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(11) |
EP 1 747 539 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.2017 Patentblatt 2017/35 |
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Anmeldetag: 22.04.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/004362 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/114595 (01.12.2005 Gazette 2005/48) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ECHTHEITSERKENNUNG VON SICHERHEITSMERKMALEN AUF WERT-
UND/ODER SICHERHEITSDOKUMENTEN
METHOD AND DEVICE FOR RECOGNISING THE AUTHENTICITY OF SECURITY CHARACTERISTICS ON
VALUABLE DOCUMENTS AND/OR SECURITY DOCUMENTS
PROCEDE ET DISPOSITIF DE RECONNAISSANCE D'AUTHENTICITE DE CARACTERISTIQUES DE SECURITE
SITUEES SUR DES DOCUMENTS DE VALEUR ET / OU DE SECURITE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
10.05.2004 DE 102004022995
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.01.2007 Patentblatt 2007/05 |
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Patentinhaber: Bundesdruckerei GmbH |
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10958 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- PAESCHKE, Manfred
16352 Basdorf (DE)
- MUTH, Oliver
12277 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Leske, Thomas |
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Frohwitter
Patent- und Rechtsanwälte
Possartstrasse 20 81679 München 81679 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 212 734 US-A1- 2002 131 618
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FR-A- 2 791 791
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslesen von Sicherheitsmerkmalen auf Wert-
und/oder Sicherheitsdokumenten mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine entsprechende
Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 10. In zunehmendem Maße werden Sicherheitssysteme
benötigt, die in der Lage sind, Sicherheitsmerkmale enthaltende Wert- oder Sicherheitsdokumente
zu erkennen, die auf einem Träger angebracht sind, oder ein Produkt verifizieren können,
das mit einem Sicherheitsmerkmal versehen ist. Der Träger kann bspw. ein Brief, Groß-
oder Maxibrief sein, auf dem ungeordnet das Wertdokument in Form einer oder mehrerer
Briefmarken angeordnet ist. Als Wert- oder Sicherheitsdokument im Sinne vorliegender
Erfindung gelten aber auch Banknoten, Ausweise, Verpackungen, Label, Aufkleber und
Tickets, insbesondere bedruckbare oder auf andere Weise mit Sicherheitsmerkmalen versehbare
Erzeugnisse.
[0002] Die auf bzw. im Wert- oder Sicherheitsdokument untergebrachten Sicherheitsmerkmale
bergen Informationen, die in der Regel nicht ohne weiteres sichtbar sind. Beispiele
sind magnetische oder elektromagnetische Besonderheiten, bestimmte Materialeigenschaften
sowie Charakteristika, die im UV, IR und NIR nachweisbar sind. Typischerweise werden
hierfür spezielle, auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Sensoren eingesetzt; die
ein oder mehrere solcher Eigenschaften detektieren.
[0003] In diesem Zusammenhang beschreibt die
DE 101 13 267 A1 Antistokes-Leuchtstoffe, die bei Anregung mit bestimmter elektromagnetischer Strahlung
charakteristische Lumineszenzeigenschaften aufweisen, wobei die emittierte Strahlung
kurzwelliger als die Anregungsstrahlung ist. Weitere Lumineszenzstoffe, die sich als
Sicherheitsmerkmal für Wertdokumente eignen, sind in der
DE 198 03 997 A1, der
WO 98/39392 A1, der
DE 199 17 887 A1 beschrieben.
[0004] Bekannt ist (
DE 196 49 874 A1), den Lumineszenzfarbstoff großflächig auf einem Wertdokument, bspw. einer Ausweiskarte
aufzubringen und anschließend partiell so abzudecken, dass ein Code gebildet wird,
in dem benutzerrelevante Daten abgelegt sind, die zur Echtheitsüberprüfung des Dokuments
herangezogen werden.
[0005] In herkömmlichen Systemen wird die prinzipielle Anwesenheit des Leuchtstoffes auf
dem Wertdokument festgestellt. Dabei kann bspw. der zeitliche Emissionsverlauf der
Lumineszenz ermittelt werden (
EP 1 158 459 A1).
[0006] Die
DE 101 13 268 A1 beschreibt ein System zur Überprüfung der Anwesenheit eines Sicherheitsmerkmals auf
einem Wertdokument. Mit einem Laser und geeigneter Optik wird dabei eine strichförmige
Abtastlinie erzeugt, deren Länge so bemessen ist, dass sie das Sicherheitsmerkmal
eines an der Abtastlinie vorbeigeführten Wertdokuments erfasst, auch wenn letzteres
ungeordnet auf einem Träger angebracht ist. Das Sicherheitsmerkmal emittiert nach
Anregung durch das Laserlicht nach dem zuvor beschriebenen Effekt kurzwelligeres Lumineszenzlicht,
das von einem Photodetektor aufgenommen und als Lumineszenz-Rohsignal der weiteren
Auswertung zugeführt wird. In dieser wird das Intensitätsprofil der emittierten Strahlung
in einem bestimmten Wellenlängenbereich über einen vorgegebenen Messzeitraum nach
der Anregung analysiert und eine Echt-/Unecht-Aussage erstellt.
[0007] Die Druckschrift
DE 102 12 734 A1 beschreibt ein Verfahren zur Identifizierung und gleichzeitigen Echtheitsüberprüfung
von Gegenständen. Das System basiert auf einem üblichen Barcode-Laserscanner. Auf
dem zu prüfenden Gegenstand ist außer einem Barcode, der zur Identifizierung dient,
auch ein lumineszierendes Sicherheitsmerkmal aufgebracht, das zur Feststellung der
Echtheit dient und in einem getrennten Messkanal spektral ausgewertet wird.
[0008] In
US 4 047 033 ist ein Verfahren zur Echtheitserkennung von Sicherheitsmerkmalen auf Wert und/oder
Sicherheitsdokumenten bekannt, bei dem das Sicherheitselement als geometrisches Muster
ausgebildet ist. Das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird optisch abgetastet, wobei
das Sicherheitsmerkmal mit periodisch gepulster elektromagnetischer Strahlung zur
Emission von Lumineszenzstrahlung angeregt wird. Die Lumineszenz-Rohsignale werden
zur Ermittlung der Echtheit des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments hinsichtlich ihrer
Wellenlänge und der Zeitkonstanten überprüft, woraus ein Hinweis auf das Vorliegen
oder das Fehlen der Echtheit ausgegeben wird.
[0009] Mit der Erfindung wird das Auslesen von Sicherheitsmerkmalen der vorgenannten Art
weiter verbessert.
[0010] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Echtheitserkennung von Sicherheitsmerkmalen
auf Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten ist mindestens ein Sicherheitselement in
oder auf das Wert- und /oder Sicherheitsdokument ein- oder aufgebracht, wobei es in
ein geometrisches Muster eingebunden ist. Das Sicherheitsmerkmal kann dabei über die
bekannten Druckverfahren wie Siebdruck, Stichtiefdruck, Rastertiefdruck Offset, Letterset,
Ink-Jet u.s.w. aufgedruckt werden. Insbesondere kann es als transparenter Druck unterhalb
des sichtbaren Motivs appliziert werden, wenn die stoffliche Zusammensetzung des Motivs
so beschaffen ist, dass sie für die eigentliche Verifikation geeignet ist, also bspw.
in einer Farbe ausgeführt ist, die für die Anregungs- und Lumineszenzwellenlängen
ausreichend transparent ist.
[0011] Das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird streifenförmig optisch abgetastet, und
dabei mit periodisch gepulster elektromagnetischer Strahlung angeregt, wobei die Abtastfrequenz
so gewählt ist, dass feine Pixel bis in den Bereich von wenigen µm aufgelöst werden.
Es emittiert daraufhin Lumineszenz-Strahlung, aus der Rohsignale gewonnen werden.
Sowohl die Abtastung/Anregung als auch die Lumineszenz können dabei im gesamten elektromagnetischen
Wellenlängenbereich, insbesondere aber im nichtsichtbaren Bereich und ganz besonders
im NIR-Bereich stattfinden. Aus den Rohsignalen wird das abgetastete geometrische
Muster extrahiert. Die darin codierte Information wird ausgegeben.
[0012] Das Sicherheitsmerkmal wird somit nicht mehr zufällig im Motiv versteckt oder flächig
über dieses verteilt, sondern einem geometrischen Muster zugeordnet, in dem Information
codiert ist. Erfindungsgemäß werden aus der zeitaufgelösten Intensität des Lumineszenz-Rohsignals
Strukturmerkmale und die mit ihnen verbundene Information extrahiert.
[0013] Mit der vorliegenden Erfindung ergibt sich eine vorteilhafte Erweiterung des herkömmlichen
Verfahrens, weil mit dem Echtheitsmerkmal strukturelle Information hinterlegt wird
und mit dieser Zusatzinformation beispielsweise eine Nominalwert- oder Ländercodierung
ausgelesen werden kann.
[0014] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Echtheitserkennung von Sicherheitsmerkmalen
auf Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten, wobei mindestens ein Sicherheitselement
in oder auf das Wert- und /oder Sicherheitsdokument ein- oder aufgebracht ist, und
das Sicherheitselement in einem geometrischen Muster enthalten ist. Die Vorrichtung
enthält ein Abtastsystem, mit dem das Wert- und/oder Sicherheitsdokument optisch abtastbar
ist. Das Abtastsystem umfasst eine Einrichtung zur Anregung des Sicherheitsmerkmals
des Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit periodisch gepulster Anregungsstrahlung,
um Lumineszenz-Rohsignale vom Sicherheitsmerkmal zu erhalten, sowie eine Einrichtung
zur Extraktion des abgetasteten geometrischen Musters und der damit verbundenen Information
aus den Lumineszenz-Rohsignalen.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das geometrische Muster als Strichcode ausgebildet
ist, der sich relativ einfach und sicher auslesen und decodieren läßt oder wenn ein
Muster gewählt wird, das gegen Verdrehung um 90° und 180° invariant oder sternförmig
oder vollständig rotationssymmetrisch ist, weil das Messsignal dann von der Orientierung
der ungeordnet aufgebrachten Briefmarke unabhängig ist und die Auswertesicherheit
damit erheblich gesteigert wird.
[0016] Die Abtastung erfolgt bevorzugt zeilenförmig mit einer sich über das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument erstreckenden Abtastlinie, an der der Träger des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments linear mit konstanter Geschwindigkeit vorbeibewegt wird.
[0017] Vorzugsweise ist die in dem Muster codierte Information der Nominalwert des Wert-
und/oder Sicherheitsdokuments und/oder dessen Ländercodierung, oder überhaupt diejenige
Information, die zur Kennzeichnung des Wertdokuments am häufigsten herangezogen wird
[0018] Das erfindungsgemäße System weist eine Prüfeinrichtung auf, mit der das Lumineszenz-Rohsignal
nach Wellenlänge und Intensitätsprofil, insbesondere zur Verifizierung der Zeitkonstante
überprüfbar ist. Ferner enthält es eine Decodiereinrichtung für das aus dem Lumineszenz-Rohsignal
extrahierte geometrische Muster, insbesondere den Strichcode sowie eine Ausgabeeinrichtung,
zur Ausgabe einer Echt-/Unecht-Aussage und zur Ausgabe der im geometrischen Muster
codierten Information.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1:
- Die Korrelation eines einfachen Lumineszenzmotivs und Lumineszenzsignals am Beispiel
eines aufgedruckten Balkens
- Fig. 2:
- Ausführungsformen für gedruckte Motive und zu erwartende Signale
- Fig. 3:
- Weitere Ausführungsformen für gedruckte Motive
- Fig. 4:
- Spezielle Ausführungsform mit Hinterlegung redundanter Nichtinformation
- Fig. 5:
- Ein Blockschaltbild für ein Ausführungsbeispiel zur Auswertung der Lumineszenz-Rohsignale
nach der Erfindung
[0021] Die Fig. 1 erläutert das Grundprinzip. Die obere Reihe zeigt einen Balken, der horizontal,
diagonal und vertikal verdruckt ist und den Leuchtstoff enthält. Wird der Prüfling
mit konstanter Geschwindigkeit längs der Koordinate x mit einer Anregungsstrahlung
der Pulsfrequenz ω = 2 KHz am Sensor vorbeigeführt und dabei streifenförmig abgetastet,
gibt das zeitliche Intensitätsprofil die in Transportrichtung aufgedruckte Verifikationsstoff-Konzentration
wieder. Auf diese Weise lassen sich örtlich (hier in x-Richtung) aufgelöste Intensitätsprofile
erstellen.
[0022] Das Lumineszenz-Rohsignal spiegelt charakteristische geometrische Merkmale wieder.
Insbesondere ist die x{t} Korrelation deutlich zu sehen, d.h. mit zunehmender x-Ausdehnung
des balkenartigen Feldes wird das Signal entsprechend breiter. Umgekehrt steigt die
Intensität entsprechend der y-Ausdehnung des markierten Feldes. Die jeweiligen Ausrichtungen
unterscheiden sich also signifikant voneinander.
[0023] Die Fig. 2 zeigt Beispiele für geometrische Strukturen, in die das Sicherheitsmerkmal
vorteilhafterweise eingebunden werden kann. Die obere Reihe enthält Druckmuster, welche
das Sicherheitsmerkmal in Form eines Lumineszenzstoffs enthalten. Darunter ist das
zugehörige Muster des Lumineszenz-Rohsignals abgebildet, in dem sich die aufgedruckte
Geometrie widerspiegelt. Die Abtastfrequenz ist dabei so gewählt, dass feine Pixel
bis in den Bereich von wenigen µm aufgelöst werden. Sind nun den einzelnen Geometrien
bestimmte Informationen zugeordnet, so lassen sich bspw. Nominalwerte, Ländercodierungen,
Herkunftsbezeichnungen differenziert ableiten.
[0024] Im Hinblick auf automatische Sortierung von Produkten sind Muster, wie sie unter
D und E dargestellt sind, besonders günstig, weil sie bei Verdrehung um 90° jeweils
gleiche Signale liefern und die Auswertung entsprechend aufgeklebter Wertdokumente,
Label oder Briefmarken erleichtern. Geeignet sind besonders sternförmig ausgebildete
Muster, die gegenüber noch kleineren Winkelverdrehungen invariant sind.
[0025] Die Figur 3 zeigt weitere Ausführungsformen für gedruckte Motive (obere Reihe) sowie
die zugehörigen Lumineszenz-Rohsignale. Rotationssymmetrische Muster in Form von Kreisringen,
die auch aus mehreren konzentrischen Ringen mit unterschiedlicher Breite und Abständen
bestehen können, sind gegenüber beliebigen Drehungen des Wertdokuments invariant und
erhöhen die Auswertesicherheit damit erheblich.
[0026] In der Figur 4 ist eine spezielle Ausführungsform dargestellt. Das Merkmal (oberes
Quadrat) ist in Form eines Strichcodes aufgebracht. Da gemäß vorliegender Erfindung
die Ortsauflösung von der Frequenz der Anregungspulse bestimmt wird, kann die Strichbreite
so ausgeführt sein, dass dünne Striche nicht mehr aufgelöst werden. Im unteren Bild
ist zu sehen, dass das Lumineszenz-Rohsignal den dünnen Strich des Musters nicht mehr
wiedergibt. Es kann somit auf diese Weise redundante Nicht-Information hinterlegt
werden.
[0027] In Figur 5 ist ein Blockschaltbild für eine mögliche Auswertelogik dargestellt. Aus
dem mit einer bestimmten Pulsfrequenz erzeugten Lumineszenz-Rohsignal werden nach
entsprechender Filterung Wellenlänge und Intensitätsprofil, bspw. in Form einer Zeitkonstante
überprüft. Je nach Übereinstimmung dieser Parameter mit vorgegebenen Werten wird eine
Echt/Unecht-Aussage abgegeben. In Kombination mit dieser Auswertung wird zusätzlich
das geometrische Muster, bspw. in Form eines aufgedruckten Strichcodes, extrahiert
und die darin enthaltene Information decodiert. Auf diese Weise können bspw. der Nominalwert,
eine Länderkennung, der Hersteller oder ein anderes Charakteristikum des Wertdokuments
ausgelesen werden.
1. Verfahren zur Echtheitserkennung von Sicherheitsmerkmalen auf Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten,
wobei
a) mindestens ein Sicherheitselement in oder auf das Wert- und /oder Sicherheitsdokument
ein- oder aufgebracht ist, und das Sicherheitselement in ein geometrisches Muster
eingebunden ist,
b) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument streifenförmig optisch abgetastet wird,
c) das Sicherheitsmerkmal mit periodisch gepulster elektromagnetischer Strahlung zur
Emission von Strahlung angeregt wird, aus der Lumineszenz-Rohsignale gewonnen werden,
wobei die Abtastfrequenz so gewählt ist, dass feine Pixel bis in den Bereich von wenigen
µm aufgelöst werden,
d) aus dem örtlich aufgelösten Intensitätsprofil der Lumineszenz-Rohsignale das abgetastete
geometrische Muster extrahiert und die darin codierte Information , insbesondere der
Nominalwert des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments, ausgegeben werden,
e) wobei das Lumineszenz-Rohsignal zum einen hinsichtlich Wellenlänge und Intensitätsprofil,
insbesondere der Zeitkonstante überprüft wird, und
f) danach eine Echt/Unecht-Aussage abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Sicherheitsmerkmal ein Leuchtstoff, insbesondere
ein Antistokes-Leuchtstoff ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Wert- und/oder Sicherheitsdokument eine
Banknote, Ausweis, Label, Aufkleber oder Ticket, insbesondere ein bedrucktes Erzeugnis,
insbesondere ein Postwertzeichen ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Wert- und/oder Sicherheitsdokument auf einem
Träger, insbesondere auf einem Groß- oder Maxibrief angebracht ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das geometrische Muster als Strichcode
ausgebildet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das geometrische Muster so ausgebildet
ist, dass es gegen eine Verdrehung um 90° und 180° invariant ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das geometrische Muster sternförmig
invariant gegen kleinwinklige Verdrehung oder rotationssymmetrisch ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Abtastung zeilenförmig mit einer
sich über das Wert- und/oder Sicherheitsdokument erstreckenden Abtastlinie erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die in dem Muster codierte Information
den Nominalwert des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments wiedergibt und/oder dessen
Ländercodierung beinhaltet.
10. Vorrichtung zur Echtheitserkennung von Sicherheitsmerkmalen auf Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten,
wobei
a) mindestens ein Sicherheitselement in oder auf das Wert- und /oder Sicherheitsdokument
ein- oder aufgebracht ist, und das Sicherheitselement in ein geometrisches Muster
eingebunden ist,
b) mit einem Abtastsystem, mit dem das Wert- und/oder Sicherheitsdokument streifenförmig
optisch abtastbar ist,
c) mit einer Einrichtung zur Anregung des Sicherheitsmerkmals des Wert- und/oder Sicherheitsdokument
mit periodisch gepulster elektromagnetischer Strahlung, um Lumineszenz-Rohsignale
vom Sicherheitsmerkmal zu erhalten, wobei die Abtastfrequenz so gewählt ist, dass
feine Pixel bis in den Bereich von wenigen µm aufgelöst werden,
d) mit einer Einrichtung zur Extraktion des abgetasteten geometrischen Musters aus
dem örtlich aufgelösten Intensitätsprofil der Lumineszenz-Rohsignale und zur Ausgabe
der im Muster codierten Information, insbesondere des Nominalwertes des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments,
e) mit einer Prüfeinrichtung, mit der das Lumineszenz-Rohsignal nach Wellenlänge und
Intensitätsprofil, insbesondere Zeitkonstante, überprüfbar ist,
f) mit einer Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe einer Echt-/Unecht-Aussage und zur Ausgabe
der im geometrischen Muster codierten Information.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei eine Einrichtung zur Detektion der von einem Leuchtstoff,
insbesondere Antistokes-Leuchtstoff abgegebenen Emission vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, wobei das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
eine Banknote, Ausweis, Label, Aufkleber oder Ticket, insbesondere ein bedrucktes
Erzeugnis, insbesondere ein Postwertzeichen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei das Wert- und/oder Sicherheitsdokument auf einem
Träger, insbesondere auf einem Groß- oder Maxibrief angebracht ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei eine Leseeinrichtung für einen
das geometrische Muster bildenden Strichcode vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei eine eine Abtastlinie erzeugende
zeilenförmige Abtasteinrichtung vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, wobei eine Ausgabeeinrichtung für
den Nominalwert und/oder der Ländercodierung des Wert- und /oder Sicherheitsdokuments
vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16 mit einer Decodiereinrichtung für das
aus dem Lumineszenz-Rohsignal extrahierte geometrische Muster, insbesondere den Strichcode.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei die im geometrischen Muster, insbesondere Strichcode,
codierte Information den Nominalwert und/oder die Ländercodierung des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments wiedergibt.
1. Method for detecting the authenticity of security features on valuable and/or security
documents, wherein
a) at least one security element is applied on or introduced into the valuable and/or
security document, and the security element is incorporated in a geometric pattern,
b) the valuable and/or security document is optically scanned in a stripe-type manner,
c) the security feature is excited, using periodically pulsed electromagnetic radiation,
to emit radiation from which luminescence raw signals are obtained, wherein the scanning
frequency is chosen such that fine pixels up to the range of a few µm are resolved,
d) the scanned geometric pattern is extracted from the spatially resolved intensity
profile of the luminescence raw signals, and the information coded therein, in particular
the nominal value of the valuable and/or security document, is output,
e) wherein the luminescence raw signal is examined with respect to wavelength and
also intensity profile, in particular the time constant, and
f) thereafter an authentic/non-authentic statement is made.
2. Method according to Claim 1, wherein the security feature is a phosphor, in particular
an anti-Stokes phosphor.
3. Method according to Claim 1 or 2, wherein the valuable and/or security document is
a banknote, identity card, label, sticker or ticket, in particular a printed product,
in particular a postage stamp.
4. Method according to Claim 3, wherein the valuable and/or security document is applied
on a carrier, in particular on a large or maxi-sized letter.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, wherein the geometric pattern is configured
in the form of a barcode.
6. Method according to one of Claims 1 to 4, wherein the geometric pattern is configured
such that it is invariant against a rotation about 90° and 180°.
7. Method according to one of Claims 1 to 4, wherein the geometric pattern, in the shape
of a star, is invariant against small-angle rotation or is rotation-symmetric.
8. Method according to one of Claims 1 to 7, wherein the scanning is effected in line-type
manner with a scanning line that extends over the valuable and/or security document.
9. Method according to one of Claims 1 to 8, wherein the information coded in the pattern
reproduces the nominal value of the valuable and/or security document and/or contains
the country code thereof.
10. Apparatus for detecting the authenticity of security features on valuable and/or security
documents, wherein
a) at least one security element is applied on or introduced into the valuable and/or
security document, and the security element is incorporated in a geometric pattern,
b) having a scanning system with which the valuable and/or security document is able
to be optically scanned in a stripe-type manner,
c) having a device for exciting the security feature of the valuable and/or security
document with periodically pulsed electromagnetic radiation in order to obtain luminescence
raw signals from the security feature, wherein the scanning frequency is chosen such
that fine pixels up to the range of a few µm are resolved,
d) having a device for extracting the scanned geometric pattern from the spatially
resolved intensity profile of the luminescence raw signals and for outputting the
information coded in the pattern, in particular the nominal value of the valuable
and/or security document,
e) having an examination device with which the luminescence raw signal is examined
with respect to wavelength and intensity profile, in particular time constant, and
f) having an output device for outputting an authentic/non-authentic statement and
for outputting the information coded in the geometric pattern.
11. Apparatus according to Claim 10, wherein a device for detecting the emission emitted
by a phosphor, in particular an anti-Stokes phosphor, is provided.
12. Apparatus according to Claim 10 or 11, wherein the valuable and/or security document
is a banknote, identity card, label, sticker or ticket, in particular a printed product,
in particular a postage stamp.
13. Apparatus according to Claim 12, wherein the valuable and/or security document is
applied on a carrier, in particular on a large or maxi-sized letter.
14. Apparatus according to one of Claims 10 to 13, wherein a reading device for a barcode
forming the geometric pattern is provided.
15. Apparatus according to one of Claims 10 to 14, wherein a line-type scanning device
generating a scanning line is provided.
16. Apparatus according to one of Claims 10 to 15, wherein an output device for the nominal
value and/or the country code of the valuable and/or security document is provided.
17. Apparatus according to one of Claims 10 to 16, having a decoding device for the geometric
pattern, in particular the barcode, extracted from the luminescence raw signal.
18. Apparatus according to Claim 17, wherein the information coded in the geometric pattern,
in particular the barcode, reproduces the nominal value and/or the country code of
the valuable and/or security document.
1. Procédé destiné à la reconnaissance de l'authenticité de caractéristiques de sécurité
sur des documents de valeur et/ou de sécurité, selon lequel
a) au moins un élément de sécurité est intégré dans le document de valeur et/ou de
sécurité ou est appliqué audit document de valeur et/ou de sécurité et l'élément de
sécurité est incorporé dans un schéma géométrique ;
b) le document de valeur et/ou de sécurité est soumis à un balayage optique en forme
de bande ;
c) la caractéristique de sécurité est excitée par un rayonnement électromagnétique
à impulsions périodiques en vue de l'émission d'un rayonnement, à partir duquel des
signaux bruts de luminescence sont obtenus, selon lequel la fréquence de balayage
est sélectionnée de telle sorte qu'une résolution en pixels fins de l'ordre de quelques
µm est obtenue ;
d) le schéma géométrique soumis à un balayage est extrait à partir du profil d'intensité
des signaux bruts de luminescence, lequel bénéficie d'une résolution locale, et les
informations codées dans ledit profil d'intensité sont transmises, en particulier
la valeur nominale du document de valeur et/ou de sécurité ;
e) selon lequel le signal brut de luminescence est vérifié d'une part au regard de
la longueur d'onde et du profil d'intensité, en particulier de la constante de temps
; et
f) un message relatif à l'authenticité ou à l'absence d'authenticité est transmis.
2. Procédé selon la revendication 1, selon lequel la caractéristique de sécurité est
une substance luminescente, en particulier une substance luminescente anti-Stokes.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, selon lequel le document de valeur et/ou de
sécurité est un billet de banque, une pièce d'identité, une étiquette, un autocollant
ou un ticket, est en particulier un produit imprimé, en particulier un timbre postal.
4. Procédé selon la revendication 3, selon lequel le document de valeur et/ou de sécurité
est appliqué sur un support, en particulier sur une enveloppe de grande dimension
ou sur une enveloppe de type Maxi.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, selon lequel le schéma géométrique est
conçu sous la forme d'un code à barres.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, selon lequel le schéma géométrique est
conçu de telle sorte qu'il est invariant vis-à-vis d'une rotation de 90° et de 180°.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, selon lequel le schéma géométrique est
invariant avec une structure en étoile vis-à-vis des rotations présentant de petits
angles ou est à symétrie de rotation.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, selon lequel le balayage est réalisé
sous forme de lignes avec une ligne de balayage qui s'étend sur le document de valeur
et/ou de sécurité.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, selon lequel les informations codées
dans le schéma restituent la valeur nominale du document de valeur et/ou de sécurité
et/ou contiennent leur code de pays.
10. Dispositif destiné à la reconnaissance de l'authenticité de caractéristiques de sécurité
sur des documents de valeur et/ou de sécurité, selon lequel
a) au moins un élément de sécurité est intégré dans le document de valeur et/ou de
sécurité ou appliqué audit document de valeur et/ou de sécurité et l'élément de sécurité
est incorporé dans un schéma géométrique ;
b) avec un système de balayage, au moyen duquel le document de valeur et/ou de sécurité
est soumis à un balayage optique en forme de bande ;
c) avec un mécanisme destiné à l'excitation de la caractéristique de sécurité du document
de valeur et/ou de sécurité par l'intermédiaire d'un rayonnement électromagnétique
à impulsions périodiques, en vue d'obtenir des signaux bruts de luminescence au moyen
de la caractéristique de sécurité, selon lequel la fréquence de balayage est sélectionnée
de telle sorte qu'une résolution en pixels fins de l'ordre de quelques µm est obtenue ;
d) avec un mécanisme destiné à l'extraction du schéma géométrique soumis à un balayage
à partir du profil d'intensité des signaux bruts de luminescence, lequel bénéficie
d'une résolution locale, et en vue de la transmission des informations codées dans
le schéma, en particulier de la valeur nominale du document de valeur et/ou de sécurité
;
e) avec un mécanisme de contrôle, au moyen duquel le signal brut de luminescence peut
être vérifié au regard de la longueur d'onde et du profil d'intensité, en particulier
de la constante de temps ;
f) avec un mécanisme de transmission destiné à la transmission d'un message relatif
à l'authenticité ou à l'absence d'authenticité et en vue de la transmission des informations
codées dans le schéma géométrique.
11. Dispositif selon la revendication 10, selon lequel un mécanisme est prévu, lequel
est destiné à la détection des émissions transmises par une substance luminescente,
en particulier une substance luminescente anti-Stokes.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, selon lequel le document de valeur et/ou
de sécurité est un billet de banque, une pièce d'identité, une étiquette, un autocollant
ou un ticket, est en particulier un produit imprimé, en particulier un timbre postal.
13. Dispositif selon la revendication 12, selon lequel le document de valeur et/ou de
sécurité est appliqué sur un support, en particulier sur une enveloppe de grande dimension
ou sur une enveloppe de type Maxi.
14. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 13, selon lequel un mécanisme de lecture
est prévu pour un code à barres formant le schéma géométrique.
15. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 14, selon lequel un mécanisme de balayage
sous forme de lignes est prévu, lequel génère une ligne de balayage.
16. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 15, selon lequel un mécanisme de transmission
est prévu pour la valeur nominale du document de valeur et/ou de sécurité et/ou pour
le code de pays du document de valeur et/ou de sécurité.
17. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 16 avec un mécanisme de décodage pour
le schéma géométrique extrait à partir du signal brut de luminescence, en particulier
pour le code à barres.
18. Dispositif selon la revendication 17, selon lequel les informations codées dans le
schéma géométrique, en particulier le code à barres, restituent la valeur nominale
du document de valeur et/ou de sécurité et/ou le code de pays du document de valeur
et/ou de sécurité.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
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