[0001] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 eine Dosierpumpe
zum Fördern von flüssigem Kraftstoff.
[0002] Kraftstoff-Dosierpumpen, insbesondere für Dieselheizgeräte, sind bekannt. Dabei handelt
es sich unter anderem um elektromagnetisch betriebene Dosierkolbenpumpen, die Kraftstoff
z. B. zu einem unabhängigen Heizaggregat eines Kraftfahrzeugs fördern.
[0003] Eine derartige Dosierkolbenpumpe ist in der
DE 200 19 406 U1 beschrieben. Die Dosierkolbenpumpe weist eine elektromagnetische Spule auf, die einen
axial hin- und herbeweglichen Anker radial umschließt. Mit dem Anker ist ein Pumpkolben
verbunden, der in einem Dosierzylinder axial hin- und herbeweglich ist. Vor dem Pumpkolben
ist eine Pumpkammer vorgesehen, in die Kraftstoff aus einer den Pumpkolben bzw. den
Anker umgebenden Zwischenkammer über eine Verbindungsöffnung einströmen kann, wenn
sich der Pumpkolben in einer Saugstellung befindet. Die Saugstellung erreicht der
mit dem Anker eine Fördereinheit bildende Pumpkolben durch die Wirkung einer Feder,
die die Fördereinheit gegenüber einem gehäusefesten Anschlag abstützt.
[0004] Bei Erregung der Spule wird der Anker axial in eine Förderrichtung bewegt, so dass
der mit dem Anker verbundene Pumpkolben den in der Pumpkammer befindlichen Kraftstoff
verdrängt und über eine Auslassöffnung fördert. Dabei wird der Verbindungskanal zwischen
der Zwischenkammer und der Pumpkammer durch den Pumpkolben verschlossen, um ein Rückströmen
des Kraftstoffs aus der Pumpkammer in die Zwischenkammer zu vermeiden.
[0005] Die Rückbewegung der Fördereinheit aus der Förderstellung in die Saugstellung erfolgt
durch Unterbrechen der Erregung der elektromagnetischen Spule und die anschließende
Rückstellwirkung der Feder. Die erneute Förderbewegung der Fördereinheit wird durch
erneutes Erregen der Spule erreicht.
[0006] Der Aufbau dieser Dosierpumpe hat sich im Prinzip bewährt. Dennoch liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Dosierpumpe insbesondere hinsichtlich ihrer
Saugleistung und ihrer Geräuschentwicklung zu verbessern.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Dosierpumpe mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0008] Erfindungsgemäß ist in einem Gehäuse eine elektromagnetische Spule angeordnet, die
einen axial hin- und herbeweglichen Anker radial umschließt. Mit dem Anker ist ein
Pumpkolben fest verbunden, der in einem Dosierzylinder axial hin-und herbeweglich
ist. Der Anker und der Pumpkolben bilden zusammen eine Fördereinheit. Stirnseitig
vor dem Pumpkolben ist eine Pumpkammer angeordnet, die von dem Dosierzylinder und
dem Pumpkolben umschlossen ist. Weiterhin ist eine saugseitige Einlassöffnung zum
Zuführen von Kraftstoff, z. B. aus einem Kraftstoffvorrat, vorgesehen. Außerdem ist
eine förderseitige Auslassöffnung vorhanden, über die der von der Dosierpumpe geförderte
Kraftstoff abgeführt wird. In Strömungsrichtung gesehen ist zwischen der Einlassöffnung
und der Pumpkammer eine Zwischenkammer angeordnet. Zwischen der Zwischenkammer und
der Pumpkammer ist ein Verbindungskanal vorhanden, der in Abhängigkeit von der Stellung
der Fördereinheit öffen- und schließbar ist.
[0009] Die Fördereinheit ist zwischen einer Saugstellung und einer Förderstellung bewegbar,
wobei in der Saugstellung der Verbindungskanal geöffnet ist, so dass Kraftstoff aus
der Zwischenkammer in die Pumpkammer einströmen kann, während in der Förderstellung
der Verbindungskanal geschlossen ist und die Einlassöffnung geöffnet ist, so dass
Kraftstoff aus der Einlassöffnung in die Zwischenkammer einströmen kann. Das Öffnen
und Schließen des Verbindungskanals erfolgt demgemäß in Abhängigkeit von der Stellung
der Fördereinheit, insbesondere vom Pumpkolben, der die Öffnung des Verbindungskanals
zur Pumpkammer hin öffnen und schließen kann.
[0010] Durch den Pumpkolben ist bei seiner Bewegung von der Saugstellung in die Förderstellung
Kraftstoff aus der Pumpkammer zu der sich an die Pumpkammer anschließenden Auslassöffnung
förderbar. Die Bewegung aus der Saugstellung in die Förderstellung wird auch als Förderbewegung
genannt, während die umgekehrte Bewegung als Rückbewegung gilt.
[0011] Zwischen der Fördereinheit und einem mit dem Gehäuse verbundenen Anschlag ist eine
Federeinrichtung, z. B. eine Schraubenfeder, vorgesehen, die die Fördereinheit in
eine Ausgangsstellung zwingt. Die Federeinrichtung ist dementsprechend vorgespannt,
um ein zuverlässiges Erreichen der Ausgangsstellung durch die Fördereinheit zu gewährleisten.
[0012] Die erfindungsgemäße Dosierpumpe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstellung,
in die die aus dem Anker und dem Pumpkolben bestehende Fördereinheit durch die gegen
den gehäuse- bzw. ortsfesten Anschlag abgestützte Federeinrichtung gezwungen wird,
die Förderstellung ist. Bei einer Erregung der elektromagnetischen Spule ist die Födereinheit
dann aus der Förderstellung in die Saugstellung bewegbar.
[0013] Wie oben erläutert, entspricht bei der oben aus der
DE 200 19 406 U1 bekannten Dosierpumpe die Ausgangsstellung der Saugstellung, in der Kraftstoff aus
der Zwischenkammer in die Pumpkammer einströmen kann. Die Förderbewegung, also die
Bewegung der Fördereinheit aus der Saugstellung in die Förderstellung wird durch die
elektromagnetische Erregung der Spule und die dadurch erzwungene Bewegung des Ankers
erreicht. Die Rückbewegung aus der Förderstellung in die Saugstellung erfolgt bei
diesem Stand der Technik durch die Wirkung der Feder.
[0014] Bei der Erfindung hingegen erfolgt die Bewegung der Fördereinheit genau umgekehrt.
Mit der Erregung der elektromagnetischen Spule wird die Rückbewegung der Fördereinheit
aus der Förderstellung in die Saugstellung erreicht, so dass Kraftstoff in die Pumpkammer
einströmen kann. Die Förderbewegung, also das Bewegen der Fördereinheit aus der Saugstellung
in die Förderstellung, wird hingegen durch die Federeinrichtung bewirkt.
[0015] Es hat sich überraschender Weise herausgestellt, dass sich durch eine erfindungsgemäß
vorgesehene Umkehrung der aus dem Stand der Technik bekannten Antriebswirkungen (elektromagnetische
Spule einerseits, Federeinrichtung andererseits) eine deutlich geringere Geräuschentwicklung
einstellt. Weiterhin kann eine verbesserte Saugleistung festgestellt werden, die eine
größere Ansaugleitungslänge ermöglicht. Diese Effekte sind vor allem deshalb überraschend,
weil die eigentliche Förderenergie von der Federeinrichtung bereit gestellt wird,
während die von außen über die elektromagnetische Spule zugeführte Energie lediglich
für die Rückführung der Fördereinheit genutzt wird, obwohl sie prinzipbedingt einem
höheren Energiebetrag entsprechen muss, weil sie nicht nur zum Spannen der Federeinrichtung,
sondern auch zum Überwinden von Reibungsverlusten etc. dient.
[0016] Ein Grund für die überraschend niedrige Geräuschentwicklung wird darin gesehen, dass
die Kraft der die Fördereinheit bewegenden Federeinrichtung sich gegen Ende der Förderbewegung
abschwächt. Die vorgespannte Federeinrichtung erreicht dann ihre größte Länge und
kann aufgrund der Federkennlinie nur noch eine relativ geringe Kraft auf die Fördereinheit
und damit auf den Pumpkolben ausüben. Mit dieser verhältnismäßig geringen Kraft wird
der Kraftstoff schließlich zur Auslassöffnung gedrückt. Der Pumpkolben bzw. der Anker
wird seinerseits mit der verhältnismäßig geringen Kraft gegen einen Anschlag gedrückt,
wodurch die Förderstellung erreicht wird. Durch die geringe Kraft und die unter Umständen
geringere Bewegungsgeschwindigkeit der Fördereinheit wird der Stoß am Anschlag beim
Erreichen der Förderstellung verringert, was die geringere Geräuschentwicklung zur
Folge hat.
[0017] Da bei der erfindungsgemäßen Dosierpumpe der Förderhub des Pumpkolbens allein durch
die Federkraft erzeugt wird, hat die an der elektromagnetischen Spule angelegte elektrische
Spannung keinen Einfluss auf den Förderhub. Vielmehr ist der Förderhub im Wesentlichen
konstant, auch wenn unterschiedliche Spannungen zum Erregen der Spule angelegt werden.
Die elektrische Spannung muss lediglich ausreichend groß sein, damit die elektromagnetische
Kraft der Spule ausreicht, die Fördereinheit gegen die Wirkung der Federeinrichtung
zu bewegen.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in der Saugstellung die Einlassöffnung
durch die Fördereinheit verschlossen. Auf diese Weise wird ein Rückströmen des Kraftstoffs
aus der Zwischenkammer in die Einlassöffnung, insbesondere bei der Rückbewegung der
Fördereinheit aus der Förderstellung in die Saugstellung, vermieden.
[0019] Weiterhin besonders vorteilhaft ist es, wenn der Anschlag an der Einlassöffnung ausgebildet
ist. Da der Anschlag mit dem Gehäuse verbunden sein muss, also ortsfest im Gehäuse
vorgesehen sein soll, kann er an der Einlassöffnung relativ dicht an dem Pumpkolben
bzw. dem Anker positioniert werden.
[0020] Vorzugsweise ist die Federeinrichtung stirnseitig vor dem Anker, nämlich insbesondere
zwischen dem Anker und der Einlassöffnung, angeordnet. So ist eine direkte Übertragung
der Kraft auf die den Anker umfassenden Fördereinheit möglich.
[0021] Vorteilhafterweise ist in der Auslassöffnung ein Rückschlagventil angeordnet, durch
dass nur eine Strömungsrichtung weg von der Pumpkammer zugelassen wird. Auf diese
Weise wird ein Rückströmen des Kraftstoffs aus der Auslassöffnung in die Pumpkammer
vermieden, wenn der Pumpkolben aus der Förderstellung in die Saugstellung rückbewegt
wird.
[0022] Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand eines
Beispiels unter Zuhilfenahme der Figur erläutert. Die
einzige Figur zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Dosierpumpe.
[0023] Die erfindungsgemäße Dosierpumpe weist ein Gehäuse 1 auf, das stirnseitig in einen
Eintrittsflansch 2 und einen Austrittsflansch 3 übergeht.
[0024] Im Inneren des Gehäuses 1 ist eine elektromagnetische Spule 4 vorgesehen, die über
eine nicht dargestellte Versorgungsleitung elektrischen Strom erhalten kann, um erregt
zu werden. Die Spule 4 wird von einem Spulenkörper 5 gehalten.
[0025] In dem Eintrittsflansch 2 ist ein Eintrittsstutzen 6 sowie ein Saugventilsitz 7 eingesetzt.
In einer Ausnehmung des Eintrittsstutzens 6 ist weiterhin ein Kraftstofffilter 8 vorgesehen.
An dem Eintrittsstutzen 6 kann eine Zuleitung angeschlossen werden, über die Kraftstoff
von einem Kraftstoffvorrat durch die Ansaugwirkung der selbstansaugenden Dosierpumpe
herangeführt wird.
[0026] In dem Austrittsflansch 3 ist ein Austrittsstutzen 9 mit einem Stellelement 10 eingeschraubt.
Die Einschraubtiefe des Stellelements 10 lässt sich variieren, um dadurch das Volumen
einer später noch erläuterten Pumpkammer und somit die Fördermenge der Dosierpumpe
einstellen zu können.
[0027] In Strömungsrichtung gesehen vor dem Austrittsstutzen 9 ist ein Rückschlagventil
11 angeordnet, das eine Auslassöffnung 12 öffnen und schließen kann.
[0028] In dem Austrittsflansch 3 ist weiterhin über einen Presssitz ein Dosierzylinder 13
gehalten, in dem ein Pumpkolben 14 axial hin- und herbeweglich ist.
[0029] Stirnseitig vor dem Pumpkolben 14 ist eine durch den Dosierzylinder 13 und den Pumpkolben
14 definierte Pumpkammer 15 angeordnet. In der Figur weist die Pumpkammer 15 eine
minimale Größe auf. Da der Pumpkolben 14 jedoch axial bewegbar ist (in der Figur nach
rechts), lässt sich das Volumen der Pumpkammer 15 vergrößern. Insbesondere ist es
möglich, die Pumpkammer 15 über Verbindungskanäle 16 mit einer im Prinzip hülsenförmigen,
den Dosierzylinder 13 umgebenden Zwischenkammer 17 in Verbindung zu bringen. Dazu
ist es erforderlich, dass die der Pumpkammer 15 zugewandte stirnseitige Kante des
Pumpkolbens 14 soweit nach rechts bewegt wird, dass die Öffnungen der Verbindungskanäle
16 zu der Pumpkammer 15 hin freiliegen.
[0030] Um zu vermeiden, dass die Stirnseite des Pumpkolbens 14 hart gegen die Stirnseite
des Stellelements 10 anschlägt, ist ein federelastischer Anschlag 18 an die Pumpkammer
15 anschließend vorgesehen.
[0031] Auf der der Pumpkammer 15 gegenüberliegenden Seite des Pumpkolbens 14 ist auf den
Pumpkolben 14 ein Anker 19 mit Hilfe eines Pressverbands fest aufgesetzt. Der Anker
19 wirkt mit der elektromagnetischen Spule 4 zusammen, wie später noch erläutert wird.
Zwischen dem Anker 19 und dem Saugventilsitz 7 ist an der dem Pumpkolben 14 abgewandten
Seite des Ankers 19 eine Feder 20 eingesetzt. In dem Saugventilsitz 7 ist außerdem
eine Einlassöffnung 21 ausgebildet, über die Kraftstoff in die Zwischenkammer 17 einströmen
kann. Um eine Verteilung des Kraftstoffs in der Zwischenkammer 17 und damit eine Zuführung
des Kraftstoffs von der Einlassöffnung 21 zu dem Verbindungskanal 16 und der Pumpkammer
15 zu erreichen, ist es erforderlich, dass am Umfang des Ankers 19 ein ausreichend
großer (z.B. hülsenförmiger) Spalt 22 zum Gehäuse 1 bzw. Austrittsflansch 3 vorhanden
ist. Durch den Spalt 22 kann Kraftstoff in Axialrichtung strömen.
[0032] Der Anker 19 bildet zusammen mit dem Pumpkolben 14 eine Fördereinheit 23, die zwischen
einer in der Figur gezeigten Förderstellung und einer Saugstellung hin- und herbewegbar
ist. In der Förderstellung ist der Verbindungskanal 16 durch den Pumpkolben 14 verschlossen,
während die Einlassöffnung 21 geöffnet ist, so dass Kraftstoff aus der Einlassöffnung
21 in die Zwischenkammer 17 einströmen kann.
[0033] In der nicht dargestellten Saugstellung befindet sich die Fördereinheit 23 in einer
Position, in die der Anker 19 in der Figur nach rechts bewegt wird, bis er an einem
an der Stirnseite des Saugventilsitzes 7 ausgebildeten Anschlag 24 anliegt. Vorzugsweise
trägt der Anker 19 seinerseits einen federelastischen Anschlag 25, um ein hartes Auftreffen
auf den Anschlag 24 zu vermeiden. Selbstverständlich kann auch der ortsfeste Anschlag
24 mit einer Federelastizität ausgestattet werden. Der Anschlag 25 bzw. der gegenüberliegende
ortsfeste Anschlag 24 sollten möglichst weich bzw. mit hoher Elastizität ausgestaltet
sein, um ein hartes Auftreffen des Ankers 19 auf den Saugventilsitz 7 zu vermeiden.
Dadurch kann die Geräuschentwicklung weiter reduziert werden.
[0034] In dieser Saugstellung ist der Pumpkolben 14 so weit nach rechts bewegt, dass über
die Verbindungskanäle 16 eine kommunizierende Verbindung zwischen der Zwischenkammer
17 und der Pumpkammer 15 besteht, so dass Kraftstoff aus der Zwischenkammer 17 in
die Pumpkammer 15 einströmen kann.
Die Dosierpumpe arbeitet folgendermaßen:
[0035] Bei der in der Figur gezeigten Förderstellung (Ausgangsstellung) wird die Fördereinheit
23 durch die Wirkung der vorgespannten Feder 20 nach links gedrückt, so dass der Pumpkolben
14 die Verbindungskanäle 16 verschließt. Die Förderstellung wird auch als Ausgangsstellung
bezeichnet, weil sie durch die Fördereinheit 23 aufgrund der Wirkung der vorgespannten
Feder 20 erreicht wird, ohne dass von außen Energie zugeführt werden muss. Bei Erregung
der elektromagnetischen Spule 4 wird der Anker 19 und damit die gesamte Fördereinheit
23 nach rechts in die Saugstellung gezogen, so dass der Verbindungskanal 16 geöffnet
und Kraftstoff in die Pumpkammer 15 einströmen kann. Gleichzeitig wird die Einlassöffnung
21 durch den Anker 19 verschlossen. Die Feder 20 wird dabei zusätzlich vorgespannt.
[0036] Bei einer Stromlosschaltung der elektromagnetischen Spule 4 verliert diese ihre Erregung,
so dass sie den Anker 19 nicht mehr halten kann. Aufgrund der Wirkung der vorgespannten
Feder 20 wird der Anker 19 mit dem Pumpkolben 14 nach links, in die Förderstellung
(Ausgangsstellung) verschoben. Die Fördereinheit 23 vollzieht somit eine Förderbewegung,
bei der der in der Pumpkammer 15 vorhandene Kraftstoff nach dem Verschließen der Verbindungskanäle
16 durch den Pumpkolben 14 in die Auslassöffnung 12 gepresst wird. Das Rückschlagventil
11 öffnet daraufhin, so dass Kraftstoff in den Austrittsstutzen 9 und damit schließlich
zu dem dahinter anschließbaren Verbraucher gefördert wird.
[0037] Danach wird die elektromagnetische Spule wieder erregt, um die Fördereinheit 23 in
Rückbewegungsrichtung in die Saugstellung zu bewegen, wodurch auch die Feder 20 wieder
vorgespannt wird.
[0038] Die eigentliche Förderbewegung wird somit allein durch die Feder 20 bewirkt, während
die Rückbewegung aufgrund der elektromagnetischen Wirkung der Spule 4 erfolgt.
[0039] Trotz der hohen Taktfrequenz, mit der die Pumpe arbeitet, wird eine gegenüber aus
dem Stand der Technik bekannten Dosierpumpen eine deutliche geringere Geräuschentwicklung
erzielt.
1. Dosierpumpe zum Fördern von flüssigem Kraftstoff, mit
- einer in einem Gehäuse (1) angeordneten elektromagnetischen Spule (4), die einen
axial hin- und herbeweglichen Anker (19) radial umschließt;
- einem mit dem Anker (19) zu einer Fördereinheit (23) fest verbundenen Pumpkolben
(14), der in einem Dosierzylinder (13) axial hin- und herbeweglich ist;
- einer stirnseitig vor dem Pumpkolben (14) angeordneten und von dem Dosierzylinder
(13) und dem Pumpkolben (14) umschlossenen Pumpkammer (15);
- einer Einlassöffnung (21) zum Zuführen von Kraftstoff;
- einer in Strömungsrichtung gesehen zwischen der Einlassöffnung (21) und der Pumpkammer
(15) vorgesehenen Zwischenkammer (17);
- einem in Abhängigkeit von der Stellung der Fördereinheit (23) öffen- und schließbaren
Verbindungskanal (16) zwischen der Zwischenkammer (17) und der Pumpkammer (15);
wobei
- die Fördereinheit (23) in Abhängigkeit von einem Erregungszustand der Spule (4)
zwischen einer Saugstellung und einer Förderstellung bewegbar ist,
- in der Saugstellung der Verbindungskanal (16) geöffnet ist, so dass Kraftstoff aus
der Zwischenkammer (17) in die Pumpkammer (15) einströmen kann;
- in der Förderstellung der Verbindungskanal (16) geschlossen ist und die Einlassöffnung
(21) geöffnet ist, so dass Kraftstoff aus der Einlassöffnung (21) in die Zwischenkammer
(17) einströmen kann;
- durch den Pumpkolben (14) bei der Bewegung der Fördereinheit (23) von der Saugstellung
in die Förderstellung Kraftstoff aus der Pumpkammer (15) zu einer sich an die Pumpkammer
(15) anschließenden Auslassöffnung (12) förderbar ist; und wobei
- zwischen der Fördereinheit (23) und einem mit dem Gehäuse (1) verbundenen Anschlag
(24) eine Federeinrichtung (20) vorgesehen ist, die die Fördereinheit (23) in eine
Ausgangsstellung zwingt;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Ausgangsstellung die Förderstellung ist; und dass
- die Fördereinheit (23) bei einer Erregung der elektromagnetischen Spule (4) aus
der Förderstellung in die Saugstellung bewegbar ist.
2. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Förderbewegung, nämlich eine Bewegung der Fördereinheit (23) aus der Saugstellung
in die Förderstellung, ausschließlich durch die Wirkung der Federeinrichtung (20)
durchführbar ist.
3. Dosierpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Saugstellung die Einlassöffnung (21) durch die Fördereinheit (23) verschlossen
ist.
4. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24) an der Einlassöffnung (21) ausgebildet ist.
5. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinrichtung (20) stirnseitig vor dem Anker (19), insbesondere zwischen dem
Anker (19) und der Einlassöffnung (21) angeordnet ist.
6. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auslassöffnung (12) ein Rückschlagventil (11) angeordnet ist, durch dass nur
eine Strömungsrichtung weg von der Pumpkammer (15) zugelassen wird.