[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stapeln von Blattgut sowie einen
Spiralfachstapler zum Stapeln von Blattgut, insbesondere zur Verwendung in einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung.
[0002] In herkömmlichen Banknotenbearbeitungsvorrichtungen werden die Banknoten im Allgemeinen
von einem Stapel vereinzelt und auf einer Transportstrecke an einer Sensoreinrichtung
vorbeigeführt. Die einzelnen Banknoten werden von Sensoren der Sensoreinrichtung geprüft
und abhängig vom Prüfergebnis bestimmten Zielorten bzw. Staplereinheiten zugeführt.
Dementsprechend können mehrere Staplereinheiten vorgesehen sein, die die Banknoten
der unterschiedlichen Kategorien zu Einheiten einer einstellbaren Stückzahl stapeln.
Sollen beipielsweise Banknoten einer bestimmten Kategorie mit einer Stückzahl von
100 Banknoten gestapelt werden, ist es notwendig, nach dem Eintreffen der einhundertsten
Banknote am Stapler im kontinuierlichen Banknotenstrom eine Trennung zwischen der
einhundertsten und der für den selben Stapler bestimmten nachfolgenden Banknote vorzunehmen.
[0003] In diesem Zusammenhang beschreibt die
EP 0 119 814 B1 einen Spiralfachstapler für Papierblätter, wobei die vereinzelten Papierblätter über
eine Zuführeinheit in Fächer eines Staplerrads eingeführt werden, mit einer Stapelablage,
auf der die aus dem Staplerrad mittels eines feststehenden Ausstreifers ausgestreiften
Papierblätter abgestapelt werden. Desweiteren umfasst der Spiralfachstapler drehbare
Separatoren, auf welchen in einer Aufnahmestellung, in der sie über der Stapelablage
arretiert sind, aus dem Staplerrad ausgestreifte Papierblätter zwischengestapelt werden.
Werden die Separatoren anschließend aus der Aufnahmestellung heraus gedreht, so laufen
die zwischengestapelten Papierblätter auf den feststehenden Ausstreifer auf, werden
ausgestreift und auf der Stapelablage abgestapelt. Durch den Einsatz der Separatoren
ist es möglich, die dem Spiralfachstapler zugeführten Papierblätter in Einheiten einer
bestimmten Stückzahl zu unterteilen, indem auf die Stapelablage abgestapelte Papierblätter
von der Stapelablage entfernt werden und die nachfolgenden Papierblätter während dessen
auf den Separatoren zwischengestapelt werden. Dabei kann jedoch bei hohen Transportgeschwindigkeiten
keine sichere Funktion des Spiralfachstaplers gewährleistet werden, da zur Beschleunigung
der Separatoren relativ hohe Stellkräfte aufgebracht werden müssen.
[0004] Statt des Einsatzes von Separatoren wird in der
DE-OS 102 34 970 A1 vorgeschlagen, Banknoten im Staplerrad eines Spiralfachstaplers zwischenzuspeichern.
Sollen beispielsweise die dem Spiralfachstapler zugeführten Banknoten auf einer Stapelablage
in Einheiten von jeweils 100 Banknoten unterteilt werden, können die Banknoten, nachdem
die einhundertste Banknote aus dem Staplerrad ausgestreift wurde, solange in den Fächern
des Staplerrads zwischengespeichert werden, bis die Stapelablage entleert ist. Dabei
besitzt ein Ausstreifer zum Ausstreifen der Banknoten zwei bewegliche Teile, nämlich
einen ersten Teil, der beim Zwischenstapelvorgang aus der Ausstreifposition herausbewegt
wird und einen zweiten Teil, der beim Zwischenstapelvorgang mit dem rotierenden Staplerrad
mitgedreht wird.
[0005] In einer ersten Ausführungsform dreht der zweite Teil des Ausstreifers solange mit
dem Staplerrad mit, bis die Stapelablage zur Aufnahme eines Banknotenstapels bereit
ist und der zweite Teil des Abstreifers seine Abstreifposition wieder erreicht hat,
in der er dann arretiert wird. So werden die im Staplerrad befindlichen Banknoten
ausgestreift und auf der Stapelablage abgestapelt. Dann kann auch der erste Teil des
Ausstreifers in seine Ausstreifposition zurück bewegt werden. Bei dieser Ausführungsform
besteht die Gefahr, dass es beim Einführen einer Banknote in das Staplerrad zur Kollision
zwischen der Banknote und dem zweiten Teil des Ausstreifers kommt, welcher sich zeitweise
mit dem Staplerrad mitdreht.
[0006] In einer zweiten Ausführungsform wird, wie bei der ersten Ausführungsform, der erste
Teil des Ausstreifers aus der Ausstreifposition herausbewegt und der zweite Teil mit
dem Staplerrad mit bewegt, während die Stapelablage entleert wird. Jedoch wird der
zweite, mitdrehende Teil des Ausstreifers anschließend entgegen der Rotationsrichtung
des Staplerrads in seine Ausstreifposition zurückgeführt und arretiert, um die Banknoten
aus dem Staplerrad auszustreifen. Dabei muss die Stapelablage sehr schnell zur Aufnahme
des nächsten abzustapelnden Banknotenstapels vorbereitet sein, da sich der zweite
Teil des Ausstreifers ansonsten zu weit von der Stapelablage wegbewegt und die Banknoten
dann bei der Rückführung des Ausstreifers nicht mehr zuverlässig auf die Stapelablage
abgestapelt würden. Zur Umgehung dieses Problems wird in der
DE-OS 102 34 970-A1 deshalb wieder der Einsatz einer Hilfsstapelablage bzw. Seperators vorgeschlagen,
um die aus dem Staplerrad ausgestreiften Banknoten zwischenzustapeln, solange die
eigentliche Stapelablage entleert wird.
[0007] In
US-A-4 501 418 ist eine Stapelvorrichtung für Papiernoten beschrieben, bei der die Noten nacheinander
transportiert und aus einer Transportpassage ausgegeben werden. Jede der abgegebenen
Noten wird zwischen zwei benachbarten Blättern eines sich drehenden Rades gehalten,
und in Richtung auf eine Stapelbox gedreht. Ein Element zur Kontaktierung einer Notenkante
ist entlang des Notenpfades auf dem Weg zu der Stapelbox angeordnet. Dieses Element
dient dazu, die Ausrichtung der Noten aufrecht zu erhalten, indem es ein hervorstehen
der Noten verhindert und eine elektrostatische Aufladung, die durch Kontakt mit den
rotierenden Blättern entsteht, zu beseitigen.
[0008] In
US-A-6 019 209 ist ein Gerät zum Zwischenspeichern von Banknoten beschrieben, das wenigstens eine
vereinzelt zugeführte Banknote empfängt und zwischenspeichert und zwischengespeicherte
Banknoten als Stapel ausgibt. Das Gerät wird durch ein Sammelrad gebildet, das eine
Außenfläche und eine Nutabschnitt in der Außenfläche zur Aufnahme eines vorderen Randes
einer Banknote aufweist. Das Rad wird von einer Warteposition in eine Freigabeposition
gedreht. An dem Rad ist eine Klemmeinrichtung ausgebildet, um den in die Nut eingeführten
vorderen Rand einzuklemmen und in der Freigabeposition wieder freizugeben. Außerhalb
des Sammelrades ist ein Sammelabschnitt ausgebildet, der dazu dient, in der Freigabeposition
freigegebene Banknoten zu sammeln.
[0009] In
US-A-4 517 451 ist eine Maschine zur automatischen Annahme und Ausgabe von Banknoten beschrieben.
Diese dient zur Annahme von in eine Ein-und Ausgabeöffnung eingelegten Banknoten,
die dann durch einen Prüfteil gefördert werden, der in einem zur Kreislaufführung
von Banknoten dienenden Förderkanal angeordnet ist, und zur darauffolgenden Abgabe
von Banknoten, die sich bei der Prüfung im Prüfteil als einwandfrei erwiesen haben,
in Banknotenbehälter, sowie zur Ausgabe von durch den Prüfteil geförderten Banknoten
über die Ein- und Ausgabeöffnung. Die Maschine ist so ausgebildet, daß die angenommenen
Banknoten mindestens zum Teil wieder ausgegeben werden. Zwischen dem zur Kreislaufführung
der Banknoten dienenden Förderkanal und den Banknotenbehältern ist ein Banknotenübergabemechanismus
vorgesehen, der mindestens ein aufwärts zurückziehbares Stapelrad besitzt, das zur
Übergabe von Banknoten aus dem zur Kreislaufführung von Banknoten dienenden Förderkanal
in die Banknotenbehälter dient, und mindestens ein Paar von Saugtrommeln zum Ansaugen
von Banknoten aus den Banknotenbehältern und zur Abgabe der angesaugten Banknoten
an den zur Kreislaufführung von Banknoten dienenden Förderkanal. Die Maschine besitzt
ferner einen Auswerteteil, der anzeigt, ob ein Banknotenbehälter fast leer ist. Die
Maschine kann außerdem einen Vollzustandsanzeigemechanismus besitzen, der anzeigt,
ob ein Banknotenbehälter die höchstzulässige Anzahl von Banknoten enthält. Außerdem
kann die Maschine einen Höhenanzeigernecharusmus besitzen, der anzeigt, ob sich die
obere Fläche des in einem Banknotenbehälter befindlichen Banknotenstapels in einer
vorherbestimmten Höhenlage oder darüber befindet.
[0010] In
EP 1155 993 A2 ist eine Vorrichtung beschrieben, die einen Ausgabefächerrad mit einer Vielzahl von
in entlang des Umfangs konstanten Abständen ausgebildeten Schaufeln auf einer Welle
umfaßt, der dazu dient, aufeinanderfolgende Blätter von einer Zuführeinrichtung aufzunehmen.
Die Blätter in dem Ausgabefächerrad fallen aus diesem auf eine Abführeinrichtung,
wenn sie auf Anschlagmittel treffen. Weiter ist ein relativ zu dem Ausgabefächerrad
drehbar um dieselbe Achse in eine und aus der Arbeitsposition bewegbarer temporärer
Blatthalter vorgesehen, der temporär die Blätter von dem Ausgabefächerrad aufnimmt
während ein auf der Abführeinrichtung gebildeter Stapel von Blättern ersetzt wird.
Um den temporären Blatthalter aus einer zurückgezogenen Position in die Arbeitsposition
mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit wie der des Ausgabefächerrades ohne die Benutzung
eines separaten Motors zu ermöglichen, ist der temporäre Blatthalter mittels eines
Paares von Freilaufkupplungen auf der Welle des Ausgabefächerrades montiert, die verhindern,
daß sich der temporäre Blatthalter in Richtung von der zurückgezogenen Position in
die Arbeitsposition schneller dreht als das Ausgabefächerrad.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative Lösung zum Zwischenstapeln
von Blattgut in einem Spiralfachstapler anzugeben.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der
unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
[0013] Ein erfindungsgemäßer Spiralfachstapler zum Stapeln von Blattgut besitzt ein Staplerrad,
einen bewegbaren Ausstreifer und eine Stapelablage. Vereinzeltes Blattgut wird dem
Staplerrad derart zugeführt, dass es in spiralförmig hintereinander um eine Rotationsachse
angeordneten Fächern des Staplerrads aufgenommen wird. Das Staplerrad dreht sich,
so dass die Fächer mit Blattgut gefüllt werden. Dabei ist es auch möglich, dass die
Fächer des Staplerrads mehrere Blätter aufnehmen. Mittels des Ausstreifers wird das
Blattgut aus den Fächern des Staplerrads ausgestreift.
[0014] Um ein kontinuierliches Abstapeln des Blattguts in Einheiten einer einstellbaren
Stückzahl von Blättern auf der Stapelablage zu gewährleisten, ohne dass die Zufuhr
des Blattguts zum Staplerrad gestoppt oder gepuffert, das Staplerrad gestoppt oder
ein Separator zum Zwischenstapeln des Blattguts eingeführt werden muss, umfasst der
erfindungsgemäße Spiralfachstapler eine Führungsbahn, welche das Staplerrad zumindest
teilweise umgibt und vorzugsweise der Rundform des Staplerradumfangs angepasst ist.
Befindet sich der Ausstreifer in einer ersten Position, so werden das in den Fächern
aufgenommene Blattgut durch Auflaufen auf den Ausstreifer aus den Fächern ausgestreift
und dadurch zwischen dem Staplerradumfang und der Führungsbahn zwischengestapelt.
Ist die Stapelablage zur Aufnahme von Blattgut bereit, so wird der Abstreifer in eine
zweite Position gebracht, wodurch das zwischengestapelte Blattgut auf die Stapelablage
abgestapelt wird. Solange der Abstreifer in dieser zweiten Position verbleibt, läuft
das Blattgut im Staplerrad auf den Ausstreifer so auf, dass es ohne Zwischenstapeln
direkt auf die Stapelablage abgestapelt wird. Da die Banknoten üblicherweise kontinuierlich
in die einzelnen Fächer des Staplerrads zugeführt werden, können auch noch beim Drehen
des Abstreifers von der ersten in die zweite Position weitere Banknoten zwischengestapelt
werden.
[0015] Ein solcher Spiralfachstapler kann beispielsweise auch als Zwischenspeicher in einem
Geldeinzahlautomaten eingesetzt werden, in dem die bei einer Einzahltransaktion eingegebenen
Banknoten nach einer Prüfung zunächst zwischengespeichert werden, um dann, wenn der
Benutzer dem Abschluss der laufenden Transaktion zustimmt, endgültig abgelegt und
dem Konto des Benutzers gutgeschrieben oder bei Abbruch der laufenden Transaktion
wieder an den Benutzer ohne Gutschrift zurückgegeben zu werden.
[0016] Der Spiralfachstapler ist aber insbesondere zur Verwendung in einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung
geeignet. Durch das Zwischenstapeln des Blattguts ist das kontinuierliche Abstapeln
von Blättern eines kontinuierlichen Blattgutstroms in vorbestimmten bzw. einstellbaren
Einheiten möglich, da das Blattgut so lange zwischen dem Staplerradumfang und der
Führungsbahn zwischengestapelt werden kann, bis die Stapelablage geleert und zur Aufnahme
von Blattgut vorbereitet ist.
[0017] In einer Ausgangsstellung befindet sich die Führungsbahn vorzugsweise in geringem
Abstand zum Staplerradumfang. Ist eine große Anzahl von Blättern zwischen der Führungsbahn
und dem Staplerradumfang zwischengestapelt, kann es aufgrund des geringen Abstands
beim Abstapeln des zwischengestapelten Blattguts zum Blattgutstau kommen. Deshalb
ist in einer ersten Ausgestaltung zumindest ein Teil der Führungsbahn vom Staplerradumfang
weg bewegbar, um den Abstand zwischen dem Staplerradumfang und der Führungsbahn zu
vergrößern. Dadurch wird ein problemloses Herausschieben des zwischengestapelten Blattguts
auf die Stapelablage gewährleistet.
[0018] Die Führungsbahn umschließt das Staplerrad möglichst über einen großen Umfangswinkel,
z.B. über etwa 180°, um auch langes Blattgut zuverlässig zwischenstapeln zu können.
Wenn die Führungsbahn dabei einteilig ausgebildet ist, ergibt sich durch das Wegbewegen
der Führungsbahn keine gleichmäßige Abstandsvergrößerung. Deshalb kann die Führungsbahn
in Teilführungsbahnen aufgeteilt werden, vorzugsweise in zwei Teilführungsbahnen;
die jeweils etwa 90° des Staplerradumfangs umgeben. Werden nun die Teilführungsbahnen
in einer Richtung radial zur Drehachse vom Staplerradumfang weg bewegt, wird eine
wesentlich gleichmäßigere Spaltvergrößerung zwischen dem Staplerradumfang und der
Führungsbahn erreicht.
[0019] Die bewegbare Führungsbahn und der bewegbare Ausstreifer besitzen vorzugsweise einen
gemeinsamen Antrieb. Der Antrieb umfasst beispielsweise einen Schrittmotor, um dessen
Achse eine Mantelkurve zur Bewegung der Führungsbahn und ein Mitnehmer zur Bewegung
des Ausstreifers vorgesehen sind. Dabei sind die Mantelkurve und die Anordnung des
Mitnehmers so aufeinander abgestimmt, dass eine geeignete drehwinkelabhängige Bewegungsfolge
der Führungsbahn und des Ausstreifers sichergestellt ist. Auf diese Weise lassen sich
die Verfahrensschritte des Vergrößern des Abstands durch Wegbewegen der Führungsbahn
vom Staplerrad und des Herausschiebens der zwischengestapelten Banknoten mittels des
Ausstreifers zeitlich koordinieren.
[0020] Vorzugsweise ist der Ausstreifer auf der Drehachse des Staplerrads gelagert und unabhängig
davon bewegbar. Die Drehmomenteinleitung für den Ausstreifer erfolgt in der Nähe der
Staplerradrotationsachse durch den Mitnehmer. Durch die vom Staplerrad unabhängige
Bewegung des Ausstreifers ist es möglich, dessen Bewegung abhängig von dem dem Staplerrad
zugeführten Blattgutstrom und den Einheiten einer einstellbaren Stückzahl von Blättern
zu bewegen.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung besitzt der Spiralfachstapler einen zweiten bewegbaren
Ausstreifer. In einer ersten Position greift der zweite Ausstreifer derart in das
Staplerrad ein, dass er das Blattgut aus den Fächern des Staplerrads auf die Stapelablage
ausstreift. In einer zweiten Position ist der zweite Ausstreifer dagegen soweit aus
dem Staplerrad herausbewegt, dass er das im Staplerrad aufgenommene Blattgut nicht
mehr erfasst. Das Herausbewegen des zweiten Ausstreifers aus dem Staplerrad heraus
ist derart mit der Rotationsgeschwindigkeit des Staplerrads korreliert, dass ein n-tes
Blatt sauber aus dem Staplerrad ausgestreift wird, während ein im nächstfolgenden
Fach befindliches n+1-tes Blatt gerade nicht mehr erfasst wird. Das n+1-te Blatt läuft
dann auf den ersten Ausstreifer auf, der sich in seiner (ersten) Zwischenstapelposition
befindet. Dieses Blatt und die nachfolgenden Blätter werden durch das Auflaufen auf
den ersten Ausstreifer aus dem Staplerrad ausgestreift und zwischen dem Staplerradumfang
und der Führungsbahn zwischengestapelt. Wenn der erste Ausstreifer in seine zweite
Position bewegt wird, werden die zwischengestapelten Banknoten auf die Stapelablage
geschoben und dort abgestapelt, und auch die Banknoten im Staplerrad werden solange
unmittelbar auf die Stapelablage abgestapelt, wie sich der erste Ausstreifer in dieser
Position befindet. Nun kann der zweite Ausstreifer in seine erste Position zurückbewegt
werden, in der er das Blattgut aus den Fächern auf die Stapelablage ausstreift, und
dann kann auch der erste Ausstreifer wieder in seine erste Position zurückbewegt werden.
Durch die Verwendung des zweiten bewegbaren Ausstreifers kann vorallem ein kontinuierliches
Abstapeln auch bei hohen Geschwindigkeiten des Staplerrads und der Blattgutzuführung
erreicht werden.
[0022] In einer noch weiteren Ausgestaltung ist die Stapelablage als verschließbarer Blattgutspeicher
ausgebildet. Ein solcher Spiralfachstapler kann in einem Geldeinzahlautomaten eingesetzt
werden. Stimmt der Benutzer beispielsweise wie in der bereits beschriebenen Einzahltransaktion
dem Abschluss der laufenden Transaktion zu, so können die Banknoten in dem verschließbaren
Speicher, z.B. einer Geldkassette, abgelegt werden und dem Konto des Benutzers gutgeschrieben
werden. Durch die Verwendung des verschließbaren Speichers wird die sichere Aufbewahrung
der abgestapelten Banknoten sichergestellt.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt der Spiralfachstapler
eine Seitenkantenführung zur Führung der Seitenkanten des im Staplerrad aufgenommenen
Blattguts. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten liegt das Blattgut häufig nicht bündig
in den Fächern des Staplerrads, weshalb eine Seitenkantenführung vorteilhaft ist,
um die Seitenkanten des im Staplerrad befindlichen Blattguts gleichmäßig auszurichten.
Die Seitenkantenführung ist in axialer Richtung beweglich, um den Spiralfachstapler
an die Verarbeitung von Blattgut unterschiedlichen Formats anpassen zu können. Eine
solche axial bewegliche Seitenkantenführung ist auch bei herkömmlichen Spiralfachstaplern
vorteilhaft einsetzbar, z.B. auch bei solchen mit fest arretierten Ausstreifern.
[0024] Wie bereits beschrieben, wird das Blattgut zwischen dem Staplerradumfang und der
Führungsbahn solange zwischengestapelt, bis die Stapelablage zur Aufnahme von Blattgut
bereit ist, das dort abgestapelte Blattgut also entfernt sind. Zur Entnahme des Stapels
von der Stapelablage besitzt der Spiralfachstapler eine Entnahmevorrichtung. Die Entnahmevorrichtung
besitzt einen rechenartig ausgebildeten Boden, an den die Stapelablage angepasst ist,
indem sie ebenfalls derart rechenartig ausgebildet ist, dass der Boden der Entnahmevorrichtung
unter das auf der Stapelablage abgestapelte Blattgut bewegbar ist. Bei der Entnahme
des Blattguts, wenn also der rechenartig ausgebildete Boden der Entnahmevorrichtung
unter das Blattgut bewegt wird, verschiebt der Boden eine vorzugsweise vorgesehene,
rechenartig ausgebildete Platte, die die Schlitze der rechenartig ausgebildeten Stapelablage
zumindest teilweise füllt, um mit ihr während des Abstapelns des Blattguts die Stapelablagefläche
zu bilden.
[0025] Das entnommene Blattgut kann dann beispielsweise in einem Stapelfach bzw. einer Kassette
abgelegt werden. Um das Blattgut zuverlässig in das Stapelfach abstreifen zu können,
besitzt das Stapelfach eine an den rechenartig ausgebildeten Boden der Entnahmevorrichtung
angepasste, ebenfalls rechenartig ausgebildete Seitenwand, durch welche der Boden
kämmend hindurch bewegbar ist, um das Blattgut so im Stapelfach abzulegen.
[0026] In einer Ausgestaltung ist die Entnahmevorrichtung als Greifer mit einem Greiferoberteil
und dem rechenartig ausgebildeten Boden zum Ergreifen des in der Stapelablage abgestapelten
Blattguts ausgebildet. Dabei sollte die maximale Tiefe des Greiferoberteils wegen
der axial variablen Längskantenführung das Maß des schmalsten abzustapelnden Blattguts
nicht überschreiten. Eine solche Entnahmevorrichtung ist auch bei herkömmlichen Spiralfachstaplern
vorteilhaft einsetzbar, z.B. auch bei solchen mit fest arretierten Ausstreifern.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
verschiedener, erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele und Ausführungsalternativen
im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen. Darin zeigen:
Figur 1A einen Querschnitt eines Spiralfachstaplers mit einem Ausstreifer in einer
ersten Position;
Figur 1B den Spiralfachstapler aus Figur 1A mit dem Ausstreifer in einer zweiten Position;
Figur 2A einen Querschnitt eines Spiralfachstaplers mit einer Führungsbahn, die in
zwei Teilführungsbahnen unterteilt ist, und einem Ausstreifer in einer ersten Position;
Figur 2B eine perspektivische Ansicht des Spiralfachstaplers aus Figur 2A mit einer
Banknote zwischen dem Spiralfachstaplerumfang und der Führungsbahn;
Figur 2C den Spiralfachstapler aus Figur 2B, wobei die Teilführungsbahnen vom Spiralfachstaplerumfang
weg bewegt sind;
Figur 2D den Spiralfachstapler aus Figur 2C, wobei sich der Ausstreifer in einer zweiten
Position befindet und die Banknote auf einer Stapelablage abgestapelt ist;
Figur 3A einen Querschnitt eines Spiralfachstaplers mit einem ersten Ausstreifer,
wie in Figur 1A dargestellt, und einem zweiten Ausstreifer, der in das Staplerrad
hineinbewegt ist;
Figur 3B den Spiralfachstapler aus Figur 3A, wobei der zweite Ausstreifer aus dem
Spiralfachstapler herausbewegt ist;
Figur 3C den Spiralfachstapler aus Figur 3B, wobei der erste Ausstreifer in seine
zweite Position bewegt ist;
Figur 3D den Spiralfachstapler aus Figur 3C, wobei der zweite Ausstreifer in das Staplerrad
hineinbewegt und parallel zum ersten Ausstreifer angeordnet ist;
Figur 4A einen Querschnitt eines Spiralfachstaplers mit einem geschlossenen Blattgutspeicher;
Figur 4B den Spiralfachstapler aus Figur 4A, wobei der Blattgutspeicher geöffnet ist;
Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines Spiralfachstaplers mit Seitenkantenführung;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines Spiralfachstaplers mit einer Entnahmevorrichtung;
[0028] Spiralfachstapler, wie sie im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben werden, können beispielsweise in Banknotenbearbeitungsvorrichtungen eingesetzt
werden. In Banknotenbearbeitungsvorrichtungen werden Banknoten dem Stapler in vereinzelter
Form sukzessive zugeführt. Die die Banknoten aufnehmenden Fächer des Staplers werden
durch nebeneinander spiralförmig um eine Drehachse angeordnete, zueinander beabstandete
Staplerradfinger gebildet, zwischen die ein Ausstreifer mit geeignet angepassten,
nebeneinander angeordneten Ausstreiffingern eingreift, um die Banknoten aus den Fächern
wieder auszustreifen. In Figuren 1A und 1B ist der Spiralfachstapler im Querschnitt
dargestellt, so dass lediglich ein Ausstreiffinger sowie eine Staplerradfingerebene
dargestellt sind.
[0029] Figuren 1A und 1B zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Spiralfachstaplers
1 zu unterschiedlichen Betriebszeitpunkten. Der Spiralfachstapler 1 weist ein Staplerrad
4 mit spiralförmig hintereinander um eine Rotationsachse angeordneten Fächern 5 auf,
in denen sich dem Spiralfachstapler 1 zugeführte Banknoten 6, 7, 8 befinden. Die Rotationsrichtung
des Staplerrads 4 ist durch einen Pfeil angedeutet. Figur 1A zeigt den Spiralfachstapler
1 im Moment der Zuführung einer Banknote 8. Ein Ausstreifer 2 befindet sich in einer
ersten Position, so dass die auf ihn auflaufenden Banknoten 6 ausgestreift und zwischen
dem Staplerradumfang und einer Führungsbahn 3 zwischengestapelt werden. In Banknotenbearbeitungsvorrichtungen
könnten die Banknoten beispielsweise solange zwischengestapelt werden, bis eine Stapelablage
9 zur Aufnahme der Banknoten bereit ist. Beispielsweise werden in solchen Vorrichtungen
Banknoten zu Stapeln von jeweils 100 Banknoten abgestapelt. Ist die 100ste Banknote
auf der Stapelablage 9 abgestapelt, so wird der Abstapelprozess solange unterbrochen
bzw. werden die Banknoten solange zwischengestapelt, bis die Stapelablage 9 geleert
ist und die nächsten Banknoten aufnehmen kann.
[0030] Figur 1B zeigt den Spiralfachstapler 1 aus Figur 1A zu einem anderen Betriebszeitpunkt.
Der Ausstreifer 2 befindet sich nun in einer zweiten Position. Durch die Verlagerung
von der ersten in die zweite Position werden die zwischengestapelten Banknoten 7 auf
die Stapelablage 9 geschoben und dort abgestapelt. Alle nachfolgenden Banknoten 6,
die sich im Staplerrad 4 befinden, werden nicht zwischengestapelt, sondern unmittelbar
auf die Stapelablage 9 abgestapelt. Im oben genannten Beispiel der Stapelbildung von
jeweils 100 Banknoten würde dies bedeuten, dass der Ausstreifer 2 solange in seiner
zweiten Position (Fig. 1B) verbleibt, bis die 100ste Banknoten auf der Stapelablage
9 abgestapelt ist. Erst dann wird der Ausstreifer 2 wieder in seine erste Position
gebracht, wie sie in Figur 1A gezeigt ist, um die Banknoten zwischenzustapeln, bis
der Stapel mit 100 Banknoten von der Stapelablage 9 entfernt ist.
[0031] Figur 2A zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Spiralfachstaplers 1 im Querschnitt
mit einem Ausstreifer 2 in einer ersten Position und einer Führungsbahn 3. Die Führungsbahn
3 ist hier in zwei bewegbare Teilführungsbahnen 3a, 3b unterteilt. Die Bewegungsrichtung
10 der Teilführungsbahnen 3a, 3b ist durch Striche angedeutet und entspricht einer
Richtung radial zur Drehachse des Staplerrads 4. Die in Figur 2A gezeigte Führungsbahn
3 umgibt etwa 180° des Staplerradumfangs, wobei die Teilführungsbahnen 3a, 3b jeweils
90° des Staplerradumfangs umgeben. Der Ausstreifer 2 befindet sich in seiner ersten
Position, so dass auf ihn auflaufende Banknoten 6 zwischen dem Staplerradumfang und
der Führungsbahn 3 zwischengestapelt werden.
[0032] Figur 2B zeigt den Spiralfachstapler 1 der Figur 2A in einer perspektivischen Ansicht.
Aus der perspektivischen Ansicht wird deutlich, dass die die Banknoten aufnehmenden
Fächer 5 durch nebeneinander angeordnete, zueinander beabstandete Staplerradfinger
11 gebildet werden. Des weiteren wird deutlich, dass der Ausstreifer 2 aus nebeneinander
angeordneten Ausstreiferfingem besteht, die zwischen die Staplerradfinger 11 eingreifen.
In Figur 2B ist eine zwischengestapelte Banknote 7 dargestellt, die auf den Ausstreifer
2 aufgelaufen ist und deshalb zwischen dem Staplerradumfang und der Führungsbahn 3
zwischengestapelt wird.
[0033] In Figur 2C ist ein auf Figur 2B folgender Schritt dargestellt, in dem sich die bewegbaren
Teilführungsbahnen 3a, 3b in einer Richtung radial zur Drehachse des Staplerrads 4
vom Staplerradumfang weg bewegen. Dadurch entsteht eine größerer Abstand zwischen
dem Staplerradumfang und der Führungsbahn 3, wodurch das Transportieren der zwischengestapelten
Banknoten 7 von der Position, in der sie zwischengestapelt werden, auf die Stapelablage
9 zuverlässiger gestaltet wird, insbesondere bei einem größeren Zwischenstapeln mit
einer Vielzahl von Banknoten 7.
[0034] Figur 2D zeigt einen auf Figur 2C folgenden Schritt, in welchem sich der Ausstreifer
2 in der zweiten Position befindet, in der die zwischengestapelten Banknoten 7 unmittelbar
auf die Stapelablage 9 abgestapelt werden. Wie bereits im ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben, werden auch hier alle im Staplerrad 4 befindlichen Banknoten solange
unmittelbar auf die Stapelablage 9 abgestapelt, bis der Ausstreifer 2 von seiner zweiten
Position in seine erste Position zurückbewegt wird.
[0035] Figuren 3A bis 3D zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel eines Spiralfachstaplers
1 im Querschnitt, der besonders dann eingesetzt werden kann, wenn dem Staplerrad 4
Banknoten 8 mit einer hohen Zuführrate zugeführt werden und sich das Staplerrad 4
dementsprechend mit hoher Geschwindigkeit dreht. Indem der Spiralfachstapler 1 zusätzlich
mit einem zweiten Ausstreifer 12 versehen ist, kann ein kontinuierliches Abstapeln
noch sicherer gestaltet werden.
[0036] In Figur 3A greift der zweite Ausstreifer 12 in einer ersten Position derart in das
Staplerrad 4 ein, dass er die in den Fächern 5 des Staplerrads 4 befindlichen Banknoten
6 unmittelbar auf der Stapelablage 9 abstapelt, ohne dass die Banknoten 6 zwischengestapelt
werden. Sollen auf der Stapelablage 9 wie im obigen Beispiel Banknotenstapel von jeweils
100 Banknoten gebildet werden, verbleibt der zweite Ausstreifer 12 solange in seiner
ersten Position, bis er die 100ste Banknote mit seiner Spitze erfasst hat.
[0037] Sobald er die 100ste Banknote erfasst hat, wird der zweite Ausstreifer 12 in eine
zweite Position gebracht, so dass er die in den nachfolgenden Fächern 5 des Staplerrads
4 aufgenommenen Banknoten nicht mehr erfasst. Dann verbleiben die Banknoten 6, wie
in Figur 3B dargestellt, in den Fächern 5 und laufen auf den ersten Ausstreifer 2
auf, der sich in seiner ersten, oberen Position befindet. Dabei verbleibt der erste
Ausstreifer 2 solange in seiner ersten Position und die Banknoten werden solange zwischen
dem Staplerradumfang und der Führungsbahn 3 zwischengestapelt, bis der Stapel mit
100 Banknoten von der Stapelablage 9 entfernt ist.
[0038] Danach wird der erste Ausstreifer 2, wie in Figur 3C gezeigt, in seine zweite, untere
Position bewegt, um die zwischengestapelten Banknoten 7 auf die Stapelablage 9 zu
verschieben. Solange der erste Ausstreifer 2 in seiner zweiten Position bleibt, werden
die Banknoten 6 aus den Fächern 5 des Staplerrads 4 unmittelbar auf die Stapelablage
9 abgestapelt.
[0039] Wenn sich der erste Ausstreifer 2 in seiner zweiten Position befindet, wird der zweite
Ausstreifer 12 wieder in seine erste Position gebracht, so dass der erste und der
zweite Ausstreifer 12, wie in Figur 3D dargestellt, parallel zueinander sind. Danach
kann der erste Ausstreifer 2 wieder in seine erste, obere Position gebracht werden
(siehe Figur 3A) ohne mit Banknoten in den Fächern 5 des Staplerrads 4 zu kollidieren,
da die in den Fächern 5 befindlichen Banknoten durch den zweiten Ausstreifer 12 in
seiner ersten Position direkt auf die Stapelablage 9 abgestapelt werden.
[0040] Figuren 4A und 4B zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Spiralfachstaplers
1, welches mit den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen kombinierbar ist. Figur
4A zeigt den Spiralfachstapler 1 mit dem Ausstreifer 2 in einer ersten Position und
der Führungsbahn 3, wobei zwischen der Führungsbahn 3 und dem Staplerradumfang eine
Banknote 7 zwischengestapelt ist. Die Stapelablage 9 des Spiralfachstaplers 1 ist
hier als verschließbarer Blattgutspeicher 13, beispielsweise als Geldkassette, ausgebildet.
Figur 4A zeigt den Blattgutspeicher 13 in geschlossener Form.
[0041] Die Banknoten 7 werden in diesem Ausführungsbeispiel solange zwischengestapelt, bis
der Verschluss des Blattgutspeichers 13 geöffnet wird, um, wie in Figur 4B gezeigt,
die zwischengestapelten Banknoten 7 direkt in dem Blattgutspeicher 13 abzulegen, wenn
der Ausstreifer 2 in seine zweite, untere Position bewegt wird. Des weiteren ist in
Figur 4B zu sehen, dass die Führungsbahn 3 in dem hier konkret dargestellten Ausführungsbeispiel
wieder aus zwei bewegbaren Teilführungsbahnen 3a, 3b besteht, die vom Staplerradumfang
in radialer Richtung weg bewegt werden, wenn der Ausstreifer 2 von seiner ersten,
oberen Position in seine zweite, untere Position bewegt wird.
[0042] Figur 5 zeigt in perspektivischer Ansicht ein fünftes Ausführungsbeispiel, in dem
ein Spiralfachstapler 1, wie er beispielsweise bereits in Bezug auf Figur 2A beschrieben
ist, eine in axialer Richtung des Staplerrads 4 bewegbare Seitenkantenführung 14 besitzt.
Mittels der Seitenkantenführung 14 können in den Fächern des Staplerrads aufgenommene
und zwischen dem Staplerradumfang und der Führungsbahn 3a, 3b zwischengestapelte Banknoten
7 bündig ausgerichtet werden. Dies ist vor allem bei häufig wechselnden Banknotenformaten
von Vorteil. Die Seitenkantenführung 14 umfasst das Staplerrad um nahezu 360°, damit
die Banknoten 7 im Staplerrad über den gesamten planseitigen Bereich des Staplerrads
ausgerichtet werden. Vorteilhafterweise deckt die Wirkfläche der Seitenkantenführung
14 den gesamten Bereich der Staplerradfächer ab, die während des Arbeitsprozesses
Banknoten beinhalten können. Die Seitenkantenführung 14 kann mit jeder der zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen und auch mit herkömmlichen Spiralfachstaplern vorteilhaft kombiniert
werden.
[0043] Figur 6 zeigt in perspektivischer Ansicht ein sechstes Ausführungsbeispiel eines
Spiralfachstaplers 1, wie er zum Teil in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
beschrieben wurde. Um ein zuverlässiges Abstapeln zu ermöglichen, insbesondere dann,
wenn eine vorbestimmte Stückzahl von Banknoten 6, 7, 8 zum Abstapeln in einer Stapelablage
9 erreicht werden soll, müssen die abgestapelten Banknoten 6, 7, 8 von der Stapelablage
9 entfernt werden. Dazu zeigt die Figur 6 den Spiralfachstapler 1 mit einer Entnahmevorrichtung
15 mit einem rechenartig ausgebildeten Boden 16 zum Entnehmen der Banknoten 6, 7,
8 von der Stapelablage 9. Dabei ist auch die Stapelablage 9 rechenartig ausgebildet
und an den rechenartig ausgebildeten Boden 16 so angepasst, dass der Boden 16 unter
die auf der Stapelablage 9 abgestapelten Banknoten 6, 7, 8 bewegbar ist.
[0044] In der Figur 6 ist zu sehen, dass eine rechenartig ausgebildete Platte 20 die Schlitze
21, welche zur Aufnahme des rechenartig ausgebildeten Bodens 16 der Entnahmevorrichtung
15 angepasst sind, der Stapelablage 9 zumindest teilweise füllt. Diese Platte 20 wird
aus den Schlitzen 21 der Stapelablage 9 herausgeschoben, wenn die Entnahmevorrichtung
15 unter die Stapelablage 9 bewegt wird. Durch die die Schlitze 21 füllende Platte
20 wird eine im wesentlichen vollflächig ebene Stapelauflagefläche geschaffen.
[0045] Die Entnahmevorrichtung 15, wie in Figur 6 gezeigt, ist als Greifer ausgebildet und
besitzt zusätzlich zum rechenartig ausgebildeten Boden 16 ein Greiferoberteil 17,
um die Banknoten 6, 7, 8 zwischen dem Boden 16 und dem Greiferoberteil 17 zu ergreifen.
Nachdem die in der Stapelablage 9 abgestapelten Banknoten 6, 7, 8 durch den Greifer
ergriffen wurden, können sie in ein Stapelfach 18 verlagert und dort abgestreift werden.
Dazu ist eine Seitenwand 19 des Stapelfachs 18 rechenartig ausgebildet, so dass der
rechenartig ausgebildete Boden 16 und das Greiferoberteil 17 der Entnahmevorrichtung
15 durch die Seitenwand 19 hindurch zurückbewegt werden können, während die Banknoten
im Stapelfach 18 zurückbehalten werden. Somit wird ein sicheres Ablegen der Banknoten
6, 7, 8 im Stapelfach 18 gewährleistet. Damit das Greiferoberteil 17 nicht mit dem
Staplerrad 4 in Berührung kommt, wenn es sich bei der Entnahme der Banknoten 6, 7,
8 darunter befindet, sind die Zinken des Greiferoberteils 17 in der gefährdeten Zone
flacher und damit tieferliegend ausgebildet. Die vorbeschriebene Entnahmevorrichtung
kann auch mit herkömmlichen Spiralfachstaplern vorteilhaft verwendet werden.
1. Spiralfachstapler (1) zum Stapeln von Blattgut (6, 7, 8), umfassend:
- ein Staplerrad (4) mit spiralförmig hintereinander um eine Rotationsachse angeordneten
Fächern (5) zur Aufnahme des Blattguts (6,7,8),
- einen bewegbaren Ausstreifer (2), welcher das Blattgut (6, 7, 8) aus den Fächern
(5) des Staplerrads (4) ausstreift,
- eine Stapelablage (9) zum Abstapeln des ausgestreiften Blattguts (6, 7, 8), und
- eine Führungsbahn (3), welche das Staplerrad (4) zumindest teilweise umgibt, wobei
das in den Fächern (5) aufgenommene Blattgut (6) durch Auflaufen auf den Ausstreifer
(2) zwischen dem Staplerradumfang und der Führungsbahn (3) zwischenstapelbar ist,
wenn sich der Ausstreifer (2) in einer ersten Position befindet, und
wobei das so zwischengestapelte Blattgut (7) durch Bewegen des Ausstreifers (2) in
eine zweite Position auf die Stapelablage (9) abstapelbar ist und wobei entweder das
in den Fächern (5) aufgenommene Blattgut (6) durch Auflaufen auf den Ausstreifer (2)
in der zweiten Position unmittelbar auf die Stapelablage (9) abstapelbar ist oder
wobei ein zweiter bewegbarer Ausstreifer (12) vorgesehen ist, der in einer ersten
Position derart in das Staplerrad (4) eingreift, dass er das Blattgut (6, 8) aus den
Fächern (5) des Staplerrads (4) auf die Stapelablage (9) ausstreift, und zumindest
soweit aus dem Staplerrad (4) heraus in eine zweite Position bewegbar ist, dass er
das im Staplerrad (4) aufgenommene Blattgut (6, 8) nicht erfasst, wenn das Blattgut
(6, 7, 8) mittels des ersten Ausstreifers (2) zwischengestapelt werden soll.
2. Spiralfachstapler (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Führungsbahn (3) vom Staplerradumfang weg bewegbar ist.
3. Spiralfachstapler (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (3) in Teilführungsbahnen (3a, 3b) aufgeteilt ist.
4. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegbarkeit der Führungsbahn (3) vom Staplerradumfang weg in einer Richtung
(10) radial zur Drehachse verläuft.
5. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (3) und der Ausstreifer (2) einen gemeinsamen Antrieb besitzen.
6. Spiralfachstapler (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb ein Schrittmotor ist, um dessen Achse eine Mantelkurve zur Bewegung der
Führungsbahn (3) und ein Mitnehmer zur Bewegung des Ausstreifers (2) vorgesehen sind,
wobei die Gestaltung der Mantelkurve und die Anordnung des Mitnehmers für eine drehwinkelabhängige
Bewegungsfolge der Führungsbahn (3) und des Ausstreifers (2) aufeinander abgestimmt
sind.
7. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (3) etwa 180° des Staplerradumfangs umgibt.
8. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstreifer (2) auf der Drehachse des Staplerrads (4) gelagert und unabhängig
vom Staplerrad (4) bewegbar ist.
9. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelablage (9) als verschließbarer Blattgutspeicher (12) ausgebildet ist.
10. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenkantenführung (14) zur Führung der Seitenkanten des im Staplerrad (4)
aufgenommenen Blattguts (6, 8) in axialer Richtung des Staplerrads (4) bewegbar ist.
11. Spiralfachstapler (1) zum Stapeln von Blattgut (6, 7, 8) nach einem der Ansprüche
1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Entnahmevorrichtung (15) mit einem rechenartig ausgebildeten Boden (16) zum
Entnehmen von auf der Stapelablage (9) abgestapeltem Blattgut (6, 7, 8) und anschließendem
Ablegen in einem Stapelfach (18), wobei auch die Stapelablage (9) rechenartig ausgebildet
und derart an den rechenartig ausgebildeten Boden (16) der Entnahmevorrichtung (15)
angepasst ist, dass der Boden (16) unter das auf der Stapelablage (9) abgestapelte
Blattgut (6, 7, 8) bewegbar ist.
12. Spiralfachstapler (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stapelfach (18) eine an den rechenartig ausgebildeten Boden (16) der Entnahmevorrichtung
(15) angepasste, rechenartig ausgebildete Seitenwand (19) besitzt, durch welche der
rechenartig ausgebildete Boden (16) der Entnahmevorrichtung (15) hindurch bewegbar
ist, um dadurch das Blattgut (6, 7, 8) von dem Boden (16) in das Stapelfach (18) abstreifen zu können.
13. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der rechenartig ausgebildete Boden (16) der Entnahmevorrichtung (15) bei seiner Bewegung
unter das auf der Stapelablage (9) abgestapelte Blattgut (6, 7,8) eine rechenartig
ausgebildete Platte (20) verschiebt, die die Schlitze (21) der rechenartig ausgebildeten
Stapelablage (9) zumindest teilweise füllt.
14. Spiralfachstapler (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmevorrichtung (15) als Greifer mit einem Greiferoberteil (17) und dem rechenartig
ausgebildeten Boden (16) zum Ergreifen des in der Stapelablage (9) abgestapelten Blattguts
(6, 7, 8) zwischen dem Greiferoberteil (17) und dem Boden (16) ausgebildet ist.
15. Banknotenbearbeitungsvorrichtung, umfassend einen oder mehrere Spiralfachstapler (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
16. Verfahren zum Stapeln von Blattgut (6, 7, 8) mittels eines Spiralfachstaplers (1)
mit einem Staplerrad (4), welches spiralförmig hintereinander um eine Rotationsachse
angeordnete Fächer (5) zur Aufnahme des Blattguts (6, 7, 8) aufweist, umfassend die
folgenden Schritte:
- Zuführen des Blattguts (6, 7, 8) in die Fächer (5) des Staplerrads (4),
- Drehen des Staplerrads (4) mit dem Blattgut (6, 7,8),
- Ausstreifen des Blattguts (6, 7, 8) aus den Fächern (5) des drehenden Staplerrads
(4) mittels eines bewegbaren Ausstreifers (2),
- Abstapeln des ausgestreiften Blattguts (6, 7, 8) auf einer Stapelablage (9),
- Zwischenstapeln des in den Fächern (5) aufgenommenen Blattguts (6, 7,8) zwischen
dem Staplerradumfang und einer das Staplerrad (4) zumindest teilweise umgebenden Führungsbahn
(3), durch Auflaufen des Blattguts (6, 7, 8) auf den Ausstreifer (2), wenn sich dieser
in einer ersten Position befindet und Abstapeln des so zwischengestapelten Blattguts
(7) auf der Stapelablage (9) durch Bewegen des Ausstreifers (2) in eine zweite Position,
wobei entweder das in den Fächern (5) aufgenommene Blattgut (6) durch Auflaufen auf
den Ausstreifer (2) in der zweiten Position unmittelbar auf die Stapelablage (9) abgestapelt
wird oder
wobei die Schritte des Ausstreifens von in den Fächern (5) aufgenommenem Blattgut
(6, 7, 8) auf die Stapelablage (9) mittels eines zweiten beweglichen Ausstreifers
(12), und ,wenn das Blattgut (6, 7, 8) mittels des ersten Ausstreifers (2) zwischengestapelt
werden soll, des Bewegens des zweiten Ausstreifers (12) in eine Position, in der er
das in den Fächern (5) aufgenommene Blattgut (6, 7, 8) nicht erfasst, vorgesehen sind.
17. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch den Schritt des Wegbewegens zumindest eines Teils der Führungsbahn (3) vom Staplerradumfang
zur Durchführung des Abstapelschritts.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, gekennzeichnet durch den Schritt des Ergreifens von in der Stapelablage (9) abgestapeltem Blattgut (6,
7, 8) mittels eines Greifers und den anschließenden Schritt des Ablegens des Blattguts
(6, 7, 8) in einem Stapelfach (18).
19. Verfahren zum Stapeln von Blattgut (6, 7, 8) nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
gekennzeichnet durch den Schritt des Bewegens einer Seitenkantenführung (14) in axialer Richtung des Staplerrads
(4), um die Seitenkanten des Blattguts (6, 7, 8) im Staplerrad (4) zu führen.
1. A spiral pocket stacker (1) for stacking sheet material (6, 7, 8), comprising:
- a stacking wheel (4) with pockets (5) spirally disposed one behind the other around
a rotation axis for receiving the sheet material (6, 7, 8),
- a movable stripper (2) which strips the sheet material (6, 7, 8) from the pockets
(5) of the stacking wheel (4),
- a stack deposit means (9) for finally stacking the stripped sheet material (6, 7,
8), and
- a guide way (3) which at least partly surrounds the stacking wheel (4), wherein
the sheet material (6) received in the pockets (5) is intermediately stackable by
running onto the stripper (2) between the stacking wheel circumference and the guide
way (3) when the stripper (2) is in a first position, and
wherein the thus intermediately stacked sheet material (7) is finally stackable onto
the stack deposit means (9) by motion of the stripper (2) to a second position, and
wherein either the sheet material (6) received in the pockets (5) is finally stackable
directly onto the stack deposit means (9) by running onto the stripper (2) in the
second position, or
wherein a second movable stripper (12) is provided which in a first position engages
the stacking wheel (4) so as to strip the sheet material (6, 8) from the pockets (5)
of the stacking wheel (4) onto the stack deposit means (9), and is movable out of
the stacking wheel (4) to a second position at least so far as not to grasp the sheet
material (6, 8) received in the stacking wheel (4), when the sheet material (6, 7,
8) is to be intermediately stacked by means of the first stripper (2).
2. The spiral pocket stacker (1) according to claim 1, characterized in that at least a part of the guide way (3) is movable away from the stacking wheel circumference.
3. The spiral pocket stacker (1) according to claim 2, characterized in that the guide way (3) is divided into partial guide ways (3a, 3b).
4. The spiral pocket stacker (1) according to either of claims 2 and 3, characterized in that the movability of the guide way (3) away from the stacking wheel circumference extends
in a direction (10) radial to the rotation axis.
5. The spiral pocket stacker (1) according to any of claims 2 to 4, characterized in that the guide way (3) and the stripper (2) possess a common drive.
6. The spiral pocket stacker (1) according to claim 5, characterized in that the drive is a step motor around the axis of which there are provided a cylinder
cam for motion of the guide way (3) and a mover for motion of the stripper (2), wherein
the design of the cylinder cam and the arrangement of the mover are coordinated with
each other for a rotation angle-dependent motion sequence of the guide way (3) and
the stripper (2).
7. The spiral pocket stacker (1) according to any of claims 1 to 6, characterized in that the guide way (3) surrounds approximately 180° of the stacking wheel circumference.
8. The spiral pocket stacker (1) according to any of claims 1 to 7, characterized in that the stripper (2) is mounted on the rotation axis of the stacking wheel (4) and is
movable independently of the stacking wheel (4).
9. The spiral pocket stacker according to any of claims 1 to 8, characterized in that the stack deposit means (9) is configured as a closable sheet-material reservoir
(12).
10. The spiral pocket stacker (1) according to any of claims 1 to 9, characterized in that a side-edge guide (14) for guiding the side edges of the sheet material (6, 8) received
in the stacking wheel (4) is movable in the axial direction of the stacking wheel
(4).
11. The spiral pocket stacker (1) for stacking sheet material (6, 7, 8) according to any
of claims 1 to 10, characterized by a removal device (15) having a rake-like configured bottom (16) for removing sheet
material (6, 7, 8) finally stacked on the stack deposit means (9) and subsequently
depositing it in a stack pocket (18), wherein the stack deposit means (9) is also
of rake-like configuration and adapted to the rake-like configured bottom (16) of
the removal device (15) such that the bottom (16) is movable under the sheet material
(6, 7, 8) finally stacked on the stack deposit means (9).
12. The spiral pocket stacker (1) according to claim 11, characterized in that the stack pocket (18) possesses a rake-like configured side wall (19) adapted to
the rake-like configured bottom (16) of the removal device (15), through which side
wall the rake-like configured bottom (16) of the removal device (15) is movable to
thereby be able to strip the sheet material (6, 7, 8) from the bottom (16) into the
stack pocket (18).
13. The spiral pocket stacker (1) according to either of claims 11 and 12, characterized in that the rake-like configured bottom (16) of the removal device (15), upon its motion
under the sheet material (6, 7, 8) finally stacked on the stack deposit means (9),
displaces a rake-like configured plate (20) which at least partly fills the slots
(21) of the rake-like configured stack deposit means (9).
14. The spiral pocket stacker (1) according to any of claims 11 to 13, characterized in that the removal device (15) is configured as a gripper with a gripper upper portion (17)
and the rake-like configured bottom (16) for grasping the sheet material (6, 7, 8)
finally stacked in the stack deposit means (9) between the gripper upper portion (17)
and the bottom (16).
15. A bank-note processing apparatus comprising one or more spiral pocket stackers (1)
according to any of claims 1 to 14.
16. A method for stacking sheet material (6, 7, 8) by means of a spiral pocket stacker
(1) with a stacking wheel (4) which has pockets (5) spirally disposed one behind the
other around a rotation axis for receiving the sheet material (6, 7, 8), comprising
the following steps:
- feeding the sheet material (6, 7, 8) into the pockets (5) of the stacking wheel
(4),
- rotating the stacking wheel (4) with the sheet material (6, 7, 8),
- stripping the sheet material (6, 7, 8) from the pockets (5) of the rotating stacking
wheel (4) by means of a movable stripper (2),
- finally stacking the stripped sheet material (6, 7, 8) on a stack deposit means
(9),
- intermediately stacking the sheet material (6, 7, 8) received in the pockets (5)
between the stacking wheel circumference and a guide way (3) at least partly surrounding
the stacking wheel (4), by the sheet material (6, 7, 8) running onto the stripper
(2) when the latter is in a first position, and the thus intermediately stacked sheet
material (7) being finally stacked on the stack deposit means (9) by motion of the
stripper (2) to a second position,
wherein either the sheet material (6) received in the pockets (5) is finally stacked
directly onto the stack deposit means (9) by running onto the stripper (2) in the
second position, or
wherein there are provided the steps of stripping sheet material (6, 7, 8) received
in the pockets (5) onto the stack deposit means (9) by means of a second movable stripper
(12) and, when the sheet material (6, 7, 8) is to be intermediately stacked by means
of the first stripper (2), of moving the second stripper (12) to a position where
it does not grasp the sheet material (6, 7, 8) received in the pockets (5).
17. The method according to claim 16, characterized by the step of moving at least a part of the guide way (3) away from the stacking wheel
circumference for carrying out the final-stacking step.
18. The method according to either of claims 16 and 17, characterized by the step of grasping sheet material (6, 7, 8) finally stacked in the stack deposit
means (9) by means of a gripper and the subsequent step of depositing the sheet material
(6, 7, 8) in a stack pocket (18).
19. The method for stacking sheet material (6, 7, 8) according to any of claims 16 to
18, characterized by the step of moving a side-edge guide (14) in the axial direction of the stacking
wheel (4) in order to guide the side edges of the sheet material (6, 7, 8) within
the stacking wheel (4).
1. Empileuse à compartiments en spirale (1) destinée à l'empilage de produit en feuilles
(6, 7, 8), comprenant :
- une roue d'empilage (4) présentant des compartiments (5) agencés en spirale les
uns derrière les autres autour d'un axe de rotation pour la réception du produit en
feuilles (6, 7, 8),
- un agrippeur-éjecteur déplaçable (2) qui agrippe le produit en feuilles (6, 7, 8)
en l'éjectant des compartiments (5) de la roue d'empilage (4),
- un rack d'empilage (9) destiné à l'empilage du produit en feuilles (6, 7, 8) éjecté,
et
- un chemin de guidage (3) qui entoure au moins partiellement la roue d'empilage (4),
le produit en feuilles (6) recueilli dans les compartiments (5) étant, en vertu de
son échouement sur l'agrippeur-éjecteur (2), temporairement empilable entre le pourtour
de la roue d'empilage et le chemin de guidage (3) quand l'agrippeur-éjecteur (2) se
trouve dans une première position, et le produit en feuilles (7) ainsi temporairement
empilé étant, par un déplacement amenant l'agrippeur-éjecteur (2) dans une deuxième
position, déposable sous forme de pile sur le rack d'empilage (9), et soit le produit
en feuilles (6) recueilli dans les compartiments (5) étant, en vertu de son échouement
sur l'agrippeur-éjecteur (2) se trouvant dans la deuxième position, directement empilable
sur le rack d'empilage (9), ou soit un deuxième agrippeur-éjecteur déplaçable (12)
étant prévu, qui, dans une première position, s'engage de telle façon dans la roue
d'empilage (4) qu'il agrippe le produit en feuilles (6, 8) en l'éjectant des compartiments
(5) de la roue d'empilage (4) et le déposant sur le rack d'empilage (9), et qui peut
être amené dans une deuxième position dans laquelle il est au moins suffisamment retiré
de la roue d'empilage (4) pour, quand le produit en feuilles (6, 7, 8) doit être temporairement
empilé au moyen du premier agrippeur-éjecteur (2), ne pas saisir le produit en feuilles
(6, 8) recueilli dans la roue d'empilage (4).
2. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une partie du chemin de guidage (3) est déplaçable de façon à être écartée
du pourtour de la roue d'empilage.
3. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que le chemin de guidage (3) est subdivisé en chemins de guidage (3a, 3b) partiels.
4. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications 2 ou 3, caractérisée en ce que c'est dans une direction (10) s'éloignant du pourtour de la roue d'empilage radialement
par rapport à l'axe de rotation que le chemin de guidage (3) est déplaçable.
5. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 2 à 4, caractérisée en ce que le chemin de guidage (3) et l'agrippeur-éjecteur (2) possèdent un entraînement commun.
6. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'entraînement est un moteur pas à pas autour de l'axe duquel une came circulaire
destinée à mouvoir le chemin de guidage (3) et un entraîneur destiné à mouvoir l'agrippeur-éjecteur
(2) sont prévus, la forme de réalisation de la came circulaire et l'agencement de
l'entraîneur étant adaptés entre eux pour obtenir une séquence de déplacement du chemin
de guidage (3) et de l'agrippeur-éjecteur (2) s'opérant en fonction de l'angle de
rotation.
7. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 1 à 6, caractérisée en ce que le chemin de guidage (3) entoure environ 180° du pourtour de la roue d'empilage.
8. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 1 à 7, caractérisée en ce que l'agrippeur-éjecteur (2) est monté sur l'axe de rotation de la roue d'empilage (4)
et est déplaçable indépendamment de la roue d'empilage (4).
9. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 1 à 8, caractérisée en ce que le rack d'empilage (9) est réalisé sous forme de réservoir à produit en feuilles
(12) fermant à clé.
10. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 1 à 9, caractérisée en ce qu'un guide de bords latéraux (14) destiné à guider les bords latéraux du produit en
feuilles (6, 8) recueilli dans la roue d'empilage (4) est déplaçable dans le sens
axial de la roue d'empilage (4).
11. Empileuse à compartiments en spirale (1) destinée à l'empilage de produit en feuilles
(6, 7, 8) selon une des revendications de 1 à 10,
caractérisée par un dispositif de retrait (15) comportant un fond (16) en râteau destiné à retirer
du produit en feuilles (6, 7, 8) empilé sur le rack d'empilage (9) puis à le déposer
dans un compartiment d'empilage (18), le rack d'empilage (9) ayant lui aussi une configuration
en râteau et étant ajusté de telle sorte par rapport au fond (16) en râteau du dispositif
de retrait (15) que le fond (16) peut être mû sous le produit en feuilles (6, 7, 8)
empilé sur le rack d'empilage (9).
12. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon la revendication 11, caractérisée en ce que le compartiment d'empilage (18) possède une paroi latérale (19) en râteau ajustée
par rapport au fond (16) en râteau du dispositif de retrait (15), paroi à travers
laquelle le fond (16) en râteau du dispositif de retrait (15) peut être mû afin de
pouvoir ainsi s'emparer du produit en feuilles (6, 7, 8) en le faisant passer du fond
(16) au compartiment d'empilage (18).
13. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 11 à 12,
caractérisée en ce que le fond (16) en râteau du dispositif de retrait (15) déplace lors de son mouvement
sous le produit en feuilles (6, 7, 8) empilé sur le rack d'empilage (9) une plaquette
(20) en râteau qui remplit au moins partiellement les fentes (21) du rack d'empilage
(9) en râteau.
14. Empileuse à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 11 à 13,
caractérisée en ce que le dispositif de retrait (15) est réalisé sous forme de préhenseur comprenant une
partie supérieure de préhenseur (17) et le fond (16) en râteau pour capturer entre
la partie supérieure du préhenseur (17) et le fond (16) en râteau le produit en feuilles
(6, 7, 8) empilé dans le rack d'empilage (9).
15. Dispositif de traitement de billets de banque comprenant une ou plusieurs empileuses
à compartiments en spirale (1) selon une des revendications de 1 à 14.
16. Procédé d'empilage de produit en feuilles (6, 7, 8) au moyen d'une empileuse à compartiments
en spirale (1) comportant une roue d'empilage (4) qui présente des compartiments (5)
agencés en spirale les uns derrière les autres autour d'un axe de rotation pour la
réception du produit en feuilles (6, 7, 8), comprenant les étapes suivantes :
- introduction du produit en feuilles (6, 7, 8) dans les compartiments (5) de la roue
d'empilage (4),
- rotation de la roue d'empilage (4) chargée du produit en feuilles (6, 7, 8),
- éjection, au moyen d'un agrippeur-éjecteur déplaçable (2), du produit en feuilles
(6, 7, 8) à l'extérieur des compartiments (5) de la roue d'empilage (4) en rotation,
- dépose sous forme de pile, sur un rack d'empilage (9), du produit en feuilles (6,
7, 8) éjecté,
- empilage temporaire du produit en feuilles (6, 7, 8) recueilli dans les compartiments
(5) entre le pourtour de la roue d'empilage et un chemin de guidage (3) entourant
au moins partiellement la roue d'empilage (4), par le biais de l'échouement du produit
en feuilles (6, 7, 8) sur l'agrippeur-éjecteur (2) quand ce dernier se trouve dans
une première position, et dépose sous forme de pile, sur le rack d'empilage (9), du
produit en feuilles (7) ainsi empilé temporairement, laquelle dépose étant effectuée
par le bais d'un déplacement amenant l'agrippeur-éjecteur (2) dans une deuxième position,
soit le produit en feuilles (6) recueilli dans les compartiments (5) étant, en vertu
de son échouement sur l'agrippeur-éjecteur (2) se trouvant dans la deuxième position,
directement empilé sur le rack d'empilage (9), ou soit les étapes consistant en l'éjection,
au moyen d'un deuxième agrippeur-éjecteur déplaçable (12), de produit en feuilles
(6, 7, 8) recueilli dans les compartiments (5) et en la dépose dudit produit en feuilles
sur le rack d'empilage (9), et consistant, quand le produit en feuilles (6, 7, 8)
doit être temporairement empilé au moyen du premier agrippeur-éjecteur (2), en le
déplacement amenant le deuxième agrippeur-éjecteur (12) dans une position dans laquelle
il ne saisit pas le produit en feuilles (6, 7, 8) recueilli dans les compartiments
(5), étant prévues.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé par l'étape de l'écartement d'au moins une partie du chemin de guidage (3) par rapport
au pourtour de la roue d'empilage pour l'exécution de l'étape de dépose en pile.
18. Procédé selon une des revendications 16 ou 17, caractérisé par l'étape de la capture de produit en feuilles (6, 7, 8) déposé en pile dans le rack
d'empilage (9), ladite capture s'opérant au moyen d'un préhenseur, et par l'étape
subséquente de la dépose du produit en feuilles (6, 7, 8) dans un compartiment d'empilage
(18).
19. Procédé d'empilage de produit en feuilles (6, 7, 8) selon une des revendications de
16 à 18,
caractérisé par l'étape du déplacement d'un guide de bords latéraux (14) dans le sens axial de la
roue d'empilage (4) afin de guider les bords latéraux du produit en feuilles (6, 7,
8) dans la roue d'empilage (4).