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EP 1 745 725 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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24.01.2007 Patentblatt 2007/04 |
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Anmeldetag: 20.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK YU |
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Anmelder: TFS-Global Hanger Management GmbH |
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48529 Nordhorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Bode, Hermann H.
48607 Ochtrup (DE)
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Vertreter: Ellberg, Nils et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
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Verfahren zum Schützen von Kleiderbügeln, sowie nach dem Verfahren hergestellter Kleiderbügel |
(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schützen von Kleiderbügeln, insbesondere
von Mehrwegkleiderbügeln, wobei der Kleiderbügel (10) wenigstens aus einem Kleiderbügelhaken
(12) zum Aufhängen des Kleiderbügels und einem Kleiderbügelkorpus (11) zur Aufnahme
eines Kleidungsstücks besteht, und wobei der Kleiderbügelhaken (12) wenigstens teilweise
aus einem metallischen, in der Regel oxidierendem bzw. rostendem Material besteht,
und wobei der Kleiderbügelkorpus (11) aus einem im wesentlichen nichtrostendem Material
besteht, und wobei der Kleiderbügelhaken (12) nach der Montage am Kleiderbügelkorpus
(11) mit Mitteln zum Schutz des Kleiderbügelhakens (12) vor Oxidation und/oder Korrosion
ausgestattet wird.
Die Erfindung betrifft weiterhin einen nach dem obigen Verfahren hergestellten Kleiderbügel.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schützen von Kleiderbügeln. Weiterhin betrifft
die Erfindung einen entsprechenden Kleiderbügel.
[0002] Die in Rede stehenden Kleiderbügel bzw. Mehrwegkleiderbügel sind beispielsweise aus
der
EP 1 252 843 A1, der
GB 2 328 369 oder der
WO 2004/028 316 A1 bekannt. Die aus diesem Stand der Technik bekannten Mehrwegkleiderbügel stimmen dahingehend
überein, dass diese einen Kleiderbügelhaken aufweisen, der zum Aufhängen des Kleiderbügels
bestimmt ist. Üblicherweise wird der Kleiderbügelhaken aus einem metallischen Draht
hergestellt. Weiterhin verfügen derartige Mehrwegkleiderbügel über einen Kleiderbügelkorpus
zur Aufnahme wenigstens eines Kleidungsstücks. Das Kleidungsstück kann am Korpus aufgehängt,
um den Korpus herumgelegt oder auch am Korpus festgeklemmt werden. Bei Mehrwegkleiderbügeln
besteht der Kleiderbügelkorpus in der Regel aus einem nicht metallischen Material,
beispielsweise aus Kunststoff, Holz oder dergleichen.
[0003] Im Unterschied zu Einwegkleiderbügeln, wie sie beispielsweise in chemischen Reinigungen
verwendet werden, ist die Lebensdauer von Mehrwegkleiderbügeln deutlich größer. Die
Lebensdauer des Mehrwegkleiderbügels wird unter anderem erheblich durch die Eigenschaften
des Hakens beeinflusst. Insofern werden höhere Anforderungen an die Qualität und Haltbarkeit
von Mehrwegkleiderbügeln gestellt. Auch nach längerer Nutzung soll der Mehrwegkleiderbügel
ein ansprechendes Äußeres aufweisen. Dies gilt insbesondere für Mehrwegkleiderbügel,
auf denen die Bekleidungsstücke dem Endkunden zum Verkauf angeboten werden. Auch die
Haltbarkeit ist bei mehrmaliger Benutzung von Kleiderbügeln eine wichtige Eigenschaft,
da eine Beschädigung der Kleidungsstücke durch defekte Kleiderbügel zu vermeiden ist.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Kleiderbügel bzw. Mehrwegkleiderbügel
weiterzuentwickeln.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Kleiderbügelhaken nach der
Montage am Kleiderbügelkorpus mit Mitteln zum Schutz des Kleiderbügelhakens gegen
Korrosion und/oder Oxidation ausgestattet wird.
[0006] Der Erfinder hat erkannt, dass die Korrosion bzw. Oxidation der Kleiderbügelhaken
ein ernsthaftes Problem darstellen kann, wenn dies zu einer Verschmutzung bzw. Beschädigung
der Bekleidungsstücke führt. Derartige Beeinträchtigungen können auch zur Schädigung
von Förderanlagen führen, mit denen die Kleiderbügel beispielsweise bei der Wiederaufbereitung
oder beim Verkauf befördert werden. Es wird daher vorgeschlagen nachträglich, d.h.
im Anschluss an die eigentliche Herstellung bzw. Montage des Kleiderbügels zusätzliche
Maßnahmen zu ergreifen, um der Oxidation bzw. Korrosion entgegenzuwirken bzw. diese
zu verhindern. Diese Vorgehensweise hat unter anderem den Vorteil, dass die Kleiderbügel
auf herkömmliche Weise hergestellt werden können, beispielsweise unter Verwendung
von Kleiderbügelhaken aus einfachem, nicht vergüteten Stahl. Die Verwendung von veredelten
Stählen kommt nämlich wegen der deutlich höheren Kosten in der Regel nicht in Frage.
[0007] Vorzugsweise wird die antikorrosive bzw. antioxidative Ausstattung vor erstmaliger
Ingebrauchnahme vorgesehen. Auf diese Weise ist der Kleiderbügel von Beginn an gegen
Oxidation bzw. Korrosion geschützt. Zusätzlich oder alternativ kann die antioxidative
bzw. antikorrosive Ausstattung auch nach erstmaliger Ingebrauchnahme vorgesehen werden,
nämlich im Zuge der Aufbereitung des Kleiderbügels für die Wiederverwendung. Auf diese
Weise kann der Schutz des Kleiderbügelhakens vor Oxidation bzw. Korrosion im Bedarfsfall
erneuert werden oder herkömmliche, bereits im Handel befindliche Kleiderbügel "nachgerüstet"
werden.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass der Kleiderbügelhaken
antioxidativ bzw. antikorrosiv beschichtet wird. Es wird demnach an der Außenfläche
des Kleiderbügelhakens eine Beschichtung aufgebracht, die antioxidativ bzw. antikorrosiv
wirkt, d. h. die einer Oxidation bzw. Korrosion des Kleiderbügelhakens entgegenwirkt
bzw. diese vermeidet. Beispielsweise kann die Beschichtung durch Eintauchen des Kleiderbügelhakens
in ein entsprechendes Medium aufgebracht werden. Alternativ kann das Medium auch durch
Aufsprühen auf den Kleiderbügelhaken aufgebracht werden. Vorzugsweise wird die antioxidative
bzw. antikorrosive Beschichtung als eine Art Lack bzw. Beschichtung auf den Kleiderbügelhaken
aufgebracht. Der Kleiderbügelkorpus wird vorzugsweise nicht beschichtet.
[0009] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Die einzige Fig. 1 der Zeichnung zeigt einen (Mehrweg-)Kleiderbügel in
schematischer Seitenansicht.
[0010] Fig.1 zeigt einen Kleiderbügel 10 mit einem Kleiderbügelkorpus 11 und einem Kleiderbügelhaken
12. Der Kleiderbügelhaken 12 verfügt über einen oberen Haken 13 und einen hieran anschließenden
unteren Kleiderbügelhakenschaft 14. Kleiderbügelhaken 12 und Kleiderbügelkorpus 11
sind miteinander verbunden indem der Kleiderbügelhaken 12 im Bereich eines Teils des
Kleiderbügelhakenschafts 14 teilweise in den Kleiderbügelkorpus 11 eindringt. Der
weitere Verlauf des sich im Inneren des Kleiderbügelkorpus 11 erstreckenden Kleiderbügelhakenschafts
14 ist durch die gestrichelte Linie 15 verdeutlicht. Kleiderbügelkorpus 11 und Kleiderbügelhaken
12 werden bei der Herstellung miteinander verbunden. Auf die Art der Verbindung von
Kleiderbügelkorpus 11 und Kleiderbügelhaken 12 kommt es hingegen für die vorliegende
Erfindung nicht an.
[0011] Bei dem gezeigten Kleiderbügel 10 handelt es sich um einen Mehrwegkleiderbügel, also
einem Kleiderbügel, der im Mehrwegverfahren eingesetzt werden soll. Der Kleiderbügelkorpus
11 besteht daher nicht aus einem einfachen gebogenen Draht, sondern aus einem nicht
metallischen und in der Regel nicht oxidierenden Material, wie beispielsweise Kunststoff
oder Holz. Gegebenenfalls kann der Kleiderbügelkorpus 11 auch eine Ummantelung aus
Stoff, insbesondere Filz oder dergleichen aufweisen. Der Kleiderbügelkorpus 11 ist
somit in wesentlichen Teilen aus einem nicht oxidierenden bzw. rostendem Material
hergestellt, sodass insoweit keine Oxidatons- bzw. Korrosionsgefahr besteht. Der Kleiderbügelhaken
12 besteht hingegen herkömmlich aus einem Material, das üblicherweise der Oxidation
und/oder der Korrosion unterliegt, beispielsweise aus einfachem Stahl oder anderen
Metallen. Das Material zur Herstellung des Kleiderbügelhakens wird zunächst entsprechend
der Gestalt des Hakens 13 gebogen und dann am Kleiderbügelkorpus 11 befestigt.
[0012] Anschließend wird der im Übrigen herkömmlich ausgebildete Kleiderbügelhaken 12 antioxidativ
bzw. antikorrosiv ausgestattet. Unter einer antioxidativen bzw. antikorrosiven Ausstattung
im Sinne dieser Anmeldung ist jegliche Maßnahme zu verstehen, die dazu führt, dass
einer Oxidation und/oder Korrosion des Kleiderbügelhakens 12 wenigstens entgegengewirkt
wird. Vorzugsweise sollte die Oxidation oder Korrosion signifikant eingeschränkt werden,
insbesondere im Wesentlichen vollständig unterbunden werden. Beispielweise kann eine
Art Lack auf dem Kleiderbügelhaken 12 aufgetragen werden, der diesen umgibt und somit
vor Oxidation bzw. Korrosion schützt.
[0013] Als Auftragungsverfahren kommt beispielsweise das Eintauchen in ein entsprechendes
Medium oder der Einsatz eines entsprechenden Nebelbades in Frage. Andere Auftragsarten
sind natürlich denkbar. Beim Eintauchen des Kleiderbügelhakens 12 kann so vorgegangen
werden, dass der Kleiderbügel 10 mit dem Kleiderbügelhaken 12 nach unten weisend in
ein entsprechendes Tauchbad eingetaucht wird, vorzugsweise ohne dass der Kleiderbügelkorpus
11 mit dem Medium in Kontakt kommt.
[0014] Zum Einsatz als antioxidative bzw. antikorrosive Medien können auch sogenannte VCI-Korrosionsschutzprodukte
kommen. Ein Volatile Corrosion Inhibitor (VCI) (dt. Flüchtiger Korrosion Inhibitor)
ist eine Substanz, die aus der Dampfphase heraus einen Schutz vor Korrosion von Werkstoffen
bewirkt. Sie zeichnen sich durch einen hohen Sättigungsdampfdruck bei relativ niedrigen
Temperaturen aus. Die eigentliche Wirkung entfalten sie an der Werkstoffoberfläche
an der sie adsorbieren und ein Schutzschicht ausbilden.
Bezugszeichenliste:
[0015]
- 10
- Kleiderbügel
- 11
- Kleiderbügelkorpus
- 12
- Kleiderbügelhaken
- 13
- Haken
- 14
- Kleiderbügelhakenschaft
- 15
- gestrichelte Linie
1. Verfahren zum Schützen von Kleiderbügeln (10), insbesondere von Kleiderbügeln, die
zum Einsatz in Mehrwegverfahren bestimmt sind, wobei der Kleiderbügel (10) wenigstens
aus einem Kleiderbügelhaken (12) zum Aufhängen des Kleiderbügels (10) und einem Kleiderbügelkorpus
(11) zur Aufnahme eines Kleidungsstücks besteht, und wobei der Kleiderbügelhaken (12)
wenigstens teilweise aus einem metallischen, in der Regel oxidierenden Material besteht,
und wobei der Kleiderbügelkorpus (12) aus einem im wesentlichen nicht oxidierendem
bzw. nicht rostendem Material besteht, und wobei der Kleiderbügelhaken (12) nach der
Montage am Kleiderbügelkorpus (11) mit Mitteln zum Schutz des Kleiderbügelhakens (12)
vor Oxidation und/oder Korrosion ausgestattet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstattung vor der erstmaligen Ingebrauchnahme des Kleiderbügels (10) vorgesehen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die antikorrosive bzw. antioxidative Ausstattung nach der erstmaligen Ingebrauchnahme
des Kleiderbügels (10) vorgesehen wird, nämlich im Zuge der Aufbereitung des Kleiderbügels
(10) für die Wiederverwendung.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleiderbügelhaken (12) antikorrosiv bzw. antioxidativ beschichtet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch Eintauchen des Kleiderbügelhakens (12) in ein entsprechendes
Medium aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch Aufsprühen eines entsprechenden Mediums auf den Kleiderbügelhaken
(12) aufgebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das antikorrosiv bzw. antioxidativ wirkende Medium als Lack auf den Kleiderbügelhaken
(12) aufgebracht wird.
8. Kleiderbügel (10) hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.

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