[0001] Die Erfindung betrifft ein Safeschloss mit einem Schließmechanismus, zu dessen Betätigung
eine Kombination über eine Tastatur einzugeben ist und an das ein Auditauslesegerät
anschließbar ist.
[0002] Kombinationsschlösser werden insbesondere für Safes oder Schränke verwendet, in denen
Wertsachen vor dem unbefugten Zugriff Dritter unzugänglich aufbewahrt werden sollen.
Über eine Tastatur an der Frontseite des Schlosses wird eine bestimmte Zahlenkombination
eingegeben, worauf sich der um den Innenring drehbar gelagerte äußere Gehäusering
zur Entriegelung der Tür um z. B. 90° drehen lässt. Solche Schlösser sind teilweise
mit einem Auditmechanismus ausgerüstet, damit punktuell oder auch in regelmäßigen
Abständen festgestellt werden kann, ob und wann das Schloss geöffnet wurde. Zum Abfragen
der entsprechenden Protokolle gibt es spezielle Auditauslesegeräte, zu deren Anschluss
die Bedieneinheiten Öffnungen aufweisen. Diese sind häufig als Steckverbindung ausgebildet.
Der Benutzer schließt hierbei also ein dem Auditauslesegerät zugeordnetes Kabel mit
endseitigem Stecker an das Schloss an, was mit einigem technischen Aufwand verbunden
ist, weil eine Steckverbindung mit entsprechend großen und teuren Steckern bzw. Öffnungen
ausgebildet sein muss.
[0003] Damit stellt sich der vorliegenden Erfindung die Aufgabe, ein Kombinationsschloss
mit einer leichteren, günstigeren und sichereren Auditfunktion zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zum Anschluss des Auditauslesegerätes eine
zwischen der Frontseite und der im Gehäuse des Schlosses angeordneten Leiterplatte
vorgesehene Aufnahme dient.
[0005] Damit entfallen die vorgenannten Nachteile dank der direkten Anschlussmöglichkeit
für das Auditauslesegerät im Frontbereich des Beschlages mit der damit verbundenen
direkten Auditfunktion, die dabei unabhängig vom Öffnungszustand des Schlosses jederzeit
durchgeführt werden kann.
[0006] Vorteilhafterweise ist bei dem erfindungsgemäßen Schloss keine Steckverbindung zum
Anschluss des Auslesegerätes notwendig. Vielmehr genügt es, wenn das an seinem Ende
entsprechend anschlussfähig ausgebildete Kabel in die Aufnahme eingeführt wird. Diesbezüglich
wird vorgeschlagen, dass die Aufnahme als Kanal zwischen Frontseite und Leiterplatte
ausgebildet ist. Durch den Kanal wird dabei auch der ausreichende seitliche Halt gewährleistet.
Es ist sinnvoll, das Kabelende soweit wie möglich in die Aufnahme hinein in Richtung
Leiterplatte einzusetzen, technisch notwendig ist das Heranführen an die Leiterplatte
und der Kontakt mit dieser aber nicht unbedingt. Vielmehr ist eine optoelektronische
Verbindung möglich, die natürlich gegenüber der bisherigen Steckverbindung deutliche
Vorteile mit sich bringt.
[0007] In diesem Sinne ist es zu verstehen, dass der Kanal als direkte Verbindung zwischen
Aufnahme und Leiterplatte ausgebildet ist. Unter einer direkten Verbindung wird hier
verstanden, dass es nicht notwendig ist, die Aufnahme bzw. den Kanal an der Frontseite
des Schlosses mit Abdeckungen oder Sperren zu versehen. Nach Beendigung des Auditvorganges
und Abziehen des Kabels ist es also nicht notwendig, diese Öffnung zu verschließen,
zumal der Kanal ausreichend klein dimensioniert werden kann, indem der Kanal quasi
die Steckverbindung gleich mitbildet.
[0008] Hierzu wird vorgeschlagen, dass der Kanal als Führung für den Anschluss des Auditauslesegerätes
dient. Dies ist so zu verstehen, dass das Kabel mit seinem anschließbar ausgebildeten
Ende in die Aufnahme eingesetzt wird, bis der optische und/oder mechanische Kontakt
zwischen Kabelende und Leiterplatte hergestellt ist. Die Auditübertragung kann somit
zum Beispiel über Lichtwellentechnik bewerkstelligt werden. Den ausreichenden Halt
für das Kabel bzw. Kabelende bietet dabei der Kanal.
[0009] Eine bevorzugte Variante der Erfindung sieht dabei vor, dass der Kanal in die zwischen
Frontseite und Leiterplatte vorgesehene Tastaturmatte integriert ist. Die Tastaturmatte
aus Kunststoff deckt zumindest wesentliche Teile der Leiterplatte ab und ist an den
relevanten Stellen, an denen ein Durchgriff auf die Leiterplatte gewährleistet sein
muss, mit entsprechenden Öffnungen versehen. Eine solche Öffnung ist dabei im Bereich
des Kanals angeordnet bzw. die Öffnung in der Tastaturmatte bildet den Kanal zumindest
mit. Sie ist für diesen Zweck ausreichend tief bemessen, um den notwendigen Halt für
das Kabel oder ggf. auch einen Stecker zu gewährleisten. Damit ist der Kanal als seitliche
Führung natürlich auch in besonders einfacher Weise herstellbar, da es sich bei dieser
Ausführungsform um lediglich eine entsprechend dimensionierte Bohrung im Werkzeug
für die Tastaturmatte bzw. eine Taste handelt, die einerseits durch die Frontseite
des Beschlages und andererseits durch die Leiterplatte abgeschlossen ist. Unter Tastaturmatte
ist hier auch eine einzelne Taste zu verstehen, die keine eigentliche Tastenfunktion
im Sinne einer längsverschieblichen Handhabe aufweisen muss.
[0010] Anders ausgedrückt, die Wandung des Kanals ist zumindest teilweise durch die Tastaturmatte
gebildet. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung übernimmt also der Kanal in der
Tastaturmatte gewissermaßen die Funktion des Steckers.
[0011] Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass an dem der Leiterplatte zugewandten Ende des
Kanals eine IR-Diode angeordnet ist, wobei der Kanal die Verbindung, zumindest in
optischer Hinsicht, zu der Diode herstellen kann.
[0012] Das Kombinationsschloss weist diverse Tasten auf, die zu betätigen sind, um das Schloss
nach Eingabe der korrekten Zahlenkombination entriegeln zu können. Bereits aus der
Tatsache, dass es zehn verschiedene arabische Ziffern gibt, folgt, dass die entsprechenden
Tasten besonders bei einer runden Eingabeeinheit schwer so zu positionieren sind,
dass bei gleichmäßig angeordneten Tasten keine ungenutzten Freiräume verbleiben. Vorteilhafterweise
wird erfindungsgemäß wenigstens einer dieser Freiräume durch Positionierung einer
"Taste" genutzt. Dabei handelt es sich um ein Feld in der Tastatur. Daher ist vorgesehen,
dass die Aufnahme in eine den Tasten der Tastatur entsprechendes Feld integriert ist.
Damit ist in technischer Hinsicht wie unter optischen und Handhabungsgesichtspunkten
eine besonders vorteilhafte Lösung erreicht.
[0013] Die "Taste", in welche die Aufnahme integriert ist, braucht darüber hinaus keine
weitere Funktion inne zu haben. Vielmehr ist vorgesehen, dass das Feld im Wesentlichen
starr ausgebildet ist, dass es sich also um keine Taste im eigentlichen Sinne handelt.
Weitere Leuchtdioden können zusätzlich zur Beleuchtung der "Taste" dienen, um Zustände
oder den optischen Kontakt des Schlosses zu signalisieren.
[0014] Für den Fall, dass eine oder mehrere Leuchtdioden vorhanden und in das Feld in der
Form integriert ist bzw. sind, dass sie hinter der Abdeckung des Feldes positioniert
ist bzw. sind, ist daran gedacht, dass das Feld zumindest teilweise transparent ausgebildet
ist und zwar in dem Bereich der Leuchtdiode oder Leuchtdioden.
[0015] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Safeschloss mit einer
besonders einfachen und sicheren Auditfunktion geschaffen ist. Diese ist in die Frontseite
der Eingabeeinheit des Schlosses integriert und durch einen Kanal gebildet, der einerseits
zur Frontseite hin eine Aufnahme für den Anschluss des Auditauslesegerätes bildet
und andererseits nach innen auf die Leiterplatte mündet. Damit dient die der Leiterplatte
zugeordnete Tastaturmatte mit einer als Aufnahme ausgebildeten Bohrung quasi als Verbindungselement,
indem sie ausreichenden Halt für das Kabel des Auditauslesegerätes bietet. Die Verbindung
ist also gewissermaßen in die Tastaturmatte integriert, wobei die Verbindung nicht
rein mechanisch zu sein braucht, sondern auch durch Lichtwellentechnik bewerkstelligt
werden kann, also eine besonders direkte, sichere und störungsunanfällige Form der
Informationsübertragung zwischen Schloss und Auditauslesegerät.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, in denen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Figur 1
- die Eingabeeinheit eines Kombinationsschlosses in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2
- einen perspektivischen Schnitt durch die Eingabeeinheit und
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch die Eingabeeinheit.
[0017] Figur 1 zeigt die Eingabeeinheit eines Safeschlosses 1, bestehend aus dem Gehäuse
7, das im Wesentlichen durch den Außenring 14 und den Innenring 13 gebildet ist. Erster
ist um letzteren drehbar gelagert, wobei Voraussetzung für die Möglichkeit des Drehens
ist, dass zuvor über die aus den diverseren Tasten bestehende Tastatur 3 an der Frontseite
2 des Gehäuses 7 die korrekte Zahlenkombination eingegeben wurde. Von der Form her
einer Taste ähnlich ist auch das Feld 12, das tatsächlich aber starr ist. Das Feld
12 weist in der Mitte eine Aufnahme 4 auf, an der ein Auditauslesegerät anschließbar
ist, um punktuell oder in regelmäßigen Abständen feststellen zu können, ob es z.B.
zu einem ggf. unbefugten Öffnen des Schlosses 1 gekommen ist. Die entsprechenden Daten
zu den Öffnungsvorgängen werden vorzugsweise in einem Protokoll abgelegt, das dann
abgerufen werden kann, indem ein Kabel oder auch ein Stecker in diese Aufnahme 4 eingesetzt
wird, um dadurch eine optoelektronische und/oder mechanische Verbindung zu der in
dem Gehäuse 7 angeordneten Leiterplatte herzustellen.
[0018] Das Innenleben der Eingabeeinheit ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Die Eingabeeinheit
besteht zunächst aus dem Gehäuse 7, das wiederum aus Außenring 14 und Innenring 13
besteht. Zu erkennen sind weiterhin die Tasten, von denen eine beispielhaft mit dem
Bezugszeichen 20 versehen ist sowie die "Taste" 12. Erkennbar ist im Feld 12 der Kanal
6, der die Verbindung zwischen der Aufnahme 4 und der Leiterplatte 5 darstellt. Dieser
Kanal 6 bzw. dessen Wandung 11 ist hier im Wesentlichen durch die Tastaturmatte 8,
vorzugsweise aus flexiblem Material, gebildet. Der Kanal 6 schließt zur Frontseite
2 hin mit der Aufnahme 4 ab und mündet an seinem der Leiterplatte 5 zugewandten Ende
10 auf diese. Hier ist auch die Diode 9 als Signalgeber positioniert. Damit ist eine
direkte Verbindung geschaffen zwischen der Aufnahme 4 und der Leiterplatte 5, sodass
der direkte Zugriff über die Aufnahme 4 auf die Leiterplatte 5 möglich ist, ohne dass
hierfür irgendwelche Bauteile wie zum Beispiel Abdeckungen bedient werden müssten.
Mit dem Bezugszeichen 16 sind die Batterien zur Stromversorgung und mit 21 die LEDs
versehen.
[0019] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
1. Safeschloss (1) mit einem Schließmechanismus, zu dessen Betätigung eine Kombination
über eine Tastatur (3) einzugeben ist und an das ein Auditauslesegerät anschließbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Anschluss des Auditauslesegerätes eine zwischen der Frontseite (2) und der im
Gehäuse (7) des Schlosses (1) angeordneten Leiterplatte (5) vorgesehene Aufnahme (4)
dient.
2. Safeschloss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (4) als Kanal (6) zwischen Frontseite (2) und Leiterplatte (5) ausgebildet
ist.
3. Safeschloss nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kanal (6) als direkte Verbindung zu der Leiterplatte (5) ausgebildet ist.
4. Safeschloss nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kanal (6) als Führung für den Anschluss des Auditauslesegerätes dient.
5. Safeschloss nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kanal (6) in die zwischen Frontseite (2) und Leiterplatte (5) vorgesehene Tastaturmatte
(8) integriert ist.
6. Safeschloss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (11) des Kanals (6) zumindest teilweise durch die Tastaturmatte (8) gebildet
ist.
7. Safeschloss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem der Leiterplatte (5) zugewandten Ende (10) des Kanals (6) eine IR-Diode (9)
angeordnet ist.
8. Safeschloss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (4) in ein den Tasten der Tastatur (3) entsprechendes Feld (12) integriert
ist.
9. Safeschloss nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feld (12) im Wesentlichen starr ausgebildet ist.
10. Safeschloss nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feld (12) zumindest teilweise transparent ausgebildet ist.