[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Kernsand und Bindemittel enthaltenden
Gießereiformstoffen.
[0002] Ein Verfahren zum Mischen von Kernsand und organische Bindemittel enthaltenden Gießereiformstoffen
beschreibt
EP 0 445 436 B1, bei dem das Mischgut von einem Mischraum in einen davon durch Einbaukörper getrennten
anderen Mischraum befördert sowie die Mischgutrotation in der von den Einbaukörpern
bestimmten Ebene abgebremst wird; dadurch wird eine hohe Mischintensität erreicht.
Auch wird beschrieben, dass sich die Mischwirkung von Mischern mit rotierendem Mischwerkzeug
durch Erhöhung der Mischwerkzeugdrehzahl solange steigern lässt, bis die Reibung des
Mischgutes an der Mischbehälterwand nicht mehr ausreicht und das Mischgut als mehr
oder minder kompakte Masse der Drehbewegung des Mischwerkzeuges folgt. Damit sind
die für den Mischvorgang erforderlichen Reib-, Zerteil- und Umschichtkräfte begrenzt.
Diese Eigenschaft macht sich besonders dann nachteilig bemerkbar, wenn auch viskose
Komponenten im Mischgut vorhanden sind.
[0003] Der Sammelbegriff "Bindemittel" umfasst ein Produkt, welches sowohl gleichartige
als auch verschiedenartige Stoffe miteinander zu verbinden vermag. Der Abbindevorgang
erfolgt durch physikalisches Trocknen, durch Erstarren bzw. durch einen starken Viskositätsanstieg
-- wie einen Schmelzvorgang -- oder durch chemische Reaktionen. So sind beispielsweise
im Straßenbau Bitumina und Teer Bindemittel für Gesteinskörner, und in dem Bereich
feuerfester Materialien können Aluminiumphosphate als Bindemittel eingesetzt werden.
Bei Baustoffen wiederum werden Zusatzstoffe wie Sand und Kies durch die Erhärtung
der mit Wasser versetzten Bindebaustoffe abgebunden und verkittet.
[0004] Die Zuordnung von Bindemitteln hat sich in letzter Zeit geändert. Beispielsweise
wird versucht, bislang gebräuchliche organische Bindemittel im Gießbereich für Kerne
-- und zum Teil auch für Formen -- durch anorganische Bindemittel zu ersetzen, die
ungiftig sind und ohne Gestank durch Feuchtigkeitsentzug ausgehärtet werden. Dabei
handelt es sich beispielsweise um Wasserglas, Magnesiumsulfat, Natriumphosphat und
ähnliche Stoffe.
[0005] Die Verfestigung eines in einen Kernkasten der Gießindustrie geschlossenen Sand-Binder-Gemisches
geschieht durch Feuchtigkeitsentzug; es werden beispielsweise warme Kernkästen, Microwellen
oder durch das Sand-Binder-Gemisch in den Kernkasten geleitete Heißluft eingesetzt.
Nach dem Abguss der Gussstücke kann der harte Kern beispielsweise durch Rütteln, im
Wasserbad oder durch Hochdruck-Wasserstrahlen aus den Gussstücken entfernt werden.
[0006] Von hoher Bedeutung ist, dass der Sand aus wirtschaftlichen Gründen dann wieder zum
Herstellen neuer Kerne und Formen eingesetzt werden muss, was zu einem Sandkreislauf
geführt hat. Werden die Kerne durch Wasser gelöst, so muss der gesamte Sand anschließend
wieder so getrocknet werden, dass er für Transport mittels pneumatischer Förderung,
für die Lagerung in Silos und für Dosiervorgänge beim nächsten Umlauf geeignet ist
- mit anderen Worten: er muss rieselfähig sein, was eine Trocknung des Sandes voraussetzt.
[0007] Bekannt ist das Trocknen von Sand durch Wärmezufuhr, dank deren sich auch der Sand
erwärmt. Da bei den eingesetzten Bindemittelarten die Aushärtung des Sandes durch
Erwärmung erfolgt, bleibt warmer Sand für die Herstellung von Kernen i. w. ungeeignet.
Aus diesem Grunde muss der Sand nach dem Trocknen gekühlt werden. Da beträchtliche
Sandmengen im Umlauf sind -- es müssen Mengen von mehr als 10 t/h bearbeitet werden
-- können der für Trocknung und Kühlung erforderliche Energieaufwand und die apparativen
Erfordernisse den Einsatz dieser umweltfreundlichen Bindemittel unwirtschaftlich werden
lassen.
[0008] Bei trockener Entkernung hat sich gezeigt, dass die Sandqualitäten nach einigen Umläufen
durch zunehmenden Binderanteil und Einflüssen des Gussvorganges nicht mehr ausreichend
sind.
[0009] Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, ein
Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, Kernsand wirtschaftlich zu regenerieren,
der mit durch Feuchteentzug ausgehärteten anorganischen Bindemitteln versehen ist.
So soll dann auch eine in der
EP 0 445 436 B1 beschriebene Vorrichtung effizient für anorganische Binder benutzt werden können.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Anspruches; die Unteransprüche
geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen
aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen
offenbarten Merkmale. Bei angegebenen Benennungsbereichen sollen auch innerhalb der
genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar
sein.
[0011] Erfindungsgemäß wird der mit anorganischem/anorganischen Bindemittel/n gebundene
Kernsand nach dem Gießvorgang trocken von dabei entstandenen Gussstücken getrennt;
stückige Teile werden trocken zerkleinert, der Kernsand wird dann auf eine vorgegebene
Korngröße abgesiebt und unerwünschter Feinteilanteil entfernt, wonach der durch Feuchteentzug
ausgehärtete Kernsand in zwei Teilströme unterteilt wird. Der eine Teilstrom wird
erfindungsgemäß einem Zwischenlager zugeführt und der andere Teilstrom regeneriert.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der zu regenerierende Teilstrom einem
Reaktor mit Flüssigkeit zugeführt und der eingebrachte Sand behandelt, bis die Kornoberfläche
ausreichend von Binderresten und Produkten des Gussvorganges gereinigt ist; zudem
soll der Flüssigkeitinsbesondere Wasser -- Zusätze beigegeben werden, beispielsweise
Natronlauge bei Wasserglasbinder.
[0013] Als günstig hat es sich erwiesen, nach dem Reinigungsvorgang die freie Flüssigkeit
abzuscheiden und den Sand des Teilstroms zu trocknen; die Abscheidung der freien Flüssigkeit
soll bevorzugt auf Schwingsieben, Siebtrommeln oder Zentrifugen durchgeführt werden.
[0014] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden der zwischengelagerte Teilstrom
zum einen sowie der andere Teilstrom nach dessen Regenerierung zusammengeführt. Dabei
hat sich ein Trocknungsgrad, bei dem das Gemisch aus dem trocken zwischengelagerten
Teilstrom und dem nass regenerierten Teilstrom rieselfähig ist, als besonders günstig
erwiesen. Der verbleibende Feuchtegrad der vermischten beiden Teilströme soll bevorzugt
nicht über 0,1 % liegen.
[0015] Des weiteren soll ein Durchströmen des Teilstromes mit getrockneter, kühler Luft
im Fließbett oder im Flugstrom erfolgen oder ein Durchströmen des Teilstroms mit erwärmter
Luft geringer relativer Feuchte. Es können beispielsweise Molekularsiebperlen aus
-- insbesondere hydrophilen -- Zeolithen zugemischt werden oder auch Körner aus Silicagel.
[0016] Erfindungsgemäß werden die oberflächenfeuchten Sandkörner des zu regenerierenden
Teilstroms in einem Trockenreaktor behandelt. Dazu soll der Sand mit Körnern aus einem
Stoff vermischt werden, der die Feuchte der Sandkornoberfläche aufnimmt, insbesondere
mit Körnern einer großen inneren Oberfläche aus porösen Stoffen.
[0017] Bevorzugt werden die Sandkörner und die Feuchtigkeit aufnehmenden Körner nach einer
Reaktionszeit getrennt, in welch letzterer das Gemisch ruht oder in der es bewegt
wird. Je nach den Eigenschaften der eingesetzten Körner liegt die Reaktionszeit zur
Aufnahme der Feuchtigkeit von der Sandoberfläche zwischen 10 Sekunden und einigen
Minuten.
[0018] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird jenen Trocknungskörnern außerhalb
des Sandkreislaufs die aufgenommene Feuchtigkeit entzogen.
[0019] Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung werden die feuchten Sandkörner mit
faserartigen Stoffen in Kontakt gebracht, deren Fasern die Feuchtigkeit der Sandkörner
aufnehmen; nach Trennung des Sandes von den faserartigen Stoffen sollen diese durch
Auspressen, Luftspülung od.dgl. soweit getrocknet werden, dass sie erneut zur Aufnahme
von Feuchtigkeit von Sandkörnern eingesetzt werden können.
[0020] Die faserartigen Stoffe -- beispielsweise Filze, Gelege und Gewebe aus organischen
und mineralischen Fasern, insbesondere Aramidfasern -- können etwa in Form von Transportbändern,
Trommelauskleidungen oder mit dem Sand zu vermischende und von ihm wieder trennbare
Teile Anwendung finden. Im übrigen kann die Behandlung der Sandkörner chargenweise
oder -- bevorzugt -- kontinuierlich erfolgen.
[0021] Statt faserartiger Stoffe liegen im Rahmen der Erfindung auch Körper und Bahnen aus
offenporigen Schäumen, z.B. aus Polyurethanschaum.
[0022] Der besondere Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass der Sand kalt bleibt
und teure Einrichtungen zur Erwärmung und Kühlung nicht benötigt werden.
[0023] Dieses Verfahren umfasst also das Regenerieren von mit anorganischen Bindemitteln
gebundenem Kernsand, der durch Feuchtentzug ausgehärtet wurde, und es arbeitet ohne
Erwärmung der Sandkörner beim Regenerieren. Für die notwendigen Verfahrensschritte
können einfache Vorrichtungen mit geringem Energieeinsatz und geringem Verschleiß
eingesetzt werden.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; darin zeigen
- Fig. 1:
- den schematisierten Stammbaum zu einer Sandaufbereitung;
- Fig. 2:
- Verfahrensschritte zu einem Bereich des Stammbaumes der Fig. 1;
- Fig. 3:
- weitere Verfahrensschritte in dem Bereich der Fig. 2.
[0025] Der Zeichnung ist zu entnehmen, dass die Regenerierung des Kernsandes in mehreren
Schritten erfolgt:
- Trockene Trennung gebundenen Sandes von Gussstücken (Bezugszeichen A).
- Trockene Zerkleinerung der stückigen Teile (Bezugszeichen B).
- Einen Siebvorgang zum Sieben des Sandes auf die gewünschte Korngröße (Bezugszeichen
C).
- Das Entfernen von unerwünschten Feinteilen in Zone D.
- Das Teilen der Sandmenge im Bereich E in zwei Teilströme, deren einer als Teilstrom
S1 einem Zwischenlager zugeführt wird, wohingegen der andere Teilstrom S2 zu regenerieren ist.
- Die Regenerierung des letztgenannten Teilstromes in Zone F.
- Das Zusammenführen und Vermischen der beiden genannten Teilströme in Zone G.
[0026] Dabei soll die Menge des für die Regenerierung entnommenen Teilstromes S
2 so gewählt werden, dass sich nach dem Zusammenführen der beiden Teilströme S
1, S
2 im Dauerumlauf ausreichend gute Sandeigenschaften ergeben. Gegebenenfalls entstehende
Sandverluste können mit Neusand ausgeglichen und die Regenerierwirkung kann unterstützt
werden.
[0027] Der oben erwähnte Regeneriervorgang in Zone F enthält gemäß Fig. 2 die folgenden
Teilschritte:
F1: Das Einbringen des regenerierten Sandstromes S2 in einen Reaktor mit Flüssigkeit.
F2: Das Behandeln des eingebrachten Sandes über einen bestimmten Zeitraum, der es ermöglicht,
die Kornoberfläche ausreichend von Binderresten und Produkten des Gussvorganges zu
reinigen.
F3: Das Abscheiden von freiem Wasser beispielsweise auf Schwingsieben oder in Siebtrommeln.
F4: Das Trocknen des Sandes.
[0028] Was nun den Teilschnitt F
2 anlangt, so erfolgt die Reinigung des eingebrachten Sandes in einer Flüssigkeit;
als solche eignet sich Wasser. Zur Unterstützung des Lösevorganges können dem Wasser
Zusätze in geeigneter Menge beigegeben werden, beispielsweise Natronlauge bei Wasserglasbinder.
Dieser Reinigungsvorgang kann mechanisch beispielsweise durch Rührwerke, Schwingungen
und Ultraschallstrahler unterstützt werden. Die Behandlung kann chargenweise oder
kontinuierlich erfolgen.
[0029] Beim Trocknungsvorgang wird der Trocknungsgrad so gewählt, dass das Gemisch aus dem
völlig trockenen Sandstrom S
1 des Zwischenlagers und dem nassregenerierten Sandstrom S
2 rieselfähig ist; so kann der aus beiden Teilströmen S
1, S
2 zusammengesetzte Sandstrom mit den üblichen Einrichtungen einer Gießerei gehandhabt
werden.
[0030] Nach Fig. 3 werden für den oben beschriebenen Verfahrensschritt F
4 des Sandtrocknens, also die Behandlung der Sandkörner mit feuchten Oberflächen in
einem Trocknungsreaktor mehrere Verfahren alternativ eingesetzt, bei denen sich die
Sandkörner nicht oder nur sehr gering erwärmen; zum einen erfolgt ein Durchströmen
mit getrockneter Kühlerluft im Fließbett oder im Flugstrom (Schritt F
4.1), zum anderen ein Durchströmen mit etwas erwärmter Luft mit geringer relativer Feuchte
im Flugstrom oder Fließbett (Schritt F
4.2). Oder der Sand wird mit Körnern aus einem Stoff vermischt, der die Feuchte von der
Sandkornoberfläche aufnimmt (Schritt F
4.3).
[0031] Der Sand wird mit Körnern aus einem Stoff vermischt, der die Feuchte von der Sandkornoberfläche
aufnimmt. Die Körner bestehen beispielsweise aus porösen Stoffen mit einer großen
inneren Oberfläche. Nach ausreichender Reaktionszeit, in der das Gemisch bewegt werden
oder ruhen kann, werden die Sandkörner und die feuchtigkeitsaufnehmenden Körner getrennt,
etwa dann mittels Siebung, wenn deren Abmessung größer ist als die der Sandkörner.
So erfolgt das Trocknen ohne Erwärmung des Sandes. Der getrocknete Sand wird dem unbehandelten
Sandstrom S
1 zugemischt. Die Restfeuchte verteilt sich so auf die Gesamtsandmenge.
[0032] Den Trocknungskörnern wird außerhalb des Sandkreislaufs die aufgenommene Feuchtigkeit
entzogen.
[0033] Eine weitere beispielhaft gezeigte Möglichkeit, die Oberflächenfeuchte der Sandkörner
ausreichend zu senken, besteht darin, die feuchten Sandkörner mit faserartigen Stoffen
in Kontakt zu bringen. Die Fasern nehmen die Feuchtigkeit der Sandkörner auf und werden,
wenn der Sand von den faserartigen Stoffen getrennt wurde, beispielsweise durch Auspressen,
Luftspülung oder ähnliche Schritte soweit getrocknet, dass sie wieder Feuchtigkeit
von Sandkörnern aufnehmen können.
1. Verfahren zum Behandeln von Kernsand und Bindemittel enthaltenden Gießereiformstoffen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mit anorganischem/anorganischen Bindemittel/n gebundene Kernsand nach einem Gießvorgang
von dabei entstandenen Gussstücken trocken getrennt wird und stückige Teile trocken
zerkleinert werden, der Kernsand auf eine vorgegebene Korngröße abgesiebt wird sowie
unerwünschte Feinteile entfernt werden, wonach der durch Feuchteentzug ausgehärtete
Kernsand in zwei Teilströme (S1, S2) unterteilt sowie der eine Teilstrom einem Zwischenlager zugeführt und der andere
regeneriert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zu regenerierende Teilstrom (S2) einem Reaktor mit Flüssigkeit zugeführt und der eingebrachte Sand behandelt wird,
bis die Kornoberfläche ausreichend von Binderresten und Produkten des Gussvorganges
gereinigt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit, insbesondere Wasser, Zusätze beigegeben werden, beispielsweise Natronlauge
bei Wasserglasbinder.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Reinigungsvorgang die freie Flüssigkeit abgeschieden und der Sand des Teilstroms
(S2) getrocknet wird, wobei gegebenenfalls die Abscheidung der freien Flüssigkeit auf
Schwingsieben oder Siebtrommeln durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischengelagerte Teilstrom (S1) und der andere Teilstrom (S2) nach dessen Regenerierung zusammengeführt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch einen Trocknungsgrad, bei dem das Gemisch aus dem trocken zwischengelagerten Teilstrom
(S1) und dem nass regenerierten Teilstrom (S2) rieselfähig ist, wobei der Feuchtegrad bevorzugt höchstens 0,1 % beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Durchströmen des Teilstroms (S2) mit getrockneter, kühler Luft im Fließbett oder im Flugstrom oder gekennzeichnet durch ein Durchströmen des Teilstroms (S2) mit erwärmter Luft geringer relativer Feuchte im Flugstrom oder Fließbett.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die oberflächenfeuchten Sandkörner des zu regenerierenden Teilstromes (S2) in einem Trockenreaktor behandelt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sand mit Körner aus einem Stoff vermischt wird, der die Feuchte der Sandkornoberfläche
aufnimmt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Zumischung von Molekularsiebperlen aus Zeolithen, insbesondere aus hydrophilen
Zeolithen oder gekennzeichnet durch Körner aus Silicagel.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch Körner aus porösen Stoffen mit einer großen inneren Oberfläche.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandkörner und die Feuchtigkeit aufnehmenden Körner nach einer Reaktionszeit
getrennt werden, in welcher das Gemisch ruht, wobei die Reaktionszeit zur Aufnahme
der Feuchtigkeit bevorzugt etwa 10 sec und fünf Minuten beträgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandkörner und die Feuchtigkeit aufnehmenden Körner nach einer Reaktionszeit
getrennt werden, in welcher das Gemisch bewegt wird, wobei die Reaktionszeit zur Aufnahme
der Feuchtigkeit bevorzugt etwa 10 sec und fünf Minuten beträgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass den Trocknungskörnern aus Silicagel außerhalb des Sandkreislaufs die aufgenommene
Feuchtigkeit entzogen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchten Sandkörner mit faserartigen Stoffen in Kontakt gebracht werden, deren
Fasern die Feuchtigkeit der Sandkörner aufnehmen, wobei gegebenenfalls Filze, Gelege
oder Gewebe aus organischen und mineralischen Fasern eingesetzt werden, insbesondere
Aramidfasern.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass nach Trennung des Sandes von den faserartigen Stoffen diese durch Auspressen, Luftspülung
od.dgl. soweit getrocknet werden, dass die Feuchtigkeit von Sandkörnern von ihnen
aufnehmbar ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchten Sandkörner mit Bahnen und/oder Körpern aus offenporigen Schäumen, insbesondere
mit Polyurethanschaum, in Kontakt gebracht werden, welche die Feuchtigkeit der Sandkörner
aufnehmen.