[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschliessanordnung gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs.
[0002] Es ist bekannt, Verpackungen durch Metallclipse zu verschliessen, wobei solche Verpackungen
z.B. wurstförmige Verpackungen sind, die aus einer Füllmaschine austreten und von
der Verschliessanordnung mit Clipsen versehen werden. Bei der Bildung von Würsten,
die als kontinuierliches, schlauchförmiges Produkt aus einer Füllmaschine austreten,
weist die Verschliessanordnung in der Regel Verdrängerscheren auf, die die Einschnürung
zwischen dem Ende der einen Wurst und dem Anfang der nächsten Wurst bilden, bei welcher
Einschnürung der Clip für das Ende der einen Wurst und der Clip für den Anfang der
nächsten Wurst gesetzt wird. Die Clips werden dabei von einem kontinuierlichen, vorgeformte
offene Clipse aneinander anschliessend bildenden Clipdraht, der in der Regel in Rollenform
an der Verschliessanordnung gehalten ist, beim Setzen des Clips abgeschnitten und
zum geschlossenen Clip verformt. Solches ist z.B. aus
DE-A-40 13 033 bekannt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Verschliessanordnung für
Verschlussclipse zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den Verschliessanordnungen gemäss den unabhängigen Ansprüchen
gelöst.
[0005] Dadurch, dass der Vorschubhebel an seinem Vorderende bzw. Vorschubende eine Kunststoffauflage
aufweist oder aus Kunststoff gebildet ist, oder eine Rolle oder Kugel aufweist, kann
einerseits der Clipdraht beim Vorschub geschont werden. Andererseits wird aber besonders
der Verschleiss der Verschliessanordnung selber stark gemindert, wenn diese Anordnung
im Leerlaufbetrieb ohne Clipdraht in Betrieb ist, da dabei das Vorschubende des Vorschubhebels
mit der Clipdrahtführung im Vorschubkanal in Kontakt kommt. Eine Kunststoffausbildung
oder eine drehbare rollen- oder kugelartige Ausbildung kann in diesem Bereich den
Verschleiss der Anordnung deutlich vermindern.
[0006] Dass weiter der Vorschubhebel antriebsseitig werkzeuglos lösbar und wieder befestigbar
ist, reduziert die Standzeiten der Anordnung beim Wechsel des Vorschubhebels für verschiedene
Clipdrahtbreiten ganz erheblich.
[0007] Dass neu im Vorschubkanal selber ein Drahtpositionierungs- und Drahtrückhaltemittel
vorgesehen ist, erhöht die Positioniergenauigkeit des Clipdrahtes im Schneid- und
Formwerkzeug und vermeidet besonders bei hohen Kadenzen der Anordnung Fehlpositionierungen
aufgrund des Verhaltens des Drahtes.
[0008] Ebenfalls für eine gute Drahtpositionierung besorgt ist die Einstellbarkeit der Federkraft,
die auf den Vorschubkanal wirkt.
[0009] Ein weiterer Aspekt ist die Justierbarkeit der Matrize am Unterarm der Verschliessanordnung,
welche auf einfache Weise die Einstellung des Schnittspiels und damit die korrekte
Clipbildung ermöglicht.
[0010] Alle diese Aspekte können einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander vorgesehen
sein, um eine verbesserte Verschliessanordnung zu schaffen.
[0011] Im folgenden werden der Stand der Technik und Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnungen erläutert. Dabei zeigt
Figur 1 eine Verschliessanordnung nach Stand der Technik;
Figur 2 eine teilweise geschnittene Darstellung einer erfindungsgemässen Verschliessanordnung;
Figur 3 einen Schnitt entlang von Linie A-A von Figur 2; und
Figur 4 eine Draufsicht gemäss Pfeil X von Figur 2.
[0012] Figur 1 zeigt eine Verschliessanordnung 100 nach Stand der Technik, anhand welcher
die wesentlichen Elemente einer Verschliessanordnung noch einmal kurz erläutert werden.
An einem Unterarm 116 einer solchen Anordnung ist eine Matrize 118 angeordnet, welche
zusammen mit einem Stempel 117 an einem Oberarm 115 (nur mit unterbrochenen Linien
gezeigt) ein Schneid- und Verschliesswerkzeug für Clips bildet, die aus einem kontinuierlichen,
vorgeformten Clipdraht 112 bzw. 112' gebildet werden. Der Clipdrahtvorschub erfolgt
dabei durch einen Vorschubhebel 113, der drehbar an einer Kurbelscheibe 114 montiert
ist und bei deren Bewegung in Pfeilrichtung um den Zapfen 119 schwenkt und mit seinem
vorderen freien Ende die angedeutete Ei-förmige Bewegung ausführt. Mit 113' ist angedeutet,
wie das vordere Ende des Vorschubhebels in den Clipdraht eingreift und diesen über
die Schneide der Matrize 118 anhebt, was durch den Clipdraht mit der Ziffer 112' angedeutet
ist. Bei Weiterbewegung des Vorschubhebels setzt dieser den Clipdraht in der Matrize
ab, was durch den Clipdraht 112 dargestellt ist. Beim Verschliessen einer Verpackungshülle,
insbesondere einer Wurst 104 werden in der Verschliessanordnung in der Regel zwei
Scheren eingesetzt, von denen nur die eine Schere mit ihren Armen 102, 103 dargestellt
ist. Die Scheren schnüren in bekannter Weise in eng benachbarter Stellung die Verpackung
durch eine Zubewegung der Scherenarme ein und bewegen sich danach voneinander weg,
was einen länglichen, eingeschnürten, produktfreien Bereich aus dem Verpackungsmaterial
(Wurstdarm) zwischen den beiden Würsten bildet, in welchen dann in der Regel zwei
Clips nacheinander gesetzt werden, nämlich der Endclip der einen wurstförmigen Verpackung
und der Anfangsclip der nachfolgenden wurstförmigen Verpackung. In der Figur weiter
dargestellt sind verschiedene Antriebselemente welche die genannten Bewegungen zum
Einschnüren, Schneiden und Verschliessen durch einen motorischen Antrieb mit Ketten,
Zahnrädern und Kurvenscheiben erzielen. Dies wird hier, da bekannt, nicht weiter erläutert.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine derartige Verschliessanordnung soweit nachfolgend
nicht abweichend erläutert.
[0013] Figur 2 zeigt nun eine genauere, teilweise geschnittene Darstellung einer erfindungsgemässen
Verschliessanordnung, wobei in Figur 2 nur der Unterarm 2 und der Drahtvorschub dargestellt
ist und der Stempel 4 angedeutet ist, während die anderen Elemente, insbesondere die
Scheren der Verschliessanordnung nicht dargestellt sind. Diese arbeiten auf die herkömmliche
Weise und brauchen hier nicht weiter erläutert zu werden. Der Clipdraht 5 ist hier
ebenfalls als vorgeformter Clipdraht in der Stellung gezeigt, in welcher er in der
Matrize 3 liegt und für das Schneiden zwischen den Schneideteilen 37 und 38 von Stempel
4 und Matrize 3 positioniert ist. Der Vorschub des Clipdrahtes erfolgt mit einem Vorschubhebel
11 auf an sich bekannte Weise, indem dieser an einer Kurbelscheibe 12 befestigt ist,
was noch näher erläutert wird, und um den Zapfen 16 dreht und sich entlang von diesem
verschiebt. Ersichtlich ist, dass der Clipdraht 5 in einem Vorschubkanal 6 mit einem
Oberteil 20 geführt ist, in welchen Vorschubkanal das vordere freie Ende des Vorschubhebels
von unten eingreift, um den Clipdraht jeweils um eine Clipteilung nach vorne zu versetzen
und in der Matrize 3 wie gezeigt zu positionieren. Der Clipdraht 5 kommt von einem
nicht dargestellten Clipdrahtvorrat, welcher in der Regel eine Clipdrahtrolle ist,
die an der Verschliessanordnung drehbar gehaltert ist und von welcher aus der Clipdraht
auf nicht dargestellte Weise in den Vorschubkanal 6 eingeführt wird. Der Vorschubkanal
6 sitzt auf einem Träger 7, der um die Achse 8 zum Anheben des Vorschubkanals und
damit des Clipdrahtes 5 drehbar ist, damit der Clipdraht 5 beim Vorschub über die
Schneide 38 hinweggehoben und danach in die Matrize abgesenkt werden kann. Der Vorschubkanal
6 mit seinem Träger 7 wird beim Vorschub durch den Vorschubhebel 11, 11' entgegen
der Kraft einer Feder 10 angehoben und der Vorschub des Drahtes bewirkt. Die Federkraft
andererseits führt zum Absenken des Vorschubkanals 6 und des Clipdrahtes 5 wenn der
Vorschubhebel 11 durch den Kurbeltrieb 12, 13 wieder nach unten bewegt wird. Ein ausserhalb
des Vorschubkanals an der Oberseite des Clipdrahtes angreifendes Schnittpositionierungsmittel
24 ist bekannt.
[0014] Die Figur 3 zeigt einen Schnitt durch den Vorschubantrieb entlang der Linie A-A von
Figur 2. Anhand der Figuren 2 und 3 kann nun ein erster Aspekt der Erfindung erläutert
werden. Demzufolge ist das vordere freie Ende des Vorschubhebels 11, das an dem Clipdraht
angreift und das Anheben des Vorschubkanals bewirkt, in dem gezeigten Beispiel von
einer im wesentlichen u-förmigen Kunststoffkappe 17 gebildet, welche das freie Ende
des Vorschubhebels 11 bzw. das Vorschubende ausbildet, das am Clipdraht 5 angreift.
Seitlich dieser Kunststoffkappe 17 sind die freien Zungen 22 und 23 des Vorschubhebels
sichtbar, welche indes den Draht nicht fördern sondern nur eine seitliche Führung
für diesen bilden. Die Ausbildung des vorderen, den Draht fördernden Endes des Vorschubhebels
11 aus Kunststoff hat einerseits den Vorteil, dass der Draht gegenüber der bisherigen
rein metallischen Ausführung des Vorschubhebels beim Vorschieben nicht beschädigt
und nicht mit Eingriffsmarken versehen wird. Ein weiterer erheblicher Vorteil liegt
darin, dass das Vorderteil des Vorschubhebels durch dessen Kappe 17 weniger weit in
den Clipdraht eintaucht. Das - je nach Teilung des Clipdrahtes - tiefe Eintauchen
des Vorschubhebels nach Stand der Technik kann nämlich zu einem zeitweisen Verklemmen
des Vorderteils im Draht führen, was dessen exakte Förderung und Positionierung stört.
Der hauptsächliche Vorteil liegt indes darin, dass bei Leerlauf der Maschine ohne
Draht, was am Drahtrollenende und auch ansonsten vorkommen kann, die obere Drahtführung
im Vorschubkanal 6 nicht beschädigt wird. Diese ist in Figur 3 ersichtlich und mit
21 bezeichnet und besteht aus einem Material, an welchem der Draht 5 bei seiner Förderung
trotz der Kraft der Feder 10 leicht entlanggleitet, um auch bei hohen Kadenzen eine
möglichst reibungsarme Förderung vorzusehen. Es ist z.B. bekannt die obere Führung
21 aus Bronze zu fertigen, um für einen Aluminiumdraht 5 ein gutes Gleitverhalten
zu ergeben. Bei der Ausgestaltung des Vorschubhebels 11 bzw. dessen vorderen Endes
nach Stand der Technik aus Metall, kommt es bei Leerlauf ohne Draht zu einem erheblichen
Verschleiss der Führung 21 was unerwünscht ist. Dem wird nun gemäss dem ersten Aspekt
der Erfindung Abhilfe geschaffen, indem das Kunststoffteil 17 auch im Leerlaufbetrieb
die Führung 21 nicht verschleisst so dass deren Lebensdauer wesentlich gesteigert
wird. Sofern das Kunststoffteil 17 verschleisst, kann dieses an der Oberseite des
Vorschubhebels 11 leicht ausgewechselt werden, insbesondere wenn es lediglich aufgesteckt
und durch Formschluss, z.B. durch einen Zapfen gesichert ist. Natürlich sind andere
Ausführungsformen durchaus möglich, so kann der ganze Vorderteil des Vorschubhebels
11 einstückig aus Kunststoff gebildet sein, insbesondere mitsamt der Zungen 22 und
23. Weitere Ausgestaltungen sind z.B. möglich indem das vordere Eingriffsende des
Vorschubhebels 11 von einer walzenförmigen, um ihre Längsachse drehbar am Vorschubhebel
11 angeordneten Rolle gebildet wird, welche ebenfalls in den Draht 5 zu dessen Förderung
eingreifen kann und welche bei Leerlaufbetrieb verschleissarm auf der oberen Führung
21 abrollt. Anstelle einer Rolle ist auch das Vorsehen eines Vorderendes des Vorschubhebels
11 mit einer in einer Halterung gehaltenen und teilweise freiliegenden Kugel möglich,
welche bei Leerlaufbetrieb auf der Führung 21 abrollt. Bevorzugt ist indes die konstruktiv
einfache und kostengünstige Lösung mit dem Kunststoffteil 17.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung liegt in der Befestigung des Vorschubhebels 11
am Kurbeltrieb. Der Vorschubhebel muss für verschiedene Breiten des Clipdrahtes ausgewechselt
werden, um in seiner Breite ebenfalls an diese angepasst zu sein, was aufgrund der
seitlichen Zungen 22 und 23 ersichtlich ist, die seitliche Führungen für den Clipdraht
bilden. Nach Stand der Technik muss der Vorschubhebel von der angetriebenen Kurbelscheibe
12 losgeschraubt werden, indem der Gewindelagerbolzen der den Vorschubhebel an der
Scheibe befestigt gelöst wird und für den neuen Vorschubhebel wieder befestigt wird.
Diese Arbeit ist aufgrund der Einbaulage des Kurbeltriebes aufwendig. Gemäss einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird daher der Vorschubhebel 11 am Kurbeltrieb so
befestigt, dass er werkzeuglos an diesem befestigt und gelöst werden kann. Dies ist
grundsätzlich durch jedes werkzeuglos montierbare und wieder lösbare Befestigungsmittel
möglich, das die entsprechend bewegliche Halterung des Vorschubhebels 11 an der Kurbelscheibe
12 ermöglicht. Besonders bevorzugt ist die dargestellte Ausführungsform, bei welcher
an der Kurbelscheibe 12 ein abstehender Zapfen 13, 13' fest angeordnet ist. An dem
Vorschubhebel andererseits ist eine entsprechende, zum Zapfen 13 passende Klemmanordnung
14 vorgesehen, z.B. aus Kunststoff, welche durch elastisches federndes Umgreifen des
Zapfens 13 um einen grösseren Teil seines Umfanges auf den Zapfen 13' aufclipbar ist.
Mit anderen Worten, bei einer Montagebewegung, welche den Vorschubhebel 11 auf den
Zapfen 13 aufdrückt, werden die beiden Seitenteile der Befestigung 14 federnd auseinander
gedrückt, so dass der Zapfen in die entsprechend geformte Ausnehmung im Halteteil
14 hineingedrückt wird. Die beim Hineindrücken aufgespreizten Seitenteile des Halteelements
14 gehen dabei wieder in ihre Ausgangslage zurück und halten den Vorschubhebel drehbar
auf dem Zapfen 13. Zur Demontage wird eine Zugkraft auf den Vorschubhebel derart ausgeübt,
dass sich die Seitenteile des Halteelements 14 wieder aufspreizen, so dass der Zapfen
gelöst werden kann. Diese Art der Montage ergibt eine sehr rasche und einfache werkzeuglos
lösbare Befestigungsmöglichkeit. Das Halteelement 14 kann dabei mit Schrauben am Mittelteil
des Vorschubhebels 11 befestigt sein, wie das aus Figur 3 ersichtlich ist. Diese zeigt
in Schnittdarstellung den Unterarm mit der darin drehbar angeordneten Kurbelscheibe
12 und deren Zapfen 13. In dem Zapfen 13 kann eine umfangsmässig verlaufende Ausnehmung
vorhanden sein, in welche eine entsprechende Ausformung des Halteelements 14 eingreifen
kann, um eine genaue Positionierung in Längsrichtung des Zapfens 13 zu erreichen.
[0016] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung ist im Vorschubkanal ein Drahtpositionier-
und -rückhaltemittel 25 angeordnet, welches ein Zurückgleiten des Drahtes bei und
nach dessen Vorschub verhindert. Bekannt ist es, ein teilweise ausserhalb des Vorschubkanals
liegendes Drahthaltemittel 24 vorzusehen, welches den Draht nur ausserhalb des Vorschubkanals
kontaktiert und diesen gegen die Schneide 38 der Matrize 3 drückt, um die Schnittpräzision
zu verbessern. Es hat sich aber gezeigt, dass bei hohen Kadenzen bzw. Drahtvorschubgeschwindigkeiten
Ungenauigkeiten bei der Drahtpositionierung und beim Schnitt vorkommen können, auf
die das Drahthaltemittel 24 keinen wesentlichen Einfluss hat. Zu deren Verhinderung
wird nun ein Positionier- und Rückhaltemittel vorgesehen, welches im Vorschubkanal
6 am Draht angreift und dessen Zurückgleiten verhindert. Dieses kann erfolgen, da
die Drahtrolle und der vorgeformte Draht auf seinem Weg bis zur Matrize eine erhebliche,
insbesondere durch die Vorformung bewirkte Elastizität in Vorschubrichtung besitzen,
welche zu Schwingungen und anderen Effekten führen kann, die das präzise Vorschieben
durch ein Zurückgleiten des Drahtes beeinträchtigen können. Das Drahtrückhaltemittel
im Vorschubkanal kann dies wirksam verhindern und die Positionierungspräzision des
Drahtes und damit die qualitativ gute Ausbildung des Verschlussclips verbessern. Bevorzugterweise
ist das Drahtrückhaltemittel im Vorschubkanal in Förderrichtung vor dem Vorschubhebel
11 angeordnet, so dass der Draht also zunächst das Drahtrückhaltemittel erreicht und
danach den Vorschubhebel, wie dies in der Figur 2 dargestellt ist. Vorzugsweise kontaktiert
das Mittel 25 den Draht von unten und ist auch an der unteren Innenseite des Vorschubkanals
angeordnet. Das Drahtrückhaltemittel und Positionierungsmittel 25 kann auf beliebige
Weise ausgebildet sein, es sollte aber den Vorschub des Drahtes möglichst wenig behindern,
dahingegen das Zurückgleiten des Drahtes entgegen der Vorschubrichtung möglichst effektiv
verhindern. Eine bevorzugte Konstruktion dafür ist in Figur 2 gezeigt, in dem das
Drahtrückhaltemittel durch eine an der Unterseite des Vorschubkanals 6 liegende blattförmige
Feder gebildet ist, die im Vorschubkanal befestigt ist und sich beim Vorschub des
Drahtes in der Figur nach unten verbiegen kann und somit den Vorschub nicht behindert,
die aber zurückfedert, wenn sie vom Draht nicht mehr beaufschlagt ist und eine vordere
Anlagefläche 25' aufweist, die ein Zurückgleiten des Drahtes gegen die Förderrichtung
verhindert.
[0017] Ein weiterer Aspekt zur Beeinflussung der Positionierungsgenauigkeit und damit der
Qualität des Clipverschlusses besteht in der Beeinflussung der Kraft der Feder 10.
Nach Stand der Technik ist diese Federkraft nicht einstellbar und wird für alle Drahtdimensionen
und Kadenzen gleich gewählt. Gemäss dem nun erläuterten Aspekt der Erfindung wird
dahingegen die Federkraft einstellbar gemacht. Dies kann auf einfache Weise zunächst
wie in der Figur gezeigt dadurch erfolgen, dass die am Unterarm und an der Halterung
7 des Vorschubkanals befestigte Feder an einer oder beiden dieser Stellen so angeordnet
wird, dass die Vorspannung der Feder eingestellt werden kann. In der in der Figur
2 gezeigten Ausführungsform ist dies auf einfache Weise derart gelöst, dass die Feder
10 unterarmseitig an einem Gewindebolzen 26 gehalten ist, welcher durch eine Mutter
27 so verstellbar ist, dass die Federvorspannung durch Drehen der Mutter 27 eingestellt
werden kann. Mit einer Kontermutter wird diese Lage dann fixiert. Auf diese Weise
kann z.B. die Federvorspannung beim Wechsel auf eine andere Drahtdimension entsprechend
angepasst werden oder bei der Erhöhung der Kadenz der Clipbildung angepasst werden.
Es ist auch möglich, diese Federkraft im Betrieb einstellbar zu machen, wobei dazu
einerseits eine nur schematisch angedeutete Anordnung 28 möglich ist, welche die Federvorspannung
motorisch einstellbar ändert, so dass diese von der Steuerung der Verschliessanordnung
z.B. kadenzabhängig eingestellt bzw. verändert werden kann. Es ist auch denkbar, die
Federkraft auf andere Weise z.B. hydraulisch oder pneumatisch nachzubilden und diese
entsprechend zu verändern. Wenn also vorliegend von Federkraft gesprochen wird, so
ist damit auch eine gleichwirkende Kraft gemeint, welche durch ein anderes Element
als eine Feder erzeugt wird.
[0018] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Befestigung der Matrize 3 am Unterarm
2. Diese erfolgt derart, dass die Matrize 3 in Vorschubrichtung bzw. gegen die Vorschubrichtung
verschiebbar ist, wodurch das Schnittspiel x zwischen den Schneiden 37 und 38 das
ca. 5/100 mm betragen sollte an der Matrize 3 selber einstellbar ist. Dies war bis
anhin nicht der Fall und aufgrund der Toleranzen zwischen Unterarm und dem den Stempel
4 tragenden Oberarm musste das Schnittspiel häufig sehr gross gewählt werden. Die
Verstellbarkeit der Matrize ergibt nun die Möglichkeit das Schnittspiel bei fertig
montierter Verschliessanordnung einzustellen. Bevorzugterweise ist dazu ein Exzenterbolzen
30 in einer Bohrung des Unterarms angeordnet und dort drehbar, wobei der aus der Bohrung
herausragende obere Teil des Exzenterbolzens 30 eine exzentrische Bewegung ausführt.
Die Matrize 3 ist dabei wie in Figur 4 ersichtlich, die eine Aufsicht auf den Unterarm
zeigt, einerseits in seitlichen Führungsschienen 32 und 33 des Unterarms so gehalten,
dass sie sich nur in Längsrichtung verschieben kann. Andererseits ist die Matrize
3 wie in Figur 4 angedeutet mit einem quer verlaufenden Langloch 34 versehen, in welches
der Exzenterteil des Stiftes 30 eingreift so dass die Matrize bei Drehen des Stiftes
30 in seiner Bohrung durch den Exzenterteil in ihrer Lage in Vorschubrichtung definiert
festgelegt wird. Dies erlaubt die genaue Einstellung des Schnittspiels durch Verschiebung
der Matrize 3 bei fertig montierter Verschliessanordnung und damit die Kompensation
der Toleranzen zwischen Unterarm und Oberarm. Ist das Schnittspiel entsprechend eingestellt,
kann die Matrize 3 durch den Gewindebolzen 31 definitiv am Unterarm 2 fixiert werden.
1. Verschliessanordnung (1) für Verpackungshüllen, durch welche ein Verschlussclip von
einem vorgeformten Clipdraht (5) abgeschnitten und zum Verschliessen verformt wird,
und bei welcher der Clipdraht durch einen angetriebenen Vorschubhebel (11) in einem
Vorschubkanal (6) clipweise in das Schneide- und Verschliesswerkzeug vorschiebbar
ist und bei welcher der Vorschubhebel an seinem dem Vorschubkanal abgewandten Ende
an einem Kurbeltrieb (12, 13) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubhebel am Kurbeltrieb werkzeuglos befestigbar und lösbar angeordnet ist.
2. Verschliessanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubhebel an einem Zapfen (13) des Kurbeltriebes durch ein diesen Zapfen
nur teilweise und elastisch federnd umgreifendes Klemmglied (14) befestigt ist.
3. Verschliessanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Angriff am Clipdraht vorgesehene Vorschubende des Vorschubhebels von einem
Kunststoffteil (17) einem drehbaren Element, insbesondere einer Rolle oder einer Kugel,
gebildet ist.
4. Verschliessanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubhebel endseitig eine von zwei vorstehenden Zungen (22, 23) begrenzte
Ausnehmung aufweist, in welcher eine im wesentlichen u-förmige Kunststoffkappe (17)
angeordnet ist, die das zum Angriff am Clipdraht vorgesehene Ende bildet.
5. Verschliessanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Vorschubkanal in Förderrichtung, insbesondere vor dem Vorschubhebel und insbesondere
an der Unterseite des Vorschubkanals ein Drahtrückhaltemittel (25) angeordnet ist,
das einer Bewegung des Drahtes gegen die Förderrichtung entgegenwirkt.
6. Verschliessanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtrückhaltemittel von einer sich in Längsrichtung des Vorschubkanals erstrekkenden,
einerends befestigten, blattförmigen Feder (25) gebildet ist, die an ihrem freien
Ende zur Bildung einer Anlagefläche für den Clipdraht gebogen ist.
7. Verschliessanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Vorschubkanal durch
eine Federkraft in der Schneidlage gehalten ist und zum Vorschub gegen die Federkraft
schwenkbar ist, insbesondere durch den Vorschubhebel, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des die Federkraft erzeugenden Federmittels (10) einstellbar ist,
insbesondere, dass sie durch eine Einstellanordnung (28) kadenzabhängig einstellbar
ist.
8. Verschliessanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft durch eine am Unterarm der Verschliessanordnung und am Vorschubkanal
befestigte Zugfeder (10) erzeugt wird, wobei der Befestigungspunkt der Feder unterarmseitig
und/oder vorschubkanalseitig verstellbar ist, um die Vorspannung der Feder einzustellen.
9. Verschliessanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welcher das Schneide- und
Schliesswerkzeug eine an einem Unterarm der Anordnung befestigte Matrize (3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize am Unterarm mit einer Einstellanordnung in Vorschubrichtung vor und zurück
justierbar und nach Justierung fixierbar ist.
10. Verschliessanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellanordnung eine Längsführung (32, 33) für die Matrize und eine Exzenterverstellung
(30, 34) umfasst, die die Position der Matrize ihn Längsrichtung festlegt.
11. Verschliessanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass diese Verdrängerscheren zur Bildung der Enden von wurstförmigen Verpackungen aufweist,
zwischen welchen Scheren der Vorschubkanal angeordnet ist.