(19)
(11) EP 1 747 959 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.01.2007  Patentblatt  2007/05

(21) Anmeldenummer: 06115381.3

(22) Anmeldetag:  13.06.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B61D 17/20(2006.01)
B61D 17/22(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 21.07.2005 DE 102005034231

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Bernard, Paul
    40223 Düsseldorf (DE)
  • Kleba-Keydel, Hubert
    40670 Meerbusch (DE)
  • Schillings, Dirk
    41472 Neuss (DE)

   


(54) Befestigung eines Faltenbalgs am Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs


(57) Die Erfindung betrifft die Befestigung eines Faltenbalgs am Wagenkasten (1) eines Schienenfahrzeugs, bei der ein Rahmen (3) des Faltenbalgs mit Gelenkportalflächen (2) des Wagenkastens (1) verbunden ist. Der Rahmen (3) des Faltenbalgs ist durch Schweißen (Schweißnähte 5) an den Gelenkportalflächen (2) des Wagenkastens (1) angeschlossen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft die Befestigung eines Faltenbalgs am Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs, bei der ein Rahmen des Faltenbalgs mit Gelenkportalflächen des Wagenkastens verbunden ist.

[0002] Wie in Fig. 1 gezeigt, ist es bei Schienenfahrzeugen mit gelenkig gekuppelten Wagenkästen allgemein üblich, den jeweiligen Faltenbalg über seinen Rahmen 3 durch Niete 4 mit den entsprechenden Gelenkportalflächen 2 des Wagenkastens 1 zu verbinden. Auftretende Torsionsbelastungen des Gelenkfahrzeugs rufen an den Wagenkästen entsprechende Bewegungen hervor, die sich negativ auf die Nietverbindungen auswirken, insbesondere durch eine Lockerung der Nietverbindungen mit der Folge von Undichtigkeiten im Bereich des Faltenbalgrahmens 3 gegenüber den jeweiligen Gelenkportalflächen 2.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Befestigung eines Faltenbalgs auf möglichst einfache und kostengünstige Weise so auszubilden, dass Undichtigkeiten sicher vermieden sind.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rahmen des Faltenbalgs durch Schweißen an den Gelenkportalflächen des Wagenkastens angeschlossen ist.

[0005] Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch das Anschweißen des Faltenbalgrahmens an den Wagenkasten eine zuverlässige Abdichtung zum Wagenkasten gegeben ist, da alle Torsionsbewegungen des Schienenfahrzeugs von dem angeschweißten Faltenbalgrahmen ohne Schwierigkeiten aufgenommen werden. Durch den Schweißanschluss ist außerdem günstig eine effektivere Anbindung des Faltenbalgrahmens im Bereich seiner kleinen Eckbiegeradien ermöglicht. Im übrigen besteht gegenüber den früher üblichen Nietverbindungen ein Kostenvorteil, weil aufwändige Bohrarbeiten und eine gesonderte Abdichtung jedes einzelnen Nietes entfallen.

[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt. Hierbei ist der Rahmen 3 des Faltenbalgs durch Schrittschweißung an den Gelenkportalflächen 2 des Wagenkastens 1 angeschlossen. Durch die Schrittschweißung wird nur wenig Wärme in den Rahmen 3 eingebracht, so dass dieser ohne einen Verzug seine Form behält. Die mit dem Bezugszeichen 5 versehenen Schweißnähte sind jeweils als Kehlnaht ausgeführt. Gegenüber der in Fig. 1 gezeigten bisherigen Ausführung ist der Faltenbalgrahmen 3 nunmehr derart gestaltet, dass zum einen ausreichend Querschnitt für das vorgenannte Anschweißen mittels einer Kehlnaht zur Verfügung steht und zum anderen die Zugänglichkeit für das Schweißwerkzeug gewährleistet ist.

[0007] Die Dichtigkeit des Rahmens 3 gegenüber den Gelenkportalflächen 2 des Wagenkastens 1 wird mittels Versiegelung durch eine elastische Dichtungsmasse erreicht. Diese Abdichtung ist aufgrund des größeren Querschnitts des Rahmenprofils, der für das Schweißen erforderlich ist, einfacher und sicherer auszuführen. Die Verschweißung verhindert insbesondere, dass die Dichtstellen mechanischen Belastungen und Bewegungen ausgesetzt sind, die im Laufe der Zeit zu Undichtigkeiten führen würden.


Ansprüche

1. Befestigung eines Faltenbalgs am Wagenkasten (1) eines Schienenfahrzeugs, bei der ein Rahmen (3) des Faltenbalgs mit Gelenkportalflächen (2) des Wagenkastens (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (3) des Faltenbalgs durch Schweißen an den Gelenkportalflächen (2) des Wagenkastens (1) angeschlossen ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht