemittel 23 zur Beeinflussung
der Betriebsfunktionen bzw. Abläufe zumindest des Aufbewahrungsautomaten 1 auf. Diese
Ein- und/oder Ausgabemittel 23 können beispielsweise durch Taster, Schalter, Displays
und/oder durch kombinierte Ein- und/oder Ausgabemittel, wie z.B. durch einen berührungssensitiven
Bildschirm in Art eines so genannten Touch-Screen gebildet sein. Der Aufbewahrungsautomat
1 umfasst bevorzugt auch einen Belegscanner, Barcode-Scanner und Belegdrucker.
[0069] Bevorzugt ist als Ein- und/oder Ausgabemittel 24 auch ein beliebiges, aus dem Stand
der Technik bekanntes Identifikations- und/oder Berechtigungsüberprüfungsmittel 24
ausgebildet. Eine derartige Elektronikeinheit zur Personen- bzw. Berechtigungsprüfung
kann beispielsweise durch einen Kartenleser für Identifikationskarten oder für Kredit-
bzw. Zahlkarten (EC-Karten) und/oder durch Eingabemittel für Benutzername und gegebenenfalls
für Passwörter oder PIN-Codes gebildet sein. Die Benutzeridentifikation kann aber
auch durch Barcodeabschnitte, durch biometrische Identifikationsmittel, wie z.B. Fingerabdrucksensoren,
durch Spracherkennungsmodule und/oder durch mechanische Schlüssel oder Transponder
bzw. durch eine Kombination aus mehreren solchen Mitteln bewerkstelligt werden.
[0070] Als Ein- und/oder Ausgabemittel 23 für Daten bzw. Informationen und Kommandos sind
auch optoelektronische Scanner 25, Magnetkarten- bzw. Chipkartenlesegeräte, elektromagnetische
Sende- und/oder Empfangsvorrichtungen und dgl. in den Aufbewahrungsautomat 1 integrierbar
bzw. an die Steuervorrichtung 14 anbindbar.
[0071] Der im Aufbewahrungsautomaten 1 implementierte Umfang an elektrischen bzw. elektrotechnischen
Komponenten hängt im Wesentlichen von der geforderten Funktionalität desselben ab,
wobei eine Reihe von Ausbaustufen bzw. Sonderfunktionalitäten für den Aufbewahrungsautomaten
1 denkbar sind, wie dies im nachfolgenden noch näher erläutert werden wird. Die elektrotechnischen
Ein- und/oder Ausgabemittel 23 des Automaten ermöglichen insbesondere auch eine datentechnische
Kommunikation mit dezentralen Stellen, insbesondere mit einer Leitzentrale für mehrere,
an unterschiedlichen Orten installierte Aufbewahrungsautomaten 1. Die Ein- und/oder
Ausgabemittel 23 ermöglichen aber auch eine Kommunikation mit den jeweiligen Benutzern
bzw. Bedienern des Aufbewahrungsautomaten 1.
[0072] Die Transportvorrichtung 16 ermöglicht es, zumindest ein im Automaten enthaltenes,
ausgewähltes Fach 3 einer vorzugsweise insgesamt beweglichen Fachanordnung 4 in den
Zugriffsbereich hinter dem Zugriffsmechanismus 5 zu positionieren. Bevorzugt wird
hierfür die schematisch dargestellte Konstruktion mit runden bzw. trommelartigen und
drehbaren Magazinen oder aber mit paternosterartigen, linear beweglichen bzw. bandartig
umlaufenden Fachanordnungen eingesetzt. Aber auch Automaten mit stillstehenden Fachanordnungen
4 bzw. Magazinen können automatisch angetriebene Verschlusseinrichtungen 7 aufweisen
und dem erfindungsgemäßen Konzept entsprechen.
[0073] Ein wesentlicher Vorteil des gattungsgemäßen Aufbewahrungsautomaten ist die relativ
flexible Aufteilungsmöglichkeit des gesamten Fachvolumens auf Fächer 3 unterschiedlicher
Größe, deren Zusammenstellung den vorgesehnen Einsatzbedingungen, d.h. dem Aufkommen
von Lagergegenständen unterschiedlicher Größe, angepasst werden kann. Vorzugsweise
ist die Aufteilung des Magazinvolumens auch nach der Inbetriebnahme des Aufbewahrungsautomaten
1 ermöglicht. Eine solche Umrüstung bzw. Adaptierung der Fachgrößen wäre z.B. bei
kastenartigen Aufbewahrungsautomaten bzw. Schließfächern, bei welchen für jedes einzelne
Fach eine größenmäßig angepasste Tür vorgesehen ist, nur schwer möglich.
[0074] Die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die einzelnen Schieber 11 werden ausgehend von der
Steuervorrichtung 14 bevorzugt automatisiert bewegt. Insbesondere ist eine automatische
Verfahrbewegung der Verschlusseinrichtung 7 mittels der Antriebsvorrichtung 13 in
Öffnungsrichtung - Pfeil 26 - möglich. Die jeweilige Öffnungsweite 12 der Verschlusseinrichtung
7 ist dabei abhängig von der Größe des dahinter positionierten Faches 3 bzw. abhängig
von den zuvor über das elektronische Ein- und/oder Ausgabemittel 23 ermittelten Zugriffsrechten
des jeweiligen Benutzers.
[0075] Bevorzugt erfolgt ausgehend von der Steuervorrichtung 14 auch ein automatisierter
Schließvorgang der Verschlusseinrichtung 7 über die Antriebsvorrichtung 13. D.h. eine
zuvor für einen Fachzugriff bereitgestellte Einzelzugriffsöffnung 15 mit bestimmter
Öffnungsweite in der jeweiligen Fachebene wird nach erfolgter Einlagerung eines Gegenstandes
bzw. nach erfolgter Entnahme eines Gegenstandes bzw. nach Ablauf einer definierten
Zeitdauer bzw. nach einem manuellen Schließbefehl durch den Benutzer wieder vollständig
geschlossen bzw. in die Schließstellung überführt. Hierzu wird bevorzugt die gleiche
Antriebsvorrichtung 13 verwendet, welche auch für die Öffnungsbewegung der Verschlusseinrichtung
7 vorgesehen ist. Schließkräfte bzw. die maximalen Kraft- bzw. Drehmomentwerte für
die Verstellbewegung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der einzelnen Schieber 11 sind
dabei derart bemessen, d.h. derart vordefiniert bzw. einstellbar, dass durch automatisierte
Verstellbewegungen der Verschlusseinrichtung 7 bzw. einzelner Schieber 11 keine ernsthaften
bzw. keine durch die Verstellbewegung verursachten, schwerwiegenden Verletzungen eines
Benutzers auftreten können, wenn dieser mit der Hand, den Fingern oder den Armen in
den Schließbereich der Verschlusseinrichtung 7, insbesondere zwischen eine Begrenzungs-
bzw. Schließkante der Verschlusseinrichtung 7 und eine Begrenzungskante der Zugriffsöffnung
6 bzw. des Automatengehäuses 2 gelangt. Die Begrenzung der Kraft- bzw. Drehmoment-Übertragungswerte
zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und der Verschlusseinrichtung 7 bzw. deren Linearführung
oder Schwenklagerung erfolgt dabei durch eine kraft- oder drehmomentbegrenzende Einrichtung
27 zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und der Verschlusseinrichtung 7 und/oder durch
eine derart niedrig dimensionierte oder eingestellte Antriebsleistung der Antriebsvorrichtung
13, dass medizinisch zu behandelnde Verletzungen eines Benutzers bzw. sonstige gesundheitliche
Schäden desselben nahezu ausgeschlossen werden können. Bevorzugt ist die Antriebskraft
der Antriebsvorrichtung 13 und/oder der maximale Kraft- bzw. Drehmoment-Übertragungswert
der kraft- bzw. drehmomentbegrenzenden Einrichtung 27 derart gewählt, dass eine sich
in Schließrichtung - Pfeil 28 - bewegende Verschlusseinrichtung 7 entgegen der Schließkraft
in Öffnungsrichtung - Pfeil 26 - aufgedrückt bzw. zurückgedrückt werden kann. Diese
Verstellbewegung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des Schiebers 11 in Öffnungsrichtung
- Pfeil 26 - kann also trotz einer an sich für einen Schließvorgang aktivierten Antriebsvorrichtung
13 erfolgen. Diese bewusste, aufzwängende Öffnungsbewegung der Verschlusseinrichtung
7 entgegen der Antriebskraft der aktiven Antriebsvorrichtung 13 bzw. entgegen der
Schließkraft der Verschlusseinrichtung 7 kann dabei von Hand bewerkstelligt werden.
Insbesondere ist die Schließkraft derart niedrig dimensioniert, dass ein manuelles
Aufdrücken der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 ermöglicht ist, obwohl
von der Steuervorrichtung 14 via die Antriebsvorrichtung 13 ein automatisierter Schließvorgang
eingeleitet wurde. Bevorzugt auch dann, wenn die Verschlusseinrichtung 7 nicht verriegelt
bzw. nicht bewegungsblockiert ist und die Antriebsvorrichtung 13 inaktiv ist, ist
eine manuelle Verstellung einer teilweise geöffneten Verschlussvorrichtung 7 bzw.
eines teilweise geöffneten Schiebers 11 in Öffnungsrichtung - gemäß Pfeil 26 - bis
zu einer durch eine Öffnungsbegrenzung 29 definierten Position möglich. Ein dauerhaftes
Einklemmen bzw. ein Festsitzen oder Steckenbleiben von Gliedmaßen, insbesondere der
Hand eines Automatenbedieners in einer automatisiert geschlossenen Einzelzugriffsöffnung
15 des Aufbewahrungsautomaten 1 kann dadurch verhindert werden. Dies obwohl automatisiert
schließende Verschlusseinrichtungen 7 bzw. Schieber 11 ausgeführt sind.
[0076] Um trotz einer derartigen, manuellen Aufzwängbarkeit bzw. Zurückdrängbarkeit einer
teilweise geöffneten, d.h. unverriegelten Verschlusseinrichtung 7 unbefugte Zugriffe
auf für den Benutzer nicht bestimmte Fächer 3 zu unterbinden und Verletzungsgefahren
zu minimieren, ist der nicht selbsthemmende, manuell verstellbare Bewegungsantrieb
bzw. die Antriebsvorrichtung 13 für die Verschlusseinrichtung 7 in Kombination mit
der vorhergehend beschriebenen Öffnungsbegrenzung 29 für die Verschlusseinrichtung
7 bzw. die Schieber 11 vorgesehen. Diese Öffnungsbegrenzung 29 unterbindet also einen
unbefugten Zugriff auf Fächer 3, welche benachbart zum bestimmungsgemäßen Fach 3 angeordnet
sind. D.h. dass jene Fächer 3, welche von einer teilweise geöffneten Verschlusseinrichtung
7 bzw. einem teilweise verstellbaren Schieber 11 weiterhin verdeckt bleiben müssen,
mittels der Öffnungsbegrenzung 29 vor unberechtigtem Zugriff zuverlässig geschützt
sind, insbesondere weiterhin verdeckt bleiben. Dies obwohl die Antriebsvorrichtung
13 nicht selbsthemmend ausgeführt ist bzw. die Verschlusseinrichtung 7 ab Einnahme
einer Öffnungsstellung oder ab der Entriegelung einer Zuhaltung 30 für die Verschlusseinrichtung
7 mechanisch nicht blockiert ist und auch manuell bewegt bzw. verschoben werden kann.
Insbesondere ist durch diese Ausgestaltung eine manuelle Verstellbarkeit der Verschlusseinrichtung
7 zwischen einer geschlossenen, entriegelten Stellung und der durch die Öffnungsbegrenzung
29 definierten Stellung möglich. Im Besonderen ist eine händische Verstellung der
Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 ermöglicht, wenn deren Verriegelungsvorrichtung(en)
bzw. Zuhaltung(en) 30 deaktiviert ist/sind. Im aktivierten bzw. aktiven Zustand der
Zuhaltung 30 und in der vollständig geschlossenen Stellung der Verschlusseinrichtung
7 bzw. der Schieber 11 ist die Verschlusseinrichtung 7 bzw. sind die Schieber 11 arretiert
bzw. unverschieblich blockiert, sodass ein manuelles Öffnen derselben ausgeschlossen
ist bzw. nur durch erhebliche Gewaltanwendung oder mit kriminellen Absichten möglich
wäre.
[0077] Die Öffnungsbegrenzung 29 umfasst zumindest eine Anschlagvorrichtung 31 für die Verschlusseinrichtung
7 bzw. Schieber 11 und/oder für deren Antriebsvorrichtung 13. Eine derartige Anschlagvorrichtung
31 kann auf eine Lagerungsvorrichtung 32 der Verschlusseinrichtung 7, insbesondere
auf eine Führungsvorrichtung 33 für die Verschlusseinrichtung 7, direkt auf die Verschlusseinrichtung
7 und/oder auf die elektromotorische, hydraulische oder pneumatische Antriebsvorrichtung
13 für die Verschlusseinrichtung 7 einwirken.
[0078] Die Öffnungsbegrenzung 29 bzw. Anschlagvorrichtung 31 dient jedenfalls zur gesteuerten
bzw. automatisierten Festlegung bzw. Begrenzung einer maximal möglichen Öffnungsweite
12 der Verschlusseinrichtung 7 in Abhängigkeit der Größe eines dahinter liegenden
Faches 3, insbesondere in Abhängigkeit der jeweiligen Fachbreite 9 der Fächer 3A,
3B oder 3C. Die Anschlagvorrichtung 31 wird dabei in Abhängigkeit der Größe des für
einen Zugriff vorgesehenen Faches 3 entsprechend positioniert oder aktiviert, d.h.
es wird diejenige Anschlagvorrichtung 31 aus einer Mehrzahl von Anschlagvorrichtung
31 aktiviert, welche zur Begrenzung der maximal zulässigen Öffnungsweite 12 für die
Verschlusseinrichtung 7 bzw. für den jeweiligen Schieber 11 entsprechend positioniert
ist bzw. hierfür baulich eigenständig vorgesehen bzw. platziert wurde.
[0079] Die Anschlagvorrichtung 31 bzw. die Mehrzahl von Anschlagvorrichtungen 31 wird dabei
ausgehend von der Steuervorrichtung 14 entsprechend positioniert bzw. aktiviert. Jedenfalls
ist wenigstens eine mittels der Steuervorrichtung 14 gesteuert positionierbare oder
aktivier-und deaktivierbare Anschlagvorrichtung 31 ausgebildet, um die jeweils benötigte
Öffnungsbegrenzung 29 für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. den jeweiligen Schieber
11 automatisiert zu bewerkstelligen.
[0080] Die maximalen Kraft- oder Drehmomentwerte, welche ausgehend von einer steuerungstechnisch
aktivierten oder einer inaktiven bzw. stillstehenden Antriebsvorrichtung 13 bzw. über
die kraft- oder drehmomentbegrenzenden Einrichtung 27 auf die Verschlusseinrichtung
7 einwirken, sind per Hand relativ mühelos bzw. zuverlässig überwindbar. Insbesondere
soll auch dann, wenn die Hand eines Benutzers z.B. im Bereich des Handgelenkes von
der vorderen Schließkante der Verschlusseinrichtung 7 gegen das Automatengehäuse 2
bzw. gegen eine seitliche Begrenzungskante der Zugriffsöffnung 6 gedrängt wird, eine
Befreiung der Hand alleinig durch den betroffenen Benutzer möglich sein, nachdem dieser
die automatisiert eingeleitete Schließbewegung bzw. die daraufhin gestoppte Bewegung
der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des Schiebers 11 sogar umkehren kann und die Verschlusseinrichtung
7 bzw. den Schieber 11 maximal bis zu der durch die Öffnungsbegrenzung 29 definierten
Position bzw. bis zur aktiven Anschlagvorrichtung 31 auf- bzw. zurückdrücken kann.
Dadurch kann ein Gegenstand oder ein Körperteil des Benutzers aus der sich infolge
eines Schließvorgang unerwartet bzw. automatisch verkleinerten Einzelzugriffsöffnung
15 problemlos befreit werden.
[0081] Im Gegensatz zu der per Hand überwindbaren Schließkraft des Antriebes bzw. der Antriebsvorrichtung
13 für die Verschlusseinrichtung 7 sind die Blockier- bzw. Sperrkräfte der Anschlagvorrichtung
31 für den jeweiligen Schieber 11 bzw. die Verschlusseinrichtung 7 mit bloßen Händen
jedenfalls nicht überwindbar. Insbesondere wäre einbruchsartige, erhebliche Gewalt
unter Verwendung von Hilfswerkzeugen erforderlich, um die Verschlusseinrichtung 7
bzw. den Schieber 11 über die jeweils aktive bzw. gültige Anschlagvorrichtung 31 hinaus
zu verstellen und somit eine über die steuerungstechnisch vorgesehene, zulässige Öffnungsweite
12 hinweg erweiterte Öffnung zu erzwingen.
[0082] Die Öffnungsbegrenzung 29 bzw. Anschlagvorrichtung 31 definiert zumindest eine Anschlagposition
34, welche zwischen einer maximal möglichen bzw. baulich vordefinierten, maximal erzielbaren
Öffnungsweite der Verschlusseinrichtung 7 und der völlig geschlossenen Position der
Verschlusseinrichtung 7 liegt, sodass partielle bzw. teilweise Öffnungsstellungen
der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 definiert vorgegeben bzw. erlaubt
werden. Diese zumindest eine dazwischen liegende Anschlagposition 34 wird von der
Anschlagvorrichtung 31 dann eingenommen bzw. von der Öffnungsbegrenzung 29 dann aktiviert,
wenn der Zugriff nur über einen Teilabschnitt der maximal möglichen Öffnungsweite
bzw. der maximalen Breite 8 der Zugriffsöffnung 6 zugelassen werden soll. Dies ist
dann gegeben, wenn die Fachgröße des bestimmungsgemäßen Faches 3 kleiner ist als der
theoretisch mögliche bzw. baulich konzipierte, größtmögliche Öffnungsweg der Verschlusseinrichtung
7.
[0083] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform definiert die Öffnungsbegrenzung 29 bzw.
die Anschlagvorrichtung 31 zumindest zwei zueinander distanzierte Anschlagpositionen
34, wie dies in Fig. 2 veranschaulicht wurde. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2
sind die diversen Anschlagpositionen 34 durch treppenartige Abstufungen 35 gebildet.
Diese Abstufungen 35 können dabei direkt an der Verschlusseinrichtung 7 oder vorzugsweise
an einem von außen nicht sichtbaren bzw. an einem durch den Benutzer nicht zugreifbaren
separaten Element ausgebildet sein, welches mit der Verschlusseinrichtung 7 bzw. mit
dem jeweiligen Schieber 11 starr verbunden ist. Anstelle eines Elementes mit treppenartigen
Abstufungen 35 ist es auch möglich, unterschiedlich lange Fortsätze bzw. unterschiedlich
tiefe Vertiefungen auszubilden.
[0084] Wie vorhergehend bereits beschrieben wurde, ist der Verschlusseinrichtung 7 bzw.
jedem der Schieber 11 eine Zuhaltung 30 zugeordnet, welche im aktiven Zustand eine
Öffnung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der einzelnen Schieber 11 ausgehend von der
vollständig geschlossenen Stellung zuverlässig unterbindet und dabei auch äußeren
Gewalteinwirkungen gut Standhalten kann. Bevor die Verschlusseinrichtung 7 bzw. ein
entsprechender Schieber 11 in die entsprechende Offen-Stellung bzw. Offen-Position
überführt werden kann bzw. automatisiert überführt wird, muss die jeweils zugeordnete
Zuhaltung 30, welche durch eine Bolzen-oder eine Klinkenvernegelung gebildet sein
kann, deaktiviert werden. Die Deaktivierung der Zuhaltung 30 erfolgt automatisiert
über einen Steuerbefehl, welcher von der Steuervorrichtung 14 ausgegeben wird. Bevorzugt
wird bevor die entsprechende Zuhaltung 30 deaktiviert ist, die den jeweiligen Zugriffsrechten
entsprechende Anschlagvorrichtung 31 aktiviert bzw. derart positioniert, dass nur
die maximal zulässige Öffnungsweite 12 erzielt werden kann. D.h. die Öffnungsbegrenzung
29 wird aktiviert bzw. automatisiert in jene Position gebracht, welche eine Öffnung
der Verschlusseinrichtung 7 entsprechend der legitimen Öffnungsweite 12 erlaubt, noch
bevor die Zuhaltung 30 deaktiviert ist bzw. die Schieberverriegelung gelöst wird.
Somit ist die Anschlagvorrichtung 31 bereits entsprechend aktiviert bzw. positioniert,
bevor die Zuhaltung 30 deaktiviert bzw. entriegelt ist, sodass der Benutzer die Verschlusseinrichtung
7 bzw. den jeweiligen Schieber 11 nur bis zu der durch die Anschlagvorrichtung 31
vorgegebenen, bestimmungsgemäßen Position öffnen kann bzw. sich die Verschlusseinrichtung
7 bis zu dieser gesteuert variablen bzw. bis zur entsprechenden, gesteuert aktivier-
und deaktivierbaren Anschlagvorrichtung 31 automatisiert öffnet. Diese variable und
automatisiert definierte Anschlagposition 31 bzw. Öffnungsweite für die Verschlusseinrichtung
7 entspricht jeweils der zulässigen Größe für die Einzelzugriffsöffnung 15. Jedenfalls
kann sich die Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 nicht über die mechanische
Anschlagvorrichtung 31 bzw. nicht über die durch die Öffnungsbegrenzung 29 definierte,
aktive Anschlagposition 34 hinwegbewegen.
[0085] Im in Fig. 2 dargestellten Zustand der Öffnungsbegrenzung 29 bzw. der Anschlagvorrichtung
31 kann sich die Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 maximal etwa um eine
Stellweite C öffnen, sobald die Zuhaltung 30 über die Steuervorrichtung 14 deaktiviert
wurde. In diesem Fall kann sodann auf das rechte Fach 3C aus der vor der Zugriffsöffnung
6 platzierten, partiell freigemachten Fachgruppe zugegriffen werden, um eine Ein-
oder Auslagerung von Gegenständen vorzunehmen.
[0086] Bei Verstellung der Öffnungsbegrenzung 29 bzw. dessen variabler Anschlagvorrichtung
31 in eine zwischen einer Ruhe- und einer maximalen Aktivstellung liegenden Zwischenstellung,
würde die weitere Anschlagposition 34 zur Geltung kommen und somit ein Fach 3 mit
der Größe B zugreifbar werden. In der dargestellten Stellung der Fachanordnung 4 wären
z.B. zwei Fächer 3 in der Größe C zugreifbar.
[0087] In der dritten Stellung der Öffnungsbegrenzung 29 ist die Öffnungsbegrenzung 29 deaktiviert
bzw. ist dabei durch die Öffnungsbegrenzung 29 keine Anschlagposition 34 vorgegeben,
sodass die Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 mit maximaler Weite zu öffnen
ist bzw. automatisiert geöffnet wird. In diesem Zustand wird ein Fach 3 der Größe
A zugreifbar. Die Positionierung der jeweiligen Fachgröße bzw. des bestimmungsgemäßen
Faches 3 aus der Mehrzahl von Fächern 3 hinter der gehäuseseitigen Zugriffsöffnung
6 erfolgt automatisiert über die Transporteinrichtung 16, welche ebenso von der Steuervorrichtung
14 entsprechend angesteuert wird. Bei unveränderter Stellung der beweglichen, insbesondere
der drehbeweglichen Fachanordnung 4 wären gemäß der beispielhaften Darstellung in
Fig. 2 drei Fächer 3 der Größe C innerhalb der dargestellten Fachebene zugreifbar.
[0088] Die Öffnungsbegrenzung 29 bzw. Anschlagvorrichtung 31 kann dabei ein elektromagnetisch
betätigbares Anschlagelement 36 umfassen, welches zumindest zwei definierte Verstellpositionen
aufweist. Ein derartiges Anschlagelement 36 kann beispielsweise durch einen Zugankermagneten
gebildet sein, welcher im deaktivierten Zustand eine erste Verstellposition einnimmt
und im aktivierten bzw. energiebeaufschlagten Zustand zumindest eine zweite, dazu
distanzierte Verstellposition einnehmen kann. Im energielosen bzw. unbestromten Zustand
der Öffnungsbegrenzung 29 ist die Öffnungsbegrenzung 29 vorzugsweise mechanisch aktiv,
d.h. dass entweder keine Öffnung der Verschlusseinrichtung 7 möglich ist oder dass
von der Verschlusseinrichtung 7 nur der kleinste Verstellweg, d.h. der dem kleinsten
bzw. schmalsten Fach 3 entsprechende Öffnungsweg bzw. nur die kleinste Öffnungsweite
12C zurücklegbar ist. Die variabel positionierbare Öffnungsbegrenzung 29 kann aber
auch einen elektrisch anzusteuernden Schrittmotor mit nachgeordneter Begrenzungs-
bzw. Sperrmechanik zur Stellweitenbegrenzung der Verschlusseinrichtung 7 umfassen.
[0089] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsvariante des Aufbewahrungsautomaten 1 veranschaulicht,
wobei für vorhergehend bereits beschriebene Teile gleiche Bezugszeichen verwenden
wurden, sodass die vorhergehenden Beschreibungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen
Bezugszeichen übertragbar sind.
[0090] Hierbei sind je Verschlusseinrichtung 7 bzw. je Schieber 11 mehrere Anschlagvorrichtungen
31 ausgebildet. Insbesondere umfasst die Öffnungsbegrenzung 29 mehrere selektiv ansteuerbare
Anschlagvorrichtungen 31. Diese Anschlagvorrichtungen 31 können ausgehend von der
Steuervorrichtung 14 bzw. deren Steuerbefehlen wahlweise aktiviert bzw. deaktiviert
werden. Diese somit gesteuert aktivier- bzw. deaktivierbaren Anschlagvorrichtungen
31 für unterschiedliche Anschlagpositionen 34 bzw. unterschiedliche, legitime Öffnungsweiten
12 sind mit je einem Steuerausgang der Steuervorrichtung 14 verbunden. Wird dabei
eine erste bzw. die oberste der in Fig. 3 dargestellten Anschlagvorrichtungen 31 aktiviert,
indem bevorzugt deren Energieversorgung deaktiviert wird, so lässt sich die Verschlusseinrichtung
7 maximal entsprechend der Größe C öffnen, sodass ein Fach 3 in der Größe C zugreifbar
wird, wenn die Zuhaltung 30 inaktiv ist. Wird hingegen eine zweite bzw. die unterste
der in Fig. 3 dargestellten Anschlagvorrichtungen 31 aktiviert, indem bevorzugt deren
Stromversorgung abgeschaltet bzw. beendet wird, so kann die Verschlusseinrichtung
7 bzw. der Schieber 11 maximal entsprechend der Wegstrecke B verstellt und ein dahinter
positioniertes bzw. fluchtend ausgerichtetes Fach 3 mit der Größe B beschickt bzw.
entleert werden - vorausgesetzt die Zuhaltung 30 ist deaktiviert. Ist keine der beiden
Anschlagvorrichtungen 31 aktiv, so kann die Verschlusseinrichtung 7 mit maximaler
Weite geöffnet werden und somit auf das dahinter liegende Fach 3 in der Größe A zugegriffen
werden, wenn zuvor die Zuhaltung 30 steuerungstechnisch deaktiviert wurde.
[0091] Die Öffnung der Verschlusseinrichtung 7 erfolgt bevorzugt via die Antriebsvorrichtung
13, sie kann jedoch auch manuell vorgenommen werden. Vor allem die Schließbewegungen
für die Verschlusseinrichtung 7 werden automatisiert über die Antriebsvorrichtung
13 ausgeführt.
[0092] Bei der dargestellten Ausfühnmgsform bildet die erste Anschlagvorrichtung 31 mit
einer entsprechend vorgesehenen Anschlagposition 34 bzw. mit einer zugeordneten Anschlagleiste
ein Funktionspaar aus. Ferner definiert die weitere bzw. zweite Anschlagvorrichtung
31 in Verbindung mit der entsprechend konzipierten, anderorts ausgeführten Anschlagleiste
ein weiteres Funktionspaar zur Umsetzung der zweiten Anschlagposition 34 für Fächer
3 der Größe B.
[0093] Gegebenenfalls ist es auch möglich, nur eine Anschlagvorrichtung 31 vorzusehen, welche
zur Realisierung mehrerer Anschlagpositionen 34 geeignet ist. Dies ist vor allem dann
möglich, wenn die Anschlagvorrichtung 31 bzw. Öffnungsbegrenzung 29 einer zeitlichen
und/oder positionsabhängigen Ansteuerung durch die Steuervorrichtung 14 unterliegt.
Insbesondere könnte die Anschlagvorrichtung 31 zu bestimmten Zeiten bzw. an bestimmten
Relativpositionen gegenüber der sich bewegenden Verschlusseinrichtung 7 umgestellt
bzw. umgeschaltet werden, sodass ein variabel gesteuertes Festlegen der Verschlusseinrichtung
7 an der maximal zulässigen Öffnungsposition bzw. an der bestimmungsgemäßen Öffnungsweite
12 sichergestellt ist.
[0094] Die Funktion der Zuhaltung 30 kann gegebenenfalls auch von einer zeitlich bzw. positionsabhängig
- d.h. in Abhängigkeit von der jeweiligen Momentanstellung der Verschlusseinrichtung
7 - aktivierbaren und deaktivierbaren Anschlagvorrichtung 31 übernommen werden, wie
dies aus Fig. 3 einfach ableitbar ist. D.h. dass eine Anschlagvorrichtung 31 auch
zur Verriegelung der Verschlusseinrichtung 7 in ihrer vollständig geschlossenen Stellung
vorgesehen sein kann und somit mehrfunktional ausgeführt ist. Bevorzugt ist jedoch
eine eigenständige Zuhaltung 30 für die Arretierung der Verschlusseinrichtung 7 bzw.
der Schieber 11 in der vollständig geschlossenen Stellung vorgesehen.
[0095] Bei der dargestellten Ausführungsform umfasst die Führungsvorrichtung 33 für die
Verschlusseinrichtung 7 mehrere Rollen, welche die Verschlusseinrichtung 7 entlang
einer bogenförmig gekrümmten Führungsbahn verschiebebeweglich haltern. Die Führungsvorrichtung
33 für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die Schieber 11 ist dabei derart ausgeführt,
dass eine leichtgängige, insbesondere eine manuelle Verstellung der Schieber 11 ermöglicht
ist, auch wenn relativ hohe, vertikal zur Verstellebene ausgerichtete Kräfte auf die
Verschlusseinrichtung 7 ausgeübt werden. Dadurch ist sichergestellt, dass auch dann,
wenn ein Bediener erhöhte Kräfte ausübt, die im Wesentlichen senkrecht auf die automatisiert
eingeleitete Verstellbewegung der Verschlusseinrichtung 7 einwirken, eine leichtgängige
Verstellbarkeit der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 gegeben ist. Dadurch
ist sichergestellt, dass im Ernstfall ein automatisiertes Öffnen bzw. eine automatisierte
Bewegungsumkehr der Verschlusseinrichtung 7 bzw. eine selbsttätige Befreiung des Benutzers
gegenüber einer sich schließenden Einzelzugriffsöffnung 15 problemlos möglich ist.
[0096] Bei der dargestellten Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist im Automatengehäuse 2 des
Aufbewahrungsautomaten 1 eine durch die Verschlusseinrichtung 7 automatisiert verschließbare
und gesteuert freigebbare Zugriffsöffnung 6 und zudem eine ohne Zugriffsüberprüfung
bzw. ohne Zugriffskontrolle überwindbarer Zugriffsdurchbruch ausgebildet. Der unverschlossene
bzw. frei zugängliche Zugriffsdurchbruch ist in einem geschützten bzw. in einem gesicherten
Bereich bzw. Abschnitt 39 angeordnet, zu welchem nur befugte Personen Zugang haben,
wohingegen die erste Zugriffsöffnung 6 einem quasi öffentlichen bzw. allgemein zugänglichen
Bereich bzw. Abschnitt 40 zugeordnet ist und ein Zugriff reguliert wird, indem die
Verschlusseinrichtung 7 ausgebildet ist die nur den jeweils berechtigten Benutzern
einen Zugriff auf das jeweilige Fach 3 bzw. auf den jeweiligen Gegenstand gestattet.
In diesem Zusammenhang wird festgehalten, dass vorzugsweise keine fix vordefinierte
Fachzuteilung zu bestimmten Personen erfolgt, sondern eine bedarfsweise bzw. freie
Fachzuordnung ausgehend von der Steuervorrichtung 14 erfolgt. D.h., dass die Fächer
3 keinem fix vordefinierten, beschränkten Personenkreis zugeteilt sind bzw. nicht
fix vorreserviert sind, sondern dass die jeweiligen Fächer 3 einer für die Automatenbenutzung
grundsätzlich berechtigen bzw. registrierten Person, insbesondere einem Zusteller,
über die lokale Steuervorrichtung 14 und/oder eine externe bzw. zentrale Steuerung
je nach Bedarf flexibel zugeordnet werden. Als registrierte bzw. nutzungsberechtigte
Personen gelten dabei insbesondere Zusteller und/oder Abholer von Gegenständen.
[0097] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist weiters ein Befehlseingabemittel 37 ausgeführt,
mit welchem ein Schließbefehl eingeleitet bzw. der Steuervorrichtung 14 eine Freigabe
bzw. Bereitschaft für einen Schließvorgang der Verschlusseinrichtung 7 bekannt gegeben
bzw. signalisiert werden kann. Dieses Befehlseingabemittel 37 ist bevorzugt durch
einen so genannten Zustimmtaster 38 gebildet, welcher bei manueller Betätigung durch
den Benutzer der Steuervorrichtung 14 eine Bereitschaft bzw. einen Befehl zum Schließen
der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des jeweiligen Schiebers 11 signalisiert bzw. erteilt.
Dieser Zustimmtaster 38 ist bevorzugt eigenständig zu den sonstigen Ein- und/oder
Ausgabemitteln 23 bzw. separat zu den sonstigen benutzerrelevanten Befehlseingabemitteln
des Terminals 22 ausgebildet. Bevorzugt ist dieser Zustimmtaster 38 in hoch zuverlässiger
bzw. sicherer Bauweise, insbesondere elektrisch mehrkreisig ausgeführt. Es ist weiters
zweckmäßig, den Zustimmtaster 38 in kindersicherer Höhe am Automatengehäuse 2 anzuordnen,
insbesondere in einer Höhe von mehr als ca. 1m über dem Bodenniveau zu platzieren.
[0098] Wird über dieses bevorzugt manuell verstellbare Befehlseingabemittel 37 bzw. über
einen betätigten Zustimmtaster 38 von der Steuervorrichtung 14 erkannt, dass vom Bediener
ein Schließbefehl eingeleitet wurde bzw. benutzerbewusst gefordert ist, so wird erst
daraufhin die Antriebsvorrichtung 13 derart angesteuert, dass die Verschlusseinrichtung
7 des Schiebers 11 in Schließrichtung - gemäß Pfeil 28 - bewegt wird.
[0099] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist weiters gezeigt, dass ein erster Teilabschnitt
des Aufbewahrungsautomaten 1 in einem öffentlichen bzw. allgemein zugänglichen Abschnitt
40 angeordnet ist, während ein weiterer Teilabschnitt des Aufbewahrungsautomaten 1,
insbesondere der rückwärtige Bereich derselben, in einem gesicherten Abschnitt 39
liegt, zu welchem nur berechtigte bzw. befugte Personen Zugang haben. Die Trennung
zwischen dem öffentlichen bzw. allgemein zugänglichen Abschnitt 40 und dem zugangsgesicherten
Abschnitt 39 kann unter anderem durch eine Trennwand, eine Gebäudewand oder durch
eine sonstige Abgrenzung umgesetzt sein.
[0100] In Fig. 4 und 5 ist eine vorteilhafte Ausführungsform eines automatisierten bzw.
steuerbaren Zugriffsmechanismus 5 für einen Aufbewahrungsautomaten 1 wie er in den
Fig. 1 bis 3 schematisch veranschaulicht ist, gezeigt. Dieser automatisiert steuer-
bzw. regulierbare Zugriffsmechanismus 5 umfasst die Verschlusseinrichtung 7 mit einer
Mehrzahl von vertikal übereinander liegenden, einzeln und selektiv verstellbaren Schiebern
11. Jeder der Schieber 11 ist via eine jeweils zugeordnete Lagerungsvorrichtung 32,
insbesondere über eine lineare Führungsvorrichtung 33 in horizontaler Richtung verstellbar
gelagert, um Öffnungsbewegungen, gemäß Pfeil 26, und Schließbewegungen, gemäß Pfeil
28, ausführen zu können. Die Führungsvorrichtung 33 umfasst eine Mehrzahl von Rollen
41, welche einerseits eine Halterung des Schiebers 11 in vertikaler Richtung und andererseits
eine Halterung des Schiebers 11 in horizontaler, quer zur Verschieberichtung verlaufender
Richtung gewährleisten. Die Führung der Schieber 11 entlang einer bogenförmig gekrümmten
Bahn erfolgt also mittels einer leichtgängigen Rollenführung. Die Rollen 41 können
dabei in Form von Spurrollen ausgeführt sein, welche an einer bogenförmig gekrümmten
Führungsschiene 42 abrollen können. Derartige Führungsrollen fixieren die Schieber
bis auf einen einzigen verbleibenden Freiheitsgrad, sodass eine stabile Lagerung der
Schieber 11 möglich ist. Vorzugsweise sind weitere Stützrollen 43 ausgeführt, deren
Achsen senkrecht zu den Achsen der Rollen 41 verlaufen und eine Abstützung bzw. Führung
des Schiebers 11 bewirken und welche unzulässige Abweichungen in senkrechter Richtung
auf eine Außen- bzw. Flachseite 44 des Schiebers 11 unterbinden. Über die Rollen 41
und die rechtwinkelig dazu ausgerichteten Stützrollen 43 der Führungsvorrichtung 33
des Schiebers 11 ist sichergestellt, dass auch bei äußerer Krafteinwirkung auf die
Schieber 11, welche im Wesentlichen senkrecht zu deren Verstellrichtung verläuft,
eine möglichst leichtgängige bzw. klemmfreie Verstellung des Schiebers 11 sichergestellt
ist.
[0101] Die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die Schieber 11 sind dabei bogenförmig gekrümmt,
insbesondere wenigstens annähernd an die Außenkontur bzw. den Radius des Rundmagazins
19 angepasst.
[0102] Jedem der Schieber 11 ist eine elektromotorische Antriebsvorrichtung 13 zugeordnet.
Diese Antriebsvorrichtungen 13 sind mit der Steuervorrichtung 14 leitungsverbunden
und ausgehend von der Steuervorrichtung 14 in ihren Drehrichtungen umkehrbar, sodass
sowohl ein automatisierter bzw. selbsttätiger Schließvorgang, gemäß Pfeil 28, als
auch ein automatisierter bzw. selbsttätiger Öffnungsvorgang, gemäß 26, ausgeführt
werden kann. Die Bewegungsübertragung zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und der
Verschlusseinrichtung 7 bzw. dem jeweiligen Schiebern 11 erfolgt über je ein Bewegungsübertragungsmittel
45 zwischen den Schiebern 11 und der jeweils zugeordneten Antriebsvorrichtung 13.
In der dargestellten Ausführungsform ist das Bewegungsübertragungsmittel 45 durch
eine Zahnstange 46 gebildet, welche einerseits mit dem jeweiligen Schieber 11 verbunden
ist und in welche Zahnstange 46 ein Antriebsritzel 47 der elektromotorischen Antriebsvorrichtung
13 eingreift. Die maximale Antriebskraft der Antriebsvorrichtungen 13 kann einerseits
unterhalb eines verletzungskritischen bzw. gefährlichen Grenzwertes liegen und/oder
es ist in den Antriebsstrang bzw. in die Bewegungsübertragungsstrecke zwischen der
Antriebsvorrichtung 13 und der Verschlusseinrichtung 7 bzw. dem jeweiligen Schieber
11 die kraft- oder drehmomentbegrenzende Einrichtung 27 implementiert, wie dies in
Fig. 4 schematisch ersichtlich ist. Beispielsweise ist die kraft- oder drehmomentbegrenzende
Einrichtung 27 durch eine Rutschkupplung im Bereich des Abtriebes der Antriebsvorrichtung
13 gebildet. Unabhängig davon bzw. in Kombination dazu kann aber auch eine elektrotechnisches
Leistungsstellglied 48 vorgesehen sein, mit welchem die Antriebskraft der Antriebsvorrichtung
13 reduziert wird bzw. gesteuert reduzierbar ist. Dieses elektrotechnische Leistungsstellglied
48 kann dabei einen Pulsweitenmodulator, einen Frequenzumrichter oder eine sonstige
Energie- bzw. Motorstrombegrenzungsvorrichtung umfassen. Das Leistungsstellglied 48
kann dabei der Steuervorrichtung 14 zugeordnet bzw. in diese integriert sein oder
aber auch direkt an der Antriebsvorrichtung 13 ausgeführt sein.
[0103] Der Antriebsmechanismus für die Schieber 11 wird jedenfalls nicht selbsthemmend ausgeführt,
sodass bei inaktiver Antriebsvorrichtung 13 oder auch bei bestimmten mechanischen
Defekten eine händische Verstellung bzw. eine Verstellung der Schieber 11 bei Kraftaufbringung
in Verstellrichtung, gemäß Pfeil 26 und/oder Pfeil 28, möglich ist. Aber auch bei
aktiver Antriebsvorrichtung 13 ist ein Anhalten bzw. Umkehren der Antriebsbewegung
möglich, nachdem die Schließ- bzw. Öffnungskraft der Schieber 11 derart niedrig dimensioniert
ist, dass diese von Hand aufgebracht bzw. überwunden werden kann, um ein Stoppen bzw.
ein Umkehren der selbsttätigen Bewegung der Schieber 11 zu ermöglichen. Die Begrenzung
der Bewegungs- bzw. Antriebskraft der Schieber 11 kann, wie vorhergehend bereits erläutert
wurde, einerseits durch eine Dimensionierung der Antriebsvorrichtung 13 erfolgen und/oder
durch Einbau von kraft- bzw. drehmomentbegrenzenden Einrichtungen 27 in den Übertragungsweg
bzw. Antriebsstrang zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und dem damit bewegungsgekoppelten
Schieber 11 erfolgen. Insbesondere ist eine in der Kraftübertragung definiert limitierte
Bewegungskopplung zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und dem damit anzutreibenden
Schieber 11 vorgesehen.
[0104] Die Öffnungsbegrenzung 29 zur variablen Begrenzung der maximalen Öffnungsweite 12
der Schieber 11 umfasst hierbei eine kammartige Leiste mit mehreren Abstufungen 35.
Diese Abstufungen 35 in der kammartigen Leiste bilden dabei die unterschiedlichen
Anschlagpositionen 34 aus, welche zur gezielten Begrenzung der maximal möglichen Öffnungsweite
12 eingesetzt werden. Die Anschlagvorrichtung 31 ist bei diesem Ausführungsbeispiel
variabel positionierbar. Insbesondere ist dessen Anschlagelement 36, welches in Zusammenwirken
mit einer Abstufung 35 unterschiedliche Anschlagpositionen 34 festlegt, drehbeweglich
bzw. schwenkbar gelagert. Im speziellen ist das Anschlagelement 36 um eine Achse 49
verschwenkbar, sodass sich unterschiedliche Schwenkwinkelstellungen Bezug nehmend
auf eine horizontale Ebene einstellen lassen. Insbesondere kann durch Vergrößern bzw.
Verkleinern eines Schwenkwinkels 50 zwischen dem verschwenkbaren Anschlagelement 36
und einer Halterung 51 für das Anschlagelement 36 eine von mehreren möglichen Anschlagpositionen
34 selektiv aktiviert werden. D.h. dass durch Einnahme unterschiedlicher Schwenkwinkel
des Anschlagelementes 36 bzw. der Anschlagvorrichtung 31 eine Auswahl der jeweils
zu aktivierenden Anschlagposition 34 vorgenommen wird.
[0105] Wird beispielsweise ausgehend von der Ausführungsform in Fig. 5 der Schwenkwinkel
50 verkleinert, so kann der Schieber 11 maximal entsprechend einer Fachgröße C geöffnet
werden. Wird der Schwenkwinkel 50 nochmals verkleinert, so kommt die weitere Anschlagposition
34 zur Wirkung und kann der Schieber 11 entsprechend der Breite eines Faches 3 der
Größe A verstellt werden. In der in Fig. 5 dargestellten Stellung der Anschlagvorrichtung
31 bzw. des Anschlagelementes 36 ist eine Verschiebung des Schiebers 11 unterbunden,
sodass in dieser Stellung der Anschlagvorrichtung 31 grundsätzlich auch eine Zuhaltung
bzw. Verriegelung für den Schieber 11 gegeben ist, welche Verschiebebewegungen, insbesondere
Öffnungsbewegungen gänzlich unterbindet.
[0106] Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist für jeden Schieber 11 eine Öffnungsbegrenzung
29 vorgesehen. Die einzelnen Anschlagvorrichtungen 31 für die einzelnen Schieber 11
sind dabei miteinander bewegungsgekoppelt, d.h., dass sämtliche Anschlagvorrichtungen
31 für die einzelnen Schieber 11 stets in der gleichen Stellung bzw. Position sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die einzelnen Anschlagvorrichtungen 31
auf einer gemeinsamen Trägerwelle 52 angeordnet, welche um die Achse 49 drehbeweglich
gelagert ist. Sämtlichen Anschlagvorrichtungen 31 ist ein gemeinsamer Stellantrieb
53 zugeordnet, mit dem die unterschiedlichen, definierten Schwenkwinkel 50 der Anschlagelemente
36 eingenommen werden können, sodass sie die jeweils benötigte Anschlagposition 34
aktiviert werden bzw. zur Geltung kommen kann, wenn der Schieber 11 in Öffnungsrichtung
- gemäß Pfeil 26 - verstellt wird.
[0107] Die vorhergehend beschriebene, gesteuert positionierbare Anschlagvorrichtung 31 kann
ein selbsthemmendes Getriebe 54 umfassen, um die unterschiedlichen Anschlagpositionen
34 händisch unüberwindbar vorzugeben. Alternativ oder in Kombination dazu kann die
Anschlagvorrichtung 31 auch eine in Abhängigkeit der maximal zulässigen Öffnungsweite
12 bzw. Stellweite für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die Schieber 11 automatisiert
aktivierbare Brems- oder Blockiervorrichtung 55 aufweisen, welche eine Verstellung
des Stellantriebes 53 bzw. der Anschlagvorrichtung 31 nach Einnahme der vorgesehenen
Stellposition zuverlässig unterbindet. Insbesondere ist die Brems- bzw. Haltekraft
des Stellantriebes 53 bzw. dessen Brems- bzw. Blockiervorrichtung 55 derart dimensioniert,
dass diese per Hand nicht überwindbar ist und somit unzulässige Erweiterungen der
Einzelzugriffsöffnung 15 verwehrt werden.
[0108] Vorzugsweise ist auch hierbei die Zuhaltung 30 ausgebildet, welche im aktivierten
Zustand eine Blockierung bzw. Verriegelung der Schieber 11 gegenüber sämtlichen Verschiebebewegungen
bewirkt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Zuhaltung 30 durch einen elektromagnetisch
verstellbaren Stellteil 56 gebildet, welcher steuerungstechnisch in bzw. außer formschlüssigen
Eingriff gegenüber dem Schieber 11 bzw. gegenüber einem am Schieber 11 befestigen
Koppelelement 57 versetzt werden kann. In der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Aktivstellung
durchsetzt das Stellteil 56 das Koppelelement 57, sodass jegliche Verstellungen des
Schiebers 11 entlang dem Pfeil 26 oder entlang des Pfeils 28 unterbunden sind. Im
aktiven Zustand der Zuhaltung 30 ist diese bevorzugt stromlos bzw. ist der Zuhaltung
30 keine externe Energie zugeführt. Soll die Zuhaltung 30 aufgrund einer vorgesehenen
Verstellung des jeweiligen Schiebers 11 deaktiviert werden, so wird die Zuhaltung
30, insbesondere der Zugankermagnet mit elektrischer Energie beaufschlagt, sodass
der Stellteil 56 außer Eingriff gegenüber dem Koppelelement 57 am Schieber 11 gelangt
und sodann eine Verstellung des Schiebers 11 bis zur entsprechenden, vordefinierten
Anschlagposition 34 ermöglicht ist. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang, dass
ausgehend von der Steuervorrichtung 14 nur jene Zuhaltung 30 selektiv deaktiviert
wird, zu welcher eine Verstellung in Öffnungsrichtung - gemäß Pfeil 26 - erforderlich
ist. Alle sonstigen Zuhaltungen 30 für die nicht zu öffnenden Schieber 11 bleiben
unverändert aktiviert, d.h. unverändert in ihrer energielosen bzw. stromlosen Ruhestellung,
wie sie in Fig. 5 veranschaulicht wurde.
[0109] Ferner ist bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 4 und 5 eine Kontrollvorrichtung 58 ausgeführt,
mit welcher ein Offen- bzw. Geschlossenzustand der Verschlusseinrichtung 7 bzw. jedes
einzelnen Schiebers 11 erfasst werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform
umfasst die Kontrollvorrichtung 58 zumindest einen elektromechanischen Schalter 59,
welcher die vollständig geschlossene Stellung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des
jeweiligen Schiebers 11 signalisiert. Vorzugsweise umfasst der Schalter 59 zumindest
einen Kontrollkontakt 60, welcher einen vollständig geschlossenen und über die Zuhaltung
30 arretierten bzw. einen teilweise geöffneten bzw. unverriegelten Schieber 11 zu
detektieren vermag. Der Kontrollkontakt 60 kann dabei als elektrischer Schließer-
oder Öffnerkontakt ausgeführt sein, wobei einer der Schaltzustände der Steuervorrichtung
14 eine vollständig geschlossene, vorzugsweise über die Zuhaltung 30 verriegelte Stellung
des jeweils zugehörigen Schiebers 11 signalisiert. Bevorzugt ist die Kontrollvorrichtung
58 zweikreisig bzw. zweikanalig ausgeführt, um Einfehlersicherheit zu gewährleisten.
D.h. dass bei unstimmigen Signalen der zweikreisigen Kontrollvorrichtung 58 die Steuervorrichtung
14 einen ungültigen Betriebszustand bzw. einen Fehler erkennt und sodann Störung signalisiert
bzw. zur Zustandskontrolle auffordert. Die Kontrollvorrichtung 58 kann hierfür einen
weiteren, baulich eigenständigen Schalter 59 aufweisen oder eine andere sensorische
Erfassungsvorrichtung 61 gemäß einer anderen physikalischen Bauart bzw. Wirkungsweise
aufweisen. Insbesondere kann die Erfassungsvorrichtung 61 der zweikreisigen Kontrollvorrichtung
58 durch einen induktiven Sensor 62 gebildet sein, welcher die Relativstellung des
Schiebers 11 gegenüber der Zugriffsöffnung 6 detektiert. Bevorzugt ist diese Erfassungsvorrichtung
61 bzw. der Schalter 59 derart angeordnet, dass dann, wenn der Schieber 11 in der
vollständig geschlossenen Position vorliegt, vom induktiven Sensor 62 kein detektierbares,
metallisches Element in dessen Erfassungsbereich liegt. Die Signale der zweiten Kontrollvorrichtung
58 bzw. der Erfassungsvorrichtung 61 werden bevorzugt von einer eigenständigen Auswertevorrichtung
63 bzw. von einer von der Steuervorrichtung 14 unabhängigen Steuerung ausgewertet.
Für den Fall, dass die Erfassungssignale der ersten und zweiten Kontrollvorrichtung
58 übereinstimmend sind, ist eine Grundvoraussetzung für die Inbetriebnahme der Transportvorrichtung
16 erfüllt. Vor allem dann, wenn die Auswertevorrichtung 63 der Steuervorrichtung
14 signalisiert, dass über die zweite Kontrollvorrichtung 58 eine vollständig geschlossene
Verschlusseinrichtung 7 detektiert werden konnte und unter der Bedingung, dass von
der ersten Kontrollvorrichtung 58 ein übereinstimmendes Erfassungsergebnis bekannt
wurde, kann ausgehend von der Steuervorrichtung 14 die Antriebseinheit 17 aktiviert
werden, wenn dies für den weiteren Betriebsablauf des Aufbewahrungsautomaten 1 erforderlich
ist. Sollte hingegen von einer der beiden Kontrollvorrichtungen 58 signalisiert werden,
dass einer der Schieber 11 nicht in der vollständig geschlossenen Position vorliegt,
so wird die Transporteinrichtung 16 bzw. die Antriebseinheit 17 keinesfalls automatisch
aktiviert. Dadurch ist sichergestellt, dass die Fachanordnung 4 erst dann bewegt bzw.
verstellt, insbesondere in Drehbewegung versetzt wird, wenn der Zugriff auf die Fachanordnung
4 unmöglich ist, indem sämtliche Schieber 11 in der vollständig geschlossenen Position
vorliegen, sodass ein Zugriff auf eine sich plötzlich in Bewegung setzende Fachanordnung
4 sicher ausgeschlossen werden kann. Verletzungen des Bedieners des Aufbewahrungsautomaten
1 aufgrund sich automatisch bewegender Teile können somit nahezu ausgeschlossen werden.
Die zweikreisige Erfassung und die bevorzugt jeweils eigenständige Auswertung der
Signale der beiden Kontrollvorrichtungen 58 zur Erfassung bzw. Überwachung der Schließstellung
der Schieber 11 erhöht dabei die Sicherheit bzw. Funktionszuverlässigkeit des Aufbewahrungsautomaten
1 in besonderem Ausmaß. D.h. dass die Kontrollvorrichtung 58 bzw. die parallel oder
zweikreisig ausgeführte Kontrollvorrichtung 58 nur bei vollständig geschlossener Verschlusseinrichtung
7, insbesondere nur dann, wenn sämtliche Schieber 11 zur Gänze geschlossen sind und
zusätzlich die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die Schieber 11 in einem mechanisch verriegelten
Zustand vorliegen, ein Freigabesignal abgibt, welches der Steuervorrichtung 14 signalisiert,
dass erforderlichenfalls die Transportvorrichtung 16 für die Fachanordnung 4 aktiviert
werden kann, ohne dass für einen Benutzer Verletzungsgefahr besteht, nachdem der Zugriffsmechanismus
5 jeglichen Zugriff auf die Fachanordnung 4 unterbindet.
[0110] Bevorzugt gibt die Kontrollvorrichtung 58 bzw. die parallel ausgeführte Kontrollvorrichtung
58 bei positivem Kontrollergebnis zusätzlich und unabhängig von der Steuervorrichtung
14 auch die Energiezufuhr zum Antrieb der Transporteinrichtung 16 frei.
[0111] Bevorzugt wird über die zweikanalige Kontrollvorrichtung 58 auch überprüft, ob die
Zuhaltung 30 für eine vollständig geschlossene Verschlusseinrichtung 7 bzw. für die
Schieber 11 aktiv ist. Die Zuhaltung 30 ist derart ausgeführt, dass bevorzugt im energielosen,
d.h. im elektrisch unbeaufschlagten Zustand eine Arretierung bzw. Festlegung des jeweiligen
Schiebers 11 vorliegt.
[0112] Vorteilhaft ist weiters, wenn ein Aktivzustand bzw. verriegelter Zustand der Zuhaltungen
30 mittels einem Öffnungsversuch der Verschlusseinrichtung 7 bzw. Schieber 11 via
die jeweilige Antriebsvorrichtung 13 vorgenommen wird. Es wird dabei von der Steuervorrichtung
14 versucht, die Verschlusseinrichtung 7 bzw. Schieber 11 mittels der Antriebsvorrichtung
13 um wenige Millimeter zu verstellen. Sofern die Zuhaltung 30 in Verriegelungsstellung
vorliegt bzw. aktiv ist, scheitert diese versuchte Verstellbewegung um wenige Millimeter.
Sofern die Kontrollvorrichtung 58 nach einem derartigen, minimalen Verstellversuch
weiterhin eine geschlossene Verschlusseinrichtung 7 bzw. geschlossene Schieber 11
detektiert, so wird von der Steuervorrichtung 14 davon ausgegangen, dass die Zuhaltungen
30 aktiv sind und ähnliche, manuelle Verstellversuche mechanisch unterbunden sind.
Gegebenenfalls kann von der Steuervorrichtung 14 auch über ein Rückantwortsignal bzw.
ein Schrittsignal von den Antriebsvorrichtungen 13 auf eine aktive bzw. inaktive Zuhaltung
30 Rückschluss gezogen werden.
[0113] Gegebenenfalls kann die Kontrollvorrichtung 58 auch durch zumindest eine Lichtschrankenanordnung
64 gebildet sein, wie dies mit strichlierten Linien veranschaulicht wurde. Eine derartige
Kontrollvorrichtung 58 ist in einfacher Art und Weise zur Überwachung oder Erfassung
der Stellung bzw. Position einer Mehrzahl von Verschlusseinrichtungen 7 bzw. Schieber
11 in ihrem geschlossenen Zustand geeignet. Insbesondere ist dann, wenn einer der
Schieber 11 geringfügig geöffnet ist, eine Unterbrechung des Lichtstrahls der Lichtschrankenanordnung
64 verursacht, wodurch die Kontrollvorrichtung 58 keine Freigabe zur Aktivierung der
Transportvorrichtung 16 gibt. Insbesondere ist die Lichtschrankenanordnung 64 im nicht
vollständig geschlossenen Zustand einer der Verschlusseinrichtungen 7 unterbrochen,
d.h. ein Lichtstrahl der Lichtschrankenanordnung 64 kann die Übertragungsstrecke zwischen
Sender und Empfänger nicht überwinden. Die Lichtschrankenanordnung 64 kann dabei nach
dem Reflexionsprinzip arbeiten, wobei Sender- und Empfängereinheit für den Lichtstrahl
unmittelbar nebeneinander angeordnet sind, oder nach dem Schrankenprinzip ausgeführt
sein kann, bei welchem der zwischen Sende- und Empfangseinheit liegende Abschnitt
die Erfassungszone bildet.
[0114] Wie der Fig. 5 weiters entnehmbar ist, kann der Aufbewahrungsautomat 1 auch eine
Stillstandsüberwachungsvorrichtung 65 umfassen. Diese Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 dient zur Detektierung, ob die Fachanordnung 4 bzw. zumindest eines der Fächer
3 in Bewegung ist oder stillsteht. Die Stillstandsüberwachungsvorrichtung 65 umfasst
zumindest einen Geber bzw. Sensor 66, mit welchem eine Bewegung bzw. ein Stillstand
der Fachanordnung 4 elektrotechnisch detektiert und ausgewertet werden kann. Dieser
Sensor 66 kann dabei im Bereich der Fachanordnung 4 platziert sein und/oder der Transporteinrichtung
16 bzw. der Antriebseinheit 17 für die Fachanordnung 4 zugeordnet sein, wie dies in
Fig. 5 mit strichlierten Linien dargestellt wurde. Insbesondere kann der Sensor 66
der Stillstandsüberwachungsvorrichtung 65 als Geber für Drehbewegungen der Antriebseinheit
17 ausgebildet sein, oder aber auch dem Bewegungsübertragungsorgan, beispielsweise
einer Antriebskette, einem Zahnkranz oder dgl., zugeordnet sein.
[0115] Der zumindest eine Sensor 66 ist mit einem Eingang zumindest einer elektronischen
Auswerteschaltung verbunden. Insbesondere ist der Sensor 66 zumindest mit der Steuervorrichtung
14 leitungsverbunden. Alternativ oder in Kombination dazu kann der Sensor 66 der Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 mit einer separaten, eigenständig arbeitenden Auswertevorrichtung 63 verbunden
sein, um ein höchst mögliche Auswertesicherheit der Sensorsignale zu erzielen. Wird
von der Auswertevorrichtung 63 bzw. Steuervorrichtung 14 via die implementierte Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 erkannt, dass zumindest die Antriebsvorrichtung 17, bevorzugt jedoch die Fachanordnung
4 selbst stillsteht, ist eine erste Voraussetzung für einen Öffnungsvorgang der Verschlusseinrichtung
7 bzw. von zumindest einem der Schieber 11 gegeben. Wird hingegen via die Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 erkannt, dass die Fachanordnung 4 in Bewegung ist, so wird die Verschlusseinrichtung
7 grundsätzlich nicht geöffnet bzw. kann die Verschlusseinrichtung 7 bzw. ein Schieber
11 auch händisch nicht geöffnet werden. Die Auswertung der Sensorsignale erfolgt bevorzugt
unabhängig von der Steuervorrichtung 14 für die Antriebseinheit 17 und ist die Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 bevorzugt zweikreisig bzw. einfehlersicher ausgeführt. D.h. dass die Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 bevorzugt unabhängig und eigenständig zur lokalen, eigentlichen Steuervorrichtung
14 des Aufbewahrungsautomaten 1 bzw. eigenständig zur Steuerung für die Transportvorrichtung
16 ausgebildet ist.
[0116] Vorzugsweise ist auch die Kontrollvorrichtung 58 zur Überwachung bzw. Ermittlung
des geschlossenen Zustandes der Verschlusseinrichtung 7 unabhängig bzw. eigenständig
zur eigentlichen Steuervorrichtung 14 des Aufbewahrungsautomaten 1 ausgebildet.
[0117] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann eine Überbrückungsvorrichtung 67 zur
funktionellen Überbrückung bzw. vorübergehenden Inaktivschaltung der Kontrollvorrichtung
58 ausgebildet sein. Insbesondere kann bei bewusster bzw. benutzeraktiver Aktivierung
der Überbrückungsvorrichtung 67 auch bei geöffneter bzw. teilweiser geöffneter Verschlusseinrichtung
7 eine Bewegung der Fachanordnung 4 stattfinden. Eine Aktivierung der Überbrückungsvorrichtung
67 ist dabei nur durch autorisierte und entsprechend gefahrenunterwiesene Personen,
wie z.B. gewerbsmäßige Zusteller oder Servicetechniker, möglich. Die Überbrückungsvorrichtung
67 umfasst vorzugsweise einen Zustimmtaster 68, welcher von einem Bediener des Aufbewahrungsautomaten
1 dann aktiv zu betätigen und in der Betätigungsstellung zu halten ist, wenn die Kontrollvorrichtung
58 vorübergehend deaktiviert werden soll. Die Überbrückungsvorrichtung 67 bzw. der
Zustimmtaster 68 weist dabei Tastschaltfunktion auf, d.h. die Überbrückung der Funktionalität
der Kontrollvorrichtung 58 ist nur so lange aktiv, solange der Zustimmtaster 68 in
vorbestimmter Art und Weise durch den Bediener des Aufbewahrungsautomaten 1 betätigt
ist.
[0118] Vorzugsweise ist der Zustimmtaster 68 als zweistufiger, gegebenenfalls auch als dreistufiger
Taster ausgeführt. In einer vordefinierten Betätigungsstellung wird dabei der Steuervorrichtung
14 die Zustimmung zur Inbetriebnahme bzw. zum Betreiben der Transportvorrichtung 16
bzw. zum Verstellen der Fachanordnung 4 signalisiert, obwohl die Verschlusseinrichtung
7 bzw. zumindest einer der Schieber 11 geöffnet bzw. teilweise geöffnet ist. In der
unbetätigten Stellung des Zustimmtasters 68 und auch in einer gegebenenfalls vorhandenen,
dritten Schaltstufe des Zustimmtaster 68 ist keine Zustimmung für eine Bewegung der
Fachanordnung 4 bei geöffneter Verschlusseinrichtung 7 gegeben und ist sodann eine
Bewegung der Fachanordnung 4 mit hoher Sicherheit ausgeschlossen bzw. vermieden. Die
gegebenenfalls vorhandene, dritte Schaltstufe des Zustimmtasters 68 entspricht einer
so genannten Panikstellung des Zustimmtasters 68, bei welcher die Transportvorrichtung
16 bzw. die Fachanordnung 4 in den Stillstand gebracht, gegebenenfalls durch Aktivierung
einer Brems- oder Blockiervorrichtung unmittelbar in den Stillstand überführt wird.
Die Panikstellung wird insbesondere beim Durchdrücken des Zustimmtasters 68 in die
dritte Schaltstufe eingenommen. Die zweite bzw. dritte Schaltstufe wird dabei durch
impuls- bzw. panikartige Druckerhöhung auf den Zustimmtaster 68 eingeleitet.
[0119] Die Überbrückungsvorrichtung 67 kann aber auch durch zwei zueinander beabstandetete
Taster gebildet sein, wie dies in Fig. 5 in strichlierten Linien veranschaulicht wurde.
Insbesondere ist die Platzierung dieser Taster derart getroffen, dass zur gleichzeitigen
Betätigung der Taster beide Hände des Benutzers erforderlich sind und ein Hineingreifen
in den Gefahrenbereich bzw. ein Eintreten sonstiger Gliedmaßen in den Gefahrenbereich
bzw. in die offene Zugriffsöffnung 6 ausgeschlossen werden kann.
[0120] Bevorzugt wird die Transportvorrichtung 16 bei aktivierter Überbrückungsvorrichtung
67 mit verminderter Geschwindigkeit betrieben, sodass Verletzungsgefahren eines Bedieners,
infolge der sich bewegenden Fachanordnung 4 und der zumindest teilweise oder gänzlich
offenen Verschlusseinrichtung 7, weniger wahrscheinlich sind bzw. dem Bediener sowie
den beteiligten Antrieben im Gefahrenfall eine etwas längere Reaktionszeit zugestanden
werden kann. Eine Aktivierung der Überbrückungsvorrichtung 67 ist bevorzugt nur besonders
geschultem, gefahrenunterwiesenen Bedienpersonal, insbesondere einem Zusteller bzw.
Massenzusteller von Gegenständen möglich bzw. erlaubt. Der Vorteil dieser Überbrückungsvorrichtung
67 liegt unter anderem darin, dass eine Mehrzahl von Gegenständen in die diversen
Fächer 3 in einfacher Art und Weise und vergleichsweise rasch eingelagert werden kann,
da ein fortlaufendes Öffnen und Schließen der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der jeweiligen
Schieber 11 zum Einlagern von Gegenständen erübrigt wird.
[0121] In den Fig. 6 bis 10 sind weitere, mögliche Ausführungsformen für die variable, steuerbare
Öffnungsbegrenzung 29 und für den Bewegungsantrieb der Verschlusseinrichtung 7 bzw.
der Schieber 11 gezeigt. Die vorhergehenden Beschreibungen sind dabei sinngemäß auf
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen übertragbar.
[0122] Die kraft- bzw. drehmomentbegrenzte Antriebsvorrichtung 13 für die Verschlusseinrichtung
7 umfasst hierbei ein bandförmiges, flexibles, jedoch weitgehend stauch- und zugfestes
Bewegungsübertragungsmittel 69 zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und der Verschlusseinrichtung
7 bzw. dem dazugehörigen Schieber 11. Das Bewegungsübertragungsmittel 69, z.B. in
Art eines endlichen Keil- bzw. Zahnriemens, ist an seinen beiden Enden 70, 71 mit
dem Schieber 11 bewegungsverbunden bzw. daran befestigt. Der dazwischen liegende Abschnitt
des bandartigen Bewegungsübertragungsmittels 69 ist um eine Antriebsscheibe 72 geführt,
wobei via zumindest eine Umlenkscheibe 73 für das bandartige Bewegungsübertragungsmittel
69 ein ausreichender Umschlingungswinkel an der Antriebsscheibe 72 sichergestellt
wird. Bei aktiver Drehbewegung der Antriebsscheibe 72 ergibt sich sodann eine lineare
Verstellbewegung des Schiebers 11. Bei der bevorzugten Ausführungsform einer in der
Drehrichtung gesteuert umkehrbaren Antriebsvorrichtung 13 sind somit automatisierte
Öffnungsbewegungen - gemäß Pfeil 26 - und Schließbewegungen - gemäß Pfeil 28 - möglich.
[0123] Vorzugsweise ist auch eine gesteuert aktivier- und deaktivierbare Zuhaltung 30 vorgesehen,
welche in der Aktivstellung und bei vollständig geschlossenem Schieber 11 eine Öffnung
desselben zuverlässig und mit hoher Stabilität unterbindet.
[0124] Die Öffnungsbegrenzung 29 zur automatisierten Begrenzung bzw. Einstellung unterschiedlicher,
maximal zulässiger Öffnungsstellungen der Verschlusseinrichtung 7 bzw. Schieber 11
in Abhängigkeit der Größe des bestimmungsgemäßen Faches 3A, 3B oder 3C umfasst hierbei
mehrere, insbesondere zwei gesteuert aktivier- bzw. deaktivierbare Anschlagvorrichtungen
31 zur Schaffung unterschiedlicher Anschlagpositionen 34 bzw. Öffnungsweiten 12B,
12C. Die elektrisch steuerbaren Anschlagvorrichtungen 31 können dabei in einfacher
Art und Weise durch so genannte Zugankermagnete gebildet sein, deren Anschlagelemente
36 gesteuert in und außer Eingriff gegenüber einem nut- bzw. schlitzartigen Begrenzungsorgan
74, 75 versetzt werden können. Insbesondere sind zur Umsetzung von zwei möglichen,
unterschiedlichen Anschlagpositionen 34 zwei längsschlitzartige bzw. langlochartige
Begrenzungsorgane 74, 75 unterschiedlicher Länge ausgebildet. Ist dabei die erste
Anschlagvorrichtung 31 aktiv, d.h. deren Anschlagelement 36 ist innerhalb des Begrenzungsorgans
74 eingesetzt, so ist eine Verschiebung des Schiebers 11 bzw. eine Öffnung desselben
maximal um eine Distanz C möglich, sodass ein Fach 3 mit der Größe C zugreifbar ist.
Wird hingegen die erste Anschlagvorrichtung 31 deaktiviert, indem diese bevorzugt
mit elektrischer Energie beaufschlagt wird, so kommt die weitere, unverändert aktive
Anschlagvorrichtung 31 zur Geltung, sodass der Schieber 11 maximal entsprechend der
Distanz B verschoben bzw. geöffnet werden kann und ein Fach 3 in der Größe B zugreifbar
wird bzw. auf ein Fach 3 mit der Größe B zugegriffen werden kann.
[0125] Sind hingegen beide Anschlagvorrichtungen 31 inaktiv, indem deren Anschlagelemente
36 aus den längsschlitzartigen Begrenzungsorganen 74, 75 herausgefahren werden, so
kann der Schieber 11 in etwa entsprechend der Distanz A bewegt werden und ist somit
die maximal vorgesehene Öffnungsweite 12 erzielbar, sodass ein Fach 3 entsprechend
der Größe A, also das größte bzw. breiteste Fach 3 zugreifbar wird, wenn ein solches
ausgehend von der Steuervorrichtung 14 - siehe z.B. Fig. 5 - via die Transporteinrichtung
16 hinter der Zugriffsöffnung 6 positioniert wurde. Die Positionierung unterschiedlich
größer Fächer 3 bzw. der bestimmungsgemäßen Fächer 3, d.h. jener Fächer 3 welche für
einen Zugriff steuerungstechnisch bestimmt wurden bzw. aus einer Mehrzahl von Fächern
3 der Fachanordnung 4 ausgewählt wurden, erfolgt also via die steuerbare Transportvorrichtung
16.
[0126] Bevorzugt sind die Anschlagvorrichtungen 31 im energie- bzw. stromlosen Zustand aktiv,
d.h. dass deren Anschlagelemente 36 derart positioniert sind, dass diese mit der jeweils
zugeordneten Anschlagposition 34 in aktive Wechselwirkung treten können.
[0127] Die mechanische kraft- bzw. drehmomentbegrenzende Einrichtung 27 ist hierbei durch
einen Friktionsantrieb umgesetzt, d.h. die Kraftbegrenzung erfolgt durch einen definierten
Reibschluss zwischen der Antriebsscheibe 72 und dem bandförmigen Bewegungsübertragungsmittel
69. Alternativ oder in Kombination dazu kann aber auch die maximale Leistung der Antriebsvorrichtung
13, insbesondere des Antriebsmotors derart dimensioniert sein, dass die auf die Schieber
11 aufbringbare Antriebskraft bzw. Antriebsleistung unterhalb eines verletzungskritischen
bzw. gefährlichen Grenzwertes liegt. Bevorzugt sind möglichst verschleißfreie bzw.
langfristig wartungsfreie Drehmomentbegrenzungen bzw. Rutschkupplungen ausgebildet.
[0128] In Fig. 7 ist eine andere Ausführungsform einer Öffnungsbegrenzung 29 veranschaulicht.
Hierbei ist eine gesteuert bzw. variabel positionierbare Anschlagvorrichtung 31 ausgebildet,
dessen bolzenförmiges Anschlagelement 36 gesteuert in unterschiedliche Positionen
verstellbar ist. An den jeweils eingenommenen Verstellpositionen ist das Anschlagelement
36 starr festgelegt bzw. unverschieblich positioniert. Diesem Anschlagelement 36 ist
ebenso zumindest ein Begrenzungsorgan 74 zugeordnet. Insbesondere ist das Begrenzungsorgan
74 mit dem Schieber 11 bewegungsgekoppelt bzw. daran befestigt und bezugnehmend auf
die Bewegungsrichtung des Schiebers 11- gemäß Pfeil 26 oder gemäß Pfeil 28 - keilförmig
bzw. schräg ausgeführt. Eine Schrägfläche 76 des keilförmigen Begrenzungsorgans 74
ist dabei dem gesteuert positionierbaren bzw. positionsvariablen Anschlagelement 36
zugewandt. Die Zuordnung zwischen dem Begrenzungsorgan 74 und der gesteuert verstellbaren
Anschlagvorrichtung 31 ist derart, dass sich beim Öffnen des Schiebers 11- gemäß Pfeil
26 - ein lichter Abstand zwischen der Schrägfläche 76 und dem Anschlagelement 36 verringert,
bis schließlich die Schrägfläche 76 am Anschlagelement 36 anliegt und eine weitere
Schieberbewegung in Öffnungsrichtung - gemäß Pfeil 26 - anschlagbegrenzt unterbunden
wird. Die Einnahme der verschiedenen Stellpositionen A, B, C, welche sodann den einzelnen
Öffnungsweiten 12A, 12B, 12C entsprechen, sind der Fig. 7 eindeutig entnehmbar.
[0129] Gegebenenfalls kann die Anschlagvorrichtung 31 auch die Funktion der vorhergehend
beschriebenen Zuhaltung 30 übernehmen. Hierbei verhindert das Anschlagelement 36 ein
Öffnen des Schiebers 11 ausgehend von der in Fig. 7 dargestellten, vollständig geschlossenen
Stellung. Wie weiters dargestellt ist, kann das Anschlagelement 36 dieser Anschlagvorrichtung
31 auch zur Begrenzung der maximalen Öffnungsweite 12A eingesetzt werden, d.h. dass
ein weiterer Anschlag bzw. eine Anschlagvorrichtung 31 vorgesehen ist, welcher bzw.
die die Verstellbewegung des Schiebers 11 an seiner maximalen Öffnungsstellung beendet
bzw. begrenzt.
[0130] Gemäß der Ausführungsform in Fig. 8 umfasst die Anschlagvorrichtung 31 als variabel
positionierbares Anschlagelement 36 eine so genannte Kurvenscheibe bzw. Exzenterscheibe
77. Diese Exzenterscheibe 77 ist um eine Drehachse 78 beweglich gelagert und weist,
bezugnehmend auf diese Drehachse 78, bereichsweise ansteigenden bzw. veränderlichen
Radius auf. Je nach Drehwinkelstellung dieser Exzenterscheibe 77 kann somit ein lichter
Abstand zwischen einer Schrägfläche 76 eines abgeschrägten Begrenzungsorgans 74 und
der Exzenterscheibe 77 verändert werden. Dadurch kann wiederum der maximal verfügbare
Öffnungsweg des oder der Schieber 11 begrenzt werden, wie dies aus Fig. 8 eindeutig
ersichtlich ist. Bei entsprechend dimensionierter Kurvensteigung bzw. adäquaten Steigungsverhältnissen
zwischen den Steuerkurven der Exzenterscheibe 77 und dem Begrenzungsorgan 74 kann
die Sperrwirkung selbstverstärkend bzw. selbsthemmend wirken. Gegebenenfalls kann
die Sperre von Verstellungen zwischen Begrenzungsorgan 74 und Exzenterscheibe 77 mittels
einer Verzahnung an der Schrägfläche 76 und/oder der Exzenterscheibe 77 zusätzlich
verstärkt werden, sodass zu unterbindende Verstellbewegungen gesichert gesperrt werden.
[0131] Auch hierbei kann die Funktion der Zuhaltung 30 gegebenenfalls von der Anschlagvorrichtung
31 bzw, der Exzenterscheibe 77 übernommen werden. Vorzugsweise ist jedoch eine eigenständige
Zuhaltung 30 vorgesehen, welche eine hochsichere Arretierung bzw. einbruchsichere
Festlegung der Schieber 11 in der vollständig geschlossenen Stellung sicherstellt.
[0132] In Fig. 9 ist eine weitere mögliche Ausführungsform einer Öffnungsbegrenzung 29 zur
gesteuert variierbaren Begrenzung der maximalen Öffnungsweite 12A, 12B, 12C einer
Verschlusseinrichtung 7 bzw. eines linearbeweglichen Schiebers 11 veranschaulicht.
Die Anschlagvorrichtung 31 dieser Öffnungsbegrenzung 29 umfasst hierbei eine gesteuert
positionierbare Gewindespindelanordnung 79. Die jeweils erforderlichen Anschlagpositionen
34 zur Begrenzung der Öffnungsweiten 12A, 12B, 12C werden hierbei durch unterschiedliche
Stellpositionen der Gewindespindelanordnung 79 bewerkstelligt. Insbesondere ist eine
Gewindespindel 80 relativ zu einer feststehend montierten Spindellagerung 81 automatisiert
verstellbar. Zur Relativverstellung der Gewindespindel 80 gegenüber der Spindellagerung
81 ist ein steuerbarer, elektromotorischer Antrieb 82 vorgesehen. Via die Anzahl der
Umdrehungen der Gewindespindel 80 bzw. des Antriebes 82 relativ zur Spindellagerung
81 kann deren Stellposition in Abhängigkeit von der erforderlichen bzw. maximal zulässigen
Öffnungsweite 12A, 12B, 12C gesteuert variiert bzw. verändert werden. Ein Stirnende
83 der Gewindespindel 80 bzw. eines endseitigen Aufsatzteils kann sodann in Wechselwirkung
mit einer Anschlagfläche 84 am Schieber 11 treten, um die diversen Anschlagpositionen
34 festzulegen.
[0133] Die Antriebsvorrichtung 13 zur Relativverstellung der Verschlusseinrichtung 7 bzw.
des Schieber 11 relativ zur gehäuseseitigen bzw. gehäusefesten Zugriffsöffnung 6 ist
hierbei durch eine Kolben-Zylinderanordnung 85 gebildet. Die erzielbare Stellkraft
bzw. Leistung dieser Kolben-Zylinderanordnung 85 wird dabei maßgeblich durch den Arbeits-
bzw. Betriebsdruck des zugeführten flüssigen oder gasförmigen Antriebsmediums, beispielsweise
Öl oder Luft, beeinflusst. Dieser Kolben-Zylinderanordnung 85 ist eine nicht näher
dargestellte Pumpvorrichtung bzw. Druckspeichervorrichtung zur Aufbringung des begrenzten
Arbeitsdruckes zugeordnet. Zur Begrenzung des Arbeitsdruckes bzw. der Antriebskraft
der Kolben-Zylinderanordnung 85 können aber auch Überdruckventile bzw. Drosseln vorgesehen
sein, um die kraft- bzw. drehmomentbegrenzende Einrichtung 27 zu schaffen. Auch diese
Antriebsvorrichtung 13, insbesondere die Leistung bzw. Antriebskraft der Kolben-Zylinderanordnung
85 ist also derart derart gewählt, dass schwerwiegende Verletzungen eines Benutzers
aufgrund von Verschiebebewegungen des Schiebers 11 bzw. aufgrund sonstiger Verstellbewegungen
einer Verschlusseinrichtung 7 nahezu ausgeschlossen werden können.
[0134] Weiters ist aus Fig. 9 ersichtlich, dass die Schieber 11 mittels einer geradlinigen
bzw. bogenförmig gekrümmten Führungsschiene 42, welcher der Ober- und/oder Unterkante
der einzelnen Schieber 11 zugeordnet ist, robust und verschleißfrei geführt werden
können. Diese Führungsschienen 42 decken sich bevorzugt mit den Fachböden bzw. den
einzelnen Fachebenen, sodass hinsichtlich der Zugreifbarkeit auf die Fächer 3 bei
geöffnetem Schieber 11 nahezu keine Einschränkungen bestehen. Eine ausreichend stabile
Lagerung der Schieber 11 ist aber auch dann möglich, wenn die Führungsschienen 42
nicht in den Bereich der Zugriffsöffnung 6 reichen und nur im Inneren des Automatengehäuses
2 verlaufen, sodass sie für einen allgemeinen Automatenbediener unzugreifbar sind.
[0135] Fig. 10 zeigt weitere Ausführungsformen einer Öffnungsbegrenzung 29 und einer kraftbegrenzten
Antriebsvorrichtung 13 für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. den zumindest einen Schieber
11 des Aufbewahrungsautomaten 1.
[0136] Die Öffnungsbegrenzung 29 ist hierbei durch eine so genannte Wandermutteranordnung
86 gebildet. Diese Wandermutteranordnung 86 umfasst eine Gewindespindel 87, welche
von einem steuerbaren Antrieb 88 um deren Längsachse in Drehbewegung versetzbar ist.
Auf dieser bezüglich ihrer Drehrichtung und der Anzahl der Umdrehungen steuerbaren
Gewindespindel 87 ist zumindest eine Gewindemutter 89 gelagert bzw. aufgeschraubt.
Bei Drehung der Gewindespindel 87 mittels dem Antrieb 88 nimmt die Gewindemutter 89
unterschiedliche Relativstellungen gegenüber der Längsrichtung der Gewindespindel
87 bzw. gegenüber dem Antrieb 88 ein. Die Gewindemutter 89 bzw. ein daran befestigtes
Element stellt dabei das variabel positionierbare Anschlagelement 36 für eine Anschlagfläche
84 am Schieber 11 bzw. an der Verschlusseinrichtung 7 dar. Wie schematisch dargestellt,
kann der Gewindemutter 89 auch eine Gleitführungsvorrichtung 90 zugeordnet sein, um
Rotationen der Gewindemutter 89 zu unterbinden und Längsverstellungen derselben entlang
der Gewindespindel 87 sicherzustellen.
[0137] Durch entsprechende Wahl der Gewindesteigung, insbesondere durch Ausbildung relativ
flacher Gewindesteigungen, kann die Wandermutteranordnung 86 selbsthemmend wirken
bzw. ausgeführt sein, d.h. dass diese auch bei hohen auftretenden Kräften parallel
zur Längsachse der Gewindespindel 87 positionsstabil bzw. verdrehsicher bleibt.
[0138] Die Antriebskraft der Antriebsvorrichtung 13 ist hierbei mittels einer mechanischen,
kraft- bzw. drehmomentbegrenzenden Einrichtung 27 limitiert, die einen Friktionsantrieb
91, beispielsweise einen Treibradantrieb bzw. reibschlüssig wirkenden Riemenantrieb
umfasst. Dadurch ist sichergestellt, dass nur eine begrenzte bzw. definierte Kraft
für die Bewegung des automatisiert verstellbaren Schiebers 11 bereitgestellt wird,
wobei diese Kraft derart dimensioniert ist, dass ernsthafte Verletzungen eines Benutzers
ausgeschlossen werden können. Die kraft- bzw. drehmomentbegrenzende Einrichtung 27
kann auch gemäß beliebigen, aus dem Stand der Technik bekannten, elektrischen bzw.
mechanischen Drosselungsvorrichtungen bzw. Begrenzungsvorrichtungen aufgebaut sein.
Insbesondere kann auch eine Fliehkraftkupplung für die Bewegungskopplung zwischen
Antriebsvorrichtung 13 und Verschlusseinrichtung 7 ausgebildet sein, welche im Stillstand
bzw. bei niedriger Drehzahl der Antriebsvorrichtung 13 eine gänzliche Entkopplung
bzw. eine geringe Kraft- bzw. Drehmomentübertragung sicherstellt. Ein weiterer Vorteil
dieser mechanisch nicht starren Bewegungskopplung über eine Fliehkraftkupplung ist
der sanfte, schonende Anlauf der Verstellbewegungen der Verschlusseinrichtungen 7.
[0139] Ebenso ist es möglich, die kraft- bzw. drehmomentbegrenzende Einrichtung 27 durch
eine bei Erreichung eines Grenzwertes die Antriebsverbindung unterbrechende Kupplung
zu bilden. Eine derartige Überlastkupplung kann beispielsweise federvorgespannte Mitnehmerzapfen
bzw. Kupplungszapfen aufweisen bzw. nach dem Reibschlussprinzip zwischen einem treibenden
und einem angetriebenen Funktionselement aufgebaut sein.
[0140] Als Rutschkupplung bzw. Drehmomentbegrenzungsvorrichtung können auch federvorgespannte
Kugeln bzw. Kugelabschnitte ausgeführt sein, welche eine drehmomentbegrenzte Verbindung
zwischen zwei kraftschlüssig zu kuppelnden Bewegungsübertragungsteilen im Antriebsstrang
zwischen der automatisiert gesteuerten Antriebsvorrichtung 13 und der Verschlusseinrichtung
7 bzw. zumindest einem der Schieber 11 bilden.
[0141] Gegebenfalls kann auch eine Kupplungsvorrichtung implementiert sein, welche beim
Auftreten von Überlast, z.B. aufgrund einer Blockade der Verstellbewegung der Verschlusseinrichtung
7 durch Gegenstände bzw. Gliedmaßen des Benutzers, die Antriebsverbindung gänzlich
unterbricht. Eine wegen Überlast vorläufig gelöste Kupplungsverbindung kann z.B. durch
manuelles Aufschieben bis zur bzw. nahe zur Anschlagbegrenzung und/oder durch manuelle
Verschiebung in Schließrichtung - Pfeil 28 - bewusst und in einfacher Art und Weise
wieder hergestellt bzw. aufgebaut werden. Insbesondere ist eine derartige Überlastkupplung
reversibel ausgebildet, sodass im Auslösefall eine einfache Wiederherstellung der
Kupplungsverbindung, vorzugsweise durch einen allgemeinen, nicht geschulten Automatenbediener
vorgenommen werden kann.
[0142] In Fig. 11 ist eine weitere Ausführungsform einer Öffnungsbegrenzung 29, einer Antriebsvorrichtung
13 sowie einer Transporteinrichtung 16 für einen Aufbewahrungsautomaten 1 veranschaulicht.
[0143] Die Öffnungsbegrenzung 29 für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. zumindest einen der
Schieber 11 wird hierbei durch zumindest eine gesteuert aktivier- und deaktivierbare
Anschlagvorrichtung 31 gebildet, welche direkt auf bzw. an der relativverstellbaren
Verschlusseinrichtung 7 bzw. jeweils an vorhandenen Schiebern 11 angeordnet ist. Teile
bzw. Teilabschnitte der zumindest einen Anschlagvorrichtung 31 sind dabei im Korpus
der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des Schiebers 11 integriert. Das zumindest eine Anschlagelement
36 der Anschlagvorrichtung 31 ist gegenüber der Innenseite der Verschlusseinrichtung
7 bzw. des Schiebers 11 gesteuert verstellbar. Insbesondere ist das Anschlagelement
36 gegenüber der Innenseite und/oder einer Stirnseite der Verschlusseinrichtung 7
aus- bzw. einfahrbar oder aus- bzw. einschwenkbar.
[0144] Das zumindest eine Anschlagelement 31 steht hierfür mit der Steuervorrichtung 14
in Wirkverbindung, insbesondere in Leitungsverbindung. Im Übergangsbereich zwischen
der Lagerungsvorrichtung 32 bzw. der Führungsvorrichtung 33 und der Verschlusseinrichtung
7 kann zur Energie- bzw. Signalübertragung zur steuerbaren Anschlagvorrichtung 31
zumindest eine Schleifkontaktanordnung 92 ausgebildet sein. Via diese Schleifkontaktanordnung
92 können Antriebsenergie und/oder Steuersignale zwischen der Steuervorrichtung 14
und der zumindest einen Anschlagvorrichtung 31 übertragen werden. Diese Übertragung
kann dabei auch dann erfolgen, wenn die Verschlusseinrichtung 7 bzw. Schieber 11 in
Relativbewegung gegenüber der gehäusefesten Zugriffsöffnung 6 sind. Anstelle einer
solchen Schleifkontaktanordnung 92 ist es auch möglich, berührungslose, insbesondere
induktive Signal- bzw. Energieübertragungsvorrichtungen zwischen der Anschlagvorrichtung
31 und einer ortsfesten, zugeordneten Sende- und/oder Empfangseinheit für elektrische
Energie und/oder Signale auszubilden. Ebenso ist es denkbar, eine Schleppkabelanordnung
für die Energie- bzw. Signalübertragung zwischen den schieberseitigen Anschlagvorrichtungen
31 und der diese steuernden bzw. beaufschlagenden Steuervorrichtung 14 vorzusehen.
[0145] Die zumindest eine Anschlagvorrichtung 31 steht hierbei in Wechselwirkung mit der
Fachanordnung 4. Insbesondere ist die Anschlagvorrichtung 31 für die Schieberwegbegrenzung
bzw. die Begrenzung der Öffnungsweite in Bezug auf die erforderliche Zugriffsdimension
des freizugebenden Faches 3 gesteuert in und außer Eingriff bzw. Anschlagwirkung gegenüber
einem mechanischen Bauelement der Fachanordnung 4 versetzbar. Als mechanisches Anschlagteil
der Fachanordnung 4 kann dabei eine Fachtrennwand 93 und/oder ein Fachboden 94 der
Fachanordnung 4 fungieren. Insbesondere können Anschlagflächen 84 an der Fachanordnung
4 durch Ausnehmungen 95 im Fachboden 94 und/oder durch in strichlierten Linien dargestellte
Vorsprünge 96 am Fachboden 94 oder an zumindest einer Fachtrennwand 93 und/oder durch
die Fachtrennwand 93 selbst gebildet sein. Die Fachanordnung 4 ist über die Transporteinrichtung
16 selbst und/oder via eine eigenständige bzw. zusätzliche Brems-und/oder Arretiervorrichtung
97 an der jeweiligen Stillstandsposition bzw. an der jeweiligen Relativposition gegenüber
dem Automatengehäuse 2 bzw. der Zugriffsöffnung 6 starr bzw. unverschieblich festlegbar.
Durch eine mechanische, anschlagbegrenzte Wechselwirkung zwischen der Fachanordnung
4 und zumindest einer schieberseitigen Anschlagvorrichtung 31 wird somit die jeweils
benötigte, legitimierte Öffnungsweite bzw. Zugriffsdimension gesteuert beschränkt
bzw. reguliert. Dies erfolgt dadurch, dass die Anschlagelemente 36 via die Steuervorrichtung
14 an den jeweiligen Relativpositionen gegenüber der Fachanordnung 4 gezielt aktiviert
bzw. deaktiviert werden. D.h. es wird die maximal zulässige Öffnungsweite limitiert,
indem die Anschlagvorrichtung 31 zum jeweiligen Zeitpunkt bzw. an der jeweiligen Relativposition
gegenüber der Fachanordnung 4 über die Steuervorrichtung 14 aktiviert wird, sodass
ein weiteres Aufschieben bzw. Öffnen des Schiebers 11 an den jeweiligen Anschlagpositionen
34, welche den diversen Fachgrößen entsprechen, unterbunden ist.
[0146] Einerseits kann die Transporteinrichtung 16, insbesondere die Antriebseinheit 17,
eine integrierte Brems- und/oder Arretiervorrichtung 97, beispielsweise eine Läuferbremse
bzw. Kegelläuferbremse umfassen, um die Fachanordnung 4 im Stillstand sicher und mit
hoher Haltekraft festzulegen. Die Brems- und/oder Arretiervorrichtung 97 ist dabei
in Art einer Konusbremse an einem in axialer Richtung federbelasteten Läufer von Elektromotoren,
vorzugsweise an der Antriebseinheit 17, ausgeführt, wie dies schematisch angedeutet
wurde. Die Brems- und/oder Arretiervorrichtung 97 kann aber auch der Fachanordnung
4 selbst bzw. deren mechanischen Bauelemente zugeordnet und z.B. durch eine steuerbare
Bolzen- bzw. Klinkenverriegelung gebildet sein, wie dies in Fig. 11 weiters schematisch
dargestellt wurde. Diese Brems- und/oder Arretiervorrichtung 97 für die Fachanordnung
4 ist bevorzugt elektrisch steuerbar, insbesondere ohne externer Energiezufuhr aktiv
und durch gesteuerte Energiebeaufschlagung deaktivierbar. Die Brems- und/oder Arretiervorrichtung
97 dient zur raschen Beendigung und/oder zuverlässigen Blockierung von Bewegungen.
[0147] Alternativ kann die von der Steuervorrichtung 14 ansteuerbare Transporteinrichtung
16 auch ein selbsthemmendes Getriebe, beispielsweise ein so genanntes Schneckengetriebe,
umfassen. Ebenso kann eine Bremsvorrichtung auf den Außenumfang der Fachanordnung
4, insbesondere auf eine Mantelumfangsfläche bzw. Bremsfläche am Rundmagazin 19 einwirken.
Anstelle einer Kettenverbindung bzw. eines Kettentriebes zwischen der Transporteinrichtung
16 und der gegenüber dem Automatengehäuse 2 zu bewegenden Fachanordnung 4 kann auch
eine Zahnradkopplung bzw. ein Zahnradgetriebe ausgebildet sein, wie dies in Fig. 11
ersichtlich ist. Insbesondere kann im Umfangsbereich des Rundmagazins 19 ein Zahnkranz
ausgebildet sein, welcher mit einem Ritzel 98 der automatisiert gesteuerten Transportvorrichtung
16 bewegungsgekoppelt ist. Vorteilhaft ist es, wenn die Antriebseinheit 17 der Transporteinrichtung
16 durch einen Motor mit integrierter Bremse, beispielsweise durch einen vorhergehend
beschriebenen Kegelläufer-Motor, insbesondere einen Kegelläufer-Asynchronmotor, gebildet
ist.
[0148] Wie der Fig. 11 weiters zu entnehmen ist, kann die Antriebsvorrichtung 13 für die
Verschlusseinrichtung 7 auch direkt an der Verschlusseinrichtung 7 bzw. direkt auf
jedem der Schieber 11 angeordnet bzw. befestigt sein. Insbesondere ist eine derartige
Antriebsvorrichtung 13 bevorzugt in einem der Stirnendbereiche bzw. Schmalseiten des
Schiebers 11 montiert, wobei der Abtrieb der Antriebsvorrichtung 13 mit einem gehäuseseitigen,
ortsfesten Element zusammenwirkt. Sofern die Antriebsvorrichtung 13, wie schematisch
dargestellt, ein Antriebsritzel aufweist, so ist das gehäuseseitige bzw. im Bereich
der Führungsvorrichtung 33 befestigte Element durch eine Zahnleiste 99 gebildet. Anstelle
einer formschlüssigen Antriebsverbindung kann jedoch - wie vorhergehend erläutert
- auch eine reibschlüssige Verbindung zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und einem
zugeordneten bzw. wirkungsgekoppelten Element ausgebildet sein. Bei Aktivierung der
Antriebsvorrichtung 13 über die Steuervorrichtung 14 bewegt sich sodann die Antriebsvorrichtung
13, insbesondere der Antriebsmotor, gleichzeitig mit dem Schieber 11 gemäß den Pfeilen
26 bzw. 28. Insbesondere bewegt sich die Antriebsvorrichtung 13 gemeinsam mit dem
Schieber 11 entlang des durch die Führungsvorrichtung 33 vordefinierten Verstellbereiches
zumindest unidirektional, bevorzugt bidirektional in automatisiert gesteuerter Art
und Weise.
[0149] Zur Übertragung von elektrischer Energie und/oder Signalen zwischen der Steuervorrichtung
14 und der Antriebsvorrichtung 13 kann zumindest abschnittsweise eine Schleppkabelanordnung
100 ausgebildet sein. Um Antriebsenergie und/oder Steuerbefehle zwischen der Steuervorrichtung
14 und der positionsvariierenden Antriebsvorrichtung 13 zu übertragen, kann aber auch,
wie vorhergehend beschrieben, eine weitere Schleifkontaktanordnung vorgesehen sein.
[0150] Der veranschaulichte Aufbewahrungsautomat 1 weist auch die Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 für die Fachanordnung 4, insbesondere für das karussellartige Rundmagazin 19 auf.
Die Stillstandsüberwachungsvorrichtung 65 ist dabei unabhängig und eigenständig zur
lokalen, primären Steuervorrichtung 14 des Aufbewahrungsautomaten 1 ausgebildet und
kann eine Entriegelung und/oder Öffnung der Verschlusseinrichtungen 7 unabhängig von
Steuerbefehlen oder Auswertungsergebnissen der Steuervorrichtung 14 unterbinden.
[0151] Ferner weist der dargestellte Aufbewahrungsautomat 1 die Kontrollvorrichtung 58 für
den Geschlossen-Zustand der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 auf. Diese
ist unabhängig und zusätzlich zur eigentlichen Steuervorrichtung 14 des Aufbewahrungsautomaten
1 ausgebildet und kann eine Bewegung der Transporteinrichtung 16 unabhängig von Steuerbefehlen
oder Auswertungsergebnissen der Steuervorrichtung 14 unterbinden.
[0152] Die entweder eigenständig ausgeführte oder durch eine der Anschlagvorrichtungen 31
umgesetzte Zuhaltung 30 für die Verschlusseinrichtung 7 bzw. die Schieber 11 wird
in Abhängigkeit von den automatisiert geprüften Zugriffsrechten des jeweiligen Benutzers,
in Abhängigkeit des Abschlusses von Einstell- bzw. Positioniervorgängen der Fachanordnung
4 und in Abhängigkeit des Abschlusses von Einstell- bzw. Positioniervorgängen der
Anschlagvorrichtung 31 automatisch entriegelt. Bevorzugt erfolgt dies nicht durch
ausschließliche Veranlassung von der Steuervorrichtung 14, sondern ist zusätzlich
von der Stillstandsüberwachung 65 und/oder von der Kontrollvorrichtung 58 ein Freigabesignal
bzw. eine Energiefreigabe erforderlich.
[0153] Durch die eigenständige bzw. separat auswertende Stillstandsüberwachungsvorrichtung
65 bzw. Kontrollvorrichtung 65 wird eine hohe Funktionssicherheit des Aufbewahrungsautomaten
1 erzielt, ohne dass eine aufwendige, kostenintensive oder wartungs- bzw. veränderungsproblematische
Steuersoftware für die zentrale bzw. primäre Steuervorrichtung 14 des Aufbewahrungsautomaten
erforderlich ist. Diese hohe Funktionssicherheit für die Automatisierung des Aufbewahrungsautomaten
1 trägt dabei zur erhöhten Personen- und Zugriffssicherheit bei, da kritische bzw.
gefährdende Betriebszustände des Aufbewahrungsautomaten 1 mit hoher Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen sind. Insbesondere verursacht ein einzelner Fehler in der Ablaufsteuerung
bzw. in der Steuervorrichtung 14 noch keinen kritischen Betriebszustand des Automaten.
Vor allem liegt bezüglich der Schließzustandsdetektierung für die Verschlusseinrichtung
7 und/oder bezüglich der Stillstandsdetektierung für die Fachanordnung 4 erhöhte Fehlersicherheit,
insbesondere Einfehlersicherheit vor.
[0154] In den Fig. 12 und 13 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei welcher die zumindest
eine Anschlagvorrichtung 31 an bzw. in der Verschlusseinrichtung 7 bzw. an oder im
jeweiligen Schieber 11 gehaltert bzw. montiert ist. Diese zumindest eine Anschlagvorrichtung
31 wirkt mit einer bzw. mehreren, in Verstellrichtung der Verschlusseinrichtung 7
bzw. des Schiebers 11 distanzierten Anschlagflächen 84 an Vorsprüngen 96 oder alternativ
an Ausnehmungen 95 an der Fachanordnung 4 zusammen. Speziell bei der Ausbildung gemäß
Fig. 12 kann die Anschlagvorrichtung 31 auf die Fachtrennwände 93 oder auf eine sonstige
Fachbegrenzung der jeweiligen Fächer 3 bewegungs- bzw. öffnungsbegrenzend einwirken.
[0155] Die Ausführungsform gemäß Fig. 12 zeigt eine gesteuert aktivier- bzw. deaktivierbare
Anschlagvorrichtung 31, welche zumindest eine gesteuert aktivierbare Klinke 101 umfasst.
Die Klinke 101 ist dabei in einem Stirnrandbereich bzw. an der Innenseite bzw. im
Inneren der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des Schiebers 11 um eine vertikal verlaufende
Schwenkachse 102 verschwenkbar gelagert. Bei Verstellbewegungen der Verschlusseinrichtung
7 bzw. des Schiebers 11 in Schließrichtung, gemäß Pfeil 28, ist die Anschlagvorrichtung
31 inaktiv. Dem gegenüber ist die Anschlagvorrichtung 31, insbesondere deren Klinke
101, bei Verstellung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der Schieber 11 in Öffnungsrichtung,
gemäß Pfeil 26, aktiv bzw. aktivierbar, wenn die Klinke 101 an einer der Anschlagflächen
84, insbesondere an einer der Anschlagpositionen 34 zur Anlage kommt. D.h., dass die
Öffnungsbegrenzung 29 hierbei dann zur Geltung kommt, wenn die Klinke 101 auf einer
Anschlagfläche 84, insbesondere an einem Vorsprung 96, zur Anlage kommt bzw. daran
aufläuft. Ein noch weiteres Öffnen bzw. ein Weiterbewegen des Schiebers 11 in Öffnungsrichtung,
gemäß Pfeil 26, ist dabei also durch die feststehende Fachanordnung 4 bzw. dessen
Anschlagflächen 84 begrenzt. Die diversen Anschlagflächen 84 sind dabei derart positioniert,
dass im Wesentlichen nur auf das bestimmungsgemäße, nutzungsberechtigte Fach 3 der
entsprechenden Größe A, B oder C zugegriffen werden kann.
[0156] Die Klinke 101 ist gemäß dem dargestellten Pfeil 103 einerseits in Richtung zur Innenseite
der Verschlusseinrichtung 7 verschwenkbar, sodass sich die Klinke 103 der Verschlusseinrichtung
7 bzw. dem Schieber 11 annähert. Bei Verschwenkung der Klinke 101 in Gegenrichtung
zum Pfeil 103 entfernt sich diese gegenüber der Innenseite der Verschlusseinrichtung
7 bzw. des Schiebers 11 und kommt schließlich an einer definierten, ausgeschwenkten
Stellung zur Anlage. Diese maximale Ausschwenkstellung, beispielsweise gemäß der Darstellung
in Fig. 12, ist vorzugsweise via korrespondierende Anschlagflächen an der Klinke 101
und am Verschlusselement 7 bzw. Schieber 11 begrenzt.
[0157] Aus dem vorstehenden ergibt sich bereits, dass das Rundmagazin 19 über die hierbei
nicht dargestellte Transporteinrichtung 16 gemäß Pfeil 104 in Bewegung, insbesondere
in Drehbewegung versetzt werden kann und dabei die einzelnen Anschlagpositionen 34
problemlos überwindet nachdem die Anschlagvorrichtung 31 inaktiv, insbesondere deren
Klinke 101 unwirksam ist. D.h. es ist eine unidirektionale Rotation des Rundmagazins
19 möglich, obwohl die Klinke 101 in der gegenüber der Verschlusseinrichtung 7 ausgeschwenkten
bzw. ausgestellten Stellung vorliegt. Hingegen ist eine Drehbewegung des Rundmagazins
19 entgegen dem Pfeil 104 nur innerhalb der Strecke bzw. Distanz zwischen zwei Anschlagpositionen
34, zwischen welchen die Klinke 101 bzw. die Anschlagvorrichtung 31 positioniert ist,
möglich.
[0158] Bei der in den Fig. 12, 13 dargestellten Ausführungsform ist es somit in einfacher
Art und Weise möglich, eine unidirektionale Drehbewegung des Rundmagazins 19 gemäß
Pfeil 104 auszuführen und somit das bestimmungsgemäße Fach 3 hinter der Zugriffsöffnung
6 entsprechend zu positionieren. Nachfolgend wird die nicht näher dargestellte Zuhaltung
30 deaktiviert und kann sodann die Antriebsvorrichtung 13 gesteuert bzw. automatisiert
aktiviert werden bzw. kann sodann die Verschlusseinrichtung 7 manuell bis zu der durch
die Anschlagvorrichtung 31 und die Anschlagflächen 84 definierten Anschlagposition
34 geöffnet werden. Eine automatische Öffnungsbewegung erfolgt dabei kraftbegrenzt,
insbesondere durch einen nicht selbsthemmenden Antrieb bzw. durch eine kraftbegrenzende
Einrichtung 27 im Kraft-übertragungsstrang zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und
der Verschlusseinrichtung 7. Eine erweiterte, manuelle Öffnung über die Anschlagposition
34 hinaus, ist aufgrund der Sperrwirkung der Klinke 101 sicher verwehrt. Ein automatisiertes
Schließen der Verschlusseinrichtung 7 in Richtung des Pfeils 28 erfolgt ebenso nur
mit definiert begrenzter Antriebskraft. Gegebenenfalls ist auch ein manueller Schließvorgang,
insbesondere ein händisches Zuschieben des Schiebers 11 ausführbar, da die Kraftkopplung
bzw. Bewegungskopplung zwischen der Antriebsvorrichtung 13 und den Schiebern 11 bzw.
der Verschlusseinrichtung 7 kraft- bzw. drehmomentbegrenzt bzw. nicht selbsthemmend,
sondern weitgehendst freilaufend, ausgeführt ist.
[0159] Anstelle der Ausbildung einer automatisiert, beispielsweise elektromagnetisch, umschaltbaren
Klinke 101 ist es auch möglich, eine federelastisch vorgespannte Klinke 101 an bzw.
in den jeweiligen Schiebern 11 auszuführen. Insbesondere kann ein Vorspann- bzw. Federmittel
105 ausgeführt sein, welches die Klinke 101 stetig in die ausgeschwenkte Stellung,
z.B. annähernd gemäß der Darstellung in Fig. 13, drängt. Das Federmittel 105 kann
dabei durch einen elastomeren Werkstoff bzw. Bauteil, durch mechanische Federelemente,
durch Gasdruckspeicher, Öldruckspeicher oder dgl., gebildet sein. Bei Relativverstellung
der Fachanordnung 4 gemäß Pfeil 104 gegenüber der Verschlusseinrichtung 7 bzw. gegenüber
der Anschlagvorrichtung 31 ist die Klinke 101 inaktiv, nachdem diese über die Anschlagflächen
84 bzw. über die Anschlagpositionen 34 hinwegstreichen bzw. hinweggleiten kann. Bei
Ausführung einer Verstellbewegung der Verschlusseinrichtung 7 bzw. des Schiebers 11
in Öffnungsrichtung, gemäß Pfeil 26, kommt die Anschlagvorrichtung 31 dann zur Wirkung,
wenn die Klinke 101 an der der Fachgröße entsprechenden Anschlagposition 34 bzw. Anschlagfläche
84 zur Anlage kommt. Durch die bei Stillstand verdrehgesicherte Fachanordnung 4 ist
ein unerlaubtes Aufschieben der Verschlusseinrichtung 7 über die zwischen der Klinke
101 und einer Anschlagfläche 84 definierten Anschlagposition 34 hinweg, sicher unterbunden.
[0160] Ein Vorteil der Ausführungsform gemäß Fig. 13 liegt darin, dass elektromagnetische
Antriebe bzw. Energie- und/oder Signalübertragungen zwischen den Schiebern 11 und
einem gehäusefesten Element bzw. Abschnitt erübrigt werden können. Auch bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 13 ist die Fachanordnung 4 bzw. deren Bewegungsantrieb selbsthemmend bzw.
gebremst ausgeführt, sodass bei Einnahme einer definierten Position der Fachanordnung
4 und nach deren Stillstand eine hochfeste, manuell nicht veränderbare Position der
Fachanordnung 4 vorgegeben ist.
[0161] Anstelle einer ausklappbaren Klinke 101 könnte ebenso eine Art Bolzen oder Haken
aus der Verschlusseinrichtung 7 ausgestoßen werden und so in gleicher Weise wie die
Klinke 101 den maximalen Öffnungsweg der Verschlusseinrichtung 7 bzw. der jeweils
ausgebildeten Schieber 11 beschränken.
[0162] Wie aus Fig. 12 ersichtlich ist, kann die Bewegungskopplung zwischen der Antriebsvorrichtung
13 und den Schiebern 11 auch durch eine Band- oder Seilanordnung 106 bewerkstelligt
sein. Insbesondere ist dabei ein Ende eines Seils mit einem ersten Stirnende des Schiebers
11 verbunden und das weitere Ende des Seils mit dem gegenüberliegenden Stirnende des
Schiebers 11 verbunden. Alternativ ist es auch möglich, ein endlos ausgeführtes Seil
bzw. Band auszubilden und dieses an einer Stelle, bevorzugt an der Innenseite, am
Schieber 11 zu befestigen. Das Band bzw. Seil der Seilanordnung 106 ist um eine Antriebsscheibe
107 der Antriebsvorrichtung 13 gerührt. Zusätzlich ist zumindest eine Umlenkscheibe
108 ausgebildet, durch welche das Band bzw. das Seil mit entsprechendem Umschlingungswinkel
um die Antriebsscheibe 107 geleitet bzw. geführt ist. Durch gesteuert umkehrbare Drehbewegungen
der Antriebsvorrichtung 13, insbesondere der Antriebsscheibe 107, sind sodann Öffnungs-
und Schließbewegungen des Schiebers 11 gemäß Pfeil 26 bzw. Pfeil 28 in einfacher Art
und Weise möglich. Das Band bzw. Seil kann dabei im Außenumfangsbereich des Gehäuses
2 geführt werden. Insbesondere ist eine kreisförmige Führung des Seils rund um das
Rundmagazin 19 vorteilhaft. Alternativ ist auch eine schlingenartige Seilführung mit
eng aneinander liegendem Zug- und Leertrum möglich.
[0163] Führungselemente 109, beispielsweise Führungsstifte oder Führungsrollen, verhindern
dabei ein Anliegen bzw. Streifen des bandförmigen Zugelementes, insbesondere des Seils
oder einer dementsprechenden Kette, an der Fachanordnung 4 bzw. an den Innenseiten
des Automatengehäuses 2.
[0164] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Aufbewahrungsautomaten 1 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise
unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0165] Bezugszeichenaufstellung
- 1
- Aufbewahrungsautomat
- 2
- Automatengehäuse
- 3
- Fach
- 4
- Fachanordnung
- 5
- Zugriffsmechanismus
- 6
- Zugriffsöffnung
- 7
- Verschlusseinrichtung
- 8
- Breite
- 9
- Fachbreite
- 10
- Höhe
- 11
- Schieber
- 12
- Öffnungsweite
- 13
- Antriebsvorrichtung
- 14
- Steuervorrichtung
- 15
- Einzelzugriffsöffnung
- 16
- Transporteinrichtung
- 17
- Antriebseinheit
- 18
- Achse
- 19
- Rundmagazin
- 20
- Rotationsantrieb
- 21
- Bedienerschnittstelle
- 22
- Terminal
- 23
- Ein- und/oder Ausgabevorrichtung
- 24
- Identifikations- und/oder Berechtigungsüberprüfungsmittel
- 25
- Scanner
- 26
- Pfeil
- 27
- Einrichtung
- 28
- Pfeil
- 29
- Öffnungsbegrenzung
- 30
- Zuhaltung
- 31
- Anschlagvorrichtung
- 32
- Lagerungsvorrichtung
- 33
- Führungsvorrichtung
- 34
- Anschlagposition
- 35
- Abstufung
- 36
- Anschlagelement
- 37
- Befehlseingabemittel
- 38
- Zustimmtaster
- 39
- Abschnitt
- 40
- Abschnitt
- 41
- Rolle
- 42
- Führungsschiene
- 43
- Stützrolle
- 44
- Flachseite
- 45
- Bewegungsübertragungsmittel
- 46
- Zahnstange
- 47
- Antriebsritzel
- 48
- Leistungsstellglied
- 49
- Achse
- 50
- Schwenkwinkel
- 51
- Halterung
- 52
- Trägerwelle
- 53
- Stellantrieb
- 54
- Getriebe
- 55
- Brems- und/oder Blockiervorrichtung
- 56
- Stellteil
- 57
- Koppelelement
- 58
- Kontrollvorrichtung
- 59
- Schalter
- 60
- Kontrollkontakt
- 61
- Erfassungsvorrichtung
- 62
- Sensor
- 63
- Auswertevorrichtung
- 64
- Lichtschrankenanordnung
- 65
- Stillstandsüberwachungsvorrichtung
- 66
- Sensor
- 67
- Überbrückungsvorrichtung
- 68
- Zustimmtaster
- 69
- Bewegungsübertragungsmittel
- 70
- Ende
- 71
- Ende
- 72
- Antriebsscheibe
- 73
- Umlenkscheibe
- 74
- Begrenzungsorgan
- 75
- Begrenzungsorgan
- 76
- Schrägfläche
- 77
- Exzenterscheibe
- 78
- Drehachse
- 79
- Gewindespindelanordnung
- 80
- Gewindespindel
- 81
- Spindellagerung
- 82
- Antrieb
- 83
- Stirnende
- 84
- Anschlagfläche
- 85
- Kolben-Zylinderanordnung
- 86
- Wandermutteranordnung
- 87
- Gewindespindel
- 88
- Antrieb
- 89
- Gewindemutter
- 90
- Gleitführungsvorrichtung
- 91
- Friktionsantrieb
- 92
- Schleifkontaktanordnung
- 93
- Fachtrennwand
- 94
- Fachboden
- 95
- Ausnehmung
- 96
- Vorsprung
- 97
- Brems- und/oder Arretiervorrichtung
- 98
- Ritzel
- 99
- Zahnleiste
- 100
- Schleppkabelanordnung
- 101
- Klinke
- 102
- Schwenkachse
- 103
- Pfeil
- 104
- Pfeil
- 105
- Federmittel
- 106
- Seilanordnung
- 107
- Antriebsscheibe
- 108
- Umlenkscheibe
- 109
- Führungselement
1. Aufbewahrungsautomat (1) für Gegenstände, umfassend eine Fachanordnung (4) mit einer
Mehrzahl von Fächern (3), welche von einem Automatengehäuse (2) oder einer sonstigen
Umgrenzung wenigstens teilweise umschlossen sind und mit wenigstens einer relativ
zu einer zentralen, vorgegebenen Zugriffsöffnung (6) im Automatengehäuse (2) verstellbaren
Verschlusseinrichtung (7), um eine Zugriffsmöglichkeit auf ein bestimmtes, einzelnes
Fach (3) oder auf eine bestimmte Gruppe benachbarter Fächer freizugeben oder zu unterbinden
und mit zumindest einer Antriebsvorrichtung (13) für die Verschlusseinrichtung (7)
zur gesteuerten Verstellung der Verschlusseinrichtung (7), wobei eine Öffnungsweite
(12) der Verschlusseinrichtung (7) von der jeweiligen Größe (A, B, C), insbesondere
von einer Breite, eines für einen Zugriff durch einen berechtigten Benutzter vorgesehenen
Faches (3) abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebskraft der Antriebsvorrichtung (13) derart dimensioniert oder einstellbar
ist, und/oder ein Antriebsstrang bzw. eine Bewegungsübertragungsstrecke zwischen Antriebsvorrichtung
(13) und Verschlusseinrichtung (7) eine kraft-oder drehmomentbegrenzende Einrichtung
(27) umfasst, sodass auf die Verschlusseinrichtung (7) einwirkende, maximale Kraft-
bzw. Drehmoment-Übertragungswerte derart festgelegt oder einstellbar sind, dass durch
automatische Verstellbewegungen der Verschlusseinrichtung (7) keine schwerwiegenden
Verletzungen eines Benutzers auftreten können und zudem ein manuelles Anhalten oder
Aufdrücken der Verschlusseinrichtung (7) trotz aktiver Antriebsvorrichtung (13) ermöglicht
ist, und dass der Verschlusseinrichtung (7) oder Antriebsvorrichtung (13) zumindest
eine gesteuert aktivier- und/oder deaktivierbare oder gesteuert positionierbare Anschlagvorrichtung
(31) zugeordnet ist, die zur mechanischen Begrenzung einer maximal zulässigen Öffnungsweite
(12) der Verschlusseinrichtung (7) in Abhängigkeit der Größe (A, B, C) des für einen
Zugriff steuerungstechnisch freigegebenen Faches (3) bzw. der für einen Zugriff steuerungstechnisch
freigegebenen Fachgruppe ausgebildet ist.
2. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (13) nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer oder nach Nichterreichung
einer Sollposition der Verschlusseinrichtung (7) steuerungstechnisch deaktiviert ist.
3. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (14) des Aufbewahrungsautomaten (1) zur automatisierten Positionierung
oder Aktivierung der entsprechenden Anschlagvorrichtung (31) in Abhängigkeit von der
Größe (A, B, C) des für einen Zugriff vorgesehenen Faches (3) ausgebildet ist.
4. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die maximalen Schließkräfte, welche von der Antriebsvorrichtung (13) oder der kraft-
oder drehmomentbegrenzenden Einrichtung (27) auf die Verschlusseinrichtung (7) übertragen
werden, per Hand überwindbar sind.
5. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Blockier- bzw. Sperrkräfte der Anschlagvorrichtung (31) mit bloßen Händen nicht überwindbar
sind.
6. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine automatisiert verstellbare und an die jeweiligen Zugriffsrechte eines Benutzers
in der maximalen Öffnungsweite steuerungstechnisch konfigurierbare Öffnungsbegrenzung
(29) für die Verschlusseinrichtung (7) ausgebildet ist.
7. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) oder eine steuerbare, mechanische Öffnungsbegrenzung
(29) zur Einrichtung variabel positionierbarer Anschlagpositionen (34) für die Verschlusseinrichtung
(7) ausgebildet ist oder zumindest zwei in Öffnungsrichtung (26) der Verschlusseinrichtung
(7) zueinander distanzierte Anschlagpositionen (34) definiert.
8. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je Verschlusseinrichtung (7) mehrere gesteuert aktivier- und deaktivierbare Anschlagvorrichtungen
(31) für unterschiedliche Öffnungsweiten (12) ausgebildet sind.
9. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Begrenzung einer maximal zugelassenen Öffnungsweite (12) der Verschlusseinrichtung
(7) ausgebildete Anschlagvorrichtung (31) jeweils zeitlich vor einer Öffnungsbewegung
der Antriebsvorrichtung (13) und/oder zeitlich vor der gesteuer ten Entriegelung einer
Zuhaltung (30) für die entsprechende Verschlusseinrichtung (7) automatisiert entsprechend
positioniert oder eingestellt ist.
10. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Antriebsvorrichtung (13) erzeugbare maximale Antriebs- oder Schließkraft
unterhalb eines festgelegten verletzungskritischen bzw. gefährdenden Grenzwertes liegt.
11. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebskraft der Antriebsvorrichtung (13) mittels einer elektrisch wirkenden
Strom- oder Momentenbegrenzung begrenzt ist.
12. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch wirkende Strom- oder Momentenbegrenzung ein steuerbares Leistungsstellglied
(48), insbesondere einen Pulsweitenmodulator oder einen Frequenzumrichter umfasst
und über ein solches Leistungsstellglied (48) die Antriebskraft der Antriebsvorrichtung
(13) beeinflusst ist.
13. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Antriebsvorrichtung (13) auf die Verschlusseinrichtung (7) übertragbare
Schließkraft mittels einer mechanischen, kraft- bzw. drehmomentbegrenzenden Einrichtung
(27) begrenzt bzw. gesteuert begrenzbar ist.
14. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die kraft- bzw. drehmomentbegrenzende Einrichtung (27) durch eine Rutschkupplung,
einen Friktionsantrieb (91), insbesondere Reibradantrieb, eine Fliehkraftkupplung
oder eine bei Überlast bzw. Schwellwertüberschreitung die Antriebsverbindung reversibel
unterbrechende Kupplung gebildet ist.
15. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) ein elektromagnetisch positionierbares oder aktivierbares
Anschlagelement (36) umfasst.
16. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) eine gesteuert positionierbare Gewindespindelanordnung
(79) oder Wandermutteranordnung (86) umfasst.
17. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuert positionierbare Anschlagvorrichtung (31) ein selbsthemmend wirkendes
Getriebe (54) umfasst.
18. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Anschlagvorrichtung (31) einen individuell ansteuerbaren Stellantrieb (53),
z.B. in Form eines Elektromagneten, eines Linearmotors oder eines Stellmotors umfasst.
19. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziger Stellantrieb (53) zur selektiven Aktivierung und Deaktivierung einer
Anschlagvorrichtung (31) oder eines Anschlagelementes (36) aus einer Mehrzahl von
zugeordneten, zueinander beabstandeten Anschlagvorrichtungen (31) oder Anschlagelementen
(36) ausgebildet ist.
20. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) durch eine in Abhängigkeit der zulässigen Öffnungsweite
(12) der Verschlusseinrichtung (7) automatisch aktivierte Brems-oder Blockiervorrichtung
(55) an der jeweils adäquaten Position festgelegt ist.
21. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Brems-oder Blockiervorrichtung (55) eine durch manuelle Krafteinwirkung auf die
Verschlusseinrichtung (7) nicht überwindbare Brems- oder Blockierkraft aufbringt.
22. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) im energie- oder stromlosen Zustand wirksam ist.
23. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) mechanisch bistabil ausgeführt ist und ohne elektrischer
Energiezufuhr eine von zwei unterschiedlichen, mechanisch definierten Stellungen einnimmt,
insbesondere über eine im energielosen ersten Zustand dauerhaft begrenzungswirksame
sowie eine im energielosen zweiten Zustand dauerhaft begrenzungsunwirksame Stellung
verfügt.
24. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) und/oder eine eigenständige Zuhaltung (30) zur Verriegelung
der Verschlusseinrichtung (7) in ihrer vollständig geschlossenen Stellung ausgebildet
ist.
25. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhaltung (30) in Abhängigkeit des Vorliegens von automatisiert geprüften Zugriffsrechten
eines Benutzers steuerungstechnisch entriegelbar ist.
26. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine sensorische Kontrollvorrichtung (58), beispielsweise ein Kontrollkontakt (60)
ausgebildet ist, welche bzw. welcher in der vollständig geschlossenen Stellung der
Verschlusseinrichtung (7) ein Freigabesignal aktiv schaltet.
27. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontrollvorrichtung (58) den Zustand vollständig geschlossener Verschlusseinrichtungen
(7) und den Zustand von durch Zuhaltungen (30) mechanisch verriegelten Verschlusseinrichtungen
(7) signalisiert.
28. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektromechanisch entriegelbare Zuhaltung (30) für eine zugriffssicher geschlossene
Verschlusseinrichtung (7) im energielosen Zustand verriegelt ist.
29. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontrollvorrichtung (58) zur Überwachung oder Erfassung mehrerer Verschlusseinrichtungen
(7) bezüglich ihrem geschlossenen Zustand durch eine Lichtschrankenanordnung (64)
gebildet ist.
30. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Licht schrankenanordnung (64) bei nicht vollständig geschlossenem Zustand wenigstens
einer der Verschlusseinrichtungen (7) unterbrochen ist.
31. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung einer verriegelten Zuhaltung (30) für die Verschlusseinrichtung (7) durch
einen Öffnungsversuch der Verschlusseinrichtung (7) mittels der Antriebsvorrichtung
(13) in Verbindung mit dem Signal einer Kontrollvorrichtung (58) für den geschlossenen
Zustand der Verschlusseinrichtung (7) überprüft ist.
32. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine gesteuert aktivier- und deaktivierbare Anschlagvorrichtung (31) auf
oder in der gegenüber der Zugriffsöffnung (6) relativverstellbaren Verschlusseinrichtung
(7) angeordnet ist.
33. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) zum Zusammenwirken mit einem von mehreren in Verstellrichtung
der Verschlusseinrichtung (7) angeordneten Anschlagelementen (36) oder Anschlagflächen
(84) im Inneren des Automatengehäuses (2) ausgebildet ist.
34. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuert aktivier- und deaktivierbare Anschlagvorrichtung (31) für den mechanischen
Anschlag an einer Fachbegrenzung, insbesondere einer Fachtrennwand (93), ausgebildet
ist.
35. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (31) eine Klinke (101) umfasst, welche in der aktiven Stellung
Relativverstellungen zwischen der Verschlusseinrichtung (7) und der Fachanordnung
(4) über eine maximal zugelassene Öffnungsweite (12) hinaus unterbindet.
36. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (101) schwenkbar gelagert ist und mittels einem Federmittel (105) stetig
in eine ausgeschwenkte Stellung gedrängt ist.
37. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (101) gesteuert beweglich ist und im nicht energiebeaufschlagten Zustand
in aktiver Stellung vorliegt und im energiebeaufschlagten Zustand in deaktivierter
Stellung vorliegt.
38. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fachanordnung (4) eine steuerbare Transporteinrichtung (16) zur Relativverstellung
der Fächer (3) oder der Fachanordnung (4) relativ zur Zugriffsöffnung (6) im Automatengehäuse
(2) zugeordnet ist.
39. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass der Transporteinrichtung (16) oder der Fachanordnung (4) eine Brems- und/oder Arretiereinrichtung
(97) zur raschen Beendigung und/oder zuverlässigen Blockierung von Bewegungen zugeordnet
ist.
40. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fachanordnung (4) durch ein um eine vertikale Achse (18) drehbares Rundmagazin
(19) mit zugeordnetem, steuerbaren Rotationsantrieb (20) gebildet ist.
41. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fachanordnung (4), insbesondere einem karussellartigen Rundmagazin (19), eine
Stillstandsüberwachungsvorrichtung (65) zugeordnet ist.
42. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Stillstandsüberwachungsvorrichtung (65) unabhängig und eigenständig zu einer
lokalen, primären Steuervorrichtung (14) des Aufbewahrungsautomaten (1) ausgebildet
ist und eine Entriegelung und/oder Öffnung der Verschlusseinrichtungen (7) unabhängig
von Steuerbefehlen oder Auswertungsergebnissen der Steuervorrichtung (14) unterbinden
kann.
43. Aufbewahrungsautomat einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontrollvorrichtung (58) für den Geschlossen-Zustand der Verschlusseinrichtung
(7) unabhängig und zusätzlich zur eigentlichen Steuervorrichtung (14) des Aufbewahrungsautomaten
(1) ausgebildet ist und eine Bewegung der Transporteinrichtung (16) unabhängig von
Steuerbefehlen oder Auswertungsergebnissen der Steuervorrich tung (14) unterbinden
kann.
44. Aufbewahrungsautomat nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontrollvorrichtung (58) zur Überwachung des Geschlossen-Zustandes der Verschlusseinrichtung
(7) mittels einer Überbrückungsvorrichtung (67) vorübergehend und benutzerbewusst
überbrückbar ist.
45. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbrückungsvorrichtung (67) einen in sicherer Technik ausgeführten, insbesondere
dreistufigen Zustimmtasters (68) umfasst und eine Transporteinrichtung (16) für die
Fachanordnung (4) sowohl beim Loslassen des Zustimmtasters (68) als auch beim Durchdrücken
des Zustimmtasters (68) in eine Panikstellung unmittelbar in den Stillstand überführt
ist.
46. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbrückungsvorrichtung (67) durch zwei derart angeordnete, insbesondere zwei
derart zueinander beabstandetete Taster gebildet ist, dass zur gleichzeitigen Betätigung
der Taster beide Hände des Benutzers erforderlich sind.
47. Aufbewahrungsautomat nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass bei aktivierter Überbrückungsvorrichtung (67) eine Transporteinrichtung (16) für
die Fachanordnung (4) mit verminderter Geschwindigkeit betrieben ist.
1. Machine (1) for storing objects, comprising a compartment system (4) with a plurality
of compartments (3), which are at least partially enclosed by a machine housing (2)
or some other surround and with at least one closure mechanism (7) which can be moved
relative to a central, predefined access orifice (6) in the machine housing (2) to
permit or prevent access to a specific, individual compartment (3) or to a specific
group of adjacent compartments, and having at least one drive system (13) for the
closure mechanism (7) to permit a controlled movement of the closure mechanism (7),
and an opening width (12) of the closure mechanism (7) depends on the respective size
(A, B, C), in particular a width, of a compartment (3) which a user is authorized
to access, characterised in that a driving force of the drive system (13) is dimensioned or can be adjusted, and/or
a drive train or a motion transmitting distance between the drive system (13) and
closure mechanism (7) has a force or torque limiting device (27) such that maximum
force or torque transmission values acting on the closure mechanism (7) can be fixed
or adjusted so that automatic movements of the closure mechanism (7) cannot cause
serious injuries to a user, and the closure mechanism (7) can be manually stopped
or pushed in spite of the active drive system (13), and the closure mechanism (7)
or drive system (13) is provided with at least one stop mechanism (31) which can be
activated and positioned in a controlled manner and/or deactivated and positioned
in a controlled manner, and which is designed so that it mechanically restricts a
maximum permissible opening width (12) of the closure mechanism (7) depending on the
size (A, B, C) of the compartment (3) for which access is released by the control
system or for a compartment group for which access is released by the control system.
2. Storage machine as claimed in claim 1, characterised in that the drive system (13) is deactivated by the control system after a predefined period
has elapsed or if a desired position of the closure mechanism (7) is not reached.
3. Storage machine as claimed in claim 1 or 2, characterised in that a control system (14) of the storage machine (1) is provided as a means of automatically
positioning or activating the co-operating stop mechanism (31) depending on the size
(A, B, C) of the compartment (3) to be accessed.
4. Storage machine as claimed in on or more of the preceding claims, characterised in that the maximum closing forces transmitted to the closure mechanism (7) by the drive
system (13) or force or torque limiting device (27) can be overcome by hand.
5. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that blocking or locking forces of the stop mechanism (31) can be overcome by mere manual
force.
6. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that an opening restriction (29) for the closure mechanism (7) is provided, which can
be automatically moved and which can be configured by the control system in terms
of maximum opening width depending on the respective access rights of a user.
7. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) or a controllable, mechanical opening restriction (29) for
the closure mechanism (7) sets positions of stop positions (34) which can be variably
positioned or defines at least two stop positions (34) spaced apart from one another
in the opening direction (26) of the closure mechanism (7).
8. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that every closure mechanism (7) is provided with several stop mechanisms (31) which can
be activated and deactivated in a controlled manner for different opening widths (12).
9. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) for limiting a maximum permissible opening width (12) of
the closure mechanism (7) is respectively positioned or set on a timed basis prior
to an opening movement of the drive system (13) and/or on a timed basis prior to the
controlled release of a tumbler (30) for the co-operating closure mechanism (7) on
an automatic basis.
10. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a maximum driving or closing force which can be generated by the drive system (13)
lies below a fixed threshold value critical to injury or risk.
11. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a driving force of the drive system (13) is limited by an electrically acting current
or torque restriction.
12. Storage machine as claimed in claim 11, characterised in that the electrically acting current or torque restriction comprises a controllable power
adjusting element (48), in particular a pulse width modulator or a variable-frequency
inverter and the driving force for the drive system (13) is influenced by such a power
adjusting element (48).
13. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a closing force which can be transmitted by the drive system (13) to the closure
mechanism (7) can be limited by means of a mechanical force or torque limiting device
(27) and restricted in a controlled manner.
14. Storage machine as claimed in claim 13, characterised in that the force or torque limiting device (27) is provided in the form of a slip clutch,
a friction drive (91), in particular wheel friction drive, a centrifugal coupling
or a coupling which reversibly breaks the drive connection in the event of overload
or when a threshold value is exceeded.
15. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) comprises a stop element (36) which can be electromagnetically
positioned or activated.
16. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) comprises a threaded spindle arrangement (79) or moving nut
arrangement (86) which can be positioned in a controlled manner.
17. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) which can be positioned in a controlled manner comprises
a gear system (54) acting on the basis of friction.
18. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that every stop mechanism (31) has an individually actuatable actuator drive (53), e.g.
in the form of an electromagnet, a linear motor or an actuator motor.
19. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a single actuator drive (53) is provided as a means of selectively activating and
deactivating a stop mechanism (31) or a stop element (36) out of a plurality of co-operating
mutually spaced stop mechanisms (31) or stop elements (36).
20. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) is fixed at the respective appropriate position by means
of an automatically activated brake or blocking device (55) depending on the permissible
opening width (12) of the closure mechanism (7).
21. Storage machine as claimed in claim 20, characterised in that the braking or blocking device (55) applies a braking or blocking force to the closure
mechanism (7) which cannot be overcome by manual force.
22. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) is active in the powerless or current-free state.
23. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) is of a mechanically bistable design and assumes one of two
mechanically defined positions without being supplied with electric power, in particular
has an active position permanently producing a restriction in the powerless first
state and an inactive position permanently producing a restriction in the powerless
second state.
24. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stop mechanism (31) and/or a separate tumbler (30) is provided as a means of
locking the closure mechanism (7) in its fully closed position.
25. Storage machine as claimed in claim 24, characterised in that the tumbler (30) can be released by the control system depending on the existence
of automatically verified access rights of a user.
26. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a sensor-based control device (58), for example a control contact (60), is provided,
which actively switches a release signal when the closure mechanism (7) is in the
fully closed position.
27. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a control device (58) signals the state of the fully closed closure mechanisms (7)
and the state of closure mechanisms (7) mechanically locked by tumblers (30).
28. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that an electromechanically releasable tumbler (30) is locked in the powerless state so
that a closed closure mechanism (7) cannot be accessed.
29. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a control device (58) is provided for monitoring or detecting several closure mechanisms
(7) for sensing their closed state by means of a photoelectric barrier system (64).
30. Storage machine as claimed in claim 29, characterised in that the photoelectric barrier system (64) is interrupted if at least one of the closure
mechanisms (7) is not in the fully closed state.
31. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the effect of a locked tumbler (30) on the closure mechanism (7) is checked due to
an attempt to open the closure mechanism (7) by means of the drive system (13) in
conjunction with the signal of a control device (58) for the closed state of the closure
mechanism (7).
32. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that at least one stop mechanism (31) which can be activated and deactivated on a controlled
basis is disposed on or in the closure mechanism (7) which is displaceable relative
to the access orifice (6).
33. Storage machine as claimed in claim 32, characterised in that the stop mechanism (31) for co-operating with one of several stop elements (36) or
stop surfaces (84) disposed in the direction in which the closure mechanism (7) is
moved is disposed in the interior of the machine housing (2).
34. Storage machine as claimed in claim 32, characterised in that the stop mechanism (31) which can be activated and deactivated on a controlled basis
is designed to abut mechanically with a compartment boundary, in particular a compartment
dividing wall (93).
35. Storage machine as claimed in claim 32, characterised in that the stop mechanism (31) comprises a pawl (101) which prevents relative movements
between the closure mechanism (7) and the compartment system (4) beyond a maximum
permissible opening width (12) in the active or projecting position.
36. Storage machine as claimed in claim 35, characterised in that the pawl (101) is mounted so as to be pivotable and is constantly forced into a projecting
or outwardly pivoted position by means of a spring means (105).
37. Storage machine as claimed in claim 35, characterised in that the pawl (101) can be moved in a controlled manner and is in the projecting or active
position in the state when it is not supplied with power and is in the retracted or
deactivated position in the state when it is supplied with power.
38. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the compartment system (4) co-operates with a controllable transport mechanism (16)
in order to move the compartments (3) or compartment system (4) relative to the access
orifice (6) in the machine housing (2).
39. Storage machine as claimed in claim 38, characterised in that the transport mechanism (16) or compartment system (4) co-operates with a braking
and/or locking device (97) for rapidly terminating and/or reliably blocking movements.
40. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the compartment system (4) is provided in the form of a round magazine (19) which
is rotatable about a vertical axis (18) with a co-operating, controllable rotary drive
(20).
41. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the compartment system (4), in particular a carousel-type round magazine (19), co-operates
with a motion monitoring system (65).
42. Storage machine as claimed in claim 41, characterised in that the motion monitoring system (65) is independent of and separate from a local, primary
control system (14) of the storage machine (1) and is able to release and/or open
the closure mechanisms (7) independently of control commands or evaluation results
of the control system (14).
43. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a control device (58) is provided for the closed state of the closure mechanism (7)
independently of and in addition to the actual control system (14) of the storage
machine (1) and is able to prevent a movement of the transport mechanism (16) independently
of control commands or evaluation results of the control system (14).
44. Storage machine as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a control device (58) for monitoring the closed state of the closure mechanism (7)
can be temporarily and deliberately bridged by a user by means of a bridging device
(67).
45. Storage machine as claimed in claim 44, characterised in that the bridging device (67) operates on the basis of failsafe technology, in particular
has three-stage OK buttons (68), and a transport mechanism (16) for the compartment
system (4) can be immediately brought to a halt in a panic position both when the
OK button (68) is released and when the OK button (68) is depressed.
46. Storage machine as claimed in claim 44, characterised in that the bridging device (67) is provided in the form of two such buttons, in particular
two such buttons spaced apart from one another so that the user has to use both hands
in order to operate the buttons simultaneously.
47. Storage machine as claimed in claim 44, characterised in that when the bridging device (67) is activated, a transport mechanism (16) for the compartment
system (4) is operated at a reduced speed.
1. Automate de stockage (1) pour objets, comprenant une installation à compartiments
(4) avec une pluralité de compartiments (3), entourés au moins partiellement d'un
boîtier d'automate (2) ou d'une autre délimitation et avec au moins un dispositif
de fermeture (7) réglable par rapport à une ouverture centrale (6) centrale prédéterminée
dans le boîtier d'automate (2) afin de libérer ou d'éliminer une possibilité d'accès
à un seul compartiment (3) déterminé ou à un groupe déterminé de compartiments adjacents
et avec au moins un dispositif d'entraînement (13) pour le dispositif de fermeture
(7) pour le réglage contrôlé du dispositif de fermeture (7), un diamètre d'ouverture
(12) du dispositif de fermeture (7) dépendant de la taille (A, B, C), notamment d'une
largeur, d'un compartiment (3) prévu pour un accès par un utilisateur autorisé, caractérisé en ce qu'une force d'entraînement du dispositif d'entraînement (13) est dimensionnée ou réglable,
et/ou une chaîne d'entraînement ou une ligne de transmission de mouvement entre le
dispositif d'entraînement (13) et le dispositif de fermeture (7) comprend un dispositif
(27) limitant la force ou le couple, de façon à ce que les valeurs maximales de transmission
des forces et des couples agissant sur le dispositif de fermeture (7) soient déterminées
ou réglées de façon à ce que, grâce à des mouvements de réglage automatiques du dispositif
de fermeture (7), aucune blessure grave ne puisse être causée sur un utilisateur et
en outre un arrêt ou une pression manuelle sur le dispositif de fermeture (7) soit
possible même si le dispositif d'entraînement (13) est actif, et en ce que le dispositif de fermeture (7) ou le dispositif d'entraînement (13) comprend au moins
un dispositif de butée (31) activable ou désactivable de manière contrôlée ou positionnable
de manière contrôlée, pour la limitation mécanique d'un diamètre d'ouverture (12)
maximal admissible du dispositif de fermeture (7) en fonction de la taille (A, B,
C) du compartiment (3) libéré de manière contrôlée pour un accès ou du groupe de compartiments
libéré de manière contrôlée pour un accès.
2. Automate de stockage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (13) est désactivé de manière contrôlée après un laps
de temps prédéterminé ou lorsqu'une position de consigne du dispositif de fermeture
(7) n'est pas atteinte.
3. Automate de stockage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (14) de l'automate de stockage (1) est conçu pour le positionnement
automatique ou l'activation du dispositif de butée (31) correspondant en fonction
de la taille (A, B, C) du compartiment (3) prévu pour un accès.
4. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les forces de fermeture maximales, qui sont transmises par le dispositif d'entraînement
(13) ou par le dispositif limitant la force ou le couple (27) au dispositif de fermeture
(7), sont surmontables à la main.
5. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les forces de blocage ou de verrouillage du dispositif de butée (31) ne sont pas
surmontables à mains nues.
6. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une limitation d'ouverture (29) automatisée réglable et configurable dans le diamètre
d'ouverture maximal selon les droits d'accès d'un utilisateur, est conçue pour le
dispositif de fermeture (7).
7. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) ou une limitation d'ouverture (29) mécanique contrôlable
est conçue pour la configuration de positions de butée positionnables de manière variable
(34) pour le dispositif de fermeture (7) ou au moins deux positions de butée (34)
éloignées entre elles sont définies dans la direction d'ouverture (26) du dispositif
de fermeture (7).
8. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que, au niveau de chaque dispositif de fermeture (7), se trouvent plusieurs dispositifs
de butée (31) activables ou désactivables de manière contrôlée pour différents diamètres
d'ouverture (12).
9. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) conçu pour la limitation d'un diamètre d'ouverture maximal
admissible (12) du dispositif de fermeture (7) est positionné ou réglé automatiquement
temporellement avant un mouvement d'ouverture du dispositif d'entraînement (13) et/ou
temporellement avant un déverrouillage contrôlé d'un verrouillage (30) pour le dispositif
de fermeture (7) correspondant.
10. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que force d'entraînement ou de fermeture maximale générée par le dispositif d'entraînement
(13) se trouve en dessous d'une valeur limite déterminée afin d'éviter des blessures
ou d'autres risques.
11. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une force d'entraînement du dispositif d'entraînement (13) est limitée à l'aide d'une
limitation électrique de courant ou de couple.
12. Automate de stockage selon la revendication 11, caractérisé en ce que la limitation électrique de courant ou de couple comprend un organe de réglage de
la puissance (48) contrôlable, notamment un modulateur d'amplitude d'impulsions ou
un convertisseur de fréquence et un tel organe de réglage de la puissance (48) influence
la force d'entraînement du dispositif d'entraînement (13).
13. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une force de fermeture transmissible par le dispositif d'entraînement (13) vers le
dispositif de fermeture (7) est limitée ou peut être limitée de manière contrôlée
à l'aide d'un dispositif de limitation mécanique de force ou de couple (27).
14. Automate de stockage selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif de limitation de force ou de couple (27) est constitué d'un accouplement
à friction, d'un entraînement à friction (91), notamment un entraînement à roue à
friction, un embrayage centrifuge ou un embrayage interrompant de manière réversible
la liaison d'entraînement en cas de surcharge ou de dépassement d'une valeur seuil.
15. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) comprend un élément de butée (36) positionnable ou activable
de manière électromagnétique.
16. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) comprend un dispositif à tige filetée (79) positionnable
de manière contrôlée ou un dispositif à écrou mobile (86).
17. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) comprend un engrenage autobloquant (54).
18. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque dispositif de butée (31) comprend un actionneur (53) contrôlable de manière
individuelle, par exemple sous la forme d'un électroaimant, d'un moteur linéaire ou
d'un servomoteur.
19. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un seul actionneur (53) est conçu pour l'activation et la désactivation sélective
d'un dispositif de butée (31) ou d'un élément de butée (36) parmi une pluralité de
dispositifs de butée (31) ou d'éléments de butée (36) correspondants éloignés entre
eux.
20. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) est fixée dans une position adéquate par un dispositif
de freinage ou de blocage (55) activée automatiquement en fonction du diamètre d'ouverture
(12) admissible du dispositif de fermeture (7).
21. Automate de stockage selon la revendication 20, caractérisé en ce que le dispositif de freinage ou de blocage (55) exerce, grâce à l'application d'une
force manuelle sur le dispositif de fermeture (7), une force de freinage ou de blocage
non surmontable.
22. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) est actif dans un état sans énergie ou sans courant.
23. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) est conçu mécaniquement de manière bistable et prend,
sans apport d'énergie électrique, une parmi deux positions différentes définies mécaniquement,
notamment une limitant de manière durable le mouvement dans le premier état sans énergie
et une position limitant de manière durable le mouvement dans le deuxième état sans
énergie.
24. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) et/ou un verrouillage autonome (30) est conçu pour le
verrouillage du dispositif de fermeture (7) dans sa position complètement fermée.
25. Automate de stockage selon la revendication 24, caractérisé en ce que le verrouillage (30) est déverrouillable en fonction de l'existence de droits d'accès
automatiquement contrôlés d'un utilisateur.
26. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (58) à capteurs, par exemple un contact de contrôle (60),
est présent, qui déclenche de manière active un signal d'autorisation dans la position
entièrement fermée du dispositif de fermeture (7).
27. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (58) signale l'état de dispositifs de fermeture (7) entièrement
fermés et l'état de dispositifs de fermeture (7) verrouillés mécaniquement par des
verrouillages (30).
28. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un verrouillage (30) déverrouillable électromécaniquement est verrouillé, dans l'état
sans énergie, pour un dispositif de fermeture (7) fermé avec protection d'accès.
29. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (58) est conçu pour la surveillance ou la détection de plusieurs
dispositifs de fermeture (7) en ce qui concerne leur état fermé à l'aide d'un dispositif
à barrière photoélectrique (64).
30. Automate de stockage selon la revendication 29, caractérisé en ce que le dispositif à barrière photoélectrique (64) est interrompu lorsqu'au moins un des
dispositifs de fermeture (7) est dans un état non entièrement fermé.
31. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'action d'un verrouillage (30) verrouillé est contrôlée pour le dispositif de fermeture
(7) par une tentative d'ouverture du dispositif de fermeture (7) à l'aide du dispositif
d'entraînement (13) en relation avec le signal d'un dispositif de contrôle (58) pour
l'état fermé du dispositif de fermeture (7).
32. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de butée (31) activable et désactivable de manière contrôlée
se trouve sur ou dans le dispositif de fermeture (7) réglable par rapport à l'ouverture
d'accès (6).
33. Automate de stockage selon la revendication 32, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) est conçu pour une interaction avec un parmi plusieurs
éléments de butée (36) ou des surfaces de butée (84) disposés dans la direction de
réglage du dispositif de fermeture (7) à l'intérieur du boîtier de l'automate (2).
34. Automate de stockage selon la revendication 32, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) activable et désactivable de manière contrôlée est conçu
pour la butée mécanique contre une limite de compartiment, notamment une cloison de
compartiment (93).
35. Automate de stockage selon la revendication 32, caractérisé en ce que le dispositif de butée (31) comprend un cliquet (101) qui, dans sa position active,
interdit des réglages relatifs entre le dispositif de fermeture (7) et l'installation
à compartiments (4) au-delà d'un diamètre d'ouverture (12) maximal admissible.
36. Automate de stockage selon la revendication 35, caractérisé en ce que le cliquet (101) est logé de manière pivotante et durablement forcé dans une position
pivotée à l'aide d'un élément élastique (105).
37. Automate de stockage selon la revendication 35, caractérisé en ce que le cliquet (101) est mobile de manière contrôlée et se trouve, dans l'état non alimenté,
en position active et, dans l'état alimenté, en position désactivée.
38. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation à compartiments (4) comprend un dispositif de transport (16) contrôlable
pour le réglage relatif des compartiments (3) ou de l'installation à compartiments
(4) par rapport à l'ouverture d'accès (6) dans le boîtier de l'automate (2).
39. Automate de stockage selon la revendication 38, caractérisé en ce que le dispositif de transport (16) ou l'installation à compartiments (4) comprend un
dispositif de freinage et/ou de blocage (97) pour l'arrêt rapide et/ou le blocage
fiable de mouvements.
40. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation à compartiments (4) est constituée d'un magasin rond (19) rotatif
autour d'un axe vertical (18) avec un entraînement de rotation (20) contrôlable.
41. Automate de stockage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation à compartiments (4), notamment un magasin rond (19) de type carrousel,
comprend un dispositif de surveillance d'arrêt (65).
42. Automate de stockage selon la revendication 41, caractérisé en ce que le dispositif de surveillance d'arrêt (65) est indépendant et autonome par rapport
à un dispositif de commande (14) local principal de l'automate de stockage (1) et
peut interdire un déverrouillage et/ou une ouverture du dispositif de fermeture (7)
indépendamment des instructions ou des résultats d'analyse du dispositif de commande
(14).
43. Automate de conservation selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (58) est conçu pour l'état fermé du dispositif de fermeture
(7) indépendamment et en plus du dispositif de commande (14) proprement dit de l'automate
de stockage (1) et peut interdire un mouvement du dispositif de transport (16) indépendamment
des instructions ou des résultats d'analyse du dispositif de commande (14).
44. Automate de conservation selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un dispositif de contrôle (58) pour la surveillance de l'état fermé du dispositif
de fermeture (7) peut être court-circuité de manière temporaire par l'utilisateur
à l'aide d'un dispositif de pontage (67).
45. Automate de stockage selon la revendication 44, caractérisé en ce que le dispositif de pontage (67) comprend un bouton d'autorisation à trois étages (68)
réalisé de manière sûre et un dispositif de transport (16) pour l'installation à compartiments
(4) est immobilisé immédiatement aussi bien lors du relâchement du bouton d'autorisation
(68) que lors de la commutation du bouton d'autorisation (68) dans une position de
panique.
46. Automate de stockage selon la revendication 44, caractérisé en ce que le dispositif de pontage (67) est constitué de deux boutons conçus et notamment éloignés
l'un de l'autre de façon à ce que les deux mains soient nécessaires pour l'actionnement
simultané des boutons.
47. Automate de stockage selon la revendication 44, caractérisé en ce que lorsque le dispositif de pontage (67) est activé, un dispositif de transport (16)
pour l'installation à compartiments (4) est utilisé à vitesse réduite.