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EP 1 748 852 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.2008 Patentblatt 2008/41 |
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Anmeldetag: 14.04.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/051640 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/110621 (24.11.2005 Gazette 2005/47) |
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RAKELBETT
DOCTOR BLADE HOLDER
SUPPORT DE RACLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
14.05.2004 DE 102004024079
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.02.2007 Patentblatt 2007/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- HENNINGER, Christoph
89522 Heidenheim (DE)
- SCHAUBMAIER, Martin
A-4150 Rohrbach (AT)
- HEITZINGER, Michael
A-4020 Linz (AT)
- KEINBERGER, Rüdiger
A-4160 Aigen (AT)
- KAIPF, Horst
89415 Lauingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-00/58555 US-A- 6 019 846
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DE-A1- 10 045 515
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rakelbett, ausgebildet als Profilleiste mit einer in axialer
Richtung durchlaufenden Nut zur Aufnahme eines drehbaren Rakelstabs, der gegen eine
laufende Oberfläche anpressbar ist und auf die laufende Oberfläche aufgebrachtes flüssiges
bis pastöses Medium dosiert und/oder egalisiert, wobei die laufende Oberfläche bei
direktem Auftrag des Mediums eine Seite einer Papier-, Karton- oder anderen Faserstoffbahn
ist und bei indirektem Auftrag die Oberfläche eines Übertragungselementes ist, welches
das Medium an die Faserstoffbahn überträgt.
[0002] Rakelbetten dienen der Lagerung und Abstützung von kreiszylindrischen Rakelstäben,
die zum Dosieren und/oder Egalisieren eines auf einen laufenden Untergrund aufgebrachten
flüssigen bis pastösen Mediums innerhalb von sogenannten Streichmaschinen Verwendung
finden. Die Rakelstäbe werden üblicherweise aus einem homogenen Werkstoff hergestellt.
Dabei sind sehr lange und schlanke zylindrische Rakelstäbe bei geringen bis hohen
Drehzahlen zu haltern, während diese das Beschichtungsmaterial möglichst gleichmäßig
aufbringen, abstreifen oder nur verteilen. Der Einsatz solcher Rakelstäbe ist verschleißträchtig.
Das Auswechseln der sehr teuren Stäbe ist dann mit Arbeitsaufwand und Betriebsausfall
verbunden. Auch die Rakelbetten sind aufgrund von Verschleiß regelmäßig zu erneuern.
Die Standfestigkeit des Rakelbetts ist somit begrenzt, welches den Stab über seine
gesamte Länge hochgenau und gleichmäßig andrücken soll. Dazu benötigt das Rakelbett
eine Eigenelastizität und gleichzeitig eine möglichst gute Gleitfähigkeit und Abriebfestigkeit.
Üblicherweise wird das Rakelbett über innere Kanäle oder Profilkammern mit Wasser
unter entsprechendem Druck beaufschlagt, so dass der
[0003] Rakelstab eine schwimmende Lagerung im Rakelbett erhält. Insbesondere moderne, mit
einer Profilierung versehene Rakelstäbe, die eine bessere Auftragsdosierung schaffen,
nutzen die Rakelbetten in Bereichen mit hohem Abstützungsdruck besonders ab.
[0004] Aus der DE 101 20 786 A1 ist ein Rakelbett zum Andruck eines rotierenden Rakelstabs
gegen eine Walze bekannt, wie etwa eine Auftragswalze oder Beschichtungswalze in Papiermaschinen,
wobei das Rakelbett als Profilleiste ausgebildet ist, die den Rakelstab elastisch
in Andruckrichtung abstützt. Das Rakelbett besteht aus einem elastomeren Polyurethanmaterial,
das mit einem Anteil von zumindest 3 Gewichtsprozenten mit ultrahochmolekularem Polyäthylen
gemischt ist. Durch die Beimischung eines ultrahochmolekularen Polyäthylens sollen
hinsichtlich der Gleitfähigkeit und Abriebfestigkeit längere Standzeiten erzielt werden.
[0005] Des Weiteren ist in der DE 43 34 555 A1 eine Halterung für eine Rakelstange beschrieben,
welche ein die Rakelstange haltendes Rakelbett aufweist, das in einem an einer Seite
offenen Halter in Richtung der Halteröffnung bewegbar gelagert ist. Zwischen Halter
und Rakelbett ist ein elastischer, in Richtung der Halteröffnung drückender Druckschlauch
angeordnet. Um einen in seiner Weite präzisen und über die Arbeitsbreite gleichmäßigen
Spalt zwischen Rakelstange und einer Walze einstellen zu können, ist ein weiterer,
in Gegenrichtung drückender Druckschlauch vorgesehen. Durch die jeweilige Beaufschlagung
der Druckschläuche soll sich das Querprofil unabhängig vom Anpressdruck mit einer
fein einstellbaren Profiliereinrichtung einstellen lassen.
[0006] In der US 6,019,846 A ist ein Rakelbett beschrieben, welches radiale Längsstreifen
aus nichtmetallischem Material zwischen Rakelbett und Rakelstab aufweist.
[0007] Diese Lösung ist sehr aufwändig und kann hinsichtlich der Gleitfähigkeit und Verschleißfestigkeit
nicht überzeugen.
[0008] Bei den vorgeschlagenen Lösungen treten jedoch über die gesamte Länge einer Rakelvorrichtung
zonar unterschiedliche Verschleißerscheinungen auf oder stellen bezüglich des Anpressdrucks
zwar steuerbare, technisch jedoch sehr aufwändige Lösungen dar.
[0009] Des Weiteren können sich Probleme bei einer ungleichen Belastung
dadurch ergeben, dass sich ein erhöhter Verschleiß durch eine partielle Deformation, beispielsweise
im Randbereich der Papierbahn, aufgrund ungenügender Schmierung, Faserablagerungen
vom Papierbahnrand, ungünstiger Reibungsverhältnisse im Übergang von Beschichtungsmaterial
zur Randbefeuchtung oder partiellem Trockenlauf einstellt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rakelbett so weiterzubilden, dass es
über seine gesamte Länge eine im Verschleißverhalten gleichmäßige Abnutzung aufweist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Rakelbett nach Anspruch 1 gelöst.
[0012] Erfindungsgemäß ist ein Rakelbett vorgesehen, ausgebildet als Profilleiste mit einer
in axialer Richtung durchlaufenden Nut zur Abstützung eines Rakelstabs in Andruckrichtung,
wobei das Rakelbett abschnittsweise in axialer Richtung durch wenigstens ein Einsatzteil
gebildet ist, das in Bezug zum übrigen Werkstoff formbeständiger ist.
[0013] Die Erfindung schlägt ein relativ kurzes Bauteil vor, das jeweils im kritischen Bereich
eingefügt ist und dabei die für einen Betrieb erforderliche Eigenelastizität der gesamten
Rakelvorrichtung bewahrt.
[0014] Durch die entsprechende Eigenelastizität wird ein in der Nut angeordneter Rakelstab
in Andruckrichtung, also in Richtung des zu beschichtenden laufenden Untergrundes,
beispielsweise einer Auftragswalze einer Streichmaschine, flexibel abgestützt. Ein
Einsatzteil ist oder mehrere Einsatzteile sind entlang der axialen Richtung im Rakelbett
eingebunden und insbesondere an Stellen angeordnet, an denen bei herkömmlichen Rakelbetten
besonders hoher Verschleiß auftritt. Ein besonderer Vorteil ist der durch die erfindungsgemäße
Lösung erzielte geringe Abrieb oder Verschleiß und ein niedriger Reibungskoeffizient
der verwendeten Materialien, die zu einer erhöhten Standzeit des Rakelbetts führen.
[0015] Es können dabei mehrere kritische Zonen mit erhöhtem Verschleiß vorhanden sein. Ein
besonderer Vorteil der Erfindung ergibt sich durch die Verwendung der im Verschleißverhalten
aufeinander abgestimmten Werkstoffe, beispielsweise mit gummielastischen Werkstoffen
als Grundmaterial in Verbindung mit entsprechend form- und abriebbeständigen Einsatzteilen.
Damit weist das Rakelbett über seine gesamte Länge eine im Verschleißverhalten gleichmäßige
Abnutzung auf. Für ein Einsatzteil - auch als Insert bezeichnet - kommen günstig aufeinander
abgestimmte hitzebeständige, formbeständige, abriebbeständige und reibungsarme Werkstoffe
in Betracht.
[0016] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass sich mehrere Einsatzteile
in axialer Richtung im Außenbereich befinden. Es ist aber auch möglich, dass nur ein
Einsatzteil bevorzugt in der Mitte angeordnet ist und/oder in der Mitte angeordnet
sind. Partiell wird also ein Einsatzteil in einem kritischen Bereich angeordnet, um
eine partielle Deformation, beispielsweise im Randbereich einer Papierbahn, aufgrund
ungenügender Schmierung, Faserablagerungen oder ungünstige Reibungsverhältnisse auszugleichen.
Hierdurch werden die eingangs erwähnten Probleme, die sich aus einer ungleichen Belastung
ergeben behoben.
[0017] Eine besondere Rolle spielen auch die Übergänge der einzelnen Materialkombinationen,
die im Grundmaterial des Rakelbetts und einem Einsatzteil stark unterschiedliche mechanische
Eigenschaften aufweisen können. In bevorzugter Ausführungsform wird durch die Bauteilgeometrie
des jeweiligen Einsatzteils ein homogener Übergang der für ein Einsatzteil und der
übrigen Profilleiste verwendeten Werkstoffe ausgebildet. Hierdurch kann ein homogener
und weicher Übergang unterschiedlicher Materialien geschaffen werden.
[0018] Vorteilhafterweise sind die gemeinsamen Berührungsflächen des jeweiligen Einsatzteils
mit dem umgebenden Werkstoff im Wesentlichen unter einem Winkel von 45°-90°, bevorzugt
unter 70°-90°, bezüglich der axialen Richtung angeordnet. Diese Anordnung ergibt einen
harmonischeren Übergang der unterschiedlichen Werkstoffe. Im Wesentlichen bedeutet
in diesem Zusammenhang, dass aus geometrischen Gründen bei der konstruktiven Auslegung
der Einsatzteile natürlich auch andere Flächenorientierungen auftreten können. Diese
Orientierungen sollen jedoch einen untergeordneten Einfluss auf die Elastizität des
Rakelbetts und insbesondere auf die Art und Weise eines fließenden Übergangs der Krafteinleitung
auf einen Rakelstab besitzen.
[0019] Beim Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums, be ispielsweise auf eine laufende
Materialbahn aus Papier oder Karton, können beträchtliche Temperaturen auftreten,
die auch Rakelvorrichtungen in ihrer Funktionsweise beeinträchtigen können. In bevorzugter
Ausführungsform ist dazu das jeweilige Einsatzteil hitzebeständig.
[0020] Beispielsweise bei Rollrakeleinrichtungen übernehmen die Rakelbetten die Führungs-
und Stützfunktion für die drehbar gelagerten Rakelstäbe. Diese sollten durch möglichst
gleitfähiges Material geführt werden, das jedoch noch weitere Anforderungen bezüglich
ausreichend langer Standzeiten der Vorrichtung erfüllen soll. In bevorzugter Ausführungsform
ist dazu das jeweilige Einsatzteil verschleißbeständig.
[0021] Vorteilhafterweise besteht das jeweilige Einsatzteil aus Thermoplast. Insbesondere
vorteilhaft ist ein Einsatzteil aus Polyethylen (PE) oder hochfestem Polyetheretherketon
(PEEK) durch eine entsprechend hohe Zähigkeit der Materialien. Hierdurch wird zum
übrigen Grundmaterial bezüglich der Elastizität des Rakelbetts bereits durch die Werkstoffauswahl
ein homogener Übergang über die gesamte Länge des Rakelbetts geschaffen. Der Thermoplast
wird jedoch bevorzugt so ausgewählt, dass dieser bei Erwärmung dennoch starrer bleibt,
als das Grundmaterial.
[0022] Alternativ kann vorteilhafterweise auch das jeweilige Einsatzteil aus Polymeren bestehen,
beispielsweise aus Polyurethan (PU) oder Polyamid (PA). Hierzu eignet sich insbesondere
das Elastomer wie Polyurethan(PU), da es bezüglich seiner mechanischen Eigenschaften
gummielastisch bis hart sein kann und dabei abriebfest ist. Polyamid (PA) ist dagegen
außer seiner Abriebfestigkeit vergleichsweise hart.
[0023] Alternativ kann vorteilhafterweise das jeweilige Einsatzteil aus einem Werkstoffverbund
bestehen. Insbesondere kann vorteilhafterweise das Einsatzteil aus einem Werkstoffverbund
aus Gummi und Graphit aufgebaut sein.
[0024] Alternativ kann vorteilhafterweise auch das jeweilige Einsatzteil aus Keramik bestehen.
Hierdurch wird ein besonders form- und verschleißbeständiges Einsatzteil im Rakelbett
geschaffen.
[0025] Alternativ kann vorteilhafterweise auch das jeweilige Einsatzteil aus Metall bestehen.
Metalle aus einer Kupferlegierung, beispielsweise aus Bronze, eignen sich hierzu besonders
gut. Bronze als Werkstoff zeichnet sich auch als besonders korrosionsbeständig aus.
[0026] In bevorzugter Ausführungsform ist das jeweilige Einsatzteil formschlüssig, geklebt,
geschraubt, genietet, eingepresst, eingegossen oder eingeschweißt. Je nach Einsatzbereich
kann das jeweils günstige Fügeverfahren im Hinblick auf die mechanische Beanspruchung
des Rakelbetts im Betrieb ausgewählt werden.
[0027] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den weiteren Unteransprüchen oder deren Unterkombinationen.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen weiter erläutert. Im Einzelnen
zeigt die schematische Darstellung in:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Rakelbetts mit Einsatzteil am Rand,
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Rakelbetts mit einem mittig angeordneten Einsatzteil, und
- Fig. 3
- eine Ansicht eines Rakelbetts mit einem durch Formschluss gehalterten Einsatzteil.
[0029] Die in den Figuren gleichen Bezugsziffern bezeichnen gleiche oder gleich wirkende
Elemente.
[0030] Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Rakelvorrichtung mit einem Rakelbett
1 und ein Rakelstab 2 mit einem im Randbereich angeordneten Einsatzteil 4. Der Rakelstab
2 wird in der axial verlaufenden Nut 3 im Rakelbett 1 drehbar gelagert. Zur Abstützung
eines Rakelstabs 2 in Andruckrichtung ist in der Profilleiste in axialer Richtung
gesehen ein relativ kurzes Einsatzteil 4 angeordnet, um die erforderliche Eigenelastizität
der gesamten Rakelvorrichtung zu bewahren. Das Bauteil erstreckt sich in diesem Falle
über die ganze Breite des Rakelbetts 1.
[0031] In Fig. 2 ist eine Rakelvorrichtung mit einem Rakelbett 1 mit einem mittig angeordneten
Einsatzteil 4 gezeigt. So können ein oder mehrere entlang der axialen Richtung im
Rakelbett 1 eingebundene Einsatzteile 4 an Stellen angeordnet sein, an denen bei herkömmlichen
Rakelbetten besonders hohe mechanische Belastungen auftreten. Auch hier erstreckt
sich das Einsatzteil 4 über die ganze Breite des Rakelbetts 1.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Rakelvorrichtung mit einem Rakelbett
1 mit einem mittig angeordneten Einsatzteils 4, das durch Formschluss gehaltert ist.
Dabei erstreckt sich das Einsatzteil 4 lediglich über einen Teil der Rakelbettbreite
und wird allein aufgrund des Formschlusses bereits ausreichend fixiert. Besonders
vorteilhaft ist dabei die schwalbenschwanzartige Form. Auch andere, beispielsweise
Omega-förmige Geometrien sind denkbar.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Rakelbett
- 2
- Rakelstab
- 3
- Nut
- 4
- Einsatzteil
1. Rakelbett (1), ausgebildet als Profilleiste mit einer in axialer Richtung durchlaufenden
Nut (3) zur Aufnahme eines drehbaren Rakelstabs (2), der gegen eine laufende Oberfläche
anpressbar ist und auf die laufende Oberfläche aufgebrachtes flüssiges bis pastöses
Medium dosiert und/oder egafisiert, wobei die laufende Oberfläche bei direktem Auftrag
des Mediums eine Seite einer Papier-, Karton- oder anderen Faserstoffbahn ist und
bei indirektem Auftrag die Oberfläche eines Übertragungselementes ist, welches das
Medium an die Faserstoffbahn überträgt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rakelbett in axialer Richtung abschnittsweise durch wenigstens ein Einsatzteil
(4) gebildet ist, das in Bezug zum übrigen Werkstoff des Rakelbelts Verschleißbeständiger
und/oder hitzebeständiger ist.
2. Rakelbett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Einsatzteil (4) in der Mitte angeordnet ist oder mehrere Einsatzteile (4) in axialer
Richtung im Außenbereich und/oder in der Mitte angeordnet sind.
3. Rakelbett nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine derartige Bauteilgeometrie des jeweiligen Einsatzteils (4) gewählt ist, dass
ein homogener Übergang der für ein Einsatzteils und der übrigen Profilleiste verwendeten
Werkstoffe besteht.
4. Rakelbett nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
gemeinsame Berührungsflächen des jeweiligen Einsatzteils (4) mit dem umgebenden Werkstoff
im Wesentlichen unter einem Winkel von 45°-90°, bevorzugt unter 70°-90°, bezüglich
der axialen Richtung angeordnet sind.
5. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) eine hohe Gleitfähigkeit aufweist.
6. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) formbeständiger ist.
7. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus Thermoplaste besteht.
8. Rakelbett nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus Polyethylen oder hochfestem Polyetheretherketon
(PEEK) besteht.
9. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus Polyurethan oder Polyamid besteht.
10. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus einem Werkstoffverbund besteht.
11. Rakelbett nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Werkstoffverbund eines Einsatzteils (4) aus Gummi und Graphit aufgebaut ist.
12. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus Keramik besteht.
13. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus Metall besteht.
14. Rakelbett nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) aus einer Kupferlegierung besteht, beispielsweise aus
Bronze.
15. Rakelbett nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das jeweilige Einsatzteil (4) formschlüssig, geklebt, geschraubt, genietet, eingepresst,
eingegossen oder eingeschweißt ist.
1. Doctor bed (1), formed as a profiled strip having a continuous groove (3) in the axial
direction to hold a rotatable metering rod (2), which can be pressed against a moving
surface and meters and/or evens out liquid to pasty medium applied to the moving surface,
the moving surface in the case of direct application of the medium being one side
of a paper, board or other fibrous web and in the case of indirect application being
the surface of a transfer element which transfers the medium to the fibrous web,
characterized in that
the doctor bed is formed in the axial direction in some sections by at least one insert
part (4) which is more wear-resistant and/or heat-resistant in relation to the remaining
material of the doctor bed.
2. Doctor bed according to Claim 1, characterized in that an insert part (4) is arranged in the center or a plurality of insert parts (4) are
arranged in the external region and/or in the center in the axial direction.
3. Doctor bed according to Claim 1 or 2,
characterized in that a component geometry of the respective insert part (4) is chosen such that there
is a homogeneous transition between the materials used for an insert part and the
remaining profiled strip.
4. Doctor bed according to Claim 3, characterized in that common contact surfaces of the respective insert part (4) with the surrounding material
are arranged substantially at an angle of 45°-90°, preferably 70°-90°, with respect
to the axial direction.
5. Doctor bed according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the respective insert part (4) has a high capacity to slide.
6. Doctor bed according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the respective insert part (4) has a stabler shape.
7. Doctor bed according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective insert part (4) consists of thermoplastics.
8. Doctor bed according to Claim 7, characterized in that the respective insert part (4) consists of polyethylene or high-strength polyether
ether ketone (PEEK) .
9. Doctor bed according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective insert part (4) consists of polyurethane or polyamide.
10. Doctor bed according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective insert part (4) consists of a material composite.
11. Doctor bed according to Claim 10, characterized in that the material composite of an insert part (4) is formed of rubber and graphite.
12. Doctor bed according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective insert part (4) consists of ceramic.
13. Doctor bed according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective insert part (4) consists of metal.
14. Doctor bed according to Claim 13, characterized in that the respective insert part (4) consists of a copper alloy, for example of bronze.
15. Doctor bed according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the respective insert part (4) is form-fitting, adhesively bonded, screwed, riveted,
pressed in, cast in or welded in.
1. Support de racle (1), réalisé comme une baguette profilée ET doté d'une rainure (3)
s'étendant dans la direction axiale pour loger une barre de racle (2) pouvant tourner
et pouvant être comprimée contre une surface avançant et un agent à la consistance
entre fluide et pâteuse appliqué sur la surface avançant étant dosé et/ou égalisé,
la surface avançant étant, en cas d'application directe de l'agent, une face d'un
pan de matière fibreuse en papier, carton ou autre et en cas d'application indirecte
la surface d'un élément de transmission qui transmet l'agent au pan de matière fibreuse,
caractérisé en ce que
le support de racle est formé, pour les différents segments dans la direction axiale,
par au moins un insert (4) qui est plus résistant à l'usure et/ou à la chaleur que
le reste de la matière du support de racle.
2. Support de racle selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un insert (4) est disposé au centre ou que plusieurs inserts (4) sont disposés dans
la zone extérieure, dans la direction axiale et/ou au centre.
3. Support de racle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la géométrie de l'insert (4) respectif est choisie de façon à obtenir une transition
homogène des matières utilisées pour l'insert et pour le reste de la baguette profilée.
4. Support de racle selon la revendication 3, caractérisé en ce que les surfaces de contact communes de l'insert (4) respectif sont disposées avec la
matière environnante pour l'essentiel selon un angle de 45°-90°, de préférence selon
un angle de 70°-90°, par rapport à la direction axiale.
5. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif présente une capacité de lissage élevée.
6. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est plus résistant à la déformation.
7. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en thermoplastiques.
8. Support de racle selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en polyéthylène ou en polyétheréthercétone (PEEC).
9. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en polyuréthane ou en polyamide.
10. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en matières composites.
11. Support de racle selon la revendication 10, caractérisé en ce que les matières composites d'un insert (4) sont en caoutchouc ou en graphite.
12. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en céramique.
13. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en métal.
14. Support de racle selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est en alliage de cuivre, par exemple en bronze.
15. Support de racle selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'insert (4) respectif est collé, vissé, riveté, coulé, injecté ou soudé par complémentarité
de forme.

