[0001] Die Erfindung betrifft einen Sensor, der bevorzugt für magnetische Dreh- bzw. Lineargebersysteme
geeignet ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Für magnetische Dreh- bzw. Lineargebersysteme, bei denen der Maßstab aus weichmagnetischem
Material (z. B. Zahnstange, Zahnrad oder genutetes Band aus weichmagnetischem Stahl)
oder aus sinnvoll zueinander angeordneten Permanentmagneten (z. B. kleine Permanentmagnete
auf einer Leiste oder verschieden magnetisierte Bereiche in einem halbmagnetischen
Band) besteht, werden als Abtasteinheit Sensoren verwendet, die neben dem eigentlichen
magnetfeldempfindlichen Sensorelement mit einer konstanten Magnetquelle (z. B. Permanentmagnet)
versehen sind. Als magnetfeldempfindliche Sensorelemente wurden in der Vergangenheit
magnetfeldempfindliche Widerstände (Feldplatte, magnetoresistives Element) eingesetzt.
[0003] Derartige magnetfeldempfindliche Sensoren sind bereits bekannt. In der
DE 32 40 794 C2 und in der
DE 39 26 328 A1 werden derartige Sensoren zum Messen von Längen und Winkeln beschrieben. Aus der
DE 38 29 390 A1 ist es bekannt, diese magnetfeldempfindlichen Sensoren zur Drehzahlmessung zu verwenden.
[0004] Wie beispielsweise aus der
DE 296 14 974 U1 bekannt, werden für ein Gebersystem zwei sinusförmige Signalspuren, um 90° phasenversetzt,
und eine Referenzsignalspur, die einen Einzelimpuls zeigt, benötigt.
[0005] Seit geraumer Zeit werden als Sensorelemente sogenannte GMR-Sensoren (d. h. giant-magnetoresistive
Sensoren) eingesetzt. Grundsätzliches Ziel der Sensorkonfektionierung ist die Erzeugung
eines bestimmten Übertragungsverhaltens, d. h. einer Sensorkennlinie mit möglichst
großem Nutzsignalhub, das heißt großem Nutzsignal/Störleistungsverhältnis. Bei der
Einstellung einer "linearen" Sensorkennlinie wird als Ausgangssignal ein sinusförmiges
Signal oder zumindest ein dem Sinus nahekommendes Signal, das im folgenden auch als
sinusförmig bezeichnet wird, erwartet.
[0006] In der Praxis ergeben sich aber bei der Konfektionierung beispielsweise eines zweispurigen
Sensorelementes, wie es entsprechend der
DE 296 14 974 U1 eingesetzt werden soll unter Berücksichtigung der Herstellervorschriften der GMR-Sensorhersteller
(beispielsweise die Firma NVE Corporation) keine sinusförmigen Ausgangssignale mit
geeignetem Nutzsignalhub. Unter Berücksichtigung der üblichen Einbauvorschriften weisen
die Signale unterschiedlich starke nicht lineare Verzerrungen auf und es zeigen sich
unterschiedliche Offset-Spannungen und Signalhübe. Durch Vergrößerung des Arbeitsabstandes
zwischen den Sensorelementen und dem mechanischen Maßstab nähern sich die Signalverläufe
einem Sinus an. Hierdurch bedingt sind aber überproportional abnehmende Signalamplituden,
was zu einem inakzeptablen Nutzsignal/Störleistungsverhältnis führt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen magnetfeldempfindlichen Sensor der eingangs
angegebenen Gattung derart weiterzubilden, dass bei möglichst großem Nutzsignalhub
ein gewünschter Signalverlauf ohne unerwünschte Störungen erzielt werden kann.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Sensor mit der Merkmalskombination
des Anspruchs 1 gelöst. Demnach wird ein Sensor vorgeschlagen, der mindestens ein
magnetfeldempfindliches GMR-Sensorelement aufweist, das in einem Gehäuse angeordnet
ist, wobei das Gehäuse zusätzlich jeweils eine dem mindestens einen GMR-Sensorelement
zugeordnete Magnetfeldquelle aufweist. Erfindungsgemäß ist die Magnetfeldquelle in
einer U-förmigen Abschirmung eingebettet. Die Magnetfeldquelle, das mindestens eine
GMR-Sensorelement und/oder das Gehäuse ist bei gegebenem Abstand um einen vorbestimmten
Winkel gegenüber der Bezugsebene des Maßstabs verkippt. Aufgrund dieser Verkippung
kann das Sensorelement in seinem Arbeitspunkt U
0 (elektrische Ausgangsspannung) bzw. B
0 (magnetische Induktion) versetzt werden. Ausgehend von diesem Arbeitspunkt wird das
Magnetfeld B(t) im Meßbereich des Sensorelementes beispielsweise durch die homogene
alternierende Verzahnung des zeitlich bewegten mechanischen Maßstabes gleichförmig
alternierend, das heißt hier beispielsweise sinusförmig, um den Arbeitspunkt B
0 moduliert. Das Sensorelement antwortet auf das zeitlich moduliertes Magnetfeld B(t)
mit einem sinusförmigen elektrischen Ausgangswert U(B(t)). Das Übertragungsverhalten
U(B(t)) des Sensorelementes wird demzufolge durch die Arbeitspunkteinstellung, das
heißt dem Grad der Verkippung der Magnetfeldquelle, des GMR-Sensorelementes bzw. des
Gehäuses, in welchem diese montiert sind, linearisiert.
[0009] Durch entsprechende Winkelverkippung der vorgenannten Elemente kann aber auch ein
gewünschter spezieller Signalverlauf gewählt werden. Es kann für bestimmte Messungen
sinnvoll sein, eine Sensorkennlinie mit nicht-linearem Übertragungsverhalten einzustellen.
Dies kann dann kontrolliert durch die Wahl des entsprechenden Kippwinkels, beispielsweise
der Magnetfeldquelle, des GMR-Sensorelementes und/oder des Gehäuses, in welchem diese
eingebaut sind, erfolgen.
[0010] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch
anschließenden Unteransprüchen.
[0011] Demnach besteht die U-förmige Abschirmung aus einem weichmagnetischen Werkstoff.
Durch die Abschirmung wird in vorteilhafter Weise das sogenannte Übersprechen der
Signale verhindert. Hier ist unter Übersprechen der Signale zu verstehen, dass wellenförmige
Störsignale sowie kleinkurvige kontinuierliche Einstreuungen im Signalverlauf auftreten.
[0012] Weiterhin kann ein GMR-Sensorelement einer im Maßstab vorgesehenen Referenzsignalspur
zur Erzeugung eines Referenzsignals zugeordnet sein.
[0013] Zwei GMR-Sensorelemente können derart der Inkrementalsignalspur zugeordnet sein,
dass zwei phasenversetzte Signale, beispielsweise um 90° phasenversetzte Signale,
erzeugt werden, wie dies grundsätzlich bereits aus der
DE 296 14 974 U1 - dort aber unter Verwendung von Feldplatten - bekannt ist.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der eingesetzte Permanentmagnet quaderförmig ist,
wobei seine Abmessungen im Verhältnis zum zugeordneten GMR-Sensorelement so gewählt
sind, dass ein weitgehend homogenes Magnetfeld auf das GMR-Sensorelement einwirkt.
[0015] Der Permanentmagnet weist vorteilhaft eine Magnetfeldstärke von größer als 0,2 T
auf.
[0016] Das Gehäuse, in welchem die GMR-Sensoren und die zugeordneten Permanentmagnete eingebaut
sind, besteht vorteilhaft aus Aluminium.
[0017] Dabei kann das Gehäuse eine dünne Vorderwandung aufweisen, hinter der unmittelbar
das mindestens GMR-Sensorelement angeordnet ist.
[0018] Ganz besonders vorteilhaft ist mindestens eine Magnetfeldquelle über eine Kunststoffhalterung
im Gehäuse fixiert. Eine derartige Kunststoffhalterung weist mindestens einen Schacht
zur Aufnahme der Magnetfeldquelle auf. Die Magnetfeldquelle kann jeweils unter dem
gewünschten Kippwinkel in den Schacht eingeklebt sein.
[0019] Vorteilhaft können in der Kunststoffhalterung zwei Magnetfeldquellen aufgenommen
sein, von denen eine dem mindestens einen GMR-Sensorelement, welches der Inkrementalsignalspur
zugeordnet ist, gegenüberliegt, während die andere Magnetfeldquelle dem GMR-Sensorelement,
welches der Referenzsignalspur zugeordnet ist, gegenüberliegt.
[0020] Beide Magnetfeldquellen sind gegeneinander in unterschiedlicher Lage in der Kunststoffhalterung
gehalten.
[0021] Vorteilhaft kann auch ein großer Magnet Verwendung finden, der dann geringer quaderförmig
bis quadratisch ist und vorteilhaft in der Kunststoffhalterung gekippt fixiert ist
und so das mindestens eine GMR-Sensorelement, welches der Inkrementalspur zugeordnet
ist und das GMR-Sensorelement, welches der Referenzsignalspur zugeordnet ist gemeinsam
in Einem überdeckt und magnetisch durchflutet.
[0022] Sämtliche GMR-Sensoren und Magnetfeldquellen sind gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung in einem festen Zuordnungsverhältnis zueinander im Gehäuse eingesetzt.
[0023] Dabei ist die geometrische Zuordnung vorteilhaft derart gewählt, dass eine "lineare"
Sensorkennlinie erzeugbar ist.
[0024] Alternativ kann die geometrische Zuordnung aber auch so gewählt sein, dass eine bestimmte
gezielte "nichtlineare" Sensorkennlinie erzeugt wird.
[0025] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf einen Maßstab für einen vorbeschriebenen
Sensor welcher aus einem Zahnrad oder einer Zahnstange aus ferromagnetischem bzw.
weichmagnetischem Material besteht. Dieser Maßstab weist vorteilhaft eine Evolventenverzahnung
auf.
[0026] Es ist zusätzlich eine Referenzspur zur Erzeugung eines Referenzsignals vorhanden,
wobei auf der Referenzspur ein Zahn zur Erzeugung des Referenzsignals angeordnet sein
kann.
[0027] Dieser Zahn auf der Referenzspur kann aus einem herkömmlichen Evolventenzahn gefräst
sein. Das Referenzsignal kann aber auch durch eine ins Zahnrad eingefräste Nut mit
abgestimmter Breite, die gegenüber dem gesamten auf eine bestimmte Höhe gedrehten
Umfang der Referenzspur zurücktritt, erzeugt werden.
[0028] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der vorbeschriebene Sensor als Dreh- oder Lineargeber
eingesetzt werden.
[0029] Vorteilhaft läßt sich der vorbeschriebene Sensor aber auch zur Vermessung eines Zahnprofils
verwenden.
[0030] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht eines Sensorsystems in schematischer Form, bei welchem
der erfindungsgemäße Sensor verwendbar ist,
- Figur 2:
- die gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erzeugten Ausgangssignale des Sensorsystems,
- Figur 3a:
- einen Schnitt durch ein Gehäuse, in dem Sensorelemente und Magnete montiert sind,
- Figur 3b:
- eine schematische Draufsicht auf das Gehäuse gemäß Figur 3a,
- Figur 4:
- eine schematische Prinzipskizze der Ausrichtung des Gehäuses, des Sensorelementes
und des Permanentmagneten zu einem Zahn des Maßstabes und
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung der Formgebung des Referenzzahnes auf der Referenzspur.
[0031] In der Figur 1 ist beispielhaft ein Drehgebersystem 10 gezeigt, welches einen Geber
bzw. Abtastkopf 12 sowie ein auf einer Welle 14 angeordnetes, als Maßstab dienendes
Zahnrad 16 mit einer hier nicht näher dargestellten evolventen Verzahnung 18 aufweist.
Das hier verwendete Meßprinzip beruht auf einer berührungslosen Abtastung der verzahnten,
ferromagnetischen Maßstäbe 16 mittels magnetfeldempfindlicher Sensorelemente, die
in dem Geber bzw. Abtaster eingebaut sind.
[0032] Das Zahnrad 16 weist eine mit einer gleichmäßigen evolventen Verzahnung versehene
Inkrementalspur 18 sowie eine mit einem einzigen Referenzzahn 20 versehene Nullspur
22 auf.
[0033] In einem Sensorfenster 24 innerhalb des Gehäuses 26 sind, jeweils auf der Höhe der
Inkrementalspur 18, hier nicht näher dargestellte Sensoren angeordnet. Ferner ist
auf der Höhe der Nullspur 22 ebenfalls ein Sensor ausgebildet. Das hier in der Zeichnung
dargestellte Sensorfenster 24 ist in Realität mittels einer dünnen Aluminiumschicht
abgedeckt.
[0034] Der Aufbau der Sensoreinheit ergibt sich aus der schematischen Darstellung gemäß
Figur 3a bzw. 3b. Dort ist nochmals das Gehäuse 26, welches aus Aluminium besteht,
dargestellt. Im Bereich des Sensorfensters 24 sind die GMR-Sensoren 28 angeordnet.
In einer aus Kunststoff hergestellten Rahmenkonstruktion 30, welche im Gehäuse 26
aufgenommen ist, ist ein quaderförmiger Permanentmagnet 32 gehalten. Dabei ist der
Permanentmagnet nicht unmittelbar in dem Kunststoffgehäuse gehalten, sondern er ist
zunächst in einer U-förmigen Abschirmung eingebettet. Wie in der Figur 3b gezeigt
ist, sind hier zwei Permanentmagnete 32 und 32' mit ihrer hier nicht dargestellten
U-förmigen Abschirmung in entsprechende Schächte 34 und 34' des Kunststoffrahmens
30 eingeklebt.
[0035] Zur Vereinfachung der Positionierung der Permanentmagnete mit ihren Abschirmungen
können Anschläge im Kunststoffrahmen vorgesehen sein. Aufgrund der notwendigen Feinjustierung
bieten sich die Anschläge aber hauptsächlich zur Positionierung des Permanentmagneten
der Referenzspur an.
[0036] Die U-förmige Abschirmung 44 ist z.B. in Fig. 6 dargestellt. Die obere Skizze zeigt
eine Draufsicht und die untere Skizze zeigt einen Querschnitt, wobei hier ein Permanentmagnet
eingebettet ist. Die Abschirmung besteht aus einem weichmagnetischen Werkstoff, beispielsweise
aus 90MnCrV8. Wie aus der linken Seite der Querschnittsdarstellung in Fig. 6 ersichtlich
kann die jeweilige Kante so profiliert sein, daß sich eine spitze Kante 46 bündig
zum Magnet ergibt. Alternativ kann die Kante aber auch wie auf der rechten Seite dieser
Zeichnung ausgeführt sein. Neben der U-förmigen Umschließung können aber auch die
Stirnseiten zusätzlich umschlossen sein.
[0037] Bei einer Drehbewegung des Zahnrads 16 mit der Welle 14 wird das von den Permanentmagneten
32 bzw. 32' an der jeweiligen Sensoreinheit 28 erzeugte Magnetfeld derart verändert,
dass ein elektrisches Signal erzeugt wird.
[0038] Durch die Drehung des Zahnrades 16 erhält man ein annähernd sinusförmiges Spannungssignal
am Ausgang einer entsprechenden Brückenschaltung. Die Sensoreinheiten 28 sind derart
angeordnet, dass sie ein jeweils um 90° phasenverschobenes Signal erzeugen. Die um
90° phasenverschobenen Signale A und B der Sensoreinheiten sind beispielhaft in Figur
2 dargestellt.
[0039] Soll nun ein bestimmtes Übertragungsverhalten, also eine bestimmte Sensorkennlinie
bei möglichst großem Nutzsignalhub, das heißt großem Nutzsignal/Störleistungsverhältnis,
erzeugt werden, wird die Magnetfeldquelle, das mindestens eine GMR-Sensorelement und/oder
das Gehäuse bei gegebenem Abstand um einen vorbestimmten Winkel gegenüber der Bezugsebene
des Maßstabs verkippt. Die entsprechenden geometrischen Verhältnisse werden anhand
der Darstellung gemäß Figur 4 erläutert. Dort ist die Bezugsebene durch einen Zahn
38 einer evolventen Verzahnung dargestellt. Senkrecht zu dem Zahn bzw. parallel zu
der Tangentialebene 40 bezogen auf den Zahn 38 ist hier das Gehäuse 26 ausgerichtet.
In der Darstellung gemäß Figur 4 ist auch das Sensorelement 28, das heißt der GMR-Sensor,
parallel zur Tangentialebene 40 bzw. zum Gehäuse 26 ausgerichtet. Dagegen ist der
Permanentmagnet 32, der hier aus einem quaderförmigen Körper besteht unter einem Winkel
α gegenüber der Tangentialebene 40 verkippt. Im Rahmen der Erfindung ist es aber auch
möglich, das Gehäuse 26 und/oder den GMR-Sensor 28 zu verkippen, um den Magneten 32
parallel zur Tangentialebene 40 auszurichten.
[0040] Bei der Optimierung des Signals ist zu berücksichtigen, dass die Periodenlänge des
mechanischen Maßstabes eine entsprechend angepaßte Abtastlänge des verwendeten Sensorelementes
erfordert. Weiterhin ergibt sich zur Signaloptimierung ein bestimmtes Verhältnis der
Abstände zwischen dem mechanischen Maßstab und dem Sensorelement und dem Sensorelement
und dem Permanentmagneten, das ebenfalls einzustellen ist. Versuche haben ergeben,
dass die dem Sensor zugewandte Fläche des Permanentmagneten mindestens Abmessungen
von 11 x 5 mm
2 aufweisen soll. Hierdurch wird ein ausreichend homogenes Magnetfeld im Bereich des
Sensorelementes, das eine Größe bis zu ca. 1 x 0,125 mm
2 aufweist, erzeugt. Bei Verwendung kleinerer Magnete sind größere Unterschiede der
OffsetSpannung der einzelnen Signalspuren zu beobachten.
[0041] In der Figur 2 ist neben den Nutzsignalen A und B auch noch ein Referenzsignal R
dargestellt, welches von einer parallelen Sensoreinheit, die auf Höhe der Nullspur
22 angeordnet ist, beim Vorbeilaufen des Referenzzahnes 20 erzeugt wird. Dabei kann,
wie in Figur 5 dargestellt, der Referenzzahn 20 aus einem üblichen evolventen Zahn
durch entsprechende Profilbearbeitung hergestellt werden. Ein Evolventenzahn wird
dadurch bearbeitet, dass der in der Figur 5 beispielhaft schraffierte Teil 42 weggefräst
wird, so dass eine Art Sägezahnprofilierung stehen bleibt. Durch die Sägezahnprofilierung
dieses Referenzzahnes 20 wird eine Bündelung der Magnetfeldlinien erreicht, die unabhängig
von der verwendeten Sensorart die Erzeugung des korrekten Referenzsignals sicherstellt.
Auch bei der Verwendung von Feldplatten anstelle von GMR-Sensoren wird das entsprechend
richtige Referenzsignal erzeugt.
[0042] Hier nicht näher dargestellt ist die Verarbeitungselektronik. Diese ist konventionell
ausgeführt. Sie kann in einem externen Elektronikmodul angeordnet sein. Vorteilhaft
ist die Verarbeitungselektronik aber im Sensorkopf angeordnet. In bekannter Weise
erfolgt durch die Verarbeitungselektronik die Verstärkung, die Parametereinstellung
von Offset und Amplitude, sowie der Phasenlage und der Lage des Referenzsignals.
1. Sensor, bevorzugt für magnetische Dreh- bzw. Lineargebersysteme, die einen im gegebenen
Abstand vom Sensor angeordneten Maßstab aufweisen, mit mindestens einem magnetfeldempfindlichen
GMR-Sensorelement, das in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei das Gehäuse zusätzlich
jeweils eine dem mindestens einen GMR-Sensorelement zugeordneten Magnetfeldquelle
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Magnetfeldquelle in einer diese U-förmig umschließenden Abschirmung aufgenommen
ist und dass die Magnetfeldquelle, das mindestens eine GMR-Sensorelement und/oder
das Gehäuse bei gegebenem Abstand um einen vorbestimmten Winkel gegenüber der Bezugsebene
des Maßstabs verkippt sind.
2. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Abschirmung aus einem weichmagnetischen Material besteht.
3. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein GMR-Sensorelement einer Referenzsignalspur im Maßstab zur Erzeugung eines Referenzsignals
zugeordnet ist.
4. Sensor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei GMR-Sensorelemente derart der Inkrementalsignalspur zugeordnet sind, dass sie
zwei phasenversetzte Signale erzeugen.
5. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetfeldquelle mindestens aus einem Permanentmagneten besteht.
6. Sensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils eingesetzte Permanentmagnet quaderförmig ist, wobei seine Abmessungen
im Verhältnis zum zugeordneten GMR-Sensorelement so gewählt ist, dass ein weitgehend
homogenes Magnetfeld auf das GMR-Sensorelement einwirkt.
7. Sensor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet eine Magnetfeldstärke größer als 0,8 T aufweist.
8. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus Aluminium besteht.
9. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine dünne Vorderwandung aufweist, hinter der unmittelbar das mindestens
eine GMR-Sensorelement angeordnet ist.
10. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetfeldquelle über eine Kunststoffhalterung im Gehäuse fixiert ist.
11. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffhalterung mindestens einen Schacht zur Aufnahme der Magnetfeldquelle
aufweist.
12. Sensor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetfeldquelle jeweils unter dem gewünschten Winkel in den Schacht eingeklebt
ist.
13. Sensor nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kunststoffhalterung zwei Magnetfeldquellen mit der diese umschließenden U-förmigen
Abschirmung aufgenommen sind, von denen eine dem mindestens einen GMR-Sensorelement,
welches der Inkrementalsignalspur zugeordnet ist, gegenüberliegt, während die andere
dem GMR-Sensorelement, welches der Referenzsignalspur zugeordnet ist, gegenüberliegt.
14. Sensor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Magnetfeldquellen gegeneinander in unterschiedlicher Lage in der Kunststoffhalterung
gehalten sind oder ein großer Manget die Sensorelemente beider Spuren überdeckend
in der Kunststoffhalterung gehalten wird.
15. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche GMR-Sensoren und Magnetfeldquellen in einem festen Zuordnungsverhältnis
zueinander im Gehäuse eingesetzt sind.
16. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Zuordnung derart gewählt ist, dass eine lineare Sensorkennlinie
erzeugbar ist.
17. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Zuordnung derart gewählt ist, dass eine bestimmte nichtlineare Sensorkennlinie
erzeugbar ist.
18. Maßstab für einen Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Zahnrad oder einer Zahnstange aus ferromagnetischen bzw. weichmagnetischen
Material besteht.
19. Maßstab nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Evolventenverzahnung aufweist.
20. Maßstab nach Anspruch 19 gekennzeichnet durch eine Referenzspur zur Erzeugung eines Referenzsignals.
21. Maßstab nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Referenzspur ein Zahn oder eine Nut zur Erzeugung des Referenzsignals angeordnet
ist.
22. Maßstab vorteilhaft nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahn auf der Referenzspur aus einem Evolventenzahn gefräst ist.
23. Verwendung des Sensors nach einem der vorangehenden Ansprüche als Dreh- oder Lineargeber.
24. Verwendung des Sensors nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Vermessung des Zahnprofils.