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(11) |
EP 1 745 915 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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10.09.2014 Patentblatt 2014/37 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
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Anmeldetag: 19.07.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Vorrichtung zum Verschweissen von thermoplastischem Kunststoff
Device for welding thermoplastics
Dispositif pour souder des thermoplastiques
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.07.2005 DE 102005034287
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.01.2007 Patentblatt 2007/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Rovema GmbH |
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35463 Fernwald-Annerod (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Epp, Alexander
35041 Marburg (DE)
- Baur, Walter, Dr.
63584 Gründau (DE)
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| (74) |
Vertreter: von den Steinen, Axel et al |
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advotec.
Patent- und Rechtsanwälte
Georg-Schlosser-Strasse 6 35390 Giessen 35390 Giessen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 101 856 DE-A1- 19 949 915 FR-A- 1 418 341 JP-A- 1 228 826
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DE-A1- 10 005 020 DE-U1- 9 421 649 FR-A1- 2 504 495 US-A1- 2003 024 208
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Der Anmeldegegenstand betrifft den Verpackungsmaschinenbau und dort eine Vorrichtung
zum Verschweißen von thermoplastischem Kunststoff, insbesondere einer Folienbahn,
welche einen derartigen; schweißfähigen Kunststoff aufweist.
[0002] Um eine Folienbahn zum Zwecke einer Erzeugung von Beuteln zu verschweißen, ist es
bekannt, die Folienbahn umzuformen und mittels gegeneinander bewegbarer Backenkörper
oder mittels eines einzigen, gegen einen Widerstand wirkenden Backenkörpers zu verschweißen.
Derartige Backenkörper werden bei vertikalen und horizontalen Schlauchbeutelmaschinen
zur Beutelerzeugung oder zum Anschweißen einer neuen Folienbahn an eine nahezu aufgebrauchte
Folienbahn (sogenannter Splicer) eingesetzt.
[0003] Die bekannten Vorrichtungen weisen einen Backenkörper auf, mindestens eine Siegelfläche
am Backenkörper und eine Heizeinrichtung zum Erwärmen der Siegelfläche bzw. der Siegelflächen,
um den in Wärmekontakt mit der Siegelfläche befindlichen Kunststoff aufschmelzen und
verschweißen zu können. Des weiteren ist aus der
DE100 05 020 A1 ein beheizbarer Einsatz zum Einsetzen in den Backenkörper bekannt, wobei am Einsatz
die Siegelfläche in einer Siegelposition vorgesehen ist. Die Verschweißung des Kunststoffes
wird hierbei durch den erwärmten Einsatz ausgeführt, wenn der Backenkörper gegen den
Kunststoff gesetzt ist.
[0004] Eine weitere Ausführung mit einer wechselbaren Siegelfläche offenbart die Druckschrift
DE 94 21 649 U1. Durch die Ausführung der Schweißbacken mit einer Aufnahme für ein Schweißelement
kann ein schneller Austausch des Schweißelements ohne Wechsel der gesamten Schweißbacken
erfolgen.
[0005] Weiterhin skizziert die Druckschrift
DE 199 49 915 A1 eine Schweißvorrichtung, bei welcher an einer beheizbaren Siegelbacke auswechselbare
Siegelflächenteile vorgesehen sind. Durch ein einfachen und unkomplizierten Wechsel
der Siegelflächenteile kann die beim Schweißvorgang in Kontakt mit dem Schlauchbeutel
stehende Siegelfläche jeweils hinsichtlich der optimalen Schweißeigenschaften an das
zu verschweißende Material angepasst werden.
[0006] Vergleichbares zeigt die Druckschrift
US 2003/0024208 mit einer Schweißvorrichtung zur Handbetätigung. Hierbei ist wiederum vorgesehen,
dass an einem Grundkörper ein wechselbares Siegelteil angebracht ist, wodurch mittels
Tausch des Siegelteils eine Anpassung an das zu verscheißende Material erfolgen kann.
[0007] Naheliegend ist es ebenso, dass mit vorherigen Ausführungsformen ebenso ein unkomplizierter
Tausch im Falle des Verschleißes der Siegelfläche vorgenommen werden kann.
[0008] Wenngleich nicht die komplette Siegelbacke auszutauschen ist, verbleibt bei bekannten
Vorrichtung der Nachteil, dass zumindest Elemente mit der Siegelfläche ausgetauscht
werden müssen, wenn die Siegelfläche nicht mehr genutzt werden soll, z. B. weil eine
anders ausgeführte Folienbahn eingesetzt werden soll, die eine spezielle Siegelflächenbeschichtung
erfordert, oder wenn eine Beschichtung einer Siegelfläche abgenutzt ist, und wiederum
eine beschichtete Siegelfläche benötigt wird.
[0009] Es liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 derart weiterzubilden, dass eine andere Siegelfläche ohne Austausch genutzt werden
kann.
[0010] Gelöst ist die Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Danach ist
am Einsatz mindestens eine weitere Siegelfläche vorgesehen, welche durch Wenden des
Einsatzes in die Siegelposition bringbar ist.
[0011] Die vorgeschlagene Vorrichtung hat den Vorteil dass eine andere Siegelfläche vorgesehen
werden kann, indem der Einsatz gewendet wird. Dabei gelangt eine weitere Siegelfläche
in die Siegelposition und kann zum Verschweißen einer Kunststoffbahn genutzt werden.
Ein Austausch der kompletten Vorrichtung ist nicht nötig. Das Wenden kann auf unterschiedliche
Art und Weise erfolgen. So kann ein in den Backenkörper lediglich eingesteckter Einsatz
aus diesem entnommen, um einen bestimmten Winkel gedreht und dann wieder eingesetzt
werden. Oder der Einsatz ist um eine Achse drehbar und in jeweils einer bestimmten
Winkelposition fixierbar. In jedem Fall stehen mindestens zwei Siegelflächen des Einsatzes
zur Verfügung.
[0012] Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass ergänzend zu einer beschichteten oder
unbeschichteten Siegelfläche auf zumindest einer Siegelfläche eine Antihaftbeschichtung
angebracht ist. Somit wird eine zuverlässige Verschweißung beispielsweise einer Monofolie
mit einer dauerbezeizten Siegelfläche ermöglicht, ohne dass es zu einem Anhaften des
aufgeschmolzenen Kunststoffes an der Siegelfläche kommt.
[0013] Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen der vorgeschlagenen Neuerung sind in den Ansprüchen
2 bis 9 beschrieben.
[0014] Hat der Einsatz einen rechteckigen Querschnitt (Anspruch 2), so können zwei, drei
oder vier Siegelflächen am Einsatz genutzt werden. Dabei können unterschiedlich hohe
Siegelflächen vorgesehen werden, um unterschiedliche Schweißnähte zu erreichen. Oder
der Querschnitt ist quadratisch (Anspruch 3), so dass bis zu vier gleiche Siegelflächen
ausgebildet werden können, welche nach jeweils einer 90 Grad-Wendung des Einsatzes
nacheinander nutzbar sind. Aber auch ein dreieckiger oder ein sechseckiger Querschnitt
(Anspruch 4) ist von Vorteil. Im ersten Fall stehen drei Siegelflächen am Einsatz
zur Verfügung, welche nach jeweils einer 120 Grad-Drehung des Einsatzes in die Siegelposition
gelangen. Im zweiten Fall gelangt eine andere Siegelfläche nach einer 60-Grad-Drehung
in diese Position. Gerade bei dieser Ausgestaltung des Einsatzes wird eine einfache
und zuverlässige, dauerhafte und neutrale Nutzung des wendbaren Einsatzes erreicht.
Die Rentabilität ist am größten, wenn alle Querschnittsbegrenzungen des Einsatzes
mit jeweils einer Siegelfläche versehen sind, d. h., wenn gemäß Anspruch 5 pro gerader
Quorschnittsbegrenzung (Begrenzung des Querschnitts des Einsatzes) eine Siegelfläche
vorgesehen ist.
[0015] Es kommt vor, dass nach Durchführung eines Verpackungsvorganges, bei welchem eine
Mehrschichtfolie (Laminatfolie) zu verschweißen war, eine Monofolie, z. B. aus Polyethylen
verscheißt werden soll. Während für die Mehrschichtfolie eine unbeschichtete Siegelfläche,
die eine gute Wärmeübertragung in eine äußere Kunststoffschicht, z. B. Polypropylen,
erreicht, ideal ist, muss eine Monofolie, sofern eine dauerbeheizte Siegelfläche vorgesehen
ist, mit einer Siegelfläche verschweißt werden, auf welcher eine Antihaftbeschichtung
angebracht ist, um ein Anhaften des aufgeschmolzenen Kunststoffes an der Siegelfläche
zu vermeiden.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es daher, wenn ergänzend zur erfindungsgemäßen Ausführung
einer mit einer Antihaftbeschichtung versehenen Siegelfläche eine andere Siegelfläche
unbeschichtet ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Antihaftbeschichtung Polytetrafluorethylen
enthält. Durch diese vorteilhafte Ausführung kann durch einfaches Wenden des Einsatzes
eine Siegelfläche mit oder ohne Antihaftbeschichtung in eine Siegelposition gebracht
werden, um eine Monofolie oder eine Mehrschichtfolie zu verschweißen.
[0017] Ist die Heizeinrichtung in den Einsatz integriert (Anspruch 6), so ist die Wärmeübertragung
von der Heizeinrichtung hin zu einer der Siegelflächen besonders effektiv, da zu jeder
Siegelfläche hin nur ein kurzer Weg für die Wärmeleitung vorgesehen ist. Zudem werden
Wärmeübergänge an Grenzschichten zweier Materialien vermieden. Dabei kann die Heizeinrichtung
als Widerstandsheizelement, z. B. in Form einer Heizpatrone ausgeführt sein. Ein äußerer
Mantel der Heizeinrichtung kann dabei die Siegelflächen ausbilden. Dabei eignen sich
dreieckige, rechteckige oder sechseckige Querschnitte der Heizeinrichtung zum Ausbilden
von Siegelflächen.
[0018] Ist der Einsatz in einstückiger Weise ausgeführt, und weist er zwei parallel zueinander
ausgerichtete Siegelflächen in der Siegelposition auf (Anspruch 7), so eignet er sich
für Quersiegelbacken einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine. Durch Wenden des Einsatzes
können zwei andere Siegelflächen in die Siegelposition gebracht werden.
[0019] Die Vorrichtung ist auch als Längssiegelbacke einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine,
als Splicer (Anspruch 8) oder als Schweißbacke einer horizontalen Beutelmaschine geeignet.
[0020] Der Einsatz kann einstückig oder zweistückig in einer Quersiegelbacke einer vertikalen
Schlauchbeutelmaschine vorgesehen werden, wobei zwischen zwei parallel zueinander
ausgerichteten, in der Siegelposition befindlichen Siegelflächen eine auslenkbare
Trenneinrichtung zum Durchtrennen einer Folienbahn vorgesehen ist.
[0021] Im folgenden wird die vorgeschlagene Neuerung an Hand Ausführungsbeispiele darstellenden
Figuren näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht eine vertikale Schlauchbeutelmaschine, die einen Splicer, eine
Längssiegelbacke und Quersiegelbacken mit jeweils mindestens einem wendbaren Einsatz
aufweist;
- Figur 2
- in einer Schnittdarstellung die Quersiegelbacken der Figur 1 beim Anlegen an einen
Folienschlauch, wobei jeweils zwei wendbare, unbeschichtete Siegelflächen an jeweils
zwei Einsätzen pro Quersiegelbacke vorgesehen sind;
- Figur 3
- in einer Schnittdarstellung eine Längssiegelbacke analog der in Figur 1 dargestellten,
jedoch beim Verschweißen eines aus einer Monofolie gebildeten Folienschlauches, und
mit jeweils einer Antihaftbeschichtung auf zwei Siegelflächen eines wendbaren Einsatzes;
- Figur 4
- in einer Schnittdarstellung einen Splicer analog dem in Figur 1 dargestellten, jedoch
mit einer beschichteten äußeren, in einer Siegelposition befindlichen, ersten Siegelfläche
und einer zweiten unbeschichteten Siegelfläche eines wendbaren Einsatzes, um wahlweise
Monofolienbahnen oder Mehrschichtfolienbahnen aneinander zu schweißen;
- Figur 5
- in einer Seitenansicht die beiden Siegelflächen einer Quersiegelbacke, in welche ein
wendbarer, einstückig ausgebildeter Einsatz eingesteckt ist, der zum Erzeugen jeweils
einer Kopfnaht eines Schlauchbeutels und einer Bodennaht eines nachfolgenden Schlauchbeutels
vorgesehen ist, sowie
- Figur 6
- in einer um 90 Grad relativ zur Ansicht der Figur 5 versetzten Seitenansicht den Einsatz
der Quersiegelbacke der Figur 5.
[0022] Bei einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine 3 wird eine aus zwei Lagen aufgebaute
Folienbahn 14 mittels eines Folienabzugs 15 von einer Vorratsrolle 16 abgerollt und
über eine Formschulter 17 gezogen (Figur 1). Die Folienbahn 14 wird dabei zu einem
Folienschlauch 7 umgeformt, der ein vertikal ausgerichtetes Füllrohr 20 umgibt, durch
welches das untere Ende des Folienschlauches 7 befüllt werden kann. Der Folienschlauch
7 wird mittels einer gegen das Füllrohr 20 wirkenden Längssiegelbacke 18 parallel
zur Folientransportrichtung 19 unter Erzeugung einer Längsnaht 4 verschweißt. Zwei
gegeneinander bewegbare, den Folienschlauch 7 zwischen ihren Siegelflächen 5 einklemmende
Quersiegelbacken 2 (Figur 2) dienen der Erzeugung von Quernähten 13. Jeweils zwei
Quernähte 13 werden gleichzeitig erzeugt und bilden die Kopfnaht eines Schlauchbeutels
12 und die Bodennaht eines nachfolgenden Schlauchbeutels 12. Eine Trenneinrichtung
11 dient zum Abtrennen jeweils eines befüllten und verschlossenen Schlauchbeutels
12 vom Folienschlauch 7. Ein Splicer21 ist dazu vorgesehen, nach einem Verbrauch der
gesamten Vorrats rolle 16 eine neue Folienbahn 14 einer neuen Vorratsrolle 16 an das
Ende der vorherigen Folienbahn 14 anzuschweißen.
[0023] Insgesamt sind vier Vorrichtungen zum Verschweißen der Folienbahn 14 vorgesehen.
Es sind der Splicer 21, die Längssiegelbacke 18 und die beiden Quersiegelbacken 2.
Jede Vorrichtung zum Verschweißen weist einen Backenkörper 1 auf. Während am Splicer
21 und an der Längssiegelbacke 18 jeweils eine in einer Siegelposition befindliche
Siegelfläche 5 vorgesehen ist, sind pro Quersiegelbacke 2 je zwei Siegelflächen 5
in der Siegelposition. Jede Vorrichtung zum Verschweißen ist mit mindestens einer
Heizeinrichtung 6 zum Erwärmen einer Siegelfläche 5 ausgestattet um den Kunststoff
der Folienbahn 14 aufschmelzen und verschweißen zu können. Jede Siegelfläche 5 befindet
sich an einem Einsatz 10, der in den entsprechenden Backenkörper 1 eingesteckt ist.
An jedem Einsatz 10 ist eine weitere unbeschichtete Siegelfläche 8 vorgesehen, welche
durch Wenden des Einsatzes 10 um 180 Grad in die Siegelposition bringbar ist. Dabei
hat jeder Einsatz 10 einen rechteckigen Querschnitt. Wäre der Einsatz 10 jeweils mit
einem quadratischen Querschnitt ausgeführt, so könnten an seinen vier Querschnittsbegrenzungen
9 vier Siegelflächen 5, 8 ausgebildet sein.
[0024] Die weiteren Siegelflächen 8 können durch Wenden des Einsatzes 10 jeweils dann genutzt
werden, wenn die zuvor genutzte Siegelfläche 5 in Folge einer festgestellten Wölbung
der Siegelfläche 5, z. B. hervorgerufen durch eine mechanische Deformation, nicht
mehr für einen konstanten Schweißdruck über die gesamte Siegelfläche 5 nutzbar ist.
[0025] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist sowohl eine Siegelfläche 5 eines mittels
einer Klemmeinrichtung 23 gehaltenen Einsatzes 10 einer Längssiegelbacke 18 als auch
eine weitere Siegelfläche 8 mit einer Antihaftbeschichtung 22, die Polytetrafluorethylen
enthält, versehen. Insofern können beide Siegelflächen 5, 8 zum Verschweißen von Polyethylenmonofolie
genutzt werden. Ist die Antihaftbeschichtung 22 der Siegelfläche 5 nach längerer Nutzungsdauer
abgenutzt, so kann ohne Backenwechsel nach Lösen der Klemmeinrichtung 23 der Einsatz
10 gewendet werden, um die Siegelfläche 8, die eine unverbrauchte Antihaftbeschichtung
22 hat, in dieSiegelposition zu bringen. Die Siegelfläche 8 könnte jedoch auch unbeschichtet
sein, um die Längssiegelbacke 18 wahlweise für Verbundfolien zu nutzen, bei welchen
keine Antihaftbeschichtung 22 notwendig ist. Zwar können Verbundfolien auch mittels
Antihaftbeschichtungen 22 verschweißt werden, dies wäre jedoch unwirtschaftlich, da
diese Beschichtungen stets nur eine bestimmte Nutzungsdauer haben, und eine Neubeschichtung
einen zusätzlichen Aufwand mit sich bringt.
[0026] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 weist eine Siegelfläche 5 eine Antihaftbeschichtung
22 auf und eine weitere Siegelfläche 8 ist unbeschichtet, um einen Splicer21 wahlweise
für Monofolien oder Verbundfolien zu nutzen. In den Einsatz 10, der die beiden Siegelflächen
5, 8 aufweist, ist eine Heizeinrichtung 6 integriert, um durch dort fließenden Strom
eine schnelle und direkte Aufwärmung der Siegelflächen 5, 8 zu erreichen.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 5 und 6 ist ein Einsatz 10 in einstückiger Weise
ausgeführt. Er weist zwei parallel zueinander ausgerichtete, beschichtete Siegelflächen
5 in einer Siegelposition auf. Durch Drehung des Einsatzes 10 können zwei weitere
Siegelflächen 8, die ebenfalls eine Antihaftbeschichtung 22 haben, in die Siegelposition
gebracht werden, um jeweils eine als Bodennaht und eine als Kopfnaht dienende Quernaht
13 zu erzeugen.
- 1
- Backenkörper
- 2
- Quersiegelbacke
- 3
- vertikale Schlauchbeutelmaschine
- 4
- Längsnaht
- 5
- Siegelfläche
- 6
- Heizeinrichtung
- 7
- Folienschlauch
- 8
- Siegelfläche
- 9
- Querschnittsbegrenzung
- 10
- Einsatz
- 11
- Trenneinrichtung
- 12
- Schlauchbeutel
- 13
- Quernaht
- 14
- Folienbahn
- 15
- Folienabzug
- 16
- Vorratsrolle
- 17
- Formschulter
- 18
- Längssiegelbacke
- 19
- Folientransportrichtung
- 20
- Füllrohr
- 21
- Splicer
- 22
- Antihaftbeschichtung
- 23
- Klemmeinrichtung
- 24
- Verbindung
1. Vorrichtung zum Verschweißen von thermoplastischem Kunststoff, insbesondere einer
Folienbahn (14), welche einen derartigen Kunststoff aufweist, mit einem Backenkörper
(1), mindestens einer Siegelfläche (5) am Backenkörper (1), einer Heizeinrichtung
(6) zum Erwärmen der Siegelfläche (5), um einen in Wärmekontakt mit der Siegelfläche
(5) befindlichen Kunststoff aufschmelzen und verschweißen zu können, mit einem Einsatz
(10) zum Einsetzen in den Backenkörper (1), wobei am Einsatz (10) die Siegelfläche
(5) in einer Siegelposition vorgesehen ist, sowie am Einsatz (10) mindestens eine
weitere Siegelfläche (8) vorgesehen ist, welche durch Wenden des Einsatzes (10) in
die Siegelposition bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Siegelfläche (5) beschichtet oder unbeschichtet ist, und eine weitere Siegelfläche
(8) mit einer Antihaftbeschichtung (22), die insbesondere Polytetrafluorethylen enthält,
vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (10) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt quadratisch ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz einen dreieckigen oder einen sechseckigen Querschnitt aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass pro gerader Querschnittsbegrenzung (9) eine Siegelfläche (5, 8) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (6) in den Einsatz (10) integriert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (10) in einstückiger Weise ausgeführt ist, und dabei zwei parallel zueinander
ausgerichtete Siegelflächen (5) in der Siegelposition aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Längssiegelbacke (18) einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine
(3) oder als Splicer (21) ausgeführt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Quersiegelbacke (2) einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine (3)
ausgeführt ist, wobei zwischen zwei parallel zueinander ausgerichteten, in der Siegelposition
befindlichen Siegelflächen (5) eine auslenkbare Trenneinrichtung (11) zum Durchtrennen
einer Folienbahn (14) vorgesehen ist.
1. A device for welding thermoplastics, in particular a film web (14) which has such
a plastic, having a jaw body (1), at least one sealing surface (5) at the jaw body
(1), a heating apparatus for heating the sealing surface (5) in order to be able to
melt and weld a plastic that is in thermal contact with the sealing surface (5), having
an insert (10) for insertion in the jaw body (1), wherein the sealing surface (5)
is provided at the insert (10) in a sealing position, and at least one further sealing
surface (8) is provided at the insert (10), which surface can be brought into the
sealing position by turning the insert (10), characterised in that a sealing surface (5) is coated or uncoated, and a further sealing surface (8) having
a non-stick coating (22), which in particular contains polytetrafluoroethylene, is
provided.
2. The device according to claim 1, characterised in that the insert (10) has a rectangular cross-section.
3. The device according to claim 2, characterised in that the cross-section is a square.
4. The device according to claim 1, characterised in that the insert has a triangular or a hexagonal cross-section.
5. The device according to any one of claims 3 to 4, characterised in that one sealing surface (5, 8) is provided per straight cross-section limitation (9).
6. The device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the heating apparatus (6) is integrated into the insert (10).
7. The device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the insert (10) is constructed as one piece, having, in the sealing position, two
sealing surfaces (5) which are oriented parallel to each other.
8. The device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the device is constructed as a longitudinal sealing jaw (18) of a vertical tube bagging
machine (3) or as a splicer (21).
9. The device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the device is constructed as a transverse sealing jaw (2) of a vertical tube bagging
machine (3), wherein a deflectable cutting-off apparatus (11) for severing a film
web (14) is provided between two sealing surfaces (5) which are situated in the sealing
position and are oriented parallel to each other.
1. Dispositif pour souder une matière thermoplastique, en particulier une bande (14)
de film qui présente une telle matière plastique, comportant un corps (1) de mâchoire,
au moins une surface (5) de scellement sur le corps (1) de mâchoire, un appareil de
chauffage pour chauffer la surface (5) de scellement pour pouvoir fonder et souder
une matière plastique qui est en contact thermique avec la surface (5) de scellement,
comportant un insert (10) pour être inséré dans le corps (1) de mâchoire, dans lequel
la surface (5) de scellement est prévue sur l'insert (10) dans une position de scellement,
et au moins une autre surface (8) de scellement est prévue sur l'insert (10), la surface
pouvant être mise en la position de scellement en tournant l'insert (10), caractérisé en ce qu'une surface (5) de scellement est revêtue ou non revêtue, et une autre surface (8)
de scellement comportant un revêtement (22) antiadhésif qui en particulier contient
polytétrafluoroéthylène est prévue.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert (10) présente une section rectangulaire.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la section est carrée.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert présente une section triangulaire ou hexagonale.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 4, caractérisé en ce qu'une surface (5, 8) de scellement est prévue par limitation (9) de section droite.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'appareil (6) de chauffage est intégré dans l'insert (10).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (10) est réalisé d'un seul tenant, dans la position de scellement, présentant
deux surfaces (5) de scellement qui sont orientées parallèlement l'une par rapport
à l'autre.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif est réalisé sous la forme d'une mâchoire (18) de scellement longitudinale
d'une ensacheuse (3) verticale ou comme un épisseur (21).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif est réalisé comme une mâchoire (2) de scellement transversale d'une
ensacheuse (3) verticale, dans lequel un appareil (11) de coupe déviable pour séparer
une bande (14) de film est prévu entre deux surfaces (5) de scellement qui se trouvent
dans la position de scellement et sont orientées parallèlement l'une par rapport à
l'autre.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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