[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der zulässigen Traglast eines
Krans.
[0002] Bislang erfolgt die Bestimmung der zulässigen Traglast eines Krans für bestimmte
Rüst- oder Zustandsparameter, die explizit vorzugeben sind. Beispielsweise sind Traglastangaben
für bestimmte, vorgegebene Drehbühnenballaststufen von z.B. 10 t und 20 t oder für
bestimmte Auslegerlängen und Ausladungen bekannt. Entsprechendes gilt für andere Parameter,
die auf die zulässige Traglast eines Krans Einfluß haben. Die zulässigen Werte der
Traglast werden häufig in Form von Traglasttabellen angegeben, wobei die Werte der
Traglast üblicherweise in Abhängigkeit zweier Parameter angegeben sind. Ein Nachteil
an dieser Vorgehensweise besteht darin, dass eine Bestimmung der Traglast für beliebige,
innerhalb eines Parameterbereiches frei wählbare Parameterwerte nicht möglich ist,
woraus sich der Nachteil ergibt, dass die Traglastbestimmung verhältnismäßig ungenau
ist.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzubilden, dass die zulässige Traglast eines Krans für beliebige
Parameterwerte ermittelt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Danach ist vorgesehen, dass die Traglast in Abhängigkeit von wenigstens einem ersten
und zweiten Parameter bestimmt wird und dass das Verfahren einen ersten Schritt umfaßt,
bei dem die Traglast für den Wert des ersten Parameters bei unterschiedlichen Werten
des zweiten Parameters durch Berechnung oder durch Interpolation oder Extrapolation
auf der Grundlage bekannter Werte der Traglast bei bestimmten Werten des ersten Parameters
bestimmt wird, und dass das Verfahren einen zweiten Schritt umfaßt, bei dem die Traglast
für den Wert des zweiten Parameters auf der Grundlage der in dem ersten Schritt für
unterschiedliche Werte des zweiten Parameters ermittelten Werte der Traglast durch
Berechnung oder durch Interpolation oder Extrapolation durchgeführt wird.
[0005] Soll die Traglast beispielsweise in Abhängigkeit der Parameter Ausladung (21,7 m)
und Hauptauslegerwinkel (83°) ermittelt werden, kann wie folgt vorgegangen werden:
Die Ermittlung der zulässigen Traglast erfolgt beispielsweise dadurch, dass für einen
ersten und zweiten Winkel (77°; 87°) des Hauptauslegers eine Interpolation der Traglast
mittels zweier Stützstellen aus Traglastwerten vorgenommen wird, die für die unterschiedlichen
Ausladungen bekannt sind. Denkbar ist zum Beispiel, dass für eine Ausladung von 21,7
m zwischen den Stützstellen 20 m und 22 m interpoliert wird, bei denen die Traglast
bekannt ist. Diese Interpolation wird für einen Auslegerwinkel von 77° sowie für einen
Auslegerwinkel von 87° durchgeführt. Soll die Traglast dann für einen Auslegerwinkel
von 83° ermittelt werden, wird anschließend in einem zweiten Schritt eine Interpolation
zwischen den Traglastwerten vorgenommen, die für den Auslegerwinkel 77° und für den
Auslegerwinkel 87° erhalten wurden, d.h. der zweite Interpolationsschritt arbeitet
gemäß diesem Beispiel mit den Stützstellen, die in dem ersten Schritt erhalten wurden.
[0006] Anstelle einer Interpolation oder Extrapolation kann auch eine Berechnung der Traglastwerte
vorgenommen werden, um die Stützstellen zu erhalten.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die bestimmten Werte des ersten Parameters, bei
denen die Werte der Traglast bekannt sind, in Abhängigkeit von den Werten des zweiten
Parameters gewählt werden. Bezogen auf das vorausgegangene Beispiel bedeutet dies,
dass die Stützstellen zur Interpolation oder Extrapolation der Traglast abweichend
von den vorausgegangenen Beispiel, bei dem identische Stützstellen für beide Hauptauslegerwinkel
verwendet wurden, in Abhängigkeit des Winkels des Hauptauslegers gewählt werden. Denkbar
und vorteilhaft ist es, wenn bei einem größeren Hauptauslegerwinkel, d.h. bei einem
steiler angestellten Hauptausleger, kleinere Werte der Ausladung als Stützstellen
gewählt werden als bei einem kleineren Hauptauslegerwinkel. Beispielsweise ist denkbar,
die Stützstellen bei einem Hauptauslegerwinkel von 77° bei 20 m und 22 m und bei einem
Hauptauslegerwinkel von 87° bei 14 m und 16 m zu wählen. Selbstverständlich handelt
es sich hierbei nur um exemplarische Werte.
[0008] Die Vorgehensweise, die bestimmten Werte des ersten Parameters, bei denen die Werte
der Traglast bekannt sind, in Abhängigkeit von den Werten des zweiten Parameters zu
wählen, ist selbstverständlich nicht nur für die Parameter Ausladung und Hauptauslegerwinkel,
sondern auch für andere Parameter, insbesondere für Parameter anwendbar, die eine
Abhängigkeit voneinander aufweisen.
[0009] Die Interpolation oder Extrapolation kann unter Annahme einer linearen Beziehung
oder auch unter Zugrundelegung beliebiger anderer Funktionen durchgeführt werden,
die eine Abhängigkeit der Traglast von dem jeweiligen Parameter wiedergeben.
[0010] Grundsätzlich ist es ebenso denkbar, die Bestimmung der Traglast durch Berechnung
vorzunehmen. Dies setzt voraus, dass ein formelmäßiger Zusammenhang zwischen der Traglast
und den Parametern bekannt ist, die auf die Traglast Einfluß haben bzw. deren Einfluß
berücksichtigt werden soll. Die Berechnung der Traglast kann somit mittels einer Formel
sowie Parametern aus der Geometrie und statischen Grunddaten bzw. Grundtabellen erfolgen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf zwei unabhängige Parameter beschränkt.
Vielmehr können beliebig viele Parameter berücksichtigt werden, die einen Einfluß
auf die Tragkraft aufweisen. Somit kann vorgesehen sein, dass die Traglast in Abhängigkeit
von n Parametern zu bestimmen ist, wobei n ≥2 ist und wobei das Verfahren einen n-ten
Schritt umfaßt, bei dem die Traglast auf der Grundlage der in dem (n-1)-ten Schritt
für unterschiedliche Werte des n-ten Parameters ermittelten Werte der Traglast durch
Interpolation oder Extrapolation oder durch Berechnung durchgeführt wird. Dies bedeutet,
dass der n-te Schritt bei der Ermittlung der Traglast mit Stützstellen arbeitet, die
in dem vorausgegangenen, d.h. (n-1)-ten Schritt ermittelt wurden.
[0012] Das Verfahren ist mit einer geringen Anzahl von Stützstellen realisierbar. Grundsätzlich
ausreichend ist es, wenn die Interpolation bzw. die Extrapolation jeweils auf der
Grundlage von zwei Stützstellen durchgeführt wird.
[0013] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Parameter per Hand eingegeben werden. Alternativ
oder zusätzlich dazu kann die Ermittlung der Parameter am Kran durch einen Sensor
erfolgen. In beiden Fällen ist vorzugsweise eine stufenlose Einstellung bzw. Erfassung
der Parameter möglich. Die Erfassung eines Parameters mittels eines Sensors ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn der Werte eine feste Größe hat (z.B. Ballastplatten-Identifikation)
oder auf eine feste Größe gerundet werden kann (Diskretisierung). Die Erfassung von
Parametern mittels eines Sensors kommt beispielsweise bei den Parametern Drehbühenballast
und/oder Zentralballast in Betracht. Selbstverständlich können auch andere Parameter,
wie beispielsweise die Windgeschwindigkeit, mittels eines Sensors erfaßt werden.
[0014] Bei den Parametern, die bei der Berechnung der Traglast einfließen, handelt es sich
vorzugsweise um Rüst- oder Zustandsparameter des Krans.
[0015] Die Parameter, die auf die Traglast Einfluß haben, können aus der folgenden nicht
abschließenden Gruppe ausgewählt sein: Drehbühnenballast, Zentralballast (Unterwagenzusatzgewicht),
Abstützgeometrie, Windgeschwindigkeit, Längs- und Seitenneigung des Kranes, Verfahrgeschwindigkeit
(bei Tabellen auf Reifen oder Raupe), Derrickradius, Derrickballast, Drehwinkel der
Drehbühne, Längs- und Querwinkel des Ausleger-Abspannbocks (TA, TY). Hinsichtlich
der Abstützgeometrie können anstatt fest vorgegebener Stufen "eingefahren", "reduziert",
"breit", 10%-Stufen oder feinere Stufen der Schiebeholmlänge eingestellt werden.
[0016] Wenn die mittels eines Sensors erfaßte Größe stark schwankt, wie dies beispielsweise
bei der Windgeschwindigkeit der Fall sein kann, oder sich ohne Einwirkung des Kranfahrers
ändert, wie beispielsweise die Seitenneigung, kann der Sensorwert dazu verwendet werden,
die Traglastberechnung beim ersten Überschreiten einer Parametergrenze vorzugsweise
dauerhaft so umzuschalten, dass für den gemessenen Sensorwert ein anderer, ggf. ein
niedriger Parameterwert einberechnet wird. Auf diese Weise ist es möglich, eine kleine
und somit im Betrieb sicherere Traglast zu bestimmen.
[0017] Die Erfindung betrifft schließlich einen Kran mit einer Einheit, die Mittel zur Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens aufweist. Bei dem Kran handelt es sich beispielsweise
um einen Derrickkran oder einen Mobilkran, jedoch sind auch andere Krantypen von der
Erfindung umfaßt.
[0018] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines im folgenden beschriebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0019] Die Traglastberechnung erfolgt für beliebige, frei wählbare Werte eines Parameters
innerhalb eines Parameterbereiches. Der Wert des Parameters kann z.B. mittels einer
Zahlentastatur an einem Monitor eingetippt werden. Alternativ dazu ist denkbar, den
Parameterwert aus einer Reihe von beliebig fein gestuften, vorgegebenen Werten durch
Anwahl oder mit einer "<" oder ">"-Taste und Betätigen einer Enter-Taste auszuwählen.
[0020] In einem ersten Beispiel seien die Parameterwerte für einen Derrickkran mit wippbarer
Spitze ohne Derrickballast ein Hauptauslegerwinkel von 83° und eine Ausladung von
21,7 m. Bekannt ist die Abhängigkeit der zulässigen Traglast von der Ausladung für
die Hauptauslegerwinkel 77° und 87°. Zunächst wird in einem ersten Schritt durch Interpolation
zwischen den bekannten Stützstellen bei 20 m und bei 22 m der Traglastwert für die
Ausladung von 21,7 m ermittelt und zwar sowohl bei dem Hauptauslegerwinkel 77° als
auch bei dem Hauptauslegerwinkel 87°. In einem zweiten Schritt wird durch Interpolation
der Traglastwerte, die für beide Hauptauslegerwinkel 77° und 87° erhalten wurden,
der Traglastwert für den Hauptauslegerwinkel 83° bestimmt. Es erfolgen somit zwei
Interpolationen der Traglast in Abhängigkeit der Ausladung und eine Interpolation
der Traglast in Abhängigkeit des Hauptauslegerwinkels.
[0021] Auch für dieses Beispiel gilt, dass die Stützstellen der Ausladung für die unterschiedlichen
Hauptauslegerwinkel ebenfalls unterschiedlich gewählt werden können.
[0022] In einem zweiten Beispiel seien die Parameterwerte für einen Derrickkran ohne wippbare
Spitze mit Derrickballast ein Derrickballastradius von 14,5 m und eine Ausladung von
21,7 m. Bekannt ist die Abhängigkeit der zulässigen Traglast von der Ausladung für
die Derrickballastradien 13 m und 15 m. Zunächst wird in einem ersten Schritt durch
Interpolation zwischen den bekannten Stützstellen bei 20 m und bei 22 m der Traglastwert
für die Ausladung von 21,7 m ermittelt und zwar sowohl bei dem Derrickballastradius
von 13 m als auch bei dem Derrickballastradius 15 m. In einem zweiten Schritt wird
durch Interpolation der Traglastwerte, die für beide Derrickballastradien 13 m und
15 m erhalten wurden, der Traglastwert für den Derrickballastradius 14,5 m ebenfalls
durch Interpolation bestimmt.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die Bestimmung der Traglast in Abhängigkeit
von zwei Parametern beschränkt. Die Anzahl der Parameter ist beliebig. In einem dritten
Beispiel seien die Parameterwerte für einen Derrickkran mit wippbarer Spitze und Derrickballast
eine Ausladung von 21,7 m, ein Derrickballastradius von 14,5 m und ein Hauptauslegerwinkel
von 83°.
[0024] Bekannt ist die Abhängigkeit der zulässigen Traglast von der Ausladung für die Derrickballastradien
13 m und 15 m und zwar jeweils für die Hauptauslegerwinkel 77° und 87°.
[0025] Zunächst wird in einem ersten Schritt durch Interpolation zwischen den bekannten
Stützstellen bei 20 m und bei 22 m der Traglastwert für die Ausladung von 21,7 m ermittelt
und zwar sowohl bei dem Derrickballastradius von 13 m als auch bei dem Derrickballastradius
15 m und dies getrennt für beide Hauptauslegerwinkel. Grundsätzlich ist ebenfalls
denkbar, die Stützstellen für die Ausladung für unterschiedliche Hauptauslegerwinkel
unterschiedlich zu wählen. Insgesamt werden in dem ersten Schritt somit vier Interpolationen
der Traglast in Abhängigkeit von der Ausladung durchgeführt. Die für Derrickballastradiuswerte
von 13 m und 15 m ermittelten Werte werden bezüglich des Wertes 14,5 m interpoliert.
Diese Interpolation erfolgt für beide Hauptauslegerwinkel (77° und 87°). Es erfolgen
somit zwei Interpolationen der Traglast für unterschiedliche Derrickballastradiuswerte.
Das Ergebnis dieser Interpolationen sind zwei Traglastwerte für die Hauptauslegerwinkel
77° und 87°. Schließlich erfolgt eine Interpolation auf der Grundlage dieser Stützstellen
für den Hauptauslegerwinkel 83°.
[0026] Ein entsprechendes Beispiel kann für die Parameter Ausladung, Derrickballastradius
und Derrickballast (z.B. 255 t) angegeben werden. In diesem Fall ergeben sich wiederum
vier Interpolationen über die Ausladung, zwei Interpolationen über den Derrickballastradius
sowie eine Interpolation über den Derrickballast (Stützstellen z.B. bei 200 t und
300 t).
[0027] Selbstverständlich ist die Reihenfolge der Interpolationen beliebig und kann abweichen
von den angegebenen Beispielen verändert werden.
[0028] Bei dem im Folgenden angegebenen Beispiel ist die Traglast in Abhängigkeit von vier
Parametern zu bestimmen. Es handelt sich um die Parameter Ausladung (21,7 m), Hauptauslegerwinkel
(83°), Derrickballastradius (14,5 m) und Derrickballast (255 t). Bekannt sind die
Traglasten in Abhängigkeit von der Ausladung für zwei unterschiedliche Derrickballastradien
und zwar bei den Parameterwerten Derrickballast 200 t und 300 t sowie bei den Hauptauslegerwinkeln
77° und 87°.
[0029] Zunächst wird zwischen den Stützstellen der Ausladung von 20 m und 22 m die Traglast
bei der Ausladung 21,7 m und bei Derrickballastradien von 13 m und 15 m ermittelt.
Diese Ermittlung erfolgt für die vier Wertepaare des Derrickballastes und des Hauptauslegerwinkels
300t, 77°; 300 t, 87°; 200 t, 77° und 200t, 87°. Insgesamt werden somit acht Interpolationen
der Traglast in Abhängigkeit von der Ausladung bei jeweils zwei Stützstellen durchgeführt.
Auf der Basis von jeweils zwei der auf diese Weise ermittelten Traglastwerte werden
vier Interpolationen für den Derrickballastradiuswert von 13,7 m durchgeführt.
[0030] Die für die vier vorgenannten Wertepaare ermittelten Traglastwerte werden weiteren
Interpolationsschritten zugeführt, wobei zwei Interpolationen für unterschiedliche
Hauptauslegerwinkel und jeweils gleiche Derrickballastradien vorgenommen wird. Das
Ergebnis dieser Interpolation besteht aus zwei Traglastwerten für unterschiedliche
Derrickballastwerte.
[0031] Die letzte Interpolation erfolgt im Hinblick auf die Ermittlung des Traglastwertes
für unterschiedliche Derrickballastwerte bei 200 t und 300 t, um auf diese Weise den
zulässigen Traglastwert bei einem Derrickballast von 255 t zu erhalten.
[0032] Auch für dieses Beispiel gilt, dass die Stützstellen für die Ausladung je nach Hauptauslegerwinkel
auch unterschiedlich gewählt werden können.
1. Verfahren zur Ermittlung der zulässigen Traglast eines Krans, bei dem die Traglast
in Abhängigkeit von wenigstens einem ersten und zweiten Parameter bestimmt wird und
das einen ersten Schritt umfaßt, bei dem die Traglast für den Wert des ersten Parameters
bei unterschiedlichen Werten des zweiten Parameters durch Berechnung oder durch Interpolation
oder Extrapolation auf der Grundlage bekannter Werte der Traglast bei bestimmten Werten
des ersten Parameters bestimmt wird, und das einen zweiten Schritt umfaßt, bei dem
die Traglast für den Wert des zweiten Parameters auf der Grundlage der in dem ersten
Schritt für unterschiedliche Werte des zweiten Parameters ermittelten Werte der Traglast
durch Berechnung oder durch Interpolation oder Extrapolation durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bestimmten Werte des ersten Parameters, bei denen die Werte der Traglast bekannt
sind, in Abhängigkeit von den Werten des zweiten Parameters gewählt werden.
3. Verfahren zur Ermittlung der zulässigen Traglast eines Krans, bei dem die Traglast
in Abhängigkeit von wenigstens einem ersten und zweiten Parameter bestimmt wird und
bei dem die Ermittlung der Traglast durch Berechnung mittels eines formelmäßigen Zusammenhangs
zwischen der Traglast und den Parametern durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Traglast in Abhängigkeit von n Parametern zu bestimmen ist, wobei n ≥2 ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren einen n-ten Schritt umfaßt, bei dem die Traglast für den n-ten Parameter
auf der Grundlage der in dem (n-1)-ten Schritt für unterschiedliche Werte des n-ten
Parameters ermittelten Werte der Traglast durch Berechnung oder durch Interpolation
oder Extrapolation durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Interpolation bzw. die Extrapolation auf der Grundlage von zwei Stützstellen
durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Parameter per Hand eingegeben werden oder mittels eines Sensors erfaßt und sodann
der Ermittlung der Traglast zugrundegelegt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung von Parameterwerten durch einen Sensor für Parameter durchgeführt werden,
die einen bestimmten Wert aufweisen oder auf einen bestimmten Wert gerundet werden
können.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Werte der Parameter Drehbühenballast und/oder Zentralballast mittels eines Sensors
erfaßt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Parameter, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Parametern um Rüst- und/oder Zustandsparameter eines Krans handelt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Parameter aus der folgenden Gruppe ausgewählt sind: Drehbühnenballast, Zentralballast
(Unterwagenzusatzgewicht), Abstützgeometrie, Windgeschwindigkeit, Längs- und Seitenneigung
des Kranes, Verfahrgeschwindigkeit, Derrickradius, Derrickballast, Drehwinkel der
Drehbühne, Längs- und Querwinkel des Ausleger-Abspannbocks.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überschreiten einer Parametergrenze anstelle des mittels eines Sensors gemessenen
Wertes des Parameters ein anderer Parameterwert gesetzt wird, bei dem sich eine geringere
Traglast ergibt.
13. Kran mit einer Einheit, die Mittel zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 12 aufweist.